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Secrets of the Biblical Creation Story
GA 122

20 August 1910, Munich

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Fünfter Vortrag

Fifth Lecture

[ 1 ] Wir haben darauf hingewiesen, wie in der Schilderung des Erdenwerdens durch die sogenannte Genesis zunächst eine Wiederholung jener früheren Zustände der Entwickelung gegeben ist, die heute nur durch die hellseherische Forschung, also das, was wir als die Quelle der anthroposophischen "Weltanschauung bezeichnen, gewonnen werden können. Wenn wir uns noch einmal vor die Seele rücken, was wir so über die Entwickelungszustände gewonnen haben, in Zeitläufen, da von unserem Erdenhaften noch nichts vorhanden war, dann weisen wir darauf hin, daß das, was später unser Sonnensystem geworden ist, dazumal beschlossen war in einem planetarischen Dasein, das wir als den alten Saturn bezeichnen. Und wir halten recht fest im Auge, daß dieser alte Saturn ein Ineinanderweben von bloßen Wärmezuständen war, ein Ineinanderweben von Wärmeverhältnissen. Derjenige, welcher nach unseren gegenwärtigen physikalischen Begriffen etwa Anstoß daran nehmen könnte, daß von einem 'Weltenwesen geredet wird, das nur in Wärme ist, den verweise ich auf das, was ich vorgestern gesagt habe, daß nämlich alle Einwände sogenannter moderner Wissenschaftlichkeit, die gegen das, was heute und auch sonst hier gesagt wird, erhoben werden können, von mir selbst erhoben werden könnten. Nur ist nicht die Zeit, in diesen Vorträgen alles das, was gutgläubige moderne Wissenschaft sagen kann, auch wirklich zu berühren. Den Quellen der geisteswissenschaftlichen Forschung gegenüber nimmt sich das, was aus diesem ganzen Umfange der modernen Wissenschaft gesagt werden könnte, recht dilettantisch aus. Ich werde ja, um gerade mancherlei, was von dieser Seite auftaucht, zu berücksichtigen, einmal damit beginnen, und zwar zunächst wohl von meinem Prager Zyklus an, der im Verlaufe des nächsten Frühlings gehalten werden soll, nicht nur von all dem zu sprechen, womit man Anthroposophie begründen kann, sondern, damit die modernen Gemüter sich dann beruhigen können, auch von dem, womit man Anthroposophie widerlegen kann. Deshalb werden meinem Prager Vortragszyklus zwei öffentliche Vorträge vorangehen, von denen der erste heißt «Wie widerlegt man Anthroposophie?» und der zweite «Wie begründet man Anthroposophie?» Und diese Vorträge werde ich dann an anderen Orten halten, und es werden dann die Menschen schon sehen, daß von uns selbst alles das gesagt werden kann, daß uns selbst voll bewußt ist, was etwa von dieser oder jener Seite eingewendet werden kann gegen das, was auf anthroposophischem Boden gelehrt wird. Anthroposophie ist in sich ganz fest begründet, und diejenigen, die da glauben sie widerlegen zu können, die kennen sie eben noch nicht. Das wird im Laufe der Zeit hinlänglich gezeigt werden. In bezug auf jenen Wärmezustand des alten Saturn darf ich auch noch auf einige Bemerkungen verweisen, die ich in meiner «Geheimwissenschaft» gemacht habe, durch die sich auch diejenigen einigermaßen beruhigen können, die sich gezwungen fühlen, nach ihrer wissenschaftlichen Erziehung Einwendungen dagegen zu machen.

[ 1 ] We have pointed out how the account of the Earth’s formation in the so-called Genesis initially presents a repetition of those earlier stages of development that can be accessed today only through clairvoyant research—that is, what we refer to as the source of the anthroposophical “worldview.” If we once again bring to mind what we have learned about the stages of development during periods when nothing of our earthly existence yet existed, then we point out that what later became our solar system was at that time contained within a planetary existence that we call the ancient Saturn. And we must keep firmly in mind that this ancient Saturn was an interweaving of mere thermal states, an interweaving of thermal conditions. To anyone who, according to our current physical concepts, might take offense at the notion of a ‘world entity’ that exists solely as heat, I refer to what I said the day before yesterday: namely, that all objections raised by so-called modern scientific rigor against what is said here today—and elsewhere—could just as well be raised by me. It is simply not the time, in these lectures, to actually address everything that modern science, in good faith, might say. Compared to the sources of spiritual scientific research, what could be said from the entire scope of modern science appears quite amateurish. Indeed, in order to take into account various things that arise from this perspective, I will begin and indeed, starting with my Prague lecture series, which is to be held next spring, I will speak not only of all that can be used to justify anthroposophy, but also—so that modern minds may then be reassured—of all that can be used to refute it. For this reason, my Prague lecture series will be preceded by two public lectures, the first of which is titled “How Does One Refute Anthroposophy?” and the second “How Does One Justify Anthroposophy?” And I will then give these lectures in other places, and people will see that we ourselves can say all of this, that we are fully aware of what might be objected to from this or that side against what is taught on anthroposophical grounds. Anthroposophy is firmly grounded in itself, and those who believe they can refute it simply do not yet know it. This will be amply demonstrated in the course of time. With regard to that state of heat of the ancient Saturn, I may also refer to a few remarks I made in my Occult Science, through which even those who feel compelled, based on their scientific training, to raise objections against it may find some reassurance.

[ 2 ] Nach Voraussetzung dieser Worte will ich also wiederum ganz frank und frei von anthroposophischem Gesichtspunkte aus sprechen ohne Rücksicht auf das, was etwa, gut gemeint, gegen diese Dinge vorgebracht werden kann.

[ 2 ] With that said, I would like to speak once again quite frankly and freely from an anthroposophical perspective, without regard for any well-intentioned objections that might be raised against these ideas.

[ 3 ] Ein Ineinanderweben also von Wärmezuständen war im alten Saturndasein vorhanden. Das wollen wir einmal ganz fest ins Auge fassen. Im Sinne der Genesis wiederholt sich innerhalb des Erdenwerdens dieser alte Saturnzustand, der, wie gesagt, ein Ineinanderweben von Wärme- oder Feuerverhältnissen ist. Das ist das erste, was wir festhalten wollen im elementarischen Dasein. Und ich bitte Sie, dabei durchaus zu berücksichtigen, in welchem Sinne wir bei einem so hohen Daseinszustand, wie es der des alten Saturn ist, von Wärme oder Feuer sprechen. Dem, was wir da als Wärme oder Feuer bezeichnen, kommen wir nicht nahe, wenn wir etwa ein Streichholz oder eine Kerze anzünden und die Wärme oder das Feuer im physischen Dasein studieren. Wir müssen uns vielmehr das, was wir hier Wärme, was wir hier Feuer nennen, viel geistiger oder, besser gesagt, seelischer denken. Wenn Sie sich durchfühlen als ein in sich Wärme tragendes Wesen, wenn Sie sozusagen Eigenwärme fühlen, seelisch Eigenwärme erleben, dann wird es gut sein, wenn Sie dieses Eigenerlebnis, dieses Gefühlserlebnis als etwas betrachten, was Ihnen eine ungefähre Vorstellung von dem Ineinanderweben der Wärmeverhältnisse im alten Saturn geben kann.

[ 3 ] An interweaving of states of warmth, then, was present in the ancient Saturn existence. Let us take a close look at this. In the context of the Genesis, this ancient Saturn state—which, as I said, is an interweaving of conditions of warmth or fire—is repeated within the process of Earth’s formation. This is the first thing we wish to note regarding the elemental existence. And I ask you to bear in mind, in this context, the specific sense in which we speak of heat or fire when referring to such a high state of existence as that of the ancient Saturn. We cannot come close to what we call heat or fire there by, for example, lighting a match or a candle and studying the heat or fire in physical existence. Rather, we must conceive of what we call heat here, what we call fire here, in a much more spiritual or, better said, soulful way. If you feel yourself to be a being that carries warmth within, if you feel, so to speak, your own warmth, experience your own warmth in a soulful way, then it will be good if you regard this personal experience, this emotional experience, as something that can give you a rough idea of the interweaving of the warmth conditions in ancient Saturn.

[ 4 ] Dann dringen wir vorwärts bis zum alten Sonnenzustand, dem zweiten der Entwickelungszustände unseres Planeten, und sprechen innerhalb des elementarischen Daseins davon, daß sich die Wärme verdichtet hat zu dem, was wir gasig oder luftförmig nennen können. Wir haben also im elementarischen Dasein der alten Sonne Wärme und Gas- oder Luftförmiges zu unterscheiden. Wir haben aber schon darauf hingewiesen, daß mit der Verdichtung der Wärme in das Luftförmige hinein, also mit einem Hinuntersteigen der elementarischen Zustände nach dem Dichteren, verknüpft ist ein Hinaufsteigen, wenn wir es so nennen dürfen, nach dem Dünneren, nach dem mehr Ätherischen, so daß, wenn wir den nächsten elementarischen Zustand unterhalb der Wärme als luftartig bezeichnen, wir den nächsten Zustand oberhalb der Wärme als lichtartig bezeichnen müssen, als lichtartigen Äther. Wenn wir also die gesamten elementarischen Verhältnisse während des alten Sonnenzustandes ins Auge fassen, dann wollen wir sagen: Es ist in der alten Sonne vorhanden gewesen ein Durcheinanderweben von Wärme, Licht und Luft, und alles das, was da gelebt hat während dieses alten Sonnenzustandes, das offenbarte sich innerhalb dieser Zustände von Wärme, Licht und Luft. Nun müssen wir uns noch einmal klarmachen, daß wenn wir den Blick bloß auf diese elementarischen Offenbarungen von Wärme, Licht und Luft richten, daß wir dann sozusagen nur die Außenseite, die Maja, die Illusion dessen haben, was eigentlich vorhanden ist. In Wahrheit sind es geistige Wesenheiten, die sich mittels der Wärme, des Lichtes und der Luft nach außen hin kundgeben. Es wäre etwa so, wie wenn wit unsere Hand in einen erwärmten Raum hineinstreckten und uns sagten: daß da Wärme ist in diesem Raum, hat seinen Grund darin, daß da ein Wesen ist, das Wärme verbreitet und in der Wärmeverbreitung ein Mittel der Offenbarung hat.

[ 4 ] We then proceed to the ancient solar state, the second of our planet’s stages of development, and speak, within the context of elemental existence, of heat having condensed into what we might call a gaseous or air-like state. Thus, in the elemental existence of the ancient Sun, we must distinguish between heat and the gaseous or air-like state. But we have already pointed out that the condensation of heat into the airy state—that is, a descent of the elemental states toward the denser—is linked to an ascent, if we may call it that, toward the thinner, toward the more ethereal, so that while we describe the next elemental state below heat as airy, we must designate the next state above heat as light-like, as light-like ether. So when we consider the entire range of elemental conditions during the old solar state, we might say: There existed in the old Sun an interwoven interplay of heat, light, and air, and everything that lived there during this old solar state manifested itself within these states of heat, light, and air. Now we must once again realize that if we direct our gaze merely at these elemental manifestations of heat, light, and air, we then have, so to speak, only the outer side, the Maya, the illusion of what actually exists. In truth, it is spiritual beings who reveal themselves outwardly through heat, light, and air. It would be something like if we were to reach our hand into a heated room and say to ourselves: the reason there is heat in this room is that there is a being there who radiates heat and finds in the radiation of heat a means of revelation.

[ 5 ] Wenn wir nun zum alten Monde vorschreiten, dann haben wir den mittleren Zustand wiederum als die Wärme, nach unten die Verdichtung der Wärme in Luft- oder Gasförmiges und noch weiter unten die Verdichtung ins Wäßrige. Das Licht wird wiederum herübergenommen. Wir haben dann gleichsam über dem Licht liegend als einen feineren, mehr ätherischen Zustand das, was ich schon charakterisiert habe, indem ich sagte: Was innerhalb unserer Materien als jenes ordnende Prinzip wirkt, das die chemischen Verbindungen und die chemischen Zerspaltungen zustande bringt, das, was der Mensch mit seinen äußeren Sinnen nur dann erkennt, wenn es sich durch das Instrument der Luft überträgt, was aber in einer . geistigen Art allem Dasein zugrunde liegt, das können wir als einen Klang- oder Schalläther bezeichnen oder auch, weil ja dieser geistige Schall das materielle Dasein ordnet nach Maß und Zahl, als den Zahlenäther. —- Wir sagen also: Wir steigen auf vom Licht zum Schall, verwechseln diesen Schall aber nicht mit dem äußeren Schall, der durch die Luft vermittelt wird, sondern sehen in ihm etwas, das nur wahrnehmbar ist, wenn der hellseherische Sinn des Menschen in gewisser Weise erweckt ist. — Innerhalb dieses alten Mondes also, in allem, was da ist im alten Monde selbst und was da wirkt von außen her, in all dem haben wir zu sehen an elementarischen Zuständen Wärme, Luft, Wasser, Licht, Schall.

[ 5 ] When we now move on to the old moon, we again have the middle state as warmth, below that the condensation of warmth into air or gas, and still further down the condensation into water. The light is again carried over. We then have, lying as it were above the light as a finer, more ethereal state, that which I have already characterized by saying: What acts within our materials as that organizing principle that brings about chemical compounds and chemical decompositions—that which human beings can perceive with their external senses only when it is transmitted through the medium of air—but which, in a . spiritual nature underlies all existence—we can call this a sound or tone ether, or, since this spiritual sound orders material existence according to measure and number, the number ether. —- So we say: We ascend from light to sound, but we do not confuse this sound with the external sound conveyed through the air; rather, we see in it something that is perceptible only when the human clairvoyant sense is awakened in a certain way. — Within this old moon, then, in everything that is within the old moon itself and in what acts upon it from the outside, in all of this we must regard heat, air, water, light, and sound as elemental states.

[ 6 ] Indem wir dann zum vierten Zustand aufsteigen, zum eigentlichen Erdenwerden, da fügen sich hinzu als neue Verdichtungen und Verdünnungen dieser elementarischen Zustände nach unten und nach oben das Erdige oder das Feste und das, was wir den eigentlichen Lebensäther nennen, einen noch feineren Äther als den Tonäther. So daß wir das elementarische Dasein des Erdenhaften so schildern können: Die Wärme ist wiederum als der mittlere Zustand vorhanden, als Verdichtungszustände haben wir Luftförmiges, Wäßriges und Festes, als Verdünnungszustände aber Licht-, Schallund Lebensäther. — Ich mache ausdrücklich noch einmal, damit gar nichts undeutlich bleibt in dieser Auseinandersetzung, klar, daß das, was als Erdiges oder als Festes bezeichnet wird, nicht verwechselt werden darf mit dem, was die heutige Wissenschaft als Erdiges bezeichnet. Was hier in unseren Auseinandersetzungen so bezeichnet wird, das ist etwas, was in unserer Umgebung nicht unmittelbar zu sehen ist. Im Sinne des Okkultismus ist allerdings das, worauf wir schreiten, wenn wir den Boden unserer Erde überschreiten, Erde, insofern es fest ist, aber auch Gold und Silber und Kupfer und Zinn sind Erde. Alles das, was Fest-Stoffliches ist, ist im Sinne des Okkultismus Erde. Der heutige Physiker wird natürlich von seinem Gesichtspunkt aus sagen: Diese ganze Unterscheidung ist nichts; wir unterscheiden unsere verschiedenen Elemente, aber von dem, was diesen Elementen gleichsam wie ein Urstoff, wie ein Erdiges zugrunde liegen soll, davon wissen wir nichts. — Erst wenn der seherische Blick dasjenige durchdringt, was in den äußeren Elementen der Wissenschaft, in den etlichen siebzig Elementen gegeben ist, und nach dem Grunde der festen Elemente sucht, nach den Kräften, die die Materie in den festen Zustand fügen, erst wenn man also hinter das sinnliche Dasein dringt, dann findet man jene Kräfte, die das Feste, das Flüssige, das Luftförmige im Sinne des Okkultismus konstruieren, bilden, zusammensetzen. Und von dem ist hier die Rede. Und davon ist auch die Rede in der Genesis, wenn man sie recht versteht. Von diesen vier Zuständen müssen wir also dann sagen, zum Verständnis der Genesis, daß sich die drei ersten in unserem Erdendasein in irgendeiner Weise wiederholen müssen, der vierte aber als ein neuer auftritt innerhalb unseres Erdendaseins.

[ 6 ] As we then ascend to the fourth state—the actual becoming of the Earth—the Earthly or Solid, along with what we call the actual life-ether (an ether even finer than the tone-ether), are added as new condensations and rarefactions of these elemental states, extending downward and upward. Thus we can describe the elemental existence of the earthly as follows: Heat is again present as the middle state; as states of condensation we have the airy, the watery, and the solid; and as states of rarefaction we have the light, sound, and life ethers. — I wish to make it explicitly clear once more, so that nothing remains unclear in this discussion, that what is designated as the Earthy or the Solid must not be confused with what modern science designates as the Earthy. What is designated as such in our discussions here is something that is not immediately visible in our surroundings. In the sense of occultism, however, what we tread upon when we step beyond the surface of our Earth is Earth, insofar as it is solid; but gold, silver, copper, and tin are also Earth. Everything that is solid and material is Earth in the sense of occultism. The modern physicist will, of course, say from his own standpoint: This entire distinction is meaningless; we distinguish our various elements, but of what is supposed to underlie these elements, as it were, like a primordial substance, like an earthiness, of that we know nothing. — Only when the seer’s gaze penetrates what is given in the outer elements of science, in the seventy-odd elements, and seeks the basis of the solid elements, the forces that bring matter into the solid state, only when one thus penetrates beyond sensory existence does one find those forces that construct, form, and compose the solid, the liquid, and the gaseous in the sense of occultism. And that is what is being discussed here. And that is also what is discussed in Genesis, if one understands it correctly. Regarding these four states, we must therefore say, for the sake of understanding Genesis, that the first three must in some way be repeated in our earthly existence, while the fourth appears as a new one within our earthly existence.

[ 7 ] Versuchen wir einmal, daraufhin unsere Genesis zu prüfen. Versuchen wir sie zu prüfen mit den Mitteln, die wir uns schon angeeignet haben in den vorangegangenen Tagen. Wir müßten also in unserem Erdenwerden eine Art Wiederholung des alten Saturnzustandes finden. Wir müßten, mit anderen Worten, die alte Saturnwärme wiederfinden, wie sie wirkt als Ausdruck eines GeistigSeelischen. Und wir finden sie, wenn wir die Genesis in richtiger Weise verstehen. Ich habe Ihnen gesagt, daß die Worte, die da gewöhnlich übersetzt werden «Der Geist der Elohim brütete über den Wassern», eigentlich bedeuten, daß das Geistig-Seelische der Elohim sich ausbreitet und daß jenes wärmehafte Element, das wir im Brüten hinunterstrahlend uns denken müssen vom Huhn in die Eier hinein, daß dieses Element durchzieht, was damals vom elementarischen Dasein vorhanden war. In den Worten «Der Geist der Elohim durchstrahlte wärmebrütend das elementarische Dasein, oder die Wasser» haben Sie angedeutet die Wiederholung der alten Saturnwärme.

[ 7 ] Let us try to examine our Genesis in light of this. Let us examine it using the tools we have already acquired over the past few days. We should therefore find in our becoming as an Earth a kind of repetition of the ancient Saturn state. In other words, we must rediscover the ancient Saturn warmth as it acts as an expression of the spiritual-soul aspect. And we find it when we understand Genesis correctly. I have told you that the words usually translated as “The Spirit of Elohim hovered over the waters” actually mean that the spiritual-soul aspect of the Elohim is spreading out, and that the warm element—which we must imagine radiating down from the hen into the eggs—permeates what existed at that time of elemental existence. In the words “The Spirit of Elohim radiated warmth-incubatingly through the elemental existence, or the waters,” you have indicated the recurrence of the ancient Saturn warmth.

[ 8 ] Gehen wir weiter. Der nächste Zustand müßte derjenige sein, der eine Wiederholung des alten Sonnendaseins darstellt. Nehmen wir jetzt zunächst nicht Rücksicht auf das, was wir im elementarischen Sonnendasein als einen Verdichtungszustand haben, was von der Wärme zur Luft wurde, sondern auf das, was als Verdünnung auftrat, auf das Lichtelement. Nehmen wir also die Tatsache, daß während des Sonnenhaften das Licht in unseren kosmischen Raum einschlägt, dann wird die Wiederholung dieses alten Sonnenzustandes im Erdenwerden das Einschlagen des Lichtes sein. Das ist gegeben in den urgewaltigen Worten «Und die Elohim sprachen: Es werde Licht! Und es ward Licht.»

[ 8 ] Let us continue. The next state must be the one that represents a repetition of the old solar existence. Let us not, for the moment, consider what we have in the elemental solar existence as a state of condensation—that which became air from heat—but rather what appeared as a state of rarefaction: the element of light. So if we take the fact that during the solar phase light strikes our cosmic space, then the repetition of this ancient solar state in the becoming of the Earth will be the striking of the light. This is expressed in the powerful words: “And the Elohim said, ‘Let there be light!’ And there was light.”

[ 9 ] Die dritte Wiederholung wird dadurch gegeben werden müssen, daß in bezug auf die feineren elementarischen Zustände das, was wir ordnenden Schall- oder Klangäther nennen, unser Erdenwerden durchstrahlt. Fragen wir uns also, ob auch dieser Mondenzustand in irgendeiner Weise in seiner Wiederholung angedeutet ist. Wie müßte er denn angedeutet sein in der Genesis? Etwa so, daß in die elementarischen Stoffverhältnisse des Erdenwerdens der Schall in ähnlicher Weise ordnend eingreift, wie wir es sehen, wenn wir mit dem Violinbogen eine Platte streichen, die mit feinem Staub bestreut ist, und dann die sogenannten Chladnischen Klangfiguren entstehen. Es müßte so etwas im Wiederholungszustand auftreten, was uns sagte: Es griff der Ton- oder Klangäther ein und ordnete die Materie in einer gewissen Weise. — Was aber wird uns von jenem Momente unseres Erdenwerdens gesagt, der auf die Lichtwerdung folgt? Da wird uns gesagt, daß etwas erregt wurde durch die Elohim inmitten der stofflichen elementarischen Massen, wodurch sich diese elementarischen Massen, wie ich Ihnen gestern charakterisiert habe, ordneten, indem sie nach oben strömten und nach unten sich sammelten. Ein ordnendes Kraftelement dringt ein und ordnet die elementarischen Massen, geradeso, wie der Schall hineindringt in die Staubmassen und die Chladnischen Klangfiguren bewirkt. Wie da der Staub sich ordnet, so ordnen sich die elementarischen Massen, indem sie nach oben strahlen und sich nach unten sammeln. Das Wort rakia, das da steht, um zu bezeichnen, was die Elohim da hineinfügten in die elementarischen Stoffmassen, ist ein schwer zu übersetzendes Wort, und die gebräuchlichen Übersetzungen reichen nicht hin, es in der richtigen Weise wiederzugeben. Wenn man alles zusammennimmt, auch rein philologisch, was heute zusammengetragen werden kann, um dieses Wort zu erklären, so muß man sagen: Es ist mit der Übersetzung Firmament oder auch Gezelt oder auch Ausdehnung nicht viel getan, denn in diesem Worte liegt etwas Aktives, etwas Erregendes. Und eine genauere Philologie würde finden, daß in diesem Worte gerade das liegt, was hier angedeutet worden ist: Die Elohim erregten in den elementarischen Stoffmassen etwas, was sich vergleichen läßt mit dem, was in den Staubmassen der Chladnischen Klangfiguren ertegt wird, wenn der Klang ordnend eingreift. Wie da der Staub sich ordnet, so wird nach aufwärts und nach abwärts die elementarische Stoffmasse geordnet am sogenannten zweiten Schöpfungstage. — So sehen wir also das Eingreifen des Klangäthers nach dem Lichtäther innerhalb der Genesis, und wir haben ganz sachgemäß mit dem sogenannten zweiten Schöpfungstage dasjenige vor uns, was wir in einer gewissen Beziehung als eine Wiederholung des Mondendaseins auffassen müssen.

[ 9 ] The third repetition will have to be brought about by the fact that, with regard to the finer elemental states, what we call the organizing sound or tone ether permeates our earthly becoming. Let us therefore ask ourselves whether this lunar state is also indicated in any way in its repetition. How might it be indicated in Genesis? Perhaps in such a way that sound intervenes in an ordering manner in the elemental material conditions of the Earth’s formation, just as we see when we stroke a plate sprinkled with fine dust with a violin bow, and the so-called Chladni figures emerge. Something like this would have to occur in the state of repetition to tell us: The tone or sound ether intervened and ordered the matter in a certain way. — But what is told to us about that moment of our Earth’s formation that follows the emergence of light? There we are told that something was stirred up by the Elohim amidst the material elemental masses, whereby these elemental masses, as I characterized them for you yesterday, organized themselves by flowing upward and gathering downward. An organizing force penetrates and arranges the elemental masses, just as sound penetrates the dust masses and produces Chladni figures. Just as the dust arranges itself there, so do the elemental masses arrange themselves by radiating upward and gathering downward. The word rakia, which is used there to denote what the Elohim inserted into the elemental masses of matter, is a word that is difficult to translate, and the common translations do not suffice to render it correctly. If one takes everything together, even purely philologically, that can be gathered today to explain this word, one must say: The translations “firmament” or “tent” or “expansion” do not do much justice to it, for in this word lies something active, something stirring. And a more precise philological analysis would reveal that this word contains precisely what has been indicated here: The Elohim stirred something within the elemental masses of matter that can be compared to what is stirred within the dust masses of Chladni’s sound figures when sound intervenes to bring order. Just as the dust arranges itself there, so the elemental mass of matter is arranged upward and downward on the so-called second day of creation. — Thus we see the intervention of the sound ether following the light ether within Genesis, and with the so-called second day of creation we have before us, quite appropriately, that which we must regard in a certain sense as a repetition of the lunar existence.

[ 10 ] Sie werden schon sehen, wie die Wiederholungen nicht in ganz eindeutiger Weise geschehen können, sondern wie sie gleichsam übereinandergreifen. Und was in scheinbarem Widerspruch in den heutigen Auseinandersetzungen zu den gestrigen erscheinen könnte, das wird sich schon klären. Die Wiederholungen geschehen so, daß zunächst eine Wiederholung stattfindet, wie ich sie jetzt erzähle, und dann eine umfassendere, wie ich sie schon gestern charakteri siert habe.

[ 10 ] You will see that these repetitions cannot occur in a completely unambiguous way, but rather that they overlap, as it were. And what might appear to be a contradiction between today’s debates and those of yesterday will eventually become clear. The repetitions occur in such a way that first there is a repetition as I am describing it now, and then a more comprehensive one, as I characterized it yesterday.

[ 11 ] Wir müssen nun erwarten, daß nach dem Moment des Erdenwerdens, wo also der Schalläther die Materien so geordnet hat, daß die einen nach oben strahlen und die anderen nach unten sich sammeln, nun etwas eingreift, was wir als einen feineren Zustand, als den eigentlichen erdenhaften, bezeichnet haben, das was wir das Leben, den Lebensäther genannt haben. Es müßte also auf den sogenannten zweiten Schöpfungstag etwas folgen, was uns anzeigen würde, daß in die elementarischen Massen unserer Erde Lebensäther einströmte, so wie zuerst Licht und ordnender Schalläther eingeströmt sind. Wir müßten etwas haben in der Genesis, was uns andeutete: da zuckte hinein Lebensäther und brachte das Leben zur Erregung, zur Entfaltung. — Sehen Sie sich den dritten Moment an im Erdenwerden in der Genesis. Da wird Ihnen erzählt, wie die Erde hervorsprossen läßt das Grüne, das Lebende, das Kraut- und Baumartige — wie ich gestern gesagt habe: artgemäß. Da haben Sie lebendig dargestellt das Hineinströmen des Lebensäthers, der das alles hervorruft, was für den dritten Tag gesagt wird.

[ 11 ] We must now expect that, following the moment of the Earth’s formation—when the sound ether had arranged the materials so that some radiated upward and others gathered downward—something would intervene that we have described as a finer state than the actual earthly one, that which we have called life, the life ether. So the so-called second day of creation ought to be followed by something that would indicate to us that life-ether flowed into the elemental masses of our Earth, just as light and the ordering sound-ether had flowed in first. We ought to have something in Genesis that suggests to us: there life-ether surged in and stirred life into activity, into unfolding. — Look at the third moment in the becoming of the Earth in Genesis. There you are told how the Earth brings forth the green, the living, the herb- and tree-like—as I said yesterday: according to their kind. There you have vividly depicted the inflow of the life-ether, which brings about everything that is said about the third day.

[ 12 ] So haben Sie in der Genesis alles, was der Okkultismus durch die seherischen Kräfte zutage fördern kann und was wir erwarten müssen, wenn die Genesis wirklich von einem solchen okkulten Wissen stammt. Das sehen wir bestätigt, wenn wir sie nur richtig verstehen wollen. Es ist wunderbar, wie wir dasjenige, was wir zuerst unabhängig von jeder Urkunde erforschen, bestätigt finden durch die Genesis. Ich kann Ihnen die Versicherung geben, daß in der Art, wie das Erdenwerden dargestellt worden ist als eine Wiederholung des alten Saturn, der alten Sonne, des alten Mondes in meiner «Geheimwissenschaft», ganz absichtlich und gewissenhaft alles ferngehalten worden ist, was irgend aus der Genesis hätte entnommen werden können. Da sind nur diejenigen Resultate verzeichnet, welche unabhängig von jeder äußeren Urkunde gefunden werden können. Wenn Sie aber dann dieses so unabhängig von den Urkunden Gefundene mit der Genesis vergleichen, dann finden Sie, daß diese Genesis uns als ein Dokument entgegentritt, das uns dasselbe sagt, was wir aus unserer Forschung heraus uns haben sagen können. Das ist jener wunderbare Zusammenklang, auf den ich schon gestern hindeutete, wo gleichsam das, was wir selber sagen können, uns entgegentönt von Seherorganen, die vor Jahrtausenden zu uns gesprochen haben.

[ 12 ] Thus, in Genesis you have everything that occultism can bring to light through clairvoyant powers, and everything we must expect if Genesis truly originates from such occult knowledge. We see this confirmed if we are only willing to understand it correctly. It is wonderful how what we first explore independently of any written record is then confirmed by Genesis. I can assure you that in the way the formation of the Earth is presented in my Occult Science—as a repetition of the ancient Saturn, the ancient Sun, and the ancient Moon—everything that could have been derived from Genesis has been deliberately and conscientiously excluded. Only those findings are recorded that can be discovered independently of any external document. But if you then compare these findings, discovered so independently of the texts, with Genesis, you will find that Genesis presents itself to us as a document that tells us the very same thing that we have been able to deduce from our own research. This is that wonderful harmony to which I alluded yesterday, where, as it were, what we ourselves can say resounds to us from the seers who spoke to us millennia ago.

[ 13 ] Wenn wir also die mehr feineren Elemente unseres Erdenwesens betrachten, so sehen wir in dem, was die drei ersten Schöpfungstage genannt wird, eine aufeinanderfolgende Wirksamkeit von Wärme, Licht, Schalläther und Lebensäther, und in dem in sich Erregten, in sich Belebten sehen wir gleichzeitig die Verdichtungszustände sich entfalten, aus der Wärme die Luft, dann das Wasser und das Feste, das Erdige, in der Art, wie ich es Ihnen dargestellt habe. So weben ineinander die Verdichtungs- und Verdünnungszustände, und ein einheitliches Weltbild unseres Erdenwerdens erringen wir uns so. Und wenn wir so von den dichteren Zuständen, von Wärme, Luft, Wasser, Erde, oder von den dünneren Zuständen, von Licht-, Schall-, Lebensäther, sprechen, dann haben wir es zu tun mit Offenbarungsweisen, mit äußeren Kleidern seelischgeistiger Wesenheiten. Von diesen seelisch-geistigen Wesenheiten treten uns im Sinne der Genesis zunächst vor das seelische Auge die Elohim, und da muß uns im Sinne unserer anthroposophischen Weisheit die Frage aufstoßen: Welcher Art waren denn eigentlich die Elohim, was waren das für Wesenheiten? — Wir müssen, um uns vollständig zu orientieren, diese Wesenheiten sozusagen in unsere Hierarchienordnung einreihen können. Sie erinnern sich wohl alle aus dem, was im Verlaufe der Jahre Ihnen vorgetragen worden ist oder was Sie in meiner «Geheimwissenschaft» lesen können, daß wir in der hierarchischen Ordnung, wenn wir von oben anfangen, zunächst eine Dreiheit unterscheiden, die wir bezeichnen als Seraphime, Cherubime, Throne. Sie wissen, daß wir dann eine nächste Dreiheit anerkennen, die wir bezeichnen als Kyriotetes oder Herrschaften, Dynamis oder Mächte, und Exusiai oder Offenbarungen, Gewalten. Wenn wir dann die niederste Dreiheit nehmen und die christlichen Ausdrücke gebrauchen, so sprechen wir von Archai oder Urkräften, Urbeginnen oder Geistern der Persönlichkeit, von Archangeloi oder Erzengeln, von Angeloi oder Engeln, das heißt von denjenigen geistigen Wesenheiten, die dem Menschen am allernächsten stehen. Dann erst kommen wir in der Ordnung der Hierarchien zum Menschen selber als dem zehnten Gliede innerhalb unserer hierarchischen Ordnung. Und wir müssen uns fragen: An welche Stelle dieser Ordnung gehören denn die Elohim?

[ 13 ] When we consider the more subtle elements of our earthly existence, we see in what is called the first three days of creation a successive unfolding of heat, light, sound ether, and life ether, and in what is stirred and enlivened within, we simultaneously see the states of condensation unfolding: from warmth comes air, then water, and finally the solid, the earthly, in the manner I have described to you. Thus the states of condensation and rarefaction interweave, and in this way we attain a unified worldview of our becoming as an Earth. And when we speak in this way of the denser states—of warmth, air, water, earth—or of the more subtle states—of light, sound, and life ethers—we are dealing with modes of manifestation, with the outer garments of soul-spiritual beings. Of these soul-spiritual beings, the Elohim first appear before our inner eye in the sense of Genesis, and here the question must arise for us in the light of our anthroposophical wisdom: What kind of beings were the Elohim, actually? What were they? — In order to fully orient ourselves, we must be able to place these beings, so to speak, within our hierarchical order. You all likely recall from what has been presented to you over the years or what you can read in my Occult Science that, in the hierarchical order, starting from the top, we first distinguish a triad that we designate as Seraphim, Cherubim, and Thrones. You know that we then recognize a subsequent triad, which we designate as Kyriotetes or Dominions, Dynamis or Powers, and Exusiai or Manifestations, Authorities. If we then take the lowest triad and use the Christian terms, we speak of Archai or primal forces, primal beginnings or spirits of personality, of Archangeloi or archangels, of Angeloi or angels—that is, of those spiritual beings who are closest to human beings. Only then do we come, in the order of the hierarchies, to human beings themselves as the tenth link within our hierarchical order. And we must ask ourselves: Where in this order do the Elohim belong?

[ 14 ] Da müssen wir unseren Blick auf die zweite der Dreiheiten richten, auf diejenigen Wesenheiten, die wir Exusiai oder Gewalten, Geister der Form nennen. Dann haben wir die Rangordnung der Elohim. Wir wissen aus dem, was wir im Laufe der Jahre dargestellt haben, daß während des alten Saturndaseins die Archai, die Geister der Persönlichkeit, auf jener Menschheitsstufe standen, auf der wir heute stehen. Während des alten Sonnenzustandes standen die Erzengel oder Archangeloi auf der Menschheitsstufe, während des alten Mondendaseins die Engel oder Angeloi, und während des Erdendaseins steht der Mensch auf der Menschheitsstufe. Einen Grad über den Geistern der Persönlichkeit haben wir die Geister der Form, die Exusiai, dieselben, die wir die Elohim nennen. Das sind also geistige Wesenheiten, die, als unser planetarisches Dasein mit dem alten Saturn begonnen hat, schon über das Menschendasein hinausgeschritten waren; hohe, erhabene geistige Wesenheiten, die ihre Menschheitsstufe schon vor der alten Saturnzeit durchgemacht haben. Dadurch, daß wir uns das vor der Seele vergegenwärtigen, bekommen wir einen Begriff von der Erhabenheit dieser Elohim und wissen, daß sie sozusagen um vier Grade in der hierarchischen Ordnung über der Menschheitsstufe stehen. Was also da wob, was da, wenn ich das Wort wieder gebrauchen darf, kosmisch sann und aus dem Sinnen heraus unser Erdendasein bewirkte, das steht um vier Grade in der hierarchischen Ordnung höher als der Mensch, das kann mit seinem Sinnen schöpferisch wirken, wie der Mensch nur schöpferisch wirken kann in bezug auf seine Gedankengebilde. Weil es um vier Grade höher steht als das menschliche, ist dieses Sinnen der Elohim nicht bloß ein Ordnen und Bilden und Schaffen innerhalb einer Gedankenwelt, sondern dieses Sinnen der Elohim ist ein Wesengestalten und ein Wesenschaffen.

[ 14 ] Here we must turn our attention to the second of the triads, to those beings we call Exusiai or Powers, Spirits of Form. Then we have the hierarchy of the Elohim. We know from what we have presented over the years that during the ancient Saturn existence, the Archai, the spirits of personality, stood at the stage of humanity where we stand today. During the ancient Sun existence, the Archangels or Archangeloi stood at the stage of humanity; during the ancient Moon existence, the Angels or Angeloi; and during the Earth existence, humanity stands at the stage of humanity. One degree above the spirits of personality we have the spirits of form, the Exusiai, the very ones we call the Elohim. These are thus spiritual beings who, when our planetary existence began with ancient Saturn, had already advanced beyond human existence; high, exalted spiritual beings who had already passed through their human stage before the ancient Saturn era. By bringing this to mind before our soul, we gain a sense of the sublimity of these Elohim and know that they stand, so to speak, four degrees higher in the hierarchical order than the human stage. What was thus at work there—what, if I may use the word again, thought cosmically and brought about our earthly existence through that thinking—stands four degrees higher in the hierarchical order than the human being; it can work creatively with its thinking, just as the human being can work creatively only in relation to his thought-forms. Because it stands four degrees higher than the human, this thinking of the Elohim is not merely an ordering, forming, and creating within a world of thought, but this thinking of the Elohim is a shaping of beings and a creation of beings.

[ 15 ] Nun muß, nachdem wir dieses vorangeschickt haben, die Frage in uns auftauchen: Wie verhält es sich mit den anderen 'Wesenheiten der Hierarchien? Zunächst wird uns interessieren, was im Sinne der Genesis mit denen geschehen ist, die wir eben bezeichnet haben als Archai oder Geister der Persönlichkeit. Sie sind ja die nächsten nach unten gehenden Wesenheiten im Sinne unserer hierarchischen Ordnung. Wir wollen uns also noch einmal vorhalten, daß wir in den Elohim hocherhabene 'Wesenheiten vor uns haben, die schon zur Zeit des alten Saturndaseins über die Menschheitsstufe hinausgeschritten waren. Diese Wesenheiten der Elohim begleiteten schaffend und ordnend das alte Saturn-, Sonnen- und Mondendasein und griffen auch in das Erdendasein ein. Was können wir nun erwarten von jener Hierarchie, die unmittelbar unter der Hierarchie der Elohim steht, von den Geistern der Persönlichkeit? Erzählt uns von ihnen die Genesis gar nichts? Wenn wir die Elohim als die im Sinn der Genesis für uns erkennbaren hohen, erhabenen Wesenheiten betrachten, so müßten wir eigentlich erwarten, daß gleichsam wie dienende Wesenheiten diese Urkräfte, Urbeginne oder Geister der Persönlichkeit wirkten. Sagt uns etwa die Genesis etwas davon, daß, nachdem die Elohim die großen schöpferischen Tätigkeiten entfaltet hatten, daß sie sich nun zu den niedrigeren Tätigkeiten wie ihrer Diener der Archai oder Urbeginne bedienten? Die hauptsächlichsten, die umfassendsten Tätigkeiten übten die Elohim aus. Wenn aber so die Elohim die großen Linien zogen, die großen schöpferischen Kräfte entfalteten, stellten sie dann in der rechten Weise an den Ort hin zum Beispiel die Archai oder Geister der Persönlichkeit?

[ 15 ] Now that we have made this preliminary remark, the question must arise within us: What of the other ‘beings of the hierarchies’? First of all, we will be interested in what happened, in the sense of Genesis, to those we have just referred to as Archai or Spirits of Personality. They are, after all, the next beings descending in our hierarchical order. Let us therefore remind ourselves once more that in the Elohim we have before us exalted ‘beings’ who had already advanced beyond the human stage at the time of the ancient Saturn existence. These beings of the Elohim accompanied the ancient Saturn, Sun, and Moon existences, creating and ordering them, and also intervened in the Earth existence. What, then, can we expect from that hierarchy immediately below the hierarchy of the Elohim—from the Spirits of Personality? Does Genesis tell us nothing at all about them? If we regard the Elohim as the high, exalted beings recognizable to us in the sense of Genesis, we should actually expect these primal forces, primal beginnings, or Spirits of Personality to act, as it were, as serving beings. Does Genesis tell us anything about the fact that, after the Elohim had unfolded the great creative activities, they now made use of the lower activities as their servants, the Archai or Primordial Beginnings? The Elohim carried out the most principal, the most comprehensive activities. But if the Elohim thus laid out the broad outlines and unleashed the great creative forces, did they then properly place, for example, the Archai or spirits of personality in their proper places?

[ 16 ] Wenn wir uns die Frage beantworten wollen, ob die Genesis etwas darüber sagt, daß sich die Elohim solcher für sie untergeordneter Wesenheiten bedienten und sie an ihre Stelle hinstellten, dann müssen wir die Genesis wiederum erst in der richtigen Weise verstehen. Es gibt nun einen Punkt im Verständnis der Genesis, der eine wahre Crux, ein wahres Kreuz ist für alle äußere Exegese, und zwar aus dem Grunde, weil seit Jahrhunderten schon diese äußeren Kommentatoren der Bibel ganz und gar keine Rücksicht genommen haben auf das, was die okkulte Forschung über den eigentlichen Sinn der Worte am Anfang unserer Bibel zu sagen hat. Ein Kreuz in der Auslegung der Genesis ist es. Sie brauchen nur die Literatur, wie sie sich seit langer Zeit entfaltet hat, einmal durchzugehen, und Sie werden das bestätigt finden. Da steht in der Genesis, was in den modernen Sprachen so gegeben wird, daß es etwa in unserer deutschen heißt: «Und die Elohim schieden das Licht von der Finsternis», und es wird dann dargestellt, wie gleichsam Licht und Finsternis wechselten. Ich werde auf die Worte noch genauer zurückkommen. Ich will jetzt stellvertretend die Worte der modernen Sprache gebrauchen; sie sind ja nicht richtig und sollen nur vorläufig gebraucht werden. Es steht da an einer bestimmten Stelle: «Und es ward Abend und es ward Morgen, ein Tag», und weiter steht: «Und die Elohim nannten das Licht Tag.» Die äußere Literatur hat nun hier wirklich ihr Kreuz. Was ist denn ein Schöpfungstag? Der naive Verstand, der sieht in einem Tag etwas, was vierundzwanzig Stunden dauert, was ebenso zwischen Licht und Finsternis abwechselt wie unsere Tage, während deren wir wachen und schlafen. Nun wissen Sie gewiß alle, wieviel Spott aufgehäuft worden ist gegen diese naive Vorstellung des Schaffens der Welt in sieben solchen Tagen. Sie wissen vielleicht auch, welche Mühe, und man darf sagen dilettantische Mühe, aufgewendet worden ist, um die Schöpfungstage in irgendeiner Weise zu deuten als längere oder kürzere Perioden, als geologische Perioden und so weiter, so daß solch ein Schöpfungstag irgendeine längere Zeitperiode bedeute.

[ 16 ] If we wish to answer the question of whether Genesis says anything about the Elohim making use of such subordinate beings and placing them in their stead, then we must first understand Genesis correctly. There is now a point in the understanding of Genesis that is a true crux, a true cross, for all external exegesis, and this is because for centuries these external commentators on the Bible have taken absolutely no account of what occult research has to say about the actual meaning of the words at the beginning of our Bible. It is a cross in the interpretation of Genesis. You need only go through the literature, as it has developed over a long period of time, and you will find this confirmed. There it stands in Genesis, as rendered in modern languages, so that in our German it reads: “And the Elohim separated the light from the darkness,” and it is then depicted as if light and darkness were alternating. I will return to the words in more detail later. For now, I will use the words of modern language as a representative example; they are not accurate and are only to be used provisionally. It says at a certain point: “And there was evening, and there was morning—one day,” and further on: “And the Elohim called the light ‘day.’” Scholarship has really had its hands full with this. What, then, is a day of creation? The naive mind sees in a day something that lasts twenty-four hours, something that alternates between light and darkness just as our days do, during which we are awake and asleep. Now you all surely know how much ridicule has been heaped upon this naive conception of the creation of the world in seven such days. You may also know what effort—and one might say amateurish effort—has been expended to interpret the days of creation in some way as longer or shorter periods, as geological periods and so on, so that such a day of creation would signify some longer period of time.

[ 17 ] Die erste Schwierigkeit entsteht natürlich dann, wenn man sein Augenmerk auf den sogenannten vierten Schöpfungstag hin richtet, wo im Sinne der Genesis selber erst davon die Rede ist, daß Sonne und Mond als das, was die Zeit ordnet, eingerichtet wird. Nun weiß doch jedes Kind heute, daß die Ordnung unseres vierundzwanzigstündigen Tages von dem Verhältnis der Erde zur Sonne abhängt. Wenn das aber erst am vierten Tag eingerichtet worden ist, so kann vorher von solchen Tagen nicht die Rede sein. Derjenige, der also den naiven Glauben festhalten wollte, daß man es in der Genesis mit vierundzwanzigstündigen Tagen zu tun habe, der würde gegen die Genesis selber sündigen. Es mag ja solche Geister geben, aber man muß ihnen entgegnen, daß sie sich ganz gewiß selber nicht auf die Offenbarung stützen, wenn sie behaupten, man habe es mit Tagen in unserem Sinne zu tun. — Auf all die Willkürlichkeiten nun einzugehen, welche bei denen aufgetaucht sind, die ein Auskunftsmittel suchen, um diese Tage der Genesis geologisch zu deuten, das lohnt wirklich nicht einmal der Mühe. Denn es gibt nirgends im weiten Umkreise der Literatur auch nur das Geringste, was als Beleg dafür dienen könnte, daß man es da, wo das Wort jom steht in der Bibel, zu tun hat mit irgend so etwas wie einer geologischen Periode. Dagegen entsteht allerdings jetzt für uns die Frage: Was bedeutet dieses Wort jom, das gewöhnlich mit «Tag» übersetzt wird?

[ 17 ] The first difficulty naturally arises when one turns one’s attention to the so-called fourth day of creation, where, according to Genesis itself, it is first mentioned that the sun and moon are established as the agents that order time. Yet every child today knows that the order of our twenty-four-hour day depends on the relationship between the Earth and the Sun. But if this was not established until the fourth day, then there can be no question of such days prior to that. Anyone who therefore wished to cling to the naive belief that Genesis deals with twenty-four-hour days would be sinning against Genesis itself. There may well be such minds, but one must counter them by saying that they certainly do not base themselves on revelation when they claim that we are dealing with days in our sense. — To go into all the arbitrariness that has arisen among those who seek a means of interpretation to explain these days of Genesis geologically is really not even worth the effort. For nowhere in the vast expanse of literature is there even the slightest thing that could serve as evidence that, where the word yom appears in the Bible, we are dealing with anything like a geological period. On the other hand, the question now arises for us: What does this word yom mean, which is usually translated as “day”?

[ 18 ] Was damit gemeint ist, können nur diejenigen ermessen, die imstande sind, mit ihrer ganzen Empfindung sich zurückzuleiten in alte Bezeichnungsweisen, in alte Nomenklaturen. Man muß ein ganz anderes Fühlen und Empfinden haben, als man es heute hat, wenn man sich in alte Nomenklaturen zurückversetzen will. Aber ich möchte Sie, damit ich Sie nicht zu stark überrasche, sozusagen Schritt für Schritt zurücklenken. Da möchte ich Sie zuerst hinlenken auf eine alte Lehre, die im Sinne der Gnostiker vorhanden ist. Da hat man gesprochen von Mächten, welche sich an der Entwickelung unseres Daseins beteiligen, die nacheinander in diese Entwikkelung unseres Daseins eingreifen, und man nannte diese Mächte, diese Wesenheiten Äonen. Man sprach von den Äonen im Sinne der Gnostiker. Mit diesen Äonen sind nicht Zeiträume gemeint, sondern Wesenheiten. Das ist gemeint, daß ein erster Äon wirkt und das, was er zu wirken vermag, auswirkt, dann von einem zweiten abgelöst wird und dieser, nachdem er mit seinen Kräften gewirkt hat, wiederum abgelöst wird von einem dritten und so weiter. Solche die Entwickelung leitenden, aufeinanderfolgenden, einander ablösenden Wesenheiten meinten die Gnostiker, wenn sie von Äonen sprachen, und nur sehr spät ist der rein abstrakte Zeitbegriff mit dem verbunden worden, was das Wort Äon ursprünglich bedeutet. Äon ist etwas "Wesenhaftes, etwas lebendig Wesenhaftes. Und in demselben Sinne lebendig Wesenhaftes, wie es Äon ist, ist auch das, was mit dem hebräischen Worte jom bezeichnet wird. Da hat man es nicht zu tun mit einer bloßen abstrakten Zeitbestimmung, sondern mit etwas Wesenhaftem. Jom ist eine Wesenheit. Und wenn man es mit aufeinanderfolgenden sieben solcher jamim zu tun hat, dann hat man es mit sieben einander ablösenden Wesenheiten oder meinetwillen Wesensgruppen zu tun.

[ 18 ] Only those who are capable of immersing themselves, with all their sensibilities, in old ways of naming things—in old nomenclatures—can truly grasp what this means. One must have a completely different way of feeling and sensing than we do today if one wishes to transport oneself back to old nomenclatures. But so as not to surprise you too much, I would like to guide you back, step by step, so to speak. I would first like to direct you to an ancient teaching that exists in the tradition of the Gnostics. There, one spoke of powers that participate in the development of our existence, that intervene successively in this development of our existence, and these powers, these beings, were called Aeons. One spoke of the Aeons in the Gnostic sense. These Aeons do not refer to periods of time, but to beings. This means that a first Aeon acts and brings about what it is capable of bringing about, is then replaced by a second, and this, after having acted with its powers, is in turn replaced by a third, and so on. It was such successive, one another replacing entities guiding evolution that the Gnostics meant when they spoke of Aeons, and it was only very late that the purely abstract concept of time became associated with what the word Aeon originally meant. An eon is something “essential,” something “living and essential.” And in the same sense that an eon is living and essential, so too is that which is designated by the Hebrew word yom. Here we are not dealing with a mere abstract determination of time, but with something essential. Yom is an entity. And when one is dealing with seven successive such yomim, then one is dealing with seven successive entities or, if you will, groups of entities.

[ 19 ] Wir haben hier dasselbe, was sich hinter einer anderen Wortähnlichkeit verbirgt. Sie haben da in den mehr arischen Sprachen die Wortverwandtschaft von deus und dies, «Gott» und «Tag». Das ist innerlich wesensverwandt, und in älteren Zeiten hat man die Verwandtschaft von «Tag» und einer Wesenheit durchaus gefühlt, und wenn man von Wochentagen gesprochen hat, wie wir von Sonntag, Montag, Dienstag und so weiter sprechen, so hat man damit nicht nur Zeiträume gemeint, sondern es waren mit den «dies» zugleich gemeint die in Sonne, Mond, Mars wirkenden Wesensgruppen. Fassen Sie einmal das Wort jom, das da in der Genesis steht und das gewöhnlich wiedergegeben wird mit «Tag», als geistige Wesenheit auf, dann haben Sie diejenigen Wesenheiten, die in der Hierarchie um eine Stufe unter den Elohim stehen, deren die Elohim sich bedienen als untergeordnete Geister. Da, wo die Elohim durch ihre höheren, ordnenden Kräfte gewirkt hatten, daß Licht werde, da stellten sie an seinen Platz jom, die erste Wesenheit, den ersten der Zeitgeister oder Archai im Sinne dieser Urworte. So sind diese geistigen Wesenheiten, die wir Geister der Persönlichkeit oder Urbeginne nennen, dasselbe, was da als Zeiträume, als «Tag», als jom genannt wird. Es sind die dienenden Geister der Elohim, diejenigen, die gleichsam ausführen, was vom höheren Gesichtspunkte aus die Elohim anordnen. Diejenigen von Ihnen, welche meine Vorträge gehört haben, die ich vor kurzem in Christiania gehalten habe, werden sich erinnern, daß ich da die Archai auch als die Zeitgeister bezeichnet habe, daß ich da charakterisiert habe, wie noch jetzt diese geistigen Wesenheiten als die Zeitgeister wirken. Das waren die dienenden Wesenheiten der Elohim; die stellten die Elohim gleichsam an, damit sie ausführten, was sie selber in großen Linien, dem Plane nach, ordneten. So ordnet sich aber auch für unsere Weisheit alles in ein großes System zusammen. Allerdings erst, wenn Sie jahrelang verfolgen, was gesagt wird, werden Sie einen rechten Überblick bekommen von der Art, wie sich wirklich restlos alles zusammenordnet.

[ 19 ] Here we have the same thing hidden behind another similarity in words. In the more Aryan languages, there is a linguistic connection between deus and dies, “God” and “day.” These are intrinsically related in essence, and in earlier times people certainly sensed the connection between “day” and a spiritual being; and when they spoke of days of the week—as we speak of Sunday, Monday, Tuesday, and so on—they did not merely mean periods of time, but the “dies” also referred to the groups of beings active in the Sun, Moon, and Mars. If you consider the word yom, which appears in Genesis and is usually rendered as “day,” as a spiritual entity, then you have those entities that stand one level below the Elohim in the hierarchy, whom the Elohim employ as subordinate spirits. Where the Elohim, through their higher, ordering powers, had brought about that there be light, there they placed in its stead “yom,” the first being, the first of the spirits of time or Archai in the sense of these primordial words. Thus these spiritual beings, whom we call spirits of personality or primordial beginnings, are the very same as what is there called periods of time, “day,” or “yom.” They are the serving spirits of the Elohim, those who, as it were, carry out what the Elohim command from a higher perspective. Those of you who have heard the lectures I recently gave in Christiania will recall that I there also referred to the Archai as the spirits of time, and that I characterized how these spiritual entities still act as the spirits of time today. These were the serving beings of the Elohim; the Elohim appointed them, as it were, so that they might carry out what the Elohim themselves had arranged in broad strokes, according to the plan. But in the same way, everything also fits together into a great system for our wisdom. However, only if you follow what is said for years will you gain a proper overview of the way in which everything truly fits together without exception.

[ 20 ] Wir können also sagen: Als erhabene 'Wesenheiten griffen in dieses Ineinanderweben der verschiedenen Äther, von Luft, Wasser und Erde die Elohim ein. Sie stellten sich als Diener an, wenn wir diesen trivialen Ausdruck gebrauchen dürfen, die unter ihnen befindlichen Wesenheiten. Sie übertrugen ihnen gleichsam Befehle. In dem Momente, wo sie das Licht hineinergossen hatten in das Dasein, da übertrugen sie die weitere Ausarbeitung dessen, was sie angeordnet hatten, diesen Wesenheiten. — So dürfen wir sagen: Nachdem die Elohim das Licht geschaffen, stellen sie an seinen Platz den ersten ihnen dienenden Zeitgeist hin. Der verbirgt sich hinter dem gebräuchlichen Worte «der erste Tag». — Wir werden allerdings das, was in noch tieferem Sinn mit diesem «ersten Tag» gemeint ist, erst verstehen, wenn wir das andere verstehen, was in der Umgebung dieses Satzes steht: «Es wurde Abend, es wurde Morgen, der erste Tag.» Es trat also in die Wirksamkeit der erste der Zeitgeister, und verbunden war damit dasjenige, was man darstellen kann als einen Wechselzustand von ereb und boker. Ereb ist nicht dasselbe, was mit «Abend», und boker nicht dasselbe, was mit «Morgen» wiedergegeben wird. Wollen wir einigermaßen passende Worte dafür auffinden, so müssen wir sagen: «Und es wurde ereb, das Verwortene, und es folgte darauf boker, das Geordnete.» Wir müßten sagen: «Und es stellte sich dar Verworrenheit und es folgte ihr die Ordnung, die Harmonie, und darin wirkte der erste der Zeitgeister.»

[ 20 ] We can therefore say: As exalted ‘beings,’ the Elohim intervened in this interweaving of the various ethers—of air, water, and earth. They acted as servants, if we may use this trivial expression, to the beings among them. They issued commands to them, as it were. At the moment when they had poured the light into existence, they entrusted the further elaboration of what they had ordained to these beings. — Thus we may say: After the Elohim had created the light, they placed in its stead the first spirit of the age serving them. This is hidden behind the common phrase “the first day.” — We will, however, only understand what is meant by this “first day” in an even deeper sense once we understand the other elements surrounding this sentence: “And there was evening, and there was morning—the first day.” Thus the first of the spirits of time came into effect, and associated with this was what can be described as a transitional state between ereb and boker. Ereb is not the same as what is rendered as “evening,” and boker is not the same as what is rendered as “morning.” If we wish to find words that are reasonably appropriate for this, we must say: “And it became ereb, the disordered, and it was followed by boker, the ordered.” We would have to say: “And there arose confusion, and it was followed by order, by harmony, and in this the first of the spirits of time was at work.”