Self-Knowledge and God-Knowledge II
GA 90b
27 April 1905, Cologne
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II, 1st ed.
29. Yoga und Unio Mystica
29. Yoga und Unio Mystica
[ 1 ] Yoga heißt das Anstreben der Vereinigung mit dem Urquell der göttlichen Wahrheit. Derjenige, der das anstrebt, ist ein Yogi. Ein Yogi muss eine bestimmte Lebensweise führen; dadurch sucht er, in sich den Quell der Wahrheit zu öffnen. Gewisse Dinge, die ein Yogi anstreben muss, sind in unserem [abendländischen] Leben nicht auszuführen. Deshalb sind aber diese Dinge doch wahr. Manchmal ist das Verzichtleisten besser als das Nichtverzichtleisten auf die Entwicklung. Zum Beispiel bringt jedes Töten den Menschen in der Entwicklung zurück. Der Hindu hält so etwas streng ein. Er würde zum Beispiel Ungeziefer nicht töten. Innerhalb unseres abendländischen Lebens kann man aber eine solche Regel nicht einhalten, wenn sie auch richtig bleibt.
[ 1 ] Yoga heißt das Anstreben der Vereinigung mit dem Urquell der göttlichen Wahrheit. Derjenige, der das anstrebt, ist ein Yogi. Ein Yogi muss eine bestimmte Lebensweise führen; dadurch sucht er, in sich den Quell der Wahrheit zu öffnen. Gewisse Dinge, die ein Yogi anstreben muss, sind in unserem [abendländischen] Leben nicht auszuführen. Deshalb sind aber diese Dinge doch wahr. Manchmal ist das Verzichtleisten besser als das Nichtverzichtleisten auf die Entwicklung. Zum Beispiel bringt jedes Töten den Menschen in der Entwicklung zurück. Der Hindu hält so etwas streng ein. Er würde zum Beispiel Ungeziefer nicht töten. Innerhalb unseres abendländischen Lebens kann man aber eine solche Regel nicht einhalten, wenn sie auch richtig bleibt.
[ 2 ] Der Mensch erreicht die Vereinigung mit dem Urquell der göttlichen Wahrheit dadurch, dass er seine drei Körper immer mehr reinigt.
[ 2 ] Der Mensch erreicht die Vereinigung mit dem Urquell der göttlichen Wahrheit dadurch, dass er seine drei Körper immer mehr reinigt.
[ 3 ] Im christlichen Mysterium sagt sich der Myste: Ich soll erreichen die Vereinigung - die Unio - mit dem Heiligen Geist, dem Wort oder dem Sohn und dem Vater: Das wird erreicht durch Reinigung des astralischen Körpers, des Ätherkörpers und des physischen Körpers.
[ 3 ] Im christlichen Mysterium sagt sich der Myste: Ich soll erreichen die Vereinigung - die Unio - mit dem Heiligen Geist, dem Wort oder dem Sohn und dem Vater: Das wird erreicht durch Reinigung des astralischen Körpers, des Ätherkörpers und des physischen Körpers.
[ 4 ] Wenn der astrale Körper gereinigt ist, dann kann der Mensch sich vereinigen mit dem Heiligen Geist. Wenn wir uns Gedanken über die Welt bilden wollen, so müssen Gedanken darinnen sein. Die ganze Welt muss den Plan in sich tragen, den man nachher denkt. Der [schaffende] Weltgedanke heißt bei den Freimaurern der «Große Baumeister» und bei den Christen der «Heilige Geisv.
[ 4 ] Wenn der astrale Körper gereinigt ist, dann kann der Mensch sich vereinigen mit dem Heiligen Geist. Wenn wir uns Gedanken über die Welt bilden wollen, so müssen Gedanken darinnen sein. Die ganze Welt muss den Plan in sich tragen, den man nachher denkt. Der [schaffende] Weltgedanke heißt bei den Freimaurern der «Große Baumeister» und bei den Christen der «Heilige Geisv.
[ 5 ] Wenn man die Welt anschaut, findet man Weisheit. Die ganze Welt, bis in jede Einzelheit, ist durch diese Weisheit aufgebaut. So ist zum Beispiel ein Knochen aus unendlich feinem Gebälk so weise [gebaut], dass kein Ingenieur es nachdenken könnte. Überall findet man den weisheitsvollen Gehalt der Welt, den wir herausholen im alltäglichen Denken und in der Wissenschaft. Der gewöhnliche Mensch bedenkt nicht, sein Handeln so einzurichten, dass es in den Weltenplan hineinpasst. Der Yogaschüler verwandelt seine Triebe; er folgt bewusst den logischen Gesetzen. Dadurch arbeitet sein Astralkörper nicht mehr in sein Ich hinein, sondern sein Ich durchleuchtet seinen Astralkörper. Auf diese Weise erlangt er die Katharsis. Dann wird er eins mit der göttlichen Weisheit; das ist die Unio mit dem göttlichen Geist. Unser Astralisches vereinigt sich dann mit dem Geiste der Welt. Das ist nur stufenweise zu erreichen, indem der Mensch bestimmte Meditationen durchmacht. Er versucht, in seinem Innern zu leben, dadurch dass er sich in einer bestimmten Weise nach Anweisungen Erfahrener bestimmten Übungen hingibt.
[ 5 ] Wenn man die Welt anschaut, findet man Weisheit. Die ganze Welt, bis in jede Einzelheit, ist durch diese Weisheit aufgebaut. So ist zum Beispiel ein Knochen aus unendlich feinem Gebälk so weise [gebaut], dass kein Ingenieur es nachdenken könnte. Überall findet man den weisheitsvollen Gehalt der Welt, den wir herausholen im alltäglichen Denken und in der Wissenschaft. Der gewöhnliche Mensch bedenkt nicht, sein Handeln so einzurichten, dass es in den Weltenplan hineinpasst. Der Yogaschüler verwandelt seine Triebe; er folgt bewusst den logischen Gesetzen. Dadurch arbeitet sein Astralkörper nicht mehr in sein Ich hinein, sondern sein Ich durchleuchtet seinen Astralkörper. Auf diese Weise erlangt er die Katharsis. Dann wird er eins mit der göttlichen Weisheit; das ist die Unio mit dem göttlichen Geist. Unser Astralisches vereinigt sich dann mit dem Geiste der Welt. Das ist nur stufenweise zu erreichen, indem der Mensch bestimmte Meditationen durchmacht. Er versucht, in seinem Innern zu leben, dadurch dass er sich in einer bestimmten Weise nach Anweisungen Erfahrener bestimmten Übungen hingibt.
[ 6 ] Die Religionen streben an, den Menschen mit Gedanken auszufüllen, die von Raum und Zeit unabhängig sind. Unsere alltäglichen Gedanken sind zum großen Teil hervorgebracht durch die Umgebung in Raum und Zeit. Man überlege nur einmal, wie viele von unseren Gedanken entstanden sind dadurch, dass wir zu einer bestimmten Zeit, unter bestimmten Verhältnissen, an einem bestimmten Orte, in einer bestimmten Umgebung leben.
[ 6 ] Die Religionen streben an, den Menschen mit Gedanken auszufüllen, die von Raum und Zeit unabhängig sind. Unsere alltäglichen Gedanken sind zum großen Teil hervorgebracht durch die Umgebung in Raum und Zeit. Man überlege nur einmal, wie viele von unseren Gedanken entstanden sind dadurch, dass wir zu einer bestimmten Zeit, unter bestimmten Verhältnissen, an einem bestimmten Orte, in einer bestimmten Umgebung leben.
[ 7 ] Die Unio mit dem Heiligen Geiste oder dem Weltenbaumeister ist die erste Stufe des Yoga, die unseren Triebmenschen zu einem Tugendmenschen macht. Der Mensch prägt dann in seinem Handeln der Welt das Ewige ein, wenn er sich regelmäßig, seien es auch nur wenige Minuten am Tage, mit Ewigkeitsgedanken befasst. Wenn auch die Handlungen äußerlich gleich aussehen bei Meditierenden und Nichtmeditierenden, so wirkt alles, was von einem Meditierenden ausgeht, ganz anders, weil vom allgemeinen Weltengeist etwas in seine Handlungen einfließt.
[ 7 ] Die Unio mit dem Heiligen Geiste oder dem Weltenbaumeister ist die erste Stufe des Yoga, die unseren Triebmenschen zu einem Tugendmenschen macht. Der Mensch prägt dann in seinem Handeln der Welt das Ewige ein, wenn er sich regelmäßig, seien es auch nur wenige Minuten am Tage, mit Ewigkeitsgedanken befasst. Wenn auch die Handlungen äußerlich gleich aussehen bei Meditierenden und Nichtmeditierenden, so wirkt alles, was von einem Meditierenden ausgeht, ganz anders, weil vom allgemeinen Weltengeist etwas in seine Handlungen einfließt.
[ 8 ] Auch der Ätherkörper muss umgewandelt werden. Er wird während der Umwandlung des Astralkörpers auch nebenher schon bearbeitet. Der astralische Leib kann durch große, ideale Gefühle, durch Versenkung in große Wahrheiten umgewandelt werden; das geht aber nicht über das Seelische hinaus. Aber das Arbeiten an dem Ätherleib geht über das Seelische hinaus. [Um das zu erreichen,] muss der Mensch diejenigen Dinge studieren, die mit seiner äußeren Natur zusammenhängen, zum Beispiel die Temperamente. Gewöhnlich herrscht eines der Temperamente beim Menschen vor. Der Melancholiker lässt wenig von außen auf sich wirken, hängt aber diesen Wirkungen sehr nach. Der Phlegmatiker lässt auch wenig auf sich einwirken, er hängt aber diesen Wirkungen nicht sehr nach. Bei dem Choleriker findet eine starke Einwirkung [von außen] statt und auch eine starke Nachwirkung. Bei dem Sanguiniker sieht man gleichfalls starke Eindrücke, aber keine Nachwirkungen.
[ 8 ] Auch der Ätherkörper muss umgewandelt werden. Er wird während der Umwandlung des Astralkörpers auch nebenher schon bearbeitet. Der astralische Leib kann durch große, ideale Gefühle, durch Versenkung in große Wahrheiten umgewandelt werden; das geht aber nicht über das Seelische hinaus. Aber das Arbeiten an dem Ätherleib geht über das Seelische hinaus. [Um das zu erreichen,] muss der Mensch diejenigen Dinge studieren, die mit seiner äußeren Natur zusammenhängen, zum Beispiel die Temperamente. Gewöhnlich herrscht eines der Temperamente beim Menschen vor. Der Melancholiker lässt wenig von außen auf sich wirken, hängt aber diesen Wirkungen sehr nach. Der Phlegmatiker lässt auch wenig auf sich einwirken, er hängt aber diesen Wirkungen nicht sehr nach. Bei dem Choleriker findet eine starke Einwirkung [von außen] statt und auch eine starke Nachwirkung. Bei dem Sanguiniker sieht man gleichfalls starke Eindrücke, aber keine Nachwirkungen.
[ 9 ] Nur wenn man sich in dieser Weise richtig erkennt, kann man eingreifen in seine Temperamenten-Ausbildung. Der Yogi muss Harmonie in die vier Temperamente bringen. Das greift schon hinunter in den Ätherkörper. Viel hat derjenige erreicht, der zum Beispiel imstande ist, durch Selbsterziehung seine Aufmerksamkeit zu zügeln. Viel hat der erreicht, der aus einem jähzornigen Menschen ein besonnener Mensch geworden ist. [Gewöhnlich gibt der Mensch die Temperamentsanlagen, die er mitbrachte, auch beim Tode wieder ab]. Man muss sich vertiefen in die Art, wie die Temperamente wirken. Der Yogi studiert sie und macht auch die Anwendung. Er ist fort und fort darauf bedacht, die fehlenden Seiten seines Wesens zur Ausbildung zu bringen. Hat man es dazu gebracht, sein Temperament zu ändern, so hat man viel erreicht. Wenn aus einem Stürmer ein harmonischer Mensch geworden ist in einem Leben, so ist das viel bedeutsamer, als wenn ein Mensch sein ganzes Leben harmonisch war. Mit jeder Änderung der Lebensweise legt sich der Mensch ein Stück Lebenskraft zu. Mancher hält es nicht aus, an dem "Temperament zu arbeiten. Hält er es aber aus, so gewinnt er an Lebenskraft; er wird zu gleicher Zeit jünger. Das geht auch so mit dem Physischen, wenn er seine Lebensweise ändert. Wenn er es aushält, wenn er mehrmals mit Erfolg mit sich eine solch gründliche Veränderung machen kann, dann wird er auch an Jahren sich zulegen, er wird dann jünger. Es ist dieses Eingreifen in das Innere ein wirklicher Verjüngungsprozess.
[ 9 ] Nur wenn man sich in dieser Weise richtig erkennt, kann man eingreifen in seine Temperamenten-Ausbildung. Der Yogi muss Harmonie in die vier Temperamente bringen. Das greift schon hinunter in den Ätherkörper. Viel hat derjenige erreicht, der zum Beispiel imstande ist, durch Selbsterziehung seine Aufmerksamkeit zu zügeln. Viel hat der erreicht, der aus einem jähzornigen Menschen ein besonnener Mensch geworden ist. [Gewöhnlich gibt der Mensch die Temperamentsanlagen, die er mitbrachte, auch beim Tode wieder ab]. Man muss sich vertiefen in die Art, wie die Temperamente wirken. Der Yogi studiert sie und macht auch die Anwendung. Er ist fort und fort darauf bedacht, die fehlenden Seiten seines Wesens zur Ausbildung zu bringen. Hat man es dazu gebracht, sein Temperament zu ändern, so hat man viel erreicht. Wenn aus einem Stürmer ein harmonischer Mensch geworden ist in einem Leben, so ist das viel bedeutsamer, als wenn ein Mensch sein ganzes Leben harmonisch war. Mit jeder Änderung der Lebensweise legt sich der Mensch ein Stück Lebenskraft zu. Mancher hält es nicht aus, an dem "Temperament zu arbeiten. Hält er es aber aus, so gewinnt er an Lebenskraft; er wird zu gleicher Zeit jünger. Das geht auch so mit dem Physischen, wenn er seine Lebensweise ändert. Wenn er es aushält, wenn er mehrmals mit Erfolg mit sich eine solch gründliche Veränderung machen kann, dann wird er auch an Jahren sich zulegen, er wird dann jünger. Es ist dieses Eingreifen in das Innere ein wirklicher Verjüngungsprozess.
[ 10 ] Der Ätherleib ist der Träger des Lebens, [und wenn der menschliche Geist in diesen Ätherleib hineinarbeitet, führt er ihm geistige Kräfte, Verjüngungskräfte zu].
[ 10 ] Der Ätherleib ist der Träger des Lebens, [und wenn der menschliche Geist in diesen Ätherleib hineinarbeitet, führt er ihm geistige Kräfte, Verjüngungskräfte zu].
[ 11 ] Der Yogi muss die Lebensfunktionen zu geregelten machen; er muss das tun, was die Evolution fordert. Wer verstehen will, wie er sich als Yogi zu ernähren hat, der muss ein wenig die Zusammenhänge mit der Natur berücksichtigen. [Auch in seiner Nahrung muss er den Zusammenhang des Menschenkörpers mit der Natur berücksichtigen.)
[ 11 ] Der Yogi muss die Lebensfunktionen zu geregelten machen; er muss das tun, was die Evolution fordert. Wer verstehen will, wie er sich als Yogi zu ernähren hat, der muss ein wenig die Zusammenhänge mit der Natur berücksichtigen. [Auch in seiner Nahrung muss er den Zusammenhang des Menschenkörpers mit der Natur berücksichtigen.)
[ 12 ] Wir können in der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit verschiedene Strömungen beobachten. In der Zeit von Augustinus bis Calvin hat das innere Leben im Christentum eine große Vertiefung erlangt in der Mystik. Die äußere Wissenschaft stand dagegen still. Es war damals eine Involution der Wissenschaft und eine Evolution des mystischen Lebens. Dann, von Kopernikus an, begann eine Involution des mystischen Lebens und eine Evolution der Wissenschaft. Jetzt hat wieder eine Evolution des mystischen Lebens begonnen. So pendelt das Leben hin und her. Solche Stauungen und Vorwärtsbewegungen hat der Mensch in seiner Evolution durchgemacht. Die erste große Stauung war bei dem Eintritt des Menschen in das Saturn-Dasein. Er kam von einer anderen Entwicklung da hinein. Er hätte ohne das eine einseitige hohe Entwicklung durchmachen können, aber er hätte nicht zur Erde gelangen können. Das SonnenDasein ist dann ein Fortschritt der Entwicklung; das Mond-Dasein ist eine Stauung. Das Erden-Dasein ist ein Equilibrium.
[ 12 ] Wir können in der geschichtlichen Entwicklung der Menschheit verschiedene Strömungen beobachten. In der Zeit von Augustinus bis Calvin hat das innere Leben im Christentum eine große Vertiefung erlangt in der Mystik. Die äußere Wissenschaft stand dagegen still. Es war damals eine Involution der Wissenschaft und eine Evolution des mystischen Lebens. Dann, von Kopernikus an, begann eine Involution des mystischen Lebens und eine Evolution der Wissenschaft. Jetzt hat wieder eine Evolution des mystischen Lebens begonnen. So pendelt das Leben hin und her. Solche Stauungen und Vorwärtsbewegungen hat der Mensch in seiner Evolution durchgemacht. Die erste große Stauung war bei dem Eintritt des Menschen in das Saturn-Dasein. Er kam von einer anderen Entwicklung da hinein. Er hätte ohne das eine einseitige hohe Entwicklung durchmachen können, aber er hätte nicht zur Erde gelangen können. Das SonnenDasein ist dann ein Fortschritt der Entwicklung; das Mond-Dasein ist eine Stauung. Das Erden-Dasein ist ein Equilibrium.
[ 13 ] Auf dem Saturn war der Mensch ein mineralisches Wesen; das war eine Stauung. Auf der Sonne war er pflanzlich; das war eine Förderung. Auf dem Monde trat wieder eine Stauung ein und auf der Erde das Gleichgewicht. Dort muss der Mensch selbst wählen, ob er in der Stauung bleiben will oder ob er sich zu neuen Daseinsstufen weiterentwickeln will. Alles, was tierisch ist, was auf der Mondwelle entstanden ist, bedeutet eine Rückentwicklung. Alles, was auf der Sonne ist, fördert den Fortschritt. Daher ist es so, dass die Pflanzennahrung fördernd wirkt. In der tierischen Nahrung dagegen befindet sich hemmende Mondenkraft. Dadurch bringt der Mensch sich selbst zurück.
[ 13 ] Auf dem Saturn war der Mensch ein mineralisches Wesen; das war eine Stauung. Auf der Sonne war er pflanzlich; das war eine Förderung. Auf dem Monde trat wieder eine Stauung ein und auf der Erde das Gleichgewicht. Dort muss der Mensch selbst wählen, ob er in der Stauung bleiben will oder ob er sich zu neuen Daseinsstufen weiterentwickeln will. Alles, was tierisch ist, was auf der Mondwelle entstanden ist, bedeutet eine Rückentwicklung. Alles, was auf der Sonne ist, fördert den Fortschritt. Daher ist es so, dass die Pflanzennahrung fördernd wirkt. In der tierischen Nahrung dagegen befindet sich hemmende Mondenkraft. Dadurch bringt der Mensch sich selbst zurück.
[ 14 ] Zunächst haben wir bei der Entwicklung der Erde den Menschen so, dass er zuerst auf der Erde die früheren Zustände wiederholt. Es ist ein großer Unterschied zwischen dem, was im Tierreich warmblütig ist, und dem, was kaltblütig ist. Tiere mit warmem Blut entstehen dadurch, dass von innen heraus Kama wirkt. Die Leidenschaft, das Kama, bringt das warme Blut hervor. Bei den Fischen [als Beispiel für die Kaltblüter] dagegen wirkt Kama als Weltenkama von außen. Das Fischei wird von der Sonne ausgebrütet. So ist es bei allen kaltblütigen Tieren. Die warmblütigen Tiere sind dem Menschen am verwandtesten. Für den, welcher anstrebt, sein Kama zu reinigen, ist es eine gute Übung, wenn er sich alles warmblütigen Tieres enthält. Isst er ein Stück Fleisch, so isst er das ganze Tier. Ungeteilt sitzt das Kama des Tieres in jedem einzelnen Stück Fleisch.
[ 14 ] Zunächst haben wir bei der Entwicklung der Erde den Menschen so, dass er zuerst auf der Erde die früheren Zustände wiederholt. Es ist ein großer Unterschied zwischen dem, was im Tierreich warmblütig ist, und dem, was kaltblütig ist. Tiere mit warmem Blut entstehen dadurch, dass von innen heraus Kama wirkt. Die Leidenschaft, das Kama, bringt das warme Blut hervor. Bei den Fischen [als Beispiel für die Kaltblüter] dagegen wirkt Kama als Weltenkama von außen. Das Fischei wird von der Sonne ausgebrütet. So ist es bei allen kaltblütigen Tieren. Die warmblütigen Tiere sind dem Menschen am verwandtesten. Für den, welcher anstrebt, sein Kama zu reinigen, ist es eine gute Übung, wenn er sich alles warmblütigen Tieres enthält. Isst er ein Stück Fleisch, so isst er das ganze Tier. Ungeteilt sitzt das Kama des Tieres in jedem einzelnen Stück Fleisch.
[ 15 ] Bevor der Mensch auf der Stufe war, warmblütig zu werden, hat er von außen den Körper erwärmt. Bei den niederen Tieren wirkt auch noch das Kama von außen. Ein Fisch ist der Ausdruck des ganzen Weltenkamas. Wenn man einen Fisch isst, isst man das ganze Weltenkama mit. Er [, der Mensch,] wirkt dann im Grunde genommen gegen die Entwicklung, weil er sich mit den Stauungen von außen verwandt macht. Er verschwistert sich mit etwas, was ungeheuer hemmend ist. Ähnlich ist es mit dem Genuss von Eiern. Sie sind geformt durch das allgemeine Kama. Man saugt mit ihnen das allgemeine Kama auf.
[ 15 ] Bevor der Mensch auf der Stufe war, warmblütig zu werden, hat er von außen den Körper erwärmt. Bei den niederen Tieren wirkt auch noch das Kama von außen. Ein Fisch ist der Ausdruck des ganzen Weltenkamas. Wenn man einen Fisch isst, isst man das ganze Weltenkama mit. Er [, der Mensch,] wirkt dann im Grunde genommen gegen die Entwicklung, weil er sich mit den Stauungen von außen verwandt macht. Er verschwistert sich mit etwas, was ungeheuer hemmend ist. Ähnlich ist es mit dem Genuss von Eiern. Sie sind geformt durch das allgemeine Kama. Man saugt mit ihnen das allgemeine Kama auf.
[ 16 ] Günstig dagegen ist für den Yogi alles, was direkt an der Sonne wächst: Körner, Obst und so weiter. Weniger günstig ist das, was in der modrigen Erde, unter der Erde gedeiht, auch alles zwiebelartige, knoblauchartige. Auch Kartoffeln gehören nicht zu den förderlichen Dingen. Die Kartoffel ist ein in die Erde verpflanzter Stamm, ein Spross einer älteren Pflanze, die über der Erde gewachsen ist. Sie ist erst mit der späteren Erdenentwicklung in die Erde hineingewandert. Die lauchartigen Pflanzen wuchsen auf dem Monde fest in dem Lebendigen darinnen. So ist auch die Mistel eine schädliche Pflanze, eine Parasitenpflanze. Manche Pflanzen sind ebenso schädlich wie zum Beispiel niedere Tiere, Schnecken und so weiter.
[ 16 ] Günstig dagegen ist für den Yogi alles, was direkt an der Sonne wächst: Körner, Obst und so weiter. Weniger günstig ist das, was in der modrigen Erde, unter der Erde gedeiht, auch alles zwiebelartige, knoblauchartige. Auch Kartoffeln gehören nicht zu den förderlichen Dingen. Die Kartoffel ist ein in die Erde verpflanzter Stamm, ein Spross einer älteren Pflanze, die über der Erde gewachsen ist. Sie ist erst mit der späteren Erdenentwicklung in die Erde hineingewandert. Die lauchartigen Pflanzen wuchsen auf dem Monde fest in dem Lebendigen darinnen. So ist auch die Mistel eine schädliche Pflanze, eine Parasitenpflanze. Manche Pflanzen sind ebenso schädlich wie zum Beispiel niedere Tiere, Schnecken und so weiter.
[ 17 ] [Die Mistel, die noch heute parasitär auf dem Lebendigen wurzelt, ist ein Überbleibsel des Mondes; auch Pilze, die auf einem Boden gedeihen, der noch Lebendiges enthält.
[ 17 ] [Die Mistel, die noch heute parasitär auf dem Lebendigen wurzelt, ist ein Überbleibsel des Mondes; auch Pilze, die auf einem Boden gedeihen, der noch Lebendiges enthält.
[ 18 ] Im Menschen sind zwei Naturen, eine niedere und eine höhere.
[ 18 ] Im Menschen sind zwei Naturen, eine niedere und eine höhere.
[ 19 ] [So schrieb Goethe:]
[ 19 ] [So schrieb Goethe:]
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust:
Die eine will sich von der andern trenne:
Die eine hält in derber Liebeslust
Sich an die Welt mit klammernden Organen,
Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
Zu den Gefilden hoher Ahnen.
Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust:
Die eine will sich von der andern trenne:
Die eine hält in derber Liebeslust
Sich an die Welt mit klammernden Organen,
Die andre hebt gewaltsam sich vom Dust
Zu den Gefilden hoher Ahnen.
[ 20 ] Alles, was zur Ausbildung des warmen Blutes, Fleisches, von Muskeln, Knochen gehört, ist niederer Natur. Fleisch, Muskeln, Knochen sind etwas, was sich verhärtet hat aus der Mondenentwicklung. Die Erdenentwicklung soll eine Höherentwicklung werden. Darum soll der Mensch nur das genießen, was mit ihr zusammenhängt]
[ 20 ] Alles, was zur Ausbildung des warmen Blutes, Fleisches, von Muskeln, Knochen gehört, ist niederer Natur. Fleisch, Muskeln, Knochen sind etwas, was sich verhärtet hat aus der Mondenentwicklung. Die Erdenentwicklung soll eine Höherentwicklung werden. Darum soll der Mensch nur das genießen, was mit ihr zusammenhängt]
[ 21 ] Alles nun, was mit dem Leben selbst zusammenhängt am Tiere, was zu dem Lebensprozess des Tieres gehört, ist fördernd, zum Beispiel Milch und alles, was daraus bereitet wird. Vom okkulten Standpunkt aus wirken Milch, Käse und so weiter fördernd, weil sie zum fördernden Lebensprozess des Tieres gehören.
[ 21 ] Alles nun, was mit dem Leben selbst zusammenhängt am Tiere, was zu dem Lebensprozess des Tieres gehört, ist fördernd, zum Beispiel Milch und alles, was daraus bereitet wird. Vom okkulten Standpunkt aus wirken Milch, Käse und so weiter fördernd, weil sie zum fördernden Lebensprozess des Tieres gehören.
[ 22 ] [Milch ist deshalb förderlich, auch deshalb, weil die Tiere sie freiwillig hergeben. Manche suchen Ersatz für die Fleischnahrung, besonders solche, die vegetarisch leben, weil sie nicht töten wollen. Sie nehmen zur Ernährung solche Pflanzen, die dem Tier ähnliche Stoffe enthalten: Sie essen Hülsenfrüchte. Diese sind aber der okkulten Entwicklung hinderlich. Sie stammen insofern ab von dem Monde, als sie in eine Hülle eingebettet liegen. Sie sind dadurch von der Sonnenluft getrennt und streben der Verhärtung zu. Daher sind sie der okkulten Entwicklung nicht günstig. Ihr Genuss erzeugt oft schlimme Folgen. Das Traumleben wird unrein durch sie, es wird wüst und wirr. Das kann man oft beobachten bei Vegetariern. Das Schauen der höheren Welten soll aber mit dem Schauen im Traum beginnen. Es ist daher anzustreben, dass dieses Schauen nur reine, schöne Bilder aufsteigen lässt.
[ 22 ] [Milch ist deshalb förderlich, auch deshalb, weil die Tiere sie freiwillig hergeben. Manche suchen Ersatz für die Fleischnahrung, besonders solche, die vegetarisch leben, weil sie nicht töten wollen. Sie nehmen zur Ernährung solche Pflanzen, die dem Tier ähnliche Stoffe enthalten: Sie essen Hülsenfrüchte. Diese sind aber der okkulten Entwicklung hinderlich. Sie stammen insofern ab von dem Monde, als sie in eine Hülle eingebettet liegen. Sie sind dadurch von der Sonnenluft getrennt und streben der Verhärtung zu. Daher sind sie der okkulten Entwicklung nicht günstig. Ihr Genuss erzeugt oft schlimme Folgen. Das Traumleben wird unrein durch sie, es wird wüst und wirr. Das kann man oft beobachten bei Vegetariern. Das Schauen der höheren Welten soll aber mit dem Schauen im Traum beginnen. Es ist daher anzustreben, dass dieses Schauen nur reine, schöne Bilder aufsteigen lässt.
[ 23 ] Auch Wurzeln streben der Verhärtung zu. Förderlich dagegen ist alles, was vom Sonnenlicht umspielt wird: Blüten, Blätter, Früchte.
[ 23 ] Auch Wurzeln streben der Verhärtung zu. Förderlich dagegen ist alles, was vom Sonnenlicht umspielt wird: Blüten, Blätter, Früchte.
[ 24 ] Aus dem Mineralreich ist alles schädlich, was sich aus mineralischen Lösungen als Bodensatz absondert, zum Beispiel alle Salze. Sie sollen möglichst vermieden werden.]
[ 24 ] Aus dem Mineralreich ist alles schädlich, was sich aus mineralischen Lösungen als Bodensatz absondert, zum Beispiel alle Salze. Sie sollen möglichst vermieden werden.]
[ 25 ] Wein gibt es erst seit dem Erdenzyklus. Der wäre früher unmöglich gewesen. Alles, was die Zusammensetzung des Spiritus hat, verschwindet in der Zukunft wieder. Vor zweitausendsechshundert Jahren war Wein eine große Seltenheit. Achthundert Jahre vor Christus hat der Weingenuss begonnen. Früher war es etwas außerordentlich Seltenes. Achthundert Jahre vor Christus beginnt ein neuer Weltenzyklus, die vierte Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Bei den vorhergehenden Rassen spielte der Spirituosengenuss eine geringe Rolle. Bei den ersten Rassen war es vollständig ausgeschlossen, dass sie Wein tranken. Sie wussten, dass der, welcher Wein genießt, nicht über die vier Prinzipien, die ihm die Natur gegeben hat, hinaus kann. Er kann den Astralkörper nicht so weit läutern, dass sich das Manasische entwickelt. Die alten Inder wussten das; erst die späteren Perser kannten etwas den Weingenuss. Wirklich eingeführt wurde der Weingenuss erst in der vierten Unterrasse. In dieser Rasse sollte der Mensch absehen von den oberen Prinzipien. [Seine irdische Persönlichkeit sollte herauskommen und durch eigene Arbeit des Menschen geläutert werden.] Er sollte seine irdische Persönlichkeit läutern. Es war die Erziehung in Kama-Manas, die Auferstehung des Fleischlichen, des Persönlichen in Kama-Manas [- Noah - Melchisedek -]. Im Christentum ging die Erziehung des Menschen darauf hinaus, Wert zu legen auf die Persönlichkeit, auf das eine Leben zwischen Geburt und Tod. Dem ägyptischen Sklaven war es noch natürlich, dass er einstmals wiederkommen würde. Die Lehre von Reinkarnation und Karma sollte eine Zeitlang ausgeschlossen sein, damit das Wertvolle der Persönlichkeit, von Kama Manas, herauskam. Das wird physisch bewirkt durch den Weingenuss. Im Christentum ist es erlaubt, Wein zu trinken.
[ 25 ] Wein gibt es erst seit dem Erdenzyklus. Der wäre früher unmöglich gewesen. Alles, was die Zusammensetzung des Spiritus hat, verschwindet in der Zukunft wieder. Vor zweitausendsechshundert Jahren war Wein eine große Seltenheit. Achthundert Jahre vor Christus hat der Weingenuss begonnen. Früher war es etwas außerordentlich Seltenes. Achthundert Jahre vor Christus beginnt ein neuer Weltenzyklus, die vierte Unterrasse der fünften Wurzelrasse. Bei den vorhergehenden Rassen spielte der Spirituosengenuss eine geringe Rolle. Bei den ersten Rassen war es vollständig ausgeschlossen, dass sie Wein tranken. Sie wussten, dass der, welcher Wein genießt, nicht über die vier Prinzipien, die ihm die Natur gegeben hat, hinaus kann. Er kann den Astralkörper nicht so weit läutern, dass sich das Manasische entwickelt. Die alten Inder wussten das; erst die späteren Perser kannten etwas den Weingenuss. Wirklich eingeführt wurde der Weingenuss erst in der vierten Unterrasse. In dieser Rasse sollte der Mensch absehen von den oberen Prinzipien. [Seine irdische Persönlichkeit sollte herauskommen und durch eigene Arbeit des Menschen geläutert werden.] Er sollte seine irdische Persönlichkeit läutern. Es war die Erziehung in Kama-Manas, die Auferstehung des Fleischlichen, des Persönlichen in Kama-Manas [- Noah - Melchisedek -]. Im Christentum ging die Erziehung des Menschen darauf hinaus, Wert zu legen auf die Persönlichkeit, auf das eine Leben zwischen Geburt und Tod. Dem ägyptischen Sklaven war es noch natürlich, dass er einstmals wiederkommen würde. Die Lehre von Reinkarnation und Karma sollte eine Zeitlang ausgeschlossen sein, damit das Wertvolle der Persönlichkeit, von Kama Manas, herauskam. Das wird physisch bewirkt durch den Weingenuss. Im Christentum ist es erlaubt, Wein zu trinken.
[ 26 ] Wasser ist in Wirklichkeit das Getränk dessen, der in die höheren Welten hinaufschauen will, Wein ist das Getränk dessen, der nicht in die höheren Welten hinaufschauen will. Der Yogi muss deshalb von dem Weingenuss absehen, weil er nur dann zum wirklich Ergreifen der höheren Welten kommen kann. Wenn der Mensch daran geht, seinen Ätherkörper zu bearbeiten, muss er sich selbst in dieser Weise in die Hand nehmen.
[ 26 ] Wasser ist in Wirklichkeit das Getränk dessen, der in die höheren Welten hinaufschauen will, Wein ist das Getränk dessen, der nicht in die höheren Welten hinaufschauen will. Der Yogi muss deshalb von dem Weingenuss absehen, weil er nur dann zum wirklich Ergreifen der höheren Welten kommen kann. Wenn der Mensch daran geht, seinen Ätherkörper zu bearbeiten, muss er sich selbst in dieser Weise in die Hand nehmen.
[ 27 ] Das Bearbeiten des Astralkörpers verläuft sozusagen innerhalb der Seele. Das Bearbeiten des Ätherkörpers geschieht durch Wirkung auf das Temperament und Läuterung des physischen Körpers. Wenn der Mensch den Ätherkörper unter die Macht seines Ich zwingt, dann wird der Mensch so, dass er in sich aufnimmt, was im Weltenplan als [geistige] Substanz wirkt.
[ 27 ] Das Bearbeiten des Astralkörpers verläuft sozusagen innerhalb der Seele. Das Bearbeiten des Ätherkörpers geschieht durch Wirkung auf das Temperament und Läuterung des physischen Körpers. Wenn der Mensch den Ätherkörper unter die Macht seines Ich zwingt, dann wird der Mensch so, dass er in sich aufnimmt, was im Weltenplan als [geistige] Substanz wirkt.
[ 28 ] [Zur richtigen Denktätigkeit gehört, dass man logisch folgern kann. Dasselbe bewirkt der Kaffee im Verdauungsgebiet nach unten und im Denken nach oben [...]. Er bewirkt folgerichtig geordnete logische Denktätigkeit, aber unselbstständig [...]. Will der Mensch aber selbstständig werden im Denken, muss er sich frei machen vom Verlangen nach Kaffee.
[ 28 ] [Zur richtigen Denktätigkeit gehört, dass man logisch folgern kann. Dasselbe bewirkt der Kaffee im Verdauungsgebiet nach unten und im Denken nach oben [...]. Er bewirkt folgerichtig geordnete logische Denktätigkeit, aber unselbstständig [...]. Will der Mensch aber selbstständig werden im Denken, muss er sich frei machen vom Verlangen nach Kaffee.
[ 29 ] Sprunghaftes, innerlich haltloses Denken hat sein Korrelat im Tee. Es bewirkt zerstreuende Kräfte im Oberen.
[ 29 ] Sprunghaftes, innerlich haltloses Denken hat sein Korrelat im Tee. Es bewirkt zerstreuende Kräfte im Oberen.
[ 30 ] Es handelt sich darum, wie der Mensch werden soll. Verschwinden sollen die Organe, die er mit den Raubtieren gemein hat; werden sollen die Organe, die Pflanzen verlangen. Solche Nahrung soll der Mensch zu sich nehmen, die den Sinn seines Werdens erfasst. Ja nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Eiweißstoffe. Hülsenfrüchte enthalten zu viel Eiweiß. Die sie essen, werden überwältigt von einer unteren Vorstellungsweise. Der Vegetarier muss zugleich sich eine spirituelle Vorstellungsweise aneignen. Erfasset die Natur in ihrem Werden! [...]
[ 30 ] Es handelt sich darum, wie der Mensch werden soll. Verschwinden sollen die Organe, die er mit den Raubtieren gemein hat; werden sollen die Organe, die Pflanzen verlangen. Solche Nahrung soll der Mensch zu sich nehmen, die den Sinn seines Werdens erfasst. Ja nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Eiweißstoffe. Hülsenfrüchte enthalten zu viel Eiweiß. Die sie essen, werden überwältigt von einer unteren Vorstellungsweise. Der Vegetarier muss zugleich sich eine spirituelle Vorstellungsweise aneignen. Erfasset die Natur in ihrem Werden! [...]
[ 31 ] Bedeutung des Abendmahles: überzugehen von der Ernährung vom toten Tier zunächst zur Ernährung von der toten Pflanze. Das soll abgelöst werden durch eine Ernährung, die nicht das Leben in den Pflanzen abtötet [...]. Am Ende der fünften Kulturepoche wird nichts Tierisches mehr genossen werden. Durch den Christus wird der physische Leib abgetötet beim ganzen Menschengeschlecht. Mitte der sechsten Wurzelrasse gibt es keinen physischen Leib mehr. Da wird der Mensch ätherisch sein. Dann wird der Mensch selbst eine mineralische Nahrung im Laboratorium herstellen.
[ 31 ] Bedeutung des Abendmahles: überzugehen von der Ernährung vom toten Tier zunächst zur Ernährung von der toten Pflanze. Das soll abgelöst werden durch eine Ernährung, die nicht das Leben in den Pflanzen abtötet [...]. Am Ende der fünften Kulturepoche wird nichts Tierisches mehr genossen werden. Durch den Christus wird der physische Leib abgetötet beim ganzen Menschengeschlecht. Mitte der sechsten Wurzelrasse gibt es keinen physischen Leib mehr. Da wird der Mensch ätherisch sein. Dann wird der Mensch selbst eine mineralische Nahrung im Laboratorium herstellen.
[ 32 ] Am Ende der atlantischen Zeit wird alles getan [...], was den Egoismus hervorbringt. In der sechsten Kulturepoche der fünften Wurzelrasse wird das Ich wieder zu höherer Entwicklung kommen. Meditation:
[ 32 ] Am Ende der atlantischen Zeit wird alles getan [...], was den Egoismus hervorbringt. In der sechsten Kulturepoche der fünften Wurzelrasse wird das Ich wieder zu höherer Entwicklung kommen. Meditation:
Ich breche den Hochmut der Philister
Und reiße ihnen das blutige Fleisch aus dem Munde
Und die Greuel aus ihren Zähnen
Fürwahr, dein König wird bei dir einziehen.
Gerecht ist er, voll Sieges und voll Demut
Und er reitet auf einem Esel
Auf einem jungen Füllen der Eselin.
—Hosiana [...]Der Herr wird ihm helfen
Wie edle Steine werden sie
Auf seinem Boden sich erheben.
Denn was haben sie doch Gutes
Und was haben sie doch Schönes:
Korn, das die Jünglinge [...)
Und Most [...]
Der die Jungfrauen blühen macht.
—[Sach 9,6-17]
Ich breche den Hochmut der Philister
Und reiße ihnen das blutige Fleisch aus dem Munde
Und die Greuel aus ihren Zähnen
Fürwahr, dein König wird bei dir einziehen.
Gerecht ist er, voll Sieges und voll Demut
Und er reitet auf einem Esel
Auf einem jungen Füllen der Eselin.
—Hosiana [...]Der Herr wird ihm helfen
Wie edle Steine werden sie
Auf seinem Boden sich erheben.
Denn was haben sie doch Gutes
Und was haben sie doch Schönes:
Korn, das die Jünglinge [...)
Und Most [...]
Der die Jungfrauen blühen macht.
—[Sach 9,6-17]
[ 33 ] Blut der Pflanzen, das das vegetative Blut behält und die Milch. ([Soma] war ein Rauschgetränk bei den Indern aus Reis.)]
[ 33 ] Blut der Pflanzen, das das vegetative Blut behält und die Milch. ([Soma] war ein Rauschgetränk bei den Indern aus Reis.)]
[ 34 ] Das Denken ist die Substanz, die durch Wortwerden zu uns fließt. [Durch das Wort kann Mensch zu Mensch das mitteilen, was als Denken substantiell in einem jeden lebt.] Die Luftwelle ist nur die Form für diese Substanz. Man denke sich dies auf die Welt angewendet. Alles ist zunächst in äußeren Formen dort: Mineralien, Pflanzen und Tiere. Der äußeren Welt entspricht das göttliche Wort. Dieses göttliche Wort tönt in die Welt, und es entstehen die Formen der Dinge.
[ 34 ] Das Denken ist die Substanz, die durch Wortwerden zu uns fließt. [Durch das Wort kann Mensch zu Mensch das mitteilen, was als Denken substantiell in einem jeden lebt.] Die Luftwelle ist nur die Form für diese Substanz. Man denke sich dies auf die Welt angewendet. Alles ist zunächst in äußeren Formen dort: Mineralien, Pflanzen und Tiere. Der äußeren Welt entspricht das göttliche Wort. Dieses göttliche Wort tönt in die Welt, und es entstehen die Formen der Dinge.
[ 35 ] In der göttlichen Seele ruht der verborgene Vater-Gedanke. Dann strömt er hinaus als das göttliche Wort[, der zweite Logos]; dann wird das göttliche Wort zu den Formen der Dinge. Den Geist begreifen wir als die Form der Dinge; aber das Wort selbst ist darinnen in den Formen. [Es ist auch darinnen in der Menschenform.] Bei der Veränderung des Ätherkörpers findet die Vereinigung mit dem Worte statt, welche der Yogi anstrebt. [Das strebt der Yogi an, dass er in den lebendigen Strömungen seines Ätherkörpers das Wort der schaffenden Gottheit erlebt.] Dann wird er zum Chela. Dann hört er mit dem Ätherkörper den Logos in allen Dingen erklingen. Das ist die Vereinigung mit dem Sohne.
[ 35 ] In der göttlichen Seele ruht der verborgene Vater-Gedanke. Dann strömt er hinaus als das göttliche Wort[, der zweite Logos]; dann wird das göttliche Wort zu den Formen der Dinge. Den Geist begreifen wir als die Form der Dinge; aber das Wort selbst ist darinnen in den Formen. [Es ist auch darinnen in der Menschenform.] Bei der Veränderung des Ätherkörpers findet die Vereinigung mit dem Worte statt, welche der Yogi anstrebt. [Das strebt der Yogi an, dass er in den lebendigen Strömungen seines Ätherkörpers das Wort der schaffenden Gottheit erlebt.] Dann wird er zum Chela. Dann hört er mit dem Ätherkörper den Logos in allen Dingen erklingen. Das ist die Vereinigung mit dem Sohne.
[ 36 ] Die dritte Stufe ist die Vereinigung mit dem Vater. Das ist die Stufe der Meisterschaft. [Da kann der Mensch selber an seinem physischen Körper fortbauen.]
[ 36 ] Die dritte Stufe ist die Vereinigung mit dem Vater. Das ist die Stufe der Meisterschaft. [Da kann der Mensch selber an seinem physischen Körper fortbauen.]
[ 37 ] Dem Yogi schwebt als das große Prinzip eines vor: die Vereinigung mit dem Vater. Er sagt sich: In dem Maße, wie du der Gottheit ähnlich wirst, näherst du dich der Gottheit.
[ 37 ] Dem Yogi schwebt als das große Prinzip eines vor: die Vereinigung mit dem Vater. Er sagt sich: In dem Maße, wie du der Gottheit ähnlich wirst, näherst du dich der Gottheit.
[ 38 ] [Das geschieht zuerst durch die Läuterung des Astralkörpers. Er erlangt dadurch die Unio mystica, die Vereinigung mit seinem göttlichen Selbst. Dann strebt er weiter. Er erlebt die Vereinigung mit dem Sohn, indem er Weltendenken, Weltenfühlen durch seinen umgewandelten Ätherleib miterlebt. Und endlich das Letzte ist, dass der Mensch die Vereinigung mit dem Vater erlebt und damit bewusst an seinem physischen Leibe arbeitet. Das ist die große Perspektive, die Arbeit des Menschen für die Zukunft des Menschengeschlechtes.]
[ 38 ] [Das geschieht zuerst durch die Läuterung des Astralkörpers. Er erlangt dadurch die Unio mystica, die Vereinigung mit seinem göttlichen Selbst. Dann strebt er weiter. Er erlebt die Vereinigung mit dem Sohn, indem er Weltendenken, Weltenfühlen durch seinen umgewandelten Ätherleib miterlebt. Und endlich das Letzte ist, dass der Mensch die Vereinigung mit dem Vater erlebt und damit bewusst an seinem physischen Leibe arbeitet. Das ist die große Perspektive, die Arbeit des Menschen für die Zukunft des Menschengeschlechtes.]
Ergänzung aus der Mitschrift von Camilla Wandrey
Ergänzung aus der Mitschrift von Camilla Wandrey
[ 39 ] So ist Yoga der Weg zur höheren Erkenntnis, auch zur Anteilnahme an den höheren Welten überhaupt. Yoga heißt Verbindung mit dem göttlichen Urgrund des Daseins, mit den geistigen Quellen der Welt. Der Yogi entwickelt in sich selbst die Kräfte, nun einzudringen in diese Welten des Ursprungs. Er sucht die Quellen der Erkenntnisse, die aus dem geistigen Leben selber stammen. Wer Yogi werden will, muss sich unbedingt aneignen den Glauben an eine Höherentwicklung des Menschengeschlechtes, doch nicht einen blinden Glauben, sondern einen tätigen Glauben, dass man hinauskommen kann über den jetzigen Zustand des Menschengeschlechtes, dass Kräfte innerhalb der Menschennatur entwickelt werden können, die noch nicht zum Ausdruck kommen, die auf die Entwicklung warten. Yoga ist ein Weg, der vielfach in Enthaltsamkeit besteht, der Geduld, Ausdauer beansprucht. Im heutigen Kulturleben ist es zwar schwer dazu zu kommen, Yoga zu erreichen. Deshalb war die theosophische Bewegung notwendig.
[ 39 ] So ist Yoga der Weg zur höheren Erkenntnis, auch zur Anteilnahme an den höheren Welten überhaupt. Yoga heißt Verbindung mit dem göttlichen Urgrund des Daseins, mit den geistigen Quellen der Welt. Der Yogi entwickelt in sich selbst die Kräfte, nun einzudringen in diese Welten des Ursprungs. Er sucht die Quellen der Erkenntnisse, die aus dem geistigen Leben selber stammen. Wer Yogi werden will, muss sich unbedingt aneignen den Glauben an eine Höherentwicklung des Menschengeschlechtes, doch nicht einen blinden Glauben, sondern einen tätigen Glauben, dass man hinauskommen kann über den jetzigen Zustand des Menschengeschlechtes, dass Kräfte innerhalb der Menschennatur entwickelt werden können, die noch nicht zum Ausdruck kommen, die auf die Entwicklung warten. Yoga ist ein Weg, der vielfach in Enthaltsamkeit besteht, der Geduld, Ausdauer beansprucht. Im heutigen Kulturleben ist es zwar schwer dazu zu kommen, Yoga zu erreichen. Deshalb war die theosophische Bewegung notwendig.
[ 40 ] Man kann fragen, in wie viel Zeit Yoga zu erreichen sei. Das hängt ab von dem betreffenden Menschen, der Yoga anstrebt. Es kann Inkarnationen dauern, es kann siebzig Jahre dauern, sieben Jahre; es kann Menschen geben, die in sieben Monaten, sieben Wochen, ja in sieben Stunden dazu kommen. Es hängt ab von der Stufe des Daseins, auf der ein Mensch steht. Oftmals kann er weiter sein, als er selber weiß. Er kann vielleicht innerlich schon fähig sein, seine Willenskräfte und Geisteskräfte in höheren Welten zu betätigen. Es kann auch sein, dass jemand in einer früheren Inkarnation viel weiter war, als er heute gekommen ist. In diesem Leben ist es vielleicht durch die Bedingungen des physischen Lebens nicht herausgekommen, was schon in ihm war. Die früher erlangten Kräfte müssen dann durch die Kräfte des jetzigen Lebens wieder herausgeholt werden. Es könnte zum Beispiel jemand ein weiser Priester gewesen sein mit magischem Willen, dieses müsste nun in späterer Inkarnation herausgeholt werden. Vielleicht ist aber die Gehirnentwicklung in der späteren Inkarnation nicht so weit, um das zu ermöglichen. Vielleicht fehlen auch andere Kräfte. Vielleicht fehlt Liebe und Güte. Dann kann man nicht die früheren Kräfte wieder herausholen, und es dauert so bei dem einen länger, bei dem andern kürzer, bis Yoga erreicht ist.
[ 40 ] Man kann fragen, in wie viel Zeit Yoga zu erreichen sei. Das hängt ab von dem betreffenden Menschen, der Yoga anstrebt. Es kann Inkarnationen dauern, es kann siebzig Jahre dauern, sieben Jahre; es kann Menschen geben, die in sieben Monaten, sieben Wochen, ja in sieben Stunden dazu kommen. Es hängt ab von der Stufe des Daseins, auf der ein Mensch steht. Oftmals kann er weiter sein, als er selber weiß. Er kann vielleicht innerlich schon fähig sein, seine Willenskräfte und Geisteskräfte in höheren Welten zu betätigen. Es kann auch sein, dass jemand in einer früheren Inkarnation viel weiter war, als er heute gekommen ist. In diesem Leben ist es vielleicht durch die Bedingungen des physischen Lebens nicht herausgekommen, was schon in ihm war. Die früher erlangten Kräfte müssen dann durch die Kräfte des jetzigen Lebens wieder herausgeholt werden. Es könnte zum Beispiel jemand ein weiser Priester gewesen sein mit magischem Willen, dieses müsste nun in späterer Inkarnation herausgeholt werden. Vielleicht ist aber die Gehirnentwicklung in der späteren Inkarnation nicht so weit, um das zu ermöglichen. Vielleicht fehlen auch andere Kräfte. Vielleicht fehlt Liebe und Güte. Dann kann man nicht die früheren Kräfte wieder herausholen, und es dauert so bei dem einen länger, bei dem andern kürzer, bis Yoga erreicht ist.
[ 41 ] Vor allem ist notwendig, eine möglichst intime Herstellung eines inneren Lebens, um das zu erforschen, was in uns ist. Man muss sich den Begriff Yoga immer mehr entfernen von dem, was äußerlich tumultuarisch ist. Yoga muss ganz geschehen in der Abgeschlossenheit des inneren Lebens.
[ 41 ] Vor allem ist notwendig, eine möglichst intime Herstellung eines inneren Lebens, um das zu erforschen, was in uns ist. Man muss sich den Begriff Yoga immer mehr entfernen von dem, was äußerlich tumultuarisch ist. Yoga muss ganz geschehen in der Abgeschlossenheit des inneren Lebens.
[ 42 ] Niemals sollten höhere geistige Eigenschaften entwickelt werden, ohne dass gleichzeitig der Charakter gestärkt wird. Wie eine blaue und eine gelbe Flüssigkeit, wenn sie gemischt werden, eine grüne Flüssigkeit ergeben, so sind die geistigen und physischen Kräfte des Menschen vereint. Wenn man das Geistige herausholt, dann bleibt die physische Natur sozusagen als Bodensatz zurück. Viel hängt davon ab, dass diese richtig gemischt bleiben. Dadurch wird der Mensch ein bestimmter Mensch, dass diese höhere mit der niederen Natur verbunden ist. Beim Yogi wird die höhere Natur weggezogen, und alle diejenigen Eigenschaften, die im Menschen schlecht sind, treten dann hervor, wenn nicht absolute Charakterentwicklung nebenhergeht. Immer muss man darauf gefasst sein, wenn man Yoga anstrebt, dass einem die merkwürdigsten Dinge im Leben entgegentreten. Das waren zum Beispiel die Versuchungen des heiligen Antonius. Wenn man ernsthaft anfängt, Yogaübungen zu machen, muss man darauf gefasst sein, dass die niedere Natur herauskommt. Manche bis dahin wahrhaften Menschen beginnen zu lügen, zu schwindeln, unzuverlässig zu werden. Das geschieht, wenn nicht in strengstem Sinne von dem Yogaschüler verlangt wird, beständig den Charakter zu festigen. In alten echten Yogaschulen wird deshalb auf die Entwicklung der Moralität das größte Gewicht gelegt. - Annie Besant sagt: Geistige Schulung ohne moralische kann nur auf Abwege führen.
[ 42 ] Niemals sollten höhere geistige Eigenschaften entwickelt werden, ohne dass gleichzeitig der Charakter gestärkt wird. Wie eine blaue und eine gelbe Flüssigkeit, wenn sie gemischt werden, eine grüne Flüssigkeit ergeben, so sind die geistigen und physischen Kräfte des Menschen vereint. Wenn man das Geistige herausholt, dann bleibt die physische Natur sozusagen als Bodensatz zurück. Viel hängt davon ab, dass diese richtig gemischt bleiben. Dadurch wird der Mensch ein bestimmter Mensch, dass diese höhere mit der niederen Natur verbunden ist. Beim Yogi wird die höhere Natur weggezogen, und alle diejenigen Eigenschaften, die im Menschen schlecht sind, treten dann hervor, wenn nicht absolute Charakterentwicklung nebenhergeht. Immer muss man darauf gefasst sein, wenn man Yoga anstrebt, dass einem die merkwürdigsten Dinge im Leben entgegentreten. Das waren zum Beispiel die Versuchungen des heiligen Antonius. Wenn man ernsthaft anfängt, Yogaübungen zu machen, muss man darauf gefasst sein, dass die niedere Natur herauskommt. Manche bis dahin wahrhaften Menschen beginnen zu lügen, zu schwindeln, unzuverlässig zu werden. Das geschieht, wenn nicht in strengstem Sinne von dem Yogaschüler verlangt wird, beständig den Charakter zu festigen. In alten echten Yogaschulen wird deshalb auf die Entwicklung der Moralität das größte Gewicht gelegt. - Annie Besant sagt: Geistige Schulung ohne moralische kann nur auf Abwege führen.
[ 43 ] Die Yogaschulung besteht darin, dass der Mensch gewisse Dinge, die er sonst unbewusst tut, ins Bewusstsein heraufführt. So wird der sonst unbewusste Atmungsprozess vom Schüler ins Bewusstsein heraufgeholt. Die Hatha-Yogaschulung legt auf diesen Prozess von vornherein das größte Gewicht. Sie aber führt nur bis zu einem gewissen Punkt in der Entwicklung. Sie bricht ab bei der Erkenntnis des Astralen. Darum sollte der Mensch nicht den Hatha-Yoga-, sondern den Raja-Yoga-Weg beschreiten. Der führt den Schüler, wenn er richtig und mit Ernst und Ausdauer und Hingabe gegangen wird, in die höchsten geistigen Welten hinein. In der Raja-Yogaschulung wird ein solcher Prozess wie der Atmungsprozess betrachtet als ein Teil des Ganzen. Noch manche andere Dinge, die wir unbewusst ausführen, müssen wir ins Bewusstsein überführen.
[ 43 ] Die Yogaschulung besteht darin, dass der Mensch gewisse Dinge, die er sonst unbewusst tut, ins Bewusstsein heraufführt. So wird der sonst unbewusste Atmungsprozess vom Schüler ins Bewusstsein heraufgeholt. Die Hatha-Yogaschulung legt auf diesen Prozess von vornherein das größte Gewicht. Sie aber führt nur bis zu einem gewissen Punkt in der Entwicklung. Sie bricht ab bei der Erkenntnis des Astralen. Darum sollte der Mensch nicht den Hatha-Yoga-, sondern den Raja-Yoga-Weg beschreiten. Der führt den Schüler, wenn er richtig und mit Ernst und Ausdauer und Hingabe gegangen wird, in die höchsten geistigen Welten hinein. In der Raja-Yogaschulung wird ein solcher Prozess wie der Atmungsprozess betrachtet als ein Teil des Ganzen. Noch manche andere Dinge, die wir unbewusst ausführen, müssen wir ins Bewusstsein überführen.
[ 44 ] Der Gedankenprozess wird zum großen Teil nicht beachtet. Wir müssen lernen, mit Aufmerksamkeit den inneren Prozess des Denkens zu verfolgen. Nur durch vollständige Ruhe dem Äußeren gegenüber kann man das. Kein Gedanke aus der äußeren Welt darf in der Seele sein. Und dann müssen wir selbst Gedanken in diese Ruhe hineinbringen und die ganze Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Gedanken richten.
[ 44 ] Der Gedankenprozess wird zum großen Teil nicht beachtet. Wir müssen lernen, mit Aufmerksamkeit den inneren Prozess des Denkens zu verfolgen. Nur durch vollständige Ruhe dem Äußeren gegenüber kann man das. Kein Gedanke aus der äußeren Welt darf in der Seele sein. Und dann müssen wir selbst Gedanken in diese Ruhe hineinbringen und die ganze Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Gedanken richten.
[ 45 ] Am besten ist es, sich hinzugeben an einen Gedanken, der Kraft enthält. Bewusst in vollständiger äußerer Abgeschlossenheit im Innern sich hingeben an einen solchen Gedanken, sich ganz hineinsenken, das ist Meditation. Intim muss der Schüler immer wieder mit solchen Gedanken leben, ganz darauf ruhen in aller Stille. Der europäische Kulturmensch kann es schwer zustande bringen, sich lange in einen solchen Begriff zu vertiefen. Aber der Yogi muss das. Er entwickelt dadurch Kräfte in seiner Seele, die vorher nicht da waren. Die Kräfte kommen herauf aus den unbewussten Seelentiefen, wenn wir so stille in uns ruhen in einem Gedanken. Die Gedanken des gewöhnlichen Lebens rufen die Seele auf zu den verschiedenen Affekten. Man muss aber lernen, nicht geführt zu werden von den Seelenkräften, sondern sie zu führen. Man muss lernen, einen aufsteigenden Zornesausbruch zurückzuhalten. Alle Affekte und Leidenschaften müssen in unserer Hand bleiben. Vollständige Beherrschung und Zügelung unseres Innern müssen wir erlangen. Das wird erreicht durch diese stille Hingabe an Gedanken, die Kräfte enthalten.
[ 45 ] Am besten ist es, sich hinzugeben an einen Gedanken, der Kraft enthält. Bewusst in vollständiger äußerer Abgeschlossenheit im Innern sich hingeben an einen solchen Gedanken, sich ganz hineinsenken, das ist Meditation. Intim muss der Schüler immer wieder mit solchen Gedanken leben, ganz darauf ruhen in aller Stille. Der europäische Kulturmensch kann es schwer zustande bringen, sich lange in einen solchen Begriff zu vertiefen. Aber der Yogi muss das. Er entwickelt dadurch Kräfte in seiner Seele, die vorher nicht da waren. Die Kräfte kommen herauf aus den unbewussten Seelentiefen, wenn wir so stille in uns ruhen in einem Gedanken. Die Gedanken des gewöhnlichen Lebens rufen die Seele auf zu den verschiedenen Affekten. Man muss aber lernen, nicht geführt zu werden von den Seelenkräften, sondern sie zu führen. Man muss lernen, einen aufsteigenden Zornesausbruch zurückzuhalten. Alle Affekte und Leidenschaften müssen in unserer Hand bleiben. Vollständige Beherrschung und Zügelung unseres Innern müssen wir erlangen. Das wird erreicht durch diese stille Hingabe an Gedanken, die Kräfte enthalten.
[ 46 ] Jede Übung bedingt eine Gegenübung, dass nicht eine einseitige Überentwicklung zur Missbildung führt - wie beim Turnen. Die sogenannten Nebenübungen sind sehr wichtig.
[ 46 ] Jede Übung bedingt eine Gegenübung, dass nicht eine einseitige Überentwicklung zur Missbildung führt - wie beim Turnen. Die sogenannten Nebenübungen sind sehr wichtig.
[ 47 ] Zum Meditieren ist notwendig:
[ 47 ] Zum Meditieren ist notwendig:
1. Festsetzen eines Kraftgedankens in der Seele - Konzentration.
2. Sich mit dem Gedanken identifizieren.
3. Eine Zeit darinnen bleiben in voller Ruhe.
1. Festsetzen eines Kraftgedankens in der Seele - Konzentration.
2. Sich mit dem Gedanken identifizieren.
3. Eine Zeit darinnen bleiben in voller Ruhe.
[ 48 ] Zusammenhängend mit solcher Gedankenschulung ist die Regelung des Atemprozesses. Wenn er allein in Angriff genommen wird, ist es Hatha-Yoga; wenn es ein Teil ist der anderen Schulung, Raja-Yoga. Darauf beruhen die sieben Grade der persischen Einweihung: Rabe, Okkulter, Streiter, Löwe, Perser, Sonnenläufer, Vater.
[ 48 ] Zusammenhängend mit solcher Gedankenschulung ist die Regelung des Atemprozesses. Wenn er allein in Angriff genommen wird, ist es Hatha-Yoga; wenn es ein Teil ist der anderen Schulung, Raja-Yoga. Darauf beruhen die sieben Grade der persischen Einweihung: Rabe, Okkulter, Streiter, Löwe, Perser, Sonnenläufer, Vater.
[ 49 ] Sonnenläufer waren diejenigen, welche ihr Leben zu einem ganz rhythmischen gemacht hatten. Da ordnete der Mensch sein denkendes, fühlendes Seelenleben ganz in den Naturprozess ein. Alles in der Natur lebt im Rhythmus: die Sonne, der Mond, die Wandelsterne gehen oder kommen in einem bestimmten Rhythmus. Pflanzen und Tiere hängen in einer ganz bestimmten Weise mit den Jahreszeiten zusammen. Alles, was draußen lebt, lebt im Rhythmus; auf Rhythmus beruht das Leben. Beim Menschen aber ist alles Willkür geworden, die Willkür des Astralleibes. Er macht das Leben unrhythmisch. Der Mensch muss ihn wieder rhythmisch machen, denn Rhythmus erzeugt Kraft, Leben. Darum muss der Yogi jeden Tag zu bestimmter Stunde meditieren.
[ 49 ] Sonnenläufer waren diejenigen, welche ihr Leben zu einem ganz rhythmischen gemacht hatten. Da ordnete der Mensch sein denkendes, fühlendes Seelenleben ganz in den Naturprozess ein. Alles in der Natur lebt im Rhythmus: die Sonne, der Mond, die Wandelsterne gehen oder kommen in einem bestimmten Rhythmus. Pflanzen und Tiere hängen in einer ganz bestimmten Weise mit den Jahreszeiten zusammen. Alles, was draußen lebt, lebt im Rhythmus; auf Rhythmus beruht das Leben. Beim Menschen aber ist alles Willkür geworden, die Willkür des Astralleibes. Er macht das Leben unrhythmisch. Der Mensch muss ihn wieder rhythmisch machen, denn Rhythmus erzeugt Kraft, Leben. Darum muss der Yogi jeden Tag zu bestimmter Stunde meditieren.
[ 50 ] Wenn er heute um sieben Uhr und morgen um elf Uhr, dann wieder einen Tag gar nicht meditiert, ist der Rhythmus gestört. Wenn man sich aber vornimmt, jeden Tag um sieben Uhr ein Gebet zu sprechen, dann um zwölf Uhr eines und vor dem Schlafengehen wieder eines, dann sind das feste Punkte, die Rhythmus in ein Leben bringen. Ein Teil der Rhythmisierung des Lebens ist noch die Rhythmisierung des Atemprozesses. Das hängt zusammen mit den tiefen Dingen, die zwischen dem Menschen und dem ganzen Weltenall bestehen.
[ 50 ] Wenn er heute um sieben Uhr und morgen um elf Uhr, dann wieder einen Tag gar nicht meditiert, ist der Rhythmus gestört. Wenn man sich aber vornimmt, jeden Tag um sieben Uhr ein Gebet zu sprechen, dann um zwölf Uhr eines und vor dem Schlafengehen wieder eines, dann sind das feste Punkte, die Rhythmus in ein Leben bringen. Ein Teil der Rhythmisierung des Lebens ist noch die Rhythmisierung des Atemprozesses. Das hängt zusammen mit den tiefen Dingen, die zwischen dem Menschen und dem ganzen Weltenall bestehen.
[ 51 ] Die Pflanze und der Mensch gehören in gewisser Weise zusammen. Der Mensch atmet Sauerstoff ein und atmet Kohlensäure aus. Bei der Pflanze ist es umgekehrt. Sie gibt den Sauerstoff ab, und aus der Kohlensäure, die der Mensch ausatmet, bildet sie sich, indem sie den Kohlenstoff zurückbehält, ihren Leib. - Apfelbäume zum Beispiel brauchen Kinder, die um sie herum spielen. - So besteht ein Zusammenhang zwischen der Pflanze und der Menschennatur. Die Pflanze wächst rhythmisch nach Naturgesetzen. Sie ist durch und durch keusch, da sie noch nicht das astrale Leben in sich hat. So steht sie auf der einen Seite höher als der Mensch, auf der anderen Seite tiefer. Sie steht als Ideal vor dem Yogi. Er muss ihr ähnlich werden durch Rhythmisierung des Atemprozesses.
[ 51 ] Die Pflanze und der Mensch gehören in gewisser Weise zusammen. Der Mensch atmet Sauerstoff ein und atmet Kohlensäure aus. Bei der Pflanze ist es umgekehrt. Sie gibt den Sauerstoff ab, und aus der Kohlensäure, die der Mensch ausatmet, bildet sie sich, indem sie den Kohlenstoff zurückbehält, ihren Leib. - Apfelbäume zum Beispiel brauchen Kinder, die um sie herum spielen. - So besteht ein Zusammenhang zwischen der Pflanze und der Menschennatur. Die Pflanze wächst rhythmisch nach Naturgesetzen. Sie ist durch und durch keusch, da sie noch nicht das astrale Leben in sich hat. So steht sie auf der einen Seite höher als der Mensch, auf der anderen Seite tiefer. Sie steht als Ideal vor dem Yogi. Er muss ihr ähnlich werden durch Rhythmisierung des Atemprozesses.
[ 52 ] Der Yogi weiß, dass der Mensch einstmals imstande sein wird, das Pflanzendasein in sich aufzunehmen, den Prozess, den er jetzt der Pflanze überlässt, in sich auszuführen. Das heißt, er wird den Kohlenstoff in sich behalten und bewusst damit seinen Körper aufbauen. Der Mensch wird ein Organ in sich entwickeln, durch welches er den Sauerstoff in sich bereitet, dass er ihn nicht den Pflanzen zu entziehen braucht. Diesen Sauerstoff verbindet er mit dem Kohlenstoff zur Kohlensäure und lagert dann in sich selbst den Kohlenstoff wieder ab. Dadurch wird er später sich sein Körpergerüst selber aufbauen, wie es heute die Pflanze tut. Sein Leib wird bestehen aus durchsichtig klarem weichem Kohlenstoff. Dadurch verwandelt er seinen Leib in den «Stein der Weisen. Das ist eine Zukunftsperspektive, die der Yogi heute schon vorwegnimmt durch seinen rhythmisierten Atmungsprozess, den er nach der Anweisung des Lehrers ausführt. Er atmet rhythmisch ein, behält den Atem länger in sich. Dadurch entwickelt man in sich Kohlenstoff - und nähert sich dadurch der Pflanzennatur, indem man ihn zum Aufbau seines Leibes braucht. Der Yogi verbündet sich so nach und nach mit dem göttlichen Urgrund des Daseins, er wird Mitschöpfer an der Welt. Er erlebt neue Welten.
[ 52 ] Der Yogi weiß, dass der Mensch einstmals imstande sein wird, das Pflanzendasein in sich aufzunehmen, den Prozess, den er jetzt der Pflanze überlässt, in sich auszuführen. Das heißt, er wird den Kohlenstoff in sich behalten und bewusst damit seinen Körper aufbauen. Der Mensch wird ein Organ in sich entwickeln, durch welches er den Sauerstoff in sich bereitet, dass er ihn nicht den Pflanzen zu entziehen braucht. Diesen Sauerstoff verbindet er mit dem Kohlenstoff zur Kohlensäure und lagert dann in sich selbst den Kohlenstoff wieder ab. Dadurch wird er später sich sein Körpergerüst selber aufbauen, wie es heute die Pflanze tut. Sein Leib wird bestehen aus durchsichtig klarem weichem Kohlenstoff. Dadurch verwandelt er seinen Leib in den «Stein der Weisen. Das ist eine Zukunftsperspektive, die der Yogi heute schon vorwegnimmt durch seinen rhythmisierten Atmungsprozess, den er nach der Anweisung des Lehrers ausführt. Er atmet rhythmisch ein, behält den Atem länger in sich. Dadurch entwickelt man in sich Kohlenstoff - und nähert sich dadurch der Pflanzennatur, indem man ihn zum Aufbau seines Leibes braucht. Der Yogi verbündet sich so nach und nach mit dem göttlichen Urgrund des Daseins, er wird Mitschöpfer an der Welt. Er erlebt neue Welten.
[ 53 ] Wenn wir schlafen, können wir die herrlichste Musik nicht hören. Sie ist da; wir vernehmen sie nicht. So ist der Mensch ein Schlafender gegenüber den höheren Welten. Und so wie es ein Aufwachen gibt gegenüber den Melodien dieser Welt, so gibt es ein Aufwachen in der geistigen Welt durch den rhythmisierten Atmungsprozess.
[ 53 ] Wenn wir schlafen, können wir die herrlichste Musik nicht hören. Sie ist da; wir vernehmen sie nicht. So ist der Mensch ein Schlafender gegenüber den höheren Welten. Und so wie es ein Aufwachen gibt gegenüber den Melodien dieser Welt, so gibt es ein Aufwachen in der geistigen Welt durch den rhythmisierten Atmungsprozess.
[ 54 ] Legt man sein ganzes Seelenleben bewusst hinein in den Atmungsprozess, dann beginnt die imaginative Erkenntnis. Das gewöhnliche Leben bringt uns durch die Sinne des physischen Leibes die materielle Erkenntnis. Die imaginative Erkenntnis besteht darin, dass wir imstande sind, in der Seele Bilder zu erwecken, die keine bloßen Visionen sind, sondern die im Urgrund des Daseins begründet sind. Die äußere Welt regt in unserer Seele auch nur Bilder an, Vorstellungen, die ihr entsprechen. Bilder, die durch den Yogaprozess eintreten, regen das Innere in der richtigen Weise an. In der richtigen Weise, das heißt: wahr. Sie entsprechen der die Welt durchflutenden Wahrheit, die Weisheit ist. Dazu muss der Mensch aber selber innerlich wahr sein. Das ist die Schwierigkeit bei der Yogaschulung. Solange der Mensch persönliche Wünsche hat, kann er in der höheren Welt nicht die Wahrheit von der Unwahrheit unterscheiden. Darum die immer wieder geforderte Notwendigkeit, selbstlos zu werden, allem Persönlichen zu entsagen.
[ 54 ] Legt man sein ganzes Seelenleben bewusst hinein in den Atmungsprozess, dann beginnt die imaginative Erkenntnis. Das gewöhnliche Leben bringt uns durch die Sinne des physischen Leibes die materielle Erkenntnis. Die imaginative Erkenntnis besteht darin, dass wir imstande sind, in der Seele Bilder zu erwecken, die keine bloßen Visionen sind, sondern die im Urgrund des Daseins begründet sind. Die äußere Welt regt in unserer Seele auch nur Bilder an, Vorstellungen, die ihr entsprechen. Bilder, die durch den Yogaprozess eintreten, regen das Innere in der richtigen Weise an. In der richtigen Weise, das heißt: wahr. Sie entsprechen der die Welt durchflutenden Wahrheit, die Weisheit ist. Dazu muss der Mensch aber selber innerlich wahr sein. Das ist die Schwierigkeit bei der Yogaschulung. Solange der Mensch persönliche Wünsche hat, kann er in der höheren Welt nicht die Wahrheit von der Unwahrheit unterscheiden. Darum die immer wieder geforderte Notwendigkeit, selbstlos zu werden, allem Persönlichen zu entsagen.
[ 55 ] Dem pythagoreischen Schüler wurde gesagt: Nur dann kann man über das Leben nach dem Tode etwas erfahren, wenn es dem Menschen ganz gleichgültig geworden ist, ob er noch lebt oder nicht. Alles Persönliche muss ausgeschaltet werden. Wo im Innern der persönliche Wunsch ausgeschaltet ist, da drückt sich aus Weisheit, da kann die die Welt durchflutende Weisheit hineinleuchten. Der Mensch kommt dann zur imaginativen Erkenntnis.
[ 55 ] Dem pythagoreischen Schüler wurde gesagt: Nur dann kann man über das Leben nach dem Tode etwas erfahren, wenn es dem Menschen ganz gleichgültig geworden ist, ob er noch lebt oder nicht. Alles Persönliche muss ausgeschaltet werden. Wo im Innern der persönliche Wunsch ausgeschaltet ist, da drückt sich aus Weisheit, da kann die die Welt durchflutende Weisheit hineinleuchten. Der Mensch kommt dann zur imaginativen Erkenntnis.
[ 56 ] Die dritte Stufe ist die des rationellen Willens; und die vierte Stufe die der [Intuition]. Bei der dritten Stufe handelt es sich um das vollständige Zügeln dessen, was in uns ist als Wunsch, Trieb, Begierde, Leidenschaft, durch den erstarkten Willen. Solange man das nicht vollständig beherrscht, macht man nur die Wahrheit illusionär.
[ 56 ] Die dritte Stufe ist die des rationellen Willens; und die vierte Stufe die der [Intuition]. Bei der dritten Stufe handelt es sich um das vollständige Zügeln dessen, was in uns ist als Wunsch, Trieb, Begierde, Leidenschaft, durch den erstarkten Willen. Solange man das nicht vollständig beherrscht, macht man nur die Wahrheit illusionär.
[ 57 ] Man muss entwickeln absolute innere Ruhe, Geduld, Ausdauer, Standhaftigkeit. Man darf die unerlässliche Harmonie mit seiner Umgebung nie verlieren. Wenn der klügste Mensch hier einschliefe, er könnte dort mit seiner Klugheit nichts empfangen. Man würde ihn da für irrsinnig halten. Aller Irrsinn ist Mangel an Harmonie mit der Umgebung. Dann kann man nicht weiterkommen, wenn das eintritt. Nicht ein trunkener Mensch soll man werden, sondern ein nüchterner, sagt Platon, und das gilt für den Menschen, der Yoga anstrebt. Selbst seine alltäglichen Pflichten darf er in keiner Weise versäumen. Unbedingt notwendig ist das bei der Yogaschulung. Und darin ist es wichtig, Bescheidenheit zu entwickeln. Nur unter dem Einfluss der höchsten Bescheidenheit kann man von den höheren Welten sprechen in der richtigen Weise. Ein innerer hoher Grad von Bescheidenheit muss neben der Yogaschulung hergehen. Der orientalische Schüler hat es leichter in der Achtung und Schätzung anderer Menschen; der westliche hat es schwerer damit. Aber darauf kommt viel an. Auch ist es notwendig, ein tiefinnerstes Vertrauen zum Lehrer zu haben. Das ist notwendig, weil man einen festen Punkt haben muss. Der Yogaschüler verlässt in gewisser Weise die ganze übrige Welt. Sein Verhältnis zur Welt ändert sich, kehrt sich sozusagen um. Alle Dinge bekommen eine neue Bedeutung. Er wird fremd seiner Umgebung gegenüber, alle Dinge ändern sich; eine gewisse geistige Alchemie geht mit ihm vor. Nun muss er alles, was die physische Welt von ihm verlangt, aus einem gewissen inneren Pflichtgefühl tun. Er muss ihr gegenüber einen ganz neuen Gesichtspunkt finden. Wenn der Yogi da nicht volle Charakterstärke entwickelt, dann kann er leicht den Zusammenhang mit seiner Umgebung verlieren. Darum ist ihm der feste Punkt der Lehrer. Im Orient sieht der Guru den Lehrer an als Verkörperung der Gottheit im Menschen. In Wirklichkeit ist es so, dass in der höheren Menschennatur, die der Lehrer entwickelt haben muss, wirklich göttliche Wesen da sind, wirksam sind. Dem orientalischen Menschen erscheint es selbstverständlich, dass im Guru ein höheres Wesen da ist. Das ist im Abendlande nicht der Fall. Wenn jemand im Abendlande die Yogaschulung durchmacht, findet er im inneren Vertrauen zum Lehrer auch die Möglichkeit, zum Ziele zu kommen.
[ 57 ] Man muss entwickeln absolute innere Ruhe, Geduld, Ausdauer, Standhaftigkeit. Man darf die unerlässliche Harmonie mit seiner Umgebung nie verlieren. Wenn der klügste Mensch hier einschliefe, er könnte dort mit seiner Klugheit nichts empfangen. Man würde ihn da für irrsinnig halten. Aller Irrsinn ist Mangel an Harmonie mit der Umgebung. Dann kann man nicht weiterkommen, wenn das eintritt. Nicht ein trunkener Mensch soll man werden, sondern ein nüchterner, sagt Platon, und das gilt für den Menschen, der Yoga anstrebt. Selbst seine alltäglichen Pflichten darf er in keiner Weise versäumen. Unbedingt notwendig ist das bei der Yogaschulung. Und darin ist es wichtig, Bescheidenheit zu entwickeln. Nur unter dem Einfluss der höchsten Bescheidenheit kann man von den höheren Welten sprechen in der richtigen Weise. Ein innerer hoher Grad von Bescheidenheit muss neben der Yogaschulung hergehen. Der orientalische Schüler hat es leichter in der Achtung und Schätzung anderer Menschen; der westliche hat es schwerer damit. Aber darauf kommt viel an. Auch ist es notwendig, ein tiefinnerstes Vertrauen zum Lehrer zu haben. Das ist notwendig, weil man einen festen Punkt haben muss. Der Yogaschüler verlässt in gewisser Weise die ganze übrige Welt. Sein Verhältnis zur Welt ändert sich, kehrt sich sozusagen um. Alle Dinge bekommen eine neue Bedeutung. Er wird fremd seiner Umgebung gegenüber, alle Dinge ändern sich; eine gewisse geistige Alchemie geht mit ihm vor. Nun muss er alles, was die physische Welt von ihm verlangt, aus einem gewissen inneren Pflichtgefühl tun. Er muss ihr gegenüber einen ganz neuen Gesichtspunkt finden. Wenn der Yogi da nicht volle Charakterstärke entwickelt, dann kann er leicht den Zusammenhang mit seiner Umgebung verlieren. Darum ist ihm der feste Punkt der Lehrer. Im Orient sieht der Guru den Lehrer an als Verkörperung der Gottheit im Menschen. In Wirklichkeit ist es so, dass in der höheren Menschennatur, die der Lehrer entwickelt haben muss, wirklich göttliche Wesen da sind, wirksam sind. Dem orientalischen Menschen erscheint es selbstverständlich, dass im Guru ein höheres Wesen da ist. Das ist im Abendlande nicht der Fall. Wenn jemand im Abendlande die Yogaschulung durchmacht, findet er im inneren Vertrauen zum Lehrer auch die Möglichkeit, zum Ziele zu kommen.
