Basic Elements of Esotericism
GA 93a
28 September 1905, Berlin
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Grundelemente der Esoterik, 4th ed.
III
III
[ 1 ] Es gibt in der Entwickelung drei Dinge, die man unterscheiden muß: Form, Leben und Bewußtsein. Heute wollen wir über die Bewußtseinsformen sprechen.
[ 1 ] Es gibt in der Entwickelung drei Dinge, die man unterscheiden muß: Form, Leben und Bewußtsein. Heute wollen wir über die Bewußtseinsformen sprechen.
[ 2 ] Wir können Pflanzen und niedere Tiere so ansehen, als ob höhere Wesen durch sie ihre Sinne in die Welt hinausstreckten, um die Welt durch sie anzuschauen. Gehen wir zunächst aus von den Sinnesorganen der Pflanzen. Wenn man von Sinnesorganen der Pflanzen spricht, so muß man sich darüber klar sein, daß man es nicht nur mit den Sinnesorganen der einzelnen Pflanzen zu tun hat, sondern mit Wesenheiten in höheren Welten. Die Pflanzen sind gleichsam nur die Fühlhörner, die die höheren Wesen ausstrecken. Das höhere Wesen informiert sich durch die Pflanzen.
[ 2 ] Wir können Pflanzen und niedere Tiere so ansehen, als ob höhere Wesen durch sie ihre Sinne in die Welt hinausstreckten, um die Welt durch sie anzuschauen. Gehen wir zunächst aus von den Sinnesorganen der Pflanzen. Wenn man von Sinnesorganen der Pflanzen spricht, so muß man sich darüber klar sein, daß man es nicht nur mit den Sinnesorganen der einzelnen Pflanzen zu tun hat, sondern mit Wesenheiten in höheren Welten. Die Pflanzen sind gleichsam nur die Fühlhörner, die die höheren Wesen ausstrecken. Das höhere Wesen informiert sich durch die Pflanzen.
[ 3 ] Alle Pflanzen haben, namentlich an den Wurzelspitzen, doch auch an anderen Stellen, Zellen, in denen sich Stärkekörner befinden. Auch bei sonst nicht stärkehaltigen Pflanzen sind diese Stärkekörner an der Wurzelspitze. Die Liliengewächse zum Beispiel, die sonst keine Stärke haben, besitzen in den Zellen an der Wurzelspitze diese Stärkekörner. Diese Stärkekörner sind lose, beweglich, und es kommt darauf an, ob die Körner an der einen oder der anderen Stelle liegen.
[ 3 ] Alle Pflanzen haben, namentlich an den Wurzelspitzen, doch auch an anderen Stellen, Zellen, in denen sich Stärkekörner befinden. Auch bei sonst nicht stärkehaltigen Pflanzen sind diese Stärkekörner an der Wurzelspitze. Die Liliengewächse zum Beispiel, die sonst keine Stärke haben, besitzen in den Zellen an der Wurzelspitze diese Stärkekörner. Diese Stärkekörner sind lose, beweglich, und es kommt darauf an, ob die Körner an der einen oder der anderen Stelle liegen.


[ 4 ] Sobald sich die Pflanze ein bißchen wendet, fällt das eine Stärkekorn nach der anderen Seite. Das kann die Pflanze nicht vertragen. Sie wendet sich dann wieder so, daß die Stärkekörner an die richtige Stelle zu liegen kommen. Und zwar liegen diese Stärkekörner symmetrisch zur Schwerkraftlinie der Erde. Die Pflanze wächst aufrecht, weil sie die Richtung der Schwerkraft spürt. Die Stärkekörner spüren die Schwerkraft. Bei der Beobachtung der Stärkekörner an den Wurzelspitzen lernen wir eine Art von Sinnesorgan kennen. Es ist für die Pflanze der Sinn für die Schwerkraft. Dieser Sinn gehört nicht nur zur Pflanze, sondern zur Seele der ganzen Erde, die nach diesem Sinn die ganze Pflanze wachsen läßt.
[ 4 ] Sobald sich die Pflanze ein bißchen wendet, fällt das eine Stärkekorn nach der anderen Seite. Das kann die Pflanze nicht vertragen. Sie wendet sich dann wieder so, daß die Stärkekörner an die richtige Stelle zu liegen kommen. Und zwar liegen diese Stärkekörner symmetrisch zur Schwerkraftlinie der Erde. Die Pflanze wächst aufrecht, weil sie die Richtung der Schwerkraft spürt. Die Stärkekörner spüren die Schwerkraft. Bei der Beobachtung der Stärkekörner an den Wurzelspitzen lernen wir eine Art von Sinnesorgan kennen. Es ist für die Pflanze der Sinn für die Schwerkraft. Dieser Sinn gehört nicht nur zur Pflanze, sondern zur Seele der ganzen Erde, die nach diesem Sinn die ganze Pflanze wachsen läßt.
[ 5 ] Das hat zunächst eine elementare Bedeutung. Die Pflanze richtet sich nach der Schwerkraft. Nimmt man nun ein Rad, zum Beispiel ein Wasserrad, in das man Pflanzen hineinsetzen kann, und dreht das Rad mitsamt den Pflanzen, so kommt zur Schwerkraft eine andere Kraft hinzu: die Kraft der Umdrehung. Die ist dann in jedem Punkt der Pflanzen, und es wachsen die Wurzeln der Pflanze und die Stengel in der Richtung der Tangente des Rades, in der Richtung der Tangentialkraft, und nicht der Schwerkraft. Darnach richten sich dann auch die Stärkekörner in ihrer Lage.
[ 5 ] Das hat zunächst eine elementare Bedeutung. Die Pflanze richtet sich nach der Schwerkraft. Nimmt man nun ein Rad, zum Beispiel ein Wasserrad, in das man Pflanzen hineinsetzen kann, und dreht das Rad mitsamt den Pflanzen, so kommt zur Schwerkraft eine andere Kraft hinzu: die Kraft der Umdrehung. Die ist dann in jedem Punkt der Pflanzen, und es wachsen die Wurzeln der Pflanze und die Stengel in der Richtung der Tangente des Rades, in der Richtung der Tangentialkraft, und nicht der Schwerkraft. Darnach richten sich dann auch die Stärkekörner in ihrer Lage.


[ 6 ] Betrachten wir nun das menschliche Ohr. Da haben wir zunächst den äußeren Gehörgang, dann das Trommelfell, und im inneren Ohr die Gehörknöchelchen: Hammer, Amboß und Steigbügel - ganz winzig kleine Knöchelchen. Das Hören beruht darauf, daß durch diese kleinen Knöchelchen die anderen Organe in Schwingung geraten. Innen finden wir weiter drei halbkreisförmige, häutige Kanäle in den Richtungen der drei Dimensionen angeordnet. Diese sind mit einer Flüssigkeit angefüllt. Dann finden wir weiter im Ohr das Labyrinth, ein schneckenförmiges Gebilde, angefüllt mit ganz feinen Härchen. Jedes ist wie die Saite in einem Klavier auf einen bestimmten Ton gestimmt. Das Labyrinth steht in Verbindung mit dem Hörnerv, der nach dem Gehirn geht.
[ 6 ] Betrachten wir nun das menschliche Ohr. Da haben wir zunächst den äußeren Gehörgang, dann das Trommelfell, und im inneren Ohr die Gehörknöchelchen: Hammer, Amboß und Steigbügel - ganz winzig kleine Knöchelchen. Das Hören beruht darauf, daß durch diese kleinen Knöchelchen die anderen Organe in Schwingung geraten. Innen finden wir weiter drei halbkreisförmige, häutige Kanäle in den Richtungen der drei Dimensionen angeordnet. Diese sind mit einer Flüssigkeit angefüllt. Dann finden wir weiter im Ohr das Labyrinth, ein schneckenförmiges Gebilde, angefüllt mit ganz feinen Härchen. Jedes ist wie die Saite in einem Klavier auf einen bestimmten Ton gestimmt. Das Labyrinth steht in Verbindung mit dem Hörnerv, der nach dem Gehirn geht.
[ 7 ] Uns interessieren hauptsächlich die drei halbkreisförmigen Kanäle. Sie stehen zueinander in den drei Richtungen des Raumes. Sie sind angefüllt mit ähnlichen Dingen wie die Stärkekörner der Pflanze, mit Hörsteinchen. Wenn diese zerstört sind, kann der Mensch sich nicht aufrechthalten oder aufrechtgehen. Bei einer Ohnmacht kann durch Andrang des Blutes nach dem Kopfe der Organismus in den drei Kanälen gestört werden. Auf den drei halbkreisförmigen Kanälen beruht der Orientierungssinn des Menschen. Das ist derselbe Sinn, der sich bei der Pflanze als Gleichgewichtssinn an der Wurzelspitze befindet. Was dort an der Wurzelspitze sich befindet, ist beim Menschen oben am Kopfe ausgebildet.
[ 7 ] Uns interessieren hauptsächlich die drei halbkreisförmigen Kanäle. Sie stehen zueinander in den drei Richtungen des Raumes. Sie sind angefüllt mit ähnlichen Dingen wie die Stärkekörner der Pflanze, mit Hörsteinchen. Wenn diese zerstört sind, kann der Mensch sich nicht aufrechthalten oder aufrechtgehen. Bei einer Ohnmacht kann durch Andrang des Blutes nach dem Kopfe der Organismus in den drei Kanälen gestört werden. Auf den drei halbkreisförmigen Kanälen beruht der Orientierungssinn des Menschen. Das ist derselbe Sinn, der sich bei der Pflanze als Gleichgewichtssinn an der Wurzelspitze befindet. Was dort an der Wurzelspitze sich befindet, ist beim Menschen oben am Kopfe ausgebildet.
[ 8 ] Wenn man die ganze Evolution überschaut, Pflanze, Tier, Mensch, so findet man bestimmte Beziehungen zwischen ihnen. Die Pflanze ist der umgekehrte Mensch. Das Tier steht mitten drinnen. Die Pflanze hat ihre Wurzeln in den Boden gesenkt und richtet die Organe der Sexualität zur Sonne empor. Kehrt man die Pflanze halb um, so hat man das Tier. Kehrt man sie ganz um, so hat man den Menschen. Das ist die ursprüngliche Bedeutung des Kreuzzeichens: Pflanzenreich, Tierreich, Menschenreich. Die Pflanze senkt ihre Wurzeln in den Boden. Das Tier ist die halb umgekehrte Pflanze. Der Mensch ist die ganz umgekehrte Pflanze. Darum sagt Plato: Die Weltenseele ist an das Kreuz des Weltenleibes gespannt.
[ 8 ] Wenn man die ganze Evolution überschaut, Pflanze, Tier, Mensch, so findet man bestimmte Beziehungen zwischen ihnen. Die Pflanze ist der umgekehrte Mensch. Das Tier steht mitten drinnen. Die Pflanze hat ihre Wurzeln in den Boden gesenkt und richtet die Organe der Sexualität zur Sonne empor. Kehrt man die Pflanze halb um, so hat man das Tier. Kehrt man sie ganz um, so hat man den Menschen. Das ist die ursprüngliche Bedeutung des Kreuzzeichens: Pflanzenreich, Tierreich, Menschenreich. Die Pflanze senkt ihre Wurzeln in den Boden. Das Tier ist die halb umgekehrte Pflanze. Der Mensch ist die ganz umgekehrte Pflanze. Darum sagt Plato: Die Weltenseele ist an das Kreuz des Weltenleibes gespannt.


[ 9 ] Bei der Pflanze liegt das Richtungsorgan in der Wurzelspitze, beim Menschen im Kopf. Was bei dem Menschen der Kopf ist, ist bei der Pflanze die Wurzel. Warum nun beim Menschen der Richtungssinn zusammenhängt mit dem Gehörsinn, hängt damit zusammen, daß der Gehörsinn derjenige Sinn ist, der den Menschen in ein höheres Reich erhebt. Die letzte Fähigkeit, die der Mensch errungen hat, ist die Fähigkeit des Sprechens. Das Sprechen hängt wiederum zusammen mit dem aufrechten Gang, der ohne den Richtungs- oder Gleichgewichtssinn nicht möglich wäre. Der Ton, den der Mensch durch das Sprechen hervorbringt, ist die aktive Ergänzung zu dem passiven Hören. Was bei der Pflanze bloßer Orientierungssinn ist, ist bei dem Menschen Gehörsinn geworden, der den alten Orientierungssinn in sich trägt in den drei halbkreisförmigen Kanälen, die sich nach den drei Raumesdimensionen richten.
[ 9 ] Bei der Pflanze liegt das Richtungsorgan in der Wurzelspitze, beim Menschen im Kopf. Was bei dem Menschen der Kopf ist, ist bei der Pflanze die Wurzel. Warum nun beim Menschen der Richtungssinn zusammenhängt mit dem Gehörsinn, hängt damit zusammen, daß der Gehörsinn derjenige Sinn ist, der den Menschen in ein höheres Reich erhebt. Die letzte Fähigkeit, die der Mensch errungen hat, ist die Fähigkeit des Sprechens. Das Sprechen hängt wiederum zusammen mit dem aufrechten Gang, der ohne den Richtungs- oder Gleichgewichtssinn nicht möglich wäre. Der Ton, den der Mensch durch das Sprechen hervorbringt, ist die aktive Ergänzung zu dem passiven Hören. Was bei der Pflanze bloßer Orientierungssinn ist, ist bei dem Menschen Gehörsinn geworden, der den alten Orientierungssinn in sich trägt in den drei halbkreisförmigen Kanälen, die sich nach den drei Raumesdimensionen richten.
[ 10 ] Jedes Wesen hat ein Bewußtsein. Auch die Pflanze hat ein solches; aber dieses Bewußtsein liegt auf dem Devachanplan, auf dem mentalen Plan. Wenn man das Bewußtsein der Pflanze aufzeichnen wollte, müßte man es in folgender Weise zeichnen:
[ 10 ] Jedes Wesen hat ein Bewußtsein. Auch die Pflanze hat ein solches; aber dieses Bewußtsein liegt auf dem Devachanplan, auf dem mentalen Plan. Wenn man das Bewußtsein der Pflanze aufzeichnen wollte, müßte man es in folgender Weise zeichnen:


[ 11 ] Die Pflanze kann uns auch Rede und Antwort stehen, nur muß man lernen, sie auf dem Mentalplan zu beobachten. Da sagt die Pflanze uns ihren eigenen Namen.
[ 11 ] Die Pflanze kann uns auch Rede und Antwort stehen, nur muß man lernen, sie auf dem Mentalplan zu beobachten. Da sagt die Pflanze uns ihren eigenen Namen.
[ 12 ] Bei dem Menschen reicht das Bewußtsein bis auf den physischen Plan herunter. Das Bewußtsein des Menschen hier hängt mit demselben Organ zusammen, mit dem die Pflanze in der Erde befestigt ist. Den Menschen lernen wir erst wahrhaft kennen, wenn wir sehen, wie er die Sprache hervorbringt und in ihr das Wort «Ich» ausspricht. Dieses Ich wurzelt auf dem Mentalplan. Ohne die Fähigkeit, das Wörtchen «Ich» zu sprechen, würden wir die Gestalt des Menschen auch für ein Tier halten können.
[ 12 ] Bei dem Menschen reicht das Bewußtsein bis auf den physischen Plan herunter. Das Bewußtsein des Menschen hier hängt mit demselben Organ zusammen, mit dem die Pflanze in der Erde befestigt ist. Den Menschen lernen wir erst wahrhaft kennen, wenn wir sehen, wie er die Sprache hervorbringt und in ihr das Wort «Ich» ausspricht. Dieses Ich wurzelt auf dem Mentalplan. Ohne die Fähigkeit, das Wörtchen «Ich» zu sprechen, würden wir die Gestalt des Menschen auch für ein Tier halten können.
[ 13 ] Die Pflanze wurzelt im Mentalplan, und der Mensch wird gerade durch das Gehörorgan ein Bewohner des Mentalplanes. Daher verbinden wir das «Es denkt» mit der Sprache. Das Ohr ist eine höhere Ausbildung des Richtungssinnes. Weil der Mensch sich im Verhältnis zur Pflanze umgewendet und dann wiederum dem Geist zugewendet hat, hat er im Gehörorgan das alte Überbleibsel des Richtungssinnes. Er gibt sich selbst die Richtung. Es sind also zwei entgegengesetzte Bewußtseinsarten: Das Bewußtsein der Pflanze auf dem Mentalplan und das Bewußtsein des Menschen hier, der sein Wesen von der Mentalwelt in die physische Welt hinunterträgt. Dieses irdische Bewußtsein des Menschen nennt man das kama-manasische.
[ 13 ] Die Pflanze wurzelt im Mentalplan, und der Mensch wird gerade durch das Gehörorgan ein Bewohner des Mentalplanes. Daher verbinden wir das «Es denkt» mit der Sprache. Das Ohr ist eine höhere Ausbildung des Richtungssinnes. Weil der Mensch sich im Verhältnis zur Pflanze umgewendet und dann wiederum dem Geist zugewendet hat, hat er im Gehörorgan das alte Überbleibsel des Richtungssinnes. Er gibt sich selbst die Richtung. Es sind also zwei entgegengesetzte Bewußtseinsarten: Das Bewußtsein der Pflanze auf dem Mentalplan und das Bewußtsein des Menschen hier, der sein Wesen von der Mentalwelt in die physische Welt hinunterträgt. Dieses irdische Bewußtsein des Menschen nennt man das kama-manasische.
[ 14 ] Unsere Sinnesorgane haben nun auch alle für sich ein Bewußtsein. Diese verschiedenen Bewußtseine: das Bewußtsein des Sichtbaren, Hörbaren, Riechbaren und so weiter werden in der Seele zusammengefaßt. Manasisch wird das Bewußtsein erst dadurch, daß die einzelnen Bewußtseine zusammengefaßt werden in dem Seelenzentrum. Ohne dieses Zusammenfassen würde der Mensch zerfallen in seine Organbewußtseine. Diese sind ursprünglich ausgebildet worden durch das Sonnengeflecht, durch das sympathische Nervensystem. Als der Mensch selbst noch eine Art Pflanze war, da hatte er auch noch nicht das Bewußtsein auf dem physischen Plan. Da bildete das höhere Bewußtsein erst die Organe aus.
[ 14 ] Unsere Sinnesorgane haben nun auch alle für sich ein Bewußtsein. Diese verschiedenen Bewußtseine: das Bewußtsein des Sichtbaren, Hörbaren, Riechbaren und so weiter werden in der Seele zusammengefaßt. Manasisch wird das Bewußtsein erst dadurch, daß die einzelnen Bewußtseine zusammengefaßt werden in dem Seelenzentrum. Ohne dieses Zusammenfassen würde der Mensch zerfallen in seine Organbewußtseine. Diese sind ursprünglich ausgebildet worden durch das Sonnengeflecht, durch das sympathische Nervensystem. Als der Mensch selbst noch eine Art Pflanze war, da hatte er auch noch nicht das Bewußtsein auf dem physischen Plan. Da bildete das höhere Bewußtsein erst die Organe aus.
[ 15 ] Im tiefen Trancezustand schweigt das zentrale Bewußtsein. Dann sind die einzelnen Organe bewußt und der Mensch fängt an, mit der Magengrube, mit dem Sonnengeflecht zu sehen. Solch ein Bewußtsein hatte die Seherin von Prevorst. Sie beschreibt richtige Lichtgestalten, die aber nur von dem Organbewußtsein beobachtet werden. Das unterste Bewußtsein ist dasjenige des Minerals. Ein etwas zenttierteres Bewußtsein, etwas mehr dem Bewußtsein des jetzigen Menschen ähnlich, ist das astrale Bewußtsein. Daß sich das Bewußtwerden im ganzen Astralkörper gebildet hat, hat seinen Ausdruck im Rückenmark. Da nimmt der Mensch die Welt analog den Traumbildern wahr. Solch ein Bewußtsein haben nur Menschen, deren physisches Gehirn nicht zur Tätigkeit kommt. Idioten zum Beispiel sehen die Welt in Bildern; ihr Seelenleben ist analog dem Traumleben. Sie können nur sagen, daß sie nichts wissen von dem, was um sie her vorgeht. Auch andere Wesen in der Welt haben ein ähnliches Bewußtsein.
[ 15 ] Im tiefen Trancezustand schweigt das zentrale Bewußtsein. Dann sind die einzelnen Organe bewußt und der Mensch fängt an, mit der Magengrube, mit dem Sonnengeflecht zu sehen. Solch ein Bewußtsein hatte die Seherin von Prevorst. Sie beschreibt richtige Lichtgestalten, die aber nur von dem Organbewußtsein beobachtet werden. Das unterste Bewußtsein ist dasjenige des Minerals. Ein etwas zenttierteres Bewußtsein, etwas mehr dem Bewußtsein des jetzigen Menschen ähnlich, ist das astrale Bewußtsein. Daß sich das Bewußtwerden im ganzen Astralkörper gebildet hat, hat seinen Ausdruck im Rückenmark. Da nimmt der Mensch die Welt analog den Traumbildern wahr. Solch ein Bewußtsein haben nur Menschen, deren physisches Gehirn nicht zur Tätigkeit kommt. Idioten zum Beispiel sehen die Welt in Bildern; ihr Seelenleben ist analog dem Traumleben. Sie können nur sagen, daß sie nichts wissen von dem, was um sie her vorgeht. Auch andere Wesen in der Welt haben ein ähnliches Bewußtsein.
[ 16 ] Wenn der Mensch das astrale Bewußtsein entwickelt, so daß er die Träume bewußt erlebt, dann kann er folgendes vornehmen: Wir nehmen an, wir sind imstande, dieses Bewußtsein auszubilden und stellen uns dann der Blume «Venusfliegenfalle» gegenüber. Wenn wir sie lange genug anschauen und sie ganz allein auf uns wirken lassen, dann bekommt man in einem bestimmten Moment das Gefühl, daß der Mittelpunkt des Bewußtseins sich vom Kopf herabsenkt und in die Pflanze hineinkriecht. Man ist dann bewußt in der Pflanze und sieht durch die Pflanze die Welt. Man muß sein Bewußtsein in die Pflanze hineinverlegen. Dann wird man sich klar darüber, wie es in diesem Wesen seelisch aussieht. Man erlebt dann diese Seele. Bei einer sensitiven Pflanze ist das Bewußtsein ganz ähnlich dem Bewußtsein eines Idioten; nicht ein bloß mentales Bewußtsein. Sie hat das Bewußtsein bis zum astralen Plan heruntergebracht. Es gibt demnach zweierlei Arten von Pflanzen: solche, die nur auf dem mentalen Plan bewußt sind, und solche, die es auch auf dem astralen Plan sind.
[ 16 ] Wenn der Mensch das astrale Bewußtsein entwickelt, so daß er die Träume bewußt erlebt, dann kann er folgendes vornehmen: Wir nehmen an, wir sind imstande, dieses Bewußtsein auszubilden und stellen uns dann der Blume «Venusfliegenfalle» gegenüber. Wenn wir sie lange genug anschauen und sie ganz allein auf uns wirken lassen, dann bekommt man in einem bestimmten Moment das Gefühl, daß der Mittelpunkt des Bewußtseins sich vom Kopf herabsenkt und in die Pflanze hineinkriecht. Man ist dann bewußt in der Pflanze und sieht durch die Pflanze die Welt. Man muß sein Bewußtsein in die Pflanze hineinverlegen. Dann wird man sich klar darüber, wie es in diesem Wesen seelisch aussieht. Man erlebt dann diese Seele. Bei einer sensitiven Pflanze ist das Bewußtsein ganz ähnlich dem Bewußtsein eines Idioten; nicht ein bloß mentales Bewußtsein. Sie hat das Bewußtsein bis zum astralen Plan heruntergebracht. Es gibt demnach zweierlei Arten von Pflanzen: solche, die nur auf dem mentalen Plan bewußt sind, und solche, die es auch auf dem astralen Plan sind.
[ 17 ] Gewisse Tierarten haben auch ein Bewußtsein auf dem astralen Plan, der auch der Plan des Idiotenbewußtseins ist. Helena Petrowna Blavatsky weist besonders auf indische Nachtinsekten, Nachtfalter hin. Zum Beispiel haben auch die Spinnen ein astrales Bewußtsein; die feinen Spinnennetze werden eigentlich vom Astralplan herein gesponnen. Die Spinnen sind bloß die Werkzeuge für die astrale Tätigkeit. Die Fäden werden vom Astralplan herein gesponnen. Auch die Ameisen haben, ähnlich wie die Spinnen, ein Bewußtsein auf dem Astralplan. Dort hat der Ameisenhaufen seine Seele. Daher sind die Handlungen der Ameisen so geordnet.
[ 17 ] Gewisse Tierarten haben auch ein Bewußtsein auf dem astralen Plan, der auch der Plan des Idiotenbewußtseins ist. Helena Petrowna Blavatsky weist besonders auf indische Nachtinsekten, Nachtfalter hin. Zum Beispiel haben auch die Spinnen ein astrales Bewußtsein; die feinen Spinnennetze werden eigentlich vom Astralplan herein gesponnen. Die Spinnen sind bloß die Werkzeuge für die astrale Tätigkeit. Die Fäden werden vom Astralplan herein gesponnen. Auch die Ameisen haben, ähnlich wie die Spinnen, ein Bewußtsein auf dem Astralplan. Dort hat der Ameisenhaufen seine Seele. Daher sind die Handlungen der Ameisen so geordnet.
[ 18 ] Ein Bewußtsein haben auch die Mineralien. Das liegt auf dem höheren Mentalplan, auf höheren Partien als dasjenige der Pflanzen. Blavatsky nennt es kama-pranisches Bewußtsein. Der Mensch kann später auch dieses Bewußtsein erlangen mit Aufrechterhaltung seines jetzigen Bewußtseinszustandes. Er braucht dann nicht mehr in einen physischen Körper hineinzukommen, nicht mehr inkarniert zu werden. Die Steine sind unten auf dem physischen Plan und ihr Bewußtsein ist in den oberen Partien des Mentalplanes. Von oben ordnet es die Kristalle an. Wenn der Mensch sein Bewußtsein einmal da hinauftragen kann, dann bildet er sich aus den Mineralien der Welt selbst seinen physischen Leib.
[ 18 ] Ein Bewußtsein haben auch die Mineralien. Das liegt auf dem höheren Mentalplan, auf höheren Partien als dasjenige der Pflanzen. Blavatsky nennt es kama-pranisches Bewußtsein. Der Mensch kann später auch dieses Bewußtsein erlangen mit Aufrechterhaltung seines jetzigen Bewußtseinszustandes. Er braucht dann nicht mehr in einen physischen Körper hineinzukommen, nicht mehr inkarniert zu werden. Die Steine sind unten auf dem physischen Plan und ihr Bewußtsein ist in den oberen Partien des Mentalplanes. Von oben ordnet es die Kristalle an. Wenn der Mensch sein Bewußtsein einmal da hinauftragen kann, dann bildet er sich aus den Mineralien der Welt selbst seinen physischen Leib.
[ 19 ] Die drei Teile des Gehirns müssen später ganz getrennt werden (Denken, Fühlen, Wollen). Da muß das Bewußtsein des Menschen über sein Gehirn herrschen, wie beim Ameisenhaufen das höhere Bewußtsein herrscht. Wie man da Arbeiter, Männchen und Weibchen unterscheiden kann, so findet später auch im Gehirn eine genaue Unterscheidung in drei Teile statt. Dann ist der Mensch planetarischer Geist, ein Schöpfer, der die Dinge selbst schafft. Wie der Erdengeist die Erdkruste baut, so wird dann der Mensch auch einen Planeten bauen. Dazu muß er ein kama-pranisches Bewußtsein haben. Heute hat er nur ein kama-manasisches Bewußtsein. Das besteht darin, daß das Organbewußtsein mit dem Verstand (Manas) durchtränkt, durchsetzt wird. Das Bewußtsein wird, wie Blavatsky sagt, rationalisiert. Der Prozeß der Rationalisierung vollzieht sich vom Tier bis zum Menschen. Das bloße Organbewußtsein kann die Ziele erkennen, kennt aber nicht die Mittel zur Erreichung der Ziele. Das rationalisierte Bewußtsein kann die Mittel dirigieren. Blavatsky sagt ganz richtig: «Zum Beispiel hat ein in einem Zimmer eingeschlossener Hund den Instinkt, herauszukommen, aber er kann nicht, weil sein Instinkt nicht genügend vernünftig geworden ist, um die notwendigen Mittel zu ergreifen, während der Mensch sofort die Situation erfaßt und sich frei macht.»
[ 19 ] Die drei Teile des Gehirns müssen später ganz getrennt werden (Denken, Fühlen, Wollen). Da muß das Bewußtsein des Menschen über sein Gehirn herrschen, wie beim Ameisenhaufen das höhere Bewußtsein herrscht. Wie man da Arbeiter, Männchen und Weibchen unterscheiden kann, so findet später auch im Gehirn eine genaue Unterscheidung in drei Teile statt. Dann ist der Mensch planetarischer Geist, ein Schöpfer, der die Dinge selbst schafft. Wie der Erdengeist die Erdkruste baut, so wird dann der Mensch auch einen Planeten bauen. Dazu muß er ein kama-pranisches Bewußtsein haben. Heute hat er nur ein kama-manasisches Bewußtsein. Das besteht darin, daß das Organbewußtsein mit dem Verstand (Manas) durchtränkt, durchsetzt wird. Das Bewußtsein wird, wie Blavatsky sagt, rationalisiert. Der Prozeß der Rationalisierung vollzieht sich vom Tier bis zum Menschen. Das bloße Organbewußtsein kann die Ziele erkennen, kennt aber nicht die Mittel zur Erreichung der Ziele. Das rationalisierte Bewußtsein kann die Mittel dirigieren. Blavatsky sagt ganz richtig: «Zum Beispiel hat ein in einem Zimmer eingeschlossener Hund den Instinkt, herauszukommen, aber er kann nicht, weil sein Instinkt nicht genügend vernünftig geworden ist, um die notwendigen Mittel zu ergreifen, während der Mensch sofort die Situation erfaßt und sich frei macht.»
[ 20 ] Wir unterscheiden also mit Blavatsky:
[ 20 ] Wir unterscheiden also mit Blavatsky:
1. Das Organbewußtsein, das unsere Organe haben.
2. Das astrale Bewußtsein der Tiere und gewisser Pflanzen und auch der Idioten.
3. Das kama-pranische Bewußtsein der Steine, das sich auch der Mensch später erwirbt.
4. Das kama-manasische Bewußtsein, das Verstandesmäßige.
1. Das Organbewußtsein, das unsere Organe haben.
2. Das astrale Bewußtsein der Tiere und gewisser Pflanzen und auch der Idioten.
3. Das kama-pranische Bewußtsein der Steine, das sich auch der Mensch später erwirbt.
4. Das kama-manasische Bewußtsein, das Verstandesmäßige.
[ 21 ] Auf diese Weise muß man das Kreuz des Weltendaseins auseinandergliedern.
[ 21 ] Auf diese Weise muß man das Kreuz des Weltendaseins auseinandergliedern.
[ 22 ] Der eigentliche Sinn des Kreuzes liegt unendlich tief. Auch die alten Sagen sind aus solchen Tiefen heraufgeholte Bilder. Der Menschenseele wurde ein großer Dienst erwiesen durch die Sagen, solange der Mensch früher die Wahrheiten der Sagen gefühlsmäßig verstehen konnte. Zum Beispiel ist da die alte Sphinxsage. Die Sphinx gab das Rätsel auf: Am Morgen geht es auf vieren, am Mittag auf zweien und am Abend auf dreien? Was ist das? - Es ist der Mensch! Zuerst, am Morgen der Erde, ging der Mensch auf vieren, in seinem tierischen Zustand. Die vorderen Gliedmaßen waren damals auch noch Bewegungsorgane. Dann hat er sich aufgerichtet. Die Gliedmaßen traten in zweierlei Arten auseinander und die Organe teilten sich in die physisch-sinnlichen und die geistigen Organe. Er ging dann auf zweien. In ferner Zukunft werden die unteren Organe abfallen und die rechte Hand. Nur die linke Hand und die zweiblättrige Lotusblume bleiben. Dann geht er auf dreien. Darum hinkt auch der Vulkan. Seine Beine sind in der Rückbildung begriffen, sie hören auf, etwas zu sein. Am Ende der Evolution, in der Vulkanmetamorphose der Erde, wird der Mensch das dreigliedrige Wesen sein, das die Sage als Ideal andeutet.
[ 22 ] Der eigentliche Sinn des Kreuzes liegt unendlich tief. Auch die alten Sagen sind aus solchen Tiefen heraufgeholte Bilder. Der Menschenseele wurde ein großer Dienst erwiesen durch die Sagen, solange der Mensch früher die Wahrheiten der Sagen gefühlsmäßig verstehen konnte. Zum Beispiel ist da die alte Sphinxsage. Die Sphinx gab das Rätsel auf: Am Morgen geht es auf vieren, am Mittag auf zweien und am Abend auf dreien? Was ist das? - Es ist der Mensch! Zuerst, am Morgen der Erde, ging der Mensch auf vieren, in seinem tierischen Zustand. Die vorderen Gliedmaßen waren damals auch noch Bewegungsorgane. Dann hat er sich aufgerichtet. Die Gliedmaßen traten in zweierlei Arten auseinander und die Organe teilten sich in die physisch-sinnlichen und die geistigen Organe. Er ging dann auf zweien. In ferner Zukunft werden die unteren Organe abfallen und die rechte Hand. Nur die linke Hand und die zweiblättrige Lotusblume bleiben. Dann geht er auf dreien. Darum hinkt auch der Vulkan. Seine Beine sind in der Rückbildung begriffen, sie hören auf, etwas zu sein. Am Ende der Evolution, in der Vulkanmetamorphose der Erde, wird der Mensch das dreigliedrige Wesen sein, das die Sage als Ideal andeutet.
