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What Significance does
Occult Development have for Man's Sheaths
The physical, etheric, and astral bodies, and the Self?
GA 145

23 March 1913, The Hague

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5. Das differenzierte Erleben des Ätherischen

5. The Nuanced Experience of the Ethereal

[ 1 ] Je mehr sich der Ätherleib des Menschen verändert unter dem Einfluß einer esoterischen Entwicklung, desto mehr bekommt der Mensch dasjenige, was man nennen möchte ein Zeitgefühl. Unter diesem Zeitgefühl soll verstanden werden ein Gefühl für das Miterleben der Aufeinanderfolge der Tatsachen und Ereignisse in der Zeit. Gewöhnlich ist ja im äußeren Leben der Mensch ohne dieses ausgesprochene Zeitgefühl. Nun habe ich schon ein wenig angedeutet, wie dieses Zeitgefühl sogar schon durch die Veränderung des physischen Leibes auftritt, indem man durch eine esoterische Entwicklung empfindlicher wird gegenüber — sagen wir — dem Sommer und dem Winter. Aber durch die Veränderung des Ätherleibes wird das Miterleben des äußeren Wandels der Ereignisse ein noch viel lebendigeres, ein viel empfindlicheres. Und derjenige, der eine Zeitlang versucht hat, mit allem Ernst seine Seele vorwärtszubringen, der wird einen deutlichen Unterschied wahrnehmen zunächst einmal zwischen den verschiedenen Jahreszeiten, ja sogar zwischen Teilen der Jahreszeiten, er wird einen großen Unterschied allmählich innerlich erleben lernen zwischen Sommer und Winter, zwischen Frühling, Sommer und Herbst, aber auch noch viel kleinere Zeitabschnitte im Jahreslaufe werden empfunden werden. Die Zeit wird gewissermaßen etwas in ihrem Fortschritt Lebendiges. Man merkt nach und nach, daß man im Verlaufe der Zeit differenziertes Leben wahrnimmt. So wie im physischen Leibe die einzelnen Organe sich differenziert zeigen, wie sie innerlich lebendiger und unabhängiger voneinander werden, so werden die Teile der fortlaufenden Zeitenfolge gewissermaßen selbständiger voneinander, unabhängiger. Und das ist damit in Verbindung, daß man mit der Entwicklung des eigenen Ätherleibes miterlebt das Leben im äußeren Äther, der uns ja überall umgibt. Es umgibt uns ja nicht nur die Luft, es umgibt uns überall der Äther; aber dieser Äther lebt ein wirkliches Leben in der Zeit.

[ 1 ] The more the human etheric body changes under the influence of esoteric development, the more the human being acquires what one might call a sense of time. This sense of time should be understood as a feeling for experiencing the succession of facts and events in time. Usually, in their outer life, people lack this distinct sense of time. I have already hinted a little at how this sense of time arises even through changes in the physical body, in that through esoteric development one becomes more sensitive to—let us say—summer and winter. But through the transformation of the etheric body, the experience of the external changes in events becomes even more vivid, much more sensitive. And anyone who has tried for a time, in all seriousness, to advance their soul will first of all perceive a distinct difference between the various seasons, indeed even between parts of the seasons; they will gradually learn to experience a great difference inwardly between summer and winter, between spring, summer, and autumn, but even much smaller periods of time in the course of the year will be sensed. Time, in a sense, becomes something alive in its progression. One gradually notices that, in the course of time, one perceives a differentiated life. Just as in the physical body the individual organs show themselves to be differentiated, becoming more alive and independent of one another internally, so the parts of the continuous sequence of time become, in a sense, more independent of one another, more autonomous. And this is connected to the fact that, with the development of one’s own etheric body, one experiences life in the outer ether, which surrounds us everywhere. It is not only the air that surrounds us; the ether surrounds us everywhere; but this ether lives a real life in time.

[ 2 ] Der uns umgebende Äther ist gewissermaßen eine Art Lebewesen, er lebt, und lebt aufeinanderfolgend verschieden, wie ja der Mensch auch in seinen Lebensaltern verschieden lebt. Und man lernt miterleben das fortschreitende Leben des äußeren Äthers. So bekommt man immer mehr und mehr ein Gefühl dafür, wie draußen das Leben des Lebensäthers ist, wenn der Frühling kommt, wenn er sich dem Sommer nähert, wenn der Sommer auf seinem Höhepunkt angelangt ist, wenn der Sommer zur Neige geht, wenn der Herbst sich nähert und wenn dieser dann da ist. Diesen äußeren Verlauf lernt man miterleben; man lernt einen deutlichen Unterschied kennen zwischen diesem Sommer-Frühling-, Sommer-Herbstleben und dem eigentlichen Winterleben.

[ 2 ] The ether that surrounds us is, in a sense, a kind of living being; it lives, and lives in different ways as time goes on, just as human beings live differently in the various stages of their lives. And one learns to experience the unfolding life of the outer ether. In this way, one gains an ever-increasing sense of what the life of the life-ether is like out there: when spring arrives, when it approaches summer, when summer has reached its peak, when summer is drawing to a close, when autumn approaches, and when it is finally here. One learns to experience this outer progression; one comes to recognize a distinct difference between this summer-spring, summer-autumn life and the actual winter life.

[ 3 ] Dieser Unterschied wird immer deutlicher wahrnehmbar, so daß man sich wirklich zuletzt sagen kann: die Erde lebt mit ihrem Äther ein selbständiges Leben, und man schwimmt, indem man mit der Zeit mitlebt, förmlich darinnen in diesem sich wandelnden Leben des Äthers. Wenn der Hochsommer da ist, so fühlt man am allerdeutlichsten, wie man mit seinem Ätherleib gewissermaßen auf sich selber angewiesen ist, wie man mit der Erde ein eigenartiges Leben mitmacht so, daß die Erde einen dann wenig innerlich berührt; man ist, wie gesagt, gleichsam auf sich selbst angewiesen, und man verbindet dann allmählich einen Begriff mit dem, was der Okkultist sagt: Während des Sommers ist die eigentliche Schlafenszeit der Erde. Wir kommen da zu einer Tatsache, die wegen der äußeren Maja, von der der Mensch ja fortwährend umgeben ist, ganz falsch beurteilt wird. Im äußeren, von der Maja dirigierten Leben vergleicht der Mensch gerne den Frühling mit dem Morgen, den Sommer mit dem Mittag, den Herbst mit dem Abend. Er tut Unrecht mit diesem Vergleich, denn in der Realität verhält sich die Sache nicht so. In der Realität müssen wir, wenn wir den äußeren Erdenverlauf mit etwas in uns vergleichen, Frühling, Sommer, Herbst — in dieser Aufeinanderfolge — mit der Schlafenszeit der Erde vergleichen; und Herbst, Winter, Frühling — in dieser Aufeinanderfolge — mit der Wachenszeit der Erde. Und wenn wir von einem Geist der Erde sprechen, so müssen wir uns vorstellen, daß für diejenige Halbkugel, wo Sommer ist, der Geist der Erde während dieses Sommers sozusagen in demselben Zustand ist, in welchem wir als Menschen während unseres Schlafzustandes sind. Es ist natürlich bei der Erde anders. Der Mensch wechselt absolut mit Wachen und Schlafen ab, bei der Erde ist das so, daß Wachen und Schlafen gleichsam von der einen zur anderen Halbkugel ziehen; daß im Grunde genommen der Geist der Erde nie recht schläft, sondern daß, wenn er seine Wachtätigkeit für die eine Halbkugel vom Schlafe abgelöst sein läßt, er dann seine Wachtätigkeit auf die andere Halbkugel verlegt. Aber darauf brauchen wir ja weniger Rücksicht zu nehmen.

[ 3 ] This difference is becoming increasingly apparent, so that one can truly conclude: the Earth, together with its ether, leads an independent life, and as we live in step with the times, we are literally immersed in this ever-changing life of the ether. When midsummer arrives, one feels most clearly how, with one’s etheric body, one is, so to speak, dependent on oneself, how one participates in a unique life with the Earth in such a way that the Earth then touches one little inwardly; one is, as I said, dependent on oneself, so to speak, and one then gradually comes to understand what the occultist says: During the summer, the Earth is in its actual sleeping period. We arrive at a fact that is completely misjudged because of the outer maya, by which human beings are constantly surrounded. In the outer life directed by maya, people like to compare spring with morning, summer with noon, and autumn with evening. They are mistaken in this comparison, for in reality things are not so. In reality, if we are to compare the Earth’s outer cycle with something within us, we must compare spring, summer, and autumn—in that sequence—with the Earth’s time of sleep; and autumn, winter, and spring—in that sequence—with the Earth’s time of waking. And when we speak of a spirit of the Earth, we must create a mental image in which we imagine that for the hemisphere where it is summer, the spirit of the Earth is, so to speak, in the same state during that summer as we humans are during our sleep. It is, of course, different with the Earth. Human beings alternate completely between waking and sleeping; with the Earth, it is such that waking and sleeping, as it were, move from one hemisphere to the other; that, in essence, the spirit of the Earth never truly sleeps, but that when it allows its waking activity for one hemisphere to be relieved by sleep, it then shifts its waking activity to the other hemisphere. But we need not pay much attention to that.

[ 4 ] Wir wollen einmal betrachten das Miterleben des Menschen mit der Erde: da kommt ja eigentlich nur die eine Halbkugel der Erde in Betracht. Wir haben uns da vorzustellen, daß der Geist der Erde während der Sommerszeit in gewisser Weise sich selber trennt von seinem physischen Leibe, der jetzt die Erde selbst wäre, und daß dieser Geist der Erde im Verhältnis zu seinem physischen Erdenleib im Sommer dasselbe Leben lebt, das der Mensch während der Schlafenszeit im Verhältnis zu seinem physischen Leib lebt.

[ 4 ] Let us consider the human experience of the Earth: in this context, only one hemisphere of the Earth is actually relevant. We must create a mental image of the situation in which the spirit of the Earth in a certain sense separates itself from its physical body—which is now the Earth itself—and that in relation to its physical earthly body, this spirit of the Earth lives the same life in summer that a human being lives in relation to their physical body during sleep.

[ 5 ] Während der Schlafenszeit liegen der physische und der Ätherleib im Bette; sie führen ein rein vegetatives Leben. Für den okkulten Blick stellt sich heraus, daß im schlafenden Menschenleib etwas entfaltet wird wie eine feine Vegetation, wie ein Hervorsprossen und Hervorsprießen des rein vegetativen Lebens, und die während der Wachenszeit verbrauchten Kräfte werden durch dieses vegetative Leben wiederum ersetzt, so daß der Mensch während des Schlafes eigentlich seine Sommerszeit hat. Und würde er hinschauen, wenn er mit seinem astralischen Leib und seinem Ich außer dem physischen Leibe ist, auf das Leben des schlafenden physischen Leibes, so würde er dieses schlafende Leben des physischen Leibes so erblicken, wie man gerade hervorsprießend und sprossend erblickt das pflanzliche Leben im Frühling und Sommer auf der Erde. So würde man an seinem physischen Leibe ein vegetatives sprießendes und sprossendes Sommerleben während der Schlafenszeit bemerken.

[ 5 ] During sleep, the physical and etheric bodies lie in bed; they lead a purely vegetative life. To the occult eye, it becomes apparent that within the sleeping human body something unfolds like a delicate vegetation, like a sprouting and blossoming of purely vegetative life, and the forces expended during waking hours are in turn replenished by this vegetative life, so that during sleep the human being actually experiences a kind of summertime. And if, when outside the physical body with his astral body and his ego, he were to look upon the life of the sleeping physical body, he would perceive this sleeping life of the physical body just as one perceives plant life sprouting and budding on the earth in spring and summer. Thus, one would observe a vegetative, sprouting, and budding summer life in one’s physical body during sleep.

[ 6 ] Dadurch aber, daß die Erde an dem von uns bewohnten Teile während des Sommers ihre Schlafenszeit hat, dadurch ist der Mensch gewissermaßen mit seinem Ätherleibe auf sich selbst angewiesen, und die Folge davon ist, daß bei einer esoterischen Entwicklung der Mensch während dieser Sommerszeit, wenn er sich überhaupt schon die Fähigkeit angeeignet hat, so etwas wahrzunehmen, seinen eigenen Ätherleib mehr wahrnimmt, besser, deutlicher wahrnimmt als während der Winterszeit. Er nimmt sozusagen die Selbständigkeit seines Ätherleibes wahr, und zwar vorzugsweise in unserem Zeitenzyklus die Selbständigkeit des ätherischen Teiles des Kopfes, des ätherischen Teiles, der dem Gehirn zugrunde liegt. Es ist ein sehr eigentümliches Empfindenlernen, wenn man anfängt, dadurch, daß man das Leben des Erdenäthers mitlebt im Sommer, allmählich eine Art innerer Empfindung sich anzueignen für diesen besonderen Teil des menschlichen Ätherleibes, der dem Haupte, dem Kopfe zugrunde liegt; und man fühlt dann dieses innere Erleben anders im Frühling, anders im Sommer, anders gegen den Herbst zu. Man fühlt so deutlich die Unterschiede in diesem inneren Erleben, daß man jetzt wirklich sprechen kann, geradeso wie beim physischen Leibe von einer Differenzierung der Glieder, von verschiedenen Leben, die man durchmacht im Laufe der Sommerszeit, von deutlich sich voneinander differenzierenden Leben. Anders ist das Leben, das sich da innerlich entfaltet im Frühling, anders das Leben, das sich innerlich entfaltet im Sommer, und anders das im Herbst. Wenn man vom Ätherleib spricht, so muß man eigentlich eine Trennung machen, die wir heute machen werden: sozusagen einen besonderen Ätherteil abtrennen, der dem Haupt zugrunde liegt, dem Kopfe.

[ 6 ] However, because the part of the Earth we inhabit is in its dormant state during the summer, human beings are, so to speak, dependent on their own etheric bodies, and the consequence of this is that, in the course of esoteric development, during this summer season—provided they have already acquired the ability to perceive such things—human beings perceive their own etheric bodies more clearly and distinctly than during the winter season. They perceive, so to speak, the independence of their etheric body—and in our present cycle of time, specifically the independence of the etheric part of the head, the etheric part that underlies the brain. It is a very peculiar process of learning to feel when, by living through the life of the Earth ether in summer, one gradually begins to acquire a kind of inner feeling for this particular part of the human etheric body that underlies the head; and one then feels this inner experience differently in spring, differently in summer, and differently as autumn approaches. One feels the differences in this inner experience so clearly that one can now truly speak, just as with the physical body, of a differentiation of the limbs, of different lives one goes through in the course of the summer season, of lives that are clearly differentiated from one another. The life that unfolds inwardly in spring is different, the life that unfolds inwardly in summer is different, and the one in autumn is different. When speaking of the etheric body, one must actually make a distinction, which we will do today: to separate, so to speak, a specific part of the ether that underlies the head.

[ 7 ] Das ist es, was ich mit ein paar Strichen Ihnen skizzieren will, meine lieben Freunde. Wenn wir uns skizzenhaft den Menschen vorstellen, so können wir uns vorstellen, daß dieser Ätherleib, von dem ich jetzt eben gesprochen habe, so empfunden wird — und zwar nach oben immer weniger empfunden wird, aber ins Unbestimmte sich verlierend —, daß er mit der Zeit mitgeht. Und man lernt allmählich sogar ganz deutlich fühlen, daß an diesem Teil unseres Ätherleibes Wesenheiten schöpferisch mit tätig waren, die in den verschiedenen Zeiten, die man da durchlebt vom Frühling gegen den Herbst, sozusagen einander ablösen; man merkt, daß an dem Gehirnteil unseres Ätherleibes die Zeiten gearbeitet haben, so daß unser Äthergehirn ein in gewisser Beziehung kompliziertes Organ ist.

[ 7 ] That is what I would like to sketch out for you in a few strokes, my dear friends. If we create a mental image of the human being in a sketchy way, we can imagine that this etheric body, of which I have just spoken, is perceived in such a way—and indeed is perceived less and less as we move upward, but rather fades into the indefinite—that it moves along with time. And one gradually learns to feel quite clearly that beings have been creatively at work on this part of our etheric body, beings who, so to speak, take turns in the various seasons we experience from spring to autumn; one notices that the seasons have worked on the brain part of our etheric body, so that our etheric brain is, in a certain sense, a complex organ.

[ 8 ] Es ist gleichsam von verschiedenen geistigen Wesenheiten, die ihre Fähigkeiten in aufeinanderfolgenden Zeiten entfalten, ineinandergefügt worden. Man bekommt nun einen Begriff von einer sehr bedeutungsvollen Lehre — und man lernt diese Lehre in ihrer Wahrheit nach und nach empfinden —, von der Lehre, die insbesondere in den Zarathustraschulen gepflogen worden ist. Diese Lehre sagte, daß der Ätherleib des menschlichen Gehirns von geistigen Wesenheiten, die man Amshaspands nannte, nach und nach aus dem geistigen Kosmos heraus geschaffen worden ist. Und diese Amshaspands, sie wirken so, daß sie gleichsam während der Sommerszeit die Herrschaft führen, und zwar heute noch so die Herrschaft führen, daß sie einander ablösen, der erste sozusagen im Frühfrühling, der zweite im Frühling und so weiter bis zum sechsten und siebenten. Sieben, beziehungsweise sechs solcher geistiger Wesenheiten, sie wirken sich ablösend in der Zeit; und sie sind die schöpferischen Geister, welche — dadurch, daß sie eben sich ablösen, so daß, wenn der eine seine Tätigkeit vollführt hat, der andere eingreift — ein solches kompliziertes Wesen zustande bringen, wie es der Ätherleib, besonders der des menschlichen Gehirns ist. In unser Gehirn also spielen herein sechs bis sieben einander ablösende geistige Wesenheiten, und das physische Gehirn des Menschen wird man erst begreifen, wenn man sich sagen wird: da wirkt ein Geist, der empfunden werden kann insbesondere im Frühfrühling — er strahlt seine Kräfte, die zunächst Ätherkräfte sind, aus; dann kommt im späteren Frühling ein zweiter Geist, der strahlt wiederum seine Kräfte aus.

[ 8 ] It has, as it were, been woven together by various spiritual beings who unfold their abilities in successive eras. One now begins to grasp a very significant teaching—and gradually comes to perceive the truth of this teaching—the teaching that was particularly cultivated in the Zoroastrian schools. This teaching stated that the etheric body of the human brain was gradually created out of the spiritual cosmos by spiritual beings called Amshaspands. And these Amshaspands act in such a way that they, as it were, hold sway during the summer season, and indeed still hold sway today in such a way that they succeed one another, the first, so to speak, in early spring, the second in spring, and so on up to the sixth and seventh. Seven, or rather six, of such spiritual beings take turns over time; and they are the creative spirits who—by taking turns, so that when one has completed its activity, the other intervenes—bring about such a complex being as the etheric body, especially that of the human brain. Thus, six to seven spiritual entities, succeeding one another, play a role in our brain, and one will only truly understand the human physical brain when one says to oneself: there is a spirit at work that can be sensed especially in early spring—it radiates its forces, which are primarily etheric forces; then, in late spring, a second spirit comes, which in turn radiates its forces.

[ 9 ] Da strahlen also die Ätherkräfte dieses zweiten Geistes in denselben Raum hinein. Der dritte Geist strahlt wiederum seine Ätherkräfte hinein, und so bildet sich dieser Ätherteil des menschlichen Gehirns in der Weise, daß in denselben Raum in aufeinanderfolgenden Zeiten Geister, die sich ablösen, ihre ätherischen Kräfte hineinsenden.

[ 9 ] Thus, the etheric forces of this second spirit radiate into the same space. The third spirit, in turn, radiates its etheric forces into it, and in this way this etheric part of the human brain is formed, as spirits that succeed one another send their etheric forces into the same space at successive moments.

[ 10 ] Nun müssen wir uns klar sein, daß wir nur fühlen können gewisse Zusammenhänge dessen, was da in unserem Gehirn ist an Verwandtschaft mit diesen Geistern, die außer uns ihre Ätherkräfte heute entfalten. Denn der Okkultismus lehrt uns, daß das, was ich jetzt eben beschrieben habe, sich schon abgespielt hat während der alten Mondenzeit; so daß wir nicht glauben dürfen, daß etwa diese Geister, die, wie wir sagen können, den Sommer regieren, heute noch hineinwirken und etwa Bildekräfte sind. Die Anlagen, die während der alten Mondenzeit wirklich hineingestrahlt sind von diesen Geistern, die hat sich der Mensch schon ins Erdendasein herübergebracht; aber weil er sie so in sich trägt in seinem eigenen Ätherleib, verspürt er heute noch — wo diese geistigen Wesenheiten keinen unmittelbaren Einfluß mehr haben auf unseren inneren Ätherleib im Gehirn —, verspürt er heute noch die Verwandtschaft mit ihnen, und das ist es, was man spürt im Sommer. Man fühlt im Frühfrühling den ersten dieser Geister, der heute eine andere Aufgabe hat draußen im Äther; aber man fühlt, daß von ihm herrührt, was man in sich trägt, was man im alten Mond aufgenommen hat; man fühlt sich zu jener Zeit mit ihm verwandt. Das ist jene gewaltige Entdeckung, die der Mensch machen kann im Verlaufe seiner esoterischen Entwicklung: daß er in sich im Laufe der Zeit etwas erlebt wie ein Abbild von geistig wirksamen Wesenheiten, die sogar heute schon eine ganz andere Aufgabe haben als früher, die in der Vergangenheit mitschöpferische Geister an unserer eigenen Wesenheit waren. Während der Erdenbildung ist dann gleichsam das physische Gehirn entstanden wie ein Abdruck, eine Abprägung dessen, was schon wie eine Art von ätherischem Urbild während der alten Mondenzeit sich herausentwickelt hat durch diese geistig-kosmischen Einflüsse. Ich habe nach oben offen gezeichnet diesen Teil unseres Ätherleibes, weil er wirklich so empfunden wird (siehe Zeichnung Seite 80). Er wird so empfunden, daß, sobald man ihn an sich selber wahrnimmt, man in der Tat das Gefühl bekommt: Da öffnest du dich in geistige Welten hinaus, da stehst du im Zusammenhang mit geistigen Welten, die immer über dir sind. Es gibt noch eine Empfindung, die man nach und nach im esoterischen Leben entwickelt gegenüber diesem Teil des Ätherleibes. Es ist im allgemeinen gar nicht leicht, über diese Dinge sich zu verständigen; aber ich hoffe, daß, wenn ich mich bemühe, diese Dinge deutlich auszusprechen, daß wir uns doch verstehen können.

[ 10 ] Now we must be clear that we can only sense certain connections between what is in our brains and these spirits, which today unfold their etheric forces outside of us. For occultism teaches us that what I have just described already took place during the ancient Lunar Age; so that we must not believe that these spirits, who, as we might say, govern the summer, still exert an influence today and are, so to speak, formative forces. The predispositions that were truly radiated into us during the ancient Lunar Age by these spirits, humanity has already carried over into its earthly existence; but because he carries them within himself in his own etheric body, he still feels today—even though these spiritual beings no longer have a direct influence on our inner etheric body in the brain—he still feels a kinship with them, and that is what one feels in summer. In early spring one feels the first of these spirits, which today has a different task out there in the ether; but one feels that what one carries within, what one absorbed in the old Moon, originates from it; one feels a kinship with it at that time. This is that momentous discovery that a person can make in the course of their esoteric development: that over time they experience within themselves something like an image of spiritually active beings who, even today, have a completely different task than in the past, and who in the past were co-creative spirits in our own being. During the formation of the Earth, the physical brain then arose, as it were, as an imprint, a reflection of what had already developed during the old Moon era as a kind of etheric archetype through these spiritual-cosmic influences. I have drawn this part of our etheric body open at the top because it is truly perceived in this way (see drawing on page 80). It is perceived in such a way that, as soon as one perceives it in oneself, one actually gets the feeling: Here you are opening yourself out into spiritual worlds; here you stand in connection with spiritual worlds that are always above you. There is another sensation that one gradually develops in the esoteric life in relation to this part of the etheric body. It is generally not at all easy to communicate about these things; but I hope that if I make an effort to express these things clearly, we will still be able to understand one another.

[ 11 ] Es ist so, wie wenn man in der Tat, wenn man den Ätherleib zu fühlen beginnt, wie im Strome der Zeit sich schwimmend fühlt. Aber für diesen Ätherteil des Kopfes ist es so, wie wenn man gewissermaßen fühlte, als ob man die Zeit mitnimmt, man also nicht nur fortschwimmt, sondern die strömende Zeit mitnimmt. In der Tat, man trägt viel von früherer Zeit in diesem Ätherteil des Kopfes: man trägt ja die alte Mondenzeit da drinnen mit; denn das Wesentliche, was da entstanden ist, ist während der alten Mondenzeit entstanden, und den Strom der alten Mondenzeit trägt man im Ätherteil des Gehirns mit. Und wenn man jetzt so anfängt zu fühlen, ist es wie eine Erinnerung an die alte Mondenzeit. Wer sich einen Begriff verschafft von den inneren Erlebnissen, die als Temperamentserlebnisse gestern aufgeführt worden sind, der kann auch verstehen, wenn gesagt wird, daß der Okkultist, der so das Innere des Ätherleibes seines Kopfes fühlen lernt, wenn er sich besonders konzentriert auf diesen Ätherteil des Kopfes, dann immer dieses Sichkonzentrieren auf den Ätherteil seines Kopfes verbunden fühlt mit einer melancholischen Stimmung, die ihn überkommt; man fühlt sozusagen wie ausgegossen in der esoterischen Entwicklung melancholische Stimmung in sein Haupt hinein. Und aus dieser melancholischen Stimmung heraus entwickelt sich im inneren Erleben allmählich ein Verständnis für solche Dinge, wie sie unseren Freunden angeführt worden sind bei der okkulten Beschreibung des alten Mondes.

[ 11 ] It is as if, when one begins to feel the etheric body, one feels as though one is swimming in the stream of time. But for this etheric part of the head, it is as if one felt, so to speak, as though one were carrying time along with oneself—that is, one is not merely swimming along, but carrying the flowing time with oneself. In fact, one carries much from earlier times in this etheric part of the head: one carries the old Lunar Age within it; for the essential being that arose there came into being during the old Lunar Age, and one carries the current of the old Lunar Age within the etheric part of the brain. And when one now begins to feel this way, it is like a memory of the old Lunar Age. Anyone who gains an understanding of the inner experiences described yesterday as temperamental experiences can also understand why it is said that the occultist who learns to feel the inner etheric body of his head in this way, when he concentrates particularly on this etheric part of the head, then always feels this concentration on the etheric part of his head connected with a melancholic mood that overcomes him; one feels, so to speak, as if a melancholic mood were being poured into one’s head in the course of esoteric development. And out of this melancholic mood, an understanding of such things gradually develops in the inner experience, as they were described to our friends in the occult description of the ancient Moon.

[ 12 ] Die esoterische Entwicklung muß natürlich noch viel weiter gehen, wenn man wirklich die einzelnen Verhältnisse auf dem Monde beschreiben will; aber Sie sehen, wie die Dinge beginnen, die zu einer solchen Beschreibung führen. Sie sehen, daß etwas auftaucht im Menschen drinnen selber, was man nennen könnte die Melancholie seines Kopfes, innerhalb welcher Stimmung sich allmählich herausdifferenziert ein Schauen wie ein Erinnerungsschauen in eine urferne Vergangenheit, in die alte Mondenzeit. Und es wäre wünschenswert, meine lieben Freunde, daß Sie aus solchen Schilderungen, wie die eben jetzt gegebenen sind, ermessen, wie eigentlich esoterische Entwicklung fortschreitet, wie man ausgeht von einem bestimmten Erlebnis, wie man dieses Erlebnis erkennen lernt zunächst — in diesem Fall zum Beispiel wie eine Erinnerung an eine urferne Vergangenheit, aus der man den Strom der Zeit mit hereingenommen hat in die Gegenwart — und gleichsam wieder aufrollen lernt dasjenige, was einstmals durchlebt worden ist. Ermessen Sie daraus, daß der Okkultist wahrhaftig nicht von Träumereien spricht, wenn er jene Konstruktion des Weltenalls gibt, die zurückgeht zur alten Monden-, Sonnen- und Saturnzeit, sondern daß man schon, wenn man nur geduldig ausharrt, durch die Auseinandersetzung, wie diese Dinge gefunden werden, einen Begriff bekommen kann von dem allmählichen Hineinerleben in jene gewaltigen großen Weltentableaus, die allerdings einer urfernen Vergangenheit angehören, die aber wieder heraufgerufen werden aus dem gegenwärtigen Leben. Wir müssen nur dazu kommen, zum Beispiel verflossene Zeitenerscheinungen, die wie involviert, wie eingewickelt in uns liegen, in uns zu erleben und dann zur Entfaltung zu bringen.

[ 12 ] Esoteric development must, of course, go much further if one truly wishes to describe the individual conditions on the Moon; but you can see how the things that lead to such a description are beginning to take shape. You see that something arises within the human being himself that one might call the melancholy of his mind, within which mood a vision gradually emerges—like a vision of remembrance—into a distant past, into the ancient lunar era. And it would be desirable, my dear friends, that from such descriptions as those just given, you might gauge how esoteric development actually proceeds, how one starts from a particular experience, how one first learns to recognize this experience —in this case, for example, as a memory of a distant past, from which one has brought the stream of time into the present—and, as it were, learns to unroll again that which was once lived through. Gauge from this that the occultist is truly not speaking of daydreams when he presents that construction of the universe which goes back to the ancient Moon, Sun, and Saturn eras, but that, if one only perseveres patiently, one can gain a concept—through the process of discovering how these things are found—of the gradual immersion into those vast, grand cosmic tableaux, which indeed belong to a distant past but are evoked once more from present-day life. We need only come to experience within ourselves, for example, phenomena of bygone times that lie within us as if entangled or wrapped up, and then bring them to unfold.

[ 13 ] Anders erlebt sich der Ätherleib, der Teil des Ätherleibes, der angehört der mittleren Partie des Menschen. Nach außen verliert sich die Empfindung; innerlich wird sie ungefähr so wahrgenommen, daß man sagen kann: Dieses, was hier in der Mitte gezeichnet ist wie eine Art Eiform, das wird abgetrennt vom anderen empfunden. Wenn man diesen mittleren Teil des Ätherleibes so heraussondert als ein besonderes Erleben, so muß man sagen: Derjenige, der durch eine esoterische Entwicklung dahin kommt, das differenzierte Leben auch dieses mittleren Teiles des Menschen in sich zu erfahren, der hat dann das Gefühl, daß er in diesem Teile des Ätherleibes gewissermaßen im wesentlichen genau mitschwimmt mit dem Strom der Zeit. Und in diesem Teil des Ätherleibes wird in der Tat noch deutlich empfunden das Miterleben mit dem in der Aufeinanderfolge der Zeit sich differenzierenden Ätherleben der Erde.

[ 13 ] The etheric body is experienced differently—specifically, the part of the etheric body that belongs to the middle region of the human being. Outwardly, the sensation fades; inwardly, it is perceived in such a way that one can say: This, which is depicted here in the middle as a sort of egg-shaped form, is felt as separate from the rest. If one isolates this middle part of the etheric body in this way as a distinct experience, one must say: The person who, through esoteric development, comes to experience within themselves the differentiated life of this middle part of the human being as well, has the feeling that in this part of the etheric body they are, in a sense, essentially flowing along with the current of time. And in this part of the etheric body, one indeed still clearly perceives the shared experience of the Earth’s etheric life as it differentiates itself in the succession of time.

[ 14 ] Wer esoterisch weiterkommt, der fühlt gerade in diesem Teil, wie im Frühfrühling in der Tat andere Geister sozusagen auf ihn einwirken als im Hochsommer oder Herbst. Es ist eine Art Miterleben, genauer eine Art von Mitschwimmen. Dadurch auch sondert sich dieser Teil von dem anderen heraus, und wir haben, wenn wir nun in solche Dinge eingehen können, für diesen mittleren Teil des Ätherleibes ein Gefühl, welches schwankt zwischen phlegmatischer und sanguinischer Stimmung. Die mannigfaltigsten Nuancen nimmt es an zwischen phlegmatischer und sanguinischer Stimmung. Es ist zum Beispiel in der Frühlingszeit mehr eine Art von Mitgehen im Ätherleib — im physischen Leib drückt sich das ganz anders aus — mit dem Strom der Zeit, gegen den Herbst zu ein Sich-mehr-Wehren, ein Abstoßen des Stromes der Zeit.

[ 14 ] Those who make progress on the esoteric path feel, especially in this phase, just as in early spring other spirits, so to speak, influence them differently than in midsummer or autumn. It is a kind of shared experience, or more precisely, a kind of going with the flow. This is also what sets this part apart from the others, and if we are able to delve into such matters, we have a feeling for this middle part of the etheric body that fluctuates between a phlegmatic and a sanguine mood. It takes on the most varied nuances between a phlegmatic and a sanguine mood. In the springtime, for example, it is more a kind of going along with the current of time in the etheric body—in the physical body this expresses itself quite differently—while toward autumn it is more a resisting, a repelling of the current of time.

[ 15 ] Ein dritter Teil des Ätherleibes wird dann empfunden so, daß wir ihn nach unten ins Unbestimmte verlaufend fühlen, daß er in die Erde hinein verschwindet, sich aber ausbreitet. Dieses sind drei Teile des Ätherleibes, die man getrennt voneinander empfinden kann.

[ 15 ] A third part of the etheric body is then perceived in such a way that we feel it extending downward into the unknown, disappearing into the earth, yet spreading out. These are three parts of the etheric body that can be perceived separately from one another.

[ 16 ] Nun aber würde dieses darstellen die innere Empfindung, das innere Erleben des Ätherleibes; es würde sich das zum Beispiel für den Hellseher nicht so darstellen, wenn er den Ätherleib eines anderen Menschen betrachtete, sondern es ist das das innere Erleben des Ätherleibes. Dieses Erleben wird noch wesentlich dadurch modifiziert, daß ein viertes Glied des Ätherleibes da ist, deutlich begrenzt wie eine Art Eiform, welches eigentlich den Menschen in sich aufnimmt. Man verschafft sich aus den verschiedenen Empfindungen, die man diesen Teilen des Ätherleibes gegenüber hat, allmählich solche Empfindungen, daß man das Gefühl erhält, man habe den inneren Eindruck von dem Ätherleib wie von äußerer Form.

[ 16 ] Now, however, this would represent the inner sensation, the inner experience of the etheric body; for example, this is not how it would appear to a clairvoyant when observing another person’s etheric body, but rather it is the inner experience of the etheric body. This experience is significantly modified by the presence of a fourth member of the etheric body, clearly defined like a sort of egg-shape, which actually encloses the human being within itself. From the various sensations one has toward these parts of the etheric body, one gradually acquires such sensations that one gains the feeling of having an inner impression of the etheric body as of an outer form.

[ 17 ] Und dann tingiert sich der Ätherleib, dann färbt er sich, und man bekommt den Eindruck, als ob man hier in diesem Teil des Ätherleibes wie in einer Art von bläulicher oder bläulichvioletter Aura wäre. Dieser Teil, der dem Kopfe entspricht, der ist auch bläulich oder, je nachdem der Mensch geartet ist, bläulichviolett, geht aber nach unten allmählich ins Grünliche über. Der mittlere Teil hat eine deutlich gelbrötliche Färbung — wenn man die Farbe empfindet — und der untere Teil hat eine deutlich rötliche bis tiefrote Farbe, die aber ausstrahlt und oftmals bis weit hinaus geht.

[ 17 ] And then the etheric body takes on a hue; it becomes colored, and one gets the impression of being here in this part of the etheric body as if in a kind of bluish or bluish-violet aura. This part, which corresponds to the head, is also bluish or, depending on the person’s nature, bluish-violet, but gradually transitions downward into a greenish hue. The middle part has a distinctly yellowish-reddish color—if one perceives the color—and the lower part has a distinctly reddish to deep red color, which, however, radiates outward and often extends far beyond.

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[ 18 ] Nun sind aber die Kräfte, die in diesen vier Teilen wirken, differenziert, so daß dasjenige, was man als die inneren Empfindungen hat, nicht genau herauskommt; sondern wenn man es von außen hellseherisch anschaut, so wirken die Kräfte, die in dieser äußersten Aura sind, zusammendrängend den oberen Teil, und man bekommt dann, wenn man von außen schaut, den Eindruck, als ob, nur ein wenig größer, der Ätherteil des Kopfes ganz der Form des Kopfes angemessen wäre. Der mittlere Teil ebenso. Je weiter nach unten, desto weniger ist das der Fall. Aber man bekommt dadurch, daß die Kräfte aufeinander wirken, wenn man das von außen ansieht, den Eindruck, als ob der Ätherleib eine Art Grundform wäre des physischen Leibes, bis zu einer gewissen Weite aber aus dem physischen Leib herausragt. Gegen unten verliert sich allmählich das Gefühl des Zusammenstimmens von physischem Leib und Ätherleib.

[ 18 ] However, the forces at work in these four parts are differentiated, so that what one experiences as inner sensations does not come through clearly; but when one observes it clairvoyantly from the outside, the forces within this outermost aura act to compress the upper part, and one then gets the impression, when looking from the outside, as if—only slightly larger—the etheric part of the head were entirely in keeping with the shape of the head. The middle part is the same. The further down one goes, the less this is the case. But because the forces interact with one another, when viewed from the outside, one gets the impression that the etheric body is a kind of basic form of the physical body, yet protrudes beyond the physical body to a certain extent. Toward the lower regions, the sense of harmony between the physical body and the etheric body gradually fades.

[ 19 ] Also Sie müssen festhalten daran, daß das innere Erlebnis des Ätherleibes ein anderes ist als das Wesen, das der Ätherleib in der Anschauung dem Hellseher nach außen zeigt. Das muß ganz genau festgehalten werden.

[ 19 ] So you must bear in mind that the inner experience of the etheric body is different from the form that the etheric body reveals to the clairvoyant in vision. This must be kept very clearly in mind.

[ 20 ] Wenn Sie noch lernen, in der esoterischen Entwicklung auf die Stimmung zu achten im Sinne jener Grundstimmungen, die ja im ätherischen Leib veranlagt sind und die gestern charakterisiert worden sind, so ergibt sich, daß für den untersten Teil des ätherischen Leibes die Stimmung als eine cholerische empfunden wird. So differenzieren sich in der Tat für die verschiedenen Glieder unseres Ätherleibes die einzelnen Temperamente. Der obere Teil des Ätherleibes ist melancholisch gestimmt, der mittlere ist in Wechselzuständen phlegmatisch-sanguinisch gestimmt, der untere cholerisch. Und ich bitte Sie, durchaus darauf zu achten, daß diese Beschreibung für den Ätherleib gilt. Wer das nicht genau in Erwägung zieht, wird zum Beispiel sehr leicht, wenn er die Dinge äußerlich nimmt, in Irrtümer verfallen können. Wer aber genau das in Erwägung zieht, der wird durch die Übereinstimmung dessen, was ausgeführt worden ist, mit gewissen Erscheinungen des Lebens im höchsten Grade frappiert sein. Man versuche nur einmal zum Beispiel Choleriker zu studieren — es ist im höchsten Grade interessant.

[ 20 ] If you are still learning to pay attention to mood in your esoteric development—specifically those fundamental moods that are inherent in the etheric body and were described yesterday—you will find that the mood associated with the lowest part of the etheric body is perceived as choleric. Thus, the individual temperaments do indeed differ for the various parts of our etheric body. The upper part of the etheric body is of a melancholic disposition, the middle part is, in alternating states, of a phlegmatic-sanguine disposition, and the lower part is choleric. And I ask you to take great care to note that this description applies to the etheric body. Anyone who does not take this into careful consideration will, for example, very easily fall into error if they take things at face value. But anyone who does take this into careful consideration will be struck to the highest degree by the correspondence between what has been described and certain phenomena of life. Just try, for example, to study choleric people—it is extremely interesting.

[ 21 ] Nach dem, was gesagt worden ist, würde bei dem Choleriker der untere Teil des Ätherleibes ganz besonders hervorragend ausgebildet sein; er würde hervorstechen über die anderen Teile, dadurch würde der Mensch ein Choleriker sein. Die anderen Teile sind natürlich auch entwickelt, aber der untere Teil würde besonders hervorstechen. Wenn nun der untere Teil des Ätherleibes besonders als Ätherleib ausgebildet ist, da drinnen seine starken Kräfte hat, dann tritt immer ein anderes ein: daß nämlich der physische Leib in diesen Partien etwas zu kurz kommt, daß der physische Leib gewisse mangelnde Ausbildungen nach jener Richtung zeigen kann, die diesem Teil des Ätherleibes unterliegen. Es würde also daraus sich ergeben, daß bei ausgesprochenen Cholerikern, die im Leben als solche auftreten, der anatomische Befund für gewisse Organe, die diesem Teil des Ätherleibes entsprechen, eine Art Zukurz-Kommen aufweist. Bitte lesen Sie den anatomischen Befund über einen Napoleon, und Sie werden frappiert sein von dem, was sich Ihnen da als Beleg darstellen wird. Wenn man anfangen wird zu studieren diese verborgenen Seiten der Menschennatur, dann wird man dies erst in Wirklichkeit begreifen lernen.

[ 21 ] According to what has been said, the lower part of the etheric body would be particularly well-developed in a choleric person; it would stand out from the other parts, and this is what makes a person choleric. The other parts are, of course, also developed, but the lower part would stand out particularly. Now, if the lower part of the etheric body is particularly well-developed as an etheric body, possessing strong forces within it, then something else always occurs: namely, that the physical body is somewhat deficient in these areas, that the physical body may exhibit certain underdeveloped features in the direction corresponding to this part of the etheric body. It would therefore follow that in pronounced choleric individuals, who manifest as such in life, the anatomical findings for certain organs corresponding to this part of the etheric body would show a kind of underdevelopment. Please read the anatomical findings regarding Napoleon, and you will be struck by the evidence that will present itself to you. When one begins to study these hidden aspects of human nature, only then will one truly come to understand this.

[ 22 ] Sie können nun die Frage aufwerfen: Wie stimmt das, was gestern gesagt worden ist, mit dem Heutigen überein? Es stimmt durchaus überein. Es ist gestern von den vier Temperamenten gesprochen worden. Sie sind vorbedingt durch die Kräfte des Ätherleibes. Und in der Tat: das Leben des Ätherleibes bezieht sich ebenso auf das Zeitliche, wie sich bezieht die Gliederung, die Differenzierung auf das Räumliche. Der physische Leib wird in sich lebendiger in dem Räumlichen, sich gleichsam differenzierend in seine einzelnen Glieder; der Ätherleib wird lebendiger, indem sich seine Glieder zeitlich differenzieren, das heißt indem das Zeitleben in der Aufeinanderfolge in selbständigen Teilen und Gliedern miterlebt wird.

[ 22 ] You may now ask: How does what was said yesterday correspond to what is being said today? It corresponds perfectly. Yesterday we spoke of the four temperaments. They are determined by the forces of the etheric body. And indeed: the life of the etheric body relates to the temporal just as its structure and differentiation relate to the spatial. The physical body becomes more alive within itself in the spatial realm, differentiating, as it were, into its individual members; the etheric body becomes more alive as its members differentiate temporally, that is, as temporal life is experienced in the succession of independent parts and members.

[ 23 ] Beim Melancholiker liegt in der Tat das zugrunde, daß er stets ein von ihm in der Zeit Erlebtes, ein Vergangenes in sich mitträgt. Wer einzugehen vermag auf den Ätherleib des Melancholikers, der findet, daß dieser Ätherleib noch immer in sich nachschwingen hat das, was er miterlebt hat in vergangenen Zeiten. Ich meine jetzt nicht dasjenige, was hier erwähnt worden ist beim menschlichen Gehirn, was sich auf urferne Zeiten bezieht, sondern bei dem, was man gewöhnlich Melancholie nennt. Da regt sich vor allen Dingen das Ätherleben des Kopfes an in einer bestimmten Zeit — sagen wir in der Jugend; und dann wird das, was angeregt ist, so stark beeinflußt, daß in späteren Lebensaltern man als Melancholiker noch mitträgt die Schwingungen im Ätherleib, die sich in der Jugend eingeprägt haben, während beim Nichtmelancholiker diese Schwingungen sich eben abvibriert haben. Bei dem Phlegmatiker und Sanguiniker haben wir eine Art Mitschwimmen mit der Zeit; nur daß beim Phlegmatiker gleichsam ein vollständiges gleichmäßiges Mitschwimmen mit dem Strom der Zeit vorhanden ist, während der Sanguiniker wechselt zwischen sozusagen innerem schnellerem Erleben und langsamerem Erleben gegenüber dem äußerlich verfließenden Strom der Zeit. Der Choleriker dagegen stemmt sich — und das ist das Eigentümliche — gegen die Zeit, die heranrückt, die gleichsam aus der Zukunft uns zufließt. Der Choleriker weist also in gewissem Sinn die Zeit von sich ab, und er entledigt sich schnell der Vibrationen, die die Zeit in seinem Ätherleib hervorruft. Daher trägt der Melancholiker am meisten von Nachschwingungen des in der Vergangenheit Erlebten in sich; der Choleriker trägt am wenigsten von Nachschwingung dessen in sich, was er in der Vergangenheit erlebt hat. Nehmen Sie den etwas grotesken Vergleich von dem in sich mit Luft vollgesogenen Ball, der verglichen wurde mit dem Ätherleib des Cholerikers, so können Sie diesen Vergleich auch hier anwenden. Der Ball ist schwer zu beeindrucken durch die aufeinanderfolgenden Ereignisse; er stößt die Ereignisse von sich, läßt daher die Ereignisse, wie sie in dem Zeitenstrom wirken, nicht stark in sich nachschwingen. Daher trägt er das nicht lange in sich. Der Melancholiker, der die Ereignisse tief, tief in seinen Ätherleib hereinwirken läßt, hat lange zu tragen an den Schwingungen, die er sich aus einem vergangenen Zeitenverlauf in die Zukunft hinein mitnimmt.

[ 23 ] The underlying reality for the melancholic is that he constantly carries within himself an experience from the past, something he has lived through in time. Anyone who is able to attune to the etheric body of the melancholic will find that this etheric body still resonates with what it has experienced in times past. I am not referring here to what has been mentioned regarding the human brain, which relates to ancient times, but rather to what is commonly called melancholy. Above all, the etheric life of the head is stimulated at a certain time—let us say in youth; and then what has been stimulated is so strongly influenced that in later stages of life, as a melancholic, one still carries within the vibrations in the etheric body that were imprinted in youth, whereas in the non-melancholic these vibrations have simply vibrated themselves out. In the phlegmatic and the sanguine, we have a kind of going with the flow of time; only that in the phlegmatic there is, as it were, a complete, even going with the flow of time, while the sanguine alternates between, so to speak, a faster inner experience and a slower experience in relation to the outwardly flowing stream of time. The choleric type, on the other hand—and this is what is peculiar—resists the approaching time, which flows toward us, as it were, from the future. The choleric person thus, in a certain sense, rejects time, and quickly dispenses with the vibrations that time evokes in his etheric body. Therefore, the melancholic person carries within himself the most of the after-vibrations of what was experienced in the past; the choleric person carries within himself the least of the after-vibrations of what he has experienced in the past. Take the somewhat grotesque comparison of the ball filled with air, which was likened to the etheric body of the choleric person; you can apply this comparison here as well. The ball is hard to impress by successive events; it repels the events, and thus does not allow the events, as they act in the stream of time, to resonate strongly within it. Therefore, it does not carry this within itself for long. The melancholic, who allows events to affect his etheric body deeply, deeply, has to bear for a long time the vibrations that he carries with him from a past course of time into the future.

[ 24 ] Es ist gut, wenn man sich überhaupt für das Verständnis von Äther- und physischem Leib die Vorstellung aneignet, daß der physische Leib vorzugsweise ein Raumesleib, der Ätherleib vorzugsweise ein Zeitenwesen ist. Man versteht den Ätherleib gar nicht, wenn man ihn nur als ein Raumeswesen betrachtet. Und eine solche Zeichnung, wie sie hier gemacht worden ist, ist eigentlich nur eine Art Verbildlichung im Raum für das in der Zeit dahinfließende und mit der Zeit sich auseinandersetzende Leben des Ätherleibes. Weil das Leben des Ätherleibes selber wie in der Zeit verlaufend ist, ein Zeitenleben ist, deshalb erleben wir auch mit unserem Ätherleib die Zeit mit, das heißt den äußeren Strom der Ereignisse in der Zeit.

[ 24 ] It is helpful, when seeking to understand the etheric and physical bodies, to adopt a mental image that the physical body is primarily a spatial entity, while the etheric body is primarily a temporal entity. One cannot understand the etheric body at all if one regards it merely as a spatial entity. And a drawing such as the one made here is actually only a kind of spatial representation of the life of the etheric body, which flows along in time and engages with time. Because the life of the etheric body itself unfolds as if in time—it is a life of time—we therefore also experience time with our etheric body, that is, the external flow of events in time.

[ 25 ] Auch noch einen anderen Strom von Ereignissen in der Zeit erlebt der Mensch mit, wenn er eine okkulte Entwicklung durchmacht. Im gewöhnlichen Leben wird dieser Strom von Ereignissen wenig wahrgenommen, aber er wird eben wahrgenommen bei einer Höherentwicklung der Seele: das ist der Tageslauf. Denn in gewisser Weise wirken mit minderen Kräften die Geister des Jahreslaufes auch herein in den Tageslauf. Ist es ja dieselbe Sonne, die den Jahres- und die den Tagesverlauf bedingt! Derjenige, der eine esoterische Entwicklung durchgemacht hat, der wird bald finden, daß eine solche Verwandtschaft besteht zwischen seinem Ätherleib und dem, was im äußeren Äther vorgeht, daß er sozusagen den Geistern des Morgens anders gegenüberstehen wird als den Geistern des Mittags und denen des Abends. Die Geister des Morgens regen uns so an, daß wir uns da sozusagen angeregter fühlen in unserem Ätherleib zu einer Tätigkeit, die mehr nach dem Verstande, nach der Vernunft zuneigt, die mehr das Erlebte überdenken kann, die mehr das Beobachtete in der Erinnerung mit dem Urteil verarbeiten kann. Geht es gegen den Mittag zu, so nehmen diese Kräfte des Urteils nach und nach ab; der Mensch fühlt, wie innerlich die Impulse des Willens arbeiten. Wenn auch der Mensch gegen den Mittag zu anfängt, sozusagen in bezug auf die äußeren Arbeitskräfte weniger leistungsfähig zu sein als am Morgen: innerlich arbeiten die Willenskräfte mehr. Und wenn es dann gegen den Abend zugeht, dann kommen die produktiven Kräfte, das, was mehr mit der Phantasie zusammenhängt. So unterscheiden sich auch in bezug auf ihre Obliegenheiten die geistigen Wesenheiten, die ihre Kräfte in die Lebensäther-Verhältnisse der Erde hereinsenden.

[ 25 ] When a person undergoes occult development, they also experience yet another stream of events in time. In ordinary life, this stream of events is scarcely perceived, but it is perceived precisely during the higher development of the soul: this is the course of the day. For in a certain sense, the spirits of the annual cycle also influence the course of the day, albeit with lesser forces. It is, after all, the same sun that determines both the annual and the daily cycle! Those who have undergone an esoteric development will soon find that such a relationship exists between their etheric body and what is happening in the outer ether that they will, so to speak, relate differently to the spirits of the morning than to those of midday and those of the evening. The spirits of the morning stimulate us in such a way that we feel, so to speak, more stimulated in our etheric body toward an activity that leans more toward the intellect, toward reason, that is better able to reflect on what has been experienced, that is better able to process what has been observed in memory through judgment. As noon approaches, these powers of judgment gradually diminish; the human being feels the impulses of the will working within. Even if, as noon approaches, the human being begins, so to speak, to be less productive in terms of external work than in the morning: internally, the powers of the will are working more. And as evening approaches, the productive forces emerge—those more closely connected with the imagination. Thus, the spiritual beings who send their forces into the life-etheric conditions of the Earth also differ in terms of their duties.

[ 26 ] Man kann überzeugt sein, daß man allmählich immer mehr wird verstehen lernen — je mehr man überwunden haben wird die ganze materialistische Gesinnungsweise unserer Zeit —, Rechnung zu tragen überhaupt der Anpassung des menschlichen Ätherleibes an den Zeitenverlauf. Es wird eine Zeit kommen, wo man es eben sonderbar finden wird, wenn man in den Schulstunden am Morgen einen Schulgegenstand vornimmt, der an die Phantasie besondere Ansprüche macht. Man wird das in der Zukunft einmal ebenso sonderbar finden, wie man es heute sonderbar finden wird, wenn sich jemand im August einen Pelz anzöge und mitten im Winter ein dünnes Gewand. Gewiß, wir sind heute von diesen Dingen noch etwas weit entfernt; aber sie werden schon heranrücken, früher als die Menschen eigentlich glauben. Es wird sich eine Zeit ergeben, in welcher im allgemeinen — es wird wiederum ein Unterschied zwischen Sommers- und Winterszeit sein —, aber es wird sich eine Zeit ergeben, in welcher die Menschen einsehen werden, daß es ein Unding ist, die Schulstunden anders einzurichten, als daß man einige Stunden am Morgen einrichtet, dann den Mittag wird frei lassen in einer weiten Spanne Zeit und dann auf den Abend wiederum einige Stunden legen wird. Vielleicht findet man das nach der heutigen Zeiteinteilung unpraktisch; man wird es einmal praktisch finden in bezug auf die Anforderungen der Menschennatur. Und man wird die Mathematikstunden auf den Morgen legen, das Lesen von Dichtern in die Abendstunden. Heute sind wir gerade in einer Zeit, in der das Verständnis dieser Dinge durch die materialistische Gesinnung, die heute eine Hochflut bildet, ganz verschüttet ist; so daß es heute vorkommen wird, daß das, was als das Vernünftigste erscheinen muß, wenn man die gesamte Natur des Menschen ins Auge faßt, als das Närrischste erscheint.

[ 26 ] One can be certain that one will gradually come to understand more and more—the more one has overcome the entirely materialistic mindset of our time—the need to take into account the adaptation of the human etheric body to the passage of time. A time will come when people will find it strange to tackle a school subject in the morning that makes special demands on the imagination. People will find this just as strange in the future as they would find it strange today if someone were to put on a fur coat in August and a thin garment in the middle of winter. Certainly, we are still somewhat far removed from these things today; but they will draw near sooner than people actually believe. A time will come when, in general—there will still be a distinction between summer and winter time—but a time will come when people will realize that it is absurd to organize school hours any other way than by scheduling a few hours in the morning, then leaving the midday free for a long stretch of time, and then scheduling a few more hours in the evening. Perhaps this seems impractical according to today’s division of time; one day it will be found practical in relation to the demands of human nature. And one will schedule mathematics lessons for the morning, and the reading of poets for the evening hours. Today we are in a time when understanding of these things is completely buried by the materialistic mindset that is now a deluge; so that today it will happen that what must appear to be the most reasonable, when one considers the entire nature of the human being, appears to be the most foolish.

[ 27 ] Ein anderes Ergebnis wird sein, daß man während der Winterszeit durch die esoterische Entwicklung immer mehr und mehr fühlen wird, daß man sozusagen mit seinem inneren Ätherleib nicht so in sich geschlossen ist wie während der Sommerszeit, sondern daß man mehr in Zusammenhang kommt mit dem unmittelbaren Geist der Erde. Der Unterschied wird so gefühlt sein, daß man sich während der Sommerszeit sagt: Du lebst da mit den Geistern, die vor uralten Zeiten an dir gearbeitet haben, deren Arbeit du mitträgst, während der unmittelbare Lebensgeist der Erde dir jetzt im Sommer ferner liegt. — Im Winter werden mehr schweigen die inneren Schwingungen, die man seit alten Zeiten namentlich im Kopfe mit sich trägt; man wird sich fühlen verbunden mit dem Geist der Erde, man wird verstehen lernen, daß der Geist der Erde wacht im Winter. Wie er im Sommer schläft, so wacht er im Winter. Während des Sommers sieht der Geist der Erde geradeso das sprießende und sprossende Pflanzenleben kommen, wie der schlafende Mensch in seinem eigenen Leibe die vegetativen Kräfte emporschießen sieht. Während des Winters treten sie zurück, wie während des Wachens diese vegetativen Kräfte im Menschenleib zurücktreten. Im Winter wacht der Geist der Erde; die Erde ist gleichsam vereint mit dem wachenden Geist, wie der Mensch während der Wachenszeit mit seinem wachen Geist vereinigt ist. Die Folge ist, wenn man sich durch esoterisches Leben eine Empfindung dafür verschafft, daß man fühlen lernt, daß man im Sommer denken muß, die Gedanken sich erarbeiten muß. Nicht die Inspirationen; die kommen aus dem, was im Innern ist, im unabhängigen Ätherleib. Im Winter aber wird man mit Gedanken leichter inspiriert als im Sommer, so daß das menschliche Denken im Winter mehr wie eine Inspiration wirkt als im Sommer. Also gerade das im besonderen Sinn menschliche Denken geht im Winter so leicht vor sich, daß es wie von selber kommt in gewisser Beziehung. Natürlich kombinieren sich diese Verhältnisse. Diese Verhältnisse stellen sich auch ganz individuell bei dem einzelnen Menschen ein. So daß, wenn ein Mensch mehr dazu veranlagt ist, sozusagen Gedanken zu hegen, die nach dem Übersinnlichen gehen, sich das kreuzen kann. Dadurch, daß während der Sommerszeit dann zu diesem Übersinnlichen ein leichteres Produzieren für diese Gedanken möglich ist, kann gerade das Umgekehrte eintreten. Aber für das Erleben des Ätherleibes gilt das, was ich jetzt eben gesagt habe.

[ 27 ] Another result will be that, during the winter season, through esoteric development, one will increasingly feel that one is, so to speak, not as self-contained within one’s inner etheric body as during the summer season, but rather that one comes into closer connection with the immediate spirit of the Earth. The difference will be felt in such a way that during the summer one says to oneself: You live there with the spirits who have worked on you since time immemorial, whose work you help to carry forward, while the direct Life-Spirit of the Earth is now more distant from you in summer. — In winter, the inner vibrations that one has carried within oneself since ancient times, particularly in the head, will be more silent; one will feel connected to the spirit of the Earth; one will come to understand that the spirit of the Earth is awake in winter. Just as it sleeps in summer, so it is awake in winter. During the summer, the spirit of the Earth sees the sprouting and budding plant life coming just as the sleeping human sees the vegetative forces surging upward within their own body. During winter, they recede, just as these vegetative forces recede in the human body during waking hours. In winter, the spirit of the Earth is awake; the Earth is, as it were, united with the waking spirit, just as the human being is united with their waking spirit during waking hours. The result is that, through an esoteric life, one develops a sense of this: one learns to feel that in summer one must think, one must work out one’s thoughts. Not inspirations; those come from what is within, in the independent etheric body. In winter, however, one is more easily inspired by thoughts than in summer, so that human thinking in winter acts more like an inspiration than in summer. Thus, human thinking in the specific sense proceeds so easily in winter that it comes, as it were, of its own accord in a certain respect. Of course, these conditions combine. These conditions also arise quite individually in each person. So that if a person is more inclined, so to speak, to nurture thoughts that turn toward the supersensible, this can lead to a conflict. Because during the summer season it is easier to generate these thoughts directed toward the supersensible, the exact opposite can occur. But what I have just said applies to the experience of the etheric body.

[ 28 ] Gerade dieses Miterleben mit dem äußeren Ätherwesen, das tritt immer empfindlicher auf, je mehr der Mensch in seiner esoterischen Entwicklung fortschreitet. Und wenn der Mensch seinen Ätherleib überhaupt in entsprechender Weise zur Entwicklung bringen will, so muß er — wie er zuerst die sinnliche Wahrnehmung unterdrücken muß — nach und nach das Denken auch ausschalten; er muß namentlich das abstrakte Denken ausschalten und nach und nach übergehen zum konkreten, zum bildhaften Denken; er muß vom Denken übergehen zum Gedanken und dann auch die Gedanken fallenlassen. Dann aber, wenn der Mensch herstellt sein leeres Bewußtsein, wenn er die Gedanken fallenläßt, wie Sie das beschrieben finden im zweiten Teil meiner «Geheimwissenschaft», dann fühlt der Mensch, wie sein in ihm lebendes Denken herunterschwindet, wie gleichsam schmilzt das, was er bisher aus seinen eigenen Anstrengungen als sein Denken hervorgebracht hat; dafür aber fühlt er sich dann merkwürdig belebt von Gedanken, die wie aus unbekannten Welten in ihn einströmen, für ihn da sind.

[ 28 ] It is precisely this shared experience with the outer etheric realm that becomes increasingly acute the further a person advances in their esoteric development. And if a person wishes to develop their etheric body in the proper way, they must—just as they must first suppress sensory perception—gradually shut down their thinking as well; they must, in particular, shut down abstract thinking and gradually transition to concrete, pictorial thinking; they must move from thinking to thoughts and then also let go of those thoughts. But then, when a person establishes his empty consciousness, when he lets go of his thoughts—as you will find described in the second part of my *Secret Science*—then he feels how the thinking that lives within him fades away, how, as it were, that which he has hitherto produced as his thinking through his own efforts melts away; instead, however, he then feels strangely enlivened by thoughts that flow into him as if from unknown worlds, that are there for him.

[ 29 ] Es ist ein Übergang im menschlichen Seelenleben, den man so charakterisieren kann etwa — ich bitte Sie, den Ausdruck nicht mißzuverstehen —, daß man sagt: der Mensch hört auf gescheit zu sein und beginnt weise zu werden. Dieses ist etwas, womit man einen ganz bestimmten Begriff verbindet. Klugheit, die man sich erarbeitet innerlich durch Urteilskraft, Gescheitheit, die ein Erdengut ist, schwindet dahin. Namentlich kommt man in die innere Verfassung, daß man sie nicht besonders hoch schätzt; denn man fühlt allmählich in sich aufleuchten von Göttern einem geschenkte Weisheit! Ich bitte eben den Ausdruck durchaus nicht mißzuverstehen; denn das Erleben, das bringt es schon dahin, daß der Ausdruck gebraucht werden kann ohne alle Unbescheidenheit, daß er ganz demütig und bescheiden gebraucht werden kann. Gegenüber der von Göttern geschenkten Weisheit wird der Mensch schon immer demütiger und demütiger; stolz und hochmütig ist man eigentlich nur auf die selbst erarbeitete Klugheit und die sogenannte Gescheitheit.

[ 29 ] There is a transition in the life of the human soul that can be characterized, roughly speaking—and I ask you not to misunderstand the expression—by saying: a person ceases to be clever and begins to become wise. This is something with which a very specific concept is associated. Cleverness, which one acquires inwardly through power of judgment, and cleverness, which is an earthly asset, fade away. In particular, one enters an inner state in which one does not value them particularly highly; for one gradually feels the wisdom bestowed by the gods dawning within oneself! I ask that you by no means misunderstand the expression; for the experience itself leads to the point where the expression can be used without any immodesty, where it can be used quite humbly and modestly. In the face of the wisdom bestowed by the gods, human beings become ever more humble; one is actually proud and arrogant only regarding self-acquired cleverness and so-called intelligence.

[ 30 ] Und dann, wenn man dieses Erlebnis durchmacht, dann fühlt man allmählich, wie wenn diese Weisheit, diese gottgeschenkte Weisheit in einen einströmt, in den Ätherleib einströmt, den Ätherleib erfüllt. Dies ist eine ganz bedeutsame Erfahrung, die man macht; denn man macht diese Erfahrung auf eigentümliche Weise. Man macht sie so, daß man fühlt Leben fortgehen oder fortschwimmen mit dem Strom der Zeit. Und der Strom der Weisheit ist etwas, was einem entgegenkommt, was einem, indem man mit der Zeit fortschwimmt, wie ein entgegenrückender Strom sich in einen ergießt; und man fühlt dieses Ergießen in der Tat so, daß man — das ist bildlich gezeichnet —, daß man es fühlt wie Ströme, aber eben in der Zeit verlaufende Ströme, welche durch das Haupt hereinkommen und in den Leib sich ergießen und vom Leib aufgefangen werden.

[ 30 ] And then, when one goes through this experience, one gradually feels as if this wisdom—this God-given wisdom—is flowing into one, flowing into the etheric body, filling the etheric body. This is a very significant experience one has; for one has this experience in a peculiar way. One has it in such a way that one feels life flowing away or drifting along with the stream of time. And the stream of wisdom is something that comes toward one, something that, as one drifts along with time, pours into one like a counter-flow; and one actually feels this pouring in such a way that—to put it figuratively—one feels it as streams, but streams flowing through time, which enter through the head and pour into the body and are received by the body.

[ 31 ] Nach und nach wird das, was ich jetzt eben ausgesprochen habe, zu einem ganz bestimmten Erlebnis. Man fühlt sich nicht mehr im Raum; denn man lernt fühlen den Ätherleib, der ein Zeitwesen ist, man lernt sich fortbewegen in der Zeit, aber man lernt fortwährend sich sozusagen begegnen mit den geistigen Wesenheiten, die einem entgegenkommen wie von der anderen Seite der Welt, die von der Zukunft her einem entgegenkommen und einen beschenken mit der Weisheit. Dann ist das Gefühl, daß man diese Weisheit empfängt, nur zu erreichen, wenn man die esoterische oder okkulte Entwicklung so eingerichtet hat, daß man ein Gefühl in sich entfaltet hat, das in eigentümlicher Weise die Seele stellt gegen alle Zukunftsereignisse: Wenn man Gelassenheit entfaltet hat gegenüber dem, was die Zukunft uns bringt, das heißt, was das fortwährende Erleben uns entgegenbringt. Wenn wir noch stark mit Sympathie und Antipathie entgegengehen unserem Erleben, wenn wir noch nicht gelernt haben, Karma ernst zu nehmen, das heißt dasjenige, was uns trifft, in gelassener Ertragung des Karmas hinzunehmen gelernt haben, dann können wir noch nicht jene eigentümliche Empfindung der uns entgegenströmenden Weisheit haben; denn nur aus einem gelassen empfundenen Erleben differenzieren sich heraus die in unsere Wesenheit lichtvoll einströmenden Ströme der Weisheit. Durch die eben geschilderte Empfindung ist zu charakterisieren ein ganz bestimmter Punkt des esoterischen Erlebens, jener Punkt, auf dem wir ankommen und den wir eigentlich nur erleben können, wenn wir in hingebender Dankbarkeit und in Gelassenheit jedes Erlebnis an uns heranrücken lassen. Dazu befähigt uns die Veränderung unseres ätherischen Leibes, die vor sich geht bei der richtigen esoterischen Entwicklung und die ja neben anderen Entwicklungsforderungen auch diese stellt: daß wir uns Gelassenheit, daß wir uns wirkliches Verständnis für unser Karma aneignen, so daß wir nicht mit Sympathie und Antipathie herbeiziehen das, was kommen soll, oder uns auflehnen gegen das, was uns trifft, sondern im gleichmäßigen Strom des Erlebens unser Karma ertragen lernen. Dieses Ertragenlernen des Karmas gehört zur esoterischen Entwicklung, und das ist es, was es uns möglich macht, unseren ätherischen Leib so zu verwandeln, daß er allmählich immer mehr und mehr empfinden lernt das äußere ihn umgebende Ätherleben.

[ 31 ] Little by little, what I have just said becomes a very specific experience. One no longer feels oneself to be in space; for one learns to feel the etheric body, which is a being of time, one learns to move through time, but one continually learns, so to speak, to encounter the spiritual beings who come toward one as if from the other side of the world, who come toward one from the future and bestow wisdom upon one. Then the feeling of receiving this wisdom can only be attained if one has organized one’s esoteric or occult development in such a way that one has cultivated within oneself a feeling that, in a peculiar way, positions the soul in relation to all future events: when one has cultivated serenity toward what the future brings us—that is, toward what the ongoing experience brings us. If we still approach our experience with strong sympathy and antipathy, if we have not yet learned to take karma seriously—that is, to accept what befalls us with serene endurance of karma—then we cannot yet have that peculiar sensation of wisdom flowing toward us; for it is only from an experience felt with serenity that the streams of wisdom flowing luminously into our being emerge. The sensation just described characterizes a very specific point in esoteric experience—that point at which we arrive and which we can truly experience only when we allow every experience to approach us with devoted gratitude and serenity. We are enabled to do this by the transformation of our etheric body, which takes place during proper esoteric development and which, among other developmental requirements, also demands this: that we acquire serenity, that we acquire a true understanding of our karma, so that we do not attract what is to come through sympathy and antipathy, nor rebel against what befalls us, but rather learn to bear our karma in the steady flow of experience. This learning to bear karma is part of esoteric development, and it is what enables us to transform our etheric body so that it gradually learns to perceive more and more of the outer etheric life surrounding it.