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Self-Knowledge and God-Knowledge II
GA 90b

4 December 1905, Düsseldorf

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge II, tr. SOL

34. Yoga

34. Yoga

[ 1 ] Alle die Erkenntnisse, welche in der theosophischen Literatur den Menschen gebracht werden, stammen natürlich aus einer Quelle. Auf die Frage «Wie kommt man dazu?», muss geantwortet werden: Yoga ist der Weg zu höheren Erkenntnissen, auch zu der Anteilnahme an den höheren Welten überhaupt. «Yoga» heißt: Verbindung mit dem göttlichen Urgrunde des Daseins, mit den geistigen Quellen der Welt. Derjenige, welcher Yoga treibt, wird ein Yogi genannt, das ist ein Mensch, der in sich die Fähigkeiten und Kräfte zu entwickeln sucht, um in die geistigen Welten einzudringen.

[ 1 ] Alle die Erkenntnisse, welche in der theosophischen Literatur den Menschen gebracht werden, stammen natürlich aus einer Quelle. Auf die Frage «Wie kommt man dazu?», muss geantwortet werden: Yoga ist der Weg zu höheren Erkenntnissen, auch zu der Anteilnahme an den höheren Welten überhaupt. «Yoga» heißt: Verbindung mit dem göttlichen Urgrunde des Daseins, mit den geistigen Quellen der Welt. Derjenige, welcher Yoga treibt, wird ein Yogi genannt, das ist ein Mensch, der in sich die Fähigkeiten und Kräfte zu entwickeln sucht, um in die geistigen Welten einzudringen.

[ 2 ] Zwischen dem, der den Begriff des Yoga erfasst hat, und dem, der heute Kenntnisse zu erwerben sucht, besteht ein großer Unterschied. Letzterer sucht möglichst viel von der Außenwelt in seinen eigenen Geist hineinzubringen. Der Yogi dagegen sucht alle die Quellen der Erkenntnis auf, die aus dem geistigen Leben selbst stammen. Er geht von der ihm gewissen Tatsache aus, dass es eine Entwicklung gibt, dass des Menschen Entwicklung, wie sie jetzt ist, eine Stufe ist, und dass in ihm Kräfte und Fähigkeiten schlummern, die noch herauskommen müssen, und dass, wenn wir sie herausholen, wir wirklich in höhere Welten eintreten können. Wer Yogi werden will, der muss sich aneignen den unbedingten Glauben an die Höherentwicklung des Menschen, nicht einen blinden Glauben, sondern den tätigen Glauben, dass man aufwärts kommen kann, dass man Kräfte entwickeln kann, die vorher noch nicht zum Ausdruck kommen. Aber dies kann nicht von heute auf morgen geschehen. Yoga ist ein Weg, der vielfach in Entsagung besteht, der gesucht werden muss mit Geduld und Ausdauer. Die Menschen in unserem heutigen Kulturleben können sehr schwer dazu kommen, Yoga zu erreichen. Deshalb war die theosophische Bewegung notwendig. Subba Rao hat gesagt, als man ihn fragte, in wie viel Zeit man eine Einweihung erlangen könne: Es kann siebzig Inkarnationen dauern, manchmal auch nur sieben, bei manchen dauert es siebzig Jahre, bei manchen sieben Jahre, und es kann Menschen geben, die in sieben Tagen dazu kommen, andere sogar in sieben Stunden.

[ 2 ] Zwischen dem, der den Begriff des Yoga erfasst hat, und dem, der heute Kenntnisse zu erwerben sucht, besteht ein großer Unterschied. Letzterer sucht möglichst viel von der Außenwelt in seinen eigenen Geist hineinzubringen. Der Yogi dagegen sucht alle die Quellen der Erkenntnis auf, die aus dem geistigen Leben selbst stammen. Er geht von der ihm gewissen Tatsache aus, dass es eine Entwicklung gibt, dass des Menschen Entwicklung, wie sie jetzt ist, eine Stufe ist, und dass in ihm Kräfte und Fähigkeiten schlummern, die noch herauskommen müssen, und dass, wenn wir sie herausholen, wir wirklich in höhere Welten eintreten können. Wer Yogi werden will, der muss sich aneignen den unbedingten Glauben an die Höherentwicklung des Menschen, nicht einen blinden Glauben, sondern den tätigen Glauben, dass man aufwärts kommen kann, dass man Kräfte entwickeln kann, die vorher noch nicht zum Ausdruck kommen. Aber dies kann nicht von heute auf morgen geschehen. Yoga ist ein Weg, der vielfach in Entsagung besteht, der gesucht werden muss mit Geduld und Ausdauer. Die Menschen in unserem heutigen Kulturleben können sehr schwer dazu kommen, Yoga zu erreichen. Deshalb war die theosophische Bewegung notwendig. Subba Rao hat gesagt, als man ihn fragte, in wie viel Zeit man eine Einweihung erlangen könne: Es kann siebzig Inkarnationen dauern, manchmal auch nur sieben, bei manchen dauert es siebzig Jahre, bei manchen sieben Jahre, und es kann Menschen geben, die in sieben Tagen dazu kommen, andere sogar in sieben Stunden.

[ 3 ] Es hängt natürlich davon ab, auf welcher Stufe der Reife ein Mensch steht. Der Mensch kann vielleicht weiter sein, als er selbst weiß. Innerlich kann ein Mensch heute schon befähigt sein, seine Willens- und Geisteskräfte in der geistigen Welt zu betätigen. Es kann sein, dass jemand in einer früheren Inkarnation viel weiter war, als er heute gekommen ist. Vielleicht konnte in dieser Inkarnation durch die Bedingungen des physischen Leibes nicht herauskommen, was schon in ihm war; nun müssen die früher erlangten Kräfte durch die Kräfte des jetzigen Lebens herausgeholt werden. Es könnte zum Beispiel jemand ein weiser Priester gewesen sein mit magischen Fähigkeiten. Dies müsste nun in der späteren Inkarnation durch die Kräfte der betreffenden Inkarnation herausgeholt werden. Vielleicht ist die Gehirnentwicklung in der späteren Inkarnation nicht so weit, um das zu ermöglichen. Es können auch andere Kräfte sein, die fehlen, vielleicht die Liebe und Güte; dann kann man die früheren Kräfte nicht wieder herausholen. Darum dauert es bei dem einen Menschen kürzer, bei dem anderen länger, bis er die Einweihung erreicht. Es handelt sich darum, durch eine möglichst intime Herstellung des inneren Lebens zu erforschen, was schon in uns ist.

[ 3 ] Es hängt natürlich davon ab, auf welcher Stufe der Reife ein Mensch steht. Der Mensch kann vielleicht weiter sein, als er selbst weiß. Innerlich kann ein Mensch heute schon befähigt sein, seine Willens- und Geisteskräfte in der geistigen Welt zu betätigen. Es kann sein, dass jemand in einer früheren Inkarnation viel weiter war, als er heute gekommen ist. Vielleicht konnte in dieser Inkarnation durch die Bedingungen des physischen Leibes nicht herauskommen, was schon in ihm war; nun müssen die früher erlangten Kräfte durch die Kräfte des jetzigen Lebens herausgeholt werden. Es könnte zum Beispiel jemand ein weiser Priester gewesen sein mit magischen Fähigkeiten. Dies müsste nun in der späteren Inkarnation durch die Kräfte der betreffenden Inkarnation herausgeholt werden. Vielleicht ist die Gehirnentwicklung in der späteren Inkarnation nicht so weit, um das zu ermöglichen. Es können auch andere Kräfte sein, die fehlen, vielleicht die Liebe und Güte; dann kann man die früheren Kräfte nicht wieder herausholen. Darum dauert es bei dem einen Menschen kürzer, bei dem anderen länger, bis er die Einweihung erreicht. Es handelt sich darum, durch eine möglichst intime Herstellung des inneren Lebens zu erforschen, was schon in uns ist.

[ 4 ] Man muss den Begriff von Yoga immer mehr entfernen von allem Äußeren, Tumultuarischen, und sich denken, dass Yoga geschehen wird in der Abgeschlossenheit des innersten Lebens. Vor allem ist zu berücksichtigen, dass niemals solche höheren geistigen Eigenschaften entwickelt werden sollten, ohne dass gleichzeitig der Charakter gestärkt wird. Man denke sich eine gelbe und eine blaue Flüssigkeit gemischt, dann entstände eine grüne Flüssigkeit. So wie die gelbe und die blaue Flüssigkeit, wenn sie gemischt werden, eine grüne ergeben, so sind die geistigen und physischen Kräfte des Menschen vereint. Wenn man die geistige Natur herausholt, dann bleibt die physische Natur sozusagen als Bodensatz zurück. Viel hängt davon ab, dass die beiden Naturen [richtig] gemischt sind. Dadurch ist der Mensch ein bestimmter Mensch, dass die höhere Natur mit der niederen Natur verbunden ist. Bei der Yogaschulung wird die höhere Natur herausgezogen, und alle diejenigen Eigenschaften, die im Menschen schlecht sind, die treten dann hervor, wenn nicht absolute Charakterentwicklung nebenher geht. Man muss darauf gefasst sein, wenn man Yoga anstrebt, dass einem die merkwürdigsten Dinge im Leben entgegentreten. Das sind die Versuchungen des Heiligen Antonius. Wenn man ernsthaft anfängt mit Yogaübungen, dann muss man darauf gefasst sein, dass aus der niederen Natur allerlei herauskommt. Manche vorher wahrhaftige Menschen fangen an zu lügen, zu schwindeln, ihrem Charakter nach unzuverlässig zu werden. Das geschieht, wenn nicht im strengsten Sinne bei der Yogaschulung verlangt wird, dass die Schüler beständig ihren Charakter festigen. Auch die Gelegenheiten zu verkehren treten dann wie herbeigezaubert auf. Darum wird in allen echten Yogaschulen zuerst auf die Entwicklung der Moralität gesehen. Annie Besant sagt immer wieder den Abendländern: Eine geistige Schulung ohne moralische Hebung des Charakters könne nur auf Abwege führen.

[ 4 ] Man muss den Begriff von Yoga immer mehr entfernen von allem Äußeren, Tumultuarischen, und sich denken, dass Yoga geschehen wird in der Abgeschlossenheit des innersten Lebens. Vor allem ist zu berücksichtigen, dass niemals solche höheren geistigen Eigenschaften entwickelt werden sollten, ohne dass gleichzeitig der Charakter gestärkt wird. Man denke sich eine gelbe und eine blaue Flüssigkeit gemischt, dann entstände eine grüne Flüssigkeit. So wie die gelbe und die blaue Flüssigkeit, wenn sie gemischt werden, eine grüne ergeben, so sind die geistigen und physischen Kräfte des Menschen vereint. Wenn man die geistige Natur herausholt, dann bleibt die physische Natur sozusagen als Bodensatz zurück. Viel hängt davon ab, dass die beiden Naturen [richtig] gemischt sind. Dadurch ist der Mensch ein bestimmter Mensch, dass die höhere Natur mit der niederen Natur verbunden ist. Bei der Yogaschulung wird die höhere Natur herausgezogen, und alle diejenigen Eigenschaften, die im Menschen schlecht sind, die treten dann hervor, wenn nicht absolute Charakterentwicklung nebenher geht. Man muss darauf gefasst sein, wenn man Yoga anstrebt, dass einem die merkwürdigsten Dinge im Leben entgegentreten. Das sind die Versuchungen des Heiligen Antonius. Wenn man ernsthaft anfängt mit Yogaübungen, dann muss man darauf gefasst sein, dass aus der niederen Natur allerlei herauskommt. Manche vorher wahrhaftige Menschen fangen an zu lügen, zu schwindeln, ihrem Charakter nach unzuverlässig zu werden. Das geschieht, wenn nicht im strengsten Sinne bei der Yogaschulung verlangt wird, dass die Schüler beständig ihren Charakter festigen. Auch die Gelegenheiten zu verkehren treten dann wie herbeigezaubert auf. Darum wird in allen echten Yogaschulen zuerst auf die Entwicklung der Moralität gesehen. Annie Besant sagt immer wieder den Abendländern: Eine geistige Schulung ohne moralische Hebung des Charakters könne nur auf Abwege führen.

[ 5 ] Yoga besteht darin, dass der Mensch gewisse Dinge, die er sonst unbewusst tut, ins Bewusstsein heraufhebt. Unbewusst vollzieht der Mensch gewöhnlich den Atmungsprozess; der wird vom Yogaschüler aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein heraufgehoben. Jene Yogaschulung, die von vornherein auf den Atmungsprozess das größte Gewicht legt, die Hatha-Yogaschulung, führt nur bis zu einem gewissen Punkte der Entwicklung; da bricht sie ab. Weiter als bis zur Erkenntnis des Astralen geht sie nicht. Von Anfang an soll man den Hatha-Yoga-Weg nicht beschreiten, sondern den RajaYoga-Weg. Der betrachtet einen solchen Prozess wie den Atmungsprozess als einen Teil eines großen Ganzen. Dazu gehört noch viel mehr, dass wir die Dinge, die wir vorher unbewusst ausführen, ins Bewusstsein hineinbringen. Ein großer Teil unserer Gedankenprozesse wird von uns nicht beachtet. Wir müssen lernen, mit Aufmerksamkeit den inneren Prozess des Denkens zu verfolgen. Das können wir, indem wir in uns vollständige Ruhe gegenüber der Außenwelt herbeiführen. Dann müssen wir selbst Gedanken in diese Ruhe hineinbringen und die Aufmerksamkeit auf den bestimmten

[ 5 ] Yoga besteht darin, dass der Mensch gewisse Dinge, die er sonst unbewusst tut, ins Bewusstsein heraufhebt. Unbewusst vollzieht der Mensch gewöhnlich den Atmungsprozess; der wird vom Yogaschüler aus dem Unterbewussten ins Bewusstsein heraufgehoben. Jene Yogaschulung, die von vornherein auf den Atmungsprozess das größte Gewicht legt, die Hatha-Yogaschulung, führt nur bis zu einem gewissen Punkte der Entwicklung; da bricht sie ab. Weiter als bis zur Erkenntnis des Astralen geht sie nicht. Von Anfang an soll man den Hatha-Yoga-Weg nicht beschreiten, sondern den RajaYoga-Weg. Der betrachtet einen solchen Prozess wie den Atmungsprozess als einen Teil eines großen Ganzen. Dazu gehört noch viel mehr, dass wir die Dinge, die wir vorher unbewusst ausführen, ins Bewusstsein hineinbringen. Ein großer Teil unserer Gedankenprozesse wird von uns nicht beachtet. Wir müssen lernen, mit Aufmerksamkeit den inneren Prozess des Denkens zu verfolgen. Das können wir, indem wir in uns vollständige Ruhe gegenüber der Außenwelt herbeiführen. Dann müssen wir selbst Gedanken in diese Ruhe hineinbringen und die Aufmerksamkeit auf den bestimmten

[ 6 ] Gedanken lenken. Am besten ist es, wenn wir solchen Gedanken uns hingeben, die eine Kraft enthalten. Dies bewusste Sich-hineinVersenken in einen Gedanken, das nennt man Meditieren. Auf das Intim-mit-einem-Gedanken-Leben, darauf kommt es an. Man kann meditieren mit einem bestimmten wertvollen Gedankeninhalt. Man muss ganz darauf ruhen in aller Stille. Man könnte es auch machen mit einem alltäglichen Gedanken, zum Beispiel mit dem Gedanken «Tisch» und sich klar machen, was das ist. Die meisten machen sich gar nicht klar, was ein Tisch ist, nämlich dass auf mehrere Beine eine Gewichtsmasse sich verteilt. Man kann suchen, sich kontemplativ den Begriff des Tisches klar zu machen.

[ 6 ] Gedanken lenken. Am besten ist es, wenn wir solchen Gedanken uns hingeben, die eine Kraft enthalten. Dies bewusste Sich-hineinVersenken in einen Gedanken, das nennt man Meditieren. Auf das Intim-mit-einem-Gedanken-Leben, darauf kommt es an. Man kann meditieren mit einem bestimmten wertvollen Gedankeninhalt. Man muss ganz darauf ruhen in aller Stille. Man könnte es auch machen mit einem alltäglichen Gedanken, zum Beispiel mit dem Gedanken «Tisch» und sich klar machen, was das ist. Die meisten machen sich gar nicht klar, was ein Tisch ist, nämlich dass auf mehrere Beine eine Gewichtsmasse sich verteilt. Man kann suchen, sich kontemplativ den Begriff des Tisches klar zu machen.

[ 7 ] Man sehe sich gewisse Bilder großer Maler an [...]. Bei manchen ist man befriedigt, wenn man schwebende Figuren sieht, bei anderen dagegen ist man gar nicht befriedigt. Bei einigen Bildern fühlt man, dass der Maler förmlich in den Figuren lebte, bei anderen, dass er die Figuren nur von außen gesehen hat.

[ 7 ] Man sehe sich gewisse Bilder großer Maler an [...]. Bei manchen ist man befriedigt, wenn man schwebende Figuren sieht, bei anderen dagegen ist man gar nicht befriedigt. Bei einigen Bildern fühlt man, dass der Maler förmlich in den Figuren lebte, bei anderen, dass er die Figuren nur von außen gesehen hat.

[ 8 ] Der europäische Kulturmensch wird sehr schwer es zustande bringen, sich lange in einen solchen Begriff zu versenken. Aber der wirkliche Yogi muss sich immer mehr in den Begriff versenken. Während wir so im Innern leben, dann entwickeln sich in unserer Seele Kräfte, die vorher nicht da waren. Wenn wir auf einem Begriff mit der Seele ruhen, dann kommen diese Kräfte heraus. Man muss die Zügel in der Hand haben und sein Seelenleben so betrachten, dass man immer die Zügel in der Hand hat. Dazu ist ein gutes Vorbereitungsmittel dieses stille In-sich Ruhen in Gedanken. Die Gedanken des Lebens rufen die innere Seele auf zu den verschiedensten Affekten. Man muss lernen, nicht geführt zu werden von den Seelenkräften, sondern sie zu führen. Man muss lernen, dass man Gelegenheit hat, sein Inneres immer mehr zu stärken, sodass man einen Zornausbruch zurückhalten kann, dass man Hass zurückhalten kann. Alle Affekte und Leidenschaften müssen wir in unsere Hand bekommen, sodass nichts mit uns durchgeht. Vollständige Beherrschung und Zügelung unseres Inneren müssen wir erreichen. Das wird erreicht durch die stille Hingabe an den Gedanken.

[ 8 ] Der europäische Kulturmensch wird sehr schwer es zustande bringen, sich lange in einen solchen Begriff zu versenken. Aber der wirkliche Yogi muss sich immer mehr in den Begriff versenken. Während wir so im Innern leben, dann entwickeln sich in unserer Seele Kräfte, die vorher nicht da waren. Wenn wir auf einem Begriff mit der Seele ruhen, dann kommen diese Kräfte heraus. Man muss die Zügel in der Hand haben und sein Seelenleben so betrachten, dass man immer die Zügel in der Hand hat. Dazu ist ein gutes Vorbereitungsmittel dieses stille In-sich Ruhen in Gedanken. Die Gedanken des Lebens rufen die innere Seele auf zu den verschiedensten Affekten. Man muss lernen, nicht geführt zu werden von den Seelenkräften, sondern sie zu führen. Man muss lernen, dass man Gelegenheit hat, sein Inneres immer mehr zu stärken, sodass man einen Zornausbruch zurückhalten kann, dass man Hass zurückhalten kann. Alle Affekte und Leidenschaften müssen wir in unsere Hand bekommen, sodass nichts mit uns durchgeht. Vollständige Beherrschung und Zügelung unseres Inneren müssen wir erreichen. Das wird erreicht durch die stille Hingabe an den Gedanken.

[ 9 ] Zum Meditieren ist notwendig: Erstens das Festsetzen eines Gedankens in sich, zweitens sich mit dem Gedanken identifizieren, drittens dann eine Zeit lang darinnen bleiben. Man muss in einen Gedanken, zum Beispiel in den Begriff des Tisches hineinkriechen, den Willen damit identifizieren. Dann tritt Samadhi ein, das ist das Versenken in den Gegenstand.

[ 9 ] Zum Meditieren ist notwendig: Erstens das Festsetzen eines Gedankens in sich, zweitens sich mit dem Gedanken identifizieren, drittens dann eine Zeit lang darinnen bleiben. Man muss in einen Gedanken, zum Beispiel in den Begriff des Tisches hineinkriechen, den Willen damit identifizieren. Dann tritt Samadhi ein, das ist das Versenken in den Gegenstand.

[ 10 ] Zusammenhängend mit einer solchen Gedankenschulung ist die Regelung des Atmungsprozesses. Wenn dieser allein in Angriff genommen wird, von Anfang an, so ist das Hatha-Yoga. Wenn es einen Teil der anderen Schulung bildet, so ist es Raja-Yoga. Der Yogi muss gewisse Zeiten des Atmens beobachten, dann kommt er in ein rhythmisches Leben. Darauf beruhen die sieben Grade der persischen Einweihung: Raben, Okkulte, Streiter, Löwen, Perser, Sonnenläufer, Väter. Sonnenläufer wurden diejenigen genannt, die so weit gekommen waren, ihr Leben zu einem ganz rhythmischen zu machen. Dadurch ordnet sich der Mensch ein in den ganzen Naturrhythmus. Die Sonne kommt nach jedem Jahr wieder an denselben Punkt zurück. Alles geschieht bei ihr rhythmisch. Auf Rhythmen beruht alles im Leben. Will der Mensch etwas erlangen, so muss er in sein Leben Rhythmus hineinbringen. Die Pflanzen und die Tiere hängen in ganz bestimmter Weise mit den Jahreszeiten zusammen. Beim Menschen ist zunächst alles der Willkür des Astralleibes unterworfen, und die macht sein Leben unrhythmisch. Das bringt Unordnung in sein Leben. Er muss es nun wieder rhythmisch machen.

[ 10 ] Zusammenhängend mit einer solchen Gedankenschulung ist die Regelung des Atmungsprozesses. Wenn dieser allein in Angriff genommen wird, von Anfang an, so ist das Hatha-Yoga. Wenn es einen Teil der anderen Schulung bildet, so ist es Raja-Yoga. Der Yogi muss gewisse Zeiten des Atmens beobachten, dann kommt er in ein rhythmisches Leben. Darauf beruhen die sieben Grade der persischen Einweihung: Raben, Okkulte, Streiter, Löwen, Perser, Sonnenläufer, Väter. Sonnenläufer wurden diejenigen genannt, die so weit gekommen waren, ihr Leben zu einem ganz rhythmischen zu machen. Dadurch ordnet sich der Mensch ein in den ganzen Naturrhythmus. Die Sonne kommt nach jedem Jahr wieder an denselben Punkt zurück. Alles geschieht bei ihr rhythmisch. Auf Rhythmen beruht alles im Leben. Will der Mensch etwas erlangen, so muss er in sein Leben Rhythmus hineinbringen. Die Pflanzen und die Tiere hängen in ganz bestimmter Weise mit den Jahreszeiten zusammen. Beim Menschen ist zunächst alles der Willkür des Astralleibes unterworfen, und die macht sein Leben unrhythmisch. Das bringt Unordnung in sein Leben. Er muss es nun wieder rhythmisch machen.

[ 11 ] Wenn ich nun jeden Tag zu einer bestimmten Stunde, zum Beispiel um sieben Uhr morgens, meditiere, so bringe ich Rhythmus in mein Leben. Aber wenn ich statt um sieben Uhr zwischendurch, um zehn Uhr oder zu einer anderen Zeit, meditiere, dann ist der Rhythmus gestört. Auch wenn der Mensch sich vornimmt, jeden Tag um sieben Uhr morgens ein Gebet zu sprechen, ferner um zwölf Uhr mittags und vor dem Schlafengehen, dann sind das drei feste Punkte, die Rhythmus in unser Leben bringen. Ein Teil des Rhythmisierens des Lebens ist auch das Rhythmisieren des Atmungsprozesses. Es hängt das zusammen mit ganz tiefen Dingen, die zwischen dem Menschen und dem Weltenall bestehen. Pflanze und Mensch gehören in einer gewissen Weise zusammen. Der Mensch atmet Sauerstoff ein und Kohlensäure aus, die Pflanze macht es umgekehrt. Es besteht in der ganzen Evolution ein Zusammenhang zwischen der Pflanzen- und der Menschennatur. Die Pflanze wächst rhythmisch nach Naturgesetzen. Sie ist noch ganz durch und durch keusch, weil sie noch nicht das astrale Leben in sich hat. Sie steht auf der einen Seite höher als der Mensch, auf der anderen Seite steht sie tiefer. Als ein Ideal steht sie vor dem Menschen. Der Mensch muss ihr ähnlich werden durch eine Rhythmisierung des Atmungsprozesses. Wenn man einatmet und den Atem länger anhält, so entwickelt man in sich Kohlensäure, man nähert sich dadurch der Pflanzennatur.

[ 11 ] Wenn ich nun jeden Tag zu einer bestimmten Stunde, zum Beispiel um sieben Uhr morgens, meditiere, so bringe ich Rhythmus in mein Leben. Aber wenn ich statt um sieben Uhr zwischendurch, um zehn Uhr oder zu einer anderen Zeit, meditiere, dann ist der Rhythmus gestört. Auch wenn der Mensch sich vornimmt, jeden Tag um sieben Uhr morgens ein Gebet zu sprechen, ferner um zwölf Uhr mittags und vor dem Schlafengehen, dann sind das drei feste Punkte, die Rhythmus in unser Leben bringen. Ein Teil des Rhythmisierens des Lebens ist auch das Rhythmisieren des Atmungsprozesses. Es hängt das zusammen mit ganz tiefen Dingen, die zwischen dem Menschen und dem Weltenall bestehen. Pflanze und Mensch gehören in einer gewissen Weise zusammen. Der Mensch atmet Sauerstoff ein und Kohlensäure aus, die Pflanze macht es umgekehrt. Es besteht in der ganzen Evolution ein Zusammenhang zwischen der Pflanzen- und der Menschennatur. Die Pflanze wächst rhythmisch nach Naturgesetzen. Sie ist noch ganz durch und durch keusch, weil sie noch nicht das astrale Leben in sich hat. Sie steht auf der einen Seite höher als der Mensch, auf der anderen Seite steht sie tiefer. Als ein Ideal steht sie vor dem Menschen. Der Mensch muss ihr ähnlich werden durch eine Rhythmisierung des Atmungsprozesses. Wenn man einatmet und den Atem länger anhält, so entwickelt man in sich Kohlensäure, man nähert sich dadurch der Pflanzennatur.

[ 12 ] Wenn der Yogi allmählich in bewusster Weise sich hineinlebt in das, was er vorher unbewusst getan hat, dann gehen um ihn ringsherum neue Welten auf. Er erlebt dann neue Welten. Wenn wir schlafen, würden wir die herrlichste Musik nicht hören. So ist der Mensch zunächst ein Schlafender gegenüber den geistigen Welten. Und so wie das Aufwachen gegenüber den Melodien, so gibt es ein Aufwachen in der geistigen Welt durch den Atmungsprozess. Legt man sich bewusst in den Atmungsprozess hinein, dann beginnt die imaginative Erkenntnis. Das gewöhnliche Sehen ist materielle Erkenntnis. Die imaginative Erkenntnis besteht darin, dass wir imstande sind, Bilder zu erwecken, die keine bloßen Visionen sind, sondern die im Urgrund des Daseins begründet sind. Auch wenn man die gewöhnliche Welt anschaut, so hat man im Grunde genommen nur Bilder. Alles in der Außenwelt ist ein Bild. Die Bilder der Außenwelt entsprechen der materiellen Erkenntnis. Die Bilder, die durch den Yogaprozess eintreten, die werden im Inneren angeregt, in der richtigen Weise angeregt.

[ 12 ] Wenn der Yogi allmählich in bewusster Weise sich hineinlebt in das, was er vorher unbewusst getan hat, dann gehen um ihn ringsherum neue Welten auf. Er erlebt dann neue Welten. Wenn wir schlafen, würden wir die herrlichste Musik nicht hören. So ist der Mensch zunächst ein Schlafender gegenüber den geistigen Welten. Und so wie das Aufwachen gegenüber den Melodien, so gibt es ein Aufwachen in der geistigen Welt durch den Atmungsprozess. Legt man sich bewusst in den Atmungsprozess hinein, dann beginnt die imaginative Erkenntnis. Das gewöhnliche Sehen ist materielle Erkenntnis. Die imaginative Erkenntnis besteht darin, dass wir imstande sind, Bilder zu erwecken, die keine bloßen Visionen sind, sondern die im Urgrund des Daseins begründet sind. Auch wenn man die gewöhnliche Welt anschaut, so hat man im Grunde genommen nur Bilder. Alles in der Außenwelt ist ein Bild. Die Bilder der Außenwelt entsprechen der materiellen Erkenntnis. Die Bilder, die durch den Yogaprozess eintreten, die werden im Inneren angeregt, in der richtigen Weise angeregt.

[ 13 ] Es kommt bei dieser ganzen Welt, die dann in uns aufgeht, darauf an, dass sie innerlich wahr ist. Das ist die Schwierigkeit bei der Yogaschulung. Solange der Mensch persönliche Wünsche hat, kann er in dieser Welt nicht leicht die Wahrheit von der Unwahrheit unterscheiden. Deshalb diese Notwendigkeit, selbstlos zu werden. In den pythagoreischen Schulen hat man den Leuten klar gemacht: Über das Leben nach dem Tode könnt ihr erst dann etwas erfahren, wenn es euch ganz gleichgültig geworden ist, ob ihr nach dem Tode noch lebt oder nicht. - Alle persönliche Aspiration ist in Bezug auf diese eine Frage ausgeschaltet. Wenn der persönliche Wunsch ausgeschaltet ist, da, wo es auf die Imagination ankommt, dann drückt sich in der Imagination die Wahrheit aus.

[ 13 ] Es kommt bei dieser ganzen Welt, die dann in uns aufgeht, darauf an, dass sie innerlich wahr ist. Das ist die Schwierigkeit bei der Yogaschulung. Solange der Mensch persönliche Wünsche hat, kann er in dieser Welt nicht leicht die Wahrheit von der Unwahrheit unterscheiden. Deshalb diese Notwendigkeit, selbstlos zu werden. In den pythagoreischen Schulen hat man den Leuten klar gemacht: Über das Leben nach dem Tode könnt ihr erst dann etwas erfahren, wenn es euch ganz gleichgültig geworden ist, ob ihr nach dem Tode noch lebt oder nicht. - Alle persönliche Aspiration ist in Bezug auf diese eine Frage ausgeschaltet. Wenn der persönliche Wunsch ausgeschaltet ist, da, wo es auf die Imagination ankommt, dann drückt sich in der Imagination die Wahrheit aus.

[ 14 ] Die dritte Stufe ist die Stufe des rationellen Willens. Da erfährt man auch, wie das Wahre gemacht wird, den Willen, durch den etwas gewollt wird. Die vierte Stufe ist die Stufe der Intuition. Es handelt sich bei der Yogaschulung um das Zügeln alles dessen, was in uns ist: Wunsch, Trieb, Begierde und Leidenschaft. Solange wir das nicht beherrschen, macht es uns die Wahrheit illusionär. Absolute innere Ruhe, Geduld, Ausdauer, Standhaftigkeit kommen bei der Yogaschulung vor allen Dingen in Betracht.

[ 14 ] Die dritte Stufe ist die Stufe des rationellen Willens. Da erfährt man auch, wie das Wahre gemacht wird, den Willen, durch den etwas gewollt wird. Die vierte Stufe ist die Stufe der Intuition. Es handelt sich bei der Yogaschulung um das Zügeln alles dessen, was in uns ist: Wunsch, Trieb, Begierde und Leidenschaft. Solange wir das nicht beherrschen, macht es uns die Wahrheit illusionär. Absolute innere Ruhe, Geduld, Ausdauer, Standhaftigkeit kommen bei der Yogaschulung vor allen Dingen in Betracht.

[ 15 ] Gewisse Charaktereigenschaften sind dabei unerlässlich. Nie dürfen wir die Harmonie mit unserer Umgebung verlieren, sonst ist es aus mit unserem Fortschritt. Wenn der klügste Mensch einschliefe und dann auf dem Mars aufwachte, könnte er mit seinen Fähigkeiten auf dem Mars nichts anfangen. Man würde ihn dort für irrsinnig halten. Alles Irresein ist Mangel an Harmonie mit der Umgebung; dann kann man nicht weiterkommen, wenn das eintritt. Nicht ein trunkener Mensch soll man werden, wie Platon sagt, sondern ein nüchterner Mensch, und seine alltäglichen Pflichten in keiner Weise versäumen. Das ist unbedingt notwendig bei der Yogaschulung.

[ 15 ] Gewisse Charaktereigenschaften sind dabei unerlässlich. Nie dürfen wir die Harmonie mit unserer Umgebung verlieren, sonst ist es aus mit unserem Fortschritt. Wenn der klügste Mensch einschliefe und dann auf dem Mars aufwachte, könnte er mit seinen Fähigkeiten auf dem Mars nichts anfangen. Man würde ihn dort für irrsinnig halten. Alles Irresein ist Mangel an Harmonie mit der Umgebung; dann kann man nicht weiterkommen, wenn das eintritt. Nicht ein trunkener Mensch soll man werden, wie Platon sagt, sondern ein nüchterner Mensch, und seine alltäglichen Pflichten in keiner Weise versäumen. Das ist unbedingt notwendig bei der Yogaschulung.

[ 16 ] Dann ist noch wichtig, Bescheidenheit zu entwickeln. Nur unter dem Einfluss höchster Bescheidenheit kann man in richtiger Weise von den Erfahrungen in den höheren Welten sprechen. Ein ganz immens hoher Grad von Bescheidenheit muss neben der Yogaschulung einhergehen. Der orientalische Schüler kann sich leicht erringen das Gefühl der Achtung, der Schätzung des Lehrers. Darauf kommt es in diesem Falle sehr viel an. Das tiefinnerste Vertrauen zum Lehrer ist bei der Yogaschulung notwendig, weil man einen festen Punkt haben muss. Der Yogaschüler verlässt ja in gewisser Weise die ganze übrige Welt. Sein Verhältnis zur Welt ändert sich. Alle Dinge bekommen dann eine neue Bedeutung.

[ 16 ] Dann ist noch wichtig, Bescheidenheit zu entwickeln. Nur unter dem Einfluss höchster Bescheidenheit kann man in richtiger Weise von den Erfahrungen in den höheren Welten sprechen. Ein ganz immens hoher Grad von Bescheidenheit muss neben der Yogaschulung einhergehen. Der orientalische Schüler kann sich leicht erringen das Gefühl der Achtung, der Schätzung des Lehrers. Darauf kommt es in diesem Falle sehr viel an. Das tiefinnerste Vertrauen zum Lehrer ist bei der Yogaschulung notwendig, weil man einen festen Punkt haben muss. Der Yogaschüler verlässt ja in gewisser Weise die ganze übrige Welt. Sein Verhältnis zur Welt ändert sich. Alle Dinge bekommen dann eine neue Bedeutung.

[ 17 ] Er wird fremd seiner Umgebung gegenüber. Er muss sich alle Dinge umwandeln. Eine gewisse geistige Alchemie geht mit ihm vor. Er muss nun alles aus dem inneren Pflichtgefühl tun. Er behandelt alles von einem neuen Gesichtspunkte aus. Die Art und Weise, wie er zu den Dingen steht, ändert sich ganz und gar. In einer gewissen Weise wird der Mensch seiner Umgebung entfremdet. Wenn er nicht die volle Charakterstärke entwickelt, kann er dann leicht den Zusammenhang mit der Umgebung verlieren.

[ 17 ] Er wird fremd seiner Umgebung gegenüber. Er muss sich alle Dinge umwandeln. Eine gewisse geistige Alchemie geht mit ihm vor. Er muss nun alles aus dem inneren Pflichtgefühl tun. Er behandelt alles von einem neuen Gesichtspunkte aus. Die Art und Weise, wie er zu den Dingen steht, ändert sich ganz und gar. In einer gewissen Weise wird der Mensch seiner Umgebung entfremdet. Wenn er nicht die volle Charakterstärke entwickelt, kann er dann leicht den Zusammenhang mit der Umgebung verlieren.

[ 18 ] Der feste Punkt für den Yogaschüler war immer der Lehrer, der ihm ein Haltepunkt war, den er seinen Guru nennt, den er wie die Verkörperung der Gottheit im Menschen ansieht. In Wirklichkeit ist es so, dass in höheren Menschennaturen wirklich göttliche Wesen da sind. Es erscheint dem orientalischen Menschen dies selbstverständlich, dass in dem Guru eine höhere Wesenheit lebt. Im Abendlande ist das nicht der Fall. Wenn jemand eine Yogaschulung im Abendlande sucht, dann findet er auch im Abendlande die Möglichkeit, zum Ziele zu kommen.

[ 18 ] Der feste Punkt für den Yogaschüler war immer der Lehrer, der ihm ein Haltepunkt war, den er seinen Guru nennt, den er wie die Verkörperung der Gottheit im Menschen ansieht. In Wirklichkeit ist es so, dass in höheren Menschennaturen wirklich göttliche Wesen da sind. Es erscheint dem orientalischen Menschen dies selbstverständlich, dass in dem Guru eine höhere Wesenheit lebt. Im Abendlande ist das nicht der Fall. Wenn jemand eine Yogaschulung im Abendlande sucht, dann findet er auch im Abendlande die Möglichkeit, zum Ziele zu kommen.

[ 19 ] Das größte Übel der Yogaschulung wäre Ungeduld. Aber die überwindet man, wenn man Reinkarnation und Karma als Wirklichkeiten erkennt. Das muss als Gefühl in uns leben, dass man das jetzige Leben zwischen Geburt und Tod tatsächlich als eines unter vielen ansieht.

[ 19 ] Das größte Übel der Yogaschulung wäre Ungeduld. Aber die überwindet man, wenn man Reinkarnation und Karma als Wirklichkeiten erkennt. Das muss als Gefühl in uns leben, dass man das jetzige Leben zwischen Geburt und Tod tatsächlich als eines unter vielen ansieht.

[ 20 ] In einer Mitschrift von Anna Rebmann ist noch die folgende Tabelle angehängt:

[ 20 ] In einer Mitschrift von Anna Rebmann ist noch die folgende Tabelle angehängt:

Materiales Erkennen Gegenstand
(Sensation)
Bild Begriff Ich 1. Stufe
Imaginatives Erkennen Illumination Bild Begriff Ich 2. Stufe
Willensartiges Erkennen Inspiration Begriff Ich 3. Stufe
Intuition Ich 4. Stufe
Schwan
Materiales Erkennen Gegenstand
(Sensation)
Bild Begriff Ich 1. Stufe
Imaginatives Erkennen Illumination Bild Begriff Ich 2. Stufe
Willensartiges Erkennen Inspiration Begriff Ich 3. Stufe
Intuition Ich 4. Stufe
Schwan