An Outline of Occult Science
GA 13
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Die Weltentwicklung und der Mensch
[ 1 ] Es hat sich durch die vorangegangenen Betrachtungen ergeben, dass die Wesenheit des Menschen aus den vier Gliedern sich aufbaut: Physischer Leib, Lebensleib, Astralleib und Ich-Träger. Das «Ich» arbeitet innerhalb der drei andern Glieder und wandelt diese um. Durch solche Umwandlung entstehen auf einer niedrigeren Stufe: Empfindungsseele, Verstandesseele und Bewusstseinsseele. Auf einer höheren Stufe des Menschendaseins bilden sich: Geistselbst, Lebensgeist und Geistesmensch. Diese Glieder der Menschennatur stehen nun in den mannigfaltigsten Verhältnissen zu dem ganzen Weltall. Und ihre Entwicklung hängt mit der Entwicklung dieses Weltalls zusammen. Durch die Betrachtung dieser Entwicklung gewinnt man einen Einblick in die tieferen Geheimnisse dieser menschlichen Wesenheit.
[ 2 ] Es ist klar, dass des Menschen Leben nach den verschiedensten Richtungen hin Beziehungen hat zur Umgebung, zu dem Wohnplatz, auf dem er sich entwickelt. Nun ist schon die äußerliche Wissenschaft durch die ihr gegebenen Tatsachen zu der Ansicht gedrängt worden, dass die Erde selbst, dieser Wohnplatz des Menschen im umfassendsten Sinne, eine Entwicklung durchgemacht hat. Diese Wissenschaft weist auf Zustände im Erdendasein hin, innerhalb welcher ein Mensch in seiner gegenwärtigen Form auf unserem Planeten noch nicht existiert hat. Sie zeigt, wie die Menschheit von einfachen Kulturzuständen herauf sich langsam und allmählich zu den gegenwärtigen Verhältnissen entwickelt hat. Also auch diese Wissenschaft kommt zu der Meinung, dass ein Zusammenhang bestehe zwischen der Entwicklung des Menschen und derjenigen seines Himmelskörpers, der Erde.
[ 3 ] Die Geisteswissenschaft 1Geisteswissenschaft wird hier, wie aus dem Zusammenhang ersichtlich ist, gleichbedeutend mit Geheimwissenschaft, mit übersinnlicher Erkenntnis gebraucht. verfolgt diesen Zusammenhang durch diejenige Erkenntnis, welche ihre Tatsachen aus der durch die geistigen Organe geschärften Wahrnehmung schöpft. Sie verfolgt den Menschen rückwärts in seinem Werdegange. Es zeigt sich ihr, dass das eigentliche innere geistige Wesen des Menschen durch eine Reihe von Leben auf dieser Erde geschritten ist. So aber kommt die Geistesforschung zu einem weit in der Vergangenheit zurückliegenden Zeitpunkte, in dem zum ersten Male dieses innere Menschenwesen in ein äußeres Leben in dem gegenwärtigen Sinne eingetreten ist. In dieser ersten irdischen Verkörperung war es, dass das «Ich» anfing, innerhalb der drei Leiber, Astralleib, Lebensleib, physischer Leib, sich zu betätigen. Und es nahm dann die Früchte dieser Arbeit mit in das folgende Leben hinüber.
[ 4 ] Wenn man in der angedeuteten Art bis zu diesem Zeitpunkte in der Betrachtung rückwärts schreitet, so wird man gewahr, dass das «Ich» einen Erdenzustand vorfindet, innerhalb dessen die drei Leiber, physischer Leib, Lebensleib und Astralleib, schon entwickelt sind und schon einen gewissen Zusammenhang haben. Das «Ich» verbindet sich zum ersten Male mit der Wesenheit, welche aus diesen drei Leibern besteht. Es nimmt von jetzt ab dieses «Ich» an der Weiterentwicklung der drei Leiber teil. Vorher haben sich diese ohne ein solches Menschen-Ich bis zu der Stufe entwickelt, auf welcher sie dieses Ich damals angetroffen hat.
[ 5 ] Die Geisteswissenschaft muss mit ihrer Forschung nun noch weiter zurückgehen, wenn sie die Fragen beantworten will: Wie sind die drei Leiber bis zu einer solchen Stufe der Entwicklung gelangt, auf der sie ein «Ich» in sich aufnehmen konnten, und wie ist dieses Ich selbst geworden und zu der Fähigkeit gelangt, innerhalb dieser Leiber wirken zu können?
[ 6 ] Die Beantwortung dieser Fragen ist nur möglich, wenn man das Werden des Erdenplaneten selbst im geisteswissenschaftlichen Sinne verfolgt. Durch solche Forschung gelangt man an einen Anfang dieses Erdenplaneten. Diejenige Betrachtungsart, welche nur auf die Tatsachen der physischen Sinne baut, kann nicht bis zu Schlussfolgerungen gelangen, die mit diesem Erdenanfang etwas zu tun haben. Eine gewisse Ansicht, die sich solcher Schlussfolgerungen bedient, kommt zu dem Ergebnis, dass alles Stoffliche der Erde sich aus einem Urnebel heraus gebildet habe. Es kann nicht die Aufgabe dieser Schrift sein, auf solche Vorstellungen näher einzugehen. Denn für die Geistesforschung handelt es sich darum, nicht bloß die materiellen Vorgänge der Erdentwicklung in Betracht zu ziehen, sondern vor allem die hinter dem Stofflichen liegenden geistigen Ursachen. Wenn man einen Menschen vor sich hat, der eine Hand hebt, so kann dieses Heben der Hand zu zweierlei Betrachtungsweisen anregen. Man kann den Mechanismus des Armes und des andern Organismus untersuchen und den Vorgang so beschreiben wollen, wie er sich rein physisch abspielt. Man kann aber auch den geistigen Blick auf dasjenige lenken, was in der Seele des Menschen vorgeht und was die seelische Veranlassung zum Heben der Hand bildet. In einer ähnlichen Art sieht der durch das geistige Wahrnehmen geschulte Forscher hinter allen Vorgängen der sinnlich-physischen Welt geistige Vorgänge. Für ihn sind alle Umwandlungen in dem Stofflichen des Erdenplaneten Offenbarungen geistiger Kräfte, die hinter dem Stofflichen liegen. Wenn aber solche geistige Beobachtung in dem Leben der Erde immer weiter zurückgeht, so kommt sie an einen Entwicklungspunkt, an dem alles Stoffliche erst anfängt zu sein. Es entwickelt sich dieses Stoffliche aus dem Geistigen heraus. Vorher ist nur Geistiges vorhanden. Man nimmt durch diese geistige Beobachtung das Geistige wahr und sieht, wie in weiterem Verfolg sich dieses Geistige zu dem Stofflichen teilweise gleichsam verdichtet. Man hat einen Vorgang vor sich, der sich — auf einer höheren Stufe — so abspielt, wie wenn man ein Gefäß mit Wasser betrachtet, in dem sich nach und nach durch kunstvoll geleitete Abkühlungen Eisklumpen herausbildeten. Wie man hier aus dem, was vorher durchaus Wasser war, das Eis sich heraus verdichten sieht, so kann man durch geistige Beobachtung verfolgen, wie sich aus einem vorangehenden durchaus Geistigen die stofflichen Dinge, Vorgänge und Wesenheiten gleichsam verdichten. — So hat sich der physische Erdenplanet herausentwickelt aus einem geistigen Weltwesen; und alles, was stofflich mit diesem Erdenplaneten verknüpft ist, hat sich aus solchem herausverdichtet, was mit ihm vorher geistig verbunden war. Man hat sich aber nicht vorzustellen, dass jemals alles Geistige sich in Stoffliches umwandelt; sondern man hat in dem letzteren immer nur umgewandelte Teile des ursprünglichen Geistigen vor sich. Dabei bleibt das Geistige auch während der stofflichen Entwicklungsperiode das eigentlich leitende und führende Prinzip.
[ 7 ] Es ist einleuchtend, dass diejenige Vorstellungsart, welche sich nur an die sinnlich-physischen Vorgänge halten will — und an dasjenige, was der Verstand aus diesen Vorgängen erschließen kann — nichts auszusagen vermag über das in Rede stehende Geistige. Man nehme an, es könne ein Wesen geben, das nur solche Sinne hätte, die Eis wahrnehmen können, nicht aber den feineren Zustand des Wassers, aus dem sich das Eis durch Abkühlung abhebt. Für ein solches Wesen wäre das Wasser nicht vorhanden; und es wäre für dasselbe von dem Wasser erst dann etwas wahrzunehmen, wenn sich Teile desselben zu Eis umgebildet haben. So bleibt für einen Menschen das hinter den Erdenvorgängen liegende Geistige verborgen, wenn er nur das für die physischen Sinne Vorhandene gelten lassen will. Und wenn er von den physischen Tatsachen, die er gegenwärtig wahrnimmt, richtige Schlussfolgerungen sich bildet über frühere Zustände des Erdenplaneten, so kommt ein solcher Mensch eben nur bis zu jenem Entwicklungspunkte, in dem das vorangehende Geistige sich teilweise zu dem Stofflichen verdichtete. Dieses vorangehende Geistige sieht eine solche Betrachtungsweise ebensowenig wie das Geistige, das unsichtbar auch gegenwärtig hinter dem Stofflichen waltet.
[ 8 ] Es kann erst in den letzten Kapiteln dieser Schrift von den Wegen gesprochen werden, auf denen der Mensch sich die Fähigkeit aneignet, in geistiger Wahrnehmung auf die früheren Erdenzustände zurückzublicken, von denen hier die Rede ist. Nur angedeutet soll hier vorläufig werden, dass für die geistige Forschung die Tatsachen auch urferner Vergangenheiten nicht verschwunden sind. Wenn ein Wesen zu einem körperlichen Dasein gelangt, so vergeht mit seinem körperlichen Tode das Stoffliche. Nicht in der gleichen Art «verschwinden» die geistigen Kräfte, welche dieses Körperhafte aus sich herausgetrieben haben. Sie lassen ihre Spuren, ihre genauen Abbilder in der geistigen Grundlage der Welt zurück. Und wer durch die sichtbare Welt hindurch die Wahrnehmung zu dem Unsichtbaren zu erheben vermag, der gelangt endlich dazu, etwas vor sich zu haben, was man mit einem gewaltigen geistigen Panorama vergleichen könnte, in dem alle vergangenen Vorgänge der Welt verzeichnet sind. Man kann diese unvergänglichen Spuren alles Geistigen die «Akasha-Chronik» nennen, indem man als Akasha-Wesenheit das Geistig-Bleibende des Weltgeschehens im Gegensatz zu den vergänglichen Formen des Geschehens bezeichnet. Nun muss auch hier wieder gesagt werden, dass Forschungen auf den übersinnlichen Gebieten des Daseins nur mit Hilfe des geistigen Wahrnehmens, also auf dem hier betrachteten Gebiete nur durch das Lesen der angedeuteten «Akasha-Chronik» angestellt werden können. Dennoch gilt auch hier dasjenige, was für Ähnliches schon an früherer Stelle dieser Schrift gesagt worden ist. Erforscht können die übersinnlichen Tatsachen nur durch die übersinnliche Wahrnehmung werden; sind sie aber erforscht und werden sie von der Wissenschaft des Übersinnlichen mitgeteilt, so können sie eingesehen werden durch das gewöhnliche Denken, wenn dieses nur wirklich unbefangen sein will. Es werden in dem folgenden im Sinne der übersinnlichen Erkenntnis die Entwicklungszustände der Erde mitgeteilt. Es werden die Umwandlungen unseres Planeten verfolgt werden bis zu dem Lebenszustande, in dem dieser gegenwärtig ist. Wenn nun jemand das betrachtet, was er gegenwärtig in bloßer sinnlicher Wahrnehmung vor sich hat, und dann dasjenige in sich aufnimmt, was die übersinnliche Erkenntnis darüber sagt, wie seit urferner Vergangenheit dieses Gegenwärtige sich entwickelt habe, so vermag er bei wahrhaft unbefangenem Denken sich zu sagen: erstens ist es durchaus logisch, was diese Erkenntnis berichtet; zweitens kann ich einsehen, dass die Dinge so geworden sind, wie sie mir eben entgegentreten, wenn ich annehme, dass dies richtig sei, was durch die übersinnliche Forschung mitgeteilt wird. Mit dem «Logischen» ist natürlich in diesem Zusammenhange nicht gemeint, dass innerhalb irgendeiner Darstellung übersinnlicher Forschung nicht Irrtümer in logischer Beziehung enthalten sein könnten. Auch hier soll von dem «Logischen» nur so gesprochen werden, wie man im gewöhnlichen Leben der physischen Welt davon spricht. Wie da die logische Darstellung als Forderung gilt, trotzdem der einzelne Darsteller eines Tatsachengebietes logischen Irrtümern verfallen kann, so ist es auch in der übersinnlichen Forschung. Es kann sogar vorkommen, dass ein Forscher, der auf übersinnlichen Gebieten wahrzunehmen vermag, sich Irrtümern in der logischen Darstellung hingibt, und dass einen solchen dann jemand verbessern kann, der gar nicht übersinnlich wahrnimmt, wohl aber die Fähigkeit eines gesunden Denkens hat. Aber im Wesen kann gegen die in der übersinnlichen Forschung angewandte Logik nichts eingewendet werden. Und gar nicht nötig sollte man haben zu betonen, dass gegen die Tatsachen selbst nichts aus bloß logischen Gründen vorgebracht werden kann. So wie man auf dem Gebiete der physischen Welt niemals logisch beweisen kann, ob es einen Walfisch gibt oder nicht, sondern nur durch den Augenschein, so können auch die übersinnlichen Tatsachen nur durch die geistige Wahrnehmung erkannt werden. — Es kann aber nicht genug betont werden, dass es für den Betrachter der übersinnlichen Gebiete eine Notwendigkeit ist, bevor er in eigenem Wahrnehmen sich den geistigen Welten nähern will, zuerst sich durch die angedeutete Logik eine Ansicht zu verschaffen, und nicht minder dadurch, dass er erkennt, wie die sinnlich-offenbare Welt überall verständlich erscheint, wenn man voraussetzt, die Mitteilungen der Geheimwissenschaft seien richtig. Es bleibt eben alles Erleben in der übersinnlichen Welt ein unsicheres — ja gefährliches — Herumtasten, wenn der geschilderte Vorbereitungsweg verschmäht wird. Deshalb wird in dieser Schrift auch zuerst das Übersinnlich-Tatsächliche der Erdentwicklung mitgeteilt, bevor über den Weg der übersinnlichen Erkenntnis selbst gesprochen wird. — Es kommt ja durchaus auch in Betracht, dass derjenige, welcher sich rein denkend in das hineinfindet, was die übersinnliche Erkenntnis zu sagen hat, keineswegs in derselben Lage ist wie jemand, der sich eine Erzählung anhört über einen physischen Vorgang, den er nicht selbst sehen kann. Denn das reine Denken ist selbst schon eine übersinnliche Betätigung. Es kann als Sinnliches nicht zu übersinnlichen Vorgängen durch sich selbst führen. Wenn man aber dieses Denken auf die übersinnlichen, durch die übersinnliche Anschauung erzählten Vorgänge anwendet, dann wächst es durch sich selbst in die übersinnliche Welt hinein. Und es ist sogar einer der allerbesten Wege, zu eigener Wahrnehmung auf übersinnlichem Gebiete dadurch zu gelangen, dass man durch das Denken über das von der übersinnlichen Erkenntnis Mitgeteilte in die höhere Welt hineinwächst. Ein solches Hineinkommen ist nämlich mit der größten Klarheit verbunden. Deshalb betrachtet auch eine gewisse Richtung geisteswissenschaftlicher Forschung dieses Denken als die gediegenste erste Stufe aller geisteswissenschaftlichen Schulung. — Auch muss es durchaus begreiflich erscheinen, dass in dieser Schrift nicht in bezug auf alle Einzelheiten der im Geiste wahrgenommenen Erdentwicklung darauf hingewiesen wird, wie das Übersinnliche sich in dem Offenbaren bestätigt. Das war auch nicht die Meinung, als gesagt wurde, dass das Verborgene überall in seinen offenbaren Wirkungen nachgewiesen werden kann. Es ist vielmehr dies die Meinung, dass auf Schritt und Tritt alles lichtvoll und begreiflich für den Menschen werden kann, was ihm entgegentritt, wenn er die offenbaren Vorgänge sich in die Beleuchtung rückt, welche ihm durch die Geheimwissenschaft ermöglicht wird. Nur an einzelnen charakteristischen Stellen mag in den folgenden Betrachtungen probeweise auf Bestätigungen des Verborgenen durch das Offenbare verwiesen werden, um zu zeigen, wie man es überall, wo man nur will, im praktischen Verfolg des Lebens machen kann.
[ 9 ] Man kommt im Sinne der obigen geisteswissenschaftlichen Forschung durch die Verfolgung der Erdentwicklung nach rückwärts zu einem geistigen Zustand unseres Planeten. Setzt man aber diesen Forschungsweg nach rückwärts weiter fort, dann findet man, dass jenes Geistige vorher bereits in einer Art physischer Verkörperung war. Man trifft also auf einen vergangenen physischen planetarischen Zustand, der sich später vergeistigt und nachher durch abermalige Verstofflichung sich zu unserer Erde umgewandelt hat. Unsere Erde stellt sich somit als die Wiederverkörperung eines uralten Planeten dar. Aber die Geisteswissenschaft kann noch weiter zurückgehen. Und sie findet dann den ganzen Vorgang noch zweimal wiederholt. Unsere Erde hat also drei vorhergehende planetarische Zustände durchgemacht, zwischen denen immer Zwischenzustände der Vergeistigung liegen. Das Physische erweist sich allerdings immer feiner und feiner, je weiter wir die Verkörperung nach rückwärts verfolgen.
[ 10 ] Naheliegend ist der folgenden Darstellung gegenüber der Einwand: Wie kann gesunde Urteilskraft sich einlassen auf die Annahme so unermesslich weit zurückliegender Weltzustände, wie diejenigen sind, von denen hier gesprochen wird? Demgegenüber muss gesagt werden, dass für denjenigen, der verständnisvoll auf das gegenwärtige verborgene Geistige in dem offenbaren Sinnenfälligen hinzublicken vermag, auch die Einsicht in die, wenn auch noch so entfernten früheren Entwicklungszustände nichts Unmögliches darstellen kann. Nur wer für die Gegenwart dieses verborgene Geistige nicht anerkennt, für den verliert das Reden über eine solche Entwicklung, wie sie hier gemeint ist, allen Sinn. Wer es anerkennt, für den ist im Anblick des gegenwärtigen Zustandes der frühere ebenso gegeben, wie im Anblick des fünfzigjährigen Menschen der des einjährigen Kindes. Ja, kann man sagen, aber man hat mit Bezug auf das letztere neben fünfzigjährigen Menschen einjährige Kinder und alle möglichen Zwischenstufen vor sich. Das ist richtig; aber richtig ist es auch für die hier gemeinte Entwicklung des Geistigen. Wer auf diesem Felde zu einem sinngemäßen Urteil kommt, der sieht auch ein, dass in der vollständigen Beobachtung des Gegenwärtigen, die das Geistige mitumschließt, wirklich neben den Stufen des Daseins, die bis zur Entwicklungsvollkommenheit der Gegenwart fortgeschritten sind, auch die Entwicklungszustände der Vergangenheit erhalten geblieben sind, wie neben den fünfzigjährigen Menschen einjährige Kinder vorhanden sind. Man kann innerhalb des Erdengeschehens der Gegenwart das Urgeschehen schauen, wenn man nur die sich unterscheidenden aufeinanderfolgenden Entwicklungszustände auseinanderzuhalten vermag.
[ 11 ] Nun tritt der Mensch in der Gestalt, in welcher er gegenwärtig sich entwickelt, erst auf der vierten der charakterisierten planetarischen Verkörperungen, auf der eigentlichen Erde auf. Und das Wesentliche dieser Gestalt ist, dass der Mensch aus den vier Gliedern zusammengesetzt ist: Physischer Leib, Lebensleib, Astralleib und Ich. Doch hätte diese Gestalt nicht auftreten können, wenn sie nicht durch die vorhergehenden Entwicklungstatsachen vorbereitet worden wäre. Diese Vorbereitung geschah dadurch, dass innerhalb der früheren planetarischen Verkörperung Wesen sich entwickelten, die von den gegenwärtigen vier Menschengliedern drei bereits hatten: den physischen Leib, den Lebensleib und den Astralleib. Diese Wesen, die man in einer gewissen Beziehung die Menschenvorfahren nennen kann, hatten noch kein «Ich», aber sie entwickelten die drei anderen Glieder und deren Zusammenhang so weit, dass sie reif wurden, später das «Ich» aufzunehmen. Somit gelangte der Menschenvorfahr auf der früheren Planeten-Verkörperung bis zu einem gewissen Reifezustand seiner drei Glieder. Dieser Zustand ging in eine Vergeistigung ein. Und aus der Vergeistigung bildete sich dann ein neuer physischer planetarischer Zustand, derjenige der Erde, heraus. In diesem waren, wie als Keime, die gereiften Menschenvorfahren enthalten. Dadurch, dass der ganze Planet durch eine Vergeistigung durchgegangen und in einer neuen Gestalt erschienen ist, bot er den in ihm enthaltenen Keimen mit dem physischen Leib, dem Lebensleib und dem Astralleib nicht nur die Gelegenheit, sich bis zu der Höhe wieder zu entwickeln, auf der sie vorher schon gestanden hatten, sondern auch die andere Möglichkeit: nachdem sie diese Höhe erreicht hatten, über sich hinauszugelangen durch die Aufnahme des «Ich». Die Erdentwicklung zerfällt also in zwei Teile. In einer ersten Periode erscheint die Erde selbst als Wiederverkörperung des früheren planetarischen Zustandes. Dieser Wiederholungszustand ist aber durch die inzwischen eingetretene Vergeistigung ein höherer als derjenige der vorhergehenden Verkörperung. Und die Erde enthält in sich die Keime der Menschenvorfahren vom früheren Planeten. Diese entwickeln sich zunächst bis zu der Höhe, auf der sie schon waren. Wenn sie diese erreicht haben, ist die erste Periode abgeschlossen. Die Erde aber kann jetzt wegen ihrer eigenen höheren Entwicklungsstufe die Keime noch höher bringen, nämlich sie zur Aufnahme des «Ich» befähigen. Die zweite Periode der Erdentwicklung ist diejenige der Ich-Entfaltung im physischen Leibe, Lebens- und Astralleibe.b5Es ist in einzelnen Kapiteln dieses Buches dargestellt worden, wie die Welt des Menschen und er selbst hindurchschreiten durch die Zustände, welche mit den Namen Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan bezeichnet worden sind. Es ist auch angedeutet worden, in welchem Verhältnisse die menschliche Entwicklung zu Himmelskörpern steht, welche neben der Erde vorhanden sind und welche als Saturn, Jupiter, Mars usw. angegeben worden sind. Diese letzteren Himmelskörper machen naturgemäß auch ihre Entwicklung durch. Im gegenwärtigen Zeitraum sind sie auf einer solchen Stufe angekommen, dass sich ihre physischen Teile der Wahrnehmung als dasjenige zeigen, was in der physischen Astronomie Saturn, Jupiter, Mars usw. genannt wird. Wenn nun im geisteswissenschaftlichen Sinne der gegenwärtige Saturn betrachtet wird, so ist er gewissermaßen eine Wiederverkörperung dessen, was der alte Saturn war. Er ist entstanden, weil vor der Trennung der Sonne von der Erde gewisse Wesenheiten vorhanden waren, welche die Trennung nicht mitmachen konnten, weil sie sich so viel von jenen Eigenschaften eingegliedert hatten, welche dem Saturndasein angemessen sind, dass ihr Platz nicht da sein konnte, wo vorzüglich die Sonneneigenschaften entfaltet werden. Der gegenwärtige Jupiter ist aber dadurch entstanden, dass Wesen vorhanden waren, welche Eigenschaften hatten, die erst auf dem künftigen Jupiter der Gesamtentwicklung sich entfalten können. Für sie entstand ein Wohnplatz, in dem sie diese spätere Entwicklung schon vorausnehmen können. So ist der Mars ein Himmelskörper, in dem Wesenheiten wohnen, welche die Mondenentwicklung so durchgemacht haben, dass ihnen ein weiterer Fortschritt auf der Erde nichts geben könnte. Der Mars ist eine Wiederverkörperung des alten Mondes auf einer höheren Stufe. Der gegenwärtige Merkur ist ein Wohnplatz für Wesen, welche der Erdenentwicklung voraus sind, aber gerade dadurch, dass sie gewisse Erdeneigenschaften in einer höheren Art ausgebildet haben, als dies auf der Erde geschehen kann. Die gegenwärtige Venus ist eine prophetische Vorausnahme des künftigen Venuszustandes in einer ähnlichen Art. Aus alledem rechtfertigt sich, wenn die Benennungen der Zustände, welche der Erde vorausgegangen sind und ihr nachfolgen, nach ihren gegenwärtigen Repräsentanten im Weltall gewählt werden. Es ist ganz selbstverständlich, dass gegen das hier Vorgebrachte derjenige wird viel einzuwenden haben, der die Parallelisierung der übersinnlich geschauten Saturn-, Sonnenusw. Zustände mit den gleichbenannten physischen Himmelskörpern dem Urteile des an der äußern Naturbeobachtung herangezogenen Verstandes unterwerfen will. Aber wie es eine Möglichkeit gibt, das Sonnensystem durch die Mittel der mathematischen Vorstellung als Bild des räumlichzeitlichen Geschehens vor die Seele zu stellen, so ist es der übersinnlichen Erkenntnis möglich, das mathematische Bild mit seelischem Inhalte zu durchsetzen. Dann aber gestaltet es sich so, dass die oben angegebene Parallelisierung statthaft wird. Dieses Durchsetzen mit seelischem Inhalte liegt aber auch durchaus in der weiteren Durchführung der streng naturwissenschaftlichen Betrachtungsart. Diese Betrachtungsart beschränkt sich allerdings gegenwärtig noch darauf, ein Wechselverhältnis des Sonnensystems und der Erde nach rein mathematischmechanischen Begriffen zu suchen. Indem sie dieses tut, wird die Naturwissenschaft der Zukunft durch sich selbst zu Vorstellungen getrieben werden, welche das Mechanische zum Seelischen erweitern. Zu zeigen, was durchaus geschehen könnte, dass solche Erweiterung schon auf der Grundlage gegenwärtiger, naturwissenschaftlicher Vorstellungen geschehen sollte, dazu müsste ein eigenes Buch geschrieben werden. Hier kann nur auf das in Betracht Kommende hingedeutet werden, was allerdings zur Folge hat, dass das Angedeutete manchem Missverständnis ausgesetzt werden muss. Geisteswissenschaft stimmt eben oft nur scheinbar mit der Naturwissenschaft nicht überein, weil die letztere Wissenschaft gegenwärtig noch durchaus nicht Vorstellungen bilden will, die nicht nur von der übersinnlichen Erkenntnis, sondern auch von derjenigen in Wahrheit gefordert werden, die sich an das Sinnenfällige hält. Ein unbefangener Betrachter kann in den naturwissenschaftlichen Beobachtungsergebnissen der Gegenwart überall Hinweise auf rein sinnenfällige andere Beobachtungsgebiete sehen, die in Zukunft rein naturwissenschaftlich werden in Angriff zu nehmen sein, und die zeigen werden, dass, was übersinnliches Schauen offenbart, durch Naturbetrachtung voll bestätigt wird, soweit diese übersinnliche Erkenntnis auf solches übersinnliches Weltgeschehen sich bezieht, dem eine sinnenfällige Offenbarung entspricht.
[ 12 ] Wie auf diese Art durch die Erdentwicklung der Mensch um eine Stufe höher gebracht wird, so ist dieses auch schon bei den früheren planetarischen Verkörperungen der Fall gewesen. Denn bereits auf der ersten dieser Verkörperungen war vom Menschen etwas vorhanden. Daher wird Klarheit über die gegenwärtige Menschenwesenheit verbreitet, wenn deren Entwicklung bis in die urferne Vergangenheit der ersten der angeführten Planetenverkörperungen zurück verfolgt wird. — Man kann nun in der übersinnlichen Forschung diese erste Planetenverkörperung den Saturn nennen; die zweite als Sonne bezeichnen; die dritte als Mond; die vierte ist die Erde. Dabei hat man streng festzuhalten, dass diese Bezeichnungen zunächst in keinen Zusammenhang gebracht werden dürfen mit den gleichnamigen, die für die Glieder unseres gegenwärtigen Sonnensystems gebraucht werden. Saturn, Sonne und Mond sollen eben Namen für vergangene Entwicklungsformen sein, welche die Erde durchgemacht hat. Welches Verhältnis diese Welten der Vorzeit zu den Himmelskörpern haben, die das gegenwärtige Sonnensystem bilden, wird sich noch im Laufe der folgenden Betrachtungen zeigen. Es wird dann auch sich zeigen, warum diese Namen gewählt werden.
[ 13 ] Wenn nunmehr die Verhältnisse der vier genannten planetarischen Verkörperungen geschildert werden, so kann das nur ganz skizzenhaft geschehen. Denn die Vorgänge, Wesenheiten und deren Schicksale sind auf Saturn, Sonne und Mond wahrlich eben so mannigfaltig wie auf der Erde selbst. Daher kann nur einzelnes Charakteristische über diese Verhältnisse in der Schilderung hervorgehoben werden, was geeignet ist, zu veranschaulichen, wie sich die Zustände der Erde aus den früheren herausgebildet haben. Man muss dabei auch bedenken, dass diese Zustände den gegenwärtigen immer unähnlicher werden, je weiter man zurückgeht. Und doch kann man sie ja nur dadurch schildern, dass man zur Charakteristik die Vorstellungen benützt, welche den gegenwärtigen Erdenverhältnissen entnommen sind. Wenn also zum Beispiel von Licht, von Wärme oder ähnlichem für diese früheren Zustände gesprochen wird, so darf nicht außer acht gelassen werden, dass damit nicht genau das gemeint ist, was jetzt als Licht und Wärme bezeichnet wird. Und doch ist eine solche Bezeichnungsweise richtig, denn für den Beobachter des Übersinnlichen zeigt sich eben auf den früheren Entwicklungsstufen etwas, woraus in der Gegenwart Licht, Wärme usw. geworden ist. Und derjenige, welcher die also gehaltenen Schilderungen verfolgt, wird aus dem Zusammenhange, in den diese Dinge gestellt sind, gar wohl entnehmen können, welche Vorstellungen zu gewinnen sind, um charakteristische Bilder und Gleichnisse solcher Tatsachen zu haben, welche in urferner Vergangenheit sich abgespielt haben.
[ 14 ] Allerdings wird diese Schwierigkeit sehr bedeutsam für diejenigen planetarischen Zustände, welche der Monden-Verkörperung vorangehen. Während dieser letzteren herrschten nämlich Verhältnisse, die doch noch eine gewisse Ähnlichkeit mit den irdischen aufweisen. Wer eine Schilderung dieser Verhältnisse versucht, der hat an den Ähnlichkeiten mit der Gegenwart gewisse Anhaltspunkte, um die übersinnlich gewonnenen Wahrnehmungen in deutlichen Vorstellungen auszudrücken. Anders liegt die Sache, wenn die Saturn- und die Sonnenentwicklung geschildert werden. Da ist dasjenige, was der hellseherischen Beobachtung vorliegt, im höchsten Grade verschieden von den Gegenständen und Wesenheiten, die gegenwärtig zum Lebenskreise des Menschen gehören. Und diese Verschiedenheit bewirkt, dass es äußerst schwierig überhaupt ist, diese entsprechenden vorzeitlichen Tatsachen in den Bereich des übersinnlichen Bewusstseins zu bringen. Da jedoch die gegenwärtige Menschenwesenheit nicht begriffen werden kann, wenn man nicht bis zu dem Saturn-Zustand zurückgeht, so muss die Schilderung dennoch gegeben werden. Und gewiss wird eine derartige Schilderung derjenige nicht missverstehen können, welcher im Auge behält, dass eine solche Schwierigkeit besteht und dass daher manches, was gesagt wird, mehr eine Andeutung und ein Hinweis auf die entsprechenden Tatsachen sein muss als eine genaue Beschreibung derselben.
[ 15 ] Ein Widerspruch des hier und im folgenden Angegebenen gegenüber dem, was oben auf Seite 146 gesagt ist über das Fortbestehen des Früheren im Gegenwärtigen, könnte allerdings gefunden werden. Man könnte meinen: nirgends sei neben dem gegenwärtigen Erdenzustande ein früherer Saturn-, Sonnen-, Mondenzustand vorhanden, oder gar eine Menschengestaltung, wie sie in diesen Ausführungen, als innerhalb dieser vergangenen Zustände vorhanden, geschildert wird. Gewiss, es laufen nicht neben Erdenmenschen Saturn-, Sonnen- und Mondenmenschen wie neben fünfzigjährigen Personen dreijährige Kinder herum. Aber innerhalb des Erdenmenschen sind die früheren Menschheitszustände übersinnlich wahrnehmbar. Um das zu erkennen, muss man sich nur das auf den Umfang der Lebensverhältnisse ausgedehnte Unterscheidungsvermögen angeeignet haben. Wie neben dem fünfzigjährigen Menschen das dreijährige Kind, so sind neben dem lebenden, wachenden Erdenmenschen der Leichnam, der schlafende Mensch, der träumende Mensch vorhanden. Und wenn sich diese verschiedenen Erscheinungsformen der Menschenwesenheit auch nicht unmittelbar so, wie sie sind, als die verschiedenen Entwicklungsstufen ergeben, so schaut eine sinngemäße Anschauung in jenen Formen doch diese Stufen.
[ 16 ] Von den gegenwärtigen vier Gliedern der menschlichen Wesenheit ist der physische Leib das älteste. Er ist auch dasjenige, welches in seiner Art die größte Vollkommenheit erreicht hat. Und die übersinnliche Forschung zeigt, dass dieses Menschenglied bereits während der Saturnentwicklung vorhanden war. Es wird sich zeigen in dieser Darstellung, dass allerdings die Gestalt, welche dieser physische Leib auf dem Saturn hatte, etwas durchaus Verschiedenes von dem gegenwärtigen physischen Menschenleibe war. Dieser irdische physische Menschenleib kann in seiner Natur nur dadurch bestehen, dass er in Zusammenhang steht mit Lebensleib, Astralleib und Ich in der Art, wie dies in den vorangegangenen Teilen dieser Schrift geschildert worden ist. Ein derartiger Zusammenhang war auf dem Saturn noch nicht vorhanden. Damals machte der physische Leib seine erste Entwicklungsstufe durch, ohne dass ihm ein menschlicher Lebensleib, ein Astralleib oder ein Ich eingegliedert waren. Er reifte während der Saturnentwicklung erst dazu heran, einen Lebensleib aufzunehmen. Dazu musste sich der Saturn erst vergeistigen und sich dann als Sonne wiederverkörpern. Innerhalb der Sonnenverkörperung entfaltete sich wieder, wie aus einem gebliebenen Keime, das, wozu der physische Leib auf dem Saturn geworden war; und da erst konnte er sich durchdringen mit einem Ätherleib. Durch diese Eingliederung eines Ätherleibes verwandele der physische Leib seine Art; er wurde auf eine zweite Stufe der Vollkommenheit gehoben. Ein Ähnliches ereignete sich während der Mondenentwicklung. Der Menschenvorfahr, wie er von der Sonne zum Monde sich herüberentwickelt hat, gliederte sich da den Astralleib ein. Dadurch wurde der physische Leib ein drittes Mal verwandelt, also auf die dritte Stufe seiner Vollkommenheit heraufgehoben. Der Lebensleib wurde dabei ebenfalls verwandelt; er stand nunmehr auf der zweiten Stufe seiner Vollkommenheit. Auf der Erde wurde dem aus physischem Leib, Lebensleib und Astralleib bestehenden Menschenvorfahr das Ich eingegliedert. Dadurch erreichte der physische Leib seinen vierten Vollkommenheitsgrad, der Lebensleib den dritten, der Astralleib den zweiten; das Ich steht erst auf der ersten Stufe seines Daseins.
[ 17 ] Es wird, wenn man sich einer unbefangenen Betrachtung des Menschen hingibt, keine Schwierigkeiten machen, sich diese verschiedenen Vollkommenheitsgrade der einzelnen Glieder richtig vorzustellen. Man braucht nur den physischen Leib mit dem astralischen in dieser Beziehung zu vergleichen. Gewiss steht der Astralleib als seelisches Glied auf einer höheren Stufe der Entwicklung als der physische. Und wenn der erstere in der Zukunft sich vervollkommnet haben wird, so wird er für die Gesamtwesenheit des Menschen sehr viel mehr zu bedeuten haben, als der gegenwärtige physische Leib. Doch in seiner Art ist dieser auf einer gewissen Höhenstufe angelangt. Man bedenke den im Sinne größter Weisheit eingerichteten Bau des Herzens, den Wunderbau des Gehirns usw., ja selbst eines einzelnen Knochenteiles, zum Beispiel des oberen Endes eines Oberschenkels. Man findet in diesem Knochenende ein gesetzmäßig gegliedertes Netz- oder Gerüstwerk, aus feinen Stäbchen angeordnet. Das Ganze ist so gefügt, dass mit der Aufwendung der geringsten Materialmenge die günstigste Wirkung an den Gelenkflächen, zum Beispiel die zweckmäßigste Verteilung der Reibung und damit eine richtige Art von Beweglichkeit erzielt wird. So findet man weisheitsvolle Einrichtungen in den Teilen des physischen Leibes. Und wer dazu weiter beachtet die Harmonie im Zusammenwirken der Teile zum Ganzen, der wird gewiss richtig finden, wenn von einer Vollkommenheit dieses Gliedes der menschlichen Wesenheit in seiner Art gesprochen wird. Es kommt daneben nicht in Betracht, dass an gewissen Teilen unzweckmäßig Erscheinendes auftritt oder dass Störungen in dem Bau und den Verrichtungen eintreten können. Man wird sogar finden können, dass solche Störungen in gewisser Beziehung nur die notwendigen Schattenseiten des weisheitsvollen Lichtes sind, das über den ganzen physischen Organismus ausgegossen ist. Und nun vergleiche man damit den Astralleib als den Träger von Lust und Leid, von Begierden und Leidenschaften. Welche Unsicherheit herrscht in ihm in bezug auf Lust und Leid, welche dem höheren Menschenziele zuwiderlaufenden, oft sinnlosen Begierden und Leidenschaften spielen sich da ab. Der Astralleib ist eben erst auf dem Wege, die Harmonie und innere Geschlossenheit zu erlangen, die man im physischen Leibe schon antrifft. Ebenso könnte gezeigt werden, dass sich der Ätherleib zwar vollkommener in seiner Art zeigt als der Astralleib, aber unvollkommener als der physische. Und nicht weniger wird sich einer entsprechenden Betrachtung ergeben, dass der eigentliche Kern der menschlichen Wesenheit, das «Ich», gegenwärtig erst im Anfange der Entwicklungen steht. Denn wieviel hat dieses Ich bereits erreicht von seiner Aufgabe, die andern Glieder der menschlichen Wesenheit so umzuwandeln, dass sie eine Offenbarung seiner eigenen Natur seien? — Was sich auf diese Art schon bei einer äußerlichen Beobachtung ergibt, das wird für den Kenner der Geisteswissenschaft noch durch etwas anderes verschärft. Man könnte sich darauf berufen, dass der physische Leib von Krankheiten befallen wird. Die Geisteswissenschaft ist nun in der Lage zu zeigen, dass ein großer Teil aller Krankheiten davon herrührt, dass die Verkehrtheiten, die Verirrungen im astralischen Leibe sich auf den Ätherleib fortpflanzen und auf dem Umwege durch den letztem die an sich vollkommene Harmonie des physischen Leibes zerstören. Der tiefere Zusammenhang, auf den hier nur hingedeutet werden kann, und der wahrhaftige Grund vieler Krankheitsvorgänge entziehen sich nämlich derjenigen wissenschaftlichen Betrachtung, die sich nur auf die physisch-sinnlichen Tatsachen beschränken will. Es ergibt sich dieser Zusammenhang in den meisten Fällen so, dass eine Schädigung des Astralleibes krankhafte Erscheinungen des physischen Leibes nicht in demselben Lebenslauf nach sich zieht, in dem die Schädigung geschehen ist, sondern erst in einem folgenden. Daher haben die Gesetze, die hier in Betracht kommen, nur für denjenigen eine Bedeutung, welcher die Wiederholung des Menschenlebens anerkennen kann. Aber selbst, wenn man von solchen tiefergehenden Erkenntnissen nichts wissen wollte, so ergibt doch auch die gewöhnliche Lebensbetrachtung, dass der Mensch sich nur allzuvielen Genüssen und Begierden hingibt, welche die Harmonie des physischen Leibes untergraben. Und Genuss, Begierde, Leidenschaft usw. haben nicht ihren Sitz im physischen, sondern im astralischen Leibe. Dieser letztere ist in vieler Beziehung eben noch so unvollkommen, dass er die Vollkommenheit des physischen Leibes zerstören kann. — Auch hier sei darauf hingewiesen, dass mit solchen Auseinandersetzungen nicht etwa die Aussagen der Geisteswissenschaft über die Entwicklung der vier Glieder der menschlichen Wesenheit bewiesen werden sollen. Die Beweise werden aus der geistigen Forschung entnommen, die zeigt, dass der physische Leib eine viermalige Umwandlung zu höheren Vollkommenheitsgraden hinter sich hat, und die andern Glieder des Menschen in der geschilderten Weise weniger. Es sollte hier eben nur angedeutet werden, dass sich diese Mitteilungen der geistigen Forschung auf Tatsachen beziehen, die sich in ihren Wirkungen an den auch äußerlich zu beobachtenden Vollkommenheitsgraden von physischem Leib, Lebensleib usw. zeigen.
[ 18 ] Will man sich eine bildhafte, an die Wirklichkeit sich annähernde Vorstellung von den Verhältnissen während der Saturnentwicklung machen, so muss man in Betracht ziehen, dass während derselben — im wesentlichen — von den Dingen und Geschöpfen, die gegenwärtig zur Erde gehören und welche man dem Mineral-, Pflanzen- und Tierreich zuzählt, noch nichts vorhanden war. Die Wesen dieser drei Reiche haben sich erst in späteren Entwicklungsperiode gebildet. Von den heute physisch wahrnehmbaren Erdenwesen war nur der Mensch damals vorhanden, und von ihm nur der physische Leib in der geschilderten Art. Nun aber gehören auch gegenwärtig zur Erde nicht nur die Wesen des Mineral-, Tier-, Pflanzen- und Menschenreiches, sondern auch andere Wesen, die sich nicht in einer physischen Körperlichkeit kundgeben. Solche Wesenheiten waren auch in der Saturnentwicklung gegenwärtig. Und ihre Tätigkeit auf dem Schauplatze des Saturn hatte zur Folge die spätere Entwicklung des Menschen.
[ 19 ] Richtet man die geistigen Wahmehmungsorgane zunächst nicht auf Anfang und Ende, sondern auf die mittlere Entwicklungsperiode dieser Saturn — Verkörperung, so zeigt sich in derselben ein Zustand, welcher, der Hauptsache nach, nur aus «Wärme» besteht. Nichts von gasförmigen, nichts von flüssigen oder gar von festen Bestandteilen ist zu finden. Alle diese Zustände treten erst in späteren Verkörperungen auf. Man nehme an, ein Menschenwesen mit den gegenwärtigen Sinnesorganen würde sich diesem Saturnzustande als Beobachter nähern. Nichts von all den Sinneseindrücken, die es haben kann, würde ihm da entgegentreten, außer der Wärmeempfindung. Angenommen, ein solches Wesen würde sich diesem Saturn nähern. Es würde nur wahrnehmen, wenn es in den von ihm eingenommenen Raumteil gelangt, dass dieser einen andern Wärmezustand hat als die übrige räumliche Umgebung. Aber es würde diesen Raumteil nicht etwa gleichmäßig warm finden, sondern in der allermannigfaltigsten Weise würden wärmere und kältere Partien abwechseln wechseln. Nach gewissen Linien hin würde strahlende Wärme wahrgenommen werden. Und nicht etwa, dass sich solche Linien nur gerade hinzögen, sondern durch die Wärmeunterschiede werden unregelmäßige Formen gebildet. Man hätte etwas vor sich, wie ein in sich gegliedertes, in wechselnden Zuständen erscheinendes Weltenwesen, das nur in Wärme besteht.
[ 20 ] Es muss für den Menschen der Gegenwart Schwierigkeiten machen, sich etwas vorzustellen, was nur in Wärme besteht, da er gewohnt ist, die Wärme nicht als etwas für sich zu erkennen, sondern sie nur an warmen oder kalten gasförmigen, flüssigen oder festen Körpern wahrzunehmen. Insbesondere dem, welcher die physikalischen Vorstellungen unserer Zeit sich angeeignet hat, wird ein Sprechen von «Wärme» in obiger Art als unsinnig erscheinen. Ein solcher wird vielleicht sagen: es gibt feste, flüssige und gasförmige Körper; Wärme bezeichnet aber nur einen Zustand, in dem eine dieser drei Körperformen ist. Wenn die kleinsten Teile eines Gases in Bewegung sind, so wird diese Bewegung als Wärme wahrgenommen. Wo kein Gas ist, kann keine solche Bewegung, also auch keine Wärme sein. — Für den geisteswissenschaftlichen Forscher stellt sich die Sache anders. Ihm ist die Wärme etwas, wovon er in gleichem Sinne spricht wie von Gas, von Flüssigkeit oder von festem Körper. Sie ist ihm nur eine noch feinere Substanz als ein Gas. Und dieses letztere ist ihm nichts anderes als verdichtete Wärme in dem Sinne, wie die Flüssigkeit verdichteter Dampf ist oder der feste Körper verdichtete Flüssigkeit. So spricht der Geisteswissenschafter von Wärmekörpern, wie er von gas- und dampfförmigen Körpern spricht. — Es ist nur notwendig zuzugeben, dass es seelisches Wahrnehmen gibt, wenn man auf diesem Gebiete dem Geistesforscher folgen will. In der für physische Sinne gegebenen Welt stellt sich die Wärme durchaus als Zustand des Festen, Flüssigen oder Gasförmigen dar; aber dieser Zustand ist eben nur die Außenseite der Wärme oder auch ihre Wirkung. Die Physiker sprechen nur von dieser Wirkung der Wärme, nicht von deren innerer Natur. Man versuche es einmal, ganz abzusehen von aller Wärmewirkung, die man empfängt durch äußere Körper, und sich lediglich das innere Erlebnis zu vergegenwärtigen, das man hat bei den Worten: «ich fühle mich warm», «ich fühle mich kalt». Dieses innere Erlebnis vermag allein eine Vorstellung von dem zu geben, was der Saturn war in der oben geschilderten Periode seiner Entwicklung. Man hätte den Raumteil, den er eingenommen hat, ganz durchlaufen können: kein Gas wäre dagewesen, das irgendeinen Druck ausgeübt hätte, kein fester oder flüssiger Körper, von dem man hätte irgendeinen Lichteindruck erhalten können. Aber an jedem Punkte des Raumes hätte man, ohne Eindruck von außen, innerlich gefühlt: hier ist dieser oder jener Wärmegrad.
[ 21 ] In einem Weltenkörper von solcher Beschaffenheit sind keine Bedingungen für die tierischen, pflanzlichen und mineralischen Wesen unserer Gegenwart. (Es ist deshalb wohl kaum nötig zu bemerken, dass das oben Gesagte tatsächlich niemals stattfinden könnte. Ein gegenwärtiger Mensch kann sich als solcher dem alten Saturn nicht als Beobachter gegenüberstellen. Die Auseinandersetzung sollte nur der Verdeutlichung dienen.) Die Wesenheiten, deren sich das übersinnliche Erkennen bei der Betrachtung des Saturn bewusst wird, waren auf einer ganz anderen Entwicklungsstufe als die gegenwärtigen, sinnlich wahrnehmbaren Erdenwesen. Da stellen sich vor dieses Erkennen zunächst Wesen hin, welche einen physischen Leib nicht hatten wie der gegenwärtige Mensch. Man muss sich nun auch hüten, an die gegenwärtige physische Körperlichkeit des Menschen zu denken, wenn hier von «physischem Leibe» die Rede ist. Man muss vielmehr sorgfältig unterscheiden zwischen physischem Leib und mineralischem Leib. Ein physischer Leib ist derjenige, welcher von den physischen Gesetzen beherrscht wird, die man gegenwärtig in dem Mineralreiche beobachtet. Der gegenwärtige physische Menschenleib ist nun nicht bloß von solchen physischen Gesetzen beherrscht, sondern er ist außerdem noch durchsetzt von mineralischem Stoffe. Von einem solchen physisch-mineralischen Leib kann auf dem Saturn noch nicht die Rede sein. Da gibt es nur eine physische Körperlichkeit, die von physischen Gesetzen beherrscht ist; aber diese physischen Gesetze äußern sich nur durch Wärmewirkungen. Also der physische Körper ist ein feiner, dünner, ätherischer Wärmekörper. Und aus solchen Wärmekörpern besteht der ganze Saturn. Diese Wärmekörper sind die erste Anlage des gegenwärtigen physisch-mineralischen Menschenleibes. Dieser hat sich aus jenem dadurch gebildet, dass dem ersteren sich die später erst gebildeten gasförmigen, flüssigen und festen Stoffe eingegliedert haben. Unter den Wesen, die sich vor das übersinnliche Bewusstsein in dem Augenblicke hinstellen, in dem dieses Bewusstsein den Saturnzustand vor sich hat, und von denen man als Saturnbewohner außer dem Menschen reden kann, sind zum Beispiel solche, welche einen physischen Leib überhaupt nicht nötig hatten. Das unterste Glied ihrer Wesenheit war ein Ätherleib. Sie hatten dafür auch ein Glied über die menschlichen Wesensglieder hinaus. Der Mensch hat als höchstes Glied den Geistesmenschen. Diese Wesen haben noch ein höheres. Und zwischen Ätherleib und Geistesmenschen haben sie alle in dieser Schrift geschilderten Glieder, welche sich auch beim Menschen finden: Astralleib, Ich, Geistselbst und Lebensgeist. Wie unsere Erde von einem Luftkreis umgeben ist, so war es auch der Saturn; nur war bei ihm dieser «Luftkreis» geistiger Art. 2Eine ganz genaue Sprechweise müsste, um das innere Erleben bei der Geistesforschung exakt auszudrücken, statt «der Saturn war von einem Luftkreis umgeben» sagen: «Indem das übersinnliche Erkennen sich des Saturn bewusst wird, stellt sich vor dieses Bewusstsein auch ein Luftkreis des Saturn» oder «stellen sich andere, so oder so geartete Wesen». Die Umsetzung in die Redewendung: «dies oder das ist da» muss gestattet sein, denn im Grunde findet dieselbe Umsetzung auch in der Ausgestaltung des Sprachgebrauchs für das wirkliche Seelenerlebnis bei der sinnenfälligen Wahrnehmung statt, aber man wird gegenüber der folgenden Darstellung sich dieses gegenwärtig halten müssen. Ei ist ja auch schon aus dem Zusammenhang der Darstellung gegeben. Er bestand eigentlich aus den eben genannten und noch andern Wesenheiten. Es gab nun eine fortwährende Wechselwirkung zwischen den Wärmekörpern des Saturn und den charakterisierten Wesen. Diese senkten ihre Wesensglieder in die physischen Wärmeleiber des Saturn hinein. Und während in diesen Wärmeleibern selbst kein Leben war, drückte sich das Leben ihrer Umwohner in ihnen aus. Man könnte sie mit Spiegeln vergleichen; nur spiegelten sich aus ihnen nicht die Bilder der genannten Lebewesen, sondern deren Lebenszustände. Im Saturn selbst hätte man also nichts Lebendiges entdecken können; doch wirkte er belebend auf seine Umgebung des Himmelsraumes, da er in diese wie ein Echo das ihm zugesandte Leben zurückstrahlte. Der ganze Saturn erschien wie ein Spiegel des Himmelslebens. Sehr hohe Wesenheiten, deren Leben der Saturn zurückstrahlt, mögen «Geister der Weisheit» genannt werden. (In der christlichen Geisteswissenschaft führen sie den Namen «Kyriotetes», das ist «Herrschaften».) Ihre Tätigkeit auf dem Saturn beginnt nicht erst mit der geschilderten mittleren Epoche von dessen Entwicklung. Sie ist in einer gewissen Weise sogar da schon abgeschlossen. Bevor sie dazu kommen konnten, aus den Wärmekörpern des Saturn sich der Spiegelung ihres eigenen Lebens bewusst zu werden, mussten sie diese Wärmekörper erst dazu bringen, diese Spiegelung bewirken zu können. Deshalb setzte ihre Tätigkeit bald nach dem Beginn der Saturnentwicklung ein. Als dies geschah, war die Saturnkörperlichkeit noch ungeordnete Stofflichkeit, die nichts hätte spiegeln können. — Und indem man diese ungeordnete Stofflichkeit betrachtet, hat man sich durch die geistige Beobachtung an den Anfang der Saturnentwicklung versetzt. Das, was da zu beobachten ist, das trägt nun noch gar nicht den späteren Wärmecharakter. Man kann, wenn man es charakterisieren will, nur von einer Eigenschaft sprechen, welche sich vergleichen lässt mit dem menschlichen Willen. Es ist durch und durch nichts als Wille. Man hat es also da mit einem ganz seelischen Zustande zu tun. Soll man verfolgen, woher dieser «Wille» kam, so sieht man ihn entstehen durch den Ausfluss erhabener Wesen, die ihre Entwicklung in nur zu erahnenden Stufen bis zu der Höhe gebracht haben, dass sie, als die Saturnentwicklung begann, aus ihrem eigenen Wesen den «Willen» ausströmen konnten. Nachdem diese Ausströmung eine Zeitlang gedauert hatte, verbindet sich mit dem Willen die Tätigkeit der oben charakterisierten «Geister der Weisheit». Dadurch erhält allmählich der vorher ganz eigenschaftslose Wille die Eigenschaft, Leben in den Himmelsraum zurückzustrahlen. — Man kann die Wesen, welche ihre Seligkeit darin empfinden, im Beginne der Saturnentwicklung Willen auszuströmen, die «Geister des Willens» nennen. (In der christlichen esoterischen Wissenschaft werden sie «Throne» genannt.) Nachdem durch das Zusammenwirken des Willens und des Lebens eine gewisse Stufe der Saturnentwicklung erreicht ist, setzt die Wirkung anderer Wesen ein, welche sich ebenfalls im Umkreise des Saturn befinden. Man kann sie die «Geister der Bewegung» nennen. (Christlich: «Dynameis», «Mächte».) Sie haben keinen physischen und keinen Lebensleib. Ihr niedrigstes Glied ist der Astralleib. Wenn die Saturnkörper die Fähigkeit erlangt haben, das Leben zu spiegeln, so vermag sich dieses zurückgestrahlte Leben zu durchdringen mit den Eigenschaften, welche in den Astralleibern der «Geister der Bewegung» ihren Sitz haben. Die Folge davon ist, dass es so erscheint, als ob Empfindungsäußerungen, Gefühle und ähnliche seelische Kräfte von dem Saturn in den Himmelsraum hinausgeschleudert würden. Der ganze Saturn erscheint wie ein beseeltes Wesen, das Sympathien und Antipathien kundgibt. Es sind aber diese seelischen Äußerungen keineswegs seine eigenen, sondern nur die zurückgeschleuderten seelischen Wirkungen der «Geister der Bewegung». — Hat auch dieses eine gewisse Epoche hindurch gedauert, so beginnt die Tätigkeit weiterer Wesen, welche «Geister der Form» genannt seien. Auch deren unterstes Glied ist ein Astralleib. Doch steht dieser auf einer andern Stufe der Entwicklung als derjenige der «Geister der Bewegung». Während diese dem zurückgestrahlten Leben nur allgemeine Empfindungsäußerungen mitteilen, wirkt der Astralleib der «Geister der Form» (christlich: «Exusiai», «Gewalten») so, dass die Empfindungsäußerungen wie von einzelnen Wesen in den Weltenraum hinausgeschleudert werden. Man könnte sagen, die «Geister der Bewegung» lassen den Saturn im ganzen wie ein beseeltes Wesen erscheinen. Die «Geister der Form» teilen dieses Leben in einzelne Lebewesen ab, so dass er jetzt wie eine Zusammenfügung solcher Seelenwesen erscheint. — Man stelle sich, um ein Bild zu haben, eine Maulbeere oder eine Brombeere vor, wie diese aus einzelnen Beerchen zusammengefügt ist. So ist der Saturn für den übersinnlich Erkennenden in der geschilderten Entwicklungsepoche zusammengefügt aus einzelnen Saturnwesen, die allerdings nicht Eigenleben und nicht Eigenseele haben, sondern Leben und Seele ihrer Bewohner zurückstrahlen. — In diesen Saturnzustand greifen nun Wesen ein, die ebenfalls zu ihrem untersten Gliede den Astralleib haben, die aber diesen auf eine solche Stufe der Entwicklung gebracht haben, dass er wirkt wie ein gegenwärtiges menschliches «Ich». Durch diese Wesen blickt das «Ich» aus der Umgebung des Saturn auf diesen nieder. Und es teilt seine Natur den Einzel-Lebewesen des Saturn mit. So wird etwas vom Saturn in den Weltenraum hinausgeschickt, das so erscheint wie die Wirkung der menschlichen Persönlichkeit in dem gegenwärtigen Lebenskreise. Die Wesen, welche solches bewirken, seien «Geister der Persönlichkeit» genannt (christlich: «Archai», «Urbeginne»). Sie erteilen den Saturnkörperteilchen das Ansehen des Persönlichkeitscharakters. Doch ist eben nicht auf dem Saturn selbst die Persönlichkeit vorhanden, sondern nur gleichsam deren Spiegelbild, die Schale der Persönlichkeit. Ihre wirkliche Persönlichkeit haben die «Geister der Persönlichkeit» im Umkreise des Saturn. Eben dadurch, dass diese «Geister der Persönlichkeit» in der geschilderten Art ihr Wesen zurückstrahlen lassen von den Saturnkörpern, wird diesen jene feine Stofflichkeit erteilt, welche vorhin als die «Wärme» geschildert worden ist. — Es ist im ganzen Saturn keine Innerlichkeit; aber die «Geister der Persönlichkeit» erkennen das Bild ihrer eigenen Innerlichkeit, indem es ihnen als Wärme vom Saturn aus zuströmt.
[ 22 ] Wenn alles das eintritt, stehen die «Geister der Persönlichkeit» auf der Stufe, auf welcher der Mensch gegenwärtig steht. Sie machen da ihre Menschheitsepoche durch. Will man auf diese Tatsache mit unbefangenem Auge blicken, so muss man sich vorstellen, dass ein Wesen «Mensch» sein kann nicht bloß in der Gestalt, welche der Mensch gegenwärtig hat. Die «Geister der Persönlichkeit» sind «Menschen» auf dem Saturn. Sie haben als unterstes Glied nicht den physischen Leib, sondern den Astralleib mit dem Ich. Daher können sie die Erlebnisse dieses Astralleibes nicht in einem solchen physischen Leibe und Ätherleibe ausdrücken wie der gegenwärtige Mensch; aber sie haben nicht nur ein «Ich», sondern wissen auch davon, weil ihnen die Wärme des Saturn dieses «Ich» rückstrahlend zum Bewusstsein bringt. Sie sind eben «Menschen» unter anderen als den Erdenverhältnissen.
[ 23 ] Im weiteren Verlauf folgen in der Saturnentwicklung Tatsachen von anderer Art, als die bisherigen waren. Während bisher alles Spiegelung äußeren Lebens und Empfindens war, beginnt nunmehr eine Art Innenleben. In der Saturnwelt beginnt ein da und dort aufflackerndes und sich wieder abdunkelndes Lichtleben. Zitterndes Flimmern an diesen oder jenen Stellen, etwas wie zuckende Blitze an anderen, tritt auf. Die Saturnwärmekörper beginnen zu flimmern, zu glänzen, ja zu strahlen. Dadurch, dass diese Stufe der Entwicklung erreicht ist, ergibt sich wieder für gewisse Wesenheiten die Möglichkeit, eine Tätigkeit zu entfalten. Es sind dies diejenigen, welche als «Feuergeister» bezeichnet werden können (Christlich: «Archangeloi», «Erzengel»). Diese Wesenheiten haben zwar einen Astralleib, aber sie können auf der gekennzeichneten Stufe ihres Daseins dem eigenen Astralleibe keine Anregungen geben; sie würden kein Gefühl, keine Empfindung erregen können, wenn sie nicht auf die zur geschilderten Saturnstufe gelangten Wärmekörper wirken könnten. Diese Wirkung gibt ihnen die Möglichkeit, ihr eigenes Dasein an der Wirkung zu erkennen, die sie üben. Sie können nicht zu sich sagen: «Ich bin da», sondern etwa: «Meine Umgebung lässt mich da sein.» Sie nehmen wahr, und zwar bestehen ihre Wahrnehmungen in den geschilderten Lichtwirkungen auf dem Saturn. Diese sind in einer gewissen Art ihr «Ich». Das verleiht ihnen eine besondere Art des Bewusstseins. Man kann dies als Bilderbewusstsein bezeichnen. Es kann vorgestellt werden von der Art des menschlichen Traumbewusstseins; nur dass man sich den Grad der Lebhaftigkeit sehr viel größer zu denken hat als beim menschlichen Träumen und dass man es nicht mit wesenlos auf- und abwogenden Traumbildern zu tun hat, sondern mit solchen, welche in einem wirklichen Verhältnisse zu dem Lichtspiel des Saturn stehen. — In diesem Wechselspiel zwischen den Feuergeistern und den Saturnwärmekörpern werden die Keime der menschlichen Sinnesorgane der Entwicklung einverleibt. Die Organe, durch welche der Mensch gegenwärtig die physische Welt wahrnimmt, leuchten auf in ihren ersten feinen ätherischen Anlagen. Menschen-Phantome, welche an sich noch nichts anderes zeigen als die Licht-Urbilder der Sinnesorgane, werden innerhalb des Saturn dem hellseherischen Wahrnehmungsvermögen erkennbar. — Diese Sinnesorgane sind also die Frucht der Tätigkeit der Feuergeister; aber es sind an deren Zustandekommen nicht nur diese Geister beteiligt. Zugleich mit diesen Feuergeistern treten andere Wesen auf dem Schauplatz des Saturn auf. Wesen, welche in ihrer Entwicklung so weit sind, dass sie sich jener Sinneskeime bedienen können zum Anschauen der Weltvorgänge im Saturnleben. Es sind Wesen, die als «Geister der Liebe» (christlich: «Seraphim») gelten können. Wären sie nicht da, so könnten die Feuergeister nicht das oben geschilderte Bewusstsein haben. Sie schauen die Saturnvorgänge mit einem Bewusstsein an, das es ihnen ermöglicht, diese als Bilder auf die Feuergeister zu übertragen. Sie selbst verzichten auf alle Vorteile, welche sie durch das Anschauen der Saturnvorgänge haben könnten, auf jeden Genus, jede Freude; sie geben das alles hin, damit die Feuergeister es haben können.
[ 24 ] Diesen Geschehnissen folgt eine neue Periode des Saturndaseins. Zu dem Lichtspiel kommt ein anderes. Es kann für viele wie Wahnwitz erscheinen, wenn ausgesprochen wird, was sich da dem übersinnlichen Erkennen darbietet. Innerlich im Saturn ist es wie durcheinanderwogende Geschmacksempfindungen. Süß, bitter, sauer usw. wird an den verschiedensten Stellen im Innern des Saturn beobachtet; und nach außen, in den Himmelsraum hinein, wird das alles als Ton, als eine Art Musik wahrgenommen. — Innerhalb dieser Vorgänge finden wieder gewisse Wesenheiten die Möglichkeit, eine Tätigkeit auf dem Saturn zu entfalten. Sie seien die «Söhne des Zwielichtes oder des Lebens» (christlich: «Angeloi», «Engel») genannt. Sie treten in Wechselwirkung mit den im Innern des Saturn vorhandenen, auf- und abwohnenden Geschmackskräften. Dadurch kommt ihr Äther- oder Lebensleib in eine solche Tätigkeit, dass man diese als eine Art Stoffwechsel bezeichnen kann. Sie bringen Leben in das Innere des Saturn. Es geschehen dadurch Nahrungs- und Ausscheidungsprozesse im Saturn. Nicht sie bewirken unmittelbar diese Prozesse, sondern durch das, was sie bewirken, entstehen mittelbar solche Prozesse. Dieses Innenleben macht möglich, dass noch andere Wesen den Weltkörper betreten, die als «Geister der Harmonien» (christlich: «Cherubim») bezeichnet werden mögen. Sie vermitteln den «Söhnen des Lebens» eine dumpfe Art des Bewusstseins. Es ist noch dumpfer und dämmerhafter als das Traumbewusstsein des gegenwärtigen Menschen. Es ist ein solches, wie es dem Menschen im traumlosen Schlafe zukommt. Dieses ist ja von so niedrigem Grade, dass es dem Menschen gewissermaßen «gar nicht zum Bewusstsein kommt». Doch ist es vorhanden. Es unterscheidet sich vom Tagesbewusstsein dem Grade und auch der Art nach. Dieses «traumlose Schlafbewusstsein» haben gegenwärtig auch die Pflanzen. Wenn es auch keine Wahrnehmungen einer Außenwelt im menschlichen Sinne vermittelt, so regelt es doch die Lebensvorgänge und bringt diese in Harmonie mit den äußeren Weltvorgängen. Auf der in Rede stehenden Saturnstufe können diese Regelung die «Söhne des Lebens» nicht wahrnehmen; aber die «Geister der Harmonien» nehmen sie wahr, und sie sind daher die eigentlichen Regeler. — All dieses Leben spielt sich in den gekennzeichneten Menschenphantomen ab. Diese erscheinen dem geistigen Blicke daher belebt; aber ihr Leben ist doch nur ein Scheinleben. Es ist das Leben der «Söhne des Lebens», die sich gewissermaßen der Menschenphantome bedienen, um sich auszuleben.
[ 25 ] Man richte nun die Aufmerksamkeit auf die Menschenphantome mit dem Scheinleben. Während der geschilderten Saturnperiode sind sie von ganz wechselnder Form. Bald sehen sie dieser Gestalt, bald jener ähnlich. Im weiteren Verlauf der Entwicklung werden die Gestalten bestimmter; zeitweilig bleibend. Das rührt davon her, dass sie jetzt durchdrungen werden von den Wirkungen der Geister, die schon im Beginne der Saturnentwicklung in Betracht kommen, nämlich von den «Geistern des Willens» (den «Thronen»). Die Folge davon ist, dass das Menschenphantom selbst mit der einfachsten dumpfesten Bewusstseinsform erscheint. Man hat sich diese Bewusstseinsform noch dumpfer vorzustellen als diejenige des traumlosen Schlafes. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen haben die Mineralien dieses Bewusstsein. Es bringt das Innenwesen in Einklang mit der physischen Außenwelt. Auf dem Saturn sind die «Geister des Willens» die Regeler dieses Einklanges. Und der Mensch erscheint dadurch wie ein Abdruck des Saturnlebens selbst. Was das Saturnleben im großen ist, das ist auf dieser Stufe der Mensch im kleinen. Und damit ist der erste Keim zu dem gegeben, was auch im heutigen Menschen noch erst keimhaft ist: zum «Geistesmenschen» (Atma). Nach innen (im Saturn) gibt sich dieser dumpfe Menschenwille dem übersinnlichen Wahrnehmungsvermögen durch Wirkungen kund, welche sich mit den «Gerüchen» vergleichen lassen. Nach außen in den Himmelsraum ist eine Kundgebung vorhanden wie die einer Persönlichkeit, die aber nicht durch ein inneres «Ich» gelenkt wird, sondern wie eine Maschine von außen geregelt ist. Die Regeler sind die «Geister des Willens».
[ 26 ] Überblickt man das Vorhergehende, so wird ersichtlich, dass, von dem zuerst geschilderten Mittelzustande der Saturnentwicklung angefangen, die Stufen dieser Entwicklung charakterisiert werden konnten durch Vergleiche ihrer Wirkungen mit Sinnesempfindungen der Gegenwart. Es konnte gesagt werden: die Saturnentwicklung offenbart sich als Wärme, dann tritt ein Lichtspiel hinzu, dann ein Geschmack und Tonspiel; endlich tritt etwas auf, was sich nach dem Innern des Saturn mit Geruchsempfindungen, nach außen wie maschinenartig wirkendes Menschen-Ich kundgibt. Wie verhält es sich mit den Offenbarungen der Saturnentwicklung für das, was vor dem Wärmezustand liegt? Das ist nun gar nicht mit etwas zu vergleichen, was einer äußeren Sinnesempfindung zugänglich ist. Dem Wärmezustand geht ein solcher voran, welchen der Mensch gegenwärtig nur in seinem Innenwesen erlebt. Wenn er sich Vorstellungen hingibt, die er sich in der Seele selbst bildet, ohne dass ihm die Veranlassung von einem äußeren Eindrucke aufgedrängt wird, dann hat er etwas in sich, was keine physischen Sinne wahrnehmen können, was vielmehr nur als Wahrnehmung dem höheren Schauen zugänglich ist. Dem Wärmezustand des Saturn gehen eben Offenbarungen voran, die nur für den übersinnlich Wahrnehmenden vorhanden sein können. Drei solcher Zustände können genannt werden: rein seelische Wärme, die nicht äußerlich wahrnehmbar ist; rein geistiges Licht, das äußerlich Finsternis ist; und endlich geistig Wesenhaftes, das in sich selbst vollendet ist und keines äußeren Wesens bedarf, um seiner bewusst zu werden. Reine innere Wärme begleitet das Erscheinen der «Geister der Bewegung»; reines geistiges Licht dasjenige der «Geister der Weisheit», reines Innenwesen ist verbunden mit der ersten Ausströmung der «Geister des Willens».
[ 27 ] Mit dem Erscheinen der Saturnwärme tritt also unsere Entwicklung aus dem Innenleben, aus der reinen Geistigkeit zuerst in ein äußerlich sich offenbarendes Dasein. Besonders schwierig wird es dem Gegenwartsbewusstsein wohl, sich damit abzufinden, wenn auch noch gesagt werden muss, dass mit dem Saturnwärmezustand auch zuerst dasjenige auftritt, was man die «Zeit» nennt. Die vorhergehenden Zustände sind nämlich gar nicht zeitlich. Sie gehören derjenigen Region an, die man in der Geisteswissenschaft die «Dauer» nennen kann. Deshalb muss auch alles, was in dieser Schrift über solche Zustände in der «Region der Dauer» gesagt ist, so verstanden werden, dass Ausdrücke, die sich auf zeitliche Verhältnisse beziehen, nur zum Vergleiche und zur Verständigung gebraucht werden. Für die menschliche Sprache kann, was der «Zeit» gewissermaßen vorangeht, auch nur mit Ausdrücken charakterisiert werden, welche die Zeitvorstellung enthalten. Muss man sich doch auch bewusst sein, dass, obgleich der erste, zweite und dritte Saturnzustand sich gar nicht «nacheinander» im gegenwärtigen Sinne abspielten, man doch nicht umhin kann, sie nacheinander zu schildern. Auch hängen sie ja trotz ihrer «Dauer» oder Gleichzeitigkeit so voneinander ab, dass sich diese Abhängigkeit mit einer zeitlichen Abfolge vergleichen lässt.
[ 28 ] Mit diesem Hinweis auf die ersten Entwicklungszustände des Saturn wird auch ein Licht geworfen auf alles weitere Fragen nach einem «Woher» dieser Zustände. Rein verstandesmäßig ist es natürlich durchaus möglich, jedem Ursprunge gegenüber wieder nach einem «Ursprung dieses Ursprunges» zu fragen. Allein den Tatsachen gegenüber geht dieses nicht an. Man braucht sich das nur an einem Vergleich zu vergegenwärtigen. Wenn man irgendwo auf einem Wege eingegrabene Spuren findet, so kann man fragen: woher rühren sie? Man mag als Antwort erhalten: von einem Wagen. Da kann weiter gefragt werden: wo kam der Wagen her, wohin fuhr er? Eine auf Tatsachen gegründete Antwort ist wieder möglich. Man kann dann noch fragen: wer saß im Wagen? was hatte die Persönlichkeit, die ihn benützte, für Absichten, was tat sie? Endlich wird man aber an einen Punkt kommen, an dem das Fragen durch die Tatsachen ein naturgemäßes Ende findet. Wer dann noch weiter fragt, kommt von der Absicht der ursprünglichen Fragestellung ab. Er setzt gewissermaßen nur schablonenmäßig das Fragen fort. Man merkt bei solchen Dingen, wie hier eines zum Vergleich angeführt ist, leicht, wo die Tatsachen das Ende des Fragens bedingen. Den großen Weltfragen gegenüber ist man sich nicht so leicht klar darüber. Bei wirklich genauem Zusehen wird man aber doch merken, dass alles Fragen nach dem «Woher» endigen muss bei den oben geschilderten Saturnzuständen. Denn man ist auf ein Gebiet gekommen, wo die Wesen und Vorgänge nicht mehr durch das sich rechtfertigen, aus dem sie entstammen, sondern durch sich selbst.
[ 29 ] Als Ergebnis der Saturnentwicklung erscheint, dass sich der Menschenkeim bis zu einer gewissen Stufe herangebildet hat. Er hat das niedere, dumpfe Bewusstsein erlangt, von dem oben die Rede war. Man soll sich nicht vorstellen, dass dessen Entwicklung erst im letzten Saturnstadium einsetzt. Die «Geister des Willens» wirken durch alle Zustände hindurch. In der letzten Periode ist aber für das übersinnliche Wahrnehmen der Erfolg am hervorstechendsten. Überhaupt ist eine feste Grenze zwischen den Wirksamkeiten der einzelnen Wesensgruppen nicht. Wenn gesagt wird: erst wirken die «Geister des Willens», dann die «Geister der Weisheit» usw., so ist nicht gemeint, dass sie nur da wirken. Sie wirken die ganze Saturnentwicklung hindurch; in den angegebenen Perioden ist ihr Wirken nur am besten zu beobachten. Die einzelnen Wesen haben da gleichsam die Führerschaft.
[ 30 ] So erscheint die ganze Saturnentwicklung als eine Bearbeitung dessen, was aus den «Geistern des Willens» ausgeströmt ist, durch die «Geister der Weisheit, der Bewegung, der Form» usw. Diese geistigen Wesenheiten machen dabei selbst eine Entwicklung durch. Die «Geister der Weisheit» zum Beispiel stehen auf einer andern Stufe, nachdem sie ihr Leben zurückgestrahlt vom Saturn empfangen haben, als vorher. Die Frucht dieser Tätigkeit erhöht die Fähigkeiten ihres eigenen Wesens. Die Folge davon ist, dass für sie nach so vollbrachter Tätigkeit etwas Ähnliches eintritt wie für den Menschen mit dem Schlafe. Ihren Tätigkeitsperioden in bezug auf den Saturn folgen solche, in denen sie gewissermaßen in anderen Welten leben. Dann ist ihre Tätigkeit vom Saturn abgewandt. Deshalb sieht das hellseherische Wahrnehmen in der geschilderten Saturnentwicklung ein Auf- und ein Absteigen. Das Aufsteigen dauert bis zur Herausbildung des Wärmezustandes. Dann beginnt mit dem Lichtspiel bereits ein Abfluten. Und wenn dann die Menschenphantome durch die «Geister des Willens» Gestalt angenommen haben, dann haben sich die geistigen Wesen auch nach und nach zurückgezogen: die Saturnentwicklung erstirbt in sich; sie verschwindet als solche. Eine Art Ruhepause tritt ein. Der Menschenkeim geht wie in einen Auflösungszustand dabei ein; aber nicht in einen solchen, durch den er verschwinden würde, sondern in einen solchen, der ähnlich ist dem eines Pflanzensamens, der in der Erde ruht, um zur neuen Pflanze zu reifen. So ruht der Menschenkeim zu neuem Erwachen im Schoß der Welt. Und wenn der Zeitpunkt seines Erwachens da ist, da haben unter anderen Verhältnissen auch die oben geschilderten geistigen Wesen sich die Fähigkeiten angeeignet, durch die sie den Menschenkeim weiter bearbeiten können. Die «Geister der Weisheit» haben in ihrem Ätherleib die Fähigkeit erlangt, nicht nur wie auf dem Saturn die Spiegelung des Lebens zu genießen; sie vermögen es jetzt, Leben auch aus sich ausströmen zu lassen und andere Wesen damit zu begaben. Die «Geister der Bewegung» sind nunmehr so weit, wie auf dem Saturn die «Geister der Weisheit». Ihr unterstes Wesensglied war dort der astralische Leib. Jetzt ist ihnen ein Äther- oder Lebensleib eigen. Und ganz entsprechend sind die andern geistigen Wesen zu einer weiteren Entwicklungsstufe gekommen. Alle diese geistigen Wesen können daher bei der Weiterentwicklung des Menschenkeimes anders wirken, als sie auf dem Saturn gewirkt haben. — Nun war aber der Menschenkeim am Ende der Saturnentwicklung aufgelöst. Damit die weiter entwickelten Geistwesen da fortsetzen können, wo sie früher aufgehört haben, muss dieser Menschenkeim die Stufen noch einmal kurz wiederholen, die er auf dem Saturn durchlaufen hat. Das zeigt sich nämlich dem übersinnlichen Wahmehmungsvermögen. Der Menschenkeim tritt aus seiner Verborgenheit hervor und beginnt aus eigenem Vermögen heraus durch die Kräfte, die ihm auf dem Saturn eingeimpft worden sind, sich zu entwickeln. Er geht als ein Willenswesen aus der Finsternis hervor, bringt sich zum Scheine des Lebens, der Seelenhaftigkeit usw. bis zu jener maschinenmäßigen Persönlichkeitsoffenbarung, die er am Ende der Saturnentwicklung hatte.
[ 31 ] Die zweite der angedeuteten großen Entwicklungsperioden, die «Sonnenstufe», bewirkt die Erhebung des Menschenwesens zu einem höheren Bewusstseinszustand, als derjenige war, den es auf dem Saturn erreicht hatte. Mit dem gegenwärtigen Bewusstsein des Menschen verglichen, könnte allerdings dieser Sonnenzustand als «Unbewusstheit» bezeichnet werden. Denn er kommt annähernd gleich dem, in welchem sich der Mensch jetzt während des völlig traumlosen Schlafes befindet. Oder man könnte ihn auch mit dem niederen Bewusstseinsgrade vergleichen, in dem gegenwärtig unsere Pflanzenwelt schlummert. Für die übersinnliche Anschauung gibt es keine «Unbewusstheit», sondern nur verschiedene Grade der Bewusstheit. Alles in der Welt ist bewusst. — Das Menschenwesen erlangt im Laufe der Sonnenentwicklung den höheren Bewusstseinsgrad dadurch, dass ihm da der Äther- oder Lebensleib eingegliedert wird. Bevor dies geschehen kann, müssen sich in der oben geschilderten Art die Saturnzustände wiederholen. Diese Wiederholung hat einen ganz bestimmten Sinn. Wenn nämlich die Ruhepause abgelaufen ist, von welcher in den vorhergehenden Ausführungen gesprochen worden ist, dann tritt aus dem «Weltschlafe» dasjenige, was vorher Saturn war, als neues Weltwesen, als Sonne hervor. Es haben sich damit aber die Verhältnisse der Entwicklung verändert. Die Geistwesen, deren Wirken für den Saturn dargestellt worden ist, sind zu anderen Zuständen vorgerückt. Der Menschenkeim erscheint aber zuerst auf der neugebildeten Sonne als das, was er auf dem Saturn geworden ist. Er muss zunächst die verschiedenen Entwicklungsstadien, die er auf dem Saturn angenommen hat, so umwandeln, dass sie zu den Verhältnissen auf der Sonne passen. Die Sonnenepoche beginnt deshalb mit einer Wiederholung der Saturntatsachen, aber unter Anpassung an die veränderten Verhältnisse des Sonnenlebens. Wenn nun das Menschenwesen so weit ist, dass seine auf dem Saturn erlangte Entwicklungshöhe den Sonnenverhältnissen angepasst ist, dann beginnen die bereits genannten «Geister der Weisheit» damit; den Äther- oder Lebensleib in den physischen Leib einströmen zu lassen. Die höhere Stufe, welche der Mensch auf der Sonne erreicht, kann somit dadurch charakterisiert werden, dass der bereits auf dem Saturn in der Keimanlage gebildete physische Leib auf eine zweite Stufe der Vollkommenheit gehoben wird, indem er zum Träger eines Äther- oder Lebensleibes wird. Dieser Äther- oder Lebensleib erlangt während der Sonnenentwicklung für sich selbst den ersten Grad seiner Vollkommenheit. Damit aber dieser zweite Vollkommenheitsgrad für den physischen Leib und der erste für den Lebensleib erzielt werden, ist im weiteren Verlauf des Sonnenlebens das Eingreifen noch anderer Geistwesen in ähnlicher Art notwendig, wie es schon für die Saturnstufe beschrieben worden ist.
[ 32 ] Wenn die «Geister der Weisheit» mit ihrem Einströmen des Lebensleibes beginnen, so fängt das vorher dunkle Sonnenwesen zu leuchten an. Gleichzeitig treten in dem Menschenkeim die ersten Erscheinungen innerer Regsamkeit ein; das Leben beginnt. Was für den Saturn als ein Scheinleben charakterisiert werden musste, wird jetzt wirkliches Leben. Das Einströmen dauert eine gewisse Zeit. Nachdem diese verflossen ist, tritt für den Menschenkeim eine wichtige Veränderung ein. Er gliedert sich nämlich in zwei Teile. Während vorher physischer Leib und Lebensleib in inniger Verbindung ein Ganzes bildeten, beginnt sich jetzt der physische Leib als ein besonderer Teil abzusondern. Doch bleibt auch dieser abgesonderte physische Leib vom Lebensleib durchzogen. Man hat es also jetzt mit einem zweigliedrigen Menschenwesen zu tun. Der eine Teil ist ein von einem Lebensleib durchgearbeiteter physischer Leib, der andere Teil ist bloßer Lebensleib. Diese Absonderung verläuft aber während einer Ruhepause des Sonnenlebens. Es erlischt während derselben wieder das schon aufgetretene Leuchten. Die Trennung geschieht gewissermaßen während einer «Weltennacht». Doch ist diese Ruhepause viel kürzer als diejenige zwischen der Saturn- und Sonnenentwicklung, von der oben gesprochen worden ist. Nach Ablauf der Ruhepause arbeiten die «Geister der Weisheit» eine Zeitlang ebenso an dem zweigliedrigen Menschenwesen weiter, wie sie das vorher an dem eingliedrigen getan haben. Dann setzen die «Geister der Bewegung» mit ihrer Tätigkeit ein. Sie durchströmen mit ihrem eigenen Astralleib den Lebensleib des Menschenwesens. Dadurch erlangt dieser die Fähigkeit, gewisse innere Bewegungen in dem physischen Leibe auszuführen. Es sind das Bewegungen, welche sich vergleichen lassen mit den Bewegungen der Säfte in einer gegenwärtigen Pflanze.
[ 33 ] Der Saturnkörper bestand aus bloßer Wärmesubstanz. Während der Sonnenentwicklung verdichtet sich diese Wärmesubstanz bis zu dem Zustand, den man mit dem gegenwärtigen Gas- oder Dampfzustand vergleichen kann. Es ist jener Zustand, den man als «Luft» bezeichnen kann. Die ersten Anfänge eines solchen Zustandes zeigen sich, nachdem die «Geister der Bewegung» mit ihrer Tätigkeit eingesetzt haben. Dem übersinnlichen Bewusstsein bietet sich der folgende Anblick dar. Innerhalb der Wärmesubstanz tritt etwas auf wie feine Gebilde, die durch die Kräfte des Lebensleibes in regelmäßige Bewegungen versetzt werden. Diese Gebilde veranschaulichen den physischen Leib des Menschenwesens auf der ihm jetzt entsprechenden Entwicklungsstufe. Sie sind ganz von Wärme durchdrungen und auch wie von einer Wärmehülle eingeschlossen. Wärmegebilde mit eingegliederten Luftformen — letztere in regelmäßiger Bewegung — kann man, in physischer Beziehung, dieses Menschenwesen nennen. Will man daher den oben angeführten Vergleich mit der gegenwärtigen Pflanze beibehalten, so muss man sich bewusst bleiben, dass man es nicht mit einem kompakten Pflanzengebilde zu tun hat, sondern mit einer Luft- oder Gasgestalt, 3Das Gas erscheint dem übersinnlichen Bewusstsein durch die Lichtwirkung, die es von sich ausgehen lässt. Man könnte also auch von Lichtgestalten sprechen, die dem geistigen Schauen sich darstellen. deren Bewegungen mit den Säftebewegungen der gegenwärtigen Pflanzen verglichen werden können. — Die in dieser Art gekennzeichnete Entwicklung schreitet weiter. Nach einer gewissen Zeit tritt wieder eine Ruhepause ein; nach derselben wirken die Geister der Bewegung weiter, bis zu ihrer Tätigkeit diejenige der Geister der Form hinzutritt. Deren Wirkung besteht darin, dass die vorher stets wechselnden Gasgebilde bleibende Gestalten annehmen. Auch dies geschieht dadurch, dass in den Lebensleib der Menschenwesen die Geister der Form ihre Kräfte aus- und einströmen lassen. Die Gasgebilde waren früher, als noch bloß die Geister der Bewegung auf sie wirkten, in einer unaufhörlichen Bewegung, nur einen Augenblick behielten sie ihre Gestalt. Jetzt aber nehmen sie vorübergehend unterscheidbare Formen an. — Wieder tritt nach einer gewissen Zeit eine Ruhepause ein; wieder setzen nach dieser die Geister der Form ihre Tätigkeit fort. Dann aber treten ganz neue Verhältnisse innerhalb der Sonnenentwicklung ein.
[ 34 ] Es ist nämlich damit der Punkt erreicht, wo die Sonnenentwicklung in ihrer Mitte angelangt ist. Das ist die Zeit, in welcher die Geister der Persönlichkeit, die auf dem Saturn ihre Menschheitsstufe erlangt haben, einen höheren Grad der Vollkommenheit ersteigen. Sie schreiten über diese Stufe hinaus. Sie erlangen ein Bewusstsein, das der gegenwärtige Mensch auf unserer Erde im regelrechten Fortgang der Entwicklung noch nicht hat. Er wird es erlangen, wenn die Erde — also die vierte der planetarischen Entwicklungsstufen — an ihrem Ziele angelangt und in die folgende planetarische Periode eingetreten sein wird. Dann wird der Mensch nicht bloß das um sich herum wahrnehmen, was ihm die gegenwärtigen physischen Sinne vermitteln, sondern er wird imstande sein, in Bildern die inneren, seelischen Zustände der ihn umgebenden Wesen zu beobachten. Er wird ein Bilderbewusstsein haben, jedoch mit Beibehaltung des vollen Selbstbewusstseins. Es wird nichts Traumhaftes, Dumpfes in seinem Bilderschauen sein, sondern er wird das Seelische wahrnehmen, allerdings in Bildern, doch so, dass diese Bilder der Ausdruck von Wirklichkeiten sein werden, wie es jetzt physische Farben und Töne sind. Gegenwärtig kann sich der Mensch nur durch die geisteswissenschaftliche Schulung zu solchem Schauen erheben. Von dieser Schulung wird auf späteren Blättern dieses Buches die Rede sein. — Dieses Schauen erlangen nun als ihre normale Entwicklungsgabe die Geister der Persönlichkeit inmitten der Sonnenstufe. Und eben dadurch werden sie fähig, während der Sonnenentwicklung auf den neugebildeten Lebensleib des Menschenwesens in ähnlicher Art zu wirken, wie sie auf dem Saturn auf den physischen Leib gewirkt haben. Wie ihnen dort die Wärme ihre eigene Persönlichkeit zurückgestrahlt hat, so strahlen ihnen jetzt die Gasgebilde im Lichtglanze die Bilder ihres schauenden Bewusstseins zurück. Sie schauen übersinnlich an, was auf der Sonne vorgeht. Und dieses Anschauen ist keineswegs ein bloßes Beobachten. Es ist, als ob in den Bildern, die von der Sonne ausströmen, etwas von der Kraft sich geltend machte, die der Erdenmensch als Liebe bezeichnet. Und sieht man seelisch genauer zu, so findet man den Grund dieser Erscheinung. Es haben sich in das von der Sonne ausstrahlende Licht erhabene Wesenheiten mit ihrer Tätigkeit gemischt. Es sind die oben bereits genannten «Geister der Liebe» (christlich: «Seraphim»). Sie wirken von jetzt ab am menschlichen Äther- oder Lebensleibe zusammen mit den Geistern der Persönlichkeit. Durch diese Tätigkeit schreitet dieser Lebensleib selbst um eine Stufe auf seiner Entwicklungsbahn fort. Er erlangt die Fähigkeit, die in ihm befindlichen Gasgebilde nicht nur umzuformen, sondern sie so zu bearbeiten, dass die ersten Andeutungen einer Fortpflanzung der lebenden Menschenwesen sich zeigen. Es werden gewissermaßen Absonderungen aus den geformten Gasgebilden herausgetrieben (wie ausgeschwitzt), welche sich zu solchen Gestalten formen, die ihren Muttergebilden ähnlich sind.
[ 35 ] Um die weitere Sonnenentwicklung zu charakterisieren, muss auf eine Tatsache des Weltenfernes hingewiesen Werden, welche von der allergrößten Bedeutung ist. Sie besteht darin, dass im Laufe einer Epoche keineswegs alle Wesen das Ziel ihrer Entwicklung erreichen. Es gibt solche, die hinter diesem Ziel zurückbleiben. So haben während der Saturnentwicklung nicht alle Geister der Persönlichkeit die Menschheitsstufe, die ihnen dort in der oben dargestellten Art beschieden war, wirklich erreicht. Und ebensowenig haben alle auf dem Saturn ausgebildeten physischen Menschenleiber den Grad von Reife erlangt, der sie befähigt, auf der Sonne zum Träger eines selbständigen Lebensleibes zu werden. Die Folge davon ist, dass auf der Sonne Wesen und Gebilde vorhanden sind, welche zu ihren Verhältnissen nicht passen. Diese müssen nun während der Sonnenentwicklung nachholen, was sie auf dem Saturn versäumt haben. Man kann deshalb während der Sonnenstufe das Folgende geistig beobachten. Wenn die Geister der Weisheit mit ihrem Einströmen des Lebensleibes beginnen, trübt sich gewissermaßen der Sonnenkörper. Es durchsetzen ihn Gebilde, welche eigentlich noch zum Saturn gehören würden. Es sind Wärmegebilde, welche nicht imstande sind, in entsprechender Art sich zu Luft zu verdichten. Das sind die auf der Saturnstufe zurückgebliebenen Menschenwesen. Sie können nicht Träger eines in regelrechter Art ausgebildeten Lebensleibes werden. — Was nun auf diese Art von Wärmesubstanz des Saturn zurückgeblieben ist, gliedert sich auf der Sonne in zwei Teile. Der eine Teil wird von den Menschenleibern gleichsam aufgesogen; und er bildet fortan innerhalb des Menschenwesens eine Art niederer Natur desselben. So nimmt das Menschenwesen auf der Sonne etwas in seine Leiblichkeit auf, was eigentlich der Saturnstufe entspricht. Wie nun der Saturnleib des Menschen den Geistern der Persönlichkeit es möglich gemacht hat, sich zur Menschheitsstufe zu erheben, so leistet jetzt dieser Saturnteil des Menschen auf der Sonne dasselbe für die Feuergeister. Sie erheben sich zur Menschheitsstufe, indem sie ihre Kräfte ein- und ausströmen lassen in diesen Saturnteil des Menschenwesens, wie es die Geister der Persönlichkeit auf dem Saturn getan haben. Auch dies geschieht in der Mitte der Sonnenentwicklung. Da ist der Saturnteil des Menschenwesens so weit reif, dass mit seiner Hilfe die Feuergeister (Archangeloi) ihre Menschheitsstufe durchlaufen können. — Ein anderer Teil der Wärmesubstanz des Saturn gliedert sich ab und erlangt ein selbständiges Dasein neben und zwischen den Menschenwesen der Sonne. Dieser bildet nun ein zweites Reich neben dem Menschenreiche. Ein Reich, das auf der Sonne einen völlig selbständigen, aber nur physischen Leib, als Wärmeleib, ausbildet. Die Folge davon ist, dass die vollkommen entwickelten «Geister der Persönlichkeit» auf keinen selbständigen Lebensleib ihre Tätigkeit in der geschilderten Art richten können. Nun sind aber auch gewisse «Geister der Persönlichkeit» auf der Saturnstufe zurückgeblieben. Diese haben da nicht die Stufe der Menschheit erreicht. Zwischen ihnen und dem selbständig gewordenen zweiten Sonnenreich besteht ein Anziehungsband. Sie müssen sich jetzt auf der Sonne zu dem zurückgebliebenen Reich so verhalten, wie dies ihre vorgeschrittenen Genossen schon auf dem Saturn gegenüber den Menschenwesen getan haben. Diese haben dort ja auch erst den physischen Leib ausgebildet gehabt. Auf der Sonne selbst ist aber zu solcher Arbeit der zurückgebliebenen Persönlichkeitsgeister keine Möglichkeit. Sie sondern sich daher aus dem Sonnenkörper heraus und bilden außerhalb desselben einen selbständigen Weltenkörper. Es tritt dieser also aus der Sonne heraus. Von ihm aus wirken die zurückgebliebenen «Geister der Persönlichkeit» auf die beschriebenen Wesen des zweiten Sonnenreiches. Es sind dadurch zwei Weltengebilde aus dem einen geworden, das früher Saturn war. Die Sonne hat in ihrer Umgebung nunmehr einen zweiten Weltenkörper, einen solchen, der eine Art Wiedergeburt des Saturn, einen neuen Saturn, darstellt. Von diesem Saturn aus wird dem zweiten Sonnenreich der Persönlichkeitscharakter erteilt. Man hat es daher innerhalb dieses Reiches mit Wesen zu tun, welche auf der Sonne selbst keine Persönlichkeit haben. Doch aber spiegeln sie den «Geistern der Persönlichkeit» auf dem neuen Saturn deren eigene Persönlichkeit zurück. Das übersinnliche Bewusstsein kann zwischen den Menschenwesen auf der Sonne Wärmekräfte beobachten, die in die regelmäßige Sonnenentwicklung hineinspielen und in welchen man das Walten der gekennzeichneten Geister des neuen Saturn zu sehen hat.
[ 36 ] Im Menschenwesen hat man während der Mitte der Sonnenentwicklung das Folgende zu beachten. Dasselbe ist gegliedert in einen physischen Leib und einen Lebensleib. Darinnen spielt sich ab die Tätigkeit der vorgeschrittenen «Geister der Persönlichkeit» in Verbindung mit derjenigen der «Geister der Liebe». Dem physischen Leibe ist nun beigemischt ein Teil der zurückgebliebenen Saturnnatur. Darin spielt sich ab die Tätigkeit der «Feuergeister». Man hat nun zu sehen in allem, was die «Feuergeister» an der zurückgebliebenen Saturnnatur bewirken, die Vorläufer der gegenwärtigen Sinnesorgane der Erdenmenschen. Es ist ja gezeigt worden, wie schon auf dem Saturn in der Wärmesubstanz diese «Feuergeister» mit der Ausarbeitung der Sinneskeime beschäftigt waren. In dem, was durch die «Geister der Persönlichkeit» im Verein mit den «Geistern der Liebe» (den Seraphim) vollbracht wird, ist zu erkennen die erste Anlage der gegenwärtigen menschlichen Drüsenorgane. — Mit dem oben Gesagten ist aber die Arbeit der auf dem neuen Saturn wohnenden Persönlichkeitsgeister nicht erschöpft. Diese erstrecken ihre Tätigkeit nicht bloß auf das genannte zweite Sonnenreich, sondern sie stellen eine Art Verbindung her zwischen diesem Reich und den menschlichen Sinnen. Es strömen die Wärmesubstanzen dieses Reiches durch die menschlichen Sinneskeime aus und ein. Dadurch gelangt das Menschenwesen auf der Sonne zu einer Art von Wahrnehmung des außer ihm befindlichen niederen Reiches. Diese Wahrnehmung ist naturgemäß nur eine dumpfe, ganz entsprechend dem dumpfen Saturnbewusstsein, von dem oben die Rede war. Und sie besteht im wesentlichen aus verschiedenen Wärmewirkungen.
[ 37 ] Alles, was hier für die Mitte der Sonnenentwicklung geschildert worden ist, dauert eine gewisse Zeit. Dann tritt wieder eine Ruhepause ein. Nach derselben geht es eine Zeitlang in derselben Art fort bis zu einem Punkte der Entwicklung, in dem der menschliche Ätherleib so weit reif ist, dass nunmehr eine vereinte Arbeit der «Söhne des Lebens» (Angeloi) und der «Geister der Harmonie» (Cherubim) einsetzen kann. Es treten nun innerhalb des Menschenwesens für das übersinnliche Bewusstsein Offenbarungen auf, die sich mit Geschmackswahrnehmungen vergleichen lassen und die sich nach außen als Töne kundgeben. Ein Ähnliches musste ja schon für die Saturnentwicklung gesagt werden. Hier auf der Sonne ist nur all das im Menschenwesen innerlicher, voll selbständigeren Lebens. — Die «Söhne des Lebens» erlangen dadurch jenes dumpfe Bilderbewusstsein, das die «Feuergeister» auf dem Saturn erreicht hatten. Es sind dabei die «Geister der Harmonie» (die Cherubim) ihre Helfer. Sie eigentlich schauen geistig das an, was sich innerhalb der Sonnenentwicklung jetzt abspielt. Nur verzichten sie auf alle Früchte dieses Anschauens, auf die Empfindung der weisheitsvollen Bilder, welche da entstehen, und lassen diese wie prächtige Zaubererscheinungen in das traumhafte Bewusstsein der «Söhne des Lebens» einströmen. Diese wieder arbeiten solche Gebilde ihres Schauens in den Ätherleib des Menschen hinein, so dass dieser immer höhere Stufen der Entwicklung erreicht. — Wieder tritt eine Ruhepause ein, wieder erhebt sich das Ganze aus dem «Weltenschlaf», und, nachdem es noch eine Zeitlang gedauert hat, ist das Menschenwesen so weit reif, dass es nun eigene Kräfte regen kann. Es sind dies dieselben, welche während der letzten Zeit der Saturnperiode durch die «Throne» in dieses Menschenwesen eingeströmt sind. In einem Innenleben entwickelt sich jetzt dieses Menschenwesen, das in seiner Offenbarung für das Bewusstsein mit einer innerlichen Geruchswahrnehmung verglichen werden kann. Nach außen aber, gegen den Himmelsraum, gibt sich dieses Menschenwesen als eine Persönlichkeit kund, allerdings als eine solche, die nicht von einem inneren «Ich» gelenkt wird. Es erscheint vielmehr wie eine als Persönlichkeit wirkende Pflanze. Für das Ende der Saturnentwicklung ist ja gezeigt worden, dass die Persönlichkeit wie eine Maschine sich kundgibt. Und wie sich dort der erste Keim zu dem entwickelt hat, was auch im gegenwärtigen Menschen erst keimhaft ist, zum «Geistesmenschen» (Atma), so wird hier ein ebensolcher erster Keim zu dem «Lebensgeist» (Buddhi) gestaltet. — Nachdem eine Zeit hindurch sich alles das abgespielt hat, tritt wieder eine Ruhepause ein. Wie in den ähnlichen Fällen früher, wird nach dieser Pause die Tätigkeit des Menschenwesens eine Zeitlang fortgesetzt. Dann treten Verhältnisse ein, die sich darstellen als ein neuer Eingriff der «Geister der Weisheit». Durch denselben wird das Menschenwesen fähig, die ersten Spuren von Sympathie und Antipathie mit seiner Umgebung zu empfinden. Es ist in alledem noch keine wirkliche Empfindung, aber doch ein Vorläufer der Empfindung. Denn die innere Lebenstätigkeit, die in ihrer Offenbarung wie Geruchswahrnehmungen charakterisiert werden könnte, gibt sich nach außen wie in einer Art primitiver Sprache kund. Wird innerlich ein sympathischer Geruch — oder auch Geschmack, Flimmern etc. — wahrgenommen, so gibt dies das Menschenwesen nach außen durch einen Ton kund. Und in entsprechender Art geschieht solches bei einer innerlich unsympathischen Wahrnehmung. — Es ist nämlich durch alle die geschilderten Vorgänge der eigentliche Sinn der Sonnenentwicklung für das Menschenwesen erreicht. Dieses hat eine höhere Bewusstseinsstufe gegenüber dem Saturnbewusstsein erlangt. Es ist dies das Schlafbewusstsein.
[ 38 ] Nach einiger Zeit ist nun auch der Entwicklungspunkt eingetreten, da die mit der Sonnenstufe verbundenen höheren Wesen in andere Sphären übergehen müssen, um das zu verarbeiten, was sie durch ihr Wirken am Menschenwesen selbst in sich veranlagt haben. Es tritt eine große Ruhepause ein, wie eine solche zwischen der Saturn- und Sonnenentwicklung war. Alles, was sich auf der Sonne ausgebildet hat, geht in einen Zustand über, der sich mit dem der Pflanze vergleichen lässt, wenn deren Wachstumskräfte im Samen ruhen. Wie aber diese Wachstumskräfte in einer neuen Pflanze wieder an das Tageslicht treten, so tritt auch nach der Ruhepause alles, was auf der Sonne Leben war, wieder aus dem Weltenschoße hervor, und ein neues planetarisches Dasein beginnt. Man wird den Sinn einer solchen Ruhepause, eines «Weltenschlafes», wohl verstehen, wenn man nur einmal den geistigen Blick auf eine der genannten Wesensarten, zum Beispiel auf die «Geister der Weisheit», lenkt. Sie waren auf dem Saturn noch nicht so weit, dass sie dort hätten einen Ätherleib aus sich können ausströmen lassen. Erst durch die von ihnen auf dem Saturn gemachten Erlebnisse sind sie darauf vorbereitet worden. Während der Pause gestalten sie nun dasjenige, was in ihnen erst vorbereitet worden ist, zur wirklichen Fähigkeit um. So sind sie auf der Sonne so weit, das Leben aus sich ausströmen zu lassen und das Menschenwesen mit einem eigenen Lebensleib zu begaben.
[ 39 ] Nach der Ruhepause tritt dasjenige, was früher Sonne war, aus dem «Weltenschlafe» wieder hervor. Das heißt, es wird wieder wahrnehmbar für die geistig schauenden Kräfte, für die es früher zu beobachten war und für die es während der Ruhepause entschwunden war. Nun zeigt sich aber an dem neu hervortretenden planetarischen Wesen, das als «Mond» bezeichnet werden soll (und das nicht verwechselt werden darf mit dem Stück davon, das gegenwärtig Erdenmond ist), ein zweifaches. Erstens ist dasjenige, was sich während der Sonnenzeit als ein «neuer Saturn» abgesondert hatte, wieder in dem neuen planetarischen Wesen darin. Dieser Saturn hat sich somit während der Ruhepause wieder mit der Sonne vereinigt. Alles, was im ersten Saturn war, tritt zunächst wieder als ein Weltgebilde auf. Zweitens sind die auf der Sonne gebildeten Lebensleiber des Menschenwesens in der Ruhepause von dem aufgesogen worden, was in einer Art die geistige Hülle des Planeten bildet. Sie erscheinen also in diesem Zeitpunkte nicht mit den entsprechenden physischen Menschenleibern vereinigt, sondern diese treten für sich allein zunächst auf. Zwar tragen sie alles das an sich, was in ihnen auf Saturn und Sonne erarbeitet worden ist; aber sie ermangeln des Äther- oder Lebensleibes. Ja sie können diesen Ätherleib auch nicht sogleich in sich aufnehmen, denn dieser hat selbst eine Entwicklung während der Ruhepause durchgemacht, an die sie noch nicht angepasst sind. — Was nun im Beginne der Mondenentwicklung eintritt, damit diese Anpassung erzielt werde, ist zunächst eine abermalige Wiederholung der Saturntatsachen. Das physische Menschenleben durchläuft dabei, wiederholend, die Stufen der Saturnentwicklung, nur unter ganz veränderten Verhältnissen. Auf dem Saturn spielten in ihm ja nur die Kräfte eines Wärmeleibes, jetzt sind in ihm auch diejenigen des erarbeiteten Gasleibes. Die letzteren treten aber nicht gleich im Beginne der Mondenentwicklung auf. Da ist alles so, wie wenn das Menschenwesen nur aus Wärmesubstanz bestünde und innerhalb derselben die Gaskräfte schlummerten. Dann kommt eine Zeit, in welcher diese in ersten Andeutungen auftreten. Und zuletzt, im letzten Zeitraum der Saturnwiederholung, sieht das Menschenwesen schon so aus wie während seines lebendigen Zustandes auf der Sonne. Doch erweist sich alles Leben da noch als ein Scheinleben. Es tritt erst eine Ruhepause ein, ähnlich den kurzen Ruhepausen während der Sonnenentwicklung. Dann beginnt neuerdings das Einströmen des Lebensleibes, für den sich der physische Leib nun reif gemacht hat. Dieses Einströmen geschieht wieder wie die Saturnwiederholung in drei voneinander zu unterscheidenden Epochen. Während der zweiten dieser Epochen ist das Menschenwesen so weit den neuen Mondenverhältnissen angepasst, dass die «Geister der Bewegung» die von ihnen erlangte Fähigkeit in die Tat umsetzen können. Sie besteht darin, dass sie aus ihrer eigenen Wesenheit heraus den Astralleib in die Menschenwesen einströmen lassen. Sie haben sich zu dieser Arbeit während der Sonnenentwicklung vorbereitet und in der Ruhepause zwischen Sonne und Mond das Vorbereitete zu der angedeuteten Fähigkeit umgewandelt. Es dauert dieses Einströmen nun wieder eine Zeitlang, dann tritt eine der kleineren Ruhepausen ein. Nach derselben setzt sich das Einströmen fort, bis die «Geister der Form» mit ihrer Tätigkeit einsetzen. Dadurch, dass die «Geister der Bewegung» den Astralleib in das Menschenwesen einströmen lassen, erlangt dieses die ersten seelischen Eigenschaften. Es beginnt, die Vorgänge, welche sich durch den Besitz eines Lebensleibes in ihm abspielen und welche während der Sonnenentwicklung noch pflanzenhaft waren, mit Empfindungen zu verfolgen, Lust und Unlust durch sie zu fühlen. Es bleibt aber bei einem wechselvollen inneren Auf- und Abfluten solcher Lust und Unlust, bis die «Geister der Form» eingreifen. Da verwandeln sich diese wechselnden Gefühle so, dass in dem Menschenwesen das auftritt, was als erste Spur des Wunsches, der Begierde, aufgefasst werden kann. Das Wesen strebt nach einer Wiederholung dessen, was einmal Lust bereitet hat, und es versucht zu vermeiden, was als antipathisch empfunden worden ist. Da jedoch die «Geister der Form» ihre eigene Wesenheit nicht an das Menschenwesen abgeben, sondern ihre Kräfte nur aus- und einströmen lassen, so entbehrt die Begierde der Innerlichkeit und Selbständigkeit. Sie wird gelenkt von den «Geistern der Form». Sie tritt mit einem instinktiven Charakter auf.
[ 40 ] Auf dem Saturn war der physische Leib des Menschenwesens ein Wärmeleib; auf der Sonne ist eine Verdichtung zum Gaszustand oder zur «Luft» eingetreten. Nun, da während der Mondenentwicklung das Astrale einströmt, erreicht in einem bestimmten Zeitpunkt das Physische einen weiteren Grad von Verdichtung, es kommt in einen Zustand, der sich mit dem einer gegenwärtigen Flüssigkeit vergleichen lässt. Man kann diesen Zustand als «Wasser» bezeichnen. Doch ist eben damit nicht unser gegenwärtiges Wasser gemeint, sondern jegliche flüssige Daseinsform. Der physische Menschenleib nimmt nun allmählich eine Form an, die sich aus dreierlei substantiellen Gebilden zusammensetzt. Das dichteste ist ein «Wasserkörper»; dieser wird durchzogen von Luftströmungen, und durch alles dies ziehen sich wieder Wärmewirkungen hindurch.
[ 41 ] Nun erlangen auch während der Sonnenstufe nicht alle Gebilde die volle entsprechende Reife. Es finden sich deshalb auf dem Monde Gebilde ein, die erst auf der Saturnstufe stehen, und solche, die nur die Sonnenstufe erreicht haben. Dadurch entstehen neben dem regelrecht entwickelten Menschenreiche zwei andere Reiche. Ein solches, das aus Wesen besteht, die auf der Saturnstufe stehengeblieben sind, die daher nur einen physischen Leib haben, der auch auf dem Monde noch nicht Träger eines selbständigen Lebensleibes werden kann. Es ist dies das niedrigste Mondenreich. Ein zweites besteht aus Wesen, die auf der Sonnenstufe zurückgeblieben sind, welche deshalb nicht reif werden, auf dem Monde einen selbständigen Astralleib sich einzugliedern. Diese bilden ein Reich zwischen dem ebengenannten und dem regelmäßig fortgeschrittenen Menschenreich. — Aber auch noch etwas anderes findet statt: Die Substanzen mit bloßen Wärmekräften und jene mit bloßen Luftkräften durchsetzen auch die Menschenwesen. So kommt es, dass diese auf dem Monde in sich eine Saturn- und eine Sonnennatur tragen. Dadurch ist in die Menschennatur eine Art von Zwiespalt gekommen. Und durch diesen Zwiespalt wird nach dem Einsetzen der Tätigkeit der «Geister der Form» innerhalb der Mondenentwicklung etwas sehr Bedeutungsvolles hervorgerufen. Es beginnt sich da eine Spaltung im Mondenweltkörper vorzubereiten. Ein Teil seiner Substanzen und Wesenheiten trennt sich ab von den andern. Aus einem Weltenkörper werden zwei. Den einen machen gewisse höhere Wesenheiten, die noch vorher inniger mit dem einheitlichen Weltenkörper verbunden waren, zu ihrem Wohnplatz. Der andere dagegen wird von dem Menschenwesen, den beiden vorhin charakterisierten niederen Reichen und gewissen höheren Wesenheiten eingenommen, die nicht zu dem ersten Weltenkörper übergegangen sind. Der eine der beiden Weltenkörper mit den höheren Wesen erscheint wie eine wiedergeborene, aber verfeinerte Sonne; der andere ist nunmehr die eigentliche Neubildung, der «alte Mond», als dritte planetarische Verkörperung unserer Erde, nach der Saturn- und Sonnenverkörperung. Von den auf dem Monde entstandenen Substanzen nimmt die wiedergeborene Sonne bei ihrem Heraustreten nur die «Wärme» und die «Luft» mit; auf dem, was wie ein Rest als Mond übriggeblieben ist, findet sich außer diesen beiden Substanzen noch der wässerige Zustand. Es wird durch diese Trennung erreicht, dass die mit der wiedererstandenen Sonne ausgezogenen Wesenheiten zunächst in ihrer weiteren Entwicklung durch die dichteren Mondwesenheiten nicht gehemmt werden. Sie können so ungehindert in ihrem eigenen Werden fortschreiten. Dadurch erlangen sie aber eine um so größerer Kraft, um nun von außen, von ihrer Sonne aus, auf die Mondwesen zu wirken. Und auch diese erlangen dadurch neue Entwicklungsmöglichkeiten. Mit ihnen sind vereint geblieben vor allem die «Geister der Form». Diese verfestigen die Begierden und die Wunschnatur; und dieses drückt sich allmählich auch in einer weiteren Verdichtung des physischen Leibes der Menschenwesen aus. Das vorher bloß Wässerige dieses Leibes nimmt eine zähflüssige Form an, und entsprechend verdichten sich die luftförmigen und wärmeartigen Gebilde. Ähnliche Vorgänge finden auch statt bei den beiden niederen Reichen.
[ 42 ] Dass der Mondkörper von dem Sonnenkörper ausgesondert wird, dies hat zur Folge, dass sich der erstere zu dem letzteren so verhält, wie einstmals der Saturnkörper zu der ganzen umliegenden Weltenentwicklung. Der Saturnkörper war aus dem Leibe der «Geister des Willens» (der Throne) gebildet. Aus seiner Substanz strahlte in den Weltenraum zurück alles, was die in der Umgebung befindlichen oben angeführten geistigen Wesenheiten erlebten. Und die Rückstrahlung erwachte durch die folgenden Vorgänge allmählich zu selbständigem Leben. Darauf beruht ja alle Entwicklung, dass erst aus dem Leben der Umgebung selbständige Wesenheit sich absondert; dann in dem abgesonderten Wesen sich die Umgebung wie durch Spiegelung einprägt und dann dies abgesonderte Wesen sich selbständig weiter entwickelt. — So auch sonderte sich der Mondenkörper vom Sonnenkörper ab und strahlte zunächst das Leben des Sonnenkörpers zurück. Wäre nun nichts anderes geschehen, so hätte man es mit folgendem Weltenprozesse zu tun. Es gäbe einen Sonnenkörper, in welchem diesem Körper angepasste geistige Wesenheiten in dem Wärme- und Luftelemente ihre Erlebnisse hätten. Diesem Sonnenkörper stünde ein Mondenkörper gegenüber, in welchem andere Wesen mit dem Wärme-, Luft- und Wasserleben sich entfalteten. Der Fortschritt von der Sonnenverkörperung zu der Mondenverkörperung bestünde darin, dass die Sonnenwesen ihr eigenes Leben von den Mondenvorgängen aus wie im Spiegelbilde vor sich hätten und so dasselbe genießen könnten, was ihnen während der Sonnenverkörperung noch unmöglich war.
[ 43 ] Nun blieb es aber nicht bei diesem Entwicklungsvorgange. Es geschah etwas, was für alle folgende Entwicklung von der allertiefsten Bedeutung war. Gewisse Wesenheiten, welche dem Mondenkörper angepasst waren, bemächtigten sich des ihnen zur Verfügung stehenden Willenselementes (des Erbes der Throne) und entwickelten dadurch ein Eigenleben, das sich unabhängig gestaltet von dem Sonnenleben. Es entstehen neben den Erlebnissen des Mondes, die nur unter dem Sonneneinflusse stehen, selbständige Mondenerlebnisse; gleichsam Empörungs- oder Auflehnungszustände gegen die Sonnenwesen. Und die verschiedenen auf Sonne und Mond entstandenen Reiche, vor allem das Reich der Menschenvorfahren, wurde in diese Zustände hineingezogen. Der Mondenkörper schließt dadurch geistig und stofflich zweierlei Leben in sich: Solches, das in inniger Verbindung mit dem Sonnenleben steht, und solches, welches von diesem «abgefallen» ist und unabhängige Wege geht. Diese Gliederung in zweifaches Leben drückt sich in allen folgenden Vorgängen der Mondenverkörperung nun aus.
[ 44 ] Was sich für diesen Entwicklungszeitraum dem übersinnlichen Bewusstsein darbietet, das lässt sich in folgenden Bildern charakterisieren. Die ganze Grundmasse des Mondes ist gebildet aus einer halblebendigen Substanz, die in einer bald trägen, bald lebhaften Bewegung ist. Eine mineralische Masse im Sinne der Gesteine und der Erdbestandteile, auf denen der gegenwärtige Mensch herumwandelt, ist das noch nicht. Man könnte von einem Reiche von Pflanzenmineralien sprechen. Nur hat man sich vorzustellen, dass der ganze Grundkörper des Mondes aus dieser Pflanzen-Mineralsubstanz besteht, wie heute die Erde aus Gesteinen, Ackererde usw. besteht. Wie gegenwärtig sich Felsenmassen auftürmen, so lagerten sich der Mondenmasse härtere Teile ein, die sich mit harten Holzgebilden oder mit Formen aus Horn vergleichen lassen. Und wie sich jetzt Pflanzen aus dem Mineralboden erheben, so war der Mondengrund bedeckt und durchdrungen von dem zweiten Reich, bestehend aus einer Art von Pflanzentieren. Ihre Substanz war weicher als die Grundmasse und in sich beweglicher. Wie ein zähes Meer zog sich dieses Reich über das andere dahin. Und der Mensch selbst kann als Tiermensch bezeichnet werden. Er hatte in seiner Natur die Bestandteile der andern beiden Reiche. Aber seine Wesenheit war ganz durchdrungen von einem Lebensleib und astralischen Leib, auf welche die von der abgeschiedenen Sonne ausgehenden Kräfte der höheren Wesenheiten wirkten. So wurde seine Gestalt veredelt. Während ihm die «Geister der Form» eine Gestalt gaben, durch die er dem Mondenleben angepasst war, machten ihn die Sonnengeister zu einer Wesenheit, die ihn über dieses Leben hinaushob. Er hatte die Kraft, mit den ihm von diesen Geistern geschenkten Fähigkeiten seine eigene Natur zu veredeln, ja dasjenige, was mit den niederen Reichen verwandt war, auf eine höhere Stufe emporzuheben. Geistig gesehen können die hier in Betracht kommenden Vorgänge in der folgenden Art geschildert werden. Der Menschenvorfahr war veredelt worden von Wesenheiten, die vom Sonnenreiche abgefallen waren. Diese Veredelung erstreckte sich vor allem auf alles, was im Wasserelemente erlebt werden konnte. Auf dieses Element hatten die Sonnenwesen, die Herrscher im Wärme- und Luftelemente waren, den geringeren Einfluss. Für den Menschenvorfahren hatte dies zur Folge, dass sich in seiner Organisation zweierlei Wesenheiten geltend machten: der eine Teil dieser Organisation war ganz durchdrungen von den Wirkungen der Sonnenwesen. In dem andern wirkten die abgefallenen Mondenwesen. Dadurch war der letzte Teil selbständiger als der erste. Im ersten konnten nur Bewusstseinszustände entstehen, in denen die Sonnenwesen lebten; in dem letzteren lebte eine Art Weltbewusstsein, wie es dem Saturnzustande eigen war, nur jetzt auf einer höheren Stufe. Der Menschenvorfahr kam sich dadurch als «Abbild der Welt» vor, während sich sein «Sonnenteil» nur als «Abbild der Sonne» fühlte. — Es traten nun in der Menschennatur diese beiden Wesenheiten in eine Art Kampf. Und durch den Einfluss der Sonnenwesenheiten wurde für diesen Kampf ein Ausgleich dadurch geschaffen, dass durch ihn die stoffliche Organisation, welche das selbständige Weltbewusstsein ermöglichte, gebrechlich, vergänglich gemacht wurde. Es musste nun von Zeit zu Zeit dieser Teil der Organisation ausgeschieden werden. Während und einige Zeit nach der Ausscheidung war der Menschenvorfahr ein bloß vom Sonneneinfluss abhängiges Wesen. Sein Bewusstsein wurde unselbständiger; er lebte in demselben ganz dem Sonnenleben hingegeben. Dann erneuerte sich der selbständige Mondenteil wieder. Nach einiger Zeit wiederholte sich stets dieser Vorgang. So lebte der Menschenvorfahr auf dem Monde in Wechselzuständen helleren und dumpferen Bewusstseins; und der Wechsel war begleitet von einer Wandlung seines Wesens in stofflicher Beziehung. Er legte von Zeit zu Zeit seinen Mondenkörper ab und nahm ihn später wieder an.
[ 45 ] Physisch gesehen zeigt sich in den angeführten Reichen des Mondes eine große Mannigfaltigkeit. Die Mineralpflanzen, Pflanzentiere und Tiermenschen sind nach Gruppen verschieden. Man wird das verstehen, wenn man bedenkt, dass durch das Zurückbleiben der Gebilde auf jeder der früheren Stufen der Entwicklung Formen in den mannigfaltigsten Qualitäten verkörpert worden sind. Es sind Gebilde da, welche noch die Anfangseigenschaften des Saturn zeigen, solche der mittleren Epoche dieses Weltkörpers, solche vom Ende. Ein Gleiches gilt für alle Entwicklungsstufen der Sonne.
[ 46 ] Und wie die mit dem sich fortentwickelnden Weltenkörper verbundenen Gebilde zurückbleiben, so ist es auch mit gewissen Wesenheiten der Fall, die mit dieser Entwicklung zusammenhängen. Durch das Fortrücken des Werdens bis zum Monde sind schon eine Anzahl von Stufen solcher Wesenheiten entstanden. Da gibt es «Geister der Persönlichkeit», welche auf der Sonne noch immer nicht ihre Menschheitsstufe erreicht haben; es sind aber auch solche vorhanden, welche da das Aufsteigen in die Menschheit nachgeholt haben. Auch von den «Feuergeistern», die auf der Sonne hätten Menschen werden sollen, sind eine Anzahl zurückgeblieben. Wie nun während der Sonnenentwicklung gewisse zurückgebliebene «Geister der Persönlichkeit» sich aus dem Sonnenkörper herauszogen und den Saturn als besonderen Weltenkörper wieder erstehen ließen, so geschieht es auch, dass im Laufe der Mondenentwicklung sich die oben charakterisierten Wesenheiten auf besonderen Weltkörpern aussondern. Es ist bis jetzt erst von der Teilung in Sonne und Mond gesprochen worden, doch gliedern sich noch andere Weltgebilde aus den angegebenen Gründen aus dem Mondenkörper ab, der nach der großen Sonnen-Mondes-Pause erschienen ist. Man hat es nach einiger Zeit mit einem System von Weltkörpern zutun, deren fortgeschrittenster, wie leicht zu ersehen ist, die neue Sonne genannt werden muss. Und ein ebensolches Anziehungsband, wie es oben für die Sonnenentwicklung zwischen dem zurückgebliebenen Saturnreiche und den Persönlichkeitsgeistern auf dem neuen Saturn beschrieben worden ist, bildet sich zwischen je einem solchen Weltenkörper und den entsprechenden Mondenwesen. Es würde hier viel zu weit führen, alle die entstehenden Weltenkörper im einzelnen zu verfolgen. Es muss genügen, auf den Grund hingewiesen zu haben, warum aus dem einheitlichen Weltgebilde, das im Beginne der Menschheitsentwicklung als Saturn erscheint, sich nach und nach eine Reihe von Weltenkörpern herauslöst.
[ 47 ] Nach dem Einsetzen der «Geister der Form» auf dem Monde dauert die Entwicklung eine Zeitlang fort in der Art, wie dies geschildert worden ist. Nach dieser Zeit tritt wieder eine Pause ein. Während derselben bleiben die gröberen Teile der drei Mondenreiche in einer Art Ruhezustand; die feineren Teile aber, namentlich die astralischen Leiber der Menschenwesen, lösen sich los von diesen gröberen Gebilden. Sie kommen in einen Zustand, in dem die höheren Kräfte der erhabenen Sonnenwesen besonders stark auf sie wirken können. — Nach der Ruhepause durchdringen sie wieder diejenigen Teile des Menschenwesens, die aus den gröberen Substanzen bestehen. Dadurch, dass sie in der Pause — im freien Zustande — die starken Kräfte aufgenommen haben können sie diese gröberen Substanzen reif machen zu der Wirkung, die nach einer gewissen Zeit nunmehr auf sie ausgeübt werden soll von den regelrecht vorgeschrittenen Geistern der Persönlichkeit» und den «Feuergeistern».
[ 48 ] Diese «Geister der Persönlichkeit» haben sich inzwischen zu einer Stufe erhoben, auf der sie das «Bewusstsein der Inspiration» haben. Sie können da nicht nur — wie das beim früheren Bilderbewusstsein war — die inneren Zustände anderer derer Wesen in Bildern wahrnehmen, sondern wie in einer geistigen Tonsprache das Innere solcher Wesen selbst. Die «Feuergeister» aber haben sich zu der Bewusstseinshöhe erhöhen, welche die «Geister der Persönlichkeit» auf der Sinne inne hatten. Beide Arten von Geistern können dadurch in das herangereifte Leben des Menschenwesens eingreifen. Die «Geister der Persönlichkeit» wirken auf den Astralleib, die «Feuergeister» auf den Ätherleib dieses Menschenwesens. Der Astralleib erhält dadurch den Charakter d der Persönlichkeit. Er erlebt nunmehr in sich nicht nur Lust u und Schmerz, sondern er bezieht sie auch auf sich. Er kommt noch nicht zu einem vollständigen IchBewusstsein, das sich sagt «Ich bin da»; aber er fühlt sich getragen und geborgen v von anderen Wesenheiten seiner Umgebung. Indem er zu diesen gleichsam aufblickt, kann er sich sagen: Diese meine Umgebung hält mich am Dasein. — Die «Feuergeister» wirken nunmehr auf den Ätherleib. Unter ihrem Einflusse wird die Bewegung der Kräfte in diesem Leibe immer mehr und mehr zu einer innerlichen Lebenstätigkeit. Was da entsteht, findet einen physischen Ausdruck in einer Säftebewegung und in Wachstumserscheinungen. Die gasigen Substanzen haben sich zu wässerigen verdichtet; es kann von einer Art Ernährung in dem Sinne gesprochen werden, dass das von außen Aufgenommene im Innern umgewandelt und verarbeitet wird. Wenn man sich etwa ein Mittelding denkt zwischen der Ernährung und der Atmung im gegenwärtigen Sinne, dann erhält man eine Vorstellung von dem, was in dieser Richtung damals geschah. Die Nahrungsstoffe wurden aus dem Reiche der Tierpflanzen von dem Menschenwesen entnommen. Man hat sich diese Tierpflanzen als schwebend-schwimmend zu denken — oder auch leicht angewachsen — in einem sie umgebenden Elemente, wie die gegenwärtigen niederen Tiere im Wasser oder die Landtiere in der Luft leben. Doch ist dieses Element weder Wasser noch Luft in dem gegenwärtigen Sinne, sondern etwas Mittleres aus beiden, eine Art dichter Dampf, in dem die verschiedensten Substanzen wie aufgelöst in den verschiedensten Strömungen sich hin- und herbewegen. Die Tierpflanzen erscheinen nur wie verdichtete regelmäßige Formen dieses Elementes, physisch oftmals nur wenig von ihrer Umgebung verschieden. Der Atmungsprozess ist neben dem Ernährungsprozess vorhanden. Er ist nicht wie auf der Erde, sondern wie ein Einsaugen und Ausströmen von Wärme. Für die übersinnliche Beobachtung ist es, wie wenn bei diesen Vorgängen sich Organe öffneten und wieder zuzögen, durch welche ein erwärmender Strom aus- und einginge und auch die luft- und wasserartigen Substanzen ein- und ausgeführt würden. Und weil das Menschenwesen auf dieser Stufe seiner Entwicklung bereits einen Astralleib besitzt, werden diese Atmung und die Ernährung von Gefühlen begleitet, so dass eine Art von Lust entsteht, wenn solche Stoffe von außen aufgenommen werden, die förderlich sind für den Aufbau des Menschenwesens. Unlust wird bewirkt, wenn schädliche Stoffe einfließen oder auch nur in die Nähe kommen. — Wie auf die geschilderte Art während der Mondentwicklung der Atmungsprozess dem Ernährungsvorgang nahestand, so stand der Vorstellungsprozess der Fortpflanzung nahe. Von den Dingen und Wesen in der Umgebung des Mondmenschen ging nicht eine unmittelbare Wirkung auf irgendwelche Sinne aus. Die Vorstellung war vielmehr so geartet, dass durch die Anwesenheit solcher Dinge und Wesen Bilder erregt wurden in dem dumpfen, dämmerhaften Bewusstsein. Diese Bilder standen in einem viel innigeren Zusammenhang mit der eigentlichen Natur der Umgebung als die gegenwärtigen Sinneswahrnehmungen, welche in Farben, Tönen, Gerüchen usw. ja nur gleichsam die Außenseite der Wesen zeigen. Man stelle sich, um einen deutlicheren Begriff von dem Bewusstsein der Mondmenschen zu haben, vor, dass diese wie eingebettet seien in die oben geschilderte dampfartige Umgebung. In diesem Dunstelemente spielen sich die mannigfaltigsten Vorgänge ab. Es verbinden sich Stoffe, es trennen sich Substanzen voneinander ab. Es verdichten sich Partien, andere verdünnen sich. Alles das geht so vor sich, dass es die Menschenwesen nicht etwa unmittelbar sehen oder hören; aber es ruft Bilder im Menschenbewusstsein hervor. Diese Bilder sind vergleichbar denen des gegenwärtigen Traumbewusstseins. Wie etwa, wenn ein Gegenstand zur Erde fällt und ein schlafender Mensch nimmt nicht den wirklichen Vorgang wahr, sondern irgendein Bild, zum Beispiel er vermeint, dass ein Schuss abgegeben werde. Nur sind die Bilder des Mondenbewusstsein nicht willkürlich wie solche Traumbilder; sie sind zwar Sinnbilder, nicht Abbilder, aber sie entsprechen den äußeren Vorgängen. Es tritt mit einem bestimmten äußeren Vorgang auch nur ein ganz bestimmtes Bild auf. Der Mondenmensch ist dadurch in der Lage, sein Verhalten nach diesen Bildern einzurichten, wie es der gegenwärtige Mensch nach seinen Wahrnehmungen tut. Es ist nur zu beachten, dass das Verhalten auf Grund der Wahrnehmungen der Willkür unterliegt, während das Handeln unter dem Einflusse der gekennzeichneten Bilder wie auf einen dunklen Antrieb hin erfolgt. — Dieses Bilderbewusstsein ist nun keineswegs so, dass durch dasselbe nur äußere physische Vorgänge versinnlicht werden, sondern es werden durch die Bilder auch die hinter den physischen Tatsachen waltenden geistigen Wesen und deren Tätigkeiten vorgestellt. So werden in den Dingen des Tierpflanzenreiches die «Geister der Persönlichkeit» gleichsam sichtbar; hinter und in den mineralpflanzlichen Wesen erscheinen die «Feuergeister»; und als Wesen, die der Mensch ohne Zusammenhang mit etwas Physischem vorzustellen vermag, die er gleichsam als ätherisch-seelische Gebilde erschaut, erscheinen die «Söhne des Lebens». — Waren so diese Vorstellungen des Mondenbewusstseins keine Abbilder, sondern nur Sinnbilder des Äußeren, so waren sie dafür von einer viel bedeutsameren Wirkung auf das Innere des Menschenwesens als die gegenwärtigen durch Wahrnehmung vermittelten Vorstellungen des Menschen. Sie vermochten es, das ganze Innere in Bewegung und Tätigkeit zu versetzen. Nach ihnen gestalteten sich die inneren Vorgänge. Sie waren echte Bildungskräfte. Das Menschenwesen wurde so, wie diese Bildungskräfte es gestalteten. Es wurde gewissermaßen ein Abbild seiner Bewusstseinsvorgänge.
[ 49 ] Je weiter der Fortgang der Entwicklung in dieser Art stattfindet, um so mehr hat er zur Folge, dass mit dem Menschenwesen eine tief einschneidende Veränderung vor sich geht. Die Macht, welche von den Bewusstseinsbildern ausgeht, kann sich nach und nach nicht mehr über die ganze menschliche Leiblichkeit erstrecken. Es bilden sich solche Glieder, welche der gestaltenden Wirkung des Bilderbewusstseins unterliegen und im hohen Grade ein Abbild des Vorstellungslebens in dem eben dargestellten Sinne werden. Andere Organe aber entziehen sich solchem Einflusse. Der Mensch ist in einem Teile seines Wesens gleichsam zu dicht, zu sehr von anderen Gesetzen bestimmt, um sich nach den Bewusstseinsbildern zu richten. Diese entziehen sich dem Einflusse des Menschenwesens; sie gelangen aber unter einen andern, unter denjenigen der erhabenen Sonnenwesen selbst. Doch sieht man dieser Stufe der Entwicklung erst eine Ruhepause vorangehen. In dieser sammeln die Sonnengeister die Kraft, um unter ganz neuen Umständen auf die Wesen des Mondes zu wirken. — Nach dieser Ruhepause ist das Menschenwesen deutlich in zwei Naturen gespalten. Die eine ist dem selbständigen Wirken des Bilderbewusstseins entzogen; sie nimmt eine bestimmtere Gestalt an und kommt unter den Einfluss von Kräften, welche zwar von dem Mondenkörper ausgehen, aber in demselben erst durch den Einfluss der Sonnenwesen entstehen. Dieser Teil des Menschenwesens lebt immer mehr das Leben mit, das durch die Sonne angeregt ist. Der andere Teil erhebt sich wie eine Art Kopf aus diesem ersteren. Er ist in sich beweglich, bildsam, und gestaltet sich als Ausdruck und Träger des menschlichen dumpfen Bewusstseinslebens. Doch sind die beiden Teile innig miteinander verbunden; sie senden sich gegenseitig ihre Säfte zu; es erstrecken sich Glieder von dem einen hinein in den andern.
[ 50 ] Eine bedeutungsvolle Harmonie wird nun dadurch erzielt, dass im Laufe der Zeit, in welcher dies alles geschehen ist, sich auch ein solches Verhältnis von Sonne und Mond herausgebildet hat, das mit der Richtung dieser Entwicklung zusammenstimmt. — Es ist schon an einer früheren Stelle (vergleiche Seite 172) angedeutet worden, wie die fortschreitenden Wesen durch ihre Entwicklungsstufen sich aus der allgemeinen Weltenmasse heraus ihre Himmelskörper absondern. Sie strahlen gleichsam die Kräfte aus, nach denen sich die Stoffe gliedern. Sonne und Mond haben sich so voneinander abgegliedert, wie es notwendig war zur Herstellung der richtigen Wohnplätze entsprechender Wesen. Diese Bestimmung des Stoffes und seiner Kräfte durch den Geist geht aber noch viel weiter. Die Wesen selbst bedingen auch gewisse Bewegungen der Weltenkörper, bestimmte Umdrehungen derselben umeinander. Dadurch kommen diese Körper in veränderliche Stellungen zueinander. Und verändert sich die Stellung, die Lage des einen Weltkörpers zu dem andern, so verändern sich auch die Wirkungen ihrer entsprechenden Wesen aufeinander. So ist es mit Sonne und Mond geschehen. Durch die Bewegung des Mondes um die Sonne, welche entstanden ist, geraten die Menschenwesen abwechselnd einmal mehr in den Bereich der Sonnenwirkung; ein anderes Mal können sie sich von dieser abkehren und sind dann mehr auf sich selbst angewiesen. Die Bewegung ist eine Folge des oben geschilderten «Abfalles» gewisser Mondenwesen und des Ausgleiches für den Kampf, welcher dadurch bewirkt worden ist. Sie ist nur der physische Ausdruck für das durch den Abfall geschaffene geistige Kräfteverhältnis. Dass der eine Körper sich um den andern bewegt, hat zur Folge, dass in den die Weltenkörper bewohnenden Wesen solche wechselnde Bewusstseinszustände eintreten, wie sie oben geschildert worden sind. Man kann davon sprechen, dass der Mond abwechselnd sein Leben der Sonne zukehrt und abkehrt. Es gibt eine Sonnenzeit und eine planetarische Zeit, in welch letzterer die Mondenwesen sich auf einer Seite des Mondes entwickeln, welche von der Sonne abgewendet ist. Allerdings kommt für den Mond zu der Bewegung der Himmelskörper noch etwas anderes hinzu. Das zurückblickende übersinnliche Bewusstsein kann nämlich sehen, wie in ganz regelmäßigen Zeiträumen die Mondenwesen selbst um ihren Weltkörper herumwandern. Sie suchen so in gewissen Zeiten die Orte auf, an denen sie dem Sonneneinfluss sich hingeben können; in andern Epochen wandern sie nach Orten, wo sie diesem Einfluss nicht unterliegen und sich dann gleichsam auf sich selbst besinnen können.
[ 51 ] Zur Vervollständigung des Bildes, das von diesen Vorgängen zu zeichnen ist, hat man auch noch zu beachten, dass in diesem Zeitraum die «Söhne des Lebens» ihre Menschenstufe erreichen. Der Mensch kann auch auf dem Monde seine Sinne, deren Anlagen schon auf dem Saturn entstanden sind, noch nicht zu einer eigenen Wahrnehmung äußerer Gegenstände benützen. Aber diese Sinne werden auf der Mondenstufe zu Instrumenten der «Söhne des Lebens». Diese bedienen sich ihrer, um durch sie wahrzunehmen. Diese Sinne, die zum physischen Menschenleib gehören, treten dadurch in ein Wechselverhältnis zu den «Söhnen des Lebens». Diese bedienen sich nicht nur ihrer, sondern sie vervollkommnen sie auch.
[ 52 ] Nun tritt, wie bereits geschildert worden ist, durch die wechselnden Beziehungen zur Sonne in dem Menschenwesen selbst ein Wandel in den Lebensverhältnissen ein. Die Dinge gestalten sich so, dass jedesmal, wenn das Menschenwesen dem Sonneneinfluss unterliegt, es mehr dem Sonnenleben und seinen Erscheinungen als sich selbst hingegeben ist. Es empfindet in solchen Zeiten die Größe und Herrlichkeit des Weltalls, wie diese im Sonnensein sich ausdrückt. Es saugt diese gleichsam ein. Es wirken da eben die erhabenen Wesen, die auf der Sonne ihren Wohnplatz haben, auf den Mond. Und dieser wirkt wieder auf das Menschenwesen. Doch erstreckt sich diese Wirkung nicht auf den ganzen Menschen, sondern vorzüglich auf jene Teile desselben, die sich dem Einfluss der eigenen Bewusstseinsbilder entzogen haben. Es gelangen da namentlich der physische Leib und der Lebensleib zu einer gewissen Größe und Gestaltung. Es treten dafür aber die Bewusstseinserscheinungen zurück. Wenn nun das Menschenwesen in seinem Leben von der Sonne abgewendet ist, dann ist es mit seiner eigenen Natur beschäftigt. Es beginnt da eine innere Regsamkeit namentlich im Astralleibe. Dagegen wird die äußere Gestalt unansehnlicher, weniger formvollendet. — So gibt es während der Mondentwicklung die zwei charakterisierten, deutlich zu unterscheidenden, miteinander abwechselnden Bewusstseinszustände. Einen dumpferen während der Sonnenzeit und einen helleren während der Epoche, in welcher das Leben mehr auf sich selbst angewiesen ist. Der erste Zustand ist zwar dumpfer, aber er ist dafür auch selbstloser: der Mensch lebt da mehr in Hingabe an die Außenwelt, an das in der Sonne gespiegelte Weltall. Es ist ein Wechsel in den Bewusstseinszuständen, der sich sowohl mit dem Wechsel von Schlaf und Wachen beim gegenwärtigen Menschen, wie auch mit dessen Leben zwischen Geburt und Tod einerseits und dem mehr geistigen Dasein zwischen dem Tode und einer neuen Geburt anderseits vergleichen lässt. Das Aufwachen auf dem Monde, wenn die Sonnenzeit allmählich aufhört, wäre als ein Mittelding zwischen dem Aufwachen des gegenwärtigen Menschen an jedem Morgen und seinem Geborenwerden zu charakterisieren. Und ebenso gleicht das allmähliche Dumpferwerden des Bewusstseins beim Herannahen der Sonnenzeit einem Mittelzustand zwischen Einschlafen und Sterben. Denn ein solches Bewusstsein von Geburt und Tod, wie es dem gegenwärtigen Menschen eigen ist, gab es auf dem alten Monde noch nicht. In einer Art von Sonnenleben gab sich der Mensch dem Genusse dieses Lebens hin. Er war für diese Zeit dem Eigenleben entrückt. Er lebte mehr geistig. Es kann nur eine annähernde und vergleichsweise Schilderung dessen versucht werden, was der Mensch in solchen Zeiten erlebte. Er fühlte, wie wenn die Wirkungskräfte des Weltalls in ihn einströmten, ihn durchpulsten. Wie trunken von den Harmonien des Universums, die er mitlebte, fühlte er sich da. Sein Astralleib war in solchen Zeiten wie befreit von dem physischen Leibe. Und auch ein Teil des Lebensleibes war mit herausgezogen aus dem physischen Leib. Und dieses aus Astralleib und Lebensleib bestehende Gebilde war wie ein feines, wunderbares Musikinstrument, auf dessen Saiten die Mysterien des Weltalls erklangen. Und nach den Harmonien des Weltalls gestalteten sich die Glieder desjenigen Teiles des Menschenwesens, auf den das Bewusstsein nur geringen Einfluss hatte. Denn in diesen Harmonien wirkten die Wesen der Sonne. So wurde dieser Menschenteil durch die geistigen Weltentöne in seine Form gebracht. Und dabei war der Wechsel zwischen dem helleren Bewusstseinszustand und diesem dumpferen während der Sonnenzeit kein so schroffer wie derjenige beim gegenwärtigen Menschen zwischen dem Wachen und dem ganz traumlosen Schlaf. Allerdings war ja das Bilderbewusstsein nicht so hell wie das gegenwärtige Wachbewusstsein; dafür war aber auch das andere Bewusstsein nicht so dumpf wie der traumlose Schlaf der Gegenwart. Und so hatte das Menschenwesen eine Art, wenn auch gedämpfter Vorstellung von dem Spielen der Weltenharmonien in seinem physischen Leibe und demjenigen Teile des Ätherleibes, der mit dem physischen Leibe verbunden geblieben war. In der Zeit, in welcher die Sonne für das Menschenwesen gewissermaßen nicht schien, traten die Bildervorstellungen an die Stelle der Harmonien im Bewusstsein. Da lebten besonders diejenigen Glieder im physischen und im Ätherleibe auf, welche unter der unmittelbaren Macht des Bewusstseins standen. Dagegen machten die anderen Teile des Menschenwesens, auf die nunmehr ihre Bildungskräfte von der Sonne aus nicht wirkten, eine Art von Verhärtungs- und Vertrocknungsprozess durch. Und wenn dann wieder die Sonnenzeit heranrückte, dann verfielen die alten Leiber; sie gliederten sich ab von dem Menschenwesen, und es ging wie aus einem Grabe seiner alten Leiblichkeit der im Innern neugestaltete, wenn auch in dieser Form noch unansehnliche Mensch hervor. Es hatte eine Erneuerung des Lebensprozesses stattgefunden. Durch die Wirkung der Sonnenwesen und ihrer Harmonien gestaltete sich der neugeborene Leib dann wieder in seiner Vollkommenheit aus und der oben geschilderte Vorgang wiederholte sich. Und der Mensch empfand diese Erneuerung wie das Anziehen eines neuen Kleides. Sein Wesenskern war nicht durch eine eigentliche Geburt oder einen Tod durchgeschritten; er war nur übergegangen von einem geistigen Tonbewusstsein, in dem er hingegeben war an die Außenwelt, zu einem, in dem er mehr dem Innern zugewendet war. Er hatte sich gehäutet. Der alte Leib war unbrauchbar geworden; er wurde abgeworfen und erneuert. Damit ist auch dasjenige genauer gekennzeichnet, was oben als eine Art Fortpflanzung charakterisiert worden ist und von dem bemerkt wurde, dass es dem Vorstellungsleben nahesteht. Das Menschenwesen hat seinesgleichen in bezug auf gewisse Teile des physischen und des Ätherleibes hervorgebracht. Aber es entsteht kein völlig von dem Elternwesen unterschiedenes Tochterwesen, sondern der Wesenskern des ersteren geht auf das letztere über. Der bringt nicht ein neues Wesen, sondern sich selbst in einer neuen Gestalt hervor. So erlebt der Mondenmensch einen Bewusstseinswechsel. Wenn die Sonnenzeit heranrückt, dann werden seine Bildvorstellungen matter und matter, eine selige Hingabe erfüllt ihn; in seinem ruhigen Innern erklingen die Weltenharmonien. Gegen das Ende dieser Zeit beleben sich die Bilder im astralischen Leibe; er beginnt mehr sich zu fühlen und zu empfinden. Der Mensch erlebt etwas wie ein Aufwachen aus der Seligkeit und Ruhe, in welche er während der Sonnenzeit versunken war. Es tritt dabei aber noch ein wichtiges Erlebnis auf. Mit dem neuen Erhellen der Bewusstseinsbilder sieht sich das Menschenwesen wie eingehüllt in eine Wolke, die sich auf dasselbe wie eine Wesenheit aus dem Weltall herabgesenkt hat. Und es fühlt diese Wesenheit wie etwas zu ihm Gehöriges, wie eine Ergänzung seiner eigenen Natur. Es fühlt sie wie dasjenige, was ihm sein Dasein schenkt, wie sein «Ich». Es ist diese Wesenheit einer der «Söhne des Lebens». Ihm gegenüber empfindet der Mensch etwa so: «In diesem habe ich gelebt, auch während ich in der Sonnenzeit hingegeben war der Herrlichkeit des Weltalls; damals war er mir nur nicht sichtbar; jetzt aber wird er mir sichtbar». Und es ist auch dieser «Sohn des Lebens», von dem die Kraft ausgeht zu jener Wirkung, die in der sonnenlosen Zeit der Mensch auf seine eigene Leiblichkeit ausübt. Und dann, wenn wieder die Sonnenzeit herannaht, fühlt der Mensch, wie wenn er selbst eins würde mit dem «Söhne des Lebens». Sieht er ihn da auch nicht, so fühlt er sich doch innig mit ihm verbunden.
[ 53 ] Die Beziehung zu den «Söhnen des Lebens» war nun eine solche, dass nicht etwa jedes einzelne Menschenwesen für sich einen «Sohn des Lebens» hatte, sondern es empfand eine ganze Gruppe von Menschen ein solches Wesen als zu ihr gehörig. So lebten auf dem Monde die Menschen in solche Gruppen gesondert, und eine jede Gruppe empfand in einem «Söhne des Lebens» das gemeinsame «Gruppen-Ich». Der Unterschied der Gruppen machte sich dadurch geltend, dass namentlich die Ätherleiber bei einer jeden Gruppe eine besondere Gestalt hatten. Da aber die physischen Leiber sich nach den Ätherleibern gestalten, so prägten sich auch in den ersteren die Unterschiede der letzteren aus und die einzelnen Menschengruppen erschienen als ebensoviele Menschenarten. Blickten die «Söhne des Lebens» auf die zu ihnen gehörigen Menschengruppen herab, so sahen sie sich in den einzelnen Menschenwesen gewissermaßen vervielfältigt. Und darin fühlten sie ihre eigene Ichheit. Sie spiegelten sich gleichsam in den Menschen. Dies war auch die Aufgabe der menschlichen Sinne in der damaligen Zeit. Es ist gezeigt worden, dass diese noch keine GegenstandsWahrnehmungen vermittelten. Aber sie spiegelten das Wesen der «Söhne des Lebens». Was durch diese Spiegelung diese «Söhne des Lebens» wahrnahmen, das gab diesen ihr «IchBewusstsein». Und was durch die Spiegelung im menschlichen Astralleib erregt wurde, das eben sind die Bilder des dumpfen, dämmerhaften Mondenbewusstseins. — Die Wirkung dieser im Wechselverhältnis mit den «Söhnen des Lebens» vollzogenen Betätigung des Menschen wirkte im physischen Leibe in der Anlage des Nervensystems. Die Nerven stellen sich gleichsam dar wie Fortsetzungen der Sinne nach dem Innern des menschlichen Leibes.
[ 54 ] Es ist aus dem Dargestellten ersichtlich, wie die drei Arten von Geistern, diejenigen der «Persönlichkeit», die «Feuergeister» und die «Söhne des Lebens», auf den Mondmenschen wirken. Wenn man den Hauptzeitraum der Mondenentwicklung ins Auge fasst, die mittlere Entwicklungsperiode, so kann gesagt werden: die «Geister der Persönlichkeit» pflanzen dem menschlichen Astralleibe die Selbständigkeit, den Persönlichkeitscharakter ein. Dieser Tatsache ist es zuzuschreiben, dass in den Zeiten, in denen dem Menschen gleichsam die Sonne nicht scheint, er in sich gekehrt sein kann, an sich selbst zu gestalten vermag. Die «Feuergeister» betätigen sich am Ätherleibe, insofern dieser sich die selbständige Gestaltung des Menschenwesens einprägt. Durch sie geschieht es, dass das Menschenwesen jedesmal nach der Eneuerung des Leibes sich wieder als dasselbe fühlt. Es wird also durch die «Feuergeister» eine Art Erinnerung dem Ätherleibe gegeben. Die «Söhne des Lebens» wirken auf den physischen Leib so, dass dieser der Ausdruck des selbständig gewordenen Astralleibes werden kann. Sie machen es also möglich, dass dieser physische Leib ein physiognomisches Abbild wird seines Astralleibes. Dagegen greifen in den physischen Leib und den Ätherleib, insofern diese in den Sonnenzeiten sich unabhängig von dem selbständigen Astralleibe ausbilden, höhere geistige Wesenheiten ein, namentlich die «Geister der Form» und diejenigen der Bewegung. Ihr Eingreifen geschieht in der oben geschilderten Art von der Sonne aus.
[ 55 ] Unter dem Einflusse solcher Tatsachen reift das Menschenwesen heran, um allmählich in sich den Keim zu dem «Geistselbst» in ähnlicher Art auszubilden, wie es in der zweiten Hälfte der Saturnentwicklung den Geistesmenschenkeim und auf der Sonne den Keim des Lebensgeistes ausgebildet hat. Dadurch verändern sich alle Verhältnisse auf dem Monde. Durch die aufeinanderfolgenden Verwandlungen und Erneuerungen sind die Menschenwesen immer edler und feiner geworden; aber sie haben auch an Kraft gewonnen. Das Bilderbewusstsein blieb dadurch auch immer mehr in den Sonnenzeiten erhalten. Es erlangte dadurch auch Einfluss auf die Gestaltung des physischen und des Ätherleibes, die vorher ganz durch die Wirkung der Sonnenwesen geschah. Das, was auf dem Monde durch die Menschenwesen und die mit ihnen verbundenen Geister geschah, wurde immer ähnlicher dem, was früher durch die Sonne mit ihren höheren Wesenheiten bewirkt worden ist. Die Folge davon war, dass diese Sonnenwesenheiten immer mehr zu ihrer eigenen Entwicklung ihre Kräfte anwenden konnten. Durch dieses wurde der Mond reif, nach einiger Zeit wieder mit der Sonne vereinigt zu werden. — Geistig angesehen stellen sich diese Vorgänge in der folgenden Art dar: Die «abgefallenen Mondenwesen» sind allmählich von den Sonnenwesen überwunden worden und müssen sich nunmehr diesen so fügen, dass ihre Verrichtungen sich den Verrichtungen der Sonnenwesen eingliedern, indem sie sich ihnen unterordnen. — Dies geschah allerdings erst, nachdem lange Epochen vorangegangen waren, in denen die Mondenzeiten immer kürzer und kürzer, die Sonnenzeiten immer länger und länger geworden waren. Es kommt nun wieder eine Entwicklung, während welcher Sonne und Mond ein Weltengebilde sind. Da ist der physische Menschenleib ganz ätherisch geworden. — Man soll sich aber nicht vorstellen, wenn gesagt wird, der physische Leib sei ätherisch geworden, dass man für solche Zustände nicht von einem physischen Leib sprechen könne. Was als physischer Leib während Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit gebildet worden ist, bleibt vorhanden. Es kommt dabei darauf an, das Physische nicht nur da zu erkennen, wo es sich äußerlich physisch offenbart. Das Physische kann auch so vorhanden sein, dass es nach außen die Form des Ätherischen, ja auch diejenige des Astralischen zeigt. Man muss eben unterscheiden zwischen der äußeren Erscheinung und der inneren Gesetzmäßigkeit. Ein Physisches kann sich ätherisieren und astralisieren, aber dabei in sich die physische Gesetzmäßigkeit behalten. So ist es, wenn der physische Leib des Menschen auf dem Monde einen gewissen Grad seiner Vollkommenheit erreicht hat. Er wird ätherförmig. Wenn aber das übersinnliche Bewusstsein, das solches beobachten kann, sich auf einen solchen ätherförmigen Leib richtet, dann erscheint er ihm nicht mit den Gesetzen des Ätherischen, sondern mit denen des Physischen durchdrungen. Es ist dann eben das Physische in das Ätherische aufgenommen, um darinnen wie in einem Mutterschoße zu ruhen und darinnen gepflegt zu werden. Später tritt es dann wieder auch in physischer Form, aber auf einer höheren Stufe, hervor. Wenn die Menschenwesen des Mondes ihren physischen Leib in der grobphysischen Form behielten, könnte sich der Mond niemals mit der Sonne vereinigen. Durch das Annehmen der ätherischen Form wird der physische Leib dem Ätherleibe verwandter, und er kann sich dadurch auch wieder inniger mit jenen Teilen des ätherischen und Astralleibes durchdringen, welche in den SonnenzeitenEpochen der Mondenentwicklung sich aus ihm herausziehen mussten. Der Mensch, der während der Trennung von Sonne und Mond wie ein Doppelwesen erschien, wird wieder ein einheitliches Geschöpf. Das Physische wird seelischer; dafür auch das Seelische mehr mit dem Physischen verbunden. — Auf dieses einheitliche Menschenwesen können nunmehr die Sonnengeister, in deren unmittelbaren Bereich es jetzt gekommen ist, ganz anders wirken als vorher von außen nach dem Monde hin. Der Mensch ist jetzt in einer mehr seelisch-geistigen Umgebung. Dadurch können zu einer bedeutungsvollen Wirkung die «Geister der Weisheit» kommen. Sie prägen ihm die Weisheit ein. Sie beseelen ihn mit Weisheit. Er wird dadurch in gewissem Sinne eine selbständige Seele. Und zu dem Einflusse dieser Wesenheiten tritt dann noch hinzu derjenige der «Geister der Bewegung». Sie wirken vorzüglich auf den Astralleib, so dass dieser eine seelenhafte Regsamkeit und einen weisheitserfüllten Lebensleib unter dem Einflusse der genannten Wesenheiten in sich herausarbeitet. Der weisheitserfüllte Ätherleib ist die erste Anlage zu dem, was in einem früheren Abschnitt beim gegenwärtigen Menschen als Verstandesseele beschrieben worden ist, während der von den «Geistern der Bewegung» erregte Astralleib die Keimanlage der Empfindungsseele ist. Und weil dies alles in dem Menschenwesen bei seinem erhöhten Selbständigkeitszustande bewirkt wird, so erscheinen diese Keimanlagen von Verstandes- und Empfindungsseele als der Ausdruck des «Geistselbst». Man soll sich demgegenüber nicht dem Irrtume hingeben, dass in dieser Periode der Entwicklung das «Geistselbst» noch etwas besonderes sei neben der Verstandes- und Empfindungsseele. Die letzteren sind nur der Ausdruck des «Geistselbst», und dieses bedeutet deren höhere Einheit und Harmonie.
[ 56 ] Von besonderer Bedeutung ist, dass die «Geister der Weisheit» in dieser Epoche in der geschilderten Art eingreifen. Sie tun dies nämlich nicht allein in bezug auf die Menschenwesen, sondern auch für die andern Reiche, welche sich auf dem Monde herausgebildet haben. Bei der Wiedervereinigung von Sonne und Mond werden diese niederen Reiche mit in den Sonnenbereich hineingezogen. Alles, was an ihnen physisch war, wird ätherisiert. Es finden sich also nunmehr Mineralpflanzen und Pflanzentiere in der Sonne, wie sich das Menschenwesen darin befindet. Doch bleiben diese andern Wesen mit ihren Gesetzmäßigkeiten ausgestattet. Sie fühlen sich dadurch wie Fremdlinge in ihrer Umgebung. Sie treten mit einer Natur auf, welche zu der ihrer Umgebung nur wenig hinzustimmt. Da sie aber ätherisiert sind, kann auch auf sie sich die Wirkung der «Geister der Weisheit» erstrecken. Es durchdringt sich eben jetzt alles, was vom Monde her in die Sonne gekommen ist, mit den Kräften der «Geister der Weisheit». Daher kann das, was innerhalb dieser Entwicklungszeit aus dem Sonnen-Mondgebilde wird, «Kosmos der Weisheit» genannt werden. — Wenn dann nach einer Ruhepause unser Erdensystem als Nachkomme dieses «Kosmos der Weisheit» erscheint, so zeigen sich alle die auf der Erde neu auf lebenden, aus ihren Mondenkeimen ersprießenden Wesen so, dass sie weisheitserfüllt sind. Da kommt der Grund zum Vorschein, warum der Erdenmensch, wenn er betrachtend die Dinge um sich herum anblickt, Weisheit in der Natur ihres Wesens erforschen kann. Man kann bewundern die Weisheit in jedem Pflanzenblatte, in jedem Tier- und Menschenknochen, in dem Wunderbau des Gehirns und des Herzens. Wenn der Mensch Weisheit braucht, um die Dinge zu verstehen, also Weisheit aus ihnen herausholt, so zeigt dies, dass Weisheit in den Dingen liegt. Denn wäre der Mensch noch so sehr bemüht, durch weisheitsvolle Vorstellungen die Dinge zu verstehen: er könnte keine Weisheit aus ihnen holen, wenn sie nicht erst in sie hineingelegt wäre. Wer durch Weisheit Dinge ergreifen will, von denen er glaubt, dass sie nicht erst die Weisheit empfangen haben, der darf auch glauben, dass er Wasser aus einem Glase schöpfen könne, in das nicht erst solches hineingegossen worden ist. Die Erde ist, wie sich später in dieser Schrift zeigen wird, der wiedererstandene «alte Mond». Und sie erscheint als ein weisheitsvolles Gebilde, weil in der geschilderten Epoche sie von den «Geistern der Weisheit» mit deren Kräften durchsetzt worden ist.
[ 57 ] Es wird wohl begreiflich erscheinen, dass in dieser Schilderung der Mondenverhältnisse nur gewisse vorübergehende Formen der Entwicklung festgehalten werden konnten. Man musste gewissermaßen in dem Fortgange der Tatsachen gewisse Dinge festhalten und für die Darstellung herausgreifen. Diese Art der Schilderung gibt allerdings nur Einzelbilder; und es kann daher wohl in dem Vorhergehenden vermisst werden, dass die Entwicklung nicht in ein Netz festbestimmter Begriffe gebracht worden ist. Einem solchen Einwurf gegenüber darf aber wohl vielleicht darauf aufmerksam gemacht werden, dass ganz absichtlich die Schilderung in weniger scharfen Begriffen gegeben worden ist. Denn es soll nicht so sehr darauf ankommen, hier spekulative Begriffe und Ideenkonstruktionen zu geben, sondern vielmehr eine Vorstellung von dem, was sich dem auf diese Tatsachen gerichteten übersinnlichen Schauen wirklich vor das geistige Auge stellen kann. Und das ist für die Mondenentwicklung gar nicht etwas in so scharfen und bestimmten Umrissen, wie sie die Erdenwahrnehmungen zeigen. Man hat es bei der Mondenepoche gar sehr mit wandelbaren, wechselnden Eindrücken, mit schwankenden, beweglichen Bildern zu tun und mit deren Übergängen. Außerdem ist ja zu berücksichtigen, dass eine Entwicklung durch lange, lange Zeiträume in Betracht kommt und dass aus dieser heraus doch nur Augenblicksbilder in der Darstellung festgehalten werden können.
[ 58 ] In dem Zeitpunkte, wo der dem Menschenwesen eingepflanzte Astralleib dieses so weit in der Entwicklung vorwärts gebracht hat, dass dessen physischer Leib den «Söhnen des Lebens» die Möglichkeit gibt, ihre Menschheitsstufe zu erreichen, ist der wesentliche Höhepunkt der Mondenepoche erreicht. Da ist auch das Menschenwesen zu all dem gekommen, was ihm für sich selbst, für seine Innerlichkeit diese Epoche auf dem Wege nach vorwärts geben kann. Das Folgende, also die zweite Hälfte der Mondenentwicklung, könnte man daher als ein Abfluten bezeichnen. Aber man sieht, dass in bezug auf die Umgebung des Menschen und auch für diesen selbst dadurch ein Wichtigstes gerade in dieser Epoche geschieht. Es wird da dem SonnenMondenkörper Weisheit eingepflanzt. Es hat sich gezeigt, dass während dieses Abflutens die Keime der Verstandes- und Empfindungsseele gelegt werden. Doch wird erst in der Erdenzeit die Entfaltung dieser und auch der Bewusstseinsseele und damit die Geburt des «Ich», des freien Selbstbewusstseins, erfolgen. Es erscheinen auf der Mondenstufe Verstandes- und Empfindungsseele noch gar nicht so, als ob sich das Menschenwesen selbst schon durch sie äußerte, sondern als ob sie Instrumente wären für die zum Menschenwesen gehörigen «Söhne des Lebens». Wollte man das Gefühl charakterisieren, welches in dieser Richtung der Mensch auf dem Monde hat, so müsste man sagen, er empfindet so: «In mir und durch mich lebt der
[ 59 ] Der eigentlichen Mondenentwicklung ging eine Vorbereitung voran. Es fand eine Wiederholung der Saturn- und Sonnenentwicklung in einer gewissen Art statt. Nun kann man nach der Wiedervereinigung von Sonne und Mond ebenso in der Zeit des Abflutens zwei Epochen voneinander unterscheiden. Während derselben treten sogar physische Verdichtungen bis zu einem gewissen Grade ein. Es wechseln also geistig-seelische Zustände des Sonnen-Mondengebildes mit physischen ab. In solchen physischen Epochen erscheinen die Menschenwesen und auch die Wesen der niederen Reiche so, wie wenn sie in steifen, unselbständigen Gestalten das vorbildeten, was sie später, in der Erdenzeit, in selbständigerer Art werden sollen. Man kann also von zwei vorbereitenden Epochen der Mondenentwicklung sprechen und von zwei andern während der Zeit des Abflutens. Es können solche Epochen «Kreisläufe» genannt werden. In dem, was den zwei vorbereitenden Epochen folgt und denen des Abflutens vorangeht, also in der Zeit der Mondabspaltung, wird man auch drei Epochen unterscheiden können. Die mittlere ist die Zeit der Menschwerdung der «Söhne des Lebens». Ihr geht eine solche voran, in der sich alle Verhältnisse auf dieses Hauptereignis hin zuspitzen; und es folgt eine andere, die als ein Einleben und Ausgestalten in den neuen Schöpfungen zu bezeichnen ist. Damit trennt sich die mittlere Mondenentwicklung wieder in drei Epochen, was mit den zwei vorbereitenden und den zwei abflutenden sieben Mondenkreisläufe gibt. Es darf somit gesagt werden, dass die ganze Mondenentwicklung in sieben Kreisläufen abfließt. Zwischen diesen Kreisläufen liegen Ruhepausen. Es ziehen sich zum Beispiel die Sonnenwesen nach und nach von ihrer Wirksamkeit auf dem Monde zurück. Für sie beginnt eine Zeit, die nach außen als ihre Ruhepause erscheint, während auf dem Monde selbst noch rege selbständige Tätigkeit herrscht. So erstreckt sich die Tätigkeitsepoche der einen Wesensart in die Ruhepause der andern vielfach hinein. Wenn man solches in Rechnung zieht, dann kann man von einem rhythmischen Steigen und Sinken der Kräfte in Kreisläufen sprechen. Ja es sind ähnliche Abteilungen auch noch innerhalb der sieben angedeuteten Mondenkreisläufe zu erkennen. Man kann dann die ganze Mondenentwicklung einen großen Kreislauf, einen Planetenlauf nennen; dann die sieben Abteilungen innerhalb eines solchen «kleine» Kreisläufe und die Glieder dieser wieder «kleinere» Kreisläufe. Diese Gliederung in siebenmal sieben Abteilungen ist auch schon bei der Sonnenentwicklung bemerkbar und auch während der Saturnepoche angedeutet. Doch muss man berücksichtigen, dass die Grenzen zwischen den Abteilungen schon bei der Sonne und noch mehr beim Saturn verwischt sind. Diese Grenzen werden immer deutlicher, je weiter die Entwicklung gegen die Erdenepoche zu fortschreitet.
[ 60 ] Nach dem Abschlusse der im vorhergehenden skizzenhaft geschilderten Mondenentwicklung treten alle dabei in Betracht kommenden Wesenheiten und Kräfte in eine geistigere Daseinsform. Diese steht auf einer ganz anderen Stufe als diejenige während der Mondperiode und auch als diejenige während der folgenden Erdenentwicklung. Ein Wesen, welches so hoch entwickelte Erkenntnisfähigkeiten hätte, dass es alle Einzelheiten der Monden- und Erdenentwicklung wahrnehmen könnte, brauchte deshalb noch nicht imstande zu sein, auch das zu schauen, was zwischen den beiden Entwicklungen geschieht. Für ein solches Wesen würden gewissermaßen am Ende der Mondenzeit die Wesen und Kräfte wie in ein Nichts entschwinden und nach Ablauf einer Zwischenzeit wieder hervortreten aus dem Dämmerdunkel des Weltenschoßes. Nur ein Wesen mit noch weit höheren Fähigkeiten könnte die geistigen Tatsachen verfolgen, welche sich in der Zwischenzeit ereignen.
[ 61 ] Am Ende der Zwischenzeit treten die an den Entwicklungsvorgängen auf Saturn, Sonne und Mond beteiligten Wesenheiten mit neuen Fähigkeiten auf. Die über dem Menschen stehenden Wesen haben sich durch ihre vorhergehenden Taten die Fähigkeit errungen, den Menschen so weiter zu entwickeln, dass er während der auf die Mondenzeit folgenden Erdenzeit eine Bewusstseinsart in sich entfalten kann, welche um eine Stufe höher steht als das Bilderbewusstsein, das ihm während der Mondenzeit eigen war. Nun muss aber der Mensch erst vorbereitet werden, zu empfangen, was ihm gegeben werden soll. Er hat während der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwicklung den physischen Leib, den Lebensleib, den Astralleib in sein Wesen eingegliedert. Aber diese Glieder seines Wesens haben nur diejenigen Fähigkeiten und Kräfte erhalten, welche sie befähigen, für ein Bilderbewusstsein zu leben; ihnen fehlen noch die Organe und die Gestalt, durch welche sie eine Welt von sinnlichäußeren Gegenständen wahrnehmen können, wie das für die Erdenstufe das entsprechende ist. Wie die neue Pflanze nur das entfaltet, was im Keime, der von der alten herrührt, veranlagt ist, so treten im Beginne der neuen Entwicklungsstufe die drei Glieder der Menschennatur mit solchen Formen und Organen auf, dass sie nur das Bilderbewusstsein entfalten können. Sie müssen zum Entfalten einer höheren Bewusstseinsstufe erst vorbereitet werden. — Dies geschieht in drei Vorstufen. Innerhalb der ersten wird der physische Leib auf eine solche Höhe gehoben, dass er in den Stand kommt, die notwendige Umgestaltung anzunehmen, die einem Gegenstandsbewusstsein zugrunde liegen kann. Es ist dies eine Vorstufe der Erdenentwicklung, die man als Wiederholung der Periode auf einer höheren Stufe bezeichnen kann. Denn es wird von höheren Wesenheiten während dieser Periode wie während der Saturnzeit nur am physischen Leib gearbeitet. Ist der letztere mit seiner Entwicklung genügend weit fortgeschritten, so müssen alle Wesenheiten erst wieder in eine höhere Daseinsform übergehen, bevor auch der Lebensleib fortschreiten kann. Der physische Leib muss gleichsam umgegossen werden, um bei seiner Wiederentfaltung den höher gebildeten Lebensleib aufnehmen zu können. Nach dieser, einer höheren Daseinsform gewidmeten Zwischenzeit tritt eine Art Wiederholung der Sonnenentwicklung auf höherer Stufe ein, zur Ausgestaltung des Lebensleibes. Und wieder nach einer Zwischenzeit tritt ein Ähnliches für den Astralleib in einer Wiederholung der Mondenentwicklung ein.
[ 62 ] Das Augenmerk sei nun gerichtet auf die Entwicklungstatsachen nach Beendigung der dritten der geschilderten Wiederholungen. Alle Wesenheiten und Kräfte haben sich wieder vergeistigt. Sie sind während dieser Vergeistigung in hohe Welten aufgestiegen. Die niederste der Welten, in welcher von ihnen während dieser Vergeistigungsepoche noch etwas wahrzunehmen ist, das ist dieselbe, in welcher der gegenwärtige Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verweilt. Es sind die Regionen des Geisterlandes. Sie steigen dann allmählich wieder herab zu niederen Welten. Sie sind, bevor die physische Erdenentwicklung beginnt, so weit herabgestiegen, dass ihre niedersten Offenbarungen in der astralen oder Seelenwelt zu schauen sind.
[ 63 ] Alles, was vom Menschen in diesem Zeitraume vorhanden ist, hat noch seine astrale Form. Besondere Aufmerksamkeit sollte man für das Verständnis dieses Menschheitszustandes darauf legen, dass der Mensch in sich hat physischen Leib, Lebensleib und Astralleib, dass aber sowohl der physische wie auch der Lebensleib nicht in physischer und ätherischer, sondern eben in astralischer Form vorhanden sind. Was da den physischen Leib zum physischen macht, ist nicht die physische Form, sondern die Tatsache, dass er, obzwar ihm die astralische Form eignet, doch die physischen Gesetze in sich hat. Er ist ein Wesen mit physischer Gesetzmäßigkeit in seelischer Form. Ähnliches gilt für den Lebensleib.
[ 64 ] Vor dem geistigen Auge steht auf dieser Entwicklungsstufe die Erde zunächst als ein Weltenwesen, das ganz Seele und Geist ist, in dem also auch die physischen und die lebendigen Kräfte noch seelisch erscheinen. In diesem Weltgebilde ist, der Anlage nach, alles enthalten, was sich später zu den Geschöpfen der physischen Erde umwandeln soll. Es ist leuchtend; sein Licht ist aber noch kein solches, das physische Augen wahrnehmen könnten, auch wenn sie da wären. Es leuchtet nur in dem seelischen Lichte für das geöffnete Auge des Sehers.
[ 65 ] Es geht nun in diesem Wesen etwas vor, was man als Verdichtung bezeichnen kann. Das Ergebnis dieser Verdichtung ist, dass nach einiger Zeit inmitten des Seelengebildes eine Feuerform erscheint, wie eine solche der Saturn in seinem dichtesten Zustande war. Diese Feuerform ist durchwoben von den Wirkungen der verschiedenen Wesenheiten, welche an der Entwicklung beteiligt sind. Es ist wie ein Auf- und Untertauchen von der und in die Erden-Feuerkugel, was da als Wechselwirkung zwischen diesen Wesenheiten und dem Himmelskörper zu beobachten ist. Die Erden-Feuerkugel ist daher nicht etwa eine gleichförmige Substanz, sondern etwas wie ein durchseelter und durchgeistigter Organismus. Diejenigen Wesen, welche dazu bestimmt sind, auf der Erde Menschen in gegenwärtiger Gestalt zu werden, sind jetzt noch in einer Lage, dass sie sich am wenigsten beteiligen an dem Untertauchen in den Feuerkörper. Sie halten sich noch fast ganz im unverdichteten Umkreise auf. Sie sind noch im Schoße der höheren geistigen Wesen. Sie berühren auf dieser Stufe nur mit einem Punkte ihrer Seelenform die Feuererde; und das bewirkt, dass die Wärme einen Teil ihrer Astralform verdichtet. Dadurch wird in ihnen das Erdenleben entzündet. Sie gehören mit dem größten Teile ihres Wesens also noch den seelisch-geistigen Welten an; nur durch die Berührung mit dem Erdenfeuer werden sie von Lebenswärme umspielt. Wollte man sich ein sinnlich-übersinnliches Bild von diesen Menschen im Anbeginne der physischen Erdenzeit machen, so müsste man sich eine seelische Eiform denken, die im Erdenumkreis enthalten und an ihrer unteren Fläche wie die Eichelfrucht von einem Becher umschlossen wird. Nur besteht die Substanz des Bechers lediglich aus Wärme oder Feuer. Das Eingehülltwerden von Wärme hat nun nicht nur im Gefolge, dass im Menschen das Leben entzündet wird, sondern es tritt damit gleichzeitig eine Veränderung im Astralleibe auf. Diesem gliedert sich die erste Anlage zu dem ein, was später zur Empfindungsseele wird. Man kann deshalb sagen, dass der Mensch auf dieser Stufe seines Daseins besteht aus der Empfindungsseele, dem Astralleib, dem Lebensleib und dem aus Feuer gewobenen physischen Leib. In dem Astralleibe wogen auf und ab die geistigen Wesenheiten, welche am Dasein des Menschen beteiligt sind; durch die Empfindungsseele fühlt sich dieser an den Erdkörper gebunden. Er hat also in dieser Zeit ein vorwiegendes Bilderbewusstsein, in dem sich die geistigen Wesen offenbaren, in deren Schoß er liegt; und nur wie ein Punkt innerhalb dieses Bewusstseins tritt die Empfindung des eigenen Leibes auf. Er sieht gleichsam aus der geistigen Welt auf ein irdisches Besitztum hinunter, von dem er fühlt: «Das ist dir.» — Immer wieder schreitet nun die Verdichtung der Erde vor; und damit wird die charakterisierte Gliederung im Menschen immer deutlicher. Von einem bestimmten Zeitpunkte der Entwicklung an ist die Erde so weit verdichtet, dass nur ein Teil noch feurig ist. Ein anderer Teil hat eine substantielle Form angenommen, welche man als «Gas» oder «Luft» ansprechen kann. Nun geht auch mit dem Menschen eine Veränderung vor sich. Er wird jetzt nicht nur von der Erdenwärme berührt, sondern es gliedert sich seinem Feuerleibe die Luftsubstanz ein. Und wie die Wärme in ihm das Leben entzündet hat, so erregt die ihn umspielende Luft in ihm eine Wirkung, die man als (geistigen> Ton bezeichnen kann. Sein Lebensleib erklingt. Gleichzeitig sondert sich aus dem Astralleibe ein Teil aus, welcher die erste Anlage der später auftretenden Verstandesseele ist. — Um nun sich vor Augen zu rücken, was in dieser Zeit in des Menschen Seele vorgeht, muss man darauf achten, dass in dem Luft-Feuerkörper der Erde die über dem Menschen stehenden Wesen auf- und abwogen. In der Feuererde sind es zunächst die «Geister der Persönlichkeit», welche für den Menschen bedeutsam sind. Und indem der Mensch von der Erdenwärme zum Leben erregt wird, sagt sich seine Empfindungsseele: dies sind die «Geister der Persönlichkeit». Ebenso kündigen sich in dem Luftkörper diejenigen Wesen an, welche oben in dieser Schrift «Erzengel» (im Sinne der christlichen Esoterik) genannt wurden. Ihre Wirkungen sind es, welche der Mensch als Ton in sich verspürt, wenn die Luft ihn umspielt. Und die Verstandesseele sagt sich dabei: «Dies sind die Erzengel». So ist das, was der Mensch auf dieser Stufe durch seine Verbindung mit der Erde wahrnimmt, noch nicht eine Summe von physischen Gegenständen, sondern er lebt in Wärmeempfindungen, welche zu ihm aufsteigen, und in Tönen; aber er verspürt in diesen Wärmeströmungen und in diesem Tongewoge die «Geister der Persönlichkeit» und die «Erzengel». Er kann diese Wesen allerdings nicht unmittelbar wahrnehmen, sondern nur wie durch den Schleier der Wärme und des Tones. Während diese Wahrnehmungen von der Erde her in seine Seele eindringen, steigen in dieser noch immer die Bilder der höheren Wesenheiten auf und nieder, in deren Schoße er sich fühlt.
[ 66 ] Nun schreitet die Entwicklung der Erde weiter. Das Weiterschreiten drückt sich wieder in einer Verdichtung aus. Es gliedert sich die wässerige Substanz dem Erdenkörper ein, so dass dieser nun aus drei Gliedern, dem feurigen, dem luftförmigen und dem wässerigen besteht. Bevor dies geschieht, spielt sich ein wichtiger Vorgang ab. Es spaltet sich aus der Feuer-LuftErde ein selbständiger Weltkörper ab, der dann in seiner weiteren Entwicklung zur gegenwärtigen Sonne wird. Vorher waren Erde und Sonne ein Körper. Nach der Abspaltung der Sonne hat zunächst die Erde noch alles in sich, was in und auf dem gegenwärtigen Monde ist. Die Absonderung der Sonne geschieht, weil höhere Wesenheiten zu ihrer eigenen Entwicklung und zu dem, was sie für die Erde zu tun haben, die bis zum Wasser verdichtete Materie nicht mehr weiter ertragen können. Sie sondern sich aus der gemeinsamen Erdenmasse die allein für sie brauchbaren Substanzen heraus und ziehen sich aus derselben heraus, um sich in der Sonne einen neuen Wohnplatz zu bilden. Sie wirken nun von der Sonne aus von außen auf die Erde. Der Mensch aber bedarf zu seiner weiteren Entwicklung eines Schauplatzes, auf dem sich die Substanz auch noch weiter verdichtet.
[ 67 ] Mit der Eingliederung der wässerigen Substanz in den Erdenkörper geht auch eine Verwandlung des Menschen einher. Nunmehr strömt in ihn nicht nur das Feuer, und es umspielt ihn nicht nur die Luft, sondern es gliedert sich die wässerige Substanz in seinen physischen Leib ein. Gleichzeitig verändert sich sein ätherischer Teil; diesen nimmt nämlich der Mensch nunmehr wie einen feinen Lichtleib wahr. Der Mensch hat vorher Wärmeströme von der Erde zu sich emporkommen gefühlt, er hat Luft durch Tönen zu sich herandringend empfunden; jetzt durchdringt seinen Feuer-Luft-Leib auch das wässerige Element, und er sieht dessen Ein- und Ausströmen als Auf leuchten und Abdämmern von Licht. Aber auch in seiner Seele ist eine Veränderung eingetreten. Es ist zu den Anlagen der Empfindungs- und Verstandesseele diejenige der Bewusstseinsseele getreten. In dem Elemente des Wassers wirken die «Engel»; sie sind auch die eigentlichen Lichterreger. Dem Menschen ist es, als ob sie ihm im Lichte erschienen. — Gewisse höhere Wesenheiten, die vorher in dem Erdenkörper selbst waren, wirken nunmehr auf diesen von der Sonne aus. Dadurch ändern sich alle Wirkungen auf der Erde. Der an die Erde gefesselte Mensch könnte die Wirkungen der Sonnenwesen nicht mehr in sich verspüren, wenn seine Seele fortwährend der Erde zugewandt wäre, aus welcher sein physischer Leib genommen ist. Es tritt nunmehr ein Wechsel in den menschlichen Bewusstseinszuständen auf. Die Sonnenwesen entreißen die Seele des Menschen zu gewissen Zeiten dem physischen Leibe, so dass der Mensch jetzt abwechselnd im Schoße der Sonnenwesen rein seelisch ist, und zu andern Zeiten in einem Zustande, wo er mit dem Leibe verbunden ist und die Einflüsse der Erde empfängt. Ist er im physischen Leibe, dann strömen die Wärmeströmungen zu ihm auf. Es umtönen ihn die Luftmassen; es dringen die Wasser aus ihm aus und in ihn ein. Ist der Mensch außerhalb seines Leibes, dann ist er in seiner Seele durchwogt von den Bildern der höheren Wesen, in deren Schoße er ist. — Die Erde durchlebt auf dieser Stufe ihrer Entwicklung zwei Zeiten. In der einen darf sie mit ihren Substanzen die Menschenseelen umspielen und sie mit Leibern überziehen; in der andern sind die Seelen von ihr gewichen; nur die Leiber sind ihr geblieben. Sie ist mit den Menschenwesen in einem schlafenden Zustande. Man kann durchaus sachgemäß davon sprechen, dass in diesen Zeiten urferner Vergangenheit die Erde eine Tages- und eine Nachtzeit durchmacht. (Physisch-räumlich drückt sich dieses dadurch aus, dass durch die gegenseitige Wirkung der Sonnen- und Erdenwesen die Erde in eine Bewegung im Verhältnis zur Sonne kommt; dadurch wird der Wechsel in der charakterisierten Nacht- und Tageszeit herbeigeführt. Die Tageszeit spielt sich ab, wenn die Erdenfläche, auf welcher sich der Mensch entwickelt, der Sonne zugekehrt ist; die Nachtzeit, also die Zeit, in welcher der Mensch ein rein seelisches Dasein führt, dann, wenn diese Fläche der Sonne abgekehrt ist. Man darf sich nun allerdings nicht denken, dass in jener Urzeit die Bewegung der Erde um die Sonne schon der gegenwärtigen ähnlich war. Es waren die Verhältnisse noch ganz anders. Es ist aber auch nützlich, schon hier zu ahnen, dass die Bewegungen der Himmelskörper als Folge der Beziehungen entstehen, welche die sie bewohnenden geistigen Wesen zueinander haben. Die Himmelskörper werden durch geistig-seelische Ursachen in solche Lagen und Bewegungen gebracht, dass im Physischen die geistigen Zustände sich ausleben können.)
[ 68 ] Wendete man den Blick auf die Erde während ihrer Nachtzeit, so würde man ihren Körper leichnamähnlich sehen. Denn sie besteht ja zum großen Teile aus den verfallenden Leibern der Menschen, deren Seelen in einer andern Daseinsform sich befinden. Es verfallen die gegliederten, wässerigen und luftförmigen Gebilde, aus denen die Menschenleiber gebildet waren, und lösen sich in der übrigen Erdenmasse auf. Nur derjenige Teil des Menschenleibes, welcher sich durch das Zusammenwirken des Feuers und der Menschenseele vom Beginne der Erdenentwicklung an gebildet hat und welcher dann in der Folge immer dichter geworden ist, er bleibt bestehen wie ein äußerlich unansehnlicher Keim. Man darf also, was hier über Tag- und Nachtzeit gesagt ist, sich nicht zu ähnlich denken dem, was für die gegenwärtige Erde mit diesen Bezeichnungen gemeint ist. Wenn nun zur beginnenden Tageszeit die Erde wieder der unmittelbaren Sonneneinwirkung teilhaftig wird, dann dringen die Menschenseelen in den Bereich des physischen Lebens. Sie berühren sich mit jenen Keimen und machen sie auf sprießen, so dass diese eine äußere Gestalt annehmen, welche wie ein Abbild des menschlichen Seelenwesens erscheint. Es ist etwas wie eine zarte Befruchtung, was sich da abspielt zwischen Menschenseele und Leibeskeim. Nun beginnen diese also verkörperten Seelen auch wieder die Luft- und Wassermassen heranzuziehen und sie ihrem Leibe einzugliedern. Von dem gegliederten Leib wird die Luft ausgestoßen und eingesogen: die erste Anlage zum späteren Atmungsprozess. Auch wird das Wasser aufgenommen und ausgestoßen: eine ursprüngliche Art des Ernährungsprozesses beginnt. Diese Vorgänge werden aber noch nicht als äußerliche wahrgenommen. Eine Art von äußerer Wahrnehmung findet durch die Seele nur bei der charakterisierten Art von Befruchtung statt. Da fühlt die Seele dumpf ihr Erwachen zum physischen Dasein, indem sie den Keim berührt, der ihr von der Erde entgegengehalten wird. Sie vernimmt da etwas, was sich etwa in die Worte bringen lässt: «Das ist meine Gestalt». Und ein solches Gefühl, das man auch ein aufdämmerndes Ich-Gefühl nennen dürfte, bleibt der Seele während ihrer ganzen Verbindung mit dem physischen Leibe. Den Vorgang der Luftaufnahme empfindet aber die Seele noch durchaus seelisch-geistig, noch als einen bildhaften. Er erscheint in Form von aus- und abwogenden Tonbildern, welche dem sich gliedernden Keim die Formen geben. Die Seele fühlt sich überall von Tönen umwogt, und sie empfindet, wie sie sich den Leib nach diesen Tonkräften ausgestaltet. Es bildeten sich so Menschengestalten auf der damaligen Stufe aus, die für ein gegenwärtiges Bewusstsein in keiner Außenwelt beobachtet werden können. Wie feinsubstantielle pflanzen- und blumenartige Formen bilden sie sich aus, welche aber innerlich beweglich sind und demnach wie flatternde Blumen erscheinen. Und das selige Gefühl seines Gestaltens zu solchen Formen durchlebt der Mensch während seiner Erdenzeit. Die Aufnahme der wässerigen Teile wird in der Seele als Kraftzufuhr, als innerliche Stärkung empfunden. Nach außen erscheint es als Wachsen des physischen Menschengebildes. Mit dem Abnehmen der unmittelbaren Sonnenwirkung verliert auch die Menschenseele die Kraft, diese Vorgänge zu beherrschen. Sie werden nach und nach abgeworfen. Nur diejenigen Teile bleiben, welche den oben charakterisierten Keim reifen lassen. Der Mensch aber verlässt seinen Leib und kehrt in die geistige Daseinsform zurück. (Da nicht alle Teile des Erdenkörpers zum Aufbau von Menschenleibern verwendet werden, so hat man sich auch nicht vorzustellen, dass in der Nachtzeit der Erde diese einzig nur aus den verfallenden Leichnamen und den auf Erweckung wartenden Keimen besteht. Alles dieses ist eingelagert in andere Gebilde, die aus den Substanzen der Erde sich formen. Wie es sich mit diesen verhält, soll sich später zeigen.)
[ 69 ] Nun setzt sich aber der Vorgang der Verdichtung der Erdensubstanz fort. Zu dem wässerigen Elemente tritt das feste, das man «erdig» nennen kann, hinzu. Und damit beginnt auch der Mensch, während seiner Erdenzeit seinem Leibe das erdige Element einzugliedern. Sobald diese Eingliederung beginnt, haben die Kräfte, welche sich die Seele mitbringt aus ihrer leibfreien Zeit, nicht mehr dieselbe Macht wie vorher. Früher gestaltete sich die Seele den Leib aus dem feurigen, dem luftigen und dem wässerigen Element nach Maßgabe der Töne, die sie umklangen, und der Lichtbilder, welche sie umspielten. Gegenüber der verfestigten Gestalt kann das die Seele nicht. Es greifen nunmehr in die Gestaltung andere Mächte ein. In dem, was vom Menschen zurückbleibt, wenn die Seele aus dem Leibe weicht, stellt sich nunmehr nicht nur ein Keim dar, welcher durch die wiederkehrende Seele zum Leben entfacht wird, sondern ein Gebilde, welches auch die Kraft dieser Belebung selbst in sich enthält. Die Seele lässt bei ihrem Scheiden nicht bloß ihr Nachbild auf der Erde zurück, sondern sie versenkt auch einen Teil ihrer belebenden Macht in dieses Abbild. Sie kann beim Wiedererscheinen auf der Erde nun nicht mehr allein das Abbild zum Leben erwecken, sondern es muss im Abbild selbst die Belebung geschehen. Die geistigen Wesen, welche von der Sonne aus auf die Erde wirken, erhalten jetzt die belebende Kraft in dem Menschenleibe, auch wenn der Mensch nicht selbst auf der Erde ist. So fühlt jetzt die Seele bei ihrer Verkörperung nicht nur die sie umwogenden Töne und Lichtbilder, in denen sie die zunächst über ihr stehenden Wesen empfindet, sondern sie erlebt durch das Empfangen des erdigen Elementes den Einfluss jener noch höheren Wesen, die auf der. Sonne ihren Schauplatz aufgeschlagen haben. Vorher empfand der Mensch sich den geistig-seelischen Wesen angehörig, mit denen er vereint war, wenn er leibfrei war. In ihrem Schoße war noch sein «Ich». Nun trat ihm dieses «Ich» ebenso während der physischen Verkörperung entgegen, wie das andere, was um ihn war während dieser Zeit. Selbständige Abbilder des seelisch-geistigen Menschenwesens waren nunmehr auf der Erde. Es waren dies im Vergleiche mit dem gegenwärtigen Menschenleibe Gebilde von feiner Stofflichkeit. Denn die erdigen Teile mischten sich ihnen nur in feinstem Zustande bei. Etwa so, wie der gegenwärtige Mensch die fein verteilten Substanzen eines Gegenstandes mit seinem Geruchsorgan aufnimmt. Wie Schatten waren die Menschenleiber. Da sie aber auf die ganze Erde verteilt waren, so gerieten sie unter die Einwirkungen der Erde, die auf verschiedenen Teilen von deren Oberfläche verschiedener Art waren. Während vorher die leiblichen Abbilder dem sie belebenden Seelenmenschen entsprachen und deshalb wesentlich gleich waren über die ganze Erde hin, so trat jetzt Verschiedenheit unter den Menschenformen auf. Damit bereitete sich das vor, was später als Verschiedenheit der Rassen auftrat. — Mit dem Selbständigwerden des leiblichen Menschen war aber die vorherige enge Verbindung des Erdenmenschen und der geistigseelischen Welt bis zu einem gewissen Grade gelöst. Wenn nunmehr die Seele den Leib verließ, so lebte dieser etwas wie eine Fortsetzung des Lebens weiter. — Wäre nun die Entwicklung in dieser Art fortgeschritten, so hätte die Erde unter dem Einfluss ihres festen Elementes verhärten müssen. Der auf diese Verhältnisse zurückblickenden übersinnlichen Erkenntnis zeigt sich, wie sich die Menschenleiber, da sie von ihren Seelen verlassen sind, immer mehr verfestigen. Und nach einiger Zeit würden die zur Erde zurückkehrenden Menschenseelen kein brauchbares Material gefunden haben, mit dem sie sich hätten vereinigen können. Alle für den Menschen brauchbaren Stoffe wären verwendet worden, um die Erde anzufüllen mit den verholzten Überresten von Verkörperungen.
[ 70 ] Da trat ein Ereignis ein, welches der ganzen Entwicklung eine andere Wendung gab. Alles, was im festen Erdenstoffe zur bleibenden Verhärtung beitragen konnte, wurde ausgeschieden. Unser gegenwärtiger Mond verließ damals die Erde. Und was vorher unmittelbar in der Erde zur bleibenden Formbildung beigetragen hatte, das wirkte jetzt mittelbar in abgeschwächter Art vom Monde aus. Die höheren Wesen, von denen diese Formbildung abhängt, hatten beschlossen, ihre Wirkungen nicht mehr vom Innern der Erde, sondern von außen dieser zukommen zu lassen. Dadurch trat in den leiblichen Menschengebilden eine Verschiedenheit auf, welche man als den Anfang der Trennung in ein männliches und weibliches Geschlecht bezeichnen muss. Die feinstofflichen Menschengestalten, die vorher die Erde bewohnten, ließen durch das Zusammenwirken der beiden Kräfte in sich selber, des Keimes und der belebenden Kraft, die neue Menschenform, ihren Nachkömmling, hervorgehen. Jetzt bildeten sich diese Nachkömmlinge um. In der einen Gruppe solcher Nachkömmlinge wirkte mehr die Keimkraft des Geistig-Seelischen, in der anderen Gruppe mehr die belebende Keimkraft. Das wurde dadurch bewirkt, dass mit dem Herausgang des Mondes von der Erde das Erdenelement seine Gewalt abgeschwächt hatte. Das Aufeinanderwirken der beiden Kräfte wurde nunmehr zarter, als es war, da es in einem Leben geschah. Demzufolge war auch der Nachkömmling zarter, feiner. Er betrat die Erde in einem feinen Zustande und gliederte sich erst allmählich die festeren Teile ein. Damit war für die auf die Erde zurückkehrende Menschenseele wieder die Möglichkeit der Vereinigung mit dem Leibe gegeben. Sie belebte ihn jetzt zwar nicht mehr von außen, denn diese Belebung geschah auf der Erde selbst. Aber sie vereinigte sich mit ihm und brachte ihn zum Wachsen. Diesem Wachstum war allerdings eine gewisse Grenze gesetzt. Durch die Mondenabtrennung war für eine Weile der Menschenleib biegsam geworden; aber je mehr er auf der Erde weiter wuchs, desto mehr nahmen die verfestigenden Kräfte überhand. Zuletzt konnte sich die Seele nur immer schwächer und schwächer an der Gliederung des Leibes beteiligen. Dieser verfiel, indem die Seele zu geistig-seelischen Daseinsweisen aufstieg.
[ 71 ] Man kann verfolgen, wie die Kräfte, welche sich der Mensch nach und nach während der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwicklung angeeignet hat, allmählich während der beschriebenen Erdengestaltung sich an dem Menschenfortschreiten beteiligen. Erst ist es der Astralleib, der auch den Lebensleib und den physischen Leib noch in sich aufgelöst enthält, welcher von dem Erdenfeuer entzündet wird. Dann gliedert sich dieser Astralleib in einen feineren astralischen Teil, die Empfindungsseele, und in einen gröberen, ätherischen, welcher nunmehr von dem Erdenelement berührt wird. Es kommt damit der schon vorgebildete Äther- oder Lebensleib zum Vorschein. Und während im astralischen Menschen sich die Verstandes- und Bewusstseinsseele ausbilden, gliedern sich im Ätherleibe die gröberen Teile ab, welche für Ton und Licht empfänglich sind. In dem Zeitpunkte, wo der Ätherleib sich noch mehr verdichtet, so dass er von einem Lichtleib zu einem Feuer- oder Wärmeleib wird, da ist auch die Entwicklungsstufe eingetreten, in welcher, wie oben charakterisiert, die Teile des festen Erdenelementes sich dem Menschen eingliedern. Weil der Ätherleib sich bis zum Feuer herab verdichtet hat, so kann er nun auch durch die Kräfte des physischen Leibes, welche ihm vorher eingepflanzt sind, sich mit den bis zum Feuerzustande verdünnten Substanzen der physischen Erde verbinden. Er könnte aber nicht mehr allein auch die Luftsubstanzen in den mittlerweile fester gewordenen Leib einführen. Da treten, wie oben angedeutet, die höheren Wesen, die auf der Sonne wohnen, ein und hauchen ihm die Luft ein. Während so der Mensch vermöge seiner Vergangenheit selbst die Kraft hat, sich mit dem irdischen Feuer zu durchdringen, lenken höhere Wesen den Luftodem in seinen Leib. Vor der Verfestigung war des Menschen Lebensleib als Tonempfänger der Lenker der Luftströmung. Er durchdrang seinen physischen Leib mit dem Leben. Jetzt empfängt sein physischer Leib ein äußeres Leben. Die Folge davon ist, dass dieses Leben unabhängig wird von dem Seelenteile des Menschen. Dieser lässt nun beim Verlassen der Erde nicht nur seinen Formkeim zurück, sondern ein lebendiges Abbild seiner selbst. Die «Geister der Form» bleiben nun mit diesem Abbild vereinigt; sie führen das von ihnen verliehene Leben auch auf die Nachkömmlinge über, wenn die Menschenseele aus dem Leibe gewichen ist. So bildet sich das heraus, was Vererbung genannt werden kann. Und wenn die Menschenseele dann wieder auf der Erde erscheint, dann empfindet sie sich in einem Leibe, dessen Leben aus den Vorfahren herübergeleitet worden ist. Sie fühlt sich gerade zu einem solchen Leibe besonders hingezogen. Es bildet sich dadurch etwas aus wie eine Erinnerung an den Vorfahren, mit dem sich die Seele eins fühlt. Durch die Folge der Nachkommen geht diese Erinnerung wie ein gemeinsames Bewusstsein. Das «Ich» strömt herunter durch die Generationen.
[ 72 ] Der Mensch empfand sich auf dieser Entwicklungsstufe während seiner Erdenzeit als ein selbständiges Wesen. Er fühlte das innere Feuer seines Lebensleibes verbunden mit dem äußeren Feuer der Erde. Er konnte die ihn durchströmende Wärme als sein «Ich» fühlen. In diesen Wärmeströmungen, die von Leben durchwoben sind, ist die Anlage der Blutzirkulation zu finden. In dem aber, was als Luft in ihn hineinströmte, fühlte der Mensch nicht ganz sein eigenes Wesen. In dieser Luft waren ja die Kräfte der charakterisierten höheren Wesen tätig. Aber es war ihm doch derjenige Teil der Wirkenskräfte innerhalb der ihn durchströmenden Luft geblieben, welcher ihm schon durch seine früher gebildeten Ätherkräfte eigen war. Er war Herrscher in einem Teil dieser Luftströmungen. Und insofern wirkten in seiner Gestaltung nicht nur die höheren Wesen, sondern auch er selbst. Nach den Bildern seines Astralleibes gestaltete er in sich die Luftteile. Während so von außen Luft einströmte in seinen Leib, was zur Grundlage seiner Atmung wurde, gliederte sich ein Teil der Luft im Innern zu einem dem Menschen eingeprägten Organismus, welcher die Grundlage wurde des späteren Nervensystems. Durch Wärme und Luft stand also der Mensch damals in Verbindung mit der Außenwelt der Erde. — Dagegen empfand er nichts von der Einführung des festen Elementes der Erde; dieses wirkte mit bei seiner Verkörperung auf der Erde, aber er konnte die Zuführung nicht unmittelbar wahrnehmen, sondern nur in einem dumpfen Bewusstsein im Bilde der höheren Wesenheiten, welche darin wirksam waren. In solcher Bildform als Ausdruck von Wesen, die über ihm stehen, hatte der Mensch auch früher die Zuführung der flüssigen Erdenelemente wahrgenommen. Durch die Verdichtung der Erdengestalt des Menschen haben nun diese Bilder in seinem Bewusstsein eine Veränderung erfahren. Dem flüssigen Elemente ist das feste beigemischt. So muss also auch diese Zuführung als von den höheren, von außen wirkenden Wesen empfunden werden. Der Mensch kann in seiner Seele nicht mehr die Kraft haben, selbst die Zuführung zu lenken, denn dieselbe muss jetzt seinem von außen aufgebauten Leibe dienen. Er würde dessen Gestalt verderben, wenn er die Zuführung selbst lenken wollte. So erscheint ihm denn dasjenige, was er sich von außen zuführt, durch die Machtgebote gelenkt, welche ausgehen von den höheren Wesen, die an seiner Leibesgestaltung wirken. Der Mensch fühlt sich als ein Ich; er hat in sich seine Verstandesseele als einen Teil seines Astralleibes, durch die er innerlich als Bilder erlebt, was außen vorgeht, und durch die er sein feines Nervensystem durchdringt. Er fühlt sich als Abkömmling von Vorfahren vermöge des durch die Generationen strömenden Lebens. Er atmet und empfindet das als Wirkung der gekennzeichneten höheren Wesen, welche die «Geister der Form» sind. Und er fügt sich diesen auch in dem, was ihm durch ihre Impulse von außen (zu seiner Nahrung) zugeführt wird. Am dunkelsten ist ihm seine Herkunft als Individuum. Er fühlt davon nur, dass er von den in Erdenkräften sich ausdrückenden «Geistern der Form» einen Einfluss erlebt hat. Der Mensch war gelenkt und geleitet in seinem Verhältnis zur Außenwelt. Zum Ausdruck kommt dies dadurch, dass er von den hinter seiner physischen Welt sich abspielenden geistig-seelischen Tätigkeiten ein Bewusstsein hat. Er nimmt zwar nicht die geistigen Wesen in deren eigener Gestalt wahr, aber er erlebt in seiner Seele Töne, Farben usw. Und er weiß, dass in dieser Vorstellungswelt die Taten der geistigen Wesen leben. Es tönt zu ihm, was diese Wesen ihm mitteilen; es erscheinen ihm deren 0ffenbarungen in Lichtbildern. Am innerlichsten fühlt sich der Erdenmensch durch die Vorstellungen, welche er durch das Element des Feuers oder der Wärme empfängt. Er unterscheidet bereits seine innere Wärme und die Wärmeströmungen des irdischen Umkreises. In den letzteren offenbaren sich die «Geister der Persönlichkeit». Aber der Mensch hat nur ein dunkles Bewusstsein von dem, was hinter den Strömungen der äußeren Wärme steht. Er empfindet gerade in diesen Strömungen den Einfluss der «Geister der Form». Wenn mächtige Wärmewirkungen in der Umgebung des Menschen auftauchen, dann fühlt die Seele: jetzt durchglühen die geistigen Wesen den Umkreis der Erde, von denen ein Funke sich losgelöst hat und mein Inneres durchwärmt. — In den Lichtwirkungen unterscheidet der Mensch noch nicht ganz in derselben Art Äußeres und Inneres. Wenn Lichtbilder in der Umgebung auftauchen, dann erzeugen diese in der Seele des Erdenmenschen nicht immer das gleiche Gefühl. Es gab Zeiten, in welchen der Mensch diese Lichtbilder als äußere empfand. Es war in der Zeit, nachdem er eben aus dem leibfreien Zustande in die Verkörperung herabgestiegen war. Es war die Periode seines Wachstums auf der Erde. Wenn dann die Zeit heranrückte, wo der Keim zum neuen Erdenmenschen sich bildete, dann verblassten diese Bilder. Und der Mensch behielt nur etwas wie innere Erinnerungsvorstellungen an sie zurück. In diesen Lichtbildern waren die Taten der «Feuergeister» (Erzengel) enthalten. Sie erschienen dem Menschen wie die Diener der Wärmewesen, welche einen Funken in sein Inneres senkten. Wenn ihre äußeren Offenbarungen verlöschten, dann erlebte sie der Mensch als Vorstellungen (Erinnerungen) in seinem Innern. Er fühlte sich mit ihren Kräften verbunden. Und das war er auch. Denn er konnte durch dasjenige, was er von ihnen empfangen hatte, auf den umgebenden Luftkreis wirken. Dieser begann unter seinem Einfluss zu leuchten. Es war damals eine Zeit, in welcher Naturkräfte und Menschenkräfte noch nicht in der Art voneinander geschieden waren wie später. Was auf der Erde geschah, ging in hohem Maße noch von den Kräften der Menschen aus. Wer damals von außerhalb der Erde die Naturvorgänge auf derselben beobachtet hätte, der hätte in diesen nicht nur etwas gesehen, was von dem Menschen unabhängig ist, sondern er hätte in ihnen die Wirkungen der Menschen wahrgenommen. Noch anders gestalteten sich für den Erdenmenschen die Tonwahrnehmungen. Sie wurden als äußere Töne vom Beginn des Erdenlebens an wahrgenommen. Während die Luftbilder von außen bis in die mittlere Zeit des menschlichen Erdendaseins wahrgenommen wurden, konnten die äußeren Töne noch nach dieser Mittelzeit gehört werden. Erst gegen Ende des Lebens wurde der Erdenmensch für sie unempfindlich. Und es blieben ihm die Erinnerungsvorstellungen an diese Töne. In ihnen waren die Offenbarungen der «Söhne des Lebens» (der Engel) enthalten. Wenn der Mensch gegen sein Lebensende sich innerlich mit diesen Kräften verbunden fühlte, dann konnte er durch Nachahmung derselben mächtige Wirkungen in dem Wasserelemente der Erde hervorbringen. Es wogten die Wasser in und über der Erde unter seinem Einfluss. Geschmacksvorstellungen hatte der Mensch nur im ersten Viertel seines Erdenlebens. Und auch da erschienen sie der Seele wie eine Erinnerung an die Erlebnisse im leibfreien Zustand. Solange sie der Mensch hatte, dauerte die Verfestigung seines Leibes durch Aufnahme äußerer Substanzen. Im zweiten Viertel des Erdenlebens dauerte wohl noch das Wachstum fort, doch war die Gestalt schon eine fertig ausgebildete. Andere lebendige Wesen neben sich konnte der Mensch in dieser Zeit nur durch deren Wärme, Licht und Tonwirkungen wahrnehmen. Denn er war noch nicht fähig, das feste Element sich vorzustellen. Nur vom Wässerigen bekam er im ersten Viertel seines Lebens die geschilderten Geschmackswirkungen.
[ 73 ] Ein Abbild dieses inneren Seelenzustandes des Menschen war dessen äußere Körperform. Diejenigen Teile, welche die Anlage zur späteren Kopfform enthielten, waren am vollkommensten ausgebildet. Die andern Organe erschienen nur wie Anhängsel. Diese waren schattenhaft und undeutlich. Doch waren die Erdenmenschen verschieden in bezug auf die Gestalt. Es gab solche, bei denen je nach den Erdenverhältnissen, unter denen sie lebten, die Anhängsel mehr oder weniger ausgebildet waren. Es war dies nach den Wohnplätzen der Menschen auf der Erde verschieden. Wo die Menschen mehr in die Erdenwelt verstrickt wurden, da traten die Anhängsel mehr in den Vordergrund. Diejenigen Menschen, welche beim Beginn der physischen Erdenentwicklung durch ihre vorangehende Entwicklung am reifsten waren, so dass sie gleich im Anfange, als die Erde noch nicht zur Luft verdichtet war, die Berührung mit dem Feuerelement erlebten, konnten jetzt die Kopf anlagen am vollkommensten ausbilden. Das waren die in sich am meisten harmonischen Menschen. Andere waren erst zur Berührung mit dem Feuerelement bereit, als die Erde schon die Luft in sich ausgebildet hatte. Es waren dies Menschen, welche mehr von den äußeren Verhältnissen abhängig waren als die ersten. Diese ersten empfanden durch die Wärme die «Geister der Form» deutlich, und sie fühlten sich in ihrem Erdenleben so, wie wenn sie eine Erinnerung daran bewahrten, dass sie mit diesen Geistern zusammengehören und mit ihnen verbunden waren im leibfreien Zustand. Die zweite Art von Menschen fühlte die Erinnerung an den leibfreien Zustand nur in geringerem Maße; sie empfanden ihre Zusammengehörigkeit mit der geistigen Welt vorzüglich durch die Lichtwirkungen der «Feuergeister» (Erzengel). Eine dritte Art von Menschen war noch mehr in das Erdendasein verstrickt. Es waren diejenigen, welche erst von dem Feuerelement berührt werden konnten, als die Erde von der Sonne getrennt war und das wässerige Element in sich auf genommen hatte. Ihr Gefühl für Zusammengehörigkeit mit der geistigen Welt war insbesondere im Beginn des Erdenlebens gering. Erst als die Wirkungen der Erzengel und namentlich der Engel im inneren Vorstellungsleben sich geltend machten, empfanden sie diesen Zusammenhang. Dagegen waren sie im Beginne der Erdenzeit voll reger Impulse für Taten, welche sich in den irdischen Verhältnissen selbst verrichten lassen. Bei ihnen waren die Anhangsorgane besonders stark entwickelt.
[ 74 ] Als vor der Trennung des Mondes von der Erde die Mondeskräfte in der letzteren immer mehr zur Verfestigung führten, geschah es, dass durch diese Kräfte unter den Nachkömmlingen der von den Menschen auf der Erde zurückgelassenen Keime solche waren, in denen sich die aus dem leibfreien Zustande zurückkehrenden Menschenseelen nicht mehr verkörpern konnten. Die Gestalt solcher Nachkömmlinge war zu verfestigt und durch die Mondenkräfte zu unähnlich einer Menschengestalt geworden, um eine solche aufnehmen zu können. Es fanden daher gewisse Menschenseelen unter solchen Verhältnissen nicht mehr die Möglichkeit, zur Erde zurückzukehren. Nur die reifsten, die stärksten der Seelen konnten sich gewachsen fühlen, während des Wachstums des Erdenleibes diesen so umzuformen, dass er zur Menschengestalt erblühte. Nur ein Teil der leiblichen Menschennachkömmlinge wurde zu Trägern irdischer Menschen. Ein anderer Teil konnte wegen der verfestigten Gestalt nur Seelen aufnehmen, welche niedriger standen als diejenigen der Menschen. Von den Menschenseelen wurde aber ein Teil gezwungen, die damalige Erdenentwicklung nicht mitzumachen. Dadurch wurden sie zu einer andern Art des Lebenslaufes gebracht. Es gab Seelen, welche schon bei der Trennung der Sonne von der Erde keinen Platz auf dieser fanden. Sie wurden für ihre weitere Entwicklung auf einen Planeten entrückt, der sich unter Führung kosmischer Wesenheiten loslöste aus der allgemeinen Weltensubstanz, welche beim Beginne der physischen Erdenentwicklung mit dieser verbunden war und aus welcher sich auch die Sonne herausgesondert hatte. Dieser Planet ist derjenige, dessen physischen Ausdruck die äußere Wissenschaft als «Jupiter» kennt. (Es wird hier genau in dem Sinne von Himmelskörpern, Planeten und deren Namen gesprochen, wie es eine ältere Wissenschaft noch getan hat. Wie die Dinge gemeint sind, geht aus dem Zusammenhange hervor. Wie die physische Erde nur der physische Ausdruck eines geistigseelischen Organismus ist, so ist das auch für jeden anderen Himmelskörper der Fall. Und so wenig der Beobachter des Übersinnlichen mit dem Namen «Erde» bloß den physischen Planeten, mit «Sonne» bloß den physischen Fixstern bezeichnet, so meint er auch weite geistige Zusammenhänge, wenn er von «Jupiter», «Mars» usw. redet. Die Himmelskörper haben naturgemäß die Gestalt und Aufgabe wesentlich verändert seit jenen Zeiten, von denen hier gesprochen wird — in gewisser Beziehung sogar ihren Ort im Himmelsraume. Nur wer mit dem Blick der übersinnlichen Erkenntnis die Entwicklung dieser Himmelskörper zurückverfolgt bis in urferne Vergangenheiten, vermag den Zusammenhang der gegenwärtigen Planeten mit ihren Vorfahren zu erkennen.) Auf dem «Jupiter» entwickelten sich die charakterisierten Seelen zunächst weiter. Und später, als sich die Erde immer mehr dem Festen zuneigte, da musste noch ein anderer Wohnplatz für Seelen geschaffen werden, die zwar die Möglichkeit hatten, eine Zeitlang die verfestigten Körper zu bewohnen, dann aber dies nicht mehr konnten, als diese Verfestigung zu weit fortgeschritten war. Für sie entstand im «Mars» ein entsprechender Platz zu ihrer weiteren Entwicklung. Schon als noch die Erde mit der Sonne verbunden war und ihre luftigen Elemente sich eingliederte, da stellte es sich heraus, dass die Seelen sich ungeeignet erwiesen, um die Erdenentwicklung mitzumachen. Sie wurden durch die irdische Körpergestalt zu stark berührt. Deshalb mussten sie schon damals dem unmittelbaren Einflusse der Sonnenkräfte entzogen werden. Diese mussten von außen auf sie wirken. Diesen Seelen wurde auf dem «Saturn» ein Platz der Weiterentwicklung. So nahm im Verlaufe der Erdenentwicklung die Zahl der Menschengestalten ab; es traten Gestalten auf, welche nicht Menschenseelen verkörpert hatten. Sie konnten nur Astralleiber in sich aufnehmen, wie die physischen Leiber und die Lebensleiber des Menschen auf dem alten Monde sie aufgenommen hatten. Während die Erde in bezug auf ihre menschlichen Bewohner verödete, besiedelten diese Wesen sie. Es hätten endlich alle Menschenseelen die Erde verlassen müssen, wenn nicht durch die Loslösung des Mondes für die Menschengestalten, die damals noch menschlich beseelt werden konnten, die Möglichkeit geschaffen worden wäre, während ihres Erdenlebens den Menschenkeim den unmittelbar von der Erde kommenden Mondenkräften zu entziehen und ihn in sich so weit reifen zu lassen, bis er diesen Kräften überliefert werden konnte. Solange dann der Keim im Innern des Menschen sich gestaltete, war er unter der Wirkung der Wesen, die unter der Führung ihres mächtigsten Genossen den Mond aus der Erde gelöst hatten, um deren Entwicklung über einen kritischen Punkt hinüberzugeleiten.
[ 75 ] Als die Erde das Luftelement in sich ausgebildet hatte, gab es im Sinne der obigen Schilderung solche Astralwesen als Überbleibsel vom alten Monde, welche weiter in der Entwicklung zurückgeblieben waren als die niedersten Menschenseelen. Sie wurden die Seelen derjenigen Gestalten, welche noch vor der Sonnentrennung vom Menschen verlassen werden mussten. Diese Wesen sind die Vorfahren des Tierreiches. Sie entwickelten im fernern Zeitenlauf besonders jene Organe, welche beim Menschen nur als Anhängsel vorhanden waren. Ihr Astralleib musste auf den physischen und den Lebensleib so wirken, wie das beim Menschen auf dem alten Monde der Fall war. Die so entstandenen Tiere hatten nun Seelen, welche nicht in dem einzelnen Tiere wohnen konnten. Es dehnte die Seele ihr Wesen auch auf den Nachkömmling der Vorfahrengestalt aus. Es haben die im wesentlichen von einer Gestalt abstammenden Tiere zusammen eine Seele. Nur wenn der Nachkomme sich durch besondere Einflüsse von der Gestalt der Vorfahren entfernt, tritt eine neue Tierseele in Verkörperung. Man kann in diesem Sinne bei den Tieren in der Geisteswissenschaft von einer Art(oder Gattungs-) oder auch Gruppenseele reden.
[ 76 ] Etwas Ähnliches ging vor zur Zeit der Trennung von Sonne und Erde. Aus dem wässerigen Elemente heraustraten Gestalten, welche in ihrer Entwicklung nicht weiter waren als der Mensch vor der Entwicklung auf dem alten Monde. Sie konnten von einem Astralischen nur eine Wirkung empfangen, wenn dieses von außen sie beeinflusste. Das konnte erst nach dem Fortgang der Sonne von der Erde geschehen. Jedesmal, wenn die Sonnenzeit der Erde eintrat, regte das Astralische der Sonne diese Gestalten so an, dass sie aus dem Ätherischen der Erde sich ihren Lebensleib bildeten. Wenn dann die Sonne sich abkehrte von der Erde, dann löste sich dieser Lebensleib in dem allgemeinen Erdenleib wieder auf. Und als Folge des Zusammenwirkens des Astralischen von der Sonne und des Ätherischen von der Erde tauchten aus dem wässerigen Elemente die physischen Gestalten auf. welche die Vorfahren des gegenwärtigen Pflanzenreichs bildeten.
[ 77 ] Der Mensch ist auf der Erde zu einem individualisierten Seelenwesen geworden. Sein Astralleib, welcher ihm auf dem Monde durch die «Geister der Bewegung» eingeflossen war, hat sich auf der Erde gegliedert in Empfindungs-, Verstandes- und Bewusstseinsseele. Und als seine Bewusstseinsseele so weit fortgeschritten war, dass sie sich während des Erdenlebens einen dazu geeigneten Leib bilden konnte, da begabten die «Geister der Form» ihn mit dem Funken aus ihrem Feuer. Es wurde das «Ich» in ihm entfacht. Jedesmal, wenn der Mensch nun den physischen Leib verließ, so war er in der geistigen Welt, in welcher er mit den Wesen zusammentraf, welche ihm während der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwicklung seinen physischen Leib, seinen Lebensleib und seinen astralischen Leib gegeben und bis zur Erdenhöhe ausgebildet hatten. Seitdem der Feuerfunke des «Ich» sich im Erdenleben entzündet hatte, war auch für das leibfreie Leben eine Veränderung eingetreten. Vor diesem Entwicklungspunkte seines Wesens hatte der Mensch gegenüber der geistigen Welt keine Selbständigkeit. Er fühlte sich innerhalb dieser geistigen Welt nicht wie ein einzelnes Wesen, sondern wie ein Glied in dem erhabenen Organismus, der aus den über ihm stehenden Wesen sich zusammensetzte. Das «IchErlebnis» auf Erden wirkt nun auch in die geistige Welt hinein nach. Der Mensch fühlt sich nunmehr auch in einem gewissen Grade als Einheit in dieser Welt. Aber er empfindet auch, dass er unaufhörlich verbunden ist mit derselben Welt. Er findet im leibfreien Zustand die «Geister der Form» in einer höheren Gestalt wieder, die er in ihrer Offenbarung auf der Erde durch den Funken seines «Ich» wahrgenommen hat.
[ 78 ] Mit der Trennung des Mondes von der Erde bildeten sich auch in der geistigen Welt Erlebnisse für die leibfreie Seele heraus, welche mit dieser Trennung zusammenhingen. Es wurde ja nur dadurch möglich, solche Menschengestalten auf der Erde fortzubilden, welche die Individualität der Seele aufnehmen konnten, dass ein Teil der gestaltenden Kräfte von der Erde auf den Mond übergeführt wurde. Dadurch ist die Menschenindividualität in den Bereich der Mondenwesen gekommen. Und es konnte im leibfreien Zustande der Nachklang an die Erdenindividualität nur dadurch wirken, dass auch für diesen Zustand die Seele im Bereich der mächtigen Geister blieb, welche die Mondabtrennung herbeigeführt hatten. Der Vorgang bildete sich so heraus, dass unmittelbar nach dem Verlassen des Erdenleibes die Seele nur wie in einem von den Mondenwesen zurückgeworfenen Glanz die hohen Sonnenwesen sehen konnte. Erst, wenn sie durch das Schauen dieses Abglanzes genügend vorbereitet war, kam die Seele zum Anblick der hohen Sonnenwesen selbst.
[ 79 ] Auch das Mineralreich der Erde ist durch Ausstoßung aus der allgemeinen Menschheitsentwicklung entstanden. Seine Gebilde sind dasjenige, was verfestigt geblieben ist, als der Mond sich von der Erde trennte. Zu diesen Gebilden fühlte sich vom Seelenhaften nur dasjenige hingezogen, was auf der Saturnstufe stehengeblieben war, was also nur geeignet ist, physische Formen zu bilden. Alle Ereignisse, von denen hier und im folgenden die Rede ist, spielten sich im Laufe gewaltig langer Zeiträume ab. Doch kann auf Zeitbestimmungen hier nicht eingegangen werden.
[ 80 ] Die geschilderten Vorgänge stellen die Erdenentwicklung von der äußeren Seite dar; von der Seite des Geistes betrachtet, ergibt sich das Folgende. Die geistigen Wesenheiten, welche den Mond aus der Erde herauszogen und ihr eigenes Dasein mit dem Monde verbanden — also Erden-Mondenwesen wurden —, bewirkten durch die Kräfte, die sie von dem letzteren Weltkörper aus auf die Erde sandten, eine gewisse Gestaltung der menschlichen Organisation. Ihre Wirkung ging auf das vom Menschen erworbene «Ich». In dem Zusammenspiel dieses «Ich» mit Astralleib, Ätherleib und physischem Leib machte sich diese Wirkung geltend. Durch sie entstand im Menschen die Möglichkeit, die weisheitsvolle Gestaltung der Welt in sich bewusst zu spiegeln, sie abzubilden wie in einer Erkenntnisspiegelung. Man erinnere sich, wie geschildert worden ist, dass während der alten Mondenzeit der Mensch durch die damalige Abtrennung von der Sonne in seiner Organisation eine gewisse Selbständigkeit, einen freieren Grad des Bewusstseins erworben hat, als der war, welcher unmittelbar von den Sonnenwesen ausgehen konnte. Dieses freie, selbständige Bewusstsein trat — als Erbe der alten Mondenentwicklung — wieder auf während der charakterisierten Zeit der Erdenentwicklung. Es konnte aber gerade dieses Bewusstsein, durch den Einfluss der gekennzeichneten Erden-Mondenwesen wieder zum Einklange mit dem Weltall gebracht, zu einem Abbilde desselben gemacht werden. Das wäre geschehen, wenn sich kein anderer Einfluss geltend gemacht hätte. Ohne einen solchen wäre der Mensch ein Wesen geworden mit einem Bewusstsein, dessen Inhalt wie durch Naturnotwendigkeit, nicht durch sein freies Eingreifen die Welt in den Bildern des Erkenntnislebens gespiegelt hätte. Es ist dieses nicht so geworden. Es griffen in die Entwicklung des Menschen gerade zur Zeit der Mondenabspaltung gewisse geistige Wesenheiten ein, welche von ihrer Mondennatur so viel zurückbehalten hatten, dass sie nicht teilnehmen konnten an dem Hinausgang der Sonne aus der Erde. Und dass sie auch ausgeschlossen waren von den Wirkungen der Wesen, welche vom ErdenMonde aus zur Erde hin sich tätig erwiesen. Diese Wesen mit der alten Mondennatur waren gewissermaßen mit unregelmäßiger Entwicklung auf die Erde gebannt. In ihrer Mondnatur lag gerade das, was während der alten Mondenentwicklung sich gegen die Sonnengeister auf gelehnt hatte, was damals dem Menschen insofern zum Segen war, als durch es der Mensch zu einem selbständigen, freien Bewusstseinszustand geführt worden war. Die Folgen der eigenartigen Entwicklung dieser Wesen während der Erdenzeit brachten es mit sich, dass sie während derselben zu Gegnern wurden derjenigen Wesen, die vom Monde aus das menschliche Bewusstsein zu einem notwendigen Erkenntnisspiegel der Welt machen wollten. Was auf dem alten Monde dem Menschen zu einem höheren Zustande verhalf, ergab sich als das Widerstrebende gegenüber der Einrichtung, welche durch die Erdenentwicklung möglich geworden war. Die widerstrebenden Mächte hatten sich aus ihrer Mondennatur die Kraft mitgebracht, auf den menschlichen Astralleib zu wirken, nämlich — im Sinne der obigen Darlegungen — diesen selbständig zumachen. Sie übten diese Kraft aus, indem sie diesem Astralleib eine gewisse Selbständigkeit — auch nunmehr für die Erdenzeit — gaben gegenüber dem notwendigen (unfreien) Bewusstseinszustande, welcher durch die Wesen des Erdenmondes bewirkt wurde. Es ist schwierig, mit gangbaren Worten zum Ausdrucke zu bringen, wie die Wirkungen der charakterisierten geistigen Wesenheiten auf den Menschen in der gekennzeichneten Urzeit waren. Man darf sie weder denken wie gegenwärtige Natur-Einflüsse, noch etwa so, wie die Wirkung des einen Menschen auf den andern geschieht, wenn der erstere in dem zweiten durch Worte innere Bewusstseinskräfte wachruft, wodurch der zweite etwas verstehen lernt oder zu einer Tugend oder Untugend angeregt wird. Die gemeinte Wirkung in der Urzeit war keine Naturwirkung, sondern ein geistiger Einfluss, aber ein solcher, der auch geistig wirkte, der sich als geistiger übertrug von den höheren Geistwesen auf den Menschen gemäß dem damaligen Bewusstseinszustande dieses Menschen. Wenn man die Sache wie eine Naturwirkung denkt, so trifft man ganz und gar nicht ihre wahre Wesenheit. Wenn man dagegen sagt, die Wesenheiten mit der alten Mondennatur traten an den Menschen heran, um ihn für ihre Ziele «verführend» zu gewinnen, so gebraucht man einen symbolischen Ausdruck, der gut ist, solange man sich seiner Sinnbildlichkeit bewusst bleibt und sich zugleich klar ist, dass hinter dem Symbol eine geistige Tatsache steht.
[ 81 ] Die Wirkung, die von den im Mondenzustand zurückgebliebenen Geistwesen auf den Menschen ausging, hatte nun für diesen ein Zweifaches zur Folge. Sein Bewusstsein wurde dadurch des Charakters eines bloßen Spiegels des Weltalls entkleidet, weil im menschlichen Astralleibe die Möglichkeit erregt wurde, von diesem aus die Bewusstseinsbilder zu regeln und zu beherrschen. Der Mensch wurde der Herr seiner Erkenntnis. Andrerseits aber wurde der Ausgangspunkt dieser Herrschaft eben der Astralleib; und das diesem übergeordnete «Ich» kam dadurch in stetige Abhängigkeit von ihm. Dadurch ward der Mensch in der Zukunft den fortdauernden Einflüssen eines niederen Elementes in seiner Natur ausgesetzt. Er konnte in seinem Leben unter die Höhe herabsinken, auf die er durch die Erden-Mondenwesen im Weltengange gestellt war. Und es blieb für die Folgezeit für ihn der fortdauernde Einfluss der charakterisierten unregelmäßig entwickelten Mondwesen auf seine Natur bestehen. Man kann diese Mondwesen im Gegensatz zu den andern, welche vom Erdenmonde aus das Bewusstsein zum Weltenspiegel formten, aber keinen freien Willen gaben, die luziferischen Geister nennen. Diese brachten dem Menschen die Möglichkeit, in seinem Bewusstsein eine freie Tätigkeit zu entfalten, damit aber auch die Möglichkeit des Irrtums, des Bösen.
[ 82 ] Die Folge dieser Vorgänge war, dass der Mensch in ein anderes Verhältnis zu den Sonnengeistern kam, als ihm vorbestimmt war durch die Erden-Mondgeister. Diese wollten den Spiegel seines Bewusstseins so entwickeln, dass im ganzen menschlichen Seelenleben der Einfluss der Sonnengeister das Beherrschende gewesen wäre. Diese Vorgänge wurden durchkreuzt und im Menschenwesen der Gegensatz geschaffen zwischen dem Sonnengeist-Einfluss und dem Einfluss der Geister mit unregelmäßiger Mondenentwicklung. Durch diesen Gegensatz entstand im Menschen auch das Unvermögen, die physischen Sonnenwirkungen als solche zu erkennen; sie blieben ihm verborgen hinter den irdischen Eindrücken der Außenwelt. Das Astralische im Menschen, erfüllt von diesen Eindrücken, wurde in den Bereich des «Ich» gezogen. Dieses «Ich», welches sonst nur den ihm von den «Geistern der Form» verliehenen Funken des Feuers verspürt hätte und in allem, was das äußere Feuer betraf, sich den Geboten dieser Geister untergeordnet hätte, wirkte nunmehr auch durch das ihm selbst eingeimpfte Element auf die äußeren Wärme-Erscheinungen. Es stellte dadurch ein Anziehungsband her zwischen sich und dem Erdenfeuer. Dadurch verstrickte es den Menschen mehr, als das ihm vorbestimmt war, in die irdische Stofflichkeit. Während er vorher einen physischen Leib hatte, der in seinen Hauptteilen aus Feuer, Luft und Wasser bestand und dem nur etwas wie ein Schattenbild von Erdsubstanz beigesetzt war, wurde jetzt der Leib aus Erde dichter. Und während vorher der Mensch mehr als ein feinorganisiertes Wesen über dem festen Erdboden in einer Art schwimmend-schwebender Bewegung war, musste er nunmehr «aus dem Erdenumkreis» herabsteigen auf Teile der Erde, die schon mehr oder weniger verfestigt waren.
[ 83 ] Dass solche physische Wirkungen der geschilderten geistigen Einflüsse eintreten konnten, erklärt sich daraus, dass diese Einflüsse derart waren, wie es oben geschildert worden ist. Sie waren eben weder Natureinflüsse noch solche, die seelisch von Mensch zu Mensch wirken. Die letzteren erstrecken ihre Wirkung nicht so weit ins Körperliche wie die geistigen Kräfte, welche hier in Betracht kommen.
[ 84 ] Weil der Mensch nach seinen eigenen, dem Irrtum unterworfenen Vorstellungen sich den Einflüssen der Außenwelt aussetzte, weil er nach Begierden und Leidenschaften lebte, welche er nicht nach höheren geistigen Einflüssen regeln ließ, trat die Möglichkeit von Krankheiten auf. Eine besondere Wirkung des luziferischen Einflusses war aber diejenige, dass nunmehr der Mensch sein einzelnes Erdenleben nicht wie eine Fortsetzung des leibfreien Daseins fühlen konnte. Er nahm nunmehr solche Erdeneindrücke auf, welche durch das eingeimpfte astralische Element erlebt werden konnten und welche mit den Kräften sich verbanden, welche den physischen Leib zerstören. Das empfand der Mensch als Absterben seines Erdenlebens. Und der durch die menschliche Natur selbst bewirkte «Tod» trat dadurch auf. Damit ist auf ein bedeutsames Geheimnis in der Menschennatur gedeutet, auf den Zusammenhang des menschlichen Astralleibes mit den Krankheiten und dem Tode.
[ 85 ] Für den menschlichen Lebensleib traten nun besondere Verhältnisse ein. Er wurde in ein solches Verhältnis zwischen physischem Leib und Astralleib hineingegliedert, dass er in gewisser Beziehung den Fähigkeiten entzogen wurde, welche sich der Mensch durch den luziferischen Einfluss angeeignet hatte. Ein Teil dieses Lebensleibes blieb außer dem physischen Leibe so, dass er nur von höheren Wesenheiten, nicht von dem menschlichen Ich beherrscht werden konnte. Diese höheren Wesenheiten waren diejenigen, welche bei der Sonnentrennung die Erde verlassen hatten, um unter der Führung eines ihrer erhabenen Genossen einen andern Wohnsitz einzunehmen. Wäre der charakterisierte Teil des Lebensleibes mit dem astralischen Leibe vereinigt geblieben, so hätte der Mensch übersinnliche Kräfte, die ihm vorher eigen waren, in seinen eigenen Dienst gestellt. Er hätte den luziferischen Einfluss auf diese Kräfte ausgedehnt. Dadurch hätte sich der Mensch allmählich ganz von den Sonnenwesenheiten losgelöst. Und sein Ich wäre zu einem völligen Erden-Ich geworden. Es hätte so kommen müssen, dass dieses Erden-Ich nach dem Tode des physischen Leibes (beziehungsweise schon bei dessen Verfall) einen andern physischen Leib, einen Nachkommen-Leib, bewohnt hätte, ohne durch eine Verbindung mit höheren geistigen Wesenheiten in einem leibfreien Zustand hindurchzugehen. Der Mensch wäre so zum Bewusstsein seines Ich, aber nur als eines «irdischen Ich» gekommen. Das wurde abgewendet durch jenen Vorgang mit dem Lebensleibe, der durch die Erdmondenwesen bewirkt wurde. Das eigentliche individuelle Ich wurde dadurch so losgelöst vom bloßen Erden-Ich, dass der Mensch sich während des Erdenlebens allerdings nur teilweise als eigenes Ich fühlte; zugleich fühlte er, wie sein Erden-Ich eine Fortsetzung war des Erden-Ichs seiner Vorfahren durch die Generationen hindurch. Die Seele fühlte im Erdenleben eine Art «Gruppen-Ich» bis zu den fernen Ahnen, und der Mensch empfand sich als Glied der Gruppe. In dem leibfreien Zustand konnte das individuelle Ich sich erst als Einzel-Wesen fühlen. Aber der Zustand dieser Vereinzelung war dadurch beeinträchtigt, dass das Ich mit der Erinnerung an das Erdenbewusstsein (Erden-Ich) behaftet blieb. Das trübte den Blick für die geistige Welt, die anfing, sich zwischen Tod und Geburt ähnlich mit einem Schleier zu verdecken wie für den physischen Blick auf Erden.
[ 86 ] Der physische Ausdruck all der Veränderungen, welche in der geistigen Welt geschahen, während die Menschenentwicklung durch die geschilderten Verhältnisse hindurchging, war die allmähliche Regelung der gegenseitigen Beziehungen von Sonne, Mond und Erde (und im weiteren Sinne noch anderer Himmelskörper). Von diesen Beziehungen sei als eine Folge der Wechsel von Tag und Nacht hervorgehoben. (Die Bewegungen der Himmelskörper werden durch die sie bewohnenden Wesen geregelt. Die Bewegung der Erde, durch welche Tag und Nacht entstehen, wurde durch das Wechselverhältnis der verschiedenen über den Menschen stehenden Geister bewirkt. Ebenso war auch die Bewegung des Mondes zustandegekommen, damit nach der Trennung des Mondes von der Erde, durch die Umdrehung des ersten um die zweite, die «Geister der Form» auf den physischen Menschenleib in der rechten Art, in dem richtigen Rhythmus, wirken konnten.) Bei Tag wirkten nun das Ich und der astralische Leib des Menschen in dem physischen und dem Lebensleib. Bei Nacht hörte diese Wirkung auf. Da traten das Ich und der astralische Leib aus dem physischen und dem Lebensleibe heraus. Sie kamen in dieser Zeit ganz in den Bereich der «Söhne des Lebens» (Engel), der «Feuergeister» (Erzengel), der «Geister der Persönlichkeit» und der «Geister der Form». Den physischen Leib und den Lebensleib fassten in dieser Zeit außer den «Geistern der Form» noch die «Geister der Bewegung», die «Geister der Weisheit» und die «Throne» in ihr Wirkungsgebiet. So konnten die schädlichen Einwirkungen, welche während des Tages durch die Irrtümer des astralischen Leibes auf den Menschen ausgeübt wurden, wieder ausgebessert werden.
[ 87 ] Indem sich nun die Menschen auf der Erde wieder vermehrten, war in den Nachkommen kein Grund mehr, dass nicht Menschenseelen in ihnen zur Verkörperung hätten schreiten sollen. So wie jetzt die Erdmondenkräfte wirkten, gestalteten sich unter ihrem Einflusse die Menschenleiber durchaus geeignet zur Verkörperung von Menschenseelen. Und es wurden jetzt die vorher auf den Mars, den Jupiter usw. entrückten Seelen auf die Erde gelenkt. Es war dadurch für jeden Menschennachkommen, der in der Generationenfolge geboren wurde, eine Seele da. Das dauerte so durch lange Zeiten hindurch, so dass der Seelenzuzug auf der Erde der Vermehrung der Menschen entsprach. Diejenigen Seelen, welche nun mit dem Erdentode den Leib verließen, behielten für den leibfreien Zustand den Nachklang der irdischen Individualität wie eine Erinnerung zurück. Diese Erinnerung wirkte so, dass sie, wenn wieder ein ihnen entsprechender Leib auf der Erde geboren wurde, sich wieder in einem solchen verkörperten. Innerhalb der menschlichen Nachkommenschaft gab es in der Folge solche Menschen, welche von außen kommende Seelen hatten, die zum ersten Male wieder nach den ersten Zeiten der Erde auf dieser erschienen, und andere mit irdisch wiederverkörperten Seelen. Immer weniger werden nun in der Folgezeit der Erdenentwicklung die zum ersten Male erschienenen jungen Seelen und immer mehr die wiederverkörperten. Doch bestand das Menschengeschlecht für lange Zeiten aus den durch diese Tatsachen bedingten beiden Menschenarten. Auf der Erde empfand sich der Mensch nunmehr durch das gemeinsame Gruppen-Ich mit seinen Vorfahren verbunden. Das Erlebnis des individuellen Ich war dafür umso stärker im leibfreien Zustande zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Diejenigen Seelen, welche, vom Himmelsraume kommend, in Menschenleibern einzogen, waren in einer andern Lage als diejenigen, welche bereits ein oder mehrere Erdenleben hinter sich hatten. Die ersteren brachten für das physische Erdenleben als Seelen nur die Bedingungen mit, welchen sie durch die höhere geistige Welt und durch ihre außer dem Erdenbereiche gemachten Erlebnisse unterworfen waren. Die andern hatten in früheren Leben selbst Bedingungen hinzugefügt. Das Schicksal jener Seelen war nur von Tatsachen bestimmt, die außerhalb der neuen Erdenverhältnisse lagen. Dasjenige der wiederverkörperten Seelen ist auch durch dasjenige bestimmt, was sie selbst in früheren Leben unter den irdischen Verhältnissen getan haben. Mit der Wiederverkörperung trat zugleich das menschliche Einzel-Karma in die Erscheinung. — Dadurch, dass der menschliche Lebensleib dem Einflusse des Astralleibes in der oben angedeuteten Art entzogen wurde, trat auch das Fortpflanzungsverhältnis nicht in den Umkreis des menschlichen Bewusstseins, sondern es stand unter der Herrschaft der geistigen Welt. Wenn sich eine Seele niedersenken sollte auf den Erdkreis, dann traten die Impulse für die Fortpflanzung beim Erdenmenschen auf. Der ganze Vorgang war bis zu einem gewissen Grade für das irdische Bewusstsein in ein geheimnisvolles Dunkel gehüllt. — Aber auch während des Erdenlebens traten die Folgen dieser teilweisen Trennung des Lebensleibes vom physischen Leibe ein. Es konnten die Fähigkeiten dieses Lebensleibes durch den geistigen Einfluss besonders erhöht werden. Für das Seelenleben machte sich dies dadurch geltend, dass das Gedächtnis seine besondere Ausbildung erhielt. Das selbständige logische Denken war in dieser Zeit des Menschen nur in den allerersten Anfängen. Dafür war die Erinnerungsfähigkeit fast grenzenlos. Nach außen zeigte sich, dass der Mensch eine unmittelbare gefühlsmäßige Erkenntnis von den Wirkungskräften alles Lebendigen hatte. Er konnte die Kräfte des Lebens und der Fortpflanzung der tierischen und namentlich pflanzlichen Natur in seinen Dienst stellen. Was die Pflanze antreibt zum Wachsen, das zum Beispiel konnte der Mensch aus der Pflanze herausziehen und es verwenden, wie gegenwärtig die Kräfte der leblosen Natur, zum Beispiel die in den Steinkohlen schlummernde Kraft aus dieser herausgezogen und dazu verwendet wird, Maschinen zu bewegen. (Näheres über diese Sache findet man in meiner kleinen Schrift «Unsere atlantischen Vorfahren».) — Auch das innere Seelenleben des Menschen veränderte sich durch den luziferischen Einfluss in der mannigfaltigsten Art. Es könnten viele Arten von Gefühlen und Empfindungen angeführt werden, welche dadurch entstanden sind. Nur einiges mag erwähnt werden. Bis zu diesem Einflusse hin wirkte die Menschenseele in dem, was sie zu gestalten und zu tun hatte, im Sinne der Absichten höherer geistiger Wesenheiten. Der Plan zu allem, was ausgeführt werden sollte, war von vornherein bestimmt. Und in dem Grade, als das menschliche Bewusstsein überhaupt entwickelt war, konnte es auch voraussehen, wie sich in der Zukunft die Dinge nach dem vorgefassten Plane entwickeln müssen. Dieses vorausschauende Bewusstsein ging verloren, als sich vor die Offenbarung der höheren geistigen Wesenheiten der Schleier der irdischen Wahrnehmungen hinwob und in ihnen die eigentlichen Kräfte der Sonnenwesen sich verbargen. Ungewiss wurde nunmehr die Zukunft. Und damit pflanzte sich der Seele die Möglichkeit des Furchtgefühles ein. Die Furcht ist eine unmittelbare Folge des Irrtums. — Man sieht aber auch, wie mit dem luziferischen Einflusse der Mensch unabhängig wurde von bestimmten Kräften, denen er vorher willenlos hingegeben war. Er konnte nunmehr aus sich heraus Entschlüsse fassen. Die Freiheit ist das Ergebnis dieses Einflusses. Und die Furcht und ähnliche Gefühle sind nur Begleiterscheinungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit.
[ 88 ] Geistig angesehen stellt sich das Auftreten der Furcht so, dass innerhalb der Erdenkräfte, unter deren Einfluss der Mensch durch die luziferischen Mächte gelangt war, andere Mächte wirksam waren, die viel früher im Entwicklungslaufe als die luziferischen Unregelmäßigkeit angenommen hatten. Mit den Erdenkräften nahm der Mensch die Einflüsse dieser Mächte in sein Wesen herein. Sie gaben Gefühlen, die ohne sie ganz anders gewirkt hätten, die Eigenschaft der Furcht. Man kann diese Wesenheiten die ahrimanischen nennen; sie sind dieselben, die — in Goethes Sinne — mephistophelisch genannt werden.
[ 89 ] Wenn nun auch der luziferische Einfluss sich zunächst nur bei den fortgeschrittensten Menschen geltend gemacht hat, so dehnte er sich doch bald auch über andere aus. Es vermischten sich die Nachkommen der fortgeschrittenen mit den oben charakterisierten weniger fortgeschrittenen. Dadurch drang die luziferische Kraft auch zu den letzteren. Aber der Lebensleib der von den Planeten zurückkehrenden Seelen konnte nicht in demselben Grade geschützt werden wie derjenige, welchen die Nachkommen der auf der Erde verbliebenen hatten. Der Schutz dieses letzteren ging von einem hohen Wesen aus, welches im Kosmos die Führung damals hatte, als sich die Sonne von der Erde trennte. Dieses Wesen erscheint auf dem Gebiete, das hier betrachtet wird, als der Herrscher im Sonnenreiche. Mit ihm zogen diejenigen erhabenen Geister zum Sonnenwohnplatze, welche durch ihre kosmische Entwicklung die Reife dazu erlangt hatten. Es gab aber auch solche Wesen, welche bei der Sonnentrennung zu solcher Höhe nicht gestiegen waren. Sie mussten sich andere Schauplätze suchen. Sie waren es eben, durch die es kam, dass aus jener gemeinsamen Weltsubstanz, welche anfänglich im physischen Erdenorganismus war, sich der Jupiter und andere Planeten loslösten. Der Jupiter wurde der Wohnplatz solcher nicht zur Sonnenhöhe herangereifter Wesen. Das vorgeschrittenste wurde der Führer des Jupiter. 1 Wie der Führer der Sonnenentwicklung das «höhere Ich» wurde, das im Lebensleibe der Nachkommen der auf Erden verbliebenen Menschen wirkte, so wurde dieser Jupiterführer das «höhere Ich», das sich wie ein gemeinsames Bewusstsein durch die Menschen hindurchzog, welche abstammten von einer Vermischung von Sprösslingen der auf Erden verbliebenen mit solchen Menschen, die in der oben geschilderten Art erst auf der Erde in der Zeit des Luftelementes aufgetreten und zum Jupiter übergegangen waren. Man kann im Sinne der Geisteswissenschaft solche Menschen «Jupitermenschen» nennen. Es waren das Menschennachkömmlinge, welche in jener alten Zeit noch Menschenseelen aufgenommen hatten; doch solche, die, beim Beginn der Erdenentwicklung die erste Berührung mit dem Feuer mitzumachen, noch nicht reif genug waren. Es waren Seelen zwischen dem Menschen- und dem Tierseelenreich. Es gibt nun auch Wesen, welche sich unter der Führung eines höchsten aus der gemeinsamen Weltsubstanz den Mars als Wohnplatz ausgesondert hatten. Unter ihren Einfluss kam eine dritte Art von Menschen, die durch Vermischung entstanden waren, die «Marsmenschen». (Es fällt von diesen Erkenntnissen aus ein Licht auf die Urgründe der Planetenentstehung unseres Sonnensystems. Denn alle Körper dieses Systems sind entstanden durch die verschiedenen Reifezustände der sie bewohnenden Wesen. Doch kann hier natürlich nicht auf alle Einzelheiten der kosmischen Gliederungen eingegangen werden.) Diejenigen Menschen, welche in ihrem Lebensleibe das hohe Sonnenwesen selbst als vorhanden wahrnahmen, können «Sonnenmenschen» genannt werden. Das Wesen, das in ihnen als «höheres Ich» lebte — natürlich nur in den Generationen, nicht im einzelnen — ist dasjenige, welches später, als die Menschen eine bewusste Erkenntnis von ihm erlangten, mit verschiedenen Namen belegt wurde und das den Gegenwartsmenschen das ist, in dem sich ihnen das Verhältnis offenbart, welches der Christus zum Kosmos hat. Man kann dann noch «Saturnmenschen» unterscheiden. Bei ihnen trat als «höheres Ich» ein Wesen auf, das vor der Sonnentrennung mit seinen Genossen die gemeinsame Weltsubstanz verlassen musste. Es war dies eine Art von Menschen, welche nicht nur im Lebensleibe, sondern auch im physischen Leibe einen Teil hatten, welcher dem luziferischen Einfluss entzogen blieb.
[ 90 ] Nun war bei den niedriger stehenden Menschenarten der Lebensleib doch zu wenig geschützt, um den Einwirkungen des luziferischen Wesens genügend widerstehen zu können. Sie konnten die Willkür des in ihnen befindlichen Feuerfunkens des «Ich» so weit ausdehnen, dass sie in ihrem Umkreise mächtige Feuerwirkungen schädlicher Art hervorriefen. Die Folge war eine gewaltige Erdkatastrophe. Durch die Feuerstürme ging ein großer Teil der damals bewohnten Erde zugrunde und mit ihm die dem Irrtum verfallenen Menschen. Nur der kleinste Teil, der vom Irrtum zum Teil unberührt geblieben war, konnte sich auf ein Gebiet der Erde retten, das bis dahin geschützt war vor dem verderblichen menschlichen Einflusse. Als ein solcher Wohnplatz, der sich für die neue Menschheit besonders eignete, stellte sich das Land heraus, das auf dem Flecke der Erde war, der gegenwärtig vom Atlantischen Ozean bedeckt wird. Dorthin zog sich der am reinsten vom Irrtum gebliebene Teil der Menschen. Nur versprengte Menschheitsglieder bewohnten andere Gegenden. Im Sinne der Geisteswissenschaft kann) man das Erdengebiet zwischen dem gegenwärtigen Europa, Afrika und Amerika, das einstmals bestanden hat, «Atlantis» nennen. (In der entsprechenden Literatur wird in einer gewissen Art auf den charakterisierten dem atlantischen vorangegangenen Abschnitt der Menschheitsentwicklung hingewiesen. Er wird da das lemurische Zeitalter der Erde genannt, dem das atlantische folgte. Dagegen kann die Zeit, in welcher die Mondenkräfte ihre Hauptwirkungen noch nicht entfaltet hatten, das hyperboräische Zeitalter genannt werden. Diesem geht noch ein anderes voran, das also mit der allerersten Zeit der physischen Erdenentwicklung zusammenfällt. In der biblischen Überlieferung wird die Zeit vor der Einwirkung der luziferischen Wesen als die paradiesische Zeit geschildert und das Herabsteigen auf die Erde, das Verstricktwerden der Menschen in die Sinnenwelt, als die Vertreibung aus dem Paradiese.)
[ 91 ] Die Entwicklung im atlantischen Gebiet war die Zeit der eigentlichen Sonderung in Saturn-, Sonnen-, Jupiter- und Marsmenschen. Vorher wurden dazu eigentlich erst die Anlagen entfaltet. Nun hatte die Scheidung von Wach- und Schlafzustand für das Menschenwesen noch besondere Folgen, die besonders bei der atlantischen Menschheit hervortraten. Während der Nacht waren des Menschen astralischer Leib und Ich im Bereiche der über ihm stehenden Wesen bis zu den «Geistern der Persönlichkeit» hinauf. Durch denjenigen Teil seines Lebensleibes, der nicht mit dem physischen Leibe verbunden war, konnte der Mensch die Wahrnehmung der «Söhne des Lebens» (Engel) und der «Feuergeister» (Erzengel) haben. Denn er konnte mit dem nicht vom physischen Leib durchdrungenen Teil des Lebensleibes während des Schlafens vereinigt bleiben. Die Wahrnehmung der «Geister der Persönlichkeit» blieb allerdings undeutlich, eben wegen des luziferischen Einflusses. Mit den Engeln und Erzengeln wurden aber auf diese Art für den Menschen in dem geschilderten Zustande auch diejenigen Wesen sichtbar, welche als auf Sonne oder Mond Zurückgebliebene nicht das Erdendasein antreten konnten. Sie mussten deshalb in der seelisch-geistigen Welt verbleiben. Der Mensch zog sie aber durch das luziferische Wesen in den Bereich seiner vom physischen Leib getrennten Seele. Dadurch kam er mit Wesen in Berührung, welche in hohem Grade verführerisch auf ihn wirkten. Sie vermehrten in der Seele den Trieb zum Irrtum; namentlich zum Missbrauch der Wachstums- und Fortpflanzungskräfte, welche durch die Trennung von physischem Leib und Lebensleib in seiner Macht standen.
[ 92 ] Es war nun für einzelne Menschen des atlantischen Zeitalters die Möglichkeit gegeben, sich so wenig als möglich in die Sinnenwelt zu verstricken. Durch sie wurde der luziferische Einfluss aus einem Hindernis der Menschheitsentwicklung zum Mittel eines höheren Fortschreitens. Sie waren durch ihn in der Lage, früher, als es sonst möglich gewesen wäre, die Erkenntnis für die Erdendinge zu entfalten. Dabei versuchten diese Menschen den Irrtum aus ihrem Vorstellungsleben zu entfernen und die ursprünglichen Absichten der geistigen Wesen aus den Erscheinungen der Welt zu ergründen. Sie hielten sich frei von den nach der bloßen Sinnenwelt gelenkten Trieben und Begierden des astralischen Leibes. Dadurch wurden sie von dessen Irrtümern immer freier. Das führte bei ihnen Zustände herbei, durch welche sie bloß in jenem Teile des Lebensleibes wahrnahmen, welcher in der geschilderten Weise vom physischen Leibe getrennt war. In solchen Zuständen war das Wahrnehmungsvermögen des physischen Leibes wie ausgelöscht und dieser selbst wie tot. Dann wären sie durch den Lebensleib ganz verbunden mit dem R Reiche der «Geister der Form» und konnten von diesen erfahren, wie sie geführt und gelenkt werden von jenem hohen Wesen, das die Führung hatte bei der Trennung von Sonne und Erde, und durch das sich später den Menschen das Verständnis für den «Christus» eröffnete. Solche Menschen waren Eingeweihte (Initiierte). Weil aber des Menschen Individualität in der oben geschilderten Art in den Bereich der Mondwesen gekommen war, so konnten auch diese Eingeweihten in der Regel von dem Sonnenwesen nicht unmittelbar berührt werden, sondern es konnte ihnen nur wie in einer Spiegelung durch die Mondwesen gezeigt werden. Sie sahen dann nicht das Sonnenwesen unmittelbar, sondern dessen Abglanz. Sie wurden die Führer der anderen Menschheit, denen sie die erschauten Geheimnisse mitteilen konnten. Sie zogen sich Schüler heran, denen sie die Wege zur Erlangung des Zustandes wiesen, welcher zur Einweihung führt. Zur Erkenntnis dessen, was früher durch «Christus» sich offenbarte, konnten nur solche Menschen gelangen, die in angedeutetem Sinne zu den Sonnenmenschen gehörten. Sie pflegten ihr geheimnisvolles Wissen und die Verrichtungen, welche dazu führten, an einer besonderen Stätte, welche hier das Christus- oder Sonnenorakel genannt werden soll. (Oraculum im Sinne eines Ortes, wo die Absichten geistiger Wesen vernommen werden.) Das hier in bezug auf den Christus Gesagte wird nur dann nicht missverstanden werden, wenn man bedenkt, dass die übersinnliche Erkenntnis in dem Erscheinen des Christus auf der Erde ein Ereignis sehen muss, auf das als ein in der Zukunft Bevorstehendes diejenigen hingewiesen haben, welche vor diesem Ereignis mit dem Sinn der Erdenentwicklung bekannt waren. Man ginge fehl, wenn man bei diesen «Eingeweihten» ein Verhältnis zu dem Christus voraussetzen würde, das erst durch dieses Ereignis möglich geworden ist. Aber das konnten sie prophetisch begreifen und ihren Schülern begreiflich machen: «Wer von der Macht des Sonnenwesens berührt ist, der sieht den Christus an die Erde herankommen.»
[ 93 ] Andere Orakel wurden ins Leben gerufen von den Angehörigen der Saturn-, Mars- und Jupitermenschheit. Deren Eingeweihte führten ihr Anschauen nur bis zu den Wesenheiten, welche als entsprechende «höhere Iche» in ihren Lebensleibern enthüllt werden konnten. So entstanden Bekenner der Saturn-, der Jupiter-, der Marsweisheit. Außer diesen Einweihungsmethoden gab es solche für Menschen, welche vom luziferischen Wesen zu viel in sich aufgenommen hatten, um einen so großen Teil des Lebensleibes vom physischen Leibe getrennt sein zu lassen wie die Sonnenmenschen. Sie konnten auch nicht durch die genannten Zustände bis zur prophetischen ChristusOffenbarung gebracht werden. Sie mussten wegen ihres mehr vom luziferischen Prinzip beeinflussten Astralleibes schwierigere Vorbereitungen durchmachen, und dann konnten sie in einem weniger leibfreien Zustand als die andern zwar nicht die Offenbarung des Christus selbst enthüllt erhalten, aber die anderer hoher Wesen. Es gab solche Wesen, welche zwar bei der Sonnentrennung die Erde verlassen haben, aber doch nicht auf der Höhe standen, dass sie die Sonnenentwicklung auf die Dauer hätten mitmachen können. Sie gliederten sich nach der Trennung von Sonne und Erde einen Wohnplatz von der Sonne ab, die Venus. Deren Führer wurde das Wesen, welches nun für die geschilderten Eingeweihten und ihre Anhänger zum «höheren Ich» wurde. Ein ähnliches geschah mit dem führenden Geist des Merkur für eine andere Art Menschen. So entstanden das Venus- und das Merkurorakel. Eine gewisse Art von Menschen, die am meisten von dem luziferischen Einfluss aufgenommen hatten, konnte nur zu einem Wesen gelangen, welches mit seinen Genossen am frühesten von der Sonnenentwicklung wieder ausgestoßen worden ist. Es hat dieses keinen besonderen Planeten im Weltenraum, sondern lebt im Umkreis der Erde selbst noch, mit der es sich wieder vereinigt hat nach der Rückkehr von der Sonne. Diejenigen Menschen, welchen sich dieses Wesen als höheres Ich enthüllte, können die Anhänger des Vulkanorakels genannt werden. Ihr Blick war mehr den irdischen Erscheinungen zugewendet als derjenige der übrigen Eingeweihten. Sie legten die ersten Gründe zu dem, was später als Wissenschaften und Künste unter den Menschen entstand. Die Merkur-Eingeweihten dagegen begründeten das Wissen von den mehr übersinnlichen Dingen; und in noch höherem Grade taten dies die Venus-Eingeweihten. Die Vulkan-, Merkur- und Venus-Eingeweihten unterschieden sich von den Saturn-, Jupiter- und Mars-Eingeweihten dadurch, dass die letzteren ihre Geheimnisse mehr als eine Offenbarung von oben empfingen, mehr in einem fertigen Zustande; während die ersteren schon mehr in Form von eigenen Gedanken, von Ideen ihr Wissen enthüllt erhielten. In der Mitte standen die ChristusEingeweihten. Sie erhielten mit der Offenbarung in unmittelbarem Zustande auch zugleich die Fähigkeit, in menschliche Begriffsformen ihre Geheimnisse zu kleiden. Die Saturn-, Jupiter- und Mars-Eingeweihten mussten sich mehr in Sinnbildern aussprechen; die Christus-, Venus-, Merkur- und VulkanEingeweihten konnten sich mehr in Vorstellungen mitteilen.
[ 94 ] Was auf diese Art zur atlantischen Menschheit gelangte, kam auf dem Umwege durch die Eingeweihten. Aber auch die andere Menschheit erhielt durch das luziferische Prinzip besondere Fähigkeiten, indem durch die hohen kosmischen Wesenheiten das zum Heil verwandelt wurde, was sonst zum Verderben hätte werden können. Eine solche Fähigkeit ist die der Sprache. Sie wurde dem Menschen zuteil durch seine Verdichtung in die physische Stofflichkeit und durch die Trennung eines Teiles seines Lebensleibes vom physischen Leib. In den Zeiten nach der Mondentrennung fühlte sich das Gruppen-Ich verbunden. Doch verlor sich dieses gemeinsame Bewusstsein, welches Nachkommen mit Vorfahren verband, allmählich im Laufe der Generationen. Die späteren Nachkommen hatten dann nur bis zu einem nicht weit zurückliegenden Vorfahren die innere Erinnerung; zu den früheren Ahnen hinauf nicht mehr. In den Zuständen von Schlafähnlichkeit nur, in denen die Menschen mit der geistigen Welt in Berührung kamen, tauchte nun die Erinnerung an diesen oder jenen Vorfahren wieder auf. Die Menschen hielten sich dann wohl auch für eins mit diesem Vorfahren, den sie in ihnen wiedererschienen glaubten. Dies war eine irrtümliche Idee von der Wiederverkörperung, welche namentlich in der letzten atlantischen Zeit auftauchte. Die wahre Lehre von der Wiederverkörperung konnte nur in den Schulen der Eingeweihten erfahren werden. Die Eingeweihten schauten, wie im leibfreien Zustand die Menschenseele von Verkörperung zu Verkörperung geht. Und sie allein konnten die Wahrheit darüber ihren Schülern mitteilen.
[ 95 ] Die physische Gestalt des Menschen ist in der urfernen Vergangenheit, von welcher hier die Rede ist, noch weit verschieden von der gegenwärtigen. Diese Gestalt war in einem hohen Grade noch der Ausdruck der seelischen Eigenschaften. Der Mensch bestand noch aus einer feineren, weicheren Stofflichkeit, als er später angenommen hat. Was gegenwärtig verfestigt ist, war in den Gliedern weich, biegsam und bildsam. Ein mehr seelischer, geistigerer Mensch war von zartem, beweglichem, ausdrucksvollem Körperbau. Ein geistig wenig entwickelter von groben, unbeweglichen, wenig bildsamen Körperformen. Seelische Vorgeschrittenheit zog die Glieder zusammen; die Gestalt wurde klein erhalten; seelische Zurückgebliebenheit und Verstricktheit in die Sinnlichkeit drückte sich in riesenhafter Größe aus. Während der Mensch in der Wachstumsperiode war, formte sich in einer Art, die für gegenwärtige Vorstellungen fabelhaft, ja phantastisch erscheinen muss, der Körper nach dem, was in der Seele sich bildete. Verdorbenheit in den Leidenschaften, Trieben und Instinkten zog ein Anwachsen des Materiellen im Menschen ins Riesenhafte nach sich. Die gegenwärtige physische Menschengestalt ist durch Zusammenziehen, Verdichtung und Verfestigung des atlantischen Menschen entstanden. Und während vor der atlantischen Zeit der Mensch als ein getreues Abbild seiner seelischen Wesenheit vorhanden war, trugen gerade die Vorgänge der atlantischen Entwicklung die Ursachen in sich, welche zu dem nachatlantischen Menschen führten, der in seiner physischen Gestalt fest und von den seelischen Eigenschaften verhältnismäßig wenig abhängig ist. (Das Tierreich ist in seinen Formen in weit älteren Zeiten auf der Erde dicht geworden als der Mensch.) — Die Gesetze, welche gegenwärtig der Bildung der Formen in den Naturreichen zugrunde liegen, dürfen durchaus nicht auf fernere Vergangenheiten ausgedehnt werden.
[ 96 ] Gegen die Mitte der atlantischen Entwicklungszeit machte sich allmählich ein Unheil in der Menschheit geltend. Die Geheimnisse der Eingeweihten hätten sorgfältig vor solchen Menschen behütet werden müssen, welche nicht durch Vorbereitung ihren Astralleib von Irrtum gereinigt hatten. Erlangen diese eine solche Einsicht in die verborgenen Erkenntnisse, in die Gesetze, wodurch die höheren Wesen die Naturkräfte lenken, so stellen sie dieselben in den Dienst ihrer verirrten Bedürfnisse und Leidenschaften. Die Gefahr war um so größer, als ja die Menschen, wie geschildert worden ist, in den Bereich niederer Geisteswesen kamen, welche die regelmäßige Erdenentwicklung nicht mitmachen konnten, daher ihr entgegenwirkten. Diese beeinflussten die Menschen fortwährend so, dass sie ihnen Interessen einflößten, welche gegen das Heil der Menschheit in Wahrheit gerichtet waren. Nun hatten aber die Menschen noch die Fähigkeit, die Wachstums- und die Fortpflanzungskräfte der tierischen und der menschlichen Natur in ihren Dienst zu stellen. — Den Versuchungen von seiten niederer Geistwesen unterlagen nicht nur gewöhnliche Menschen, sondern auch ein Teil der Eingeweihten. Sie kamen dazu, die genannten übersinnlichen Kräfte in einen Dienst zu stellen, welcher der Entwicklung der Menschheit zuwiderlief. Und sie suchten sich zu diesem Dienst Genossen, welche nicht eingeweiht waren und welche ganz im niederen Sinne die Geheimnisse des übersinnlichen Naturwirkens anwandten. Die Folge war eine große Verderbnis der Menschheit. Das Übel breitete sich immer mehr aus. Und weil die Wachstums- und Fortpflanzungskräfte dann, wenn sie ihrem Mutterboden entrissen und selbständig verwendet werden, in einem geheimnisvollen Zusammenhange stehen mit gewissen Kräften, die in Luft und Wasser wirken, so wurden durch die menschlichen Taten gewaltige verderbliche Naturmächte entfesselt. Das führte zur allmählichen Zerstörung des atlantischen Gebietes durch Luft- und Wasserkatastrophen der Erde. Die atlantische Menschheit musste auswandern, insofern sie in den Stürmen nicht zugrunde ging. Damals erhielt die Erde durch diese Stürme ein neues Antlitz. Auf der einen Seite kamen Europa, Asien und Afrika allmählich zu den Gestalten, die sie gegenwärtig haben. Auf der andern Seite Amerika. Nach diesen Ländern gingen große Wanderzüge. Für unsere Gegenwart sind besonders diejenigen dieser Züge wichtig, welche von der Atlantis ostwärts gingen. Europa, Asien, Afrika wurden nach und nach von den Nachkommen der Atlantier besiedelt. Verschiedene Völker schlugen da ihre Wohnsitze auf. Sie standen auf verschiedenen Höhen der Entwicklung, aber auch auf verschiedenen Höhen des Verderbnisses. Und in ihrer Mitte zogen die Eingeweihten, die Behüter der Orakel-Geheimnisse. Diese begründeten in verschiedenen Gegenden Stätten, in denen die Dienste des Jupiter, der Venus und so weiter in gutem, aber auch in schlechtem Sinne gepflegt wurden. Einen besonders ungünstigen Einfluss übte der Verrat der Vulkan-Geheimnisse aus. Denn der Blick von deren Bekennern war am meisten auf die irdischen Verhältnisse gerichtet. Die Menschheit wurde durch diesen Verrat in Abhängigkeit von geistigen Wesen gebracht, welche infolge ihrer vorangegangenen Entwicklung sich gegen alles ablehnend verhielten, was aus der geistigen Welt kam, die sich durch die Trennung der Erde von der Sonne entwickelt hatte. Sie wirkten ihrer so entwickelten Anlage gemäß gerade in dem Elemente, welches im Menschen sich dadurch ausbildete, dass er in der sinnlichen Welt Wahrnehmungen hatte, hinter denen das Geistige sich verhüllt. Diese Wesen erlangten nunmehr einen großen Einfluss auf viele menschliche Erdenbewohner. Und derselbe machte sich zunächst dadurch geltend, dass dem Menschen das Gefühl für das Geistige immer mehr genommen wurde. — Weil sich in diesen Zeiten die Größe, Form und Bildsamkeit des menschlichen physischen Körpers noch in hohem Grade nach den Eigenschaften der Seele richtete, so war die Folge jenes Verrates auch in Veränderungen des Menschengeschlechtes nach dieser Richtung hin zutage getreten. Wo die Verderbtheit der Menschen besonders dadurch sich geltend machte, dass übersinnliche Kräfte in den Dienst niederer Triebe, Begierden und Leidenschaften gestellt wurden, da wurden unförmige, an Größe und Form groteske Menschengestalten gebildet. Diese konnten sich allerdings nicht über die atlantische Periode hinaus erhalten. Sie starben aus. Die nachatlantische Menschheit hat sich physisch aus denjenigen atlantischen Vorfahren herausgebildet, bei denen schon eine solche Verfestigung der körperlichen Gestalt eingetreten war, dass diese den nunmehr naturwidrig gewordenen Seelenkräften nicht nachgaben. — Es gab einen gewissen Zeitraum in der atlantischen Entwicklung, in welchem für die Menschengestalt durch die in und um die Erde herrschenden Gesetze gerade diejenigen Bedingungen herrschten, unter denen sie sich verfestigen musste. Diejenigen Menschen-Rassen-Formen, welche sich vor diesem Zeitraum verfestigt hatten, konnten sich zwar lange fortpflanzen, doch wurden nach und nach die in ihnen sich verkörpernden Seelen so beengt, dass die Rassen aussterben mussten. Allerdings erhielten sich gerade manche von diesen Rassenformen bis in die nach-atlantischen Zeiten hinein; die genügend beweglich gebliebenen in veränderter Form sogar sehr lange. Diejenigen Menschenformen, welche über den charakterisierten Zeitraum hinaus bildsam geblieben waren, wurden namentlich zu Körpern für solche Seelen, welche in hohem Maße den schädlichen Einfluss des gekennzeichneten Verrats erfahren haben. Sie waren zu baldigem Aussterben bestimmt.
[ 97 ] Es hatten sich demnach seit der Mitte der atlantischen Entwicklungszeit Wesen im Bereich der Menschheitsentwicklung geltend gemacht, welche dahin wirkten, dass der Mensch sich in die sinnlich-physische Welt in einer ungeistigen Art hineinlebte. Das konnte so weit gehen, dass ihm statt der wahren Gestalt dieser Welt Trugbilder und Wahnphantome, Illusionen aller Art erschienen. Nicht nur dem luziferischen Einfluss war der Mensch ausgesetzt, sondern auch demjenigen dieser anderen Wesen, auf die oben hingedeutet worden ist und deren Führer nach der Benennung, die er später in der persischen Kultur erhalten hat, Ahriman genannt werden möge. (Der Mephistopheles ist dasselbe Wesen.) Durch diesen Einfluss kam der Mensch nach dem Tode unter Gewalten, welche ihn auch da nur als ein Wesen erscheinen ließen, welches den irdisch-sinnlichen Verhältnissen zugewandt ist. Der freie Ausblick in die Vorgänge der geistigen Welt wurde ihm immer mehr genommen. Er musste sich in der Gewalt des Ahriman fühlen und bis zu einem gewissen Maße ausgeschlossen sein von der Gemeinschaft mit der geistigen Welt.
[ 98 ] Von besonderer Bedeutung war eine Orakelstätte, welche sich in dem allgemeinen Niedergang den alten Dienst am reinsten bewahrt hatte. Sie gehörte zu den Christus-Orakeln. Und deswegen konnte sie nicht nur das Geheimnis des Christus selbst bewahren, sondern auch die Geheimnisse der anderen Orakel. Denn im 0ffenbarwerden des erhabensten Sonnengeistes wurden auch die Führer des Saturn, Jupiter und so weiter enthüllt. Man kannte im Sonnenorakel das Geheimnis, solche menschlichen Lebensleiber bei diesem oder jenem Menschen hervorzubringen, wie sie die besten der Eingeweihten des Jupiter, des Merkur usw. gehabt haben. Man bewirkte mit den Mitteln, die man dazu hatte und welche hier nicht weiter zu besprechen sind, dass die Abdrücke der besten Lebensleiber der alten Eingeweihten sich erhielten und späteren geeigneten Menschen eingeprägt wurden. Durch die Venus-, Merkur- und VulkanEingeweihten konnten solche Vorgänge auch für die Astralleiber sich abspielen.
[ 99 ] In einer gewissen Zeit sah sich der Führer der ChristusEingeweihten vereinsamt mit einigen Genossen, denen er die Geheimnisse der Welt nur in einem sehr beschränkten Maße mitteilen konnte. Denn diese Genossen waren solche Menschen, welche als Naturanlage am wenigsten von der Trennung des physischen und des Lebensleibes mitbekommen hatten. Solche Menschen waren in diesem Zeitraum überhaupt die besten für den weiteren Menschheitsfortschritt. Bei ihnen hatten sich allmählich immer weniger die Erlebnisse im Bereich des Schlafzustandes eingestellt. Die geistige Welt war ihnen immer mehr verschlossen worden. Dafür fehlte ihnen aber auch das Verständnis für alles das, was sich in alten Zeiten enthüllt hatte, wenn der Mensch nicht in seinem physischen Leibe, sondern nur in seinem Lebensleibe war. Die Menschen der unmittelbaren Umgebung jenes Führers des Christus-Orakels waren am meisten vorgeschritten in bezug auf die Vereinigung des früher von dem physischen Leibe getrennt gewesenen Teiles des Lebensleibes mit jenem. Diese Vereinigung stellte sich nun nach und nach in der Menschheit ein als Folge der Umänderung, die mit dem atlantischen Wohnplatz und der Erde überhaupt vor sich gegangen war. Der physische Leib und der Lebensleib des Menschen kamen immer mehr zur Deckung. Dadurch gingen die frühere nun begrenzten Fähigkeiten des Gedächtnisses verloren, und das menschliche Gedankenleben begann. Der mit dem physischen Leib verbundene Teil des Lebensleibes wandelte das physische Gehirn zum eigentlichen Denkwerkzeuge um, und der Mensch empfand eigentlich erst von jetzt ab sein «Ich» im physischen Leibe. Es erwachte da erst das Selbstbewusstsein. Das war nur bei einem geringen Teile der Menschheit zunächst der Fall, vorzüglich bei den Genossen des Führers des ChristusOrakels. Die anderen über Europa, Asien und Afrika zerstreuten Menschenmassen bewahrten in den verschiedensten Graden die Reste der alten Bewusstseinszustände. Sie hatten daher eine unmittelbare Erfahrung von der übersinnlichen Welt. — Die Genossen des Christus-Eingeweihten waren Menschen mit hoch entwickeltem Verstande, aber von allen Menschen jener Zeit hatten sie die geringsten Erfahrungen auf übersinnlichem Gebiete. Mit ihnen zog jener Eingeweihte von Westen nach Osten, nach einem Gebiete in Innerasien. Er wollte sie möglichst behüten vor der Berührung mit den in der Bewusstseinsentwicklung weniger vorgeschrittenen Menschen. Er erzog diese Genossen im Sinne der ihm offenbaren Geheimnisse; namentlich wirkte er in dieser Art auf deren Nachkommen. So bildete er sich eine Schar von Menschen heran, welche in ihre Herzen die Impulse aufgenommen hatten, die den Geheimnissen der ChristusEinweihung entsprachen. Aus dieser Schar wählte er die sieben besten aus, dass sie solche Lebensleiber und Astralleiber haben konnten, welche den Abdrücken der Lebensleiber der sieben besten atlantischen Eingeweihten entsprachen. So erzog er je einen Nachfolger der Christus-, Saturn-, Jupiterusw. Eingeweihten. Diese sieben Eingeweihten wurden die Lehrer und Führer derjenigen Menschen, welche in der nachatlantischen Zeit den Süden von Asien, namentlich das alte Indien besiedelt hatten. Da diese großen Lehrer eigentlich mit Nachbildern der Lebensleiber ihrer geistigen Vorfahren begabt waren, reichte das, was in ihrem Astralleibe war, nämlich ihr selbstverarbeitetes Wissen und Erkennen, nicht bis zu dem, was ihnen durch ihren Lebensleib enthüllt wurde. Sie mussten, wenn diese Offenbarungen in ihnen sprechen sollten, ihr eigenes Wissen und Erkennen zum Schweigen bringen. Dann sprachen aus ihnen und durch sie die hohen Wesenheiten, welche auch für ihre geistigen Vorfahren gesprochen hatten. Außer in den Zeiten, wo diese Wesenheiten durch sie sprachen, waren sie schlichte Menschen, begabt mit dem Maße von Verstandes- und Herzensbildung, das sie sich selbst erarbeitet hatten.
[ 100 ] In Indien wohnte damals eine Menschenart, welche von dem alten Seelenzustande der Atlantier, der die Erfahrungen in der geistigen Welt gestattete, sich vorzüglich eine lebendige Erinnerung an denselben bewahrt hatte. Bei einer großen Anzahl dieser Menschen war auch ein gewaltiger Zug des Herzens und des Gemütes nach den Erlebnissen dieser übersinnlichen Welt vorhanden. Durch eine weise Schicksalsführung war der Hauptteil dieser Menschenart aus den besten Teilen der atlantischen Bevölkerung nach Südasien gekommen. Außer diesem Hauptteil waren andere Teile zu anderen Zeiten zugewandert. Für diesen Menschenzusammenhang bestimmte der genannte ChristusEingeweihte zu Lehrern seine sieben großen Schüler. Sie gaben diesem Volke ihre Weisheit und ihre Gebote. Nur geringer Vorbereitung bedurfte mancher dieser alten Indier, um in sich rege zu machen die kaum verlöschten Fähigkeiten, die zur Beobachtung in der übersinnlichen Welt führten. Denn es war eigentlich die Sehnsucht nach dieser Welt eine Grundstimmung der indischen Seele. In dieser Welt, so empfand man, war die Urheimat der Menschen. Aus dieser Welt sind sie herausversetzt in diejenige, welche das äußere sinnliche Anschauen und der an dieses Anschauen gebundene Verstand liefern kann. Die übersinnliche Welt fühlte man als die wahre und die sinnliche als eine Täuschung der menschlichen Wahrnehmung, eine Illusion (Maja). Mit allen Mitteln strebte man darnach, sich den Einblick in die wahre Welt zu eröffnen. Der illusorischen Sinnenwelt vermochte man kein Interesse entgegenzubringen, oder doch nur insofern, als sie sich als Schleier für die übersinnliche erweist. Die Macht, die von den sieben großen Lehrern auf solche Menschen ausgehen konnte, war gewaltig. Das, was durch sie geoffenbart werden konnte, lebte sich tief in die indischen Seelen ein. Und weil der Besitz der überkommenen Lebens- und Astralleiber diesen Lehrern hohe Kräfte verlieh, so konnten sie auch magisch auf ihre Schüler wirken. Sie lehrten eigentlich nicht. Sie wirkten wie durch Zauberkräfte von Persönlichkeit zu Persönlichkeit. So entstand eine Kultur, welche von übersinnlicher Weisheit ganz durchdrungen war. Was in den Weisheitsbüchern der Inder (in den Veden) enthalten ist, gibt nicht die ursprüngliche Gestalt der hohen Weistümer, welche in der ältesten Zeit durch die großen Lehrer gepflegt worden sind, sondern nur einen schwachen Nachklang. Nur der rückwärts gewendete übersinnliche Blick kann eine ungeschriebene Urweisheit hinter der geschriebenen finden. Ein Zug, welcher in dieser Urweisheit besonders hervortritt, ist das harmonische Zusammenklingen der verschiedenen Orakel-Weisheiten der atlantischen Zeit. Denn ein jeder der großen Lehrer konnte eine dieser Orakel-Weisheiten enthüllen. Und die verschiedenen Seiten der Weisheit gaben einen vollkommenen Einklang, weil hinter ihnen stand die Grundweisheit der prophetischen Christus-Einweihung. Zwar stellte derjenige Lehrer, welcher der geistige Nachfolger des Christus-Eingeweihten war, nicht dasjenige dar, was der Christus-Eingeweihte selbst enthüllen konnte. Dieser war im Hintergrunde der Entwicklung geblieben. Zunächst konnte er sein hohes Amt keinem Nachatlantier übertragen. Der Christus-Eingeweihte der sieben großen indischen Lehrer unterschied sich von ihm dadurch, dass er ja vollständig sein Schauen des Christus-Geheimnisses in menschliche Vorstellungen hatte verarbeiten können, während jener indische Christus-Eingeweihte nur einen Abglanz dieses Geheimnisses in Sinnbildern und Zeichen darstellen konnte. Denn sein menschlich erarbeitetes Vorstellen reichte nicht bis zu diesem Geheimnisse. Aber aus der Vereinigung der sieben Lehrer ergab sich in einem großen Weisheitsbilde eine Erkenntnis der übersinnlichen Welt, von welcher in dem alten atlantischen Orakel nur die einzelnen Glieder haben verkündet werden können. Es wurden die großen Führerschaften der kosmischen Welt enthüllt und leise hingewiesen auf den einen großen Sonnengeist, den Verborgenen, der über denen thront, welche durch die sieben Lehrer geoffenbart wurden.
[ 101 ] Was hier unter «alten Indiern» verstanden wird, fällt nicht zusammen mit demjenigen, was gewöhnlich darunter gemeint wird. Äußere Dokumente aus jener Zeit, von der hier gesprochen wird, gibt es nicht. Das gewöhnlich «Inder» genannte Volk entspricht einer Entwicklungsstufe der Geschichte, welche sich erst lange nach der hier gemeinten Zeit gebildet hat. Es ist eben zu erkennen eine erste nachatlantische Erdenperiode, in welcher die hier charakterisierte «indische» Kultur die herrschende war; dann bildete sich eine zweite nachatlantische, in welcher dasjenige an Kultur herrschend wurde, was später in dieser Schrift «urpersische» genannt werden wird; und noch später entwickelte sich die ebenfalls noch zu schildernde ägyptischchaldäische Kultur. Während der Ausbildung dieser zweiten und dritten nachatlantischen Kulturepoche erlebte auch das «alte» Indiertum eine zweite und dritte Epoche. Und von dieser dritten Epoche gilt dasjenige, was gewöhnlich vom alten Indien dargestellt wird. Man darf also nicht dasjenige, was hier geschildert wird, auf das «alte Indien» beziehen, von dem sonst die Rede ist.
[ 102 ] Ein andrer Zug dieser altindischen Kultur ist derjenige, welcher später zur Einteilung der Menschen in Kasten führte. Die in Indien Wohnenden waren Nachkommen von Atlantiern, die zu verschiedenen Menschenarten, Saturn-, Jupiterusw. Menschen gehörten. Durch die übersinnlichen Lehren wurde begriffen, dass eine Seele nicht durch Zufall in diese oder jene Kaste versetzt wurde, sondern dadurch, dass sie sich selbst für dieselbe bestimmt hatte. Ein solches Begreifen der übersinnlichen Lehren wurde hier insbesondere dadurch erleichtert, dass bei vielen Menschen die oben charakterisierten inneren Erinnerungen an die Vorfahren rege gemacht werden konnten, welche allerdings auch leicht zu einer irrtümlichen Idee von der Wiederverkörperung führten. Wie in dem atlantischen Zeitalter nur durch die Eingeweihten die wahre Idee der Wiederverkörperung erlangt werden konnte, so im ältesten Indien nur durch die unmittelbare Berührung mit den großen Lehrern. Jene oben erwähnte irrtümliche Idee von der Wiederverkörperung fand allerdings bei den Völkern, welche sich infolge des Untergangs der Atlantis über Europa, Asien und Afrika verbreiteten, die denkbar größte Ausdehnung. Und weil diejenigen Eingeweihten, welche während der atlantischen Entwicklung auf Abwege geraten waren, auch dieses Geheimnis Unreifen mitgeteilt hatten, so gerieten die Menschen immer mehr zu einer Verwechselung der wahren mit der irrtümlichen Idee. Es war ja diesen Menschen wie eine Erbschaft der atlantischen Zeit eine Art dämmerhaften Hellsehens vielfach geblieben. Wie die Atlantier im Schlafe in den Bereich der geistigen Welt kamen, so erlebten ihre Nachkommen in abnormen Zwischenzuständen zwischen Wachen und Schlaf diese geistige Welt. Da traten in ihnen die Bilder alter Zeit auf, der ihre Vorfahren angehört hatten. Sie hielten sich für Wiederverkörperungen von Menschen, welche in solcher Zeit gelebt hatten. Lehren über die Wiederverkörperung, welche mit den echten Ideen der Eingeweihten im Widerspruch standen, breiteten sich über den ganzen Erdkreis aus.
[ 103 ] In den vorderasiatischen Gebieten hatte sich als Ergebnis der langdauernden Wanderzüge, die sich seit dem Beginne der atlantischen Zerstörung von Westen nach Osten bewegten, ein Volkszusammenhang sesshaft gemacht, dessen Nachkommenschaft die Geschichte als das persische Volk und die mit diesem verwandten Stämme kennt. Die übersinnliche Erkenntnis muss allerdings zu viel früheren Zeiten zurückgehen als zu den geschichtlichen dieser Völker. Zunächst ist die Rede von sehr frühen Vorfahren der späteren Perser, f unter denen das zweite große Kulturzeitalter der nachatlantischen Entwicklung, nach dem indischen, entstand. Die Völker dieses zweiten Zeitalters hatten eine andere Aufgabe als die indischen. Sie waren mit ihren Sehnsuchten und Neigungen nicht bloß der übersinnlichen Welt zugewendet; sie waren veranlagt für die physischsinnliche Welt. Sie gewannen die Erde lieb. Sie schätzten, was sich der Mensch auf dieser erobern und was er durch ihre Kräfte gewinnen kann. Was sie als Kriegsvolk vollführten und auch was sie als Mittel erfanden, um der Erde ihre Schätze abzugewinnen, steht im Zusammenhang mit dieser Eigenart ihres Wesens. Bei ihnen war nicht die Gefahr vorhanden, dass sie durch ihre Sehnsucht nach dem Übersinnlichen sich völlig abkehren könnten von der «Illusion» des Physisch-Sinnlichen, sondern eher diejenige, dass sie durch ihren Sinn für dieses den seelischen Zusammenhang mit der übersinnlichen Welt ganz verlieren könnten. Auch die Orakelstätten, welche sich aus dem alten atlantischen Gebiet hierher verpflanzt hatten, trugen in ihrer Art den allgemeinen Charakter des Volkes. Es wurde da von Kräften, die man sich einstmals durch die Erlebnisse der übersinnlichen Welt hatte aneignen können und welche man in gewissen niederen Formen noch beherrschen konnte, dasjenige gepflegt, was die Erscheinungen der Natur so lenkt, dass sie den persönlichen Interessen des Menschen dienen. Dieses alte Volk hatte noch eine große Macht in der Beherrschung solcher Naturkräfte, die später vor dem menschlichen Willen sich zurückzogen. Die Hüter der Orakel geboten über innere Kräfte, welche mit dem Feuer und andern Elementen in Zusammenhang standen. Man kann sie Magier nennen. Was sie sich als Erbschaft von übersinnlicher Erkenntnis und übersinnlichen Kräften aus alten Zeiten bewahrt hatten, war allerdings schwach im Verhältnis zu dem, was der Mensch in urferner Vergangenheit vermochte. Aber es nahm doch alle Formen an, von edlen Künsten, die nur das Menschenheil im Auge hatten, bis zu den verwerflichsten Verrichtungen. In diesen Menschen waltete das luziferische Wesen auf eine besondere Art. Es hatte sie mit allem in Zusammenhang gebracht, was den Menschen von den Absichten derjenigen höheren Wesen ablenkt, welche ohne den luziferischen Einschlag allein die Menschheitsentwicklung vorwärts gelenkt hätten. Auch diejenigen Glieder dieses Volkes, welche noch mit Resten des alten hellseherischen Zustandes, des oben geschilderten Zwischenzustandes zwischen Wachen und Schlafen, begabt waren, fühlten sich zu den niederen Wesen der geistigen Welt sehr hingezogen. Es musste diesem Volke ein geistiger Antrieb gegeben werden, welcher diesen Charaktereigenschaften entgegenwirkte. Ihm wurde aus derselben Quelle, aus welcher auch das alte indische Geistesleben kam, von dem Bewahrter der Geheimnisse des Sonnenorakels, eine Führerschaft gegeben.
[ 104 ] Der Führer der urpersische Geisteskultur, der von jenem. Hüter des Sonnenorakels dem in Rede stehenden Volke gegeben wurde, kann mit demselben Namen bezeichnet werden, welchen die Geschichte als Zarathustra oder Zoroaster kennt. Nur muss betont werden, dass die hier gemeinte Persönlichkeit einer viel früheren Zeit angehört, als die ist, in welche die Geschichte den Träger dieses Namens setzt. Doch kommt es hier nicht auf die äußere geschichtliche Forschung, sondern auf Geisteswissenschaft an. Und wer an eine spätere Zeit bei dem Träger des Zarathustra-Namens denken muss, der mag den Einklang mit der Geisteswissenschaft darin suchen, dass er sich einen Nachfolger des ersten großen Zarathustra vorstellt, der dessen Namen angenommen hat und im Sinne von dessen Lehre wirkt. — Der Antrieb, den Zarathustra seinem Volke zu geben hatte, bestand darin, dass er es darauf hinwies, wie die sinnlich-physische Welt nicht bloß das Geistlose ist, das dem Menschen entgegentritt, wenn er sich unter den ausschließlichen Einfluss des luziferischen Wesens begibt. Diesem Wesen verdankt der Mensch seine persönliche Selbständigkeit und sein Freiheitsgefühl. Es soll aber in ihm im Einklang mit dem entgegengesetzten geistigen Wesen wirken. Bei dem urpersischen Volke kam es darauf an, den Sinn rege zu erhalten für dies letztere geistige Wesen. Durch seine Neigung für die sinnlich-physische Welt drohte ihm die vollständige Verschmelzung mit den luziferischen Wesen. Zarathustra hatte nun durch den Hüter des Sonnen-Orakels eine solche Einweihung erhalten, dass ihm die Offenbarungen der hohen Sonnenwesen zuteil werden konnten. In besonderen Zuständen seines Bewusstseins, zu denen ihn seine Schulung geführt hatte, konnte er den Führer der Sonnenwesen schauen, welcher den menschlichen Lebensleib in der oben geschilderten Art in seinen Schutz genommen hatte. Er wusste, dass dieses Wesen die Führung der Menschheitsentwicklung lenkt, dass es aber erst zu einer gewissen Zeit aus dem Weltenraum auf die Erde herniedersteigen konnte. Dazu ist notwendig, dass es ebenso im Astralleibe eines Menschen leben konnte, wie es seit dem Einschlag des luziferischen Wesens im Lebensleibe wirkte. Es musste ein Mensch dazu erscheinen, der den Astralleib wieder auf eine solche Stufe zurückverwandelt hatte, wie sie dieser ohne Luzifer zu einer gewissen andern Zeit (in der Mitte der atlantischen Entwicklung) erlangt haben würde. Wäre Luzifer nicht gekommen, so wäre der Mensch zwar früher zu dieser Stufe gelangt, aber ohne persönliche Selbständigkeit und ohne die Möglichkeit der Freiheit. Nunmehr aber sollte trotz dieser Eigenschaften der Mensch wieder zu dieser Höhe kommen. Zarathustra sah in seinen Seherzuständen voraus, dass in der Zukunft innerhalb der Menschheitsentwicklung eine Persönlichkeit möglich sein würde, welche einen solch entsprechenden Astralleib haben würde. Aber er wusste auch, dass vor dieser Zeit die geistigen Sonnenkräfte nicht auf Erden gefunden werden können, dass sie aber von der übersinnlichen Anschauung im Bereich des geistigen Teiles der Sonne wahrgenommen werden können. Er konnte diese Kräfte schauen, wenn er seinen Seherblick auf die Sonne lenkte. Und er verkündigte seinem Volke das Wesen dieser Kräfte, die vorerst nur in der geistigen Welt zu finden waren und später auf die Erde herabsteigen sollten. Es war dies die Verkündigung des großen Sonnen- oder Lichtgeistes (der Sonnen-Aura, Ahura-mazdao, Ormuzd). Dieser Lichtgeist offenbart sich für Zarathustra und seine Anhänger als der Geist, der dem Menschen sein Antlitz aus der geistigen Welt zuwendet und der innerhalb der Menschheit die Zukunft vorbereitet. Es ist der auf Christus vor seiner Erscheinung auf Erden auf diesen hinweisende Geist, den Zarathustra als den Lichtgeist verkündet. Dagegen stellt er in Ahriman (Angra mainju) eine Macht dar, welche durch ihren Einfluss auf das menschliche Seelenleben verderblich wirkt, wenn dieses sich ihr einseitig hingibt. Es ist diese Macht keine andere als die schon oben charakterisierte, welche seit dem Verrat der Vulkan-Geheimnisse eine besondere Herrschaft auf der Erde erlangt hatte. Neben der Botschaft von dem Lichtgotte wurden von Zarathustra Lehren von denjenigen geistigen Wesenheiten verkündet, die dem geläuterten Sinn des Sehers als Genossen des Lichtgeistes offenbar werden und zu denen die Versucher einen Gegensatz bildeten, welche dem ungeläuterten Reste der Hellsichtigkeit erschienen, der sich aus der atlantischen Zeit erhalten hatte. Es sollte dem urpersischen Volke klar gemacht werden, wie in der Menschenseele, insofern diese dem Wirken und Streben in der sinnlichphysischen Welt zugewandt ist, sich ein Kampf zwischen der Macht des Lichtgottes und der seines Gegners abspielt und wie sich der Mensch zu verhalten habe, damit ihn der letztere nicht in den Abgrund führe, sondern sein Einfluss durch die Kraft des ersteren ins Gute gelenkt werde.
[ 105 ] Eine dritte Kulturepoche der nachatlantischen Zeit wurde bei den Völkern geboren, die durch die Wanderzüge zuletzt in Vorderasien und Nordafrika zusammengeströmt waren. Bei den Chaldäern, Babyloniern, Assyrern einerseits, bei den Ägyptern andererseits bildete sie sich aus. Bei diesen Völkern war der Sinn für die physisch-sinnliche Welt noch in einer andern Art ausgebildet als bei den Urpersern. Sie hatten viel mehr als andere in sich aufgenommen von der Geistesanlage, welche dem seit den letzten atlantischen Zeiten erstandenen Denkvermögen, der Verstandesbegabung, die Grundlage gibt. Es war ja die Aufgabe der nachatlantischen Menschheit, diejenigen Seelenfähigkeiten in sich zu entfalten, welche gewonnen werden konnten durch die erwachten Gedanken- und Gemütskräfte, die nicht von der geistigen Welt unmittelbar angeregt werden, sondern dadurch entstehen, dass der Mensch die Sinnenwelt betrachtet, sich in ihr einlebt und sie bearbeitet. Die Eroberung dieser sinnlichphysischen Welt durch jene menschlichen Fähigkeiten muss als die Mission des nachatlantischen Menschen angesehen werden. Von Stufe zu Stufe schreitet diese Eroberung vorwärts. Im alten Indien ist zwar der Mensch durch seine Seelenverfassung schon auf diese Welt gerichtet. Er sieht sie aber noch als Illusion an, und sein Geist ist der übersinnlichen Welt zugewendet. Im urpersischen Volke tritt im Gegensatz dazu das Bestreben auf, die physisch-sinnliche Welt zu erobern; aber dies wird zum großen Teil noch mit jenen Seelenkräften versucht, welche als Erbstück aus einer Zeit geblieben sind, da der Mensch unmittelbar zur übersinnlichen Welt hinauf reichen konnte. Bei den Völkern der dritten Kulturepoche ist die Seele der übersinnlichen Fähigkeiten zum großen Teile verlustig gegangen. Sie muss in der sinnlichen Umwelt die Offenbarungen des Geistigen erforschen und durch die Entdeckung und Erfindung der aus dieser Welt sich ergebenden Kulturmittel sich weiter bilden. Dadurch, dass aus der physisch-sinnlichen Welt die Gesetze des hinter ihr stehenden Geistigen erforscht wurden, entstanden die menschlichen Wissenschaften; dadurch, dass die Kräfte dieser Welt erkannt und verarbeitet wurden, die menschliche Technik, die künstlerische Arbeit und deren Werkzeuge und Mittel. Dem Menschen der chaldäisch-babylonischen Völker war die Sinnenwelt nicht mehr eine Illusion, sondern in ihren Reichen, in Bergen und Meeren, in Luft und Wasser, eine Offenbarung der geistigen Taten dahinterstehender Mächte, deren Gesetze er zu erkennen trachtete. Dem Ägypter war die Erde ein Feld seiner Arbeit, das ihm in einem Zustand übergeben wurde, den er durch seine eigenen Verstandeskräfte so umzuwandeln hatte, dass er als Abdruck menschlicher Macht erschien. Nach Ägypten waren von der Atlantis her Orakelstätten verpflanzt worden, welche vorzugsweise dem Merkur-Orakel entstammten. Doch gab es auch andere, zum Beispiel Venus-Orakel. In dasjenige, was durch diese Orakelstätten im ägyptischen Volke gepflegt werden konnte, wurde ein neuer Kulturkeim gesenkt. Er ging aus von einem großen Führer, welcher seine) Schulung innerhalb der persischen Zarathustra-Geheimnisse genossen hatte. (Er war die wiederverkörperte Persönlichkeit eines Jüngers des großen Zarathustra selbst.) Er sei in Anlehnung an einen geschichtlichen Namen «Herbes» genannt. Durch das Aufnehmen der Zarathustra-Geheimnisse konnte er den rechten Weg für die Lenkung des ägyptischen Volkes finden. Dieses Volk hatte im irdischen Leben, zwischen Geburt und Tod, den Sinn der physisch-sinnlichen Welt so zugelenkt, dass es zwar unmittelbar die dahinterstehende Geisteswelt nur in beschränktem Maße schauen konnte, aber in jener Welt die Gesetze dieser erkannte. So konnte ihm die geistige Welt nicht als diejenige gelehrt werden, in welche es sich auf der Erde einleben konnte. Dafür aber konnte ihm gezeigt werden, wie der Mensch im leibfreien Zustande nach dem Tode leben werde mit der Welt der Geister, welche während der Erdenzeit durch ihren Abdruck in dem Reiche des sinnlich-physische erscheinen. Herbes lehrte: insoweit der Mensch seine Kräfte auf der Erde dazu verwendet, um in dieser nach den Absichten der geistigen Mächte zu wirken, macht er sich fähig, nach dem Tode mit diesen Mächten vereinigt zu sein. Insbesondere werden diejenigen, welche am eifrigsten in dieser Richtung zwischen Geburt und Tod gewirkt haben, mit der hohen Sonnenwesenheit — mit Osiris — vereinigt werden. Auf der chaldäisch-babylonischen Seite dieser Kulturströmung machte sich die Hinlenkung des Menschensinns zum Physisch-Sinnlichen mehr geltend als auf der ägyptischen. Es wurden die Gesetze dieser Welt erforscht und aus den sinnlichen Abbildern auf die geistigen Urbilder geschaut. Doch blieb das Volk am Sinnlichen in vielfacher Beziehung haften. Statt des Sternengeistes wurde der Stern und statt anderer Geistwesen deren irdische Abbilder in den Vordergrund geschoben. Nur die Führer erlangten eigentliche tiefe Erkenntnisse in bezug auf die Gesetze der übersinnlichen Welt und ihres Zusammenwirkens mit der sinnlichen. Stärker als sonst irgendwo machte sich hier ein Gegensatz zwischen den Erkenntnissen der Eingeweihten und dem verirrten Glauben des Volkes geltend.
[ 106 ] Ganz andere Verhältnisse waren in den Gegenden Südeuropas und Westasiens, wo die vierte nachatlantische Kulturepoche aufblühte. Man kann sie die griechisch-lateinische nennen. In diesen Ländern waren die Nachkommen der Menschen aus den verschiedensten Gegenden der älteren Welt zusammengeströmt. Es gab Orakelstätten, welche den mannigfachen atlantischen Orakeln nachlebten. Es gab Menschen, welche als natürliche Anlage Erbstücke des alten Hellsehens in sich hatten, und solche, welche sie verhältnismäßig leicht durch Schulung erlangen konnten. An besonderen Orten wurden nicht nur die Überlieferungen der alten Eingeweihten bewahrt, sondern es erstanden an ihnen würdige Nachfolger derselben, welche Schüler heranzogen, die sich zu hohen Stufen geistigen Schauens erheben konnten. Dabei hatten diese Völker den Trieb in sich, innerhalb der sinnlichen Welt ein Gebiet zu schaffen, welches in dem Physischen das Geistige in vollkommener Form ausdrückt. Neben vielem andern ist die griechische Kunst eine Folge dieses Triebes. Man braucht nur mit dem geistigen Auge den griechischen Tempel zu durchschauen, und man wird erkennen, wie in einem solchen Wunderwerk der Kunst das Sinnlich-Stoffliche von dem Menschen so bearbeitet ist, dass es in jedem Gliede als der Ausdruck des Geistigen erscheint. Der griechische Tempel ist das «Haus des Geistes». Man nimmt in seinen Formen wahr, was sonst nur das geistige Auge des übersinnlich Schauenden erkennt. Ein Zeus(oder Jupiter-) Tempel ist so gestaltet, dass er für das sinnliche Auge eine würdige Umhüllung dessen darstellt, was der Hüter der Zeus- oder Jupiter-Einweihung mit geistigem Auge schaute. Und so ist es mit aller griechischen Kunst. Auf geheimnisvollen Wegen flossen die Weistümer der Eingeweihten in die Dichter, Künstler und Denker. In den Weltanschauungsgebäuden der alten griechischen Philosophen findet man die Geheimnisse der Eingeweihten in Form von Begriffen und Ideen wieder. Und es strömten die Einflüsse des geistigen Lebens, die Geheimnisse der asiatischen und afrikanischen Einweihungsstätten diesen Völkern und ihren Führern zu. Die großen indischen Lehrer, die Genossen Zarathustras, die Anhänger des Hermes hatten ihre Schüler herangezogen. Diese oder deren Nachfolger begründeten nun Einweihungsstätten, in denen die alten Weistümer in neuer Form wieder auflebten. Es sind die Mysterien des Altertums. Man bereitete da die Schüler vor, um sie dann in jene Bewusstseinszustände zu bringen, durch welche sie das Schauen in die geistige Welt erlangen konnten. (Man findet einiges Nähere über diese Mysterien des Altertums in meinem Buche: «Das Christentum als mystische Tatsache». Anderes darüber wird in den letzten Kapiteln dieses Buches gesagt werden.) Aus diesen Einweihungsstätten flossen die Weistümer denen zu, welche in Kleinasien, in Griechenland und Italien die geistigen Geheimnisse pflegten. (In der griechischen Welt entstanden in den orphischen und eleusinischen Mysterien wichtige Einweihungsstätten. In der Weisheitsschule des Pythagoras wirkten die großen Weisheitslehren und Weisheitsmethoden der Vorzeit nach. Auf großen Reisen war Pythagoras in die Geheimnisse der verschiedensten Mysterien eingeweiht worden.)
[ 107 ] Das Leben des Menschen — in der nachatlantischen Zeit — zwischen Geburt und Tod hatte aber auch seinen Einfluss auf den leibfreien Zustand nach dem Tode. Je mehr der Mensch seine Interessen der physisch-sinnlichen Welt zukehrte, um so größer war die Möglichkeit, dass sich Ahriman während des Erdenlebens in die Seele einlebte und dann seine Gewalt über den Tod hinaus behielt. Bei den Völkern des alten Indien war diese Gefahr noch am geringsten. Denn sie hatten während des Erdenlebens die physisch-sinnliche Welt als Illusion empfunden. Dadurch entzogen sie sich nach dem Tode der Macht Ahrimans. Um so größer war die Gefahr für die urpersischen Völker. Sie hatten in der Zeit zwischen Geburt und Tod den Blick mit Interesse auf die sinnlich-physische Welt gerichtet. Sie wären in hohem Maße Ahrimans Umgarnungen verfallen, wenn nicht Zarathustra in eindrucksvoller Art durch die Lehre des Lichtgottes darauf hingedeutet hätte, dass hinter der physischsinnlichen Welt diejenige der Lichtgeister steht. Soviel die Menschen dieser Kultur aus der so erregten Vorstellungswelt in die Seele aufgenommen hatten, ebensoviel entzogen sie sich für das Erdenleben den Fangarmen Ahrimans und damit auch für das Leben nach dem Tode, durch das sie sich auf ein neues Erdenleben vorbereiten sollten. Im Erdenleben führt die Gewalt Ahrimans dazu, das sinnlich-physische Dasein als das einzige anzusehen und sich dadurch jeden Ausblick auf eine geistige Welt zu versperren. In der geistigen Welt bringt diese Gewalt den Menschen zur völligen Vereinsamung, zur Hinlenkung aller Interessen nur auf sich. Menschen, welche beim Tode in Ahrimans Gewalt sind, werden als Egoisten wiedergeboren.
[ 108 ] Man kann gegenwärtig innerhalb der Geisteswissenschaft das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt so beschreiben, wie es ist, wenn der ahrimanische Einfluss bis zu einem gewissen Grade überwunden ist. Und so ist es von dem Schreiber dieses Buches in anderen Schriften und in den ersten Kapiteln der vorliegenden geschildert worden. Und so muss es geschildert werden, wenn anschaulich werden soll, was in dieser Daseinsform von dem Menschen erlebt werden kann, wenn er sich den reinen Geistesblick für das wirklich Vorhandene erobert hat. Inwieweit es der einzelne mehr oder weniger erlebt, hängt von seiner Besiegung des ahrimanischen Einflusses ab. Der Mensch nähert sich dem, was er sein kann in der geistigen Welt, immer mehr und mehr. Wie dies, was da der Mensch sein kann, beeinträchtigt wird von anderen Einflüssen, muss hier beim Betrachten des Entwicklungsganges der Menschheit doch scharf ins Auge gefasst werden.
[ 109 ] Bei dem ägyptischen Volke sorgte Hermes dafür, dass die Menschen während des Erdenlebens sich zur Gemeinschaft mit dem Lichtgeist vorbereiteten. Weil aber während dieser Zeit die Interessen der Menschen zwischen Geburt und Tod schon so gestaltet waren, dass durch den Schleier des Physisch-Sinnlichen nur in geringem Grade hindurchgeschaut werden konnte, so blieb auch der geistige Blick der Seele nach dem Tode getrübt. Die Wahrnehmung der Lichtwelt blieb matt. — Einen Höhepunkt erreichte die Verschleierung der geistigen Welt nach dem Tode für jene Seelen, welche aus einem Leibe der griechischlateinischen Kultur in den leibfreien Zustand übergingen. Sie hatten im Erdenleben die Pflege des sinnlich-physischen Daseins zur Blüte gebracht. Und damit hatten sie sich zu einem Schattendasein nach dem Tode verurteilt. Daher empfand der Grieche dieses Leben nach dem Tode als ein Schattendasein; und es ist nicht bloßes Gerede, sondern die Empfindung der Wahrheit, wenn der dem Sinnenleben zugewandte Held dieser Zeit sagt: «Lieber ein Bettler auf der Erde, als ein König im Reich der Schatten.» Noch ausgeprägter war dies alles bei jenen asiatischen Völkern, die auch in ihrer Verehrung und Anbetung den Blick nur auf die sinnlichen Abbilder statt auf die geistigen Urbilder gerichtet hatten. Ein großer Teil der Menschheit war zur Zeit der griechisch-lateinischen Kulturperiode in der geschilderten Lage. Man sieht, wie die Mission des Menschen in der nachatlantischen Zeit, welche in der Eroberung der physisch-sinnlichen Welt bestand, notwendig zur Entfremdung von der geistigen Welt führen musste. So hängt das Große auf der einen Seite mit dem Verfall auf der anderen ganz notwendig zusammen. — In den Mysterien wurde der Zusammenhang des Menschen mit der geistigen Welt gepflegt. Ihre Eingeweihten konnten in besonderen Seelenzuständen die Offenbarungen aus dieser Welt empfangen. Sie waren mehr oder weniger die Nachfolger der atlantischen Orakelhüter. Ihnen wurde enthüllt, was verhüllt war durch die Einschläge Luzifers und Ahrimans. Luzifer verhüllte für den Menschen dasjenige aus der geistigen Welt, was in den menschlichen Astralleib ohne dessen Zutun bis zur Mitte der atlantischen Zeit eingeströmt war. Falls der Lebensleib nicht vom physischen Leib teilweise getrennt worden wäre, hätte dieses Gebiet der geistigen Welt der Mensch wie eine innere Seelenoffenbarung in sich erleben können. Durch den luziferischen Einschlag konnte er es nur in besonderen Seelenzuständen. Da erschien ihm eine geistige Welt im Kleide des Astralischen. Die entsprechenden Wesen offenbarten sich durch solche Gestalten, welche bloß die Glieder der höheren Menschennatur an sich trugen, und an diesen Gliedern die astralisch-sichtbaren Sinnbilder für ihre besonderen geistigen Kräfte. Übermenschliche Gestalten offenbarten sich auf diese Art. — Nach dem Eingriff Ahrimans kam zu dieser Art von Einweihung noch eine andere. Ahriman hat verhüllt alles dasjenige aus der geistigen Welt, was hinter der sinnlich-physischen Wahrnehmung erschienen wäre, wenn von der Mitte der atlantischen Epoche an sein Eingriff nicht erfolgt wäre. Dass den Eingeweihten dies enthüllt wurde, verdankten sie dem Umstande, dass sie alle jene Fähigkeiten, welche der Mensch seit jener Zeit erlangt hatte, über das Maß hinaus in der Seele übten, durch welches die Eindrücke des sinnlich-physischen Daseins erzielt werden. Es offenbarte sich ihnen dadurch, was als geistige Mächte hinter den Naturkräften liegt. Sie konnten sprechen von den geistigen Wesenheiten hinter der Natur. Die schöpferischen Mächte derjenigen Kräfte enthüllten sich ihnen, die in dem Natürlichen wirken, das unter dem Menschen steht. Was von Saturn, Sonne und dem alten Monde her fortgewirkt hat und des Menschen physischen Leib, seinen Lebensleib, seinen astralischen Leib gebildet hatte, sowie das mineralische, das pflanzliche, das tierische Reich, das bildete den Inhalt der einen Art von MysterienGeheimnissen. Es waren diejenigen, über welche Ahriman die Hand hielt. Was zur Empfindungsseele, zur Verstandesseele, zur Bewusstseinsseele geführt hatte, das wurde in einer zweiten Art von Mysterien-Geheimnissen geoffenbart. Was aber von den Mysterien nur prophezeit werden konnte, das war, dass in der Zeiten Lauf ein Mensch erscheinen werde mit einem solchen Astralleib, dass in diesem trotz Luzifer die Lichtwelt des Sonnengeistes durch den Lebensleib ohne besondere Seelenzustände werde bewusst werden können. Und der physische Leib dieses Menschenwesens musste so sein, dass für dasselbe offenbar würde alles dasjenige aus der geistigen Welt, was bis zum physischen Tode hin von Ahriman verhüllt werden kann. Der physische Tod kann für dieses Menschenwesen nichts innerhalb des Lebens ändern, das heißt keine Gewalt über dasselbe haben. In einem solchen Menschenwesen kommt das «Ich» so zu Erscheinung, dass im physischen Leben zugleich das volle geistige enthalten ist. Ein solches Wesen ist Träger des Lichtgeistes, zu dem sich der Eingeweihte von zwei Seiten aus erhebt, indem er entweder zu dem Geist des Übermenschlichen oder zu dem Wesen der Naturmächte in besonderen Seelenzuständen geführt wird. Indem die Eingeweihten der Mysterien voraussagten, dass ein solches Menschenwesen im Laufe der Zeit erscheinen werde, waren sie die Propheten des Christus.
[ 110 ] Als der besondere Prophet in diesem Sinne erstand eine Persönlichkeit inmitten eines Volkes, welches durch natürliche Vererbung die Eigenschaften der vorderasiatischen Völker und durch Erziehung die Lehren der Ägypter in sich hatte, des israelitischen Volkes. Es war Moses. In seine Seele war so viel von den Einflüssen der Einweihung gekommen, dass dieser Seele in besonderen Zuständen das Wesen sich offenbarte, das einstmals in der regelmäßigen Erdenentwicklung die Rolle übernommen hatte, vom Monde aus das menschliche Bewusstsein zu gestalten. In Blitz und Donner erkannte Moses nicht bloß die physischen Erscheinungen, sondern die Offenbarungen des gekennzeichneten Geistes. Aber zugleich hatte auf seine Seele gewirkt die andere Art von Mysterien-Geheimnissen, und so vernahm er in den astralischen Schauungen das Übermenschliche, wie es zum Menschlichen durch das «Ich» wird. So enthüllte sich Moses derjenige, welcher kommen musste, von zwei Seiten her als die höchste Form des «Ich».
[ 111 ] Und mit «Christus» erschien in menschlicher Gestalt, was das hohe Sonnenwesen als das große menschliche Erdenvorbild vorbereitet hatte. Mit dieser Erscheinung musste alle Mysterien-Weisheit in gewisser Beziehung eine neue Form annehmen. Vorher war diese ausschließlich dazu da, den Menschen dazu zu bringen, sich in einen solchen Seelenzustand zu versetzen, dass er das Reich des Sonnengeistes außer der irdischen Entwicklung schauen konnte. Nunmehr bekamen die Mysterien — Weistümer die Aufgabe, den Menschen fähig zu machen, den menschgewordenen Christus zu erkennen und von diesem Mittelpunkte aller Weisheit aus die natürliche und die geistige Welt zu verstehen.
[ 112 ] In jenem Augenblicke seines Lebens, in welchem der Astralleib des Christus Jesus alles das in sich hatte, was durch den luziferischen Einschlag verhüllt werden kann, begann sein Auftreten als Lehrer der Menschheit. Von diesem Augenblicke an war in die menschliche Erdenentwicklung die Anlage eingepflanzt, die Weisheit aufzunehmen, durch welche nach und nach das physische Erdenziel erreicht werden kann. In jenem Augenblicke, da sich das Ereignis von Golgatha vollzog, war die andere Anlage in die Menschheit eingeimpft, wodurch der Einfluss Ahrimans zum Guten gewendet werden kann. Aus dem Leben heraus kann nunmehr der Mensch durch das Tor des Todes hindurch das mitnehmen, was ihn befreit von der Vereinsamung in der geistigen Welt. Nicht nur für die physische Menschheitsentwicklung steht das Ereignis von Palästina im Mittelpunkte, sondern auch für die übrigen Welten, denen der Mensch angehört. Und als sich das «Mysterium von Golgatha» vollzogen hatte, als der «Tod des Kreuzes» erlitten war, da erschien der Christus in jener Welt, in welcher die Seelen nach dem Tode weilen, und wies die Macht Ahrimans in ihre Schranken. Von diesem Augenblicke an war das Gebiet, das von den Griechen ein «Schattenreich» genannt worden war, von jenem Geistesblitz durchzuckt, der seinen Wesen zeigte, dass wieder Licht in dasselbe kommen sollte. Was durch das «Mysterium von Golgatha» für die physische Welt erlangt war, das warf sein Licht hinein in die geistige Welt. — So war die nachatlantische Menschheitsentwicklung bis zu diesem Ereignis hin ein Aufstieg für die physisch-sinnliche Welt. Aber sie war auch ein Niedergang für die geistige. Alles, was in die sinnliche Welt floss, das entströmte dem, was in der geistigen seit uralten Zeiten schon war. Seit dem Christus-Ereignis können die Menschen, welche sich zu dem Christus-Geheimnis erheben, aus der sinnlichen Welt in die geistige das Errungene hinübernehmen. Und aus dieser fließt es dann wieder in die irdisch-sinnliche zurück, indem die Menschen bei ihrer Wiederverkörperung dasjenige mitbringen, was ihnen der Christus-Impuls in der geistigen Welt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt geworden ist.
[ 113 ] Was durch die Christus-Erscheinung der Menschheitsentwicklung zugeflossen ist, wirkte wie ein Same in derselben. Der Same kann nur allmählich reifen. Nur der allergeringste Teil der Tiefen der neuen Weistümer ist bis auf die Gegenwart herein in das physische Dasein eingeflossen. Dieses steht erst im Anfange der christlichen Entwicklung. Diese konnte in den aufeinanderfolgenden Zeiträumen, die seit jener Erscheinung verflossen sind, nur immer so viel von ihrem inneren Wesen enthüllen, als die Menschen, die Völker fähig waren, zu empfangen, als diese in ihr Vorstellungsvermögen aufnehmen konnten. Die erste Form, in welche sich dieses Erkennen gießen konnte, lässt sich als ein umfassendes Lebensideal aussprechen. Als solches stellte es sich entgegen dem, was in der nachatlantischen Menschheit sich als Lebensformen herausgebildet hatte. Es sind oben die Verhältnisse geschildert worden, welche in der Entwicklung der Menschheit seit der Wiederbevölkerung der Erde in der lemurischen Zeit gewirkt haben. Die Menschen sind demgemäß seelisch auf verschiedene Wesenheiten zurückzuführen, welche aus anderen Welten kommend in den Leibesnachkommen der alten Lemurier sich verkörperten. Die verschiedenen Menschenrassen sind eine Folge dieser Tatsache. Und in den wiederverkörperten Seelen traten, infolge ihres Karmas, die verschiedensten Lebensinteressen auf. Solange alles das nachwirkte, konnte es nicht das Ideal der «allgemeinen Menschlichkeit» geben. Die Menschheit ist von einer Einheit ausgegangen; aber die bisherige Erdenentwicklung hat zur Sonderung geführt. In der Christus-Vorstellung ist zunächst ein Ideal gegeben, das aller Sonderung entgegenwirkt, denn in dem Menschen, der den Christusnamen trägt, leben auch die Kräfte des hohen Sonnenwesens, in denen jedes menschliche Ich seinen Urgrund findet. Noch das israelitische Volk fühlte sich als Volk, der Mensch als Glied dieses Volkes. Indem zunächst in dem bloßen Gedanken erfasst wurde, dass in Christus Jesus der Idealmensch lebt, zu dem die Bedingungen der Sonderung nicht dringen, wurde das Christentum das Ideal der umfassenden Brüderlichkeit. Über alle Sonderinteressen und Sonderverwandtschaften hinweg trat das Gefühl auf, dass des Menschen innerstes Ich bei jedem den gleichen Ursprung hat. (Neben allen Erdenvorfahren tritt der gemeinsame Vater aller Menschen auf. «Ich und der Vater sind Eins.»)
[ 114 ] Im vierten, fünften und sechsten Jahrhundert nach Christus bereitete sich in Europa ein Kulturzeitalter vor, das mit dem fünfzehnten Jahrhundert begann und in welchem die Gegenwart noch lebt. Es sollte das vierte, das griechisch-lateinische allmählich ablösen. Es ist das fünfte nachatlantische Kulturzeitalter. Die Völker, welche sich nach verschiedenen Wanderungen und den mannigfaltigsten Schicksalen zu Trägern dieses Zeitalters machten, waren Nachkommen derjenigen Atlantier, welche von dem, was mittlerweile in den vier vorhergehenden Kulturperioden sich abgespielt hatte, am unberührtesten geblieben waren. Sie waren nicht bis in die Gebiete vorgedrungen, in denen die entsprechenden Kulturen Wurzel fassten. Dagegen hatten sie in ihrer Art die atlantischen Kulturen fortgepflanzt. Es gab unter ihnen viele Menschen, welche sich das Erbstück des alten dämmerhaften Hellsehens — des beschriebenen Zwischenzustandes zwischen Wachen und Schlafen — im hohen Grade bewahrt hatten. Solche Menschen kannten die geistige Welt als eigenes Erlebnis und konnten ihren Mitmenschen mitteilen, was in dieser Welt vorgeht. So entstand eine Welt von Erzählungen über geistige Wesen und geistige Vorgänge. Und der Märchen- und Sagenschatz der Völker ist ursprünglich aus solchen geistigen Erlebnissen heraus entstanden. Denn die dämmerhafte Hellsichtigkeit vieler Menschen dauerte bis in Zeiten herauf, die keineswegs lange hinter unserer Gegenwart zurückliegen. Andere Menschen waren da, welche die Hellsichtigkeit zwar verloren hatten, aber die erlangten Fähigkeiten für die sinnlich-physische Welt doch nach Gefühlen und Empfindungen ausbildeten, welche den Erlebnissen dieser Hellsichtigkeit entsprachen. Und auch die atlantischen Orakel hatten hier ihre Nachfolger. Es gab überall Mysterien. Nur bildete sich in diesen Mysterien vorwiegend ein solches Geheimnis der Einweihung aus, welches zur Offenbarung derjenigen Geisteswelt führt, die Ahriman verschlossen hält. Die hinter den Naturgewalten stehenden Geistesmächte wurden da erschlossen. In den Mythologien der europäischen Völker sind die Reste dessen enthalten, was die Eingeweihten dieser Mysterien den Menschen verkünden konnten. Nur enthalten diese Mythologien allerdings auch das andere Geheimnis, doch in unvollkommenerer Gestalt, als die südlichen und östlichen Mysterien es hatten. Die übermenschlichen Wesenheiten waren auch in Europa bekannt. Doch sah man sie im stetigen Kampfe mit den Genossen Luzifers. Und man verkündigte zwar den Lichtgott; doch in solcher Gestalt, dass man von dieser nicht sagen konnte, sie werde Luzifer besiegen. Dafür aber leuchtete auch in diese Mysterien hinein die Zukunftsgestalt des Christus. Man verkündigte von ihm, dass sein Reich ablösen werde das Reich jenes anderen Lichtgottes. (Alle Sagen von der Götterdämmerung und ähnliche haben in dieser Erkenntnis der Mysterien Europas ihren Ursprung.) Aus solchen Einflüssen heraus entstand ein Seelenzwiespalt in den Menschen der fünften Kulturepoche, der gegenwärtig noch fortdauert und sich in den mannigfaltigsten Erscheinungen des Lebens zeigt. Die Seele behielt von den alten Zeiten her den Zug zum Geistigen nicht so stark, dass sie den Zusammenhang zwischen der geistigen und der sinnlichen Welt hätte festhalten können. Sie behielt ihn nur als Gefühls- und Empfindungszucht, nicht aber als unmittelbares Schauen der übersinnlichen Welt. Dagegen wurde der Blick des Menschen auf die sinnliche Welt und ihre Beherrschung immer mehr hingelenkt. Und die in der letzten atlantischen Zeit erwachten Verstandeskräfte, alle die Kräfte im Menschen, deren Instrument das physische Gehirn ist, wurden auf die Sinneswelt und deren Erkenntnis und Beherrschung hin ausgebildet. Zwei Welten entwickelten sich gewissermaßen in der Menschenbrust. Die eine ist dem sinnlich-physischen Dasein zugekehrt, die andere ist empfänglich für die Offenbarung des Geistigen, um dieses mit Gefühl und Empfindung, doch ohne Anschauung zu durchdringen. Die Anlagen zu dieser Seelenspaltung waren schon vorhanden, als die Christuslehre in die Gebiete Europas einfloss. Man nahm diese Botschaft vom Geiste in die Herzen auf, durchdrang Empfindung und Gefühl damit, konnte aber nicht die Brücke schlagen zu dem, was der auf die Sinne gerichtete Verstand im physisch-sinnlichen Dasein erkundete. Was man heute kennt als Gegensatz von äußerer Wissenschaft und geistiger Erkenntnis, ist nur eine Folge dieser Tatsache. Die christliche Mystik (Eckhardts, Taulers usw.) ist ein Ergebnis der Durchdringung von Gefühl und Empfindung mit dem Christentum. Die bloß auf die Sinnenwelt gerichtete Wissenschaft und deren Ergebnisse im Leben sind die Folgen der andern Seite der Seelenanlagen. Und es sind die Errungenschaften auf dem Felde der äußerlichen materiellen Kultur durchaus dieser Trennung der Anlagen zu verdanken. Indem sich diejenigen Fähigkeiten des Menschen, welche ihr Instrument im Gehirn haben, einseitig dem physischen Leben zuwandten, konnten sie zu jener Steigerung kommen, welche die gegenwärtige Wissenschaft, Technik und so weiter möglich machte. Und nur bei den Völkern Europas konnte der Ursprung dieser materiellen Kultur liegen. Denn sie sind jene Nachkommen atlantischer Vorfahren, welche den Zug für die physisch-sinnliche Welt erst dann zu Fähigkeiten ausbildeten, als er zu einer gewissen Reife gediehen war. Vorher ließen sie ihn schlummern und lebten von den Erbstücken des atlantischen Hellsehens und den Mitteilungen ihrer Eingeweihten. Während äußerlich die Geisteskultur nur diesen Einflüssen hingegeben war, reifte langsam aus der Sinn für die materielle Beherrschung der Welt.
[ 115 ] Doch kündigt sich gegenwärtig bereits die Morgenröte der sechsten nachatlantischen Kulturperiode an. Denn was in der Menschheitsentwicklung zu einer gewissen Zeit entstehen soll, das reift langsam in der vorhergehenden Zeit. Was gegenwärtig sich schon in den Anfängen entwickeln kann, das ist das Auffinden des Fadens, welcher die zwei Seiten in der Menschenbrust verbindet, die materielle Kultur und das Leben in der geistigen Welt. Dazu ist notwendig, dass auf der einen Seite die Ergebnisse des geistigen Schauens begriffen werden und auf der andern in den Beobachtungen und Erlebnissen der Sinneswelt die Offenbarungen des Geistes erkannt werden. Die sechste Kulturepoche wird die Harmonie zwischen beiden zur vollen Entwicklung bringen. — Damit ist die Betrachtung dieses Buches bis zu einem Punkte vorgerückt, wo sie übergehen kann von einem Ausblick in die Vergangenheit zu einem solchen in die Zukunft. Doch ist es besser, wenn diesem Ausblick die Betrachtung über die Erkenntnis der höheren Welt und über die Einweihung vorangeht. Dann wird sich an sie jener Ausblick, insofern er möglich ist in dem Rahmen dieser Schrift, kurz geben lassen.
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An Outline of Occult Science 1972, tr. Lisa D. Monges
IV. The Evolution of the Cosmos and Man
[ 1 ] From the foregoing considerations it may be seen that the being of man is composed of four members: physical body, life body, astral body, and is composed of four members: physical body, life body, astral body, and the vehicle of the ego. The ego is active within the three other members and transforms them. Out of this transformation, at a lower level, are developed sentient soul, intellectual soul, and consciousness soul. At a higher stage of human existence, spirit self, life spirit, and spirit man are formed. These members of the human being stand in the most manifold relationships to the whole cosmos and their evolution is bound up with cosmic evolution. By considering this cosmic evolution, an insight may be gained into the deeper mysteries of man's being.
[ 2 ] It is evident that human life is related in the most diverse ways to its environment, to the dwelling place in which it evolves. By means of existing facts even external science has been forced to the opinion that the earth itself, this dwelling place of man in the most comprehensive sense, has undergone an evolution. It points to the conditions of earth existence in which the human being, in his present form, did not yet exist upon our planet. It shows how mankind has slowly and gradually evolved from simple states of civilization to the present conditions. Thus, science also has come to the opinion that a relationship exists between the evolution of man and that of his heavenly body, the earth.
[ 3 ] Spiritual science1The term “spiritual science,” as is apparent from the context, is here synonymous with the terms “occult science” and “supersensible knowledge.” traces this relationship by means of knowledge that gathers its facts from perception sharpened by spiritual organs. It traces back the process of human development, and it becomes clear to it that the real inner spiritual being of man has passed through a series of lives upon this earth. Spiritual science thus reaches a point of time, lying far back in the remote past, when for the first time this inner being of man enters an external life in the present sense of the word. It was in this first earthly incarnation that the ego began to be active within the three bodies, astral body, life body, and physical body, and it then carried with it the fruits of this activity into the succeeding life.
[ 4 ] If one goes back in one's consideration to this point of time, in the manner indicated, one then becomes aware that the ego meets with an earth condition in which the three bodies, physical body, life body, and astral body, are already developed and have already a certain connection. The ego unites for the first time with the being composed of these three bodies. From now on, it takes part in the further evolution of the three bodies. Heretofore, these bodies developed without this human ego up to the stage at which the ego came in touch with them.
[ 5 ] Spiritual science must go still further back in its research, if it wishes to answer the following questions: How did the three bodies reach the stage of evolution at which they were able to receive an ego into themselves, and how did this ego itself come into existence and acquire the capacity to be active within these bodies?
[ 6 ] An answer to these questions is only possible if one traces out the development of the earth planet itself, in the sense of spiritual science. By means of such research one arrives at the beginning of this earth planet. The mode of observation that relies merely upon the facts of the physical senses cannot come to conclusions that have anything to do with this beginning of the earth. A certain point of view, which makes use of such final conclusions, decides that all earthly substance has been formed out of a primeval mist. It cannot be the task of this work to enter into these ideas because for spiritual research it is a question of not merely considering the material processes of the earth's evolution, but chiefly of taking into account the spiritual causes lying behind matter. If we have before us a man who raises his hand, this raising of the hand can suggest two different ways of considering the act. We may investigate the mechanism of the arm and the rest of the organism and describe the process as it takes place purely in the realm of the physical. On the other hand, we may turn our spiritual attention to what is taking place in the human soul, to what constitutes the inner impulse of raising the hand. In a similar way the researcher, schooled by means of spiritual perception, sees spiritual processes behind all processes of the physical sense-world. For him, all transformations in the substances of the earth planet are manifestations of spiritual forces lying behind these substances. If, however, this spiritual observation of the life of the earth goes further and further back, it comes to a point in evolution where all matter has its primal beginnings. Matter evolves out of the spiritual. Prior to this, only the spiritual exists. By means of this spiritual insight, the spiritual is perceived, and on further investigation it can be seen how this spiritual element in part condenses, so to speak, into matter. Here we have before us, on a higher level, a process that may be likened to what would take place if we were observing a container of water in which lumps of ice were gradually forming by means of ingeniously controlled refrigeration. Just as we see here ice condensing from what was formerly water, so also, through spiritual observation, we are able to trace out the manner in which material things, processes, and beings are condensed from an element that was formerly spiritual.—In this way the physical earth planet has evolved out of a spiritual cosmic being, and everything material connected with this earth planet has condensed out of what was spiritually bound up with it previously. We must not imagine, however, that at any time all that exists of a spiritual nature is transformed into matter, but in matter we have before us transformed parts only of the primeval spiritual substance. Moreover, also during the period of evolution of matter, the spiritual remains the directing and guiding principle. [ 7 ] It is obvious that the mode of thought that restricts itself to the processes of the physical sense-world, and to what the intellect is able to infer from them, is incapable of giving information concerning the spiritual element in question. Let us imagine a being having only the senses that can perceive ice, not, however, the finer condition of water, out of which ice is formed by means of refrigeration. For such a being, water would be non-existent, and only when parts of this water had been transformed into ice would the water be at all perceptible to it. Thus the spiritual part lying behind the earth processes remains concealed to anyone who admits only what exists for the physical senses. If, from the physical facts he observes now in the present, he forms a correct conclusion concerning earlier conditions of the earth planet, he merely arrives at that point in evolution where a part of the preceding spiritual element condensed into matter. This method of observation perceives just as little of the preceding spiritual element as it does of the spiritual element that holds sway, also at the present time, invisibly behind the world of matter.
[ 8 ] Only in the last chapters of this work shall we be able to speak of the paths upon which man must travel to acquire the capacity for looking back, with spiritual perception, at those earlier conditions of the earth under discussion here. Here we only wish to indicate that for spiritual research the facts even of the remote past have not disappeared. When a being reaches corporeal existence, the substance of his body disappears with his physical death. The spiritual forces that have expelled these corporeal elements from themselves do not “disappear” in the same way. They leave their impressions, their exact counterparts, behind in the spiritual foundations of the world, and he who, penetrating the visible world, is able to lift his perception into the invisible, is finally able to have before him something that might be compared with a mighty spiritual panorama, in which all past world-processes are recorded. These imperishable impressions of all that is spiritual may be called the “Akashic Record,” thus designating as the Akashic essence the spiritually permanent element in universal occurrences, in contradistinction to the transient forms of these occurrences. It must be repeated, once more, that research in the supersensible realms of existence can only be carried on with the help of spiritual perception, that is, in the realm with which we are now dealing, only by reading the above-mentioned “Akashic Record.” Yet what has already been said in earlier parts of this work in a similar connection applies here also. Supersensible facts can be investigated only by means of supersensible perception; if, however, they have been investigated and are communicated through the science of the supersensible, they may then be comprehended by ordinary thinking, provided this thinking is really unprejudiced. In the following pages, information concerning the evolution of the earth will be imparted from the standpoint of supersensible cognition. The transformations of our planet will be traced down to the condition of life in which we find it today. If a person observes what he has actually before him in pure sense-perception, and then grasps what supersensible cognition has to say in regard to the way in which what exists at the present time has been evolving since time immemorial, he is then able to say, if he really thinks impartially: in the first place, the information imparted by this form of cognition is thoroughly logical; in the second place, I can understand that things have become what they now are, if I admit the truth of what has been communicated through supersensible research. Naturally, when we speak of logic in this connection, we do not infer thereby that it is impossible for errors in logic to be contained in some presentation of supersensible research. We shall here speak of logic only as that word is used in the ordinary life of the physical world. Just as logical presentation is demanded in the physical world, even though the individual person presenting a range of facts may fall into logical error, so it is also the case in supersensible research. It may even happen that a researcher who has the power of perception in supersensible realms may fall into error in his logical presentation, and that someone who has no supersensible perception, but who has the capacity for sound thinking, may correct him. Essentially, however, there can be no objection to the logic employed in supersensible research. Moreover, it should be quite unnecessary to emphasize the fact that nothing can be charged against the facts themselves on purely logical grounds. Just as in the realm of the physical world it is never possible to prove logically the existence of a whale except by seeing one, so also the supersensible facts can be known only by means of spiritual perception.—It cannot, however, be sufficiently emphasized that it is necessary for the observer of supersensible realms first to acquire a view by means of the above-mentioned logic, before he tries to approach the spiritual world through his own perception. He must also recognize how comprehensible the manifest world of the senses appears when it is assumed that the communications of spiritual science are correct. All experience in the supersensible world remains an insecure, even dangerous, groping, if the above-mentioned preparatory path is ignored. Therefore in this work the supersensible facts of earth evolution are first communicated, before the path to supersensible knowledge itself is dealt with.—We must also consider the fact that anyone who finds his way purely through thinking into what supersensible cognition has to impart is not at all in the same position as someone who listens to the description of a physical process that he himself is unable to observe, since pure thinking is itself a supersensible activity. Thinking, as a sensory activity, cannot of itself lead to supersensible occurrences. If, however, this thinking be applied to the supersensible occurrences described by supersensible perception, it then grows through itself into the spiritual world. In fact, one of the best ways of acquiring one's own perception in the supersensible realm is to grow into the higher world by thinking about the communications of supersensible cognition, for, entrance into the higher realms in this way is accompanied by the greatest clarity of perception. For this reason a certain school of spiritual-scientific investigation considers this thinking the most excellent first stage of all spiritual-scientific training.—It should be quite comprehensible that in this book the way in which the supersensible finds its verification in the outer world is not described in all the details of earth evolution as it is perceived in spirit. That is not what was meant when it was said that the hidden is everywhere demonstrable by its visible effects. The idea is, rather, that whatever is encountered can become entirely clear and comprehensible to man, if the manifest processes are placed into the light afforded by spiritual science. Only in a few characteristic instances will reference be made in the following pages to a verification of the concealed by means of the manifest, in order to show how it can be done at any point in the course of practical life.
[ 9 ] If we trace back the evolution of the Earth by means of the spiritual-scientific method of research mentioned above, we come to a spiritual state of our planet. If we continue still further back on our path of research, we find that this spiritual element previously existed in a sort of physical embodiment. Thus we come upon a past physical planetary state that later became spiritualized and then, later still, through repeated materialization, became transformed into our Earth. Our Earth appears, therefore, as a reincarnation of an ancient planet. But spiritual science is able to go still further back and it then discovers the whole process repeated twice more. This Earth of ours passed through three preceding planetary stages, and in between these stages there lie intermediate stages of spiritualization. The physical element appears ever more subtle, the further back we trace the Earth's incarnations.
[ 10 ] One may ask: How can a sound power of thought accept the existence of world stages lying so far back in the past, such as these that are spoken of here? This is a natural objection to the descriptions that are to follow. Our reply is that for anyone who with understanding is able to see the present hidden spiritual element in what is revealed to the senses, an insight into the earlier evolutionary states, however remote, presents no impossibility. Only for someone who does not acknowledge this hidden spiritual element finds that, in his perception of the present stage, the earlier ones are also contained, just as in his perception of a man of fifty the one-year-old child is still contained. But, you may say, in the latter case you have before you, besides the man of fifty, one-year-old children and all the possible intermediate stages. That is true, but it is also true for the evolution of the spirit as it is meant here. Whoever has come to an objective understanding in this field sees also that in a comprehensive survey of the present, which includes the spiritual, the past evolutionary stages have really survived, alongside the perfected stages of present-day evolution, just as alongside a man of fifty, one-year-old children are present. Within the earthly events of the present, the primeval happenings of the past may be seen if we are but able to distinguish between these different successive stages of evolution.
[ 11 ] In the form in which he is evolving at present man appears for the first time during the fourth of the planetary incarnations characterized above, the actual Earth itself. The essential nature of this form shows the human being to be composed of the four members: physical body, life body, astral body, and ego. Yet this form would not have been able to appear had it not been prepared through the preceding processes of evolution. This preparation took place because within the previous planetary incarnation there were beings evolving who already possessed three of the present four human members—the physical body, life body, and astral body. These beings, who in a certain sense may be called our human ancestors, did not yet possess an ego, but they developed these three other members and their inter-relationships to the degree that made them mature enough later on to receive the ego. Thus the human ancestor, in the previous planetary incarnation, reached a certain stage of maturity in his three members. This state passed over into a spiritual one and out of it a new physical planetary state developed, that of the Earth. Within this Earth, the matured human ancestors were present, as it were, in a germinal state. Because the entire planet had passed over into a spiritualized condition and had reappeared in a new form, it offered to the embryonic human entities contained within it, with their physical, life, and astral bodies, the opportunity not only of developing again to their previous level, but also the further possibility, after having attained this point, of reaching out beyond it through the reception of the ego. The Earth evolution, therefore, falls into two parts. In the first period, the Earth itself appears as a reincarnation of the previous planetary stage. This recapitulatory stage, however, stands at a higher level than that of the previous incarnation because of the intervening stage of spiritualization. The Earth now contains within itself the germinal nuclei of the human ancestors from the previous planet. These at first develop to their previous level; then, when they have attained this point, the first period is concluded, but because of its own higher stage of evolution, the Earth can now develop the nuclei still further, namely, by making them fit to receive the ego. The unfoldment of the ego within the physical, life, and astral bodies is characteristic of the second period of Earth evolution.c5In certain chapters of this book it has been indicated how the world of man and the human being himself pass through the states that have been designated by the names Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, Vulcan. Indications have also been given concerning the relationship between human evolution and celestial bodies co-existing with the earth, such as Saturn, Jupiter, Mars, and so forth. These latter celestial bodies naturally go through their evolution also. In the present age they have reached a stage in which their physical parts are shown to perception as what is called in physical astronomy Saturn, Jupiter, Mars, and so forth. If now, in the sense of spiritual science, the present Saturn is studied, it shows itself, so to speak, as a reincarnation of ancient Saturn. It has come into existence because, before the separation of the sun from the earth, certain beings were present who were unable to participate in this separation, since they had absorbed into themselves so many of the characteristics belonging to the Saturn state that they could not abide in an environment where especially the sun characteristics were unfolded. The present Jupiter has arisen, however, through the presence of beings who possessed characteristics that can only unfold on the future Jupiter of general cosmic evolution. An abode came into existence for them in which they are able to anticipate this future evolution. Similarly, Mars is a celestial body on which beings dwell who have passed through the Moon evolution in such a way that the earth could offer them no further advancement. Mars is a reincarnation of the ancient Moon at a higher stage. The present Mercury is the dwelling place of beings who, by having developed certain earth characteristics in a form higher than it can occur on this earth planet, are in advance of the evolution of the Earth. In a similar way the present Venus is a prophetic anticipation of the future Venus state. From all this we are justified in choosing the designations for the states that have preceded the Earth and that will follow it from their present representatives in the cosmos. It is self-evident that there will be many objections to what has been brought forth here by those who wish to subject the paralleling of the supersensibly perceived Saturn, Sun and other cosmic states of evolution with the similarly named physical celestial bodies to the judgment of an intellect trained in outer observation of nature. But just as it is possible, by means of mathematical concepts, to place the solar system before the soul as an image of time-space occurrences, so is it possible for supersensible cognition to permeate the mathematical picture with a soul content. Then it takes on a form that justifies the above indicated parallels. This permeation with a soul content is a natural consequence of the further application of a strictly natural scientific mode of observation. This latter mode of observation limits itself at present to seeking a reciprocal relationship between the solar system and the earth according to purely mathematical-mechanical concepts. By doing so, the natural science of the future will of itself be driven to concepts that will extend the idea of a mechanical cosmos to one endowed with soul. To show—which could very well be done—that such an extension ought already to occur on the basis of modern natural scientific concepts would require the writing of another book. Here the matter in question can only be indicated; as a consequence, this indication is exposed to misunderstandings of one sort or another. The disagreement of spiritual science with natural science is often only apparent, because the latter science still refuses at present to form thoughts that are not only demanded by supersensible cognition but also, in truth, by a cognition that adheres strictly to the physical-sensory. An unprejudiced observer is able to see everywhere in the results of modern natural scientific observation allusions to other fields of purely physical-sensory observation, which will have to be investigated in the future in a purely natural scientific manner and which will show that what supersensible perception reveals is completely verified by a physical observation of nature insofar as supersensible cognition is concerned with those supersensible cosmic occurrences to which physical-sensory manifestation corresponds.
[ 12 ] In this way, by means of the evolution of the Earth, man is brought a stage higher. This was also the case in the previous planetary incarnations, for even in the first of these incarnations some element of the human being was present. Therefore, light is shed upon the human being of the present if his evolution is traced back to the distant past of the very first of the planetary incarnations mentioned.—In supersensible research, the first of these planetary incarnations may be named Saturn, the second may be designated Sun, the third, Moon, and the fourth, Earth. It must be clearly understood, however, that these designations must not, at the outset, be associated with the same names that are used for the members of our present solar system. Saturn, Sun, and Moon are to be names for bygone evolutionary forms through which the Earth has passed.2In order to make clear the difference between the designations of the Planetary Evolutions and our present planetary bodies, which bear the same names, the following system has been worked out. Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, Vulcan printed in italics with initial capitals designate the great cosmic planetary cycles of evolution. In the Sun evolution, after the separation of the main cosmic body into two parts, the designation is Sun and Saturn, spelt with initial capitals, but not with italics. In the Moon evolution, when a separation takes place, the remaining main body is spelt Moon, with an initial capital, the separating planetary sun is spelt with small letter. In the Earth evolution, the separated planetary bodies are spelt as is customary, that is, the planets Saturn, Jupiter, Mars, Venus, Mercury with initial capitals; sun, moon, earth with small letters. (Tr.) The relationship that these worlds of the ancient past hold to the heavenly bodies constituting the present solar system will appear in the course of the subsequent descriptions. It will then become clear why these names have been chosen.
[ 13 ] The conditions of the four planetary incarnations mentioned can be described only in outline, because the processes and the beings and their destinies upon Saturn, Sun, and Moon are truly as manifold as upon the Earth itself. Therefore in our descriptions of these states only single characteristic points will be brought out that illustrate how the Earth's states have developed out of earlier ones. We must also consider the fact that the further back we go, the more do these states become dissimilar to those of the present. Yet in characterizing them, they can only be described by employing mental representations borrowed from present earthly relationships. When, for instance, we speak of light, heat, or other phenomena, in connection with these earlier states, we should not overlook the fact that we do not mean exactly what is meant by these words, light and heat, at the present time, and yet this terminology is correct, because for the observer of supersensible realms something appears in these earlier stages of evolution out of which the light and heat of the present have evolved. Those who follow the descriptions given here will indeed be well able to gather—from the connection in which these things are placed—what mental pictures are to be made in order to have characteristic images and symbols for things that have occurred in the distant, primeval past.
[ 14 ] To be sure, these difficulties become especially significant for the planetary conditions that preceded the Moon incarnation, for, during this latter period, conditions prevailed that still show a certain similarity to earthly conditions. He who attempts to describe these conditions has in this similarity to the present a certain starting point for expressing in clear mental pictures the supersensibly acquired perceptions. It is a different matter when the evolution of Saturn and Sun are to be described. What presents itself there to clairvoyant observation is very different from the objects and beings belonging at present to the sphere of human life, and this dissimilarity makes it difficult to the highest degree to bring the ancient matters in question within the scope of supersensible consciousness. Since, however, the present being of man cannot be understood unless we go back as far as the Saturn state, the description must nevertheless be given. Surely such a description will not be misunderstood by the one who holds the existence of such difficulties in mind and who remembers that much of what is said must of necessity be considered more in the light of an allusion and a reference to the corresponding facts than as an exact description of them.
[ 15 ] A contradiction might be found between what is given here and in the following pages, and what is said on page 109 concerning the continuation of the past into the present. One might imagine that nowhere does there exist, alongside the present Earth state, a previous Saturn, Sun, and Moon state, or even a human form such as is described in this exposition as having existed in these earlier stages. It is true that Saturn human beings, Sun and Moon human beings do not move about side by side with Earth humanity in the same way as three-year-old children move about alongside fifty-year-old men and women, but within the earthly human being the previous states of humanity are supersensibly perceptible. In order to know this we must have acquired the power of discrimination and extend it to include the full scope of the conditions of life. The three-year-old child exists alongside the fifty-year-old man; similarly, the corpse, the sleeping, and the dreaming human being exist alongside the living, waking Earth man. Although these various forms of existence of the being of man—as they are at present—do not directly correspond to the various stages of evolution, nevertheless a genuine perception sees in such forms of manifestation these various evolutionary stages.
[ 16 ] Of the present four members of the being of man, the physical body is the oldest. It is also the member that, in its own way, has attained the greatest perfection. Supersensible research shows that this human member was already in existence during the Saturn evolution. It will be seen in the course of this description that the form, however, which this physical body possessed upon Saturn was something quite different from the present human physical body. This earthly human physical body can only maintain its existence by reason of its connection with the life body, astral body, and ego, described in the preceding parts of this book. Such a connection did not yet exist upon Saturn. At that time the physical body passed through its first stage of evolution without having a human life body, astral body, or ego inserted into it. During the Saturn evolution it gradually matured so as to be able to receive a life body. To this end, Saturn had first to pass over into a spiritual state and then reincarnate as the Sun. During the Sun incarnation, what had become the physical body on Saturn unfolded again, as though from a germ of a past evolution, and only then could it draw into itself an etheric body. Through this insertion of an etheric body, the physical body changed its character. It was raised to a second degree of perfection. A similar thing occurred during the Moon evolution. The human ancestor, having evolved from the Sun to the Moon, received into himself the astral body, and thus the physical body became changed a third time; that is, it was raised to the third degree of its perfection. Moreover, the life body was likewise changed, and it stood now in the second stage of its perfection. Upon the Earth the ego was added to the human ancestor consisting of physical body, life body, and astral body. The physical body thereby reached its fourth degree of perfection, the life body its third, the astral body its second; the ego stands only in its first stage of existence.
[ 17 ] If we give ourselves up to an unprejudiced examination of the human being, there will be no difficulty in correctly picturing these various degrees of perfection of the individual members. We need only in this connection compare the physical body with the astral. Certainly it is true that the astral body, as a soul member, stands at a higher stage of evolution than the physical body, and when, in the future, the astral body will have perfected itself, it will have a much greater significance for the entire being of man than the present physical body. Still in its own way the physical body has reached a certain climax of evolution. In this connection one need but think of the structure of the heart, organized in accordance with the greatest wisdom, the marvellous structure of the brain and other organs, even that of an individual portion of a bone, for example, that of the upper part of the thigh bone, the great trochanter. There is within the end of this bone a net-like or trestle-like structure of delicate bony fibers, formed in harmony with the laws of mechanics. The whole is fitted together in such a manner that, with the least amount of material, the most advantageous effect on the articular surfaces is attained, for example, the most suitable distribution of friction and as a result a proper kind of mobility. Thus in the various parts of the human body structures are to be found full of wisdom, and if we consider further the harmonious co-operation between the parts and the whole, we shall certainly find that it is correct to speak of the particular perfection of this member of the human being. In this connection, the fact that in certain parts of the physical body seemingly inadequate phenomena may appear, or that disturbances may arise either in the structure or in the functions, is of no importance. We shall even be able to discover that these disturbances are, in a certain sense, only the necessary shadow side of the wisdom-filled light that is shed over the entire physical organism. Now compare with this the astral body as the bearer of joy and sorrow, of desire and passion. Oh, what insecurity reigns in this body in respect of joy and sorrow, what desires and passions are enacted within it, often meaningless and running counter to higher human purposes! The astral body is only in process of acquiring the harmony and inner completeness that we already find in the physical body. In like manner it is possible to show that the ether body, in its way, appears more perfect than the astral body, but less perfect than the physical body, and an adequate consideration will prove that the essential kernel of the human being, the ego, stands at present only at the beginning of its evolutions. For how much has this ego already accomplished of its task of transforming the other members of man's being in such a manner that they be a manifestation of its own nature? What results from external observation in this direction is made more acute for those who understand spiritual science by means of something else. One may quote the fact that the physical body can be overtaken by sickness. Spiritual science is in the position to show that a great part of all sicknesses originates from the fact that the perversity and mistakes of the astral body are transmitted to the etheric body, and in a roundabout way through the latter destroy the complete harmony of the physical body. The deeper connection which can only be touched upon here, and the actual cause of many disease processes elude the scientific mode of observation that confines itself only to physical sensory facts. In most cases it happens that the damaging of the astral body does not produce pathological tendencies of the physical body in the same life in which the damage has occurred, but only in a subsequent one. Therefore, the laws that apply here have a meaning only for those who are able to acknowledge the repetition of human life on earth, but even if there is no desire to gain such deeper knowledge, yet the ordinary view of life shows that the human being indulges himself altogether too much in enjoyments and desires that undermine the harmony of the physical body. Pleasure, desire, passion do not reside in the physical, but in the astral body, and this is in many respects still so imperfect that it can destroy the perfection of the physical body.—We wish to call attention to the fact that no attempt is made here to prove by such arguments the statements of spiritual science concerning the evolution of the four members of man's being. The proofs are taken from spiritual research, and this shows that the physical body has passed through a fourfold metamorphosis on to higher degrees of perfection, and that the other human members, as already described, have undergone fewer transformations. We only wished to point out that these communications of spiritual research relate to facts the effects of which show also in the outwardly observable degrees of perfection of the physical, life, and astral bodies.
[ 18 ] If we wish to form an approximately accurate pictorial idea of the conditions during the Saturn evolution, we must take into consideration the fact that during that period essentially nothing existed of the things and creatures that belong at present to the earth, and are counted among the mineral, plant, and animal kingdoms. The beings of these three kingdoms only came into existence in later periods of evolution. Of the present physically visible earth beings, only man existed at that time, and only that part of him, the physical body, as already described. At the present time, not only do these beings of the mineral, plant, animal, and human kingdoms belong to the earth, but there are also other beings who do not manifest in a physical body. These beings were also present during the Saturn evolution, and their activity on Saturn as a sphere of action resulted in the subsequent evolution of man.
[ 19 ] If one directs the spiritual organs of perception, not to the beginning and the end, but to the middle evolutionary period of this Saturn incarnation, a state appears consisting chiefly of “heat.” No gaseous, fluid, or solid elements are to be found there. All these conditions only appear in later cosmic incarnations. Let us imagine a human being with his present sense organs approaching this Saturn world as an observer. He would then experience none of the sense-impressions of which he is capable, except the sensation of heat. On reaching the space occupied by Saturn, he would only perceive that it had a condition of heat different from the rest of the surrounding space. He would not find this space uniformly warm throughout, but would find hot and cold regions alternating in the most varied manner. Heat would be perceived radiating according to certain lines, not straight lines, but in irregular forms, produced by the variations in heat. He would have before him something like an organized cosmic being, appearing in ever changing states, consisting only of heat.
[ 20 ] For man of the present day it must be difficult to imagine something that consists only of heat, since he is not accustomed to recognize heat as something in itself, but to perceive it only in connection with hot or cold gaseous, fluid, or solid bodies. Especially the man who has acquired the ideas of modern physics will look upon the above way of speaking about heat as pure nonsense. He will perhaps say that there are solid, fluid, and gaseous bodies; heat, however, denotes only the condition in which any one of these three bodily forms finds itself. When the smallest particles of a gas are in motion, this motion is perceived as heat. Where there is no gas, there can be no such motion, therefore also no heat.—The matter appears quite different to the researcher in spiritual science. For him, heat is something about which he can speak in the same sense he can speak of a gas, of a fluid, or of a solid body; it is for him only a substance still finer than gas, and gas is to him nothing else than condensed heat, in the same sense that a fluid is a condensed vapor, or a solid body a condensed fluid. Thus the spiritual scientist speaks of heat bodies just as he speaks of gaseous and vaporous bodies.—If someone wishes to follow the spiritual researcher into this realm, it is only necessary to grant that there exists spiritual perception. In the given world of the physical senses, heat exists entirely as a state of a solid, a fluid, or gaseous body. This condition, however, is only the external aspect of heat, or its effect. The physicists speak only of this effect of heat, not of its inner nature. Let us try to disregard all effects of heat that we receive through external objects, and picture to ourselves only our inner experience when we say, “I feel warm,” “I feel cold.” This inner experience can alone give us an idea of the Saturn state at the period of its development described above. It would have been possible to pass through the whole of the space occupied by Saturn without finding any sort of gas that could exert pressure, or any sort of solid or fluid body from which we could receive an impression of light. But in every point in space, without any impression from outside, we would have had the inner feeling that here there exists this or that degree of heat.
[ 21 ] In a cosmic body of such a character there are no conditions suitable for the animals, plants, and minerals of the present time. (It is, therefore, hardly necessary to state that what has just been described could never occur. A man of today, as such, cannot confront ancient Saturn as an observer. The exposition was only to serve as an illustration.) The beings of whom supersensible cognition becomes conscious while observing Saturn, were at a stage of evolution quite different from the present, sensorily-perceptible earth beings. Before this faculty of cognition beings appear who did not possess a physical body like that of present-day man. When we speak here of “physical body,” we must be careful not to think of the physical corporeality as it exists today. Rather, we must differentiate carefully between the physical body and the mineral body. A physical body is one that is ruled by physical laws observed today in the mineral kingdom. The present human physical body is not only ruled by these physical laws, but it is also permeated by mineral substance. It is impossible to speak of a physical-mineral body of this kind on ancient Saturn. At that time there existed only a physical corporeality governed by physical laws, but these physical laws manifested themselves only through heat effects. Thus the physical body was a fine, attenuated, etheric heat body, and the whole of Saturn consisted of these heat bodies. They were the first germinal beginnings of the present physical-mineral body of man. The latter fashioned itself out of the heat body as a result of the insertion into it of gaseous, fluid, and solid matter, which only came into existence later on. Among the beings perceived by supersensible consciousness when it becomes aware of the Saturn state and who, besides man, may be called inhabitants of Saturn, are those, for example, who have no need at all of a physical body. The lowest vehicle of these beings was an ether body; they had, however, besides this a higher member that transcended all the human vehicles. Man has as highest member spirit man. These beings have a still higher member, and between the ether body and spirit man they have all the members described in this book as belonging also to human beings: astral body, ego, spirit self, and life spirit. Just as our earth is surrounded by a sphere of air—an atmosphere—so was it also on Saturn, only this “atmosphere” was of a spiritual character.3Instead of saying, “Saturn was surrounded by an atmosphere,” a precise mode of speech, in order to express exactly the inner experience of spiritual research, would have to say, “In becoming conscious of Saturn by means of supersensible cognition, this consciousness is confronted by a Saturn atmosphere,” or, “by beings of this or that sort.” The use of the expression: “this or that is present,” must be permitted, for this is also the usage employed for the actual soul experience in sensory perception, but we are obliged to keep this in mind in the following exposition; it already follows from the context. It consisted of the beings just mentioned and still others. Between the heat bodies of Saturn and these beings there was a constant reciprocal action. The latter submerged the members of their being into the physical heat bodies of Saturn and, although there was no life in these heat bodies themselves, the life of the beings in their environment was expressed, in them. They might be compared to mirrors, only it was not the images of the beings in question that were mirrored, but their life-conditions. Nothing living could have been discovered on Saturn itself, but through its activity Saturn vitalized the surrounding heavenly space by reflecting back, like an echo, the life sent down to it. The whole of Saturn appeared like a mirror of celestial life. Certain exalted beings whose life was radiated back by Saturn may be called “Spirits of wisdom.” (In Christian Esotericism they bear the name “Kyriotetes” or “Dominions.”) Their activity on Saturn does not begin with the middle period of its evolution just described, in fact, it had then already ceased. Before they had reached the ability to become conscious of the reflection of their own life from the heat bodies of Saturn, they had to develop these bodies to the point of being able to effect this reflection. Therefore their activity began soon after the beginning of the Saturn evolution. At that time the bodily nature of Saturn still consisted of chaotic substance that was unable to reflect anything—By considering this chaotic substance, one has transplanted oneself through spiritual perception to the beginning of the Saturn evolution. What is observable there does not yet bear sequent heat character. If we wish to characterize it, it is only possible to speak of a quality that may be compared with the human will. It is will, through and through. Thus we have to do here entirely with a soul state. If we wish to trace back the source of this will, we find that it originates from the emanations of exalted beings who brought their development, in stages that can only be divined, to such a height that they were able, when the evolution of Saturn began, to pour forth the will from their own being. After this emanation had lasted for a time, the activity of the already mentioned Spirits of Wisdom unites with the will. Thus will, previously wholly without attributes, now gradually acquires the ability to reflect life back into cosmic space.—These beings, who experience their supreme bliss in pouring forth will out of themselves at the beginning of the Saturn evolution, may be called the “Spirits of Will.” (In Christian esotericism they are called “Thrones.”)—After a certain stage of the Saturn evolution has been reached through the co-operation of will and life there begins the activity of other beings who are likewise present in the environment of Saturn. They may be called the ”Spirits of Motion.” (In Christian esotericism , “Dynameis,” or “Powers.”) They have no physical or ether body, but their lowest vehicle is the astral body. When the Saturn bodies have acquired the ability to reflect life, this reflected life is in a condition to be permeated with the qualities that reside in the astral bodies of the Spirits of Motion. The result of this is that it appears as though the manifestations of sensation and feeling and similar soul activities were flung out into celestial space from Saturn. The whole of Saturn appears like an ensouled being, manifesting sympathies and antipathies. These manifestations of soul-qualities, however, are in no way its own, but only the flung-back soul activities of the Spirits of Motion.—After this state has lasted a certain length of time, there begins the activity of still other beings that may be called the “Spirits of Form.” Their lowest member is also an astral body, but it stands at a stage of development different from that of the Spirits of Motion. Whereas these latter communicate only general expressions of feeling to the reflected life, the activity of the astral body of the Spirits of Form (in Christian esotericism, “Exusiai,” or “Authorities,”) is of such a nature that the expressions of feeling are flung back into cosmic space as though from individual beings. One might say that the Spirits of Motion cause Saturn as a whole to appear like an ensouled being. The Spirits of Form divide this life into individual living beings, so that Saturn now appears like an agglomeration of such soul beings.—In order to have a picture of this state, imagine a mulberry or a blackberry, and note how it is composed of small individual parts. For the observer of the spiritual world, Saturn, in the period of evolution just described, is similarly composed of a number of Saturn entities that, to be sure, do not possess a life and soul of their own, but that reflect the life and soul of the beings dwelling in them.—In this state of Saturn, beings now intervene who likewise have the astral body as their lowest member, but who have developed it to such a stage that it has the effect of a present-day human ego. Through these beings, the ego looks down upon Saturn from its environment and communicates its nature to the individual living beings of Saturn. Thus something is sent out into cosmic space from Saturn that appears similar to the activity of the human personality in the present cycle of life. The beings who bring this about may be called the “Spirits of Personality,” (“Archai,” “Primal Beginnings” in Christian Esotericism). They confer upon the small Saturn bodies the appearance of the character of personality. Personality does not exist on Saturn itself, however, but only its reflection, as it were, the shell of personality. The Spirits of Personality have their real personality on the periphery of Saturn. Just because these Spirits of Personality let their being be reflected back by the Saturn bodies in the manner indicated, the fine substance just described as “heat” is imparted to the latter.—In the whole of Saturn there is no inner life, but the Spirits of Personality recognize the image of their own inner life as it streams back to them from Saturn in the form of heat.
[ 22 ] When all this occurs, the Spirits of Personality stand at the stage at which the human being is at present. At that time they pass through their human epoch. If we wish to look at these facts with an unprejudiced eye, we must imagine that a being can be “man” not merely in the form borne by man at the present time. The Spirits of Personality are “human beings” on Saturn. They do not have the physical body as their lowest principle, but the astral body with the ego. Therefore they are not able to express the experiences of this astral body in a physical and ether body like that of the present-day man; yet they not only possess an ego, but are fully aware of it, because the heat substance of Saturn brings it to their consciousness in reflecting it back to them. They are “human beings” under conditions different from the earth state.
[ 23 ] In the further course of the Saturn evolution, events ensue that are different in character from anything existing heretofore. While up to the present time everything was a reflection of external life and sensation, now a kind of inner life begins. Here and there within the Saturn world a life of light begins, now flaring up, now darkening. Flickering glimmers of light appear in certain places, and in others something occurs like flashes of lightning. The Saturn heat bodies begin to glimmer, to sparkle, even to radiate. Because this stage of evolution has been reached, again certain beings have the possibility of becoming active. These are beings who may be called “Spirits of Fire,” (in Christian esotericism, “Archangeloi,” or “Archangels”). Although these beings have an astral body of their own, they are unable, at this stage of their existence, to stimulate it; they would not be able to awake any feeling or sensation if they could not work upon the heat bodies that had reached the Saturn stage already described. This activity exerted by them gives them the possibility of becoming aware of their own existence. They cannot say to themselves, “I exist,” but rather, “My environment permits me to exist.” They perceive, and their perceptions consist in the activities of light described as taking place on Saturn. These activities are in a certain sense their ego. This gives them a certain kind of consciousness that may be designated as picture consciousness. It can be thought of as a kind of human dream consciousness, only we must think of the degree of intensity of this dream consciousness as being much greater than in human dreaming, and we must realize that we are concerned not with unreal dream pictures surging up and down, but with dream pictures that have an actual relationship to the play of light on Saturn.—Within this reciprocal activity taking place between the Spirits of Fire and the Saturn heat bodies, the germinal human organs of sense are started on the path of evolution. The organs through which the human being at present perceives the physical world flash up in their first etheric inceptions. Human phantoms, as yet manifesting nothing but the primal light images of the sense organs, can be recognized within Saturn by means of clairvoyant perception.—These sense organs thus are the fruit of the activity of the Spirits of Fire, but the Spirits of Fire are not the only beings who participate in the formation of these organs. Together with these Spirits of Fire, other beings enter the field of Saturn, beings who are so far advanced in their evolution as to be able to employ these germinal senses to perceive the cosmic processes taking place in the life of Saturn. These beings may be called “Spirits of Love,” (in Christian esotericism, “Seraphim”). Were they not present, the Spirits of Fire could not have the consciousness described above. They behold the Saturn processes with a consciousness enabling them to convey these processes to the Spirits of Fire in the form of images. They forego all benefit they themselves might reap by perceiving the Saturn events; they renounce all enjoyment, all pleasure; they sacrifice all this in order that the Spirits of Fire might have it.
[ 24 ] A new Saturn period follows these occurrences. Something else is added to the play of light. It may seem madness to many when we speak of what here presents itself to supersensible cognition. The interior of Saturn appears like a billowing and surging of sensations of taste; sweet, bitter, sour may be observed at various points within Saturn, and outwardly, into cosmic space, this all appears as tone, as a kind of music.—Within these processes certain beings again find the possibility of developing an activity upon Saturn. They may be called the “Sons of Twilight, or Life,” (in Christian Esotericism, “Angeloi,” “Angels”). They enter into reciprocal activity with the surging forces of taste present within Saturn, and through it their ether or life body takes on an activity somewhat similar to metabolism. They bring life into the interior of Saturn. As a result, processes of nutrition and elimination take place. They do not directly produce these processes, but through their activities the processes indirectly come into existence. This internal life makes it possible for still other beings to enter the sphere of this cosmic body, beings who may be designated “Spirits of Harmony,” (in Christian Esotericism, “Cherubim”). They bestow upon the Sons of Life a dull kind of consciousness, duller and vaguer than the dream consciousness of the present-day human being, a consciousness similar to that he possesses in dreamless sleep. This consciousness is of such a low order that man is not aware of it. It is present, however, and differs from day consciousness in degree and also in kind. Plant life at present also has this “dreamless sleep consciousness.” Even though this consciousness does not excite perceptions of an outer world as they are understood today, nevertheless, it regulates the life-processes and brings them into harmony with the outer cosmic processes. At the Saturn stage under consideration, the Sons of Life cannot perceive this regulating process; the Spirits of Harmony, however, perceive it and are therefore the actual regulators.—All this life-activity takes place in the human phantoms, already characterized. These phantoms therefore appear to spiritual perception as though endowed with life, but their life is only a semblance. It is actually the life of the Sons of Life. These Sons of Life make use of the human phantoms, in order, as it were, to unfold themselves.
[ 25 ] Now let us consider these human phantoms with their semblance of life. During the Saturn period described, these phantoms have ever-changing forms, sometimes resembling this shape, sometimes that. During the further course of evolution these forms become more defined; occasionally they become permanent. The reason for this is that they are now permeated by the activities of the spirits who have to be taken into account already at the beginning of Saturn evolution, namely, the Spirits of Will (Thrones). As a result, the human phantom itself appears with the simplest, dullest form of consciousness. We must picture this form of consciousness as duller than that of dreamless sleep. Under present conditions, the minerals have this consciousness. It brings the inner being into harmony with the outer physical world. Upon Saturn, the Spirits of Will are the regulators of this harmony, and the human being appears like a small counterpart of the life of Saturn itself. What constitutes the Saturn life on a large scale, constitutes man, at this stage, on a small scale. This is the primary nucleus of what even in the modern human being exists only in a germinal state, namely, spirit man (atma). Within Saturn, this dull human will manifests itself to supersensible perception through effects that may be compared with “scents,” or “odors.” Toward the outside, toward celestial space, something is to be perceived like the manifestation of a personality that is, however, not controlled by an inner ego, but is regulated from without like a machine. The regulators are the Spirits of Will.
[ 26 ] If we survey the preceding description, it becomes apparent that, starting from the middle stage of Saturn evolution described at the very beginning, the stages of this evolution might be characterized by comparing their various effects with sense-impressions of the present. It was said that the Saturn evolution manifests as heat, then a play of light begins, followed by a play of taste and tone; finally, something arises that manifests within the interior of Saturn like the sensation of smell, and externally like a mechanically acting human ego.
One might ask what the manifestations of the Saturn evolution prior to this state of heat are. What existed before cannot in any way be compared with anything that is accessible to an outer sense-impression. Prior to the state of heat, a state existed that the human being can experience at the present time only in his inner nature. If he gives himself up to ideas that he himself forms in his soul without the impelling impulse of an external impression, he has something within himself that physical senses cannot perceive; on the contrary, it is only accessible to higher perception. The manifestations that preceded the state of heat of Saturn can be present only for him who possesses supersensible perception. Three such states may be mentioned: pure soul heat, which is outwardly imperceptible; pure spiritual light, which is external darkness; finally, a spiritual state of being that is complete within itself and needs no external being in order to become conscious of itself. Pure inner heat accompanies the appearance of the Spirits of Motion; pure spiritual light, that of the Spirits of Wisdom; pure inner being is bound up with the first emanation of the Spirits of Will.
[ 27 ] With the appearance of the Saturn heat, our evolution for the first time passes over from a purely spiritual, inner existence into one manifesting externally. It will be especially difficult for the present-day consciousness to accept the statement that with the Saturn state of heat what is called “time” first makes its appearance, for the preceding states are not at all temporal. They belong to the region that in spiritual science may be called “duration.” For this reason it must be understood that in all that is said in this work about such states in the “region of duration,” expressions referring to temporal relationships are only used by way of comparison and explanation. What precedes “time,” as it were, can only be characterized in human language by expressions containing the idea of time, for we must also be conscious of the fact that although the first, second, and third states of Saturn did not take place one after the other in the present sense of the word, we cannot do otherwise than describe them one after the other. Indeed, in spite of their duration or simultaneity, they are so inter-dependent that this dependence may be compared with a sequence in time.
[ 28 ] By thus pointing to these earliest evolutionary states of Saturn, light is also thrown upon all other questions about the “whence” of these states. From the purely intellectual standpoint it is naturally quite possible, in regard to any origin, to continue asking about the “origin of this origin.” But this is not permissible in the face of facts. We only need to make this clear by a comparison. If we find traces in a road, we may ask what has caused them. The answer may be: a wagon. We can then ask further: whence came the wagon and whither has it gone? An answer founded upon facts is again possible. We might then ask further: who was sitting in it? What was the intention of the person who was using it? What was he doing? Finally, however, we shall come to a point where the questioning through the very facts comes to an end. Whoever continues to question, deviates from the original intention of the question. He continues the questioning mechanically. We can easily see in cases like the one just cited for the sake of comparison where the nature of facts brings an end to the questioning. In respect of the great questions of the cosmos this is not so easily seen. By really exact observation, however, we shall notice that all questions concerning the “whence” must end at the above described Saturn states. For we have come to a sphere in which the beings and processes no longer justify themselves through their origin, but through themselves.
[ 29 ] The result of Saturn evolution is the development of the human germ to a certain stage; it has reached that low, dim consciousness spoken of above. It must not be imagined that the latter's development begins only in the last stage of Saturn. The Spirits of Will are active throughout all conditions of Saturn, but to supersensible perception the result in the last stage is most conspicuous. There exists no definite boundary line between the activities of the individual groups of beings. If it is said that in the beginning the Spirits of Will are active, then the Spirits of Wisdom, then another group of spiritual beings, it is not intended to mean that they were only active at that time. They are active throughout the whole of the Saturn evolution, but in the periods mentioned their activity can best be observed. The individual beings have then, as it were, the leadership.
[ 30 ] Thus the whole of the Saturn evolution appears like a fashioning, a working over of what has streamed out of the Spirits of Will by the Spirits of Wisdom, Motion, Form, and so forth. At the same time, these spiritual beings themselves undergo an evolution. For example, after having received their life reflected back to them from Saturn, the Spirits of Wisdom stand at a different stage from that at which they previously stood. The fruit of this activity enhances the capacities of their own being. The result is that after the completion of such activity something happens to them similar to what happens to man in sleep. After their periods of activity on Saturn follow other periods during which they live, so to speak, in other worlds. Their activity is then turned away from Saturn. Therefore, clairvoyant perception observes in the described evolution of Saturn an ascent and a descent. The ascent continues until the formation of the state of heat; then with the play of light an ebb tide sets in, and when the human phantoms have assumed a form through the activity of the Spirits of Will, the spiritual beings have gradually withdrawn. The Saturn evolution slowly dies and as such disappears. A period of rest then occurs. The germinal human being passes over into a condition of dissolution, not, however, one in which it entirely disappears, but one that is similar to that of a plant seed resting in the earth, preparing to grow into a new plant. In a similar manner the human germ rests in the bosom of the cosmos, awaiting a new awakening, and when the moment of this awakening comes, the above described spiritual beings have acquired, under other conditions, capacities for working further upon the germinal human being. The Spirits of Wisdom have acquired the capacity in their ether bodies not only of enjoying the reflection of life, as they did on Saturn, but also the ability of letting life stream forth from themselves and of endowing other beings with it. The Spirits of Motion are now as far advanced as were the Spirits of Wisdom on Saturn. The lowest principle of their being was then the astral body; now they possess an ether or life body. The other spiritual beings have correspondingly advanced to a higher stage of their evolution. All these spiritual beings, therefore, are able to work upon the further evolution of the germinal human being in another way than on Saturn.—But at the end of the Saturn evolution the germinal human being was dissolved. In order that the more evolved spiritual beings may continue from the point where they ended their previous activities, this germinal human being has briefly to recapitulate the stages through which it passed on Saturn. This is to be seen by supersensible perception. The germinal human being emerges from its concealment and, through the forces that have been implanted within it on Saturn, it begins to develop through its own power. It emerges out of the darkness as a being of will; it advances itself to a being possessed of a semblance of life, of a soullike nature and other characteristics, until it reaches the stage of automatic manifestation of personality that it possessed at the end of the Saturn evolution.
[ 31 ] The second of the great evolutionary periods alluded to, the “Sun stage,” effects the raising of man to a condition of consciousness higher than that which he attained on Saturn. Compared with the present consciousness of man, this Sun stage could, to be sure, be designated as “unconsciousness,” for it closely approximates the state in which the human being now exists during completely dreamless sleep. It might also be compared with the low degree of consciousness in which our plant world is at present slumbering. For supersensible perception there is no such thing as “unconsciousness,” but only varying degrees of consciousness. Everything in the world possesses consciousness.—The human being attains a higher degree of consciousness in the course of the Sun evolution because at that time his nature is invested with the etheric or life body. Before this can occur, however, the Saturn conditions must be recapitulated, as described above. This recapitulation has a quite definite significance. When the period of rest, of which we have spoken in the previous description, has come to an end, what was formerly Saturn issues forth out of “cosmic sleep” as a new cosmic being, the Sun. But as a result, the conditions of evolution are changed. The spiritual beings, whose activities on Saturn have been described, have now advanced to other conditions. The germinal human being, however, first appears on the newly formed Sun just as it was at the end of the Saturn evolution. It must first transform the various evolutionary stages that it had reached on Saturn, so that they conform with the conditions on the Sun. The Sun epoch, therefore, begins with a recapitulation of the occurrences on Saturn, but adjusted to the changed conditions of the life of the Sun. When the human being has developed to the point where the stage of his evolution acquired on Saturn conforms to the conditions of the Sun, the already mentioned Spirits of Wisdom, the Kyriotetes, begin to let the ether or life body flow into the human physical body. The more advanced stage that man attains on the Sun may be characterized by saying that the physical body, germinally formed already on Saturn, is raised to a second stage of perfection by becoming the bearer of an ether or life body. This ether or life body itself attains the first degree of its perfection during the Sun evolution. In order, however, that this second degree of perfection of the physical body and the first degree of perfection of the life body be attained, it is necessary in the further course of the life of the Sun that yet other spiritual beings interpose themselves in a way similar to what was already described for the Saturn stage.
[ 32 ] When the Spirits of Wisdom begin to pour the life body into man, the Sun, previously dark, now begins to radiate. At the same time the first signs of an inner activity appear in the germinal human being; life begins. What on Saturn had to be characterized as an appearance of life, now becomes actual life. This pouring in of the life body continues for a certain length of time, after which an important change takes place in the human germ, namely, it divides into two parts. Whereas previously the physical body and life body formed one closely-bound whole, the physical body now begins to detach itself as a separate part. This detached physical body, however, continues also to be permeated by the life body. We have now before us a twofold human being. One part is a physical body worked upon by a life body, the other part is pure life body. This separation takes place during an interval of rest in the life of the Sun. During this interval, the radiation that had already begun is again extinguished. The separation takes place, as it were, during a “cosmic night.” This interval of rest is much shorter than the interval of rest between the Saturn and Sun evolutions, of which we have spoken previously. After the expiration of this interval, the Spirits of Wisdom continue to work for a time upon the twofold human being just as they had worked before on the single-membered human being. The Spirits of Motion then begin their activity. They let their own astral body surge through the human life body. As a result, it acquires the capacity to carry on certain inner movements within the physical body. These movements may be likened to the movements of sap in our present-day plants.
[ 33 ] The Saturn body consisted solely of heat substance. During the Sun evolution this heat substance condenses to a state that may be compared with the present state of gas or vapor. It is the state that may be designated by the word “air.” The first appearance of such a state manifests itself after the Spirits of Motion have begun their activity. The following spectacle presents itself to supersensible consciousness. Within the heat substance something appears like delicate structures that are set into regular motion by means of the forces of the life body. These structures represent the human physical body at that stage of evolution. They are completely permeated by heat and enclosed by a mantle of heat. Physically speaking, this human being may be said to consist of heat structures into which air forms are articulated that are in regular motion. If we wish to keep to the above comparison with the plants of the present day, we must remain conscious of the fact that we are not dealing with a compact plant formation, but with a gaseous or aeroform structure, the movements of which may be compared with the movements of the sap in present-day plants. The gas appears to supersensible consciousness through the effect of light, which the gas permits to stream forth from itself. We might thus also speak of light structures that are perceptible to spiritual vision. This evolution then proceeds further. After a certain length of time a pause again ensues, after which the Spirits of Motion continue their activities until these are supplemented by the activities of the Spirits of Form, the effect of which produces permanency in the previously continuously changing gaseous forms. This, too, takes place through the fact that the Spirits of Form permit their forces to flow in and out of the human life body. Previously, when only the Spirits of Motion were acting upon them, these gaseous structures were in ceaseless motion, holding their form only momentarily. Now, however, they assume temporarily distinguishable shapes.—Again after a certain length of time there ensues a period of rest, at the end of which the Spirits of Form continue their activities. Then entirely new conditions arise within the Sun evolution.
[ 34 ] We have reached the point where the Sun evolution has arrived at the central stage of its development. It is at this time that the Spirits of Personality—who had reached their human stage on Saturn—rise to a still higher stage of perfection. They surpass their human stage and acquire a consciousness that our present earthly humanity has not yet attained in the regular course of its evolution. It will reach this stage of consciousness when the Earth—that is to say, the fourth planetary evolutionary stage—shall have reached its goal and passed over into the subsequent planetary period. Man will then not only be able to perceive in his environment what at present is transmitted to him by the physical senses, but he will be able to observe in pictorial images the inner soul states of the beings in his environment. He will possess a picture consciousness; but at the same time retain full self-consciousness. His pictorial perception will not be dreamy and dull. He will perceive the soul pictorially, yet at the same time these soul pictures will be the expression of realities just as now physical colors and tones are expressions of realities. At the present time, a human being can only develop such perception in himself through spiritual-scientific training. The nature of this training will be dealt with in a later part of this book.—During the Sun stage, the Spirits of Personality acquire this perception as a normal part of their evolution. Because of this they become, during the Sun evolution, capable of working upon the newly formed human life body just as they worked upon the physical body on Saturn. Just as at that time heat reflected back to them their own personality, so now the gaseous shapes reflect back to them in resplendent light the pictures of their perceiving consciousness. They behold supersensibly what takes place upon the Sun, and this perception is by no means mere observation. It is as though something of the force that on earth is called love were making itself felt in the images that stream forth from the Sun. If we observe more closely with our soul powers, the reason for this phenomenon may be discovered. Exalted beings are now working actively in the light radiating from the Sun. These beings are the already designated Spirits of Love—Seraphim. They work, henceforth, on the human ether or life body in co-operation with the Spirits of Personality. By means of this activity, the life body itself advances a stage on its evolutionary journey. It acquires the capacity, not only to transform the gaseous structures within it, but to fashion them in such a way that the first indications of a reproduction of the living human being appear. Exudations are driven out, sweated out of these gaseous structures, which assume shapes similar to their maternal forms.
[ 35 ] In order to characterize the further evolution of the Sun, it is necessary to draw attention to the important fact of cosmic history, that in the course of an epoch all the beings involved do not by any means reach the goal of their evolution. There are some who fall short of it. Thus during the Saturn evolution not all of the Spirits of Personality actually reach the human stage for which they were originally destined in the manner described. Likewise, not all of the human physical bodies, formed on Saturn, attain the degree of maturity that would have made them capable of becoming bearers of an independent life body on the Sun. The result is that upon the Sun there exist beings and formations that do not fit into its conditions. These have to retrieve, during the Sun evolution, what they failed to attain upon Saturn. Hence, during the Sun stage the following can be observed. When the Spirits of Wisdom begin to pour in the life body, the body of the Sun, as it were, becomes turbid—darkened. Structures are mingled with it that in reality would belong to Saturn. These are heat structures that are unable to condense properly to air. These are the human beings who have remained behind at the Saturn stage. They are unable to become bearers of a regularly developed life body.—The heat substance of Saturn, which remained behind in this way, divides itself into two sections on the Sun. One section is absorbed, as it were, by the human bodies and forms a kind of lower nature within the human being. This human being at the Sun stage thus takes into his corporeality something actually corresponding to the Saturn stage. Just as the human body of Saturn made it possible for the Spirits of Personality to rise to their human stage, so now this Saturn part of the human being performs on the Sun the same task for the Spirits of Fire. These Spirits of Fire rise to the human stage by allowing their forces to surge in and out of this Saturn part of the human being, just as this was performed by the Spirits of Personality on Saturn. This, too, happens at the central stage of the Sun evolution. At that time the Saturn part of the human being is so far matured that with its help the Spirits of Fire—Archangels—are able to pass through their human stage.—Another section of the Saturn heat substance acquires an independent existence alongside and in the midst of the human beings on the Sun. This then forms a second kingdom alongside the human kingdom, a kingdom that develops upon the Sun a fully independent, but purely physical, body, a body of heat. The result is that the fully developed Spirits of Personality cannot exert their activity upon an independent life body In the manner described. There are, however, certain Spirits of Personality who have remained behind at the Saturn stage. These had not at that time reached the human stage. Between them and the second kingdom, which became independent on the Sun, there exists a bond of attraction. Their behavior toward the retarded kingdom on the Sun must now be similar to the behavior of their advanced companions toward the human beings on Saturn. On the latter, the human physical body was alone developed. Upon the Sun itself, however, there is no possibility of a similar activity by the retarded Spirits of Personality. They, therefore, withdraw from the main body of the Sun and form an independent cosmic body outside of it. From it the retarded Spirits of Personality work back upon the beings of the Sun's second kingdom already described. Thus two cosmic bodies are formed out of the one that was formerly Saturn. The Sun has now in its environment a second cosmic body, one that represents a kind of rebirth of Saturn, a new Saturn. From this new Saturn, the character of personality is bestowed upon the second kingdom of the Sun. Hence in this second kingdom we are concerned with beings who have no personality of their own upon the Sun itself, but who reflect back to the retarded Spirits of Personality on new Saturn these spirits' own personality. By means of supersensible consciousness it is possible to observe the play of heat forces among the human beings on the Sun; these heat forces send their influence into the regular Sun evolution; in them may be seen the sway of the designated spirits of new Saturn.
[ 36 ] During the middle part of the Sun evolution the human being is organized into a physical body and a life body. Within him there takes place the activity of the advanced Spirits of Personality and the Spirits of Love. A part of the retarded Saturn nature is mixed with the physical body, within which the Spirits of Fire are active. In the effects of the activity of the Spirits of Fire upon the retarded Saturn nature the precursors of the sense organs of the present earth man can be seen. It has been shown how even on Saturn the Spirits of Fire were at work forming germinal sense organs in the heat substance. In what is accomplished by the Spirits of Personality in co-operation with the Spirits of Love we can discern the germinal beginnings of the present human glandular system.—The work of the Spirits of Personality dwelling upon the new Saturn is not exhausted in what has been described above. They extend their activity not only to the above-mentioned second Sun kingdom, but they effect a kind of connection between this kingdom and the human senses. The heat substances of this kingdom flow in and out through the germinal human sense organs. Through this fact the human being on the Sun acquires a mode of perceiving the lower kingdom existing outside himself. This perception is, of course, only a dull perception, corresponding wholly to the dull Saturn consciousness of which we have spoken above, and it consists essentially of various heat effects.
[ 37 ] Everything that has been described as existing in the middle of the Sun evolution lasts for a certain time. Then another period of rest begins, following which evolution goes on for a time in the same way until it reaches a stage when the human ether body is sufficiently matured to permit the beginning of a united activity of the Sons of Life, Angels—and the Spirits of Harmony—Cherubim. To supersensible consciousness, manifestations appear within the human being that may be likened to the perceptions of taste, which express themselves outwardly as tones. Something similar had to be described already for the Saturn evolution. Only here on the Sun everything, within the human being is more individual, fuller of independent life.—The Sons of Life acquire, as a result, the dull picture consciousness that the Spirits of Fire had attained on Saturn. In this the Spirits of Harmony are their helpers. The Cherubim actually perceive spiritually what is now taking place within the Sun evolution, but they renounce all the fruits of this perception; they forego the feelings produced by these wisdom-filled images that arise there; they allow these to flow into the dreamy consciousness of the Sons of Life as magnificent, magic visions. These Sons of Life in turn work the imagery of their visions into the human ether body, thus enabling it to reach ever higher stages of evolution.—Again a pause sets in; again the whole cosmos arises out of a “universal sleep,” and after a time the human being becomes mature enough to employ his own forces. These are the forces that streamed into him through the activity of the Thrones during the last part of the Saturn period. This human being now develops an inward life that manifests itself to consciousness in a way comparable to an inner perception of smell. Outwardly, however, toward cosmic space, this human being presents himself as a personality, yet as a personality not directed by an inner ego. It appears more like a plant giving the impression of personality. We have seen already at the end of the Saturn evolution that personality manifests itself like a machine. Just as at that time the first germ of spirit man (atma) was developed, which is still today only germinally present in man, so similarly here in the Sun period the primary nucleus of life spirit (buddhi) is formed.—At a certain time after this has occurred, another period of rest ensues; at its end, as in previous similar instances, human activity proceeds for a time. Then conditions arise that prove to be a new intervention of the Spirits of Wisdom, through which the human being becomes capable of experiencing the first traces of sympathy and antipathy toward his surroundings. In all this there is no actual sensation present, yet it is a forerunner of it, for the inner life-activity, which in its manifestation might be characterized as perceptions of smell, expresses itself outwardly as a kind of primitive language. If a pleasant scent, or taste, or glimmer of light is perceived inwardly, the human being expresses this outwardly by means of a tone, and this also occurs in regard to an inwardly antipathetic perception.—In fact, the actual meaning of the Sun evolution for the human being is gained by means of all the processes that have been described. This human being has now reached a higher stage of consciousness than on Saturn. This is the dreamless consciousness of sleep.
[ 38 ] After a time, the point of evolution is also reached when the higher beings bound up with the Sun stage must pass on to other spheres in order to assimilate what they have acquired for themselves through their activities on the being of man. A major period of rest ensues, similar to that that took place between the Saturn and Sun evolutions. Everything that was fashioned on the Sun passes over into a condition that may be likened to that of the plant when its powers of growth lie dormant in the seed. But just as these forces of growth come to the light of day in a new plant, so, after the rest period, all life upon the Sun comes forth again out of the cosmic womb and a new planetary existence begins. The significance of such a pause, such a cosmic sleep, can be well understood if we direct our spiritual gaze toward one of the orders of beings mentioned, for instance, toward the Spirits of Wisdom. On Saturn, they were not yet far enough advanced to be able to let an ether body flow out of themselves. Only through the experiences they passed through upon Saturn have they been prepared for this. During the pause, they transform into actual capacities what previously had only been prepared in their inner being. Thus upon the Sun they are so far advanced that they can let life flow out of themselves and endow the human entity with a life body of its own.
[ 39 ] Following the pause in outer activity, what was previously the Sun emerges again out of cosmic sleep, becoming once more perceptible to the powers of spiritual observation. It was previously perceptible to these powers, but had disappeared from view during the period of rest. A twofold element now appears within the newly emerging planetary being that shall be called the Moon. This Moon, however, must not be confused with the part of it that is at present the earth's moon. The first thing to be noted is that that part of the world mass which, during the Sun period, had detached itself as a new Saturn, is once more within the totality of the new planetary organism. During the pause, this new Saturn had again united itself with the Sun. Everything that was within the original Saturn reappears at first as one cosmic formation. The second thing to be noted is that the human life bodies formed upon the Sun were absorbed during the pause by what, in a certain sense, forms the spiritual sheath of the planet. Thus these life bodies do not appear at this time as something united with the corresponding physical human bodies, but these latter appear at first by themselves. They bear within their inner nature all that has been worked into them on both Saturn and Sun, but they lack an ether or life body. Moreover, they are unable to incorporate this ether body immediately into themselves, for during the pause the ether body itself has passed through a development to which the physical bodies are not yet adapted.—In order that this adjustment may be achieved, once more a recapitulation of the Saturn activities occurs at the beginning of the Moon evolution. The physical life of man recapitulates the stages of the Saturn evolution, but under quite changed conditions. On Saturn, only the forces of a heat body were active within the physical human being; now the forces of the acquired gaseous body are also active within him. The latter, however, do not appear at once at the beginning of the Moon evolution. At that time it is as though the human being consisted only of heat substance, while within the latter the gaseous forces slumbered. Then comes a time when the first indications of these gaseous forces make their appearance, and finally, in the last period of the Moon recapitulation of Saturn activities, the human being reappears as he was during his life-endowed state of the Sun. At this time, however, all life still appears as a semblance of life. Then a pause occurs similar to the short pauses occurring during the Sun evolution, after which the instreaming of the life body, for which the physical body has now become ripe, begins again. As in the case of the Saturn recapitulation, this influx takes place again in three distinctly separate epochs. During the second of these, the human being is so far adjusted to the new Moon conditions that the Spirits of Motion are able to employ their acquired ability. It consists in allowing the astral body to flow forth from their own essential nature into the human being. They prepared themselves for this task during the Sun evolution and, during the pause between the Sun and Moon evolutions, they transformed what had thus been prepared into the ability alluded to above. This influx of the astral body lasts again for a time, then one of the shorter pauses ensues, after which the instreaming of the astral body of the Spirits of Motion continues until the Spirits of Form begin their activity. Because the Spirits of Motion allow their astral body to flow into the human being, he acquires his first soul qualities. As a result, he now begins to accompany the processes, which occur in him through the possession of a life body and which during the Sun evolution were still plant-like, with sensations and to feel pleasure and displeasure through them; this remains a changing inner ebb and flow of pleasure and displeasure, until the intervention of the Spirits of Form. Then these changing feelings become transformed in such a way that the first traces of longing and desire appear in the human being. He seeks to repeat what has caused pleasure and strives to avoid what has caused sensations of antipathy. Since, however, the Spirits of Form do not give up their own nature to him, but only allow their forces to flow in and out of him, the impulse of desire lacks inwardness and independence. It is guided by the Spirits of Form and bears an instinctive character.
[ 40 ] On Saturn, the human physical body was composed of heat, which on the Sun was condensed to a gaseous state, or air. During the Moon evolution, when the astral flows into the physical body, the latter attains a further degree of condensation at a definite time and reaches a state that may be compared with the density of a present-day fluid. This state may be called “water.” We do not mean by this, however, our present water, but any fluid form of existence. The human physical body now gradually takes on a form composed of three substantial organisms. The densest is a water body. This is permeated by air currents, and all this is permeated by the activities of heat.
[ 41 ] During the Sun stage, too, not all organisms attain their full and proper maturity. As a result, on the Moon there are organisms that stand only at the Saturn stage, while others have only attained the Sun stage. Because of this, two other kingdoms arise alongside the regularly developed human kingdom. One of these consists of beings who have remained behind at the Saturn stage and therefore possess only a physical body, which, even on the Moon, is unable to become the bearer of an independent life body. This is the lowest of the Moon kingdoms. A second kingdom consists of beings who have remained behind at the Sun stage and who, therefore, on the Moon are too immature to incorporate into themselves an independent astral body. These form a kingdom intermediate between the one just mentioned and the regularly advanced human kingdom.—But something else takes place. The substances composed merely of the forces of heat, and those composed merely of air also permeate the human beings. Thus it happens that on the Moon the latter bear within themselves a Saturn and a Sun nature. As a result, a kind of cleavage arises in human nature, and through this cleavage, after the Spirits of Form begin their activity, some thing significant is called into existence within the Moon evolution. A cleavage begins in the cosmic Moon body. A part of the Moon's substances and beings separates from the rest. Two cosmic bodies are thus formed from one. Certain higher beings who, prior to this, were closely linked with the unitary cosmic body, now take up their abode on one of these parts. The remaining part, in contrast, is occupied by the human beings, by the two lower kingdoms just characterized, and by certain higher beings who did not go over to the first cosmic body. This latter cosmic body, occupied by higher beings, appears like a reborn, but refined sun; the other is now the actually new formation, the ancient Moon, the third planetary embodiment of our Earth that follows after the Saturn and Sun evolutions. The separating, reborn sun carries away with it, from the substances arising on the Moon, only heat and air. Besides these two substances, the liquid, watery state is to be found on what remains over as Moon. The result of this separation is that the beings, departed with the reemerging sun, are unhampered in their further development by the denser Moon beings. They are thus able to advance unhindered in their evolution. As a result they acquire a still greater degree of power with which to work down upon the Moon beings from their sun. These Moon beings likewise acquire new possibilities of evolution. The Spirits of Form, in particular, have remained united with them and have solidified the nature of passion and desire. This expresses itself gradually by a further condensation of the human physical body also. The former purely watery element of this body now takes on a viscous fluidic form, and the aeriform and heat formations condense correspondingly. Similar processes take place also in the two lower kingdoms.
[ 42 ] In consequence of the separation of the Moon from the sun body, the former has the same relationship to the latter that the Saturn body once had to the entire surrounding cosmic evolution. The Saturn body was formed from the body of the Spirits of Will—Thrones. From this Saturn substance everything was radiated back into cosmic space that the above-mentioned spiritual beings, living in the environment, experienced, and by means of the succeeding events, the reflecting radiation gradually awoke to independent life. The whole of evolution depends first upon the severance of independent being from surrounding life; the environment then imprints itself upon this severed being as though by reflection, and then this separated entity develops further independently.—In this way the Moon body severed itself from the sun body and then reflected back its life. Had nothing else happened, the following cosmic process would have to be described. There would be a sun body in which spiritual beings, adapted to it, would have their experiences in the heat and air element. Opposite this sun body there would be a Moon body in which other beings would evolve with heat, air, and water life. The progress from the Sun to the Moon embodiment would consist in the fact that the sun beings would have their own life before them, like a reflection, mirrored back to them from the Moon processes, and they would be able to enjoy it—an experience that during the Sun embodiment was still impossible for them.— [ 43 ] But the processes of evolution did not stop here. Something occurred that was of the deepest significance for all subsequent evolution. Certain beings, who were adapted to the Moon body, seized upon the will element—the heritage of the Thrones—that was then at their disposal, and by means of it developed their own life, which shaped itself independent of the life of the sun. Alongside the experiences of the Moon, which stand only under the sun influence, other independent Moon experiences occur—revolts or rebellions, as it were, against the sun beings. The various kingdoms that had come into existence on the sun and Moon, especially the kingdom of our human forebears, were drawn into these conditions. Thus the Moon body contained within itself, spiritually and materially, a twofold life: one that stood in close union with the life of the sun, and one that deserted it and went its own independent way. This division into a twofold life expresses itself in all subsequent events of the Moon embodiment.
[ 44 ] What this evolutionary period presents to supersensible consciousness may be characterized in the following pictures. The entire fundamental mass of the Moon is fashioned out of a half-living substance that is at times in sluggish, at times in animated movement. A mineral mass of rocks and earth elements, like that upon which the present human being treads, does not yet exist. We might speak of a kingdom of plant-minerals, only we must imagine that the entire foundational mass of the Moon is composed of this plant-mineral substance, just as the earth today consists of rocks, soil, and other matter. Just as at present we have towering masses of rocks, so at that time harder portions were embedded in the Moon's mass. These may be compared with hard, woody structures, or with horny forms. Just as plants spring up at present out of the mineral soil, so on the Moon the second kingdom—a sort of plant-animal—sprang up, covering and permeating the Moon ground. The substance of this kingdom was softer than the ground mass and more mobile in itself. This kingdom spread itself out over the other like a viscous sea. The human being himself may be called a kind of animal—man. His nature contained the essential elements of the other two kingdoms, but his being was completely permeated by an ether and an astral body, upon which the forces of the higher beings emanating from the severed sun were active. His form was thus ennobled. Whereas the Spirits of Form gave him a shape through which he was adapted to Moon life, the sun spirits made of him a being lifted above that life. By means of the capacities bestowed upon him by these spirits he had the power to ennoble his own nature, indeed, to lift to a higher stage that part of it that was related to the lower kingdoms.
The processes that have to be taken into consideration here, perceived spiritually, may be described in the following manner. The human forebear had been ennobled by beings who had deserted the sun kingdom. This ennobling extended especially to everything that could be experienced in the water element. The sun beings, who were rulers of the elements of heat and air, had less influence upon this water element, with the result that two kinds of beings were active in the organism of the human ancestor. One part of this organism was wholly permeated by the activities of the sun beings; in the other part, the seceded Moon beings were active. Through this fact, the latter part was more independent than the former. In the sun-part, only states of consciousness could arise in which the sun beings lived. In the Moon-part there existed a sort of cosmic consciousness, similar to the ancient Saturn state, only now at a higher stage. The human ancestor thus beheld himself as a copy of the cosmos, while his sun-part felt itself only as a copy of the sun.—These two kinds of beings began a sort of conflict within human nature, and through the influence of the sun beings an adjustment of this conflict was brought about by rendering the material organism, which made an independent cosmic consciousness possible, frail and perishable. It was necessary now for this part of the organism to be eliminated from time to time. During this elimination and for a certain time thereafter, the human ancestor was a being dependent only upon the influence of the sun. His consciousness became less independent; he lived in it in complete surrender to the life of the sun. The independent Moon part was then renewed. After a certain length of time, this process was repeated again and again. The human ancestor on the Moon thus lived in alternating conditions of clearer and duller consciousness, and this alternation was accompanied by a metamorphosis of the material aspect of his being. From time to time he discarded his Moon body and renewed it again later.
[ 45 ] Seen physically, a great variation appears in the kingdoms of the Moon described here. The mineral-plants, the plant-animals, and the animal-men are differentiated according to groups. This will be understood if we bear in mind that, because certain organisms have remained behind at each of the earlier stages of evolution, these organisms have been embodied, endowed with the most varied qualities. There are organisms that still display the characteristics of the first epochs of the Saturn evolution, some those of the middle periods, and some those of its end. This is also true of all the stages of the Sun evolution.
[ 46 ] Just as organisms connected with the progressively evolving cosmic body remain behind, so is this also the case with certain beings connected with this evolution. In the progressive development up to the appearance of the ancient Moon, several grades of such beings have already come into existence. There are, for instance, Spirits of Personality who, even on the Sun, have not yet attained their human stage; there are, however, others who, on the Sun, have retrieved their failure to rise to this stage. Many Fire Spirits, too, who should have become human on the Sun, have remained behind. Just as certain retarded Spirits of Personality withdrew during the Sun evolution from the body of the Sun and caused Saturn to arise again as a special cosmic body, so also in the course of the Moon evolution the beings described above withdrew to special cosmic bodies. Thus far we have spoken only of the separation into sun and Moon, but for the reasons given above, still other cosmic bodies detach themselves from the cosmic Moon body that made its appearance after the long pause between Sun and Moon evolutions. After a lapse of time there comes into existence a system of cosmic bodies, the most advanced of which, as may be easily seen, is the new sun. In much the same way that during the Sun evolution—as has already been described above—a bond of attraction was formed between the retarded Saturn kingdom and the Spirits of Personality on the new Saturn, now during the Moon evolution a bond is also formed between every such cosmic body and the corresponding Moon beings. It would carry us much too far to follow up in detail all the cosmic bodies that come into existence. It must suffice to have indicated the reason why a series of cosmic bodies is detached by degrees from the undivided cosmic organism that appeared in the beginning of mankind's evolution as Saturn.
[ 47 ] After the intervention of the Spirits of Form on the Moon, evolution proceeds for a time in the manner described. After this, another pause in outer activity ensues, during which the coarser parts of the three Moon kingdoms remain in a state of rest, but the finer parts—chiefly the human astral bodies—detach themselves from these coarser organisms. They enter a state in which the higher powers of the exalted sun beings can work upon them with special force.—After the rest period, they again permeate the parts of the human being composed of coarser substances. Through the fact that, during the pause, they have absorbed powerful forces in a free state, they are able to prepare these coarser substances for the influences that the regularly advanced Spirits of Personality and Spirits of Fire must, after a certain time, bring to bear upon them.
[ 48 ] These Spirits of Personality have attained a stage at which they possess the consciousness of inspiration. Not only are they able to perceive the inner state of other beings in pictures—as was the case in their former picture consciousness—but they are able to perceive the inner nature of these beings as a spiritual tone language. The Spirits of Fire, however, have risen to the degree of consciousness possessed by the Spirits of Personality on the Sun. As a result, both kinds of spirits are able to intervene in the matured life of the human being. The Spirits of Personality work upon his astral body, the Fire Spirits upon his ether body. The astral body thus receives the character of personality. It experiences henceforth not only pleasure and pain within itself, but it relates them to itself. It has not yet attained a full ego consciousness that says to itself, “I exist,” but it feels itself borne and sheltered by other beings in its environment. Looking up to them, as it were, it can say, “This, my environment, gives me existence.” The Fire Spirits work henceforth upon the ether body. Under their influence the movement of forces in this body becomes more and more an inner life activity. What thus comes into existence finds physical expression in a circulation of fluids and in phenomena of growth. The gaseous substances have condensed to a fluid. We can speak of a kind of nutrition in the sense that what is absorbed from without is transformed and worked over within. If we think perhaps of something midway between nutrition and breathing in the present day sense, then we shall have some idea of what happened at that time in this respect. The human being drew nutritive substances from the kingdom of the animal-plants. These animal-plants must be thought of as floating, swimming in—or even lightly attached to—a surrounding element in much the same way the present-day lower animals live in water or the land animals in the air. This element, however, is neither water nor air in the present sense of the word, but something midway between the two—a kind of thick vapor in which the most varied substances, as though dissolved, move hither and thither in the most varied currents. The animal-plants appear only as condensed, regular forms of this element, often differing physically very little from their environment. The process of respiration exists alongside the process of nutrition. It is not like what occurs on earth, but it is like an insucking and outpouring of heat. For supersensible observation it is as though, during these processes, organs opened and closed through which a warming stream flowed in and out. Through these organs the airy and watery substances are also drawn in and expelled, and because the human being at this stage of his evolution already possesses an astral body, this breathing and nutrition are accompanied by feelings, so that a kind of pleasure occurs when substances that are beneficial for the building up of the human being are drawn in from outside. Displeasure is excited when injurious substances flow in or even when they only approach the human being.—During the Moon evolution there was a kinship between the processes of breathing and nutrition, as described. Similarly the process of visualization was in close correspondence with the process of reproduction. Objects and beings in the environment of the humanity of the Moon did not produce immediate effects on any kind of senses. Visualization was of such a character that images were evoked in the dull dim consciousness by the presence of the things and beings in its neighborhood. These pictures had a much more intimate relationship with the actual nature of the environment than present-day sense perceptions which, through color, tone, and odor, only indicate the external aspects of things and beings. In order to have a clearer concept of this consciousness of the Moon humanity, let us imagine this humanity as being embedded in the above described vaporous environment. The most manifold processes occur within this mistlike element. Substances now unite, now separate. Certain parts condense, others become rarefied. All of this occurs in such a way that the human beings neither see nor hear it directly, but images are called forth by it in their consciousness. These may be compared to the images of present-day dream consciousness. For example, when an outer object falls to the ground and a sleeping man does not perceive the actual event itself, but instead experiences the rise of some kind of picture, he might, let us say, believe a shot was fired. The only difference is that the pictures of the Moon consciousness are not arbitrary as are the dream pictures of the present day. Although they are symbols, not copies, they correspond, nevertheless, to the outer events. A definite picture appears with a definite outer event. The Moon humanity is thus in the position to direct its actions in accordance with these pictures, just as present-day humanity directs its actions according to its perceptions. Notice, however, must be taken of the fact that conduct based on perception admits of freedom of choice, while action under the influence of the pictures indicated is impelled by a dull urge.—This picture consciousness is by no means one by which only outer physical processes are visualized, but through them the spiritual beings ruling behind the physical facts as well as their activities are imaginatively perceived. Thus the Spirits of Personality become, as it were, visible in the objects of the animal-plant kingdom; behind and within the mineral-plant beings the Fire Spirits appear. The Sons of Life appear as beings that the human being is able to picture mentally without connection with anything physical; he perceives them, as it were, as etheric soul forms.—Although these mental pictures of the Moon consciousness were not copies, but only symbols of the outer world, they did have a much more important effect upon the inner nature of the human being than the present visualizations of man transmitted through outer perception. They had the power to set the whole inner being in motion and activity. The inner processes shaped themselves in accordance with them. They were genuine formative forces. The human being took on the shape these formative forces gave him; he became, as it were, a copy of his processes of consciousness.
[ 49 ] The further that evolution continues in this manner, the deeper and more incisive is the change that in consequence takes place in the human entity. The power that proceeds from these consciousness-images is gradually no longer able to extend over the entire human corporeality. The latter divides into two parts, two natures. Members are fashioned that are subject to the formative effect of the picture consciousness, and to a great degree they become a copy of the life of mental images in the sense of the above description. Other organs, however, withdraw from this influence. The human being, in one part of his nature is, as it were, too dense, too much determined by other laws to be able to conduct himself according to the consciousness-pictures. These withdraw from human influence, but they become subject to the influence of the exalted sun beings themselves. A rest period precedes this stage of evolution, during which the sun spirits gather the power to work upon the Moon beings under wholly new conditions.—After this pause the human being is distinctly split into two natures. One of these natures, not subject to the independent activity of the picture consciousness, takes on a more definite form and comes under the influence of forces that, to be sure, proceed from the Moon body, but within which they arise only through the influence of the sun beings. This part of the human being participates increasingly in the life that is inspired by the sun. The other part rises out of the former like a kind of head. It is in itself mobile, plastic, and becomes the expression and bearer of the dull life of consciousness of the human being. Yet the two parts are closely bound together. They send their fluids into one another, and their members stretch from one into the other.
[ 50 ] A significant harmony is now achieved through the fact that, during the time in which all this happened, a relationship between sun and Moon has been developed that is in accord with the direction of this evolution.—It has already been pointed out in a previous paragraph (see page 150) how, as a result of their stage of evolution, the advancing beings sever their cosmic bodies from the general cosmic mass. They radiate the forces in accordance with which the substances form themselves. Sun and Moon have thus separated from one another in accordance with the necessity of establishing proper dwelling places for the corresponding beings. This conditioning of substance and its forces by means of the spirit, however, extends further. The beings themselves determine certain movements of cosmic bodies and their definite revolution around each other. In this way these bodies come into varying positions in, relation to each other. If the location or position of one cosmic body in relation to another is changed, then the effects of their corresponding beings upon one another are also changed. This happened with the sun and the Moon. Through the movement begun by the Moon around the sun, the human beings come now under the influence of the sun activity, now they turn away from this influence and are then more dependent upon themselves. The movement is a result of the secession of certain Moon beings already described and the adjustment of the conflict brought about by it. It is only the physical expression of the spiritual relationship of forces created by this secession. The revolution of one body around the other resulted in the previously described changing states of consciousness in the beings dwelling on the cosmic bodies. It can be said that the Moon alternately turns its life toward and away from the sun. There is a sun period and a Moon period; during the latter, the Moon beings develop on the side of the Moon that is turned away from the sun. For the Moon, however, something else was added to the movement of the heavenly bodies. The retrospective supersensible consciousness is able to see how the Moon beings themselves revolve around their own cosmic body in quite regular periods. At certain times they seek out the places where they can expose themselves to the influence of the sun. At other epochs they migrate to the regions where they are not exposed to this influence and where they can, as it were, reflect upon themselves.
[ 51 ] In order to complete the picture of these processes, we have also to consider that at this time the Sons of Life reach their human stage. The human being on the Moon cannot yet use his senses, the primal indications of which had come into existence already on Saturn, for his own perception of external objects. At the Moon stage of evolution, however, these senses become the instruments of the Sons of Life. The latter make use of these senses in order to perceive by means of them. These senses, which belong to the physical human body, enter in this way into reciprocal relationship with the Sons of Life, who not only make use of them, but perfect them as well.
[ 52 ] Through the changing relationships to the sun a change occurs, as described, in the conditions of life within the human being himself. Things shape themselves in such a way that each time the human being comes under the influence of the sun, he devotes himself more to the life of the sun and its phenomena than to himself. At such times he experiences the grandeur and majesty of the universe as this is expressed in the sun existence. He absorbs this. The exalted beings who have their habitation upon the sun exercise their power upon the Moon, which in turn has its effect upon the being of man. This effect does not extend to the entire human being; it affects particularly those parts of him that have withdrawn from the influence of his own picture consciousness. Thus the physical and ether bodies especially attain a certain size and form, but in order that this may occur, the phenomena of consciousness withdraw. When, now, the life of the human being is removed from the influence of the sun, he is occupied with his own nature. An inner vivacity begins chiefly in the astral body, but the external shape becomes less conspicuous, less perfect in form.—Thus during the Moon evolution there are these two clearly distinguishable, alternating states of consciousness—a duller state during the sun period and a clearer state during the period in which life is more dependent upon itself. The first state is, indeed duller, but it is for that reason also more selfless. Man surrenders himself more to the outer world, to the universe mirrored in the sun. There is an alternation in the states of consciousness that may be compared with the alternation of sleeping and waking in the present human being, as well as with his life between birth and death on the one hand, and with the more spiritual existence between death and a new birth, on the other. The awakening on the Moon, when the sun period gradually ceases, should be characterized as a state intermediate between our present waking every morning and our being born. Likewise, the gradual dimming of consciousness at the approach of the sun period may be likened to an intermediate state between going to sleep and dying, for a consciousness of birth and death similar to the one belonging to present-day man did not yet exist on the ancient Moon. In a kind of sun-life the human being surrendered himself to the enjoyment of this life. He was, during this time, withdrawn from his own life. He lived more spiritually. Only an approximate and comparative description of what the human entity experienced in these periods can be attempted. He felt as though the causative forces of the cosmos streamed into him, pulsated through him. He felt as though intoxicated with the harmonies of the universe of which he partook. At such times his astral body was as though freed from the physical body, and a part of the life body was likewise withdrawn from it. This organism composed of astral body and life body was like a marvelous, delicate musical instrument upon whose strings the mysteries of the universe resounded, and the members of that part of the human being upon which consciousness had but little influence took on forms in response to the universal harmonies, for in these harmonies the sun beings were active. Thus, through spiritual cosmic tones this human part was given form. The alternation between the brighter state of consciousness and this duller one during the sun period was not as abrupt as is the alternation between waking and a completely dreamless sleep for man today. The picture consciousness, to be sure, was not as clear as the present waking consciousness; the other consciousness, in turn, was not as dull as the dreamless sleep of today. Thus the human being had a vague notion of the play of universal harmonies in his physical body and in that part of the ether body that had remained united with it. At the time during which the sun was not shining, as it were, for the human being, the imaginative thought pictures pervaded his consciousness instead of harmonies. Especially those members of the physical and ether bodies that were under the direct power of consciousness were then vivified. In contrast, however, the other parts of the human being, upon which the formative forces from the sun now had no influence, passed through a kind of hardening and drying out process. When the sun period again drew near, these old bodies disintegrated; they severed themselves from the human being and then, as though from the grave of his old corporeality, he arose, inwardly newly formed, although he was still insignificant in this new shape. A renewal of the life-processes had taken place. Through the activity of the sun beings and their harmonies the new-born body again reached its perfection and the process described above repeated itself. Man experienced this renewal as the donning of a new garment. The kernel of his being had not passed through an actual birth or death, it only had shed its skin, as it were, by passing over from a spiritual tone-consciousness in which it yielded itself up to the external world, to one in which it was turned more toward the inner life. The old body had become unusable; it was cast off and then renewed. This characterizes more exactly what was described above as a kind of reproduction, and of which it was said that it is closely related to visualizing activity. The human being has generated his kind with respect to certain parts of the physical and ether bodies. Yet there is no engendering of a daughter being completely distinguished from its parent, but the essential kernel of the latter passes over into the former. This kernel does not produce a new being, but brings itself forth in a new form. Thus the Moon human being experiences a change of consciousness. When the sun epoch approaches, his visualizations become duller and duller, and a state of blissful surrender pervades him. Within his quiet inner being resound cosmic harmonies. Toward the end of this period the images in the astral body begin to revive. Man begins to feel and experience himself. He experiences something like an awakening from the blissfulness and quiet into which he was immersed during the sun period. In this connection yet another important experience occurs. With the new awakening of the picture consciousness the individual man perceives himself as though enveloped in a cloud that had descended upon him like a being from the cosmos. He feels this being as something belonging to him, as a completion of his own nature. He feels it as something that gives him his own existence; he feels it as his ego. This being is one of the Sons of Life. He feels toward this being somewhat as follows, “I lived in this being even during the sun period of the Moon when I had surrendered myself to the glory of the cosmos, but at that time it was invisible to me. Now, however, it becomes visible to me.” It is also from this same Son of Life that the power proceeds that produces the activity performed by man upon his own bodily nature during the sunless period. Then when the sun period again approaches, man feels as if he himself became one with the Son of Life. Even though he may not behold him, nevertheless he feels himself intimately united with the Son of Life.
[ 53 ] The relationship to the Sons of Life was of such a character that not each individual human being had a Son of Life for himself, but a whole group of human beings felt that one of these beings belonged to it. Thus on the Moon the inhabitants lived divided into such groups, and every group looked up to a Son of Life as the common group ego. The difference between the groups became apparent through each group having a different form, especially in its ether bodies. But since the physical bodies are formed in accordance with the ether bodies, the differences in the latter were imprinted upon the former, and the various human groups appeared as so many different types of men. When the Sons of Life looked down upon the human groups belonging to them, they saw themselves, as it were, manifolded in the individual human beings. In this way they experienced their own egohood. They mirrored themselves in the human beings. This was also the task of the human senses at that time. We have seen that these did not yet transmit any external objective perceptions. But they reflected the being of the Sons of Life. What these Sons of Life perceived through this reflection gave to them their ego consciousness. It was, however, the images of the dull, vague Moon consciousness that were aroused in the human astral body by this reflection.—The effect of this activity of man, achieved in reciprocal relationship with the Sons of Life, brought into existence the first traces of the nervous system in the physical body. The nerves represent a sort of extension of the senses into the inner nature of the human body.
[ 54 ] From this description it can be seen how the three categories of spirits, the Spirits of Personality, the Fire Spirits, and the Sons of Life, are active upon the Moon man. If the main period of the Moon evolution—the middle evolutionary period—is considered, we may say that it was then that the Spirits of Personality implanted independence, the character of personality, in the human astral body. It is due to this fact that during the time when the sun does not shine on the human being, as it were, he can turn in upon himself, is able to fashion himself. The Fire Spirits manifest themselves in the ether body to the degree that this body imprints upon itself the independent human structure. It is because of them that the human being feels himself to be again the same being each time after the renewal of his body. A kind of memory is thus given to the ether body through the Fire Spirits. The Sons of Life work upon the physical body in such a way that it is able to become the expression of the now independent astral body. They thus make it possible for this physical body to become a physiognomic copy of its astral body. On the other hand, higher spiritual beings, especially the Spirits of Form and the Spirits of Movement, intervene in the formation of physical and ether bodies insofar as these develop in the sun periods independent of the autonomous astral body. It is from the sun that their intervention occurs in the manner described above.
[ 55 ] Under the influence of such facts the human being gradually matures in order to develop in itself the germ of spirit self, just as in the second half of the Saturn evolution the human being developed the germ of spirit man, and on the Sun the germ of life spirit. Through this, all relationships on the Moon change. Through the successive changes and renewals human beings have become ever more noble and delicate. They have also gained in strength. As a result, the picture consciousness was increasingly preserved also during the sun cycles. In this way it acquires an influence over the formation of the physical and ether bodies that formerly happened only through the activity of the sun beings. What happened on the Moon through the human beings and the spirits united with them became more and more like the former achievements of the sun with its higher beings. As a result, these sun beings could increasingly apply their forces for the sake of their own evolution and because of this the Moon became ready, after a certain length of time, to be reunited with the sun.—Spiritually perceived, these processes appear as follows. The revolting Moon beings have been gradually overcome by the sun beings and must now adjust themselves by becoming subject to them, so that the functions of both are in mutual harmony.—This happened only after long preceding epochs in which the Moon cycles became shorter and shorter and the sun cycles longer and longer. A cycle of evolution now begins during which sun and Moon are again a single cosmic organism. At this time the physical human body has become wholly etheric.—When this is said, it must not be imagined that under such conditions we cannot speak of a physical body. What has been formed as physical body during the Saturn, Sun, and Moon evolutions still remains present. It is important to recognize the physical not only where it manifests outwardly physically. The physical can also be present in such a way that it can show externally the form of the etheric, and indeed, even show the form of the astral. It is important to differentiate between external appearances and inner laws. A physical body can become etherized or astralized, yet at the same time retain its physical laws. This is the case when the human physical body on the Moon has reached a certain degree of perfection. It becomes ether-like. When, however, supersensible consciousness—able to observe things of this kind—turns its attention to such an ether-like body, it appears to it permeated not by the laws of the etheric but by the laws of the physical. The physical is taken up into the etheric in order to rest there and be fostered as in a maternal womb. Later it appears again in physical form but at a higher stage. Were the human Moon being to keep its physical body in the grossly physical form, the Moon would never be able to reunite itself with the sun. By the acquisition of an etheric form, the physical body becomes more related to the ether body and it can, moreover, be permeated again more inwardly by those parts of the ether and astral bodies that, during the sun periods of the Moon evolution, had to withdraw from it. The human entity, which appeared like a double being during the separation of sun and Moon, becomes again a unified being. The physical becomes more soul-like, and the soul in turn more closely united with the physical.—The sun spirits, into whose direct sphere this unitary human being has now come, are able to work upon him quite differently from the time when they worked from without, downward upon the Moon. The human being is now more in a soul and spirit environment. Through this fact the Spirits of Wisdom can achieve a significant effect. They imprint wisdom in him. They ensoul him with wisdom. He becomes in this way in a certain sense an independent soul. To the influence of these beings is added that of the Spirits of Motion. They act especially upon the astral body in such a way that, under the influence of the beings described, it evolves a soul activity and a life of ether body filled with wisdom. The wisdom-filled ether body is the first germinal nucleus of what has been described in an earlier chapter as the intellectual soul in present-day humanity, whereas the astral body stimulated by the Spirits of Motion contains the germinal nucleus of the sentient soul. Because all this is brought about within the human entity in its increased state of independence, these germinal nuclei of the intellectual and sentient souls appear as the expression of spirit self. The mistake must not be made of thinking that, at this period of evolution, spirit self is something special, independent of the intellectual and sentient souls. These latter are only the expression of spirit self that signifies their higher unity and harmony.
[ 56 ] It is of special significance that during this epoch the Spirits of Wisdom intervene in the manner described. They do this not alone in respect of the human being but also of the other kingdoms that have developed upon the Moon. When the sun and Moon again become united, these lower kingdoms are drawn within the sphere of the sun. All that was physical in them becomes etherized. Thus, just as human beings are to be found on the sun, so there are also to be found mineral-plants and plant-animals. These other creatures, however, remain endowed with their own laws. They feel, therefore, like strangers in their new surroundings. They appear with a nature that has little in common with that of their environment. But since they have an etheric form, the activity of the Spirits of Wisdom can extend to them also. All that has come from the Moon into the sun is now permeated with the forces of the Spirits of Wisdom. Therefore what is fashioned from the sun-Moon organism within this evolutionary period may be called the “Cosmos of Wisdom.”—When our Earth system, as a descendant of this Cosmos of Wisdom, appears after a rest period, all the beings coming to life again upon the Earth, springing forth from their Moon nuclei, show themselves filled with wisdom. Thus we see the reason why the present earth man, looking attentively at the things about him, can discover wisdom in the nature of their being. We can marvel at the wisdom in each plant leaf, in each animal and human bone, in the miraculous structure of the brain and heart. When man needs wisdom in order to understand things, that is, when he extracts wisdom from them, it shows that wisdom exists in the things themselves. For however much the human being might try to understand the things by means of ideas filled with wisdom, he would be unable to extract any wisdom from them were it not already embodied in the things themselves. Anyone who wishes by means of wisdom to comprehend things that, as he thinks, have not first received wisdom, may also imagine that he can take water out of a glass into which none has previously been poured. The Earth, as will be seen later on in this book, is the resurrected ancient Moon. It appears as a wisdom-filled organism because in the epoch described it has become permeated by the forces of the Spirits of Wisdom.
[ 57 ] It will, it is hoped, appear comprehensible that in this description of the Moon conditions only certain transitory forms of evolution could be concentrated upon. Certain things in the progress of events had to be selected and emphasized for the description. This kind of description offers, to be sure, only single pictures, and the preceding descriptions of evolution may therefore seem lacking through not being woven into a web of definitely fixed concepts. In regard to such an objection attention may perhaps be drawn to the fact that the description has intentionally been given in less concise concepts. For it is not so much a question here of the construction of speculative concepts and ideas, but rather of a mental picture of what can present itself to the spiritual eye through supersensible perception directed to these facts. These facts do not appear in such sharp and definite outlines in the Moon evolution as is the case with the perceptions on our earth. In the Moon epoch we are concerned with vacillating, changing impressions, with fluctuating, mobile pictures, and with their transitions. Besides this, we must consider the fact that we are concerned with an evolution covering long, long periods of time and that in describing this, only momentary pictures can be seized on and fixed.
[ 58 ] At the point of time when the astral body implanted in the human being has advanced him so far in his evolution that his physical body gives the Sons of Life the possibility of attaining their human stage, the actual climax of the Moon epoch is reached. At that time the human being also has attained all that this epoch can give him for his inner development on the forward path. The following cycle, that is, the second part of the Moon evolution, can be designated as one of ebb-tide. But it can be seen that with respect to the human environment and also to man himself something most important transpires just at this period. It is then that wisdom is implanted within the sun-Moon body. We have seen that during this ebb-tide the nuclei of the intellectual and sentient souls are engendered. Yet it is not until the Earth period that their unfolding and that of the consciousness soul occurs together with the birth of the ego, of independent self-consciousness. At the Moon stage, the intellectual and sentient souls do not yet appear as though the human being himself were able to express himself through them, but as though they were instruments for the Sons of Life belonging to the human being. If we wish to characterize the feeling that man had on the Moon in regard to this, we would have to say that he felt as follows. “The Son of Life lives in and through me; he beholds the Moon environment through me; he thinks in me about the things and beings in this environment.” The Moon man feels overshadowed by his Son of Life, he experiences himself as the instrument of this higher being, and during the separation of sun and Moon, when the Moon was turned away from the sun, he had a feeling of greater independence. At the same time he also felt as if the ego belonging to him, which had disappeared from his picture-consciousness during the sun cycles, now became visible to him. This was for the Moon human being what we might call alternation in the states of consciousness. This gave him the feeling, “In the sun period my ego soars away with me up into higher regions to sublime beings, and, when the sun disappears, it descends with me into lower worlds.”
[ 59 ] A preparatory period preceded the actual Moon evolution. A kind of repetition of the Saturn and Sun evolution occurred at that time. Then, after the reunion of the sun and Moon in the ebb-tide period, two epochs can likewise be distinguished during which there take place, to a certain degree, even physical condensations. The psycho-spiritual states of the sun-Moon organism alternate with physical states. In these physical epochs the human beings, and likewise the beings of the lower kingdoms, appear in stiff forms, lacking independence, forms that were forecasts of what they were to become as more independent shapes later on in the Earth evolution. Thus we can speak of two preparatory periods of the Moon evolution and of two others during the time of ebb-tide. Such epochs can be called cycles. In what follows the two preparatory cycles, and that precedes the two cycles of ebb-tide—that is, in the time of the Moon separation—three epochs can also be distinguished. It is in the middle epoch of these three that the Sons of Life reach their human status. Prior to this there is an epoch during which all conditions lead to a concentration on achieving this main event. Then another epoch follows that can be described as a condition in which the beings become familiar with and develop the new creations. Thus the middle period of the Moon evolution is divided into three epochs. Together with the two preparatory and the two ebb-tide epochs, they make seven Moon cycles. It may thus be said that the entire Moon evolution runs its course in seven cycles. Between these cycles lie rest periods that have been mentioned previously. We shall arrive at a true conception of the situation only if we do not imagine abrupt transitions between periods of activity and those of rest. The sun beings, for example, withdraw, little by little, from their activity on the Moon. A time begins for them that, outwardly observed, appears like their period of rest, while upon the Moon itself, animated, independent activity reigns. Thus the period of activity of one kind of being extends into the rest period of other beings. If we take these things into account we can speak of a rhythmic rising and falling of forces in cycles. Indeed, similar divisions can also be observed within the seven Moon cycles described. We can then call the whole Moon evolution a great cycle, a planetary cycle; the seven divisions within one of these cycles, small cycles, and the divisions of these last again still smaller sub-cycles. This membering into seven times seven sections is already observable in the Sun evolution and is indicated also during the Saturn epoch. Yet we must consider the boundaries between the divisions as being blurred on the Sun and as being still more vague on Saturn. The boundary lines become more and more clearly defined the farther evolution proceeds toward Earth.
[ 60 ] After the conclusion of the Moon evolution described in the foregoing sketch, all beings and forces concerned appear in a more spiritual form of existence, a form that stands at a quite different level from that of the Moon period and also from that of the subsequent Earth evolution. A being who possessed such highly developed capacities of cognition that he could perceive all the details of the Moon and Earth evolutions would not necessarily be able also to perceive what happens between the two evolutions. For such an individual, the beings and forces at the end of the Moon period would disappear as though into nothingness and after the lapse of an interim make their appearance again out of the dim darkness of the cosmic womb. Only a being possessing still higher faculties could follow up the spiritual events that occur in this interim.
[ 61 ] At the end of the interval of rest from outer activity, the beings who had taken part in the evolutionary processes on Saturn, Sun, and Moon appear with new abilities and faculties. The beings standing above men have acquired, through their previous acts, the capacity to develop the human being to such a point that, during the Earth period following the Moon period, he can unfold in himself a degree of consciousness that stands one stage higher than the picture-consciousness possessed by him during the Moon period. Man, however, must first be prepared to receive what is to be bestowed upon him. During the Saturn, Sun, and Moon evolutions he invested his being with a physical, life, and astral body, but these members of his being have received only the capacities and forces that enable them to live in a picture-consciousness; they still lack the organs and structure enabling them to perceive a world of outer sense objects as it is required for the Earth stage. Just as the new plant only develops what is inherent in the seed coming from the old plant, so in the beginning of the new stage of evolution the three members of human nature appear with structures and organs that make possible the development of picture-consciousness only. They must first be prepared for the development of a higher stage of consciousness.—This takes place in three preliminary stages. In the first stage, the physical body is raised to a level where it is possible to make the necessary transformation that can be the basis for an objective consciousness. This is a preliminary stage of the Earth evolution, which may be termed a repetition of Saturn at a higher level, for during this period, just as during the Saturn evolution, higher beings work only upon the physical body. When the physical body has progressed far enough in its evolution, all beings must again pass over into a higher form of existence before the life or ether body can also advance. The physical body must be remodeled, as it were, in order to be able, when it unfolds again, to receive the more highly developed life body. After this intermediate period devoted to a higher form of existence, something like a repetition of the Sun evolution takes place on a higher level for the purpose of developing the life body. Again after an intermediate period something similar happens for the astral body in a repetition of the Moon evolution.
[ 32 ] Let us now turn to the events of evolution after the completion of the third of the recapitulation periods just described. All beings and forces have again become spiritualized. During this spiritualization they have ascended into sublime worlds. The lowest of these worlds in which something of these beings and forces can still be perceived during this period of spiritualization, is the same world in which the present human being dwells between death and re-birth. These are the regions of the land of spirits. The beings and forces then gradually descend again to lower worlds. Before the physical Earth evolution begins, they have descended so far that their lowest manifestations are to be perceived in the astral or soul world.
[ 63 ] Everything human existing at this period still possesses its astral form. In order to understand this state of humanity, special attention should be given to the fact that man possesses a physical body, a life body, and an astral body, but that the physical body as well as the life body do not yet exist in a physical or etheric form, but in an astral form. What at that time makes the physical body physical is not its physical form but the physical laws that are present in it, although it has an astral form. It is a being ruled by physical laws appearing in soul form. This is also true of the life body.
[ 64 ] At this stage of evolution the Earth stands before the spiritual eye as a cosmic being that is wholly soul and spirit, and in which the physical and life forces still appear in soul form. Within this cosmic structure everything that is to be transformed later into the creatures of the physical earth is contained in a germinal state. This cosmic Earth being is luminous, but its light is not one that physical eyes could perceive, even were they present, for it gleams with soul radiance only for the opened eye of the seer.
[ 65 ] In this cosmic being something now takes place that may be called a condensation, which after a time results in a fire form appearing in the midst of this soul structure, a form similar to Saturn in its densest condition. This fire form is interwoven with the activities of the various beings who participate in evolution. What may be observed as a reciprocal activity between these beings and the celestial body is like an emerging from the Earth fire-ball and a reimmersing in it. Therefore the Earth fire-ball is by no means a uniform substance, but something like an organism permeated with soul and spirit. The beings who are destined to become human beings in our present form on the Earth are still in a condition in which they participate the least in the activity of immersion in the fire-body. They still remain almost wholly in the non-condensed environment. They still are within the bosom of the higher spiritual beings. At this stage they touch the fire Earth only with one point of their soul form, with the result that the heat causes a part of their astral form to condense. Through this fact, Earth life is enkindled within them, but the largest part of their being still belongs to the world of soul and spirit. Only through the contact with the Earth fire does the warmth of life play around them. If we wish to form a sensible-supersensible picture of this human being in the beginning of the physical Earth period, we must imagine an egg-shaped soul form, existing in the surroundings of the Earth enclosed by a cup at its lower end like an acorn. But the substance of the cup consists purely of heat or fire. The enkindling of life within the human being was not the only result of this enclosure in heat, but simultaneously with it a change in the astral body occurred. Inserted into it is the primal nucleus of what later becomes the sentient soul. Therefore, it may be said that at this stage of his existence man consists of sentient soul, astral body, life body, and physical body woven of fire. The spiritual beings who take part in human existence surge up and down in the astral body; through the sentient soul man feels himself bound to the body of the Earth. At this time, therefore, he has a preponderant picture-consciousness in which the spiritual beings manifest themselves. He lies within their bosom, and the sensation of his own bodily existence appears only as a point within this consciousness. From the spiritual world he looks down, as it were, upon an earthly possession about which he feels, “That is mine.”—The condensation of the Earth advances further and further and with it the characterized organizing of man becomes ever more distinct. At a definite point of time in its evolution the Earth becomes condensed to such a degree that only a part remains fiery. Another part has taken on a substantial form that may be represented as gas or air. A change now takes place also in man. Not only the Earth heat touches his organism, but air substance is drawn into his fire body. Just as heat has enkindled life in him, so air playing about him produces an effect that may be likened to spiritual tone; his life body resounds. At the same time the astral body detaches a part of itself; this becomes the primal nucleus of what appears later as the intellectual soul.—In order to form a picture of what is taking place at this time within the human soul, we must realize that beings higher than men surge up and down within the air-fire body of the Earth. In the fire Earth we have first the Spirits of Personality who are of importance to man, and when the latter is aroused to life by the Earth heat, his sentient soul says to itself, “These are the Spirits of Personality.” Likewise, the beings who have been called Archangels—in the sense of Christian esotericism—proclaim themselves in the air body, and when the air plays about the human being it is their activities that he experiences in himself as tone; the intellectual soul says to itself, “These are the Archangels.” Thus, at this stage man does not yet perceive through his connection with the Earth what might be called an aggregation of physical objects, but he lives in sensations of heat arising in him and in sounding tone; in these heat streams and tone waves he perceives the Spirits of Personality and the Archangels. He cannot, however, perceive these beings directly; he can only sense them through the veil of heat and tone. While these perceptions coming from the Earth penetrate his soul, still rising and falling within it are the images of the higher beings in whose bosom he feels his existence.
[ 66 ] The evolution of the Earth now advances further and its continuation expresses itself again in condensing. The Earth receives the watery substance into its body, which now consists of three members—the fiery, the airy, and the watery elements. Prior to this an important event takes place. An independent cosmic body severs itself from the fire-air Earth. This becomes in its subsequent evolution the present sun.4The early stage of our present sun, now spelt with small s. (Tr.) Previously, Earth and sun were one body. After the separation of the sun, the Earth5Earth spelt thus, with a capital E, means the cosmic body containing the moon and other planets after the sun separation. (Tr.) still contains within it all that comprises the present moon. The separation of the sun takes place because exalted beings can no longer endure the matter now condensed to water in their own evolution and in their task for the advancement of the Earth. They extract from the general Earth mass the substance alone suited to their purposes and withdraw in order to establish a new habitation in the present sun. They now send down their activities from the sun to the Earth. Man, however, needs for his further development a place of action in which substance continues to condense.
[ 67 ] The incorporation of the watery substance into the Earth body is accompanied by a change in the human being. Not only does fire stream into him and air play about him, but watery substance is incorporated into his physical body. At the same time his etheric part undergoes a change and he perceives it now as a delicate body of light. Previously he felt the streams of heat arising from the Earth, he experienced air pressing upon him through tones. Now the watery element also penetrates his fire-air body, and he perceives its instreaming and outstreaming as a flashing up and dimming of light. In his soul also a change has taken place. To the germs of the sentient and intellectual souls is now added that of the consciousness soul. In the water element the Angels are active; they are also the actual producers of light. The human being feels as though they appeared to him in light.—Certain higher beings who were previously within the Earth body now work down upon it from the sun; through all this there is a change in the effects on the Earth. Man chained to the Earth would no longer be able to sense the effects of the sun beings within himself if his soul were constantly turned toward the Earth from which he has received his physical body. An alternation now takes place in the states of human consciousness. The sun beings tear the human soul away from the physical body at certain times so that man now lives alternately within the bosom of the sun beings, purely as a soul, and at other times in a condition where he is united with the body and receives the influences of the Earth. If he is in the physical body, the streams of heat surge up to him; the air masses sound around him; the waters flow in and out of him. If he is outside his body, his soul is then permeated by the images of the higher beings in whose bosom he lives.—At this stage of its evolution the Earth experiences two alternating periods. During the one, it is permitted to weave its substances around the human souls and invest them with bodies; during the other, the souls desert it and only the bodies remain. It, together with the human beings, is in a sleeping state. It is entirely possible to say that at this time of the far distant past the Earth passes through a day and a night period. (This expresses itself physically and spatially in the movement of the Earth in relation to the sun as a result of the mutual action of the sun and Earth beings. In this way the alternation in the characterized day and night period is effected. The day period occurs when the Earth surface upon which man is evolving is turned toward the sun. The night period, that is, the time during which man leads a purely soul existence, occurs when this surface is turned away from the sun. It should not, however, be imagined that in that primeval epoch the Earth's movement around the sun was at all like that of the present. The conditions were then quite different. It is, however, useful to realize here that the movements of the heavenly bodies arise as a result of the relationships the spiritual beings inhabiting them bear to one another. The heavenly bodies are brought into such positions and movements through soul and spirit causes that the spiritual states are enabled to unfold themselves in the physical world.)
[ 68 ] Were we to turn our glance toward the Earth during its night period we would see its body in a corpse-like state, for it consists in large part of the decaying bodies of human beings whose souls dwell in another state of existence. The organic, watery, and aeriform structures constituting the human bodies fall into decay and resolve themselves into the rest of the Earth mass. Only that part of the human body, which at the very beginning of the Earth evolution took form through the co-activity of fire and the human soul, and in consequence became continually denser, remains in existence like an outwardly inconspicuous germinal nucleus. What is said here about day and night should, therefore, not be taken to be at all similar to what is indicated by these terms at the present earth stage. If at the beginning of the day period the Earth again is a participant in the direct effect of the sun, then the human souls penetrate into the realm of physical life. They come in contact with the nuclei mentioned above and cause them to germinate so that the latter assume an external form that appears like a copy of the human soul nature. It is something like a gentle fructification that occurs between the human soul and the germinal human body. These souls thus embodied now begin also to draw in the surrounding air and water masses and to incorporate them into their bodies. The air is expelled from the organized body and then drawn in again; this is the first indication of what is later to become the breathing process. The water is also drawn in and then expelled; this is the origin of the process of nutrition. These processes are not yet externally perceived. A kind of outer perception occurs through the soul only in the already mentioned fructifying process. Then the soul feels dully its awakening into physical existence by coming in contact with the germinal body the Earth offers it. It hears something that may be expressed in the words, “That is my form!” and this feeling, which might also be called a dawning of the ego-feeling, remains in the soul during its entire connection with the physical body. The process of assimilating air, however, is felt by the soul as something entirely of a soul-spirit nature, entirely pictorial. It appears in the form of an up and down undulating tone-configuration that gives shape to the developing embryonic body. The soul feels itself surrounded completely by undulating tone, and it is conscious of how it fashions its own body according to these tone forces. Thus, at that stage, human forms took shape that are not observable by present-day human consciousness in an external world. They fashion themselves in plant and flowerlike structures of delicate substance that are inwardly mobile, appearing like fluttering flowers, and during the Earth period the human being experiences the blissful feeling of being fashioned into such forms. The absorption of the watery parts is felt in the soul as a source of power, as an inner strengthening. Seen from without it appears as growth of the physical human structure. With the waning of the direct effect of the sun the human soul also loses the power to control these processes. By degrees they are discarded. Only those parts remain that permit the above characterized germinal nucleus to ripen. The human being, however, forsakes his body and returns to the spiritual state of existence. (Since not all parts of the Earth body are used in fashioning human bodies, it should not be imagined that during the night period the Earth consists solely of decaying corpses and germinal nuclei awaiting to be wakened. All of these are embedded in other forms that take shape from the substances of the Earth. The condition of these will be shown later.)
[ 69 ] The process of Earth-substance condensation now continues. The solid element, which may be called “earthy,” is added to the watery element. With this the human being also begins to invest his body with the earthy element during his sojourn on Earth. As soon as this investing process begins, the forces that the soul brings with it from the time it is freed from the body no longer have the same power as previously. Formerly, the soul fashioned the body for itself from the fiery, airy, and watery element according to the tones sounding around it and the light shapes playing about it. The soul is unable to do this with the solidified form. Other powers now intervene in the fashioning process. In the part of the human being that remains when the soul abandons the body, now not only a germinal nucleus is present, which is quickened by the returning soul, but an organism is present that contains also the vivifying force itself. By its severance, the soul does not leave behind on Earth merely a likeness of itself, but It also implants a part of its vivifying power into the likeness. When the soul reappears on Earth, it can no longer only awaken the likeness to life, but the quickening must take place in the likeness itself. The spiritual beings who affect the Earth from the sun sustain the quickening force in the human body although man himself is not on Earth. By incarnating, the soul feels not only the resounding tones and light shapes in which it senses the presence of the beings standing next above it, but through the intake of the Earth element it feels the influence of the still higher beings who have established their field of activity on the sun. Previously man felt himself belonging to the beings of soul and spirit with whom he was united when body-free. His ego still existed within their bosom. This ego now confronts him during physical embodiment while at the same time the surrounding world encompasses him. Independent likenesses of the soul-spirit nature of the human being were now on Earth, likenesses that, when compared with the present human bodies, were structures composed of delicate substantiality, for the earthy parts mingled with them only in the finest state, in a way comparable to the modern human being's absorption of the finely diffused substances of an object with his organ of smell. Human bodies were like shadows. Since they were distributed over the whole Earth, however, they became subject to the Earth influences, which varied at different points of its surface. While previously the bodily likenesses corresponded to the soul-men who animated them and, for that reason, were essentially similar to one another over the whole Earth, now variations appear among human forms. In this way what later emerged as race differentiation was prepared.—Coincident with the growing independence of the human bodily being there was a loosening of the previous close connection between the earth man and the soul-spirit world. When the soul now left the body, the latter lived on in a sort of continuation of life.—If evolution had continued in this way, the Earth would have had to harden under the influence of its solid element. Supersensible knowledge, looking back upon these conditions, perceives how the human bodies abandoned by their souls solidify more and more. After a time the souls returning to Earth would have found no usable material with which they might unite. All the substances suitable for the human being would have been employed in filling the Earth with the woodlike remains of incarnations.
[ 70 ] An event then occurred that gave a different direction to the whole process of evolution. Everything was eliminated that could contribute to permanent induration in the solid Earth substance. At that time our present moon6The early stage of our present moon, hereafter spelt with small m. (Tr.) withdrew from the Earth, and what had previously contributed directly to the fashioning of permanent forms in the Earth worked now indirectly in a diminished way from the moon. The higher beings upon whom this fashioning of form depends had decided no longer to bestow their effects upon the Earth from within it, but to bestow them upon it from the outside. As a result there appeared a variation in the bodily human structure that must be regarded as the beginning of the separation into two sexes, male and female. The human structures composed of fine substance that previously inhabited the Earth, permitted—through the co-operation within themselves of both these forces, the germinal and the engendering force—the new human form, their descendant, to come into existence. These descendants now transformed themselves. In the one group of such descendants, the soul-spirit germ force was more effective; in the other group it was the life-giving, engendering force that was more effective. This was caused by the weakening of the power of the Earth element through the withdrawal of the moon from the Earth. The interworking of both forces became more delicate than it was previously when it occurred in a single living individual. As a result the descendant, too, was more delicate, finer. He entered the earth7The early stage of our present earth, hereafter spelt with a small e. (Tr.) existence in a delicately formed structure and only by degrees did the more solid substances pervade it. This gave the possibility for the soul—returning to earth—to unite itself again with the body. Now the soul quickened the body no longer from without, for this quickening occurred on the earth itself, but it united itself with it and caused it to grow. A certain limit, however, was set to this growth. As a result of the moon separation, the body had for a time become flexible, but the longer it continued to grow on the earth, the more the solidifying forces gained the upper hand. Finally, the soul was less and less able to participate in the organization of the body. The latter decomposed as the soul ascended to soul-spirit existence.
[ 71 ] It is possible to trace how the forces that man gradually appropriated during the Saturn, Sun and Moon evolutions participate by degrees in human advancement during the fashioning of the earth just described. First, it is the astral body—which also contains both the life or ether body and physical body in a condition of dissolution within itself that is enkindled by the earth fire. Then this astral body is organized into a rarefied astral part, the sentient soul, and into a coarser part, the etheric, which is now affected by the earth element. With this the previously formed ether or life body makes its appearance. While the intellectual and consciousness souls fashion themselves within the astral human being, the coarser parts of the ether body, which are susceptible to tone and light, organize themselves within it. It is at the time when the ether body condenses itself still further, so that it is transformed from a light body into a fire or heat body, that the stage of evolution is reached in which, as described above, the parts of the solid earth element are incorporated into the human being. Because the ether body has condensed itself to the density of fire, it is now able through the forces of the physical body previously implanted in it to unite itself with the substances of the physical earth that have become attenuated to a condition of fire. It would, however, be unable by itself to infuse the body, which has become more dense in the meantime, also with the airy substances. Here, as indicated above, the higher beings dwelling on the sun interpose and breathe the air into it. Whereas man, by virtue of his past, has thus the power to infuse himself with earthly fire, higher beings guide the instreaming breath of air into his body. Before solidification, the human life body, as a receiver of tone, was the guide of the air stream. It permeated its physical body with life. This physical body now receives life from without. In consequence of this, this life becomes independent of the soul part of the human being who, by leaving the earth, not only leaves his germinal form behind, but also a living likeness of himself. The Spirits of Form remain united with this likeness; they lead the life bestowed by them upon the individual over to the descendants also after the human soul has left the body. Thus, what may be called heredity is developed. When the human soul appears again on earth, it feels itself in a body, the life of which has been transferred to it from the ancestors. It feels itself especially attracted to just such a body. As a result something is formed like a memory about the ancestor with whom the soul feels itself at one. Such a memory passes like a common consciousness through the line of descendants. The ego flows down through the generations.
[ 72 ] At this stage of evolution, man felt himself during his earth existence as an independent being. He felt the inner fire of his life body united with the external fire of the earth. He was able to feel the heat streaming through him as his own ego. In these currents of heat, interwoven with life, the first tendency to form a blood circulation is to be found. The human being did not, however, quite feel his own being in what streamed into him as air. In this air the forces of the already described higher beings were active. But that part of the effective forces within the air streaming through him, which belonged to him already by virtue of his previously created ether forces, had remained. He was ruler in one part of these air currents and to the degree that this was so, not only did the higher beings operate in fashioning him, but he himself also assisted in his own formation. According to the images of his astral body he fashioned the air portions. While air thus streamed into the human being from without, becoming the basis of his breathing, a part of the air he contained developed into an organism that was then impressed into him; this became the foundation of the later nervous system. Thus man of that time was connected with the external world of the earth by warmth and air. On the other hand, he was unconscious of the introduction into his organism of the solid element of the earth; this element co-operated in bringing about his incarnation on earth, yet he was unable to perceive directly its infusion into himself, but could only perceive it in a dull state of consciousness in the pictures of higher beings who were active in this element. In such a picture form—as an expression of beings standing above him—man had previously perceived the introduction of the liquid earth elements into himself. As a result of the densification of his earth form, these pictures have now undergone a transformation in his consciousness. The liquid is admixed with the solid element. The infusion of this latter element also must thus be felt as something proceeding from higher beings acting from without. The human soul no longer possesses the power to infuse this element into itself, for this power must now serve the human body, which is built up from outside. Man would spoil its form were he to direct the introduction himself. What he infuses into himself from outside appears to him to be directed by the command of the higher beings who work on the fashioning of his bodily structure. Man feels himself as an ego, he has his intellectual soul within himself as a part of the astral body, through which he experiences inwardly in pictures what is taking place externally, and which permeates his delicate nervous system. He feels himself as the descendant of ancestors by virtue of the life flowing, through generations. He breathes and feels it as the effect of the higher beings, described as Spirits of Form, and he accepts what is brought to him through their impulses from the external world as nourishment. What is most obscure to him is his own origin as an individual. In regard to this he is only aware of having experienced an influence from the Spirits of Form expressing themselves in the forces of the earth. He was directed and guided in his relationship to the external world. This is expressed by his possession of a consciousness of the activities of spirit and soul taking place behind his physical environment. He does not perceive the spiritual beings in their own form, but in his soul he feels the presence of tone, of color, and other manifestations, and he knows that the deeds of spiritual beings live in this world of mental images. What these beings communicate to him, resounds to him; their manifestations are revealed to him in pictures of light. Through mental images received from fire and heat the earth man is most inwardly conscious of himself. He already distinguishes between his inner heat and the heat radiations of the earthly environment. In the latter the Spirits of Personality manifest themselves. The human being, however, has only a dim consciousness of what exists behind the radiating outer heat. He feels in these radiations the influence of the Spirits of Form. When powerful heat effects appear in the human environment, the soul feels within itself: “Now spiritual beings are sending their glow around the earth; from this a spark has been liberated, warming my inner being through and through.”—In the phenomena of light, the human being does not yet differentiate in the same way between the outer and inner worlds. When light images arise in the surroundings, they do not always produce the same feeling in his soul. There were times when he felt these pictures of light as something external. This was at the time when he had just descended from the body-free state into incarnation. It was his period of growth upon the earth. When the time approached for the fashioning of the germ for the new earth man, these pictures faded, and the human being only retained something like memory pictures of them. In these light pictures the deeds of the Fire Spirits, the Archangels, were contained. The latter appeared to man as the servants of the beings of heat who introduced a spark into his inner nature. When their external manifestations were extinguished, he felt them as memory pictures in his inner nature. He felt himself united with their forces, and this was indeed the fact. For he was able to act upon the surrounding atmosphere through what he had received from them. The atmosphere began to shine through this influence. This was a time when nature forces and human forces were not yet separated as they were later. What occurred on the earth proceeded to a large degree from the forces of man himself. Anyone who might have observed the processes of nature on the earth from the outside would not have seen in them merely something that was independent of the human being; he would have perceived in them the effects of human activity. The perceptions of tone took place in a different way for the earth man. From the beginning of earth life they were perceived as outer tones. Whereas the air images were perceived from without right up to the middle period of human earth existence, the outer tones could still be heard after this middle period. Only toward the end of life was the earth man no longer sensitive to them. The tone memories remained with him. In them were contained the revelations of the Sons of Life, the Angels. If the human being toward the end of his life felt himself united inwardly with these forces, then he was able by means of imitation of these forces to produce powerful effects on the water element of the earth. The waters surged in and over the earth under his influence. The human being had notions of taste only during the first quarter of his life, and even then they appeared to the soul like a memory of the experiences passed through in the body-free state. As long as he possessed this memory, the solidification of his body through absorption of outer substances continued. In the second quarter of earth life growth continued, although man's form was already completely developed. At this time he could perceive other living beings beside him only through their warmth, light, and tone effects, for he was not yet capable of visualizing the solid element. Only from the liquid element he obtained, in the first quarter of his life, the described effects of taste.
[ 73 ] The external bodily form was an image of this inner soul condition of man. The parts that contained tendencies toward the subsequent head form were developed most perfectly. The other organs gave the impression of appendages. They were shadowy and unclear. The earth men, however, were varied in regard to form. In some the appendages were more or less developed according to the earthly conditions under which they lived. They were varied according to the earthly dwelling places of the human beings. Wherever the latter were entangled in the earth world to a greater degree, the appendages appeared more in the foreground. Those human beings who, as a result of their previous development, were the most mature at the beginning of physical earthly evolution, who right at the beginning—before the Earth had condensed to air—experienced the contact with the fire element, could now develop the head capacities most perfectly. These were the human beings who were most harmonious in their nature. Others were ready to come into contact with the element of fire only when the Earth had already developed the air element. These human beings were more dependent upon outer conditions than those described above who were able to feel the Spirits of Form clearly by means of heat and who during their earth life felt—as though preserved in a memory—that they belonged to these spirits and were united with them in their body-free condition. The second type of human being had only a slight memory of the body-free state; this type felt its relationship to the spiritual world chiefly through the light activity of the Fire Spirits, the Archangels. A third type of human being was still more entangled in earth existence; it was the type that could be affected by the fire element only when the Earth was separated from the sun and had received the watery element into its composition. The feeling of relationship to the spiritual world was especially weak in human beings of this type at the beginning of earth life. Only when the effect of the activity of the Archangels, and chiefly of the Angels, made itself evident in the inner mental life, did they feel this connection. On the other hand, at the commencement of the earth epoch they were full of active impulses for deeds that can be carried out in earthly conditions. These human beings were especially strongly developed in their appended organs.
[ 74 ] Prior to the separation of the moon from the Earth, when the latter, through the presence of the moon forces, tended more and more toward solidification, it happened that because of these forces there were some among the descendants of the abandoned germinal human beings left behind on earth, in which the human souls, returning from the body-free state of existence, could no longer incarnate. The form of such descendants was too solidified, and, because of the moon forces, had become too dissimilar to the human form to be able to receive a human soul. Certain human souls, therefore, found it no longer possible under such circumstances to return to the Earth. Only the ripest and strongest souls were able to feel themselves equal to the task of remodeling the Earth body during its growth so that it blossomed forth bearing the form of a human being. Only a part of the bodily human descendants attained the ability to bear the earthly man. Another part, on account of the solidified form, was only able to receive souls of an order lower than the human being. A number of the human souls were compelled to forego Earth evolution at that time. They were, therefore, led to another course of life. There were souls who had been unable, even at the time when the sun separated from the Earth, to find a place in the latter. In order to develop further they were removed to a planet that, under the guidance of cosmic beings, had been severed from the common universal substance that at the beginning of physical Earth evolution was bound up with it, and from which the sun also had detached itself. This planet is the one whose physical expression is known to modern science as Jupiter. (We speak here of the celestial bodies, planets, and their names in exactly the same way as was the custom of a more ancient science. What is meant becomes clear from the context. Just as the physical earth is only the physical expression of a soul-spirit organism, so is that the case with every other celestial body. The supersensible observer does not intend to designate merely the physical planet by the name earth, not merely the physical fixed star by sun, but he has in mind a much wider spiritual connotation; this is also true when he speaks of Jupiter, Mars, and the other planets. The celestial bodies have changed essentially in regard to their configuration and task since the time spoken of here; in a certain respect, even their location in heavenly space has changed. Only someone who has traced back, with the penetration of supersensible knowledge, the evolution of these heavenly bodies right into the distant primeval past is capable of recognizing the connection between the present-day planets and their ancestors.) The souls described evolved further on Jupiter, and later on, as the earth showed an increasing tendency to become more solidified, still another dwelling place had to be fashioned for souls who, although they found it possible to inhabit these solidifying bodies for a certain length of time, could no longer do so when the solidification had advanced too far. For these a place on Mars was provided for their further evolution. Even at the time when the Earth was still bound to the sun and its air element had been inserted into its constitution, it became evident that certain souls proved to be unfit to participate in Earth evolution. They were too strongly affected by the earthly body configuration. Thus even at that time they had to be withdrawn from the direct influence of the sun forces. The latter had to act on them from without. For these souls, a place on Saturn was created for their further development. Thus in the course of Earth evolution the number of human shapes diminished; configurations appeared in whom human souls did not incarnate. They could receive only astral bodies in the same way the human physical and life bodies had received them on the ancient Moon. While the earth became a waste in regard to its human inhabitants, these beings colonized it. All human souls would have been compelled to forsake the earth finally, had not the withdrawal of the moon from the earth made it possible for the human forms—in which human souls at that time were still able to incarnate—to withdraw the germinal human being during their earth life from the influence of the moon forces that came directly from the earth and to let it mature within themselves as long as necessary until it could be surrendered to these moon forces. As long as the germinal human being then shaped Itself within the inner human nature, it came under the influence of the beings who had, under the guidance of their mightiest companion, separated the moon from the earth in order to carry the evolution of the latter over a critical point.
[ 75 ] After the Earth had developed the air element within itself, there were astral beings, as described above, left over from the ancient Moon, who were greater laggards in evolution than the lowest human souls. These became the souls of the forms that had to be forsaken by human beings even before the separation of the sun from the Earth. These beings are the ancestors of the present animal kingdom. In the course of time, they developed the organs especially that were present in the human being only as appendages. Their astral body had to affect the physical and ether bodies in the same way that this was the case for human beings on the ancient Moon. The animals thus created had souls that could not reside in the individual animal. The soul extended its nature upon the inheritors of the forebear's form. The animals originating from a single configuration have a common soul. Only when the descendant under especial influences departs from the form of its forebear does a new animal soul commence its embodiment. We may speak in this sense in spiritual science in regard to animal souls of a species or group soul.
[ 76 ] Something similar occurred at the time of the separation of the sun from the Earth. Forms emerged from the watery element that were no further evolved than the human being prior to evolution on the ancient Moon. They were able to receive the effect of the activity of an astral element only when this influenced them from outside. That could only occur after the separation of the sun from the Earth. With every repetition of the sun period of the Earth, the sun's astral element animated these forms in such a way that they constructed their life bodies from the Earth's etheric element. When the sun again turned away from the Earth, this life body dissolved into the common body of the Earth. As a result of the co-operation of the astral element of the sun with the ether element of the Earth there emerged from the watery element the physical structures that formed the ancestors of the present-day plant kingdom.
[ 77 ] Upon the earth the human being has become an individualized soul-being. The astral body, which had flowed into him through the Spirits of Motion during the Moon evolution, became tripartite as sentient soul, intellectual soul, and consciousness soul upon the earth. When his consciousness soul had advanced far enough so that during earth life it could form a body fit to receive it, the Spirits of Form endowed the human being with a spark of their own fire. The ego, the I, was enkindled within him. Every time the human being left the physical body he found himself in the spirit world in which he encountered beings who had given him his physical body, his life or ether body, and his astral body during the Saturn, Sun, and Moon evolutions and had brought them up to the level of the Earth evolution. Since the enkindling of the fire spark of the ego during earth life, a change had taken place also for the body-free life. Prior to this point in the evolution of his nature, man had no independence in regard to the spirit world. Within this spirit world he did not feel himself as an individual, but as a member of an exalted organism composed of the beings standing above him. The ego experience on earth now extends itself also into the spirit world. Man feels himself now to a certain degree as a unity in this world, but he feels also that he is constantly united with the same world. In the body-free state he finds again in a higher configuration the Spirits of Form whom he had perceived on earth in their manifestation through the spark of the ego.
[ 78 ] With the separation of the moon from the earth, experiences that were connected with that separation developed also for the body-free soul in the spirit world. Only because a part of the shaping forces had been transferred from the earth to the moon was it possible to reproduce, on the earth, the human shapes that were able to receive the individuality of the soul. Through this fact the human individuality entered the sphere of the moon beings. The reflection of the earth individuality could only be effective in the body-free state through the fact that in this state also the soul remained in the sphere of the mighty spirits who had caused the moon separation. The process took place in such a way that immediately after the soul had forsaken the earth body it could perceive the exalted sun beings only in the reflected splendor of the moon beings. It was only after gazing at this splendor for a considerable length of time that the soul was sufficiently prepared to behold the sublime sun beings themselves.
[ 79 ] The earth's mineral kingdom also came into existence through having been expelled from the general evolution of mankind. Its structures are what remained solidified when the moon separated from the earth. Only that part of soul nature felt itself attracted to these forms that had remained on the Saturn stage and is thus fit only to fashion physical forms. All events under consideration here and in the following pages occurred in the course of vast lengths of time. We cannot, however, enter here into a discussion of chronology.
[ 80 ] The events described here present Earth evolution from the external side. When observed spiritually it can be said that the spiritual beings who withdrew the moon from the earth and united their own existence with it, thus becoming earth-moon beings, caused a certain configuration of the human organism to take place by sending forces from this cosmic body down upon the earth. Their activity was directed upon the ego acquired by the human being. This activity made itself felt in the interplay between this ego and the astral body, ether body, and physical body. As a result it became possible for man to reflect within himself consciously the wisely fashioned configuration of the world, to reflect it as though in a mirror of knowledge. It may be remembered in our description how, during the ancient Moon period, the human being acquired through the separation of the sun at that time a certain independence in his organism and a less restricted degree of consciousness than could be derived directly from the sun beings, This free, independent consciousness reappeared during the characterized period of Earth evolution as a heritage of the ancient Moon evolution. But this very consciousness, brought again into harmony with the cosmos through the influence of the earth-moon beings referred to above, could be made into a copy of it. This would have happened had no other influence made itself felt. Without such an influence man would have become a being in whom the content of consciousness would not have reflected the cosmos in the images of cognitional life through his own free volition, but as a necessity of nature. This did not occur. Certain spiritual beings took an active part in the evolution of mankind just at the time of the moon separation, beings who had retained so much of their Moon nature that they could not participate in the separation of the sun from the earth; they were excluded also from the activity of the beings who, from the earth-moon, directed their activity upon the earth. These beings with the ancient Moon nature were confined with their irregular development to the earth. In their Moon nature lay the cause of their rebellion during the ancient Moon evolution against the sun spirits, a rebellion that was at that time beneficial to the human being by its having led him to an independent state of consciousness. The consequences of the peculiar development of these beings during the Earth epoch entailed their becoming—during that time—enemies of the beings who, from the moon, wished to turn human consciousness into a universal mirror of knowledge under the compulsion of necessity. What on the ancient Moon had helped man to a higher state proved to be in opposition to the possibilities that had developed through Earth evolution. The opposing powers had brought with them, out of their Moon nature, the force to work on the human astral body, namely, in the sense of the above descriptions, to make it independent. They exercised this force by giving the astral body a certain independence now also for the earth period—in contrast to the compelled (unfree) state of consciousness that was caused by the beings of the earth-moon. It is difficult to express in current language how the activity of the characterized spiritual beings affected human beings in the indicated primeval period. We may neither think of this activity as something like a present-day nature force, nor as something like the action of one man upon another when with words the first man calls forth in the second inner forces of consciousness, through which the second learns to understand something or is stirred to perform a moral or immoral deed. The effect described as taking place in the primeval age was not a nature effect but a spiritual influence, having spiritual effects, transferring itself spiritually from the higher beings to the human being in accordance with his state of consciousness at that time. If we think of this matter as a nature activity then we miss entirely its true, essential character. If we say, on the other hand, the beings endowed with the ancient Moon nature approached the human being in order to “seduce” him for their own ends, we employ a symbolic expression that is good as long as we remain conscious of its symbolical character and are at the same time clear in our own minds that behind the symbol stands a spiritual fact, a spiritual reality.
[ 81 ] The effect that proceeded from the spiritual beings who had remained behind in their ancient Moon state had a twofold consequence for man. His consciousness was divested of the character of a mere reflector of the cosmos, because the possibility was aroused in the human astral body to regulate and control, by means of it, the images arising in the consciousness. Man became the master of his knowledge. On the other hand, it was just the astral body that became the starting point of this control, and the ego, set above this body, became thus steadily dependent upon it. As a result the future human being was exposed to the continuous influences of a lower element in his nature. It was possible for him during his life to sink below the height at which he had been placed by the earth-moon beings in the course of world events. The continuous influence of the characterized irregularly developed Moon beings remained with him throughout the subsequent periods. These moon beings, in contrast to the others who from the earth-moon satellite fashioned human consciousness into a cosmic mirror but gave no independent will, may be called Luciferic spirits. These spirits brought to the human being the possibility of unfolding a free activity in his consciousness, but at the same time also the possibility of error, of evil.
[ 82 ] The consequence of these processes was that man came into quite a different relationship with the sun spirits from the one for which he was predestined by the earth-moon spirits. The latter wished to develop the mirror of his consciousness in such a way that the influence of the sun spirits would be the dominant one in the whole of human soul life. These processes were thwarted, and in the human being the contrast was created between the sun spirit influence and the influence of the spirits with an irregular Moon evolution. Through this contrast the human being became unable to recognize the physical sun activity as such; it remained concealed behind the earthly impressions of the outer world. The astral nature of man filled by these impressions was drawn into the sphere of the ego. This ego, which otherwise would have felt only the spark of fire bestowed on it by the Spirits of Form, and in everything that concerned the outer fire would have subordinated itself to the commands of these spirits, this ego now—because of the astral element injected into it—exerted its influence also upon the outer heat phenomena. Through creating a bond of attraction between itself and the earth fire, the ego entangled man in earthly matter more than was predestined for him. Whereas previously he had a physical body, which in its principal parts consisted of fire, air, and water, and to which was added only something like a shadowy semblance of earth substance, now the body became denser because of the presence of earth substance. Whereas man existed previously like a finely organized being swimming, hovering over the solid earth surface, he was compelled now to descend from the earth's environment down upon such parts of the earth as were already more or less solidified.
[ 83 ] That such physical effects could result from the above described spiritual influences becomes comprehensible through the fact of their being of the sort described above. They were neither nature influences nor soul influences acting from one human being upon another. The latter do not extend their effects as far into the bodily nature as do the spiritual forces that are here under consideration. [ 84 ] Because the human being exposed himself to the influences of the outer world through his own visualizations subject to error, because he lived under the impulsion of desire and passion that did not permit of regulation by higher spiritual influences, the possibility of disease appeared. A special effect of the Luciferic influence, however, was that man could now no longer feel his single earth life as a continuation of the body-free existence. He received now earth impressions that could be experienced through the inoculated astral element and that united themselves with the forces destroying the physical body. Man felt this as the dying out of his earth life, and through it death, caused by human nature itself, made its appearance. With this a significant mystery in human nature is indicated, namely, the connection of the human astral body with sickness and death.
[ 85 ] Special relationships now appeared for the human life body. It was placed in a relationship to the physical and astral bodies that, in a certain sense, deprived it of the faculties the human being had acquired through the Luciferic influence. A part of this life body remained outside the physical body, so that it could not be controlled by the human ego, but only by higher beings. These higher beings were the same who, at the time of the sun separation, had forsaken the earth under the leadership of one of their exalted companions in order to take up another dwelling place. If the characterized part of the life body had remained united with the astral body, man would have put supersensible forces to his own use that formerly were his own. He would have extended the Luciferic influence also to these forces. As a result man would have thus gradually separated himself entirely from the sun beings, and his ego would have become completely an earth-ego. Consequently, after the death of the physical body—indeed even during its deterioration—this earth-ego would have been obliged to inhabit another physical body—the body of a descendant—without going through a union with higher spiritual beings in a body-free condition. Man would have become conscious of his ego, but only as an earth-ego. This was averted by the above-mentioned event, involving the life body, caused by the earth-moon beings. The actual individual ego was released from the mere earth-ego to such a degree that man felt himself only partially as his own ego during earth life; at the same time he felt that his own earth-ego was an extension of the earth-ego of his forebears throughout the generations. In earth life the soul felt the existence of a sort of group ego right back to the earliest ancestor and man felt himself as a member of the group. Only in the body-free state was the individual ego able to feel itself as an independent being. But this state of separateness was impaired because the ego was afflicted with the memory of the earth consciousness, the earth-ego. This darkened the vision of the spirit world, which began to cover itself with a veil between death and birth as was the case for physical vision on earth.
[ 86 ] The physical expression of all the changes that occurred in the spirit world while human evolution went through the described conditions was the gradual regulation of the reciprocal relationships of sun, moon, and earth, and in a broader sense also of the other heavenly bodies. The alternation of day and night can be emphasized as being one consequence of these relationships. (The movements of the heavenly bodies are regulated by the beings inhabiting them. The movement of the earth through which day and night occur was caused by the reciprocal relationships of the various spirits standing above man. In like manner also the movement of the moon was caused, in order that after its separation from and the revolving around the earth the Spirits of Form could act in the right way, with the right rhythm, upon the physical human body.) During the day the human ego and astral body worked in the physical and life bodies. At night this activity ceased. The ego and astral body left the physical and life bodies. They entered during this period entirely into the realm of the Sons of Life (the Angels), of the Spirits of Fire (the Archangels), of the Spirits of Personality, and the Spirits of Form. Besides the Spirits of Form, the Spirits of Motion, the Spirits of Wisdom, and the Thrones included at that time the physical and life bodies in their sphere of action. It was thus possible that the injurious influences, which during the day were exercised upon the human being through the errors of the astral body, could be repaired.
[ 87 ] As the human beings now multiplied again on earth, there was no longer any reason why human souls should not have incarnated in their descendants. The influence of the earth-moon forces of that time permitted human bodies to develop, that were thoroughly fit to embody human souls. The souls who previously were removed to Mars, to Jupiter, and to other planets, were led to the earth. There was in consequence a soul present for every human descendant born within the cycle of generations. This continued through long periods, so that the soul migrations to the earth corresponded to the increase in the number of human beings. The souls who left the body at death retained in the body-free state the echo of the earthly individuality like a memory. This memory acted in such a way that when bodies corresponding to the souls were born on earth, they reincarnated in them. As time went on, there were among, the human offspring human beings who had souls coming from the outside, who had for the first time since the earliest ages of the Earth appeared again upon it, and there were others having earthly-reincarnated souls. In the subsequent period of the Earth evolution, there were fewer and fewer of the young souls appearing for the first time and more and more of the reincarnated souls. Nevertheless, for long ages the human race consisted of the two kinds of human beings resulting from these facts. On earth, man felt more united by a common group-ego with his forebears. The experience of the individual ego was, however, all the stronger in the body-free state between death and a new birth. The souls who came from celestial space and entered human bodies were in a different position from those who already had one or more earth lives behind them. The former brought along with them for the physical earth life only the conditions to which they were subjected by the higher spiritual world and by their experiences made outside the earth region. The others had themselves in previous lives added new conditions. The destiny of the former souls was determined only by facts that lay outside the new earth relationships. The destiny of the reincarnated souls was also determined by what they themselves had done in previous lives under earthly conditions. With reincarnation there appeared at the same time individual human karma.—Through the fact that the human life body was withdrawn from the influence of the astral body, in the manner indicated above, the conditions of reproduction also were not within the scope of human consciousness, but were subject to the dominion of the spiritual world. If a soul was to sink down to the sphere of the earth, the reproductive impulses of the human earth being appeared. To earthly consciousness the entire process was to a certain degree enveloped in a mysterious obscurity.—But the consequences of this partial separation of the life body from the physical appeared also during earth life. The capabilities of this life body could be easily increased by means of spiritual influence. In the life of the soul this expressed itself through an especial perfection of memory. Independent, logical thinking was at this period only in its very beginnings. The capacity of memory was, on the other hand, almost limitless. Externally, it was evident that the human being had direct knowledge—tinged with feeling of the active forces of every living thing. He was able to employ in his service the forces of life and reproduction of animal nature, and chiefly those of plant nature. He could extract, for example, the force that causes plant growth and employ it in much the same way that the forces of inanimate nature are used at the present time, for example, the way the forces slumbering in coal are extracted and employed to set machines in motion.—Also the inner soul life of man was changed through the Luciferic influence in the most manifold way. Many examples of feelings and sensations due to it could be given. Only a few instances, however, will be described. Prior to the advent of the Luciferic influence, the human soul carried out all its activities in line with the intentions of higher spiritual beings. The plan of all that should be accomplished was determined from the beginning, and to the degree that human consciousness was developed it could foresee how, in the future, evolution would be compelled to proceed in accordance with the preconceived plan. This prophesying consciousness was lost when the veil of earthly perceptions was woven over the manifestation of higher spiritual beings and the real forces of the sun nature concealed themselves in these perceptions. The future now became uncertain. With this uncertainty, the possibility of the sense of fear implanted itself in the soul. Fear is the direct result of error.—But we also see how under the Luciferic influence man became independent of certain forces to which he previously submitted himself without will. Now he could make decisions by himself. Freedom is the result of this influence, and fear and similar feelings are only the accompanying phenomena of the progress of man to freedom.
[ 88 ] Seen spiritually, the way fear appears indicates that within the earth forces—under the influence of which the human being had come through the Luciferic powers—other powers were active that had followed an irregular course in evolution much earlier than the Luciferic powers. With the earth forces man absorbed the influence of these powers into his being. They gave the character of fear to feelings that would have manifested quite differently without the presence of these powers. These beings may be called “Ahrimanic.” They belong to the category called, in the Goethean sense, “Mephistophelian.”
[ 89 ] Although the Luciferic influence made itself felt at first only in the most advanced individuals, it soon spread out also to others. The descendants of these advanced human beings intermingled with the less advanced described above. By this means the Luciferic power injected itself also into the latter. But the ether body of the souls returning from the planets could not receive the same degree of protection enjoyed by the ether body of the descendants of those who had remained on earth. The protection of these latter life bodies came from an exalted Being in whose hands rested the leadership of the cosmos at the time the sun withdrew from the Earth. This Being appears in the realm here under consideration as ruler of the kingdom of the sun. With Him exalted spirits who through their cosmic evolution had attained the necessary maturity migrated to the sun abode. There were, however, other beings who had not, at the time of the sun separation, attained such heights. They were compelled to seek other abodes. It was through these very beings that Jupiter and the other planets broke loose from the common world substance that originally composed the physical Earth organism. Jupiter became the dwelling place of the beings who had not reached maturity enough to attain the heights of the sun. The most advanced of these became the leader of Jupiter. In just the same way that the leader of the sun development became the higher ego that was active in the life body of the descendants of the human beings who had remained on earth, this Jupiter leader became the higher ego that permeated, as a common consciousness, the human beings who had originated from an interbreeding of the offspring of those who had remained on the earth and those other human beings who, in the way described above, had appeared upon the Earth only at the time of the advent of the air element and who had then gone over to Jupiter as a dwelling place. These human beings are designated by spiritual science as “Jupiter men.” They were human descendants who in that ancient time still had received human souls into their nature, but who at the beginning of Earth evolution were not mature enough to come in contact with the fire. They were souls standing at the stage midway between the realm of human and animal souls. There were also beings who under the leadership of one of their most exalted members had separated Mars from the common world substance as a suitable dwelling place. They exerted their influence upon a third kind of man, who had come into existence through interbreeding, the “Mars man.” (From this knowledge a light is thrown upon the origin of the planets of our solar system. For, all bodies of this system have originated through the various stages of maturity of the beings dwelling on them. It is, however, not possible here to enter into a discussion of all the details of cosmic organization.) The human beings who, in their life body, perceived the presence of the lofty Sun Being Himself may be designated “sun men.” The Being Who lived in them as “Higher Ego”—naturally only in the whole race, not in the individual—is the One to Whom later, when man acquired a conscious knowledge of Him, various names were given. He is the Being in Whom the relationship that the Christ has to the cosmos manifests itself to the human beings of our time. We can, in addition, distinguish “Saturn men.” With them there appeared a being as higher ego who with his associates had been compelled to forsake the common world substance prior to the sun separation. In this species of human being not only the life body had remained partly untouched by the Luciferic influence, but also the physical body.
[ 90 ] In the case of the inferior kinds of human beings, however, the life body was not sufficiently protected to enable it to withstand the Luciferic influence. These human beings could extend the unruly power of their ego's fire spark to such a degree that they were able to call forth in their environment powerful, destructive fire effects. The consequence was a tremendous terrestrial catastrophe. The fire storms caused a large part of the inhabited earth of that time to perish and with it the human beings who had lapsed into error. Only the smallest part who had remained partly untouched by error was able to escape to a district of the earth that had remained until then protected from corrupting human influence. Such a dwelling place, which was especially appropriate for the new mankind, appeared in the land that existed on the spot of the earth now covered by the Atlantic Ocean. It was to this place those human beings withdrew who were most untouched by error. Only scattered human groups inhabited other regions of the earth. The earth region existing at that time, situated between modern Europe, Africa, and America, is called “Atlantis” by spiritual science. (In the corresponding literature reference is made, in a certain way, to the phase of human evolution characterized above that precedes the Atlantean period. The name “Lemurian age” is given to the period of the earth that preceded the Atlantean age. On the other hand, the age in which the moon forces had not yet unfolded their chief activity is designated the “Hyperborean.” Preceding this age there was still another that coincides with the very first period of the physical Earth evolution. In the biblical tradition, the period before the influence of the Luciferic beings was active is described as the age of Paradise, and the descent of the human being out of this region to the earth, and his subsequent entanglement in the world of the senses, as the expulsion from Paradise.)
[ 91 ] Evolution on Atlantis is the time of the actual separation of mankind into the Saturn, Sun, Jupiter, and Mars men. Before that, there had been only the predisposition toward this separation. The division into waking and sleeping states had special consequences for the human being that appeared especially in Atlantean humanity. During the night, man's astral body and ego were in the realm of the beings standing above him—right up to the realm of the Spirits of Personality. By means of that portion of the life body not united with the physical body, the human being was able to have a perception of the Sons of Life (the Angels), and the Spirits of Fire (the Archangels). For he was able to remain united during sleep with the part of the life body not permeated by the physical body. The perception of the Spirits of Personality remained indistinct because of the Luciferic influence. Beside the Angels and Archangels, other beings also became visible to man when in the state described above, beings who, having remained behind on the sun and moon, could not enter earth existence. They had to remain in the world of soul and spirit. Man, however, drew them—by means of the Luciferic nature—into the realm of his soul that was separated from the physical body. Thus he came in contact with beings who worked upon him in a corrupting way. They increased the urge toward error in his soul, especially the urge toward the misuse of the forces of growth and reproduction that were under his control through the separation of the physical and life body.
[ 92 ] It was possible, however, for individual men of the Atlantean period to entangle themselves to a small degree in the realm of the senses. Through them the Luciferic influence was transformed from an obstacle to human evolution into an instrument of higher advancement. Through this Luciferic influence they were in the position of unfolding the knowledge of earthly things earlier than would otherwise have been possible. In doing so, these human beings sought to remove erroneous ideas from their thought life, and through the phenomena of the world to fathom the original purposes of spirit beings. They kept themselves free from the impulses and desires of the astral body, which were only inclined toward the world of the senses. In this way they became ever freer from the errors of the astral body. This produced conditions in them by means of which they perceived only with that part of the ether body that was separated from the physical body in the manner described. In these conditions the physical body's power of perception was practically extinguished and the body itself was as though dead. These human beings were then completely united through the ether body with the realm of the Spirits of Form and were able through them to learn how they were being led and guided by the exalted Being Who held the leadership at the time of separation of sun and Earth. Later, through this exalted Being an understanding of the Christ unfolded itself in human beings. Such men were initiates. But since the individuality of man had, as already described above, entered the region of the moon spirits, these initiates also remained, as a rule, untouched directly by the Spirit of the Sun. He could be shown to them only by the moon spirits as though in a reflection. Thus they did not see the Being of the Sun directly, but saw only His splendor. They became the leaders of the other portion of mankind to whom they could communicate the mysteries they beheld. They trained disciples to whom they indicated the paths leading to the state resulting in initiation. The knowledge, previously revealed through Christ, could be attained by human beings only who belonged—in the way described—to the order of “sun men.” They cultivated their mysterious wisdom and the functions leading to it in a special place on the earth, which will be called here the Christ or Sun oracle—oraculum meaning the place where the purposes of spiritual beings are heard. What is said here about the Christ will only be understood if we keep in mind the fact that supersensible knowledge perceives in His appearance on earth an event that was foreseen for ages by wise men as taking place at some future time, wise men who were familiar, long before this event, with the meaning of Earth evolution. We would be in error were we to presuppose in the case of these initiates a connection with the Christ that was made possible only through this event. But they could comprehend prophetically and make their disciples understand that whoever is touched by the power of the Sun Being sees the Christ approaching the earth.
[ 93 ] Other oracles came into being through the members of the Saturn, Mars, and Jupiter humanities; their initiates directed their vision only up to the beings who could reveal themselves in their ether bodies as the corresponding higher egos. There thus arose adherents of Saturn, Jupiter, and Mars wisdom. Besides these methods of initiation, there were others for human beings who had acquired too much of the Luciferic nature to allow as large a portion of their ether body to be separated from the physical body as was the case with the sun men. Their astral body retained a greater part of the life body in the physical body, nor could they be brought, by means of the described state of initiation, to a prophetic revelation of the Christ. On account of their astral body, which was considerably influenced by the Luciferic principle, they were compelled to go through more complicated preparations, and then, in a less body-free state than the others, they were unable to behold the manifestation of the Christ Himself, but only that of other higher beings. There were certain spiritual beings who at the time of the sun separation had forsaken the Earth, but who had not yet attained a sufficiently high development to enable them to participate permanently in the sun evolution. After the separation of sun and Earth they withdrew a portion of the sun as a dwelling place. This we know as Venus. The leader of these spiritual beings became the higher ego of the above described initiates and their adherents. Something similar occurred in regard to the leading spirit of Mercury for another kind of human being. In this way the Venus and Mercury oracles had their origin. Certain human individuals who were affected most by the Luciferic influence were able to reach up only to a certain being who, with his associates, had been the earliest to be expelled from the sun development. This being has not a special planet in the cosmos, but lives in the environment of the earth itself, with which he has been again united since his return from the sun. The human beings to whom this being manifested himself as higher ego may be called members of the “Vulcan oracle.” Their eyes were turned more toward earth phenomena than was the case with the other initiates. They laid the first foundation for what appeared later on among human beings as “science” and “art.” The Mercury initiates, on the other hand, laid the basis for the knowledge of the more supersensory things, and to a still higher degree, this was done by the Venus initiates. The Vulcan, Mercury, and Venus initiates distinguished themselves from the Saturn, Jupiter, and Mars initiates through the fact that the latter received their mysteries more as a revelation from above, in a more finished state, whereas the former received their knowledge revealed more in the form of their own thoughts, of their own ideas. In the middle stood the Christ initiates. They received, together with the direct revelation, the ability to clothe their mysteries in the form of human concepts. The Saturn, Jupiter, and Mars initiates had to express themselves by way of symbols; The Christ, Venus, Mercury, and Vulcan initiates were able to make their communications in the form of definite concepts.
[ 94 ] What was attained in this manner by the Atlantean humanity came about in an indirect way through the initiates. But the rest of humanity also gained special abilities through the Luciferic principle, because through the lofty cosmic beings certain faculties, which might otherwise have led to disaster, were transformed into a blessing. One such faculty is speech. It was bestowed upon man through his solidification within physical matter and through the separation of a part of his ether body from the physical body. During the time after the moon separation the human being felt himself at first united to his physical forebears through the group ego. This common consciousness, however, which united descendants with forefathers, was gradually lost in the course of generations. The later descendants had then an inner memory reaching back only to a not very distant ancestor, not any longer to the earlier forebears. Only in a state similar to sleep, in which the human beings came in touch with the spiritual world, did the picture of this or that ancestor emerge again in memory. Human beings, in certain instances, then felt themselves at one with this ancestor whom they believed had reappeared in them. This was an erroneous concept of reincarnation, which emerged chiefly in the last part of the Atlantean period. The true teaching about reincarnation could only be learned in the schools of the initiates. These latter perceived how, in the disembodied state, the human soul passes from one incarnation to another, and they alone could impart the truth about it to their disciples.
[ 95 ] The physical form of man was, in the primeval past that is under discussion here, still widely different from the present human shape. It was to a high degree still the expression of soul faculties. The human being consisted of a finer, softer substance than the one he acquired later. What today is solidified was in the limbs soft, supple, and easily molded. A human being who expressed more intensely his soul and spiritual nature had a delicate, active and expressive body structure. Another with less spiritual development had crude, immobile, less easily molded bodily forms. Advancement in soul qualities contracted the limbs; the figure remained small. Retardation in soul development and entanglement in the world of the senses expressed itself in gigantic size. While man was in the period of growth, the body, in accordance with what occurred in the soul, assumed forms of a certain kind that to the present-day human mind must appear fabulous, indeed, fantastic. Moral corruption through passions, impulses, and instincts resulted in an enormous increase in the material substance in man. The present-day human physical form has come into existence through contraction, condensation, and solidification of the Atlantean; whereas before the Atlantean age the human being was a faithful copy of his soul nature, the processes of the Atlantean evolution bore the causes in themselves that led to the post-Atlantean human being who in his physical shape is solid and little dependent on soul qualities. (The animal kingdom became denser in its forms at much earlier periods of the earth than the human being.) The laws that lie at present at the foundation of form-fashioning in the kingdoms of nature are not valid under any circumstances for the more distant past.
[ 96 ] Toward the middle of the Atlantean period of evolution a great evil gradually began to manifest itself within mankind. The mysteries of the initiates ought to have been carefully guarded from individuals who had not purified their astral bodies of error through preparation. When such human beings acquire a certain insight into mystery knowledge, into the laws by which the higher beings guide the forces of nature, they then place these laws at the service of their perverted needs and passions. The danger was all the greater, since human beings, as already described, came into the realm of lower spiritual beings who, unable to carry out the regular Earth evolution, acted contrary to it. These spiritual beings influenced human beings constantly by arousing in them interests that were, in truth, directed against the welfare of mankind. But human beings had still the ability to use the forces of growth and reproduction of animal and human nature for their own purposes.—Not only ordinary human beings, but also a number of the initiates succumbed to the temptations of lower spiritual beings. They went so far as to use the described supersensible forces in a way that ran counter to the development of mankind, and for this activity they sought associates who were not initiated and who—for lower ends—seized upon the mysteries of the supersensible working of nature. The consequence was a great corruption of mankind. The evil spread further and further, and since the forces of growth and reproduction, when diverted from their natural functions and used independently, stand in a mysterious connection with certain forces that work in air and water, mighty, destructive nature forces were unfettered by human deeds. This led to the gradual destruction of the Atlantean region through terrestrial catastrophes of air and water. The Atlantean humanity—insofar as it did not perish in the storms—was compelled to emigrate. At that time the earth received through these storms a new face. On the one side, Europe, Asia, and Africa received gradually the shapes they bear today. On the other side, America. To these lands went great migrations. For our present day the most important of these migrations were those that went eastward from Atlantis. What is now Europe, Asia, Africa, became gradually colonized by the descendants of the Atlanteans. Various folk established their abode in these continents. They stood at varying degrees of development, but also at varying degrees of depravity. In the midst of these migrating peoples marched the initiates, the guardians of the oracle mysteries. These guardians founded in various regions of the earth institutions in which the services of Jupiter, Venus, and other oracles were cultivated in a good, but also in an evil manner. The betrayal of the Vulcan mysteries exercised an especially adverse influence, because the attention of their adherents was chiefly directed toward earthly matters. Mankind, through this betrayal, was made dependent upon spiritual beings who, in consequence of their previous development, held a negative attitude toward everything that came from the spiritual world, which had evolved through the separation of the Earth from the sun. According to the capacity thus developed, they acted in the element that was formed in the human being through his having perceptions of the sense world, behind which the spirit is concealed. These beings acquired henceforth a great influence over many human inhabitants of the earth, and this influence made itself evident through the fact that the human being was more and more deprived of the feeling for the spirit. Since in these times the size, form and flexibility of the human physical body was still affected to a large degree by the qualities of the soul, the consequence of this betrayal of the mysteries came to light in changes in the human race in this respect also. Where the corruption of the human beings became especially evident through the placing of supersensible forces at the service of lower impulses, desires, and passions, grotesque human shapes were created, monstrous in size and structure. These were not able to continue in existence beyond the Atlantean period. They died out. The post-Atlantean humanity has fashioned itself physically after the model of the Atlantean ancestors in whom already such a solidifying of the bodily shape had taken place that this did not surrender to the influence of soul forces that had become contrary to nature.—There was a certain period of time in the Atlantean evolution in which, through the laws holding sway in and around the earth, conditions prevailed for the human form under which it had to solidify itself. To be sure, the human racial forms that had solidified prior to this period were able to reproduce themselves for a long time; nevertheless, the souls incarnating in them gradually became so narrowly confined that such races had to die out. Many of these racial forms, however, continued in existence on into the post-Atlantean period; certain forms that had remained sufficiently supple continued to exist in a modified form for a long time. Human forms that had remained flexible beyond the characterized period now became chiefly the bodies for souls that experienced intensively the detrimental influence of the betrayal of the Vulcan mysteries as already indicated. They were destined to die out quickly.
[ 97 ] Thus, since the middle of the Atlantean period of evolution, beings had asserted themselves within the realm of human development whose activity affected mankind in such a way that it became acquainted with the physical sense world in a non-spiritual manner. In certain instances this went so far that instead of the true shape of this world manifesting itself, it appeared to the human being in phantoms, chimeras and illusions of all sorts. Not only was man exposed to the Luciferic influence, but also to the influence of the other beings about whom we have spoken above, and whose leader may be called Ahriman in accordance with the designation he received later on in the Persian cultural period. (Mephistopheles is the same being.) After death man came through this influence under powers that allowed him to appear also in that realm only as a being who is inclined toward earthly-sensory conditions. The free view into the processes of the spiritual world was by degrees taken away from him. He was obliged to feel himself in the power of Ahriman and to a certain degree had to be excluded from union with the spiritual world.
[ 98 ] Of special significance was one oracle sanctuary that in the universal decline had preserved the ancient cultus in its purest form. It belonged to the Christ oracles, and on account of this it was able to preserve not only the Christ mystery itself, but also the mysteries of the other oracles. For through the manifestation of the most exalted Sun Spirit, the regents of Saturn, Jupiter, and other oracles, were also revealed. The sun oracle knew the secret of producing, for this or that individual, the kind of human ether bodies that were possessed by the highest initiates of Jupiter, Mercury, and other oracles. With the means at their disposal, which are not to be discussed any further here, counterparts of the most perfect ether bodies of the ancient initiates were preserved and later implanted into the individuals best fitted for the purpose. Through the Venus, Mercury, and Vulcan initiates, such processes could take place also for the astral bodies. [ 99 ] There came a time when the leader of the Christ initiates found himself isolated with some of his associates to whom he was able to communicate the mysteries of the world only to a very limited degree. For the associates were the kind of human beings upon whom nature had bestowed physical and etheric bodies with the least degree of separation between them. Such men were the best suited, in this epoch, for the further advancement of mankind. Gradually they had fewer and fewer experiences in the realm of sleep. The spiritual world had become more and more closed for them. But they were also lacking the understanding for all that had unveiled itself in ancient times when man was not in his physical but only in his ether body. The human beings in the immediate neighborhood of this leader of the Christ oracle were the most advanced in regard to the union of the physical body with that part of the ether body that previously had been separated from it. This union appeared by degrees in mankind in consequence of the transformation of Atlantis and the earth generally. The physical and ether bodies of human beings coincided more and more with one another. As a result, the previous unlimited faculty of memory was lost and human thought life began. The part of the ether body bound to the physical body transformed the physical brain into the actual organ of thought, and only from that time onward did the human being feel his ego in the physical body. Only then did self-consciousness awake. At the outset, this was the case with a small portion of mankind only, chiefly with the immediate companions of the leader of the Christ oracle. The other groups of human beings who were scattered over Europe, Asia, and Africa, preserved in the most varied degrees the remnants of the ancient states of consciousness. They, therefore, experienced the supersensible world directly.—The companions of the Christ initiate were human beings with highly developed intelligence, but of all human beings of that time their experiences in the realm of the supersensible were the least. With them, this Christ initiate migrated from west to east, toward a certain region in inner Asia. He wished to protect them from coming in contact with the people of less advanced states of consciousness. He educated these companions in accordance with the mysteries revealed to him, and chiefly worked in this way upon their descendants. Thus he trained a host of human beings who had received into their hearts the impulses that corresponded to the mysteries of the Christ initiation. From this host he chose the seven best in order that they might have ether and astral bodies corresponding to the counterparts of the ether bodies of the seven greatest Atlantean initiates. He thus trained initiates to be the successors of the Christ initiate, of the Saturn, of the Jupiter, and of the other oracle initiates. These seven initiates became the teachers and leaders of the people who in the post-Atlantean epoch had settled in the south of Asia, chiefly in ancient India. Since these great teachers were endowed with the counterparts of the ether bodies of their spiritual ancestors, what was contained in their astral bodies, that is to say, their own self-wrought knowledge and understanding, did not extend to what was revealed to them through their ether body. They had to silence their own knowledge and understanding when these revelations strove to manifest in them. Then out of them and by means of them the high beings spoke who had spoken also for their spiritual ancestors. Except during the periods when these high beings spoke through them, they were simple men gifted with the degree of understanding and sympathy that they themselves had acquired.
[ 100 ] In India there lived at that time a kind of human being which had preserved chiefly a living memory of the ancient soul state of the Atlanteans, a state which permitted experiences in the spiritual world. In a large number of these human beings there was also present a tremendous urge of the heart and mind to experience this supersensible world. Through the wise guidance of destiny the main body of this kind of men, representing the best sections of the Atlanteans, had reached South Asia. Besides this main body, other sections had settled there at various times. The Christ initiate already mentioned appointed his seven great disciples as teachers for this assemblage of human beings. They gave their wisdom and their laws to this people. For many of these ancient Indians little preparation was needed to arouse in them the scarcely extinct faculties that led to a perception of the supersensible world. For the longing for this world was a fundamental mood of the Indian soul. The Indian felt that in this supersensible world was the primeval home of mankind. From it he was removed into a world that is revealed only through the perceptions of the outer senses and grasped by the intellect bound to these perceptions. He felt the supersensible world as the true one and the sensory world as a deception of human perception, an illusion (Maya). By all possible means the human being strove to gain insight into the true world. He was unable to develop any interest in the illusory sense world, or at least only insofar as it proved to be a veil over the supersensible world. It was a mighty power that the seven great teachers exercised upon such people. What could be revealed through this power penetrated deeply into the Indian souls. Since the possession of the transmitted life and astral bodies endowed these teachers with sublime powers, they were able to act magically upon their disciples. They did not actually teach. They produced their effects from person to person as though through magic powers. Thus a culture arose that was completely permeated by supersensible wisdom. What is contained in the books of wisdom of India—in the Vedas—is not the original form of the exalted wisdom, which in the most primeval ages was fostered by the great teachers; it is but a feeble echo of this wisdom. Only supersensible retrospection can discover an unwritten primeval wisdom behind the written records. A particular characteristic of this primeval wisdom is the harmonious concordance of the wisdom of the various oracles of the Atlantean age. For each of these great teachers was able to unveil the wisdom of one of these oracles, and the different aspects of wisdom produced a perfect concordance because behind them stood the fundamental wisdom of the prophetic Christ initiation. The teacher, however, who was the spiritual successor of the Christ initiate did not present what this Christ initiate himself was able to reveal. The latter had remained in the background of evolution. At the outset, he could not transmit his high office to any member of the post-Atlantean civilization. The difference between the Christ initiate of the seven great Indian teachers and the Christ initiate of the Atlantean sun oracle was that the latter had been able to transform completely his perception of the Christ mystery into human concepts, whereas the Indian Christ initiate could only represent a reflection of this mystery in signs and symbols. This was so because his humanly acquired conceptual life did not extend to this mystery. But the result of the union of the seven teachers was a knowledge of the supersensible world, presented in a great panorama of wisdom, of which in the ancient Atlantean oracles only the various parts could be proclaimed. Now the great regencies of the cosmic world were revealed, and the one great Sun Spirit, the “Concealed One,” was gently alluded to—He Who was enthroned above those other regents who were revealed by the seven teachers.
[ 101 ] What is meant here by the “ancient Indians,” is not what is usually understood by the use of that term. There are no external documents of that period of which we are speaking here. The people usually designated as Indian corresponds to an evolutionary stage of history that came into existence a long time after the period under discussion here. We are able to recognize a primal post-Atlantean epoch in which the characterized Indian culture was dominant. Then a second post-Atlantean epoch began in which the dominant culture, as spoken of in this book, was the ancient Persian; still later, the Egypto-Chaldean culture evolved; both of these have still to be described. During the unfolding of these second and third post-Atlantean cultural epochs, ancient India also experienced a second and a third cultural period. What is usually spoken of as ancient India originated in this third epoch. Therefore, what is presented here should not be confused with the ancient India of history.
[ 102 ] Another aspect of this ancient Indian culture is what later led to a division of men into castes. The inhabitants of India were the descendants of Atlanteans who belonged to various human races: Saturn men, Jupiter men, and other planetary men. By means of supersensible teaching it was understood by these ancient Indians that it was not by accident that a soul was placed in this or that caste, but rather by self-determination. Such a comprehension of the supersensible teaching was facilitated especially through the fact that many human beings could arouse the above characterized inner remembrance of their ancestors, which, however, led easily to an erroneous idea of reincarnation. Just as in the Atlantean period the true idea of reincarnation could be acquired only by coming in contact with the initiates, in the most ancient India it could be obtained only by becoming in direct contact with the great teachers. The above-mentioned erroneous idea of reincarnation was spread most widely among the peoples who, as a result of the submergence of Atlantis, were scattered over Europe, Asia, and Africa, and because certain initiates, who during the Atlantean evolution had followed false paths, had also communicated this mystery to immature disciples, human beings mistook more and more the false doctrine for the true. In many instances these human beings retained a sort of dreamlike clairvoyance as an inheritance of the Atlantean period. Just as the Atlanteans entered the region of the spiritual world during sleep, so their descendants experienced this spiritual world in an abnormal intermediate state between waking and sleeping. Then there arose in them images of an ancient time to which their ancestors had belonged. They considered themselves reincarnations of human beings who had lived in such an age. Teachings about reincarnation that were in contradiction to the true ideas of the initiates spread over the whole earth.
[ 103 ] In the regions of the Middle East a community of people had settled as a result of the long continued migrations that had spread from the west eastward since the beginning of the destruction of Atlantis. History knows the descendants of these people as the Persians and their related tribal branches. Supersensible knowledge, however, must go back much further than the historical periods of these people. At the outset we have to consider the earliest ancestors of the later Persians, from whom—after the Indian—the second great cultural period of the post-Atlantean evolution arose. The peoples of this second period had a different task from the Indian. In their longings and inclinations they did not turn merely toward the supersensible; they were eminently fitted for the physical-sensory world. They grew fond of the earth. They valued what the human being could conquer on the earth and what he could win through its forces. What they accomplished as warriors and also what they invented as a means of gaining the earth's treasures is related to this peculiarity of their nature. Their danger did not lie in the fact that because of their love of the supersensible they might turn completely away from the “illusion” of the physical-sensory world, but because of their strong inclination toward the latter they were more likely to lose their soul connection with the supersensible world. Also the oracle establishments that had been transplanted into this region from their homeland, ancient Atlantis, carried in their methods the general character of the Persians. By means of forces, which man had been able to acquire through his experiences in the supersensible regions and which he was still able to control in certain lower forms, the phenomena of nature were employed to serve personal human interests. This ancient people still possessed, at that time, a great power with which it controlled certain nature forces that later were withdrawn from all connection with the human will. The guardians of the oracles controlled inner powers that were connected with fire and other elements. They may be called Magi. What they had preserved for themselves from ancient times as heritage of supersensible knowledge and power was, to be sure, insignificant in comparison with what the human being had once been able to do in the far distant past. It took on, nevertheless, all sorts of forms, from the noble arts whose purpose was only the welfare of mankind, to the most abominable practices. In these people the Luciferic nature ruled in a special manner. It had brought them into connection with everything that led the human being away from the intentions of higher beings who, without the Luciferic influence, would have simply advanced human evolution. Those sections of this people who were still endowed with the remnants of ancient clairvoyance—that is to say, with the remnants of the above described intermediate state between waking and sleeping—felt themselves also much attracted to the lower beings of the spiritual world. To this people a special spiritual impetus had to be given that counteracted these characteristics. A leadership was given to this people from the same source from which the ancient Indian spiritual life had also sprung, that is, from the guardian of the mysteries of the sun oracle.
[ 104 ] The leader of the ancient Persian spiritual culture who was chosen by the guardian of the sun oracle for the people now under consideration may be called by the same name that history knows as Zarathustra or Zoroaster. But it must be emphasized that the personality designated here belongs to a much earlier age than the historical bearer of this name. It is not a question here of outer historical research but of spiritual science, and whoever must think of a later age in connection with the bearer of the name Zarathustra, may reconcile this fact with spiritual science by realizing that the historical character represents a successor to the first great Zarathustra whose name he assumed and in the spirit of whose teaching he worked.—Zarathustra gave his people an impulse by pointing out that the physical world of the senses is not merely something devoid of spirit that confronts man when he comes under the exclusive influence of the Luciferic being. Man owes to this being his personal independence and his sense of freedom, but this Luciferic being should work within him in harmony with the opposing spiritual being. It was important for the prehistoric Persian to be aware of the presence of this spiritual being. Because of the Persian's inclination toward the physical sense world he was threatened by a complete amalgamation with the Luciferic beings. Zarathustra, however, had been initiated by the guardian of the sun oracle and through this initiation the revelations of the exalted sun beings could be imparted to him. In exceptional states of consciousness, into which his training had brought him, he was able to perceive the leader of the sun beings who had taken under his protection the human ether body in the previously described manner. He knew that this Being directs human evolution, but also that He could descend to the earth from cosmic space only at a certain point in time. In order that this might come about it was necessary that He should affect the astral body of a human being to the same degree that He affected the human ether body since the beginning of the interference of the Luciferic being. For that purpose a human being had to appear on earth who had retransformed the astral body to a condition to which this body, without Lucifer, would have attained in the middle of the Atlantean evolution. Had Lucifer not appeared, the human being would have attained this same condition much earlier, but without personal independence and without the possibility of freedom. Now, however, despite these characteristics the human being was to regain this same high condition. Zarathustra was able to foresee by means of his clairvoyance that in the future of mankind's evolution it would be possible for a definite human personality to possess such a required astral body. He knew also that it would be impossible to find the spiritual sun powers on earth prior to this future age, but that it was possible for supersensible perception to behold them in the region of the spiritual sun. He was able to behold these powers when he directed his clairvoyant glance toward the sun, and he divulged to his people the nature of these powers that, for the time being, were to be found only in the spiritual world and that later were to descend to the earth. This was the proclamation of the sublime Sun or Light Spirit—the Sun Aura, Ahura Mazdao, Ormuzd. This Spirit of Light reveals Himself to Zarathustra and his followers as the Spirit who turns His countenance from the spiritual world toward mankind and who prepares the future within mankind. It is the Spirit who points to the Christ before His advent on earth, whom Zarathustra proclaims as the Spirit of Light. On the other hand, Zarathustra represents in Ahriman—Angra Mainju—a power whose influence upon the life of the human soul causes the latter's deterioration when it surrenders itself one-sidedly to it. This power is none other than the one previously characterized who, since the betrayal of the Vulcan mysteries, had gained especial domination over the earth. Besides the evangel concerning the Spirit of Light, Zarathustra also proclaimed the doctrine of the spiritual beings who become manifest to the purified sense of the seer as the companions of the Spirit of Light and to whom a contrast was formed by the tempters who appeared to the unpurified remnants of clairvoyance that was retained from the Atlantean period. Zarathustra strove to make clear to the prehistoric Persian how the human soul, as far as it was engaged in the activities and strivings of the physical-sensory world, was the field of battle between the power of the Light God and His adversary and how the human being must conduct himself so as not to be led into the abyss by this adversary but whose influence might be turned to good by the power of the Light God.
[ 105 ] A third post-Atlantean cultural period began with the peoples who, by participation in the migrations from Atlantis, had finally assembled in the Middle East and North Africa. Among the Chaldeans, Babylonians, Assyrians on the one hand and the Egyptians on the other, this culture was developed. Among these peoples the understanding for the physical world of the senses was evolved in a way different from that of the prehistoric Persians. They had developed, much more than others, the spiritual capacity that is the foundation for the ability to think, for intellectual endowment, which had come into existence since the last Atlantean epochs. It was the task of the post-Atlantean humanity to unfold in itself the soul faculties that could be gained through the awakened powers of thought and feeling that are not directly stimulated by the spiritual world, but come into existence by man's observation of the sense world, by becoming familiar with it, transforming it. The conquest of this physical-sensory world by means of these human faculties must be considered the mission of post-Atlantean humanity. From stage to stage this conquest advances. Although in ancient India the human being was directed toward this world by means of his soul state, he still considered this world an illusion and his spirit was turned toward the supersensible world. In contrast to this, there arose in the prehistorical Persian people the desire to conquer the physical world of the senses, but this was attempted, to a large measure, with the powers of soul that had remained as heritage of a time when man could still reach up directly into the supersensible world. In the peoples of the third cultural epoch the soul had lost to a large degree its supersensible faculties. It had to investigate the revelations of the spirit in the sensory surroundings and by means of discovery and invention of the cultural means, springing from this world, develop itself. Human sciences arose by means of research within the physical sense world into the spiritual laws standing behind it; human technique and artistic activities and the tools and instruments used to advance them were developed by recognizing the forces of this world and the need of employing them. For the human being of ancient Chaldea and Babylonia the sense world was no longer an illusion, but with its nature kingdoms, its mountains and seas, its air and water, it was a revelation of the spiritual deeds of powers standing behind these phenomena, whose laws he endeavored to discover. To the Egyptian the earth was a field of activity given to him in a condition which he had to transform through his own intellectual capacity, so that it bore the imprint of human power. Oracle establishments of Atlantis, originating chiefly from the Mercury oracle, had been transplanted into Egypt. There were, however, others also, for example, the Venus oracle. A new cultural germ was planted into what could thus be fostered in the Egyptian people through these oracle establishments. It originated with a great leader who had undergone his training within the Persian Zarathustra mysteries. He was the reincarnation of a personality who had been a disciple of the great Zarathustra himself. If we wish to adhere to a historical name, he may be called “Hermes.” By absorbing the Zarathustra mysteries he could find the right path on which to guide the Egyptian people. This folk, in earth life between birth and death, directed its mind to the physical sense world in such a way that although it could behold the spiritual world behind the physical only to a limited degree, it recognized in the physical world the laws of the spiritual world. Thus the Egyptian could not be taught that the spiritual world was a world with which he could become familiar on earth. But he could be shown how the human being would live in a body-free condition after death with the world of the spirits who during the earth period appear through their imprint in the realm of the physical-sensory. Hermes taught that to the degree the human being employs his forces on earth in order to act within it according to the aims of spiritual powers, it is possible for him to be united after death with these powers. Especially those who have been most zealously active in this direction during life between birth and death will become united with the exalted Sun Being—with Osiris. On the Chaldean-Babylonian side of this cultural stream the directing of the human mind to the physical-sensory was more marked than on the Egyptian side. The laws of this world were investigated and from the sensory counterparts perception was directed to the spiritual archetypes. The people, nevertheless, remained stuck fast in the world of the senses in many respects. Instead of the spirit of the star, the star itself, and instead of other spiritual beings, their earthly counterparts were pushed into the foreground. Only the leaders acquired really deep knowledge of the laws of the supersensible world and their interaction with the sense world. Here a contrast between the knowledge of the initiates and the erroneous beliefs of the people came into evidence more strongly than anywhere else.
[ 106 ] Quite different conditions prevailed in Southern Europe and Western Asia where the fourth post-Atlantean cultural epoch flourished. We may call this the Greco-Latin cultural epoch. In these countries the descendants of human beings of the most varied regions of the ancient world had gathered. There were oracle establishments that followed the example of the various Atlantean oracles. There were men who possessed, as a natural faculty, the heritage of ancient clairvoyance, and there were some who were able to attain to it with comparatively little training. In special places the traditions of the ancient initiates were not only preserved, but there arose worthy successors who trained pupils capable of raising themselves to exalted stages of spiritual perception. Simultaneously, these people bore the impulse in themselves to create a realm within the sense world that expressed in perfect form the spiritual within the physical. Beside much else, Greek art is a consequence of this impulse. One need only penetrate into the Greek temple with spiritual vision to recognize that in such a marvel of art the physical material is transformed by the human being in such a way that every detail is an expression of the spiritual. The Greek temple is the “dwelling place of the spirit.” In its forms is to be seen what otherwise only the spiritual vision of supersensible perception can recognize. A Zeus or Jupiter temple is shaped in such a way that for the physical eye it represents a worthy abode for what the guardian of the Zeus or Jupiter initiation perceived with the spiritual eye. Thus it is with all Greek art. In mysterious ways the wisdom of the initiates poured into poets, artists, and thinkers. In the cosmogonies of the ancient Greek philosophers we find again the mysteries of the initiates in the form of concepts and ideas. The influence of spiritual life and the mysteries of the Asiatic and African centers of initiation flowed into these peoples and their leaders. The great Indian teachers, the companions of Zarathustra, and the adherents of Hermes had trained their pupils. These or their successors now founded initiation centers in which the ancient knowledge was revived in a new form. These are the mysteries of antiquity. Here the pupils were prepared to reach states of consciousness through which they were able to attain a perception of the spirit world.8More detailed descriptions of these mysteries of antiquity are to be found in my book, Christianity as Mystical Fact. More on this subject is given in the last chapter of this book. From these initiation centers wisdom flowed to those who fostered spiritual impulses in Asia Minor, in Greece, and Italy. (In the Greek world the important initiation centers of the Orphic and Eleusinian mysteries arose. In the Pythagorean school of wisdom the after-effects of the great doctrines and methods of the wisdom of primeval ages appeared. In his wide journeying Pythagoras had been initiated into the secrets of the most varied mysteries.)
[ 107 ] The life of man between birth and death—in the post-Atlantean age—had, however, its influence also upon the body-free state after death. The more the human being turned his interest toward the physical-sensory world, the greater was the possibility of Ahriman penetrating into the soul during earth life and of his retaining power beyond death. Among the peoples of ancient India this danger was still insignificant, because they had, during earth life, felt the physical world of the senses to be an illusion. As a result, they were able to elude the power of Ahriman. The danger of the prehistoric Persian people was much greater, because in the life between birth and death they had turned their interest toward the physical world of the senses. They would have fallen prey to Ahriman to a high degree, had Zarathustra not through his teaching about the God of Light drawn attention in an impressive manner to the fact that behind the physical-sensory world there exists the world of the Spirits of Light. In proportion to the absorption into the soul of this visualized world by the people of the Persian culture did they escape from the clutches of Ahriman during earth life and likewise during the life after death, when they prepared for a new earth life. During earth life the power of Ahriman leads to the consideration of physical-sensory existence as the only one, thus barring all outlook into the spiritual world. In the spiritual world this power leads the human being to complete isolation, to concentration of all interests only upon himself. Human beings who at death are in the power of Ahriman are reborn as egotists.
[ 108 ] At present we are able in spiritual science to describe life between death and a new birth as it is when the Ahrimanic influence has been overcome to a certain degree. In this way it has been described by the writer of this book in other writings and in the first chapters of this book, and thus it must be described in order to make plausible what the human being can experience in this state of existence when he has gained the true spiritual perception of what really exists. Whether the individual experiences it to a greater or lesser degree depends on his victory over the Ahrimanic influence. Man approaches more and more what is possible for him to be in the spiritual world. How this degree of attainment can be impaired by other influences must here be held clearly in mind in considering the path of human evolution.
[ 109 ] It was the task of Hermes to see that the Egyptians prepared themselves during earth life for companionship with the Spirit of Light. Since, however, during that time human interests between birth and death were already shaped in such a way that it was possible only to a slight degree to penetrate the veil of the physical-sensory, the spiritual perception of the soul remained also clouded after death. The perception of the world of light remained dim.—The veiling over of the spiritual world after death reached a climax for the souls who entered the body-free state from an incarnation in the Greco-Latin culture. During earth life they had brought the culture of the sensory-physical existence to full flower, and they had thus doomed themselves to a shadow existence after death. The Greek, therefore, felt that his life after death was only a shadow-like existence; and it was not mere empty talk but the feeling for truth when the hero of that age, turning toward the sense world, says, “Rather a beggar on earth than a king in the realm of the shades.” This was still more evident among those Asiatic peoples who also in their reverence and adoration had only directed their gaze toward the sensory counterparts instead of toward the spiritual archetypes. During the time of the Greco-Latin cultural period a large part of mankind was in the condition here described. We can see how the mission of man in the post-Atlantean epoch, which consisted of his mastery of the physical sense world, had to lead of necessity to an estrangement from the spiritual world. Thus what is great on the one hand is of necessity connected with what is decadent on the other.—In the mysteries, the connection of the human being with the spiritual world was fostered. The initiates of these mysteries were able, in special states of the soul, to receive the revelations of this world. They were more or less the successors of the Atlantean guardians of the oracles. What was concealed through the impulses of Lucifer and Ahriman was unveiled to them. Lucifer concealed from the human being that part of the spiritual world that, without his cooperation, had poured into his astral body right up to the middle of the Atlantean epoch. If the ether body had not been partially separated from the physical, man would have been able to experience this region of the spirit world as an inner soul revelation. Because of the Luciferic impulse he could only experience it in special states of the soul. Then a spiritual world appeared to him in the vesture of the astral. The corresponding beings revealed themselves in shapes that bore only the higher members of human nature, and in these members they carried the astrally visible symbols of their special spiritual powers. Superhuman forms manifested themselves in this way. After the encroachment of Ahriman another kind of initiation was added to this one. Ahriman has concealed all that part of the spiritual world that would have appeared behind physical sense-perception, if his encroachment had not occurred after the middle of the Atlantean epoch. The initiates owed the revelation of this part of the spiritual world to the fact that they practiced in their souls all those faculties that the human being had acquired since that time to a degree far greater than the one required in order to gain the impressions of sensory-physical existence. Through it the spiritual powers lying behind the forces of nature were revealed to them. They were able to speak of the spiritual beings behind nature. The creative powers of the forces active in nature below the human being revealed themselves to them. What had continued to be active from the Saturn, Sun and the ancient Moon evolutions and had formed the human physical, ether, and astral bodies, as well as the mineral, plant, and animal kingdoms, formed the content of one type of mysteries. These mysteries were under Ahriman's influence. What had led to the development of sentient, intellectual, and consciousness soul was revealed in a second type of mystery. What, however, was only possible to be prophesied by the mysteries was that in the course of time a human being would appear with an astral body in which, despite Lucifer, the light world of the Sun Spirit would become conscious through the ether body without special soul states. And the physical body of this human being must be of such a nature that that part of the spiritual world would be manifest to him that Ahriman is able to conceal up to the time of physical death. Physical death cannot change anything for this human being during life; that is to say, physical death cannot have any power over him. In such a human being the ego manifests in such a way that the physical life contains at the same time the whole spiritual life. Such a being is the bearer of the Spirit of Light, to Whom the initiate lifts himself in a twofold way, either by being led to the spirit of the super-human or to the being of the powers of nature in special states of the soul. Since the initiates of the mysteries predicted that such a human being would appear in the course of time, they were the prophets of Christ.
[ 110 ] As special prophet in this sense, a personality arose in a people that through natural heritage bore within itself the characteristics of the peoples of the Middle East and, through education, the teachings of the Egyptians; these people were the Israelites. The prophet was Moses.. So many influences of initiation had entered the soul of Moses that in special states of consciousness the spiritual being who had assumed, in the normal course of Earth evolution, the role of molding human consciousness from the moon, manifested himself to him. In thunder and lightning Moses recognized not only the physical phenomena, but the manifestations of the spirit just described. At the same time, however, the other kind of mysteries had affected his soul to such a degree that he perceived in astral visions how the super-human spirit becomes human through the ego. Thus the Being Who had to come revealed Himself to Moses from two directions as the highest form of the Ego.
[ 111 ] With Christ there appeared in human form what the high Sun Being had prepared as the exalted paragon of earthly man. With this appearance all mystery wisdom had in a certain regard to assume a new form. Previously this wisdom existed exclusively in order to enable the human being to bring himself to a soul state that allowed him to behold the kingdom of the Sun Spirit outside of earthly evolution. Now mystery wisdom was allotted the task of making the human being capable of recognizing the Christ Who had become man, and from this center of all wisdom to understand the natural and spiritual world.
[ 112 ] At the moment in the life of Christ Jesus, when His astral body contained everything that the Luciferic impulse can conceal, He assumed His mission as teacher of mankind. From this moment onward the aptitude was implanted in human earth evolution for receiving the wisdom through which the physical earthly goal can by degrees be attained. At the moment when the event of Golgotha was accomplished, the other aptitude was injected into mankind by which it is possible to turn the influence of Ahriman to good. Henceforth the human being is able to carry with him out of life through the portals of death what releases him from isolation in the spiritual world. The event of Palestine is not only the center of the physical evolution of mankind, but it is also the center of the other worlds to which the human being belongs. When the “Mystery of Golgotha” was accomplished, when “Death on the Cross” was suffered, the Christ appeared in the world in which souls tarry after death, and in that region He set bounds to the power of Ahriman. From this moment the realm that was named by the Greeks the “kingdom of the shades” was illuminated by that spiritual lightning flash that showed its inhabitants that henceforth light would again appear in it. What was attained through the Mystery of Golgotha for the physical world threw its light into the spiritual world.—Thus the post-Atlantean human evolution was, up to this event, an ascent for the physical world of the senses, but it was at the same time a descent for the spiritual. Everything that flowed into the world of the senses poured forth from what had already existed in the spiritual world from primeval ages. Since the Christ event, human beings who elevate themselves to the Christ mystery are able to carry with them into the spiritual world what they have acquired in the sense world. It flows back again from the spiritual world into the earthly-sensory world by human beings bringing back with them into reincarnation what the Christ impulse has become for them in the world of spirit between death and rebirth.
[ 113 ] What the Christ event bestowed upon mankind's evolution acted within it like a seed. The seed can ripen only gradually. Only the very smallest part of the new wisdom's profundity has penetrated physical existence up to the present. This existence stands just at the beginning of Christian evolution. During the succeeding centuries that have elapsed since that event, Christian evolution has been able to unveil only as much of Its inner nature as human beings, peoples, were capable of receiving, were capable of absorbing with their mental capacities. The first form into which this knowledge could be poured may be described as an all-encompassing ideal of life. As such it opposed what in the post-Atlantean humanity had fashioned itself as modes of life. We have already described the conditions that prevailed in the evolution of mankind since the repopulation of the earth in the Lemurian age. The human beings, as to their soul nature, may thus be traced back to various beings who, returning from other worlds, incarnated in the bodily descendants of the ancient Lemurians. The various human races are a result of this fact, and, in consequence of their karma, the most varied life-interests appeared in the reincarnated souls. As long as the after-effects of all this prevailed, the ideal of a “common humanity” could not exist. Mankind proceeded from a unity, but Earth evolution up to the present has led to differentiation. In the Christ-concept an ideal is given that counteracts all differentiation, for in the human being Who bears the name of Christ live also the forces of the exalted Sun Being in Whom every human ego finds its origin. The Israelites felt themselves still as a folk, the human being as a member of this folk. At the outset the fact that in the Christ Jesus lives the ideal man Who is not touched by the conditions of separation was only comprehended in thought, and Christianity became the ideal of an all-encompassing brotherhood. Disregarding all separate interests and separate relationships, the feeling arose that the inmost ego of every human being has the same origin. (Alongside all earthly forefathers the common father of all human beings appears. “I and the Father are One.”)
[ 114 ] In Europe in the fourth, fifth, and sixth centuries A.D. a cultural age was prepared that began in the fifteenth century and still continues today. It was gradually to replace the fourth, Greco-Latin, period. It is the fifth post-Atlantean culture period. The peoples, which after various migrations and most manifold destinies had made themselves pillars of this age, were descendants of those Atlanteans who had had the least contact with what had occurred in the meantime in the four preceding cultural epochs. They had not penetrated into the regions in which the cultures in question took root, but they had in their way continued the Atlantean cultures. There were among them many people who had preserved to a high degree the heritage of the ancient dreamlike clairvoyance, the intermediate state between waking and sleeping already described. Such individuals were acquainted with the spiritual world through their own experience and were able to communicate what takes place in that world to their fellow-men. A treasure house of narrative about spiritual beings and spiritual events was built up. The treasures of folk fairy tales and myths arose originally from such spiritual experiences. For the dreamlike clairvoyance of many people lasted right on into times not far removed from our present day. There were other human individuals who had lost their clairvoyance but who acquired the faculties of perception in the sensory-physical world through feelings and sensations that corresponded to these clairvoyant experiences. Here, also, the Atlantean oracles had their successors. There were mysteries everywhere. In these mysteries, however, the kinds of secrets of initiation were predominantly developed that led to the revelation of the region of the spirit world that Ahriman keeps concealed. It is the spiritual powers behind the forces of nature that were revealed in these mysteries. In the mythologies of the European nations are contained the remnants of what the initiates of these mysteries were able to communicate to human beings. These mythologies, however, contained also the other concealed wisdom, although in less complete form than it was contained in the Southern and Eastern mysteries. Superhuman beings were also known in Europe. Yet they appeared in a state of constant strife with the companions of Lucifer. The God of Light was proclaimed, but in such a form that it was impossible to say whether He would overcome Lucifer. But as a compensation for this, the future Christ form shone also into these mysteries. It was proclaimed that His kingdom would replace the kingdom of the other God of Light. (All myths about the Twilight of the Gods—the Gotterdammerung—and similar events have their origin in this knowledge of the European mysteries. Such influences caused a cleavage in the soul of the human beings of the fifth cultural epoch that still continues on into the present and shows itself in the most manifold phenomena of life. The soul did not preserve from ancient times the urge toward the spirit so strongly that it would have been able to retain the connection between the spirit and sense worlds. It retained it merely in the development of its feelings and sensations, but not, however, as a direct perception of the supersensible world. On the other hand, the attention of the human being was directed more and more toward the world of the senses and its control. The powers of the intellect that awoke in the last part of the Atlantean epoch, all the forces in the human being of which the physical brain is the instrument were developed for the sense world and for its knowledge and control. Two worlds, so to speak, developed in the human breast. One is turned toward sensory-physical existence, the other is receptive to the revelation of the spiritual in order to penetrate it through feeling and sensation, but without perceiving it. The tendencies toward this cleavage of the soul were already present when the teaching of Christ streamed into the regions of Europe. This evangel of the spirit was received into human hearts, penetrated sensation and feeling, but could not find the connection with what the intellect, directed toward the senses, explored in the physical-sensory existence. What we know today as the contrast of outer science and spiritual knowledge is but a consequence of this fact. The Christian mysticism of Eckhardt, Tauler, and others, is a result of the permeation of feeling and sensation with Christianity. The science of the sense world and its results in life are the consequences of the other side of the soul's capacities. We owe the progress in the field of outer material culture entirely to this separation of capacities. Because the human faculties that have the brain as their instrument turned one-sidedly to physical life, they were able to attain to the increase in power that made possible modern science and technology. This material culture could originate only among the nations of Europe, for they are the descendants of Atlantean ancestors who developed the tendency for the physical sense world into faculties only when this tendency had attained a certain maturity. Previously these descendants let it slumber, and they were nourished by the heritage of Atlantean clairvoyance and the communications of their initiates. While outwardly spiritual culture had yielded only to these influences, the sense for the material domination of the world gradually matured.
[ 115 ] At present, however, the dawn of the sixth post-Atlantean cultural period already proclaims itself. For what is to arise in human evolution at a certain time begins to ripen in the preceding age. What is already able to show its beginnings at present is the discovery of the link that unites the two impulses in the human breast: material culture and life in the world of the spirit. For this purpose it is necessary that the results of spiritual perception are comprehended, and also that the manifestations of the spirit are recognized in the observations and experiences of the sense world. The sixth cultural epoch will bring the harmony between these two impulses to complete development. With this, the considerations of this book have advanced to a point where they can pass over from a view of the past to one of the future. It is, however, better if this view is preceded by a consideration of the knowledge of the higher worlds and of initiation. Then we shall have an opportunity to present briefly this view of the future, as far as this is possible within the framework of this book.
