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Self-Knowledge and God-Knowledge II
GA 90b

16 January 1905, Cologne

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge II, tr. SOL

23. Die Apokalypse des Johannes I

23. Die Apokalypse des Johannes I

[ 1 ] Mit der Apokalypse kommen wir in die tiefsten Tiefen der christlichen Weltanschauung hinein, jede große Religion hat ihre Geheimlehrer gehabt, auch das Christentum. Wir müssen uns vor allen Dingen darüber klar sein, welches eigentlich das Wesen der Geheimlehre ist. Nichts anderes ist die Apokalypse als die christliche Geheimlehre. Man muss nur die Kernworte verstehen: «Selig sind, die da glauben und nicht schauen.» Das ist der Kern des Christentums. Glauben und Schauen sind zwei Gegensätze. Das Christentum sollte auch denen, die glaubten, wenn sie nicht schauten, Seligkeit bringen. Das große Mysterium auf Golgatha hatte seine Vorboten in den früheren Menschenrassen. Schon in den uralten Mysterien, solange unsere Wurzelrasse auf der Erde ist, hat man in geheimen Tempelstätten etwas gefeiert, etwas den Leuten gezeigt, welches nichts anderes war als das Geheimnis der Weltentaten Gottes.

[ 1 ] Mit der Apokalypse kommen wir in die tiefsten Tiefen der christlichen Weltanschauung hinein, jede große Religion hat ihre Geheimlehrer gehabt, auch das Christentum. Wir müssen uns vor allen Dingen darüber klar sein, welches eigentlich das Wesen der Geheimlehre ist. Nichts anderes ist die Apokalypse als die christliche Geheimlehre. Man muss nur die Kernworte verstehen: «Selig sind, die da glauben und nicht schauen.» Das ist der Kern des Christentums. Glauben und Schauen sind zwei Gegensätze. Das Christentum sollte auch denen, die glaubten, wenn sie nicht schauten, Seligkeit bringen. Das große Mysterium auf Golgatha hatte seine Vorboten in den früheren Menschenrassen. Schon in den uralten Mysterien, solange unsere Wurzelrasse auf der Erde ist, hat man in geheimen Tempelstätten etwas gefeiert, etwas den Leuten gezeigt, welches nichts anderes war als das Geheimnis der Weltentaten Gottes.

[ 2 ] Wir begleiten unsere Voreltern in diejenigen Orte, die ihnen die heiligsten waren. Da wurde ihnen dargestellt, wie der Gott selbst heruntersteigt auf die Erde, wie er verschmilzt mit dem stofflichen Dasein. Man nennt das die Kreuzigung der Gottheit im Irdischen. Das wurde so dargestellt, dass eine menschliche Gestalt in eine Art Sarg gelegt wurde; das bedeutete, dass sich die Gottheit in die Materie begibt. Dann wurde gezeigt, dass der Mensch sich vervollkommnen muss; dann würde er den Gott selbst in sich finden. Das ist dieselbe Kraft, die gekreuzigt ist in der Materie, und die daher aus der Materie heraus wieder neu geboren werden kann.

[ 2 ] Wir begleiten unsere Voreltern in diejenigen Orte, die ihnen die heiligsten waren. Da wurde ihnen dargestellt, wie der Gott selbst heruntersteigt auf die Erde, wie er verschmilzt mit dem stofflichen Dasein. Man nennt das die Kreuzigung der Gottheit im Irdischen. Das wurde so dargestellt, dass eine menschliche Gestalt in eine Art Sarg gelegt wurde; das bedeutete, dass sich die Gottheit in die Materie begibt. Dann wurde gezeigt, dass der Mensch sich vervollkommnen muss; dann würde er den Gott selbst in sich finden. Das ist dieselbe Kraft, die gekreuzigt ist in der Materie, und die daher aus der Materie heraus wieder neu geboren werden kann.

[ 3 ] Alles, was Religion, Kunst und Wissenschaft geworden ist, ist aus den Mysterien hervorgegangen. Es waren die Mysterien eine bildhafte Darstellung dessen, was sich später auf Golgatha zugetragen hat. Immer mehr entwickelte sich das Gottesdrama in seinen Einzelheiten. - Wenn man verfolgen könnte, was der Tempelpriester zum Tempelschüler sprach, würde man ungefähr dasselbe hören, was im Evangelium des Johannes steht. Es hatte sich zu einem Kanon verdichtet. Die christlichen Evangelien sind uralte Tempelurkunden. Die Lehre wurde herausgeholt aus den Tiefen der Tempel. Sie ist nichts Neues. Dies wird in den Evangelien angedeutet, namentlich bei Johannes. In dem, was der Schüler im Tempel sah, sollte dargestellt werden, was in der Welt vor sich gegangen ist. Das wurde in diesem einen Testament dargestellt. Was in der Tempelstätte dargestellt wurde, das drückt Johannes aus:

[ 3 ] Alles, was Religion, Kunst und Wissenschaft geworden ist, ist aus den Mysterien hervorgegangen. Es waren die Mysterien eine bildhafte Darstellung dessen, was sich später auf Golgatha zugetragen hat. Immer mehr entwickelte sich das Gottesdrama in seinen Einzelheiten. - Wenn man verfolgen könnte, was der Tempelpriester zum Tempelschüler sprach, würde man ungefähr dasselbe hören, was im Evangelium des Johannes steht. Es hatte sich zu einem Kanon verdichtet. Die christlichen Evangelien sind uralte Tempelurkunden. Die Lehre wurde herausgeholt aus den Tiefen der Tempel. Sie ist nichts Neues. Dies wird in den Evangelien angedeutet, namentlich bei Johannes. In dem, was der Schüler im Tempel sah, sollte dargestellt werden, was in der Welt vor sich gegangen ist. Das wurde in diesem einen Testament dargestellt. Was in der Tempelstätte dargestellt wurde, das drückt Johannes aus:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ‚ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternisse haben es nicht begriffen. [Joh 1,1-5]

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ‚ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternisse haben es nicht begriffen. [Joh 1,1-5]

[ 4 ] Der Schüler, der zu den Mysterien zugelassen wurde, konnte schauen in den Mysterien ein Bild des großen Weltgeheimnisses. Was so in den Mysterien dargestellt worden war, hatte sich in Palästina wirklich vollzogen. Das Christentum ist eine Erfüllung. Es ist auf den historischen Schauplatz hinausgetreten; die Tempelurkunden wurden geheim gehalten. Die, welche zu den Mysterien zugelassen wurden, mussten einen heiligen Eid leisten, nichts davon den Uneingeweihten mitzuteilen. Heute kann des Wissens sich jede Wissenschaft bemächtigen, die Alten aber sagten: Nur ein reines Herz darf wissen, im unreinen Herzen wird das Wissen zu einer bösen Macht. - Nur der durfte wissen, der das Wort des Wissens aus würdigem Herzen und Empfinden anderen mitteilen konnte. Nur das Wort des Wissens, das durchwärmt war von dem guten, dem reinen, dem edlen Gefühl, wurde geachtet. Die Tempelurkunden waren die geheime Offenbarung für die Schüler der Mysterien.

[ 4 ] Der Schüler, der zu den Mysterien zugelassen wurde, konnte schauen in den Mysterien ein Bild des großen Weltgeheimnisses. Was so in den Mysterien dargestellt worden war, hatte sich in Palästina wirklich vollzogen. Das Christentum ist eine Erfüllung. Es ist auf den historischen Schauplatz hinausgetreten; die Tempelurkunden wurden geheim gehalten. Die, welche zu den Mysterien zugelassen wurden, mussten einen heiligen Eid leisten, nichts davon den Uneingeweihten mitzuteilen. Heute kann des Wissens sich jede Wissenschaft bemächtigen, die Alten aber sagten: Nur ein reines Herz darf wissen, im unreinen Herzen wird das Wissen zu einer bösen Macht. - Nur der durfte wissen, der das Wort des Wissens aus würdigem Herzen und Empfinden anderen mitteilen konnte. Nur das Wort des Wissens, das durchwärmt war von dem guten, dem reinen, dem edlen Gefühl, wurde geachtet. Die Tempelurkunden waren die geheime Offenbarung für die Schüler der Mysterien.

[ 5 ] Nun war Christus wirklich offenbar geworden. Dadurch war das Christentum für die ganze Welt herausgeholt aus den Tempelstätten auf den Schauplatz der Welt. Selig sollten auch die sein, die da glaubten, ohne in die Tempelstätten zu schauen. Durch Jahrtausende wurde in den Tempelstätten eine Geheimlehre verkündigt; diese wurde offenbar durch das Erscheinen Christi.

[ 5 ] Nun war Christus wirklich offenbar geworden. Dadurch war das Christentum für die ganze Welt herausgeholt aus den Tempelstätten auf den Schauplatz der Welt. Selig sollten auch die sein, die da glaubten, ohne in die Tempelstätten zu schauen. Durch Jahrtausende wurde in den Tempelstätten eine Geheimlehre verkündigt; diese wurde offenbar durch das Erscheinen Christi.

[ 6 ] Die Eingeweihten sollen in dem Sinne wirken, dass die Menschen auf die Zukunft vorbereitet würden. Die Propheten waren in die Mysterien eingeweiht. Jeder Einweihungsinhalt wird später offenbar. In demselben Augenblick wird ein neuer Inhalt gegeben für eine neue Zukunft. Christus hat in dem Lazarus-Wunder selbst eine solche Einweihung vollzogen. Das Evangelium war durch das Christentum offenbar geworden, war Botschaft geworden. Eine neue Geheimlehre entwickelte sich nun im ersten Christentum. Draußen wurde der Inhalt der Evangelien verkündet, das Leiden, die Auferstehung. In den Mysterien aber wurden Ereignisse der Zukunft dargestellt. Auch heute gibt es noch christliche Mysterien. Darin wird dargestellt, was in der fernen Zukunft geschehen soll.

[ 6 ] Die Eingeweihten sollen in dem Sinne wirken, dass die Menschen auf die Zukunft vorbereitet würden. Die Propheten waren in die Mysterien eingeweiht. Jeder Einweihungsinhalt wird später offenbar. In demselben Augenblick wird ein neuer Inhalt gegeben für eine neue Zukunft. Christus hat in dem Lazarus-Wunder selbst eine solche Einweihung vollzogen. Das Evangelium war durch das Christentum offenbar geworden, war Botschaft geworden. Eine neue Geheimlehre entwickelte sich nun im ersten Christentum. Draußen wurde der Inhalt der Evangelien verkündet, das Leiden, die Auferstehung. In den Mysterien aber wurden Ereignisse der Zukunft dargestellt. Auch heute gibt es noch christliche Mysterien. Darin wird dargestellt, was in der fernen Zukunft geschehen soll.

[ 7 ] Christus ist dasjenige, was man in der Theosophie die zweite Wesenheit der göttlichen Dreiheit nennt. Diese besteht aus den drei Wesenheiten: Gott, der Vater, das Wort und der Heilige Geist. Der Vater, das ist das, wonach alles hinstrebt, diejenige Wesenheit, zu welcher sich das ganze unbekannte Weltenall hinbewegt. Das Wort ist der Führer zu dem Vater. Es wurde in allen Welten als dasjenige angesehen, was zu dem Vater führt. ‹Veda› heißt das ‹Wort›. Die ältesten Urkunden der Inder hießen die «Veden». Der Inder wusste, dass seine Rishis - seine Lehrer - inspiriert waren; sie teilten die ‹Veden› mit, das ‹Wort›, welches von der Gottheit inspiriert war, das Wort, aus welchem die Welt entstanden ist. Im uralten Indien war das Wort nichts Äußerliches. Es gab die Wesenheit des Gegenstandes wieder.

[ 7 ] Christus ist dasjenige, was man in der Theosophie die zweite Wesenheit der göttlichen Dreiheit nennt. Diese besteht aus den drei Wesenheiten: Gott, der Vater, das Wort und der Heilige Geist. Der Vater, das ist das, wonach alles hinstrebt, diejenige Wesenheit, zu welcher sich das ganze unbekannte Weltenall hinbewegt. Das Wort ist der Führer zu dem Vater. Es wurde in allen Welten als dasjenige angesehen, was zu dem Vater führt. ‹Veda› heißt das ‹Wort›. Die ältesten Urkunden der Inder hießen die «Veden». Der Inder wusste, dass seine Rishis - seine Lehrer - inspiriert waren; sie teilten die ‹Veden› mit, das ‹Wort›, welches von der Gottheit inspiriert war, das Wort, aus welchem die Welt entstanden ist. Im uralten Indien war das Wort nichts Äußerliches. Es gab die Wesenheit des Gegenstandes wieder.

[ 8 ] Bei den alten Deutschen gab es eine Runenschrift; wenn in alter Zeit der Mensch den Namen eines Dinges aussprach, wusste er, dass aus dem Wort das Ding entstanden ist. Daher finden wir bei den Juden den unaussprechlichen Namen Gottes, weil er das Wesen selbst war. Daher wurde nur bei den feierlichsten Gelegenheiten und Handlungen der eigentliche Name Gottes gebraucht - Jahwe.

[ 8 ] Bei den alten Deutschen gab es eine Runenschrift; wenn in alter Zeit der Mensch den Namen eines Dinges aussprach, wusste er, dass aus dem Wort das Ding entstanden ist. Daher finden wir bei den Juden den unaussprechlichen Namen Gottes, weil er das Wesen selbst war. Daher wurde nur bei den feierlichsten Gelegenheiten und Handlungen der eigentliche Name Gottes gebraucht - Jahwe.

[ 9 ] Die alten Völker sagten sich: Die Welt ist durch das Wort, den Logos, entstanden. Das Wort hat einstmals Weltenschwingungen erregt, rhythmische Bewegungen, aus denen die Welt hervorgegangen ist. Die dritte göttliche Wesenheit ist dasjenige, was das Wort fassen kann, das Kraft gibt, emporzustreben zum Vater. - Das Wort, die göttliche Schöpfungskraft, das zweite Glied in der göttlichen Dreiheit, hat menschliche Gestalt angenommen.

[ 9 ] Die alten Völker sagten sich: Die Welt ist durch das Wort, den Logos, entstanden. Das Wort hat einstmals Weltenschwingungen erregt, rhythmische Bewegungen, aus denen die Welt hervorgegangen ist. Die dritte göttliche Wesenheit ist dasjenige, was das Wort fassen kann, das Kraft gibt, emporzustreben zum Vater. - Das Wort, die göttliche Schöpfungskraft, das zweite Glied in der göttlichen Dreiheit, hat menschliche Gestalt angenommen.

Das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. [Joh 1,14]

Das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. [Joh 1,14]

[ 10 ] Der Mensch wird nicht immer in dieser grobstofflichen Form erscheinen; die Entwicklung des Menschen im Fleische ist die vierte Runde oder der vierte Zyklus. Vorher war der Mensch in einer freieren Stofflichkeit und blieb durch drei Zyklen hindurch in einer ganz anderen Art des Daseins. Aber die Fähigkeiten, die er jetzt hat, konnte er erst im Fleische erlangen. Er muss sich nun wieder hinaufentwickeln durch feinere Materien hindurch.

[ 10 ] Der Mensch wird nicht immer in dieser grobstofflichen Form erscheinen; die Entwicklung des Menschen im Fleische ist die vierte Runde oder der vierte Zyklus. Vorher war der Mensch in einer freieren Stofflichkeit und blieb durch drei Zyklen hindurch in einer ganz anderen Art des Daseins. Aber die Fähigkeiten, die er jetzt hat, konnte er erst im Fleische erlangen. Er muss sich nun wieder hinaufentwickeln durch feinere Materien hindurch.

[ 11 ] Im sechsten Kreislauf wird etwas Besonderes sein. In einer verfeinerten Materie wird er dann sein. Heute können wir das Wort nur in physischen Luftschwingungen verkörpern. Nur insofern ich mein Wesen im Worte ausdrücke, kommt es zu einem anderen. Aber im sechsten Zyklus werden wir aus einem feineren Stoff bestehen, sodass wir unser ganzes Wesen nach außen in Schwingungen fortpflanzen und vor allen Menschen unser ganzes Wesen enthüllen werden. Heute kann der Mensch durch die grobe Stofflichkeit vieles verbergen. Dann aber, in der sechsten Runde, werden wir ganz Schwingung, ganz Ton sein, Wesen, die in rhythmischen oder nicht-rhythmischen Wellen sich der Umwelt mitteilen. Dann ist das Wort, der Name des Menschen äußere Körperlichkeit. Jetzt kann der Mensch nicht sein ganzes Wesen der Außenwelt mitteilen. Aber es gibt immer schon Wesen, die übermenschlich sind, wie das Wort selbst; diese können im Fleisch schon im vierten Zyklus sein, was die anderen im sechsten Zyklus werden. Das Wort ist in Christus schon Fleisch geworden. Das, was für die Menschen sich im sechsten Zyklus vollziehen kann, das hat sich im vierten Zyklus durch Christus hereingestellt in die Menschlichkeit. Das ist das Geheimnis der Menschenwerdung des Logos.

[ 11 ] Im sechsten Kreislauf wird etwas Besonderes sein. In einer verfeinerten Materie wird er dann sein. Heute können wir das Wort nur in physischen Luftschwingungen verkörpern. Nur insofern ich mein Wesen im Worte ausdrücke, kommt es zu einem anderen. Aber im sechsten Zyklus werden wir aus einem feineren Stoff bestehen, sodass wir unser ganzes Wesen nach außen in Schwingungen fortpflanzen und vor allen Menschen unser ganzes Wesen enthüllen werden. Heute kann der Mensch durch die grobe Stofflichkeit vieles verbergen. Dann aber, in der sechsten Runde, werden wir ganz Schwingung, ganz Ton sein, Wesen, die in rhythmischen oder nicht-rhythmischen Wellen sich der Umwelt mitteilen. Dann ist das Wort, der Name des Menschen äußere Körperlichkeit. Jetzt kann der Mensch nicht sein ganzes Wesen der Außenwelt mitteilen. Aber es gibt immer schon Wesen, die übermenschlich sind, wie das Wort selbst; diese können im Fleisch schon im vierten Zyklus sein, was die anderen im sechsten Zyklus werden. Das Wort ist in Christus schon Fleisch geworden. Das, was für die Menschen sich im sechsten Zyklus vollziehen kann, das hat sich im vierten Zyklus durch Christus hereingestellt in die Menschlichkeit. Das ist das Geheimnis der Menschenwerdung des Logos.

[ 12 ] Das Ziel des Menschen ist: Du sollst dich dahin entwickeln, dass du dein ganzes Wesen nach außen kehren kannst. Das ist die Nachfolge Christi. Der Mensch soll im sechsten Zyklus das werden, was Christus ihm im vierten Zyklus vorgelebt hat. Clemens Alexandrinus, Origenes, waren christliche Eingeweihte und erfüllt von der ganzen Bedeutung des Zieles, davon, dass ein Jahrtausend, ein Zyklus, kommen muss, wo der Mensch die Möglichkeit findet, ein äußerer Siegelabdruck des im Fleisch lebenden Christus zu sein. So ist im Menschen ein schlummerndes Christus-Prinzip verborgen. Damit dies offenbar werden kann, muss der Mensch hindurchgehen durch verschiedene Zustände. In den ersten christlichen Mysterien wurde dies dargestellt. Dies finden wir in den ersten Kapiteln der Apokalypse. Der «Erstgeborene von den Toten» bedeutet, dass er das Vorbild in der vierten Runde von dem war, was es heißt, das ganze Wort so darzuleben, dass es offenbar sein wird.

[ 12 ] Das Ziel des Menschen ist: Du sollst dich dahin entwickeln, dass du dein ganzes Wesen nach außen kehren kannst. Das ist die Nachfolge Christi. Der Mensch soll im sechsten Zyklus das werden, was Christus ihm im vierten Zyklus vorgelebt hat. Clemens Alexandrinus, Origenes, waren christliche Eingeweihte und erfüllt von der ganzen Bedeutung des Zieles, davon, dass ein Jahrtausend, ein Zyklus, kommen muss, wo der Mensch die Möglichkeit findet, ein äußerer Siegelabdruck des im Fleisch lebenden Christus zu sein. So ist im Menschen ein schlummerndes Christus-Prinzip verborgen. Damit dies offenbar werden kann, muss der Mensch hindurchgehen durch verschiedene Zustände. In den ersten christlichen Mysterien wurde dies dargestellt. Dies finden wir in den ersten Kapiteln der Apokalypse. Der «Erstgeborene von den Toten» bedeutet, dass er das Vorbild in der vierten Runde von dem war, was es heißt, das ganze Wort so darzuleben, dass es offenbar sein wird.

[ 13 ] Die menschliche Entwicklung ist viel älter als die Geschichte. Unsere jetzige Wurzelrasse - [die arische,] die fünfte - entwickelte sich in ihrer ersten Unterrasse im heutigen Indien. Die indischen Religionsbücher sind erst in viel späterer Zeit geschrieben. In der ersten Zeit ist dem Menschen nichts äußerlich über die Entwicklung der Menschheit anvertraut worden. Diese wurde geleitet von den alten Rishis, zu einem Religionsbekenntnis, das in wunderbarer Weise monotheistisch war. Die zweite Unterrasse - die der Perser - entwickelte eine Religion, die auf das Zweiheitsprinzip gebaut war; niedergeschrieben wurde sie aber auch erst in viel späterer Zeit. In der dritten Unterrasse erkannte man vor allem in Ägypten eine dreigliedrige Gottheit. Dies wirkte auf die vorhergehenden Rassen zurück. Jetzt erst wurden die Veden aufgeschrieben. In den ägyptischen Pyramidentempeln wurden die Mysterien gezeigt, von dort wurden die Evangelien herausgeholt. Die Flucht nach Ägypten deutet darauf hin.

[ 13 ] Die menschliche Entwicklung ist viel älter als die Geschichte. Unsere jetzige Wurzelrasse - [die arische,] die fünfte - entwickelte sich in ihrer ersten Unterrasse im heutigen Indien. Die indischen Religionsbücher sind erst in viel späterer Zeit geschrieben. In der ersten Zeit ist dem Menschen nichts äußerlich über die Entwicklung der Menschheit anvertraut worden. Diese wurde geleitet von den alten Rishis, zu einem Religionsbekenntnis, das in wunderbarer Weise monotheistisch war. Die zweite Unterrasse - die der Perser - entwickelte eine Religion, die auf das Zweiheitsprinzip gebaut war; niedergeschrieben wurde sie aber auch erst in viel späterer Zeit. In der dritten Unterrasse erkannte man vor allem in Ägypten eine dreigliedrige Gottheit. Dies wirkte auf die vorhergehenden Rassen zurück. Jetzt erst wurden die Veden aufgeschrieben. In den ägyptischen Pyramidentempeln wurden die Mysterien gezeigt, von dort wurden die Evangelien herausgeholt. Die Flucht nach Ägypten deutet darauf hin.

[ 14 ] Auf die dritte Unterrasse folgt als vierte die griechisch-römische Unterrasse, in welcher das Christentum sich entwickelte; dann bildete sich die wissenschaftliche Weltanschauung aus anstelle der religiösen; die Kultur des Verstandes entwickelte sich vom elften, zwölften und dreizehnten Jahrhundert an. Wie ein Schwanengesang liegt noch etwas von der alten Weltanschauung in jener Zeit, mit der sich damals die neue Weltanschauung verknüpfte.

[ 14 ] Auf die dritte Unterrasse folgt als vierte die griechisch-römische Unterrasse, in welcher das Christentum sich entwickelte; dann bildete sich die wissenschaftliche Weltanschauung aus anstelle der religiösen; die Kultur des Verstandes entwickelte sich vom elften, zwölften und dreizehnten Jahrhundert an. Wie ein Schwanengesang liegt noch etwas von der alten Weltanschauung in jener Zeit, mit der sich damals die neue Weltanschauung verknüpfte.

[ 15 ] Das Heraustreten des innersten Wesens des Menschen vor die anderen Menschen ist dasjenige, was das Glaubensbekenntnis des Christus werden muss. Die, welche völlig begreifen können, dass Christus der Welt angehört, die werden die vierundzwanzig Ältesten sein, die das Lamm - Christus - anbeten. In der Zukunft, in der sechsten Wurzelrasse wird sich das abspielen, dass einige imstande sein werden, das Lamm in seiner ganzen Bedeutung anzubeten. Dann kann der Mensch sich mischen unter die, welche das Lamm anbeten. Das wird durch das Symbol der vier Tiere dargestellt - Löwe, Kuh, Mensch und Adler -, die da anbeten unter den Ältesten.

[ 15 ] Das Heraustreten des innersten Wesens des Menschen vor die anderen Menschen ist dasjenige, was das Glaubensbekenntnis des Christus werden muss. Die, welche völlig begreifen können, dass Christus der Welt angehört, die werden die vierundzwanzig Ältesten sein, die das Lamm - Christus - anbeten. In der Zukunft, in der sechsten Wurzelrasse wird sich das abspielen, dass einige imstande sein werden, das Lamm in seiner ganzen Bedeutung anzubeten. Dann kann der Mensch sich mischen unter die, welche das Lamm anbeten. Das wird durch das Symbol der vier Tiere dargestellt - Löwe, Kuh, Mensch und Adler -, die da anbeten unter den Ältesten.

[ 16 ] Der Mensch hat außer dem physischen Leib noch einen Astralleib. Dieser ist in der Entwicklung noch nicht so weit wie der physische Leib. In Bezug auf den physischen Leib ist der Mensch Gott ähnlich; nur noch schöner wird das Menschengeschlecht werden. Die weitere Vervollkommnung wird sein, dass er den astralischen Leib vervollkommnen wird. Das Empfinden, Fühlen und dergleichen wird vollkommener werden. Das geschieht im fünften Zyklus. Wir stehen noch vor diesem Zyklus. Jetzt ist des Menschen astralischer Körper noch nicht so weit entwickelt. Entwickelt ist jetzt erst der physische Körper. Im astralischen Körper wird er erst Mensch in dem fünften Zyklus. Da, wo der Mensch mit dem Gefühl daliegt vor dem Lamm, anbetend, steht er noch nicht als völliger Mensch da. Da hat er eine der Gestalten der Tierheit. Diese astralische Gestalt des Menschen hat er sich errungen durch frühere Entwicklungsstufen hindurch. Gewisse Eigenschaften der Tierheit drücken sich in den Rassen aus. Den Mut bezeichnet der Löwe, das sinnliche Schaffen das Rind, die Kuh; der Mensch bezeichnet den niederen Menschen, den Kama-Manas-Menschen, der sich über das Irdische erhebt. — Diese sind noch nicht gottähnlich. Menschen mischen sich in das Gottähnliche hinein und werden symbolisiert durch die vier Tiere, das ist der Zeitpunkt, in dem der Mensch angelangt sein wird in der sechsten Wurzelrasse, nachdem ein Untergang wieder über die Erde hinweggegangen sein wird.

[ 16 ] Der Mensch hat außer dem physischen Leib noch einen Astralleib. Dieser ist in der Entwicklung noch nicht so weit wie der physische Leib. In Bezug auf den physischen Leib ist der Mensch Gott ähnlich; nur noch schöner wird das Menschengeschlecht werden. Die weitere Vervollkommnung wird sein, dass er den astralischen Leib vervollkommnen wird. Das Empfinden, Fühlen und dergleichen wird vollkommener werden. Das geschieht im fünften Zyklus. Wir stehen noch vor diesem Zyklus. Jetzt ist des Menschen astralischer Körper noch nicht so weit entwickelt. Entwickelt ist jetzt erst der physische Körper. Im astralischen Körper wird er erst Mensch in dem fünften Zyklus. Da, wo der Mensch mit dem Gefühl daliegt vor dem Lamm, anbetend, steht er noch nicht als völliger Mensch da. Da hat er eine der Gestalten der Tierheit. Diese astralische Gestalt des Menschen hat er sich errungen durch frühere Entwicklungsstufen hindurch. Gewisse Eigenschaften der Tierheit drücken sich in den Rassen aus. Den Mut bezeichnet der Löwe, das sinnliche Schaffen das Rind, die Kuh; der Mensch bezeichnet den niederen Menschen, den Kama-Manas-Menschen, der sich über das Irdische erhebt. — Diese sind noch nicht gottähnlich. Menschen mischen sich in das Gottähnliche hinein und werden symbolisiert durch die vier Tiere, das ist der Zeitpunkt, in dem der Mensch angelangt sein wird in der sechsten Wurzelrasse, nachdem ein Untergang wieder über die Erde hinweggegangen sein wird.

[ 17 ] Nun beschreibt Johannes fernere, spätere Zustände. Es ergehen die Botschaften an die sieben Gemeinden. Die Rassen leben nicht nur nacheinander, sondern auch nebeneinander. Sie haben auch alle führende Persönlichkeiten, von denen die Geschichte nichts erzählt.

[ 17 ] Nun beschreibt Johannes fernere, spätere Zustände. Es ergehen die Botschaften an die sieben Gemeinden. Die Rassen leben nicht nur nacheinander, sondern auch nebeneinander. Sie haben auch alle führende Persönlichkeiten, von denen die Geschichte nichts erzählt.

[ 18 ] Die verschiedenen Schulen, die ihre Aufgabe erfüllt haben und nun noch starr konservativ festhalten an ihrer Aufgabe, die aber ihre Mission abgeben müssen an die Menschheit, das sind die sieben Gemeinden. Diese bekommen die sieben Sendschreiben. Die Apokalyptik räumt zuerst aus dem Wege die alten Geheimlehren, um der neuen Geheimlehre Platz zu machen. Zu den sieben Gemeinden wird gesagt: Ihr könnt nicht mehr Führer sein, jetzt muss eine neue Offenbarung kommen, eine neue Gemeinde.

[ 18 ] Die verschiedenen Schulen, die ihre Aufgabe erfüllt haben und nun noch starr konservativ festhalten an ihrer Aufgabe, die aber ihre Mission abgeben müssen an die Menschheit, das sind die sieben Gemeinden. Diese bekommen die sieben Sendschreiben. Die Apokalyptik räumt zuerst aus dem Wege die alten Geheimlehren, um der neuen Geheimlehre Platz zu machen. Zu den sieben Gemeinden wird gesagt: Ihr könnt nicht mehr Führer sein, jetzt muss eine neue Offenbarung kommen, eine neue Gemeinde.

[ 19 ] Auch die drei nachfolgenden Runden beschrieb der Apokalyptiker. Man kann diese Runden nicht mit dem astralischen Hellsehen sehen, sondern nur, wenn der Mensch in die Welt des Devachan, die mentale Welt eindringt. Wenn der Mensch so weit gelangt ist, dann schaut er im Geiste. Wenn der Mensch in diese DevachanWelt eindringt, dann sieht er nicht, sondern dann hört er. Er ist dort hellhörend. Hellhörend ist der Ausdruck, den wir gebrauchen für die geistige Welt. Er hört dort die Sphärenmusik, von der in den Pythagoreer-Schulen gesprochen wurde. Goethe deutet auch das Tönen an, da wo er vom Geiste redet. «Die Sonne tönt», sagt Goethe. Dadurch wird auf das Hörbare hingedeutet, wie es im Devachan ist. «Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke.» Die Engel sind die geistigen Wesenheiten, die den Planeten vorstehen. Will man sehen, wie ein Zyklus sich abspielt, so muss man das in der Welt erkennen, was tönt; diese Weltzyklen deutet der Apokalyptiker an in den Posaunen der Engel.

[ 19 ] Auch die drei nachfolgenden Runden beschrieb der Apokalyptiker. Man kann diese Runden nicht mit dem astralischen Hellsehen sehen, sondern nur, wenn der Mensch in die Welt des Devachan, die mentale Welt eindringt. Wenn der Mensch so weit gelangt ist, dann schaut er im Geiste. Wenn der Mensch in diese DevachanWelt eindringt, dann sieht er nicht, sondern dann hört er. Er ist dort hellhörend. Hellhörend ist der Ausdruck, den wir gebrauchen für die geistige Welt. Er hört dort die Sphärenmusik, von der in den Pythagoreer-Schulen gesprochen wurde. Goethe deutet auch das Tönen an, da wo er vom Geiste redet. «Die Sonne tönt», sagt Goethe. Dadurch wird auf das Hörbare hingedeutet, wie es im Devachan ist. «Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke.» Die Engel sind die geistigen Wesenheiten, die den Planeten vorstehen. Will man sehen, wie ein Zyklus sich abspielt, so muss man das in der Welt erkennen, was tönt; diese Weltzyklen deutet der Apokalyptiker an in den Posaunen der Engel.

[ 20 ] In der sechsten Runde wird nun das ganze Wesen vor allen offenbar liegen. Aber noch bevor die sechste Runde anfängt, kann der Mensch das Christus-Prinzip aus sich heraus entwickeln. Was früher äußerlich war, ist bei dem Menschen Fähigkeit geworden durch Verinnerlichung, Involution. Die Veräußerlichung, die Evolution in den großen Weltgesetzen und die Verinnerlichung, Involution, verhalten sich wie Ausatmen und Einatmen. Während der Mensch durch die Rassen hindurchgeht, nimmt der Mensch das in sich auf, was um ihn lebt. Alle sind durchgegangen durch die alte indische Zeit, dann durch alle anderen Unterrassen, und so werden sie hineinleben in die Zeit, wo sie vor den Füßen des Lammes anbetend liegen werden. Die sieben Siegel werden dann entsiegelt, wenn der Mensch zu der Erkenntnis seiner selbst gekommen ist, zur Anbetung Christi. Dann wird das Buch entsiegelt. Weil Johannes andeutet, dass dies noch vor der siebenten Rasse ist, darum lässt er erst sechs Siegel öffnen; erst später das siebente Siegel, wenn der Mensch in der Entwicklung noch weiter gelangt ist.

[ 20 ] In der sechsten Runde wird nun das ganze Wesen vor allen offenbar liegen. Aber noch bevor die sechste Runde anfängt, kann der Mensch das Christus-Prinzip aus sich heraus entwickeln. Was früher äußerlich war, ist bei dem Menschen Fähigkeit geworden durch Verinnerlichung, Involution. Die Veräußerlichung, die Evolution in den großen Weltgesetzen und die Verinnerlichung, Involution, verhalten sich wie Ausatmen und Einatmen. Während der Mensch durch die Rassen hindurchgeht, nimmt der Mensch das in sich auf, was um ihn lebt. Alle sind durchgegangen durch die alte indische Zeit, dann durch alle anderen Unterrassen, und so werden sie hineinleben in die Zeit, wo sie vor den Füßen des Lammes anbetend liegen werden. Die sieben Siegel werden dann entsiegelt, wenn der Mensch zu der Erkenntnis seiner selbst gekommen ist, zur Anbetung Christi. Dann wird das Buch entsiegelt. Weil Johannes andeutet, dass dies noch vor der siebenten Rasse ist, darum lässt er erst sechs Siegel öffnen; erst später das siebente Siegel, wenn der Mensch in der Entwicklung noch weiter gelangt ist.