How to Gain Knowledge of the Higher Worlds
GA 10
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Veränderungen im Traumleben des Geheimschülers
[ 1 ] Eine Ankündigung, daß der Geheimschüler die im vorigen Kapitel beschriebene Stufe der Entwickelung erreicht hat oder doch bald erreichen werde, ist die Veränderung, die mit seinem Traumleben vorgeht. Vorher waren die Träume verworren und willkürlich. Nun fangen sie an, einen regelmäßigen Charakter anzunehmen. Ihre Bilder werden sinnvoll zusammenhängend wie die Vorstellungen des Alltagslebens. Man kann in ihnen Gesetz, Ursache und Wirkung erkennen. Und auch der Inhalt der Träume ändert sich. Während man vorher nur Nachklänge des täglichen Lebens, umgeformte Eindrücke der Umgebung oder der eigenen Körperzustände wahrnimmt, treten jetzt Bilder aus einer Welt auf, mit der man vorher unbekannt war. Zunächst bleibt allerdings der allgemeine Charakter des Traumlebens bestehen, insofern sich der Traum vom wachen Vorstellen dadurch unterscheidet, daß er sinnbildlich dasjenige gibt, was er ausdrücken will. Einem aufmerksamen Beurteiler des Traumlebens kann ja diese Sinnbildlichkeit nicht entgehen. Man träumt zum Beispiel davon, daß man ein häßliches Tier gefangen und ein unangenehmes Gefühl in der Hand hat. Man wacht auf und merkt, daß man einen Zipfel der Bettdecke mit der Hand umschlossen hält. Die Wahrnehmung drückt sich also nicht ungeschminkt aus, sondern durch das gekennzeichnete Sinnbild. –Oder man träumt, daß man vor einem Verfolger flieht; man empfindet dabei Angst. Beim Aufwachen zeigt sich, daß man von Herzklopfen während des Schlafes befallen war. Der Magen, welcher mit schwerverdaulichen Speisen erfüllt ist, verursacht beängstigende Traumbilder. Auch Vorgänge in der Umgebung des schlafenden Menschen spiegeln sich im Traume als Sinnbilder. Das Schlagen einer Uhr kann das Bild eines Soldatentrupps hervorrufen, der bei Trommelschlag vorbeimarschiert. Ein umfallender Stuhl kann die Veranlassung zu einem ganzen Traumdrama sein, in dem der Schlag sich als Schuß widerspiegelt und so weiter. – Diese sinnbildliche Art des Ausdruckes hat nun auch der geregelte Traum des Menschen, dessen Ätherkörper sich zu entwickeln beginnt. Aber er hört auf, bloße Tatsachen der physischen Umgebung oder des eigenen sinnlichen Leibes widerzuspiegeln. So wie diejenigen Träume regelmäßig werden, welche diesen Dingen ihren Ursprung verdanken, so mischen sich auch solche Traumbilder ein, die Ausdruck von Dingen und Verhältnissen einer anderen Welt sind. Hier werden zuerst Erfahrungen gemacht, welche dem gewöhnlichen Tagesbewußtsein unzugänglich sind. – Nun darf man keineswegs glauben, daß irgendein wahrer Mystiker die Dinge, die er in solcher Art traumhaft erlebt, zur Grundlage irgendwelcher maßgebenden Mitteilungen einer höheren Welt schon macht. Nur als die ersten Anzeichen einer höheren Entwickelung hat man solche Traumerlebnisse zu betrachten. – Bald tritt auch als weitere Folge die Tatsache ein, daß die Bilder des träumenden Geheimschülers nicht mehr wie früher der Leitung des besonnenen Verstandes entzogen sind, sondern von diesem geregelt und ordnungsgemäß überschaut werden wie die Vorstellungen und Empfindungen des Wachbewußtseins. Es verschwindet eben immer mehr und mehr der Unterschied zwischen dem Traumbewußtsein und diesem Wachzustand. Der Träumende ist im vollen Sinne des Wortes während des Traumlebens wach; das heißt, er fühlt sich als Herr und Führer seiner bildhaften Vorstellungen.
[ 2 ] Während des Träumens befindet sich der Mensch tatsächlich in einer Welt, welche von derjenigen seiner physischen Sinne verschieden ist. Nur vermag der Mensch mit unentwickelten geistigen Organen sich von dieser Welt keine anderen als die gekennzeichneten verworrenen Vorstellungen zu bilden. Sie ist für ihn nur so vorhanden, wie die sinnliche Welt für ein Wesen da wäre, das höchstens die allerersten Anlagen von Augen hat. Deshalb kann der Mensch auch nichts sehen in dieser Welt als die Nachbilder und Widerspiegelungen des gewöhnlichen Lebens. Diese kann er aber aus dem Grunde im Traume sehen, weil seine Seele ihre Tageswahmehmungen selbst als Bilder in den Stoff hineinmalt, aus dem jene andere Welt besteht. Man muß sich nämlich klar darüber sein, daß der Mensch neben seinem gewöhnlichen bewußten Tagesleben noch ein zweites, unbewußtes, in der angedeuteten anderen Welt führt. Alles, was er wahrnimmt und denkt, gräbt er in Abdrücken in diese Welt ein. Man kann diese Abdrucke eben nur sehen, wenn die Lotusblumen entwickelt sind. Nun sind bei jedem Menschen gewisse spärliche Anlagen der Lotusblumen immer vorhanden. Während des Tagesbewußtseins kann er damit nichts wahrnehmen, weil die Eindrücke auf ihn ganz schwach sind. Es ist dies aus einem ähnlichen Grunde, warum man während des Tages die Sterne nicht sieht. Sie kommen für die Wahrnehmungen gegenüber dem mächtig wirkenden Sonnenlicht nicht auf. So kommen die schwachen geistigen Eindrücke gegenüber den machtvollen Eindrücken der physischen Sinne nicht zur Geltung. Wenn nun im Schlaf die Tore der äußeren Sinne geschlossen sind, so leuchten diese Eindrücke verworren auf. Und der Träumende wird dann der in einer anderen Welt gemachten Erfahrungen gewahr. Aber, wie gesagt, zunächst sind diese Erfahrungen nichts weiter als dasjenige, was das an die physischen Sinne gebundene Vorstellen selbst in die geistige Welt eingegraben hat. – Erst die entwickelten Lotusblumen machen es möglich, daß Kundgebungen, welche nicht der physischen Welt angehören, dort verzeichnet werden. Und durch den entwickelten Ätherleib entsteht dann ein volles Wissen von diesen aus anderen Welten herrührenden Einzeichnungen. – Damit hat der Verkehr des Menschen in einer neuen Welt begonnen. Und der Mensch muß jetzt – durch die Anleitungen der Geheimschulung – ein Doppeltes zunächst erreichen. Zuerst muß es ihm möglich werden, ganz vollständig wie im Wachen die im Traume gemachten Beobachtungen zu gewahren. Hat er dies erreicht, so wird er dazu geführt, dieselben Beobachtungen auch während des gewöhnlichen Wachzustandes zu machen. Seine Aufmerksamkeit auf geistige Eindrücke wird da einfach so geregelt, daß diese Eindrücke gegenüber den physischen nicht mehr zu verschwinden brauchen, sondern daß er sie neben und mit diesen immerfort haben kann.
[ 3 ] Hat der Geheimschüler diese Fähigkeit erlangt, dann tritt eben vor seinen geistigen Augen etwas von dem Gemälde auf, das im vorigen Kapitel beschrieben worden ist. Er kann nunmehr wahrnehmen, was in der geistigen Welt vorhanden ist als die Ursache für die physische. Und er kann vor allem sein höheres Selbst innerhalb dieser Welt erkennen. – Seine nächste Aufgabe ist nun, in dieses höhere Selbst gewissermaßen hineinzuwachsen, das heißt, es wirklich als seine wahre Wesenheit anzusehen und auch sich dementsprechend zu verhalten. Immer mehr erhält er nun die Vorstellung und das lebendige Gefühl davon, daß sein physischer Leib und was er vorher sein «Ich» genannt hat, nur mehr ein Werkzeug des höheren Ich ist. Er bekommt eine Empfindung gegenüber dem niederen Selbst, wie es der auf die Sinnenwelt beschränkte Mensch gegenüber einem Werkzeug oder Fahrzeug hat, deren er sich bedient. So wie dieser den Wagen, in dem er fährt, nicht zu seinem «Ich» rechnet, auch wenn er sagt: «Ich fahre» wie «Ich gehe», so hat der entwickelte Mensch, wenn er sagt: «Ich gehe zur Tür hinein», eigentlich die Vorstellung: «Ich trage meinen Leib zur Tür hinein.» Nur muß das für ihn ein so selbstverständlicher Begriff sein, daß er nicht einen Augenblick den festen Boden der physischen Welt verliert, daß niemals ein Gefühl von Entfremdung deshalb gegenüber der Sinnenwelt auftritt. Soll der Geheimschüler nicht zum Schwärmer oder Phantasten werden, so muß er durch das höhere Bewußtsein sein Leben in der physischen Welt nicht verarmen, sondern bereichern, so wie es derjenige bereichert, der sich statt seiner Beine eines Eisenbahnzuges bedient, um einen Weg zu machen.
[ 4 ] Hat es der Geheimschüler zu einem solchen Leben in seinem höheren Ich gebracht, dann – oder vielmehr schon während der Aneignung des höheren Bewußtseins – wird ihm klar, wie er die geistige Wahrnehmungskraft in dem in der Herzgegend erzeugten Organ zum Dasein erwecken und durch die in den vorigen Kapiteln charakterisierten Strömungen leiten kann. Diese Wahrnehmungskraft ist ein Element von höherer Stofflichkeit, das von dem genannten Organ ausgeht und in leuchtender Schönheit durch die sich bewegenden Lotusblumen und auch durch die anderen Kanäle des ausgebildeten Ätherleibes strömt. Es strahlt von da nach außen in die umgebende geistige Welt und macht sie geistig sichtbar, wie das von außen auf die Gegenstände fallende Sonnenlicht diese physisch sichtbar macht.
[ 5 ] Wie diese Wahrnehmungskraft im Herzorgane erzeugt wird, das kann nur allmählich im Ausbilden selbst verstanden werden.
[ 6 ] Deutlich als Gegenstände und Wesen wahrnehmbar wird die geistige Welt eigentlich erst für einen Menschen, der in solcher Art das charakterisierte Wahmehmungsorgan durch seinen Ätherleib und nach der Außenwelt senden kann, um damit die Gegenstände zu beleuchten. – Man sieht daraus, daß ein vollkommenes Bewußtsein von einem Gegenstande der geistigen Welt nur unter der Bedingung entstehen kann, daß der Mensch selbst das Geisteslicht auf ihn wirft. In Wahrheit wohnt nun das «Ich», welches dieses Wahmehmungsorgan erzeugt, gar nicht im physischen Menschenkörper, sondern, wie gezeigt worden ist, außerhalb desselben. Das Herzorgan ist nur der Ort, wo der Mensch von außen her dieses geistige Lichtorgan entfacht. Würde er es nicht hier, sondern an einem anderen Orte entzünden, so hätten die durch dasselbe zustande gebrachten geistigen Wahrnehmungen keinen Zusammenhang mit der physischen Welt. Aber der Mensch soll ja alles höhere Geistige eben auf die physische Welt beziehen und durch sich in die letztere hereinwirken lassen. Das Herzorgan ist gerade dasjenige, durch welches das höhere Ich das sinnliche Selbst zu seinem Werkzeug macht und von dem aus dies letztere gehandhabt wird.
[ 7 ] Nun ist die Empfindung, welche der entwickelte Mensch gegenüber den Dingen der geistigen Welt hat, eine andere als die, welche dem Sinnenmenschen gegenüber der physischen Welt eigen ist. Der letztere fühlt sich an einem gewissen Orte der Sinnenwelt, und die wahrgenommenen Gegenstände sind für ihn «außerhalb». Der geistig entwickelte Mensch dagegen fühlt sich mit dem geistigen Gegenstande seiner Wahrnehmung wie vereinigt, wie «im Innern» desselben. Er wandelt in der Tat im Geistesraume von Ort zu Ort. Man nennt ihn deshalb in der Sprache der Geheimwissenschaft auch den «Wanderer». Er ist zunächst nirgends zu Hause. – Bliebe er bei dieser bloßen Wanderschaft, dann könnte er keinen Gegenstand im geistigen Raume wirklich bestimmen. Wie man einen Gegenstand oder Ort im physischen Raume dadurch bestimmt, daß man von einem gewissen Punkte ausgeht, so muß das auch in der erreichten anderen Welt der Fall sein. Man muß sich auch da irgendwo einen Ort suchen, den man zunächst ganz genau erforscht und geistig für sich in Besitz nimmt. In diesem Orte muß man sich eine geistige Heimat gründen und dann alles andere zu dieser Heimat in ein Verhältnis setzen. Auch der in der physischen Welt lebende Mensch sieht ja alles so, wie es die Vorstellungen seiner physischen Heimat mit sich bringen. Ein Berliner beschreibt unwillkürlich London anders als ein Pariser. Nur ist es mit der geistigen Heimat doch anders als mit der physischen. In die letztere ist man ohne sein Zutun hineingeboren, in ihr hat man während der Jugendzeit eine Reihe von Vorstellungen instinktiv aufgenommen, von denen fortan alles unwillkürlich beleuchtet wird. Die geistige Heimat hat man sich aber mit vollem Bewußtsein selbst gebildet. Man urteilt von ihr ausgehend deshalb auch in voller lichter Freiheit. Dieses Bilden einer geistigen Heimat nennt man in der Sprache der Geheimwissenschaft «eine Hütte bauen».
[ 8 ] Das geistige Schauen auf dieser Stufe erstreckt sich zunächst auf die geistigen Gegenbilder der physischen Welt, soweit diese Gegenbilder in der sogenannten astralen Welt liegen. In dieser Welt befindet sich alles dasjenige, was seinem Wesen nach gleich den menschlichen Trieben, Gefühlen, Begierden und Leidenschaften ist. Denn zu allen den Menschen umgebenden Sinnesdingen gehören auch Kräfte, die mit diesen menschlichen verwandt sind. Ein Kristall zum Beispiel wird in seine Form gegossen durch Kräfte, die sich der höheren Anschauung gegenüber ausnehmen wie ein Trieb, der im Menschen wirkt. Durch ähnliche Kräfte wird der Saft durch die Gefäße der Pflanze geleitet, werden die Blüten zur Entfaltung, die Samenkapseln zum Aufspringen gebracht. Alle diese Kräfte gewinnen Form und Farbe für die entwickelten geistigen Wahmehmungsorgane, wie die Gegenstände der physischen Welt Form und Farbe für das physische Auge haben. Der Geheimschüler sieht auf der geschilderten Stufe seiner Entwickelung nicht nur den Kristall, die Pflanze, sondern auch die gekennzeichneten geistigen Kräfte. Und er sieht die tierischen und menschlichen Triebe nicht nur durch die physischen Lebensäußerungen ihrer Träger, sondern auch unmittelbar als Gegenstände, wie er in der physischen Welt Tische und Stühle sieht. Die ganze Instinkt-, Trieb-, Wunsch-, Leidenschaftswelt eines Tieres oder Menschen wird zu der astralen Wolke, in welche das Wesen eingehüllt wird, zur Aura.
[ 9 ] Weiter nimmt der Hellseher auf dieser Stufe seiner Entwickelung auch Dinge wahr, die sich der sinnlichen Auffassung fast oder vollständig entziehen. Er kann zum Beispiel den astralen Unterschied merken zwischen einem Raume, der zum großen Teile mit niedrig gesinnten Menschen erfüllt ist, und einem solchen, in dem hochgesinnte Personen anwesend sind. In einem Krankenhause ist nicht nur die physische, sondern auch die geistige Atmosphäre eine andere als in einem Tanzsaale. Eine Handelsstadt hat eine andere astrale Luft als ein Universitätsort. Zunächst wird das Wahmehmungsvermögen des hellsehend gewordenen Menschen für solche Dinge nur schwach entwickelt sein. Es wird sich zu den zuerst genannten Gegenständen so verhalten wie das Traumbewußtsein des Sinnenmenschen zu seinem Wachbewußtsein. Aber allmählich wird er auch auf dieser Stufe voll erwachen.
[ 10 ] Die höchste Errungenschaft des Hellsehers, der den charakterisierten Grad des Schauens erreicht hat, ist diejenige, auf welcher sich ihm die astralen Gegenwirkungen der tierischen und menschlichen Triebe und Leidenschaften zeigen. Eine liebevolle Handlung hat eine andere astrale Begleiterscheinung als eine solche, die vom Hasse ausgeht. Die sinnlose Begierde stellt außer sich selbst noch ein häßliches astrales Gegenbild dar, die auf Hohes gerichtete Empfindung dagegen ein schönes. Diese Gegenbilder sind während des physischen Menschenlebens nur schwach zu sehen. Denn ihre Stärke wird durch das Leben in der physischen Welt beeinträchtigt. Ein Wunsch nach einem Gegenstande erzeugt zum Beispiel ein solches Spiegelbild außer dem, als welches dieser Wunsch selbst in der astralen Welt erscheint. Wird aber der Wunsch durch das Erlangen des physischen Gegenstandes befriedigt oder ist wenigstens die Möglichkeit zu solcher Befriedigung vorhanden, so wird das Gegenbild nur ein sehr schwacher Schein sein. Zu seiner vollen Geltung gelangt es erst nach dem Tode des Menschen, wenn die Seele noch immer, ihrer Natur nach, solchen Wunsch hegen muß, ihn aber nicht mehr befriedigen kann, weil der Gegenstand und auch das physische Organ dazu fehlen. Der sinnlich veranlagte Mensch wird auch nach seinem Tode zum Beispiel die Gier nach Gaumengenuß haben. Ihm fehlt jetzt aber die Möglichkeit der Befriedigung, da er doch keinen Gaumen mehr hat. Das hat zur Folge, daß der Wunsch ein besonders heftiges Gegenbild erzeugt, von dem die Seele dann gequält wird. Man nennt diese Erfahrungen durch die Gegenbilder der niederen Seelennatur nach dem Tode die Erlebnisse im Seelenreich, besonders in dem Orte der Begierden. Sie schwinden erst, wenn die Seele sich geläutert hat von allen nach der physischen Welt hinzielenden Begierden. Dann steigt diese Seele erst in das höhere Gebiet (Geisteswelt) auf. – Wenn auch diese Gegenbilder beim noch physisch lebenden Menschen schwach sind: sie sind doch vorhanden und begleiten ihn als seine Begierden-Anlage, wie den Kometen sein Schweif begleitet. Und der Hellseher kann sie sehen, wenn er die entsprechende Entwickelungsstufe erreicht hat.
[ 11 ] In solchen Erfahrungen und in allen denen, welche damit verwandt sind, lebt der Geheimschüler in dem Stadium, das beschrieben worden ist. Bis zu noch höheren geistigen Erlebnissen kann er es auf dieser Entwickelungsstufe noch nicht bringen. Er muß von da an noch höher aufwärts steigen.
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Initiation and Its Results 1909, tr. Max Gysi
III. Dream Life
[ 1 ] An intimation that the student has arrived at the stage of evolution described in the foregoing chapter is the change which comes over his dream-life. Hitherto his dreams were confused and haphazard, but now they begin to assume a more regular character. Their pictures begin to arrange themselves in an orderly way, like the phenomena of daily life. He can discern in them laws, causes, and effects. The contents of his dreams will likewise change. While hitherto he discerned only the reverberations of daily life, mixed impressions of his surroundings or of his physical condition, there now appear before him pictures of a world with which he had no acquaintance. At first, indeed, the general nature of his dreams will remain as of old in so far as the dream differentiates itself from waking phenomena by presenting in emblematical form whatever it wishes to express. This dramatization cannot have escaped the notice of any attentive observer of dream-life. For instance, you may dream that you are catching some horrible creature and experiencing an unpleasant sensation in your hand. You wake up to discover that you are tightly holding a piece of the bed-clothes. The perception does not express itself plainly, but only through the allegorical image. Or you may dream that you are flying from some pursuer and in consequence you experience fear. On waking up you find that during sleep you had been suffering from palpitation of the heart. The stomach which is replete with indigestible food will cause uneasy dream-pictures. Occurrences in the neighborhood of the sleeping person may also reflect themselves allegorically in dreams. The striking of a clock may evoke the picture of soldiers marching by to the sound of their drums. Or a falling chair can become the origin of a complete dream-drama in which the sound of falling is translated into a gun report, and so forth. The more regulated dreams of the person whose etheric body has begun its development have also this allegorical method of expression, but they will cease to repeat merely the facts of the physical environment or of the sense-body. As these dreams which owe their origin to such things become orderly they are mixed up with similar dream-pictures which are the expression of things and events in another world. Here one has experiences that lie beyond the range of one's waking consciousness. Now it must never be fancied that any true mystic will then make the things which in this manner he experiences in dreams the basis of any authoritative account of the higher world. One must only consider such dream-experiences as hints of a higher development. Very soon, as a further result of this, we find that the pictures of the dreaming student are no longer, as hitherto, withdrawn by the guidance of a careful intellect, but are regulated thereby, and methodically considered like the conceptions and impressions of the waking consciousness. The difference between this dream-consciousness and the waking state grows ever smaller and smaller. The dreamer becomes, in the fullest meaning of the word, awake in his dream-life : that is to say, he can feel himself to be the master and leader of the pictures which then appear.
[ 2 ] During his dreams the individual actually finds himself in a world which is other than that of his physical senses. But if he possesses only unevolved spiritual organs, he can receive from that world only the confused dramatizations already mentioned. It would only be as much at his disposal as would be the sense-world to a being equipped with nothing but the most rudimentary of eyes. In consequence he could only discern in this world the reflections and reverberations of ordinary life. Yet in dreams he can see these, because his soul interweaves its daily perceptions as pictures into the stuff of which that other world consists. It must here be clearly understood that in addition to the workaday conscious life, one leads in this world a second and unconscious existence. Everything that one perceives or thinks becomes impressed upon this other world. Only if the lotus-flowers are evolved can one perceive these impressions. Now certain minute beginnings of the lotus-flowers are always at the disposal of anyone. During daily consciousness he cannot perceive with them, because the impressions made on him are very faint. It is for similar reasons that during the daytime one cannot see the stars. They cannot strike our perceptions when opposed by the fierce and active sunlight, and it is just in this way that faint spiritual impressions cannot make themselves felt in opposition to the masterful impressions of the physical senses. When the door of outward sense is closed in sleep, these impressions can emerge confusedly, and then the dreamer remembers what he has experienced in another world. Yet, as already remarked, at first these experiences are nothing more than that which conceptions related to the physical senses have impressed on the spiritual world. Only the developed lotus-flowers make it possible for manifestations which are unconnected with the physical world to show themselves. Out of the development of the etheric body arises a full knowledge concerning the impressions that are conveyed from one world to another. With this the student's communication with a new world has begun. He must now—by means of the instructions given in his occult training—first of all acquire a twofold nature. It must become possible for him during waking hours to recall quite consciously the beings he has observed in dreams. If he has acquired this faculty he will then become able to make these observations during his ordinary waking state. His attention will have become so concentrated upon spiritual impressions that these impressions need no longer vanish in the light of those which come through the senses, but are, as it were, always at hand.
[ 3 ] If the student is able to do this, there then arises before his spiritual eyes something of the picture which has been described in a former chapter. He can now discern that what exists in the spiritual world is the origin of that which corresponds to it in the physical world, and, above all things, can he learn in this world to know his own higher self. The task that now confronts him is to grow, as it were, into this higher self, or, in other words, to regard it as his only true self, and also to conduct himself accordingly. He now retains, more and more, the conception and the vital realization that his physical body and what hitherto he designated “himself ” is only an instrument of the higher self. He takes an attitude toward his lower self, such as might be taken by some one limited to the world of sense with regard to some instrument or vehicle which serves him. Just as such a person would not consider the carriage in which he travelled to be himself, though he says “I travel,” or “I go,” so, too, the developed person, when he says “I go through the door,” retains in his mind the conception, “I take my body through the door.” This must become for him such an habitual idea that he never for a moment loses the firm ground of the physical world, that never a feeling of estrangement in the world of sense arises. If the student does not wish to become a mere fantastic or vain enthusiast, he must work with the higher consciousness, so that he does not impoverish his life in the physical world, but enriches it, even as the person who makes use of a railway instead of his own legs may enrich himself by going for a journey.
[ 4 ] If the student has raised himself to such a life in the higher Ego, then—or still more probably during the acquisition of the higher consciousness—it will be revealed to him how he may stir into life what is called the fire of Kundalini which lies in the organ at the heart, and, further, how he may direct the currents described in a previous chapter.
This fire of Kundalini is an element of finer material which flows outward from this organ and streams in luminous loveliness through the self-moving lotus-flowers and the other canals of the evolved etheric body. Thence it radiates outward an the surrounding spiritual world and makes it spiritually visible, just as the sunshine falling upon the surrounding objects makes visible the physical world.
[ 5 ] How this fire of Kundalini in the organ at the heart is fanned into life may only form the subject of actual occult training. Nothing can be said of it openly.
[ 6 ] The spiritual world becomes plainly perceptible as composed of objects and beings only for the individual who in such a way can send the fire of Kundalini through his etheric body and into the outer world, so that its objects are illumined by it. From this it will be seen that a complete consciousness of an object in the spiritual world is entirely dependent upon the condition that the person himself has cast upon it the spiritual light. In reality the Ego, who has drawn forth this fire, no longer dwells in the physical human body at all, but (as has been already shown) apart from it. The organ at the heart is only the spot where the individual from without enkindles that fire. If he wished to do this, not here but elsewhere, then the spiritual perceptions produced by means of the fire would have no connection with the physical world. Yet one should relate all the higher spiritual things to the physical world itself, and through oneself should let them work in the latter. The organ at the heart is precisely the one through which the higher self makes use of the lower self as his instrument and whence the latter is directed.
[ 7 ] The feeling which the developed person now bears toward the things of the spiritual world is quite other than that which is characteristic of ordinary people in relation to the physical world. The latter feel themselves to be in a certain part of the world of sense, and the objects they perceive are external to them. The spiritually evolved person feels himself to be united with the spiritual objects that he perceives, as if, indeed, he were within them. In spiritual space he veritably moves from place to place, and is therefore spoken of in the language of occult science as “the wanderer.” He is practically without a home. Should he continue in this mere wandering, he would be unable to define clearly any object in spiritual space. Just as one defines an object or a locality in physical space by starting from a certain point, so must it also be in regard to the other world. He must seek for a place there which Dream-Life
he practically completely explores—a place of which he spiritually takes possession. This he must make his spiritual home and set everything in relation to it. The person who is living in the physical world sees everything in a like manner, as if he carried the ideas of his physical home wherever he went. Involuntarily a man from Berlin will describe London quite otherwise than a Parisian. Only there is a difference between the spiritual and the physical home. Into the latter you are born without your own cooperation, and from it in youth you have acquired a number of ideas which will henceforth involuntarily give color to everything. The spiritual home, an the contrary, you have formed for yourself with full consciousness. You therefore shape your opinions when going out from it in the full, unprejudiced light of freedom. This formation of a spiritual home is known in the speech of occult science as “the building of the hut.”
[ 8 ] The spiritual outlook at this point extends at first to the spiritual counterparts of the physical world, so far as these lie in what we call the astral world. In this world is found everything which in its nature is akin to human impulse, feeling, desire, or passion. For in every sense-object that surrounds a person there are forces which are related to these human forces. A crystal, for instance, is formed by powers which, when seen from the higher standpoint, are perceptible as akin to the impulse which acts in the human being. By similar forces the sap is drawn through the vessels of the plant, the blossoms unfold, the seed-cases are made to burst. All these powers acquire form and color for the developed spiritual perceptions, just as the objects of the physical world have color and form for physical eyes. At the stage of development here described the student no longer sees merely the crystal or the plant, but likewise the spiritual forces behind them, even as he does not now see the impulses of animal or human being only through their external manifestations, but also directly as veritable objects, as in the physical world he can see chairs and tables. The entire world of instinct, impulse, wish or passion, whether of a person or of an animal, is there in the astral cloud, in the aura with which the subject is enwrapt.
[ 9 ] Besides this, the clairvoyant at this stage of his evolution perceives things that are almost or entirely withdrawn from the perceptions of sense. For example, he can observe the astral difference between a place which is for the most part filled with persons of low development and another which is inhabited by high-minded people. In a hospital it is not only the physical but also the astral atmosphere which is other than that of the ball-room. A commercial town has a different astral air from that of a university town. At first the powers of perceiving such things will be but weak in the person who has become clairvoyant. At first it will seem to be connected with the objects concerned, very much as is the dream-consciousness of the ordinary person in relation to his waking consciousness, but gradually he will completely awaken on this plane also.
[ 10 ] The highest acquisition that comes to the clairvoyant, when he has reached this degree of sight, is that by which the astral reaction of animal or human impulses or passions is revealed to him. A loving action has quite a different astral appearance from one which proceeds out of hatred. The sensual appetite gives rise to a horrible astral image, and the feeling that is based on lofty things to one that is beautiful. These correspondences or astral pictures are only to be seen faintly during physical human life, for their strength is much lessened by existence in the physical world. A wish for any object displays itself, for instance, as a reflection of the object itself, in addition to that which the wish appears to be in the astral world. If, however, that wish is satisfied by the attainment of the physical object, or if at least the possibility of such satisfaction is present, the corresponding image would only make a very faint appearance. It first comes into its full power after the death of a person, when the soul, according to its nature, continues to foster such desires, but cannot any longer satisfy them because the object and its own physical organs are both lacking. Thus the gourmet will still have the desire to tickle his palate; but the possibility of satisfaction is absent, since he no longer possesses a palate. As a result of this the desire is displayed as an exceptionally powerful image by which the soul is tormented. These experiences after death among the images of the lower soul-nature are known as the period in “Kamaloka,” that is to say, in the region of desire. They only vanish away when the soul has cleansed itself from all appetites which are directed towards the physical world. Then does the soul mount up into a loftier region which is called “Devachan.” Although these images are thus weak in the person who is yet alive, they still exist and follow him as his own environment in Kamaloka, just as the comet is followed by its tail, and they can be seen by the clairvoyant who has arrived at this stage of development.
[ 11 ] Among such experiences and all that are akin to them the occult student lives in the world that has been described. He cannot as yet bring himself into touch with still loftier spiritual adventures. From this point he must climb upward still higher.
