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Excursions into the Subject of
the Gospel of Mark
GA 124

13 March 1911, Berlin

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Neunter Vortrag

Neunter Vortrag

[ 1 ] Wir stehen heute davor, die Betrachtungen, die wir im Laufe dieses Winters in einer ziemlich losen und ungeordneten Anlehnung an das Markus-Evangelium angestellt haben, wenigstens mit einem vorläufigen Abschluß zu bedenken. Es ist ja die Anknüpfung an das, was wir im Laufe des Winters an diesen Abenden vor unsere Seele treten lassen konnten, durch die Worte gegeben, welche in dem vorigen Vortrage hier gesprochen worden sind, die gewissermaßen darauf hinwiesen, wie wir in unserer Zeit in einer Übergangsepoche stehen. Schon der, welcher das geistige Leben heute, man möchte sagen, etwas äußerlich betrachtet, wird bemerken können, daß in vieler Beziehung eine Neuordnung von Begriffen und Ideen sich langsam und allmählich vollzieht, wenn auch die Menschen, welche in dieser Neuordnung mitten drinnen stehen, es selber eigentlich fast gar nicht recht wissen. Wir werden nun gut tun, wenn wir uns für die nächsten Wochen eine Art Gedankenmaterial mitnehmen, einiges von dem, woran wir uns dann orientieren können, wenn wir es weiter in uns verarbeiten. Deshalb sollen am heutigen Abend einige solcher Anregungen gegeben werden, die dann auf Grundlage des schon vorher gegebenen geisteswissenschaftlichen Materiales weiter verarbeitet werden können.

[ 1 ] Wir stehen heute davor, die Betrachtungen, die wir im Laufe dieses Winters in einer ziemlich losen und ungeordneten Anlehnung an das Markus-Evangelium angestellt haben, wenigstens mit einem vorläufigen Abschluß zu bedenken. Es ist ja die Anknüpfung an das, was wir im Laufe des Winters an diesen Abenden vor unsere Seele treten lassen konnten, durch die Worte gegeben, welche in dem vorigen Vortrage hier gesprochen worden sind, die gewissermaßen darauf hinwiesen, wie wir in unserer Zeit in einer Übergangsepoche stehen. Schon der, welcher das geistige Leben heute, man möchte sagen, etwas äußerlich betrachtet, wird bemerken können, daß in vieler Beziehung eine Neuordnung von Begriffen und Ideen sich langsam und allmählich vollzieht, wenn auch die Menschen, welche in dieser Neuordnung mitten drinnen stehen, es selber eigentlich fast gar nicht recht wissen. Wir werden nun gut tun, wenn wir uns für die nächsten Wochen eine Art Gedankenmaterial mitnehmen, einiges von dem, woran wir uns dann orientieren können, wenn wir es weiter in uns verarbeiten. Deshalb sollen am heutigen Abend einige solcher Anregungen gegeben werden, die dann auf Grundlage des schon vorher gegebenen geisteswissenschaftlichen Materiales weiter verarbeitet werden können.

[ 2 ] Da ist es nützlich, wenn von einer Übergangsepoche gesprochen wird, an die große Übergangsepoche zu erinnern, die wir in der Entwickelung der Menschheit erlebt haben und von der wir immer wieder und wieder gesprochen haben, zu erinnern an den einschneidenden Punkt der palästinensischen Ereignisse. Was dieser Punkt zu bedeuten hat, wissen wir aus mancherlei von dem, was schon gesagt worden ist. Wenn wir uns nun eine Vorstellung davon bilden wollen, wie diese wichtigste Idee -— nennen wir es so -, die Christus-Idee, herausgewachsen ist aus den Gedanken und Empfindungen der unmittelbar vorhergehenden Zeit, so tun wir gut, uns daran zu erinnern, daß von demselben Wert, wie der Christus-Gedanke für diejenigen, die zu Bekennern des Christus wurden, vorher bei dem althebräischen Volke die Jahve- oder Jehova-Idee war. Wir wissen auch aus andern Vorträgen, daß Jahve oder Jehova sich für den, der tiefer in das Wesen des Christentums eindringt, eigentlich wesenhaft gar nicht unterscheidet von dem Christus selber. Wir müssen uns vielmehr klarmachen, daß ein inniger Zusammenhang der Jahve-Idee und der Christus-Idee besteht. Es ist schwierig, den ganzen großen Zusammenhang der Christus-Idee und der Jahve-Idee, der ja bis zu einem gewissen Grade in den verflossenen Jahren in den verschiedensten Vorträgen und Vortragszyklen entwickelt worden ist, hier mit ein paar Worten auseinanderzulegen. Aber in einem Bilde läßt sich schon darstellen, wie man sich das Verhältnis zwischen der Christus-Idee und der Jahve-Idee zu denken hat. Wir brauchen nur an ein Bild zu erinnern, auf das auch schon öfter aufmerksam gemacht worden ist, das Bild des Sonnenlichtes, wie es uns entweder direkt von der Sonne erscheint oder, in mondhellen Nächten besonders, vom Vollmonde zurückgestrahlt wird. Es ist ja Sonnenlicht, was uns vom Vollmond als Licht entgegenstrahlt, aber es ist reflektiertes Sonnenlicht, das doch wieder etwas anderes ist als das direkt empfangene Sonnenlicht. Würden wir uns, um einen Vergleich zu haben, den Christus symbolisieren durch das direkte Sonnenlicht, so müßten wir dann Jahve oder Jehova als Sonnenlicht symbolisieren, das vom Monde zurückgeworfen wird, und wir würden damit genau den Sinn, der gemeint ist in der Menschheitsentwickelung, treffen. Deshalb empfinden auch alle, die etwas von den Dingen wissen, diesen Übergang einer vorübergehenden Christus-Spiegelung in Jahve oder Jehova zum Christus selber so, wie der Mensch empfinden würde das Mondenlicht und das Sonnenlicht: ein indirektes Offenbaren ist Jahve oder Jehova, ein direktes Offenbaren derselben Wesenheit ist der Christus. Wir müssen uns nur, wenn wir an Entwickelung denken, dasjenige, was uns im Raume nebeneinander erscheint, hintereinander denken in der Zeit. Und die, welche über diese Dinge vom okkulten Gesichtspunkt aus sprechen, sagen: Wenn wir die Christus-Religion eine SonnenReligion nennen —- und wenn wir uns an das über Zarathustra Gesagte erinnern, dürfen wir diesen Ausdruck gebrauchen -, dann können wir die Jahve-Religion, die vorübergehende Widerspiegelung der Christus-Religion, eine Mond-Religion nennen. So haben wir also in der dem Christentum vorangehenden Zeit die Sonnen-Religion vorbereitet durch eine Mond-Religion. Nun wird das, was jetzt gesagt sein soll, nur derjenige richtig würdigen, der weiß, daß Symbole nicht willkürlich gewählt werden, sondern tief in ihrer Bedeutung begründet sind. Wenn daher irgendeine Weltreligion oder Weltanschauung mit einem Symbol auftritt, so bedeutet dies Symbol für die, welche es wissend gebrauchen, etwas, was wesenhaft mit der betreffenden Weltanschauung zusammenhängt. Nun haben zwar die heutigen Menschen schon vielfach das Symbol des Mondenlichtes für die alte Jahve-Religion verloren, haben auch in gewisser Weise verloren die Bezeichnung der Christus-Religion durch das Sonnensymbol. Aber wo Weltanschauungen auftreten, die völlig durchdrungen sind von der Bedeutung ihrer Wesenheit mit ihren Symbolen, da müssen wir uns auch einen bewußten Zusammenhang mit den Symbolen denken.

[ 2 ] Da ist es nützlich, wenn von einer Übergangsepoche gesprochen wird, an die große Übergangsepoche zu erinnern, die wir in der Entwickelung der Menschheit erlebt haben und von der wir immer wieder und wieder gesprochen haben, zu erinnern an den einschneidenden Punkt der palästinensischen Ereignisse. Was dieser Punkt zu bedeuten hat, wissen wir aus mancherlei von dem, was schon gesagt worden ist. Wenn wir uns nun eine Vorstellung davon bilden wollen, wie diese wichtigste Idee -— nennen wir es so -, die Christus-Idee, herausgewachsen ist aus den Gedanken und Empfindungen der unmittelbar vorhergehenden Zeit, so tun wir gut, uns daran zu erinnern, daß von demselben Wert, wie der Christus-Gedanke für diejenigen, die zu Bekennern des Christus wurden, vorher bei dem althebräischen Volke die Jahve- oder Jehova-Idee war. Wir wissen auch aus andern Vorträgen, daß Jahve oder Jehova sich für den, der tiefer in das Wesen des Christentums eindringt, eigentlich wesenhaft gar nicht unterscheidet von dem Christus selber. Wir müssen uns vielmehr klarmachen, daß ein inniger Zusammenhang der Jahve-Idee und der Christus-Idee besteht. Es ist schwierig, den ganzen großen Zusammenhang der Christus-Idee und der Jahve-Idee, der ja bis zu einem gewissen Grade in den verflossenen Jahren in den verschiedensten Vorträgen und Vortragszyklen entwickelt worden ist, hier mit ein paar Worten auseinanderzulegen. Aber in einem Bilde läßt sich schon darstellen, wie man sich das Verhältnis zwischen der Christus-Idee und der Jahve-Idee zu denken hat. Wir brauchen nur an ein Bild zu erinnern, auf das auch schon öfter aufmerksam gemacht worden ist, das Bild des Sonnenlichtes, wie es uns entweder direkt von der Sonne erscheint oder, in mondhellen Nächten besonders, vom Vollmonde zurückgestrahlt wird. Es ist ja Sonnenlicht, was uns vom Vollmond als Licht entgegenstrahlt, aber es ist reflektiertes Sonnenlicht, das doch wieder etwas anderes ist als das direkt empfangene Sonnenlicht. Würden wir uns, um einen Vergleich zu haben, den Christus symbolisieren durch das direkte Sonnenlicht, so müßten wir dann Jahve oder Jehova als Sonnenlicht symbolisieren, das vom Monde zurückgeworfen wird, und wir würden damit genau den Sinn, der gemeint ist in der Menschheitsentwickelung, treffen. Deshalb empfinden auch alle, die etwas von den Dingen wissen, diesen Übergang einer vorübergehenden Christus-Spiegelung in Jahve oder Jehova zum Christus selber so, wie der Mensch empfinden würde das Mondenlicht und das Sonnenlicht: ein indirektes Offenbaren ist Jahve oder Jehova, ein direktes Offenbaren derselben Wesenheit ist der Christus. Wir müssen uns nur, wenn wir an Entwickelung denken, dasjenige, was uns im Raume nebeneinander erscheint, hintereinander denken in der Zeit. Und die, welche über diese Dinge vom okkulten Gesichtspunkt aus sprechen, sagen: Wenn wir die Christus-Religion eine SonnenReligion nennen —- und wenn wir uns an das über Zarathustra Gesagte erinnern, dürfen wir diesen Ausdruck gebrauchen -, dann können wir die Jahve-Religion, die vorübergehende Widerspiegelung der Christus-Religion, eine Mond-Religion nennen. So haben wir also in der dem Christentum vorangehenden Zeit die Sonnen-Religion vorbereitet durch eine Mond-Religion. Nun wird das, was jetzt gesagt sein soll, nur derjenige richtig würdigen, der weiß, daß Symbole nicht willkürlich gewählt werden, sondern tief in ihrer Bedeutung begründet sind. Wenn daher irgendeine Weltreligion oder Weltanschauung mit einem Symbol auftritt, so bedeutet dies Symbol für die, welche es wissend gebrauchen, etwas, was wesenhaft mit der betreffenden Weltanschauung zusammenhängt. Nun haben zwar die heutigen Menschen schon vielfach das Symbol des Mondenlichtes für die alte Jahve-Religion verloren, haben auch in gewisser Weise verloren die Bezeichnung der Christus-Religion durch das Sonnensymbol. Aber wo Weltanschauungen auftreten, die völlig durchdrungen sind von der Bedeutung ihrer Wesenheit mit ihren Symbolen, da müssen wir uns auch einen bewußten Zusammenhang mit den Symbolen denken.

[ 3 ] Nun erinnern Sie sich, wie ich den Gesamtverlauf der Menschheitsentwickelung charakterisiert habe. Da haben wir zunächst eine absteigende Entwickelung von der Zeit an, wo die Menschen sozusagen herausgestoßen waren aus der geistigen Welt und immer tiefer und tiefer in die Materie herabstiegen. Das ist ein absteigender Weg. Und wir können uns, wenn wir uns im allgemeinen den Weg der Menschheitsentwickelung vorstellen, denken, daß der tiefste Punkt, zu dem die Menschheit herabgestiegen ist, der ist, wo der ChristusImpuls geschah, um nach und nach wieder den absteigenden Weg in einen aufsteigenden zu verwandeln. So haben wir die Menschheitsentwickelung in einem absteigenden und in einem aufsteigenden Weg, und da, wo der tiefste Punkt war, den Christus-Impuls, der dort angefangen hat zu wirken, und der fortwirken wird, bis die Erde am Ende ihrer Mission angelangt sein wird.

[ 3 ] Nun erinnern Sie sich, wie ich den Gesamtverlauf der Menschheitsentwickelung charakterisiert habe. Da haben wir zunächst eine absteigende Entwickelung von der Zeit an, wo die Menschen sozusagen herausgestoßen waren aus der geistigen Welt und immer tiefer und tiefer in die Materie herabstiegen. Das ist ein absteigender Weg. Und wir können uns, wenn wir uns im allgemeinen den Weg der Menschheitsentwickelung vorstellen, denken, daß der tiefste Punkt, zu dem die Menschheit herabgestiegen ist, der ist, wo der ChristusImpuls geschah, um nach und nach wieder den absteigenden Weg in einen aufsteigenden zu verwandeln. So haben wir die Menschheitsentwickelung in einem absteigenden und in einem aufsteigenden Weg, und da, wo der tiefste Punkt war, den Christus-Impuls, der dort angefangen hat zu wirken, und der fortwirken wird, bis die Erde am Ende ihrer Mission angelangt sein wird.

[ 4 ] Nun geschieht aber die Entwickelung in einer komplizierten Weise, nämlich so, daß gewisse Entwickelungsvorgänge Fortsetzungen der früher gegebenen Impulse sind. Ein solcher Entwickelungsvor gang ist der, der durch den Christus-Impuls gegeben ist. Der Christus-Impuls ist einmal aufgegangen im Beginne unserer Zeitrechnung und wird sich gleichsam in gerader Linie, immer mächtiger und mächtiger werdend, bis zum Ziele der Menschheitsentwickelung in die Menschenseelen einleben und von dort aus das gesamte Erdenleben ergreifen. Das ist ein Impuls, der einmal gegeben wird und den wir zu verfolgen haben so, daß wir gleichsam eine fortschreitende Linie ziehen und uns sagen können: Alles, was später eintritt, zeigt uns die Entwickelung und den Einfluß dieses Impulses auf einer höheren, auf einer vollkommeneren Stufe. Solcher Impulse gibt es mehrere in der Welt. Aber es gibt auch Impulse und Entwickelungsfaktoren, die anders wirken und die sich nicht in gerader Linie verfolgen lassen. Auch solche andern Impulse haben wir schon genannt. Wir haben in der nachatlantischen Entwickelung unterschieden den uralt-indischen Kulturzeitraum, diesem folgend den urpersischen, den ägyptisch-chaldäischen, dann den griechisch-lateinischen, darauf den unsrigen und, den unsrigen ablösend, zwei weitere Kulturepochen, so daß in diesen sieben Zeiträumen der griechisch-lateinische, in welchen das Christus-Ereignis hereinfällt, mitten drinnen steht.

[ 4 ] Nun geschieht aber die Entwickelung in einer komplizierten Weise, nämlich so, daß gewisse Entwickelungsvorgänge Fortsetzungen der früher gegebenen Impulse sind. Ein solcher Entwickelungsvor gang ist der, der durch den Christus-Impuls gegeben ist. Der Christus-Impuls ist einmal aufgegangen im Beginne unserer Zeitrechnung und wird sich gleichsam in gerader Linie, immer mächtiger und mächtiger werdend, bis zum Ziele der Menschheitsentwickelung in die Menschenseelen einleben und von dort aus das gesamte Erdenleben ergreifen. Das ist ein Impuls, der einmal gegeben wird und den wir zu verfolgen haben so, daß wir gleichsam eine fortschreitende Linie ziehen und uns sagen können: Alles, was später eintritt, zeigt uns die Entwickelung und den Einfluß dieses Impulses auf einer höheren, auf einer vollkommeneren Stufe. Solcher Impulse gibt es mehrere in der Welt. Aber es gibt auch Impulse und Entwickelungsfaktoren, die anders wirken und die sich nicht in gerader Linie verfolgen lassen. Auch solche andern Impulse haben wir schon genannt. Wir haben in der nachatlantischen Entwickelung unterschieden den uralt-indischen Kulturzeitraum, diesem folgend den urpersischen, den ägyptisch-chaldäischen, dann den griechisch-lateinischen, darauf den unsrigen und, den unsrigen ablösend, zwei weitere Kulturepochen, so daß in diesen sieben Zeiträumen der griechisch-lateinische, in welchen das Christus-Ereignis hereinfällt, mitten drinnen steht.

[ 5 ] Nun ist es so, daß zum Beispiel in unserem fünften nachatlantischen Zeitraum, in dem wir jetzt leben, gewisse Vorgänge sich in einer andern Art wiederholen, die im dritten, im ägyptisch-chaldäischen Zeitraum da waren; so daß wir den Christus-Impuls in der Mitte drinnen stehend haben und der dritte Zeitraum im fünften in einer gewissen Beziehung enthalten ist. Ebenso wird im sechsten Zeitraum der zweite, der urpersische drinnen stecken, und im siebenten der erste, der uralt-indische. Da haben wir es mit übergreifenden Entwickelungsfaktoren zu tun, die sich so in der Entwickelung zeigen werden, daß wir das biblische Wort auf sie anwenden können: Die ersten werden die letzten sein. - Der urindische Zeitraum wird in einer andern Art, aber doch so, daß er erkennbar sein wird, im siebenten wieder aufleben.

[ 5 ] Nun ist es so, daß zum Beispiel in unserem fünften nachatlantischen Zeitraum, in dem wir jetzt leben, gewisse Vorgänge sich in einer andern Art wiederholen, die im dritten, im ägyptisch-chaldäischen Zeitraum da waren; so daß wir den Christus-Impuls in der Mitte drinnen stehend haben und der dritte Zeitraum im fünften in einer gewissen Beziehung enthalten ist. Ebenso wird im sechsten Zeitraum der zweite, der urpersische drinnen stecken, und im siebenten der erste, der uralt-indische. Da haben wir es mit übergreifenden Entwickelungsfaktoren zu tun, die sich so in der Entwickelung zeigen werden, daß wir das biblische Wort auf sie anwenden können: Die ersten werden die letzten sein. - Der urindische Zeitraum wird in einer andern Art, aber doch so, daß er erkennbar sein wird, im siebenten wieder aufleben.

[ 6 ] Da haben wir eine andere Art, wie das Frühere in das Spätere eingreift. Wir haben diese andere Art aber dadurch gegeben, daß in der Entwickelung der Menschheit auch wieder noch kleinere Epochen sich bilden. In einer gewissen Weise ragt also das, was in der vorchristlichen Epoche während der althebräischen Kultur da war, auch wieder, den Christus-Impuls gleichsam überschneidend, in die nachchristliche Zeit hinein, so daß dasjenige, was sich in der Jahveoder Jehova-Weltanschauung vorbereitet hat, in einer gewissen Weise nachher wieder aufgetreten ist und, trotzdem die andern Faktoren bestehen, dennoch in die späteren Faktoren hineinspielt.

[ 6 ] Da haben wir eine andere Art, wie das Frühere in das Spätere eingreift. Wir haben diese andere Art aber dadurch gegeben, daß in der Entwickelung der Menschheit auch wieder noch kleinere Epochen sich bilden. In einer gewissen Weise ragt also das, was in der vorchristlichen Epoche während der althebräischen Kultur da war, auch wieder, den Christus-Impuls gleichsam überschneidend, in die nachchristliche Zeit hinein, so daß dasjenige, was sich in der Jahveoder Jehova-Weltanschauung vorbereitet hat, in einer gewissen Weise nachher wieder aufgetreten ist und, trotzdem die andern Faktoren bestehen, dennoch in die späteren Faktoren hineinspielt.

[ 7 ] Wenn wir das, was wir heute wegen der Kürze der Zeit nicht entsprechend ausführen können, durch ein Symbolum bezeichnen wollen, so können wir sagen: Empfinden wir die Jahve-Religion durch das Symbolum des Mondes im Gegensatz zur Sonne, so können wir erwarten, daß eine ähnliche Anschauung, übergreifend den ChristusImpuls, wie eine Art von Mond-Religion wieder hereinragt in die spätere Zeit. Das ist in der Tat der Fall. Und wer solche Dinge nicht äußerlich nimmt, wird nicht darüber lachen — denn es ist nicht zu lachen darüber, sondern es ist tatsächlich mit der Symbolik der betreffenden Religion und Weltanschauung zusammenhängend -, daß das Wiederauftauchen der alten Jahve-Mond-Religion zu sehen ist in der Religion des Halbmondes, die in der Zeit nach dem ChristusEreignis wieder auftritt und die Impulse, die vorangingen, hineinwirft in die nachchristliche Zeit. So haben wir die Wiederholung eines früheren Zeitraumes in einem späteren in übergreifender Folge in dem letzten Drittel der griechisch-lateinischen Zeit, die wir ja okkult bis ins 12., bis 13. Jahrhundert hinein rechnen. Das heißt, wir haben nachdem ein Zeitraum von sechs Jahrhunderten ausgesondert ist — vom 6. Jahrhundert angefangen, in die nächste Zeit hereinragend und alle Entwickelungsfaktoren mächtig beeinflussend, in der Religion, welche die Araber von Afrika bis nach Spanien hinübergetragen haben, diejenige Religion, die unter Nichtberücksichtigung des eigentlichen Christus-Impulses eine Art von Wiederaufrichtung der JahveMond-Religion in einer andern Form darstellt. Es ist nun nicht möglich, alle Eigentümlichkeiten dessen auseinanderzusetzen, was da hinübergetragen worden ist. Aber bedeutsam ist es schon, wenn wir uns nur in die Seele schreiben, daß in dieser Weltanschauung des Mahomet zunächst unberücksichtigt geblieben ist der Christus-Impuls, daß diese Mahomet-Religion wirklich eine Art Wiederaufleben war dessen, was man im Einheitsgotte des Mosaismus finden konnte. Nur war dieser Einheitsgott hineingetragen in etwas, was sozusagen von der andern Seite her genommen war, zum Beispiel von der ägyptischchaldäischen Weltanschauung, die eine genaue Kunde gebracht hat von dem Zusammenhange der Vorgänge am Sternenhimmel mit den Weltgeschehnissen. Daher sehen wir, daß alle diejenigen Gedanken und Begriffe, die wir sowohl bei den Ägyptern wie auch bei den Chaldäern, Babyloniern und Assyrern finden, wieder auftreten in der Mahomet-Religion, aber jetzt bei ihr merkwürdig durchleuchtet und durchwellt von dem, was wir nennen können die Einheitsgottheit des Jahve oder Jehova. Es ist wie ein Zusammenschluß, wenn man wissenschaftlich sprechen wollte, wie eine Synthese alles dessen, was die ägyptisch-chaldäischen Priesterweisen gelehrt haben, was in Chaldäa gelehrt worden ist, mit dem, was die althebräische Jahve-Religion lehrte, was uns da im Arabertum entgegentritt.

[ 7 ] Wenn wir das, was wir heute wegen der Kürze der Zeit nicht entsprechend ausführen können, durch ein Symbolum bezeichnen wollen, so können wir sagen: Empfinden wir die Jahve-Religion durch das Symbolum des Mondes im Gegensatz zur Sonne, so können wir erwarten, daß eine ähnliche Anschauung, übergreifend den ChristusImpuls, wie eine Art von Mond-Religion wieder hereinragt in die spätere Zeit. Das ist in der Tat der Fall. Und wer solche Dinge nicht äußerlich nimmt, wird nicht darüber lachen — denn es ist nicht zu lachen darüber, sondern es ist tatsächlich mit der Symbolik der betreffenden Religion und Weltanschauung zusammenhängend -, daß das Wiederauftauchen der alten Jahve-Mond-Religion zu sehen ist in der Religion des Halbmondes, die in der Zeit nach dem ChristusEreignis wieder auftritt und die Impulse, die vorangingen, hineinwirft in die nachchristliche Zeit. So haben wir die Wiederholung eines früheren Zeitraumes in einem späteren in übergreifender Folge in dem letzten Drittel der griechisch-lateinischen Zeit, die wir ja okkult bis ins 12., bis 13. Jahrhundert hinein rechnen. Das heißt, wir haben nachdem ein Zeitraum von sechs Jahrhunderten ausgesondert ist — vom 6. Jahrhundert angefangen, in die nächste Zeit hereinragend und alle Entwickelungsfaktoren mächtig beeinflussend, in der Religion, welche die Araber von Afrika bis nach Spanien hinübergetragen haben, diejenige Religion, die unter Nichtberücksichtigung des eigentlichen Christus-Impulses eine Art von Wiederaufrichtung der JahveMond-Religion in einer andern Form darstellt. Es ist nun nicht möglich, alle Eigentümlichkeiten dessen auseinanderzusetzen, was da hinübergetragen worden ist. Aber bedeutsam ist es schon, wenn wir uns nur in die Seele schreiben, daß in dieser Weltanschauung des Mahomet zunächst unberücksichtigt geblieben ist der Christus-Impuls, daß diese Mahomet-Religion wirklich eine Art Wiederaufleben war dessen, was man im Einheitsgotte des Mosaismus finden konnte. Nur war dieser Einheitsgott hineingetragen in etwas, was sozusagen von der andern Seite her genommen war, zum Beispiel von der ägyptischchaldäischen Weltanschauung, die eine genaue Kunde gebracht hat von dem Zusammenhange der Vorgänge am Sternenhimmel mit den Weltgeschehnissen. Daher sehen wir, daß alle diejenigen Gedanken und Begriffe, die wir sowohl bei den Ägyptern wie auch bei den Chaldäern, Babyloniern und Assyrern finden, wieder auftreten in der Mahomet-Religion, aber jetzt bei ihr merkwürdig durchleuchtet und durchwellt von dem, was wir nennen können die Einheitsgottheit des Jahve oder Jehova. Es ist wie ein Zusammenschluß, wenn man wissenschaftlich sprechen wollte, wie eine Synthese alles dessen, was die ägyptisch-chaldäischen Priesterweisen gelehrt haben, was in Chaldäa gelehrt worden ist, mit dem, was die althebräische Jahve-Religion lehrte, was uns da im Arabertum entgegentritt.

[ 8 ] Es geschieht nun aber bei einem solchen Zusammenfluß nicht bloß ein Zusammendrängen, sondern es wird auch immer etwas ausgesondert und abgetrennt. Es mußte nun ausgesondert sein alles, was auf hellseherische Beobachtung zurückgeführt war. Ein Kombinieren, ein bloßes intellektuelles Forschen war es, was blieb, so daß die Begriffe der ägyptischen Heilkunde, der chaldäischen Astronomie, die hervorgegangen waren sowohl bei den Ägyptern wie bei den Chaldäern aus altem Hellsehen, uns in intellektualisierter und individualisierter Form entgegentreten im Arabertum des Mahomet. Es wird uns da gleichsam auf dem Umwege durch die Araber etwas Durchgesiebtes in Europa hereingebracht — durchgesiebt, indem alle alten Begriffe, die bei den Ägyptern und Chaldäern geherrscht haben, ihrer hellseherischen Bildergehalte entkleidet und in abstrakte Formen gegossen, uns in der bewundernswürdigen Wissenschaft der Araber, die von Afrika über Spanien in Europa hereindrangen, wieder auftauchten. Hat das Christentum einen Impuls gebracht, der im wesentlichen für die menschliche Seele da war, so war der größte Impuls für den menschlichen Kopf, für den menschlichen Intellekt auf dem Umwege durch die Araber gekommen. Und die, welche nicht genau bekannt sind mit dem Gang der Menschheitsentwickelung, wissen gar nicht, was diese Weltanschauung, die erneut unter dem Symbol des Mondes auftrat, der gesamten Menschheit doch geliefert hat. Kepler und Kopernikus wären nicht möglich gewesen ohne die Impulse, welche durch das Arabertum nach Europa gebracht sind. Denn die ganze Art und Weise des Denkens und Kombinierens von Weltanschauungen mit Hinwegrechnung des alten Hellsehens sehen wir wieder auftreten in der Zeit, als die dritte Kulturperiode ihre Auferstehung feiert in unserem fünften Zeitraum in unserer heutigen Astronomie, in unserer heutigen Wissenschaft überhaupt.

[ 8 ] Es geschieht nun aber bei einem solchen Zusammenfluß nicht bloß ein Zusammendrängen, sondern es wird auch immer etwas ausgesondert und abgetrennt. Es mußte nun ausgesondert sein alles, was auf hellseherische Beobachtung zurückgeführt war. Ein Kombinieren, ein bloßes intellektuelles Forschen war es, was blieb, so daß die Begriffe der ägyptischen Heilkunde, der chaldäischen Astronomie, die hervorgegangen waren sowohl bei den Ägyptern wie bei den Chaldäern aus altem Hellsehen, uns in intellektualisierter und individualisierter Form entgegentreten im Arabertum des Mahomet. Es wird uns da gleichsam auf dem Umwege durch die Araber etwas Durchgesiebtes in Europa hereingebracht — durchgesiebt, indem alle alten Begriffe, die bei den Ägyptern und Chaldäern geherrscht haben, ihrer hellseherischen Bildergehalte entkleidet und in abstrakte Formen gegossen, uns in der bewundernswürdigen Wissenschaft der Araber, die von Afrika über Spanien in Europa hereindrangen, wieder auftauchten. Hat das Christentum einen Impuls gebracht, der im wesentlichen für die menschliche Seele da war, so war der größte Impuls für den menschlichen Kopf, für den menschlichen Intellekt auf dem Umwege durch die Araber gekommen. Und die, welche nicht genau bekannt sind mit dem Gang der Menschheitsentwickelung, wissen gar nicht, was diese Weltanschauung, die erneut unter dem Symbol des Mondes auftrat, der gesamten Menschheit doch geliefert hat. Kepler und Kopernikus wären nicht möglich gewesen ohne die Impulse, welche durch das Arabertum nach Europa gebracht sind. Denn die ganze Art und Weise des Denkens und Kombinierens von Weltanschauungen mit Hinwegrechnung des alten Hellsehens sehen wir wieder auftreten in der Zeit, als die dritte Kulturperiode ihre Auferstehung feiert in unserem fünften Zeitraum in unserer heutigen Astronomie, in unserer heutigen Wissenschaft überhaupt.

[ 9 ] So haben wir auf der einen Seite den Gang der Menschheitsentwikkelung so verlaufend, daß der Christus-Impuls in die europäischen Völker direkt hereindringt durch Griechenland und Italien, und wir haben einen andern Zug südlich davon, der einen Umweg macht, indem er an Griechenland und Italien vorübergeht und sich verbindet mit dem, was auf dem Umwege durch den arabischen Impuls zu uns gekommen ist.

[ 9 ] So haben wir auf der einen Seite den Gang der Menschheitsentwikkelung so verlaufend, daß der Christus-Impuls in die europäischen Völker direkt hereindringt durch Griechenland und Italien, und wir haben einen andern Zug südlich davon, der einen Umweg macht, indem er an Griechenland und Italien vorübergeht und sich verbindet mit dem, was auf dem Umwege durch den arabischen Impuls zu uns gekommen ist.

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[ 10 ] Nur aus dem Zusammenfluß der Christus-Religion und der Mahomet-Religion konnte in der Zeit, in welcher wir einen wichtigen Einschnitt zu verzeichnen haben, das entstehen, was eigentlich unsere neuzeitliche Kultur ist. Aus Gründen, die heute nicht auseinandergesetzt werden sollen, müssen wir uns ungefähr sechs bis sechseinhalb Jahrhunderte lange Epochen denken gerade für solche Impulse, wie sie jetzt angeführt worden sind; so daß in der Tat sechs Jahrhunderte nach dem Christus-Ereignis der erneuerte Mondkultus, der arabische Mondkultus aufgeht, sich verbreitet und eindringt nach Europa und bis ins 13. Jahrhundert hinein die Christus-Kultur befruchtet, die ihre direkten Impulse auf andern Wegen erhalten hatte. Da gab es einen fortwährenden Austausch. Wer genau auch nur den äußerlichen Gang der Ereignisse kennt, wer weiß, wie selbst in den Mönchklöstern des westlichen Europas — mochten sie auch das Arabertum bekämpfen - die arabischen Gedanken hineinflossen in die Wissenschaft und sich darin verbreiteten, der weiß auch, daß bis zu dem Zeitpunkt in der Mitte des 13. Jahrhunderts, der wieder etwas Besonderes bedeutet, ein Zusammenströmen der zwei Impulse vorhanden war, des arabischen Impulses und des direkten ChristusImpulses.

[ 10 ] Nur aus dem Zusammenfluß der Christus-Religion und der Mahomet-Religion konnte in der Zeit, in welcher wir einen wichtigen Einschnitt zu verzeichnen haben, das entstehen, was eigentlich unsere neuzeitliche Kultur ist. Aus Gründen, die heute nicht auseinandergesetzt werden sollen, müssen wir uns ungefähr sechs bis sechseinhalb Jahrhunderte lange Epochen denken gerade für solche Impulse, wie sie jetzt angeführt worden sind; so daß in der Tat sechs Jahrhunderte nach dem Christus-Ereignis der erneuerte Mondkultus, der arabische Mondkultus aufgeht, sich verbreitet und eindringt nach Europa und bis ins 13. Jahrhundert hinein die Christus-Kultur befruchtet, die ihre direkten Impulse auf andern Wegen erhalten hatte. Da gab es einen fortwährenden Austausch. Wer genau auch nur den äußerlichen Gang der Ereignisse kennt, wer weiß, wie selbst in den Mönchklöstern des westlichen Europas — mochten sie auch das Arabertum bekämpfen - die arabischen Gedanken hineinflossen in die Wissenschaft und sich darin verbreiteten, der weiß auch, daß bis zu dem Zeitpunkt in der Mitte des 13. Jahrhunderts, der wieder etwas Besonderes bedeutet, ein Zusammenströmen der zwei Impulse vorhanden war, des arabischen Impulses und des direkten ChristusImpulses.

[ 11 ] Daraus werden Sie entnehmen können, daß in der Tat der direkte Christus-Impuls andere Wege macht als die Impulse, die gleichsam als Seitenströmungen hinfließen, um sich mit ihm zu verbinden. Sechs Jahrhunderte nach dem Christus-Impuls geht im Orient durch Ereignisse, die nicht leicht zu schildern sind, obwohl sie jedem Okkultisten gut bekannt sind — eine neue Kulturwelle an, die sich dann durch Afrika über Spanien in das europäische Geistesleben hineinlebt und sich mit dem Christus-Impuls, der auf andern Wegen kommen mußte, vereinigt. Wir können also sagen, daß das Sonnensymbol mit dem Mondsymbol zusammengeschmolzen ist vom 6., 7. Jahrhundert bis ins 12., 13. Jahrhundert hinein, also wieder in einer Zeitepoche, die etwa sechs Jahrhunderte gedauert hat.

[ 11 ] Daraus werden Sie entnehmen können, daß in der Tat der direkte Christus-Impuls andere Wege macht als die Impulse, die gleichsam als Seitenströmungen hinfließen, um sich mit ihm zu verbinden. Sechs Jahrhunderte nach dem Christus-Impuls geht im Orient durch Ereignisse, die nicht leicht zu schildern sind, obwohl sie jedem Okkultisten gut bekannt sind — eine neue Kulturwelle an, die sich dann durch Afrika über Spanien in das europäische Geistesleben hineinlebt und sich mit dem Christus-Impuls, der auf andern Wegen kommen mußte, vereinigt. Wir können also sagen, daß das Sonnensymbol mit dem Mondsymbol zusammengeschmolzen ist vom 6., 7. Jahrhundert bis ins 12., 13. Jahrhundert hinein, also wieder in einer Zeitepoche, die etwa sechs Jahrhunderte gedauert hat.

[ 12 ] Nun gab es, nachdem diese unmittelbare Befruchtung gewissermaßen ihr Ziel erreicht hatte, etwas Neues, das sich allmählich eben seit dem 12., 13. Jahrhundert vorbereitet hat. Es ist interessant, daß selbst heute die äußere Wissenschaft anerkennt, daß damals etwas Unerklärliches durch die Seelen der europäischen Menschheit ging. Die äußere Wissenschaft sagt: etwas Unerklärliches. Der Okkultismus aber sagt, daß in dieser Zeit, gleichsam nachströmend dem direkten Christus-Impuls, in die Seelen sich ergießt auf geistige Weise dasjenige, was der vierte Zeitraum der nachatlantischen Kultur selbst geboten hat; die griechische Zeit bildet eine nachströmende Welle. Das ist das, was wir die Zeit der Renaissancekultur nennen, die nun durch die nächsten Jahrhunderte alles, was schon da war, befruchtet. So sehen wir wieder ein solches Übergreifen nach einer sechshundertjährigen Epoche des Einfließens des Arabertums, sehen, wie dem Arabertum Zeit gelassen wurde, nachdem es eingeflossen war, nach und nach sich einzuleben. Das geschieht dadurch, daß die griechische Zeit, die in den sieben nachatlantischen Kulturepochen neutral mitten drinnen steht, nachläuft in der Renaissancekultur. Und es bedeutet wieder einen Zeitraum von sechs Jahrhunderten, das heißt bis in unsere Zeit herein, daß sozusagen diese griechische Welle sich auslebt. Darin lebt unsere Zeit auch heute noch. Wir leben gewissermaßen heute in einem Übergang, insofern, als wir wieder vor dem Beginn auch einer sechshundertjährigen Kulturwelle stehen, daß sich wieder etwas Neues hereindrängt, daß der Christus-Impuls sich mit etwas Neuem befruchten muß. Nachdem der wiedererneuerte Mondkultus im Halbmondtum Zeit hatte, sich auszuleben durch die Renaissancezeit, ist jetzt die Zeit gekommen, in welcher der Christus-Impuls, der sich eben als der direkte fortpflanzt, aufnehmen soll und muß eine Nebenströmung. Nach dieser Nebenströmung hat unsere Zeit einen ganz besonderen Zug. Nur müssen wir ganz genau dieses Zufließen einer Nebenströmung zu unserer Kultur verstehen. Alle diese Dinge entsprechen durchaus dem richtigen Gange einer okkulten Schematik - okkulten Systematik, könnten wir auch sagen.

[ 12 ] Nun gab es, nachdem diese unmittelbare Befruchtung gewissermaßen ihr Ziel erreicht hatte, etwas Neues, das sich allmählich eben seit dem 12., 13. Jahrhundert vorbereitet hat. Es ist interessant, daß selbst heute die äußere Wissenschaft anerkennt, daß damals etwas Unerklärliches durch die Seelen der europäischen Menschheit ging. Die äußere Wissenschaft sagt: etwas Unerklärliches. Der Okkultismus aber sagt, daß in dieser Zeit, gleichsam nachströmend dem direkten Christus-Impuls, in die Seelen sich ergießt auf geistige Weise dasjenige, was der vierte Zeitraum der nachatlantischen Kultur selbst geboten hat; die griechische Zeit bildet eine nachströmende Welle. Das ist das, was wir die Zeit der Renaissancekultur nennen, die nun durch die nächsten Jahrhunderte alles, was schon da war, befruchtet. So sehen wir wieder ein solches Übergreifen nach einer sechshundertjährigen Epoche des Einfließens des Arabertums, sehen, wie dem Arabertum Zeit gelassen wurde, nachdem es eingeflossen war, nach und nach sich einzuleben. Das geschieht dadurch, daß die griechische Zeit, die in den sieben nachatlantischen Kulturepochen neutral mitten drinnen steht, nachläuft in der Renaissancekultur. Und es bedeutet wieder einen Zeitraum von sechs Jahrhunderten, das heißt bis in unsere Zeit herein, daß sozusagen diese griechische Welle sich auslebt. Darin lebt unsere Zeit auch heute noch. Wir leben gewissermaßen heute in einem Übergang, insofern, als wir wieder vor dem Beginn auch einer sechshundertjährigen Kulturwelle stehen, daß sich wieder etwas Neues hereindrängt, daß der Christus-Impuls sich mit etwas Neuem befruchten muß. Nachdem der wiedererneuerte Mondkultus im Halbmondtum Zeit hatte, sich auszuleben durch die Renaissancezeit, ist jetzt die Zeit gekommen, in welcher der Christus-Impuls, der sich eben als der direkte fortpflanzt, aufnehmen soll und muß eine Nebenströmung. Nach dieser Nebenströmung hat unsere Zeit einen ganz besonderen Zug. Nur müssen wir ganz genau dieses Zufließen einer Nebenströmung zu unserer Kultur verstehen. Alle diese Dinge entsprechen durchaus dem richtigen Gange einer okkulten Schematik - okkulten Systematik, könnten wir auch sagen.

[ 13 ] Wenn wir im alten Stil - nicht in dem neuen - aufeinanderfolgend uns denken Mond, Merkur, Venus, Sonne, so würden wir, nachdem der wiedererneuerte Mond-Einfluß da war und die Mondwelle sich sozusagen während der Renaissancezeit ausgelebt hat, jetzt zu erwarten haben einen Einfluß, den wir in ganz richtigem Stil mit dem Symbol des Merkurius bezeichnen müßten. Wir könnten also theoretisch sagen, wir stünden, wenn die Symbolik zutrifft, vor der Perspektive, daß eine Art Merkur-Einfluß in unsere Kultur einströmte, eine Welle, die als Merkur-Einfluß symbolisiert werden kann, wie das Arabertum als Mond-Einfluß charakterisiert werden könnte.

[ 13 ] Wenn wir im alten Stil - nicht in dem neuen - aufeinanderfolgend uns denken Mond, Merkur, Venus, Sonne, so würden wir, nachdem der wiedererneuerte Mond-Einfluß da war und die Mondwelle sich sozusagen während der Renaissancezeit ausgelebt hat, jetzt zu erwarten haben einen Einfluß, den wir in ganz richtigem Stil mit dem Symbol des Merkurius bezeichnen müßten. Wir könnten also theoretisch sagen, wir stünden, wenn die Symbolik zutrifft, vor der Perspektive, daß eine Art Merkur-Einfluß in unsere Kultur einströmte, eine Welle, die als Merkur-Einfluß symbolisiert werden kann, wie das Arabertum als Mond-Einfluß charakterisiert werden könnte.

[ 14 ] Wenn wir Verständnis haben für die Zeitentwickelung, so dürfen wir als den letzten großen Geist, der die Fülle der Wissenschaft, die Fülle des Christentums und die Fülle der Renaissancekultur in seiner Seele vereinigte, Goethe bezeichnen, und wir könnten dann erwarten, daß Goethe uns in seiner Seele darstellen würde den schönen Zusammenschluß der Renaissancekultur, der Wissenschaft, das heißt des Intellektualismus, wie er durch das Arabertum befruchtet worden ist, und des Christentums. Wenn wir nun Goethe so betrachten, wie wir es seit Jahren gewohnt sind, dann kann man leicht erkennen, daß wirklich in Goethes Seele diese Elemente zusammengeflossen sind. Wir dürften aber auch nach den jetzt gemachten Zeitangaben von sechs zu sechs Jahrhunderten erwarten, daß von dem Merkur-Einfluß in Goethes Seele noch nichts vorhanden war und daß das etwas sein muß, was hinter Goethe als etwas Neues aufzutreten hatte. Da ist es interessant — Sie wissen das ja -, daß selbst der Schüler Goethes, Schopenhauer, bereits diesen MerkurEinfluß zeigt. Sie kennen aus meinen Ausführungen, wie in Schopenhauers Philosophie morgenländische Weisheit eingedrungen ist, besonders in Form des Buddhismus. Da nun als das Symbol des Buddhismus der Merkur angesehen wird, so haben Sie entsprechend nach Goethes Zeit den Buddha-Einfluß - indem hier Buddha gleich Merkur und Merkur gleich Buddha ist — ebenso charakterisiert, wie Sie in dem Arabertum den Mondeinfluß charakterisiert haben; so daß wir nunmehr auch bezeichnen können, welches diese Nebenströmung ist, die hereinfließt in den geraden Weg des ChristusImpulses als eine neue Strömung am Beginne einer neuen sechshundertjährigen Epoche: Wir haben als den Nebenstrom anzusehen — wie eine Wiedererneuerung, in neuer Form — den Buddhismus, nur mit den Einschränkungen, die in meinem öffentlichen Vortrage über Buddha dargelegt worden sind.

[ 14 ] Wenn wir Verständnis haben für die Zeitentwickelung, so dürfen wir als den letzten großen Geist, der die Fülle der Wissenschaft, die Fülle des Christentums und die Fülle der Renaissancekultur in seiner Seele vereinigte, Goethe bezeichnen, und wir könnten dann erwarten, daß Goethe uns in seiner Seele darstellen würde den schönen Zusammenschluß der Renaissancekultur, der Wissenschaft, das heißt des Intellektualismus, wie er durch das Arabertum befruchtet worden ist, und des Christentums. Wenn wir nun Goethe so betrachten, wie wir es seit Jahren gewohnt sind, dann kann man leicht erkennen, daß wirklich in Goethes Seele diese Elemente zusammengeflossen sind. Wir dürften aber auch nach den jetzt gemachten Zeitangaben von sechs zu sechs Jahrhunderten erwarten, daß von dem Merkur-Einfluß in Goethes Seele noch nichts vorhanden war und daß das etwas sein muß, was hinter Goethe als etwas Neues aufzutreten hatte. Da ist es interessant — Sie wissen das ja -, daß selbst der Schüler Goethes, Schopenhauer, bereits diesen MerkurEinfluß zeigt. Sie kennen aus meinen Ausführungen, wie in Schopenhauers Philosophie morgenländische Weisheit eingedrungen ist, besonders in Form des Buddhismus. Da nun als das Symbol des Buddhismus der Merkur angesehen wird, so haben Sie entsprechend nach Goethes Zeit den Buddha-Einfluß - indem hier Buddha gleich Merkur und Merkur gleich Buddha ist — ebenso charakterisiert, wie Sie in dem Arabertum den Mondeinfluß charakterisiert haben; so daß wir nunmehr auch bezeichnen können, welches diese Nebenströmung ist, die hereinfließt in den geraden Weg des ChristusImpulses als eine neue Strömung am Beginne einer neuen sechshundertjährigen Epoche: Wir haben als den Nebenstrom anzusehen — wie eine Wiedererneuerung, in neuer Form — den Buddhismus, nur mit den Einschränkungen, die in meinem öffentlichen Vortrage über Buddha dargelegt worden sind.

[ 15 ] Nun fragen wir uns einmal: Welches ist die direkte Strömung der Kultur in die Zukunft hinein? Das ist die Christus-Strömung. Sie fließt in gerader Linie fort. Und welche Nebenströmungen haben wir zu verzeichnen? Zunächst haben wir die Araber-Strömung, die in die Hauptströmung hereinfließt und dann eine Ruhepause hat und eine Abklärung findet in der Renaissancekultur. Nun haben wir jetzt ein erneuertes Hereinfließen der Buddha-Strömung. Wer diese Tatsachen im rechten Lichte zu sehen vermag, der wird sich nun sagen: Wir haben also aufzunehmen diejenigen Elemente aus der Buddha-Strömung, die bisher nicht innerhalb unserer abendländischen Kultur enthalten waren. Da sehen wir auch schon, wie gewisse Elemente der BuddhaStrömung auch durch die abendländische Geistesentwickelung einströmen, wie zum Beispiel die Ideen von Reinkarnation und Karma. Diese fließen ein. Wohl aber müssen wir uns etwas anderes nun streng in die Seele schreiben: Alle diese Nebenströmungen werden uns niemals Aufschluß geben können über das Zentrale unserer Weltanschauung, unserer Geisteswissenschaft. Den Buddhismus oder irgendeinen vorchristlichen Orientalismus, die in unsere Zeit hereinragen als sich wiedererneuernde Weltanschauungen, etwa zu fragen über das Wesen des Christus, das wäre heute ebenso gescheit, als wenn die christlichen Europäer die Araber, die nach Spanien gekommen waren, über das Wesen des Christus gefragt hätten. Das wußten damals die Menschen in Europa, daß die Christus-Idee ihnen nicht von den Arabern kommen kann, daß die ihnen nichts zu sagen hatten über den Christus. Und wenn sie ihnen etwas sagten, dann waren es solche Ideen, die nicht der wirklichen Christus-Idee entsprachen. Und die verschiedenen Propheten, die als falsche Messiasse aufgetreten sind, die sind im Grunde genommen, ohne Verständnis für den Christus-Impuls zu haben, aus dem Arabertum heraus aufgetaucht, bis auf Sabbatai Zewi. Es muß uns also klar sein, daß diese Nebenströmung des Arabertums zu befruchten hatte durch ganz andere Elemente - und keineswegs durch einen Aufschluß über das Zentralgeheimnis des Christus.

[ 15 ] Nun fragen wir uns einmal: Welches ist die direkte Strömung der Kultur in die Zukunft hinein? Das ist die Christus-Strömung. Sie fließt in gerader Linie fort. Und welche Nebenströmungen haben wir zu verzeichnen? Zunächst haben wir die Araber-Strömung, die in die Hauptströmung hereinfließt und dann eine Ruhepause hat und eine Abklärung findet in der Renaissancekultur. Nun haben wir jetzt ein erneuertes Hereinfließen der Buddha-Strömung. Wer diese Tatsachen im rechten Lichte zu sehen vermag, der wird sich nun sagen: Wir haben also aufzunehmen diejenigen Elemente aus der Buddha-Strömung, die bisher nicht innerhalb unserer abendländischen Kultur enthalten waren. Da sehen wir auch schon, wie gewisse Elemente der BuddhaStrömung auch durch die abendländische Geistesentwickelung einströmen, wie zum Beispiel die Ideen von Reinkarnation und Karma. Diese fließen ein. Wohl aber müssen wir uns etwas anderes nun streng in die Seele schreiben: Alle diese Nebenströmungen werden uns niemals Aufschluß geben können über das Zentrale unserer Weltanschauung, unserer Geisteswissenschaft. Den Buddhismus oder irgendeinen vorchristlichen Orientalismus, die in unsere Zeit hereinragen als sich wiedererneuernde Weltanschauungen, etwa zu fragen über das Wesen des Christus, das wäre heute ebenso gescheit, als wenn die christlichen Europäer die Araber, die nach Spanien gekommen waren, über das Wesen des Christus gefragt hätten. Das wußten damals die Menschen in Europa, daß die Christus-Idee ihnen nicht von den Arabern kommen kann, daß die ihnen nichts zu sagen hatten über den Christus. Und wenn sie ihnen etwas sagten, dann waren es solche Ideen, die nicht der wirklichen Christus-Idee entsprachen. Und die verschiedenen Propheten, die als falsche Messiasse aufgetreten sind, die sind im Grunde genommen, ohne Verständnis für den Christus-Impuls zu haben, aus dem Arabertum heraus aufgetaucht, bis auf Sabbatai Zewi. Es muß uns also klar sein, daß diese Nebenströmung des Arabertums zu befruchten hatte durch ganz andere Elemente - und keineswegs durch einen Aufschluß über das Zentralgeheimnis des Christus.

[ 16 ] In genau derselben Weise müssen wir uns stellen zu jener Strömung, die uns heute als Nebenwelle zufließen muß, als eine alte erneuerte Welle, die Verständnis bringen wird für Reinkarnation und Karma, aber unmöglich ein Verständnis für den Christus-Impuls bringen kann. Denn das wäre ebenso absurd, als wenn die Araber den Europäern die richtige Christus-Idee hätten beibringen wollen. Die Araber aber vermochten viele Ideen von falschen Messiassen den Europäern beizubringen, eben bis auf Sabbatai Zewi. Solche Dinge werden sich wieder erneuern. Denn die Entwickelung der Menschheit kann nur vorwärtsgehen, wenn die Menschen die Stärke haben, diese Dinge zu durchschauen. Und wir müssen die Verhältnisse immer klarer und eindringlicher bewußt durchschauen.

[ 16 ] In genau derselben Weise müssen wir uns stellen zu jener Strömung, die uns heute als Nebenwelle zufließen muß, als eine alte erneuerte Welle, die Verständnis bringen wird für Reinkarnation und Karma, aber unmöglich ein Verständnis für den Christus-Impuls bringen kann. Denn das wäre ebenso absurd, als wenn die Araber den Europäern die richtige Christus-Idee hätten beibringen wollen. Die Araber aber vermochten viele Ideen von falschen Messiassen den Europäern beizubringen, eben bis auf Sabbatai Zewi. Solche Dinge werden sich wieder erneuern. Denn die Entwickelung der Menschheit kann nur vorwärtsgehen, wenn die Menschen die Stärke haben, diese Dinge zu durchschauen. Und wir müssen die Verhältnisse immer klarer und eindringlicher bewußt durchschauen.

[ 17 ] Daher wird sich die Tatsache ergeben, daß diejenige Geisteswissenschaft mit der Zentralidee des Christus, die durch das europäische Rosenkreuzertum begründet worden ist, sich durchsetzen wird gegen alle äußeren Widerstände, und gegen alle Versuchungen von außen in die Gemüter der Menschen einziehen wird. Wie die Zentralidee des Christus hineinziehen muß in die Gemüter der Menschen, wie der Christus in die Gesamtevolution nicht nur der Menschheit, sondern der ganzen Welt hineinverwoben ist, das können Sie aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» entnehmen. Daraus ergibt sich, welches der gerade sich fortentwickelnde Weg ist. Auf diese gerade sich fortentwickelnde Geisteswissenschaft zu hören, werden alle diejenigen die Möglichkeit haben, die ein solches Wort verstehen wie das Wort des Markus-Evangeliums, das am Schlusse der letzten Stunde angeführt worden ist: «Es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten ... Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet ihnen nicht!» — Neben diese Strömung aber stellt sich eine andere weiter außen hin, welche glauben wird, über die Natur des Christus besser noch unterrichtet zu sein als die rosenkreuzerische abendländische Geisteswissenschaft. Da werden dann allerlei Ideen und Lehren in die Welt hineingebracht werden von Anschauungen, die ganz natürlich auf dem Boden der Nebenströmung des orientalisierenden Buddhismus erwachsen werden. Aber es wäre das Zeugnis ärgster Schwäche für europäische Seelen, wenn diese europäischen Seelen nicht imstande wären, den Gedanken zu fassen: in der direkten Verfolgung der Christus-Idee habe auch die Merkuroder Buddha-Strömung ebensowenig Licht zu bringen, wie das Arabertum Licht gebracht hat in der direkten Verfolgung der Christus-Idee. Das wird hier nicht aus irgendeinem Glauben, aus irgendwelchen Dogmen oder Phantasmen herausgeholt, sondern aus dem objektiven Gang der Weltentwickelung. Mit Zahlen oder Kulturströmungen, die Sie verfolgen können, wenn Sie wollen, wird Ihnen belegt, daß die Dinge so sein müssen, wie es die okkulte Wissenschaft lehrt.

[ 17 ] Daher wird sich die Tatsache ergeben, daß diejenige Geisteswissenschaft mit der Zentralidee des Christus, die durch das europäische Rosenkreuzertum begründet worden ist, sich durchsetzen wird gegen alle äußeren Widerstände, und gegen alle Versuchungen von außen in die Gemüter der Menschen einziehen wird. Wie die Zentralidee des Christus hineinziehen muß in die Gemüter der Menschen, wie der Christus in die Gesamtevolution nicht nur der Menschheit, sondern der ganzen Welt hineinverwoben ist, das können Sie aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» entnehmen. Daraus ergibt sich, welches der gerade sich fortentwickelnde Weg ist. Auf diese gerade sich fortentwickelnde Geisteswissenschaft zu hören, werden alle diejenigen die Möglichkeit haben, die ein solches Wort verstehen wie das Wort des Markus-Evangeliums, das am Schlusse der letzten Stunde angeführt worden ist: «Es werden sich erheben falsche Christusse und falsche Propheten ... Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet ihnen nicht!» — Neben diese Strömung aber stellt sich eine andere weiter außen hin, welche glauben wird, über die Natur des Christus besser noch unterrichtet zu sein als die rosenkreuzerische abendländische Geisteswissenschaft. Da werden dann allerlei Ideen und Lehren in die Welt hineingebracht werden von Anschauungen, die ganz natürlich auf dem Boden der Nebenströmung des orientalisierenden Buddhismus erwachsen werden. Aber es wäre das Zeugnis ärgster Schwäche für europäische Seelen, wenn diese europäischen Seelen nicht imstande wären, den Gedanken zu fassen: in der direkten Verfolgung der Christus-Idee habe auch die Merkuroder Buddha-Strömung ebensowenig Licht zu bringen, wie das Arabertum Licht gebracht hat in der direkten Verfolgung der Christus-Idee. Das wird hier nicht aus irgendeinem Glauben, aus irgendwelchen Dogmen oder Phantasmen herausgeholt, sondern aus dem objektiven Gang der Weltentwickelung. Mit Zahlen oder Kulturströmungen, die Sie verfolgen können, wenn Sie wollen, wird Ihnen belegt, daß die Dinge so sein müssen, wie es die okkulte Wissenschaft lehrt.

[ 18 ] Nun wird aber verknüpft sein mit dem, was da eintritt, die Notwendigkeit, zu unterscheiden zwischen einem orthodoxen altorientalischen Buddhismus, der sozusagen den stehengebliebenen Buddhismus hereinverpflanzen will nach Europa und aus dem stehengebliebenen Buddhismus heraus eine «Christus-Idee» erkennen will, und einem wirklich fortentwickelten Buddhismus. Das heißt, es wird Leute geben, die von Buddha so sprechen werden: Seht hin auf Buddha, wie er ungefähr fünf bis sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung gelebt hat! Das sind seine Lehren! - Was diese Leute sagen werden, das ist zu vergleichen mit dem, was die Geisteswissenschaft im rosenkreuzerischen Sinne sagen muß: Es liegt an euch, nicht an Buddha, daß ihr heute so sprecht, als ob Buddha auf dem Standpunkt stehengeblieben wäre, wo er war fünf bis sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung! Glaubt ihr, Buddha sei nicht fortgeschritten? Wenn ihr so sprecht, redet ihr von einer Lehre, die für die damalige Zeit richtig war. Redet immerhin von einer Lehre des Buddha, wie er sie gegeben hat, richtig berechnet für die Zeit fünf bis sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung! Wir aber schauen hinauf zu dem Buddha, der fortgeschritten ist, und der aus geistigen Höhen seinen fortdauernden Einfluß auf die Menschheitskultur ausübt. Wir schauen hin auf jenen Buddha, den wir bei der Betrachtung des Lukas-Evangeliums darstellen konnten, der seinen Einfluß gewonnen hat auf den Jesus aus der nathanischen Linie des Hauses David; schauen auf den Buddha, wie er sich im Reiche des Geistes weiterentwickelt hat, und der uns heute die maßgebenden Wahrheiten zu sagen hat, auf die es ankommt.

[ 18 ] Nun wird aber verknüpft sein mit dem, was da eintritt, die Notwendigkeit, zu unterscheiden zwischen einem orthodoxen altorientalischen Buddhismus, der sozusagen den stehengebliebenen Buddhismus hereinverpflanzen will nach Europa und aus dem stehengebliebenen Buddhismus heraus eine «Christus-Idee» erkennen will, und einem wirklich fortentwickelten Buddhismus. Das heißt, es wird Leute geben, die von Buddha so sprechen werden: Seht hin auf Buddha, wie er ungefähr fünf bis sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung gelebt hat! Das sind seine Lehren! - Was diese Leute sagen werden, das ist zu vergleichen mit dem, was die Geisteswissenschaft im rosenkreuzerischen Sinne sagen muß: Es liegt an euch, nicht an Buddha, daß ihr heute so sprecht, als ob Buddha auf dem Standpunkt stehengeblieben wäre, wo er war fünf bis sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung! Glaubt ihr, Buddha sei nicht fortgeschritten? Wenn ihr so sprecht, redet ihr von einer Lehre, die für die damalige Zeit richtig war. Redet immerhin von einer Lehre des Buddha, wie er sie gegeben hat, richtig berechnet für die Zeit fünf bis sechs Jahrhunderte vor unserer Zeitrechnung! Wir aber schauen hinauf zu dem Buddha, der fortgeschritten ist, und der aus geistigen Höhen seinen fortdauernden Einfluß auf die Menschheitskultur ausübt. Wir schauen hin auf jenen Buddha, den wir bei der Betrachtung des Lukas-Evangeliums darstellen konnten, der seinen Einfluß gewonnen hat auf den Jesus aus der nathanischen Linie des Hauses David; schauen auf den Buddha, wie er sich im Reiche des Geistes weiterentwickelt hat, und der uns heute die maßgebenden Wahrheiten zu sagen hat, auf die es ankommt.

[ 19 ] Es ist dem Christentum als dogmatischem Christentum im Abendlande etwas ganz Kurioses passiert, das man dadurch charakterisieren könnte, daß man sagt: Es ist durch eine sonderbare Verkettung der Umstände geschehen, daß eine buddhaähnliche Gestalt unter die christlichen Heiligen geraten ist. Sie werden sich erinnern, daß ich einmal von einer Legende gesprochen habe, die in der Zeit des Mittelalters über ganz Europa hin erzählt worden ist: die Legende von Barlaam und Josaphat. Sie erzählt uns ungefähr: Es war einmal ein indischer König, der hatte einen Sohn. Diesen Sohn erzog er zunächst so, daß er weit weg lebte von allem menschlichen Elend, von allem äußeren Erdenleben. Er erzog ihn im Königspalaste, wo er nur dasjenige sah, was zum Glück und Segen der Menschheit führt. Josaphat hieß er; der Name ist mehrfach verändert worden und hat die verschiedensten Formen angenommen: Josaphat, Judasaph, Budasaph. Josaphat lebte bis zu einem bestimmten Alter im königlichen Palast, ohne die Welt kennenzulernen. Dann geschah es eines Tages, daß er hinausgeführt wurde aus dem Palaste seines Vaters, und nun lernte er das Leben kennen. Da sah er zunächst einen aussätzigen Menschen, dann einen Blinden und dann einen Greis. Dann wird weiter erzählt, daß er einen christlichen Einsiediler findet mit Namen Barlaam; der brachte es dahin, daß Josaphat das Christentum begriff und zum Christentum übertrat.

[ 19 ] Es ist dem Christentum als dogmatischem Christentum im Abendlande etwas ganz Kurioses passiert, das man dadurch charakterisieren könnte, daß man sagt: Es ist durch eine sonderbare Verkettung der Umstände geschehen, daß eine buddhaähnliche Gestalt unter die christlichen Heiligen geraten ist. Sie werden sich erinnern, daß ich einmal von einer Legende gesprochen habe, die in der Zeit des Mittelalters über ganz Europa hin erzählt worden ist: die Legende von Barlaam und Josaphat. Sie erzählt uns ungefähr: Es war einmal ein indischer König, der hatte einen Sohn. Diesen Sohn erzog er zunächst so, daß er weit weg lebte von allem menschlichen Elend, von allem äußeren Erdenleben. Er erzog ihn im Königspalaste, wo er nur dasjenige sah, was zum Glück und Segen der Menschheit führt. Josaphat hieß er; der Name ist mehrfach verändert worden und hat die verschiedensten Formen angenommen: Josaphat, Judasaph, Budasaph. Josaphat lebte bis zu einem bestimmten Alter im königlichen Palast, ohne die Welt kennenzulernen. Dann geschah es eines Tages, daß er hinausgeführt wurde aus dem Palaste seines Vaters, und nun lernte er das Leben kennen. Da sah er zunächst einen aussätzigen Menschen, dann einen Blinden und dann einen Greis. Dann wird weiter erzählt, daß er einen christlichen Einsiediler findet mit Namen Barlaam; der brachte es dahin, daß Josaphat das Christentum begriff und zum Christentum übertrat.

[ 20 ] Sie werden nicht verkennen, daß in dem Zug, daß einem indischen Könige ein Sohn geboren wird, der fernab von der Welt lebt, dann hinausgeführt wird, einen Aussätzigen, einen Blinden und einen Greis erblickt, Anklänge an die Buddha-Legende selber gegeben sind. Und Sie können auf der andern Seite leicht erkennen, daß im Mittelalter diese Legende fortgeführt wurde, daß ihr aber etwas eingefügt wurde, was dem Buddha nicht zur Last gelegt werden darf: daß er sich zum Christentum bekehren ließ. Das könnte nicht von Buddha gesagt werden.

[ 20 ] Sie werden nicht verkennen, daß in dem Zug, daß einem indischen Könige ein Sohn geboren wird, der fernab von der Welt lebt, dann hinausgeführt wird, einen Aussätzigen, einen Blinden und einen Greis erblickt, Anklänge an die Buddha-Legende selber gegeben sind. Und Sie können auf der andern Seite leicht erkennen, daß im Mittelalter diese Legende fortgeführt wurde, daß ihr aber etwas eingefügt wurde, was dem Buddha nicht zur Last gelegt werden darf: daß er sich zum Christentum bekehren ließ. Das könnte nicht von Buddha gesagt werden.

[ 21 ] Diese Legende hat ein gewisses Bewußtsein bei den Christen hervorgerufen, bei einzelnen Christen wenigstens, besonders aber bei denen, welche die Verzeichnisse von Heiligen gemacht haben. Man hatte gewußt, daß der Name Josaphat, Jodasaph zusammenhängt mit dem, was wir einen Bodhisattva nennen: Jodasaph, Budasaph geht in gerader Linie in Bodhisattva über. Wir sehen also hier eine merkwürdige, recht tiefe Verbindung einer christlichen Legende mit der Buddha-Gestalt. Wir wissen ja, daß uns die orientalische Legende den Buddha darstellt als übergehend in das Nirwana, und daß er die Krone des Bodhisattva übergeben hatte an seinen Nachfolger, den Maitreya-Buddha, der jetzt ein Bodhisattva ist und später der Buddha der Zukunft sein wird. Als Josaphat scheint uns der Buddha in der Legende wieder. Und die Verbindung des Buddhismus mit dem Christentum wird uns in wunderbarer Weise dadurch charakterisiert, daß einer gesagt hat: Der Josaphat ist ein Heiliger; denn Buddha selber war so heilig, daß er sich im Sinne der Legende vom indischen Königssohn zum Christentum bekehrt hat, so daß man ihn unter die Heiligen einreihen kann - obwohl er wieder von anderer Seite verfolgt worden ist.

[ 21 ] Diese Legende hat ein gewisses Bewußtsein bei den Christen hervorgerufen, bei einzelnen Christen wenigstens, besonders aber bei denen, welche die Verzeichnisse von Heiligen gemacht haben. Man hatte gewußt, daß der Name Josaphat, Jodasaph zusammenhängt mit dem, was wir einen Bodhisattva nennen: Jodasaph, Budasaph geht in gerader Linie in Bodhisattva über. Wir sehen also hier eine merkwürdige, recht tiefe Verbindung einer christlichen Legende mit der Buddha-Gestalt. Wir wissen ja, daß uns die orientalische Legende den Buddha darstellt als übergehend in das Nirwana, und daß er die Krone des Bodhisattva übergeben hatte an seinen Nachfolger, den Maitreya-Buddha, der jetzt ein Bodhisattva ist und später der Buddha der Zukunft sein wird. Als Josaphat scheint uns der Buddha in der Legende wieder. Und die Verbindung des Buddhismus mit dem Christentum wird uns in wunderbarer Weise dadurch charakterisiert, daß einer gesagt hat: Der Josaphat ist ein Heiliger; denn Buddha selber war so heilig, daß er sich im Sinne der Legende vom indischen Königssohn zum Christentum bekehrt hat, so daß man ihn unter die Heiligen einreihen kann - obwohl er wieder von anderer Seite verfolgt worden ist.

[ 22 ] Daraus sehen Sie, daß man wußte, wo die spätere Gestalt des Buddhismus beziehungsweise des Buddha zu suchen ist. In den verborgenen Welten ist mittlerweile der Buddhismus mit dem Christentum zusammengeflossen. Und Barlaam, diese merkwürdige Gestalt, hat den Bodhisattva mit dem Christentum bekanntgemacht, so daß wir also den Buddhismus, wenn wir ihn jetzt auch im Sinne dieser Legende als eine fortlebende Weltenströmung verfolgen, nur in der Gestalt wiederaufleben lassen können, in der er jetzt verändert vorhanden ist. Wir müssen von Buddha so reden, wie er heute für uns vorhanden ist, wenn wir hellseherisch seine Eingebungen verstehen. Ebenso wie das Arabertum nicht ein Judentum war, wie der JehovaMond nicht im Arabertum in alter Form und Gestalt wieder aufgetaucht ist, so wird auch der Buddhismus, insofern er in der abendländischen Kultur fruchtbar werden kann, nicht in der alten Gestalt auftauchen, sondern er wird auftauchen in veränderter Gestalt, weil das Spätere nicht bloß als Abklatsch des Früheren wieder auftritt.

[ 22 ] Daraus sehen Sie, daß man wußte, wo die spätere Gestalt des Buddhismus beziehungsweise des Buddha zu suchen ist. In den verborgenen Welten ist mittlerweile der Buddhismus mit dem Christentum zusammengeflossen. Und Barlaam, diese merkwürdige Gestalt, hat den Bodhisattva mit dem Christentum bekanntgemacht, so daß wir also den Buddhismus, wenn wir ihn jetzt auch im Sinne dieser Legende als eine fortlebende Weltenströmung verfolgen, nur in der Gestalt wiederaufleben lassen können, in der er jetzt verändert vorhanden ist. Wir müssen von Buddha so reden, wie er heute für uns vorhanden ist, wenn wir hellseherisch seine Eingebungen verstehen. Ebenso wie das Arabertum nicht ein Judentum war, wie der JehovaMond nicht im Arabertum in alter Form und Gestalt wieder aufgetaucht ist, so wird auch der Buddhismus, insofern er in der abendländischen Kultur fruchtbar werden kann, nicht in der alten Gestalt auftauchen, sondern er wird auftauchen in veränderter Gestalt, weil das Spätere nicht bloß als Abklatsch des Früheren wieder auftritt.

[ 23 ] Das sind kurze, abgerissene Sätze, die Anregungen sein sollen für die Entwickelungsgedanken der Menschheit, die Sie ausbauen können. Und ich kann Ihnen die Versicherung geben, wenn Sie alles nehmen an geschichtlichen Erkenntnissen, was Sie nur auffinden können, und die geisteswissenschaftliche Entwickelung Europas wirklich verfolgen, so können Sie sehen, daß wir jetzt an dem Punkt eines Zusammenfließens des Christentums mit dem Buddhismus stehen. Ebenso wie in der charakterisierten Zeit ein Zusammenfließen der Jahve-Religion mit dem Christentum geschah, so stehen wir heute an einem Zusammenfluß des Buddhismus mit dem Christentum. Prüfen Sie das, indem Sie alles nehmen, was Ihnen die Historiker Europas geben können! Prüfen Sie es aber nicht so, wie die Historiker Europas es gewohnt sind, sondern so, daß alle Faktoren dabei in Betracht gezogen werden; dann werden Sie sehen, daß sich alles bewahrheitet, was ich gesagt habe. Nur müßten wir dabei wochenlang davon reden, was uns zuströmen kann aus dem, was uns als rosenkreuzerische Geistesrichtung innerhalb Europas gegeben wird. Aber nicht nur in der Geschichte können Sie die Belege dafür finden, sondern, wenn Sie die Sache richtig anstellen, auch in der Naturwissenschaft der Gegenwart und den verwandten Gebieten. Sie müssen nur in richtiger Weise suchen, dann können Sie finden, daß in der Tat überall die neuen Begriffe sich gleichsam krampfhaft hereindrängen in die Gegenwart und alte Begriffe unbrauchbar werden und verschwinden. Es arbeiten in einer gewissen Beziehung unsere Forscher, unsere Denker mit unbrauchbar gewordenen Begriffen, weil sie im weitesten Maße noch nicht imstande sind, in der richtigen Weise die Nebenströmung aufzunehmen und zu verarbeiten, die sich vorzugsweise charakterisiert in den Ideen von Reinkarnation und Karma und in dem, was die Geisteswissenschaft sonst zu geben vermag. Mit unbrauchbar gewordenen Begriffen arbeiten unsere Forscher. Sie können die Literatur der Gegenwart auf den Gebieten der verschiedensten Wissenschaften durchgehen, da werden Sie sehen, daß es manchmal für den Kenner dieser Sachen geradezu jammervoll ist, wie Tatsachen auf Tatsachen hervorsprießen im wissenschaftlichen Leben und wie die Begriffe überall nicht ausreichen, um diese Tatsachen zu verstehen. So haben wir einen Begriff — diese Dinge können heute hier nur angedeutet werden -, der heute noch eine große Rolle spielt im weitesten Umfange unserer Wissenschaft: der Begriff der Vererbung. So wie dieser Begriff der Vererbung heute noch in den verschiedenen Wissenschaften figuriert und sogar in das populäre Leben eintritt, so ist er einfach nicht zu brauchen. Die Tatsachen werden die Menschen lehren, daß sie zu ihrem Verständnis andere Begriffe erfordern als zum Beispiel den ganz unbrauchbaren Begriff von Vererbung, den man heute im weitesten Umfange der Wissenschaften hat. In bezug auf Vererbung beim Menschen und auch bei verwandten Wesen wird es sich zeigen, daß gewisse Tatsachen, die heute durchaus schon bekannt sind, erst verstanden werden können, wenn ganz andere Begriffe vorhanden sind. Spricht man heute beim Menschen von Vererbung in aufeinanderfolgenden Generationen, so hat man den Glauben, als ob man alles, was an Fähigkeiten beim Menschen auftritt, verfolgen könnte in der Vererbungslinie bei den unmittelbaren Vorfahren. Aber erst der Begriff von Reinkarnation und Karma wird es möglich machen, daß klare Begriffe darüber an Stelle der jetzigen verworrenen treten können. So wird es sich zeigen, daß ein großer Teil dessen, was heute in der Menschennatur ist - ich kann das hier nur andeuten -, überhaupt nichts zu tun hat mit dem, was man den gegenseitigen Einfluß der Geschlechter nennt; während eine verworrene Wissenschaft heute noch lehrt, daß alles, was am Menschen ist, seinen Anfang nimmt von der Empfängnis durch das Zusammentreten des Männlichen und des Weiblichen. Denn es ist gar nicht wahr, daß alles, was im Menschen auftritt, irgend etwas zu tun hat mit dem, was sozusagen unmittelbar physisch zusammentritt in der Verbindung der Geschlechter. Sie werden über diese Sache genauer nachdenken müssen; ich will es ja nur als eine Anregung geben.

[ 23 ] Das sind kurze, abgerissene Sätze, die Anregungen sein sollen für die Entwickelungsgedanken der Menschheit, die Sie ausbauen können. Und ich kann Ihnen die Versicherung geben, wenn Sie alles nehmen an geschichtlichen Erkenntnissen, was Sie nur auffinden können, und die geisteswissenschaftliche Entwickelung Europas wirklich verfolgen, so können Sie sehen, daß wir jetzt an dem Punkt eines Zusammenfließens des Christentums mit dem Buddhismus stehen. Ebenso wie in der charakterisierten Zeit ein Zusammenfließen der Jahve-Religion mit dem Christentum geschah, so stehen wir heute an einem Zusammenfluß des Buddhismus mit dem Christentum. Prüfen Sie das, indem Sie alles nehmen, was Ihnen die Historiker Europas geben können! Prüfen Sie es aber nicht so, wie die Historiker Europas es gewohnt sind, sondern so, daß alle Faktoren dabei in Betracht gezogen werden; dann werden Sie sehen, daß sich alles bewahrheitet, was ich gesagt habe. Nur müßten wir dabei wochenlang davon reden, was uns zuströmen kann aus dem, was uns als rosenkreuzerische Geistesrichtung innerhalb Europas gegeben wird. Aber nicht nur in der Geschichte können Sie die Belege dafür finden, sondern, wenn Sie die Sache richtig anstellen, auch in der Naturwissenschaft der Gegenwart und den verwandten Gebieten. Sie müssen nur in richtiger Weise suchen, dann können Sie finden, daß in der Tat überall die neuen Begriffe sich gleichsam krampfhaft hereindrängen in die Gegenwart und alte Begriffe unbrauchbar werden und verschwinden. Es arbeiten in einer gewissen Beziehung unsere Forscher, unsere Denker mit unbrauchbar gewordenen Begriffen, weil sie im weitesten Maße noch nicht imstande sind, in der richtigen Weise die Nebenströmung aufzunehmen und zu verarbeiten, die sich vorzugsweise charakterisiert in den Ideen von Reinkarnation und Karma und in dem, was die Geisteswissenschaft sonst zu geben vermag. Mit unbrauchbar gewordenen Begriffen arbeiten unsere Forscher. Sie können die Literatur der Gegenwart auf den Gebieten der verschiedensten Wissenschaften durchgehen, da werden Sie sehen, daß es manchmal für den Kenner dieser Sachen geradezu jammervoll ist, wie Tatsachen auf Tatsachen hervorsprießen im wissenschaftlichen Leben und wie die Begriffe überall nicht ausreichen, um diese Tatsachen zu verstehen. So haben wir einen Begriff — diese Dinge können heute hier nur angedeutet werden -, der heute noch eine große Rolle spielt im weitesten Umfange unserer Wissenschaft: der Begriff der Vererbung. So wie dieser Begriff der Vererbung heute noch in den verschiedenen Wissenschaften figuriert und sogar in das populäre Leben eintritt, so ist er einfach nicht zu brauchen. Die Tatsachen werden die Menschen lehren, daß sie zu ihrem Verständnis andere Begriffe erfordern als zum Beispiel den ganz unbrauchbaren Begriff von Vererbung, den man heute im weitesten Umfange der Wissenschaften hat. In bezug auf Vererbung beim Menschen und auch bei verwandten Wesen wird es sich zeigen, daß gewisse Tatsachen, die heute durchaus schon bekannt sind, erst verstanden werden können, wenn ganz andere Begriffe vorhanden sind. Spricht man heute beim Menschen von Vererbung in aufeinanderfolgenden Generationen, so hat man den Glauben, als ob man alles, was an Fähigkeiten beim Menschen auftritt, verfolgen könnte in der Vererbungslinie bei den unmittelbaren Vorfahren. Aber erst der Begriff von Reinkarnation und Karma wird es möglich machen, daß klare Begriffe darüber an Stelle der jetzigen verworrenen treten können. So wird es sich zeigen, daß ein großer Teil dessen, was heute in der Menschennatur ist - ich kann das hier nur andeuten -, überhaupt nichts zu tun hat mit dem, was man den gegenseitigen Einfluß der Geschlechter nennt; während eine verworrene Wissenschaft heute noch lehrt, daß alles, was am Menschen ist, seinen Anfang nimmt von der Empfängnis durch das Zusammentreten des Männlichen und des Weiblichen. Denn es ist gar nicht wahr, daß alles, was im Menschen auftritt, irgend etwas zu tun hat mit dem, was sozusagen unmittelbar physisch zusammentritt in der Verbindung der Geschlechter. Sie werden über diese Sache genauer nachdenken müssen; ich will es ja nur als eine Anregung geben.

[ 24 ] Wenn Sie den physischen Leib des Menschen betrachten, so wissen Sie, daß derselbe eine alte Geschichte hat: Er hat eine Saturnepoche durchgemacht, eine Sonnenepoche, eine Mondepoche und macht jetzt die Erdepoche durch. Erst während der Mondepoche tritt der Einfluß des Astralleibes auf. Der war vorher nicht da. Dieser Astralleib veränderte natürlich auch den physischen Leib des Menschen. Deshalb erscheint uns der physische Leib heute nicht nur so, wie er durch die Kräfte aus der Saturn- und Sonnenzeit geworden ist, sondern wie er geworden ist unter diesen Kräften und unter den Kräften des Astralleibes und des Ich. Vererbbar durch das Zusammenwirken der Geschlechter ist nur das am physischen Leibe, was mit dem Einfluß des Astralleibes auf den physischen Leib zusammenhängt; während alles, was Gesetze sind, die auf die Saturn- und Sonnenzeit zurückgeführt werden müssen, überhaupt nichts zu tun hat mit dem Zusammenwirken der Geschlechter. Unmittelbar wird ein Teil der Menschennatur empfangen - nicht von dem andern Geschlecht, sondern unmittelbar aus dem Makrokosmos herein. Das heißt, was wir in uns tragen, das stammt gar nicht etwa umfänglich von dem Zusammenwirken der Geschlechter her. Nur das stammt davon her, was von unserem Astralleib an uns abhängt, während wir einen großen Teil der Menschennatur so in uns tragen, daß er empfangen wird — von der Mutter zum Beispiel — unmittelbar aus dem Makrokosmos herein, gar nicht auf dem Umwege durch das andere Geschlecht. Deshalb müssen wir in der menschlichen Natur unterscheiden einen solchen Teil, der auf das Zusammenwirken der Geschlechter zurückgeht, und einen solchen, der unmittelbar von der Mutter empfangen wird vom Makrokosmos herein. Denken Sie einmal, daß ja über diese Dinge erst Klarheit herrschen kann, wenn man einmal reinlich wird scheiden können zwischen den einzelnen Gliedern der Menschennatur, während heute alles durcheinandergeworfen wird. Denn im physischen Leib hat man nicht etwas Abgeschlossenes, sondern das Hereinwirken der Kräfte vom Ätherleib, Astralleib und Ich, und man muß nun wieder unterscheiden solche Kräfte, die direkt dem Einfluß des Makrokosmos zu verdanken sind, und solche, die dem Zusammenwirken der Geschlechter zuzuschreiben sind.

[ 24 ] Wenn Sie den physischen Leib des Menschen betrachten, so wissen Sie, daß derselbe eine alte Geschichte hat: Er hat eine Saturnepoche durchgemacht, eine Sonnenepoche, eine Mondepoche und macht jetzt die Erdepoche durch. Erst während der Mondepoche tritt der Einfluß des Astralleibes auf. Der war vorher nicht da. Dieser Astralleib veränderte natürlich auch den physischen Leib des Menschen. Deshalb erscheint uns der physische Leib heute nicht nur so, wie er durch die Kräfte aus der Saturn- und Sonnenzeit geworden ist, sondern wie er geworden ist unter diesen Kräften und unter den Kräften des Astralleibes und des Ich. Vererbbar durch das Zusammenwirken der Geschlechter ist nur das am physischen Leibe, was mit dem Einfluß des Astralleibes auf den physischen Leib zusammenhängt; während alles, was Gesetze sind, die auf die Saturn- und Sonnenzeit zurückgeführt werden müssen, überhaupt nichts zu tun hat mit dem Zusammenwirken der Geschlechter. Unmittelbar wird ein Teil der Menschennatur empfangen - nicht von dem andern Geschlecht, sondern unmittelbar aus dem Makrokosmos herein. Das heißt, was wir in uns tragen, das stammt gar nicht etwa umfänglich von dem Zusammenwirken der Geschlechter her. Nur das stammt davon her, was von unserem Astralleib an uns abhängt, während wir einen großen Teil der Menschennatur so in uns tragen, daß er empfangen wird — von der Mutter zum Beispiel — unmittelbar aus dem Makrokosmos herein, gar nicht auf dem Umwege durch das andere Geschlecht. Deshalb müssen wir in der menschlichen Natur unterscheiden einen solchen Teil, der auf das Zusammenwirken der Geschlechter zurückgeht, und einen solchen, der unmittelbar von der Mutter empfangen wird vom Makrokosmos herein. Denken Sie einmal, daß ja über diese Dinge erst Klarheit herrschen kann, wenn man einmal reinlich wird scheiden können zwischen den einzelnen Gliedern der Menschennatur, während heute alles durcheinandergeworfen wird. Denn im physischen Leib hat man nicht etwas Abgeschlossenes, sondern das Hereinwirken der Kräfte vom Ätherleib, Astralleib und Ich, und man muß nun wieder unterscheiden solche Kräfte, die direkt dem Einfluß des Makrokosmos zu verdanken sind, und solche, die dem Zusammenwirken der Geschlechter zuzuschreiben sind.

[ 25 ] Aber auch durch die väterliche Natur wird etwas aufgenommen, was nichts zu tun hat mit dem Zusammenwirken der Geschlechter. Während gewisse Werkzeuge und Gesetze, die gar nicht auf geschlechtlicher Vererbung beruhen, aufgenommen werden und direkt eingepflanzt werden auf dem Umwege durch den mütterlichen Organismus aus dem Makrokosmos herein, werden auch auf dem Umwege durch den väterlichen Organismus Gesetze aus dem Makrokosmos eingepflanzt, die einen geistigen Weg nehmen. Bei dem, was auf dem Umwege durch den mütterlichen Organismus aufgenommen wird, kann man sich noch sagen: Der mütterliche Organismus ist ein Angriffsmoment. Aber was in bezug auf den Organismus der Mutter gar nicht dem Zusammenwirken der Geschlechter entstammt, das wirkt zusammen mit etwas, was wieder nicht dem Zusammenwirken der Geschlechter, sondern dem Väterlichen entstammt. Es findet also ein Weltenvorgang, ein makrokosmischer Vorgang statt, der sich in den Leibesgliedern und -formen zum Ausdruck bringt. Daher geht man völlig fehl, wenn man heute die Entwickelung des Menschenkeimes einfach so darstellt, daß alles auf Vererbung zurückgeführt wird, während Dinge direkt aus dem Makrokosmos herein aufgenommen werden.

[ 25 ] Aber auch durch die väterliche Natur wird etwas aufgenommen, was nichts zu tun hat mit dem Zusammenwirken der Geschlechter. Während gewisse Werkzeuge und Gesetze, die gar nicht auf geschlechtlicher Vererbung beruhen, aufgenommen werden und direkt eingepflanzt werden auf dem Umwege durch den mütterlichen Organismus aus dem Makrokosmos herein, werden auch auf dem Umwege durch den väterlichen Organismus Gesetze aus dem Makrokosmos eingepflanzt, die einen geistigen Weg nehmen. Bei dem, was auf dem Umwege durch den mütterlichen Organismus aufgenommen wird, kann man sich noch sagen: Der mütterliche Organismus ist ein Angriffsmoment. Aber was in bezug auf den Organismus der Mutter gar nicht dem Zusammenwirken der Geschlechter entstammt, das wirkt zusammen mit etwas, was wieder nicht dem Zusammenwirken der Geschlechter, sondern dem Väterlichen entstammt. Es findet also ein Weltenvorgang, ein makrokosmischer Vorgang statt, der sich in den Leibesgliedern und -formen zum Ausdruck bringt. Daher geht man völlig fehl, wenn man heute die Entwickelung des Menschenkeimes einfach so darstellt, daß alles auf Vererbung zurückgeführt wird, während Dinge direkt aus dem Makrokosmos herein aufgenommen werden.

[ 26 ] Da haben Sie etwas, wo gegenwärtig die Tatsachen weit hinausgehen über das, was die Wissenschaft an Begriffen hat; denn deren Begriffe rühren noch von älteren Epochen her. Nun können Sie fragen: Zeigt sich denn das irgendwie? — Populäre Bücher sprechen wenig davon, aber auf dem Felde des okkulten Betriebes tritt es klar hervor. Ich möchte Sie da auf etwas aufmerksam machen. Ich kann es zwar nur andeuten, möchte aber anführen, daß es einen sehr merkwürdigen Gegensatz gibt zwischen zwei Naturforschern und Denkern der Gegenwart, der aber auch weitere Kreise gezogen hat und andere ergriffen hat. Und wie die Charaktere der beiden Naturforscher sind, das redet bezeichnend für die ganze Sachlage. Da haben Sie Haeckel, der, weil er seine bewunderungswürdigen Tatsachen mit den urältesten Begriffen verarbeitet, alles auf Vererbung zurückführt und die ganze Keimesgeschichte als auf Vererbung beruhend darstellt. Und ihm steht gegenüber der Forscher, der sich eigentlich nun mehr an die Tatsachen hält und dem daher mit einem gewissen Recht vorgeworfen werden kann, daß er zu wenig denkt, His, der Zoologe und Naturforscher. His war genötigt durch die eigentümliche Art, wie er die Tatsachen verfolgt hat, gegen die Vererbungsidee bei Haeckel aufzutreten und darauf aufmerksam zu machen, daß gewisse Organe und Organformen im Menschen nur zu erklären sind, wenn man davon absieht, daß sie ihren Ursprung dem Zusammenwirken der Geschlechter verdanken; worüber dann Haeckel spottete: Also schreibt Herr His die Entstehung des Menschenleibes einer gewissen jungfräulichen Einwirkung zu, die nicht auf einem Zusammenwirken der Geschlechter beruht! - Das ist aber auch ganz richtig. Denn die wissenschaftlichen Tatsachen drängen heute dazu, daß das, was auf das Zusammenwirken der Geschlechter zurückgeführt werden kann, abzutrennen ist von dem, was direkt vom Makrokosmos hereinkommt — was natürlich für weite Kreise heute eine ganz absurde Idee ist. Daraus sehen Sie, daß heute schon auf dem Boden der Wissenschaft hingedrängt wird zu neuen Begriffen. Wir stehen mitten drinnen in einer Entwickelung, die da sagt: Wollt ihr die Tatsachen, die euch gegeben werden, richtig begreifen, so müßt ihr eine Reihe ganz neuer Begriffe aufnehmen; denn ihr reicht nicht mehr aus mit dem, was ihr als Begriffe aus alten Zeiten überkommen habt.

[ 26 ] Da haben Sie etwas, wo gegenwärtig die Tatsachen weit hinausgehen über das, was die Wissenschaft an Begriffen hat; denn deren Begriffe rühren noch von älteren Epochen her. Nun können Sie fragen: Zeigt sich denn das irgendwie? — Populäre Bücher sprechen wenig davon, aber auf dem Felde des okkulten Betriebes tritt es klar hervor. Ich möchte Sie da auf etwas aufmerksam machen. Ich kann es zwar nur andeuten, möchte aber anführen, daß es einen sehr merkwürdigen Gegensatz gibt zwischen zwei Naturforschern und Denkern der Gegenwart, der aber auch weitere Kreise gezogen hat und andere ergriffen hat. Und wie die Charaktere der beiden Naturforscher sind, das redet bezeichnend für die ganze Sachlage. Da haben Sie Haeckel, der, weil er seine bewunderungswürdigen Tatsachen mit den urältesten Begriffen verarbeitet, alles auf Vererbung zurückführt und die ganze Keimesgeschichte als auf Vererbung beruhend darstellt. Und ihm steht gegenüber der Forscher, der sich eigentlich nun mehr an die Tatsachen hält und dem daher mit einem gewissen Recht vorgeworfen werden kann, daß er zu wenig denkt, His, der Zoologe und Naturforscher. His war genötigt durch die eigentümliche Art, wie er die Tatsachen verfolgt hat, gegen die Vererbungsidee bei Haeckel aufzutreten und darauf aufmerksam zu machen, daß gewisse Organe und Organformen im Menschen nur zu erklären sind, wenn man davon absieht, daß sie ihren Ursprung dem Zusammenwirken der Geschlechter verdanken; worüber dann Haeckel spottete: Also schreibt Herr His die Entstehung des Menschenleibes einer gewissen jungfräulichen Einwirkung zu, die nicht auf einem Zusammenwirken der Geschlechter beruht! - Das ist aber auch ganz richtig. Denn die wissenschaftlichen Tatsachen drängen heute dazu, daß das, was auf das Zusammenwirken der Geschlechter zurückgeführt werden kann, abzutrennen ist von dem, was direkt vom Makrokosmos hereinkommt — was natürlich für weite Kreise heute eine ganz absurde Idee ist. Daraus sehen Sie, daß heute schon auf dem Boden der Wissenschaft hingedrängt wird zu neuen Begriffen. Wir stehen mitten drinnen in einer Entwickelung, die da sagt: Wollt ihr die Tatsachen, die euch gegeben werden, richtig begreifen, so müßt ihr eine Reihe ganz neuer Begriffe aufnehmen; denn ihr reicht nicht mehr aus mit dem, was ihr als Begriffe aus alten Zeiten überkommen habt.

[ 27 ] Daraus sehen wir, wie mit unserer Kultur zusammenfließen muß eine Nebenströmung. Das ist die Merkurströmung, die sich dadurch kundgibt, daß der, welcher heute eine okkulte Entwickelung durchmacht, wie sie in den verschiedenen Vorträgen geschildert worden ist, hineinwächst in die geistige Welt und dadurch gewisse neue Tatsachen erlebt. Die fließen ihm zu, strömen in seine Seele hinein. Wir können ja in einer gewissen Weise dieses Sichhineinleben des Menschen in eine andere Welt bezeichnen oder vergleichen mit dem Fisch, der aus dem Wasser in die Luft versetzt wird, der sich aber zuerst dafür vorbereitet hätte, indem er seine Schwimmblase in Lungen verwandelt hätte. Wir können damit vergleichen das Übergehen eines Menschen von der sinnlichen Anschauung in die geistige Anschauung, indem die Seele sich fähig gemacht hat, gewisse Kräfte in einem andern Element zu gebrauchen. Da zeigt sich dann Verschiedenstes. Heute ist die Luft gerade durchsetzt von denjenigen Gedanken, die es uns nötig machen, die neuen, auf dem physischen Plan auftretenden Tatsachen der Wissenschaft so recht zu begreifen. Man lebt sich hinein als übersinnlicher Forscher in das, was von allen Seiten als Tatsachen herandrängt. Das war noch nicht so, bevor die Nebenströmung aufgetreten ist, von der ich heute sprach. Wir sehen also: Wo wir auch die Sachen anfassen, wir leben in einer außerordentlich wichtigen Epoche, in einer Zeit, in welcher es gar nicht möglich sein wird, weiterzuleben, wenn nicht eben solche Umwälzungen eintreten im menschlichen Denken und Empfinden, wie sie als notwendig erklärt worden sind.

[ 27 ] Daraus sehen wir, wie mit unserer Kultur zusammenfließen muß eine Nebenströmung. Das ist die Merkurströmung, die sich dadurch kundgibt, daß der, welcher heute eine okkulte Entwickelung durchmacht, wie sie in den verschiedenen Vorträgen geschildert worden ist, hineinwächst in die geistige Welt und dadurch gewisse neue Tatsachen erlebt. Die fließen ihm zu, strömen in seine Seele hinein. Wir können ja in einer gewissen Weise dieses Sichhineinleben des Menschen in eine andere Welt bezeichnen oder vergleichen mit dem Fisch, der aus dem Wasser in die Luft versetzt wird, der sich aber zuerst dafür vorbereitet hätte, indem er seine Schwimmblase in Lungen verwandelt hätte. Wir können damit vergleichen das Übergehen eines Menschen von der sinnlichen Anschauung in die geistige Anschauung, indem die Seele sich fähig gemacht hat, gewisse Kräfte in einem andern Element zu gebrauchen. Da zeigt sich dann Verschiedenstes. Heute ist die Luft gerade durchsetzt von denjenigen Gedanken, die es uns nötig machen, die neuen, auf dem physischen Plan auftretenden Tatsachen der Wissenschaft so recht zu begreifen. Man lebt sich hinein als übersinnlicher Forscher in das, was von allen Seiten als Tatsachen herandrängt. Das war noch nicht so, bevor die Nebenströmung aufgetreten ist, von der ich heute sprach. Wir sehen also: Wo wir auch die Sachen anfassen, wir leben in einer außerordentlich wichtigen Epoche, in einer Zeit, in welcher es gar nicht möglich sein wird, weiterzuleben, wenn nicht eben solche Umwälzungen eintreten im menschlichen Denken und Empfinden, wie sie als notwendig erklärt worden sind.

[ 28 ] Ich sagte, wie der Fisch, der gewohnt ist, im Wasser zu leben, sich in ein neues Element hineinleben müßte, so müßte der Mensch sich hineinleben in ein neues Element. Aber der Mensch muß sich auch in seinem Denken hineinleben in die Tatsachen, die einmal der physische Plan hervorbringt. Die Menschen, die sich gegen das neue Denken stemmen wollten, wären in einer solchen Lage wie ein Fisch, der einfach aus dem Wasser herausgenommen wird. Man kann nämlich nicht im Wasser bleiben! Und Sie werden dann sehen, in welchem Luftmangel solche Menschen später leben werden in bezug auf geistige Begriffe. Oh, sie werden schnappen nach Luft! Und die Menschen, die in dem heutigen Monismus weiterleben wollen, gleichen solchen Fischen, die den Aufenthalt im Wasser mit dem Aufenthalt in der Luft vertauschen wollten, die aber ihre Kiemen behalten möchten. Einzig und allein die Menschenseelen, die ihre Fähigkeiten verwandeln, die gewachsen sind einer neuen Auffassung der Tatsachen mit den Gedanken, die werden begreifen, was die Zukunft bringen wird.

[ 28 ] Ich sagte, wie der Fisch, der gewohnt ist, im Wasser zu leben, sich in ein neues Element hineinleben müßte, so müßte der Mensch sich hineinleben in ein neues Element. Aber der Mensch muß sich auch in seinem Denken hineinleben in die Tatsachen, die einmal der physische Plan hervorbringt. Die Menschen, die sich gegen das neue Denken stemmen wollten, wären in einer solchen Lage wie ein Fisch, der einfach aus dem Wasser herausgenommen wird. Man kann nämlich nicht im Wasser bleiben! Und Sie werden dann sehen, in welchem Luftmangel solche Menschen später leben werden in bezug auf geistige Begriffe. Oh, sie werden schnappen nach Luft! Und die Menschen, die in dem heutigen Monismus weiterleben wollen, gleichen solchen Fischen, die den Aufenthalt im Wasser mit dem Aufenthalt in der Luft vertauschen wollten, die aber ihre Kiemen behalten möchten. Einzig und allein die Menschenseelen, die ihre Fähigkeiten verwandeln, die gewachsen sind einer neuen Auffassung der Tatsachen mit den Gedanken, die werden begreifen, was die Zukunft bringen wird.

[ 29 ] So fühlen wir uns mit vollem Verständnisse stehend an einem Zusammenfluß zweier Weltanschauungsströmungen. Die eine soll uns bringen eine vertiefte Auffassung des Christus-Problems, des Mysteriums von Golgatha, und die andere soll bringen neue Begriffe und Ideen über die Wirklichkeit. Beide sind in die Notwendigkeit versetzt, zusammenzuströmen in unserer Zeit. Es wird nicht abgehen ohne die schlimmsten Hindernisse. Denn solche Zeiten, in welchen sich Weltanschauungsströmungen begegnen, treffen viele Hemmungen und Hindernisse. Und es wird in einer gewissen Beziehung die der Geisteswissenschaft anhängende Menschheit mitten hineingestellt sein auf den Platz, wo ganz notwendig sich ergeben wird das Verständnis für solche Dinge. Mancher von denjenigen, die sozusagen unsere Mitglieder sind, könnte vielleicht sagen mit Bezug auf eine Auseinandersetzung, wie sie heute gepflogen worden ist: Was du da sagst, ist schwer verständlich, und wir müssen uns erst lange hineinarbeiten. Warum gibst du uns nicht bequemere Kost, die uns von der Spiritualität der Welt überzeugen könnte, die uns bequemer munden könnte? Warum stellst du solche Anforderungen an das Verständnis der Welt? - Mancher könnte so sprechen und sagen: Wie viel schöner wäre es, wenn wir daran glauben dürften, was uns ein aus dem Altertum unmittelbar übertragener Buddhismus sagen kann: daß wir nicht das Christus-Ereignis so zu denken hätten wie den einen Punkt, an dem die Waage hängt, und daß es neben diesem keinen zweiten solchen geben kann, sondern daß eine Wesenheit wie der Christus sich, wie andere Menschen auch, immer wieder und wieder inkarniert. Warum sagst du nicht: Es wird da oder dort einer im Fleische kommen! - statt so etwas zu sagen, daß sich die Menschen fähig machen müssen, die Wiedererneuerung des Ereignisses vor Damaskus zu erleben? Denn wenn uns gesagt wird: Es wird einer im Fleische kommen -, dann können wir sagen: Da, seht hin, da ist er! wir können ihn mit physischen Augen sehen! — Das ist viel leichter verständlich.

[ 29 ] So fühlen wir uns mit vollem Verständnisse stehend an einem Zusammenfluß zweier Weltanschauungsströmungen. Die eine soll uns bringen eine vertiefte Auffassung des Christus-Problems, des Mysteriums von Golgatha, und die andere soll bringen neue Begriffe und Ideen über die Wirklichkeit. Beide sind in die Notwendigkeit versetzt, zusammenzuströmen in unserer Zeit. Es wird nicht abgehen ohne die schlimmsten Hindernisse. Denn solche Zeiten, in welchen sich Weltanschauungsströmungen begegnen, treffen viele Hemmungen und Hindernisse. Und es wird in einer gewissen Beziehung die der Geisteswissenschaft anhängende Menschheit mitten hineingestellt sein auf den Platz, wo ganz notwendig sich ergeben wird das Verständnis für solche Dinge. Mancher von denjenigen, die sozusagen unsere Mitglieder sind, könnte vielleicht sagen mit Bezug auf eine Auseinandersetzung, wie sie heute gepflogen worden ist: Was du da sagst, ist schwer verständlich, und wir müssen uns erst lange hineinarbeiten. Warum gibst du uns nicht bequemere Kost, die uns von der Spiritualität der Welt überzeugen könnte, die uns bequemer munden könnte? Warum stellst du solche Anforderungen an das Verständnis der Welt? - Mancher könnte so sprechen und sagen: Wie viel schöner wäre es, wenn wir daran glauben dürften, was uns ein aus dem Altertum unmittelbar übertragener Buddhismus sagen kann: daß wir nicht das Christus-Ereignis so zu denken hätten wie den einen Punkt, an dem die Waage hängt, und daß es neben diesem keinen zweiten solchen geben kann, sondern daß eine Wesenheit wie der Christus sich, wie andere Menschen auch, immer wieder und wieder inkarniert. Warum sagst du nicht: Es wird da oder dort einer im Fleische kommen! - statt so etwas zu sagen, daß sich die Menschen fähig machen müssen, die Wiedererneuerung des Ereignisses vor Damaskus zu erleben? Denn wenn uns gesagt wird: Es wird einer im Fleische kommen -, dann können wir sagen: Da, seht hin, da ist er! wir können ihn mit physischen Augen sehen! — Das ist viel leichter verständlich.

[ 30 ] Daß so etwas gesagt wird, dafür werden schon andere sorgen. Daß die Wahrheit gesagt werde, das ist die Aufgabe der abendländischen Geisteswissenschaft. Die Wahrheit unter voller Verantwortung aller Vorbedingungen, welche in der Entwickelung liegen, die bis zu unserem heutigen Tag geführt hat. Und wer Bequemlichkeit in der spirituellen Welt will, der mag auf andern Wegen die Spiritualität suchen. Wer aber die Wahrheit finden will, die Wahrheit, wie sie unsere Zeit braucht, nämlich so, daß wir für diese Wahrheit alle Intellektualität benützen, die wir zum alten Hellsehen hinzugewonnen haben bis zu dem Tage, wo das neue Hellsehen wieder anbricht, und wer diese Intellektualität verstehen will, wie sie heute verstanden werden muß, von dem bin ich mir klar, daß er den Weg gehen wird, der mit den Worten, die heute und schon öfter hier gesprochen worden sind, vorgezeichnet ist. Denn nicht darum handelt es sich, daß wir erst sagen, wie wir die Wahrheit haben wollen, sondern daß wir aus dem ganzen Gange der Menschheitsentwickelung in einer bestimmten Epoche wissen, wie diese Wahrheit notwendigerweise in einem bestimmten Zeitpunkt gesagt werden muß. Oh, es wird mancherlei anderes gesagt werden! Sie aber sollen nicht unvorbereitet sein auf mancherlei anderes, was gesagt werden könnte. Deshalb wird nicht verfehlt werden innerhalb der rosenkreuzerischen Geistesentwickelung, immer wieder und wieder auf das hinzuweisen, was auf der vollen Höhe des geistigen Erkennens unserer Zeit stehen kann. Und Sie haben ein Mittel, um das, was an diesem Orte oder sonstwo gesagt werden wird, nicht in einem blinden Glauben aufzunehmen; denn an einen solchen blinden Glauben wird hier, in dieser Geistesströmung, nie appelliert. Sie haben dieses Mittel in dem Gebrauch Ihrer Vernunft, Ihrer Intellektualität, Ihres eigenen Verstandes, und Sie können die Worte hören, die immer wiederholt werden: Nehmen Sie das ganze Leben, die ganze Wissenschaft, alles, was Sie erfahren können, zusammen, und prüfen Sie, was innerhalb der rosenkreuzerischen Geistesströmung gegeben wird! Versäumen Sie nicht, alles zu prüfen, und Sie werden sehen, daß es der Prüfung standhält! Die, welche in der rosenkreuzerischen Geistesrichtung leben werden, die werden wissen, daß es der Prüfung standhält. Aber versäumen Sie nicht, die Prüfung anzulegen! Denn gerade auf dem Boden, wo sich die Gegensätze am meisten berühren, wenn vielleicht das glatte Gegenteil irgendwo auftritt, auf dem Boden der wirklichen Spiritualität darf überhaupt kein Glaube maßgebend sein. Unfruchtbar und totgeboren wird alles sein, was auf einem blinden Glauben beruht. Leicht wäre es, auf einen blinden Glauben zu bauen. Darauf verzichtet der, welcher in den Reihen des abendländischen Geisteslebens steht. Dafür aber baut er auf das, was geprüft werden kann an der Vernunft, an dem Verstand, an der menschlichen Intellektualität. Denn diejenigen, welche da verbunden sind mit den Quellen unserer rosenkreuzerischen Geistesrichtung, die sagen, indem sie aus dieser Geistesrichtung heraus sprechen: So liegen die Dinge nach gewissenhafter Prüfung, und auf dem Boden der Wahrheit soll das Gebäude der Geisteswissenschaft aufgerichtet werden. Der Boden eines leichten Glaubens ist nicht unser Boden. Auf dem Boden sorgfältig geprüfter, wenn vielleicht auch schwieriger Wahrheit wird aufgerichtet sein das Gebäude der Geisteswissenschaft, und die Propheten eines blinden, eines bequemen Glaubens werden das Gebäude der Geisteswissenschaft nicht erschüttern.

[ 30 ] Daß so etwas gesagt wird, dafür werden schon andere sorgen. Daß die Wahrheit gesagt werde, das ist die Aufgabe der abendländischen Geisteswissenschaft. Die Wahrheit unter voller Verantwortung aller Vorbedingungen, welche in der Entwickelung liegen, die bis zu unserem heutigen Tag geführt hat. Und wer Bequemlichkeit in der spirituellen Welt will, der mag auf andern Wegen die Spiritualität suchen. Wer aber die Wahrheit finden will, die Wahrheit, wie sie unsere Zeit braucht, nämlich so, daß wir für diese Wahrheit alle Intellektualität benützen, die wir zum alten Hellsehen hinzugewonnen haben bis zu dem Tage, wo das neue Hellsehen wieder anbricht, und wer diese Intellektualität verstehen will, wie sie heute verstanden werden muß, von dem bin ich mir klar, daß er den Weg gehen wird, der mit den Worten, die heute und schon öfter hier gesprochen worden sind, vorgezeichnet ist. Denn nicht darum handelt es sich, daß wir erst sagen, wie wir die Wahrheit haben wollen, sondern daß wir aus dem ganzen Gange der Menschheitsentwickelung in einer bestimmten Epoche wissen, wie diese Wahrheit notwendigerweise in einem bestimmten Zeitpunkt gesagt werden muß. Oh, es wird mancherlei anderes gesagt werden! Sie aber sollen nicht unvorbereitet sein auf mancherlei anderes, was gesagt werden könnte. Deshalb wird nicht verfehlt werden innerhalb der rosenkreuzerischen Geistesentwickelung, immer wieder und wieder auf das hinzuweisen, was auf der vollen Höhe des geistigen Erkennens unserer Zeit stehen kann. Und Sie haben ein Mittel, um das, was an diesem Orte oder sonstwo gesagt werden wird, nicht in einem blinden Glauben aufzunehmen; denn an einen solchen blinden Glauben wird hier, in dieser Geistesströmung, nie appelliert. Sie haben dieses Mittel in dem Gebrauch Ihrer Vernunft, Ihrer Intellektualität, Ihres eigenen Verstandes, und Sie können die Worte hören, die immer wiederholt werden: Nehmen Sie das ganze Leben, die ganze Wissenschaft, alles, was Sie erfahren können, zusammen, und prüfen Sie, was innerhalb der rosenkreuzerischen Geistesströmung gegeben wird! Versäumen Sie nicht, alles zu prüfen, und Sie werden sehen, daß es der Prüfung standhält! Die, welche in der rosenkreuzerischen Geistesrichtung leben werden, die werden wissen, daß es der Prüfung standhält. Aber versäumen Sie nicht, die Prüfung anzulegen! Denn gerade auf dem Boden, wo sich die Gegensätze am meisten berühren, wenn vielleicht das glatte Gegenteil irgendwo auftritt, auf dem Boden der wirklichen Spiritualität darf überhaupt kein Glaube maßgebend sein. Unfruchtbar und totgeboren wird alles sein, was auf einem blinden Glauben beruht. Leicht wäre es, auf einen blinden Glauben zu bauen. Darauf verzichtet der, welcher in den Reihen des abendländischen Geisteslebens steht. Dafür aber baut er auf das, was geprüft werden kann an der Vernunft, an dem Verstand, an der menschlichen Intellektualität. Denn diejenigen, welche da verbunden sind mit den Quellen unserer rosenkreuzerischen Geistesrichtung, die sagen, indem sie aus dieser Geistesrichtung heraus sprechen: So liegen die Dinge nach gewissenhafter Prüfung, und auf dem Boden der Wahrheit soll das Gebäude der Geisteswissenschaft aufgerichtet werden. Der Boden eines leichten Glaubens ist nicht unser Boden. Auf dem Boden sorgfältig geprüfter, wenn vielleicht auch schwieriger Wahrheit wird aufgerichtet sein das Gebäude der Geisteswissenschaft, und die Propheten eines blinden, eines bequemen Glaubens werden das Gebäude der Geisteswissenschaft nicht erschüttern.