Secrets of the Biblical Creation Story
GA 122
19 August 1910, Munich
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Secrets of the Biblical Creation Story, tr. SOL
Vierter Vortrag
Fourth Lecture
[ 1 ] Wir haben gestern vor unsere Seele bildhaft hingemalt denjenigen Augenblick, der mit den bedeutsamen Worten der Bibel angedeutet wird: «Und die Götter sprachen: Es werde Licht! Und es ward Licht.» Damit haben wir auf ein Ereignis hingewiesen, das für uns ja auf einer höheren Stufe eine Wiederholung vorhergehender Entwickelungszustände unseres Erdenwerdens darstellt. Immer wieder muß ich Sie verweisen auf das Bild von einem Menschen, der da aufwacht und aus der Seele heraufholt einen gewissen seelischen Inhalt. So etwa sollen wir uns vorstellen, wie aus der Seele der Elohim hervorsprießt in einer neuen Gestalt, in einer abgeänderten Gestalt das, was sich langsam und allmählich im Verlauf der Entwickelung herangebildet hat durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Und im Grunde genommen ist alles das, was im sogenannten Sechs- oder Siebentagewerk der Bibel berichtet wird, ein Wiedererwecken vorhergehender Zustände, nicht aber ein Wiedererwecken in derselben Form, sondern in einer neuen Form, in einer neuen Gestalt. Und die nächste Frage, die wir uns werden stellen dürfen, ist diese: Wie haben wir überhaupt die Realität dessen, was uns da erzählt wird im Verlauf des Sechs- oder Siebentagewerks, aufzufassen?
[ 1 ] Yesterday we vividly pictured in our minds the moment alluded to in the Bible’s significant words: “And God said, ‘Let there be light.’ And there was light.” In doing so, we have pointed to an event that, for us, represents on a higher level a repetition of previous stages of development in our earthly existence. Time and again I must refer you to the image of a person who wakes up and draws a certain spiritual content from the soul. In much the same way, we should imagine how, from the soul of the Elohim, that which has slowly and gradually taken shape in the course of evolution through the Saturn, Sun, and Moon periods springs forth in a new form, in a modified form. And fundamentally, everything that is recounted in the so-called six- or seven-day creation account of the Bible is a reawakening of previous states, but not a reawakening in the same form, rather in a new form, in a new shape. And the next question we may ask ourselves is this: How are we to understand the reality of what is told to us in the course of the six- or seven-day creation?
[ 2 ] Wir werden uns über diese Frage am besten verständigen, wenn wir sie so stellen: Könnte ein Auge, wie die gewöhnlichen Augen sind, könnten überhaupt Sinnesorgane, wie die heutigen Sinnesorgane sind, äußerlich sinnengemäß verfolgen, was im Sechstagewerk berichtet wird? — Das könnten sie nicht. Denn die Ereignisse, die Tatsachen, die uns da berichtet werden, verlaufen im wesentlichen in der Sphäre dessen, was wir das elementarische Dasein nennen können. So daß also, um diese Vorgänge anzuschauen, ein gewisser Grad hellseherischer Erkenntnis, hellseherischer Wahrnehmung nötig wäre. Es ist eben durchaus wahr, daß die Bibel uns erzählt von dem Hervorgehen des Sinnlichen aus dem Übersinnlichen und daß die Tatsachen, die sie an die Spitze stellt, übersinnliche Tatsachen sind, wenn auch nur um einen Grad höher liegend als unsere gewöhnlichen sinnlichen Tatsachen, die ja aus diesen anderen eben charakterisierten hervorgegangen sind. Wir blicken also in gewisser Beziehung in ein hellseherisches Gebiet hinein mit all dem, was wir da im Sinne des Sechstagewerks eigentlich beschreiben. In Ätherform und in elementarischer Form tauchte wieder auf, was früher da war. Halten wir das nur recht genau fest, sonst werden wir uns nicht in genügender Weise orientieren über all das, was mit den monumentalen Worten der Genesis eigentlich gemeint ist. So dürfen wir also erwarten, daß wir in einer neuen Art auftauchen sehen alles das, was während des alten Saturn-, Sonnen- und Mondendaseins sich nach und nach entwickelt hat.
[ 2 ] We will best understand this question if we frame it as follows: Could an eye—such as ordinary eyes—or indeed any sensory organ—such as today’s sensory organs—externally perceive, through the senses, what is described in the account of the Six Days of Creation? — They could not. For the events, the facts, that are reported to us there take place essentially in the sphere of what we might call the elemental realm. So that, in order to observe these processes, a certain degree of clairvoyant insight, of clairvoyant perception, would be necessary. It is indeed quite true that the Bible tells us of the emergence of the sensory from the supersensory, and that the facts it places at the forefront are supersensory facts, even if they lie only one degree higher than our ordinary sensory facts, which have, after all, emerged from these other facts just characterized. So in a certain sense we are looking into a clairvoyant realm with all that we are actually describing there in the context of the six-day creation. What was there before reappeared in etheric and elemental form. Let us bear this in mind very clearly, otherwise we will not be able to orient ourselves sufficiently regarding all that is actually meant by the monumental words of Genesis. Thus, we may expect to see emerge in a new form all that developed gradually during the old Saturn, Sun, and Moon epochs.
[ 3 ] Fragen wir uns deshalb zuerst einmal: Wie waren denn die eigenartigen Zustände, in welche die Entwickelung durch diese drei planetarischen Formen eingetaucht war? — Wir können sagen: Auf dem alten Saturn, das können Sie ja in meiner «Geheimwissenschaft» nachlesen, war alles in einer Art mineralischen Zustandes. Das, was dort als erste Anlage vom Menschen vorhanden war, was überhaupt die gesamte Masse des alten Saturn ausmachte, war in einer Art mineralischen Zustandes. Dabei dürfen Sie nicht an die mineralische Form von heute denken, denn der alte Saturn war durchaus noch nicht im Element des Wassers oder des Festen vorhanden; er war nur ineinanderwebende Wärme. Aber die Gesetze, welche in diesem Wärmeplaneten herrschten, das also, was da die Differenzierung bewirkte, was das Ineinanderweben organisierte, das waren die gleichen Gesetze, die heute in dem dichten, in dem festen Mineralreich herrschen. Wenn wir also sagen, der alte Saturn und auch der Mensch waren im mineralischen Zustande, dann müssen wir uns dessen bewußt sein, daß es nicht ein mineralischer Zustand wie der heutige war, mit festen Formen, sondern ein Zustand innerhalb der webenden Wärme, aber mit mineralischen Gesetzen.
[ 3 ] Let us therefore first ask ourselves: What were the peculiar conditions into which evolution had plunged through these three planetary forms? — We can say: On ancient Saturn—as you can read in my *The Secret Science*—everything was in a kind of mineral state. What existed there as the first rudiment of humanity—what constituted the entire mass of ancient Saturn—was in a sort of mineral state. You must not think of the mineral form as we know it today, for ancient Saturn was by no means yet present in the element of water or the solid; it was merely interwoven warmth. But the laws that governed this planet of heat—that is, what brought about differentiation there, what organized the interweaving—were the same laws that govern the dense, solid mineral kingdom today. So when we say that ancient Saturn and also humanity were in a mineral state, we must be aware that it was not a mineral state like today’s, with solid forms, but a state within the weaving warmth, yet governed by mineral laws.
[ 4 ] Dann kommt der Sonnenzustand. Diesen müssen wir noch immer so auffassen, daß von der Sonnenmasse noch keine Abtrennung dessen stattgefunden hat, was später das Erdenhafte wurde. Ein gemeinsamer Leib sozusagen ist alles das, was heute zur Erde und zur Sonne gehört, ein kosmischer Leib ist das zur alten Sonnenzeit. Innerhalb dieser alten Sonne hat sich gegenüber dem früheren Saturnzustand als Verdichtung herausgebilder ein Gasiges, so daß wir außer dem ineinanderwebenden Wärmehaften ein durcheinanderströmendes, gesetzmäßig sich ineinanderfügendes Gas- oder Luftförmiges haben. Aber zu gleicher Zeit haben wir eine Neubildung nach oben hin, gleichsam eine Verdünnung des Wärmehaften nach dem Lichthaften, ein Ausstrahlen eines Lichthaften in den Weltenraum. Dasjenige, was wir nun als die Wesen unserer planetarischen Entwickelung bezeichnen können, ist während dieses alten Sonnenzustandes fortgeschritten bis zum Pflanzenhaften. Wieder dürfen wir uns nicht denken, daß während des alten Sonnenzustandes Pflanzen in der heutigen Form vorhanden waren, sondern wir müssen uns klar sein darüber, daß nur die Gesetze, die im heutigen Pflanzenreich wirken, jene Gesetze, die da bedingen, daß ein Wurzelhaftes nach abwärts und ein Blütenhaftes nach aufwärts treibt, innerhalb des alten Sonnenzustandes in dem Element des Luftförmigen und des Wärmehaften sich geltend machen. Natürlich konnte keine feste Pflanzenform entstehen, sondern die Kräfte, die die Blüte nach oben und die Wurzeln nach unten trieben, muß man sich denken in einem luftartigen Gebilde webend, so daß man den alten Sonnenzustand sich vorzustellen hat als ein lichtartiges Aufblitzen von Blütenformen nach oben. Denken Sie sich eine Gaskugel und da drinnen webendes Licht, lebendiges Licht, das aufsprießt, das nach oben im Aufsprießen das Gasige wie Lichtblütenformen aufschießen läßt und wiederum das Bestreben hat, nach unten zu halten, was da aufblitzen will, das wiederum die alte Sonne nach dem Mittelpunkte zusammenhält: dann haben Sie das innere Weben von Licht, Wärme und Luft im alten Sonnenzustande. Das mineralische Gesetzmäßige wiederholt sich, das pflanzliche Gesetzmäßige kommt dazu, und das, was vom Menschen vorhanden ist, ist selbst erst in einem Zustand des Pflanzenhaften.
[ 4 ] Then comes the solar stage. We must still understand this in such a way that nothing has yet separated from the solar mass that would later become the Earth. Everything that today belongs to the Earth and the Sun is, so to speak, a single body; in the ancient solar era, it was a cosmic body. Within this ancient Sun, a gaseous substance has formed as a condensation in contrast to the earlier Saturn state, so that in addition to the interwoven warmth, we have a gas or air-like substance flowing through it all, fitting together in a lawful manner. But at the same time, we have a new formation directed upward, as it were, a rarefaction of the warmth-filled substance toward the light-filled, a radiating out of a light-filled substance into the space of the worlds. That which we can now designate as the beings of our planetary evolution has advanced during this ancient solar state to the plant-like. Again, we must not imagine that plants in their present form existed during the old solar state; rather, we must be clear that only the laws operating in today’s plant kingdom—those laws that cause a root-like form to grow downward and a flower-like form to grow upward—were at work within the old solar state in the elements of the airy and the warm. Of course, no solid plant form could have arisen; rather, one must imagine the forces that drove the flower upward and the roots downward weaving within an air-like structure, so that one must picture the ancient solar state as a light-like flashing of flower forms upward. Imagine a sphere of gas and within it weaving light, living light that sprouts, which as it sprouts upward causes the gaseous substance to shoot up like forms of light blossoms and in turn strives to hold down what seeks to flash forth, which in turn holds the old Sun together toward the center: then you have the inner weaving of light, warmth, and air in the old solar state. The mineral laws repeat themselves, the plant laws are added to them, and what exists in the human being is itself only in a plant-like state.
[ 5 ] Wo würden wir denn heute etwas finden, was sich, wenn auch nicht ganz, doch in einer gewissen Beziehung vergleichen ließe mit diesern pflanzenhaften Weben in der alten Gas-Wärme-Lichtkugel der Sonne? Wenn man die Sinne, die der Mensch heute hat, in dem Weltenraum herumschweifen ließe, würde man freilich nichts finden, was sich damit vergleichen ließe. Zu einer gewissen Zeit der alten Sonne war das alles auch physisch vorhanden, das heißt physisch bis zur Gasdichtigkeit. Heute kann es überhaupt physisch nicht vorhanden sein. Die Gestalt des Wirkens, die dazumal auch physisch vorhanden war, heute ist sie für den Menschen nur vorhanden, wenn das hellseherische Wahrnehmungsvermögen sich in das Gebiet der übersinnlichen Welt richtet, da wo heute die geistigen Grundwesenheiten unserer äußeren physischen Pflanzen sind, das, was wir im Laufe der Jahre als die Gruppenseele der Pflanzen kennen gelernt haben. Wir wissen ja, daß diesem äußeren Pflanzlichen, das heute dem physischen Sinne sich vorstellt, etwas zugrunde liegt, was wir die Gruppenseelen nennen können. Heute können sie nur durch das hellseherische Bewußtsein im Geistgebiete gefunden werden. Da sind diese Gruppenseelen der Pflanzen nicht in einzelnen Pflanzenindividuen vorhanden wie die äußerlichen Pflanzen, die aus dem Erdboden herauswachsen, sondern da ist ungefähr für jede Art, also für die Rosenart, für die Veilchenart, für die Eichenart, eine Gruppenseele vorhanden. Wir haben also im Geistgebiete nicht irgendein geistiges Wesen für jede einzelne Pflanze zu suchen, sondern für die Arten haben wir die Gruppenseelen zu suchen. Diese Arten von Pflanzen sind für das heutige Denken, für dieses arme, abstrakte Denken der Gegenwart eben Abstraktionen, Begriffe. Sie waren es schon im Mittelalter, und weil man auch damals schon nichts mehr wußte von dem, was im Geistigen webt und lebt als Grundlage des Physischen, kam der berühmte Streit auf zwischen Realismus und Nominalismus, das heißt, ob das, was als Arten existiert, bloßer Name ist oder etwas real Geistiges. Für das hellseherische Bewußtsein hat dieser ganze Streit nicht den allergeringsten Sinn, denn wenn es sich richtet über die Pflanzendecke unserer Erde hin, so dringt es durch die äußere physische Pflanzenform in ein geistiges Gebiet, und in diesem geistigen Gebiete, da leben als wirkliche reale Wesen die Gruppenseelen der Pflanzen. Und diese Gruppenseelen sind einerlei Realität mit dem, was wir die Arten der Pflanzen nennen. Zu der Zeit, als die LuftWärme-Lichtkugel der alten Sonne in ihrer vollen Blüte war, als das dort spielende Licht an die Gasoberfläche herauswarf die lichtfunkelnden Blütenformen des Pflanzendaseins, damals warerf diese Formen dasselbe, und zwar in physischer Gasgestalt, was heute nur noch im Geistgebiete als die Arten der Pflanzen zu finden ist. Halten wir dieses nur recht gut fest, daß dazumal während des alten Sonnendaseins die Arten der Pflanzen, die Arten dessen, was heute als Grünendes, als Blühendes, als Baum- und Strauchförmiges unsere Erde bedeckt, die alte Sonne durchsetzte ganz im Sinne der Gruppenseelenhaftigkeit, im Sinne der Arten.
[ 5 ] Where, then, could we find anything today that, even if not entirely, could be compared in some respect to these plant-like formations within the ancient sphere of gas, heat, and light that is the Sun? If one were to let the senses that humans possess today roam through outer space, one would certainly find nothing comparable to it. At a certain time in the ancient Sun, all of this was also physically present—that is, physically present up to the point of gaseous density. Today it cannot exist physically at all. The form of activity that was also physically present back then is today only accessible to humans when clairvoyant perception is directed toward the realm of the supersensible world, where the spiritual root-beings of our outer physical plants are found—that which we have come to know over the years as the group soul of plants. We know, of course, that underlying this outer plant life, which presents itself to the physical senses today, is something we can call the group souls. Today they can only be found in the spiritual realm through clairvoyant consciousness. There, these group souls of plants are not present in individual plant specimens like the external plants that grow out of the ground, but rather there is a group soul for roughly every species—that is, for the rose species, for the violet species, for the oak species. So in the spiritual realm we are not to look for some spiritual being for every single plant, but rather for the species we are to look for the group souls. These species of plants are, for today’s thinking—for this poor, abstract thinking of the present—simply abstractions, concepts. They were already so in the Middle Ages, and because even back then people knew nothing more of what weaves and lives in the spiritual as the foundation of the physical, the famous dispute arose between realism and nominalism—that is, whether what exists as species is merely a name or something truly spiritual. For the clairvoyant consciousness, this entire dispute makes not the slightest sense, for when it looks out over the plant cover of our Earth, it penetrates through the outer physical form of the plant into a spiritual realm, and in this spiritual realm, the group souls of the plants live as real, actual beings. And these group souls are one and the same reality as what we call the species of plants. At the time when the air-heat-light sphere of the ancient Sun was in its full bloom, when the light playing there cast the sparkling, light-filled floral forms of plant existence onto the surface of the gas, at that time these forms were the very same—in physical gaseous form—as what today can only be found in the spiritual realm as the species of plants. Let us bear this in mind very clearly: that back then, during the existence of the ancient Sun, the species of plants—the species of that which today covers our Earth as greenery, as blossoms, as trees and shrubs—permeated the ancient Sun entirely in the sense of group-soul character, in the sense of species.
[ 6 ] Soweit der Mensch damals war, befand er sich auch in einem pflanzenhaften Zustand. Er war nicht imstande, in seinem Inneren als Vorstellungen wachzurufen, in Bewußtseinszuständen zu erwekken, was um ihn herum vorging, ebensowenig wie heute die Pflanze in Bewußtseinszuständen wiedererwecken kann, was um sie herum vorgeht. Der Mensch war selber in einem pflanzenhaften Dasein, und zu den auf- und abspielenden Lichtformen, welche in dem gasigen Sonnenball spielten, gehörte auch die Leiblichkeit des damaligen Menschen. Zu der Entstehung der primitivsten Form des Bewußtseins gehört nämlich im Kosmos etwas ganz Besonderes. Solange unser Erdenhaftes noch mit dem Sonnenhaften verbunden war, solange also nicht, sagen wir, grob gesprochen, das Licht der Sonne von außen auf den Erdball fiel, so lange konnte sich das, was man ein Bewußtsein nennen kann, nicht bilden innerhalb der Wesen des Erdenhaften. So lange konnte auch nicht den physischen und den Ätherleib durchdringen ein astralischer Leib, der die Grundlage des Bewußthaften ist. Soll ein Bewußthaftes auftreten, dann muß eine Trennung, eine Spaltung stattfinden, dann muß sich aus dem Sonnenhaften ein anderes absondern. Und das geschah während des dritten Entwickelungszustandes unserer Erde, während des alten Mondenzustandes. Als der alte Sonnenzustand vorüber war, durch eine Art kosmischer Nacht durchgegangen war, da tauchte von neuem auf das ganze Gebilde, jetzt aber so, daß es reif geworden war, als eine Zweiheit zu erscheinen, daß alles Sonnenhafte sich herausgliederte als ein Weltenkörper, und der alte Mond, auf dem sich von unseren elementarischen Zuständen nur das Wässerige, Luft- und Wärmehafte befand, als ein außerhalb des Sonnenhaften Befindliches zurückblieb. Der alte Mond war das damalige Erdenhafte, und nur, weil die Wesen auf ihm von außen her die Kraft der Sonne empfangen konnten, nur dadurch konnten sie in sich aufnehmen einen astralischen Leib und in sich entwickeln das Bewußthafte, das heißt, widerspiegeln in innerem Erleben, was um sie herum vorging. Ein Tierhaftes, ein innerlich lebendig Tierhaftes, ein Wesenhaftes, das Bewußtsein in sich trägt, ist also daran gebunden, daß innerhalb des Erden- und des Sonnenhaften eine Trennung eintritt. Das Tierhafte trat während der alten Mondenzeit auf, und der Mensch selbst war heraufgebildet in bezug auf seine Leiblichkeit bis zum Tierhaften. Das Genauere darüber haben Sie ja in meiner «Geheimwissenschaft» beschrieben.
[ 6 ] As far as human beings had progressed at that time, they were still in a plant-like state. They were unable to summon up what was happening around them as inner images or awaken it in states of consciousness, just as plants today cannot reawaken in states of consciousness what is happening around them. Human beings themselves existed in a plant-like state, and the physicality of humans at that time was also part of the rising and falling forms of light that played within the gaseous solar sphere. For the emergence of the most primitive form of consciousness, something quite special occurs in the cosmos. As long as our earthly nature was still connected to the solar nature—that is, as long as, to put it roughly, the light of the sun did not fall upon the globe from the outside—so long could that which we might call consciousness not form within the beings of the earthly realm. Nor could an astral body, which is the foundation of consciousness, penetrate the physical and etheric bodies. If consciousness is to arise, then a separation, a division, must take place; then something else must separate from the solar realm. And this occurred during the third stage of our Earth’s development, during the old lunar stage. When the old solar stage had passed, having gone through a kind of cosmic night, the entire structure emerged anew, but now in such a way that it had matured to appear as a duality, so that everything solar separated itself as a world body, and the old Moon, on which only the watery, airy, and warm elements of our elemental states were present, remained as something existing outside the solar realm. The old Moon was the Earth-like state of that time, and only because the beings on it could receive the power of the Sun from without—only through this could they take on an astral body and develop consciousness within themselves, that is, reflect in inner experience what was happening around them. An animalic being—an animalic being that is inwardly alive, a being that carries consciousness within itself—is thus bound to the fact that a separation occurs within the Earthic and the Solar. The animalic emerged during the ancient Lunar Age, and human beings themselves were formed in terms of their physicality up to the level of the animalic. You have described the details of this in my *Secret Science*.
[ 7 ] So sehen wir also, wie diese drei Zustände, die unserem Erdenwerden vorangegangen sind und die die Bedingungen dieses Erdenwerdens sind, gesetzmäßig zusammenhängen. Und im Mondenzustand ist hinzugekommen zum Gasigen ein Flüssiges, ein Wässeriges auf der einen Seite und ein Tonhaftes, ein Klanghaftes nach der anderen Seite, ein Klanghaftes, wie ich es Ihnen gestern charakterisiert habe als eine Verfeinerung des Lichtzustandes. Das ist ungefähr eine Wiedergabe der Entwickelung. Das, was da geschehen war durch diese drei Zustände hindurch, tauchte nun wie die Erinnerung der Elohim wieder auf, tauchte auf, wie wir gestern gesehen haben, zunächst in einem verworrenen Zustand, der bezeichnet wird in der Bibel mit den Worten, die ich gestern genauer charakterisiert habe, mit den Worten tohu wabohu. In den Kraftstrahlen, die von einem Mittelpunkt nach auswärts und vom Umfange her nach einwärts strahlten, schlossen sich ein in einem Ineinanderwirken zunächst die drei elementarischen Zustände, die Luft, die Wärme und das Wässerige. Sie waren jetzt ungeschieden; früher waren sie schon geschieden gewesen. Auf der Sonne schon waren sie geschieden, als ein Gasförmiges von dem Wärmehaften sich abgetrennt hatte, und auch während des alten Mondenzustandes, wo die drei Formen des Wärmehaften, des Gashaften und des Wasserhaften voneinander geschieden waren. Jetzt waren sie in buntem Durcheinander während des tohu wabohu, sprudelten ineinander, so daß man in jener ersten Zeit des Erdenwerdens nicht unterscheiden konnte zwischen dem Wasserhaften, Gashaften und Wärmehaften. Das wirkte alles ineinander.
[ 7 ] Thus we see how these three states, which preceded our becoming earthly and which constitute the conditions for this becoming, are lawfully interconnected. And in the lunar state, a liquid, a watery substance, was added to the gaseous on one side, and a clay-like, a sound-like substance on the other side—a sound-like substance, as I characterized it for you yesterday, as a refinement of the light state. This is roughly a representation of the development. What had taken place through these three states now resurfaced like the memory of the Elohim; it emerged, as we saw yesterday, initially in a confused state, which is described in the Bible with the words I characterized more precisely yesterday, with the words tohu wabohu. In the rays of force that radiated outward from a central point and inward from the periphery, the three elemental states—air, warmth, and water—initially united in an interaction. They were now undivided; previously they had already been separated. They had already been separated on the Sun, when a gaseous form had separated from the heat, and also during the ancient lunar state, where the three forms—the heat, the gas, and the water—were separated from one another. Now they were in a colorful jumble during the tohu wabohu, bubbling into one another, so that in that first time of the Earth’s becoming one could not distinguish between the aqueous, the gaseous, and the heat-bearing. It all interacted within one another.
[ 8 ] Das erste, was nun eintrat, war, daß in dieses Durcheinander hineinschlug das Lichthafte. Und dann entwickelte sich aus jener seelenhaften, geisthaften Tätigkeit, die ich Ihnen wie ein kosmisches Sinnen beschrieben habe, eine Tätigkeit heraus, die zuerst in dem Durcheinander des Elementarischen das alte Gasförmige von dem alten Flüssigen schied. Diesen Moment, der sozusagen auf die Lichtwerdung folgte, bitte ich ganz genau festzuhalten. Würden wir es in nüchterne Prosa übersetzen, was da geschehen ist, so müßten wir sagen: Nachdem eingeschlagen hat das Licht in das tohu wabohu, da schieden die Elohim das, was schon früher ein Gasiges war, von dem, was früher ein Wäßriges war, so, daß man wieder unterscheiden konnte das, was gasförmigen Zustand hatte, von dem, was im früheren Sinne in wäßrigem Zustand war. Also in der Masse, welche ein Durcheinander war aller drei elementarischen Zustände, wurde jetzt geschieden, und zwar so, daß zweierlei auftrat, eines mit dem Charakter des Luftigen, mit dem Charakter, sich nach allen Seiten hin zu verbreiten, und ein anderes mit dem Charakter des Zusammenhaltens, des Sichzusammendrängens. Das ist das Wäßrige. Nun waren aber die beiden Zustände in der Zeit, von der hier gesprochen wird, noch nicht so, daß wir sie mit dem, was wir heute Gas- oder Luftförmiges und Wasser nennen, vergleichen könnten. Das Wasser war ein wesentlich dichteres; wir werden gleich sehen warum. Dagegen war aber auch das, was luftförmig war, so, daß, wenn wir genau den Sinn seiner damaligen Beschaffenheit treffen wollen, wir kein besseres Beispiel finden können, als wenn wir heute den Blick von der Erde aufwärts richten, wo sich im Luftförmigen das Wäßrige zu Gasigem, Dampfförmigem bildet und das Bestreben hat, in Wolkenform aufzusteigen, um dann als Regen wieder niederzufallen; also das eine Element als ein aufsteigendes, das andere als ein absteigendes. Wäßriges haben wir in beiden, nur hat das eine Wäßrige die Tendenz, dampfförmig zu werden, als Wolken nach aufwärts zu gehen, und das andere die Tendenz, abwärts sich zu ergießen, sich in Oberflächengestalt niederzuschlagen. Das ist natürlich nur ein Vergleich, denn was ich da schildere, spielte sich ja im Elementarischen ab.
[ 8 ] The first thing that happened was that the luminous began to penetrate this chaos. And then, out of that soul-like, spirit-like activity—which I have described to you as a cosmic sensibility—an activity developed that first separated the old gaseous from the old liquid within the chaos of the elemental. I ask you to take very careful note of this moment, which followed, so to speak, the becoming of light. If we were to translate what happened there into sober prose, we would have to say: After the light had struck the tohu wabohu, the Elohim separated what had previously been gaseous from what had previously been liquid, so that one could once again distinguish what was in a gaseous state from what had previously been in a liquid state. Thus, within the mass that was a jumble of all three elemental states, a separation now took place, resulting in two distinct phenomena: one with the character of airiness, with the tendency to spread in all directions, and another with the character of cohesion, of pressing together. This is the watery state. However, at the time in question, these two states were not yet such that we could compare them to what we today call gaseous or airy and water. Water was considerably denser; we shall see why shortly. On the other hand, what was airy was such that, if we wish to accurately capture the nature of its condition at that time, we can find no better example than when we look up from the earth today, where in the airy state the watery transforms into gaseous, vaporous form and strives to rise in the form of clouds, only to fall again as rain; thus one element as an ascending one, the other as a descending one. We have watery substance in both, only one has the tendency to become vaporous and rise upward as clouds, and the other has the tendency to pour downward, settling in surface form. This is, of course, only a comparison, for what I am describing took place in the elemental realm.
[ 9 ] Wollen wir also das, was weiter geschah, charakterisieren, so müssen wir sagen: Die Elohim bewirkten durch ihr kosmisches Sinnen, daß in dem tohu wabohu eine Scheidung eintrat von zwei elementarischen Zuständen. Der eine hatte die Tendenz, nach aufwärts zu dringen, dampfförmig zu werden, das ist Wäßriges in Gasiges sich umbildend. Der andere hatte die Tendenz, nach unten sich zu ergießen, das ist Wäßriges, das immer dichter und dichter sich zusammenschließt. — Das ist der Tatbestand, der gewöhnlich in den modernen Sprachen dadurch ausgedrückt wird, daß man zum Beispiel im Deutschen sagt: «Die Götter machten etwas zwischen den Wassern oben und den Wassern unten.» Ich habe Ihnen eben jetzt geschildert, was die Götter machten. Sie bewirkten innerhalb der Wasser, daß das eine Elementare die Tendenz hatte, nach aufwärts zu kommen, und das andere die Tendenz, nach innen zum Mittelpunkt zu gelangen. Mit dem, was dazwischen ist, ist nichts gemeint, was man mit der Hand anfassen kann, sondern es ist eine Scheidung vollzogen in bezug auf zwei Kraftcharaktere, die ich Ihnen eben charakterisiert habe. Will man einen äußeren Vergleich dafür haben, so kann man sagen: Die Elohim bewirkten, daß die Wasser nach der einen Seite nach aufwärts gingen, nach Wolkenform strebten, in den Weltenraum hinausstrahlen wollten, und daß sie nach der anderen Seite sich sammeln wollten auf der Erdoberfläche. — Die Scheidung war also eine Art ideelle."Deshalb ist das Wort, das in der Genesis steht für diese Scheidung, auch ideell aufzufassen. Sie wissen ja, daß die lateinische Bibel das Wort Firmamentum an dieser Stelle hat. Dafür steht in der Genesis das Wort rakia. Dieses Wort bezeichnet durchaus nicht etwas, was man in äußerer sinnenfälliger Weise deuten soll, sondern es bezeichnet eben die Auseinanderscheidung zweier Kraftrichtungen.
[ 9 ] If we are to characterize what happened next, we must say: Through their cosmic thinking, the Elohim brought about a separation of two elemental states within the tohu wabohu. One had the tendency to rise upward, to become vaporous—that is, watery matter transforming into gaseous matter. The other had the tendency to pour downward, that is, the watery substance coalescing ever more densely. — This is the fact that is usually expressed in modern languages by saying, for example, in German: “The gods made something between the waters above and the waters below.” I have just described to you what the gods did. They caused, within the waters, one elemental to have the tendency to rise upward, and the other to have the tendency to move inward toward the center. What lies in between is not something one can touch with the hand, but rather a separation has been effected with regard to two types of force that I have just described to you. If one wishes to have an external comparison for this, one can say: The Elohim caused the waters on one side to rise upward, to strive toward a cloud-like form, to radiate out into space, and on the other side to gather on the Earth’s surface. — The separation was thus a kind of ideal one.” That is why the word used in Genesis for this separation must also be understood in an ideal sense. As you know, the Latin Bible uses the word firmamentum in this passage. In Genesis, however, the word *rakia* is used. This word by no means refers to something to be interpreted in an outward, sensory manner, but rather signifies the separation of two directions of force.
[ 10 ] Damit haben wir das getroffen, was als ein zweiter Moment in der Genesis geschildert wird. So daß wir, wenn wir es in unsere Sprache übersetzen wollten, sagen müßten: Die Elohim trennten zunächst innerhalb der durcheinanderwirbelnden elementarischen Zustände die Luft von dem Wasserhaften. — Das ist auch die ganz genaue Wiedergabe dessen, was gemeint ist. Das in die Luft Strebende, das natürlich das Gasig-Wäßrige in sich begreift, und das zum Festeren sich Hinballende, das trennten die Elohim. Das ist der zweite Moment in der Schöpfungsgeschichte.
[ 10 ] This corresponds to what is described as a second moment in Genesis. So that, if we were to translate it into our language, we would have to say: The Elohim first separated the air from the watery element within the swirling elemental states. — This is also the very precise rendering of what is meant. That which strives toward the air—which naturally encompasses the gaseous-aqueous—and that which coalesces into the solid, the Elohim separated these. This is the second moment in the story of creation.
[ 11 ] Nun schreiten wir zu dem nächsten Momente vor. Was geschieht da? Dasjenige, was da hinausgeschickt worden ist, was da hinausstrahlt, was nach Wolkenbildung drängt, das hat einen Zustand erreicht, der in gewisser Weise die Wiederholung eines früheren Zustandes ist, eines Zustandes in einer gröberen Form, als er auf der alten Sonne war. Das, was nach innen gestrebt hat, was in gewisser Beziehung wiedergibt das zum Wäßrigen Verdichtete des alten Mondenhaften, wird jetzt weiter differenziert, und diese weitere Scheidung bildet das, was als der dritte Moment im Erdenwerden auftritt. Wir können sagen, daß im zweiten Momente die Elohim geschieden haben das Luftförmige vom Wäßrigen. So scheiden sie im dritten Momente innerhalb des Wasserhaften das, was wir jetzt als Wasser kennen, und etwas, was vorher noch nicht da war, eine neue Verdichtung, das Feste. Jetzt erst ist das Feste gegeben. Während des alten Mondenzustandes war dieses Feste, dieses Erdenhafte noch nicht vorhanden. Jetzt wird es ausgeschieden aus dem Wasserhaften. Wir haben also im dritten Momente des Erdenwerdens einen Verdichtungsprozeß und müßten sagen: So wie die Elohim im zweiten Momente geschieden haben die Luftelemente von den wässerigen, so scheiden sie jetzt im dritten Momente innerhalb der alten Mondensubstanz das neue Wasserhafte ab von dem Erdenhaften, das jetzt als etwas ganz Neues auftritt. — Alles das im Grunde genommen, was ich Ihnen bisher geschildert habe, war schon früher vorhanden, wenn auch in anderer Gestalt. Ein Neues ist erst das Erdenhafte, das Feste, das jetzt im dritten Momente der Genesis auftritt. Das aus dem Wasserhaften herausgesonderte Erdenhafte, das ist das Neue. Das erst gibt die Möglichkeit, daß sich das vorher Vorhandene in einer erneuerten Gestalt zeigt.
[ 11 ] Now let us move on to the next moment. What happens there? That which has been sent out, that which radiates outward, that which strives toward cloud formation, has reached a state that is, in a certain sense, a repetition of an earlier state—a state in a coarser form than it was on the ancient Sun. That which has striven inward, which in a certain sense reflects the watery condensation of the old moon-like state, is now further differentiated, and this further separation constitutes what appears as the third moment in the becoming of the Earth. We can say that in the second moment the Elohim separated the airy from the watery. Thus, in the third moment, they separate within the watery substance that which we now know as water, and something that was not there before: a new condensation, the solid. Only now is the solid present. During the old lunar state, this solid, this earth-like substance, did not yet exist. Now it is separated from the watery substance. So in the third moment of the Earth’s becoming, we have a process of condensation, and we must say: Just as the Elohim separated the airy elements from the watery ones in the second moment, so now, in the third moment, within the old lunar substance, they separate the new watery from the Earthly, which now appears as something entirely new. — Everything I have described to you so far was, in essence, already present earlier, albeit in a different form. What is new is the earth-like, the solid, which now appears in the third moment of Genesis. The earth-like separated from the watery, that is the new. That alone makes it possible for what existed before to manifest in a renewed form.
[ 12 ] Was bildet sich nun zuerst? Es ist das, was sich schon in der alten Sonne gebildet hatte, was wir beschrieben haben in dem dünnen gasigen Elemente des Sonnenhaften als aufsprießendes Pflanzenhaftes, was sich dann im Wäßrigen auf dem alten Monde wiederholt hat, wo ja die Pflanzenformen im heutigen Sinne auch noch nicht vorhanden waren. Und erst im dritten Momente wiederholt es sich eben in dem Erdenhaften selber. Das Pflanzenhafte wiederholt sich innerhalb des Erdenhaften zunächst. Das wird nun in der Bibel in wunderbarer Weise geschildert. Was die Tage zu gelten haben, werde ich später schildern; jetzt spreche ich von dem Lichteinschlag, von dem Lufteinschlag, von der Sonderung des Wassers von dem Festen. Das Feste bringt jetzt aus sich selbst eine Wiederholung des Pflanzenhaften hervor. In wunderbar anschaulicher Art wird uns das geschildert, indem uns gesagt wird, daß Pflanzenhaftes hervorsprießt aus dem Erdenhaften, nachdem die Elohim das Erdenhafte abgetrennt haben von dem Wasserhaften. Das Hervorsprießen des Pflanzenhaften am sogenannten dritten Schöpfungstage ist also im Festen eine Wiederholung dessen, was schon während des alten Sonnenzustandes vorhanden war, gleichsam eine kosmische Erinnerung. In dem kosmischen Sinnen der Elohim tauchte auf, was in der alten Sonne im gasigen Zustand als Pflanzenhaftes vorhanden war, jetzt aber im festen Zustande.
[ 12 ] What, then, forms first? It is that which had already formed in the ancient Sun—what we have described in the thin, gaseous element of the solar realm as a sprouting, plant-like substance—which was then repeated in the aqueous realm on the ancient Moon, where plant forms in the modern sense did not yet exist. And only in the third stage does it repeat itself within the Earth element itself. The plant-like form repeats itself within the Earth element first. This is now described in a wonderful way in the Bible. I will explain later what the days signify; for now I am speaking of the impact of light, of the impact of air, of the separation of water from the solid. The solid now brings forth from within itself a repetition of the plant-like. This is described to us in a wonderfully vivid way by being told that the plant-like springs forth from the earthly realm after the Elohim have separated the earthly from the watery. The sprouting of the vegetative on the so-called third day of creation is thus, within the solid, a repetition of what already existed during the old solar state—a cosmic memory, as it were. In the cosmic consciousness of the Elohim, what had existed in the old sun in a gaseous state as vegetative now emerged in a solid state.
[ 13 ] Alles wiederholt sich in einer anderen Form. Noch immer ist es in einem Zustande, wo es noch nicht individuell ist wie auf unserer heutigen Erde. Ich habe deshalb ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die einzelnen individuellen Pflanzenformen, die wir heute in der Sinneswelt draußen ergreifen, während des alten Sonnenzustandes noch nicht da waren, auch noch nicht während des alten Mondenzustandes und auch jetzt im Erdenzustand nicht, da, wo sich dieses Pflanzenhafte im Erdenhaften wiederholt. Was da vorhanden war, das waren die Gruppenseelen der Pflanzen, das, was wir heute die Arten der Pflanzen nennen, was für das seherische Bewußtsein nichts Abstraktes ist, sondern etwas im Geistgebiete Vorhandenes. Dazumal zeigte es sich in einem übersinnlichen Gebiete als Wiederholung. Daher wird es uns auch so geschildert. Es ist merkwürdig, wie wenig die Bibelausleger mit dem Worte anzufangen wissen, das gewöhnlich in der deutschen Sprache so übersetzt ist: «Die Erde brachte hervor allerlei Kraut und Sprossen nach ihrer Art.» Man müßte sagen: artgemäß! Hier haben Sie die Erklärung dafür. Es war in der Gestalt der Gruppenseelen, artgemäß vorhanden, noch nicht individuell wie heute. Die ganze Schilderung des Hervorsprießens des Pflanzlichen am sogenannten dritten Schöpfungstage werden Sie nicht verstehen, wenn Sie nicht diese Gruppenseelenhaftigkeit zu Hilfe nehmen. Sie müssen sich klar sein darüber, daß da keine Pflanzen im heutigen Sinn hervorsprossen, sondern daß aus einer seelischen, kosmisch sinnenden Tätigkeit heraussprossen die Artformen, mit anderen Worten, daß ein Gruppenseelenhaftes des Pflanzlichen heraussproß. So finden wir also, daß in dem Momente, wo uns am sogenannten dritten Schöpfungstage geschildert wird, wie die Elohim aus dem Wäßrigen heraus das Feste, den vierten elementarischen Zustand absondern, in diesem festen Zustande, der allerdings in seiner elementarischen Grundform für ein äußeres Auge noch nicht sichtbar gewesen wäre, sondern nur für das hellseherische Auge, wiederholen die Artformen des Pflanzlichen.
[ 13 ] Everything repeats itself in a different form. It is still in a state where it is not yet individual, as it is on our Earth today. I have therefore expressly pointed out that the individual plant forms we perceive today in the sensory world were not yet present during the old Sun stage, nor during the old Moon stage, nor even now in the Earth stage, where this plant-like quality is repeated in the earthly realm. What existed there were the group souls of the plants, what we today call the species of plants, which for the clairvoyant consciousness is not something abstract, but something that exists in the spiritual realm. At that time, it manifested itself in a supersensible realm as a repetition. That is why it is described to us in this way. It is remarkable how little the Bible interpreters know what to make of the phrase that is usually translated in the German language as: “The earth brought forth all kinds of herbs and shoots according to their kind.” One should say: according to their kind! Here you have the explanation for it. It existed in the form of group souls, according to their kind, not yet individually as today. You will not understand the entire description of the sprouting of the plant life on the so-called third day of creation unless you take this group-soul nature into account. You must be clear that no plants in the modern sense sprouted there, but rather that the species forms sprang forth from a spiritual, cosmically oriented activity; in other words, that a group-soul aspect of the plant kingdom sprang forth. Thus we find that at the moment described to us on the so-called third day of creation, when the Elohim separate the solid, the fourth elemental state, from the watery, within this solid state—which, admittedly, in its elemental basic form would not yet have been visible to the outer eye, but only to the clairvoyant eye—the plant forms repeat themselves.
[ 14 ] Das Tierische kann sich noch nicht wiederholen. Wir haben es ja charakterisiert, daß es erst auftreten konnte während des alten Mondenzustandes, als eine Zweiheit eingetreten war, als das Sonnenhafte von außen hereinwirkte. Eine Wiederholung dieses Vorganges der Mondentrennung mußte also erst eintreten, bevor die Entwickelung von dem Pflanzenhaften zum Tierischen hinaufsteigen konnte. Daher wird jetzt nach dem dritten Schöpfungstag darauf hingedeutet, wie im Umkreis des Erdenhaften das äußere Sonnenhafte, Mondenhafte, Sternenhafte zu wirken beginnt, wie das, was von außen hereinstrahlt, was seine Kräfte von außen hereinsendet, zu wirken beginnt. Während wir früher die Wirkung zu sehen haben als ein Heraussprießen aus dem planetarischen Zustand selber, haben wir jetzt, zu dieser Wirkung hinzutretend, von außen hereinstrahlend etwas, was aus dem Himmelsraume kommt. Mit anderen Worten, der entsprechende Vorgang müßte nun weiter etwa so geschildert werden: Zu den Kräften des Erdballs selber, der nur soviel wiederholen konnte aus seiner Einheit heraus, als er früher als Einheit hervorgebracht hatte, machten die Elohim wirksam in ihrem kosmischen Sinnen die Kräfte, die vom äußeren Weltenraume auf den Planeten niederströmten. Zum irdischen Dasein ward das kosmische hinzugefügt. Sehen wir vorläufig nichts anderes in dem, was im sogenannten vierten Schöpfungstag geschildert wird.
[ 14 ] The animal realm cannot yet repeat itself. We have already noted that it could only emerge during the old lunar phase, when a duality had set in and the solar principle was acting from the outside. A repetition of this process of lunar separation therefore had to occur first before development could ascend from the plant realm to the animal realm. That is why, after the third day of creation, it is now indicated how, within the sphere of the Earth, the outer solar, lunar, and stellar forces begin to act—how that which radiates in from the outside, that which sends its forces in from the outside, begins to take effect. Whereas we previously saw the effect as a sprouting forth from the planetary state itself, we now have, in addition to this effect, something radiating in from the outside that comes from the celestial realm. In other words, the corresponding process would now have to be described further something like this: To the forces of the Earth itself, which could only repeat from its unity as much as it had previously brought forth as a unity, the Elohim, in their cosmic sense, made effective the forces that streamed down upon the planet from outer space. The cosmic was added to earthly existence. For the time being, let us see nothing else in what is described in the so-called fourth day of creation.
[ 15 ] Was war nun durch dieses von außen Bestrahltwerden geschehen? Nun, es konnten sich naturgemäß die Vorgänge wiederholen, die schon während des alten Mondenzustandes da waren, nur in veränderter Form. Während des alten Mondenzustandes hatte sich ja herausgebildet, was an Tierischem möglich war im luftförmigen und wässerigen Elemente. Was in Luft und Wasser leben konnte, das hatte sich als Tierisches herausgebildet; das konnte sich jetzt zunächst wiederholen. In wunderbar sachgemäßer Weise wird deshalb am sogenannten fünften Schöpfungstage in der Genesis erzählt, wie das Gewimmel beginnt in Luft und Wasser. Da haben wir die Wiederholung der alten Mondenzeit, nur auf einer höheren Stufe, aus dem Erdenhaften heraus, in einer neuen Form.
[ 15 ] What, then, had come about as a result of this external irradiation? Well, naturally, the processes that had already existed during the old lunar state were able to repeat themselves, albeit in a modified form. During the old lunar state, after all, whatever was possible in terms of animal life within the airy and watery elements had developed. Whatever could live in air and water had developed as animal life; this could now initially repeat itself. In a wonderfully appropriate way, therefore, the so-called fifth day of creation in Genesis recounts how the teeming life begins in air and water. Here we have the repetition of the old lunar era, only on a higher level, emerging from the earthly realm, in a new form.
[ 16 ] Sehen Sie, solche Dinge gehören zu denjenigen, wo sich unser anthroposophisches Streben umwandelt in eine ungeheure Ehrfurcht gegenüber diesen alten Urkunden, wo man so ganz aus den anthroposophischen Anschauungen heraus zum Gefühl übergehen möchte der innigen Verehrung und Anbetung gegenüber diesen alten Urkunden. Das, was das hellseherische Bewußtsein findet, es wird in einer grandiosen, in einer urgewaltigen Sprache wiedergegeben in diesen alten Urkunden. Wir finden es wieder, was wir zuerst hellseherisch gewußt haben: daß, nachdem die Bestrahlung von außen eingetreten ist, sich wiederholen kann, was im alten Mondenzustande in dem luftförmigen und wässerigen Elemente vorhanden war. Was bedeuten gegenüber solch einer Erkenntnis, die alle unsere Seelenkräfte aufrüttelt, all die verstandesmäßigen Einwände, die so oft gegen diese Dinge gemacht werden! Was bedeutet vor allen Dingen der Einwand, der darauf hinauszielt, daß diese Urkunden in primitiven Zeitaltern geschaffen worden seien und daß eigentlich die Menschenerkenntnis damals auf kindlichem Standpunkte stand? Schöner kindlicher Standpunkt, wenn wir das Höchste, wozu wir uns aufschwingen können, wiederfinden in diesen Urkunden! Müssen wir nicht dieselbe Geistigkeit, die heute einzig und allein sich hinauffinden kann zu dieser Offenbarung, auch denen zuschreiben, die uns diese Urkunden gegeben haben? Sprechen nicht die alten Hellseher eine deutliche Sprache, indem sie uns diese Dokumente hinterlassen haben? Die Erkenntnis dessen, was in diesen Dokumenten liegt, gibt uns selber den Beweis dafür, daß alte inspirierte Hellseher die Verfasser dieser Urkunden waren. Wir brauchen wahrhaft keinen historischen Beweis. Wir können den Beweis nur dadurch liefern, daß wir erkennen lernen, was in diesen Urkunden steht.
[ 16 ] You see, these are the kinds of things where our anthroposophical striving transforms into a profound sense of awe toward these ancient documents, where one would like to move, entirely from within anthroposophical perspectives, to a feeling of heartfelt veneration and adoration toward these ancient documents. What the clairvoyant consciousness discovers is rendered in a magnificent, primal language in these ancient documents. We find confirmed what we first knew through clairvoyance: that, once the external radiation has taken effect, what existed in the ancient lunar state within the airy and watery elements can be repeated. What do all the intellectual objections, so often raised against these things, mean in the face of such a realization that stirs all our soul forces! What, above all, does the objection mean that aims to suggest these documents were created in primitive ages and that human knowledge at that time was actually at a childlike level? What a beautiful childlike perspective, when we find in these documents the highest to which we can aspire! Must we not attribute the same spiritual insight—which today is the only thing capable of ascending to this revelation—to those who gave us these documents? Do not the ancient clairvoyants speak a clear language by bequeathing these documents to us? The realization of what lies within these documents provides us with proof that ancient, inspired clairvoyants were the authors of these records. We truly need no historical proof. We can only provide proof by learning to recognize what is written in these documents.
[ 17 ] Wenn wir die Sache so auffassen, dann sagen wir uns: In alledem, was nun auf diesen fünften Moment, den sogenannten fünften Schöpfungstag, folgte, da erst konnte etwas Neues eintreten. Denn das, was sich wiederholen mußte, hatte sich nun wiederholt. Das Erdenhafte selber, das als ein neues Element hervorgetreten war, konnte jetzt mit dem Tierischen und alledem, was sich als Neubildung herausentfaltete, bevölkert werden. Daher sehen wir mit einer grandiosen Sachlichkeit geschildert, wie im sogenannten sechsten Schöpfungstage dasjenige auftritt, was sozusagen mit seinem Dasein an das Erdenhafte gebunden ist als ein neues Element. Jenes Tierische, von dem wieder gesagt wird, daß es am sechsten Schöpfungstage in der Welt seine Entstehung hat, das ist an das Erdenhafte gebunden, das tritt als ein neues Element auf. So sehen wir, daß wir bis zum fünften Schöpfungstage eine Wiederholung des Früheren auf einer höheren Stufe haben, in einer neuen Gestalt, daß aber mit dem sechsten Schöpfungstage erst eigentlich das Wesenhafte des Erdigen eintritt, daß da hinzukommt, was erst durch die Bedingungen des Erdenhaften möglich ist.
[ 17 ] If we look at it this way, we realize: It was only in everything that followed this fifth moment—the so-called fifth day of creation—that something new could come into being. For what had to be repeated had now been repeated. The earthly realm itself, which had emerged as a new element, could now be populated by the animal realm and all that unfolded as a new formation. Thus we see, described with magnificent objectivity, how on the so-called sixth day of creation that which is, so to speak, bound to the earthly realm by its very existence appears as a new element. That animal realm, of which it is again said that it came into being in the world on the sixth day of creation, is bound to the earthly realm; it appears as a new element. Thus we see that up to the fifth day of creation we have a repetition of what came before on a higher level, in a new form; but that it is only with the sixth day of creation that the essential nature of the earthly truly enters, that what is added is what is made possible only by the conditions of the earthly.
[ 18 ] Damit habe ich Ihnen sozusagen einen Grundriß gegeben der sechs Schöpfungstage. Ich habe Ihnen gezeigt, wie denen, die ihre große Weisheit in diese sechs Schöpfungstage hineingeheimnißt haben, wirklich bewußt sein mußte, was als ein Neues aufsproß. Und bewußt war ihnen auch ferner, wie erst innerhalb dieses Erdenhaften einschlagen konnte das, was die Wesenhaftigkeit des Menschen ausmacht. Wir wissen, daß alles das, was der Mensch durchmachte während des alten Saturn-, Sonnen- und Mondenzustandes, Vorbereitungsstadien waren für die eigentliche Menschwerdung. Wir wissen, daß während des alten Saturndaseins am Menschen erst die Anlage zum physischen Leib ausgebildet worden ist. Während des alten Sonnenzustandes kam hinzu die Anlage zum Ätheroder Lebensleib, während des alten Mondenzustandes die des astralischen Leibes. Was sich wiederholte bis zum Ende des sogenannten fünften Schöpfungstages hin, das hatte Astralisches an sich. Alles Wesenhafte hatte Astralisches an sich. Das Ich, das vierte Glied der menschlichen Wesenheit, einzugießen einem Wesen in diesem ganzen Entwickelungskomplex, das war erst möglich, nachdem die Bedingungen des Erdenhaften voll geschaffen waren. So wiederholten die Elohim durch die fünf sogenannten Schöpfungstage hindurch auf einer höheren Stufe die früheren Zustände und bereiteten in dieser Wiederholung das Erdenhafte vor. Dann erst hatten sie, weil die Wiederholung eben in neuer Form war, ein Wesensgefäß, in das sie hineinprägen konnten die Menschenform, und das war die Krönung der ganzen Entwickelung.
[ 18 ] With this, I have, so to speak, given you an outline of the six days of creation. I have shown you how those who enshrined their great wisdom within these six days of creation must truly have been aware of what was sprouting forth as something new. And they were also aware of how only within this earthly realm could that which constitutes the essence of the human being take hold. We know that everything the human being went through during the old Saturn, Sun, and Moon states were preparatory stages for the actual becoming of the human being. We know that during the ancient Saturn stage, the rudiments of the physical body were first formed in the human being. During the ancient Sun stage, the rudiments of the etheric or life body were added, and during the ancient Moon stage, those of the astral body. What was repeated up to the end of the so-called fifth day of creation had an astral character. Everything substantial had an astral character. To infuse the ego—the fourth member of the human being—into a being within this entire developmental complex was only possible after the conditions of the earthly realm had been fully created. Thus, throughout the five so-called days of creation, the Elohim repeated the earlier states on a higher level and, through this repetition, prepared the earthly realm. Only then, because the repetition took place in a new form, did they have a vessel of being into which they could imprint the human form, and that was the crowning achievement of the entire development.
[ 19 ] Wäre eine bloße Wiederholung erfolgt, so hätte das Ganze nur vorschreiten können bis zum Astralisch-Tierischen. Da aber immer, vom Anfang an, in die wiederholenden Momente etwas hineingegossen wurde, was sich schließlich als Erdenhaftes enthüllte, so kam zuletzt etwas heraus, in das die sieben Elohim hineingießen konnten alles das, was in ihnen lebte. Ich habe schon charakterisiert, wie es in ihnen lebte: so, wie wenn man etwa sieben Menschen in einer Gruppe hat; die haben alle etwas anderes gelernt, sind in dem, was sie können, verschieden, arbeiten aber alle auf ein Ziel hin. Eine einzige Sache wollen sie machen. Ein jeder soll das geben, was er am besten kann. Dadurch entsteht ein gemeinsames Werk. Der einzelne für sich allein hat nicht die Kraft, dieses Werk zu machen; zusammen haben sie die Kraft. Was könnten wir von solchen sieben Menschen sagen, die irgendein gemeinsames Produkt formen? Man könnte sagen: sie prägen dieses Produkt so aus, daß es im Sinne des Bildes ist, das sie sich von ihrem Werke gemacht haben. — Das müssen wir uns auch als ein durchaus Charakteristisches vor Augen halten, daß die sieben Elohim zusammenwirkten, um zuletzt die Krönung dieses Wirkens zustande zu bringen: hineinzugießen menschliche Form in das, was entstehen konnte aus der Wiederholung des Früheren, weil allem ein Neues eingeprägt war. Daher wird plötzlich in der Genesis eine ganz andere Sprache gesprochen. Früher ist alles in ganz bestimmter Weise ausgedrückt: «die Elohim schufen», «die Elohim sprachen», und so weiter. Wir haben es zu tun mit etwas, von dem man das Gefühl hat: es ist von vorneherein bestimmt. Jetzt wird eine neue Sprache gesprochen da, wo die Krönung des Erdenwerdens auftreten soll: «Lasset uns» — wenn wir es in der gewöhnlichen Übersetzung geben — «lasset uns den Menschen machen.» Das klingt wie eine Beratung der Sieben zusammen, wie man es eben macht, wenn man ein gemeinsames Werk vollbringen will. So ergibt sich, daß wir in dem, was zuletzt als die Krönung des Entwickelungswerkes auftritt, ein Produkt des Zusammenwirkens der Elohim zu sehen haben; daß sie dasjenige, was einzeln ein jeder kann, beisteuern zu diesem gemeinsamen Werke und daß zuletzt die menschliche ätherische Form erscheint als ein Ausdruck dessen, was die Elohim sich an Fähigkeiten und Kräften angeeignet haben während der alten Saturn-, Sonnen- und Mondengeit.
[ 19 ] Had it been a mere repetition, the whole process could have progressed only as far as the astral-animal realm. But since, from the very beginning, something was poured into the repeating moments that ultimately revealed itself as earthly, something eventually emerged into which the seven Elohim could pour everything that lived within them. I have already described how it lived within them: just as when you have, say, seven people in a group; they have all learned something different, differ in what they can do, but all work toward a single goal. They want to accomplish a single thing. Each is to contribute what he does best. This results in a joint work. The individual alone does not have the strength to accomplish this work; together they have the strength. What might we say of such seven people who are forming some kind of joint product? One could say: they shape this product in such a way that it corresponds to the image they have formed of their work. — We must also bear in mind as a thoroughly characteristic feature that the seven Elohim worked together to ultimately bring about the crowning achievement of this work: to infuse human form into what could arise from the repetition of the past, because something new had been imprinted upon everything. That is why a completely different language is suddenly spoken in Genesis. Previously, everything is expressed in a very specific way: “the Elohim created,” “the Elohim said,” and so on. We are dealing with something that gives one the feeling: it is predetermined from the outset. Now a new language is spoken where the crowning moment of the creation of the earth is to take place: “Let us”—if we render it in the usual translation—“let us make man.” This sounds like a consultation among the Seven, just as one does when one wishes to accomplish a common work. Thus it follows that in what ultimately appears as the crowning achievement of the work of development, we must see a product of the cooperation of the Elohim; that they contribute to this joint work what each of them can do individually, and that ultimately the human etheric form appears as an expression of the abilities and powers the Elohim have acquired during the ancient Saturn, Sun, and Moon epochs.
[ 20 ] Damit haben wir etwas außerordentlich Wichtiges angedeutet. Damit haben wir sozusagen gerührt an das, was als die menschliche Würde zu bezeichnen ist. Das religiöse Bewußtsein mancherlei Epochen hat in den Empfindungen, die es bei gewissen Worten hatte, viel genauer als heute gefühlt, wie die Sache eigentlich steht. Und auch der althebräische Weise hat das gefühlt. Wenn er seine Empfindungen hingerichtet hatte zu den sieben Elohim, so war es ihm so, als ob er in aller Demut und Verehrung, mit der man da aufblickt, doch sich sagen mußte: Der Mensch ist etwas Gewaltiges in der Welt, weil sieben Tätigkeiten zu einer Gruppe zusammenfließen mußten, um ihn zustande zu bringen. Ein Ziel für Götter ist die Menschenform auf der Erde. — Fühlen Sie das ganze Gewicht dieser Worte: Ein Ziel für Götter ist die Menschenform auf der Erde! Denn wenn Sie das ganze Gewicht dieses Wortes fühlen, dann werden Sie sich sagen: Diese Menschenform ist etwas, demgegenüber die einzelne Seele eine ungeheure Verantwortung hat, eine Verpflichtung, es so vollkommen als möglich zu machen. — Die Möglichkeit der Vervollkommnung war in dem Momente gegeben, als die Elohim den gemeinsamen Entschluß faßten, alles, was sie konnten, in ein Ziel zusammenströmen zu lassen. Das, was ein Erbe von Göttern ist, das ist dem Menschen übertragen worden, daß er es immer höher und höher ausbilde in ferne Zukunftszeiten hinein. Dieses Ziel zu fühlen in Geduld und Demut, aber auch in Kraft, das muß eines der Resultate sein, die aus der kosmischen Betrachtung fließen, die wir anknüpfen können an die monumentalen Worte am Anfang der Bibel. Unseren Ursprung enthüllen uns diese Worte, unser Ziel, unser höchstes Ideal weisen sie uns zugleich. Wir fühlen, daß wir göttlichen Ursprungs sind, wir fühlen aber auch das, was anzudeuten versucht worden ist im Rosenkreuzerdrama, da wo der Eingeweihte eine gewisse Stufe überschritten hat, wo er sich sozusagen in dem «Mensch, erlebe dich» fühlt. Wohl fühlt er da seine menschliche Schwachheit, aber vor sich sein göttliches Ziel. Er vergeht nicht mehr, er verdorrt nicht mehr innerlich, sondern gehoben, innerlich erlebt fühlt er sich, indem er sich erlebt, wenn er sich erleben kann in dem andern Selbst, das ihm durchströmt ist von etwas, was seiner Seele verwandt ist, weil es sein eigenes Gottesziel ist.
[ 20 ] We have thus touched upon something of extraordinary importance. We have, so to speak, touched upon what might be called human dignity. The religious consciousness of various eras, through the feelings it associated with certain words, sensed much more accurately than we do today what the matter actually is. And the ancient Hebrew sage felt this as well. When he directed his feelings toward the seven Elohim, it was as if, in all the humility and reverence with which one looks up to them, he still had to say to himself: Man is something mighty in the world, because seven activities had to converge into a single group to bring him into being. A goal for the gods is the human form on Earth. — Feel the full weight of these words: A goal for the gods is the human form on Earth! For when you feel the full weight of this statement, you will say to yourself: This human form is something toward which the individual soul bears an immense responsibility, an obligation to make it as perfect as possible. — The possibility of perfection was given at the moment the Elohim made the joint decision to let everything they could flow together into a single goal. That which is the heritage of the gods has been entrusted to humanity, so that it may develop it ever higher and higher into the distant future. To feel this goal with patience and humility, yet also with strength—this must be one of the results flowing from the cosmic contemplation that we can link to the monumental words at the beginning of the Bible. These words reveal our origin to us; at the same time, they point out our goal, our highest ideal. We feel that we are of divine origin, but we also feel what has been attempted to be suggested in the Rosicrucian drama, where the initiate has crossed a certain threshold, where he feels, so to speak, the “Man, experience yourself.” There he certainly feels his human weakness, but before him lies his divine goal. He no longer fades away, he no longer withers inwardly, but lifted up, he feels himself experienced inwardly by experiencing himself, when he can experience himself in the other Self, which is permeated by something akin to his soul, because it is his own divine goal.
