Cosmogony
GA 94
31 May 1906, Paris
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Cosmogony, tr. SOL
Siebsten Vortrag
Lecture Seven
[ 1 ] Das Christentum spielt in der Geschichte der Menschheit eine einzigartige, einschneidende und wesentlichste Rolle. Es ist sozusagen das zentrale Moment, der springende Punkt zwischen der Involution und der Evolution. Und deshalb strahlt auch ein so glanzvolles Licht aus ihm hervor.
[ 1 ] Christianity plays a unique, decisive, and essential role in human history. It is, so to speak, the central moment, the turning point between involution and evolution. And that is why such a brilliant light shines forth from it.
[ 2 ] Nirgends aber glänzt dieses Licht so lebendig wie im JohannesEvangelium. Tatsächlich erscheint es hier allein in seiner ganzen Kraft. Zweifellos sieht die zeitgenössische Theologie dieses Evangelium nicht so an. Vom historischen Gesichtspunkt aus betrachtet sie es als nicht gleichwertig, sozusagen als apokryph gegenüber den drei Synoptikern. Allein schon die Tatsache, daß man seine Entstehung dem zweiten Jahrhundert zugeschrieben hat, hat dazu geführt, daß die Theologen der kritischen Schule es als ein Werk der mystischen Poesie und der alexandrinischen Philosophie betrachten.
[ 2 ] Nowhere else does this light shine as vividly as in the Gospel of John. In fact, it appears here alone in all its power. Contemporary theology undoubtedly does not view this gospel in this way. From a historical point of view, it considers it unequal, apocryphal, so to speak, compared to the three synoptic gospels. The mere fact that its origin has been attributed to the second century has led theologians of the critical school to regard it as a work of mystical poetry and Alexandrian philosophy.
[ 3 ] Ganz anders spricht die Geheimwissenschaft vom JohannesEvangelium. Durch das ganze Mittelalter hindurch gab es eine Reihe von Bruderschaften, die in ihm ihr Ideal und die Hauptquelle der christlichen Wahrheit sahen. Diese Bruderschaften nannten sich Brüder des heiligen Johannes, die Albigenser, die Katharer, die Templer und die Rosenkreuzer. Sie alle betätigten sich in praktischem Okkultismus und beriefen sich auf dieses Evangelium als auf ihre Bibel, ihr Brevier. Man kann sogar annehmen, daß die Legende vom Gral, von Parzival und von Lohengrin von diesen Bruderschaften ausgegangen ist und daß sie der populäre Ausdruck ihrer Geheimlehren war.
[ 3 ] Esoteric science speaks quite differently about the Gospel of John. Throughout the Middle Ages, there were a number of brotherhoods that saw it as their ideal and the main source of Christian truth. These brotherhoods called themselves the Brothers of St. John, the Albigensians, the Cathars, the Templars, and the Rosicrucians. They all practiced practical occultism and referred to this Gospel as their Bible, their breviary. One can even assume that the legend of the Grail, of Parzival, and of Lohengrin originated from these brotherhoods and that it was the popular expression of their secret teachings.
[ 4 ] Alle Brüder dieser verschiedenen, unter sich verwandten Orden haben sich selbst als die Vorläufer eines individuellen Christentums betrachtet, dessen Geheimnis sie besaßen und dessen volle Entfaltung künftigen Zeiten vorbehalten war. Dieses Geheimnis fanden sie einzig und allein im Johannes-Evangelium. Sie fanden darin eine ewige Wahrheit, die sich allen Zeiten angleicht, eine Wahrheit, welche vom Grund aus die Seele neugestaltet, die es in ihr tiefstes Inneres aufnimmt. Man las das Johannes-Evangelium nicht wie ein literarisches Erzeugnis, sondern sah darin ein Mittel zur Einweihung. Um uns davon Rechenschaft zu geben, lassen wir die Frage seines historischen Wertes zunächst auf sich beruhen.
[ 4 ] All the brothers of these various, related orders considered themselves the precursors of an individual Christianity, whose secret they possessed and whose full development was reserved for future times. They found this secret solely in the Gospel of John. In it they found an eternal truth that applies to all times, a truth that fundamentally reshapes the soul, which absorbs it into its deepest innermost being. The Gospel of John was not read as a literary work, but was seen as a means of initiation. In order to give an account of this, we will leave the question of its historical value aside for the time being.
[ 5 ] Die ersten vierzehn Verse dieses Evangeliums waren für die Rosenkreuzer Gegenstand einer täglichen Meditation und einer geistigen Übung. Man schrieb ihnen eine magische Wirkung zu, und diese haben sie in der Tat für den Okkultisten. Solcher Art war ihre Wirkung. Indem man sie täglich zur selben Stunde unermüdlich wiederholte, gelangte man dazu, im Traumbewußtsein die Vision von all den Ereignissen zu haben, die im Evangelium erzählt werden, und sie innerlich zu erleben.
[ 5 ] The first fourteen verses of this Gospel were the subject of daily meditation and spiritual exercise for the Rosicrucians. They were attributed with a magical effect, and indeed they have this effect for the occultist. Such was their effect. By repeating them tirelessly at the same hour every day, one came to have a vision in dream consciousness of all the events recounted in the Gospel and to experience them inwardly.
[ 6 ] Auf diese Weise bedeutet für die Rosenkreuzer das Leben des Christus die Auferstehung des Christus auf dem Grund jeder Seele durch die Geistesschau. Sie glaubten im übrigen gleicherweise an die innerlich-reale wie an die historische Existenz des Christus. Denn den inneren Christus erkennen, heißt zu gleicher Zeit auch den Christus erkennen, der äußerlich dagewesen ist.
[ 6 ] In this way, for the Rosicrucians, the life of Christ means the resurrection of Christ at the bottom of every soul through spiritual vision. Incidentally, they believed equally in the inner-real and historical existence of Christ. For to recognize the inner Christ means at the same time to recognize the Christ who was outwardly present.
[ 7 ] Ein moderner materialistischer Geist könnte einwenden: Beweist die Tatsache, daß die Rosenkreuzer solche Träume hatten, auch die reale Existenz des Christus? — Darauf antwortet der Okkultist: Gäbe es nicht das Auge, um die Sonne zu sehen, so würde die Sonne nicht existieren; aber wenn es die Sonne am Himmel nicht gäbe, gäbe es ebensowenig ein Auge, um sie zu sehen. Denn die Sonne ist es, die das Auge im Laufe der Zeiten gebildet hat und die es geformt hat, um das Licht wahrzunehmen. So konnte der Rosenkreuzer sich sagen: Das Johannes-Evangelium hat deinen inneren Sinn erweckt, aber ohne einen lebendigen Christus könntest du es nicht in dir leben lassen.
[ 7 ] A modern materialistic mind might object: Does the fact that the Rosicrucians had such dreams also prove the real existence of Christ? The occultist replies: If there were no eye to see the sun, the sun would not exist; but if there were no sun in the sky, there would be no eye to see it either. For it is the sun that has formed the eye over time and shaped it to perceive light. Thus, the Rosicrucian could say to himself: The Gospel of John has awakened your inner sense, but without a living Christ, you could not let it live within you.
[ 8 ] Das Wirken des Christus Jesus kann nur in seiner vollen Tiefe erkannt werden, wenn man den Unterschied zwischen den antiken Mysterien und dem christlichen Mysterium erkennt.
[ 8 ] The work of Christ Jesus can only be understood in its full depth when one recognizes the difference between the ancient mysteries and the Christian mystery.
[ 9 ] Die antiken Mysterien vollzogen sich in den Tempelschulen. Die Eingeweihten waren Erweckte. Sie lernten, auf ihren Ätherleib zu wirken; sie waren alsdann «Zweimalgeborene», weil sie die Wahrheit auf zweierlei Art sehen konnten: unmittelbar durch den Traum und durch die astrale Vision, mittelbar durch Gefühl und Logik. Die Einweihung, die man durchmachte, bedeutete dreierlei: Leben, Tod und Auferstehung. Der Schüler brachte drei Tage im Grabe, in einem Sarkophag im Tempel, zu. Sein Geist war vom Körper befreit. Aber am dritten Tag kehrte sein Geist auf den Ruf des Hierophanten aus der Welt des Kosmos, wo er das Leben des Universums kennengelernt hatte, in seinen Körper zurück. Er war verwandelt und neugeboren. Die größten griechischen Schriftsteller haben mit Enthusiasmus und heiliger Ehrfurcht von diesen Mysterien gesprochen. Plato sagte sogar, daß nur ein Eingeweihter die Bezeichnung «Mensch» verdiene. Aber diese Einweihung findet in Wahrheit in dem Christus ihre Krönung. In Christus konzentriert sich die Einweihung des Gefühlslebens, wie das Eis verdichtetes Wasser ist. Was man in den antiken Mysterien gesehen hatte, verwirklicht sich geschichtlich durch den Christus auf dem physischen Plan. Der 'Tod der Eingeweihten war nur ein partieller Tod in der Ätherwelt gewesen. Der Tod des Christus war ein vollständiger Tod auf dem physischen Plan.
[ 9 ] The ancient mysteries took place in the temple schools. The initiates were awakened ones. They learned to work on their etheric body; they were then “twice-born” because they could see the truth in two ways: directly through dreams and astral vision, and indirectly through feeling and logic. The initiation that one underwent meant three things: life, death, and resurrection. The student spent three days in the tomb, in a sarcophagus in the temple. His spirit was freed from his body. But on the third day, at the call of the hierophant from the world of the cosmos, where he had learned about the life of the universe, his spirit returned to his body. He was transformed and reborn. The greatest Greek writers spoke of these mysteries with enthusiasm and sacred reverence. Plato even said that only an initiate deserved the title “human being.” But this initiation finds its crowning glory in Christ. In Christ, the initiation of the emotional life is concentrated, just as ice is condensed water. What was seen in the ancient mysteries is historically realized through Christ on the physical plane. The death of the initiates had been only a partial death in the etheric world. The death of Christ was a complete death on the physical plane.
[ 10 ] Man kann die Auferweckung des Lazarus als ein Schwellenmotiv, als eine Art Übergang von der antiken zur christlichen Einweihung betrachten. Im Johannes-Evangelium erscheint Johannes selbst erst nach dem Bericht vom Tod des Lazarus. Der Jünger, den Jesus lieb hatte, ist auch der höchste Eingeweihte. Es ist derjenige, der durch Tod und Auferstehung gegangen und durch die Stimme des Christus selbst auferweckt worden ist. Johannes — das ist der nach seiner Einweihung aus dem Grabe erstandene Lazarus. Johannes hat den Tod des Christus erlebt. So ist der mystische Weg, den die Tiefen des Christentums enthüllen.
[ 10 ] The raising of Lazarus can be seen as a threshold motif, a kind of transition from ancient to Christian initiation. In the Gospel of John, John himself appears only after the account of Lazarus' death. The disciple whom Jesus loved is also the highest initiate. He is the one who has passed through death and resurrection and has been raised by the voice of Christ himself. John is Lazarus, who rose from the grave after his initiation. John experienced the death of Christ. Such is the mystical path revealed by the depths of Christianity.
[ 11 ] Die Hochzeit zu Kana, deren Bericht man gleichfalls in diesem Evangelium liest, umschließt eines der tiefen Geheimnisse der Geistesgeschichte der Menschheit. Es bezieht sich auf die Worte des Hermes: Alles ist oben wie unten. Auf der Hochzeit zu Kana wird das Wasser in Wein verwandelt. An diese Tatsache knüpft sich ein symbolischer universeller Sinn: Im religiösen Kultus soll das Wasseropfer zeitweise durch das Weinopfer ersetzt werden.
[ 11 ] The wedding at Cana, the account of which can also be read in this Gospel, encompasses one of the profound mysteries of the spiritual history of humanity. It refers to the words of Hermes: Everything is above as it is below. At the wedding at Cana, water is turned into wine. This fact has a symbolic universal meaning: in religious worship, the water sacrifice is to be temporarily replaced by the wine sacrifice.
[ 12 ] Es gab in der Geschichte der Menschheit eine Zeit, in welcher der Wein noch unbekannt war. Zur Zeit der Veden kannte man ihn kaum. Nun, solange die Menschen keine alkoholischen Getränke tranken, war die Vorstellung von vorhergehenden Daseinsstufen und von der Vielzahl von Erdenleben überall verbreitet, und niemand zweifelte daran. Seitdem die Menschheit Wein zu trinken begann, verdunkelte sich die Idee der Reinkarnation ganz schnell und verschwand schließlich aus dem allgemeinen Bewußtsein. Sie wurde nur bewahrt durch die Eingeweihten, die sich des Weingenusses enthielten. Denn der Alkohol hat auf den menschlichen Organismus eine besondere Wirkung, insbesondere auf den Ätherleib, in dem das Gedächtnis seinen Sitz hat. Der Alkohol verschleiert das Gedächtnis, verdunkelt es in seinen inneren Tiefen. Der Wein schafft Vergessenheit, sagt man. Dabei handelt es sich nicht um ein oberflächliches, momentanes Vergessen, sondern um ein tiefes und dauerndes Vergessen, um eine Verfinsterung der Gedächtniskraft im Ätherleib. Daher verloren die Menschen, als sie sich anschickten Wein zu trinken, nach und nach ihr ursprüngliches Gefühl für die Wiederverkörperung.
[ 12 ] There was a time in human history when wine was still unknown. At the time of the Vedas, it was hardly known. Well, as long as people did not drink alcoholic beverages, the idea of previous stages of existence and the multitude of earthly lives was widespread everywhere, and no one doubted it. Since humanity began to drink wine, the idea of reincarnation quickly faded and eventually disappeared from general consciousness. It was preserved only by the initiates who abstained from wine. For alcohol has a special effect on the human organism, especially on the etheric body, where memory is located. Alcohol veils the memory, obscuring it in its inner depths. Wine causes forgetfulness, they say. This is not a superficial, momentary forgetfulness, but a deep and lasting forgetfulness, a darkening of the power of memory in the etheric body. Therefore, when people began to drink wine, they gradually lost their original sense of reincarnation.
[ 13 ] Nun hatte aber der Glaube an die Wiederverkörperung und an das Karmagesetz einen mächtigen Einfluß nicht nur auf die Persönlichkeit, sondern auch auf ihr soziales Empfinden. Er ließ sie die Ungleichheit der menschlichen Lebensumstände hinnehmen. Wenn der unglückliche ägyptische Arbeiter an den Pyramiden arbeitete, wenn der Hindu der untersten Kaste an den gigantischen Tempeln im Herzen der Berge baute, sagte er sich, daß ein anderes Dasein ihn für die tapfer ertragene schwere Arbeit entschädigen würde, wenn er gut war; er sagte sich, daß sein Meister schon durch ähnliche Prüfungen hindurchgegangen war, oder daß er später durch noch härtere Prüfungen hindurchgehen müsse, wenn er an der Gerechtigkeit zweifelte und übel gesinnt wäre.
[ 13 ] However, belief in reincarnation and the law of karma had a powerful influence not only on the personality, but also on social consciousness. It made people accept the inequality of human living conditions. When the unfortunate Egyptian laborer worked on the pyramids, when the Hindu of the lowest caste built the gigantic temples in the heart of the mountains, he told himself that another existence would compensate him for the hard work he had bravely endured if he was good; he told himself that his master had already gone through similar trials, or that he would have to go through even harder trials later if he doubted justice and was ill-disposed.
[ 14 ] Als aber das Christentum herannahte, sollte die Menschheit durch eine Epoche hindurchgehen, in der sie sich ganz auf ihre Erdenaufgabe einstellte. Sie sollte an der Verbesserung dieses Lebens wirken, an der Entwickelung des Intellekts, an der verstandesmäßigen wissenschaftlichen Erkenntnis der Natur. Das Bewußtsein von der Wiederverkörperung sollte demgemäß für zweitausend Jahre verlorengehen. Und das Mittel, das zu diesem Zweck angewendet wurde, war der Wein.
[ 14 ] But when Christianity approached, humanity was to go through an epoch in which it would focus entirely on its earthly task. It was to work on improving this life, on developing the intellect, on the rational scientific understanding of nature. The awareness of reincarnation was to be lost for two thousand years. And the means used for this purpose was wine.
[ 15 ] Das ist der tiefe Grund der Verehrung des Bacchus, des Gottes des Weines, der Trunkenheit, einer volkstümlichen Form des Dionysos der alten Mysterien, der an sich einen ganz anderen Sinn hatte. Das ist auch der symbolische Sinn der Hochzeit zu Kana. Das Wasser spielt seine Rolle beim alten Opferdienst, der Wein beim neuen. Die Worte des Christus: «Selig, die nicht sehen und doch glauben», beziehen sich auf die neue Ära des Menschen, wo der Mensch, ganz seinen Erdenaufgaben hingegeben, weder die Erinnerung an frühere Inkarnationen noch die direkte Schau in die geistige Welt haben soll.
[ 15 ] This is the profound reason for the worship of Bacchus, the god of wine and drunkenness, a popular form of Dionysus of the ancient mysteries, who had a completely different meaning in himself. This is also the symbolic meaning of the wedding at Cana. Water plays its role in the old sacrificial service, wine in the new. The words of Christ, “Blessed are those who have not seen and yet believe,” refer to the new era of humanity, where man, wholly devoted to his earthly tasks, is to have neither the memory of previous incarnations nor direct vision into the spiritual world.
[ 16 ] Der Christus hinterläßt uns in der Szene vom Berg Tabor, in der Verklärung vor Petrus, Jakobus und Johannes, ein Vermächtnis. Die Jünger sahen Ihn zwischen Elias und Moses. Elias repräsentiert den Weg zur Wahrheit, Moses die Wahrheit selbst und der Christus das Leben, das beides vereinigt. Deshalb kann er von sich sagen: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.»
[ 16 ] Christ leaves us a legacy in the scene on Mount Tabor, in the Transfiguration before Peter, James, and John. The disciples saw Him between Elijah and Moses. Elijah represents the way to truth, Moses represents truth itself, and Christ represents the life that unites both. That is why He can say of Himself: “I am the way, the truth, and the life.”
[ 17 ] So gipfelt und vereint sich alles in Christus, erhält alles von Ihm sein Licht und seine Stärke, verwandelt sich alles in dem Christus. Er geht die Vergangenheit der menschlichen Seele zurück bis zur Quelle und sieht ihre Zukunft voraus bis zur Vereinigung mit Gott. Denn das Christentum ist nicht allein eine Kraft der Vergangenheit, sondern auch eine Kraft für die Zukunft. Mit den Rosenkreuzern lehrt die neue Geisteswissenschaft den inneren Christus in jedem Menschen und den zukünftigen Christus in der ganzen Menschheit.
[ 17 ] Thus everything culminates and unites in Christ, everything receives its light and strength from Him, everything is transformed in Christ. He goes back to the source of the human soul's past and foresees its future until its union with God. For Christianity is not only a force of the past, but also a force for the future. With the Rosicrucians, the new spiritual science teaches about the inner Christ in every human being and the future Christ in all of humanity.
