Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Christianity as Mystical Fact
GA 8

Translate the original German text into any language:

Die Äyptische Mysterienweisheit

[ 1 ] «Wenn du, vom Leibe befreit, zum freien Äther emporsteigst, wirst ein unsterblicher Gott du sein, dem Tode entronnen.» In diesem Ausspruch des Empedokles erscheint wie kurz zusammengefaßt, was die alten Ägypter über das Ewige im Menschen und seinen Zusammenhang mit dem Göttlichen gedacht haben. Dafür ist ein Beweis das sogenannte «Totenbuch», das der Fleiß der Forscher im neunzehnten Jahrhundert entziffert hat. (Vergleiche Lepsius, Das Totenbuch der alten Ägypter. Berlin 1842.) Es ist «das größte zusammenhängende Literaturwerk, das uns von den Ägyptern erhalten ist». Man findet darin allerlei Lehren und Gebete, die jedem Verstorbenen mit ins Grab gegeben wurden, damit er in ihnen einen Wegweiser habe, wenn er der vergänglichen Hülle entledigt ist. Die intimsten Anschauungen der Ägypter über das Ewige und die Weltentstehung sind in diesem Literaturwerke enthalten. Diese Anschauungen deuten durchaus auf Göttervorstellungen, die denen der griechischen Mystik ähnlich sind. -Osiris ist unter den verschiedenen Göttern, die in den Landesteilen Ägyptens anerkannt wurden, allmählich der vorzüglichste und allgemeinste geworden. In ihm wurden die Vorstellungen über die anderen Gottheiten zusammengefaßt. Mag nun das ägyptische Volk in seiner großen Masse was immer für Gedanken über den Osiris gehabt haben, das «Totenbuch» deutet auf eine Vorstellung der Priesterweisheit, die in Osiris eine Wesenheit sah, wie sie in der Menschenseele selbst gefunden werden konnte. -Alles, was man über den Tod und die Toten dachte, sagt das deutlich genug. Wird der Leib dem Irdischen gegeben, innerhalb des Irdischen aufbewahrt, so tritt das Ewige den Weg zum Ur-Ewigen an. Es erscheint zum Gericht vor Osiris, den zweiundvierzig Totenrichter umgeben. Das Schicksal des Ewigen im Menschen hängt davon ab, wie diese Totenrichter befinden. Hat die Seele ihr Sündenbekenntnis abgelegt, ist sie versöhnt befunden mit der ewigen Gerechtigkeit, so treten unsichtbare Mächte ihr entgegen, die zu ihr sprechen: «Der Osiris N. ward geläutert in dem Teiche, der da ist südlich vom Felde Hotep und nördlich von dem Felde der Heuschrecken, wo die Götter des Grünens sich waschen in der vierten Stunde der Nacht und in der achten des Tages mit dem Bilde des Herzens der Götter, übergehend von der Nacht zum Tage. » Also der ewige Teil des Menschen wird innerhalb der ewigen Weltordnung selbst als ein Osiris angesprochen. Nach der Bezeichnung Osiris wird der persönliche Name des Betreffenden genannt. Und auch der sich mit der ewigen Weltordnung Vereinigende bezeichnet sich selbst als «Osiris». «Ich bin der Osiris N. Wachsend unter den Blüten des Feigenbaums ist der Name des Osiris N. » Der Mensch wird also ein Osiris. Das Osiris-Sein ist nur eine vollkommene Entwicklungsstufe des Mensch-Seins. Es erscheint da selbstverständlich, daß auch der innerhalb der ewigen Weltordnung richtende Osiris nichts ist als ein vollkommener Mensch. Zwischen Mensch-Sein und Gott-Sein ist ein Gradunterschied und ein Unterschied in der Zahl. Es liegt hier die Mysterienanschauung vom Geheimnis der «Zahl» zugrunde. Der Osiris als Weltwesen ist Einer; in jeder Menschenseele ist er deshalb doch ungeteilt vorhanden. Jeder Mensch ist ein Osiris; und doch muß auch der Eine Osiris als eine besondere Wesenheit vorgestellt werden. Der Mensch ist in Entwicklung begriffen; und am Ende seiner Entwicklungslaufbahn liegt sein Gott-Sein. Man muß vielmehr von einer Göttlichkeit, nicht von einem fertigen, abgeschlossenen Gotteswesen innerhalb dieser Anschauung sprechen.

[ 2 ] Es ist nicht zu bezweifeln, daß für eine solche Anschauung nur der wirklich in das Osiris-Dasein eintreten kann, der schon als Osiris am Tor der ewigen Weltordnung anlangt. Das höchste Leben, das der Mensch führen kann, wird also darin bestehen müssen, daß er sich zum Osiris wandelt. Im echten Menschen muß schon innerhalb des vergänglichen Lebens ein möglichst vollkommener Osiris leben. Der Mensch wird vollkommen, wenn er wie ein Osiris lebt. Wenn er durchmacht, was Osiris durchgemacht hat. Der Osiris-Mythos erhält damit seine tiefere Bedeutung. Er wird zum Vorbilde dessen, der das Ewige in sich erwecken will. Osiris ist von Typhon zerstückelt, getötet worden. Die Teile des Leichnams sind von seiner Gemahlin Isis gehegt und gepflegt worden. Er hat nach dem Tode seinen Lichtstrahl auf sie fallen lassen. Sie hat ihm den Horus geboren. Dieser Horus übernimmt die irdischen Aufgaben des Osiris. Er ist der zweite, noch unvollkommene, aber zum wahren Osiris fortschreitende Osiris. --Der wahre Osiris ist in der Menschenseele. Diese ist zunächst die vergängliche. Aber ihr Vergängliches ist bestimmt, das Ewige zu gebären. Der Mensch mag sich daher als das Grab des Osiris betrachten. Die niedere Natur (Typhon) hat die höhere in ihm getötet. Die Liebe in seiner Seele (Isis) muß die Leichenteile hegen und pflegen, dann wird die höhere Natur, die ewige Seele (Horus), geboren werden, die zum Osiris-Dasein fortschreiten kann. Den makrokosmischen Osiris-Weltprozeß muß der zum höchsten Dasein strebende Mensch in sich mikrokosmisch wiederholen. Das ist der Sinn der ägyptischen «Einweihung», der Initiation. Was Plato beschreibt als kosmischen Prozeß, daß der Schöpfer die Weltseele in Kreuzesform auf den Weltleib gespannt hat, und daß der Weltprozeß eine Erlösung dieser ans Kreuz geschlagenen Weltenseele ist, das mußte mit dem Menschen im kleinen vorgehen, wenn er sich zum Osiris-Dasein befähigen sollte. Der Einzuweihende mußte sich so entwickeln, daß sein Seelenerlebnis, sein Osiris-Werden, mit dem kosmischen Osiris-Prozeß in Eins zusammenschmolz. Wenn wir in die Initiationstempel blicken könnten, in denen die Menschen der Osiris-Verwandlung unterzogen wurden, so würden wir sehen, daß die Vorgänge ein Welt-Werden mikrokosmisch darstellen. Der vom «Vater» stammende Mensch sollte in sich den Sohn gebären. Was er in Wirklichkeit in sich trägt, den verzauberten Gott, das sollte in ihm offenbar werden. Durch die Gewalt der irdischen Natur wird dieser Gott in ihm niedergehalten. Diese niedere Natur muß erst zu Grabe getragen werden, damit die höhere Natur auferstehen könne. Was von den Initiationsvorgängen erzählt wird, kann daraus verstanden werden. Der Mensch wurde geheimnisvollen Prozeduren unterworfen. Sein Irdisches wurde dadurch getötet, sein Höheres erweckt. Es ist nicht nötig, diese Prozeduren im einzelnen zu studieren. Man muß nur ihren Sinn verstehen. Und dieser Sinn liegt in dem Bekenntnis, das jeder ablegen konnte, der durch die Initiation gegangen ist. Er konnte sagen: «Mir schwebte vor die unendliche Perspektive, an deren Ende die Vollkommenheit des Göttlichen liegt. Ich habe gefühlt, daß die Kraft dieses Göttlichen in mir liegt. Ich habe zu Grabe getragen, was in mir diese Kraft niederhält. Ich bin abgestorben dem Irdischen. Ich war tot. Als niederer Mensch war ich gestorben; ich war in der Unterwelt. Ich habe mit den Toten verkehrt, das heißt mit denen, die schon eingefügt sind in den Ring der ewigen Weltordnung. Ich bin nach meinem Verweilen in der Unterwelt auferstanden von den Toten. Ich habe den Tod überwunden, aber nun bin ich ein anderer geworden. Ich habe nichts mehr zu tun mit der vergänglichen Natur. Diese ist bei mir durchtränkt von dem Logos. Ich gehöre nun zu denen, die ewig leben und die sitzen werden zur Rechten des Osiris. Ich werde selbst ein wahrer Osiris sein, vereinigt mit der ewigen Weltordnung, und das Urteil über Tod und Leben wird in meine Hand gegeben sein.« Dem Erlebnis mußte sich der Einzuweihende unterziehen, das ihn zu solchem Bekenntnis führen konnte. Es ist ein Erlebnis höchster Art, was so an den Menschen herantrat.

[ 3 ] Man denke sich nun, ein Uneingeweihter hört davon, daß jemand solchen Erlebnissen unterzogen wird. Er kann nicht wissen, was in der Seele des Eingeweihten wirklich vorgegangen ist. Dieser ist für ihn physisch gestorben, er hat im Grabe gelegen und ist auferstanden. Was auf höherer Daseinsstufe geistige Wirklichkeit hat, das erscheint in den Formen der sinnlichen Wirklichkeit ausgedrückt als ein Vorgang, der die Naturordnung durchbricht, Das ist ein «,Wunder». Ein solches «Wunder» war die Initiation. Wer sie wirklich verstehen wollte, der mußte in sich die Kräfte erweckt haben, um auf höheren Daseinsstufen zu stehen. Er mußte mit einem dazu schon vorbereiteten Lebensläufe an diese höheren Erlebnisse herantreten. Mögen sich nun diese vorbereiteten Erlebnisse im Einzelleben so oder so abspielen: sie werden sich immer in eine ganz bestimmte typische Form bringen lassen. Der Lebenslauf eines Initiierten ist also ein typischer. Man kann ihn unabhängig von der Einzelpersönlichkeit beschreiben. Vielmehr wird man eine Einzelpersönlichkeit nur dann als eine solche bezeichnen können, die auf dem Wege zum Göttlichen ist, wenn sie die bestimmten typischen Erlebnisse durchgemacht hat. Als eine solche Persönlichkeit lebte Buddha bei seinen Anhängern; als eine solche erschien zunächst Jesus seiner Gemeinde. Man weiß heute, welcher Parallelismus zwischen der Buddha- und Jesus-Biographie besteht. Rudolf Seydel hat in seinem Buche «Buddha und Christus» diesen Parallelismus schlagend nachgewiesen. Man braucht die Einzelheiten nur zu verfolgen, um zu sehen, daß alle Einwände gegen diesen Parallelismus nichtig sind.

[ 4 ] Buddhas Geburt wird durch einen weißen Elefanten angekündigt, der auf die Königin Maja niederschwebt. Er zeigt an, daß Maja einen göttlichen Menschen hervorbringen werde, der «alle Wesen zur Liebe und Freundschaft stimmt, sie miteinander vereint zu innigem Bunde. » Im Lukas-Evangelium heißt es: ... zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegrüßet seist du, Holdselige ... Siehe du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, des Name soll Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden.» Die Brahmanen, die indischen Priester, die wissen, was es heißt, ein Buddha wird geboren, legen den Traum der Maja aus. Sie haben eine bestimmte typische Vorstellung von einem Buddha. Das Leben der Einzelpersönlichkeit wird dieser Vorstellung entsprechen müssen. Dementsprechend liest man bei Matthäus (2, 1 ff.): Herodes «ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden». — Der Brahmane Asita sagt über den Buddha: «Dieses ist das Kind, das Buddha werden wird, der Erlöser, der Führer zu Unsterblichkeit, Freiheit und Licht. » Dazu vergleiche man (Lukas 2, 25): «Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem mit Namen Simeon, und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der heilige Geist war in ihm ... Und da die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, daß sie für ihn täten, wie man pfleget nach dem Gesetz; da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach: Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn seine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern. Ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volkes Israel.» Von Buddha wird berichtet, daß er als zwölfjähriger Knabe verloren gegangen sei, und daß er wieder gefunden wurde unter einem Bäume, umgeben von Sängern und Weisen der Vorzeit, die er lehrte. Dem entspricht Lukas (2, 41 ff.): «Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus in Jerusalem und seine Eltern wußtens nicht. Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter Freunden und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete und sie fragte; und alle waren verwundert, die ihm zuhörten, über seinen Verstand und seine Antworten. » -Nachdem Buddha in einer Einsamkeit gelebt hat und zurückkehrt, wird er empfangen von dem Segensruf einer Jungfrau: «Selig die Mutter, selig der Vater, selig die Gattin, denen du angehörst.» Er aber erwidert: «Selig sind nur die, die im Nirwana sind», das heißt, die in die ewige Weltordnung eingegangen sind. Bei Lukas (11, 27): «Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volke die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind die, die das Wort Gottes hören und bewahren, »Im Laufe seines Lebens tritt der Versucher an Buddha heran und verspricht ihm alle Königreiche der Erde. Buddha weist alles von sich mit den Worten: «Wohl weiß ich, daß mir ein Reich beschieden ist, aber nicht ein weltliches Königreich begehre ich; ich werde Buddha werden und alle Welt jauchzen machen vor Freude.» Der Versucher muß bekennen: «Meine Herrschaft ist dahin.» Jesus antwortet auf die gleiche Versuchung: «Heb dich weg von mir, Satan! Denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen.» «Da verließ ihn der Teufel» (Matthäus 4, 10 f.). — Man könnte diese Beschreibung des Parallelismus noch über viele Punkte ausdehnen: es würde sich das gleiche ergeben. — Buddha endete in erhabener Weise. Auf einer Wanderung fühlte er sich krank. Er kam zum Flusse Hiranja, in der Nähe von Kuschinagara. Hier legte er sich auf einen von seinem Lieblingsjünger Ananda ausgebreiteten Teppich. Sein Leib fing von innen an zu leuchten. Er endete verklärt, als Lichtkörper, mit dem Ausspruche: «Nichts ist langwährend.» Dieser Tod Buddhas entspricht der Verklärung Jesu: «Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, daß er zu sich nahm Petrus, Johannes und Jakobus, und ging auf einen Berg, zu beten. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein Kleid ward weiß und glänzte» (Lukas 9,28). In diesem Punkte endet Buddhas Lebenslauf; der wichtigste Teil im Leben Jesu aber beginnt damit: Leiden, Sterben, Auferstehung. Und es liegt das Unterscheidende des Buddha von dem Christus in dem, was nötigte, das Leben des Christus Jesus über das Buddha-Leben hinauszuführen. Buddha und Christus werden nicht verstanden, wenn man sie bloß zusammenwirft. (Das wird sich in dem Folgenden dieses Buches zeigen.) Andere Darstellungen des Todes Buddhas kommen hier nicht in Betracht, wenn sie auch manche tiefen Seiten der Sache enthüllen.

[ 5 ] Die Übereinstimmung in den beiden Heilandsleben zwingt einen eindeutigen Schluß auf. Wie dieser Schluß ausfallen muß, darüber geben die Erzählungen selbst Auskunft. Als die Priesterweisen von der Art der Geburt hören, wissen sie, um was es sich handelt. Sie wissen, daß sie es mit einem Gottmenschen zu tun haben. Sie wissen vorher, was es mit der Persönlichkeit für eine Bewandtnis haben wird, die da auftritt. Und deshalb kann deren Lebenslauf nur dem entsprechen, was sie als Lebenslauf eines Gottmenschen kennen. In ihrer Mysterienweisheit erscheint für die Ewigkeit ein solcher Lebenslauf vorgezeichnet. Er kann nur sein, wie er sein muß. Wie ein ewiges Naturgesetz erscheint solch ein Lebenslauf. Wie ein chemischer Stoff sich nur in einer ganz bestimmten Weise verhalten kann, so kann ein Buddha, ein Christus nur in einer ganz bestimmten Weise leben. Man erzählt seinen Lebenslauf nicht, indem man seine zufällige Biographie schreibt; man erzählt ihn vielmehr, indem man die typischen Züge erzählt, die in der Mysterienweisheit darüber für alle Zeiten enthalten sind. Die Buddha-Legende ist ebensowenig eine Biographie im gewöhnlichen Sinne, wie die Evangelien eine solche des Christus Jesus sein wollen. Beide erzählen nicht ein Zufälliges; beide erzählen einen für einen Weltheiland vorgezeichneten Lebenslauf. In den Mysterientraditionen haben wir für beide die Vorlagen zu suchen, nicht in der äußerlichen, physischen Geschichte. Buddha und Jesus sind im vornehmsten Sinne Eingeweihte für die, die ihre göttliche Natur erkannt haben. (Jesus ist der durch die Innewohnung der Christenwesenheit Eingeweihte.) Damit ist ihr Leben allem Vergänglichen entrückt. Damit hat auf sie Anwendung, was man von Eingeweihten weiß. Man erzählt nicht mehr die zufälligen Ereignisse ihres Lebens. Man sagt von ihnen: «Im Urbeginn war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott war das Wort. ... Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns.» (Johannes 1, 1 und 14.)

[ 6 ] Aber das Jesus-Leben enthält mehr als das Buddha-Leben. Buddha schließt mit der Verklärung. Das Bedeutungsvollste im Jesus-Leben beginnt nach der Verklärung. Man übersetze das in die Sprache der Eingeweihten: Buddha ist bis zu dem Punkte gelangt, wo in dem Menschen das göttliche Licht anfängt zu glänzen. Er steht vor dem Tode des Irdischen. Er wird das Weltlicht. Jesus geht weiter. Er stirbt nicht physisch in dem Augenblicke, in dem ihn das Weltlicht durchklärt. Er ist in diesem Augenblicke ein Buddha. Aber er betritt auch in diesem Augenblicke eine Stufe, die in einem höheren Grade der Initiation ihren Ausdruck findet. Er leidet und stirbt. Das Irdische verschwindet. Aber das Geistige, das Weltlicht verschwindet nicht. Seine Auferstehung erfolgt. Er enthüllt sich als Christus für seine Gemeinde. Buddha zerfließt im Augenblicke seiner Verklärung in das selige Leben des Allgeistes. Christus Jesus erweckt diesen Allgeist noch einmal in menschlicher Gestalt in das gegenwärtige Dasein. Solches ward mit dem Initiierten bei den höheren Weihen in einem Sinne vollzogen, der bildhaft ist. Die im Sinne des Osiris-Mythos Initiierten waren zu solcher Auferstehung in ihrem Bewußtsein als in einem Bild-Erlebnis gelangt. Diese «große» Initiation, aber nicht als Bild-Erlebnis, sondern als Wirklichkeit, wurde also im Jesus-Leben zu der Buddha-Initiation hinzugefügt. Buddha hat mit seinem Leben das erwiesen, daß der Mensch der Logos ist, und daß er in diesen Logos, in das Licht zurückkehrt, wenn sein Irdisches stirbt. In Jesus ist der Logos selbst persönlich geworden. In ihm ist das Wort Fleisch geworden.

[ 7 ] Was sich also für die alten Mysterienkulte im Innern der Mysterientempel abgespielt hat, das ist durch das Christentum als eine weltgeschichtliche Tatsache aufgefaßt worden. Zu dem Christus Jesus, dem Initiierten, dem in einzig-großer Weise Initiierten, hat sich die Gemeinde bekannt. Ihr hat er bewiesen, daß die Welt eine göttliche ist. Die Mysterienweisheit wurde für die christliche Gemeinde unlösbar verknüpft mit der Persönlichkeit des Christus Jesus. Daß er gelebt hat, und daß seine Bekenner zu ihm gehörten: dieser Glaube trat an die Stelle dessen, was man vorher mit den Mysterien hatte erreichen wollen. — Fortan konnte ein Teil dessen, was vorher nur durch die mystischen Methoden zu erreichen war, für diejenigen, die zur Christengemeinde gehörten, durch die Überzeugung ersetzt werden, daß in dem gegenwärtig gewesenen Worte das Göttliche gegeben sei. Nicht das, wozu der Geist eines jeden Einzelnen lange vorbereitet werden muß, war nunmehr allein maßgebend; sondern was die gehört und gesehen haben, die um Jesus waren, und was durch sie überliefert ist. «Was von Anfang her geschehen ist, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was selbst geschauet, was unsere Hände berührt haben von dem Worte des Lebens ..., was wir sahen und hörten, melden wir euch, damit ihr Gemeinschaft mit uns habet. » So heißt es in der ersten Epistel des Johannes. Und dieses unmittelbar Wirkliche soll als ein lebendiges Band alle Generationen umfassen; es soll als Kirche mystisch von Geschlecht zu Geschlecht sich weiterschlingen. So sind die Worte Augustinus' zu verstehen: «Ich würde dem Evangelium nicht glauben, wenn mich die Autorität der katholischen Kirche nicht dazu bewegte. » Nicht in sich also haben die Evangelien ein Erkennungszeichen für ihre Wahrheit; sondern man soll sie glauben, weil sie sich auf Jesu Persönlichkeit gründen; und weil die Kirche von dieser Persönlichkeit her auf geheimnisvolle Weise die Macht ableitet, sie als Wahrheit erscheinen zu lassen. — Die Mysterien haben durch Tradition die Mittel überliefert, zur Wahrheit zu kommen; die Christengemeinschaft pflanzt diese Wahrheit selbst fort. Zu dem Vertrauen zu den im Innern des Menschen aufleuchtenden mystischen Kräften bei der Einweihung sollte hinzukommen das Vertrauen zu dem Einen, dem Ur-Initiator. Vergottung haben die Mysten gesucht; sie wollten sie erleben. Jesus war vergottet; man muß sich zu ihm halten; dann ist man innerhalb der von ihm gestifteten Gemeinschaft selbst Teilhaber an der Vergottung: das wurde christliche Überzeugung. Was in Jesus vergottet war, ist für seine ganze Gemeinschaft vergottet. «Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt» (Matthäus 28, 20). Der da in Bethlehem geboren ist, hat einen ewigen Charakter. Das Weihnachtsantiphon darf von der Geburt Jesu sprechen, als wenn sie an jedem Weihnachtsfeste geschehe: «Heute ist Christus geboren worden; heute ist der Erlöser erschienen, heute singen die Engel auf Erden. » — In dem Christus-Erlebnis hat man zu sehen eine ganz bestimmte Stufe der Initiation. Wenn der Myste der vorchristlichen Zeit dieses Christus-Erlebnis durchmachte, dann war er durch seine Einweihung in einem Zustande, der ihn befähigte, etwas geistig — in höheren Welten — wahrzunehmen, wofür es keine entsprechende Tatsache in der sinnlichen Welt gab. Er erlebte das, was das Mysterium von Golgatha umschließt, in der höheren Welt. Wenn nun der christliche Myste dieses Erlebnis durch Initiation durchmacht, dann schaut er zugleich das geschichtliche Ereignis auf Golgatha und weiß, daß in diesem Ereignis, das sich innerhalb der Sinnenwelt abgespielt hat, der gleiche Inhalt ist wie vorher nur in den übersinnlichen Tatsachen der Mysterien. Es hat sich also mit dem «Mysterium von Golgatha» auf die christliche Gemeinde das ausgegossen, was sich früher innerhalb des Mysterientempels über die Mysten ausgegossen hat. Und die Initiation gibt den christlichen Mysten die Möglichkeit, sich dieses Inhaltes des «Mysteriums von Golgatha» bewußt zu werden, während der Glaube den Menschen unbewußt teilhaftig werden läßt der mystischen Strömung, die von den im Neuen Testamente geschilderten Ereignissen ausgegangen ist und seitdem das Geistesleben der Menschheit durchzieht.

Versions Available:

Christianity as Mystical Fact 1947, tr. Henry Monges
  1. Christianity as Mystical Fact 1961, tr. E. A. Frommer, et. al.
  2. Christianity as Mystical Fact, Steiner Online Library
  3. Das Christentum als Mystische Tatsache, 9th ed.

VI. The Mystery Wisdom of Egypt

[ 1 ] When leaving thy body behind thee thou soarest up into the ether,
Then thou becomest a god, immortal, beyond the power of death.

In this utterance of Empedocles (cf. p. 46) is epitomized what the ancient Egyptians thought about the eternal clement in man and its connection with the Divine. Proof of this may be found in the so-called Book of the Dead, which has been deciphered by the diligence of nineteenth-century scholars.1(Cf. Lepsius, Das Totenbuch der alten Ägypter, (The Book Of the Dead of the Ancient Egyptians.) Berlin, 1842). It is “the greatest coherent literary work that has come down to us from ancient Egypt.” It contains all kinds of instructions and prayers that were put into the tomb of each deceased person to serve as a guide when he was released from his mortal tenement. The most intimate ideas of the Egyptians about the eternal and the origin of the world are contained in this work. These views point to a conception of the gods similar to that of Greek mysticism.

Osiris gradually became the preëminent and most universally recognized of the various deities worshipped in different parts of Egypt. In him were comprized the ideas about the other divinities. Whatever the majority of the Egyptian people may have thought about Osiris, the Book of the Dead indicates that the priestly wisdom saw in him a being that might be found in the human soul herself. Everything said about death and the dead shows this plainly. While the body is given to earth and kept by it, the Eternal in man enters upon the path to the primordial Eternal. It comes before the tribunal of Osiris and the forty-two judges of the dead. The fate of the Eternal in man depends on the verdict of these judges. If the soul has confessed her sins, and has been deemed reconciled to eternal justice, invisible powers approach her and say: “The Osiris N. has been purified in the pool which is south of the field of Hotep. and north of the field of Locusts, where the gods of verdure purify themselves at the fourth hour of the night and the eighth hour of the day with the image of the heart of the gods, passing from night to day.” Thus, within the eternal cosmic order the Eternal in man is itself addressed as an Osiris. After the name Osiris comes the deceased person’s own name; and the one who is uniting with the eternal cosmic order also calls himself “Osiris”. “I am the Osiris N. Growing under the blossoms of the fig-tree is the name of Osiris N.” Thus man becomes an Osiris. Being Osiris is only a perfect stage in human development. It seems obvious that even the Osiris who is a judge within the eternal cosmic order is nothing more than a perfect man, Between being human and being divine there is a difference in degree and number. The mystic view of the mystery of number underlies this. Osiris as a cosmic being is One, yet he exists, nevertheless, undivided in each human soul. Every human being is an Osiris, yet the One Osiris must be represented as a separate being. Man is in course of development, and at the end of his evolutionary career he becomes divine. In taking this view we must speak of Divine-ness, or becoming divine, rather than of a finished divine being, complete in himself.

[ 2 ] It cannot be doubted that, according to this view, only he can really enter upon the Osiris existence who has reached the portals of the eternal cosmic order as an Osiris. Thus the highest life which man can lead must consist in his changing himself into Osiris. Even during mortal life a true man will live as a perfect Osiris as far as he can. He becomes perfect when he lives as an Osiris, when he passes through the experiences of Osiris. This lends a deeper significance to the Osiris myth. It becomes the ideal of the man who wishes to awaken the Eternal within himself.

Osiris is torn to pieces, killed by Typhon. The fragments of his body are preserved and cared for by his consort, Isis. After his death he let a ray of his own light fall upon her, and she bore him Horus. This Horus takes up the earthly tasks of Osiris. He is the second Osiris, still imperfect, but progressing towards the true Osiris.

The true Osiris is in the human soul, who at the outset is of a transitory nature; but as such she is destined to give birth to the Eternal. Man may there: fore regard himself as the tomb of Osiris. Man's lower nature (Typhon) has killed his higher nature. Love in his soul (Isis) must nurture the dead fragments of his body, and then the higher nature, the eternal soul (Horus) will be born, who can progress to Osiris existence. The man aspiring to the highest kind of existence must repeat in himself microcosmically the macrocosmic universal Osiris process. This is the meaning of Egyptian initiation. What Plato (cf. p. 66) describes as a cosmic process—that the Creator has stretched the soul of the world on the body of the world in the form of a cross, and that the cosmic process is the redemption of this crucified soul,—this process had to be enacted in man on a smaller scale if he was to be qualified for Osiris-existence. The candidate for initiation had to develop himself in such a way that his soul-experience, his becoming an Osiris, blended into one with the cosmic Osiris process.

If we could look into the temples of initiation in which people underwent the transformation into Osiris, we should see that what took place represented microcosmically a cosmic genesis. Man who proceeded from the Father was to give birth to the Son in himself. What he actually bears within him, that is, Divinity under a spell, was to become manifest in him. This divinity is kept down in him by the power of the earthly nature; this lower nature must first be buried in order that the higher nature may arise.

This clarifies what we are told about the incidents of initiation. The candidate was subjected to mysterious procedures by means of which his earthly nature was killed and his higher nature awakened. It is not necessary to study these procedures in detail if we understand their meaning. This meaning is contained in the confession possible to everyone who went through initiation. He could say: “I envisioned the endless perspective at the end of which lies the perfection of the Divine. I felt that the power of this Divine is within me. I buried what keeps down that bower in me. I died to earthly things. I was dead. I had died as a lower man; I was in the nether-world. I had intercourse with the dead, with those who have already become part of the eternal cosmic order. After my sojourn in the nether-world I arose from the dead. I overcame death, but now I have become a different being. I have nothing more to do with perishable nature. For me this has become saturated with the Logos. I now belong to those who live eternally, and who will sit at the right hand of Osiris. I myself shall be a true Osiris, part of the eternal cosmic order; and the judgment of life and death will be placed in my hands.” The candidate for initiation had to submit to the experience which made such a confession possible for him. It was an experience of the highest kind that the neophite passed through.

[ 3 ] Let us now imagine that a non-initiate hears of such experiences. He cannot know what has really taken place in the initiate’s soul. In his eyes the initiate died physically, lay in the grave, and rose again. What is a spiritual reality at a higher stage of existence appears, when expressed in the form of sense-reality, as an event which breaks through the order of nature. It is a “miracle”. In this sense initiation was a miracle. One who really wished to understand it must have awakened within himself powers to enable him to stand on a higher plane of existence. He must have approached these higher experiences through a course of life specially adapted to that purpose. In whatever way these prepared experiences took place in individual cases, they are always found to be of quite a definite type; so an initiate’s life is a typical one. It may be described quite apart from the single personality. In fact, an individual could only be described as being on the way to the Divine if he had passed through these definite typical experiences.

Such a personality was Buddha, living in the midst of his disciples. Jesus appeared as such a personality to his followers. Nowadays we know of the parallelism that exists between the biographies of Buddha and of Jesus. Rudolf Seydel has convincingly proved this parallelism in his book, Buddha und Christus. We have only to follow out the two lives in detail in order to see that all objections to the parallelism are futile.

[ 4 ] The birth of Buddha is announced by a white elephant that descends from heaven and declares to the queen, Maya, that she will bring forth a divine man who “will attune all beings to love and friendship, and will unite them in a close alliance.” We read in St. Luke’s Gospel: “To a virgin espoused to a man whose name was Joseph, of the house of David; and the virgin’s name was Mary. And the angel came in unto her, and said, ‘Hail, thou that art highly favoured... Behold, thou shalt conceive in thy womb, and bring forth a son, and shalt call his name Jesus. He shall be great, and shall be called the Son of the Highest.”

The Brahmins, or Indian priests, who know what the birth of a Buddha means, interpret Maya’s dream. They have a definite, typical idea of a Buddha, to which the life of the personality about to be born will have to correspond. Similarly we read in Matthew II, 1, that when Herod “had gathered all the chief priests and scribes of the people together, he demanded of them where Christ should be born.” The Brahmin Asita says of Buddha: “This is the child which will become Buddha, the redeemer, the leader to immortality, freedom, and light.” Compare with this Luke 11, 25: “And, behold, there was a man in Jerusalem, whose name was Simeon; and the same man was just and devout, waiting for the consolation of Israel: and the Holy Ghost was upon him ... And when the parents brought in the child Jesus, to do for him after the custom of the law, then took he him up in his arms, and blessed God, and said, Lord, now lettest thou thy servant depart in peace, according to thy word: for mine eyes have seen thy salvation, which thou hast prepared before the face of all people: a light to lighten the Gentiles, and the glory of thy people Israel.”

It is related of Buddha that at the age of twelve he was lost, and found again under a tree, surrounded by poets and sages of the olden time, whom he was teaching. With this incident the following passage in St. Luke corresponds: “Now his parents went to Jerusalem every year at the feast of the passover. And when he was twelve years old, they went up to Jerusalem after the custom of the feast. And when they had fulfilled the days, as they returned, the child Jesus tarried behind in Jerusalem; and Joseph and his mother knew not of it. But they, supposing him to have been in the company, went a day's journey; and they sought him among their kinsfolk and acquaintance. And when they found him not, they turned back again to Jerusalem, seeking him. And it came to pass that after three days they found him in the temple, sitting in the midst of the doctors, both hearing them, and asking them questions. And all that heard him were astonished at his understanding and answers.” (Luke II, 41-47).

After Buddha had lived in solitude and returned, he was received by the benediction of a virgin, “Blessed is thy mother, blessed is thy father, blessed is the wife to whom thou belongest.” But he replied, “Only they are blessed who are in Nirvana,” that is, who have entered the eternal cosmic order. In St. Luke’s Gospel (XI, 27), we read: “And it came to pass, as he spake these things, a certain woman of the company lifted up her voice and said unto him, ‘Blessed is the womb that bare thee, and the paps which thou hast sucked.” But he said, ‘Yea rather, blessed are they that hear the word of God, and keep it.'”

In the course of Buddha’s life, the tempter comes to him and promises him all the kingdoms of the earth. Buddha refuses everything in the words: “I know well that I am destined to have a kingdom, but I do not desire an earthly one. I shall become Buddha and make all the world exult with joy.” The tempter has to own that his reign is over. Jesus answers the same temptation in the words: “Get thee hence, Satan, for it is written, Thou shalt worship the Lord thy God, and him only shalt thou serve. Then the devil leaveth him.” (Matthew IV, 10, 11). This description of the parallelism might be extended to many other points with the same result.

The life of Buddha ended sublimely. On a journey, he felt ill; he came to the river Hiranja, near Kuschinagara. There he lay down on a carpet which his favorite disciple, Ananda, spread for him. His body began to be luminous from within. He died transfigured, his body irradiating light, saying: “Nothing endures.”

The death of Buddha corresponds with the trans: figuration of Jesus. “And it came to pass about eight days after these sayings, he took Peter and John and James, and went up into a mountain to pray. And as he prayed, the fashion of his countenance was altered and his raiment was white and glistering.”

Buddha’s earthly life ends at this point, but it is here that the most important part of the life of Jesus begins—His suffering, death, and resurrection. What differentiates Buddha from Christ exists in the conditions necessitating the extension of the life of Christ Jesus beyond the scope of the Buddha life. Buddha and Christ will not be understood by merely mixing them. (This will become clear in the course of this book.) Other accounts of Buddha's death need not here be considered, even though they reveal profound aspects.

[ 5 ] The agreement in the lives of the two redeemers leads to the same conclusion. The narratives themselves indicate the nature of this conclusion. When the Priest-sages hear what kind of birth is to take place, they know what is involved. They know that they have to do with a God-Man; they know beforehand what kind of personality it is who is appearing. And therefore his course of life can only correspond with what they know about the life of a God-Man. In the Wisdom of their Mysteries such a life is traced out for all eternity. It can only be as it must be; it comes into manifestation like an eternal law of nature. Just as a chemical substance can only behave in a certain definite way, so a Buddha or a Christ can only live in A certain definite way. His life is not described merely by writing a fortuitous biography, but by giving its typical features that are contained for all time in the Wisdom of the Mysteries. The Buddha legend is no more a biography in the ordinary sense than the Gospels are meant to be a biography of the Christ Jesus in the ordinary sense. In neither is the merely accidental given; both relate the course of life marked out for a world-redeemer. The pattern of the two accounts is to be found in the Mystery traditions, not in outer physical history. Jesus and Buddha are, to those who have recognized their divine nature, initiates in the most eminent sense. (Jesus is the initiate by virtue of the Christ Being dwelling in Him.) Hence their lives are lifted out of things transitory, and what is known about initiates applies to them. The fortuitous incidents in their lives are not narrated, but rather it is said of them:

“In the beginning was the Word, and the Word was with God, and the Word was a God... And the Word was made flesh and dwelt among us.” (St. John I, 1 and 14).

[ 6 ] But the life of Jesus contains more than does the life of Buddha. Buddha’s life ends with the transfiguration; the most momentous part of the life of Jesus begins after the transfiguration. In the language of initiates this means that Buddha reached the point at which divine light begins to shine in men. He faces mortal death. He becomes the light of the world: Jesus goes farther. He does not physically,die at the moment when the light of the world shines through him. At that moment he is a Buddha. But at that very moment he enters upon a stage which finds expression in a higher degree of initiation. He suffers and dies. What is earthly disappears. But the spiritual element, the light of the world, does not. His resurrection follows. He is revealed to his followers as Christ. Buddha, at the moment of his transfiguration, dissolves into the blissful life of the universal spirit. Christ Jesus once more calls the universal spirit into Present existence in human form. Such an event had formerly taken place at the higher stages of initiation in a symbolical sense. Those initiated in the spirit of the Osiris myth attained in their consciousness to such a resurrection as a symbolical experience. In the life of Jesus, this “great” initiation was added to the Buddha initiation, not as a symbolical experience, but as reality. Buddha demonstrated by his life that man is the Logos, and that he returns to the Logos, to the light, when his earthly part dies. In Jesus, the Logos itself became a person. In Him, the Word was made flesh.

[ 7 ] Therefore, what was enacted in the innermost recesses of the temples by the guardians of the ancient Mysteries has been apprehended through Christianity as a historical fact. The followers of Christ Jesus confessed their belief in Him, the initiate; in Him who was initiated in a manner unique in its magnitude. He proved to them that the world is divine. In the Christian community the wisdom of the Mysteries was indissolubly bound up with the personality of Christ Jesus. That which man previously had sought to attain through the Mysteries was now replaced by the belief that Christ had lived on earth, and that the faithful belonged to him.

Henceforward, part of what was formerly only to be gained through mystic methods could be replaced in the Christian community by the conviction that the Divine had been manifested in the Word present among them. Not that for which each individual soul underwent a long preparation was now alone decisive, but what those had heard and seen who were with Jesus, and what was handed down by them. “That which was from the beginning, which we have heard, which... our hands have handled, of the Word of Life... that which we have seen and heard declare we unto you, that ye also may have fellowship with us.” Thus do we read in the first Epistle of St. John. And this immediate reality is to embrace all future generations in a living bond of union, and as a church is mystically to extend from race to race. It is in this sense that the words of St. Augustine are to be under " stood, “I should not believe the Gospels unless the authority of the Catholic Church induced me to do so.” Thus the Gospels do not contain within themselves testimony to their truth, but they are to be believed because they are founded on the personality of Jesus, and because the Church from that personality mysteriously draws the power to make the truth of the Gospels manifest.

The Mysteries handed down traditionally the means of arriving at truth; the Christian community propaBates truth itself. To the confidence in the mystical forces that spring up in the inmost being of man durIng initiation was to be added the confidence in the One, in the primordial Initiator.

The mystics sought to become divine, they wished to experience divinity. Jesus was divine, we must hold fast to Him, and then we shall become partakers of His divinity in the community founded by Him—this became Christian conviction. What was divine in Jesus became so for all His followers. “Lo, I am with you alway even unto the end of the world.” (St. Matthew, XXVIII 20). The one who was born in Bethlehem has an eternal character. The Christmas anthem rightly sings of the birth of Jesus as if it took place each Christmas “Christ is born to-day, the Saviour has come into the world to-day, today the angels are singing on earth.”

In the Christ-experience we should recognize a definite stage of initiation. When the mystic of pre-Christian times passed through this Christ-experience he was, through his initiation, in a state that enabled him to perceive something spiritually—in higher worlds—to which no fact in the world of sense corresponded. He experienced in the higher world what the Mystery of Golgotha comprises. Now, when the Christian mystic goes through this experience by initiation he at the same time beholds the historical event that took place on Golgotha, and he knows that in that event, enacted within the physical world, there is the same content that existed formerly only in the super sensible facts of the Mysteries. Thus there was poured out on the Christian community, through the Mystery of Golgotha, that which formerly had been poured out on the mystics within the temples. And initiation gives Christian mystics the possibility of discerning what is contained in the Mystery of Golgotha, whereas faith makes man an unconscious partaker of the mystical stream which flowed from the events depicted in the New Testament, and which has ever since pervaded the spiritual life of humanity.