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Self-Knowledge and God-Knowledge II
GA 90b

18 December 1905, Berlin

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge II, tr. SOL

21. Erkenntnis der höheren Welten II

21. Erkenntnis der höheren Welten II

[ 1 ] Ich möchte heute fortfahren in der Betrachtung derjenigen Dinge, die wir vor acht Tagen anfingen. Vor nicht langer Zeit zeigte mir einer unserer theosophischen Freunde einen Brief, der auf eine Einladung dieses theosophischen Freundes hin geschrieben war von einem süddeutschen Pastor. Der Freund meinte, dass es gut sein könnte, den betreffenden Herrn zu dem Vortrag über die Weisheitslehren des Christentums einzuladen, weil er glaubte, dass der Betreffende eigentlich Theosophie predigte, und dass man eine Verbindung zwischen der Theosophie und der Auffassung des Christentums von Seiten des betreffenden Pfarrers herbeiführen könne. Interessant war die Antwort, die der Betreffende erteilte. Er lehnte es ab, an dem Abend zu kommen. Er war durch Äußerlichkeiten verhindert. Aber er sagte, er hätte sich mit der Theosophie befasst, auch versucht, einige Hefte der «Lucifer - Gnosis» zu lesen und ersehe daraus, dass die Theosophie bezweckt, gewisse alte gnostische Vorstellungen wieder zu erneuern. Er könne ja diesen ganzen Bestrebungen nicht eigentlich so recht etwas Besonderes abgewinnen, aus dem Grunde, weil er es vorziehe, ein unmittelbares Verhältnis zu seinem Gott zu gewinnen und sich nicht zu begnügen durch ein so vermitteltes, durch viele Zwischenwesen hindurchgehendes Verhältnis zu der Göttlichkeit zu kommen. Das ist eine sehr charakteristische Antwort, die ich aus dem Grunde erwähne, weil sie heute von so vielen Leuten gegeben wird. Sehr viele - und das soll nicht irgendeine Kritik an unseren Zeitgenossen sein, sondern nur eine Bemerkung -, denn die Erscheinung ist so berechtigt wie nur möglich. Sie geht ganz aus dem Zeitbewusstsein hervor. - Ich sage: Diese Antwort wird heute vielfach gegeben. Die Menschen meinen, dass man eigentlich etwas nicht recht mit dem heutigen Zeitbewusstsein und ihrem Gefühle Übereinstimmende macht, wenn man außer der sinnlichen Welt, in der wir leben, und in der die Welt durchflutenden Göttlichkeit noch eine ganz große Reihe von Zwischenwesen, sagen wir Götter oder geistige Wesenheiten zwischen drinnen noch annimmt. Seit vier Jahrhunderten ist die Menschheit erzogen worden in dieser Anschauung. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn eine solche Empfindung heute allgemein geworden ist, und man glaubt, dass die Theosophie etwas zu viel zu tun habe mit all den verschiedenen Geistern und geistigen Wesenheiten, mit einer ganzen Hierarchie von geistigen Wesenheiten zwischen den Menschen, und von denen man kein Bewusstsein, sondern nur eine Ahnung haben kann.

[ 1 ] Ich möchte heute fortfahren in der Betrachtung derjenigen Dinge, die wir vor acht Tagen anfingen. Vor nicht langer Zeit zeigte mir einer unserer theosophischen Freunde einen Brief, der auf eine Einladung dieses theosophischen Freundes hin geschrieben war von einem süddeutschen Pastor. Der Freund meinte, dass es gut sein könnte, den betreffenden Herrn zu dem Vortrag über die Weisheitslehren des Christentums einzuladen, weil er glaubte, dass der Betreffende eigentlich Theosophie predigte, und dass man eine Verbindung zwischen der Theosophie und der Auffassung des Christentums von Seiten des betreffenden Pfarrers herbeiführen könne. Interessant war die Antwort, die der Betreffende erteilte. Er lehnte es ab, an dem Abend zu kommen. Er war durch Äußerlichkeiten verhindert. Aber er sagte, er hätte sich mit der Theosophie befasst, auch versucht, einige Hefte der «Lucifer - Gnosis» zu lesen und ersehe daraus, dass die Theosophie bezweckt, gewisse alte gnostische Vorstellungen wieder zu erneuern. Er könne ja diesen ganzen Bestrebungen nicht eigentlich so recht etwas Besonderes abgewinnen, aus dem Grunde, weil er es vorziehe, ein unmittelbares Verhältnis zu seinem Gott zu gewinnen und sich nicht zu begnügen durch ein so vermitteltes, durch viele Zwischenwesen hindurchgehendes Verhältnis zu der Göttlichkeit zu kommen. Das ist eine sehr charakteristische Antwort, die ich aus dem Grunde erwähne, weil sie heute von so vielen Leuten gegeben wird. Sehr viele - und das soll nicht irgendeine Kritik an unseren Zeitgenossen sein, sondern nur eine Bemerkung -, denn die Erscheinung ist so berechtigt wie nur möglich. Sie geht ganz aus dem Zeitbewusstsein hervor. - Ich sage: Diese Antwort wird heute vielfach gegeben. Die Menschen meinen, dass man eigentlich etwas nicht recht mit dem heutigen Zeitbewusstsein und ihrem Gefühle Übereinstimmende macht, wenn man außer der sinnlichen Welt, in der wir leben, und in der die Welt durchflutenden Göttlichkeit noch eine ganz große Reihe von Zwischenwesen, sagen wir Götter oder geistige Wesenheiten zwischen drinnen noch annimmt. Seit vier Jahrhunderten ist die Menschheit erzogen worden in dieser Anschauung. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn eine solche Empfindung heute allgemein geworden ist, und man glaubt, dass die Theosophie etwas zu viel zu tun habe mit all den verschiedenen Geistern und geistigen Wesenheiten, mit einer ganzen Hierarchie von geistigen Wesenheiten zwischen den Menschen, und von denen man kein Bewusstsein, sondern nur eine Ahnung haben kann.

[ 2 ] Was Lehre einer Anschauung einer so großen Summe geistiger Wesenheiten ist, ist nicht neu, sondern so alt, als die Menschheit ist. Die Zeit, in der man glaubt, absehen zu können von diesem Fühlen des Geistigen, die ist eigentlich klein im Verhältnis zu der großen Entwicklungszeit. Da, wo man ein Bewusstsein hatte von der wirklichen Bedeutung und Tiefe der geistigen Welt, da war niemals die Ansicht verbreitet, dass man von geistigen Wesenheiten und ihrer Kenntnis absehen kann. Ich habe es öfters hier erwähnt, dass die Theosophie als solche nichts besonders Neues ist, dass sie nur die Popularisierung, die allgemein verständliche Verkündigung von Lehren darstellt, die in den sogenannten Brüderschaften immer gepflegt worden sind. Nur die Art und Weise, wie die Menschen zu diesen Lehren gekommen sind, war in den verflossenen Jahrhunderten anders als heute. Von alledem, wovon wir heute reden, hätte man vor fünfzig Jahren noch nicht reden können. Damals verlangte man von dem, der so etwas wissen wollte, ganz entschieden, dass er die Aufnahme suche in eine sogenannte okkulte Schule, und es wurde niemand bekannt gemacht etwa gleich mit so bedeutsamen und einschneidenden Anschauungen, wie sie heute in jedem kleinen Handbüchelchen der Theosophie zu finden sind. Man musste sich da die Möglichkeit, mit solchen Dingen bekannt zu werden, erst langsam und allmählich erwerben, man musste Grad für Grad absolvieren, studieren. Jeder neue Grad, den man erwarb, machte einen erst berechtigt, gewisse höhere Anschauungen aufzunehmen. Und die Erziehung innerhalb eines solchen Grades bestand darin, dass man das Gefühl bekam, dass das das Wahre, Richtige und Wesentliche ist, was man in der aufsteigenden Menschheitsentwicklung erhielt von den Lehrern okkulter Schulen. Das gab es nicht deshalb, weil es verboten war — keine Kritik an dem okkulten Lehrer -, sondern weil man sich stufenweise überzeugte, dass es ein Unsinn wäre, eine Kritik an den okkulten Lehrern zu üben, geradeso, wie es ungereimt von einem Kinde wäre, Kritik am Einmaleins zu üben, bevor es dasselbe kann, oder bei einem Schüler der Geometrie, wenn er noch nicht reif dazu wäre, sie zu verstehen. Geradeso hat man früher nie gesagt: «Das mag ich nicht, das konveniert mir nicht» und so weiter. Man hat es als selbstverständlich hingenommen, weil man dazu vorbereitet war.

[ 2 ] Was Lehre einer Anschauung einer so großen Summe geistiger Wesenheiten ist, ist nicht neu, sondern so alt, als die Menschheit ist. Die Zeit, in der man glaubt, absehen zu können von diesem Fühlen des Geistigen, die ist eigentlich klein im Verhältnis zu der großen Entwicklungszeit. Da, wo man ein Bewusstsein hatte von der wirklichen Bedeutung und Tiefe der geistigen Welt, da war niemals die Ansicht verbreitet, dass man von geistigen Wesenheiten und ihrer Kenntnis absehen kann. Ich habe es öfters hier erwähnt, dass die Theosophie als solche nichts besonders Neues ist, dass sie nur die Popularisierung, die allgemein verständliche Verkündigung von Lehren darstellt, die in den sogenannten Brüderschaften immer gepflegt worden sind. Nur die Art und Weise, wie die Menschen zu diesen Lehren gekommen sind, war in den verflossenen Jahrhunderten anders als heute. Von alledem, wovon wir heute reden, hätte man vor fünfzig Jahren noch nicht reden können. Damals verlangte man von dem, der so etwas wissen wollte, ganz entschieden, dass er die Aufnahme suche in eine sogenannte okkulte Schule, und es wurde niemand bekannt gemacht etwa gleich mit so bedeutsamen und einschneidenden Anschauungen, wie sie heute in jedem kleinen Handbüchelchen der Theosophie zu finden sind. Man musste sich da die Möglichkeit, mit solchen Dingen bekannt zu werden, erst langsam und allmählich erwerben, man musste Grad für Grad absolvieren, studieren. Jeder neue Grad, den man erwarb, machte einen erst berechtigt, gewisse höhere Anschauungen aufzunehmen. Und die Erziehung innerhalb eines solchen Grades bestand darin, dass man das Gefühl bekam, dass das das Wahre, Richtige und Wesentliche ist, was man in der aufsteigenden Menschheitsentwicklung erhielt von den Lehrern okkulter Schulen. Das gab es nicht deshalb, weil es verboten war — keine Kritik an dem okkulten Lehrer -, sondern weil man sich stufenweise überzeugte, dass es ein Unsinn wäre, eine Kritik an den okkulten Lehrern zu üben, geradeso, wie es ungereimt von einem Kinde wäre, Kritik am Einmaleins zu üben, bevor es dasselbe kann, oder bei einem Schüler der Geometrie, wenn er noch nicht reif dazu wäre, sie zu verstehen. Geradeso hat man früher nie gesagt: «Das mag ich nicht, das konveniert mir nicht» und so weiter. Man hat es als selbstverständlich hingenommen, weil man dazu vorbereitet war.

[ 3 ] Heute sind wir in die Notwendigkeit versetzt, einen weiteren Kreis ohne solche Vorbereitungen einführen zu können und von den elementaren Lehren des Okkultismus zu sprechen. Die Gründe habe ich öfters auseinandergesetzt, weshalb die geistige Lehre vor allen Menschen verkündigt wird. Glauben Sie nicht, dass das, was wir von diesen okkulten Lehren verkündigen dürfen, die ganze Lehre des Okkultismus ist. Es ist das Allererste. Und es werden noch lange nicht die Zeiten kommen, wo die tieferen Lehren mitgeteilt werden können. Aber auch diese werden kommen, in denen man auch höhere geistige Welten wird erschließen können. Heute ist es nur notwendig, so viel zu verkünden und die Menschen in so viel einzuführen, als der Zeitenlauf von uns erfordert. Diejenigen, die hier sitzen, sind ja zum größten Teile oft und oft hier gewesen, und aus diesem Grunde dürfen hier immerzu Behauptungen und Mitteilungen gemacht werden, welche für den, der draußen steht, für den, der zu einem öffentlichen Vortrag kommt, grotesk und paradox erscheinen, phantastisch, wenn nicht gar verrückt. Aber die tieferen Wahrheiten, gerade diejenigen, die den eigentlichen Nerv des Lebens ausmachen, die tiefsten Gesetze der Welterkenntnis, diese Lehren erscheinen zunächst dem, der nur in die äußere Sinnlichkeit gebannt ist und an dasjenige, was ihm sonst gesagt wird über die geistige Welt, als illusionär, als paradox. Dem, der tiefer und tiefer in die heutige Welt eindringt, erscheint gerade das als Illusion, was uns im gewöhnlichen Leben die Sinne lehren und was uns unser Verstand vermitteln kann. Nun hat die Menschheit seit Jahrhunderten die Kraft verloren, das Geistige wirklich unterscheiden zu können, und das, meine verehrten Anwesenden, betrachten Sie als etwas Wesentliches in der Einleitung zu dem heutigen Vortrag, dass der Menschheit Unterscheidungskräfte in den letzten vier Jahrhunderten etwas eingebüßt haben.

[ 3 ] Heute sind wir in die Notwendigkeit versetzt, einen weiteren Kreis ohne solche Vorbereitungen einführen zu können und von den elementaren Lehren des Okkultismus zu sprechen. Die Gründe habe ich öfters auseinandergesetzt, weshalb die geistige Lehre vor allen Menschen verkündigt wird. Glauben Sie nicht, dass das, was wir von diesen okkulten Lehren verkündigen dürfen, die ganze Lehre des Okkultismus ist. Es ist das Allererste. Und es werden noch lange nicht die Zeiten kommen, wo die tieferen Lehren mitgeteilt werden können. Aber auch diese werden kommen, in denen man auch höhere geistige Welten wird erschließen können. Heute ist es nur notwendig, so viel zu verkünden und die Menschen in so viel einzuführen, als der Zeitenlauf von uns erfordert. Diejenigen, die hier sitzen, sind ja zum größten Teile oft und oft hier gewesen, und aus diesem Grunde dürfen hier immerzu Behauptungen und Mitteilungen gemacht werden, welche für den, der draußen steht, für den, der zu einem öffentlichen Vortrag kommt, grotesk und paradox erscheinen, phantastisch, wenn nicht gar verrückt. Aber die tieferen Wahrheiten, gerade diejenigen, die den eigentlichen Nerv des Lebens ausmachen, die tiefsten Gesetze der Welterkenntnis, diese Lehren erscheinen zunächst dem, der nur in die äußere Sinnlichkeit gebannt ist und an dasjenige, was ihm sonst gesagt wird über die geistige Welt, als illusionär, als paradox. Dem, der tiefer und tiefer in die heutige Welt eindringt, erscheint gerade das als Illusion, was uns im gewöhnlichen Leben die Sinne lehren und was uns unser Verstand vermitteln kann. Nun hat die Menschheit seit Jahrhunderten die Kraft verloren, das Geistige wirklich unterscheiden zu können, und das, meine verehrten Anwesenden, betrachten Sie als etwas Wesentliches in der Einleitung zu dem heutigen Vortrag, dass der Menschheit Unterscheidungskräfte in den letzten vier Jahrhunderten etwas eingebüßt haben.

[ 4 ] Daher kommt es, dass Einwendungen gemacht werden können wie in dem erwähnten Briefe. Denken Sie sich einmal, was eine solche Einwendung bedeutet. Sie ist ganz dasselbe, wie wenn Sie jemandem einen Vorschlag machen wollten, er solle zu einem Vortrag kommen über Botanik und er schriebe Ihnen zurück: Ich habe einiges gelesen von Botanik, gelesen, dass sie unterscheidet zwischen verschiedenen Pflanzen - Orchideen, Eichen, Palmen und so weiter —, aber es interessiert mich nicht weiter. Ich will nicht zwischen den einzelnen Pflanzen unterscheiden, ich will mich damit begnügen ein allgemeines, unmittelbares Gefühl von dem Pflanzendasein als solchem zu haben. Ich weiß, dass die Welt Pflanzen hat: Eichen, Lilien, Tulpen, Pappeln - das sind Pflanzen; es ist für mich aber eine übertriebene Gnosis, wenn man erst unterscheiden soll zwischen Lilien, Tannen, Tulpen, Pappeln. Ich begnüge mich damit, dass es im Allgemeinen etwas Geistiges gibt, etwas Göttliches, das die Welt durchflutet was reden mir die Leute etwas vor von solchen Wesenheiten. Ein solcher ist in derselben Lage wie der, welcher den Einwand gegen die Unterscheidung in der Botanik macht. Dieses Unterscheidungsvermögen hat die Menschheit seit Jahrhunderten etwas verloren. Dieses Unterscheidungsvermögen muss heute aber wieder erweckt werden. Gerade dazu ist die theosophische Weltanschauung da. Für den, der die geistigen Zusammenhänge kennt, ist es wirklich kein leichter Entschluss, vor die Welt hinzutreten und von den großen Zusammenhängen zwischen den großen geistigen Wesenheiten zu sprechen, denn er weiß, wie hart es ist, in dieser Zeit Verständnis zu erzielen, und wie der Mensch beirrt werden kann durch solche Auseinandersetzungen über die geistigen Wesenheiten. Aber zu gleicher Zeit muss ein solcher hineinblicken in den Gang der geistigen Welt.

[ 4 ] Daher kommt es, dass Einwendungen gemacht werden können wie in dem erwähnten Briefe. Denken Sie sich einmal, was eine solche Einwendung bedeutet. Sie ist ganz dasselbe, wie wenn Sie jemandem einen Vorschlag machen wollten, er solle zu einem Vortrag kommen über Botanik und er schriebe Ihnen zurück: Ich habe einiges gelesen von Botanik, gelesen, dass sie unterscheidet zwischen verschiedenen Pflanzen - Orchideen, Eichen, Palmen und so weiter —, aber es interessiert mich nicht weiter. Ich will nicht zwischen den einzelnen Pflanzen unterscheiden, ich will mich damit begnügen ein allgemeines, unmittelbares Gefühl von dem Pflanzendasein als solchem zu haben. Ich weiß, dass die Welt Pflanzen hat: Eichen, Lilien, Tulpen, Pappeln - das sind Pflanzen; es ist für mich aber eine übertriebene Gnosis, wenn man erst unterscheiden soll zwischen Lilien, Tannen, Tulpen, Pappeln. Ich begnüge mich damit, dass es im Allgemeinen etwas Geistiges gibt, etwas Göttliches, das die Welt durchflutet was reden mir die Leute etwas vor von solchen Wesenheiten. Ein solcher ist in derselben Lage wie der, welcher den Einwand gegen die Unterscheidung in der Botanik macht. Dieses Unterscheidungsvermögen hat die Menschheit seit Jahrhunderten etwas verloren. Dieses Unterscheidungsvermögen muss heute aber wieder erweckt werden. Gerade dazu ist die theosophische Weltanschauung da. Für den, der die geistigen Zusammenhänge kennt, ist es wirklich kein leichter Entschluss, vor die Welt hinzutreten und von den großen Zusammenhängen zwischen den großen geistigen Wesenheiten zu sprechen, denn er weiß, wie hart es ist, in dieser Zeit Verständnis zu erzielen, und wie der Mensch beirrt werden kann durch solche Auseinandersetzungen über die geistigen Wesenheiten. Aber zu gleicher Zeit muss ein solcher hineinblicken in den Gang der geistigen Welt.

[ 5 ] Es ist wenig bekannt, dass die Erscheinungen der Welt in den sogenannten Zyklen verlaufen. Heute in der materialistischen Zeit übersieht man den regelmäßigen rhythmischen Gang auch der fatalen Erscheinungen in der Welt. Der aber, der hineinsieht in das Getriebe des großen menschlichen Geisteslebens, der sieht etwas herankommen, etwas, was sich mehr und mehr der Menschheit offenbart. Auch das ist paradox, was ich jetzt sagen will, aber es wird nur zu klar erkannt werden in einiger Zeit, vielleicht in einer nicht zu fernen Zeit. Dasjenige, was der Menschheit bevorsteht, bevorstehen muss einfach wegen des Materialismus, der sich seit vier Jahrhunderten vorbereitet hat, das ist ein gewisser Verlust des geistigen Lebens, eine Verwirrung im geistigen Leben, die sich ganz gewiss ausbilden würde zu einer Art von geistiger Krankheit, zu einer Art von Epidemie, wenn nicht durch die Einstrahlungen der Lehrer des geistigen Lebens dieser geistigen Epidemie gerade entgegengearbeitet würde. Vor dem würden wir stehen. Heute bereitet es sich langsam vor. Wer nicht Augen hat, sieht nicht, und wer nicht Ohren hat, hört nicht, wenn er auch in der Psychiatrie drinnen steht. Wer aber seelisch beobachten kann, der weiß, in welcher Gefahr der Mensch steht. Diese Gefahr muss nicht kommen, aber sie würde kommen, wenn nicht durch das Leben dieser menschliche Geist wieder in sich befestigt würde, das heißt einen richtigen Mittelpunkt erhielte. Zu nichts anderem soll die Theosophie da sein, als im tiefsten Seelengrunde des Menschen Charakter, festen, starken Charakter zu erzeugen, keine geistig schwankende Natur aufkommen zu lassen. Derjenige, der mit seinem Erkennen so hinhuscht, hin und her irrlichterliert durch die äußeren materiellen Erscheinungen des Daseins, heute dem und morgen jenem sich zuneigt, der ist der großen Gefahr ausgesetzt, seinen geistigen Mittelpunkt zu verlieren. Und da hilft es auch nichts, wenn wir mit allgemeinen Ideen von Göttlichkeit und Geistigkeit dieses Hinhuschen durchtränken. So wie der nur Herrscher und sicher ist im Pflanzenreich, der Botanik gelernt hat, so vermag nur der Sicherheit zu haben mit den geistigen Wesenheiten — die nun einmal da sind —, der eine Erkenntnis der geistigen Welt hat.

[ 5 ] Es ist wenig bekannt, dass die Erscheinungen der Welt in den sogenannten Zyklen verlaufen. Heute in der materialistischen Zeit übersieht man den regelmäßigen rhythmischen Gang auch der fatalen Erscheinungen in der Welt. Der aber, der hineinsieht in das Getriebe des großen menschlichen Geisteslebens, der sieht etwas herankommen, etwas, was sich mehr und mehr der Menschheit offenbart. Auch das ist paradox, was ich jetzt sagen will, aber es wird nur zu klar erkannt werden in einiger Zeit, vielleicht in einer nicht zu fernen Zeit. Dasjenige, was der Menschheit bevorsteht, bevorstehen muss einfach wegen des Materialismus, der sich seit vier Jahrhunderten vorbereitet hat, das ist ein gewisser Verlust des geistigen Lebens, eine Verwirrung im geistigen Leben, die sich ganz gewiss ausbilden würde zu einer Art von geistiger Krankheit, zu einer Art von Epidemie, wenn nicht durch die Einstrahlungen der Lehrer des geistigen Lebens dieser geistigen Epidemie gerade entgegengearbeitet würde. Vor dem würden wir stehen. Heute bereitet es sich langsam vor. Wer nicht Augen hat, sieht nicht, und wer nicht Ohren hat, hört nicht, wenn er auch in der Psychiatrie drinnen steht. Wer aber seelisch beobachten kann, der weiß, in welcher Gefahr der Mensch steht. Diese Gefahr muss nicht kommen, aber sie würde kommen, wenn nicht durch das Leben dieser menschliche Geist wieder in sich befestigt würde, das heißt einen richtigen Mittelpunkt erhielte. Zu nichts anderem soll die Theosophie da sein, als im tiefsten Seelengrunde des Menschen Charakter, festen, starken Charakter zu erzeugen, keine geistig schwankende Natur aufkommen zu lassen. Derjenige, der mit seinem Erkennen so hinhuscht, hin und her irrlichterliert durch die äußeren materiellen Erscheinungen des Daseins, heute dem und morgen jenem sich zuneigt, der ist der großen Gefahr ausgesetzt, seinen geistigen Mittelpunkt zu verlieren. Und da hilft es auch nichts, wenn wir mit allgemeinen Ideen von Göttlichkeit und Geistigkeit dieses Hinhuschen durchtränken. So wie der nur Herrscher und sicher ist im Pflanzenreich, der Botanik gelernt hat, so vermag nur der Sicherheit zu haben mit den geistigen Wesenheiten — die nun einmal da sind —, der eine Erkenntnis der geistigen Welt hat.

[ 6 ] Früher hat niemals jemand etwas gesagt von höheren geistigen Wesenheiten. Wer reif dazu war, hat es gesucht und gefunden. Per Zufall, der keiner war, kamen sie zu den Menschen, die sie einweihen konnten. Es war der große, geistige menschliche Magnetismus, der dem Schüler notwendig den Lehrer zutreibt. Scheinbar treffen sie einen harmlosen Menschen an, meinethalben im Wartesaal oder in der Eisenbahn, wo sie vielleicht mehrere Stunden sitzen müssen. Da kommen Sie ins Gespräch mit einem solchen Menschen. Es ist scheinbar zufällig, in Wahrheit ist es aber für Sie eine Notwendigkeit. Sie finden vielleicht in einem solchen Menschen denjenigen, der den bedeutsamsten Einfluss auf Sie hat, der vielleicht Ihr okkulter Lehrer ist. So kam es, dass jener innere seelische Magnetismus so abgenommen hat, dass diese Kraft nicht mehr spielt. Sie finden nicht mehr so leicht den Anschluss an die eigentlichen geistigen Lehrer.

[ 6 ] Früher hat niemals jemand etwas gesagt von höheren geistigen Wesenheiten. Wer reif dazu war, hat es gesucht und gefunden. Per Zufall, der keiner war, kamen sie zu den Menschen, die sie einweihen konnten. Es war der große, geistige menschliche Magnetismus, der dem Schüler notwendig den Lehrer zutreibt. Scheinbar treffen sie einen harmlosen Menschen an, meinethalben im Wartesaal oder in der Eisenbahn, wo sie vielleicht mehrere Stunden sitzen müssen. Da kommen Sie ins Gespräch mit einem solchen Menschen. Es ist scheinbar zufällig, in Wahrheit ist es aber für Sie eine Notwendigkeit. Sie finden vielleicht in einem solchen Menschen denjenigen, der den bedeutsamsten Einfluss auf Sie hat, der vielleicht Ihr okkulter Lehrer ist. So kam es, dass jener innere seelische Magnetismus so abgenommen hat, dass diese Kraft nicht mehr spielt. Sie finden nicht mehr so leicht den Anschluss an die eigentlichen geistigen Lehrer.

[ 7 ] Daher ist es notwendig geworden, in einer tumultuarischen Weise durch das gesprochene Wort vor den größeren Mengen unserer Zeitgenossen die okkulten Lehren elementar zu entwickeln, damit jeder sich sagen kann, da und dort ist ein Mittelpunkt; wenn ich will, so kann ich mich anschließen. Eigentlich sollte niemand aufgefordert werden, sich irgendeiner geheimwissenschaftlichen Strömung anzuschließen. Wie weit da der einzelne geht, muss sein absolut freier Entschluss sein. Im Zeichen des Okkultismus sollte nie, wie man das heute auffasst, agiert werden. Durch eine solche Agitation wird nämlich das hervorgerufen, was nicht da sein sollte auf diesem Gebiete. Wer sich anschließt ohne eigentlich Suchender zu sein, der sagt: «Das gefällt mir, und das gefällt mir nicht - und das ist nicht das Richtige.» Eigentlich ist das Prinzip des gesellschaftlichen Zusammenschlusses nicht dasjenige, was richtig ist, wie im Buddhismus. Es ist nur ein Surrogat heute, weil man sich zu allem gesellschaftlich zusammenschließt. Das, was im Okkultismus das Richtige ist, ist die Gruppierung.

[ 7 ] Daher ist es notwendig geworden, in einer tumultuarischen Weise durch das gesprochene Wort vor den größeren Mengen unserer Zeitgenossen die okkulten Lehren elementar zu entwickeln, damit jeder sich sagen kann, da und dort ist ein Mittelpunkt; wenn ich will, so kann ich mich anschließen. Eigentlich sollte niemand aufgefordert werden, sich irgendeiner geheimwissenschaftlichen Strömung anzuschließen. Wie weit da der einzelne geht, muss sein absolut freier Entschluss sein. Im Zeichen des Okkultismus sollte nie, wie man das heute auffasst, agiert werden. Durch eine solche Agitation wird nämlich das hervorgerufen, was nicht da sein sollte auf diesem Gebiete. Wer sich anschließt ohne eigentlich Suchender zu sein, der sagt: «Das gefällt mir, und das gefällt mir nicht - und das ist nicht das Richtige.» Eigentlich ist das Prinzip des gesellschaftlichen Zusammenschlusses nicht dasjenige, was richtig ist, wie im Buddhismus. Es ist nur ein Surrogat heute, weil man sich zu allem gesellschaftlich zusammenschließt. Das, was im Okkultismus das Richtige ist, ist die Gruppierung.

[ 8 ] Ebenso wenig hat es einen Sinn, sich in eine Gesellschaft zum Zwecke des Okkultismus zusammenzuschließen, wie es auch keinen Sinn und Verstand hat, sich in Bezug auf Geometrie zusammenzuschließen. Man kann Geometrie von einem lernen, der Geometrie kann, aber in Gesellschaft kann man nichts über die Wahrheit der Geometrie ausmachen. Der Okkultismus ist ein kleiner Kreis innerhalb unserer Gesellschaft. Die Theosophische Gesellschaft ist eine Verwaltungssache, eine administrative Sache. Das okkulte Leben aber kann man in keinem anderen Sinne pflegen, als ich es zu erörtern versucht habe. Diejenigen, welche sich eingelebt haben in das okkulte Leben, die wissen, dass jene große Sicherheit des inneres Seelencharakters nur erreicht werden kann, wenn man das Unterscheidungsvermögen innerhalb der geistigen Welt hat.

[ 8 ] Ebenso wenig hat es einen Sinn, sich in eine Gesellschaft zum Zwecke des Okkultismus zusammenzuschließen, wie es auch keinen Sinn und Verstand hat, sich in Bezug auf Geometrie zusammenzuschließen. Man kann Geometrie von einem lernen, der Geometrie kann, aber in Gesellschaft kann man nichts über die Wahrheit der Geometrie ausmachen. Der Okkultismus ist ein kleiner Kreis innerhalb unserer Gesellschaft. Die Theosophische Gesellschaft ist eine Verwaltungssache, eine administrative Sache. Das okkulte Leben aber kann man in keinem anderen Sinne pflegen, als ich es zu erörtern versucht habe. Diejenigen, welche sich eingelebt haben in das okkulte Leben, die wissen, dass jene große Sicherheit des inneres Seelencharakters nur erreicht werden kann, wenn man das Unterscheidungsvermögen innerhalb der geistigen Welt hat.

[ 9 ] Das musste ich voraussetzen, weil mit Lehren, wie wir sie nun entwickeln werden, immer und immer wieder auf die gleichen Widersprüche gestoßen wird.

[ 9 ] Das musste ich voraussetzen, weil mit Lehren, wie wir sie nun entwickeln werden, immer und immer wieder auf die gleichen Widersprüche gestoßen wird.

[ 10 ] Nun möchte ich dasjenige noch weiter ausbauen, wovon wir das letzte Mal gesprochen haben. Ich habe schon angedeutet, dass es vier Stufen der Erkenntnis gibt. Diese vier Stufen sind immer gepflegt worden da, wo es Okkultisten gegeben hat. Nicht willkürlich, meine verehrten Anwesenden, durch Erwägungen, durch Schlussfolgerungen, durch Spekulation hat die Menschheit Kunde erhalten von den höheren geistigen Welten und ihren Wesenheiten, sondern dadurch erlangt man davon Kunde, dass man sich die geistigen Organe bildet, durch die man Erfahrungen machen kann in diesen höheren Welten.

[ 10 ] Nun möchte ich dasjenige noch weiter ausbauen, wovon wir das letzte Mal gesprochen haben. Ich habe schon angedeutet, dass es vier Stufen der Erkenntnis gibt. Diese vier Stufen sind immer gepflegt worden da, wo es Okkultisten gegeben hat. Nicht willkürlich, meine verehrten Anwesenden, durch Erwägungen, durch Schlussfolgerungen, durch Spekulation hat die Menschheit Kunde erhalten von den höheren geistigen Welten und ihren Wesenheiten, sondern dadurch erlangt man davon Kunde, dass man sich die geistigen Organe bildet, durch die man Erfahrungen machen kann in diesen höheren Welten.

[ 11 ] Nun wollen wir diese Stufen des höheren Lebens einmal kurz vor die Seele bringen. Das gewöhnliche Erkennen, das eigen ist allen Menschen in aller Welt, das nennt man das materielle Erkennen. Dieses Materielle ist das, was der heutige Mensch fast einzig und allein nur kennt. Es ist fast kein anderes Erkennen bekannt heute als dieses materielle Erkennen. Das suchen Sie im Alltagsleben, ganz gleichgültig, ob Sie tanzen, kochen oder etwas anderes tun, da erkennen Sie auf diese Weise. Aber auch im anatomischen Seziersaal, im Laboratorium und in der ganzen Wissenschaft ist nichts anderes als das materielle Erkennen. Es ist die erste Stufe des Erkennens. Es ist nicht der Fall, dass der Okkultist eine Kritik über das materielle Erkennen ausüben will. Das materielle Erkennen hat seine volle Berechtigung im Leben. Nur muss gesagt werden, dass es höhere Stufen des Erkennens gibt. Dieses materielle Erkennen müssen Sie sich klarmachen seinen einzelnen Teilen nach.

[ 11 ] Nun wollen wir diese Stufen des höheren Lebens einmal kurz vor die Seele bringen. Das gewöhnliche Erkennen, das eigen ist allen Menschen in aller Welt, das nennt man das materielle Erkennen. Dieses Materielle ist das, was der heutige Mensch fast einzig und allein nur kennt. Es ist fast kein anderes Erkennen bekannt heute als dieses materielle Erkennen. Das suchen Sie im Alltagsleben, ganz gleichgültig, ob Sie tanzen, kochen oder etwas anderes tun, da erkennen Sie auf diese Weise. Aber auch im anatomischen Seziersaal, im Laboratorium und in der ganzen Wissenschaft ist nichts anderes als das materielle Erkennen. Es ist die erste Stufe des Erkennens. Es ist nicht der Fall, dass der Okkultist eine Kritik über das materielle Erkennen ausüben will. Das materielle Erkennen hat seine volle Berechtigung im Leben. Nur muss gesagt werden, dass es höhere Stufen des Erkennens gibt. Dieses materielle Erkennen müssen Sie sich klarmachen seinen einzelnen Teilen nach.

[ 12 ] Vier Glieder sind es, die im materiellen Erkennen eine Rolle spielen. Nun bitte ich Sie, mir genau zu folgen. Was gehört zum gewöhnlichen materiellen Erkennen? Denken Sie sich, Sie sollten diese Blüte unter dem Gesichtspunkt des materiellen Erkennens betrachten. Vier Dinge sind notwendig, damit dieses materielle Erkennen zustande kommt. Erstens die Blüte, das ist der Gegenstand. Zweitens das Bild des Gegenstandes. - Wenn Sie überhaupt so etwas würdigen wollen wie dieses, so müssen Sie sich schon einlassen auf solche subtilen Dinge. Drittens der Begriff. Der ist etwas anderes als das Bild. Der Begriff wird erlangt durch innere geistige Arbeit. Das Bild bleibt als Eindruck des Objektes auf ihrer Seele. Der Begriff ist aber etwas anderes. Ich will es Ihnen noch klarer machen.

[ 12 ] Vier Glieder sind es, die im materiellen Erkennen eine Rolle spielen. Nun bitte ich Sie, mir genau zu folgen. Was gehört zum gewöhnlichen materiellen Erkennen? Denken Sie sich, Sie sollten diese Blüte unter dem Gesichtspunkt des materiellen Erkennens betrachten. Vier Dinge sind notwendig, damit dieses materielle Erkennen zustande kommt. Erstens die Blüte, das ist der Gegenstand. Zweitens das Bild des Gegenstandes. - Wenn Sie überhaupt so etwas würdigen wollen wie dieses, so müssen Sie sich schon einlassen auf solche subtilen Dinge. Drittens der Begriff. Der ist etwas anderes als das Bild. Der Begriff wird erlangt durch innere geistige Arbeit. Das Bild bleibt als Eindruck des Objektes auf ihrer Seele. Der Begriff ist aber etwas anderes. Ich will es Ihnen noch klarer machen.

[ 13 ] Denken Sie sich: Viele Menschen haben den Sternenhimmel angeschaut. Sie haben entweder das Bild gehabt ohne Begriff oder den Begriff und auch das Bild. Der Astronom hat einen Begriff von dem Sternenhimmel und das Bild; der Bauer hat ein Bild davon, aber keinen Begriff. Sie sehen hierbei, dass Begriff und Bild verschieden sind. Nehmen wir den Begriff des Kreises. Der Kreis ist eine Linie, welche von dem Mittelpunkt gleich weit absteht.

[ 13 ] Denken Sie sich: Viele Menschen haben den Sternenhimmel angeschaut. Sie haben entweder das Bild gehabt ohne Begriff oder den Begriff und auch das Bild. Der Astronom hat einen Begriff von dem Sternenhimmel und das Bild; der Bauer hat ein Bild davon, aber keinen Begriff. Sie sehen hierbei, dass Begriff und Bild verschieden sind. Nehmen wir den Begriff des Kreises. Der Kreis ist eine Linie, welche von dem Mittelpunkt gleich weit absteht.

[ 14 ] Das Vierte ist das Ich, Sie selbst. Wenn Sie diese vier Dinge sich vorhalten, so haben Sie die Bestandteile der gewöhnlichen materiellen Erkenntnis. Dasjenige, wodurch das Bild zustande kommt bei dem materiellen Erkennen, nennt man Sensation.

[ 14 ] Das Vierte ist das Ich, Sie selbst. Wenn Sie diese vier Dinge sich vorhalten, so haben Sie die Bestandteile der gewöhnlichen materiellen Erkenntnis. Dasjenige, wodurch das Bild zustande kommt bei dem materiellen Erkennen, nennt man Sensation.

[ 15 ] Die zweite Stufe des Erkennens, die es auch gibt, unterscheidet sich von der ersten dadurch, dass der äußere Gegenstand wegbleibt, und damit auch die Sensation. Das, wodurch Sie die Anregung zum Bild bekommen, ist weg. Alles dasjenige, was Sie auf diese Weise erkennen, dass ein Gegenstand auf Sie wirkt, ist eben nicht die zweite Erkenntnisstufe. Sie müssen sich denken, dass da die ganze Welt weg ist. Nun sagt ja der materialistische Mensch, dann ist ja überhaupt nichts mehr da. Das ist es aber, worauf es ankommt, dass man dann noch etwas hat. In der Tat hat derjenige, der keine Entwicklung durchmacht, auch nichts mehr, wenn er die Augen zumacht. Er hat den leeren, finsteren Raum um sich. Ausgebildet wird die zweite Erkenntnisstufe durch die sogenannte Meditation. Weggeblieben ist der äußere Gegenstand. Vorhanden sind dabei noch das Bild, der Begriff und das Ich. Diese drei sind noch vorhanden. Dass kein äußerer Gegenstand da ist, nur noch das Bild, das verleitet viele zu sagen: Das ist Phantastik.

[ 15 ] Die zweite Stufe des Erkennens, die es auch gibt, unterscheidet sich von der ersten dadurch, dass der äußere Gegenstand wegbleibt, und damit auch die Sensation. Das, wodurch Sie die Anregung zum Bild bekommen, ist weg. Alles dasjenige, was Sie auf diese Weise erkennen, dass ein Gegenstand auf Sie wirkt, ist eben nicht die zweite Erkenntnisstufe. Sie müssen sich denken, dass da die ganze Welt weg ist. Nun sagt ja der materialistische Mensch, dann ist ja überhaupt nichts mehr da. Das ist es aber, worauf es ankommt, dass man dann noch etwas hat. In der Tat hat derjenige, der keine Entwicklung durchmacht, auch nichts mehr, wenn er die Augen zumacht. Er hat den leeren, finsteren Raum um sich. Ausgebildet wird die zweite Erkenntnisstufe durch die sogenannte Meditation. Weggeblieben ist der äußere Gegenstand. Vorhanden sind dabei noch das Bild, der Begriff und das Ich. Diese drei sind noch vorhanden. Dass kein äußerer Gegenstand da ist, nur noch das Bild, das verleitet viele zu sagen: Das ist Phantastik.

[ 16 ] Das kann es auch sein, und es wird immer dann Phantastik sein, wenn es nicht systematisch ausgebildet ist. Das schon als Phantastik anzusehen, wenn man nur ein Bild hat, das wäre eine Torheit. Wenn jemand den lenkbaren Luftballon im 'Traume erfinden könnte und ihn dann verwirklichte, dann bleibt das doch ganz egal, ob er die Entdeckung im Träumen oder im Wachen gemacht hat. Wenn Sie eine Überzeugung gewinnen können, dass dasjenige, was Ihnen im Traume erscheint, wahr ist, dann ist es doch richtig - und darum handelt es sich. Der Gegenstand, der sonst Sensation bewirkt, der muss ersetzt werden. Da tritt eben das auf, was man im Okkultismus die Illumination nannte. Und dieses ganze Erkennen, welches wieder vier Teile hat - nämlich Bild, Begriff, Ich und Illumination -, das nennt man jetzt imaginatives Erkennen. Ausgebildet wird dieses imaginative Erkennen durch die Meditation. Wie das gemacht wird, das habe ich öfters beschrieben. Man kann nicht meditieren, ohne dass man dazu die Anleitung eines Menschen hat, der Erfahrung hat auf diesem Gebiete. Die Meditation verläuft so, dass der Meditierende die Gegenstände um sich herum wirklich verliert, dass er sich blind und taub macht und dann auch das Gedächtnis verliert, sodass die Seele ganz leer ist von äußeren Gegenständen. Eine Kanone muss man losschießen können, ohne dass Sie darauf achten, dann haben Sie die Stille der Seele erreicht.

[ 16 ] Das kann es auch sein, und es wird immer dann Phantastik sein, wenn es nicht systematisch ausgebildet ist. Das schon als Phantastik anzusehen, wenn man nur ein Bild hat, das wäre eine Torheit. Wenn jemand den lenkbaren Luftballon im 'Traume erfinden könnte und ihn dann verwirklichte, dann bleibt das doch ganz egal, ob er die Entdeckung im Träumen oder im Wachen gemacht hat. Wenn Sie eine Überzeugung gewinnen können, dass dasjenige, was Ihnen im Traume erscheint, wahr ist, dann ist es doch richtig - und darum handelt es sich. Der Gegenstand, der sonst Sensation bewirkt, der muss ersetzt werden. Da tritt eben das auf, was man im Okkultismus die Illumination nannte. Und dieses ganze Erkennen, welches wieder vier Teile hat - nämlich Bild, Begriff, Ich und Illumination -, das nennt man jetzt imaginatives Erkennen. Ausgebildet wird dieses imaginative Erkennen durch die Meditation. Wie das gemacht wird, das habe ich öfters beschrieben. Man kann nicht meditieren, ohne dass man dazu die Anleitung eines Menschen hat, der Erfahrung hat auf diesem Gebiete. Die Meditation verläuft so, dass der Meditierende die Gegenstände um sich herum wirklich verliert, dass er sich blind und taub macht und dann auch das Gedächtnis verliert, sodass die Seele ganz leer ist von äußeren Gegenständen. Eine Kanone muss man losschießen können, ohne dass Sie darauf achten, dann haben Sie die Stille der Seele erreicht.

[ 17 ] Dann muss durch eine Übung die Illumination angeregt werden. Erkennen, dass man da etwas erreicht hat, kann man dadurch, das man bemerkt, dass die Träume aufhören, einen chaotischen Charakter zu haben. Man muss aufmerken, dass die Traumwelt ruhig verläuft und stetig. Bei den gewöhnlichen Menschen ist die Traumwelt gewöhnlich so, dass er Reminiszenzen hat, oder dass er die Stimmungen des äußeren Lebens im Traum erlebt. Wenn er also meditiert, dann fängt die Traumwelt an, einen regelmäßigen Charakter zu erhalten. Er bekommt dann die Dinge zu wissen, die er nicht kennt. Träume sprechen zunächst in Symbolen. Dies muss gefühlt werden. Aber da geht der Mensch meist zu weit. Er versucht, diese Traumbilder zu deuten. Man soll sie aber nicht verstandesmäßig deuten. Auf diese Tatsache bezieht sich auch die Sage vom Schatz-Graben. Die sagt, dass, wenn man einen Schatz gräbt, man nicht sprechen darf, sonst kann er nicht heraus. Auch wenn man innerlich etwas ausspricht, also deutelt, so ist das schon eine Gefahr. Nur mit dem kann man sprechen, der eine genaue Erfahrung über diese Sache hat. Deutelt man aber, so fängt der Verstand an, wie versengend, wie abbrennend auf das feine geistige Leben zu wirken.

[ 17 ] Dann muss durch eine Übung die Illumination angeregt werden. Erkennen, dass man da etwas erreicht hat, kann man dadurch, das man bemerkt, dass die Träume aufhören, einen chaotischen Charakter zu haben. Man muss aufmerken, dass die Traumwelt ruhig verläuft und stetig. Bei den gewöhnlichen Menschen ist die Traumwelt gewöhnlich so, dass er Reminiszenzen hat, oder dass er die Stimmungen des äußeren Lebens im Traum erlebt. Wenn er also meditiert, dann fängt die Traumwelt an, einen regelmäßigen Charakter zu erhalten. Er bekommt dann die Dinge zu wissen, die er nicht kennt. Träume sprechen zunächst in Symbolen. Dies muss gefühlt werden. Aber da geht der Mensch meist zu weit. Er versucht, diese Traumbilder zu deuten. Man soll sie aber nicht verstandesmäßig deuten. Auf diese Tatsache bezieht sich auch die Sage vom Schatz-Graben. Die sagt, dass, wenn man einen Schatz gräbt, man nicht sprechen darf, sonst kann er nicht heraus. Auch wenn man innerlich etwas ausspricht, also deutelt, so ist das schon eine Gefahr. Nur mit dem kann man sprechen, der eine genaue Erfahrung über diese Sache hat. Deutelt man aber, so fängt der Verstand an, wie versengend, wie abbrennend auf das feine geistige Leben zu wirken.

[ 18 ] Man soll ganz intim die Träume erleben, sie behandeln wie ganz zarte Dinge, denen man sich ahnend hingibt, und nicht gleich in scharfen, groben Verstandeslinien die Dinge deuten. Das muss man aus dem Grunde tun, weil die Traumbilder, wenn sie auftreten mit Wirklichkeitswert, dann einen so reichen und umfassenden Wirklichkeitswert haben, dass die gewöhnlichen Verstandeskräfte nicht ausreichen, sie zu erfassen. Sie vernichten sich das innere Leben, wenn sie mit dem äußeren Verstande an die spinnengewebefeinen inneren Gebilde herangehen. So ist dieses wunderbare Leben zunächst, so beginnen die inneren Illuminationen, und bald werden Sie gewahr, dass sich eine neue Welt darin erschließt. Sie lernen dadurch etwas kennen, was ganz anders ist als diese gewöhnliche, materielle Welt rings um Sie herum.

[ 18 ] Man soll ganz intim die Träume erleben, sie behandeln wie ganz zarte Dinge, denen man sich ahnend hingibt, und nicht gleich in scharfen, groben Verstandeslinien die Dinge deuten. Das muss man aus dem Grunde tun, weil die Traumbilder, wenn sie auftreten mit Wirklichkeitswert, dann einen so reichen und umfassenden Wirklichkeitswert haben, dass die gewöhnlichen Verstandeskräfte nicht ausreichen, sie zu erfassen. Sie vernichten sich das innere Leben, wenn sie mit dem äußeren Verstande an die spinnengewebefeinen inneren Gebilde herangehen. So ist dieses wunderbare Leben zunächst, so beginnen die inneren Illuminationen, und bald werden Sie gewahr, dass sich eine neue Welt darin erschließt. Sie lernen dadurch etwas kennen, was ganz anders ist als diese gewöhnliche, materielle Welt rings um Sie herum.

[ 19 ] Ich möchte mich einmal klar machen, wie es sich in Bezug auf eine Art des Wahrnehmens innerhalb der Illumination gestaltet. Nehmen Sie an diese Blume. Sie ist gelb, hat grüne Blätter. Wir wollen zunächst einmal die Farben ins Auge fassen. Diese Farben sind sozusagen über die Oberfläche des Gegenstandes ausgebreitet. Denken Sie einmal nach, dass Sie meist die Farbe so wahrnehmen, dass sie über die Oberfläche des Körpers ausgebreitet erscheint. Versuchen Sie, sich einmal zu überlegen, wie wenig es vorkommt, dass Sie von den Gegenständen abgetrennte Farben sehen. Sie haben das höchstens beim Regenbogen. Grob stellt sich Ihnen das dar, wenn Sie im bestaubten Zimmer den Sonnenstrahl hereinkommen sehen. Da haben Sie ungefähr das Gefühl von einer Farbe. Denken Sie sich nun, dass das Gelb nicht am Gegenstand haftet, sondern frei ist wie Flocken von Farbe, die den Raum durchschweben. Denken Sie sich jetzt einen solchen Raum durchsetzt nach allen Richtungen mit solchen Farbflocken und Farbengebilden, dann haben Sie ungefähr etwas, was sich Ihnen darstellt bei Vorstellungen in der Illumination in Bezug auf die Farbenwelt.

[ 19 ] Ich möchte mich einmal klar machen, wie es sich in Bezug auf eine Art des Wahrnehmens innerhalb der Illumination gestaltet. Nehmen Sie an diese Blume. Sie ist gelb, hat grüne Blätter. Wir wollen zunächst einmal die Farben ins Auge fassen. Diese Farben sind sozusagen über die Oberfläche des Gegenstandes ausgebreitet. Denken Sie einmal nach, dass Sie meist die Farbe so wahrnehmen, dass sie über die Oberfläche des Körpers ausgebreitet erscheint. Versuchen Sie, sich einmal zu überlegen, wie wenig es vorkommt, dass Sie von den Gegenständen abgetrennte Farben sehen. Sie haben das höchstens beim Regenbogen. Grob stellt sich Ihnen das dar, wenn Sie im bestaubten Zimmer den Sonnenstrahl hereinkommen sehen. Da haben Sie ungefähr das Gefühl von einer Farbe. Denken Sie sich nun, dass das Gelb nicht am Gegenstand haftet, sondern frei ist wie Flocken von Farbe, die den Raum durchschweben. Denken Sie sich jetzt einen solchen Raum durchsetzt nach allen Richtungen mit solchen Farbflocken und Farbengebilden, dann haben Sie ungefähr etwas, was sich Ihnen darstellt bei Vorstellungen in der Illumination in Bezug auf die Farbenwelt.

[ 20 ] Diejenigen der okkulten Schüler, welche eine weichere Natur haben als die abendländischen Menschen, die machen ganz besondere Übungen. Der Abendländer ist viel zu kompakt dazu. Die Morgenländer aber haben infolge ihrer weichen Natur die Möglichkeit, dieses Übungen zu machen. Der morgenländische Yogi setzt sich hin und sieht sich die Farbe einer solchen Blume an, wendet die ganze Aufmerksamkeit auf diese Farbe, lebt in dieser Farbe so, dass er imstande ist, die Aufmerksamkeit ganz von dem Gegenstande abzulenken und sie nur an der Farbe festzuhalten, dann erlangt er die Fähigkeit, die Farbe festzuhalten, auch wenn der Gegenstand weg ist. Dann wird es ihm möglich, diese schwebende Farbenwelt allmählich ins Bewusstsein hereinzubringen.

[ 20 ] Diejenigen der okkulten Schüler, welche eine weichere Natur haben als die abendländischen Menschen, die machen ganz besondere Übungen. Der Abendländer ist viel zu kompakt dazu. Die Morgenländer aber haben infolge ihrer weichen Natur die Möglichkeit, dieses Übungen zu machen. Der morgenländische Yogi setzt sich hin und sieht sich die Farbe einer solchen Blume an, wendet die ganze Aufmerksamkeit auf diese Farbe, lebt in dieser Farbe so, dass er imstande ist, die Aufmerksamkeit ganz von dem Gegenstande abzulenken und sie nur an der Farbe festzuhalten, dann erlangt er die Fähigkeit, die Farbe festzuhalten, auch wenn der Gegenstand weg ist. Dann wird es ihm möglich, diese schwebende Farbenwelt allmählich ins Bewusstsein hereinzubringen.

[ 21 ] Ebenso kann es sein in Bezug auf die Tonwelt und auch in Bezug auf andere Formen der Welt. Sie sehen: Der Mensch erobert sich ein ganz neues Gebiet des Wahrnehmens. Diese Welt und diese Farbenflocken sind immer und überall da. Diese Farbenflocken sind nicht unregelmäßig, sind nicht bloß herumfliegende Wolken, sondern genau, wie auf dem physischen Erdenplane die Gegenstände nicht bloß Klötze sind, sondern auch Wesenheiten, so offenbaren sich auch Wesenheiten in dieser flockigen Farbenwelt. Sie haben keine Knochen und kein Fleisch, sie sind inkarniert in dem Stoff, den ich eben beschrieben habe.

[ 21 ] Ebenso kann es sein in Bezug auf die Tonwelt und auch in Bezug auf andere Formen der Welt. Sie sehen: Der Mensch erobert sich ein ganz neues Gebiet des Wahrnehmens. Diese Welt und diese Farbenflocken sind immer und überall da. Diese Farbenflocken sind nicht unregelmäßig, sind nicht bloß herumfliegende Wolken, sondern genau, wie auf dem physischen Erdenplane die Gegenstände nicht bloß Klötze sind, sondern auch Wesenheiten, so offenbaren sich auch Wesenheiten in dieser flockigen Farbenwelt. Sie haben keine Knochen und kein Fleisch, sie sind inkarniert in dem Stoff, den ich eben beschrieben habe.

[ 22 ] Das sind also Körper von bestimmten Wesenheiten. Diejenigen Formen der Wesenheiten, mit denen Sie Bekanntschaft machen können, wenn Sie die Illumination erzeugt haben, sodass Sie sie in diesem Raum wahrnehmen können, sind größtenteils die Körper der Geister des Zwielichts. Sie können also wahrnehmen als die hervorragender Geister dieser Sphäre: die Geister des Zwielichts, die lunarischen oder Mond-Pitris. Solche Wesenheiten waren die Menschen selbst einmal auf dem unserer Erde vorangehenden Planeten. Die jetzige Gestalt haben sie nur durch ihre Verdichtung erlangt. Diejenigen Wesenheiten, die nicht die menschliche Verdichtung erreicht haben, die stehengeblieben sind auf jener Stufe, stehen heute in jener Welt als Lunar-Pitris, als Geister des Zwielichts.

[ 22 ] Das sind also Körper von bestimmten Wesenheiten. Diejenigen Formen der Wesenheiten, mit denen Sie Bekanntschaft machen können, wenn Sie die Illumination erzeugt haben, sodass Sie sie in diesem Raum wahrnehmen können, sind größtenteils die Körper der Geister des Zwielichts. Sie können also wahrnehmen als die hervorragender Geister dieser Sphäre: die Geister des Zwielichts, die lunarischen oder Mond-Pitris. Solche Wesenheiten waren die Menschen selbst einmal auf dem unserer Erde vorangehenden Planeten. Die jetzige Gestalt haben sie nur durch ihre Verdichtung erlangt. Diejenigen Wesenheiten, die nicht die menschliche Verdichtung erreicht haben, die stehengeblieben sind auf jener Stufe, stehen heute in jener Welt als Lunar-Pitris, als Geister des Zwielichts.

[ 23 ] Wie man sich jeweils mit einem Reiche bekannt machen muss, wenn man vom Mineralreich zum Pflanzenreich, zum Tierreich aufsteigt, und man nicht alle drei Reiche zusammenwerfen darf, so können wir nun auch weiter hinaufsteigen zum Reiche der lunarischen Pitris, die sich in diesem sogenannten Elementarreiche kundgeben können. Das ist das erste Elementarreich - eigentlich das dritte.

[ 23 ] Wie man sich jeweils mit einem Reiche bekannt machen muss, wenn man vom Mineralreich zum Pflanzenreich, zum Tierreich aufsteigt, und man nicht alle drei Reiche zusammenwerfen darf, so können wir nun auch weiter hinaufsteigen zum Reiche der lunarischen Pitris, die sich in diesem sogenannten Elementarreiche kundgeben können. Das ist das erste Elementarreich - eigentlich das dritte.

[ 24 ] Damit haben wir nicht in unbestimmter Weise herumgeredet, sondern wir haben einen Weg angedeutet, der zur Wahrnehmung einer Sorte von Wesenheiten führt, die Sie bei der planetarischen Entwicklung kennenlernen. Diese Geister des Zwielichts spielen dabei eine ganz besondere Rolle. Das sind die Wesenheiten, die in der geistig übergeordneten Welt dem Menschen am nächsten verwandt sind. Das nächste Mal werde ich über die verwandtschaftliche Beziehung des Menschen zu diesen geistigen Wesenheiten etwas mitteilen. Diese Wesenheiten sind um Sie herum vorhanden und beeinflussen Sie fortwährend.

[ 24 ] Damit haben wir nicht in unbestimmter Weise herumgeredet, sondern wir haben einen Weg angedeutet, der zur Wahrnehmung einer Sorte von Wesenheiten führt, die Sie bei der planetarischen Entwicklung kennenlernen. Diese Geister des Zwielichts spielen dabei eine ganz besondere Rolle. Das sind die Wesenheiten, die in der geistig übergeordneten Welt dem Menschen am nächsten verwandt sind. Das nächste Mal werde ich über die verwandtschaftliche Beziehung des Menschen zu diesen geistigen Wesenheiten etwas mitteilen. Diese Wesenheiten sind um Sie herum vorhanden und beeinflussen Sie fortwährend.

[ 25 ] Bei der nächsten Erkenntnisstufe fällt also auch das Bild fort. Es bleiben also nur noch der Begriff und das Ich. Diesen Zustand erreicht man durch Konzentration. Diese besteht darin, dass der Mensch gewisse Teile in Zusammenhang bringt mit bestimmten Teilen des Organismus. Dasjenige, was macht, dass er nicht blind herumphantasiert, dass er nicht Begriffe erfindet, das ist etwas Ähnliches wie bei der vorhergehenden Stufe die Illumination und bei der weiter vorhergehenden Stufe die Sensation. Wir haben also Sensation, Illumination und jetzt auf der dritten Stufe Inspiration. Hier bleiben Gegenstand und Bild weg, und der Begriff bekommt Inhalt dadurch, dass die Inspiration eintritt. Sie haben es also hier zu tun mit Ich, Begriff und Inspiration.

[ 25 ] Bei der nächsten Erkenntnisstufe fällt also auch das Bild fort. Es bleiben also nur noch der Begriff und das Ich. Diesen Zustand erreicht man durch Konzentration. Diese besteht darin, dass der Mensch gewisse Teile in Zusammenhang bringt mit bestimmten Teilen des Organismus. Dasjenige, was macht, dass er nicht blind herumphantasiert, dass er nicht Begriffe erfindet, das ist etwas Ähnliches wie bei der vorhergehenden Stufe die Illumination und bei der weiter vorhergehenden Stufe die Sensation. Wir haben also Sensation, Illumination und jetzt auf der dritten Stufe Inspiration. Hier bleiben Gegenstand und Bild weg, und der Begriff bekommt Inhalt dadurch, dass die Inspiration eintritt. Sie haben es also hier zu tun mit Ich, Begriff und Inspiration.

[ 26 ] Die Illumination hat etwas Lichtartiges, darum heißt sie auch Illumination. Die Inspiration ist ganz frei von allen diesen bildhaften Vorstellungen. Da schwebt der Mensch in der rein geistigen Welt. Daher sagt man auch, dass seine Vorstellungen einen Inhalt bekommen, ohne dass sie zuerst Bilder zu sein brauchen. Es ist das Bildlose des Wortes, mit dem man das vergleichen kann. Daher sagt man auch, der Mensch bekommt auf dieser Stufe das innere Wort, das heißt, er ist imstande, Wahrheiten durch Eingebungen zu finden, indem die geistige Welt in sein Begreifen hineinwirkt, sodass nicht das Bild auf ihn wirkt, sondern dass der Geist direkt zu ihm spricht. Es fließt in seine Begriffe die Sprache der geistigen Welt selbst ein. Das ist Inspiration. Es ist das Gespräch mit den Wesen einer geistigen Welt. Der Mensch ist still in sich abgeschlossen, weist ab alles Visionäre, Bildhafte, hält sich ruhig und still, und die Geister sagen ihm die Wahrheit. Das ist die Stufe der Inspiration, das innere Wort. Diese Stufe der Inspiration macht es möglich, dass der Mensch überall, wo er hintritt, die Gegenstände nicht bloß sieht, sondern dass sie ihm überall etwas sagen, dass er überall heraushört, was da in einem jetzt wieder neuen Raum herumschwirrt. Diese Stufe der Erkenntnis meint Goethe, als er im Anfang des Prologs im Himmel die Worte spricht: «Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wertgesang.» Das ist keine Phrase, das ist Wirklichkeit. Er spricht da von der geistigen Sonne, die tönt. Die ganze Welt wird da eine tönende Welt, die uns bedeutsam unterrichtet über den inneren Wesenskern. In dieser Welt machen wir dann Bekanntschaft mit einer höheren Gruppe von geistigen Wesenheiten, die wir nennen die Sonnengeister oder auch die Feuergeister. Wie wir dort die Geister des Zwielichts kennengelernt haben, so lernen wir hier die Geister des Feuers kennen.

[ 26 ] Die Illumination hat etwas Lichtartiges, darum heißt sie auch Illumination. Die Inspiration ist ganz frei von allen diesen bildhaften Vorstellungen. Da schwebt der Mensch in der rein geistigen Welt. Daher sagt man auch, dass seine Vorstellungen einen Inhalt bekommen, ohne dass sie zuerst Bilder zu sein brauchen. Es ist das Bildlose des Wortes, mit dem man das vergleichen kann. Daher sagt man auch, der Mensch bekommt auf dieser Stufe das innere Wort, das heißt, er ist imstande, Wahrheiten durch Eingebungen zu finden, indem die geistige Welt in sein Begreifen hineinwirkt, sodass nicht das Bild auf ihn wirkt, sondern dass der Geist direkt zu ihm spricht. Es fließt in seine Begriffe die Sprache der geistigen Welt selbst ein. Das ist Inspiration. Es ist das Gespräch mit den Wesen einer geistigen Welt. Der Mensch ist still in sich abgeschlossen, weist ab alles Visionäre, Bildhafte, hält sich ruhig und still, und die Geister sagen ihm die Wahrheit. Das ist die Stufe der Inspiration, das innere Wort. Diese Stufe der Inspiration macht es möglich, dass der Mensch überall, wo er hintritt, die Gegenstände nicht bloß sieht, sondern dass sie ihm überall etwas sagen, dass er überall heraushört, was da in einem jetzt wieder neuen Raum herumschwirrt. Diese Stufe der Erkenntnis meint Goethe, als er im Anfang des Prologs im Himmel die Worte spricht: «Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wertgesang.» Das ist keine Phrase, das ist Wirklichkeit. Er spricht da von der geistigen Sonne, die tönt. Die ganze Welt wird da eine tönende Welt, die uns bedeutsam unterrichtet über den inneren Wesenskern. In dieser Welt machen wir dann Bekanntschaft mit einer höheren Gruppe von geistigen Wesenheiten, die wir nennen die Sonnengeister oder auch die Feuergeister. Wie wir dort die Geister des Zwielichts kennengelernt haben, so lernen wir hier die Geister des Feuers kennen.

[ 27 ] So haben wir also: Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich, Geister des Zwielichts, Geister des Feuers. Die Erkenntnis auf dieser Stufe ist eine willensartige Erkenntnis, weil die Kraft, die man besonders entwickeln muss, der Wille ist. Eine besondere Ausbildung des Willens durch Konzentration, durch innere Willenszucht und Willenserziehung. Man macht dann die Bekanntschaft mit den Wesen, die Wachstum hervorbringende Kraft sind, Kraft der Fortpflanzung und so weiter. Das lernen wir auf diese Weise kennen. Dasjenige, was von diesen Feuergeistern überall existiert, lebt in allen wachsenden Wesenheiten. Derjenige, der zu einer inspirierten Erkenntnis sich erhebt, ist ein solcher, der ‹das Gras wachsen hört›. Die Sprichwörter sind oft ungeheure Weisheitsworte. Auf dieser Stufe wird alles Wachsen gehört. Dasjenige, was die Wesen wachsen macht, ist die Kraft, die in den Feuerwesen lebt.

[ 27 ] So haben wir also: Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich, Geister des Zwielichts, Geister des Feuers. Die Erkenntnis auf dieser Stufe ist eine willensartige Erkenntnis, weil die Kraft, die man besonders entwickeln muss, der Wille ist. Eine besondere Ausbildung des Willens durch Konzentration, durch innere Willenszucht und Willenserziehung. Man macht dann die Bekanntschaft mit den Wesen, die Wachstum hervorbringende Kraft sind, Kraft der Fortpflanzung und so weiter. Das lernen wir auf diese Weise kennen. Dasjenige, was von diesen Feuergeistern überall existiert, lebt in allen wachsenden Wesenheiten. Derjenige, der zu einer inspirierten Erkenntnis sich erhebt, ist ein solcher, der ‹das Gras wachsen hört›. Die Sprichwörter sind oft ungeheure Weisheitsworte. Auf dieser Stufe wird alles Wachsen gehört. Dasjenige, was die Wesen wachsen macht, ist die Kraft, die in den Feuerwesen lebt.

[ 28 ] Zum Abschluss jetzt noch [die vierte] Stufe. Da bleibt nun noch der Begriff weg. Dann ist das Ich allein. Da ist kein Erkennen im Begriff mehr, da ist ein Erkennen ohne Begriff, ein reines Leben im Geistigen. Da kriechen Sie in die Wesenheiten hinein, die Sie erkennen wollen. Am gröbsten ist die Erkenntnis im Materiellen. Denken Sie einmal, wie wenig Sie vermögen, in die Blume hineinzukriechen. Sie müssen draußen bleiben. Beim imaginativen Erkennen haben Sie die Bilder um sich herum. Beim inspirierten Erkennen, da kommen die Töne von der Außenwelt an Sie heran. Jetzt aber kriechen Sie in die Wesen hinein. Sie sind jedes Wesen, das Sie erkennen. Da hört Raum und Zeit auf. Sie sind dort, wo Sie das entsprechende Wesen erkennen. Sie sind nicht mehr verschieden von jenem Wesen. Ihr Ich ist untergetaucht in jenem Wesen. Und das ist die Erkenntnis durch Intuition - intuitive Erkenntnis.

[ 28 ] Zum Abschluss jetzt noch [die vierte] Stufe. Da bleibt nun noch der Begriff weg. Dann ist das Ich allein. Da ist kein Erkennen im Begriff mehr, da ist ein Erkennen ohne Begriff, ein reines Leben im Geistigen. Da kriechen Sie in die Wesenheiten hinein, die Sie erkennen wollen. Am gröbsten ist die Erkenntnis im Materiellen. Denken Sie einmal, wie wenig Sie vermögen, in die Blume hineinzukriechen. Sie müssen draußen bleiben. Beim imaginativen Erkennen haben Sie die Bilder um sich herum. Beim inspirierten Erkennen, da kommen die Töne von der Außenwelt an Sie heran. Jetzt aber kriechen Sie in die Wesen hinein. Sie sind jedes Wesen, das Sie erkennen. Da hört Raum und Zeit auf. Sie sind dort, wo Sie das entsprechende Wesen erkennen. Sie sind nicht mehr verschieden von jenem Wesen. Ihr Ich ist untergetaucht in jenem Wesen. Und das ist die Erkenntnis durch Intuition - intuitive Erkenntnis.

[ 29 ] Das sind die vier Stufen der Erkenntnis. Durch dieses intuitive Erkennen lernen Sie nicht nur das Äußere der Wesenheiten, sondern die Wesen in ihrem Inneren kennen. Da erweitert sich das Ich über die ganze Umwelt. Der Mensch, welcher diese höhere Erkenntnis erlangt hat, heißt der «Schwan». Lohengrin wird durch einen Schwan aus einer geistigen Welt in die physische Welt hineingeführt. Man erlangt also durch diese Gabe eine Erkenntnis, die nur dem zugänglich ist, der die Gabe der Umwandlung, der Transformation in diese Wesen hat. Wenn Sie sich auf diese Stufe erheben wollen, auf der das intuitive Erkennen steht, so müssen Sie sich in solcher Materie zeigen, dass das intuitive Erkennen sich in Sie verwandeln kann. Daher muss Zeus sich in einen Schwan verwandeln, damit er erfasst werden kann. Die Sagen haben alle eine große Beziehung auf dieses Weltendasein.

[ 29 ] Das sind die vier Stufen der Erkenntnis. Durch dieses intuitive Erkennen lernen Sie nicht nur das Äußere der Wesenheiten, sondern die Wesen in ihrem Inneren kennen. Da erweitert sich das Ich über die ganze Umwelt. Der Mensch, welcher diese höhere Erkenntnis erlangt hat, heißt der «Schwan». Lohengrin wird durch einen Schwan aus einer geistigen Welt in die physische Welt hineingeführt. Man erlangt also durch diese Gabe eine Erkenntnis, die nur dem zugänglich ist, der die Gabe der Umwandlung, der Transformation in diese Wesen hat. Wenn Sie sich auf diese Stufe erheben wollen, auf der das intuitive Erkennen steht, so müssen Sie sich in solcher Materie zeigen, dass das intuitive Erkennen sich in Sie verwandeln kann. Daher muss Zeus sich in einen Schwan verwandeln, damit er erfasst werden kann. Die Sagen haben alle eine große Beziehung auf dieses Weltendasein.

[ 30 ] Durch dieses intuitive Erkennen erheben Sie sich auf die Stufe von Wesenheiten, die man die Geister der Persönlichkeit oder die Geister des Egoismus nennt. Alles, was in uns als Prinzip, als Wesen des Egoismus lebt, das ist von diesem geistigen Reich, dem Reich der Geister des Egoismus oder der Persönlichkeit. Die Geister des Egoismus waren immer an der Arbeit. Zuerst wird der physische Leib von den Geistern des Egoismus bearbeitet, dann der Ätherleib und dann der Astralleib. Daher ist der Mensch als kama-manasisches Wesen Egoist. Was er denkt, ist das Selbstständige und auch das Selbstsüchtige. Was das für Wesen sind, kann man erst erkennen, wenn man auf der Stufe steht, dass man in das Wesen, in das Ego der Wesen hineinkriechen kann. Da lernen Sie die Geister der Persönlichkeit kennen.

[ 30 ] Durch dieses intuitive Erkennen erheben Sie sich auf die Stufe von Wesenheiten, die man die Geister der Persönlichkeit oder die Geister des Egoismus nennt. Alles, was in uns als Prinzip, als Wesen des Egoismus lebt, das ist von diesem geistigen Reich, dem Reich der Geister des Egoismus oder der Persönlichkeit. Die Geister des Egoismus waren immer an der Arbeit. Zuerst wird der physische Leib von den Geistern des Egoismus bearbeitet, dann der Ätherleib und dann der Astralleib. Daher ist der Mensch als kama-manasisches Wesen Egoist. Was er denkt, ist das Selbstständige und auch das Selbstsüchtige. Was das für Wesen sind, kann man erst erkennen, wenn man auf der Stufe steht, dass man in das Wesen, in das Ego der Wesen hineinkriechen kann. Da lernen Sie die Geister der Persönlichkeit kennen.

[ 31 ] So also sehen Sie, dass es nicht ins Blaue hineingeredet ist, wenn Sie so etwas in meinem «Luzifer» oder bei Mrs. Besant, wenn vielleicht auch nicht unter denselben Namen, angeführt finden. Die Geister sind nicht erfunden, sondern mithilfe der Erkenntnisstufen gewonnen. Daher unterscheiden wir: Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich, Mensch, Lunar-Pitris oder Geister des Zwielichts, Feuergeister oder Solar-Pitris, Geister des Egoismus oder Geister der Persönlichkeit - Suras und Asuras. Dann die höheren Reiche: Geister der Form, Geister der Bewegung und Geister der Weisheit. Von diesen vier geistigen Stufen werden wir das nächste Mal sprechen.

[ 31 ] So also sehen Sie, dass es nicht ins Blaue hineingeredet ist, wenn Sie so etwas in meinem «Luzifer» oder bei Mrs. Besant, wenn vielleicht auch nicht unter denselben Namen, angeführt finden. Die Geister sind nicht erfunden, sondern mithilfe der Erkenntnisstufen gewonnen. Daher unterscheiden wir: Mineralreich, Pflanzenreich, Tierreich, Mensch, Lunar-Pitris oder Geister des Zwielichts, Feuergeister oder Solar-Pitris, Geister des Egoismus oder Geister der Persönlichkeit - Suras und Asuras. Dann die höheren Reiche: Geister der Form, Geister der Bewegung und Geister der Weisheit. Von diesen vier geistigen Stufen werden wir das nächste Mal sprechen.

[ 32 ] Schon von dem, was ich aber heute gesagt habe, können Sie die praktische Anwendung machen, nämlich dass derjenige, der etwas weiß von dieser Natur, wenn er auch noch nicht sich bis in die unmittelbare Erfahrung in dieser Weise hinaufhebt, eine innere Festigkeit bekommt, wenn er auch nur etwas weiß. Sein Zentrum würde der Mensch ganz und gar verlieren in den nächsten Jahrzehnten, wenn nicht die Erkenntnis von diesen Dingen käme. Diese Wesenheiten sind nicht in Wolkenkuckucksheim vorhanden, sondern sie umgeben uns fortwährend. Indem der Mensch vor mir steht, ist er nicht bloß ein Mensch, sondern in ihm und mit ihm zusammenhängend ist der Lunar-Pitri, der Solar-Pitri, sind die Geister des Egoismus und so weiter. Und sie sind fortwährend tätig in diesem Menschen. Ich erkenne etwas unvollständig, wenn ich nur den äußeren Menschen vor mir habe. Denken Sie sich einmal, wie unsicher Sie würden, wenn Sie einmal erblinden würden. Die Orientierung in der neuen Welt wird erst durch neue Sinne möglich gemacht. So wird Erkenntnis in der Welt auch erst möglich gemacht dadurch, dass man weiß, was da ist. Das macht uns fest, dass wir wissen, dass es solche Dinge gibt, dass solche Dinge da sind. Es ist also notwendig, dass die jetzige Menschheit solche Dinge weiß. Im vierten Jahrhundert da führten den Menschen - ihm unbewusst - noch höhere geistige Wesenheiten. Das ist die höhere Entwicklung. Der Sinn der materialistischen Zeit ist, dass die Geister geflohen sind, um in seinem Bewusstsein wieder aufzutauchen. Der Mensch ist heruntergestiegen in die Finsternis, um bewusst zum Lichte wieder hinaufzusteigen. Das wäre der größte Schaden, wenn der Mensch hier unten bliebe in der Finsternis und nicht den Weg zurückfinden würde zum Licht. Nicht aus bloßer Willkür ist die theosophische Lehre gebracht worden, sondern weil sie eine Notwendigkeit für die Menschheit ist. Einzelne hat es in geheimen Gesellschaften immer gegeben, die die Erkenntnis hatten. Aber viel allgemeiner muss das noch werden. Deshalb die populäre Art, in der diese Lehren in der Theosophie verbreitet werden.

[ 32 ] Schon von dem, was ich aber heute gesagt habe, können Sie die praktische Anwendung machen, nämlich dass derjenige, der etwas weiß von dieser Natur, wenn er auch noch nicht sich bis in die unmittelbare Erfahrung in dieser Weise hinaufhebt, eine innere Festigkeit bekommt, wenn er auch nur etwas weiß. Sein Zentrum würde der Mensch ganz und gar verlieren in den nächsten Jahrzehnten, wenn nicht die Erkenntnis von diesen Dingen käme. Diese Wesenheiten sind nicht in Wolkenkuckucksheim vorhanden, sondern sie umgeben uns fortwährend. Indem der Mensch vor mir steht, ist er nicht bloß ein Mensch, sondern in ihm und mit ihm zusammenhängend ist der Lunar-Pitri, der Solar-Pitri, sind die Geister des Egoismus und so weiter. Und sie sind fortwährend tätig in diesem Menschen. Ich erkenne etwas unvollständig, wenn ich nur den äußeren Menschen vor mir habe. Denken Sie sich einmal, wie unsicher Sie würden, wenn Sie einmal erblinden würden. Die Orientierung in der neuen Welt wird erst durch neue Sinne möglich gemacht. So wird Erkenntnis in der Welt auch erst möglich gemacht dadurch, dass man weiß, was da ist. Das macht uns fest, dass wir wissen, dass es solche Dinge gibt, dass solche Dinge da sind. Es ist also notwendig, dass die jetzige Menschheit solche Dinge weiß. Im vierten Jahrhundert da führten den Menschen - ihm unbewusst - noch höhere geistige Wesenheiten. Das ist die höhere Entwicklung. Der Sinn der materialistischen Zeit ist, dass die Geister geflohen sind, um in seinem Bewusstsein wieder aufzutauchen. Der Mensch ist heruntergestiegen in die Finsternis, um bewusst zum Lichte wieder hinaufzusteigen. Das wäre der größte Schaden, wenn der Mensch hier unten bliebe in der Finsternis und nicht den Weg zurückfinden würde zum Licht. Nicht aus bloßer Willkür ist die theosophische Lehre gebracht worden, sondern weil sie eine Notwendigkeit für die Menschheit ist. Einzelne hat es in geheimen Gesellschaften immer gegeben, die die Erkenntnis hatten. Aber viel allgemeiner muss das noch werden. Deshalb die populäre Art, in der diese Lehren in der Theosophie verbreitet werden.