Excursions into the Subject of
the Gospel of Mark
GA 124
19 December 1910, Berlin
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Exkurse in das Gebiet des Markus-Evangeliums, 4th ed.
Fünfter Vortrag
Fünfter Vortrag
[ 1 ] Es ist das letzte Mal hier damit begonnen worden, einige Hinweise auf die Natur und den Charakter des Markus-Evangeliums zu geben. Daraus ging schon hervor, daß es sich bei der Betrachtung des Markus-Evangeliums fast noch mehr als in Anlehnung an die andern Evangelien darum handeln kann, etwas zu geben über die großen Gesetze sowohl der Menschheitsentwickelung wie auch der kosmischen Entwickelung im allgemeinen. Man muß wohl sagen: Anknüpfend an das, was aus den Tiefen der christlichen Mysterien in diesem Evangelium angedeutet ist, gibt es dazu Veranlassung, vielleicht am tiefsten einzudringen in manche Geheimnisse und Gesetze des kosmischen und des Menschheitswerdens.
[ 1 ] Es ist das letzte Mal hier damit begonnen worden, einige Hinweise auf die Natur und den Charakter des Markus-Evangeliums zu geben. Daraus ging schon hervor, daß es sich bei der Betrachtung des Markus-Evangeliums fast noch mehr als in Anlehnung an die andern Evangelien darum handeln kann, etwas zu geben über die großen Gesetze sowohl der Menschheitsentwickelung wie auch der kosmischen Entwickelung im allgemeinen. Man muß wohl sagen: Anknüpfend an das, was aus den Tiefen der christlichen Mysterien in diesem Evangelium angedeutet ist, gibt es dazu Veranlassung, vielleicht am tiefsten einzudringen in manche Geheimnisse und Gesetze des kosmischen und des Menschheitswerdens.
[ 2 ] Nun dachte ich allerdings ursprünglich, daß es möglich sein würde, im Verlaufe dieses Winters schon hier bedeutsame und intime Hinweise zu geben auf Dinge, die wir innerhalb unserer geisteswissenschaftlichen Entwickelung bisher nicht gehört haben, oder vielleicht besser gesagt, auf Dinge, die auf geistigen Ebenen liegen, die wir bisher noch nicht berührt haben. Es wird aber dennoch notwendig sein, daß von diesem ursprünglichen Plan für diesen Winter abgesehen werde, aus dem einfachen Grunde, weil gerade dieser Berliner Zweig in den letzten Wochen in einer so überraschenden Weise gewachsen ist, daß es nicht möglich sein würde, alles, was ursprünglich hat gesagt werden sollen, jetzt in dieser Zeit zum Verständnis zu bringen. Es ist schon notwendig, daß man nicht nur zum Beispiel in bezug auf Mathematik oder irgendeine andere Wissenschaft eine Vorbildung für eine bestimmte Stufe voraussetzt, sondern das muß in einem noch höheren Grade der Fall sein, wenn zu gewissen Höhen der geisteswissenschaftlichen Betrachtung emporgeschritten wird. Daher wird später einmal darüber nachgedacht werden, wie die Partien des Markus-Evangeliums, die in einem so weiten Kreise noch nicht zu besprechen sind, zu Gehör gebracht werden können.
[ 2 ] Nun dachte ich allerdings ursprünglich, daß es möglich sein würde, im Verlaufe dieses Winters schon hier bedeutsame und intime Hinweise zu geben auf Dinge, die wir innerhalb unserer geisteswissenschaftlichen Entwickelung bisher nicht gehört haben, oder vielleicht besser gesagt, auf Dinge, die auf geistigen Ebenen liegen, die wir bisher noch nicht berührt haben. Es wird aber dennoch notwendig sein, daß von diesem ursprünglichen Plan für diesen Winter abgesehen werde, aus dem einfachen Grunde, weil gerade dieser Berliner Zweig in den letzten Wochen in einer so überraschenden Weise gewachsen ist, daß es nicht möglich sein würde, alles, was ursprünglich hat gesagt werden sollen, jetzt in dieser Zeit zum Verständnis zu bringen. Es ist schon notwendig, daß man nicht nur zum Beispiel in bezug auf Mathematik oder irgendeine andere Wissenschaft eine Vorbildung für eine bestimmte Stufe voraussetzt, sondern das muß in einem noch höheren Grade der Fall sein, wenn zu gewissen Höhen der geisteswissenschaftlichen Betrachtung emporgeschritten wird. Daher wird später einmal darüber nachgedacht werden, wie die Partien des Markus-Evangeliums, die in einem so weiten Kreise noch nicht zu besprechen sind, zu Gehör gebracht werden können.
[ 3 ] Vor allen Dingen ist es aber notwendig, wenn wir eine solche Schrift wie das Markus-Evangelium verstehen wollen, daß wir uns einmal genau vor Augen führen, durch welche wichtigen Faktoren die Entwickelung der Menschheit vor sich gegangen ist. Das wird ja, ich möchte sagen, als eine abstrakte, sehr allgemeine Wahrheit immer betont: daß es zu allen Zeiten gewisse Führer der Menschheit gegeben hat, die, weil sie in einer gewissen Beziehung standen zu den Mysterien, zu den geistigen, übersinnlichen Welten, dadurch in der Lage waren, Impulse in die Menschheitsentwickelung hineinzuversetzen, welche zum Fortschritt und zur Fortbewegung dieser Menschheitsentwickelung beitragen konnten. Nun gibt es zwei hauptsächlichste, wesentlichste Arten, wie der Mensch in Beziehung kommen kann zu den übersinnlichen, geistigen Welten. Die eine Art ist diejenige, welche wir insbesondere deutlich studieren können, wenn wir mit ein paar Zügen — wie es in der nächsten Zeit sogar öffentlich, exoterisch im öffentlichen Vortrag geschehen soll — auf das Bild des großen Menschheitsführers Zarathustra hinweisen; und die andere Art, wie solche Menschheitsführer mit den geistigen Welten in Beziehung treten können, kann uns vor das Seelenauge treten, wenn wir uns die Eigenart des großen Buddha vor die Seele rufen. Allerdings sind diese beiden Menschheitsführer, Buddha und Zarathustra, in bezug auf die ganze Art und Weise ihres Wirkens sehr voneinander verschieden. Wir müssen uns darüber klar sein, daß sich in dem, was Buddha und der Buddhismus jene Versenkung nennen, die eintrat unter dem Bodhibaum - was also ein symbolischer Ausdruck für eine gewisse mystische Vertiefung des Buddha ist —, ein Weg bietet, den das Menschen-Ich unternimmt in die eigene Wesenheit, in die eigene tiefere Natur hinein. Dieser Weg, den in einer so außerordentlichen Weise Buddha eingeschlagen hat, ist ein Hinunterstieg des menschlichen Ich in die Tiefen, in die Abgründe der eigenen menschlichen Wesenheit.
[ 3 ] Vor allen Dingen ist es aber notwendig, wenn wir eine solche Schrift wie das Markus-Evangelium verstehen wollen, daß wir uns einmal genau vor Augen führen, durch welche wichtigen Faktoren die Entwickelung der Menschheit vor sich gegangen ist. Das wird ja, ich möchte sagen, als eine abstrakte, sehr allgemeine Wahrheit immer betont: daß es zu allen Zeiten gewisse Führer der Menschheit gegeben hat, die, weil sie in einer gewissen Beziehung standen zu den Mysterien, zu den geistigen, übersinnlichen Welten, dadurch in der Lage waren, Impulse in die Menschheitsentwickelung hineinzuversetzen, welche zum Fortschritt und zur Fortbewegung dieser Menschheitsentwickelung beitragen konnten. Nun gibt es zwei hauptsächlichste, wesentlichste Arten, wie der Mensch in Beziehung kommen kann zu den übersinnlichen, geistigen Welten. Die eine Art ist diejenige, welche wir insbesondere deutlich studieren können, wenn wir mit ein paar Zügen — wie es in der nächsten Zeit sogar öffentlich, exoterisch im öffentlichen Vortrag geschehen soll — auf das Bild des großen Menschheitsführers Zarathustra hinweisen; und die andere Art, wie solche Menschheitsführer mit den geistigen Welten in Beziehung treten können, kann uns vor das Seelenauge treten, wenn wir uns die Eigenart des großen Buddha vor die Seele rufen. Allerdings sind diese beiden Menschheitsführer, Buddha und Zarathustra, in bezug auf die ganze Art und Weise ihres Wirkens sehr voneinander verschieden. Wir müssen uns darüber klar sein, daß sich in dem, was Buddha und der Buddhismus jene Versenkung nennen, die eintrat unter dem Bodhibaum - was also ein symbolischer Ausdruck für eine gewisse mystische Vertiefung des Buddha ist —, ein Weg bietet, den das Menschen-Ich unternimmt in die eigene Wesenheit, in die eigene tiefere Natur hinein. Dieser Weg, den in einer so außerordentlichen Weise Buddha eingeschlagen hat, ist ein Hinunterstieg des menschlichen Ich in die Tiefen, in die Abgründe der eigenen menschlichen Wesenheit.
[ 4 ] Sie werden eine genauere Vorstellung davon bekommen, was damit gemeint ist, wenn Sie sich klarmachen, daß wir die Entwickelung des Menschen verfolgt haben durch vier Stadien hindurch, von denen drei bereits abgeschlossen sind; innerhalb des vierten stehen wir jetzt. Wir haben die Menschheitsentwickelung verfolgt durch die Saturn-, Sonnen- und Mondentwickelung hindurch und stehen jetzt innerhalb der Erdenentwickelung. Wir wissen, daß diese drei Stadien der Menschheitsentwickelung der Ausbildung des physischen Leibes, des Ätherleibes und des Astralleibes des Menschen entsprechen und daß wir jetzt innerhalb der Erdenentwickelung stehen, die da bedeutet die Ausbildung des menschlichen Ich, soweit eben dieses Ich als ein Glied der menschlichen Wesenheit ausgebildet werden soll. Von den verschiedensten Gesichtspunkten aus haben wir diesen Menschen als ein Ich charakterisiert, das von drei Hüllen umschlossen ist: von der astralischen Hülle, entsprechend der Mondentwickelung, von der ätherischen Hülle, entsprechend der Sonnenentwickelung, und von der physischen Hülle, entsprechend der Saturnentwickelung. Etwas schematisch können wir uns diesen Menschen in folgender Weise zeichnen:
[ 4 ] Sie werden eine genauere Vorstellung davon bekommen, was damit gemeint ist, wenn Sie sich klarmachen, daß wir die Entwickelung des Menschen verfolgt haben durch vier Stadien hindurch, von denen drei bereits abgeschlossen sind; innerhalb des vierten stehen wir jetzt. Wir haben die Menschheitsentwickelung verfolgt durch die Saturn-, Sonnen- und Mondentwickelung hindurch und stehen jetzt innerhalb der Erdenentwickelung. Wir wissen, daß diese drei Stadien der Menschheitsentwickelung der Ausbildung des physischen Leibes, des Ätherleibes und des Astralleibes des Menschen entsprechen und daß wir jetzt innerhalb der Erdenentwickelung stehen, die da bedeutet die Ausbildung des menschlichen Ich, soweit eben dieses Ich als ein Glied der menschlichen Wesenheit ausgebildet werden soll. Von den verschiedensten Gesichtspunkten aus haben wir diesen Menschen als ein Ich charakterisiert, das von drei Hüllen umschlossen ist: von der astralischen Hülle, entsprechend der Mondentwickelung, von der ätherischen Hülle, entsprechend der Sonnenentwickelung, und von der physischen Hülle, entsprechend der Saturnentwickelung. Etwas schematisch können wir uns diesen Menschen in folgender Weise zeichnen:


[ 5 ] Wie der Mensch nun heute in seiner normalen Entwickelung dasteht und sein Bewußtsein entwickelt hat, weiß er im Grunde genommen nichts, hat er kein Bewußtsein von seinem Astralleib, von seinem Ätherleib und von seinem physischen Leib. Sie werden natürlich jetzt sagen, von seinem physischen Leibe hätte der Mensch doch ein Bewußtsein. Das ist nämlich nicht der Fall. Denn was man gewöhnlich als den physischen Leib des Menschen ansieht, ist nur eine Maya, eine Illusion. Was da dem Menschen entgegentritt, und was er für den physischen Leib hält, ist im Grunde genommen schon das Ineinanderwirken der vier Glieder der menschlichen Wesenheit, physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, und das Resultat, das ganze Ergebnis dieses Zusammenwirkens ist das, was sozusagen für die Augen sichtbar, für die Hände greifbar dem Menschen entgegentritt. Wenn Sie den physischen Leib wirklich sehen wollten, so müßten Sie — ähnlich wie man aus einer chemischen Zusammensetzung, die aus vier Stoffen besteht, drei beseitigt und einen zurückbehält - aus dem menschlichen Wesen beseitigen können Ich, Astralleib und Ätherleib; dann würden Sie zurückbehalten den physischen Leib. Das ist aber unter den heutigen Bedingungen des Erdendaseins nicht möglich. Sie werden vielleicht meinen, das geschieht ja jedesmal, wenn ein Mensch stirbt. Das ist aber nicht richtig. Denn was beim Tode eines Menschen zurückbleibt, ist nicht der physische Leib des Menschen, sondern das ist der Leichnam. Mit den Gesetzen, die dann im physischen Leibe tätig sind, wenn der Tod eingetreten ist, könnte der physische Leib nicht leben. Das sind nicht seine ureigenen Gesetze, sondern das sind Gesetze, die der äußeren Welt angehören. Wenn Sie also diese Gedanken verfolgen, werden Sie sich sagen müssen, daß das, was man gewöhnlich den physischen Leib des Menschen nennt, eine Maya ist, ein Truggebilde, und was wir in der Geisteswissenschaft bezeichnen als den physischen Leib, das ist jene Gesetzmäßigkeit, jener Gesetze-Organismus, der innerhalb unserer mineralischen Welt den physischen Leib des Menschen so schafft, wie das Kristallisationsgesetz des Quarzes oder das des Smaragdes den Quarz oder Smaragd schafft. Diese in der mineralisch-physischen Welt wirksame Menschenorganisation, das ist eigentlich der physische Leib des Menschen. Und nichts anderes ist auch in der Geisteswissenschaft gemeint überall da, wo von dem physischen Leib des Menschen gesprochen wird. Denn was der Mensch heute von der Welt kennt, das ist nichts anderes als das Ergebnis seiner sinnlichen Wahrnehmung, dessen, was die Sinne wahrnehmen. So aber, wie die menschlichen Sinne wahrnehmen, kann nur wahrgenommen werden in einem Organismus, in welchem ein Ich sitzt. Die heutige oberflächliche Betrachtungsweise setzt natürlich voraus, daß zum Beispiel auch ein Tier ebenso die äußere Welt wahrnimmt, wie der Mensch sie durch seine Sinne wahrnimmt. Das ist eine ganz konfuse Anschauung, und die Menschen würden sich sehr wundern, wenn sie, was ja auch einmal wird geschehen müssen, eingeführt würden in die Art und Weise, wie sich das Weltbild eines Pferdes, eines Hundes oder eines anderen Tieres ausnimmt. Die Umgebung des Hundes oder die Umgebung des Pferdes gleichsam hingezeichnet, hingemalt, würde sich ganz anders ausnehmen als das, was das Weltbild des Menschen ist. Denn damit die Sinne so die Welt wahrnehmen, wie der Mensch sie wahrnimmt, dazu gehört, daß das Ich sich ausgießt über die Welt und die Sinnesorgane, Augen, Ohren und so weiter, erfüllt. Also nur ein Organismus, in dem ein Ich wohnt, hat ein solches Weltbild, wie der Mensch es hat, und der äußere Organismus des Menschen steht da drinnen, gehört nur diesem Weltbilde an. Daher müssen Sie sagen: Was man gewohnt ist, den physischen Leib des Menschen zu nennen, ist nur ein Ergebnis unserer sinnlichen Betrachtung und nicht die Realität.
[ 5 ] Wie der Mensch nun heute in seiner normalen Entwickelung dasteht und sein Bewußtsein entwickelt hat, weiß er im Grunde genommen nichts, hat er kein Bewußtsein von seinem Astralleib, von seinem Ätherleib und von seinem physischen Leib. Sie werden natürlich jetzt sagen, von seinem physischen Leibe hätte der Mensch doch ein Bewußtsein. Das ist nämlich nicht der Fall. Denn was man gewöhnlich als den physischen Leib des Menschen ansieht, ist nur eine Maya, eine Illusion. Was da dem Menschen entgegentritt, und was er für den physischen Leib hält, ist im Grunde genommen schon das Ineinanderwirken der vier Glieder der menschlichen Wesenheit, physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, und das Resultat, das ganze Ergebnis dieses Zusammenwirkens ist das, was sozusagen für die Augen sichtbar, für die Hände greifbar dem Menschen entgegentritt. Wenn Sie den physischen Leib wirklich sehen wollten, so müßten Sie — ähnlich wie man aus einer chemischen Zusammensetzung, die aus vier Stoffen besteht, drei beseitigt und einen zurückbehält - aus dem menschlichen Wesen beseitigen können Ich, Astralleib und Ätherleib; dann würden Sie zurückbehalten den physischen Leib. Das ist aber unter den heutigen Bedingungen des Erdendaseins nicht möglich. Sie werden vielleicht meinen, das geschieht ja jedesmal, wenn ein Mensch stirbt. Das ist aber nicht richtig. Denn was beim Tode eines Menschen zurückbleibt, ist nicht der physische Leib des Menschen, sondern das ist der Leichnam. Mit den Gesetzen, die dann im physischen Leibe tätig sind, wenn der Tod eingetreten ist, könnte der physische Leib nicht leben. Das sind nicht seine ureigenen Gesetze, sondern das sind Gesetze, die der äußeren Welt angehören. Wenn Sie also diese Gedanken verfolgen, werden Sie sich sagen müssen, daß das, was man gewöhnlich den physischen Leib des Menschen nennt, eine Maya ist, ein Truggebilde, und was wir in der Geisteswissenschaft bezeichnen als den physischen Leib, das ist jene Gesetzmäßigkeit, jener Gesetze-Organismus, der innerhalb unserer mineralischen Welt den physischen Leib des Menschen so schafft, wie das Kristallisationsgesetz des Quarzes oder das des Smaragdes den Quarz oder Smaragd schafft. Diese in der mineralisch-physischen Welt wirksame Menschenorganisation, das ist eigentlich der physische Leib des Menschen. Und nichts anderes ist auch in der Geisteswissenschaft gemeint überall da, wo von dem physischen Leib des Menschen gesprochen wird. Denn was der Mensch heute von der Welt kennt, das ist nichts anderes als das Ergebnis seiner sinnlichen Wahrnehmung, dessen, was die Sinne wahrnehmen. So aber, wie die menschlichen Sinne wahrnehmen, kann nur wahrgenommen werden in einem Organismus, in welchem ein Ich sitzt. Die heutige oberflächliche Betrachtungsweise setzt natürlich voraus, daß zum Beispiel auch ein Tier ebenso die äußere Welt wahrnimmt, wie der Mensch sie durch seine Sinne wahrnimmt. Das ist eine ganz konfuse Anschauung, und die Menschen würden sich sehr wundern, wenn sie, was ja auch einmal wird geschehen müssen, eingeführt würden in die Art und Weise, wie sich das Weltbild eines Pferdes, eines Hundes oder eines anderen Tieres ausnimmt. Die Umgebung des Hundes oder die Umgebung des Pferdes gleichsam hingezeichnet, hingemalt, würde sich ganz anders ausnehmen als das, was das Weltbild des Menschen ist. Denn damit die Sinne so die Welt wahrnehmen, wie der Mensch sie wahrnimmt, dazu gehört, daß das Ich sich ausgießt über die Welt und die Sinnesorgane, Augen, Ohren und so weiter, erfüllt. Also nur ein Organismus, in dem ein Ich wohnt, hat ein solches Weltbild, wie der Mensch es hat, und der äußere Organismus des Menschen steht da drinnen, gehört nur diesem Weltbilde an. Daher müssen Sie sagen: Was man gewohnt ist, den physischen Leib des Menschen zu nennen, ist nur ein Ergebnis unserer sinnlichen Betrachtung und nicht die Realität.
[ 6 ] Wenn wir von dem physischen Menschen sprechen, von allem, was der Mensch als Physisches um sich herum hat, so ist es das Ich, das mit Hilfe der Sinne und des Verstandes, der an das Gehirn gebunden ist, die Welt anschaut. Daher kennt der Mensch nur das, worüber sein Ich ausgebreitet ist, was seinem Ich angehört. Sobald irgendwie das Ich nicht dabei sein kann bei etwas, was von dem Weltbilde gegeben ist, dann hört überhaupt das Weltbild auf, eine Wahrnehmung zu sein, das heißt, der Mensch schläft dann ein. Dann ist aber kein Weltbild um ihn herum; er wird dann bewußtlos. Wo Sie hinschauen, an jedem Punkt ist mit dem, was Sie wahrnehmen, Ihr Ich verbunden, das heißt, es ist über Ihre Wahrnehmung ausgegossen, so daß Sie eigentlich nur den Inhalt Ihres Ich kennen. Der Mensch kennt als normaler Mensch den Inhalt seines Ich, und was seine eigene Natur und Wesenheit ist, wo hinein er an jedem Morgen beim Aufwachen steigt, Astralleib, Ätherleib, physischer Leib, das kennt er als heutiger Mensch nicht, denn in dem Augenblicke, wo er als heutiger Mensch aufwacht, sieht er nicht seinen Astralleib. Der heutige Mensch würde sogar entsetzt sein, wenn er seinen Astralleib wahrnehmen würde, das heißt die Summe aller Triebe, Begierden und Leidenschaften, die sich durch die wiederholten Erdenleben angehäuft haben. Der Mensch sieht auch nicht seinen Ätherleib. Das könnte er gar nicht ertragen. Wenn er eintaucht in seine eigene Natur, in physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, ist er sogleich in bezug auf seine Wahrnehmung abgelenkt auf die Außenwelt. Da sieht er das, was ihm gute Götter ausbreiten über die Fläche seines Schauens, damit er gar nicht in die Lage kommt, weil er es nicht ertragen könnte, in sein eigenes Inneres hinunterzusteigen.
[ 6 ] Wenn wir von dem physischen Menschen sprechen, von allem, was der Mensch als Physisches um sich herum hat, so ist es das Ich, das mit Hilfe der Sinne und des Verstandes, der an das Gehirn gebunden ist, die Welt anschaut. Daher kennt der Mensch nur das, worüber sein Ich ausgebreitet ist, was seinem Ich angehört. Sobald irgendwie das Ich nicht dabei sein kann bei etwas, was von dem Weltbilde gegeben ist, dann hört überhaupt das Weltbild auf, eine Wahrnehmung zu sein, das heißt, der Mensch schläft dann ein. Dann ist aber kein Weltbild um ihn herum; er wird dann bewußtlos. Wo Sie hinschauen, an jedem Punkt ist mit dem, was Sie wahrnehmen, Ihr Ich verbunden, das heißt, es ist über Ihre Wahrnehmung ausgegossen, so daß Sie eigentlich nur den Inhalt Ihres Ich kennen. Der Mensch kennt als normaler Mensch den Inhalt seines Ich, und was seine eigene Natur und Wesenheit ist, wo hinein er an jedem Morgen beim Aufwachen steigt, Astralleib, Ätherleib, physischer Leib, das kennt er als heutiger Mensch nicht, denn in dem Augenblicke, wo er als heutiger Mensch aufwacht, sieht er nicht seinen Astralleib. Der heutige Mensch würde sogar entsetzt sein, wenn er seinen Astralleib wahrnehmen würde, das heißt die Summe aller Triebe, Begierden und Leidenschaften, die sich durch die wiederholten Erdenleben angehäuft haben. Der Mensch sieht auch nicht seinen Ätherleib. Das könnte er gar nicht ertragen. Wenn er eintaucht in seine eigene Natur, in physischen Leib, Ätherleib und Astralleib, ist er sogleich in bezug auf seine Wahrnehmung abgelenkt auf die Außenwelt. Da sieht er das, was ihm gute Götter ausbreiten über die Fläche seines Schauens, damit er gar nicht in die Lage kommt, weil er es nicht ertragen könnte, in sein eigenes Inneres hinunterzusteigen.
[ 7 ] Wir sagen daher mit Recht, wenn wir in der Geisteswissenschaft von diesem Vorgange sprechen: In dem Augenblick, wo der Mensch des Morgens aufwacht, tritt er eigentlich ein in das Tor der eigenen Wesenheit. Aber an diesem Tore steht ein Wächter; dieser Wächter ist der kleine Hüter der Schwelle. Er läßt den Menschen nicht eintreten in die eigene Wesenheit, sondern lenkt ihn sogleich auf die äußere Welt ab. Jeden Morgen trifft der Mensch diesen kleinen Hüter der Schwelle. Wer bewußt beim Aufwachen eintritt in seine Hüllennatur, lernt diesen kleinen Hüter der Schwelle kennen. Und im Grunde genommen handelt es sich für das mystische Leben nur darum, ob dieser kleine Hüter der Schwelle uns als Menschen die Wohltat erweist, uns für unsere eigene innere Wesenheit zu betäuben, so daß wir nicht da hinuntersteigen können, und unser Ich auf unsere Umgebung hinzulenken, oder ob er uns durchläßt durch das Tor und uns in unsere eigene Wesenheit eintreten läßt.
[ 7 ] Wir sagen daher mit Recht, wenn wir in der Geisteswissenschaft von diesem Vorgange sprechen: In dem Augenblick, wo der Mensch des Morgens aufwacht, tritt er eigentlich ein in das Tor der eigenen Wesenheit. Aber an diesem Tore steht ein Wächter; dieser Wächter ist der kleine Hüter der Schwelle. Er läßt den Menschen nicht eintreten in die eigene Wesenheit, sondern lenkt ihn sogleich auf die äußere Welt ab. Jeden Morgen trifft der Mensch diesen kleinen Hüter der Schwelle. Wer bewußt beim Aufwachen eintritt in seine Hüllennatur, lernt diesen kleinen Hüter der Schwelle kennen. Und im Grunde genommen handelt es sich für das mystische Leben nur darum, ob dieser kleine Hüter der Schwelle uns als Menschen die Wohltat erweist, uns für unsere eigene innere Wesenheit zu betäuben, so daß wir nicht da hinuntersteigen können, und unser Ich auf unsere Umgebung hinzulenken, oder ob er uns durchläßt durch das Tor und uns in unsere eigene Wesenheit eintreten läßt.
[ 8 ] So also ist das mystische Leben das Eintreten durch das eben bezeichnete Tor an dem kleinen Hüter der Schwelle vorbei in die eigene menschliche Wesenheit. Und was für den großen Buddha symbolisch bezeichnet wird als das Sitzen unter dem Bodhibaum, ist nichts anderes als das Hinuntersteigen in die eigene innere Wesenheit durch das Tor, das uns sonst diese eigene Wesenheit verschließt. Was Buddha erleben mußte, um hinunterzusteigen in diese eigene innere Wesenheit, das ist dargestellt innerhalb des Buddhismus. Diese Dinge sind nicht etwa bloße Legenden, sondern Wiedergaben von tiefen, innerlich erlebten Wahrheiten, von seelischen Wirklichkeiten.
[ 8 ] So also ist das mystische Leben das Eintreten durch das eben bezeichnete Tor an dem kleinen Hüter der Schwelle vorbei in die eigene menschliche Wesenheit. Und was für den großen Buddha symbolisch bezeichnet wird als das Sitzen unter dem Bodhibaum, ist nichts anderes als das Hinuntersteigen in die eigene innere Wesenheit durch das Tor, das uns sonst diese eigene Wesenheit verschließt. Was Buddha erleben mußte, um hinunterzusteigen in diese eigene innere Wesenheit, das ist dargestellt innerhalb des Buddhismus. Diese Dinge sind nicht etwa bloße Legenden, sondern Wiedergaben von tiefen, innerlich erlebten Wahrheiten, von seelischen Wirklichkeiten.
[ 9 ] Was Buddha erlebt hat beim Hinuntersteigen in die eigene Wesenheit, das wird im Buddhismus dargestellt als die sogenannte Versuchung des Buddha. Der Buddha beschreibt es ja im Sinne dieser Versuchungsgeschichte, wie selbst solche Wesenheiten, die er lieb hat, sich ihm nahen in dem Momente, wo er mystisch in das eigene Innere hineinsteigen will. Er beschreibt, daß sie sich ihm zu nähern scheinen, ihn auffordern, dies oder jenes zu tun, zum Beispiel falsche Übungen vorzunehmen, um in einer falschen Weise in die eigene innere Wesenheit einzutreten. Da wird uns sogar vorgeführt die Gestalt der Mutter des Buddha - in seinem geistigen Schauen sieht er sie —, die ihn auffordert, eine falsche Askese zu beginnen. Das ist natürlich nicht die wirkliche Mutter des Buddha. Aber darin besteht gerade die Versuchung, daß ihm für sein sich erst entwikkelndes Schauen nicht die wirkliche Mutter, sondern eine Maske, eine Maya, eine Illusion entgegentritt. Er aber widersteht. Dann treten ihm eine Anzahl dämonischer Gestalten entgegen, die er schildert als Gier, wie sie entspricht dem Hunger- und Durstgefühl, oder als Leidenschaften, Triebe, Stolz, Hochmut, Eitelkeit, Geiz. Sie alle treten an ihn heran — wie? Nun, soweit sie noch in seiner eigenen Hüllennatur, in seiner astralischen Wesenheit sind, soweit er sie in seinen starken Momenten, in dem Sitzen unter dem Bodhibaum schon besiegt hat. Und in einer wunderbaren Weise wird uns in dieser Versuchung des Buddha dargestellt, wie alle die Gewalten und Mächte unseres Astralleibes, die da sind, weil wir uns durch die absteigende Entwickelung der Menschheit im Verlaufe der aufeinanderfolgenden Inkarnationen immer schlechter und schlechter gemacht haben, sich geltend machen. Trotzdem er schon so hoch gestiegen ist, kann er sie noch schauen und muß nun durch das letzte Steigen in die Höhe das Letzte besiegen, was als versuchende Dämonen für seinen Astralleib vorhanden ist.
[ 9 ] Was Buddha erlebt hat beim Hinuntersteigen in die eigene Wesenheit, das wird im Buddhismus dargestellt als die sogenannte Versuchung des Buddha. Der Buddha beschreibt es ja im Sinne dieser Versuchungsgeschichte, wie selbst solche Wesenheiten, die er lieb hat, sich ihm nahen in dem Momente, wo er mystisch in das eigene Innere hineinsteigen will. Er beschreibt, daß sie sich ihm zu nähern scheinen, ihn auffordern, dies oder jenes zu tun, zum Beispiel falsche Übungen vorzunehmen, um in einer falschen Weise in die eigene innere Wesenheit einzutreten. Da wird uns sogar vorgeführt die Gestalt der Mutter des Buddha - in seinem geistigen Schauen sieht er sie —, die ihn auffordert, eine falsche Askese zu beginnen. Das ist natürlich nicht die wirkliche Mutter des Buddha. Aber darin besteht gerade die Versuchung, daß ihm für sein sich erst entwikkelndes Schauen nicht die wirkliche Mutter, sondern eine Maske, eine Maya, eine Illusion entgegentritt. Er aber widersteht. Dann treten ihm eine Anzahl dämonischer Gestalten entgegen, die er schildert als Gier, wie sie entspricht dem Hunger- und Durstgefühl, oder als Leidenschaften, Triebe, Stolz, Hochmut, Eitelkeit, Geiz. Sie alle treten an ihn heran — wie? Nun, soweit sie noch in seiner eigenen Hüllennatur, in seiner astralischen Wesenheit sind, soweit er sie in seinen starken Momenten, in dem Sitzen unter dem Bodhibaum schon besiegt hat. Und in einer wunderbaren Weise wird uns in dieser Versuchung des Buddha dargestellt, wie alle die Gewalten und Mächte unseres Astralleibes, die da sind, weil wir uns durch die absteigende Entwickelung der Menschheit im Verlaufe der aufeinanderfolgenden Inkarnationen immer schlechter und schlechter gemacht haben, sich geltend machen. Trotzdem er schon so hoch gestiegen ist, kann er sie noch schauen und muß nun durch das letzte Steigen in die Höhe das Letzte besiegen, was als versuchende Dämonen für seinen Astralleib vorhanden ist.
[ 10 ] Was wird dann eine menschliche Persönlichkeit finden, wenn sie durch die Region des Astralleibes, durch die Versuchung, hinuntersteigt in den physischen Leib und Ätherleib, das heißt, wenn sie jetzt wirklich kennenlernt diese beiden Glieder der menschlichen Wesenheit? Wenn wir das erkennen wollen, müssen wir auf eines aufmerksam machen, was der Mensch durch das Hinuntersteigen in die eigene Wesenheit erleben kann. Wir müssen darauf aufmerksam machen, daß der Mensch im Verlaufe seiner Verkörperungen innerhalb der Erdenentwickelung zwar in der Lage war, seinen Astralleib in starker Weise zu verderben, aber weniger in der Lage war, das wirklich zu verderben, was in ihm als Ätherleib und physischer Leib ist. Den Astralleib verdirbt man durch alles, was man nennen kann die Egoismen in der Menschennatur, Neid, Haß, Selbstsucht im allgemeinen, Hochmut, Stolz und so weiter. Durch alle diese Dinge verdirbt man den Astralleib, auch durch alle niederen Triebe und so weiter. Den Ätherleib verdirbt man im Grunde genommen als Mensch nur — denn viel mehr Macht hat man als heutiger normaler Mensch nicht — durch die Lüge, und höchstens unbewußt durch den Irrtum. Aber auch dann kann immer nur ein Teil des Ätherleibes verdorben werden. Ein gewisser Teil des Ätherleibes ist so stark, daß der Mensch, wenn er sich auch noch so sehr bemühen würde, etwas daran zu verderben, es nicht könnte, denn der Ätherleib würde widerstehen. So weit kann der Mensch nicht hinuntersteigen in seine eigene Natur mit seinen eigenen individuellen Kräften, daß er den Ätherleib oder physischen Leib verderben könnte. Nur im Verlaufe der Inkarnationen können die Fehler, die der Mensch direkt entzündet, weiter wirken auf den physischen Leib und Ätherleib; und sie erscheinen dann als Krankheiten, als Schädigungen und als Krankheitsdispositionen, auch im physischen Leibe. Aber der Mensch kann nicht direkt, nicht unmittelbar von seiner Individualität aus auf seinen physischen Leib wirken. Wenn er sich in den Finger schneidet, so ist das nicht von der Seele aus auf den physischen Leib gewirkt; wenn der physische Leib infiziert wird, auch nicht. Im Verlaufe seiner Inkarnationen ist der Mensch nur fähig geworden, auf den Astralleib und auf einen Teil des Ätherleibes zu wirken; aber auf den physischen Leib kann er nur mittelbar, niemals direkt einwirken.
[ 10 ] Was wird dann eine menschliche Persönlichkeit finden, wenn sie durch die Region des Astralleibes, durch die Versuchung, hinuntersteigt in den physischen Leib und Ätherleib, das heißt, wenn sie jetzt wirklich kennenlernt diese beiden Glieder der menschlichen Wesenheit? Wenn wir das erkennen wollen, müssen wir auf eines aufmerksam machen, was der Mensch durch das Hinuntersteigen in die eigene Wesenheit erleben kann. Wir müssen darauf aufmerksam machen, daß der Mensch im Verlaufe seiner Verkörperungen innerhalb der Erdenentwickelung zwar in der Lage war, seinen Astralleib in starker Weise zu verderben, aber weniger in der Lage war, das wirklich zu verderben, was in ihm als Ätherleib und physischer Leib ist. Den Astralleib verdirbt man durch alles, was man nennen kann die Egoismen in der Menschennatur, Neid, Haß, Selbstsucht im allgemeinen, Hochmut, Stolz und so weiter. Durch alle diese Dinge verdirbt man den Astralleib, auch durch alle niederen Triebe und so weiter. Den Ätherleib verdirbt man im Grunde genommen als Mensch nur — denn viel mehr Macht hat man als heutiger normaler Mensch nicht — durch die Lüge, und höchstens unbewußt durch den Irrtum. Aber auch dann kann immer nur ein Teil des Ätherleibes verdorben werden. Ein gewisser Teil des Ätherleibes ist so stark, daß der Mensch, wenn er sich auch noch so sehr bemühen würde, etwas daran zu verderben, es nicht könnte, denn der Ätherleib würde widerstehen. So weit kann der Mensch nicht hinuntersteigen in seine eigene Natur mit seinen eigenen individuellen Kräften, daß er den Ätherleib oder physischen Leib verderben könnte. Nur im Verlaufe der Inkarnationen können die Fehler, die der Mensch direkt entzündet, weiter wirken auf den physischen Leib und Ätherleib; und sie erscheinen dann als Krankheiten, als Schädigungen und als Krankheitsdispositionen, auch im physischen Leibe. Aber der Mensch kann nicht direkt, nicht unmittelbar von seiner Individualität aus auf seinen physischen Leib wirken. Wenn er sich in den Finger schneidet, so ist das nicht von der Seele aus auf den physischen Leib gewirkt; wenn der physische Leib infiziert wird, auch nicht. Im Verlaufe seiner Inkarnationen ist der Mensch nur fähig geworden, auf den Astralleib und auf einen Teil des Ätherleibes zu wirken; aber auf den physischen Leib kann er nur mittelbar, niemals direkt einwirken.
[ 11 ] Daher können wir sagen: Wenn wir hinunterkommen in die Region des Ätherleibes, auf die wir noch einen direkten Einfluß haben, so zeigt sich in dieser Region alles dasjenige, was schon dem Menschen der aufeinanderfolgenden Erdenleben, der Inkarnationen angehört; so daß in dem Augenblick, wo der Mensch eintaucht in seine eigene Wesenheit, er auch eintaucht in die vorherigen, weiter zurückliegenden Inkarnationen. Der Mensch findet also den Weg zu den früheren Verkörperungen durch Untertauchen in die eigene Wesenheit. Und wenn nun dieses Untertauchen ein so intensives, so gewaltiges und umfassendes ist, wie es bei dem großen Buddha der Fall war, so geht auch dieses Einblicken in die Inkarnationen immer weiter und weiter.
[ 11 ] Daher können wir sagen: Wenn wir hinunterkommen in die Region des Ätherleibes, auf die wir noch einen direkten Einfluß haben, so zeigt sich in dieser Region alles dasjenige, was schon dem Menschen der aufeinanderfolgenden Erdenleben, der Inkarnationen angehört; so daß in dem Augenblick, wo der Mensch eintaucht in seine eigene Wesenheit, er auch eintaucht in die vorherigen, weiter zurückliegenden Inkarnationen. Der Mensch findet also den Weg zu den früheren Verkörperungen durch Untertauchen in die eigene Wesenheit. Und wenn nun dieses Untertauchen ein so intensives, so gewaltiges und umfassendes ist, wie es bei dem großen Buddha der Fall war, so geht auch dieses Einblicken in die Inkarnationen immer weiter und weiter.
[ 12 ] Nun ist der Mensch ursprünglich überhaupt eine geistige Wesenheit, und alles, was seine Hüllen sind, hat sich später um seine geistige Wesenheit herum gegliedert. Der Mensch ist aus dem Geiste entsprungen, und alles Äußere ist wie eine Verdichtung aus dem Geiste heraus. Daher kommt der Mensch durch dieses Untertauchen in seine eigene Wesenheit in den Geist der Welt hinein. Dieses Hinuntersteigen in sich, dieses Durchbrechen der Hülle des physischen Leibes ist ein Weg in das geistige Gefüge der Welt, um zu sehen, wie sich immer wieder und wieder im Verlaufe der Inkarnationen dieser physische Leib auferbaut hat. Und wenn der Mensch weit genug zurückgeht, bis in die Zeiten, wo der Mensch im alten primitiven Hellsehen ein Glied der geistigen Welt war, dann schaut er eben in die geistige Welt hinein.
[ 12 ] Nun ist der Mensch ursprünglich überhaupt eine geistige Wesenheit, und alles, was seine Hüllen sind, hat sich später um seine geistige Wesenheit herum gegliedert. Der Mensch ist aus dem Geiste entsprungen, und alles Äußere ist wie eine Verdichtung aus dem Geiste heraus. Daher kommt der Mensch durch dieses Untertauchen in seine eigene Wesenheit in den Geist der Welt hinein. Dieses Hinuntersteigen in sich, dieses Durchbrechen der Hülle des physischen Leibes ist ein Weg in das geistige Gefüge der Welt, um zu sehen, wie sich immer wieder und wieder im Verlaufe der Inkarnationen dieser physische Leib auferbaut hat. Und wenn der Mensch weit genug zurückgeht, bis in die Zeiten, wo der Mensch im alten primitiven Hellsehen ein Glied der geistigen Welt war, dann schaut er eben in die geistige Welt hinein.
[ 13 ] In dem, was von Buddha überliefert ist - und das ist wieder keine bloße Legende -, haben Sie die Stufen, die Buddha erreichte beim Durchgehen durch die eigene Wesenheit, wovon er selber sagt: Als ich soweit war, daß ich die Erleuchtung hatte — das heißt, wo er sich fühlen konnte als ein Glied der geistigen Welt -, da war ich so weit, daß ich die geistige Welt wie eine sich ausbreitende Wolke liegen sah, aber ich konnte noch nichts darinnen unterscheiden, denn ich fühlte mich noch nicht vollkommen. Dann kam ich einen Schritt weiter. Da sah ich nicht mehr bloß die geistige Welt wie eine sich ausbreitende Wolke liegen, sondern ich konnte auch einzelne Gebilde unterscheiden, aber ich konnte noch nicht sehen, was sie waren, denn ich war noch nicht vollkommen. Wieder stieg ich einen Schritt höher und fand nun nicht bloß sich unterscheidende Wesenheiten, sondern ich konnte wissen, was es für Wesenheiten waren.
[ 13 ] In dem, was von Buddha überliefert ist - und das ist wieder keine bloße Legende -, haben Sie die Stufen, die Buddha erreichte beim Durchgehen durch die eigene Wesenheit, wovon er selber sagt: Als ich soweit war, daß ich die Erleuchtung hatte — das heißt, wo er sich fühlen konnte als ein Glied der geistigen Welt -, da war ich so weit, daß ich die geistige Welt wie eine sich ausbreitende Wolke liegen sah, aber ich konnte noch nichts darinnen unterscheiden, denn ich fühlte mich noch nicht vollkommen. Dann kam ich einen Schritt weiter. Da sah ich nicht mehr bloß die geistige Welt wie eine sich ausbreitende Wolke liegen, sondern ich konnte auch einzelne Gebilde unterscheiden, aber ich konnte noch nicht sehen, was sie waren, denn ich war noch nicht vollkommen. Wieder stieg ich einen Schritt höher und fand nun nicht bloß sich unterscheidende Wesenheiten, sondern ich konnte wissen, was es für Wesenheiten waren.
[ 14 ] Und das geht nun so weit, bis er selbst sein Urbild sah, das heruntergestiegen ist von Inkarnation zu Inkarnation, und es im richtigen Verhältnis zur geistigen Welt sehen konnte. Das ist der eine Weg, der mystische Weg, das Durchgehen durch die eigene Wesenheit bis zu dem Punkte, wo jene Grenze durchbrochen wird, jenseits welcher dann die geistige Welt erreicht werden kann. Auf diesem Wege erlangt der eine Teil der Menschheitsführer dasjenige, was solche Individualitäten haben müssen, damit sie Impulse geben können für die Fortentwickelung der Menschheit.
[ 14 ] Und das geht nun so weit, bis er selbst sein Urbild sah, das heruntergestiegen ist von Inkarnation zu Inkarnation, und es im richtigen Verhältnis zur geistigen Welt sehen konnte. Das ist der eine Weg, der mystische Weg, das Durchgehen durch die eigene Wesenheit bis zu dem Punkte, wo jene Grenze durchbrochen wird, jenseits welcher dann die geistige Welt erreicht werden kann. Auf diesem Wege erlangt der eine Teil der Menschheitsführer dasjenige, was solche Individualitäten haben müssen, damit sie Impulse geben können für die Fortentwickelung der Menschheit.
[ 15 ] Auf ganz anderem Wege erlangen solche Persönlichkeiten wie zum Beispiel der ursprüngliche Zarathustra die Möglichkeit, Menschheitsführer zu werden. Wenn Sie noch einmal auf das zurückblicken, was ich von Buddha gesagt habe, so werden Sie sich klar sein, daß er in seinen früheren Inkarnationen, wo er bis zum Bodhisattva gekommen war, schon von Stufe zu Stufe hinaufgestiegen sein mußte. Durch die Erleuchtung — das Sitzen unter dem Bodhibaum -, die so dargestellt werden muß, wie ich sie jetzt dargestellt habe, kommt eine Persönlichkeit, welche durch die in ihrer Individualität liegenden Verdienste nach und nach hoch hinaufgestiegen ist, zum Hineinschauen in die geistigen Welten. Wenn die Menschheit immer nur auf solche Führer angewiesen gewesen wäre, so wäre es nicht möglich gewesen, die Menschheit so vorwärtszubringen, wie sie vorwärtsgekommen ist. Es gab eben noch andere Führer. Von dieser anderen Art war Zarathustra. Ich spreche jetzt nicht von der Individualität des Zarathustra, sondern von der Persönlichkeit des ursprünglichen Zarathustra, dem Verkünder des Ahura Mazdao. Wenn wir eine solche Persönlichkeit an dem Platze, wo sie uns in der Welt entgegentritt, studieren, so ist zunächst in ihr keine Individualität, welche durch eigene Verdienste besonders hoch gestiegen wäre, sondern eine solche Persönlichkeit wird ausersehen, Träger zu sein, Hülle zu sein für eine geistige Wesenheit, für eine geistige Individualität, die sich nicht selber in der Welt fleischlich inkarnieren kann, die nur in eine menschliche Hülle hineinleuchten und innerhalb derselben wirken kann.
[ 15 ] Auf ganz anderem Wege erlangen solche Persönlichkeiten wie zum Beispiel der ursprüngliche Zarathustra die Möglichkeit, Menschheitsführer zu werden. Wenn Sie noch einmal auf das zurückblicken, was ich von Buddha gesagt habe, so werden Sie sich klar sein, daß er in seinen früheren Inkarnationen, wo er bis zum Bodhisattva gekommen war, schon von Stufe zu Stufe hinaufgestiegen sein mußte. Durch die Erleuchtung — das Sitzen unter dem Bodhibaum -, die so dargestellt werden muß, wie ich sie jetzt dargestellt habe, kommt eine Persönlichkeit, welche durch die in ihrer Individualität liegenden Verdienste nach und nach hoch hinaufgestiegen ist, zum Hineinschauen in die geistigen Welten. Wenn die Menschheit immer nur auf solche Führer angewiesen gewesen wäre, so wäre es nicht möglich gewesen, die Menschheit so vorwärtszubringen, wie sie vorwärtsgekommen ist. Es gab eben noch andere Führer. Von dieser anderen Art war Zarathustra. Ich spreche jetzt nicht von der Individualität des Zarathustra, sondern von der Persönlichkeit des ursprünglichen Zarathustra, dem Verkünder des Ahura Mazdao. Wenn wir eine solche Persönlichkeit an dem Platze, wo sie uns in der Welt entgegentritt, studieren, so ist zunächst in ihr keine Individualität, welche durch eigene Verdienste besonders hoch gestiegen wäre, sondern eine solche Persönlichkeit wird ausersehen, Träger zu sein, Hülle zu sein für eine geistige Wesenheit, für eine geistige Individualität, die sich nicht selber in der Welt fleischlich inkarnieren kann, die nur in eine menschliche Hülle hineinleuchten und innerhalb derselben wirken kann.
[ 16 ] Ich habe in meinem Rosenkreuzermysterium «Die Pforte der Einweihung» darauf aufmerksam gemacht, wie eine menschliche Wesenheit durchgeistet wird in einem bestimmten Zeitpunkt, wenn es notwendig ist für die Weltentwickelung, von einer höheren Wesenheit. Das ist nicht bloß als ein poetisches Bild gemeint, sondern als poetische Repräsentation einer okkulten Wirklichkeit.
[ 16 ] Ich habe in meinem Rosenkreuzermysterium «Die Pforte der Einweihung» darauf aufmerksam gemacht, wie eine menschliche Wesenheit durchgeistet wird in einem bestimmten Zeitpunkt, wenn es notwendig ist für die Weltentwickelung, von einer höheren Wesenheit. Das ist nicht bloß als ein poetisches Bild gemeint, sondern als poetische Repräsentation einer okkulten Wirklichkeit.
[ 17 ] Die Persönlichkeit des ursprünglichen Zarathustra war also keine solche, die durch sich selbst so hoch gestiegen wäre wie Buddha, sondern sie war dazu ausersehen, daß eine höhere Individualität in ihr gleichsam Platz nähme, sie durchgeistigte, sie durchweste. Solche Persönlichkeiten waren hauptsächlich bei allen denjenigen Kulturen in den alten Zeiten, das heißt bei allen vorchristlichen Kulturen, zu finden, die sich entwickelt hatten durch Europa, durch das nordwestliche und mittelwestliche Asien hindurch, nicht aber bei jenen Kulturen der vorchristlichen Zeiten, die sich durch Afrika, Arabien, auch durch die vorderasiatischen Länder hindurch nach Asien hineinerstreckten. Während in den letztgenannten Ländern jene Art der Einweihung vorherrschend war, die ich eben beschrieben habe in der höchsten Entfaltung bei dem großen Buddha, war die andere Art der Einweihung, die ich jetzt bei Zarathustra an einem besonderen Beispiel darstellen will, besonders bei den nördlichen Völkern heimisch. Auch in unsern Gegenden war noch vor drei bis vier Jahrtausenden nur die Möglichkeit vorhanden, eine solche Initiation zu geben, wie ich sie jetzt schildern will.
[ 17 ] Die Persönlichkeit des ursprünglichen Zarathustra war also keine solche, die durch sich selbst so hoch gestiegen wäre wie Buddha, sondern sie war dazu ausersehen, daß eine höhere Individualität in ihr gleichsam Platz nähme, sie durchgeistigte, sie durchweste. Solche Persönlichkeiten waren hauptsächlich bei allen denjenigen Kulturen in den alten Zeiten, das heißt bei allen vorchristlichen Kulturen, zu finden, die sich entwickelt hatten durch Europa, durch das nordwestliche und mittelwestliche Asien hindurch, nicht aber bei jenen Kulturen der vorchristlichen Zeiten, die sich durch Afrika, Arabien, auch durch die vorderasiatischen Länder hindurch nach Asien hineinerstreckten. Während in den letztgenannten Ländern jene Art der Einweihung vorherrschend war, die ich eben beschrieben habe in der höchsten Entfaltung bei dem großen Buddha, war die andere Art der Einweihung, die ich jetzt bei Zarathustra an einem besonderen Beispiel darstellen will, besonders bei den nördlichen Völkern heimisch. Auch in unsern Gegenden war noch vor drei bis vier Jahrtausenden nur die Möglichkeit vorhanden, eine solche Initiation zu geben, wie ich sie jetzt schildern will.
[ 18 ] Etwa in folgender Weise war die Zarathustra-Persönlichkeit dazu ausersehen, Träger zu sein einer höheren Wesenheit, die sich nicht selbst inkarnieren sollte. Es war gleichsam bestimmt von den geistigen Welten: In dieses Kind soll hineinversenkt werden eine göttlichgeistige Wesenheit, die in diesem Menschen wirken kann, sich seines Gehirns, seiner Werkzeuge und seines Willens bedienen kann, wenn dieses Kind herangewachsen ist. Dazu muß allerdings von vornherein etwas ganz anderes mit dem Menschen geschehen, als sonst in der menschlichen individuellen Entwickelung geschieht. Nun spielen sich ja allerdings die Vorgänge, welche jetzt ein wenig beschrieben werden sollen, nicht so sehr physisch-sinnlich ab, als vielmehr in dem ganzen Leben eines solchen heranwachsenden Menschen, obwohl natürlich ein anderer, der mit groben Sinnen ein solches Kind verfolgen würde, es nicht beobachten könnte. Wer es aber beobachten kann, der sieht, daß da von vornherein zwischen den Seelenkräften eines solchen Kindes und der äußeren Welt Konflikte spielen, daß dieses Kind ein Wollen, eine Impulsivität hat, die gleichsam im Widerspruch steht mit dem, was sich ringsherum abspielt. Das ist ja der göttlichen, der geisterfüllten Persönlichkeiten Schicksal, daß sie als Fremdlinge heranwachsen, daß ihre Umgebung keinen Sinn und keine Empfindung hat, um sie recht zu verstehen. Gewöhnlich sind nur ganz wenige, vielleicht ist sogar nur eine Persönlichkeit vorhanden, die eine Ahnung davon haben kann, was mit einem solchen Menschen heranwächst. Leicht dagegen entwickeln sich Konflikte mit der Umwelt, und es tritt dann nicht erst in späteren Jahren das auf, was ich Ihnen jetzt mit der Versuchungsgeschichte des Buddha geschildert habe, was entsteht, wenn der Mensch in die eigene Wesenheit hinuntersteigt.
[ 18 ] Etwa in folgender Weise war die Zarathustra-Persönlichkeit dazu ausersehen, Träger zu sein einer höheren Wesenheit, die sich nicht selbst inkarnieren sollte. Es war gleichsam bestimmt von den geistigen Welten: In dieses Kind soll hineinversenkt werden eine göttlichgeistige Wesenheit, die in diesem Menschen wirken kann, sich seines Gehirns, seiner Werkzeuge und seines Willens bedienen kann, wenn dieses Kind herangewachsen ist. Dazu muß allerdings von vornherein etwas ganz anderes mit dem Menschen geschehen, als sonst in der menschlichen individuellen Entwickelung geschieht. Nun spielen sich ja allerdings die Vorgänge, welche jetzt ein wenig beschrieben werden sollen, nicht so sehr physisch-sinnlich ab, als vielmehr in dem ganzen Leben eines solchen heranwachsenden Menschen, obwohl natürlich ein anderer, der mit groben Sinnen ein solches Kind verfolgen würde, es nicht beobachten könnte. Wer es aber beobachten kann, der sieht, daß da von vornherein zwischen den Seelenkräften eines solchen Kindes und der äußeren Welt Konflikte spielen, daß dieses Kind ein Wollen, eine Impulsivität hat, die gleichsam im Widerspruch steht mit dem, was sich ringsherum abspielt. Das ist ja der göttlichen, der geisterfüllten Persönlichkeiten Schicksal, daß sie als Fremdlinge heranwachsen, daß ihre Umgebung keinen Sinn und keine Empfindung hat, um sie recht zu verstehen. Gewöhnlich sind nur ganz wenige, vielleicht ist sogar nur eine Persönlichkeit vorhanden, die eine Ahnung davon haben kann, was mit einem solchen Menschen heranwächst. Leicht dagegen entwickeln sich Konflikte mit der Umwelt, und es tritt dann nicht erst in späteren Jahren das auf, was ich Ihnen jetzt mit der Versuchungsgeschichte des Buddha geschildert habe, was entsteht, wenn der Mensch in die eigene Wesenheit hinuntersteigt.
[ 19 ] Wie der Mensch im normalen Leben ist, wird ihm in seine Hüllennatur, die ihm von Eltern und Volk gegeben wird, seine Individualität hineingeboren. Diese Individualität stimmt nicht immer ganz zu den äußeren Hüllen, und deshalb fühlen sich die Menschen immer mehr oder weniger unbefriedigt mit der Art und Weise, wie sie das Schicksal bedacht hat. Aber ein so herber, ein so gewaltiger Konflikt, wie er zum Beispiel bei Zarathustra vorhanden war, ist nicht möglich, wenn ein Mensch mit seiner Individualität so heranwächst, wie es dem gewöhnlichen Menschenleben entspricht. Betrachtet man nun hellseherisch ein solches Kind, wie es Zarathustra war, so stellt sich heraus, daß es in sich Empfindungen, Fähigkeiten, Gedanken- und Willenskräfte hat, die sich ganz und gar anders ausnehmen als das, was sich ringsherum in der Menschheit an Empfindungen, Willensimpulsen, Vorstellungen und so weiter entwickelt. Vor allen Dingen stellt sich heraus - und zwar stellt es sich immer heraus, es wird nur nicht beachtet, weil man heute nicht psychische, geistige Tatsachen betrachtet —, daß die Umgebung von der wahren Natur eines solchen Kindes nichts weiß, dagegen ganz instinktiv Haß gegen einen solchen Menschen empfindet, nicht mag, was da heranwächst. Das ist der schärfste Konflikt, der dem hellsichtigen Auge entgegentritt: daß ein solches Kind, das eigentlich zu einem Heilande der Menschheit geboren ist, ringsherum Stürme von Haß entfesselt. Das muß sein. Denn dadurch, daß es so anders ist, kommen die großen Impulse in die Menschheit hinein. Solche Dinge werden uns dann erzählt für entsprechende Persönlichkeiten, wie sie uns bei Zarathustra erzählt werden.
[ 19 ] Wie der Mensch im normalen Leben ist, wird ihm in seine Hüllennatur, die ihm von Eltern und Volk gegeben wird, seine Individualität hineingeboren. Diese Individualität stimmt nicht immer ganz zu den äußeren Hüllen, und deshalb fühlen sich die Menschen immer mehr oder weniger unbefriedigt mit der Art und Weise, wie sie das Schicksal bedacht hat. Aber ein so herber, ein so gewaltiger Konflikt, wie er zum Beispiel bei Zarathustra vorhanden war, ist nicht möglich, wenn ein Mensch mit seiner Individualität so heranwächst, wie es dem gewöhnlichen Menschenleben entspricht. Betrachtet man nun hellseherisch ein solches Kind, wie es Zarathustra war, so stellt sich heraus, daß es in sich Empfindungen, Fähigkeiten, Gedanken- und Willenskräfte hat, die sich ganz und gar anders ausnehmen als das, was sich ringsherum in der Menschheit an Empfindungen, Willensimpulsen, Vorstellungen und so weiter entwickelt. Vor allen Dingen stellt sich heraus - und zwar stellt es sich immer heraus, es wird nur nicht beachtet, weil man heute nicht psychische, geistige Tatsachen betrachtet —, daß die Umgebung von der wahren Natur eines solchen Kindes nichts weiß, dagegen ganz instinktiv Haß gegen einen solchen Menschen empfindet, nicht mag, was da heranwächst. Das ist der schärfste Konflikt, der dem hellsichtigen Auge entgegentritt: daß ein solches Kind, das eigentlich zu einem Heilande der Menschheit geboren ist, ringsherum Stürme von Haß entfesselt. Das muß sein. Denn dadurch, daß es so anders ist, kommen die großen Impulse in die Menschheit hinein. Solche Dinge werden uns dann erzählt für entsprechende Persönlichkeiten, wie sie uns bei Zarathustra erzählt werden.
[ 20 ] Da wird erzählt, daß Zarathustra eines kann, was sonst erst nach Wochen beim Menschen auftritt: daß er so sehen kann auf die Harmonie der Welt, daß er sein «Zarathustra-Lächeln» entwickelt. Dieses Lächeln des eben geborenen Zarathustra wird uns geschildert als das erste, was ihn uns zeigt als etwas ganz anderes als die übrigen Menschen rings um ihn herum. Das zweite ist, daß sich ein Feind, eine Art König Herodes in dem Gebiete fand, wo Zarathustra geboren war. Duransarun hieß er; und eigenhändig - nachdem er ausgekundschaftet hatte die Geburt des Zarathustra, die ihm von den Magiern, den Chaldäern, verraten worden war - versuchte er, das Kind zu ermorden. Nun erzählt die Legende: In dem Augenblick, da er das Schwert erhob und das Kind töten wollte, erlahmte ihm die Hand, und er mußte davon ablassen. — Das alles sind nur Bilder, die das geistige Bewußtsein hätte sehen können, Bilder von geistigen Realitäten. Weiter wird erzählt, wie dieser Feind des Zarathustra-Kindes, weil er es nicht auf diese Weise töten konnte, es hinaustragen ließ durch einen Diener zu den wilden Tieren in die Wüste, damit diese es umbrächten. Aber als man es dann sucht, hat kein wildes Tier es angerührt, sondern man findet das Kind ruhig schlafend. Als auch dieser Versuch mißglückt ist, läßt der Feind das Zarathustra-Kind so aussetzen, daß eine ganze Herde von Kühen und Ochsen darüberlaufen muß, die es zertrampeln sollen. Aber das erste Tier, so erzählt die Legende, nahm das Kind zwischen die Beine, trug es fort, so daß die ganze übrige Herde vorüberlaufen mußte, und setzte es dann nieder. So geschah ihm nichts. Dasselbe wiederholte sich mit einer Herde von Pferden. Und als letztes versuchte der Feind, daß man einer Schar von wilden Tieren, nachdem man ihnen alle Jungen weggerissen hatte, statt deren das Zarathustra-Kind hinlegte. Aber es stellte sich heraus, als man von seiten der Eltern nachschaute, daß auch diese Tiere dem Kinde nichts getan hatten, sondern daß sogar, wie es in der Legende heißt, das Zarathustra-Kind von den «himmlischen Kühen» durch lange Zeiten genährt worden ist.
[ 20 ] Da wird erzählt, daß Zarathustra eines kann, was sonst erst nach Wochen beim Menschen auftritt: daß er so sehen kann auf die Harmonie der Welt, daß er sein «Zarathustra-Lächeln» entwickelt. Dieses Lächeln des eben geborenen Zarathustra wird uns geschildert als das erste, was ihn uns zeigt als etwas ganz anderes als die übrigen Menschen rings um ihn herum. Das zweite ist, daß sich ein Feind, eine Art König Herodes in dem Gebiete fand, wo Zarathustra geboren war. Duransarun hieß er; und eigenhändig - nachdem er ausgekundschaftet hatte die Geburt des Zarathustra, die ihm von den Magiern, den Chaldäern, verraten worden war - versuchte er, das Kind zu ermorden. Nun erzählt die Legende: In dem Augenblick, da er das Schwert erhob und das Kind töten wollte, erlahmte ihm die Hand, und er mußte davon ablassen. — Das alles sind nur Bilder, die das geistige Bewußtsein hätte sehen können, Bilder von geistigen Realitäten. Weiter wird erzählt, wie dieser Feind des Zarathustra-Kindes, weil er es nicht auf diese Weise töten konnte, es hinaustragen ließ durch einen Diener zu den wilden Tieren in die Wüste, damit diese es umbrächten. Aber als man es dann sucht, hat kein wildes Tier es angerührt, sondern man findet das Kind ruhig schlafend. Als auch dieser Versuch mißglückt ist, läßt der Feind das Zarathustra-Kind so aussetzen, daß eine ganze Herde von Kühen und Ochsen darüberlaufen muß, die es zertrampeln sollen. Aber das erste Tier, so erzählt die Legende, nahm das Kind zwischen die Beine, trug es fort, so daß die ganze übrige Herde vorüberlaufen mußte, und setzte es dann nieder. So geschah ihm nichts. Dasselbe wiederholte sich mit einer Herde von Pferden. Und als letztes versuchte der Feind, daß man einer Schar von wilden Tieren, nachdem man ihnen alle Jungen weggerissen hatte, statt deren das Zarathustra-Kind hinlegte. Aber es stellte sich heraus, als man von seiten der Eltern nachschaute, daß auch diese Tiere dem Kinde nichts getan hatten, sondern daß sogar, wie es in der Legende heißt, das Zarathustra-Kind von den «himmlischen Kühen» durch lange Zeiten genährt worden ist.
[ 21 ] Wir brauchen zunächst in einer solchen Summe von Angaben nichts anderes zu sehen, als daß durch die Anwesenheit des geistigen Wesens, der geistigen Individualität, die in eine solche Seele hineinfährt, ganz besondere Kräfte wachgerufen werden, um ein solches Kind mit seiner Umgebung in eine Disharmonie zu bringen, die notwendig ist, damit der Menschheitsentwickelung Impulse nach aufwärts gegeben werden können. Denn immer sind Disharmonien notwendig, wenn wirklich zur Vollkommenheit geschritten werden soll. Dann aber soll darauf hingewiesen werden, wie diese Kräfte nun auch so sind, daß sie trotzdem einer solchen Wesenheit, einem solchen Kinde nützen, um es hinaufzuführen zu den Zusammenhängen mit der geistigen Welt, in die es kommen soll. Wodurch erlebt aber das Kind selber alle diese Konflikte?
[ 21 ] Wir brauchen zunächst in einer solchen Summe von Angaben nichts anderes zu sehen, als daß durch die Anwesenheit des geistigen Wesens, der geistigen Individualität, die in eine solche Seele hineinfährt, ganz besondere Kräfte wachgerufen werden, um ein solches Kind mit seiner Umgebung in eine Disharmonie zu bringen, die notwendig ist, damit der Menschheitsentwickelung Impulse nach aufwärts gegeben werden können. Denn immer sind Disharmonien notwendig, wenn wirklich zur Vollkommenheit geschritten werden soll. Dann aber soll darauf hingewiesen werden, wie diese Kräfte nun auch so sind, daß sie trotzdem einer solchen Wesenheit, einem solchen Kinde nützen, um es hinaufzuführen zu den Zusammenhängen mit der geistigen Welt, in die es kommen soll. Wodurch erlebt aber das Kind selber alle diese Konflikte?
[ 22 ] Stellen Sie sich vor, daß dieses Hineingehen der Seele in die eigene Wesenheit ein Moment des Aufwachens wäre. Wenn die Seele in sich erleben kann den physischen Leib und Ätherleib, dann macht sie die Entwickelung durch, die ich bei Buddha charakterisiert habe. Denken Sie sich nun das Einschlafen bewußt. So wie es heute ist, verliert der Mensch beim Einschlafen das Bewußtsein - es hört auf, und die Nichtsheit ist um den Menschen herum als Weltbild. Denken Sie aber, der Mensch behielte beim Einschlafen sein Bewußtsein. Dann würde er umgeben sein von einer geistigen Welt, in die sich der Mensch eben im Schlafe ergießt. Da sind aber wieder gewisse Hindernisse. Es steht auch abends, wenn wir einschlafen, vor einem Tore, das wir passieren müssen, ein Hüter der Schwelle. Das ist der große Hüter der Schwelle, der uns nicht hineinläßt in die geistige Welt, solange wir unreif sind; uns aus dem Grunde nicht hineinläßt, weil wir, wenn wir noch nicht unser Inneres stark und fest gemacht haben, gewissen Gefahren ausgesetzt sind, wenn wir unser Ich ergießen wollten über die geistige Welt, in die wir mit dem Einschlafen hineinkommen.
[ 22 ] Stellen Sie sich vor, daß dieses Hineingehen der Seele in die eigene Wesenheit ein Moment des Aufwachens wäre. Wenn die Seele in sich erleben kann den physischen Leib und Ätherleib, dann macht sie die Entwickelung durch, die ich bei Buddha charakterisiert habe. Denken Sie sich nun das Einschlafen bewußt. So wie es heute ist, verliert der Mensch beim Einschlafen das Bewußtsein - es hört auf, und die Nichtsheit ist um den Menschen herum als Weltbild. Denken Sie aber, der Mensch behielte beim Einschlafen sein Bewußtsein. Dann würde er umgeben sein von einer geistigen Welt, in die sich der Mensch eben im Schlafe ergießt. Da sind aber wieder gewisse Hindernisse. Es steht auch abends, wenn wir einschlafen, vor einem Tore, das wir passieren müssen, ein Hüter der Schwelle. Das ist der große Hüter der Schwelle, der uns nicht hineinläßt in die geistige Welt, solange wir unreif sind; uns aus dem Grunde nicht hineinläßt, weil wir, wenn wir noch nicht unser Inneres stark und fest gemacht haben, gewissen Gefahren ausgesetzt sind, wenn wir unser Ich ergießen wollten über die geistige Welt, in die wir mit dem Einschlafen hineinkommen.
[ 23 ] Diese Gefahren bestehen darin, daß wir, statt in dieser geistigen Welt das Objektive zu sehen, was da drinnen ist, nur das sehen würden, was wir selber mit unsern Phantastereien, mit unsern Gedanken, Empfindungen und Gefühlen hineintragen. Und wir tragen gerade dasjenige hinein, was das Schlechteste an uns ist, was nicht der Wahrheit entspricht. Daher wird ein unreifes Eintreten in diese geistige Welt bedeuten, daß der Mensch nicht eine Wirklichkeit sieht, sondern Phantasiegebilde, phantastische Gebilde, Gebilde, die man eigentlich in der Geisteswissenschaft technisch dadurch bezeichnet, daß sie kein menschliches Sehen sind. Wenn der Mensch das Objektive sehen würde in der geistigen Welt, so würde er um eine Stufe höher steigen, er würde Menschliches sehen. Es ist immer das Zeichen eines phantastischen Sehens, wenn der Mensch beim Aufsteigen in die geistige Welt Tiergestalten sieht. Denn diese Tiergestalten bedeuten seine eigenen Phantastereien, weil er zu wenig in sich selber gefestigt ist. Was in der Nacht unbewußt ist, muß eine Kraft in sich aufnehmen, damit die äußere geistige Welt objektiv wird. Sonst wird sie subjektiv, und wir tragen unsere eigenen Phantastereien in die geistige Welt hinein. Wir tragen sie ja sonst auch hinein, aber der Hüter der Schwelle behütet uns davor, sie zu sehen. Denn das ist ja ein rein innerlicher Vorgang, das Hinaufsteigen in die geistige Welt und dieses Umgebensein von Tiergestalten, die auf uns Attacken ausüben, weil sie uns in Irrtum treiben wollen. Wir brauchen uns nur mit immer größerer Stärke zu umgeben, dann können wir in die geistige Welt eintreten.
[ 23 ] Diese Gefahren bestehen darin, daß wir, statt in dieser geistigen Welt das Objektive zu sehen, was da drinnen ist, nur das sehen würden, was wir selber mit unsern Phantastereien, mit unsern Gedanken, Empfindungen und Gefühlen hineintragen. Und wir tragen gerade dasjenige hinein, was das Schlechteste an uns ist, was nicht der Wahrheit entspricht. Daher wird ein unreifes Eintreten in diese geistige Welt bedeuten, daß der Mensch nicht eine Wirklichkeit sieht, sondern Phantasiegebilde, phantastische Gebilde, Gebilde, die man eigentlich in der Geisteswissenschaft technisch dadurch bezeichnet, daß sie kein menschliches Sehen sind. Wenn der Mensch das Objektive sehen würde in der geistigen Welt, so würde er um eine Stufe höher steigen, er würde Menschliches sehen. Es ist immer das Zeichen eines phantastischen Sehens, wenn der Mensch beim Aufsteigen in die geistige Welt Tiergestalten sieht. Denn diese Tiergestalten bedeuten seine eigenen Phantastereien, weil er zu wenig in sich selber gefestigt ist. Was in der Nacht unbewußt ist, muß eine Kraft in sich aufnehmen, damit die äußere geistige Welt objektiv wird. Sonst wird sie subjektiv, und wir tragen unsere eigenen Phantastereien in die geistige Welt hinein. Wir tragen sie ja sonst auch hinein, aber der Hüter der Schwelle behütet uns davor, sie zu sehen. Denn das ist ja ein rein innerlicher Vorgang, das Hinaufsteigen in die geistige Welt und dieses Umgebensein von Tiergestalten, die auf uns Attacken ausüben, weil sie uns in Irrtum treiben wollen. Wir brauchen uns nur mit immer größerer Stärke zu umgeben, dann können wir in die geistige Welt eintreten.
[ 24 ] Wenn ein solches Kind wie das Zarathustra-Kind von einer höheren Wesenheit ausgefüllt ist, so ist natürlich das Körperchen unreif und muß erst reif gemacht werden. Da ist das, was die menschliche Organisation ist, die Verstandes- und Sinnesorganisation, gleichsam aufgeplustert. Ein solches Kind ist in einer Welt, welche ganz gut wirklich mit dem «bei wilden Tieren sein» dargestellt werden kann. Wir haben schon öfter dargestellt, wie bei derartigen Schilderungen Historisches und Bildliches nur zwei verschiedene Seiten derselben Sache sind. Da spielen sich die Geschehnisse so ab, daß dasjenige, was die spirituellen Mächte sind, wenn es äußerlich als Feindliches sich geltend macht wie beim Zarathustra-Kinde, sich zum Beispiel in der Person des Königs Duransarun zeigt. Das Ganze ist aber auch in seinem Urbilde in der geistigen Welt vorhanden, so daß die äußeren Handlungen dem entsprechen, was innerhalb der geistigen Welt geschieht. In der heutigen Denkweise ist der Mensch nicht fähig, einen solchen Gedanken leicht zu fassen. Wenn man sagt, daß die Ereignisse um Zarathustra eine Bedeutung haben in der geistigen Welt, so denkt der Mensch: Dann sind sie nicht wirklich. Wenn man aber beweist, daß sie historisch sind, dann ist der heutige Mensch wieder geneigt, jede Persönlichkeit nur als so weit entwickelt anzusehen wie sich selber. Das ist ja das Bestreben der heutigen liberalen Theologen, sich zum Beispiel die Gestalt des Jesus von Nazareth ähnlich oder nicht viel über das hinausgehend vorzustellen, was sie selbst sich denken können als ihr eigenes Ideal. Es stört heute sehr die materialistische Seelenruhe der Menschen, wenn sie sich große Individualitäten vorstellen sollen. Es darf nicht etwas in der Welt existieren, was gar zu sehr erhaben ist über den jeweiligen Professor oder Theologen, der sich zu einem solchen Ideal erheben will. Wir haben es aber bei den großen Ereignissen mit etwas zu tun, was zugleich historisch und symbolisch-spirituell ist, so daß das eine das andere nicht ausschließt. Wer nicht begreift, daß das Äußere noch etwas anderes bedeutet, der wird überhaupt nicht zum Begreifen des Wirklichen und Wesentlichen kommen.
[ 24 ] Wenn ein solches Kind wie das Zarathustra-Kind von einer höheren Wesenheit ausgefüllt ist, so ist natürlich das Körperchen unreif und muß erst reif gemacht werden. Da ist das, was die menschliche Organisation ist, die Verstandes- und Sinnesorganisation, gleichsam aufgeplustert. Ein solches Kind ist in einer Welt, welche ganz gut wirklich mit dem «bei wilden Tieren sein» dargestellt werden kann. Wir haben schon öfter dargestellt, wie bei derartigen Schilderungen Historisches und Bildliches nur zwei verschiedene Seiten derselben Sache sind. Da spielen sich die Geschehnisse so ab, daß dasjenige, was die spirituellen Mächte sind, wenn es äußerlich als Feindliches sich geltend macht wie beim Zarathustra-Kinde, sich zum Beispiel in der Person des Königs Duransarun zeigt. Das Ganze ist aber auch in seinem Urbilde in der geistigen Welt vorhanden, so daß die äußeren Handlungen dem entsprechen, was innerhalb der geistigen Welt geschieht. In der heutigen Denkweise ist der Mensch nicht fähig, einen solchen Gedanken leicht zu fassen. Wenn man sagt, daß die Ereignisse um Zarathustra eine Bedeutung haben in der geistigen Welt, so denkt der Mensch: Dann sind sie nicht wirklich. Wenn man aber beweist, daß sie historisch sind, dann ist der heutige Mensch wieder geneigt, jede Persönlichkeit nur als so weit entwickelt anzusehen wie sich selber. Das ist ja das Bestreben der heutigen liberalen Theologen, sich zum Beispiel die Gestalt des Jesus von Nazareth ähnlich oder nicht viel über das hinausgehend vorzustellen, was sie selbst sich denken können als ihr eigenes Ideal. Es stört heute sehr die materialistische Seelenruhe der Menschen, wenn sie sich große Individualitäten vorstellen sollen. Es darf nicht etwas in der Welt existieren, was gar zu sehr erhaben ist über den jeweiligen Professor oder Theologen, der sich zu einem solchen Ideal erheben will. Wir haben es aber bei den großen Ereignissen mit etwas zu tun, was zugleich historisch und symbolisch-spirituell ist, so daß das eine das andere nicht ausschließt. Wer nicht begreift, daß das Äußere noch etwas anderes bedeutet, der wird überhaupt nicht zum Begreifen des Wirklichen und Wesentlichen kommen.
[ 25 ] Diese Seele des Zarathustra-Kindes wurde also wirklich in früher Jugend in große Gefahren geführt; aber zu gleicher Zeit standen ihr helfend zur Seite, wie es in der Legende heißt, die himmlischen Kühe; die stärkten sie.
[ 25 ] Diese Seele des Zarathustra-Kindes wurde also wirklich in früher Jugend in große Gefahren geführt; aber zu gleicher Zeit standen ihr helfend zur Seite, wie es in der Legende heißt, die himmlischen Kühe; die stärkten sie.
[ 26 ] Bei allen großen Weltanschauungsstiftern in dem ganzen Gebiet vom Kaspischen Meer durch unsere Gegenden hindurch bis zum Westen Europas können Sie diese Erscheinung finden, daß solche Persönlichkeiten, ohne daß sie durch ihre eigene Entwickelung emporgestiegen wären, durchdrungen werden von einer geistigen Wesenheit, um zu Menschheitsführern zu werden. Das keltische Volk hatte solche Sagen in ziemlich großer Anzahl. Von einem keltischen Religionsstifter Habich wird geschildert, wie er auch ausgesetzt und von himmlischen Kühen gesäugt wurde, wie feindliche Angriffe sich geltend machten, wie die Tiere zurückweichen vor ihm, kurz, diese Schilderungen der Gefahren für den keltischen Führer Habich sind so, daß man sagen könnte: Es sind von den sieben Zarathustra-Wundern einige ausgewählt - gleichsam weil uns Zarathustra als die größte Persönlichkeit in dieser Art zu gelten hat. Einige Züge aus den Zarathustra-Wundern finden Sie immerdar, durch Griechenland hindurch bis in die keltischen Gegenden. Sie brauchen nur an Romulus und Remus zu denken, um ein ganz bekanntes Beispiel zu haben.
[ 26 ] Bei allen großen Weltanschauungsstiftern in dem ganzen Gebiet vom Kaspischen Meer durch unsere Gegenden hindurch bis zum Westen Europas können Sie diese Erscheinung finden, daß solche Persönlichkeiten, ohne daß sie durch ihre eigene Entwickelung emporgestiegen wären, durchdrungen werden von einer geistigen Wesenheit, um zu Menschheitsführern zu werden. Das keltische Volk hatte solche Sagen in ziemlich großer Anzahl. Von einem keltischen Religionsstifter Habich wird geschildert, wie er auch ausgesetzt und von himmlischen Kühen gesäugt wurde, wie feindliche Angriffe sich geltend machten, wie die Tiere zurückweichen vor ihm, kurz, diese Schilderungen der Gefahren für den keltischen Führer Habich sind so, daß man sagen könnte: Es sind von den sieben Zarathustra-Wundern einige ausgewählt - gleichsam weil uns Zarathustra als die größte Persönlichkeit in dieser Art zu gelten hat. Einige Züge aus den Zarathustra-Wundern finden Sie immerdar, durch Griechenland hindurch bis in die keltischen Gegenden. Sie brauchen nur an Romulus und Remus zu denken, um ein ganz bekanntes Beispiel zu haben.
[ 27 ] Das ist der andere Weg, wodurch Menschheitsführer entstehen. Damit haben wir in einem tieferen Sinne charakterisiert, was wir schon oft betrachtet haben: die zwei großen Kulturströme der nachatlantischen Zeit. Nach der großen atlantischen Katastrophe entwikkelte sich die eine Kulturströmung durch Afrika, Arabien und das südliche Asien, die andere mehr nördlich davon durch Europa und das nördliche Asien nach Zentral-Asien hin. Dort stießen beide Strömungen zusammen. Und alles, was daraus entstanden ist, ist unsere nachatlantische Kultur. Die nördliche Strömung hatte Führer, wie ich sie Jetzt an Zarathustra geschildert habe, die südliche dagegen solche, wie sie in höchster Repräsentation in dem großen Buddha erschienen.
[ 27 ] Das ist der andere Weg, wodurch Menschheitsführer entstehen. Damit haben wir in einem tieferen Sinne charakterisiert, was wir schon oft betrachtet haben: die zwei großen Kulturströme der nachatlantischen Zeit. Nach der großen atlantischen Katastrophe entwikkelte sich die eine Kulturströmung durch Afrika, Arabien und das südliche Asien, die andere mehr nördlich davon durch Europa und das nördliche Asien nach Zentral-Asien hin. Dort stießen beide Strömungen zusammen. Und alles, was daraus entstanden ist, ist unsere nachatlantische Kultur. Die nördliche Strömung hatte Führer, wie ich sie Jetzt an Zarathustra geschildert habe, die südliche dagegen solche, wie sie in höchster Repräsentation in dem großen Buddha erschienen.
[ 28 ] Wenn Sie sich nun an das erinnern, was wir mit Bezug auf das Christus-Ereignis schon kennen, so werden Sie sich sagen: Wie steht diese Johannes-Taufe am Jordan jetzt vor uns?
[ 28 ] Wenn Sie sich nun an das erinnern, was wir mit Bezug auf das Christus-Ereignis schon kennen, so werden Sie sich sagen: Wie steht diese Johannes-Taufe am Jordan jetzt vor uns?
[ 29 ] Der Christus senkt sich hernieder, eine geistig-göttliche Wesenheit, wie sie sich bei all den nördlichen Führern und Weltanschauungsstiftern, am größten bei Zarathustra, in eine menschliche Wesenheit gesenkt haben. Es ist derselbe Vorgang, nur ins Größte übertragen: Der Christus senkt sich in eine menschliche Wesenheit, aber nicht in ihrer Kindheit, sondern im dreißigsten Lebensjahre, und diese Persönlichkeit des Jesus von Nazareth wird dazu ganz besonders vorbereitet. Beide Geheimnisse der Menschheitsführerschaft in Synthese, in Vereinigung, in Harmonie miteinander sollen uns dargestellt werden. Und während die beiden Evangelisten Matthäus und Lukas vorzugsweise darstellen, wie sich die menschliche Persönlichkeit gebildet hat, in die sich der Christus hineinsenkt, stellt uns das MarkusEvangelium dar, welcher Art und Natur die Christus-Wesenheit selbst war. Das überfließende Element in dieser großen Individualität wird uns insbesondere durch das Markus-Evangelium dargestellt. Daher schildern in einer so wunderbar klaren Weise das Matthäus- und das Lukas-Evangelium eine andere Versuchungsgeschichte als das Markus-Evangelium, weil Markus darstellt den Christus, der eingezogen ist in den Jesus von Nazareth. Da muß diejenige Versuchungsgeschichte auftreten, die sonst schon im kindlichen Alter auftritt: das Zusammensein mit Tieren und das Helfen der geistigen Kräfte. Daher sehen Sie es an wie eine Wiederholung der Zarathustra-Wunder, wenn uns im Markus-Evangelium imposant einfach erzählt wird: «Und der Geist trieb ihn in die Einsamkeit; ... und er war bei den Tieren, und die Engel» — das heißt, die geistigen Wesenheiten — «dienten ihm». Während das Matthäus-Evangelium ganz anders schildert, etwas, was sich wie eine Wiederholung der Buddha-Versuchung ausnimmt, das heißt dessen, was geschieht beim Hinuntersteigen in die eigene Wesenheit, wo alle die Versuchungen und Verführungen herantreten an die betreffende menschliche Seele.
[ 29 ] Der Christus senkt sich hernieder, eine geistig-göttliche Wesenheit, wie sie sich bei all den nördlichen Führern und Weltanschauungsstiftern, am größten bei Zarathustra, in eine menschliche Wesenheit gesenkt haben. Es ist derselbe Vorgang, nur ins Größte übertragen: Der Christus senkt sich in eine menschliche Wesenheit, aber nicht in ihrer Kindheit, sondern im dreißigsten Lebensjahre, und diese Persönlichkeit des Jesus von Nazareth wird dazu ganz besonders vorbereitet. Beide Geheimnisse der Menschheitsführerschaft in Synthese, in Vereinigung, in Harmonie miteinander sollen uns dargestellt werden. Und während die beiden Evangelisten Matthäus und Lukas vorzugsweise darstellen, wie sich die menschliche Persönlichkeit gebildet hat, in die sich der Christus hineinsenkt, stellt uns das MarkusEvangelium dar, welcher Art und Natur die Christus-Wesenheit selbst war. Das überfließende Element in dieser großen Individualität wird uns insbesondere durch das Markus-Evangelium dargestellt. Daher schildern in einer so wunderbar klaren Weise das Matthäus- und das Lukas-Evangelium eine andere Versuchungsgeschichte als das Markus-Evangelium, weil Markus darstellt den Christus, der eingezogen ist in den Jesus von Nazareth. Da muß diejenige Versuchungsgeschichte auftreten, die sonst schon im kindlichen Alter auftritt: das Zusammensein mit Tieren und das Helfen der geistigen Kräfte. Daher sehen Sie es an wie eine Wiederholung der Zarathustra-Wunder, wenn uns im Markus-Evangelium imposant einfach erzählt wird: «Und der Geist trieb ihn in die Einsamkeit; ... und er war bei den Tieren, und die Engel» — das heißt, die geistigen Wesenheiten — «dienten ihm». Während das Matthäus-Evangelium ganz anders schildert, etwas, was sich wie eine Wiederholung der Buddha-Versuchung ausnimmt, das heißt dessen, was geschieht beim Hinuntersteigen in die eigene Wesenheit, wo alle die Versuchungen und Verführungen herantreten an die betreffende menschliche Seele.
[ 30 ] So also können wir sagen: Matthäus und Lukas schildern den Weg, den der Christus machte, indem er hinunterstieg in die Hüllen, die er durch den Jesus von Nazareth überliefert erhalten hatte; und das Markus-Evangelium schildert, was der Christus erleben mußte als eine Art Versuchungsgeschichte, indem er zusammenstieß mit der Umgebung, wie alle die Religionsstifter zusammengestoßen sind, die von einer geistigen Wesenheit von oben inspiriert oder intuitiert worden sind. Beides macht der Christus Jesus durch, während die früheren Menschheitsführer nur immer eines durchgemacht haben. Er vereinigt die beiden Arten des Weges in die geistige Welt. Das ist gerade das Wesentliche, daß das, was früher sich abspielte in zwei großen Strömen, in die dann verschiedene kleine einmündeten, zusammenfließt in einen einzigen Strom.
[ 30 ] So also können wir sagen: Matthäus und Lukas schildern den Weg, den der Christus machte, indem er hinunterstieg in die Hüllen, die er durch den Jesus von Nazareth überliefert erhalten hatte; und das Markus-Evangelium schildert, was der Christus erleben mußte als eine Art Versuchungsgeschichte, indem er zusammenstieß mit der Umgebung, wie alle die Religionsstifter zusammengestoßen sind, die von einer geistigen Wesenheit von oben inspiriert oder intuitiert worden sind. Beides macht der Christus Jesus durch, während die früheren Menschheitsführer nur immer eines durchgemacht haben. Er vereinigt die beiden Arten des Weges in die geistige Welt. Das ist gerade das Wesentliche, daß das, was früher sich abspielte in zwei großen Strömen, in die dann verschiedene kleine einmündeten, zusammenfließt in einen einzigen Strom.
[ 31 ] Erst von diesem Gesichtspunkt aus können wir die scheinbaren oder wirklichen Widersprüche zwischen den Evangelien verstehen. Der Schreiber des Markus-Evangeliums war eingeweiht in solche Mysterien, die ihn gerade befähigten, das zu schildern, was die Markus-Versuchung ist: das Hinausgehen zu den Tieren und die Hilfe von geistigen Wesenheiten. Lukas war eingeweiht in die andere Seite. Jeder der Schreiber der Evangelien schilderte das, was ihm nahelag und bekannt war. Es sind also verschiedene Seiten des Ereignisses von Palästina oder des Mysteriums von Golgatha, die uns in den Evangelien dargestellt werden.
[ 31 ] Erst von diesem Gesichtspunkt aus können wir die scheinbaren oder wirklichen Widersprüche zwischen den Evangelien verstehen. Der Schreiber des Markus-Evangeliums war eingeweiht in solche Mysterien, die ihn gerade befähigten, das zu schildern, was die Markus-Versuchung ist: das Hinausgehen zu den Tieren und die Hilfe von geistigen Wesenheiten. Lukas war eingeweiht in die andere Seite. Jeder der Schreiber der Evangelien schilderte das, was ihm nahelag und bekannt war. Es sind also verschiedene Seiten des Ereignisses von Palästina oder des Mysteriums von Golgatha, die uns in den Evangelien dargestellt werden.
[ 32 ] Damit wollte ich Ihnen von einem Gesichtspunkt aus, den wir hier noch nicht besprechen konnten, noch einmal vor Augen führen, wie man verstehen muß den Entwickelungsgang der Menschheit und das Eingreifen solcher Individualitäten, die also über die Entwickelung vom Bodhisattva zum Buddha hinaufgehen; und wie man verstehen muß die Entwickelung derjenigen, bei denen nicht recht in Betracht kommt, was sie als Menschen sind, sondern das, was von oben herunter kommt. Nur in der Christus-Figur vereinigen sich die beiden Arten. Wenn man das weiß, kann die Christus-Gestalt erst recht verstanden werden.
[ 32 ] Damit wollte ich Ihnen von einem Gesichtspunkt aus, den wir hier noch nicht besprechen konnten, noch einmal vor Augen führen, wie man verstehen muß den Entwickelungsgang der Menschheit und das Eingreifen solcher Individualitäten, die also über die Entwickelung vom Bodhisattva zum Buddha hinaufgehen; und wie man verstehen muß die Entwickelung derjenigen, bei denen nicht recht in Betracht kommt, was sie als Menschen sind, sondern das, was von oben herunter kommt. Nur in der Christus-Figur vereinigen sich die beiden Arten. Wenn man das weiß, kann die Christus-Gestalt erst recht verstanden werden.
[ 33 ] Dadurch werden Sie auch begreifen, daß manche Unebenheiten in den mythischen Persönlichkeiten auftreten müssen. Wenn geschildert wird, daß gewisse geistige Wesenheiten dies oder jenes - in bezug auf Recht oder Unrecht und dergleichen - getan haben, wie zum Beispiel Siegfried, dann hört man wohl: Aber er war doch ein Eingeweihter, wurde gesagt? — Aber bei einer solchen Persönlichkeit, durch die eine geistige Wesenheit wirkt, kommt die individuelle Evolution - zum Beispiel des Siegfried - nicht in Betracht. Siegfried kann Fehler haben. Es handelt sich aber darum, der Entwickelung der Menschheit etwas zu geben. Dazu muß die geeignetste Persönlichkeit ausgesucht werden. Man kann nicht alles über denselben Kamm scheren, man kann nicht bei einem Siegfried in derselben Weise urteilen wie bei einer südlichen Führerpersönlichkeit; denn die ganze Natur und Art ist eine andere als bei denjenigen, die hinuntersteigen in die eigene Wesenheit.
[ 33 ] Dadurch werden Sie auch begreifen, daß manche Unebenheiten in den mythischen Persönlichkeiten auftreten müssen. Wenn geschildert wird, daß gewisse geistige Wesenheiten dies oder jenes - in bezug auf Recht oder Unrecht und dergleichen - getan haben, wie zum Beispiel Siegfried, dann hört man wohl: Aber er war doch ein Eingeweihter, wurde gesagt? — Aber bei einer solchen Persönlichkeit, durch die eine geistige Wesenheit wirkt, kommt die individuelle Evolution - zum Beispiel des Siegfried - nicht in Betracht. Siegfried kann Fehler haben. Es handelt sich aber darum, der Entwickelung der Menschheit etwas zu geben. Dazu muß die geeignetste Persönlichkeit ausgesucht werden. Man kann nicht alles über denselben Kamm scheren, man kann nicht bei einem Siegfried in derselben Weise urteilen wie bei einer südlichen Führerpersönlichkeit; denn die ganze Natur und Art ist eine andere als bei denjenigen, die hinuntersteigen in die eigene Wesenheit.
[ 34 ] Man kann also sagen: Es durchdringt die nördlichen Gestalten eine geistige Wesenheit und drängt sie heraus aus der eigenen Wesenheit, macht, daß sie aufsteigen können in den Makrokosmos. Während bei den südlichen Kulturen der Mensch hinuntersteigt in den Mikrokosmos, gießt er sich hinaus bei der nördlichen Kulturströmung in den Makrokosmos und kommt daher dazu, daß er erkennt die ganzen geistigen Hierarchien, wie zum Beispiel Zarathustra die geistige Natur der Sonne erkannt hat.
[ 34 ] Man kann also sagen: Es durchdringt die nördlichen Gestalten eine geistige Wesenheit und drängt sie heraus aus der eigenen Wesenheit, macht, daß sie aufsteigen können in den Makrokosmos. Während bei den südlichen Kulturen der Mensch hinuntersteigt in den Mikrokosmos, gießt er sich hinaus bei der nördlichen Kulturströmung in den Makrokosmos und kommt daher dazu, daß er erkennt die ganzen geistigen Hierarchien, wie zum Beispiel Zarathustra die geistige Natur der Sonne erkannt hat.
[ 35 ] Wir können also das Gesagte darin zusammenfassen: Der mystische Weg, der Buddha-Weg, führt durch das eigene Innere so weit, daß man mit Durchbruch des eigenen Innern in die geistige Welt kommt. Der Zarathustra-Weg entreißt den Menschen dem Mikrokosmos und ergießt ihn über den Makrokosmos, so daß dessen Geheimnisse durchsichtig werden. Für die großen Geister, welche die Geheimnisse der großen Welt enthüllen sollen, hat die Welt noch wenig Verständnis. Daher ist wirklich sehr wenig Verständnis verbreitet zum Beispiel über die Zarathustra-Wesenheit. Wir werden sehen, wie sehr sich das, was wir über Zarathustra zu sagen haben, von dem unterscheidet, was man gewöhnlich heute darüber sagt.
[ 35 ] Wir können also das Gesagte darin zusammenfassen: Der mystische Weg, der Buddha-Weg, führt durch das eigene Innere so weit, daß man mit Durchbruch des eigenen Innern in die geistige Welt kommt. Der Zarathustra-Weg entreißt den Menschen dem Mikrokosmos und ergießt ihn über den Makrokosmos, so daß dessen Geheimnisse durchsichtig werden. Für die großen Geister, welche die Geheimnisse der großen Welt enthüllen sollen, hat die Welt noch wenig Verständnis. Daher ist wirklich sehr wenig Verständnis verbreitet zum Beispiel über die Zarathustra-Wesenheit. Wir werden sehen, wie sehr sich das, was wir über Zarathustra zu sagen haben, von dem unterscheidet, was man gewöhnlich heute darüber sagt.
[ 36 ] Das ist wieder ein Exkurs von denen, die Sie nach und nach bekanntmachen sollen mit dem Wesen des Markus-Evangeliums.
[ 36 ] Das ist wieder ein Exkurs von denen, die Sie nach und nach bekanntmachen sollen mit dem Wesen des Markus-Evangeliums.
