The Soul's Awakening
GA 14
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Personen, Gestalten und Vorgänge
Die geistigen und seelischen Vorgänge, welche in „Der Seelen Erwachen“ dargestellt sind, sollen so gedacht werden, daß sie etwa ein Jahr nach denjenigen erfolgen, welche in dem früher erschienenen „Hüter der Schwelle“ gezeichnet sind.
In „Der Seelen Erwachen“ kommen die für Vorgänge die folgenden Personen und Wesen in Betracht:
I. Die Träger des geistigen Elements
1. Benedictus, die Persönlichkeit, in welcher eine Anzahl seiner Schüler den Kenner tiefer geistiger Zusammenhänge sieht. (Er ist in den vorhergehenden Seelengemälden „Die Pforte der Einweihung“ und „Die Prüfung der Seele“ als Führer des „Sonnentempels“ dargestellt. Im „Hüter der Schwelle“ bringt sich in ihm die Geistesströmung zum Ausdruck, welche lebendig-gegenwärtiges Geistesleben an die Stelle des bloß traditionellen setzen will, wie es von dem dort vorkommenden „Mystenbund“ behütet wird.) In „Der Seelen Erwachen“ ist Benedictus nicht mehr bloß über seinen Schülern stehend zu denken, sondern mit seinem eigenen Seelenschicksale in die Seelenerlebnisse seiner Schüler verwoben. In den ägyptischen Szenen erscheint Benedictus als der höchste Opferweise.
2. Hilarius Gottgetreu: Der Kenner traditionellen Geisteslebens, das sich bei ihm mit eigenen Geist-Erlebnissen verbindet. Dieselbe Individualität, welche in dem vorher erschienenen Seelengemälde „Prüfung der Seele“ als Großmeister eines Mystenbundes dargestellt ist. In den ägyptischen Szenen tritt er als der Wortebewahrer auf.
3. Der Bürochef des Hilarius Gottgetreu
4. Der Sekretär des Hilarius Gottgetreu. (Dieselbe Persönlichkeit, die im „Hüter der Schwelle“ als Friedrich Geist vorkommt.)
II. Die Träger des Elements der Hingabe
1. Magnus Bellicosus. (In der „Pforte der Einweihung“ German genannt. In der „Prüfung der Seele“ und dem „Hüter der Schwelle“ Präzeptor eines Mystenbundes.) In den ägyptischen Szenen erscheint er als Vertreter des Luftelements.
2. Albertus Torquatus. (In der „Pforte der Einweihung“ Theodosius genannt. In der „Prüfung der Seele“ kommt dieselbe Individualität als erster Zeremonienmeister des dort gezeichneten Mystenbundes vor.) In den ägyptischen Szenen ist er der Vertreter des Wasserelements.
3. Professor Capesius. (In der “Prüfung der Seele“ kommt seine Individualität als erster Präzeptor vor.) In den ägyptischen Szenen ist er der Opferweise, der die Initiation des Neophyten (Maria) scheitern lässt.
4. Felix Balde. (In der „Pforte der Einweihung“ als Träger einer gewissen Naturmystik, hier im „Erwachen“ Träger der subjektiven Mystik. Die Individualität Felix Baldes kommt als Joseph Kühne in der „Prüfung der Seele“ vor.) In den ägyptischen Szenen tritt er als der Schwellenhüter auf.
III. Die Träger des Willenselementes
1. Romanus (wird hier wieder mit diesem in der „Pforte der Einweihung“ für ihn gebrauchten Namen eingeführt, weil dieser seiner inneren Wesenheit entspricht, zu der er sich in den Jahren durchgearbeitet hat, welche zwischen der „Pforte der Einweihung“ und dem „Erwachen“ liegen. Im „Hüter der Schwelle“ wird für ihn der Name gebraucht, welcher als sein Name in der äußerlichen Welt gedacht ist [Friedrich Trautman]. Er wird da mit diesem Namen eingeführt, weil er innerhalb der vorkommenden Vorgänge mit seinem Innenleben nur eine geringe Bedeutung hat. Seine Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als der zweite Zeremonienmeister des mittelalterlichen Mystenbundes vor.) In den ägyptischen Szenen ist er der Vertreter des Erdelements.
2. Doktor Strader. (Seine Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als Jude Simon vor.) In den ägyptischen Szenen erscheint er als Vertreter des Feuerelements.
3. Die Pflegerin des Doktor Strader. (Sie ist dieselbe Persönlichkeit, welche im „Hüter der Schwelle“ Maria Treufels genannt wird. In der „Pforte der Einweihung“ heißt sie die andere Maria, weil die imaginative Erkenntnis des Johannes Thomasius die Imagination gewisser Naturgewalten in ihrem Bilde gestaltet. Ihre Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als Berta, die Tochter Kühnes vor.)
4. Frau Balde. (Ihre Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als Frau Kühne vor.) In den ägyptischen Szenen erscheint sie als der Myste.
IV. Die Träger des seelischen Elementes
1. Maria. (Ihre Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als Mönch vor.) Als junger Neophyt soll sie in den ägyptischen Szenen zur Initiation geführt werden.
2. Johannes Thomasius. (Seine Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als Thomas vor.)
3. Die Frau des Hilarius Gottgetreu.
V. Wesen aus der Geisteswelt
1. Lucifer
2. Ahriman
3. Gnomen
4. Sylphen
VI. Wesen des menschlichen Geisteselementes
1. Philia die geistigen Wesenheiten, welche die Verbindung der menschlichen Seelenkräfte mit dem Kosmos vermitteln.
2. Astrid
3. Luna
4. Die andre Philia, die Trägerin des Elementes der Liebe in der Welt, welcher die geistige Persönlichkeit angehört.
5. Die Seele der Theodora: (Ihre Individualität kommt in der „Prüfung der Seele“ als Cäcilia, Kühnes Pflegetochter und Schwester des Thomas vor, der die Individualität des Johannes Thomasius darstellt.) In den ägyptischen Szenen ist sie der Siegelbewahrer.
6. Der Hüter der Schwelle
7. Der Doppelgänger des Johannes Thomasius
8. Der Geist von Johannes Thomasius’ Jugend
9. Die Seele des Ferdinand Reinecke bei Ahriman. (12. Bild), (kommt als Ferdinand Reinecke nur im „Hüter der Schwelle“ vor.)
VII.
Die Persönlichkeiten des Benedictus und der Maria werden auch als Gedankenerlebnisse eingeführt, und zwar im zweiten und vierten Bilde als solche des Johannes Thomasius, im dritten Bilde als solche Straders. Im zehnten Bilde ist Maria als Gedankenerlebnis des Johannes Thomasius eingeführt.
VIII.
Die Individualitäten von Benedictus, Hilarius Gottgetreu, Magnus Bellicosus, Albert Torquatus, Strader, Capesius, Felix Balde, Frau Balde, Romanus, Maria, Johannes Thomasius und Theodora erscheinen im Geistgebiet (des fünften und sechsten Bildes des „Erwachens“) als Seelen, und im Tempel (des siebten und achten Bildes des „Erwachens“) als Persönlichkeiten einer weit zurückliegenden Vergangenheit.
Auch gegenüber „Der Seelen Erwachen“ sei eine Bemerkung gemacht, welche ähnlich schon für die vorangegangenen Seelengemälde vorgebracht worden ist. Es sind weder die geistigen noch die seelischen Wesenheiten bloß symbolisch oder allegorisch gemeint. Wer sie so auffassen wollte, dem bliebe die reale Wesenheit der geistigen Welten ferne. Auch in dem Erscheinen der Gedankenerlebnisse (des zweiten, dritten und zehnten Bildes) ist nichts bloß Symbolisches dargestellt, sondern reale Seelenerlebnisse, welche für denjenigen, der an der geistigen Welt Anteil hat, so wirklich sind wie Personen oder Vorgänge der Sinnenwelt. Für einen solchen stellt dies „Erwachen“ durchaus ein realistisches Seelengemälde dar. Käme es auf Symbolik oder Allegorie an, so unterließe ich ganz gewiß diese Darstellung.
Auf mancherlei Fragen hin habe ich auch diesmal wieder den Versuch begonnen, für „nachträgliche Bemerkungen“ einiges Erklärende zu diesem „Seelengemälde“ hinzuzufügen. Wie früher, so unterdrücke ich auch diesmal wieder den Versuch. Es widerstrebt mir, dem Gemälde, das durch sich selbst sprechen soll, derartiges hinzuzufügen. Bei der Konzeption und der Ausarbeitung des Gemäldes können dergleichen Abstraktionen gar keine Rolle spielen. Sie würden da nur störend wirken. Die geistige Wirklichkeit, die nachgebildet ist, stellt sich mit derselben Notwendigkeit vor die Seele hin, wie die Dinge der physischen Wahrnehmung. Naturgemäß ist dabei, daß die Bilder der Geist-Wahrnehmung von der gesunden Geistesschau anders auf ihre Wesenheiten und Vorgänge bezogen werden, als die Wahrnehmungen der physischen Welt auf die entsprechenden Wesenheiten und Vorgänge. Andrerseits muß gesagt werden, daß die Art, wie die geistigen Vorgänge sich vor die wahrnehmende Seele hinstellen, zugleich die Disposition und Konposition eines solchen Gemäldes mitenthalten.
Besonders erwähnt soll werden, daß die musikalischen Beigaben für die Aufführung des Dramas von Adolf Arenson herrühren.
München, August 1913. R. St.
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The Soul's Awakening 1925, tr. Henry Collison
Persons, Figures and Events
The experiences of soul and spirit portrayed in this play are to be conceived as following, at about a year's interval, those delineated in ‘The Guardian of the Threshold.’
- REPRESENTATIVES OF THE ELEMENT OF SPIRIT:
- Benedictus, the personality in whom a number of his ‘pupils’ recognize the sage who knows the deep spiritual connection of earthly events. In my earlier soul pictures ‘The Portal of Initiation’ and ‘The Soul's Probation,’ he is portrayed as the Hierophant of the Sun-Temple; in ‘The Guardian of the Threshold’ he represents that spiritual movement which seeks to substitute the actual spiritual life of modern times for the merely traditional views upheld therein by the Mystic Brotherhood. In ‘The Soul's Awakening’ Benedictus must no longer be conceived only as a sage who has authority over his pupils but also as having his own soul's destiny interwoven with theirs.
- Hilary True-to-God, the adept in traditional spiritual life, which, in his case, is accompanied by individual spirit-experience. He is the same individuality who appears in ‘The Soul's Probation’ as Grand Master of a Mystic Brotherhood.
- The Manager of Hilary's business of sawmills.
- Hilary's Secretary. He appears in ‘The Guardian of the Threshold’ as Frederick Clear-Mind.
- REPRESENTATIVES OF THE ELEMENT OF DEVOTION:
- Magnus Bellicosus named Germanus in ‘The Portal of Initiation.’ In ‘The Soul's Probation’ and in the ‘Guardian of the Threshold’ he is the Preceptor of a Mystic Brotherhood.
- Albertus Torquatus named ‘Theodosius’ in ‘The Portal of Initiation.’ He appears in the ‘Soul's Probation’ as the First Master of Ceremonies of the Mystic Brotherhood.
- Professor Capesius appearing in ‘The Soul's Probation’ as First Preceptor.
- Felix Balde, representing in ‘The Portal of Initiation’ a kind of Nature-mysticism, but here, a subjective mysticism. He appears as Joseph Keane in ‘The Soul's Probation.’
- REPRESENTATIVES OF THE ELEMENT OF WILL:
- Romanus who is here re-introduced under the same name used for him in ‘The Portal of Initiation’ because it expresses the inner state of being to which he has worked upwards during the years which elapse between ‘The Portal of Initiation’ and the ‘Awakening.’ In ‘The Guardian of the Threshold’ the name given him of Frederick Trustworthy is the one by which he is supposed to be known in the physical world, and the name is used there because his inner life has very little to do with the events represented. In ‘The Soul's Probation’ he appears as Second Master of Ceremonies in the medieval Mystic Brotherhood.
- Doctor Strader, the individual appearing in ‘The Soul's Probation’ as the Jew, Simon.
- The Nurse of Doctor Strader, the individual called Mary Steadfast in ‘The Guardian of the Threshold.’ In ‘The Portal of Initiation’ she is known as ‘The Other Maria’ because the imaginative perception of Johannes Thomasius constructs, under her guise, an imaginative picture of certain nature-forces. Her individuality appears in ‘The Soul's Probation’ as Bertha, Keane's daughter.
- Dame Balde who appears in ‘The Soul's Probation’ as Dame Keane.
- REPRESENTATIVES OF THE ELEMENT OF SOUL:
- Maria whose individuality appears in ‘The Soul's Probation’ as the Monk.
- Johannes Thomasius whose individuality appears in ‘The Soul's Probation’ as Thomas.
- Hilary's wife.
- BEINGS FROM THE SPIRIT WORLD:
- Lucifer.
- Ahriman.
- Gnomes.
- Sylphs.
- BEINGS OF THE ELEMENT OF HUMAN SPIRIT:
- Philia, Astrid, & Luna, The spiritual beings through whose agency the human soul-forces are connected with the cosmos.
- The ‘Other’ Philia, representing the element of Love in the world to which the spirit-personality belongs.
- The Soul of Theodora whose individuality appears in ‘The Soul's Probation’ as Cecilia, foster daughter of Keane and sister of Thomas.
- The Guardian of the Threshold.
- The Double of Johannes Thomasius.
- The Spirit of Johannes Thomasius' Youth.
- The Soul of Ferdinand Fox in the realm of Ahriman (Scene 12). He appears as Ferdinand Fox only in ‘The Guardian of the Threshold.’
- The personalities of Benedictus and Maria also appear as mental experiences, to wit: In the second scene as those of Johannes Thomasius, in the third scene as those of Strader. Maria appears thus to Johannes Thomasius in Scene 9.
- The individualities of Benedictus, Hilary Trueto-God, Magnus Bellicosus, Albertus Torquatus, Strader, Capesius, Felix Balde, Dame Balde, Romanus, Maria, Johannes Thomasius and Theodora appear in the spirit-realm in the fifth and sixth scenes of this play as ‘souls’; and in the temple in the seventh and eighth scenes as personalities living in a far distant past.
In connection with ‘The Soul's Awakening’ it is advisable again to draw attention to a point already made with reference to the preceding soul-pictures. Neither the events of soul and spirit nor the spiritual beings are intended to be mere symbols or allegories. Anyone interpreting them in this manner would quite misconceive the real being of the spiritual world. Even in the mental experiences which are shown (in the second, third, and tenth scenes) nothing merely symbolical is portrayed. They are genuine experiences of the soul, as real for a person who has access to the spirit world as are persons and events in the world of the senses. Such a person will find ‘The Awakening’ a thoroughly realistic soul-picture. Were the case one of mere symbolism or allegory, I should certainly have left these scenes unwritten.
In response to various questions, I had once more attempted to add a few ‘supplementary remarks’ in explanation of this ‘soul-picture’; but as on former occasions, I again suppress the attempt. I feel averse to adding material of this kind to a picture intended to speak for itself. Such abstract considerations have no part to play in the conception and working-out of the picture, and would only be a discordant element. The spiritual realities, here set forth, present themselves to the soul as convincingly as physical things present themselves to our bodily perception. Yet, as is natural, an unclouded spiritual vision views the beings and events shown in pictures painted by spiritual perception otherwise than the physical perceptions would behold the same beings and events. On the other hand, it must be said that the manner in which spiritual events array themselves before the perception of the soul determines alike the tendency and construction of such pictures.
