The Spiritual Guidance of Man and of Mankind
GA 15
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Kapitel III
[ 1 ] Entsprechend den vorangehenden Ausführungen kann man die geistige Leitung im Werdegang der Menschheitsentwickelung bei den Wesenheiten suchen, welche ihre Menschheit während der vorigen Verkörperung des Erdenplaneten - während der alten Mondenzeit - durchgemacht haben. Dieser Leitung stellt sich eine andere entgegen, die erstere hemmend und doch im Hemmen in gewisser Beziehung wieder fördernd, welche von den Wesenheiten ausgeübt wird, die während der Mondenzeit ihre eigene Entwickelung nicht vollendet haben. Damit ist hingedeutet auf die führenden Wesenheiten, welche unmittelbar über dem Menschen stehen. Auf diejenigen sowohl, welche vorwärts führen wie auch auf diejenigen, welche dadurch fördern, daß sie Widerstände hervorrufen und dadurch die Kräfte, welche durch die vorwärtsbewegenden Wesenheiten entstehen, in sich erstarken, festigen, ihnen Gewicht und Eigennatur verleihen. Im Sinne der christlichen Esoterik kann man diese zwei Klassen von übermenschlichen Wesen Engel (Angeloi) nennen. Über diesen Wesenheiten stehen in der Rangordnung nach aufwärts diejenigen der höheren Hierarchien, der Archangelol, Archai und so weiter, die sich ebenfalls an der Menschheitsführung beteiligen. Innerhalb der Klassen dieser verschiedenen Wesenheiten gibt es alle möglichen Abstufungen in bezug auf die Vollkommenheitsgrade. Es gibt zum Beispiel in der Kategorie der Angeloi beim Beginn der gegenwärtigen Erdentwickelung höchststehende und weniger hochstehende. Die ersteren sind über das Mindestmaß ihrer Mondentwickelung weit hinausgeschritten. Zwischen diesen und jenen, welche dieses Mindestmaß eben erreicht hatten, als die Mondentwickelung zu Ende war und die Erdentwickelung begann, stehen alle möglichen Abstufungen. Gemäß diesen Abstufungen geschieht das Eingreifen der betreffenden Wesenheiten in die Führung der Erdentwickelung der Menschheit. So haben in der ägyptischen Kulturentwickelung die Führung Wesen ausgeübt, welche auf dem Monde vollkommener geworden waren als diejenigen, welche in der griechisch-lateinischen Zeit Führer waren. Und diese waren wieder vollkommener als diejenigen, welche in der gegenwärtigen Zeit führen. In der ägyptischen beziehungsweise griechischen Zeit haben die später in die Führung eingreifenden sich mittlerweile selbst ausgebildet und sich so zur Führung der weiter gekommenen Kultur reif gemacht.
[ 2 ] Man unterscheidet von der Zeit der großen atlantischen Katastrophe ab sieben aufeinanderfolgende Kulturepochen: die erste ist die uralt-indische Kulturperiode, darauf folgt die urpersische, 1Mit «urpersisch» wird hier nicht das bezeichnet, was in der gewöhnlichen Geschichte «persisch» heißt, sondern eine alte asiatische vorgeschichtliche (iranische) Kultur, welche auf dem Boden sich entwickelte, auf dem sich später das persische Reich ausdehnte. die dritte ist die ägyptisch-chaldäische, die vierte die griechisch-lateinische und die fünfte ist unsere eigene, die etwa seit der Zeit des zwölften Jahrhunderts sich allmählich herausgebildet hat, und in der wir noch mitten drinnen stehen. Allerdings bereiten sich in unserer Zeit schon die ersten Tatsachen vor, welche zur sechsten nachatlantischen Kulturperiode hinüberführen werden. Denn die einzelnen Entwickelungszeiten greifen übereinander. Auf die sechste Epoche wird dann noch eine siebente folgen. Genauer angesehen, erweist sich nun für die Menschheitsführung das Folgende. Nur für die dritte Kulturperiode, die ägyptisch-chaldäische, waren die Engel (oder niedern dhyanischen Wesenheiten im Sinne der orientalischen Mystik) die in einem gewissen Grade selbständigen Führer der Menschen. Für die urpersische Zeit war es schon nicht so. Da unterstanden die Engel in einem viel höheren Maße als während der ägyptischen Zeit einer höheren Führung und richteten alles so ein, wie es den Impulsen der nächsthöheren Hierarchie entsprach, so daß alles zwar unter der Leitung der Engel stand, aber diese selbst fügten sich wieder der Anordnung der Erzengel oder der Archangeloi. Und in der indischen Kulturperiode, in welcher das nachatlantische Leben eine solche Höhe in geistiger Beziehung hatte, wie nachher vorläufig nicht wieder - eine natürliche Höhe unter der Leitung der großen menschlichen Lehrer -, da unterstanden die Erzengel selber wieder in ähnlichem Sinne der Führung der Archai oder Urbeginne.
[ 3 ] Verfolgt man also von der indischen Zeit durch die urpersische und ägyptisch-chaldäische Kultur hindurch die Entwickelung der Menschheit, so kann man sagen, daß sich gewisse Wesenheiten der höheren Hierarchien sozusagen immer mehr und mehr zurückzogen von der unmittelbaren Leitung der Menschheit. Und wie war es in der vierten nachatlantischen Kulturperiode, der griechisch-lateinischen Zeit? Da war der Mensch in gewisser Richtung ganz selbständig geworden. Die führenden übermenschlichen Wesenheiten griffen zwar in den Werdegang der Menschheitsentwickelung ein; allein ihre Führung war so, daß die Zügel möglichst wenig angezogen waren, daß die Geistes-Führer für sich ebensoviel durch die Taten der Menschen hatten, wie diese durch jene. Daher jene eigentümliche, ganz «menschliche» Kultur in der griechisch-römischen Zeit, in welcher der Mensch völlig auf sich selbst gestellt ist.
[ 4] Alle Eigentümlichkeiten in der Kunst, im staatlichen Leben während der griechischen und römischen Zeit sind darauf zurückzuführen, daß der Mensch sich sozusagen selbst in seiner Eigenart ausleben sollte. Wenn wir also in die ältesten Zeiten der Kulturentwickelung zurückblicken, finden wir führende Wesenheiten, welche ihre Entwickelung bis zum Menschen in früheren planetarischen Zuständen abgeschlossen hatten. Die vierte nachatlantische Kulturepoche war dazu da, den Menschen am allermeisten zu prüfen. Daher war das auch die Zeit, in welcher sich die ganze geistige Führung der Menschheit in einer neuen Art einrichten mußte. Die Menschen der Gegenwart leben in der fünften nachatlantischen Kulturepoche. Die führenden Wesenheiten dieser Epoche gehören derselben Hierarchie an, die bei den alten Ägyptern und Chaldäern herrschend war. In der Tat beginnen dieselben Wesenheiten, welche damals geführt haben, wieder in unserer Zeit ihre Tätigkeiten. Es ist angeführt worden, daß gewisse Wesenheiten während der ägyptisch-chaldäischen Kultur zurückgeblieben sind, und daß man diese in den materialistischen Gefühlen und Empfindungen unserer Zeit findet.
[ 5 ] Der Fortschritt, sowohl der vorwärtsführenden wie der hemmenden Wesenheiten, die zur Klasse der Engel (oder niedern dhyanischen Wesenheiten) gehören, besteht darin, daß sie bei den Ägyptern und Chaldäern durch diejenigen Eigenschaften Führer sein konnten, welche sie selber in uralten Zeiten errungen hatten, daß sie sich aber durch ihre Führerarbeit auch weiter entwickelten. So treten die fortschreitenden Angeloi in die Leitung der fünften nachatlantischen Kulturentwickelung mit Fähigkeiten ein, welche sie sich während der dritten, der ägyptisch-chaldäischen, erworben haben. Sie eignen sich nun durch diesen ihren Fortschritt ganz besondere Fähigkeiten an. Sie machen sich nämlich geeignet, in sich die Kräfte einfließen zu lassen, welche von dem wichtigsten Wesen der ganzen Erdenentwickelung ausgehen. Auf sie wirkt die Kraft Christi. Diese Kraft wirkt nämlich nicht nur durch Jesus von Nazareth auf die physische Welt, sondern sie wirkt auch in den geistigen Welten auf die übermenschlichen Wesen. Der Christus existiert nicht nur für die Erde, sondern auch für diese Wesenheiten. Dieselben Wesenheiten, welche die alte ägyptisch-chaldäische Kultur geführt haben, standen damals nicht unter der Leitung des Christus, sondern sie haben sich erst seit der ägyptisch-chaldäischen Zeit der Führung des Christus unterstellt. Und darin besteht ihr Fortschritt, so daß sie jetzt unsere fünfte nachatlantische Kulturperiode unter dem Einflusse des Christus leiten; sie folgen ihm in den höheren Welten. Und das Zurückbleiben derjenigen Wesenheiten, von denen gesagt worden ist, daß sie als hemmende Kräfte wirken, rührt davon her, daß diese sich nicht unterstellt haben der Führung des Christus, so daß sie unabhängig von dem Christus weiter wirken. Daher wird immer deutlicher und deutlicher folgendes in der Kultur der Menschheit hervortreten. Es wird eine materialistische Strömung geben, die unter der Führung der zurückgebliebenen ägyptisch-chaldäischen Geister steht; sie wird einen materialistischen Charakter haben. Das meiste, was man die heutige materialistische Wissenschaft in allen Ländern nennen kann, steht unter diesem Einfluß. Aber daneben macht sich eine andere Strömung geltend, die darauf hinzielt, daß der Mensch bei allem, was er tut, endlich das finden wird, was man das Christus-Prinzip nennen kann. Es gibt heute zum Beispiel Menschen, welche sagen: Unsere Welt besteht im letzten Grunde aus Atomen. Wer flößt denn dem Menschen die Gedanken ein, daß die Welt aus Atomen bestehe? Das sind die während der ägyptisch-chaldäischen Zeit zurückgebliebenen übermenschlichen Engelwesenheiten.
[ 6 ] Was werden nun die Wesenheiten lehren, welche ihr Ziel im alten ägyptisch-chaldäischen Kulturgebiet erreicht haben, und die damals den Christus kennengelernt haben? Sie werden dem Menschen andere Gedanken einflößen können als die, daß es nur stoffliche Atome gebe; denn sie werden den Menschen lehren können, daß bis in die kleinsten Teile der Welt hinein die Substanz von dem Geiste des Christus durchzogen ist. Und so sonderbar es erscheinen mag: Künftig werden Chemiker und Physiker kommen, welche Chemie und Physik nicht so lehren, wie man sie heute lehrt unter dem Einfluß der zurückgebliebenen ägyptisch-chaldäischen Geister, sondern welche lehren werden: Die Materie ist aufgebaut in dem Sinne, wie der Christus sie nach und nach angeordnet hat! - Man wird den Christus bis in die Gesetze der Chemie und Physik hinein finden. Eine spirituelle Chemie, eine spirituelle Physik ist das, was in der Zukunft kommen wird. Heute erscheint das ganz gewiß vielen Leuten als eine Träumerei oder Schlimmeres. Aber was oft die Vernunft der kommenden Zeiten ist, das ist für die vorhergehenden Torheit.
[ 7 ] Die Faktoren, welche in diesem Sinne in die menschliche Kulturentwickelung eingreifen, sind schon jetzt für den genauer Zusehenden zu bemerken. Ein solcher kennt aber auch ganz gut, was vom gegenwärtigen wissenschaftlichen oder philosophischen Standpunkt aus mit einem scheinbaren Recht gegen diese vermeintliche Torheit einzuwenden ist.
[ 8 ] Von solchen Voraussetzungen aus versteht man auch, was die führenden übermenschlichen Wesenheiten voraus haben vor den Menschen. Die Menschen in der nachatlantischen Zeit haben den Christus in der vierten nachatlantischen Kulturperiode, in der griechisch-lateinischen Zeit kennengelernt. Denn während des Ablaufes dieser Kulturepoche fällt das Christus-Ereignis in die Entwickelung hinein. Da lernten die Menschen den Christus kennen. Die übermenschlichen leitenden Wesenheiten haben ihn während der ägyptisch-chaldäischen Zeit kennengelernt und sich zu ihm emporgearbeitet. Sie mußten dann während der griechisch-lateinischen Zeit die Menschen ihrem eigenen Schicksal überlassen, um dann später wieder in die Menschheitsentwickelung einzugreifen. Und wenn man heute Theosophie treibt, so bedeutet das nichts anderes, als die Anerkennung der Tatsache, daß die übermenschlichen Wesenheiten, welche die Menschheit geleitet haben, jetzt ihre Führerschaft so fortsetzen, daß sie sich selber unter der Führung des Christus befinden. - So ist es auch mit andern Wesenheiten.
[ 9 ] In der urpersischen Zeit waren die Erzengel an der Führung der Menschheit beteiligt. Sie haben nun noch früher sich dem Christus unterstellt als die im Rang unter ihnen befindlichen Wesenheiten. Von Zarathustra kann gesagt werden, daß er seine Anhänger und sein Volk auf die Sonne hinwies und etwa sagte: In der Sonne lebt der große Geist Ahura Mazdao, der hernieder kommen wird zur Erde! - Denn die Wesenheiten aus der Region der Erzengel, welche den Zarathustra führten, wiesen ihn hin auf den großen Sonnenführer, der damals noch nicht auf die Erde heruntergekommen war, sondern erst den Weg dahin angetreten hatte, um später in die Erdentwickelung unmittelbar einzugreifen. Und die führenden Wesenheiten, welche den großen Lehrern der Inder vorstanden, haben diese gewiesen auf den Christus der Zukunft; denn es ist ein Irrtum, wenn man meint, diese Lehrer hätten den Christus nicht geahnt. Sie haben gesagt, daß er «über ihrer Sphäre» sei, daß sie ihn «nicht erreichen könnten».
[ 10 ] Wie nun die Engel in unserer fünften Kulturperiode es sind, die den Christus heruntertragen in unsere geistige Entwickelung, so werden in der sechsten Kulturperiode diejenigen Wesen aus der Klasse der Erzengel die Kultur führen, welche die urpersische Kulturperiode geleitet haben. Und die Geister des Urbeginnes, die Archai, welche die Menschheit während der alten indischen Zeit leiteten, sie werden unter dem Christus in der siebenten Kulturepoche die Menschheit zu lenken haben. In der griechisch-lateinischen Zeit war der Christus heruntergestiegen aus geistigen Höhen und hat sich geoffenbart im fleischlichen Leibe des Jesus von Nazareth. Er ist da heruntergestiegen bis in die physische Welt. In der nächsthöheren Welt wird er zu finden sein, wenn die Menschheit dazu reif geworden sein wird. Nicht in der physischen Welt kann er in Zukunft zu finden sein, sondern nur in den nächsthöheren Welten. Denn die Menschen werden nicht dieselben geblieben sein; sie werden reifer geworden sein und den Christus finden, wie ihn Paulus durch das Ereignis vor Damaskus, in dieser Beziehung die Zukunft prophetisch voraussehend, in der geistigen Welt gefunden hat. Und wie es in unserer Zeit dieselben großen Lehrer sind, welche schon in der ägyptisch-chaldäischen Kultur die Menschen geleitet haben, so werden sie auch diejenigen sein, welche im zwanzigsten Jahrhundert die Menschen hinaufführen werden zu einem Schauen des Christus, wie ihn Paulus gesehen hat. Sie werden dem Menschen zeigen, wie der Christus nicht nur auf die Erde wirkt, sondern das ganze Sonnensystem durchgeistigt. Und als einen Geist, der geahnt wurde durch das einheitliche Brahman, in das aber erst der richtige Inhalt durch den Christus einziehen kann, werden auch die, welche die wiederverkörperten heiligen Lehrer Indiens in der siebenten Kulturperiode sein werden, den großen gewaltigen Geist verkünden, von dem sie damals gesagt haben, daß er über ihrer Sphäre walte. So wird die Menschheit von Stufe zu Stufe hinaufgeleitet werden in die geistige Welt.
[ 11 ] So über den Christus zu sprechen, wie er Führer ist in den aufeinanderfolgenden Welten auch für die höheren Hierarchien, das lehrt die Wissenschaft, die unter der Signatur des Rosenkreuzes seit dem zwölften, dreizehnten Jahrhundert in unsere Kultur eingetreten ist, und von der gezeigt worden ist, daß sie seit dieser Zeit notwendig geworden ist. Betrachtet man im Sinne dieser Anschauung die Wesenheit näher, welche in Palästina gelebt hat, und welche dann das Mysterium von Golgatha vollbracht hat, so zeigt sich das Folgende.
[ 12 ] Es hat bis in unsere Gegenwart herein viele Vorstellungen über den Christus gegeben. Da gab es zum Beispiel die Vorstellung gewisser christlicher Gnostiker der ersten Jahrhunderte, welche sagten: Der Christus, der gelebt hat in Palästina, war überhaupt in keinem physischen fleischlichen Leib vorhanden; er habe nur einen Scheinleib gehabt, einen Ätherleib, der physisch sichtbar geworden war; so daß also auch sein Kreuzestod kein wirklicher Tod gewesen wäre, sondern nur ein scheinbarer, weil eben nur ein Ätherleib vorhanden war. Dann findet man die verschiedenen Streitigkeiten unter den Anhängern des Christentums, so zum Beispiel den bekannten Streit zwischen den Arianern und Athanasianern und so weiter, und auch bei ihnen die verschiedensten Auslegungen über das, was der Christus eigentlich sei. Bis in unsere Zeit hinein machen sich die Menschen die mannigfaltigsten Vorstellungen über den Christus.
[ 13 ] Die Geisteswissenschaft muß in Christus nicht bloß eine irdische, sondern eine kosmische Wesenheit erkennen. In gewissem Sinne ist der Mensch überhaupt ein kosmisches Wesen. Er lebt ein zweifaches Leben. Ein solches im physischen Leib von der Geburt bis zum Tode, und ein Leben in den geistigen Welten zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Ist nun der Mensch in einem physischen Leibe verkörpert, dann lebt er - weil der physische Leib auf die Daseinsbedingungen und Kräfte der Erde angewiesen ist - in Abhängigkeit von der Erde. Aber der Mensch nimmt nicht nur die Stoffe und Kräfte der Erde in sich auf, sondern er ist eingegliedert in den ganzen physischen Erdorganismus, gehört zu ihm. Wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, dann gehört er nicht den Kräften der Erde an; aber es wäre unrichtig, sich vorzustellen, daß er dann keinerlei Kräften angehörte, sondern er ist dann verbunden mit den Kräften des Sonnensystems und der weiteren Sternensysteme. Er lebt zwischen Tod und neuer Geburt ebenso im Kosmischen, wie er in der Zeit von der Geburt bis zum Tode im Bereich des Irdischen lebt. Er gehört vom Tode bis zur neuen Geburt dem Kosmos an, wie er auf der Erde angehört den Elementen Luft, Wasser, Erde und so weiter. Indem er das Leben durchlebt zwischen Tod und neuer Geburt, kommt er in den Bereich der kosmischen Einwirkungen. Von den Planeten kommen nicht etwa bloß die physischen Kräfte, welche die physische Astronomie lehrt, die Schwerkraft und die anderen physischen Kräfte, sondern auch geistige Kräfte. Und mit diesen geistigen Kräften des Kosmos steht der Mensch in Verbindung; und zwar jeder Mensch in einer besonderen Weise, je nach seiner Individualität. Er lebt, wenn er in Europa geboren ist, mit den Wärmeverhältnissen und so weiter in einem anderen Zusammenhange, als wenn er zum Beispiel in Australien geboren wäre. Ebenso steht er im Leben zwischen Tod und neuer Geburt in Beziehung: der eine mehr zu den geistigen Kräften des Mars, der andere mehr zu denen des Jupiter, mancher mehr zu jenen des ganzen Planetensystems überhaupt und so weiter. Und diese Kräfte sind es auch, die den Menschen wieder auf die Erde zurückführen. So lebt er die Zeit vor einer Geburt mit dem gesamten Sternenraum in Verbindung.
[ 14 ] Nach diesen besonderen Verhältnissen eines Menschen zum kosmischen System bestimmen sich auch die Kräfte, die einen Menschen zu diesem oder jenem Elternpaar, in diese oder jene Gegend hinleiten. Der Trieb, der Impuls, sich da oder dort, in diese oder jene Familie, in dieses oder jenes Volk, zu diesem oder jenem Zeitpunkt zu inkarnieren, hängt davon ab, wie der Mensch vor der Geburt in den Kosmos eingegliedert ist.
[ 15 ] Man hatte in der älteren Zeit im deutschen Sprachgebiet einen Ausdruck, der außerordentlich bezeichnend war für den Eintritt der Geburt eines Menschen. Wenn ein Mensch geboren wurde, sagte man, er sei da oder dort jung geworden. Darinnen liegt ein unbewußter Hinweis darauf, daß der Mensch in der Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt zuerst den Kräften weiter untersteht, welche ihn in der vorhergehenden Verkörperung alt gemacht haben, und daß an deren Stelle dann noch vor der Geburt solche treten, welche ihn wieder «jung» machen. So gebraucht noch Goethe im «Faust» den Ausdruck «im Nebellande jung geworden», wobei «Nebelland» der alte Name für das mittelalterliche Deutschland ist.
[ 16 ] Dem Stellen des Horoskops liegt die Wahrheit zum Grunde, daß der Kenner dieser Dinge die Kräfte lesen kann, nach denen sich der Mensch in das physische Dasein hereinfindet. Einem Menschen ist ein bestimmtes Horoskop zugeordnet, weil in demselben sich die Kräfte ausdrücken, die ihn ins Dasein geführt haben. Wenn so zum Beispiel im Horoskop der Mars über dem Widder steht, so heißt das, daß gewisse Widderkräfte nicht durch den Mars durchgelassen werden, daß sie abgeschwächt werden. Es wird also der Mensch in das physische Dasein hineingestellt, und das Horoskop ist das, wonach er sich richtet, bevor er sich hineinbegibt in das irdische Dasein. Es soll diese Sache, die ja in unserer Gegenwart so gewagt erscheint, nicht berührt werden, ohne darauf aufmerksam zu machen, daß fast alles, was in dieser Richtung jetzt getrieben wird, der reinste Dilettantismus ist - ein wahrer Aberglaube -, und daß für die äußere Welt die wahre Wissenschaft von diesen Dingen zum großen Teile ganz verloren gegangen ist. Man soll daher die prinzipiellen Dinge, welche hier gesagt werden, nicht beurteilen nach dem, was gegenwärtig vielfach als Astrologie ein fragwürdiges Dasein führt.
[ 17 ] Was den Menschen hereintreibt in die physische Verkörperung, das sind die wirksamen Kräfte der Sternenwelt. Wenn das hellseherische Bewußtsein einen Menschen betrachtet, so kann es an seiner Organisation wahrnehmen, wie diese tatsächlich ein Ergebnis des Zusammenwirkens von kosmischen Kräften ist. Dies soll nun in hypothetischer, aber völlig den hellseherischen Wahrnehmungen entsprechender Form veranschaulicht werden.
[ 18 ] Wenn man das physische Gehirn eines Menschen herausnehmen und es hellseherisch untersuchen würde, wie es konstruiert ist, so daß man sehen würde, wie gewisse Teile an bestimmten Stellen sitzen und Fortsätze aussenden, so würde man finden, daß das Gehirn bei jedem Menschen anders ist. Nicht zwei Menschen haben ein gleiches Gehirn. Aber man denke sich nun, man könnte dieses Gehirn mit seiner ganzen Struktur photographieren, so daß man eine Art Halbkugel hätte und alle Einzelheiten daran sichtbar wären, so gäbe dies für jeden Menschen ein anderes Bild. Und wenn man das Gehirn eines Menschen photographierte in dem Moment, in dem er geboren wird, und dann auch den Himmelsraum photographierte, der genau über dem Geburtsort dieses Menschen liegt, so zeigte dieses Bild ganz dasselbe wie das menschliche Gehirn. Wie in diesem gewisse Teile angeordnet sind, so in dem Himmelsbilde die Sterne. Der Mensch hat in sich ein Bild des Himmelsraumes, und zwar jeder ein anderes Bild, je nachdem er da oder dort, in dieser oder jener Zeit geboren ist. Das ist ein Hinweis darauf, daß der Mensch herausgeboren ist aus der ganzen Welt.
[ 19 ] Wenn man dies ins Auge faßt, kann man sich auch zu der Vorstellung erheben, wie das Makrokosmische in dem einzelnen Menschen sich zeigt, und davon ausgehend die Idee gewinnen, wie es sich in dem Christus zeigt. Wenn man sich den Christus nach der Johannes-Taufe so vorstellte, als ob bei ihm das Makrokosmische gelebt hätte wie bei einem anderen Menschen, so bekäme man eine falsche Vorstellung.
[ 20 ] Man betrachte zunächst Jesus von Nazareth. Dieser hatte ganz besondere Daseinsbedingungen. Im Beginne unserer Zeitrechnung sind zwei Jesus-Knaben geboren worden. Der eine stammte aus der nathanischen Linie des Hauses David, der andere aus der salomonischen Linie desselben Hauses. Diese beiden Knaben waren nicht ganz zu gleicher Zeit geboren, aber doch annähernd. In dem salomonischen Jesus-Knaben, den das Matthäus-Evangelium schildert, inkarnierte sich dieselbe Individualität, die früher als Zarathustra auf der Erde gelebt hat, so daß man in diesem Jesus-Kinde des Matthäus-Evangeliums vor sich hat den wiederverkörperten Zarathustra oder Zoroaster. So wächst heran, wie ihn Matthäus schildert, in diesem Jesus-Knaben bis zum zwölften Jahre die Individualität des Zarathustra. In diesem Jahre verläßt Zarathustra den Körper dieses Knaben und geht hinüber in den Körper des anderen Jesus-Knaben, den das Lukas-Evangelium schildert. Daher wird dieses Kind so plötzlich etwas ganz anderes. Die Eltern erstaunen, als sie es in Jerusalem im Tempel wiederfinden, nachdem in dasselbe der Geist des Zarathustra eingetreten war. Das wird dadurch angedeutet, daß der Knabe, nachdem er verlorengegangen war und in Jerusalem im Tempel wiedergefunden wurde, so gesprochen hat, daß ihn die Eltern nicht wiedererkannten, weil sie dieses Kind - den nathanischen Jesus-Knaben - eben nur so kannten, wie er früher war. Aber als es anfing zu den Schriftgelehrten im Tempel zu reden, da konnte es so sprechen, weil in dasselbe der Geist des Zarathustra eingetreten war. - Bis zum dreißigsten Jahre lebte der Geist des Zarathustra in dem Jesus-Jüngling, der aus der nathanischen Linie des Hauses David stammte. In diesem andern Körper reifte er heran zu einer noch höheren Vollendung. Noch ist zu bemerken, daß in diesem andern Körper, in dem jetzt der Geist des Zarathustra lebte, das Eigentümliche war, daß in dessen Astralleib der Buddha seine Impulse aus der geistigen Welt einstrahlen ließ.
[ 21 ] Die morgenländische Tradition ist richtig, daß der Buddha als ein «Bodhisattva» geboren wurde, und erst während seiner Erdenzeit, im neunundzwanzigsten Jahre, zur Buddha-Würde aufgestiegen ist.
[ 22 ] Asiat, der große indische Weise, kam, als der Gotama Buddha ein kleines Kind war, in den Königspalast des Vaters des Buddha weinend. Dies aus dem Grunde, weil er als Seher hat wissen können, daß dieses Königskind der «Buddha» werden wird, und weil er sich als ein alter Mann fühlte, der es nicht mehr erleben wird, wie der Sohn des Suddhodana zum Buddha werden wird. Dieser Weise wurde in der Zeit des Jesus von Nazareth wiedergeboren. Es ist derselbe, der uns im Lukas-Evangelium als jener Tempelpriester vorgeführt wird, welcher in dem nathanischen Jesus-Knaben den Buddha sich offenbaren sieht. Und weil er dies sah, deshalb sagte er: «Laß, Herr, deinen Diener in Frieden fahren, denn ich habe meinen Meister gesehen!» Was er damals in Indien nicht sehen konnte, das sah er durch den Astralleib dieses Jesus-Knaben, der uns als der des Lukas-Evangeliums entgegentritt: den zum Buddha gewordenen Bodhisattva.
[ 23 ] Das alles war notwendig, damit der Leib zustande kommen konnte, welcher dann am Jordan die «Johannes-Taufe» empfing. Damit verließ die Individualität des Zarathustra den dreifachen Leib - physischen Leib, Ätherleib, Astralleib - jenes Jesus, der auf so komplizierte Weise herangewachsen war, damit der Geist des Zarathustra in ihm sein konnte. Durch zwei Entwickelungsmöglichkeiten, die in den beiden Jesus-Knaben gegeben waren, mußte hindurchgehen der wiedergeborene Zarathustra. Es stand also dem Täufer gegenüber der Leib des Jesus von Nazareth, und in diesen wirkte nun herein die kosmische Individualität des Christus. Bei einem andern Menschen wirken die kosmisch-geistigen Gesetze nur so, daß sie ihn in das Erdenleben hereinstellen. Dann treten entgegen diesen Gesetzen diejenigen, welche aus den Bedingungen der Erdenentwickelung stammen. Bei dem Christus Jesus blieben nach der Johannes-Taufe die kosmisch-geistigen Kräfte allein wirksam, ohne alle Beeinflussung durch die Gesetze der Erdenentwickelung.
[ 24 ] Während Jesus von Nazareth als Christus Jesus in den letzten drei Jahren seines Lebens vom dreißigsten bis zum dreiunddreißigsten Jahre in Palästina auf der Erde wandelte, wirkte fortwährend die ganze kosmische Christus-Wesenheit in ihn herein. Immer stand der Christus unter dem Einfluß des ganzen Kosmos, er machte keinen Schritt, ohne daß die kosmischen Kräfte in ihn hereinwirkten. Was hier bei dem Jesus von Nazareth sich abspielte, war ein fortwährendes Verwirklichen des Horoskopes; denn in jedem Moment geschah das, was sonst nur bei der Geburt des Menschen geschieht. Das konnte nur dadurch so sein, daß der ganze Leib des nathanischen Jesus beeinflußbar geblieben war gegenüber der Gesamtheit der unsere Erde lenkenden Kräfte der kosmisch-geistigen Hierarchien. Wenn so der ganze Geist des Kosmos in den Christus Jesus hereinwinkte, wer ging dann zum Beispiel nach Kapernaum oder sonstwo hin? Was da als ein Wesen auf der Erde wandelte, das sah allerdings wie ein anderer Mensch aus. Die wirksamen Kräfte darin aber waren die kosmischen Kräfte, die von Sonne und Sternen kamen; sie dirigierten den Leib. Und je nach der Gesamtwesenheit der Welt, mit welcher die Erde zusammenhängt, geschah das, was der Christus Jesus tat. Daher ist so oft die Sternkonstellation für die Taten des Christus Jesus in den Evangelien leise angedeutet. Man lese im Johannes-Evangelium, wie der Christus seine ersten Jünger findet. Da wird angegeben: «Es war aber um die zehnte Stunde» ; weil der Geist des ganzen Kosmos in Gemäßheit der Zeitverhältnisse sich in dieser Tatsache zum Ausdruck brachte. Solche Andeutungen sind an andern Evangelien-Stellen weniger deutlich; wer aber die Evangelien lesen kann, der findet sie überall.
[ 25 ] Von diesem Gesichtspunkte aus sind zum Beispiel die Wunder der Krankenheilungen zu beurteilen. Man fasse nur eine Stelle ins Auge, diejenige, wo es heißt: «Als die Sonne untergegangen war, da brachten sie zu ihm die Kranken, und er heilte sie.» Was heißt das? Da macht der Evangelist darauf aufmerksam, daß diese Heilung mit der ganzen Sternkonstellation zusammenhing, daß eine solche Weltenkonstellation vorhanden war in der entsprechenden Zeit, die nur hat herbeigeführt werden können, als die Sonne untergegangen war. Gemeint ist, daß in dieser Zeit die entsprechenden Heilkräfte sich offenbaren konnten nach Sonnenuntergang. Der Christus Jesus wird als der Mittler dargestellt, welcher den Kranken mit den Kräften des Kosmos zusammenbringt, die gerade zu jener Zeit heilend wirken konnten. Diese Kräfte waren dieselben, die als Christus in Jesus wirkten. Durch Christi Gegenwart geschah die Heilung, weil infolge derselben der Kranke den ihn heilenden Kräften des Kosmos ausgesetzt wurde, die nur unter den betreffenden Raumes- und Zeitverhältnissen so wirken konnten, wie sie wirkten. Die Kräfte des Kosmos wirkten durch ihren Repräsentanten, den Christus, auf den Kranken.
[ 26 ] So aber konnten sie nur gerade zu Christi Erdenzeit wirken. Es bestand nur damals ein solcher Zusammenhang zwischen den kosmischen Konstellationen und den Kräften im Menschheitsorganismus, daß für gewisse Krankheiten eine Heilung eintreten konnte, wenn durch den Christus Jesus die kosmische Konstellation auf den Menschen wirkte. Eine Wiederholung dieser Verhältnisse im kosmischen und Erdenwerden ist ebensowenig möglich wie eine zweite Verkörperung des Christus in einem menschlichen Leibe. So angesehen, erscheint der Wandel des Christus Jesus als der irdische Ausdruck eines bestimmten Verhältnisses des Kosmos zu den Kräften des Menschen. Das Weilen eines Kranken an der Seite Christi bedeutet, daß sich dieser Kranke durch die Nähe Christi in einem solchen Verhältnisse zum Makrokosmos befand, das auf ihn heilend wirken konnte.
[ 27 ] Damit sind die Gesichtspunkte angegeben, die erkennen lassen, wie die Führung der Menschheit unter den Einfluß des Christus sich gestellt hat. Aber die anderen Kräfte, die zurückgeblieben waren in der ägyptisch-chaldäischen Zeit, wirken neben den von Christus durchdrungenen weiter. Dies zeigt sich auch darinnen, wie sich die Gegenwart vielfach zu den Evangelien selbst stellt. Es erscheinen Literaturwerke, die sich in sonderbarer Weise bemühen, zu zeigen, daß man die Evangelien verstehen kann, indem man sie astrologisch auslegt. Die größten Gegner der Evangelien berufen sich auf dieses astrologische Auslegen, so daß zum Beispiel der Weg des Erzengels Gabriel von Elisabeth zu Maria nichts anderes bedeuten solle als das Schreiten der Sonne vom Stembilde der Jungfrau zu einem andern. Das ist etwas, was in gewisser Weise richtig ist; nur werden diese Gedanken unserer Zeit in dieser Art eingeflößt von den Wesenheiten, die während der ägyptisch-chaldäischen Zeit zurückgeblieben sind. Man will unter solchem Einflusse glauben machen, daß die Evangelien nur Allegorien darstellten für gewisse kosmische Verhältnisse. In Wahrheit liegt die Sache so, daß in dem Christus sich der ganze Kosmos ausspricht, daß man also das Christus-Leben ausdrücken kann, indem man für seine einzelnen Vorgänge die kosmischen Verhältnisse anführt, die fortwährend durch Christus in das Erdendasein hereinwirken. So wird eine richtige Auffassung dieser Sache zur vollen Anerkennung des irdisch-lebenden Christus führen müssen, während der charakterisierte Irrtum meint, wenn er gewahr wird, es werde das Christus-Leben in den Evangelien durch kosmische Konstellationen ausgedrückt, dies beweise, daß nur diese Konstellationen allegorisch behandelt werden, und daß es keinen irdisch-realen Christus gegeben habe.
[ 28 ] Wenn ein Vergleich gebraucht werden dürfte, so könnte man sagen: Man denke sich jeden Menschen unter dem Bilde einer spiegelnden Kugel. Wenn man sich einen Kugelspiegel aufgestellt denkt, so gibt er Bilder seiner ganzen Umgebung. Man nehme an, wir führten mit dem Stift die Umrisse nach, welche die ganze Umgebung abbilden. Man könnte dann den Spiegel nehmen und das Abbild überall hintragen. Dies sei ein Sinnbild für die Tatsache, daß, wenn ein Mensch geboren wird, er ein Abbild des Kosmos in sich trägt, und dann die Wirkung dieses einen Bildes durch das ganze Leben mit sich führt. Man könnte nun aber auch den Spiegel so lassen, daß er überall, wohin man ihn trägt, die Umgebung abbildet. Dann gibt er stets ein Bild der gesamten Umgebung. Das wäre das Sinnbild des Christus von der Johannes-Taufe bis zum Mysterium von Golgatha. Was bei einem andern Menschen mit der Geburt in das irdische Dasein einfließt, das floß in den Christus Jesus in jedem Augenblick ein. Und als das Mysterium von Golgatha sich vollzog, ging das, was aus dem Kosmos eingestrahlt war, in die geistige Substanz der Erde über und ist seit jener Zeit mit dem Geiste der Erde verbunden.
[ 29 ] Als Paulus vor Damaskus hellsichtig geworden war, konnte er erkennen, daß in den Geist der Erde übergegangen war, was früher im Kosmos war. Davon wird sich jeder überzeugen können, der seine Seele dazu bringen kann, das Ereignis von Damaskus nachzuleben. Im zwanzigsten Jahrhundert werden die ersten Menschen auftreten, welche das Christus-Ereignis des Paulus in geistiger Weise erleben werden.
[ 30 ] Während bis zu dieser Zeit dieses Ereignis nur diejenigen Menschen erleben konnten, welche sich durch esoterische Schulung hellsichtige Kräfte aneigneten, wird künftig durch die naturgemäße Menschheitsentwickelung den fortschreitenden Seelenkräften das Schauen Christi in der Geistes-Sphäre der Erde möglich sein. Dies wird - als ein Nachleben des Ereignisses von Damaskus - von einem bestimmten Zeitpunkte des zwanzigsten Jahrhunderts an einigen Menschen möglich sein; dann wird sich deren Zahl vergrößern, bis es in fernerer Zukunft eine natürliche Fähigkeit der Menschenseele sein wird.
[ 31 ] Mit dem Eintritt des Christus in die Erdenentwickelung war ein völlig neuer Einschlag für diese Entwickelung gegeben. Es zeigen auch die äußeren Tatsachen der Geschichte den Ausdruck davon. In den ersten Zeiten der nachatlantischen Entwickelung haben die Menschen sehr wohl gewußt: über uns ist nicht nur ein physischer Mars; sondern was wir sehen als Mars oder als Jupiter oder Saturn, das ist der Ausdruck für geistige Wesenheiten. Es wurde in der Folgezeit diese Anschauung völlig vergessen. Die Weltenkörper wurden für die menschliche Meinung bloß Körper, die nach physischen Verhältnissen beurteilt wurden. Und im Mittelalter sahen die Menschen von den Sternen nur noch, was die Augen sehen können: die Sphäre der Venus, die Sphäre der Sonne, des Mars und so weiter bis zur Sphäre des Fixsternhimmels; und dann kam die achte Sphäre, wie eine blaue, feste Wand dahinter. Dann kam Kopernikus und schlug Bresche in die Anschauung, daß nur dasjenige maßgebend sein könnte, was die Sinne sehen. - Die heutigen physischen Wissenschafter können gewiß sagen: Da treten so verworrene Köpfe auf, welche behaupten, die Welt ist Maja, ist Illusion, und man müsse in eine geistige Welt hineinschauen, um die Wahrheit zu erkennen, während doch wahre Wissenschaft die ist, welche sich an die Sinne hält und das verzeichnet, was die Sinne sagen. - Wann haben denn die Astronomen nur auf die Sinne vertraut? Damals, als die astronomische Wissenschaft herrschte, die heute bekämpft wird?
[ 32 ] Als Kopernikus anfing, dasjenige auszudenken, was über den Sinnesschein hinaus im Weltenraum vorhanden ist, da fing erst die heutige moderne Astronomie als Wissenschaft an. Und so ist es tatsächlich auf allen Wissensgebieten. Überall, wo im modernsten Sinne Wissenschaft entstanden ist, entstand sie gegen den Sinnesschein. Als Kopernikus erklärte: Was ihr seht, ist Maja, ist Täuschung; verlaßt euch auf das, was ihr nicht sehen könnt!, da wurde das Wissenschaft, was man heute als solche anerkennt. Man könnte also den Vertretern der heutigen Wissenschaft sagen: Eure Wissenschaft ist selber erst dann «Wissenschaft» geworden, als sie sich nicht mehr auf die Sinne verlassen wollte. Es kam Giordano Bruno, als philosophischer Ausdeuter der Lehre des Kopernikus. Er lenkte den Blick hinaus in den Weltenraum und verkündete: Was man die Grenze des Raumes genannt hat, was man als achte Sphäre hingestellt hat, die alles räumlich begrenzt, das ist keine Grenze. Das ist Maja, Schein; denn es ist in den Weltenraum ergossen eine Unzahl von Welten. Was man vorher als Grenze des Raumes glaubte, das wurde nunmehr die Grenze der Sinneswelt der Menschen. Man wende hinaus den Blick über die Sinneswelt: wird man die Welt nicht mehr sehen, wie sie nur die Sinne zeigen, dann wird man auch die Unendlichkeit erkennen.
[ 33 ] Es ist aus diesem ersichtlich, wie der Verlauf der Menschheitsentwickelung so ist, daß der Mensch von einer ursprünglichen geistigen Anschauung des Kosmos ausgegangen ist, und daß er diese im Laufe der Zeiten verloren hat. An ihre Stelle war eine bloß sinnliche Auffassung der Welt getreten. Da trat in die Entwickelung der Christus-Impuls ein. Durch diesen wird die Menschheit dazu geführt, der materialistischen Anschauung wieder das Geistige einzuprägen. In dem Augenblicke, da Giordano Bruno die Fesseln des Sonnenscheins durchbrach, war die Christus-Entwickelung so weit, daß in ihm die Seelenkraft tätig sein konnte, welche durch diesen Christus-Impuls entzündet war. Damit ist auf die ganze Bedeutung des Einlebens des Christus in alle Menschheitsentwickelung hingewiesen. Auf eine Entwickelung, an deren Anfang gegenwärtig im Grunde erst die Menschheit steht.
[ 34 ] Was strebt nun die Geisteswissenschaft an?
[ 35 ] Sie vollendet das Werk, das durch Giordano Bruno und andere geschehen ist für die äußere physische Wissenschaft, indem sie sagt: Maja, Illusion ist das, was die äußere Wissenschaft erkennen kann. Wie man früher bis zur «achten Sphäre» geschaut hat und den Raum begrenzt glaubte, so glaubt das heutige Denken den Menschen eingeschlossen zwischen Geburt und Tod. Die geistige Wissenschaft aber erweitert den Blick über Geburt und Tod hinaus.
[ 36 ] Es ist eine geschlossene Kette in der Menschheitsentwickelung, die sich durch solche Ideen erkennen läßt. Und im wahren Sinne des Wortes ging das, was für den Raum als Überwindung des Sinnenscheins durch Kopernikus und Giordano Bruno ausgeführt worden ist, schon hervor aus den Inspirationen derjenigen geistigen Strömung, welcher auch die neuere Geisteswissenschaft oder Theosophie folgt. Was man die neuere Esoterik nennen kann, das wirkte in geheimnisvoller Art auf Kopernikus, Bruno, Kepler und andere. Und die, welche heute auf dem Boden des Giordano Bruno und des Kopernikus stehen und nicht die Theosophie annehmen wollen, sie werden ihren eigenen Traditionen untreu, indem sie an dem Sinnenschein festhalten wollen. Die Geisteswissenschaft aber zeigt: Wie Giordano Bruno das blaue Himmelsgewölbe durchbrach, so durchbricht diese Wissenschaft die Grenzen von Geburt und Tod für den Menschen, indem sie zeigt, wie der aus dem Makrokosmos stammende Mensch im physischen Dasein lebt, und durch den Tod hindurch wieder in ein Makrokosmische Dasein eintritt. Und was wir in jedem einzelnen Menschen im beschränkten Maße sehen, das tritt uns im großen entgegen in dem Repräsentanten des Kosmos-Geistes, in dem Christus Jesus. Und nur einmal konnte dieser Impuls gegeben werden, den der Christus gab. Nur einmal konnte sich so der ganze Kosmos spiegeln; denn diese Konstellation, wie sie damals vorhanden war, sie kommt nicht wieder. Diese Konstellation mußte durch einen Menschenkörper wirken, damit sie auf der Erde den Impuls geben konnte. So wahr, wie diese selbe Konstellation nicht ein zweites Mal eintritt, so wahr ist der Christus nur einmal zur Verkörperung gekommen. Nur wenn man nicht weiß, daß der Christus der Repräsentant des ganzen Weltalls ist, und man sich nicht durchringen kann zu dieser Christus-Idee, zu der durch die Geisteswissenschaft die Elemente gegeben werden, nur dann kann man behaupten, daß der Christus mehrmals auf Erden erscheinen könne.
[ 37 ] So zeigt sich, wie eine Christus-Idee aus der neueren Geisteswissenschaft oder Theosophie entspringt, welche dem Menschen seine Verwandtschaft mit dem ganzen Makrokosmos in einer erneuerten Weise zeigt. Es bedarf wahrhaftig, um den Christus wirklich kennenzulernen, derjenigen inspirierenden Kräfte, die jetzt auftreten durch die selber von dem Christus geführten alten ägyptischen und chaldäischen übermenschlichen Wesenheiten. Es bedarf einer solchen neuen Inspiration, der Inspiration, welche vorbereitet haben die großen Esoteriker des Mittelalters vom dreizehnten Jahrhundert an und die immer mehr und mehr von jetzt ab in die Öffentlichkeit dringen muß. Wenn sich im Sinne dieser Wissenschaft der Mensch in seiner Seele in richtiger Weise vorbereitet zur Erkenntnis der Geisteswelt, dann kann er hören hellhörend, sehen hellsichtig, was offenbaren die alten chaldäischen und ägyptischen Mächte, die jetzt geistige Leiter geworden sind unter der Anführung der Christus-Wesenheit. Was da der Menschheit einmal erstehen wird, das konnte in den ersten christlichen Jahrhunderten bis zu unserer Zeit nur vorbereitet werden. Daher dürfen wir sagen: Es wird künftig eine Christus-Idee leben in den Herzen der Menschen, an Größe mit nichts zu vergleichen, was bisher die Menschheit zu erkennen glaubte. Was entstanden ist als erster Impuls durch Christus und gelebt hat als Vorstellung von ihm bis heute - selbst bei den besten Vertretern des Christus-Prinzipes -, das ist nur eine Vorbereitung zu der wirklichen Erkenntnis des Christus. Es wäre recht sonderbar, könnte aber geschehen, daß denen, welche im Abendlande die Christus-Idee in solchem Sinne zum Ausdruck bringen, vorgeworfen würde, sie stünden nicht auf dem Boden der christlichen Tradition des Abendlandes. Denn diese christliche Tradition des Abendlandes reicht durchaus nicht aus, um den Christus für eine nächste Zukunft zu begreifen.
[ 38 ] Von den Voraussetzungen der abendländischen Esoterik aus kann man die geistige Führung der Menschheit allmählich einfließen sehen in eine solche, die man im echten wahren Sinne die aus dem Christus-Impuls kommende Führung nennen kann. Was als die neuere Esoterik auftritt, wird langsam in die Herzen der Menschen einfließen; und die geistige Führung des Menschen und der Menschheit wird bewußt immer mehr und mehr in solchem Lichte gesehen werden. Man vergegenwärtige sich, wie erst das Christus-Prinzip in die Herzen der Menschen eingeflossen ist dadurch, daß der Christus in dem physischen Leibe des Jesus von Nazareth in Palästina wandelte. Da haben die Menschen, die sich allmählich ganz dem Vertrauen in die sinnliche Welt ergeben hatten, den Impuls empfangen können, der ihrer Auffassung entsprach. Dann hat derselbe Impuls durch die Inspiration der neueren Esoterik so gewirkt, daß inspiriert werden konnten Geister wie Nikolaus Cusanus, Kopernikus, Galilei, so daß zum Beispiel Kopernikus den Satz geltend machen konnte: Der Sinnenschein kann nicht die Wahrheit über die Sonnensysteme lehren; will man die Wahrheit finden, so muß man hinter dem Sinnenschein forschen. - Damals waren die Menschen noch nicht reif, selbst Geister wie Giordano Bruno nicht, sich der neueren esoterischen Strömung bewußt einzugliedern; sie mußten unbewußt in sich wirksam haben den Geist dieser Strömung. Giordano Bruno verkündete großartig und gewaltig: Wenn ein Mensch durch die Geburt ins Dasein tritt, so ist es ein Makrokosmisches, das sich konzentriert als eine Monade, und wenn ein Mensch durch den Tod geht, so dehnt sich die Monade wieder aus; was im Körper zusammengeschlossen war, dehnt sich im Weltall aus, um sich in anderen Daseinsstufen wieder zusammenzuziehen und wieder auszudehnen. Damals sprachen aus Bruno gewaltige Begriffe, die ganz und gar im Sinne der neueren Esoterik, wenn auch wie ein Stammeln, sind.
[ 39 ] Die geistigen Einflüsse, welche die Menschheit führen, brauchen nicht dadurch zu wirken, daß der Mensch sich ihrer immer bewußt ist. Sie setzen zum Beispiel den Menschen Galilei in den Dom von Pisa. Tausende haben dort die alte Kirchenlampe gesehen, haben aber nicht gesehen wie Galilei. Er sah die Kirchenlampe schwingen, und verglich die Schwingungszeiten mit dem Ablauf seiner Pulsschläge. So fand er, daß in regelmäßigem Rhythmus, dem Pulsrhythmus ähnlich, die Kirchenlampe schwingt. Daraus hat er dann die «Pendelgesetze» gefunden im Sinne der neueren Physik. Wer die heutige Physik kennt, der weiß, daß sie nicht möglich wäre ohne die Galileischen Prinzipien. - So wirkte damals das, was gegenwärtig in der Geisteswissenschaft auftritt; es setzte Galilei hin in den Dom von Pisa vor die schwingende Kirchenlampe, und die heutige Physik bekam ihre Prinzipien. So wirken in geheimnisvoller Art die geistigen führenden Kräfte der Menschheit.
[ 40 ] Man geht jetzt der Zeit entgegen, in welcher sich die Menschen auch dieser führenden Kräfte bewußt werden sollen. Man wird immer mehr und mehr begreifen, was in der Zukunft geschehen muß, wenn man dasjenige richtig versteht, was als neuere Esoterik inspirierend wirkt, und was zeigt, daß dieselben geistigen Wesenheiten, auf welche die alten Ägypter hingedeutet haben, als die Griechen sie nach ihren Lehrern fragten, daß diese selben Wesenheiten, die damals als Götter geherrscht haben, jetzt wieder herrschend werden, aber sich jetzt der Führung des Christus unterstellen wollen. Immer mehr und mehr werden die Menschen fühlen, wie sie das, was vorchristlich ist, in einem höheren Glanze und Stil, auf einer höheren Stufe wiedererstehen lassen können. - Das Bewußtsein, das der Gegenwart notwendig ist, und das ein gestärktes Bewußtsein sein muß, eine hohe Pflicht-Verantwortlichkeit sein soll gegenüber dem Erkennen der geistigen Welt, das kann nur in unsere Seele einziehen, wenn in dem gekennzeichneten Sinne die Aufgabe der Geisteswissenschaft erfaßt wird.
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The Spiritual Guidance of Man and of Mankind 1921, tr. Henry Collison
Lecture III
[ 1 ] In accordance with what has been said in the preceding chapters, the spiritual guidance of the course of human evolution may be sought for amongst those beings who went through their stage of humanity during the previous embodiment of the Earth-planet, during the ancient Moon period. This guidance stood contrasted with another which checked, and yet in a certain sense furthered it, and which was carried out by those beings who had not completed their own evolution during the Moon-period. Reference is made in both these cases to those guiding beings immediately above man; to those who lead humanity forward, and to those who provoke resistance, thereby strengthening and confirming the forces arising through the progressive beings, by bestowing on them balance and individuality. In Christian Esotericism, these two classes of superhuman beings are called Angels (Angeloi). Above these beings in ascending order, stand those of the higher hierarchies, the Archangels, the Archai, and so forth, who likewise take part in the guidance of humanity.
Within the ranks of these different beings there are all possible gradations in regard to perfection. At the beginning of the present Earth-evolution, some in the category of the Angels stand high, while others are less developed. The former have progressed far beyond the minimum of their Moon-development. Between these and those who had just reached this minimum when the Moon-evolution had come to an end, and the Earth-evolution had begun, are all possible gradations. Conformably with this gradation of rank, the beings in question entered during the Earth-period upon the leadership of human evolution. Thus the evolution of the Egyptian civilization was effected under the guidance of beings who had become more perfected on the Moon than those who were the leaders of the Graeco-Roman period, and these again were more perfect than those who have the leadership at the present time. In the Egyptian as also in the Greek Period, those who later on assumed the direction, were meanwhile developing, and making themselves ready to guide the civilization of later periods.
[ 2 ] Since the time of the great Atlantean catastrophe, seven consecutive epochs of civilization have to be differentiated; the first is the ancient Indian epoch, and it is followed by the ancient Persian.1By “ancient Persian” is not meant “Persian” in the usual historic sense, but a pre-historic Asiatic (Iranian) civilization which developed in that land over which, later on, the Persian Kingdom extended. The third is the Egypto-Chaldæic, the fourth is the Graeco-Roman, and the fifth is our own, which, since about the twelfth century, has been gradually developing and in which we are still living. And since the separate periods overlap, we see already in our times those early events preparing which will lead over into the sixth post-Atlantean epoch. And a seventh epoch will succeed the sixth in due course. On closer observation we find the following evidence with regard to the guidance of mankind. It was during the third epoch of civilization, the Egypto-Chaldæic, that the Angels (or lower dhyanic beings according to Oriental mysticism) were to some extent independent leaders of humanity. They were not so during the ancient Persian civilization. For then they were subject to a higher direction in a much greater degree than in the Egyptian times, and had to regulate everything in conformity with the impulses of the hierarchies immediately above them. In this way everything was under the immediate guidance of the Angels, who themselves submitted to the rulership of the Archangels. And in the Indian epoch when post-Atlantean life had reached such a height in spiritual matters as has never been attained since—a natural height under the direction of great human teachers—the Archangels themselves were subject in a similar sense to the guidance of the Archai or Primal Powers. [ 3 ] Thus if we trace the evolution of humanity from the Indian epoch through the ancient Persian and Egypto-Chaldæic civilizations, we may say that certain beings of the higher hierarchies withdrew ever more and more from the direct guidance of humanity. In the fourth post-Atlantean period, the Graeco-Roman, man bad become quite independent. The guiding superhuman beings were certainly intervening to develop humanity, but only in such a way that the reins were tightened as little as possible, and also that the spiritual leaders themselves might profit as much through the deeds of men as men profited through them. Hence arose that peculiar and quite “human” civilization in the Graeco-Roman time in which man was made to rely entirely on himself. For all the distinctive characteristics of art and political life in Greek and Roman times are traceable to the fact that man had to live out his own life in his own way.
[ 4 ] So, when we look back to the most ancient times of civilization, we find evolution guided by beings who, in earlier planetary conditions, had accomplished their development as far as the human stage. But the fourth post-Atlantean period of civilization was intended as a time when man should be put to the test as much as possible. Consequently the whole spiritual guidance of humanity had to be reorganized. We are now living in the fifth post-Atlantean period of civilization. The leading beings of this period belong to the same hierarchy as that which ruled the ancient Egyptians and Chaldæans. In fact those beings who then took the lead, have again begun to be active in our times. As has been stated certain of these beings remained behind during the Egypto-Chaldæic civilization, and are to be found manifest in the materialistic feelings and perceptions of our own period.
[ 5 ] Now the progress made by the two classes of Angels or lower dhyanic beings—the class which leads mankind forward and that which obstructs—consisted in their being able to be leaders among the Egyptians and Chaldaeans. They achieved this by means of those qualities which they had acquired in primordial times, and which they had further developed by their work as leaders. The progressive angels are intervening to guide the fifth post-Atlantean civilization by means of capacities which they themselves had won during the third or Egypto-Chaldaeic civilization. Through the progress they make they are acquiring for themselves quite special capabilities, for they are qualifying themselves to receive the influx of forces emanating from the most important Being in the whole evolution of the Earth.The power of the Christ is working in them; for that power works not only on the physical world through Jesus of Nazareth, but also in the spiritual worlds upon the super-human beings. The Christ exists not only for the earth but also for these beings. The beings who guided the old Egypto-Chaldaeic civilization were not under the direction of the Christ. It is only since that period that they have placed themselves under His guidance. Their progress consists in their following Him in the higher worlds, so that they may guide our fifth post-Atlantean period of civilization in accordance with His influence. Those beings who operate as obstructive powers remain behind because they failed to put themselves under the leadership of the Christ. Thus they continue to work independently of Him. More and more in human evolution will become evident a materialistic movement under the guidance of these backward Egypto-Chaldaeic spirits. This movement will have a materialistic character and the greater part of contemporary science is under its influence. There are, for example, people today who say that our earth in its final essence consists of atoms. Who instills this thought into men's minds? It is the super-human angel beings who had remained behind during the Egypto-Chaldaeic period. But, side by side with this movement, there is another making itself felt, the one which has as its goal the eventual finding of the Christ-principle by man in all that he does.
[ 6 ] Now what will those beings teach who attained their goal in the old Egypto-Chaldaeic sphere of civilization, and who then learned to know the Christ? They will be able to instill into man other thoughts than those that assert that there are only material atoms; they will be able to teach that, even to the minutest particle of the world, the substance is permeated with the Spirit of the Christ. And, strange as it may seem, there will be in the future chemists and physicists who will not teach chemistry and physics as they are now taught under the influence of the backward Egypto-Chaldaeic spirits; but who will teach that ‘matter is built up in the way in which the Christ gradually ordained it,’ The Christ will be found working even in the very laws of chemistry and physics. It is a spiritual chemistry and spiritual physics that will come in the future. Today such a statement may appear to many people as fanciful or worse. But often the sense of the future seems folly to the past. [ 7 ] The factors which enter into the evolution of human civilization are there for the careful observer. But be will know quite well the objections which may, with apparent justice, be urged against such alleged folly from the modern scientific or philosophic point of view.
[ 8 ] From such hypotheses we are able to understand the advantage the guiding super-human beings have over man. Humanity learned to know Christ in the fourth civilization period of the post-Atlantean times, the. Graeco-Roman epoch, for it was in the course of this civilization that the Christ-event found its place in evolution, and it was then that man learned to know the Christ. The guiding super-human beings, however, learned to know Him during the Egypto-Chaldaeic times, and worked themselves up to Him. Then during the Graeco-Roman civilization they had to leave man to his own fate in order that, later on, they might re-enter the sphere of human evolution. And if nowadays anthroposophy is cultivated, this constitutes recognition of the fact that the super-human beings who formerly guided humanity are now continuing their task as leaders in such a way as to be themselves under the direct guidance of the Christ. Thus it is with other beings also.
[ 9 ] In the ancient Persian epoch, the leadership of humanity was apportioned to the Archangels. They put themselves under the direction of the Christ earlier than did the beings in the rank next below them. Of Zarathustra it can be said that pointing to the sun, he spoke to his followers and his people in some such words as these: “In the sun there lives the great Spirit Ahura Mazdao, who will one day come down to the earth.” For the beings out of the region of the Archangels who guided Zarathustra, pointed to the great sun-leader who had not at that time come down upon the earth but had only begun his journey thither in order, later on, to enter directly into the earth evolution. And the guiding beings who directed the great teachers of the Indians, also pointed out to these the Christ of the future; for it is a mistake to think that these teachers had no foreknowledge of the Christ. They said that He was “beyond their sphere” and that they “could not attain” unto Him.
[ 10 ] As now in our fifth period of civilization, it is the Angels who bring down the Christ into our spiritual evolution, so the sixth period of civilization will be directed by beings belonging to the ranks of the Archangels who guided the ancient Persian civilization. And the spirits of Personality—the Primal Powers—or Archai—who guided humanity during the ancient Indian epoch will have to guide humanity in the seventh period of civilization. In the Graeco-Roman period the Christ descended from the heights of the spirit-world and revealed Himself in the physical body of Jesus of Nazareth. He then came down as far as the physical world. It will be possible to find Him in the world immediately above ours when humanity shall have become sufficiently ripe. It will not be possible in the future to find Him in the physical world, but only in the world immediately above, for human beings will not always remain the same. Having become more mature, they will then find the Christ in the spiritual world, as Paul found Him in his experience before Damascus, which event prophetically foreshadowed the future means of finding the Christ. And since in our times the same great teachers who have already guided mankind through the Egyptian civilization are working, so also in the twentieth century it will be these same teachers who will lead men out to behold the Christ as Paul beheld Him. They will show mankind how the Christ not only works upon the earth, but how He spiritualizes the whole solar system. And those who will be the reincarnated holy teachers of India in the seventh period of civilization will proclaim the Spirit Who was foreshadowed by the undivided Brahma. To such teaching, however, the right content and meaning can only be given through the Christ, as the great, the immense Spirit, of Whom these teachers formerly said He hovered above their sphere. Thus will humanity be led upwards from stage to stage into the spiritual world.
[ 11 ] To speak in this way about the Christ—how He is the leader of the higher hierarchies also in the successive worlds, is to teach the science which, under the sign of the Rose Cross, has endured in our civilization since the twelfth and thirteenth centuries. If from this aspect we observe more closely the Being Who lived in Palestine, and Who consummated the Mystery of Golgotha, we shall find the following: [ 12 ] up to the present time many ideas concerning the Christ have found expression. There was for instance the idea of certain Christian Gnostics in the first centuries who said that the Christ Who lived in Palestine was not present in any physical body of flesh at all; that He had only an apparent body—an etheric body which had become physically visible; so that His death on the Cross had been no real death but only an apparent one. Then we find diverse disputes among those who professed Christianity, as for example, the well-known controversy between the Arians and Athanasians, and the most varied explanations concerning what the Christ really was. Indeed, right up to our own times people express and have expressed the most different ideas concerning the Christ.
[ 13 ] Now spiritual science must recognize in Christ not merely an earthly but also a cosmic Being. In a certain sense man is, taken as a whole, a cosmic being. He lives a twofold life—one in a physical body from birth to death, another in the spiritual worlds between death and a new birth. When he is incarnated in a physical body, he is living in dependence on the earth, because the physical body is restricted by the forces and conditions of existence belonging to the earth. The human being, however, does not only take the substances and forces of the earth into himself, but is joined to the whole of the earth's organism. When he has passed through the gate of death, he no longer belongs to the forces of the earth; but it would be incorrect to imagine that he belongs to no forces at all, for he is then connected with the forces of the solar system and the more distant star-systems. In this way, between death and a new birth, he lives in the domain of the cosmic, just as in the period between birth and death he lived in the domain of the earthly. From death to a new birth he belongs to the cosmos, as on the earth he belongs to the elements—Air, Water, and Earth. Accordingly, while he is passing through a life between death and a new birth, he comes into the region of cosmic influences. For the planets send forth not merely the physical forces of what astronomy teaches, such as gravitation and others, but also spiritual forces. With these spiritual powers of the cosmos man is connected, each person in a special manner according to his own individuality. If he is born in Europe, he lives in a different relation to warmth conditions, and so forth, than if he had been born, let us say, in Australia. Similarly, during his life between death and a new birth, one person may stand more closely related to the spiritual powers of Mars, another to those of Jupiter, others again to those of the whole planetary system in general, and so on. It is also these forces which bring man back again to the earth. Thus before he is born he is living in connection with the collective whole of stellar space.
[ 14 ] According to the way in which a man stands individually related to the cosmic system, so are the forces directed which lead him to this or that set of parents and to this or that locality. The impetus, the inclination to incarnate here or there, in this or that family, in this or that people, at this or that time, depends on how the person was organically connected with the cosmos before birth. [ 15 ] In former times, in that territory where the German tongue was spoken, a specially apt expression was used to indicate a person's entrance into the world through birth. When a person was born, people said that in such and such a place he had “become young” (junggeworden). Therein lies an unconscious reference to the fact that man in the time between death and a new birth continues at first to be subject to the powers which had made him old in a previous incarnation, but that before birth there come iii their place such forces as again make him “young.” Thus Goethe in “Faust” still uses the expression “to become young in Nebelland.”—Nebelland being the old name for mediaeval Germany.
[ 16 ] The truth underlying the casting of a horoscope is that those who know these things can read the forces which determine a person's physical existence. A certain horoscope is allotted to a person because, within it, those forces find expression which have led him into being. If for example in the horoscope Mars stands over Aries (the Ram), this signifies that certain of the Aries forces are not allowed to pass through Mars, and are weakened. Thus is a man put into his place within physical existence, and it is in accordance with his horoscope that he guides himself before entering upon earthly existence. This subject, which in our times seems so much a thing of chance, should not be touched upon without our attention being called to the fact that nearly everything practised in this connection today is simply dilettantism. It is pure superstition, and for the external world the true science of these matters has been for the most part completely lost. Consequently, the principles expressed here are not to be judged according to that which nowadays frequently leads a questionable existence under the name Astrology.
[ 17 ] Now it is the active forces of the stellar world that impel a man into physical incarnation; and when clairvoyant consciousness observes a person, it can perceive in his organization how this has resulted from the cooperation of cosmic forces. We may now attempt to illustrate this hypothetically, but in a form corresponding entirely with clairvoyant observation. [ 18 ] If a person's physical brain were extracted and its construction clairvoyantly examined, so that it might be seen how certain parts are situated in certain places and how they send out appendages, it would be found that each individual's brain is different from that of every other. No two people have brains alike. Let us imagine further that such a brain could be photographed in its complete structure so that one would have a kind of half sphere in which every detail was visible. In a series of such pictures each would be different according to the brains of the different individuals. And if one were to photograph a person's brain at the moment of birth and then photograph also the heavens lying exactly over the person's birthplace, this latter picture would be of exactly the same appearance as that of the human brain. As certain centers were arranged in the latter, so would the stars be in the photograph of the heavens. Man has within himself a picture of the heavens, and every man has a different one, according to whether he was born in this place or that, and at this or that time. This is one indication that man is born from out of the whole cosmos.
[ 19 ] When we keep this clearly in view we can rise to the idea of how the macrocosm manifests itself in each separate individual, and then, starting from this point, we can attain a conception of how it showed itself in the Christ. But if we were to imagine the Christ after the Baptism of John as though the macrocosm had then been living in Him in the same way as in other people, we should be mistaken.
[ 20 ] Let us first consider Jesus of Nazareth. His conditions of existence were quite exceptional. At the beginning of our era two boys were born and named Jesus. The one came through the Nathan line of the house of David,1Luke III, 23–38. the other through the Solomon line of the same house.2Matthew 1, 1–17. See also Appendix. These two children were not born quite at the same time, but nearly so. In the Jesus descended from Solomon, described in the Gospel of St. Matthew, there was incarnated the same individuality who had formerly lived on the earth as Zarathustra, so that in this Child Jesus there appears the re-incarnated Zarathustra or Zoroaster. The individuality of Zarathustra grew up in this Child until, as St. Matthew says, His twelfth year. In that year, Zarathustra left the body of this Child and passed over into that of the other Child Jesus Whom the Gospel of St. Luke describes. In consequence of this the latter Child became suddenly quite different. The parents were astonished when they found Him in Jerusalem in the temple after the spirit of Zarathustra had entered into Him. This is intimated when it is said that the Child, after having been lost and found again in the temple, so spake that his parents did not recognize Him. They only knew Him, the Child descended from Nathan, as He had been up to this time. But when He began to reason with the doctors in the temple, it was possible for Him to speak as He did because the spirit of Zarathustra had come into Him. Until the thirtieth year did the spirit of Zarathustra live in the Jesus who was descended from the Nathan line of the house of David. In this body He ripened to a still higher perfection. The following remark must here be added: as regards this personality in which the spirit of Zarathustra now lived, an extraordinary feature was that into his astral body the Buddha rayed forth his impulses from the spiritual worlds.
[ 21 ] The oriental tradition is correct which says that the Buddha was born as a “Bodhisattva” and only during his time on earth, in his twenty-ninth year, rose to the dignity of a Buddha. [ 22 ] When the Gautama Buddha was a little child, the Indian sage Asita came weeping into the royal palace of his father, Suddhodana. He wept because, as a seer, he knew that this King's son would become the Buddha, and because as an old man, he felt that he would no longer be living to see that event take place. Now this sage was born again in the time of Jesus of Nazareth. It is he who is brought before us in the Gospel of St. Luke as the priest of the temple who saw the revelation of the Buddha in the Child Jesus descended from Nathan. And seeing this he was able to say: “Lord, now lettest Thou Thy servant depart in peace for I have seen my Master,” What he had not been able to see previously in India, he saw through the astral body of the Boy Jesus, Who comes before us in St. Luke's Gospel: the Bodhisattva become Buddha.
[ 23 ] All this was necessary in order that that body might be produced which received the baptism of St. John in the Jordan. At that moment the individuality of Zarathustra left the threefold body, the physical, the etheric and the astral body of that Jesus Who had grown up in so complicated a manner, in order that the spirit of Zarathustra might be able to dwell in Him. The reincarnated Zarathustra had to pass through two possibilities of development which were given in the two Jesus children. Thus there stood before the Baptist the body of Jesus of Nazareth and in it from that time onwards there acted the cosmic individuality of the Christ. Now, as we have shown, in the case of any other human being, the cosmic spiritual laws work upon him only in so far as they give him a start in earth-life. Afterwards there appear in opposition to these laws, others which arise out of the conditions of the earth-evolution. In the case of the Christ-Jesus, after the baptism of John the cosmic-spiritual forces alone remained effective without being influenced in any way through the laws of the earth evolution.
[ 24 ] Thus in Palestine during the time that Jesus of Nazareth walked on earth as Christ-Jesus—during the three last years of his life, from his thirtieth to his thirty-third year, the entire Being of the cosmic Christ was acting uninterruptedly upon Him, and was working into Him. The Christ stood always under the influence of the entire cosmos—He made no step without this working of the cosmic forces into and in Him. That which here took place in Jesus of Nazareth was a continual realization of the horoscope, for at every moment there occurred that which otherwise happens only at a person's birth. This could be so only because the whole body of Jesus descended from Nathan had remained open to the influence of the sum total of the forces of the cosmic spiritual hierarchies which direct our earth. If thus the whole spirit of the cosmos worked into the Christ Jesus, who was it that went, for example, to Capernaum? He who went about as a being upon the earth appeared quite like any other man. The forces active within Him, however, were the cosmic forces, coming from the sun and stars; and these directed His Body. And it was always in accordance with the collective Being of the whole Universe with whom the earth is in harmony, that all which the Christ Jesus did took place. It is because of this that in the case of the acts of the Christ-Jesus there is so often some slight hint given in the Gospels about the relative grouping of the stars at the time. We read in St. John's Gospel how the Christ finds His first disciples. There we are told: “It was about the tenth hour,” because in this fact the spirit of the whole cosmos found expression in conformity with the appointed moment of time. Such intimations are less clear in the other Gospel passages, but he who can truly read the Gospels finds them everywhere. [ 25 ] From this point of view also the miracles are to be judged. Let us take one passage—the one that runs thus: “When the sun was set, they brought the sick unto Him, and He healed them.” What does that mean? The evangelist is drawing attention to the fact that this healing was connected with the whole position of the constellations and that, at the time in question, the constellations throughout the heavens stood as they only could have when the sun had set The meaning is that, at the time, the requisite healing forces could make themselves felt after sun-set, and the Christ Jesus is represented as the intermediary Who brought the sick into connection with the forces of the cosmos which, just at that time, could work curatively. These forces were the same as those which worked as Christ in Jesus. It was through the presence of Christ that the healing took place. Only thus could the sick person be exposed to the healing forces of the cosmos which could only work as they did when they were in the right relationship to time and space. Thus these forces worked on the sick person through their representative, the Christ. [ 26 ] But it was only just during the time of Christ on earth that they could so work. It was only then that such a connection existed between the cosmic constellations and the powers of the human organism that for certain illnesses, healing could intervene when through the instrumentality of the Christ Jesus the cosmic grouping of the same forces was able to work on men. A repetition of this relationship in the evolution of the cosmos and the earth is as little possible as is a second incarnation of the Christ in a human body. Regarded in this way, the life of the Christ Jesus appears as the earthly expression of a definite connection between the cosmos and the forces of man. The tarrying of a sick person by the side of Christ means that through the proximity of Christ this sick person found himself in such a relation with the macrocosm that the latter could work upon him curatively.
[ 27 ] Herewith the points of view have been stressed which enable us to discern how the guidance of humanity has come under the influence of the Christ. The other forces, however, which had remained behind in the Egypto-Chaldaeic times worked on side by side with those that are permeated by the Christ. This is evident even in the attitude frequently adopted today towards the Gospels. Literary works appear in which great pains are taken to show that the Gospels can be understood through an astrological interpretation. The greatest opponents of the Gospels employ this astrological interpretation to prove, for example, that the way taken by the Archangel Gabriel from Elizabeth to Mary signifies merely the progress of the sun from the constellation of Virgo to another. This, in a certain sense, is correct, except that these thoughts were poured in this manner into our age by the beings who had remained behind during the Egypto-Chaldaeic period. Under such an influence people are induced to a make-belief that the Gospels present only allegories in the place of definite cosmic relations. The truth really is that in the Christ the whole cosmos finds expression. Therefore one can express the life of the Christ by connecting its separate events with the cosmic relations which work into earth existence unceasingly through the Christ. A right understanding of this matter will thus lead to a full recognition of the Christ as having lived on earth. Whereas if the interpretation were true that the Christ life as expressed in the Gospels is only a matter of constellations being treated allegorically, then we should have to conclude that there was no real earthly Christ at all.
[ 28 ] If a comparison were to be used, we might think of each human being as represented by a spherical mirror—which, if it were set up, would give pictures of all its surroundings. Let us suppose we were to trace with a pencil the outline of all that is shown from the surroundings. We could then take the mirror and carry the picture about with us wherever we went. Let this be a symbol for the fact that when a person is born, he brings with him a copy of the cosmos in himself, and afterwards carries about with him all through his life the effect of this one picture. The mirror might, however, be left untouched by the pencil, so that wherever the person carried it, it would depict the immediate surroundings. It then would always be giving a picture of the collective environment. This would be a symbol of the Christ from the baptism of St. John up to the Mystery of Golgotha. That which, in the case of any other person, passes into his earthly existence only at birth, flowed into the Christ-Jesus at every moment. And when the Mystery of Golgotha was consummated, that which had been radiating from the cosmos passed over into the spiritual substance of the earth, and has from that time forward been united with the spirit of the earth.
[ 29 ] When St. Paul became clairvoyant before Damascus, he could recognize that That Which had formerly been in the cosmos has passed over into the spirit of the earth. Of this every one can be convinced who can bring his soul into such a condition that he can have the same experience as had St. Paul. It is in the twentieth century that those people will first appear who will have St. Paul's experience of the Christ event in a spiritual way.
[ 30 ] Whereas up to our times this event could be experienced only by such persons as had gained clairvoyant powers by means of an esoteric training; hereafter to look upon the Christ in the spiritual sphere surrounding the earth will be possible for the advanced powers of the soul in the course of the natural evolution of humanity. This—as a repetition of the experience of the event before Damascus—will be possible for some people from a certain point of time in the twentieth century. The number of such people will afterwards increase, until in the distant future, it will be a natural faculty of the human soul.
[ 31 ] With the entrance of Christ into the evolution of the earth an entirely new impulse or direction was given to this evolution. External facts of history also express this. In the early times of post-Atlantean evolution men knew very well that above them there was not merely a physical Mars, but that what they saw as Mars, Jupiter, or Saturn was the expression of a spiritual being. In later times this perception was completely forgotten. The heavenly bodies became, according to human ideas, mere bodies to be estimated according to their physical condition. In the Middle Ages people saw in connection with the stars what only the eyes can see—the sphere of Venus, the sphere of the Sun, the sphere of Mars and the other planets, up to the sphere of the fixed stars. Then came the eighth sphere like a solid blue wall behind. Later Copernicus appeared and broke down the idea that only that which is perceptible to the senses can be authoritative. The modern physical scientists may indeed say: “It is madness to declare that the world is Maya, or illusion, and that you must look into a spiritual world in order to see the truth, for in spite of all you say true science is that which relies on the senses and records what these senses tell.” But when did astronomers rely only on the senses? Surely at the very time when that astronomical science was dominant which is attacked by the science of today! It was at that time when Copernicus began to think out what exists in the cosmic space beyond the evidence of the senses, that our modern astronomy as a science began. And so it is in every domain of science. Wherever science, in the most modern sense of the word, has arisen, it has done so in opposition to what had been apparent to the senses. When Copernicus declared “what you see is Maya or deception; rely on what you cannot see”—that was the moment when the science came into being which is recognized as such today. It might thus be said to the representative of modern science “your science itself only became ‘science’ when it was no longer willing to depend upon the senses only.”
[ 32 ] Giordano Bruno came as philosophical interpreter of the teachings of Copernicus. He led the gaze of man out into cosmic space, and announced that what people had called the limitations of space, what they had placed there as the eighth sphere limiting everything in space—was in reality no limitation; it was Maya, or illusion; for an infinite number of worlds had been poured forth into cosmic space. That which was formerly considered to be the boundary of space was shown to be only the boundary of the sense-world of man, and if we direct our gaze beyond the sense-world, we shall no longer see the world only as known to the senses, but we shall also recognize Infinity.
[ 33 ] From this it is apparent that in the course of human evolution man originally started from a spiritual view of the cosmos and in time lost it. In its place there came a mere sense-perception of the world. Then there came into evolution the Christ Impulse. Through this, mankind was led to stamp the spiritual view once more upon the materialistic. At that moment when Giordano Bruno burst the fetters of sense illusion, the Christ evolution was so far advanced that the soul power which bad been kindled by the Christ Impulse could then become active within him. An indication is thus given of the whole significance of the manner in which the life of Christ penetrates all human evolution, at the mere beginning of which humanity stands today.
[ 34 ] To what then does spiritual science now aspire? [ 35 ] It completes the work begun for external science by Giordano Bruno and others in that it says: that which external science is able to perceive is Maya, or illusion. Just as formerly one looked to the “eighth sphere” and thought that space was thereby bounded, so contemporary human thought believes that man is shut in or enclosed between birth and death. Spiritual science, however, expands man's vision by directing his attention out and beyond the limits of birth and death.
[ 36 ] There is a continuous chain in human evolution which such ideas as these make us recognize. And in the true sense of the words, that which resulted in the conquest of sense illusion through Copernicus and Giordano Bruno proceeded from the inspiration arising from that spiritual current now working in the modern spiritual science of anthroposophy. What one might call the newer esotericism worked in a mysterious manner on Copernicus, Bruno, Kepler and others. Those therefore who now base their thought on foundations laid by Giordano Bruno and Copernicus and do not wish to accept anthroposophy, are unfaithful to their own traditions in desiring to hold fast to sense illusion. As Giordano Bruno forced a way through the blue firmament of heaven, even so does spiritual science break down the barriers of birth and death for man by showing how he originates from out of the macrocosm, lives in a physical existence, passes through death, and reenters macrocosmic life. And what we see in a limited degree in each individual meets us unrestrictedly and in a larger sense in the representative of the spirit of the cosmos—in the Christ-Jesus. Once and once only could that impulse be given which the Christ gave. Once only could the whole cosmos be thus reflected, for the conjunction of the stars which then took place can never be repeated. In order to give an impulse to the earth, this conjunction was obliged to work through a human body. As it is true that this same grouping cannot occur a second time, so it is equally true that the Christ was only once incarnated. Only if one did not know that the Christ is the representative of the whole universe and only if it were impossible to win one's way to this Christ-Idea, the elements for which are given through spiritual science—only then would it be possible to maintain that Christ could appear more than once upon the earth.
[ 37 ] Thus we see how an idea of Christ arises out of the new spiritual science, which reveals to man in a new form his connection with the whole macrocosm. Certainly, in order to gain a true knowledge of the Christ, those inspiring forces are absolutely necessary which are now being bestowed by the same super-human beings who formerly guided the Egypto-Chaldaeic epoch and who have now put themselves under the Christ. There is need of a new inspiration of this kind, of an inspiration which the great esoteric teachers of the middle ages had prepared from the thirteenth century onwards, and which from this time forth must ever come more and more into publicity. When man, according to the meaning of this science, prepares his soul aright for the knowledge of the spirit-world, he can then hear clairaudiently and he can see clairvoyantly what is revealed by the old Chaldaeic and Egyptian angel beings who are now again acting as spiritual leaders under the guidance of the Christ. That which humanity will some time later actually gain thereby, could only be prepared in the first centuries of Christianity and up to our times.
Consequently we may say that in the future there will live in the hearts of men an idea of the Christ incomparable in greatness with anything which humanity has so far recognized. That which arose as a first impulse through the Christ, and has lived as an idea of Him up to the present time—even in the case of the best representatives of the Christ-principle—is only a preparation for the true understanding of the Christ. It would be strange indeed if, against those who in the West gave expression in such a way as this to the Christ-idea, it were brought as a reproach that they do not stand on the foundation of western Christian tradition. But it is quite possible, for this western tradition does not by any means suffice to help us to comprehend the Christ of the near future.
[ 38 ] From the hypothesis of western esotericism we can see the spiritual direction of humanity gradually flowing into what may be in a real, true sense called the guidance which comes from the Christ-impulse. That which is appearing as the new esotericism will flow slowly into the hearts of men, and the spiritual guidance of men and of humanity will ever more and more be consciously seen in such a light. We realize within ourselves how at first the Christ-principle flowed into the hearts of men because the Christ had gone about Palestine in the physical body of Jesus of Nazareth. Because men by that time were gradually surrendering themselves to reliance on the world of sense, they could receive the impulse which corresponded to their perception. Afterwards that same impulse so worked through the inspiration of the new esotericism that such spirits as Nicholas of Cusa, Copernicus, and Galileo were inspired, and Copernicus, for instance, was enabled to make this assertion: “That which is evident to the senses cannot teach the truth about solar systems; if we want to find the truth we must investigate behind sense appearances” At that time men, even spirits like Giordano Bruno, were not yet ripe enough to join consciously to the new esoteric stream. The spirit of the movement had to work in them unconsciously. Yet powerful and magnificent was the announcement of Giordano Bruno: “When a human being enters into existence by means of birth, then it is something macrocosmic that concentrates itself as a monad; and when a human being passes through death the monad spreads itself out again; that which was enclosed within the body spreads itself out in the cosmos in order to draw itself together again in other stages of existence, and again to spread itself out.” There Bruno gave expression to mighty conceptions which, even if expressed in stammering tongue, were in entire accord with the sense of the new esotericism.
[ 39 ] The spiritual influences which lead humanity need not work in such a way that man is always conscious of them. For example, they put Galileo in the cathedral of Pisa. Thousands had seen the old church lamp there, but they had not seen it as did Galileo. He saw the church lamp swinging; compared the time of its oscillation with the beat of his own pulse; found that the church lamp swung in a regular rhythm resembling his pulse-beat; and from this discovered the laws of the pendulum in the sense of modern physics. Anyone acquainted with contemporary physics knows that this science would not be possible without Galileo's principle. In this way the force was then working which is now appearing as spiritual science; Galileo was placed in the cathedral of Pisa before the oscillating church lamp, and modern physics gained its principles. In such a mysterious way do the guiding spiritual forces of humanity perform their work.
[ 40 ] We are now approaching the time when people are to become conscious of these guiding powers. We shall always come to a better and better understanding of what has to happen in the future if we rightly understand what is working inspirationally as the new esotericism. We must recognize that those same spiritual beings indicated as their gods by the ancient Egyptians when the Greeks asked them about their teachers, are now again assuming control through having placed themselves under the leadership of the Christ Ever more and more will men feel how they can cause to reappear in a brighter lustre, in a nobler style and on a higher level, that which was pre-Christian. The consciousness necessary for the present time, which must be an intensified consciousness, ought to give us a feeling of our high duty and great responsibility in reference to the recognition of the spiritual world. This can only penetrate our souls when we have recognized, in the sense indicated, the task of spiritual science.
