What Significance does
Occult Development have for Man's Sheaths
The physical, etheric, and astral bodies, and the Self?
GA 145
25 March 1913, The Hague
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The Effects of Occult Development, tr. Collison
7. Die Paradieses- und die Gralslegende
Lecture Six
[ 1 ] Wir haben die Veränderungen am physischen und am Ätherleibe des Menschen betrachtet, insofern sie der Mensch erlebt im Laufe einer esoterischen Entwicklung, die er zu nehmen versucht. Wenn wir den Grundcharakter dieser Veränderungen ausdrücken wollen, so können wir sagen: Der Mensch fühlt immer mehr und mehr seinen physischen Leib und seinen ätherischen Leib im Verlaufe der Entwicklung innerlich. Wir haben gegenüber dem physischen Leib betonen können, daß die einzelnen Organe immer selbständiger und selbständiger gefühlt werden, je weiter man vordringt, daß sie gewissermaßen unabhängiger voneinander werden. Lebendiger in sich — möchte man sagen — fühlt sich der physische Leib an. Vom ätherischen Leib haben wir betont, daß er nicht nur sich lebendiger fühlt, sondern daß er empfindlicher überhaupt wird, daß er sich durchzieht mit einer Art von Bewußtsein; denn er beginnt den Verlauf der äußeren Ereignisse in feiner Weise mitzufühlen. Wir haben betont, wie der Mensch im Verlaufe seiner esoterischen Entwicklung immer empfindlicher wird gegenüber dem Verlauf von Frühling, Sommer, Herbst und Winter, wie dieser Verlauf für ihn etwas ganz Ausgesprochenes wird, so daß sich die aufeinanderfolgenden Zeittatsachen voneinander mehr trennen, als das im gewöhnlichen Verlauf des Lebens der Fall ist; daß sie sich sondern, daß sie sich differenzieren.
[ 1 ] We have now considered the changes in the physical body and etheric body of the student, in so far as they are experienced by him in the course of his endeavour towards development. If we wished to express the fundamental character of these changes we might say that in the course of his development he is more and more conscious inwardly of his physical body and etheric body. With regard to his physical body, we have emphasised that he feels the several organs becoming more and more independent the more he progresses—they become to a certain extent more independent of each other. We might say that the physical body as such feels as though it had more life within; and as to the etheric body, we emphasised that not only does it feel more alive, but grows altogether more sensitive, and permeated by a sort of consciousness; for it begins to sympathise with the course of outer events in a delicate manner. We pointed out that in his esoteric development the student grows more sensitive to the course of spring, summer, autumn and winter; this becomes very pronounced, so that the successive facts of time are more distinct from one another than is the case in the ordinary course of life; they become separate and differentiate themselves.
[ 2 ] Wir können also sagen, daß der Mensch beginnt, gleichsam die Vorgänge des äußeren Äthers mitzuerleben. Es ist dieses der erste Anfang eines wirklichen Freiwerdens von seiner Leiblichkeit. Immer unabhängiger und unabhängiger wird man damit von der eigenen Leiblichkeit, daß man anfängt die Umgebung wirklich mitzuerleben. Man wird gleichsam selber Frühling, Sommer, Herbst und Winter innerlich erleben; dadurch aber, daß man in dem Äußeren lebt, hört man auf, in dem, was die eigene Leiblichkeit ist, zu leben. Nun haben wir ja gestern betont, daß dieses alles verknüpft ist mit einem Empfindlicherwerden für diese eigene Leiblichkeit. Man empfindet allmählich, indem man unabhängiger wird von der eigenen Leiblichkeit, diese eigene Leiblichkeit sozusagen wie eine Art Kalamität; man merkt, daß einem alles das, was sich nur auf diese eigene Leiblichkeit bezieht, zu einer Art von Vorwurf wird. Und damit ist für eine Höherentwicklung schon außerordentlich viel errungen, wenn man beginnt, in solchen Vorstellungen und Empfindungen, wie sie gestern auseinandergesetzt wurden, nicht mehr ganz einverstanden sein zu können mit seiner eigenen menschlichen Persönlichkeit; und wenn man dies in immer höherem Maße erlebt, dann ist schon sehr viel gewonnen für das höhere, für das spirituelle Erleben.
[ 2 ] Thus we may say that the student begins to experience sympathetically the processes in the external ether. This is the first beginning of his really becoming free from his corporeality. He becomes more and more independent of his own corporeality as he really begins to experience what goes on around him. He will experience spring, summer, autumn and winter within himself, as it were; but through this living in the outer he ceases to live in his own corporeality. Now, in the last lecture we laid stress on the close association of all this with a gradual sensitiveness to one's own corporeality. As we become more independent of it, we gradually perceive it to be a sort of calamity; we notice that all that relates merely to our own corporeality becomes a sort of reproach. A very great deal is attained towards a higher development when we begin, in conceptions and feelings such as were described in the last lecture, to be no longer quite at one with our own human personality; and when we experience this to a greater and greater extent, a very great deal has been gained towards the higher spiritual experience.
[ 3 ] Nun will ich heute versuchen, gewissermaßen durch einen Sprung unsere Betrachtungen, die wir mehr von innen nach außen bisher geführt haben, dadurch in ihrem Fortgang zu unterstützen, daß ich zunächst versuchen werde, den Standpunkt zu schildern, als ob der Mensch mit seinem astralischen Leib und seinem Ich schon unabhängig geworden wäre vom physischen und Ätherleib. Die Zwischenzustände werden wir in den nächsten Tagen noch besprechen. Also ich werde gewissermaßen zur leichteren Verständigung die Hypothese hinstellen, daß der Mensch mitten im Schlafe den Moment erlebt, hellsichtig zu werden außer seinem Leibe, und daß er auf seinen physischen und Ätherleib zurückschauen kann.
[ 3 ] In this lecture I will endeavour, by making a leap as it were, to strengthen the further progress of our observations—which we so far have followed more from within—by first trying to describe the standpoint of the human being, when with his astral body and his ego he has already become independent of his physical body and etheric body. We will speak of the intermediate conditions in the following lectures, but in order to make this, to a certain extent, easier to understand, I will put forward the hypothesis that ‘while in the middle of sleep’ we experience the moment when we become clairvoyant outside our body, and can look back at our physical and etheric bodies.
[ 4 ] Wir haben nur ein paar Schritte nach diesem Zustand getan bisher, sind so weit gekommen, daß wir gewissermaßen aus uns herausgegangen sind und gelernt haben, so etwas wie Jahres- und Tageszeiten mitzuerleben; jetzt wollen wir gleich den Zustand ins Auge fassen, der eintreten würde, wenn wir auf der einen Seite physischen und Ätherleib hätten, und herausgehoben, wie es im Schlafe ist, Ich und astralischen Leib; und wir nehmen an, wir könnten zurückschauen auf den zurückgelassenen physischen und Ätherleib. Da würde das, worauf wir da zurückblicken, uns in einem ganz anderen Licht erscheinen, als es uns für das gewöhnliche Leben bewußt erscheint. Für das gewöhnliche Leben blicken wir durch die alltägliche Beobachtung oder durch die äußere physische Wissenschaft auf unseren materiellen Leib hin und sehen in ihm mit einem gewissen Rechte in physischer Beziehung die Krone der Erdenschöpfung. Wir gliedern diese Erdenschöpfung so, daß wir sprechen von einem mineralischen Reich, von einem pflanzlichen Reich, von einem tierischen Reich und von dem Menschenreich; und wir sehen all die verschiedenen Vorzüge, die ausgegossen sind auf die verschiedenen Tiergruppen, vereinigt gleichsam in dieser physischen Schöpfungskrone, in dem menschlichen Leib. Wir werden schon sehen, daß für die äußere physische Betrachtung dies eine gewisse Berechtigung hat. Es soll auch nicht der Glaube erweckt werden durch den heutigen Vortrag, als ob mit dem, was sich zunächst darbieten kann für die rückschauende Betrachtung auf den physischen und Ätherleib, wenn man plötzlich im Schlafe hellsichtig würde, — es soll nicht der Glaube erweckt werden, als ob mit dem eine endgültige Betrachtung über den physischen Leib gegeben wäre; es soll nur gleichsam ein Augenblick hellseherischer Rückschau festgehalten werden. Einem solchen Augenblick kann sich folgendes ergeben: Wir blicken zurück zunächst, schauen sozusagen unseren Ächerleib, der uns erscheint wie ein in sich gegliedertes Nebelgebilde, ein Nebelgebilde mit mancherlei Strömungen, die wir später genauer beschreiben wollen, — ein kunstvolles Gebilde, das aber in fortdauernder Beweglichkeit ist, das an keinem Ort Stille, Ruhe hat; und dann blicken wir hin auf das, was eingebettet ist in diesen Ätherleib, auf unseren physischen Leib.
[ 4 ] So far we have only taken a few steps towards this condition, we have reached the point of coming forth from ourselves to a certain extent, and have thus learned to experience such matters as the seasons of the year and the times of the day; we will now consider the conditions which would come about if, on the one hand, we had the physical body and etheric body, and on the other, we had lifted out the ego and astral body as occurs in sleep; and we will suppose that we could look back at the physical body and etheric body we had left behind. What we look back at then would appear to us in a very different light from that of conscious, ordinary life. For ordinary life, by means of our everyday observation, or by means of external physical science, we look at our material body, and see in it, with a certain justice in a physical sense, the crown of the earthly creation. We so divide this earthly creation that we speak of a mineral kingdom, a vegetable kingdom, an animal kingdom, and the human kingdom; and we see all the sundry qualities which have been spread over the various groups of animals, united, as it were, in this physical crown of creation, the human body. We shall see that external physical observation is, in a way, justified in this view, and the present lecture should not give rise to the thought that what may be seen in looking back at the physical and etheric body, if we suddenly became clairvoyant during sleep, can enable us to come to any final conclusion as to the physical body. It is only a moment of clairvoyant looking back, as it were, firmly retained. Such a moment may give rise to the following: We look back and first of all we see, so to say, our etheric body, which appears something like an articulated cloudy structure, a misty form showing various currents which we will describe more clearly later—a marvellously constructed form, which is in continual motion, never at rest or still in any part; and then we look at what is embedded in this etheric body, that is, our physical body.
[ 5 ] Nun erinnern Sie sich, daß wir ja gesagt haben: das eigene Denken, das muß ausgeschaltet sein. Also, eigene Gedanken machen wir uns nicht über das, was wir sehen. Das ist vor allen Dingen eine Grundforderung für diesen hellseherischen Blick, daß wir uns ganz und gar sozusagen durch die Weltengedanken, die in uns einströmen, daß wir uns durch sie inspirieren lassen. Was wir also da sehen, das schauen wir an, aber es wirkt vor allen Dingen auf unser Gefühl; auf Gefühl und Wille wirkt es. Unser Denken, das erscheint uns so, wenn wir wirklich das erreicht haben, wovon gesprochen worden ist, als wenn wir es verloren hätten; unser eigenes Denken meine ich. Und so schauen wir mit dem Gefühl, das uns eigen geblieben ist, zurück auf das, was da eingebettet ist in das Nebelgebilde, in das immer bewegliche Nebelgebilde unseres Ätherleibes als unser physisches Organ.
[ 5 ] Now, remember we have been told that our own thinking must be laid aside. So we do not form our own thoughts about what we see there. First and foremost it is a fundamental requirement for this clairvoyant vision that we should let ourselves be entirely inspired, as it were, by the cosmic thoughts which flow into us. So we contemplate what we see there; but this works above all upon our feeling; it affects our feeling and will. As regards our thought, when we have really attained the detachment referred to, we seem to have lost our own thinking. Thus, with the feeling which we still retain, we look back upon what is there embedded in the misty structure, in the ever-moving misty structure of our etheric body, that is: our physical instrument.
[ 6 ] Da bekommen wir zunächst einen Totaleindruck. Dieser Totaleindruck ist so, daß uns das, was wir da erblicken, zu unendlicher Traurigkeit, zu furchtbarer Traurigkeit stimmt. Und man muß sagen, meine lieben Freunde, diese Stimmung der Seele, diese furchtbare Traurigkeit, die ist nicht etwa abhängig von der einen oder anderen menschlichen Individualität, sondern sie ist ganz allgemein. Den Menschen kann es nicht geben, der so, wie es geschildert worden ist, von außen zurückblickt auf seinen physischen Leib, wie er eingebettet ist im Ätherleib, und der nicht ganz, ganz durchdrungen würde von maßloser Traurigkeit. Alles das, was ich an Eindrücken jetzt schildere, prägt sich zunächst im Gefühl aus, nicht im Gedanken. Maßlose Traurigkeit, eine ganz melancholische Stimmung überkommt uns, wenn wir nun aufblikken zu den Weitgedanken, die in uns einströmen. Diese Gedanken, die nicht unsere eigenen, sondern die schöpferisch durch die Welt webende und wirkende Gedanken sind, die beleuchten sozusagen dieses Gebilde unseres physischen Leibes, und sie sagen uns durch die Art und Weise, wie sie das beleuchten, sie sagen uns, was das eigentlich ist, was wir da sehen.
[ 6 ] We first have a general impression. This general impression is such that what we thus see imbues us with infinite sadness, with terrible sadness. And it must be said, my dear friends, that this feeling of the soul, this dreadful sadness, does not depend at all upon the nature of the particular human being experiencing it, for it is quite universal. There is no man when he looks back in the manner described at his physical body, as it lies embedded in his etheric body, who would not be filled through and through with an immeasurable sadness. All that I am now describing is expressed primarily in the feelings, not in thought. Immeasurable sadness, a feeling of great melancholy, overcomes when we look up to the cosmic thoughts which flow into us. These thoughts, which are not our own, but creative thoughts, weaving and working through the world, throwing light on this structure of our physical body, by the way in which they illuminate it, tell us what it really is that we see there.
[ 7 ] Sie sagen uns: das alles, was wir da sehen, das ist das letzte Dekadenzprodukt einer einstmals bestehenden Herrlichkeit. Und wir bekommen durch das, was uns diese Gedanken sagen, den Eindruck: Was wir da als unseren physischen Leib vor uns haben, das ist wie etwas, was einstmals gewaltig und herrlich war und verdorrt und zusammengeschrumpft ist und jetzt in ein kleines Gebilde zusammengeschrumpft eine einstmalige ausgebreitete Herrlichkeit uns zeigt. Wie eine letzte ins Physische verhärtete Erinnerung urferner Herrlichkeit erscheint uns das, was da eingebettet ist in unseren Ätherleib. Da erscheinen uns unsere einzelnen physischen Organe, die heute sozusagen zu unserem Ernährungs-, zu unserem Blutzirkulations-, zu unserem Atmungssystem gehören; wir blicken sie von außen an, sie geistig anschauend, und siehe da, sie erscheinen uns so, daß wir uns sagen: Das alles, was wir da im physischen Leibe vor uns haben, das sind Schrumpfprodukte, verdorrte Produkte von einstmals existierenden Lebewesen; von Lebewesen, die in einer herrlichen Umgebung gelebt haben und die jetzt zusammengeschrumpft und verdorrt sind. Und in dem Leben, das sie heute in sich haben, diese Lunge, dieses Herz, diese Leber und die anderen Organe, in dem ist nur das letzte Dekadenzleben eines ursprünglichen gewaltigen innerlichen Lebens.
[ 7 ] They convey to us that all we see is the last decadent product of an absolute splendour long passed by. Through what these thoughts say to us we receive the impression that what we see there as our physical body is something which was once mighty and glorious, now dried and shrivelled; a former glory once widely displayed, appears to us as a tiny shrivelled structure. That which is embedded in our etheric body appears as a last remembrance of long-past glory hardened into the physical. We look at the various physical organs which now belong to our digestive system, to the circulation of our blood and our breathing apparatus; we look at them from outside, seeing them spiritually—and behold, they so appear to us that we say: All we have before us in the physical body is the shrivelled, dried-up product of once-existing living beings, living beings with a glorious environment, now shrivelled, and withered. And the life possessed by the lungs, the heart, the liver and other organs to-day is only the last decadent life of a primevally powerful inner life.
[ 8 ] Und es formen sich uns in diesem hellseherischen Anschauen allmählich diese Organe zu dem, was sie einstmals waren. So wie ein Gedanke, an den wir uns nur ganz von ferne erinnern, wenn wir uns Mühe geben, ihn aus dem Gedächtnis heraufzuholen, sich auswächst zu dem, was er einst war, so wächst an dasjenige, was wir zum Beispiel als Lunge in uns tragen und das zunächst sich darstellt wie die letzte Erinnerung an eine urferne Pracht und Herrlichkeit, — so wächst das an. Aber wir fühlen: es geht zurück wie ein jetziger Gedanke an eine ferne Erinnerung, der sich dann ausbildet zu dem, was er einstmals war. Es wächst sich in unserer Anschauung die Lunge aus zu der Imagination dessen, was einstmals als ein ständiges Symbolum der Okkultist gekannt hat und auch heute noch als Symbolum der Menschengestalt kennt: zur Imagination des Adlers. Und wir bekommen das Gefühl: Diese Lunge war einstmals eine Wesenheit, — nicht zu vergleichen mit einer heutigen tierischen Adlerwesenheit, denn die stellt auch nur anderseits ein Dekadenzprodukt eines einstmaligen gewaltigen Wesens dar, das man im Okkultismus als Adler bezeichnet; der Okkultist wird wie in einer kosmischen Erinnerung geführt zum Adler, der einstmals dagewesen ist. — Und wenn wir uns rückblickend an unser Herz wenden, dann fühlen wir, wie das sich ebenfalls ausnimmt wie das Schrumpfprodukt, das verdorrte, zusammengezogene Produkt, wie eine Erinnerung an eine alte Herrlichkeit —: dann fühlen wir, wie wir zurückgeführt werden in uralte Zeiten, in urferne Vergangenheiten zu einem Wesen, das der Okkultist als den Löwen bezeichnet. — Und dann, die unteren Leibesorgane, sie stellen sich uns dar wie eine Erinnerung an das, was im Okkultismus Stier genannt wird, ein uraltes Lebewesen, welches in herrlicher Umgebung lebendig einstmals da war, das verdorrt ist in der Evolution, zusammengeschrumpft, und das sich heute als die unteren Leibesorgane darstellt.
[ 8 ] In this clairvoyant vision the organs gradually assume the form they once possessed. Just as a thought which we can only distantly remember in quite a hazy manner, grows into what it once was, if we take the trouble to draw it forth from memory, so does that which we bear within us, as the lungs, for example, and it appears as the lost remembrance of a primeval splendour and glory. We feel that it goes back again like a present thought to a distant memory, which then develops into what it formerly was. In our vision the lungs develop into the imaginative picture of that which was once known to the occultist as a recognised symbol, which he still knows to-day, as a symbol of the human form—into the imaginative picture of the Eagle. And we have the feeling that these lungs were at one time a being, not to be compared with the Eagle of the present-day animal world; for this, too, represents, though from another side, the decadent products of a formerly mighty being, which occultism designates as the Eagle. The occultist comes, as though in cosmic remembrance, to the Eagle which was at one time there. If we look back upon the heart, we feel in a similar manner that this, too, appears as a dried-up and shrivelled product, something reminding us of a long-past glory; and we feel as though that led back into primeval times, a far-distant past, to a being which the occultist designates the Lion. Then the organs of the lower part of the body appear as a memory of what in occultism is called the Bull, an ancient primeval being once alive in glorious surroundings, now dried up and shrivelled in the course of evolution, and appearing to-day as the organs of the lower part of the body.
[ 9 ] So möchte ich schematisch zeichnen das, was einstmals war und wozu wir kommen, wenn wir diese unsere körperlichen Organe von außen hellseherisch betrachten: Es soll nur schematisch gezeichnet werden Stier, Löwe, Adler übereinander. So erblicken wir etwas, was gelebt hat als drei herrliche Lebewesen in uralter Vergangenheit. Ich will nun dieses etwas verkleinern und nur schematisch zeichnen. Um diese Grundorgane herum können wir auch die anderen Organe in demjenigen schauen, was sie früher waren in urferner Vergangenheit; und wir bekommen auf diese Weise etwas vor unseren hellseherischen Blick, was sich vergleichen läßt mit fast allen Formen des Erdentierreiches.
[ 9 ] Thus might I sketch what once existed, and what we still see when we observe these bodily organs, clairvoyantly, from outside. They are only roughly sketched; the Bull below, the Lion in the middle, and the Eagle above. Thus do we look upon something which once lived as three glorious, living beings in a primeval past. I will now draw these somewhat smaller, and only sketch them in diagram. Round these principal organs we can also see the others as they formerly were in a primeval past; and what appears in this way to clairvoyant vision may be compared to almost all the forms in the earthly animal kingdom.


[ 10 ] Wenn wir nun den Blick nochmals zurückwenden auf diesen in unseren Ätherleib eingebetteten physischen Leib und auf das blikken, was man in der Anatomie das Nervensystem nennt, ja, dann erscheint dieses Nervensystem auch wie ein Schrumpfprodukt, wie verdorrte Produkte. Aber das, was heute als Nervensystem da in unserem physischen Leib eingebettet ist, das erscheint in unserem Ätherleib eingebettet für den rückschauenden hellscherischen Blick wie die Summe von wunderbaren pflanzlichen Wesenheiten, die sich in der mannigfaltigsten Weise hindurchschlängeln durch diese tierisch zu nennenden Wesenheiten, so daß wir Anordnungen von pflanzlichen Wesenheiten sehen, die durchgehen nach allen Seiten. Das ganze Nervensystem löst sich auf in eine Summe von uralten pflanzlichen Wesenheiten, so daß sich uns wirklich etwas darstellt wie eine mächtig sich ausbreitende Pflanzenwesenheit, darin wohnend die tierischen Wesenheiten, von denen wir eben gesprochen haben. Wie gesagt, ich schildere das, was sich dem hellseherischen Blick ergibt, der eben charakterisiert worden ist als zustandekommend wie im Schlaf, das heißt den im Ätherleib eingebetteten physischen Leib von außen ansehend.
[ 10 ] If we once more turn our gaze back to the physical body embedded in the etheric body, looking at what anatomy calls the nervous-system, this also appears as a shrivelled, dried-up product. The nervous system, which at the present time is embedded in the physical body, appears to the retrospective clairvoyant vision as a number of wonderful plant-like beings, embedded in the etheric body, beings intertwined in various ways in and through the other beings known by animal names, so that we see plant-like entities passing through them in every direction. The whole of the nervous system resolves itself into a number of primeval plant-like entities, so that we actually see something like a mighty, outspreading plant, within which dwell the animal beings of which we have just spoken. As already said, I am relating what is seen by the clairvoyant vision, which has been described as being exercised in a condition similar to sleep; that is, when we look from outside at the physical body embedded in the etheric body.
[ 11 ] Wenn man dieses alles vor sich hat, dann sagt man sich — das heißt man sagt es sich aus dem Grunde, weil einem die Weltengedanken gewissermaßen Auskunft darüber geben und einem das interpretieren, was man vor sich hat —, man sagt sich dann: Alles das, was du als Mensch in dir trägst, das ist das Zusammengewelkte, das Zusammengeschrumpfte von dem, was dir jetzt wie in einer kosmischen Erinnerung hellseherisch aufgeht. — Und nun handelt es sich darum, bis zu diesem Punkte die Entwicklung so zu betreiben, daß man fortwährende Selbstkontrolle, fortwährende Selbsterkenntnis übt. Die Selbsterkenntnis bringt einen dahin, nun sich gefühlsmäßig besinnen zu können: Du bist außerhalb deines physischen Leibes. Dasjenige, was dir als physischer Leib im Ätherleib eingebettet erschienen ist, hat sich vor deinem Blick in das verwandelt, wovon eben jetzt gesprochen worden ist. Und das, was du jetzt siehst, das ist nicht in der Gegenwart vorhanden, das mußte in einer Urvergangenheit vorhanden sein, damit das, was dein physischer Leib da unten ist, hat entstehen können. Damit dieses Schrumpfprodukt hat entstehen können, mußte einstmals das vorhanden sein, was du jetzt mit hellseherischem Blick vor dir siehst. — Deshalb macht der physische Leib zunächst diesen traurigen Eindruck, weil man ihn als etwas erkennt, was sich ergeben hat wie das letzte Welkprodukt einer einstmaligen Herrlichkeit, die jetzt aufgegangen ist dem hellseherischen Blick.
[ 11 ] When the student sees all this before him, he then says (that is, he is able to say this because, to a certain extent, the cosmic thoughts give this information, and interpret what he has before him), he says to himself: ‘All that I, as a human being, have within me is the withered and shrivelled remnant of what now appears before me clairvoyantly as though in cosmic remembrance.’ Now, it is important that the pupil should exercise continual self-control, and continual self-knowledge, while developing to this point. Self-knowledge enables him at this point to become aware of and to feel the following: ‘I am outside my physical body. That which appeared to me as my physical body embedded in the etheric body has transformed itself in my vision into what has just been described. What I behold does not now exist; it had to exist in a primeval past in order that my physical body which is there below might be able to come into being. In order that this shrivelled product might be formed, what I now see before me with clairvoyant vision had to exist at one time.’ The physical body makes this sad impression because we recognise in it the last withered product of the former glory, now appearing to the clairvoyant vision.
[ 12 ] Hat man nun die Selbstbesinnung genügend weit gebracht, bis zu diesem Grad der Entwicklung, dann wird man gewahr, daß man in diesem astralischen Leib, den man jetzt außer dem physischen und Ätherleibe hat, gar nicht anders kann als — bitte, mißverstehen Sie das nicht, ich schildere Tatsachen und Sie werden schon sehen, wie sich diese Tatsachen auflösen; immerhin — wenn man so sagen wollte zur Ehre der weisheitsvollen Weltenlenker — man muß eben die Tatsachen erst kennenlernen, und es wird sich schon in den nächsten Tagen aufklären, um was es sich da handelt —, man kann also gar nicht anders, als sich, wie man da ist in seinem astralischen Leib, als einen absoluten Egoisten erkennen, als ein Wesen, das nichts anderes kennt als nur sich selber, und man lernt erkennen, daß man Gründe genug hat, traurig zu sein. Denn es drängt jetzt das Gefühl, zu wissen, warum das geschehen ist, warum das alles zusammengeschrumpft ist.
[ 12 ] I pray you, do not misunderstand what I am about to say; I am describing facts, and you will soon see how these facts, unravelled, constantly honour the wise guides of the world; we have only to learn the facts, and in the following lectures I will make clear what is in question. If introspection has been carried to this degree of development, the student then becomes aware that in the astral body in which he now is, outside the physical body and etheric body, he cannot do otherwise than recognise himself as an absolute egotist, as a being who knows nothing but himself, and he learns to recognise that there is reason enough to be sad. For the impulse now arises to know why this has come about, why all this has shrivelled up.
[ 13 ] Und nun handelt es sich darum: Ja, wer hat die Schuld an diesem Zusammenschrumpfen? Wer hat die Gestalt, die du hellseherisch vor dir hast, dieses wunderbare Pflanzenwesen mit den tierischen, vollkommenen Gebilden innerhalb seines Selbst, wer hat das zu dem heutigen Schrumpfprodukt des physischen Leibes gemacht? — Jetzt ertönt es wie eine innere Inspiration aus einem selbst heraus: Du selbst hast das dazu gemacht, du selbst. Und daß du überhaupt das geworden bist, was du heute bist, das verdankst du dem Umstand, daß du die Kraft gehabt hast, diese ganze Herrlichkeit zu durchtränken mit deinem Wesen. Daß dein Wesen wie Gift hineingeträufelt ist in diese alte Herrlichkeit, das hat diese alte Herrlichkeit so zum Schrumpfen gebracht, wie sie jetzt ist!
[ 13 ] And, now the question comes: who is to blame for this shrivelling together? Who has made the form which I see clairvoyantly before me, this wonderful plant-being with the animal-like, perfect structure within it—who has made this into the present shrivelled product, the physical body? There now sounds forth from oneself as an inner inspiration: ‘You yourself have brought it to this, you yourself! And the fact that you have become what you now are, you owe to the circumstance that you have possessed the power to impregnate all this glory with your own being. Your being has trickled like poison into this ancient glory, and it has reduced this ancient glory to what it now is!’
[ 14 ] Also, man ist es selbst und man verdankt die Möglichkeit, so ein Selbst zu sein, wie man es ist, dem Umstand, daß man mit seinem eigenen Wesen den Todeskeim in all diese Herrlichkeit hineinversenkt, imprägniert hat, so daß sie schrumpfte. Wie wenn Sie einen mächtigen Baum, der in Herrlichkeit wächst und der in sich mannigfaltige Tiere ernährt, die nur von diesem Baum ernährt werden können, wie wenn Sie den an einem Punkt anstechen, so daß er von diesem Punkt aus verdorrt, daß er welkt und zusammenschrumpft ins Kleine und mit ihm all die Wesen ersterben, die von ihm ernährt werden, so kommt Ihnen das vor, was geschehen ist mit dem, was sich da hellseherisch ausbreitet und was da zusammengeschrumpft ist zum menschlichen physischen Leibe. Es ist dieses ein ungeheurer Eindruck, der hervorgerufen wird durch diesen Moment hellsichtiger Betrachtungsweise. — Und immer mehr und mehr drängt der Mensch in seinem astralischen Leibe dazu, zu wissen, wie das gekommen ist. In diesem Moment erscheint ihm unter den tierischen Urwesen, die er hier wahrnimmt, sozusagen an der Hinterwand des Gartens, wie sich windend, in einer wunderschönen Gestalt tatsächlich Luzifer!
[ 14 ] Thus it is we ourselves who brought this about, and the possibility of being a self such as we are, we owe to the circumstance that we ourselves sowed the seed of death in all this glory, and so impregnated it that it shrivelled up. Just as you may have a mighty tree growing in its glory and nourishing the various animals living upon it, and you pierce it so that from a certain spot it dries up, withers and shrivels to insignificance and with it die all the beings nourished by it, so the shrivelling of the human physical body is clairvoyantly unfolded before you. This is the awful impression produced by this moment of clairvoyant vision. More and more the student is impelled in his astral body to understand how this came about. At this moment there actually appears to him among the archetypal animal beings, which he here perceives ... Lucifer at the back of the garden, as it were, twisting in and out. I have drawn it in diagram—Lucifer in a wondrously beautiful form, actually—Lucifer!
[ 15 ] Hier macht man zuerst Bekanntschaft durch hellseherische Betrachtung mit Luzifer und weiß jetzt: O ja, so war es mit den Kräften, die heute im physischen Menschenleibe verschrumpft sind, zur Zeit, als Luzifer innerhalb dieses ganzen Wesens, das sich dir jetzt hellseherisch darbietet, erschien.
[ 15 ] Here, for the first time, through clairvoyant observation, he makes the acquaintance of Lucifer, and now he knows that this is what happened to the forces, now shrivelled in the physical human body, at the time when Lucifer appeared within this whole being which is now presented to him clairvoyantly.
[ 16 ] Und nun weiß der Mensch, daß in jener urfernen vergangenen Zeit, in welcher das alles Wirklichkeit war, was da dem hellseherischen Blick erscheint, daß er sich da lebendig fühlte innerhalb von alledem: da war er drinnen, das war sein Reich. Und in diesem Reich zog ihn Luzifer an sich, der Mensch verband sich mit Luzifer, und die Folge davon war, daß ihm in Kraftströmungen, die etwa in solcher Linie gezeichnet werden könnten, die Wesenheiten der höheren Hierarchien nachdrängten und den Menschen, der sich mit Luzifer verband — das zeigt sich alles der hellseherischen Betrachtung — in diese Regionen und nach vorne herausdrängten. Es bekam das Gebiet hier (oben rechts) Öffnungen; diese Öffnungen sind im Zusammenschrumpfen unsere heutigen Sinnesorgane geworden. Durch diese Öffnungen ist der Mensch, der früher in diesem Gebiet gelebt hat, herausgedrängt worden, weil er sich mit Luzifer verbunden hat. Und indem der Mensch herausgedrängt worden ist, lebt er nun in der Welt außerhalb dieses Gebildes, und dieses Gebilde schrumpfte zusammen und ist sein physischer Leib.
[ 16 ] And the student now knows that he was present in that far-distant past when all this, that appears to his clairvoyant vision, was a reality; he knows that he then vividly felt himself to belong to all this; he was within it, this was his kingdom, and within this kingdom Lucifer drew him to himself. Man united himself with Lucifer, with the result that the beings of the higher Hierarchies pressed from the back in currents of force which might be sketched in these lines, and pressed out the human being who united himself with Lucifer in these parts towards the front, as is visible to clairvoyant observation. In this part openings were formed; and, in the shrinking up, these openings have developed into our present sense organs. Through these openings the human being who previously lived in this part was pressed out, because he united himself with Lucifer. And because he was pushed out, he now lives in the world outside this structure, and this structure shrank together and is now his physical body.


[ 17 ] Also stellen Sie sich vor, damit Sie eine schematische Anschauung haben, den heutigen physischen Leib immer größer und größer werdend, alle Organe sich vergrößernd, alle Verdauungs-, Blutzirkulations-, Atmungsorgane wie zu mächtigen tierischen Lebewesen in der Vergrößerung werdend, die Nervenorgane zu Pflanzenwesen werdend; in diesem mächtigen Gebilde denken Sie sich den Menschen herrschend. Auf der einen Seite erscheint nun Luzifer; der Mensch wird angezogen von Luzifer, dadurch drängen dann Wesenheiten der höheren Hierarchien nach und drängen den Menschen hinaus. Dadurch, daß der Mensch hinausgedrängt ist, schrumpft nach und nach das ganze Gebilde zusammen zu dem engen Raum, den heute ein Menschenleib einnimmt, und der Mensch ist mit seinem Bewußtsein, mit seinem ganzen Tagesbewußtsein, außerhalb seines Leibes. Denn das hat bewirkt, daß der Mensch nicht das weiß, was da drinnen ist, wovon er früher wußte, sondern daß er von dem weiß, was außerhalb ist. Er ist herausgejagt worden durch die Öffnungen, die heute die Sinne sind, und ist heute in der Sinneswelt, und das, worin er war in urferner Vergangenheit, ist heute zusammengeschrumpft, das stellt sein Inneres dar.
[ 17 ] Now imagine—in order to have a diagrammatical idea—the physical body of to-day growing larger and larger, all the organs becoming larger, all the organs of digestion, circulation and breathing developing as though into mighty, animal-like, living beings in growing larger, and the nervous system becoming plant-like beings, and the human being ruling in this mighty structure. On the one hand now appears Lucifer, and because the human being is attracted by Lucifer, beings belonging to the higher Hierarchies press from the back and press the human being out. By reason of the pushing out of the human being, the whole structure gradually shrinks into the small compass of the human body of to-day, and the human being, with his consciousness, with his whole day consciousness, is outside his body. The result is that man no longer knows, as he did before, what is within his body, only that which is outside. He has been chased out through the openings which are now the senses; to-day he is in the sense-world, and that in which he lived in the primeval past has shrivelled up and forms his inward parts.
[ 18 ] Jetzt habe ich Ihnen eine Vorstellung gegeben, wie der Mensch durch hellseherische Betrachtung zu dem kommt, was man das Paradies nennt. So wurde in der Tat geleitet in den Mysterienschulen die menschliche Vorstellung hin zum Paradiese. Wo war das Paradies? fragen die Menschen. Das Paradies war in einer Welt, die allerdings heute in der Sinneswelt nicht mehr vorhanden ist. Das Paradies hat sich zusammengeschrumpft, hat sich nur vervielfältigt; das Paradies hat als seinen letzten Erinnerungsrest zurückgelassen das physische Innere des Menschenleibes, nur ist der Mensch herausgejagt worden, er lebt nicht in seinem Inneren. Dieses Innere kann er erst auf die Art durch hellseherische Weise kennenlernen, wie wir es gesehen haben. Der Mensch weiß von den Dingen außerhalb, er weiß von dem, was vor seinen Augen steht, um seine Ohren herum ist; sonst wußte er, was drinnen ist, aber dieses Drinnen war groß, war das Paradies.
[ 18 ] I have now given you an idea of how, through clairvoyant observation, the student arrives at what is called Paradise. In fact, this was the conception of Paradise to which the students in the mystery-schools were led. ‘Where was Paradise?’ people ask. Paradise formed part of a world which is no longer present in the sense-world to-day. Paradise has shrunk together, yet multiplied; for Paradise has left behind the physical inward parts of the human body as its last relics; the human being himself has, however, been driven out of it, he no longer lives in these inward parts. He can only learn to know them by means of clairvoyance, as we have seen. A man knows of the objects outside him, he knows of what is before his eyes and about his ears. Previously he knew of what was within; but this within was grandiose, it was Paradise.
[ 19 ] Versuchen Sie jetzt eine Vorstellung davon zu bekommen, daß tatsächlich der Mensch dadurch, daß er ein Wesen ist, welches das Bewußtsein über die äußere Sinneswelt verbreitet, die Welt, in der er wohnte, bevor er in die Sinneswelt eingetreten ist, zusammengedrängt hat zu den Welk- oder Schrumpfprodukten seines inneren Leibes. Dann bedienten sich die hier (siehe Zeichnung, Seite 117) den Menschen zuerst hinausstoßenden und dann nachwirkenden Wesenheiten des Ahriman und anderer Geister, deren Tätigkeit sie ins Gute verkehrten, und setzten die Gliedmaßen, Hände und Füße an, und hier das Antlitz, das sie formten, indem sie die Möglichkeit gaben, daß der Mensch sich durch Hände und Füße und durch das, was durch seine Sinnesorgane nach dem Inneren geht, bediente des zusammengeschrumpften Paradieses.
[ 19 ] Try now to form an idea of how man, through having become a being who spreads his consciousness over the external sense-world, actually compressed the world in which he dwelt before he entered the sense-world, into the withered or shrivelled-up product of the interior parts of his body. Then the beings who first drove man out and then continued to work, made use of Ahriman and other spirits, whose activity they turned into good, forming the limbs, hands, feet, and countenance; these they formed, and thus made it possible for man to use this shrivelled-up Paradise by means of his hands and feet and that which passes through his sense organs into the inner parts of his body.
[ 20 ] Wir haben so vor unserem geistigen Blick auftreten sehen den ins Riesenhafte vergrößerten physischen Menschenleib, der in seinem heutigen Zustand also das Schrumpfprodukt des einstigen Paradieses darstellt. Wenn wir dieses betrachten, dann können wir ein wenig wiederum eine Vorstellung davon bekommen, wie eigentlich hellseherische Betrachtung vorrückt. Wir haben gesehen, wie der Mensch zunächst immer sensitiver und sensitiver wird gegenüber seinem physischen und Ätherleibe. Jetzt haben wir mit einem gewissen Sprung über einen Abgrund gleichsam nachgesehen, was sich für Eindrücke ergeben, wenn der Mensch von ganz außerhalb zurückblickt auf seinen in den Ätherleib eingebetteten physischen Leib. Ich habe gesagt, daß der Ätherleib ein in sich Bewegliches ist; nichts in diesem Ätherleib, wenn man von außen in ihn zurücksieht, ist eigentlich stillstehend, nichts ist in Ruhe, alles in ständiger Bewegung. Es geschieht fortwährend etwas; aber je mehr man lernt, durch Geistesschulung hinzublikken auf das, was da geschieht, desto mehr vergrößert sich gleichsam auch das Tableau dieses Geschehens, und alles wird sinnvoll. Wie gewissermaßen der physische Leib zu dem sinnvollen Garten des Paradieses wird, so wird auch das, was im Ätherleib vorgeht, zu sinnvollen Vorgängen. Man könnte ja nun einmal den Versuch anstellen, typisch zu erzählen, was man da für Tatsachen und Vorgänge sieht, wenn man auf den Ätherleib hinsieht und von dem physischen Leib dabei absieht. Nun, den physischen Leib, so wie ich ihn Ihnen beschrieben habe, könnte man wirklich hellseherisch nur sehen, wenn man im allertiefsten Schlafe plötzlich hellseherisch aufgeweckt würde; dann würde sich der physische Leib also erweitern zu diesem Gebilde, wie es gezeigt worden ist. Aber der Ätherleib ist gewissermaßen schon leichter zu sehen; er ist schon dadurch zu sehen, daß man versucht, in einer gewissen Beziehung den Moment des Einschlafens zu erhaschen, so zu erhaschen, daß man nicht ins Unbewußte gleich hinüberschläft, sondern daß man bewußt eine Zeit bleibt, nachdem man mit seinem astralischen Leib und dem Ich den physischen und Ätherleib verlassen hat. Da sieht man hauptsächlich dann auf diesen Ätherleib hin, sieht förmlich wie ganz lebendige Träume diese beweglichen Tatsachen des ätherischen Leibes. Dann sieht man sich wie durch einen tiefen Abgrund getrennt von dem, was da im ätherischen Leibe vorgeht; aber man sieht jetzt alles in nicht räumlichem, sondern in zeitlichem Geschehen. Man muß also, wenn man schon heraus ist aus seinem Ätherleib, empfinden diese Erlebnisse, diese bewegten Erlebnisse im Ätherleib, wie wenn man mit dem Bewußtsein noch einmal hineinschlüpfte.
[ 20 ] Thus before our spiritual vision we have seen, enlarged to gigantic proportions, the physical human body, which in its present condition represents the shrivelled-up product of the former Paradise. When we consider this, we may obtain some slight idea of how clairvoyance really progresses. We have seen how the student at first becomes more and more sensitive with respect to his physical body and etheric body. And now, by making a sort of leap forward over an abyss, we have seen what sort of impressions come when from outside the pupil looks back at his physical body embedded in the etheric body. I have said that the etheric body is itself in continual motion; when we look back into it from outside we see nothing really stationary in it, nothing is at rest, everything is in continual motion. Something is continually taking place; and the more we learn through spiritual training to observe what happens, the more does the tableau of these events enlarge, as it were, and everything becomes full of meaning. Just as, in a certain way, the physical body becomes the true Garden of Paradise, so also what goes on in the etheric body becomes significant processes. We might now make the attempt to describe in a general way what facts and processes are to be observed when we look at the etheric body, and turn our attention away from the physical body. Now, we could really only see the physical body clairvoyantly in the way I have described, if we were suddenly awakened clairvoyantly from the very deepest sleep. Then would the physical body expand into the structure described. But the etheric body can, in a certain sense, be more easily seen; it may indeed be seen if we try in a certain way to seize the moment of going to sleep, so that we do not pass over at once into unconsciousness, but remain conscious for a time after having, with the astral body and the ego, left the physical body and etheric body. We then look principally at the etheric body, and see the moving realities in the etheric body in the form of very vivid dreams. We then see ourselves divided, as by a deep abyss, from what goes on in the etheric body; but we now see everything not as happening in space, but as events in time. When we are outside our etheric body we have to perceive these experiences of movement in the etheric body, as though we had slipped back into it again with our consciousness.
[ 21 ] Also diese Empfindung muß man haben, wie wenn man durch einen Abgrund, der gleichsam durch Äther ausgefüllt ist, durch den allgemeinen Weltenäther, wie wenn man durch einen solchen Abgrund getrennt wäre von seinem ätherischen Leib; wie wenn man jenseits des Ufers des ätherischen Leibes wäre und da mannigfaltige Vorgänge sich abspielten. Man fühlt sich also, weil man es hier mit Vorgängen zu tun hat, die alle in der Zeit sich abspielen, gleichsam wie ein Wanderer, der zu seinem eigenen Ätherleib hingeht. In Wirklichkeit verläßt man ihn immer mehr und mehr, aber man geht in hellseherischem Bewußtsein zu diesem Ätherleibe hin. Man fühlt, wie wenn man im Annähern an diesen eigenen Ätherleib etwas entgegenkommend hätte, was einen zurückstößt. Wie an einem geistigen Fels kommt man an. Dann ist es, wie wenn man in etwas hineingelassen würde. Man war erst draußen, dann ist es, wie wenn man in etwas hineingelassen würde, wie wenn man erst draußen gewesen wäre und jetzt drinnen wäre, aber nicht so, wie wenn man bei Tage drinnen wäre. Alles hängt davon ab, daß man mit seinem astralischen Leib und Ich draußen ist und nur hineinschaut, das heißt, nur mit seinem Bewußtsein drinnen ist. Und jetzt merkt man, was da drinnen vorgeht.
[ 21 ] Thus we must feel as though we were separated from our etheric body by an abyss filled, as it were, with ether, with universal cosmic ether; as if we stood on the further shore of the etheric body, and there various processes took place. And as, in this case, all these processes take place in time, we feel like a wanderer returning to our own etheric body. In reality, we are going further and further from it, but in our clairvoyant consciousness we approach it. And in approaching this etheric body of ours we feel ourselves approaching something which thrusts us back. We come, as it were, to a spiritual rock. Then it is as if we were allowed to pass into something. At first we are outside, and then it is as though we were let into something, it seems as though we had first been outside and now were inside, but not in the manner in which we had been within it during the day. Everything depends upon being outside with the astral body and ego, and only looking in; that is to say, we are only inside the etheric body with our consciousness. And now we can see what is going on within it.
[ 22 ] Es ist auch in einer gewissen Weise alles verwandelt, wie sich der physische Leib ins Paradies verwandelt hat; aber das, was da geschieht, hängt doch noch viel inniger zusammen mit den gegenwärtigen Vorgängen am Menschen. Bedenken wir nur, was der Schlaf eigentlich bedeutet, was dieses «außerhalb des physischen und Ätherleibes sein» bedeutet. Denn wir haben angenommen, daß das hellseherische Vermögen in diesem Augenblicke hervorgerufen wurde dadurch, daß der Mensch plötzlich im Schlafe hellseherisch würde oder im Einschlafen hellseherisch bewußt bliebe. Bedenken wir, was der Schlaf ist: Dasjenige, was mit Bewußtsein den physischen und ätherischen Leib durchdringt, ist draußen; da drinnen gehen jetzt nur sozusagen vegetative Vorgänge vor sich, spielt sich alles ab, was die während des Tages verbrauchten Kräfte wiederum ersetzt. Ja, das nehmen wir wahr, nehmen wahr, wie da aus dem Physischen heraus die Kräfte, die namentlich im Gehirn verbraucht worden sind, ersetzt werden. Aber nicht so, daß wir das Gehirn sehen würden wie der Anatom, sondern wir sehen, wie der Mensch der physischen Welt, dessen wir uns während des Tagwachens für unser Bewußtsein bedienen, wie dieser Mensch — von uns verlassen zwar, aber deutlich zeigend, daß er unser Werkzeug ist — gleichsam verzaubert in einer Burg liegt.
[ 22 ] In a certain way, everything changes just as the physical body is transferred into Paradise; but that which goes on within the etheric body is in a still more interior connection with the everyday processes in man. Let us consider what sleep really signifies, what this ‘being outside the physical body and etheric body’ means. For we have assumed that the clairvoyant power is exercised at this moment through the person's suddenly becoming clairvoyant during sleep, or remaining consciously clairvoyant on falling asleep. Let us consider what sleep is! That which permeates the physical and etheric body with consciousness is now outside; within the body only vegetative processes take place—everything is done to restore the forces used up during the day. And we perceive all this, we perceive how the forces of the physical, particularly those of the brain, are renewed; but we do not see the brain as the anatomist does—we see how the man of the physical world, of whom we make use for our consciousness during our waking condition, we see how this man, who has indeed been forsaken by us, but who clearly shows that he is our instrument, lies enchanted in a castle, as it were.
[ 23 ] Wie unser Gehirn innerhalb der Schädeldecke wie ein Sinnbild liegt, so erscheint uns unser Menschenwesen auf Erden wie eine verzauberte Wesenheit, in einer Burg lebend. Wir treten unserer Menschenwesenheit entgegen wie einer Wesenheit, die wie gefangen, umschlossen von Felsenmauern ist. Das Sinnbild, das gleichsam wiederum zusammengezogene Sinnbild davon ist unsere Schädeldecke. Von außen erscheint uns das als die kleine Schädeldecke. Wenn wir aber auf die ätherischen Kräfte blicken, die zugrunde liegen, so erscheint uns in der Tat das, was Erdenmensch ist, wie da drinnen in der Schädeldecke sich befindend und eingefangen in dieser Burg. Und dann strömen herauf aus dem anderen Organismus die Kräfte, die diesen Menschen unterhalten, der eigentlich in der Schädeldecke drinnen ist wie in einem mächtigen Schlosse. Da strömen die Kräfte herauf. Zunächst strömt diejenige Kraft herauf, die da kommt aus dem im Organismus verbreiteten Werkzeug des astralischen Menschenleibes; es strömt herauf alles das, was erglüht und mächtig den Menschen macht durch die Nervenstränge; das alles strömt zusammen in den irdischen Gehirnmenschen: das erscheint einem als das «mächtige Schwert», das der Mensch sich auf der Erde geschmiedet hat. — Dann dringen herauf die Kräfte des Blutes; diese Kräfte des Blutes — man fühlt allmählich, man lernt erkennen — erscheinen einem als das, was eigentlich den bloß in dem Zauberschloß der Schädeldecke liegenden Gehirnmenschen verwundet: wie die «blutige Lanze» sind die Kräfte, die im Ätherleibe nach dem irdischen Menschen heraufströmen, der in dem Zauberschloß des Gehirns liegt. — Und dann gewinnt man eine Erkenntnis. Diese eine Erkenntnis ist, daß man beobachten kann, was da alles heraufströmen darf nach den edelsten Teilen des Gehirns. Davon hat man ja vorher gar keine Ahnung.
[ 23 ] Symbolised by the brain lying within the skull, our human nature on the earth appears as a being under enchantment living in a castle. We see this humanity of ours as a being imprisoned and enclosed by stone walls. The symbol of this, the shrunken symbol, as it were, is our skull. We see it externally as a little skull. But when we look at the etheric forces which lie at its foundation, the earthly man actually appears to us as if he were within the skull, and imprisoned in this castle. And then from the other parts of the organism there stream up the forces which support this human being who is really within the skull as if in a mighty castle; the forces stream upwards; first the force which comes from that in the organism which is the outspread instrument of the human astral body; there streams up all that makes the human being ardent and mighty through his nerve fibres. All this streams together in the earthly brain-man; this appears as a mighty sword which the human being has forged on the earth. Then stream up the forces of the blood. These, as we gradually learn to feel and recognise, appear as that which really wounds the brain-man lying in the enchanted castle of the skull. The forces which in the etheric body stream up to the earthly human being lying in the enchanted castle of the brain are like the bloody lance. And then we arrive at a unique perception. This is, that we are able to observe all that may stream up to the noblest parts of the brain. Before this we have not the slightest idea of it.
[ 24 ] Ja, sehen Sie, da komme ich von einem anderen Gesichtspunkt aus auf das zurück, was ich schon in diesen Tagen berührt habe. Der Mensch kann nämlich noch so viel aus dem Tierreich essen: für einen gewissen Teil seines Gehirns ist das alles nicht brauchbar, ist das alles nur Ballast. Andere Organe mögen dadurch ernährt werden, aber im Gehirn gibt es etwas, wovon der ätherische Leib sogleich alles zurückstößt, was vom tierischen Reiche kommt. Ja, sogar alles das stößt der ätherische Leib zurück von einem Teil des Gehirnes, von einem kleinen edlen Teil des Gehirnes, was vom pflanzlichen Reiche kommt, und nur den mineralischen Extrakt läßt er gelten in einem kleinen edlen Teil des Gehirns; und da bringt er zusammen diesen mineralischen Extrakt mit den edelsten Einstrahlungen durch die Sinnesorgane. Das Edelste des Lichtes, das Edelste des Tones, das Edelste der Wärme berührt sich hier mit den edelsten Produkten des mineralischen Reiches; denn von der Verbindung der edelsten Sinneseindrücke mit den edelsten mineralischen Produkten nährt sich der edelste Teil des menschlichen Gehirns. Von diesem edelsten Teile des menschlichen Gehirns sondert der Ätherleib alles aus, was aus dem Pflanzenoder Tierreich kommt. Dann dringen ja auch alle die Dinge, die der Mensch als seine Nahrung bekommen hat, herauf. Das Gehirn hat auch unedlere Teile, die halten Mahlzeit von alledem, was da heraufströmt und wovon sich eben der Organismus ernährt. Nur der edelste Teil des Gehirns muß von dem schönsten Zusammenfluß von Sinnesempfindungen und dem edelsten, gereinigten mineralischen Extrakt genährt werden. Da lernt man erkennen einen wunderbaren kosmischen Zusammenhang des Menschen mit dem ganzen übrigen Kosmos. Da blickt man sozusagen an eine Stelle des Menschen, wo sich vor einem abspielt, wie das Denken des Menschen durch das Instrument des dem Astralleibe dienenden Nervensystems das Schwert bereitet für die menschliche Stärke auf Erden; da macht man Bekanntschaft mit dem, was alles dem Blut beigemischt ist und was gewissermaßen zur Tötung gerade des Edelsten im Gehirn beiträgt. Und immerdar hält aufrecht dieses Edelste im Gehirn der Zusammenfluß der feinsten Sinnesempfindungen mit den edelsten Produkten des mineralischen Reiches. Und dann strömen nach dem Gehirne zur schlafenden Zeit, wo sich das Denken nicht mit dem Gehirne beschäftigt, die Produkte, die sich weiter abwärts im Innern gebildet haben aus dem Pflanzen- und dem Tierreich.
[ 24 ] Thus you see that from a different standpoint I have come back again to what I have already touched upon in these lectures. No matter how much animal food a human being may eat, it is all useless for a certain part of his brain, it is merely ballast. Other organs may be nourished thereby, but in the brain there is something from which the etheric body at once thrusts back all that comes from the animal kingdom. Indeed, the etheric body even thrusts back from one part of the brain, from one small, vital part of the brain, all that comes from the plant kingdom, and allows only the mineral extract to be of value; there this mineral extract is brought into contact with the purest of what comes through the sense organs. The purest of light, the purest sound, the purest heat, here come in touch with the purest products of the mineral kingdom; for the most vital part of the human brain is nourished by the union of the purest sense impressions with the purest mineral products. The etheric body separates from this noblest part of the human brain all that comes from the plant or animal kingdoms. But all the things that the human being takes in as his food pass up also; for the brain also has less noble parts. These are nourished by all that streams up, by which the whole organism is nourished. Only the noblest part of the brain must be nourished by the most beautiful union of the sense perceptions and the highest part of the purified mineral extract. We now learn to recognise a wonderful cosmic connection between man and the whole of the rest of the cosmos. We can now see, as it were, a part of man wherein we perceive how human thought, by means of the instrument of the nervous system which serves the astral body, prepares the sword for human strength on earth; therein we become acquainted with all that is mingled with the blood, and to a certain extent contributes to the killing of the most precious thing in the brain. And this noblest thing in the brain is ever sustained by the union of the most delicate sense perceptions with the purest products of the mineral kingdom. And then, during sleep, when thought is not making use of the brain, there stream to the brain the products which have been formed lower down in the inner parts from the plant and animal kingdoms.
[ 25 ] So ist es, wenn man in seinen eigenen Ätherleib hineindringt, wie wenn man an einem Abgrunde ankommen würde und über diesen Abgrund hinweg in seinem Ätherleibe sehen würde, was der da macht; und das erscheint alles in mächtigen Bildern, die Vorgänge des geistigen Menschen während des Schlafes darstellen. Dieses Ich und der astralische Leib, dieser geistige Mensch, der untertaucht in die Burg, die gebildet wird aus dem, was eben sich nur symbolisch in der Schädeldecke darstellt, wo schlafend, verwundet vom Blut, der Mensch liegt, dem man es ansieht, wie Gedanken seine Stärke sind — das, was sich da ernähren lassen muß von alledem, was aus den Reichen der Natur heraufdringt, was in seinem edelsten Teile von jenem Feinsten bedient werden muß, das da gekennzeichnet worden ist —, dieses alles in Bilder gebracht, gab die Gralssage. Und die Sage von dem Heiligen Gral kündet uns von jener Wunderspeise, die zubereitet ist aus den feinsten Wirkungen der Sinneseindrücke und aus den feinsten Wirkungen der mineralischen Extrakte, die dazu berufen sind, den edelsten Teil des Menschen zu ernähren sein Leben hindurch, wie er es physisch zubringt auf der Erde; denn durch alles andere würde er getötet. Diese Himmelsspeise ist das, was in dem Heiligen Gral drinnen ist.
[ 25 ] Thus, when we penetrate into our own etheric body, it is as though we had reached an abyss, and across it we could see what goes on in the etheric body; and all this appears in mighty pictures representing the processes of the spiritual man during sleep. The ego and astral body—the spiritual man—descends into the castle, which is formed of that which is only seen symbolically in the skull. Here the human being lies sleeping, wounded by the blood, the man of whom we see that thoughts are his strength—that which must be capable of nourishment by all that comes from the kingdom of nature, that which in its purest parts must be served by the finest, this we have described. All this symbolically represented resulted in the Legend of the Holy Grail. And the Legend of the Holy Grail tells us of that miraculous food which is prepared from the finest activities of the sense impressions and the finest activities of the mineral extracts, whose purpose it is to nourish the noblest part of man all through the life he spends on earth; for it would be killed by anything else. This heavenly food is what is contained in the Holy Grail.
[ 26 ] Und das, was sonst geschieht, was aus den übrigen Reichen hinaufdringt, finden wir genugsam dargestellt, wenn wir zurückgehen auf die ursprünglich beschriebene Gralssage, da wo wir vor eine Mahlzeit geführt werden, bei der zuerst eine Hirschkuh aufgetischt wird. Das Hinaufdringen in das Gehirn, wo immerdar schwebt der Gral — das heißt das Gefäß für die edelste Nahrung des durch alles übrige getöteten menschlichen Heros, der in der Burg des Gehirns liegt —, das alles wird uns dargestellt. Und am besten ist es nicht eigentlich bei Wolfram, sondern am besten ist es äußerlich — exoterisch noch dargestellt —, weil fast jeder erkennen kann, wenn er darauf aufmerksam gemacht worden ist, wie diese Gralssage ein okkultes Erlebnis ist, das jeder Mensch an jedem Abend neu erleben kann —, am besten ist es dargestellt trotz der Profanation, die auch da schon eingetreten ist, bei Christian von Troyes. Und er hat hinlänglich durch mancherlei Andeutungen darauf hingewiesen, daß er das, was er meint, exoterisch gegeben hat; denn er beruft sich ja auf seinen Lehrer und Freund, der im Elsaß gelebt hat und der ihm das eigentlich Esoterische gegeben hat, welches er in exoterische Formen brachte. Dies geschah in der Zeit, in der es notwendig war wegen jenes Überganges, auf den hingedeutet ist in meiner Schrift «Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit». Kurz vorher ist die Gralssage exoterisch gemacht worden, 1180.
[ 26 ] And that which otherwise takes place, that which presses up from the other kingdoms, we find clearly represented if we go back to the original Grail legend, where a meal is described at which a hind is first set on the table. The penetrating up into the brain where for ever floats the Grail, that is, the vessel for the purest food of the human hero who lies in the castle of the brain, and who is killed by everything else—all this is represented. The best presentation of this is not that by Wolfram, but it is best represented in an external exoteric way (because almost everyone can recognise, when his attention has been drawn to it, that this legend of the Grail is an occult experience which every human being can experience anew every night), it is best represented, in spite of the profanation which has even crept in there, by Chrestien de Troyes. He put what he wished to say in an exoteric form, but this exoteric form hinted at what he wished to convey, for he refers to his teacher and friend who lived in Alsace, who gave him the esoteric knowledge which he put into exoteric form. This took place in an age when it was necessary to do this, on account of the transition indicated in my book, ‘The Spiritual Guidance of Humanity.’ The Grail legend was made exoteric in 1180, shortly before the transition.
[ 27 ] Derlei Dinge erscheinen der äußeren Welt heute noch wie eine Phantasterei, weil ihr so vielfach als das Wirkliche nur das erscheint, was außerhalb des Menschen liegt. Daß der Mensch sich in einem noch viel höheren Sinne als Krone der Schöpfung erweist, erkennt er gerade dann, wenn er seinen physischen Leib in der ursprünglichen herrlichen Größe sieht, und seinen Ätherleib so sieht, wie er innerlich arbeitet: an dem physischen Leib, um das wieder zum Leben zu erwecken, was durch jenen Stich, von dem ich als vom Blute kommend gesprochen habe, getötet und gelähmt worden ist. Daran arbeitet der ätherische Leib, um es sofort, so gut es geht, wiederum zum Leben zu erwecken; er erhält es durch seine menschliche Lebenszeit hindurch, trotzdem es, wenn es geboren wird, schon zum Tode verurteilt ist. Er erhält es dadurch, dieser ätherische Leib, daß er von einem kleinen Teile der menschlichen Organisation alles das hinauswirft, was aus dem Tier- und Pflanzenreich kommt, nur den edelsten mineralischen Extrakt nimmt und ihn zusammenbringt mit den edelsten Eindrücken der äußeren Sinneswelt. Dieses wirklich tief genug empfindend, läßt einem tatsächlich diesen edelsten Teil im menschlichen Organismus erscheinen wie den vervielfältigten Heiligen Gral. Und ich wollte durch diese beiden Hindeutungen heute zeigen, wie typisch Imaginationen auftreten, wie allmählich übergeht für das wirkliche Hellsehen das Anschauen des physischen Leibes in Imaginationen. Und zu den größten Imaginationen, die man erleben kann, gehört, wenigstens für die Erdenzeit, die Paradieses- und die Grals-Imagination.
[ 27 ] In the outer world these things still appear fantastic ideas, because the only reality recognised by the man of the present day is that which is outside him. Man recognises himself as the crown of creation in a much higher sense, when he sees his physical body in its original, sublime grandeur; and when he sees his etheric body working inwardly upon his physical body to reawaken into life that which has been injured and killed by the sting which I have spoken of as coming from the blood. The etheric body works upon that in order at once, so far as is possible to reawaken it to life; it maintains it throughout its period of human life, although, when born, it is already doomed to death. This the etheric body does by casting out of a small portion of the human organisation all that comes from the animal and vegetable kingdoms, keeping only the purest mineral extract, and bringing that in contact with the purest impressions from the external world of the senses. If this is really felt deeply enough, it enables us to see this noblest part in the human organism as the multiplied Holy Grail. I wished to-day to show by these two indications how typical imaginations appear, and how, to the true clairvoyance, the vision of the physical body gradually passes over into imaginations. And these two, the Paradise-Imagination and the Grail-Imagination, belong to the most sublime imaginations it is possible to experience—at least in this Earth-period.
