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Basic Elements of Esotericism
GA 93a

8 October 1905, Berlin

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XIII

Lecture XIII

[ 1 ] Dieser Vortrag soll ein zwischen die anderen geschobener sein, der auf manches in den anderen Vorträgen Licht werfen kann. Über das Wirken und die Wesenheit der Devas wollen wir heute sprechen.

[ 1 ] This lecture is intended to be one that fits between the others, shedding light on some of the topics covered in the other lectures. Today we will talk about the work and nature of the devas.

[ 2 ] Es ist in der Gegenwart sehr schwer, von Göttern oder Devas zu sprechen, aus dem Grunde, weil selbst die Menschen, die noch auf dem positiven religiösen Standpunkt stehen und noch einen Glauben an die Götter haben, doch kein lebendiges Verhältnis mehr zu den göttlich-geistigen Wesenheiten haben. Dieses lebendige Verhältnis zu Göttern, das heißt zu Wesenheiten, die hoch über dem Menschen stehen, ist eben im Laufe der Zeit des Materialismus verschwunden. Insbesondere im Laufe der materialistischen Entwickelung, welche sich in dem Zyklus von der Wende des 15. zum 16. Jahrhundert bis in unsere Zeit hinein abspielte, ist dieser lebendige Zusammenhang mit den Göttern geschwunden. Es macht da wenig Unterschied, ob ein Mensch auf dem darwinistisch-materialistischen Standpunkt steht, oder ob er noch mehr oder weniger religiös von den Göttern spricht. Es kommt viel mehr darauf an, das Bewußtsein in sich lebendig zu machen, daß man selbst von niederen Stufen des Daseins aufgestiegen ist und zu höheren Stufen noch aufsteigen wird. Man muß empfinden, daß man zu allem, zu dem was unter uns ist und zu dem was über uns ist, eine Verwandtschaft hat.

[ 2 ] It is very difficult to speak of gods or devas in the present day, because even those people who still hold a positive religious standpoint and still have faith in the gods no longer have a living relationship with these divine spiritual beings. This living relationship with gods, that is, with beings who stand high above human beings, has disappeared in the course of materialism. In particular, in the course of materialistic development, which took place in the cycle from the turn of the 15th to the 16th century up to our time, this living connection with the gods has disappeared. It makes little difference whether a person takes a Darwinian-materialistic standpoint or whether he or she still speaks of the gods in a more or less religious way. It is much more important to awaken the consciousness within oneself that one has risen from lower stages of existence and will continue to rise to higher stages. One must feel that one has a kinship with everything below us and everything above us.

[ 3 ] Die Lehre von den Göttern ist zuerst in ein System gebracht worden von dem Schüler des Apostels Paulus, Dionysius dem Areopagiten. Sie ist aber erst im 6. Jahrhundert aufgeschrieben worden. Die Gelehtten leugnen deshalb die Existenz des Dionysius Areopagita und sprechen von den Schriften des Pseudo-Dionysius, als ob man erst im 6. Jahrhundert alte Überlieferungen zusammengestellt habe. Der wahre Sachverhalt ist nur zu konstatieren durch das Lesen in der Akasha-Chronik. Die Akasha-Chronik aber lehrt, daß Dionysius wirklich in Athen gelebt hat, daß er von Paulus eingeweiht worden ist und von ihm den Auftrag erhalten hat, die Lehre von den höheren Geistwesen zu begründen und besonderen Eingeweihten zu erteilen. Gewisse hohe Lehren wurden damals niemals aufgeschrieben, sondern nur durch mündliche Tradition fortgepflanzt. Auch die Lehre von den Göttern wurde so von Dionysius seinen Schülern gegeben und von diesen wiederum weitergegeben. Der direkte Schüler wurde dann mit Absicht wieder Dionysius genannt, so daß der letzte, der die Lehre von den Göttern aufschrieb, einer in dieser Reihe war, die alle Dionysius genannt wurden.

[ 3 ] The doctrine of the gods was first systematized by the disciple of the Apostle Paul, Dionysius the Areopagite. However, it was not written down until the 6th century. The scholars therefore deny the existence of Dionysius Areopagita and speak of the writings of Pseudo-Dionysius, as if ancient traditions had only been compiled in the 6th century. The true facts can only be ascertained by reading the Akashic Records. However, the Akashic Records teach that Dionysius really lived in Athens, that he was initiated by Paul and received from him the task of establishing the teachings of the higher spiritual beings and imparting them to special initiates. Certain high teachings were never written down at that time, but were only passed on through oral tradition. The teaching about the gods was also given in this way by Dionysius to his disciples, who in turn passed it on. The direct disciple was then deliberately named Dionysius again, so that the last person to write down the teaching about the gods was one in a line of people who were all called Dionysius.

[ 4 ] Diese Lehre von den Göttern, wie sie Dionysius gegeben hat, umfaßt dreimal drei Glieder der göttlichen Wesenheiten. Die höchsten drei sind:

[ 4 ] This teaching about the gods, as given by Dionysius, comprises three times three members of the divine beings. The highest three are:

[ 5 ] Seraphim, Cherubim, Throne.

[ 5 ] Seraphim, Cherubim, Thrones.

[ 6 ] Die nächste Stufe umfaßt die:

[ 6 ] The next level comprises:

[ 7 ] Herrschaften, Mächte, Gewalten. Die dritte Stufe umfaßt die:

[ 7 ] Dominions, Powers, Authorities. The third level comprises:

[ 8 ] Urkräfte oder Anfänge, Erzengel und Engel.

[ 8 ] Primordial forces or beginnings, archangels, and angels.

[ 9 ] Sooft in der Bibel steht «am Anfang», bezieht sich das auf die Urkräfte oder Anfänge. «Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde», das heißt: Der Gott des Anfangs, der auf dieser Stufe steht, schuf Himmel und Erde. - Es war eine von den Urkräften der dritten Abteilung der Hierarchien.

[ 9 ] Whenever the Bible says “in the beginning,” it refers to the primordial forces or beginnings. “In the beginning God created the heavens and the earth,” that is, the God of the beginning, who stands on this level, created the heavens and the earth. - It was one of the primordial forces of the third division of the hierarchies.

[ 10 ] Über den Seraphim stehen dann göttliche Wesenheiten von solcher Erhabenheit, daß das menschliche Fassungsvermögen nicht ausreicht, um sie zu begreifen. Nach der dritten Stufe folgt die vierte Hierarchie:

[ 10 ] Above the seraphim are divine beings of such sublimity that human comprehension is insufficient to grasp them. The third level is followed by the fourth hierarchy:

[ 11 ] Der Mensch, als der zehnte in der ganzen Reihe.

[ 11 ] Man, as the tenth in the whole series.

[ 12 ] Die Namen der Hierarchien sind keine Eigennamen, sondern Namen für gewisse Bewußtseinsstufen des großen Universums, und die Wesen rücken von einer Stufe zur anderen. Eliphas Levi hat das klar gesehen und betont, daß man es bei diesen Namen mit Rangstufen zu tun hat, mit Hierarchien.

[ 12 ] The names of the hierarchies are not proper names, but names for certain levels of consciousness in the great universe, and the beings move from one level to another. Eliphas Levi saw this clearly and emphasized that these names refer to ranks, to hierarchies.

[ 13 ] Auf denselben Dionysius, der die Lehre von den Göttern zusammengestellt hat, geht auch das Prinzip der Kirchenorganisation zurück. Die kirchliche Hierarchie sollte nur ein äußeres Abbild sein für die innere Hierarchie der Welt. Dieser grandiose Gedanke wäre nur dann durchzuführen gewesen, wenn die Zeit dafür reif gewesen wäre, dies alles in seiner richtigen Gestalt zu verstehen. Dionysius hatte seinen Schülern eine solche Lehre über die Kirche hinterlassen, daß diese, wenn sie hätte veröffentlicht werden können, eine gewaltige, großartige Organisation dargestellt haben würde. Man hat damals versucht, die Lehren so fortzupflanzen, daß der Faden nie abriß von einem Lehrer zum anderen, der dann auch den Namen weiterführte. Darum ist es gar nicht so wunderbar, daß noch im 6. Jahrhundert ein Dionysius die Lehren niederschrieb. Ein allgemeines Verständnis konnten diese Lehren aber nicht finden, weil die Menschheit dazu noch nicht reif war. So sind sie wie eine Art Testament.

[ 13 ] The same Dionysius who compiled the doctrine of the gods also developed the principle of church organization. The ecclesiastical hierarchy was intended to be only an outward reflection of the inner hierarchy of the world. This grandiose idea could only have been implemented when the time was ripe to understand all this in its proper form. Dionysius left his disciples with such a teaching about the church that, if it could have been published, it would have represented a powerful, magnificent organization. At that time, attempts were made to pass on the teachings in such a way that the thread was never broken from one teacher to another, who then also carried on the name. Therefore, it is not so surprising that Dionysius wrote down the teachings in the 6th century. However, these teachings could not find general acceptance because humanity was not yet ready for them. Thus, they are like a kind of testament.

[ 14 ] Je weiter wir zurückgehen, desto lebendigere Begriffe haben die Menschen gehabt von Wesenheiten, die über den Menschen stehen.

[ 14 ] The further back we go, the more vivid concepts people had of beings that stand above humans.

[ 15 ] Nun wollen wir einen Begriff davon entwickeln, wie der Mensch — der gewöhnliche Mensch unserer heutigen Durchschnittskultur - den Göttern begegnet. Nach dem Tode macht der Mensch zunächst das Kamaloka durch, den Zustand, in dem er sich allmählich von den Gewohnheiten des Erdenlebens loslöst und von den Begierden frei wird. Der Aufenthalt im Kamaloka ist im wesentlichen nur in den ersten Zeiten manchmal furchtbar und gräßlich. Darauf macht der Mensch diejenige Kamalokazeit durch, wo er sich von den feineren Zusammenhängen mit der irdischen Welt zu läutern hat. Dieser Aufenthalt im Kamaloka ist nicht nur für den Menschen wichtig, sondern die Tätigkeit des Menschen in den höheren Kamalokazuständen kann, wie wir sehen werden, auch in der übrigen Welt gebraucht werden. Nach dem Kamaloka geht er in den Devachanzustand über, in dem er sich all das erarbeitet, was notwendig ist, um mit den Fähigkeiten, die er sich erworben hat, einen neuen Ätherkörper aufzubauen. Auf dem Arupaplan des Devachans hat er alles dasjenige niederzulegen, was er sich auf dem physischen Plan erarbeitet hat. Darum nannten die griechischen Priester in der Esoterik die Seele eine Biene, den Arupaplan einen Bienenkorb und den physischen Plan das Blumenfeld.

[ 15 ] Now let us develop an idea of how human beings — ordinary human beings of our average culture today — encounter the gods. After death, human beings first go through Kamaloka, the state in which they gradually detach themselves from the habits of earthly life and become free from desires. The stay in Kamaloka is essentially only terrible and gruesome in the early stages. Then the human being goes through the Kamaloka period in which they have to purify themselves from the finer connections with the earthly world. This stay in Kamaloka is not only important for the human being, but the activity of the human being in the higher Kamaloka states can, as we shall see, also be used in the rest of the world. After Kamaloka, he passes into the Devachan state, in which he works out everything that is necessary to build a new etheric body with the abilities he has acquired. On the Arupa plane of Devachan, they must lay down everything they have acquired on the physical plane. That is why the Greek priests in esotericism called the soul a bee, the Arupa plane a beehive, and the physical plane a flower field.

[ 16 ] Der Mensch braucht aber nicht etwa untätig zu sein auf den höheren Gebieten. Während er durch das Kamaloka und den niederen Devachanplan hindurchgeht, könnte es scheinen, daß er da nichts anderes zu tun hat als ausreifen zu lassen, was er früher begonnen hat. Aber der Mensch ist da auch nicht untätig; so daß es für die ganze Welt von Bedeutung ist, daß er diese Zustände durchmacht.

[ 16 ] However, human beings do not need to be inactive in the higher realms. While passing through Kamaloka and the lower Devachan plane, it might seem that they have nothing else to do but to allow what they have begun earlier to mature. But human beings are not inactive there either, so that it is important for the whole world that they go through these states.

[ 17 ] Die neue Inkarnation des Menschen hat nur dann einen Zweck, wenn der Mensch bei einer neuen Inkarnation Zustände antrifft, die wesentlich verschieden sind von den früheren. Normalerweise kommt der Mensch zurück, wenn die Verhältnisse so verschieden sind, daß er völlig neue vorfindet, so daß er völlig Neues hinzubaut. Das geschieht in dem Weltenzeitraum, nachdem die Sonne von einem Sternbild zum nächsten vorgerückt ist. Zum Beispiel gegen 800 vor Christus stand die Sonne im Frühling zuerst im Sternbild des Lammes bis ungefähr 1800 nach Christus. Jetzt steht sie bei Frühlingsanfang im Sternbild der Fische. Zweitausendsechshundert Jahre vergehen, bis sie von einem Sternbild zum anderen vorrückt. In dieser Zeit ändern sich die Verhältnisse ganz gründlich. Mit diesen Zeiten hängt die Wiederverkörperung zusammen. In der Zeit wird der Mensch gewöhnlich einmal als männliches und einmal als weibliches Individuum verkörpert. Man ist in einer Inkarnation eigentlich nur ein halber Mensch. Eine männliche und eine weibliche Inkarnation gehören zusammen. Durch die ganz andersgearteten physischen Verhältnisse auf der Erde ist nun eine neue Inkarnation nicht zwecklos. Wenn zum Beispiel eine Inkarnation eines Menschen zur Zeit Homers war (Sternbild des Widders oder Lammes, Jason, das Goldene Vlies), so hat er damals etwas ganz anderes durchgemacht, als er jetzt durchmachen würde.

[ 17 ] The new incarnation of man only has a purpose if, in a new incarnation, man encounters conditions that are significantly different from the previous ones. Normally, man returns when the conditions are so different that he finds them completely new, so that he builds something completely new. This happens in the world period after the sun has moved from one constellation to the next. For example, around 800 BC, the sun was first in the constellation of Aries in the spring until about 1800 AD. Now, at the beginning of spring, it is in the constellation of Pisces. Two thousand six hundred years pass before it moves from one constellation to another. During this time, conditions change quite thoroughly. Reincarnation is connected with these times. During this time, a person is usually incarnated once as a male and once as a female individual. In one incarnation, one is actually only half a human being. A male and a female incarnation belong together. Due to the very different physical conditions on Earth, a new incarnation is not pointless. For example, if a person was incarnated at the time of Homer (constellation of Aries or the Lamb, Jason, the Golden Fleece), they went through something completely different then than they would go through now.

[ 18 ] Diese Inkarnationen wären an sich scheinbar ein ganz mechanischer Prozeß. Es gibt aber nichts Äußeres, was nicht im Inneren bewirkt wird. Man muß sich angewöhnen, überall von dem konkreten Geist zu reden, ihn aufzusuchen und zu sehen, was wirklich geschieht.

[ 18 ] These incarnations would seem to be a completely mechanical process. But there is nothing external that is not caused internally. We must get into the habit of talking about the concrete spirit everywhere, seeking it out and seeing what is really happening.

[ 19 ] Wenn man sich die Flora und die Fauna Europas ansieht, so hat man in unserer Weltperiode drei Gürtel zu unterscheiden: einen westlichen, einen mittleren und einen östlichen. Der östliche Gürtel fällt zusammen mit dem slawischen Volke, der mittlere mit dem germanischen und der westliche mit dem romanischen Volke. Der Materialist glaubt, die Menschen hätten sich den Verhältnissen angepaßt, aber das ist nicht so. Die Völker haben sich die physischen Zustände selbst geschaffen. Der Volksgeist arbeitet zuerst an dem Boden, an den Pflanzen und Tieren mit, in die er sich hineinversetzt. Der westeuropäische Boden ist vorbereitet durch die romanischen Völker, der mitteleuropäische durch die germanischen Völker, der osteuropäische durch die slawischen Völker. So bauen sich die Menschen erst das Haus, in das sie sich nachher hineinsetzen. Nun fragen wir: Wann arbeitet der Mensch an der äußeren Konfiguration der Erde? - Wie alles übrige auf der Erde vom Menschen selbst zubereitetes Schicksal ist, ist das hier auch teilweise der Fall.

[ 19 ] If one looks at the flora and fauna of Europe, one can distinguish three belts in our world period: a western, a middle, and an eastern one. The eastern belt coincides with the Slavic peoples, the middle belt with the Germanic peoples, and the western belt with the Romance peoples. The materialist believes that people have adapted to circumstances, but this is not the case. The peoples have created their own physical conditions. The spirit of the people first works on the soil, the plants, and the animals, into which it empathizes. The soil of Western Europe has been prepared by the Romance peoples, that of Central Europe by the Germanic peoples, and that of Eastern Europe by the Slavic peoples. In this way, people first build the house in which they will later live. Now we ask: When does man work on the outer configuration of the earth? As everything else on earth is a destiny prepared by man himself, this is also partly the case here.

[ 20 ] Im Kamaloka ist der Mensch tatsächlich damit beschäftigt, im Tierreiche mitzuwirken. Dort arbeiten die Menschen an dem, was man Umformung der Arten nennt. Die Kraft, die das bewirkt, nennt der Naturforscher Anpassungsvermögen. In alledem aber, was man Anpassung nennt, ist die Tätigkeit des Menschen auf der anderen Seite des Daseins verborgen. Alles was an Transformation im Tierreich erscheint, was an tierischen Instinkten beeinflußt und verändert wird, damit die Tiere sich umgestalten, geschieht durch die Menschen im Kamaloka, die sich für ihre nächste Inkarnation vorbereiten. Es arbeitet der Mensch dort an dem eigenen Haus für die folgende Inkarnation. Im Kamaloka arbeitet der Mensch an der Fauna und im Devachan an der Flora. Die Umgestaltung der Pflanzenwelt ist die Auswirkung der devachanischen Kräfte. Und die physische Welt, die sich auch ändert, die äußeren Naturverhältnisse, die werden vom Arupaplan [oberes Devachan] beeinflußt. Da ist der Mensch ein Mitarbeiter an dem Gesteinsreich, am Mineralreich der Erde. Man muß schon etwas okkulte Kräfte haben, um an geeigneter Stelle solche Beobachtungen machen zu können. Es ist kein Zufall, daß namentlich Bergleute unter der Erde solche Beobachtungen machen. Daß Novalis ein mit dem Okkulten so bekannter Mensch war, hängt damit zusammen, daß er Bergingenieur war.

[ 20 ] In Kamaloka, man is actually busy working in the animal kingdom. There, people work on what is called the transformation of species. The natural scientist calls the force that brings this about adaptability. But in everything that is called adaptation, the activity of human beings on the other side of existence is hidden. Everything that appears as transformation in the animal kingdom, everything that influences and changes animal instincts so that animals transform themselves, is done by human beings in Kamaloka who are preparing for their next incarnation. There, humans work on their own house for the following incarnation. In Kamaloka, humans work on the fauna, and in Devachan, on the flora. The transformation of the plant world is the effect of the Devachanic forces. And the physical world, which also changes, the external conditions of nature, are influenced by the Arupa plane [upper Devachan]. There, humans are co-workers in the rock kingdom, in the mineral kingdom of the earth. One must already have some occult powers to be able to make such observations in the right place. It is no coincidence that miners in particular make such observations underground. The fact that Novalis was a person so well known for his interest in the occult is related to the fact that he was a mining engineer.

[ 21 ] Wenn man bedenkt, daß der Mensch in den übersinnlichen Gebieten Kräfte entwickelt, aber dort noch nicht sein volles Bewußtsein hat, dann versteht man, daß diese Kräfte von höheren Wesenheiten gelenkt werden, von den Devas. Man unterscheidet verschiedene Stufen von Devas: astrale, rupamentale und arupamentale. Astrale Devas haben als ihr unterstes Glied den Astralkörper, so wie wir den physischen Körper haben. Der astrale Deva besteht ebenso wie der Mensch aus sieben Gliedern. Er besitzt also als siebentes noch ein Glied, welches höher ist als Atma. Die Devas sind alle nach denselben Prinzipien aufgebaut wie der Mensch. Mit der Entwickelung auf die höheren Plane hinauf gewinnt ein Wesen auch an bewußter Macht über die entsprechenden niederen Plane. Der Mensch beherrscht auf dem physischen Plan heute nur das Mineralreich. Dort kann er selbst etwas aufbauen. Aber er kann noch nicht eine Pflanze oder ein Tier aufbauen. Bei dem Mineralreich hat er die Zusammensetzung klar vor sich. Auf der nächsten Stufe bringt er bewußt die Pflanze hervor (fünfte Runde), und dann die Tiere (sechste Runde), und zuletzt bringt er sich selbst bewußt hervor (siebente Runde).

[ 21 ] When one considers that human beings develop powers in the supersensible realms but do not yet have full consciousness there, one understands that these powers are guided by higher beings, the devas. A distinction is made between different levels of devas: astral, rupamental, and arupamental. Astral devas have the astral body as their lowest limb, just as we have the physical body. Like humans, astral devas consist of seven limbs. They therefore have a seventh limb that is higher than the Atma. The devas are all structured according to the same principles as humans. With development up to the higher planes, a being also gains conscious power over the corresponding lower planes. Today, humans only control the mineral kingdom on the physical plane. There they can build something themselves. But they cannot yet build a plant or an animal. In the mineral kingdom, they have the composition clearly before them. On the next level, they consciously bring forth plants (fifth round), then animals (sixth round), and finally they consciously bring forth themselves (seventh round).

[ 22 ] Die Wesen, die wir Devas nennen, können noch viel mehr als die Menschen der siebenten Runde. Sie können die Gebiete, die unter ihrer eigenen Welt liegen, gebrauchen. Sie können zu einem bestimmten Zweck sich auf kurze Zeit den Körper bilden, den sie brauchen. So kann ein astraler Deva, wenn er will, sich auf eine bestimmte Zeit physisch verkörpern.

[ 22 ] The beings we call devas can do much more than the humans of the seventh round. They can use the areas that lie beneath their own world. They can form the body they need for a specific purpose for a short time. Thus, an astral deva can, if it wants, incarnate physically for a certain time.

[ 23 ] Über das Wirken der Devas können wir uns nur bestimmte Vorstellungen machen, wenn wir von dem Wirken der Menschen ausgehen. Der Mensch ist bis zu einem gewissen Grade frei, willkürlich in seinem Wirken. Die Menschen wirken aber nicht harmonisch zusammen, darum müssen die verschiedenen Kräfte, die von den Menschen ausgehen, harmonisch geordnet werden. Es muß sich ein Gesamteffekt ergeben aus dem, was die Menschen tun. Dieser Gesamteffekt muß zum Nutzen der Welt verwendet werden. Die Wesenheiten, die diesen Gesamteffekt herbeiführen, sind die Devas. Sie regeln auch das Kollektivkarma. In dem Augenblick, wo sich Menschen zu irgendeinem gemeinsamen Zweck verbinden, haben sie ein gemeinschaftliches Karma, das sie bindet und zusammenführt, einen gemeinschaftlichen Karmafaden herbeiführt.

[ 23 ] We can only form certain ideas about the work of the devas if we start from the work of human beings. Human beings are, to a certain extent, free and arbitrary in their actions. However, human beings do not work together harmoniously, which is why the various forces that emanate from them must be harmoniously ordered. There must be an overall effect resulting from what human beings do. This overall effect must be used for the benefit of the world. The beings who bring about this overall effect are the devas. They also regulate collective karma. The moment human beings unite for any common purpose, they have a collective karma that binds them together and brings them together, creating a collective thread of karma.

[ 24 ] So war in Rußland die Sekte der Duchoborzen (Geistkämpfer), die eine tiefe Religiosität besaßen. In naiver, aber sehr schöner Form hatten sie die theosophischen Lehren. Diese Leute sind vertrieben worden und haben nun äußerlich keinen sichtbaren Einfluß mehr. Die Materialisten werden sagen: Was hat dies nun für einen Zweck gehabt? Die Duchoborzen sind ja untergegangen! — Aber alle, die in der Duchoborzen-Sekte vereinigt waren, werden in ihrer Wiederverkörperung durch ein gemeinsames Band zusammengehalten werden, um das, was sie gelernt haben, später in die Menschheit auszugießen. So wirken die Gruppen, die zusammenkommen, in den folgenden Inkarnationen auf die Menschheit. Die Idee, der sie gelebt haben, fließt dann wieder in die Welt hinaus. Dieselbe Idee findet man dann in einer solchen Gruppe wieder in einer tieferen Form. So existierte zum Beispiel im Mittelalter die Sekte der Manichäer. Das Geheimnis der Manichäer bestand darin, daß sie erkannt hatten, daß es in der Zukunft zwei Gruppen Menschen geben wird, die Bösen und die Guten. In der fünften Runde wird es kein Mineralreich mehr geben, aber dafür ein Reich der Bösen. Die Manichäer haben das gewußt. Sie haben es sich darum zur Aufgabe gemacht, jetzt schon Menschen dazu zu erziehen, daß sie später Erzieher der bösen Menschen werden können. In der Sekte der Manichäer haben von Zeit zu Zeit immer wieder große Vertiefungen stattgefunden.

[ 24 ] In Russia, there was the sect of the Duchoborzen (spirit fighters), who possessed a deep religiosity. In a naive but very beautiful form, they had theosophical teachings. These people have been driven out and now have no visible influence on the outside. Materialists will say: What purpose did this serve? The Duchoborzen have perished! — But all those who were united in the Duchoborzen sect will be held together in their reincarnation by a common bond in order to pour out what they have learned into humanity later on. This is how the groups that come together influence humanity in subsequent incarnations. The idea they lived by then flows back out into the world. The same idea can then be found again in such a group in a deeper form. For example, the Manichaean sect existed in the Middle Ages. The secret of the Manichaeans was that they had recognized that in the future there would be two groups of people, the evil and the good. In the fifth round, there will no longer be a mineral kingdom, but instead a kingdom of evil. The Manichaeans knew this. They therefore made it their task to educate people now so that they could later become educators of evil people. From time to time, great deepening has taken place in the Manichaean sect.

[ 25 ] Wir haben zu unterscheiden die einzelnen Willen der einzelnen Menschen und die Mächte, die dahinterstehen, um diese einzelnen Willen zu einem Gesamtwillen zu vereinigen. So hat man ein Kollektivkarma.

[ 25 ] We must distinguish between the individual wills of individual people and the powers behind them in order to unite these individual wills into a collective will. This is how we arrive at collective karma.

[ 26 ] Bei den Rosenkreuzern hat man von Wesenheiten gesprochen, die zu Gruppen von Menschen gehören. Der physische Leib gehört einem jeden Menschen allein; der Astralleib gehört aber schon zu einer Gruppe. In einem Teil des Astralleibes hängt man mit einer Gruppenseele zusammen. Was der Mensch noch nicht kann, das tut heute der Deva. An seinem Astralleibe arbeiten auch noch die Devas. Bei dem, was der Mensch heute an Arbeit im Ätherkörper vollbringt, arbeiten die Devas noch stärker mit. Wir haben gesehen, daß die Kräfte des Menschen in einem Teil des Kamaloka für das Tierreich verwendet werden. Aber sie werden gelenkt durch die Devas. Dann ist der Mensch immer mehr und mehr auf dem Wege, Devachan zu erlangen.

[ 26 ] The Rosicrucians spoke of beings that belong to groups of people. The physical body belongs to each individual human being alone, but the astral body already belongs to a group. In one part of the astral body, one is connected to a group soul. What humans cannot yet do, the devas do today. The devas also work on the astral body. The devas are working even more intensively on the work that humans are doing today in the etheric body. We have seen that human powers are used for the animal kingdom in a part of Kamaloka. But they are guided by the devas. Then the human being is increasingly on the path to attaining Devachan.

[ 27 ] Eine besondere Art von Devas sind die planetarischen Geister, die Dhyan-Chohanischen Wesenheiten, die schon früher die Stufe erreicht haben, die die Menschen erst viel später erreichen werden. Sie stehen auf der Stufe, auf der die Menschen in der sechsten und siebenten Runde angelangt sein werden. Ein Planetengeist ist mittätig am Schaffen der einzelnen Teile der planetarischen Entwickelung.

[ 27 ] A special kind of devas are the planetary spirits, the Dhyan-Chohanic beings, who have already reached the stage that humans will only reach much later. They are at the stage that humans will reach in the sixth and seventh rounds. A planetary spirit is involved in the creation of the individual parts of planetary development.

[ 28 ] Der Mensch ist jetzt auf dem physischen, dem astralen und dem Devachanplan tätig. Alles ist Tätigkeit. Was ist nun zunächst die Bedeutung der Planetengeister für den Menschen in einem bestimmten Zustand? Die Planetengeister haben die Tätigkeit, wie sie der Mensch jetzt ausübt, auf vorhergehenden Stufen, auf vorhergehenden Planeten ausgeübt. Was sie damals aufgenommen haben, das haben sie jetzt als Weisheit in sich. Dadurch können sie die Lehrer der nächsten planetarischen Stufe werden. Diejenigen Devas, die bei der Gestaltung der Erde tätig waren, konnten noch nicht die Gesetze erkennen; das konnte nur die höhere Stufe der Weisheit. Über der Stufe der Weisheit steht noch die Stufe des Willens, das Wollen, das Auswirken. Die Geister der Weisheit (Kyriotetes) und die Geister des Willens (Throne) sind die eigentlichen Leiter der planetarischen Entwickelung.

[ 28 ] Human beings are now active on the physical, astral, and devachanic planes. Everything is activity. What, then, is the significance of the planetary spirits for human beings in a particular state? The planetary spirits have performed the activities that human beings now perform on previous stages, on previous planets. What they absorbed at that time, they now have within themselves as wisdom. This enables them to become the teachers of the next planetary stage. Those devas who were active in the formation of the Earth were not yet able to recognize the laws; only the higher stage of wisdom could do that. Above the stage of wisdom is the stage of will, of volition, of effect. The spirits of wisdom (Kyriotetes) and the spirits of will (Thrones) are the actual leaders of planetary development.

[ 29 ] In der Zeit, als der Mensch noch ein astrales Wesen war, vor der lemurischen Zeit, wirkten die Devas in ihm und bildeten schon vor, was später bei ihm herausgekommen ist. Vor der lemurischen Zeit stieg im Inneren des Menschen ein Bild auf von der Umwelt des Menschen. Auch das Gefühl von Sympathie und Antipathie stieg in ihm als Bild auf. Dies war etwas, was die Devas in ihm aufsteigen ließen. Er wurde damals durch die ganze Regentschaft der Devas regiert. Dann hat er die Regentschaft in gewissem Grade selbst übernommen. Er war damals dienendes Glied in der Herrschaft der Devas. Jetzt ist er aber in gewissem Grade gottverlassen. Nur in dem Teil, in dem er nicht gottverlassen ist, wirken die Devas noch in ihm. Der Chela läßt bewußt die Welt wieder in sich aufleben, die der Mensch in der vorlemurischen Zeit in Bildern kennengelernt hat. Die Begierden und Leidenschaften traten damals dem Menschen als aurische Bildung entgegen, darin lebten die Gedanken der Devas; aber alles in tief dämmerndem Bewußtsein. Nun mußte vom Menschen das bewußte Sehen einer Außenwelt erkämpft werden, nachdem er das alles verloren hatte. Die Weiterentwickelung der Chelaschaft besteht darin, das alles bewußt wieder zu erobern. Das volle Bewußtsein bleibt ihm dabei erhalten. Das Medium, das heißt die Mediumschaft, ist dagegen ein Rückfall in die Vorzeit.

[ 29 ] In the time when man was still an astral being, before the Lemurian period, the devas worked within him and already formed what later emerged in him. Before the Lemurian epoch, an image of the human environment arose within the human being. The feeling of sympathy and antipathy also arose within him as an image. This was something that the devas allowed to arise within him. At that time, he was ruled by the entire regency of the devas. Then he took over the reign to a certain extent himself. At that time, he was a serving member in the rule of the devas. Now, however, he is to a certain extent forsaken by God. Only in the part where he is not forsaken by God do the devas still work within him. The chela consciously allows the world that man knew in images in the pre-Lemurian era to revive within himself. At that time, desires and passions confronted humans as auric formations, in which the thoughts of the Devas lived; but everything was in a state of deep, twilight consciousness. Now, after losing all this, humans had to fight to consciously see the outside world. The further development of the chela consists in consciously reconquering all this. In doing so, he retains his full consciousness. Mediumship, on the other hand, is a relapse into the past.

[ 30 ] Was der Mensch auf dem physischen Plan erlebt, ist das Skelett seines Schaffens, die Grundlagen für die folgenden Entwickelungsperioden. Durch die Berührung mit der Außenwelt bilden sich in ihm die Fähigkeiten, nach denen sich später die planetarische Tätigkeit einrichtet, nachdem der Mensch selbst ein Planetengeist geworden sein wird.

[ 30 ] What human beings experience on the physical plane is the skeleton of their creation, the foundation for the following periods of development. Through contact with the outside world, they develop the abilities that will later shape their planetary activity, after they themselves have become planetary spirits.

[ 31 ] In unseren Worten schaffen wir die Grundlage für den späteren Planeten. Was wir heute sprechen, wird dort wirklich als Grundlage da sein, so wie die Felsen und Gesteine die Grundlage der Erde bilden. Die Erfahrungen werden auf einem Gebiete involviert, damit sie auf einem anderen Gebiete evolviert werden können. Eine Individualität ist so weit göttlich, als sie wieder ausatmen kann, was sie aufgenommen hat. Die Devas sind in dem Augenblicke Devas, wenn sie wieder zurückgeben können, was sie vorher aufgenommen haben.

[ 31 ] In our words, we create the foundation for the future planet. What we speak today will truly be there as a foundation, just as rocks and stones form the foundation of the earth. Experiences are involved in one area so that they can evolve in another area. An individuality is divine to the extent that it can exhale what it has inhaled. The devas are devas at the moment when they can give back what they have previously taken in.

[ 32 ] Uralte Weisheit ist das, was früher aufgenommen worden ist und jetzt wiedergegeben wird. Daher ist es Theosophie, insofern die Götter selbst einmal die Lehrer der Menschen waren.

[ 32 ] Ancient wisdom is what has been taken in earlier and is now being given back. Therefore, it is theosophy, insofar as the gods themselves were once the teachers of human beings.

[ 33 ] Karma ist das Gesetz. Der Deva ist der Verwirklicher des Gesetzes. Die Engel der Umlaufszeit verwirklichen das Gesetz, unter dem Gruppen von Menschen stehen. Der einzelne Mensch in einer Gruppe handelt instinktiv. Der Deva lenkt die Volksseele; er ist eigentlich die Volksseele. Die Volksseele ist keine Abstraktion, sondern ein lebendiger Geist.

[ 33 ] Karma is the law. The deva is the realizer of the law. The angels of the cycle realize the law under which groups of people are subject. The individual in a group acts instinctively. The deva guides the soul of the people; he is actually the soul of the people. The soul of the people is not an abstraction, but a living spirit.