Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Secrets of the Biblical Creation Story
GA 122

21 August 1910, Munich

Translate the original German text into any language:

Sechster Vortrag

Sixth Lecture

[ 1 ] Wenn wir noch einmal zurückblicken auf das, was sich uns als Schilderung der ersten Momente des Erdenwerdens ergeben hat, so können uns dabei mancherlei noch ungeklärte Dinge ins Auge fallen. Nach all dem, was wir jetzt miteinander betrachtet haben, ergibt es sich ja, daß wir viel mehr, als es nach den gebräuchlichen Bibelübersetzungen der Fall ist, Wesenhaftes in den Wortbezeichnungen der Genesis zu suchen haben.

[ 1 ] If we look back once more at what has emerged as our account of the first moments of the Earth’s creation, we may notice a number of things that remain unexplained. After all that we have now considered together, it becomes clear that we must seek much more substance in the terms used in Genesis than is apparent from the standard Bible translations.

[ 2 ] Wir haben gestern darauf hingewiesen, daß das Wort jom, «Tag», nicht das Abstraktum ist, das Zeitabstraktum, das wir heute als Tag bezeichnen, sondern daß mit diesem Worte hingedeutet wird auf Wesenhaftes, nämlich auf diejenigen Wesenheiten, die wir in der Ordnung der Hierarchien als Geister der Persönlichkeit, als Zeitgeister, Archai, bezeichnen. Den Ausspruch, der hier schon öfter getan worden ist: daß wir hinter diesem Weben und Leben des elementarischen Daseins, das uns in der Genesis geschildert wird, Seelisch-Geistiges allüberall zu sehen haben, diesen Ausspruch dürfen wir somit noch tiefer nehmen, als wir ihn vielleicht bisher nahmen. Und wir dürfen auch hinter mancherlei anderem, was uns in der Genesis vor die Seele tritt, nicht leere Abstraktionen, sondern Wesenhaftes erblicken. Leicht wird es ja sein, Wesenhaftes zu sehen, wenn da steht: der Geist der Elohim, Ruach Elohim. Aber wenn wir den Sinn der alten Überlieferungen treffen wollen, dürfen wir nicht nur bei solchen Ausdrücken Wesenhaftes suchen, wo vielleicht auch ein heutiges Gemüt sich noch entschließt, Wesenhaftes zu sehen, sondern wir müssen diesem Wesenhaften überall nachspüren. Und so wird es nicht unberechtigt erscheinen, wenn die Frage entsteht: \Wie haben wir es mit dem zu halten, was sich verbirgt zum ‘Beispiel hinter dem Ausdruck «Und das innerlich Regsame war tohu wabohu», wie ich es Ihnen charakterisiert habe, «und Finsternis war über dem elementarischen stofflichen Dasein»? Haben wir vielleicht auch hinter dem, was hier mit «Finsternis» bezeichnet wird, irgend etwas Wesenhaftes zu sehen? — Wir können nämlich die Genesis gar nicht verstehen, wenn wir uns solche Fragen nicht beantworten. So wie wir hinter allem, was sonst im elementarischen Dasein sozusagen als das Positive auftritt, wie Licht, Luft, Wasser, Erdiges, Wärme, wie wir in all dem nur die Offenbarungen zu sehen haben für ein Geistiges, so werden wir auch vielleicht in den mehr negativen Ausdrücken nur die äußere Offenbarung von etwas tieferem 'Wesenhaftem zu sehen haben.

[ 2 ] Yesterday we pointed out that the word yom, “day,” is not the abstract concept—the abstract concept of time—that we today call a day, but that this word refers to something essential, namely to those beings whom we, within the order of the hierarchies, designate as spirits of personality, as spirits of the age, or *Archai*. The statement that has been made here on several occasions—that behind this weaving and life of elemental existence, as described to us in Genesis, we must see the soul-spiritual everywhere—we may thus take this statement even more deeply than we perhaps have done so far. And we may also perceive, behind many other things that come before our soul in Genesis, not empty abstractions, but essential beings. It will, of course, be easy to perceive the essential when it says: the Spirit of the Elohim, Ruach Elohim. But if we wish to grasp the meaning of the ancient traditions, we must not seek the essential only in such expressions—where perhaps even a modern mind might still be inclined to perceive the essential—but we must trace this essential everywhere. And so it will not seem unjustified when the question arises: “How are we to regard what lies hidden, for example, behind the expression ‘And the inner life was tohu wabohu,’ as I have characterized it for you, ‘and darkness was over the elemental, material existence’?” Is there perhaps something essential to be seen behind what is here referred to as ‘darkness’? — For we cannot understand Genesis at all if we do not answer such questions. Just as we must see in everything that otherwise appears in elemental existence as the positive, so to speak—such as light, air, water, earth, and warmth—merely the manifestations of a spiritual reality, so too might we see in the more negative expressions merely the outer manifestation of something deeper and more essential.

[ 3 ] Um hinter diese Sache zu kommen, wird es wiederum notwendig sein, auf das älteste Verfolgbare in unserem planetarischen Werden zurückzublicken. Wir haben ja oft gesagt, daß wir das alte Saturndasein als ein reines Wärmedasein anzusehen haben, daß dann beim Herübergehen zum alten Sonnendasein auf der einen Seite die Verdichtung zum Luft- oder Gasförmigen, auf der anderen Seite eine Art Verdünnung nach dem mehr Ätherischen, zum Lichtäther stattfindet. Und wir haben gesehen, wie eine Art Wiederholung dieses lichtätherischen Zustandes da stattfindet, wo die Worte erklingen: «Und die Elohim sprachen: Es werde Licht! Und es ward Licht.»

[ 3 ] To get to the bottom of this matter, it will again be necessary to look back to the earliest traceable stage of our planet’s evolution. We have often said that we must regard the ancient Saturn existence as a purely thermal existence, and that in the transition to the ancient Sun existence, on the one hand there is a condensation into an air- or gas-like state, and on the other hand a kind of rarefaction toward the more ethereal, toward the light-ether. And we have seen how a kind of repetition of this light-etheric state takes place where the words resound: “And the Elohim said, ‘Let there be light!’ And there was light.”

[ 4 ] Wir können nun fragen: War die Finsternis von selber da, oder ist auch hinter ihr ein geistig Wesenhaftes verborgen? — Wenn Sie das entsprechende Kapitel in meiner «Geheimwissenschaft» nachlesen, dann wird Ihnen etwas auffallen, was außerordentlich wichtig ist zum Begreifen alles Werdens, daß nämlich auf jeder Stufe der Entwickelung gewisse Wesenheiten zurückbleiben. Nur eine gewisse Anzahl von Wesenheiten erreicht ihr Ziel. Ich habe das oftmals mit dem banalen, drastischen Vergleich bezeichnet, daß ich sagte: Nicht nur in unseren Schulen bleiben zur Sorge der Eltern die Schüler sitzen, sondern tatsächlich bleiben auch im kosmischen Werden gewisse Wesenheiten auf einer früheren Stufe stehen, erreichen sozusagen nicht das entsprechende Ziel. — So also dürfen wir sagen, daß gewisse Wesenheiten während der alten Saturnentwickelung nicht ihr eigentliches Entwickelungsziel erreicht haben, daß sie zurückgeblieben sind, daß sie, als das alte Sonnendasein schon da war, in gewisser Beziehung noch immer auf dem Saturnstandpunkt standen.

[ 4 ] We may now ask: Was the darkness there of its own accord, or is there also a spiritual entity hidden behind it? — If you read the relevant chapter in my Occult Science, you will notice something that is extraordinarily important for understanding all becoming, namely, that at every stage of development certain entities are left behind. Only a certain number of entities reach their goal. I have often described this with the simple, striking comparison that I said: Not only do students in our schools fail to advance, much to their parents’ concern, but in cosmic evolution, too, certain beings actually remain at an earlier stage, failing, so to speak, to reach their intended goal. — Thus we may say that certain beings did not reach their true developmental goal during the old Saturn evolution, that they were left behind, that when the old Sun existence was already present, they in a certain sense still stood at the Saturn stage.

[ 5 ] Wie werden sich nun während des alten Sonnendaseins solche Wesenheiten, die ja eigentlich noch Saturnwesen waren, angekündigt haben? Dadurch, daß sie vor allen Dingen das Wesenhafte des alten Sonnendaseins, daß sie die Lichtnatur nicht erreicht haben. Weil sie nun aber einmal vorhanden waren, deshalb hatte dies alte Sonnendasein, das ich Ihnen beschrieben habe als In-sich-Webendes von Licht, Wärme und Luft, es hatte neben dem Licht, gleichsam eingesprengt in dieses, die Finsternis in sich verwoben. Und diese Finsternis war ebenso der Ausdruck der auf der Saturnstufe zurückgebliebenen Wesenheiten, wie das webende Licht der Ausdruck derjenigen Wesenheiten war, die in regulärer Weise die alte Sonnenstufe erreicht hatten. So woben, äußerlich betrachtet, am äußeren Sonnendasein ineinander Saturnwesen, die zurückgeblieben waren, und Sonnenwesen, die richtig vorgeschritten waren. Innerlich betrachtet also, woben diese Wesenheiten ineinander, und äußerlich gaben sie sich kund als Licht und Finsternis, als Ineinanderwirken von Licht und Finsternis. Schauen wir also auf das Licht hin, so dürfen wir sagen: das ist die Offenbarung der zum Sonnendasein vorgerückten Wesenheiten. Schauen wir auf die Finsternis, so stellt sie sich uns dar als die äußere Offenbarung der auf der alten Saturnstufe stehengebliebenen Wesenheiten.

[ 5 ] How, then, did such beings—who were, in fact, still Saturn beings—make themselves known during the old Sun era? By the fact that they, above all, retained the essential nature of the old Sun existence—that they had not attained the nature of light. But because they were present, this old Sun existence, which I have described to you as a self-weaving of light, warmth, and air, had woven darkness into itself alongside the light, as it were, interwoven with it. And this darkness was just as much the expression of the beings who had remained behind on the Saturn stage as the weaving light was the expression of those beings who had reached the old Sun stage in the regular way. Thus, viewed from the outside, Saturn beings who had remained behind and Sun beings who had progressed correctly were interwoven within the outer Sun existence. Viewed from within, then, these beings wove together, and outwardly they manifested as light and darkness, as the interplay of light and darkness. If we look at the light, we may say: this is the manifestation of the beings who have advanced to the solar stage. If we look at the darkness, it presents itself to us as the outer manifestation of the beings who remained on the old Saturn stage.

[ 6 ] Wenn wir das erkennen, dann können wir nun auch für die Wiederholung des alten Saturn- und Sonnendaseins während der Erdenentwickelung erwarten, daß diese Verhältnisse zwischen vorgeschrittenen und zurückgebliebenen Wesenheiten neuerdings auftreten. Und weil die Wesenheiten, welche in dem alten Saturnzustand zurückgeblieben sind, sozusagen eine frühere Entwickelungsstufe darstellen, werden sie auch in der Wiederholung früher auftreten können als das Licht. Daher sehen wir ganz richtig, daß uns gleich in den ersten Versen der Genesis angekündigt wird, wie über den elementarischen Massen Finsternis herrscht. Das ist die Wiederholung saturnischen Daseins, aber zurückgebliebenen saturnischen Daseins. Das andere, das Sonnendasein, das muß warten. Das erscheint nachher, das erscheint in dem Zeitpunkt, der da angedeutet ist mit den Worten «Es werde Licht». Also sehen wir in einer vollständig zutreffenden Weise in der Genesis auch mit diesen Wiederholungen das Richtige getroffen.

[ 6 ] Once we recognize this, we can also expect that these relationships between advanced and less advanced beings will reappear during the repetition of the old Saturn and Sun stages of Earth’s evolution. And because the beings who remained behind in the old Saturn state represent, so to speak, an earlier stage of development, they will also be able to appear earlier than the light in the repetition. Therefore, we see quite correctly that right in the first verses of Genesis we are told how darkness reigns over the elemental masses. This is the repetition of Saturn existence, but of a backward-staying Saturn existence. The other, the solar existence, must wait. That appears later; it appears at the moment indicated there by the words “Let there be light.” Thus, we see in Genesis, in a completely accurate way, that even with these repetitions, the truth has been captured.

[ 7 ] Wir müssen uns, wenn wir überhaupt das Dasein verstehen wollen, darüber klar sein, daß das, was auf einer früheren Stufe auftritt, nicht etwa einmal da ist und dann vergeht. Die Wahrheit ist vielmehr, daß zwar stets ein Neues auftritt, daß aber neben dem Neuen das Alte vorhanden bleibt und innerhalb des Neuen wirkt. Und so haben wir auch heute im Erdendasein die beiden Entwickelungsstufen, die wir bezeichnen können als das Verhältnis von Licht und Finsternis. Licht und Finsternis ist wirklich etwas, was unser Dasein durchwirkt. Hier kommt man allerdings zu einem, man möchte sagen, für die Gegenwart recht fatalen Kapitel.

[ 7 ] If we are to understand existence at all, we must realize that what appears at an earlier stage does not simply appear once and then disappear. The truth is rather that, while something new is always emerging, the old remains present alongside the new and continues to work within it. And so, even today in our earthly existence, we have these two stages of development, which we can describe as the relationship between light and darkness. Light and darkness are truly something that permeates our existence. Here, however, we come to a chapter that one might say is quite fateful for the present.

[ 8 ] Ich weiß nicht, ob einige von Ihnen wissen, daß ich mich nun seit dreißig Jahren etwa immer wieder bemühe, zu zeigen, welche tiefe Bedeutung und welchen inneren Wert die Goethesche Farbenlehre hat. Allerdings, wer sich heute für die Goethesche Farbenlehre einsetzt, der muß sich ganz klar sein darüber, daß er das Ohr seiner Zeitgenossen nicht haben kann. Denn diejenigen, welche durch physikalische Erkenntnisse fähig wären, einzusehen, was eigentlich damit gesagt wird, wenn man von der Goetheschen Farbenlehre spricht, die sind heute ganz und gar unreif, überhaupt das Wesen der Goetheschen Farbenlehre zu verstehen. Die physikalische Phantasterei mit ihren Ätherschwingungen und so weiter ist heute absolut unfähig, irgendwie den Wesenskern dessen, was die Goethesche Farbenlehre ausmacht, einzusehen. Da muß man einfach noch einige Jahrzehnte warten. Wer über diese Dinge spricht, weiß das. Und die anderen wiederum — verzeihen Sie, wenn ich diesen Ausspruch tue —, die vielleicht vom Okkultismus her oder sonstwie anthroposophisch schon reif wären, das Wesenhafte der Goetheschen Farbenlehre einzusehen, die wissen viel zu wenig von Physik, als daß man sachgemäß über diese Dinge sprechen könnte. So ist also heute ein rechter Boden für diese Sache nicht vorhanden. Dem, was die Goethesche Farbenlehre in sich schließt, liegt zugrunde das Geheimnis des Zusammenwirkens von Licht und Finsternis als zweier polarischer wesenhafter Entitäten in der Welt. Und das, was man heute in phantastischer Weise als den Begriff der Materie bezeichnet, was überhaupt so, wie es vorgestellt wird, gar nicht vorhanden, sondern eine Illusion ist, das ist etwas, was sich als ein geistig-seelisches Wesen überall da verbirgt, wo der polarische Gegensatz des Lichtes, die Finsternis, auftritt. In Wahrheit ist das, was als physikalischer Begriff von Materie bezeichnet wird, eine Phantasterei. In den Gebieten des Raumes, wo man, wie die Physik sagt, das zu suchen hat, was als Materie spukt, da ist in Wahrheit nichts anderes vorhanden als ein gewisser Grad von Finsternis. Und ausgefüllt ist dieser finstere Rauminhalt von seelischgeistig Wesenhaftem, das verwandt ist mit dem, was schon in der Genesis konstatiert wird, da wo die Gesamtmasse dieses Seelisch-Geistigen durch die Finsternis charakterisiert wird und wo gesagt wird, daß diese Finsternis über dem elementarischen Dasein wogt. Alle diese Dinge liegen eben ungeheuer viel tiefer, als die gegenwärtige Naturwissenschaft sich träumen läßt. Also wir haben es zu tun, wenn von Finsternis gesprochen wird in der Genesis, mit der Offenbarung der zurückgebliebenen saturnischen Wesenheiten, und wenn von Licht gesprochen wird, haben wir es mit der Offenbarung der fortgeschrittenen Wesenheiten zu tun. Die wirken und weben ineinander.

[ 8 ] I don’t know if any of you are aware that for about thirty years now I have been striving time and again to demonstrate the profound significance and intrinsic value of Goethe’s theory of colors. However, anyone who advocates for Goethe’s theory of colors today must be fully aware that they cannot expect to be heard by their contemporaries. For those who, through their knowledge of physics, would be capable of understanding what is actually meant when one speaks of Goethe’s theory of colors are today completely unprepared to grasp the very essence of Goethe’s theory of colors. The physical fantasies with their etheric vibrations and so on are today absolutely incapable of grasping in any way the essential core of what constitutes Goethe’s theory of colors. We simply have to wait a few more decades. Those who speak about these things know this. And the others, on the other hand—forgive me for saying this—who might already be mature enough, whether through occultism or some other anthroposophical path, to grasp the essence of Goethe’s theory of colors, know far too little about physics to speak properly about these matters. So today there is no real foundation for this matter. Underlying what Goethe’s theory of colors encompasses is the mystery of the interplay of light and darkness as two polar, essential entities in the world. And what is today fantastically referred to as the concept of matter—which, as it is generally conceived, does not exist at all but is an illusion—is something that hides as a spiritual-soul being wherever the polar opposite of light, darkness, appears. In truth, what is designated as the physical concept of matter is a fantasy. In the regions of space where, as physics says, one must seek what haunts as matter, there is in truth nothing else present but a certain degree of darkness. And this dark expanse is filled with spiritual-soul entities akin to what is already stated in Genesis, where the total mass of this spiritual-soul substance is characterized by darkness and where it is said that this darkness hovers over elemental existence. All these things lie far, far deeper than modern science can even imagine. So when darkness is spoken of in Genesis, we are dealing with the manifestation of the backward Saturnic beings, and when light is spoken of, we are dealing with the manifestation of the advanced beings. They interact and interweave with one another.

[ 9 ] Nun haben wir gestern darauf aufmerksam gemacht, daß die Hauptlinien, gleichsam die größeren Züge der Entwickelung, von jenen Wesenheiten angegeben werden, die wir auf die Stufe der Exusiai gestellt haben, auf die Stufe der Geister der Form, so daß diese also die großen Linien auch in den Lichtwirksamkeiten angeben. Und weiter haben wir gesehen, daß sie gleichsam als ihre Diener bestellen die Geister der Persönlichkeit und daß hinter dem Ausdruck jom, Tag, etwas wie eine von den Elohim bestellte Wesenheit von dem Rang der Archai, unterhalb der Elohim, zu sehen ist. Wir werden also auch vermuten dürfen, daß, ebenso wie auf der einen, gleichsam auf der positiven Seite wirksam sind diese Diener der Elohim, diese Geister der Persönlichkeit, die als jom, Tag, bezeichnet werden, daß ihnen gegenüber die zurückgebliebenen geistigen Wesenheiten, die durch die Finsternis wirken, auch eine gewisse Rolle spielen. Ja, wir dürfen sagen: Die Finsternis ist etwas, was die Elohim vorfinden, das Licht ersinnen sie. Als sie heraussinnen aus dem, was als Rest des alten Daseins geblieben ist, die beiden Komplexe, da ergibt sich, daß darinnen verwoben war die Finsternis als Ausdruck der zurückgebliebenen Wesenheiten. Das Licht spenden sie. — Wie aber gleichsam aus dem Licht heraus die Elohim diejenigen Wesenheiten hinstellen, die mit jom, Tag, bezeichnet werden, so ergibt sich auch aus der Finsternis heraus dieselbe Stufe von Wesenheiten, nur zurückgeblieben auf einer früheren Daseinsstufe. Wir können also sagen: Den Elohim steht auf der einen Seite entgegen alles das, was sich als die Finsternis offenbart. — Und wir müssen nun fragen: Was steht den unmittelbaren Dienern im Licht, den Archai gegenüber, denen, die mit jom, Tag, bezeichnet werden, was steht ihnen entgegen als das entsprechende Zurückgebliebene?

[ 9 ] Yesterday we pointed out that the main lines—the broader features of development, so to speak—are determined by those beings whom we have placed on the level of the Exusiai, the level of the Spirits of Form, so that they thus also determine the broad outlines of the activities of light. Furthermore, we have seen that they appoint, as it were, the Spirits of Personality as their servants, and that behind the term jom, “day,” there is to be seen something like a being appointed by the Elohim of the rank of the Archai, below the Elohim. We may therefore also surmise that, just as these servants of the Elohim, these spirits of personality designated as jom, “day,” are active on the one hand—as it were, on the positive side—so too do the spiritual beings who have remained behind and who work through darkness play a certain role in opposition to them. Indeed, we may say: Darkness is something the Elohim encounter; they conceive the light. When they conceive the two complexes out of what remains as the remnant of the old existence, it follows that darkness was interwoven within them as an expression of the backward-looking beings. They bestow the light. — But just as the Elohim, as it were, place those beings designated by yom, day, out of the light, so too does the same level of beings emerge out of the darkness, only remaining at an earlier stage of existence. We can therefore say: Opposing the Elohim on the one hand is everything that manifests as darkness. — And we must now ask: What stands opposite the immediate servants in the light, the Archai, those designated by yom, day—what stands opposite them as the corresponding backward state?

[ 10 ] Damit wir uns da nicht mißverstehen, ist es gut, wenn wir uns vorher eine andere Frage beantworten, die, ob wir unter diesen zurückgebliebenen Wesenheiten immer etwas Böses, etwas Unrechtes im Weltenzusammenhange zu sehen haben. Der abstrakte Mensch, der sich nur an Begriffe hält, der kann leicht dazu kommen, daß er sozusagen ärgerlich wird über die zurückgebliebenen Wesenheiten, oder auch er kann in die andere Stimmung verfallen, daß er Mitleid empfindet mit den armen zurückgebliebenen 'Wesenheiten. Das alles wären Empfindungen und Begriffe, welche wir nicht hegen sollten gegenüber diesen großen wesenhaften Dingen des Weltenalls. Da würden wir ganz fehlgehen. Wir müssen vielmehr uns vor die Seele rufen, daß alles, was so geschieht — ob die Wesenheiten nun ihr Ziel erreichen, ob sie gewissermaßen sich zurückhalten auf früherer Stufe der Entwickelung —, daß alles das aus der kosmischen Weisheit heraus geschieht und daß es sinnvoll ist, wenn Wesenheiten auf einer gewissen Stufe zurückbleiben; daß es ebenso seine Bedeutung hat für das Ganze, wenn Wesenheiten zurückbleiben, als wenn 'Wesenheiten ihr Ziel erreichen, mit anderen Worten, daß gewisse Funktionen überhaupt nicht ausgeführt werden könnten von den vorgeschrittenen Wesenheiten, daß dazu solche Wesen nötig sind, die auf früherer Stufe zurückbleiben. Die sind in ihrer Zurückgebliebenheit eben am richtigen Orte. Man möchte sagen: Was sollte denn eigentlich aus der Menschenwelt werden, wenn alle, die Lehrer sein sollen für die Kleinen, Universitätsprofessoren würden? — Diejenigen, die nicht Universitätsprofessoren werden, die sind an ihrem Platze viel besser, als es die Vorgeschritteneren sein würden. Wahrscheinlich würden die Universitätsprofessoren für sieben-, acht-, neun-, zehnjähtige Kinder recht wenig geeignete Pädagogen sein! So ist es auch im kosmischen Zusammenhange. Diejenigen, die ihr Ziel erreichen, würden für gewisse Aufgaben im Kosmos recht wenig geeignet sein. Für solche Aufgaben müssen die anderen, die, wir können ebensogut sagen, aus Entsagung zurückgeblieben sind, ihren Platz ausfüllen. Und ebenso, wie nun die fortgeschrittenen Geister der Persönlichkeit, jom, an ihren Platz hingestellt werden von den Elohim, so werden, um die ganze Ordnung, die ganze Gesetzmäßigkeit unseres Erdenwerdens hervorzurufen, auch die zurückgebliebenen Archai benützt, jene Geister der Persönlichkeit, die sich nicht durch das Licht, die sich durch die Finsternis offenbaren. Sie werden an den richtigen Platz gestellt, damit sie in entsprechender Weise ihren Beitrag liefern zum gesetzmäßigen Werden unseres Daseins.

[ 10 ] To avoid any misunderstanding, it is helpful to first answer another question: whether we must always see something evil or wrong in the context of the universe when considering these less-developed beings. The abstract person, who clings only to concepts, can easily come to feel, so to speak, annoyed at the backward beings, or he may fall into the opposite mood, feeling pity for the poor backward beings. All of these would be feelings and concepts that we should not harbor toward these great, essential things of the universe. We would be completely mistaken. Rather, we must remind ourselves that everything that happens in this way—whether the beings reach their goal or, so to speak, hold back at an earlier stage of development—happens out of cosmic wisdom, and that it makes sense for beings to remain behind at a certain stage; that it is just as significant for the whole when beings remain behind as when beings reach their goal; in other words, that certain functions could not be performed at all by the advanced beings, that such beings are necessary for this who remain at an earlier stage. In their remaining behind, they are precisely in the right place. One might ask: What would actually become of the human world if all those who are meant to be teachers for the little ones were to become university professors? — Those who do not become university professors are much better suited to their place than the more advanced ones would be. University professors would probably be quite unsuitable educators for seven-, eight-, nine-, and ten-year-old children! It is the same in the cosmic context. Those who reach their goal would be quite unsuitable for certain tasks in the cosmos. For such tasks, the others—who, we might as well say, have remained behind out of self-sacrifice—must fill their place. And just as the advanced spirits of personality, the jom, are now placed in their proper positions by the Elohim, so too, in order to bring about the entire order, the entire lawfulness of our earthly existence, the remaining Archai are utilized—those spirits of personality who do not reveal themselves through the light, but through the darkness. They are placed in the right position so that they may contribute in a corresponding manner to the lawful development of our existence.

[ 11 ] Wie wichtig das ist, das kann sich uns aus einer Betrachtung ergeben, die wir unserem gewöhnlichen heutigen Dasein entnehmen. Das Licht, von dem in der Genesis gesprochen wird, ist nicht das Licht, das mit den äußeren physischen Augen gesehen werden kann. Dieses ist ein später Ausdruck des Lichtes, von dem in der Genesis gesprochen wird. Ebenso ist das, was wir als physische Finsternis bezeichnen, was um uns herum ist in der Nacht, wenn die Sonne nicht scheint, ein später physischer Ausdruck dessen, was in der Genesis als die Finsternis bezeichnet wird. Wenn wir uns nun fragen: Hat für den Menschen dieses physische Tageslicht, wie wir es heute sehen, eine gewisse Bedeutung?, so wird keiner von Ihnen die Bedeutung dieses Lichtes für das menschliche Wesen wie für andere Wesen bezweifeln. Nehmen Sie zum Beispiel die Pflanzen! Wenn Sie sie aus dem Lichte bringen, so verkümmern sie. Für alles, was auf der Erde lebt, ist das Licht ein Lebenselement. Das Licht ist also notwendig, auch für den Menschen, in bezug auf das äußere leibliche Dasein.

[ 11 ] We can see just how important this is by observing our ordinary daily lives. The light spoken of in Genesis is not the light that can be seen with our physical eyes. That is a later manifestation of the light spoken of in Genesis. Likewise, what we call physical darkness—what surrounds us at night when the sun is not shining—is a later physical expression of what is referred to as darkness in Genesis. If we now ask ourselves: Does this physical daylight, as we see it today, have a certain significance for human beings?—then none of you will doubt the significance of this light for human beings as well as for other beings. Take plants, for example! If you remove them from the light, they wither. For everything that lives on Earth, light is an element of life. Light is therefore necessary, even for human beings, in relation to their external physical existence.

[ 12 ] Aber nicht allein das Licht, es ist noch etwas anderes notwendig. Und um dieses andere kennen zu lernen, müssen wir die Wechselzustände von Wachen und Schlafen in bezug auf unseren physischen und Ätherleib ins Auge fassen. Was heißt denn eigentlich, im tieferen Sinn verstanden, wachen? Was tun wir denn als Menschen, wenn wir wachen? Im Grunde ist all unsere Seelentätigkeit, alles das, was wir entfalten in unserer Vorstellungswelt, in unserer Empfindungs- und Gefühlswelt, in den auf- und abwogenden Leidenschaften, kurz alles das, was in diesem Wogen und Kraften unseres Astralleibes und unseres Ichs stattfindet, ein fortwährendes Verbrauchen unseres physischen Leibes während des Tageslebens. Das ist eine uralte okkulte Wahrheit, eine Wahrheit, zu der heute selbst die landläufige Physiologie schon kommt, wenn sie nur ihre Ergebnisse einigermaßen richtig deutet. Das, was die Seele entfaltet als unser Innenleben, das verbraucht im wachen Zustande fortwährend die Kräfte des äußeren physischen Leibes, der seine erste Entwickelungsanlage erhalten hat während des alten Saturnzustandes.

[ 12 ] But it is not just the light; something else is also necessary. And to understand this other element, we must consider the alternating states of waking and sleeping in relation to our physical and etheric bodies. What does it actually mean, in a deeper sense, to be awake? What do we, as human beings, do when we are awake? Essentially, all our soul activity—everything we unfold in our world of imagination, in our world of sensations and feelings, in the ebbing and flowing of our passions—in short, everything that takes place in this surging and the forces of our astral body and our ego—is a continuous consumption of our physical body during the course of the day. This is an ancient occult truth, a truth to which even conventional physiology has come today, provided it interprets its findings reasonably correctly. What the soul unfolds as our inner life continuously consumes, in the waking state, the forces of the outer physical body, which received its initial developmental potential during the ancient Saturn state.

[ 13 ] Ganz anders ist das Leben dieses physischen Leibes während des Schlafzustandes, wenn der Astralleib mit dem Auf- und Abwogen des Innenlebens heraußen ist. Ebenso wie das tagwachende Leben ein fortwährendes Verbrauchen, man könnte sagen, Zerstören der Kräfte des physischen Leibes ist, so ist das Schlafleben ein fortwährendes Wiederherstellen, ein Regenerieren, ein Aufbauen. So daß wir an unserem physischen Leib und unserem Ätherleib unterscheiden müssen zerstörende Vorgänge und aufbauende Vorgänge: Zerstörungsvorgänge, die sich vollziehen während des tagwachen Lebens, und aufbauende Vorgänge, die sich während des Schlaflebens vollziehen. Alles das aber, was irgendwo im Raume geschieht, steht nicht allein in der Welt, sondern steht mit dem gesamten Dasein in Verbindung. Und wenn wir die Zerstörungsprozesse, die sich vom Aufwachen bis zum Einschlafen in unserem physischen Leib vollziehen, ins Auge fassen, so dürfen wir sie nicht so betrachten, als ob sie isoliert innerhalb der Grenze unserer Haut sich abspielten. Sie sind mit den kosmischen Vorgängen innig verbunden. Es setzt sich nur fort, was von außen in uns einfließt, so daß wir während des tagwachenden Lebens gewissermaßen mit abbauenden Kräften des Universums, während des Nachtschlafes mit aufbauenden Kräften des Universums in Verbindung sind.

[ 13 ] The life of this physical body is quite different during sleep, when the astral body is outside, in tune with the ebb and flow of inner life. Just as waking life is a constant depletion—one might even say destruction—of the physical body’s forces, so sleep life is a constant restoration, a regeneration, a rebuilding. Thus we must distinguish between destructive processes and constructive processes in our physical body and our etheric body: destructive processes that take place during waking life, and constructive processes that take place during sleep. But everything that happens anywhere in space does not stand alone in the world, but is connected with the whole of existence. And when we consider the processes of destruction that take place in our physical body from waking until falling asleep, we must not regard them as if they were taking place in isolation within the confines of our skin. They are intimately connected with cosmic processes. Only that which flows into us from the outside continues, so that during waking life we are, so to speak, connected with the dissolving forces of the universe, and during night sleep with the building forces of the universe.

[ 14 ] Dieses Abbauen unseres physischen Leibes, das wir heute während des Tagwachens haben, das durfte während des alten Saturndaseins nicht vorhanden sein. Wäre das schon beim alten Saturndasein vorhanden gewesen, dann hätte sich überhaupt niemals die erste Anlage unseres physischen Leibes bilden können. Denn man kann natürlich nichts bilden, wenn man anfängt zu zerstören. Die Saturntätigkeit mußte an unserem Leib eine aufbauende sein. Dafür war während des Saturndaseins gesorgt. Die Zerstörungsprozesse in unserem Leib, sie vollziehen sich ja gerade während des Tages, während des Einflusses des Lichtes; das Licht war aber noch nicht vorhanden während des alten Saturndaseins. So war also die Saturntätigkeit für unseren physischen Leib eine aufbauende. Nun mußte aber wenigstens während einer gewissen Zeit diese aufbauende Tätigkeit erhalten bleiben, auch als später, während des alten Sonnendaseins, das Licht hinzukam. Das konnte nur dadurch bewirkt werden, daß Saturnwesen zurückgeblieben sind, die das Aufbauen besorgen. Sie sehen also, daß es in der kosmischen Entwickelung notwendig war, daß für unsere Schlafenszeit die Saturnwesen zurückgehalten wurden, damit sie, wenn kein Licht vorhanden ist, den Aufbau des zerstörten physischen Leibes besorgten. So müssen hineinverwoben sein in unser Dasein die zurückgebliebenen Saturnwesen. Ohne sie würden wir überhaupt nur zerstört. Wir müssen einen Wechselzustand haben, ein Zusammenwirken von Sonnenwesen und Saturnwesen, von Lichtwesen und Finsterniswesen. Wenn also in richtiger Weise die Tätigkeit der Lichtwesen gelenkt werden sollte von den Elohim, dann mußten sie in ihre Arbeit regelrecht einverweben die Arbeit der Dunkelwesen, der Finsterniswesen. In der kosmischen Tätigkeit gibt es keine Möglichkeit des Bestandes, wenn nicht überall hineinverwoben wird in die Lichtkraft Dunkelkraft. Und in dem Ineinanderweben, gleichsam in dem Netz-Weben von Lichtkraft und Dunkelkraft liegt eines der Geheimnisse des kosmischen Daseins, der kosmischen Alchemie. An dieses Geheimnis ist gerührt da, wo in dem Rosenkreuzerdrama Johannes 'Thomasius hinaufkommt in das Devachan und wo die eine Genossin der Maria, Astrid, die Aufgabe erhält, der Leuchtkraft die Dunkelkraft einzuweben, wie Sie überhaupt in diesen Sätzen im Gespräch der Maria mit den drei Genossinnen unzählige kosmische Geheimnisse haben, an denen lange, lange studiert werden kann, um sie herauszuholen.

[ 14 ] This breakdown of our physical body, which we experience today during the waking hours, could not have existed during the ancient Saturn era. If it had already existed during the ancient Saturn era, then the first rudiments of our physical body could never have formed in the first place. For, of course, one cannot build anything if one begins to destroy. Saturn’s activity had to be a constructive one for our body. This was ensured during the Saturn epoch. The processes of destruction in our body take place precisely during the day, under the influence of light; but light was not yet present during the old Saturn era. Thus, the Saturn activity was a constructive one for our physical body. Now, however, this constructive activity had to be maintained at least for a certain time, even when light was later added during the old Sun era. This could only be achieved by Saturn beings remaining behind to carry out the building-up. You see, then, that it was necessary in cosmic evolution for the Saturn beings to be retained during our sleep, so that when no light is present, they might carry out the rebuilding of the destroyed physical body. Thus the remaining Saturn beings must be woven into our existence. Without them, we would simply be destroyed. We must have a state of alternation, an interplay of solar beings and Saturn beings, of beings of light and beings of darkness. So if the activity of the beings of light were to be properly guided by the Elohim, then they had to literally weave into their work the work of the dark beings, the beings of darkness. In cosmic activity, there is no possibility of existence unless dark power is woven into the light power everywhere. And in this interweaving, as it were, in the net-weaving of light power and dark power, lies one of the secrets of cosmic existence, of cosmic alchemy. This secret is touched upon in the Rosicrucian drama where Johannes Thomasius ascends into the Devachan and where one of Mary’s companions, Astrid, is given the task of weaving the dark force into the light force; indeed, in these very sentences from Maria’s conversation with the three companions, there are countless cosmic secrets that can be studied for a long, long time to unravel them.

[ 15 ] Wir müssen also festhalten, daß, wenn wir unser gegenwärtiges Dasein betrachten, wir dieses Zusammenspiel sozusagen von sonnenhafter Lichtkraft und saturnischer Dunkelkraft als eine Notwendigkeit unseres Daseins ansehen müssen. Wenn die Elohim also über das Weben der Lichtkraft, über jene Arbeit, welche geleistet wird an uns Menschen oder an den 'Wesenheiten der Erde überhaupt während der Einwirkung des Lichtes, die Geister der Persönlichkeit als ihre Unterwesen einsetzten, so mußten sie ihnen als Genossen die zurückgebliebenen saturnischen Wesenheiten beigeben. Sie mußten die gesamte Arbeit des Universums zusammenweben lassen aus den richtig fortgeschrittenen und den zurückgebliebenen Archai. Die zurückgebliebenen Archai wirken in der Finsternis. Daher stellen die Elohim, trivial gesprochen, nicht bloß die Wesenheiten an, die mit jom bezeichnet werden, sondern sie stellen ihnen entgegen diejenigen, die in der Dunkelkraft wirken. Und es heißt daher mit wunderbar realistischer Schilderung des Tatbestandes: Und die Elohim, sie nannten das, was als Geister im Licht wob, jom, Tag; das aber, was in der Finsternis wob, das nannten sie laj’lah. — Und das ist nicht unsere abstrakte Nacht, das sind die saturnischen Archai, die damals nicht bis zur Sonnenstufe vorgedrungen waren, und das sind auch diejenigen, die heute noch in uns wirksam sind während des Nachtschlafes, indem sie an unserem physischen und Ätherleib als aufbauende Kräfte wirken. Dieser geheimnisvolle Ausdruck, der da steht, laj’lah, der zu allerlei mythologischen Bildungen Anlaß gegeben hat, der ist weder unser abstraktes «Nacht», noch ist er irgend etwas, was Veranlassung geben könnte, an Mythologisches zu denken. Er ist nichts anderes als der Name für die zurückgebliebenen Archai, für diejenigen, die ihre Arbeit verbinden mit der der fortgeschrittenen Archai.

[ 15 ] We must therefore conclude that, when we consider our present existence, we must view this interplay—so to speak—between solar light forces and Saturnian dark forces as a necessity of our existence. So when the Elohim employed the spirits of the personality as their subordinate beings in the weaving of the light force—in that work performed upon us humans or upon the ‘beings of the Earth’ in general during the influence of the light—they had to assign the backward Saturn-like beings to them as companions. They had to have the entire work of the universe woven together from the truly advanced and the backward Archai. The backward Archai work in darkness. Therefore, to put it simply, the Elohim do not merely employ the beings designated as yom, but they set against them those who work in the power of darkness. And so it is said, with a wonderfully realistic description of the facts: And the Elohim, they called that which moved as spirits in the light, yom, day; but that which moved in the darkness, they called laylah. — And this is not our abstract night; these are the Saturnic Archai, who at that time had not yet advanced to the solar stage, and these are also those who are still active within us today during our night’s sleep, working upon our physical and etheric bodies as constructive forces. This mysterious term, laj’lah, which has given rise to all manner of mythological formations, is neither our abstract “night,” nor is it anything that could give cause to think of the mythological. It is nothing other than the name for the backward-remaining Archai, for those who combine their work with that of the advanced Archai.

[ 16 ] Damit haben wir also etwa gesagt an der betreffenden Stelle der Genesis: Die Elohim zeichneten die großen Linien des Daseins; zu der untergeordneten Arbeit setzten sie ein die fortgeschrittenen Archai und sie stellten ihnen auf als Helfer diejenigen, die in Resignation, damit das Dasein zustande kommen könne, auf der Saturnstufe in Dunkelheit zurückgeblieben waren. — So also haben wir jom und laj’lah als die beiden Gegensätze von Gruppen von Wesenheiten, die Helfer der Elohim sind und die auf der Stufe, sagen wir der Zeitgeister, der Geister der Persönlichkeit, stehen. Wir sehen das Dasein sich verweben aus Geistern der Form und der Persönlichkeit, aus vorgeschrittenen und zurückgebliebenen Wesenheiten dieser beiden betreffenden Stufen.

[ 16 ] So, in the relevant passage of Genesis, we have essentially said: The Elohim outlined the broad contours of existence; for the subordinate work, they enlisted the advanced Archai, and they appointed as their helpers those who, in resignation—so that existence might come into being—had remained behind in darkness on the Saturn stage. — Thus, we have jom and laj’lah as the two opposites of groups of beings who are helpers of the Elohim and who stand on the level, let us say, of the spirits of time, the spirits of personality. We see existence woven together from spirits of form and personality, from advanced and backward beings of these two respective levels.

[ 17 ] Wenn wir nun diese Fragen nach dem Dargestellten einigermaßen befriedigend beantwortet haben — es steht hinter all diesen Dingen noch unendlich viel anderes —, so könnte jetzt eine andere Frage entstehen, und sie wird sich jedem von Ihnen auf die Lippen drängen: Wie steht es nun mit den weiteren Hierarchien? Wir unterscheiden ja innerhalb der Hierarchien, wenn wir heruntersteigen von den Geistern der Form, zunächst die Archai, die Geister der Persönlichkeit, dann weiter die sogenannten Erzengel, Archangeloi, Feuergeister. Redet uns von diesen die Genesis gar nicht? -— Wir wollen einmal näher zusehen, uns darüber klar werden, wie die Sache mit diesen Feuergeistern eigentlich steht. Wir wissen, daß sie während des Sonnendaseins die Menschheitsstufe erreicht hatten. Sie sind durch das Mondendasein bis zum Erdendasein hin fortgeschritten. Sie sind die Wesenheiten, welche in inniger Weise zusammenhängen mit alledem, was wir das Sonnenhafte nennen können, denn sie sind während des Sonnendaseins gerade zu ihrer Menschheitsstufe gelangt. Wenn nun während der alten Mondenzeit die Notwendigkeit entstand, daß sich das Sonnenhafte trennte von dem Erdenhaften, was in jener alten Zeit das Mondhafte ist, dann blieben natürlich diese Wesenheiten, die ihre wichtigste Stufe auf der Sonne durchgemacht hatten, die sozusagen mit dem Sonnenhaften naturgemäß verbunden waren, auch mit dem Sonnenhaften vereint. Als also das Mondhafte, das spätere Erdenhafte, sich heraustrennte aus dem Sonnenhaften, blieben diese Wesenheiten nicht mit dem sich heraustrennenden Erdenhaften oder Mondhaften, sondern mit dem Sonnenhaften in Verbindung. Sie sind die Wesenheiten, die hauptsächlich von außen auf dieses Erdenhafte wirken.

[ 17 ] Now that we have answered these questions regarding what has been described in a reasonably satisfactory manner—though there is an infinite amount more behind all these things—another question might arise, and it will be on the tip of everyone’s tongue: What about the other hierarchies? After all, as we descend from the Spirits of Form within the hierarchies, we first distinguish the Archai, the Spirits of Personality, and then the so-called Archangels, Archangeloi, or Fire Spirits. Does Genesis not speak to us at all about these? — Let us take a closer look and clarify for ourselves what the situation actually is with these Fire Spirits. We know that during the Sun stage they had reached the human stage. They progressed through the Moon stage to the Earth stage. They are the beings who are intimately connected with all that we can call the solar, for it was precisely during the Sun stage that they attained their human stage. Now, when during the ancient Lunar Age the necessity arose for the Solar to separate from the Earthly—which in that ancient time was the Lunar—then naturally these beings, who had passed through their most important stage on the Sun and were, so to speak, naturally connected to the Solar, remained united with the Solar as well. So when the Lunar, which later became the Earthly, separated from the Solar, these beings did not remain connected to the separating Earthly or Lunar, but to the Solar. They are the beings who primarily act upon this Earthly from the outside.

[ 18 ] Ich habe Ihnen nun bereits angedeutet, daß in der Entwickelung vom Saturnhaften zum Sonnenhaften als höchste Stufe das Pflanzenartige auf der Sonne entstehen konnte. Das Tierische, das, was Innenleben hat, konnte nur dadurch entstehen, daß eine Trennung, eine Spaltung eintrat. Erst während des Mondendaseins konnte daher etwas Tierhaftes entstehen. Da mußte eine Einwirkung von außen geschehen. Es wird uns nun in der Genesis bis zu dem sogenannten dritten Schöpfungstag nicht mitgeteilt, daß von außen irgend etwas wirksam gewesen sei. Und es ist gerade im Übergang vom sogenannten dritten zum vierten Schöpfungstage von großer Bedeutung, daß uns gesagt wird vom vierten, daß wirksam wurden von außen die Leuchtekräfte, die Leuchtewesenheiten, also gleichsam, daß so, wie im alten Mondenzustand die Sonne den Mond von außen beschien, ebenso nun Sonne und Mond die Erde von außen beschienen. Damit ist aber nichts Geringeres gesagt, als daß bis zu dieser Momente alle die Kräfte wirksam sein konnten, die innerhalb des Erdenhaften selber sind. Wiederholt werden konnte bis dahin alles, was frühere Stufen darstellte; neu entstehen konnte das, was seine Zentralkräfte im Erdenwesen selber hat. So haben wir gestern gesehen, wie der Wärmezustand sich wiederholt im Geiste der Elohim, die über den Wassern brüteten, wie sich das Licht wiederholt in dem Momente, der bezeichnet wird mit den Worten «Es werde Licht», daß sich der Zustand des Klangäthers wiederholt da, wo diese Klangätherkräfte einschlagen und das Obere von dem Unteren trennen. Das wird dargestellt in der Schilderung, die gewöhnlich als der zweite Schöpfungstag bezeichnet wird. Dann haben wir gesehen, wie der Lebensäther einschlägt am sogenannten dritten Schöpfungstage, wo herauskommt aus dem Erdenhaften, aus dem neuen Zustand, alles das, was durch den Lebensäther bewirkt werden kann, das sprossende Grün. Damit aber etwas Tierhaftes Platz finden kann auf unserer Erde, muß sich wiederholen, was man nennen kann ein Beschienenwerden von außen, ein Wirken der Kräfte von außen. Daher erzählt uns die Genesis ganz sachgemäß nichts von irgend etwas Tierartigem für die Zeiträume, wo sie uns noch nichts von den Kräften erzählt, die aus dem kosmischen Raume auf die Erde wirken. Sie erzählt uns da nur von Pflanzenartigem. Alle Wesen, die in der Erdenbildung enthalten waren, waren auf der Stufe des Pflanzenartigen. Das Tierhafte konnte erst beginnen, als von der Umgebung her die Lichtwesen wirkten.

[ 18 ] I have already indicated to you that, in the evolution from the Saturn-like to the Sun-like, the plant-like form was able to emerge on the Sun as the highest stage. The animal form, that which possesses an inner life, could only come into being through a separation, a division. It was therefore only during the lunar phase that something animal-like could emerge. An influence from outside had to take place. In Genesis, up to the so-called third day of creation, we are not told that anything from outside had been at work. And it is precisely in the transition from the so-called third to the fourth day of creation that it is of great significance that we are told of the fourth day that the luminous forces, the luminous beings, became active from the outside—that is to say, just as in the old lunar state the Sun shone upon the Moon from the outside, so now the Sun and the Moon shone upon the Earth from the outside. But this means nothing less than that up to this moment all the forces that are within the earthly realm itself could be active. Up to that point, everything that constituted earlier stages could be repeated; what could arise anew was that which has its central forces within the earthly being itself. Thus, we saw yesterday how the state of heat is repeated in the spirit of the Elohim who hovered over the waters, how light is repeated in the moment designated by the words “Let there be light,” and how the state of the sound ether is repeated where these sound-etheric forces strike and separate the upper from the lower. This is depicted in the account usually referred to as the second day of creation. Then we saw how the life-ether strikes on the so-called third day of creation, where everything that can be brought about by the life-ether—the sprouting greenery—emerges from the earthly realm, from the new state. But for anything animal-like to find a place on our Earth, what might be called a “radiation from without,” a working of forces from outside, must be repeated. That is why Genesis quite appropriately tells us nothing of anything animal-like for the periods when it tells us nothing yet of the forces acting upon the Earth from cosmic space. It tells us there only of the plant-like. All beings contained in the formation of the Earth were at the plant-like stage. The animal-like could only begin when the beings of light acted from the surrounding space.

[ 19 ] Das, was da eintrat, das wird nun — sehen Sie sich unzählige Bibelübersetzungen an! — gewöhnlich so übersetzt, daß man es im Deutschen wiedergeben kann mit den Worten: «Und die Elohim setzten die Zeichen für die Zeiten, Tag und Jahr.» Nun haben wir einige Kommentatoren, Exegeten kennengelernt, die angefangen haben zu denken. Das ist aber in der heutigen Zeit, wo man es verschmäht, auf reale Gründe zu gehen, das Los der Kommentatoren, daß sie gerade noch anfangen zu denken, und nicht zu Ende denken können. Ich habe nun einige solcher Kommentatoren kennengelernt, die darauf gekommen sind, daß es eigentlich ein Unsinn ist, was als die gebräuchliche Übersetzung da steht: «Und sie setzten Zeichen für die Zeiten, Tag und Jahr.» Ich möchte auch wirklich denjenigen Menschen kennen, der sich bei diesem Satz irgend etwas Vernünftiges denken kann. Was steht denn aber in Wirklichkeit da?

[ 19 ] What happened there is now—just look at countless Bible translations!—usually translated in such a way that it can be rendered in German with the words: “And the Elohim set the signs for the seasons, days, and years.” Now we have come to know some commentators and exegetes who have begun to think. But in today’s world, where people disdain to look for real reasons, the fate of commentators is that they can barely begin to think, let alone think things through to the end. I have now come across some such commentators who have realized that what stands there as the common translation—“And they set signs for the seasons, days, and years”—is actually nonsense. I would really like to meet the person who can make any sense of that sentence. But what does it actually say?

[ 20 ] Wenn man wirklich echt und treu, mit wahrer Empfindung dessen, was ein alter hebräischer Weiser mit diesen Worten verband, wenn man so in philologischer Gründlichkeit die Stelle übersetzen will, so muß man sagen: Auch hier handelt es sich nicht um «Zeichen», sondern um lebendige Wesenheiten, um jene Wesenheiten, die da wirken, die sich kundgeben in der Aufeinanderfolge dessen, was zeitlich geschieht. — Und man könnte richtig übersetzen: Und die Elohim stellten an ihre Plätze hin die Ordner des Zeitenlaufes für die Wesenheiten der Erde, die Ordner besonders markanter Zeitpunkte, größerer oder kleinerer Zeiträume, was man so gewöhnlich mit «Jahr und Tag» wiedergibt. Es wird also hingewiesen auf die Ordner, die unter der Stufe der Archai stehen und die das Leben ordnen. Die Zeitgeister, die Archai, haben die Aufgabe, das zu tun, was eine Stufe tiefer liegt als die Aufgabe der Elohim. Dann kommen die Ordner, die Zeichensetzer für das, was wiederum innerhalb der Tätigkeit der Archai zu ordnen, zu gruppieren ist. Das aber sind keine anderen Wesenheiten als die Erzengel. Und wir dürfen daher sagen: In dem Augenblick, wo die Genesis darauf hinweist, daß nicht nur im Erdenleibe etwas geschieht, sondern daß von außen Kräfte hereinwirken, da läßt sie auch eintreten die Wesenheiten, die mit dem Sonnendasein schon verbunden waren, die ordnenden Erzengel, die eine Stufe tiefer stehen als die Archai. Während diese noch gleichsam als Äonen wirken, gebrauchen sie als Mittel für die Entfaltung ihrer Kräfte die Erzengel, die Lichtträger, die in unserem Umkreise wirken. — Das heißt, es wirken aus dem kosmischen Raume durch die Konstellationen der die Erde umgebenden Lichtwesen die Erzengel so, daß nun die großen Ordnungen, die eigentlich durch die Archai angegeben werden, ausgeführt werden.

[ 20 ] If one wishes to translate this passage with genuine sincerity and fidelity, with a true sense of what an ancient Hebrew sage intended by these words, and with philological rigor, then one must say: Here, too, we are not dealing with “signs,” but with living entities—those entities that are at work here, revealing themselves in the sequence of temporal events. — And one could correctly translate: And the Elohim set in their places the organizers of the course of time for the beings of the Earth, the organizers of particularly significant points in time, of longer or shorter periods, what is usually rendered as “year and day.” Reference is thus made to the organizers who stand below the level of the Archai and who order life. The spirits of time, the Archai, have the task of doing what lies one level below the task of the Elohim. Then come the organizers, the sign-setters for what, in turn, is to be organized and grouped within the activity of the Archai. But these are none other than the Archangels. And we may therefore say: At the very moment when Genesis indicates that something is happening not only within the earthly body but that forces are acting in from without, it also allows the entry of those beings who were already connected to the solar existence—the organizing Archangels, who stand one level below the Archai. While the Archai still act, as it were, as Aeons, they use the Archangels—the bearers of light who work within our sphere—as instruments for the unfolding of their powers. — That is to say, the Archangels act from cosmic space through the constellations of the beings of light surrounding the Earth in such a way that the great orders, which are actually determined by the Archai, are now carried out.

[ 21 ] Diejenigen, die an dem Vortragszyklus in Christiania teilgenommen haben, werden sich erinnern, daß hinter dem, was man heute den Zeitgeist nennt, die Archai auch heute noch stehen. Wenn wir in der Welt Umschau halten über die Ordnung unserer Weltangelegenheiten, so finden wir ja, daß wir zum Beispiel in jeder Zeit eine Anzahl von Völkern haben. Von diesen Völkern werden Sie sagen können: Für eine bestimmte Zeit herrscht ein Zeitgeist, der alles umspannt, daneben herrschen aber gleichsam als Untergeister die besonderen Volksgeister. — So wie heute die Zeitgeister herrschen und hinter diesen die Archai stehen — ich habe das charakterisiert in meinen Christiania-Vorträgen —, so stehen die Erzengel hinter dem, was man die Volksgeister nennt. Sie sind im Grunde genommen in einer gewissen Weise die Volksgeister. Schon die Genesis deutet darauf hin, daß auch für die Zeiten, wo der Mensch eigentlich noch nicht vorhanden war, diese geistigen Wesenheiten die ordnenden Mächte waren.

[ 21 ] Those who attended the lecture series in Christiania will recall that the Archai still stand behind what we today call the Zeitgeist. When we look around at the order of world affairs, we find, for example, that in every age there are a number of peoples. Of these peoples, you will be able to say: For a certain time, a Zeitgeist prevails that encompasses everything, but alongside it, the particular national spirits reign, as it were, as subordinate spirits. — Just as the Zeitgeists reign today and the Archai stand behind them — I characterized this in my Christiania lectures — so the Archangels stand behind what are called the national spirits. In a certain sense, they are essentially the national spirits. Even Genesis points to the fact that even in times when human beings did not yet exist, these spiritual beings were the organizing forces.

[ 22 ] So also müßten wir sagen: Die Elohim bewirkten, daß da Licht wurde, sie offenbarten sich selber durch das Licht. Aber für die kleineren Tätigkeiten innerhalb des Lichtes setzten sie ein die in der hierarchischen Ordnung unter ihnen stehenden Archai, die da mit dem Worte jom bezeichnet werden, und sie stellten ihnen an die Seite die Wesenheiten, welche notwendig hineinverwoben werden müssen in das Netz des Daseins, damit neben die Tätigkeit im Licht die dazugehörende Tätigkeit der Dunkelheit kommen kann. Neben jom stellen sie laj’lah, was man gewöhnlich mit «Nacht» übersetzt. Dann aber handelt es sich darum, weiterzuschreiten, die Entwickelung weiter zu spezialisieren. Dazu mußten andere Wesenheiten aus der Ordnung der Hierarchie herausgenommen werden. Wenn man also sagt, die Elohim oder Geister der Form offenbarten sich durch das Licht und ließen die Geschäfte des Lichtes und der Dunkelheit besorgen durch die Archai, so muß man weiter sagen: Nun aber schritten die Elohim weiter, spezialisierten das Dasein weiter und setzten für die Tätigkeiten, die jetzt nicht nur das Dasein im pflanzenhaft Äußeren begründen, sondern die ein Inneres hervorrufen sollen, ein Inneres, das ein Spiegelbild des Äußeren werden kann, sie setzten ein die Erzengel, und sie übertrugen ihnen jene Wirksamkeit, die von außen auf unsere Erde einströmen muß, damit nicht nur Pflanzenartiges hervorsprießen kann, sondern Tierartiges, in Vorstellung und Empfindung innerlich webendes Leben.

[ 22 ] So we must say: The Elohim brought about the creation of light; they revealed themselves through the light. But for the lesser activities within the light, they employed the Archai, who stand below them in the hierarchical order and are designated by the word yom, and they placed at their side the beings who must necessarily be woven into the web of existence so that, alongside the activity in the light, the corresponding activity of darkness may come into being. Alongside jom they placed laj’lah, which is usually translated as “night.” But then the task was to proceed further, to specialize the development further. To do this, other beings had to be removed from the order of the hierarchy. So when one says that the Elohim or Spirits of Form revealed themselves through the light and had the affairs of light and darkness managed by the Archai, one must go on to say: But now the Elohim went further, further specialized existence, and for the activities that are now intended not only to establish existence in the plant-like exterior but also to evoke an interior—an interior that can become a mirror image of the exterior— they established the archangels, and they entrusted to them that activity which must flow into our Earth from without, so that not only plant-like life may spring forth, but also animal-like life, a life weaving inwardly in imagination and feeling.

[ 23 ] So also sehen wir, wie die Genesis ganz sachgemäß auch auf diese Erzengel hindeutet, wenn man nur die Dinge richtig versteht. So werden Sie, wenn Sie denkend an die Exegese der gebräuchlichen Kommentatoren herangehen, überall Unbefriedigendes fühlen. Wenn Sie aber zu Hilfe nehmen das, woraus die Genesis entsprungen ist, die Geheimwissenschaft, so werden Sie überall diese Genesis lichtvoll durchdringen können. Alles wird Ihnen in neuem Lichte erscheinen, und diese Urkunde, die wegen der Unmöglichkeit, die alten lebendigen Worte in unsere Sprache zu übersetzen, sonst unverstanden bleiben müßte, diese Urkunde wird der Menschheit erhalten bleiben als ein für alle Zeiten sprechendes Dokument.

[ 23 ] Thus we see how Genesis quite appropriately points to these archangels as well, provided one understands things correctly. If you approach the exegesis of the common commentators with a critical mind, you will find it unsatisfying in every respect. But if you draw upon that from which Genesis sprang—the secret science—you will be able to penetrate Genesis with clarity in every respect. Everything will appear to you in a new light, and this text, which would otherwise remain misunderstood due to the impossibility of translating the ancient living words into our language, will be preserved for humanity as a document that speaks for all time.