The Threshold of the Spiritual World
GA 17
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Von dem Hüter der Schwelle und einigen Eigenheiten des übersinnlichen Bewusstseins
[ 1 ] Mit seinem Erleben in der Sinneswelt steht der Mensch außerhalb der geistigen Welt, in welcher im Sinne der vorangehenden Betrachtungen seine Wesenheit wurzelt. Welchen Anteil dieses Erleben an der menschlichen Wesenheit hat, ersieht man, wenn man bedenkt, daß das übersinnliche Bewußtsein, welches die übersinnlichen Welten betritt, einer Verstärkung eben der Seelenkräfte bedarf, die in der Sinneswelt erworben werden. Ist diese Verstärkung nicht vorhanden, so fühlt die Seele eine gewisse Scheu, in die übersinnliche Welt einzutreten. Sie will sich sogar vor diesem Eintritte dadurch retten, daß sie sich «Beweise» sucht für die Unmöglichkeit eines solchen Eintrittes.
[ 2 ] Findet sich aber die Seele stark genug zum Eintritte, erkennt sie in sich die Kräfte, welche ihr gestatten, nach dem Eintritte ihre Wesenheit als selbständige zu behaupten und in dem Felde ihres Bewußtseins nicht nur Gedanken, sondern auch Wesenheiten zu erleben, wie sie es muß in der elementarischen und in der geistigen Welt: so erfühlt sie auch, daß sie diese Kräfte nur innerhalb des Lebens in der Sinneswelt hat sammeln können. Sie sieht die Notwendigkeit ein, in ihrem Weltenlaufe durch die Sinneswelt geführt zu werden.
[ 3] Insbesondere ergibt sich diese Einsicht durch die Erlebnisse, welche das übersinnliche Bewußtsein mit dem Denken hat. Beim Eintritte in die elementarische Welt erfüllt sich das Bewußtsein mit Wesenheiten, die in Bildform wahrgenommen werden. Es kommt gar nicht in die Lage, innerhalb dieser Welt gegenüber deren Wesenheiten eine ähnliche innere Seelentätigkeit zu entwickeln, wie sie im Gedankenleben innerhalb der Sinneswelt entwickelt wird. — Dennoch wäre es unmöglich, sich innerhalb dieser elementarischen Welt als menschliches Wesen zurechtzufinden, wenn man sie nicht denkend beträte. Man würde ohne denkende Betrachtung wohl die Wesenheiten der elementarischen Welt schauen; man würde aber von keiner in Wahrheit wissen können, was sie ist. Man gliche einem Menschen, der eine Schrift vor sich hat, die er nicht lesen kann; ein solcher sieht mit seinen Augen genau dasselbe, was auch derjenige sieht, der die Schrift lesen kann; Bedeutung und Wesenheit hat sie aber doch nur für diesen.
[ 4 ] Dennoch übt das übersinnliche Bewußtsein während seines Verweilens in der elementarischen Welt keineswegs eine solche denkerische Tätigkeit aus, wie sie in der Sinneswelt sich vollzieht. Es ist vielmehr so, daß ein denkendes Wesen — wie der Mensch — im richtigen Schauen der elementarischen Welt die Bedeutung ihrer Wesen und Kräfte mit-wahrnimmt, und daß ein nicht-denkendes Wesen die Bilder ohne deren Bedeutung und Wesenheit wahrnehmen würde.
[ 5 ] Wird die geistige Welt betreten, so würden zum Beispiel die ahrimanischen Wesenheiten für etwas ganz anderes gehalten werden, als was sie sind, wenn sie nicht von der Seele als einer denkenden Wesenheit geschaut würden. Ebenso ist es mit den luziferischen und anderen Wesenheiten der geistigen Welt. Die ahrimanischen und luziferischen Wesenheiten werden von dem Menschen als das geschaut, was sie sind, wenn er sie von der geistigen Welt aus mit dem hellsichtigen Blicke betrachtet, der durch das Denken erkraftet ist.
[ 6 ] Bewaffnete sich die Seele nicht mit der genügenden denkerischen Kraft, so würden die luziferischen Wesenheiten, wenn sie von der geistigen Welt aus geschaut würden, der hellsichtigen Bilderwelt sich bemächtigen und in der betrachtenden Seele die Illusion hervorrufen, daß sie tiefer und immer tiefer in die eigentlich gesuchte geistige Welt hineindringe, während sie in Wahrheit in die Welt immer tiefer versinkt, welche die luziferisehen Kräfte als eine ihrer Wesenheit gleiche zubereiten wollen. Die Seele würde sieh zwar immer selbständiger fühlen; aber sie würde sieh in eine Geisteswelt einleben, die nicht ihrer Wesenheit und ihrem Urquell entspricht. Sie liefe in eine ihr fremde geistige Umgebung ein. — Die Sinneswelt verbirgt solche Wesenheiten, wie die luziferischen sind. Daher können diese innerhalb der Sinneswelt das Bewußtsein nicht beirren. Sie sind für dasselbe einfach nicht vorhanden. Und das Bewußtsein hat die Möglichkeit, sich unbeirrt von ihnen, genügend — denkerisch — zu erkraften. Es gehört zu den instinktiven Eigenheiten des gesunden Bewußtseins, daß es die geistige Welt nur in dem Maße betreten will, als es sich für das Durchschauen derselben in der Sinneswelt genügend erkraftet hat. Das Bewußtsein hängt an der Art, wie es sich in der Sinneswelt erleben kann. Es fühlt sich in seinem Elemente, wenn es mit den Gedanken, Gefühlen, Affekten usw. sich in sich erleben kann, die es der Sinneswelt verdankt. Wie stark das Bewußtsein an diesem Erleben hängt, das zeigt sich ganz besonders in dem Augenblicke, in welchem der Eintritt in die übersinnlichen Welten wirklich erfolgt. Wie man an lieben Erinnerungen in besonderen Augenblicken seines Lebens sich festklammert, so kommen beim Eintritt in die übersinnlichen Welten alle die Neigungen mit Notwendigkeit wie aus den Seelentiefen herauf, deren man nur überhaupt fähig ist. Man wird da gewahr, wie man im Grunde an dem Leben hängt, das den Menschen mit der Sinneswelt verbindet. Dieses Hängen zeigt sich da in seiner vollen Wahrheit, ohne alle Illusionen, die man sich sonst im Leben über diese Tatsache macht. Es kommt beim Eintritte in die übersinnliche Welt — gewissermaßen als eine erste übersinnliche Errungenschaft — ein Stück Selbsterkenntnis zustande, von der man vorher kaum eine Ahnung haben konnte. Und es zeigt sich, was man alles hinter sich lassen muß, wenn man wirklich wissend in die Welt eintreten will, in welcher man doch tatsächlich fortwährend darinnen ist. Was man als Mensch bewußt und unbewußt in der Sinneswelt aus sich gemacht hat, das tritt mit höchster Deutlichkeit vor den Seelenblick. — Es kann dieses Erleben oftmals die Folge haben, daß man alle weiteren Versuche des Eindringens in die übersinnlichen Welten fallen läßt. Denn es kommt hinzu, daß man Klarheit darüber gewinnt, wie man anders fühlen, empfinden lernen muß, wenn der Aufenthalt in der geistigen Welt erfolgreich sein soll. Man muß zu dem Entschluß kommen, eine ganze andere innere Seelenverfassung auszubilden, als man vorher gehabt hat, oder — anders gesagt: — man muß zu der vorher errungenen eine andere hinzugewinnen.
[ 7 ] Und doch — was geschieht denn in einem solchen Augenblicke des Eintrittes in die übersinnliche Welt eigentlich? Man schaut das Wesen, das man immer gewesen ist; aber man schaut es jetzt nicht von der Sinneswelt aus, von der aus man es vorher stets angeschaut hat; man schaut es, ohne Illusion, in seiner Wahrheit von der geistigen Welt aus. Man schaut es so, daß man sich voll durchdrungen fühlt von den Erkenntniskräften, die es in seinem geistigen Wert zu bemessen imstande sind. Wenn man sich so betrachtet, so zeigt sich auch, warum man in die übersinnliche Welt nicht ohne Scheu bewußt eintreten will; es zeigt sich der Grad der Stärke, den man zu diesem Eintritte hat. Man sieht, wie man sich selbst als wissendes Wesen von ihr ferne hält. Und je genauer man sich so durchschaut, desto stärker treten auch die Neigungen auf, durch welche man in der Sinneswelt mit seinem Bewußtsein verbleiben will. Wie aus den Schlupfwinkeln der Seelentiefen lockt das erhöhte Wissen diese Neigungen herauf. Man muß sie erkennen; denn nur dadurch werden sie überwunden. Aber im Erkennen bezeugen sie noch ganz besonders ihre Kraft. Sie wollen die Seele überwältigen; diese fühlt sich von ihnen wie in unbestimmte Tiefen hinuntergezogen. Der Augenblick der Selbsterkenntnis ist ein ernster. Es wird in der Welt viel zuviel von der Selbsterkenntnis philosophiert und theoretisiert. Dadurch wird der Seelenblick eher von dem Ernste abgelenkt, der mit ihr verbunden ist, als zu ihm hingetrieben. Und trotz all dieses Ernstes: welche Befriedigung gewährt es, wenn man bedenkt, wie die Menschennatur so eingerichtet ist, daß sie von ihren Instinkten veranlaßt wird, in die geistige Welt nicht einzutreten, bevor sie ihren Reifegrad als Selbsterlebnis in sich entwickeln kann. Welche Befriedigung, daß die zunächst bedeutsamste Begegnung mit einem Wesen der übersinnlichen Welt die ist mit der eigenen Wesenheit in ihrer Wahrheit, die man in der Menschheitentwickelung weiterführen soll! Man kann sagen, in dem Menschen stecke ein Wesen, das sorgsame Wache hält an der Grenzscheide, die beim Eintritte in die übersinnliche Welt überschritten werden muß. Diese im Menschen steckende geistige Wesenheit, die man selbst ist, die man aber so wenig durch das gewöhnliche Bewußtsein erkennen kann, wie das Auge sich selbst sehen kann, ist der «Hüter an der Schwelle» in die geistige Welt. Man lernt ihn erkennen in dem Augenblicke, in welchem man er selber nicht nur tatsächlich ist, sondern sich ihm, wie außer ihm stehend, wie ein anderer gegenüber stellt.
[ 8 ] Wie andere Erlebnisse der übersinnlichen Welten machen auch den «Hüter der Schwelle» die verstärkten, in sich erkrafteten Seelenfähigkeiten schaubar. Denn abgesehen davon, daß die Begegnung mit dem «Hüter» für den hellsichtigen Geistesblick zum Wissen erhoben wird, ist diese Begegnung durchaus nicht ein Ereignis, das etwa nur für den geistschauend gewordenen Menschen einträte. Genau derselbe Tatbestand, in dem diese Begegnung besteht, tritt für jeden Menschen jedesmal beim Einschlafen ein, und es dauert das Sich-selbst-Gegenüberstehen, das ganz gleich dem Stehen vor dem «Hüter der Schwelle» ist, so lange als der Schlaf dauert. Im Schlafe erhebt sich die Seele zu ihrer übersinnlichen Wesenheit. Ihre Innenkräfte sind dann aber nicht stark genug, um ein Bewußtsein ihrer selbst hervorzurufen. — Für das Verständnis des übersinnlichen Erlebens, besonders in seinen zarten Anfängen, ist auch von besonderer Wichtigkeit, das seelische Augenmerk darauf zu lenken, daß die Seele bereits begonnen haben kann, Übersinnliches zu erleben, ohne daß sie ein nennenswertes Wissen davon sich zu bilden vermag. Es tritt die Hellsichtigkeit zuerst in sehr zarter Art auf. So, daß man oft in der Erwartung, fast Greifbares zu schauen, der hinhuschenden heilseherischen Eindrücke nicht achtet. Sie durchaus nicht als solche anerkennen will. Sie treten dann so auf, daß sie ihr Vergessen-Werden schon vorbereiten, indem sie auftreten; sie kommen dann so schwach in das Bewußtseinsfeld herein, daß sie wie leichte Seelenwölkchen ganz unbeachtet bleiben. Weil dieses so ist, und weil man zumeist von der Geistes-Anschauung ganz anderes erwartet, als was sie zunächst ist, deshalb wird sie von vielen ernsten Suchern nach der geistigen Welt nicht gefunden. — Auch in dieser Beziehung ist die Begegnung mit dem «Hüter der Schwelle» wichtig. Wenn man die Seele gerade nach der Richtung der Selbsterkenntnis hin erkraftet hat, dann mag diese Begegnung selbst nur wie ein erstes zartes Vorüberhuschen einer geistigen Schau sein; man wird sie doch nicht so leicht dem Vergessen überliefern wie andere übersinnliche Eindrücke, weil man an der eigenen Wesenheit stärker als an anderem interessiert ist. — Es besteht aber durchaus keine Notwendigkeit, daß die Begegnung mit dem «Hüter» zu den ersten übersinnlichen Erlebnissen gehört. Die Erkraftung der Seele kann nach verschiedenen Richtungen hin erfolgen. Die ersten Richtungen, welche die Seele nimmt, können ihr auch vor dieser Begegnung andere Wesenheiten oder Vorgänge in den geistigen Blickekreis führen. Doch aber wird verhältnismäßig bald nach dem Eintritt in die übersinnliche Welt diese Begegnung stattfinden.
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The Threshold of the Spiritual World 1922, tr. H. Collison
VIII. Concerning the Guardian of the Threshold and some Peculiarities of Clairvoyant Consciousness
[ 1 ] As far as his experiences in the physical world are concerned, man is outside the spiritual world, in which, as has been stated in the preceding pages, his real being is rooted. The part played by physical experience in human nature is realised when we consider that for clairvoyant consciousness, which enters the supersensitive worlds, it is necessary to strengthen those very forces of the soul which are acquired in the physical world. If this strengthening has not taken place, the soul feels a certain timidity in entering the supersensible world. It even tries to avoid an entrance by seeking proofs of its impossibility.
[ 2 ] But if the soul finds that it is strong enough to enter, if it recognises in itself the forces which allow it, after entering, to maintain itself there as an independent being, and to experience in its field of consciousness not only thoughts but beings, as must be the case in the elemental and spiritual worlds, then the soul also feels that only by life in the physical world has it been enabled to gather those forces. It realises the necessity of being led through the physical world on its journey through the universe.
[ 3 ] The realisation of this especially results from the experience in thoughts through which clairvoyant consciousness passes. On entering the elemental world, the consciousness becomes filled with beings who are perceived in the form of pictures. In that world it is not able to develop with regard to these beings an inner activity of the soul similar to that which is developed in thought-life within the physical world. Yet it would be impossible to find one's way as a human being within the elemental world if we did not enter it as thinking beings. We might certainly behold the beings of the elemental world without thinking about them, but we should not know what any of them really were. We should be like a man looking at writing which he cannot read; he sees with his eyes exactly the same thing as is seen by one who can read it, but it only has meaning and substance for the latter.
[ 4 ] Nevertheless clairvoyant consciousness during its sojourn in the elemental world exercises by no means the same kind of thought-activity as is carried on in the physical world. Rather is it the case that a thinking being—such as man—in the act of beholding the elemental world also perceives the meaning of its beings and force, while a non-thinking being would see the pictures without understanding their meaning and essence.
[ 5 ] On entering the spiritual world, the Ahrimanic beings, for instance, would be taken for something quite different from what they really are if they were beheld by the soul of a non-thinking being. It is the same with the Luciferic and other beings of the spiritual world. The Ahrimanic and Luciferic beings are only beheld by man in their true reality if he contemplates them from the spiritual world with clairvoyant sight which has been strengthened by thinking.
[ 6 ] If the soul did not arm itself with adequate power for thought, the Luciferic beings, when seen from the spiritual world, would take possession of the world of clairvoyant pictures and bring about in the contemplating soul the illusion that it was penetrating ever more deeply into the spiritual world which it was really seeking, whereas actually it would be sinking deeper and deeper into the world which the Luciferic forces desire to prepare similar to their own being. The soul would certainly feel itself becoming more independent, but it would be adapting itself to a spiritual world not in keeping with its own nature and origin. It would be entering a spiritual environment foreign to it.
The physical world conceals from view such beings as the Luciferic ones. Therefore, within that world they are not able to mislead the consciousness. They are simply non-existent as far as this consciousness is concerned, and, not being misled by them, it is able to strengthen itself adequately by thought. It is one of the instinctive peculiarities of healthy consciousness that it only desires to enter the spiritual world in proportion as it has sufficiently strengthened itself in the physical world for beholding the spiritual world. Consciousness clings to the way in which it experiences itself in the physical world. It feels itself to be in its own element when it can experience itself by means of the thoughts, feelings, emotions, etc., which it owes to the physical world. The tenacity with which consciousness clings to this kind of experience is especially apparent at the actual moment of entering supersensible worlds. Just as a person at particular moments of his life clings to dear memories, so at the entrance to supersensible worlds do there of necessity ascend from the depths of the soul all possible affections of which the individual is capable. We then become aware how strongly we cleave to that life which connects man with the physical world. This attachment to earth-life then appears in its full reality, stripped of our usual illusions. At the entrance to the supersensible world, and, as it were, at the first supersensible achievement—a certain self-knowledge is brought about, of which we can previously have had scarcely any idea. And we see how much we have to leave behind if we really desire to enter knowingly into that world in which, after all, we are always actually present. What we have made of ourselves as human beings, consciously and unconsciously in the physical world comes before the soul with the most vivid distinctness.
The result of this experience is often that all further attempts at penetrating into super-sensible worlds are abandoned. For we then clearly realise the necessity of changing our way of thinking and feeling, if our sojourn in the spiritual world is to be successful. We have to make up our minds to develop quite a different attitude of soul from the one that has hitherto been ours, or, in other words, a different attitude must be added to the one we have already acquired.
[ 7 ] And yet—what is it that really happens at the moment of entering the supersensible world? We see the being which we have always been; but we do not now see it from the physical world, from which we have always seen it hitherto; we see it, free from illusions, in its true reality, from the standpoint of the spiritual world. We behold it in such a way that we feel ourselves permeated with those powers of cognition which are able to measure it according to its spiritual worth. When we see ourselves thus, it becomes plain why we hesitate about consciously entering the supersensible world; the degree of strength becomes apparent, which it is necessary to have before entering it. We see how, even with knowledge, we keep at a distance from that world. And the more accurately we thus see through ourselves, the more strongly do those affections come to the front by means of which we desire to continue to keep our consciousness in the physical world. Our increased knowledge entices those affections out of their lurking-places in the depths of the soul. We must, however, recognise them, for only by so doing are they overcome. But even when recognised they still manifest their power in quite a remarkable way. They desire to subdue the soul, which feels itself drawn down by them as if into unknown depths. The moment of self-recognition is a serious one. Far too much philosophising and theorising about self-knowledge goes on in the world. The soul's gaze is thereby rather turned away from, than drawn towards, the earnestness connected with real self-knowledge. And yet, in spite of this necessary earnestness, it affords a great satisfaction to know that human nature is so ordered that its instincts prevent it from entering the spiritual world before it is able to develop within itself, as self-experience, the necessary state of maturity. What a satisfaction it is that the first momentous meeting with a being of the supersensible world is the meeting with our own being in its true reality which will guide us further in human evolution.
We may say that there is hidden within man a being that keeps careful watch and ward on the boundary which has to be crossed at the entrance to the supersensible world. This spiritual being, hidden in man, which is man himself, but which he can as little perceive with ordinary consciousness as the eye can see itself, is the guardian of the threshold of the spiritual world. We learn to recognise him at the moment at which we are not only actually he, but are also confronting him, as though we were standing outside him, and he were another being.
[ 8 ] As with other experiences of supersensible worlds, it is the strengthened and reinforced faculties of the soul which make visible the guardian of the threshold. For, setting aside the fact that the meeting with the guardian becomes raised into knowledge by clairvoyant spiritual sight, that meeting is not an event which happens only to the man who has become clairvoyant. Exactly the same fact as is represented by this meeting happens to every human being every time he falls asleep, and we are confronting ourselves—which is the same thing as standing before the guardian of the threshold—for so long as our sleep lasts. During sleep the soul rises to its supersensible nature. But its inner forces are not then strong enough to bring about consciousness of itself.
In order to understand clairvoyant experience, especially in its early beginnings, it is particularly important to bear in mind that the soul may already have begun to live in the supersensible world before it is able to formulate to itself any knowledge worthy of the name. Clairvoyance at first appears in a very subtle way, so that often, inasmuch, as they expect to see something almost tangible, people do not heed clairvoyant impressions which are flitting by, and will in no way recognise them as such. In this case the impressions sink into oblivion almost as soon as they appear. They enter the field of consciousness so slightly that they remain quite unnoticed, like tiny clouds on the soul's horizon.
On this account, and because people for the most part expect clairvoyance to be quite different from what it at first is, it often remains undiscovered by many earnest seekers after the spiritual world. In this respect too the meeting with the guardian of the threshold is important. If the soul has been strengthened just in the direction of self-knowledge, this very meeting may merely be like the first gentle flitting-by of a spiritual vision; but it will not be so easily consigned to oblivion as other supersensible impressions, because people are more interested in their own being than in other things.
There is, however, no need at all that the meeting with the guardian should be one of the first clairvoyant experiences. The soul may be strengthened in various directions, and the first of such directions may bring other beings or events within its spiritual horizon before the meeting with the guardian takes place. Yet this meeting is sure to occur comparatively soon after entering the supersensible world.
