Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Popular Occultism
GA 94

7 July 1906, Leipzig

Translate the original German text into any language:

Versions Available:

Populärer Okkultismus, 2nd ed.
  1. Popular Occultism, tr. SOL

Zehnter Vortrag

Zehnter Vortrag

[ 1 ] Wir haben den Entwickelungsgang der Menschheit zurückverfolgt bis in die Atlantis hinein und wollen nun zur Betrachtung von Lemurien übergehen und von den lemurischen Menschengestalten reden. Diese Menschen repräsentieren als erste den eigentlichen Menschen, bei dem der Körper von einer Seele durchdrungen ist. Betrachten wir zunächst die Beschaffenheit des lemurischen Kontinentes und die jenes Menschentypus, der ihn bewohnte. In der lemurischen Zeit war alles erfüllt von einer wasserartigen Masse, aus der Inseln herausragten, die sämtlich vulkanisch waren. Typisch für Lemurien ist das Wechselvolle in der Natur, in den Formen und im Leben. Da herrschte ein rasches Sich-Verwandeln der einzelnen Gestalten und Arten. Die Seeleneigenschaften der Atlantier waren bei den Lemuriern noch stärker ausgeprägt, insbesondere der Wille, der den allergrößten Einfluß auch auf die Gestaltung des physischen Leibes hatte. Dieser selbst bestand nur aus gallertartigen, durchsichtigen Stoffen, in die das, was heute Knochen und Muskeln sind, erst hineingebaut werden mußte. Ein Organ, das heute eine sehr große Rolle spielt, die Lunge, befand sich damals erst in den allerersten Anfängen. Das ist sehr bedeutsam, denn mit der Ausbildung der Lunge hängt die Beseelung des Menschen zusammen. Diese Beseelung geschah nicht in einem Augenblick, sondern sie dauerte sehr lange Zeitepochen.

[ 1 ] Wir haben den Entwickelungsgang der Menschheit zurückverfolgt bis in die Atlantis hinein und wollen nun zur Betrachtung von Lemurien übergehen und von den lemurischen Menschengestalten reden. Diese Menschen repräsentieren als erste den eigentlichen Menschen, bei dem der Körper von einer Seele durchdrungen ist. Betrachten wir zunächst die Beschaffenheit des lemurischen Kontinentes und die jenes Menschentypus, der ihn bewohnte. In der lemurischen Zeit war alles erfüllt von einer wasserartigen Masse, aus der Inseln herausragten, die sämtlich vulkanisch waren. Typisch für Lemurien ist das Wechselvolle in der Natur, in den Formen und im Leben. Da herrschte ein rasches Sich-Verwandeln der einzelnen Gestalten und Arten. Die Seeleneigenschaften der Atlantier waren bei den Lemuriern noch stärker ausgeprägt, insbesondere der Wille, der den allergrößten Einfluß auch auf die Gestaltung des physischen Leibes hatte. Dieser selbst bestand nur aus gallertartigen, durchsichtigen Stoffen, in die das, was heute Knochen und Muskeln sind, erst hineingebaut werden mußte. Ein Organ, das heute eine sehr große Rolle spielt, die Lunge, befand sich damals erst in den allerersten Anfängen. Das ist sehr bedeutsam, denn mit der Ausbildung der Lunge hängt die Beseelung des Menschen zusammen. Diese Beseelung geschah nicht in einem Augenblick, sondern sie dauerte sehr lange Zeitepochen.

[ 2 ] Welche Beziehungen hatte nun die Menschenseele, bevor sie den damaligen physischen Leib beseelte, zu diesem Leibe, der nach unseren heutigen Begriffen sehr mißgestaltet war? Es waren dieselben Beziehungen, die sie heute zu ihm im Schlafe hat: sie war außerhalb des Leibes, umschwebte ihn auf einer Erde, die damals noch von mächtigen Lebensströmungen durchzogen war. Der Lemurier befand sich dauernd in einem schlafartigen Zustand, der sich mit unserem Traumbewußtsein vergleichen läßt, in dem eine lebhafte Bilderwelt sich darstellt. Nur in dieser Weise konnte er wahrnehmen; er wußte die Bedeutung der einzelnen Bilder und kannte dadurch das Seelische der Dinge.

[ 2 ] Welche Beziehungen hatte nun die Menschenseele, bevor sie den damaligen physischen Leib beseelte, zu diesem Leibe, der nach unseren heutigen Begriffen sehr mißgestaltet war? Es waren dieselben Beziehungen, die sie heute zu ihm im Schlafe hat: sie war außerhalb des Leibes, umschwebte ihn auf einer Erde, die damals noch von mächtigen Lebensströmungen durchzogen war. Der Lemurier befand sich dauernd in einem schlafartigen Zustand, der sich mit unserem Traumbewußtsein vergleichen läßt, in dem eine lebhafte Bilderwelt sich darstellt. Nur in dieser Weise konnte er wahrnehmen; er wußte die Bedeutung der einzelnen Bilder und kannte dadurch das Seelische der Dinge.

[ 3 ] Ein großer Entwickelungsaugenblick war der, als er zum erstenmal seinen Körper zum Wahrnehmen benützte. Die Bewegung des Menschen bestand in einem Schweben. In seiner Leibeshöhle besaß er ein besonderes Organ dafür, eine Art von Schwimmblase. Aus dieser Schwimmblase entwickelte sich dann unter dem Einfluß der ihn umschwebenden Seele die Lunge allmählich heraus. In dem Maße, als der Mensch mit der Lunge zu atmen begann, zog seine Seele in den Körper ein. Mit der Atemluft atmete der Mensch tatsächlich seine Seele ein. Dieser Vorgang wird wiederum wörtlich richtig in der Genesis im Sechstagewerk geschildert durch den Satz: Und Gott blies dem Menschen seinen Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.

[ 3 ] Ein großer Entwickelungsaugenblick war der, als er zum erstenmal seinen Körper zum Wahrnehmen benützte. Die Bewegung des Menschen bestand in einem Schweben. In seiner Leibeshöhle besaß er ein besonderes Organ dafür, eine Art von Schwimmblase. Aus dieser Schwimmblase entwickelte sich dann unter dem Einfluß der ihn umschwebenden Seele die Lunge allmählich heraus. In dem Maße, als der Mensch mit der Lunge zu atmen begann, zog seine Seele in den Körper ein. Mit der Atemluft atmete der Mensch tatsächlich seine Seele ein. Dieser Vorgang wird wiederum wörtlich richtig in der Genesis im Sechstagewerk geschildert durch den Satz: Und Gott blies dem Menschen seinen Odem ein, und er ward eine lebendige Seele.

[ 4 ] Äußerlich sah der Mensch in jener Zeit etwa aus wie ein sehr weichkörperiger Lindwurm - Schlange trifft nicht ganz die Wirklichkeit. Seine Genossen waren Kröten, Fische, Frösche und so weiter, kurz, eine urtümliche Reptilien- und Amphibienwelt, deren heutige Nachkommen allerdings nicht mehr damit verglichen werden können, denn es sind dies ganz herabgekommene Nachkommen. Säugetiere gab es damals noch keine. Weder von jenen Tieren noch vom damaligen Menschen sind heute noch Reste aufzufinden.

[ 4 ] Äußerlich sah der Mensch in jener Zeit etwa aus wie ein sehr weichkörperiger Lindwurm - Schlange trifft nicht ganz die Wirklichkeit. Seine Genossen waren Kröten, Fische, Frösche und so weiter, kurz, eine urtümliche Reptilien- und Amphibienwelt, deren heutige Nachkommen allerdings nicht mehr damit verglichen werden können, denn es sind dies ganz herabgekommene Nachkommen. Säugetiere gab es damals noch keine. Weder von jenen Tieren noch vom damaligen Menschen sind heute noch Reste aufzufinden.

[ 5 ] Wie hat man sich nun das Verhältnis von Tier und Mensch zu denken? - Die Lehre von der Abstammung vom Affen darf als überwunden gelten, sie stützt sich auf einen falschen Gedankengang. Denken Sie sich einen moralisch verkommenen und einen sittlich hochstehenden Menschen. Die Behauptung, der Mensch stamme vom Affen ab, ist ähnlich wie: der Vollkommene stamme vom Unvollkommenen ab. Sie brauchen jagar nicht voneinander abzustammen, sondern sie können einen gemeinsamen Vater haben und Brüder sein. Der eine entwickelt sich hinauf, der andere geht in die Dekadenz. So ist auch das Verhältnis zwischen Affe und Mensch anzusehen. Die menschliche Gestalt war im Beginne der Atlantis noch affenartig, und in Lemurien nahm die Seele Besitz von einem noch viel unvollkommeneren Körper. Dieser Körper hat sich dann heraufentwickelt. Die affenartigen Gestalten aber sind teilweise in Dekadenz geraten und zu den heutigen Affen geworden. Die Affen sind deshalb die in Dekadenz geratenen leiblichen Brüder der Menschen. In der atlantischen Zeit fand also eine Verästelung statt, eine Abzweigung innerhalb der Menschenart: der eine Hauptstamm entwickelte sich zum heutigen Menschen hinauf, der andere zum heutigen Affen hinab. So sind alle Tiere, die um uns leben, in die Degeneration ausgestoßene Menschen. Nur dadurch, daß sich gewisse Wesenheiten opfern, ist der Aufstieg anderer möglich. Das Höhere stößt das Niedrigere aus, um noch höher hinauf zu können. Später findet dann ein Ausgleich für die Ausgestoßenen statt.

[ 5 ] Wie hat man sich nun das Verhältnis von Tier und Mensch zu denken? - Die Lehre von der Abstammung vom Affen darf als überwunden gelten, sie stützt sich auf einen falschen Gedankengang. Denken Sie sich einen moralisch verkommenen und einen sittlich hochstehenden Menschen. Die Behauptung, der Mensch stamme vom Affen ab, ist ähnlich wie: der Vollkommene stamme vom Unvollkommenen ab. Sie brauchen jagar nicht voneinander abzustammen, sondern sie können einen gemeinsamen Vater haben und Brüder sein. Der eine entwickelt sich hinauf, der andere geht in die Dekadenz. So ist auch das Verhältnis zwischen Affe und Mensch anzusehen. Die menschliche Gestalt war im Beginne der Atlantis noch affenartig, und in Lemurien nahm die Seele Besitz von einem noch viel unvollkommeneren Körper. Dieser Körper hat sich dann heraufentwickelt. Die affenartigen Gestalten aber sind teilweise in Dekadenz geraten und zu den heutigen Affen geworden. Die Affen sind deshalb die in Dekadenz geratenen leiblichen Brüder der Menschen. In der atlantischen Zeit fand also eine Verästelung statt, eine Abzweigung innerhalb der Menschenart: der eine Hauptstamm entwickelte sich zum heutigen Menschen hinauf, der andere zum heutigen Affen hinab. So sind alle Tiere, die um uns leben, in die Degeneration ausgestoßene Menschen. Nur dadurch, daß sich gewisse Wesenheiten opfern, ist der Aufstieg anderer möglich. Das Höhere stößt das Niedrigere aus, um noch höher hinauf zu können. Später findet dann ein Ausgleich für die Ausgestoßenen statt.

[ 6 ] In diesem Zusammenhang müssen wir ein kosmisches Ereignis von größter Bedeutung anführen, ohne das die Einverleibung der Seele gar nicht hätte stattfinden können. Es ist dies der Austritt des Mondes aus der Erde. Der Mond spaltete sich aus der Erde heraus und bildete einen Nebenplaneten. Vorher waren Mond und Erde ein Planet. Also Erdenentwickelung und Menschenentwickelung hängen eng zusammen. Was der Astronom vom Monde sieht, ist nicht der ganze Mond, denn zu jedem Ding in der Welt gehört auch eine Seele. So hat auch der Mond seine Seele. Der Mond ging mit allen seinen Kräften, mit seiner ganzen astralischen Aura aus der Erde heraus. Diese astralische Aura des Mondes steht in engem Zusammenhang mit allem, was man Befruchtung und Fortpflanzung nennt. In den altgriechischen Mysterien wußte man das noch. In der lemurischen Zeit war der Beginn der Zweigeschlechtlichkeit; vorher waren die Menschen Zwitter. Es gab noch keinen Zeugungs- und Befruchtungsakt, die Vermehrung geschah auf eine Weise, wie sie sich bei gewissen niederen Lebewesen erhalten hat. Die Geschlechtertrennung fällt mit der Mondentrennung zusammen. Dies gilt für alle Lebewesen. Es schieden sich damals gewisse Kräfte aus der Erde aus, welche dem Menschen die Möglichkeit gegeben hatten, ohne ein anderes Wesen Nachkommen hervorzubringen. Diese Kräfte wurden durch die Mondentrennung ausgeschieden. Damals kreiste Erde plus Mond um die Sonne. Nur hat der Mond die damalige Bewegung des Erden-Mondplanetenbeibehalten, indem er sich nicht so wie die Erde um die eigene Achse dreht. Wie der heutige Mond der Erde, seiner «Sonne», nur immer dieselbe, nie die Rückseite zuwendet, so war es auch damals mit dem Erden-Mondplaneten, welcher der Sonne nur immer dieselbe Seite zeigte. Sonne, Mond und Planeten sind auch von Wesenheiten bewohnt.

[ 6 ] In diesem Zusammenhang müssen wir ein kosmisches Ereignis von größter Bedeutung anführen, ohne das die Einverleibung der Seele gar nicht hätte stattfinden können. Es ist dies der Austritt des Mondes aus der Erde. Der Mond spaltete sich aus der Erde heraus und bildete einen Nebenplaneten. Vorher waren Mond und Erde ein Planet. Also Erdenentwickelung und Menschenentwickelung hängen eng zusammen. Was der Astronom vom Monde sieht, ist nicht der ganze Mond, denn zu jedem Ding in der Welt gehört auch eine Seele. So hat auch der Mond seine Seele. Der Mond ging mit allen seinen Kräften, mit seiner ganzen astralischen Aura aus der Erde heraus. Diese astralische Aura des Mondes steht in engem Zusammenhang mit allem, was man Befruchtung und Fortpflanzung nennt. In den altgriechischen Mysterien wußte man das noch. In der lemurischen Zeit war der Beginn der Zweigeschlechtlichkeit; vorher waren die Menschen Zwitter. Es gab noch keinen Zeugungs- und Befruchtungsakt, die Vermehrung geschah auf eine Weise, wie sie sich bei gewissen niederen Lebewesen erhalten hat. Die Geschlechtertrennung fällt mit der Mondentrennung zusammen. Dies gilt für alle Lebewesen. Es schieden sich damals gewisse Kräfte aus der Erde aus, welche dem Menschen die Möglichkeit gegeben hatten, ohne ein anderes Wesen Nachkommen hervorzubringen. Diese Kräfte wurden durch die Mondentrennung ausgeschieden. Damals kreiste Erde plus Mond um die Sonne. Nur hat der Mond die damalige Bewegung des Erden-Mondplanetenbeibehalten, indem er sich nicht so wie die Erde um die eigene Achse dreht. Wie der heutige Mond der Erde, seiner «Sonne», nur immer dieselbe, nie die Rückseite zuwendet, so war es auch damals mit dem Erden-Mondplaneten, welcher der Sonne nur immer dieselbe Seite zeigte. Sonne, Mond und Planeten sind auch von Wesenheiten bewohnt.

[ 7 ] In noch früherer Zeit waren Sonne, Mond und Erde ein Körper, und alles, was heute Menschen, Tiere und Pflanzen sind, lebte damals noch mit der Sonne zusammen. Zu dieser Zeit war der Mensch noch von ganz ätherischer Gestalt und ganz feiner Materie und lebte eine Art von Pflanzendasein. Erst später bildeten sich Tier- und Menschenformen; alle Geschöpfe standen noch auf der einen Stufe des Pflanzendaseins. Diese Sonnenpflanzen waren natürlich ganz anders beschaffen als die heutigen Pflanzen. Aber man kann doch davon sprechen, daß sie mit ihrer Blüte derSonne, das heißt dem Mittelpunkt des Planeten zustrebten und die Wurzel nach oben streckten. In dem Augenblick, als die Sonne aus der Erde ausgeschieden wurde, drehten sich die Pflanzen vollständig um, ihre Blüte wieder der Sonne zuwendend. Von da ab streckte sich die Blüte nach oben und die Wurzel nach unten. Die Tiere machten nur eine Drehung im rechten Winkel, als der Mond aus der Erde herausging. Der Mensch drehte sich ganz um, so daß er eine umgedrehte Pflanze ist, wie die Pflanze ein umgekehrter Mensch. Die Lebensseele geht durch die drei 4 Naturreiche hindurch. Daher sagt Plato: Die Weltenseele ist an das Weltenkreuz geheftet. Und auch die Menschenseele ist ans Kreuz geheftet, indem sie durch die drei Naturreiche hindurch muß. Dies ist die Bedeutung des Kreuzes in den alten Mysterien. Der ganze Bildungsprozeß ist in weltgeschichtlicher Hinsicht um des Menschen willen vorhanden. Lebendiges kann nur aus Lebendigem entstehen, aber Lebendiges scheidet Unlebendiges aus. Alles Leblose ist aus Lebendigem entstanden. Die Mineralien sind Ablagerungen aus Lebendigem. Das Lebendige aber stammt vom Geistigen. Es ist also der Geist der Ursprüngliche, von dem alles stammt. Und der Mensch ist das Erstgeborene der Schöpfung. Er hat die Tiere, Pflanzen und Mineralien ausgeschieden. Das Niedere geht immer aus dem Höheren hervor.

[ 7 ] In noch früherer Zeit waren Sonne, Mond und Erde ein Körper, und alles, was heute Menschen, Tiere und Pflanzen sind, lebte damals noch mit der Sonne zusammen. Zu dieser Zeit war der Mensch noch von ganz ätherischer Gestalt und ganz feiner Materie und lebte eine Art von Pflanzendasein. Erst später bildeten sich Tier- und Menschenformen; alle Geschöpfe standen noch auf der einen Stufe des Pflanzendaseins. Diese Sonnenpflanzen waren natürlich ganz anders beschaffen als die heutigen Pflanzen. Aber man kann doch davon sprechen, daß sie mit ihrer Blüte derSonne, das heißt dem Mittelpunkt des Planeten zustrebten und die Wurzel nach oben streckten. In dem Augenblick, als die Sonne aus der Erde ausgeschieden wurde, drehten sich die Pflanzen vollständig um, ihre Blüte wieder der Sonne zuwendend. Von da ab streckte sich die Blüte nach oben und die Wurzel nach unten. Die Tiere machten nur eine Drehung im rechten Winkel, als der Mond aus der Erde herausging. Der Mensch drehte sich ganz um, so daß er eine umgedrehte Pflanze ist, wie die Pflanze ein umgekehrter Mensch. Die Lebensseele geht durch die drei 4 Naturreiche hindurch. Daher sagt Plato: Die Weltenseele ist an das Weltenkreuz geheftet. Und auch die Menschenseele ist ans Kreuz geheftet, indem sie durch die drei Naturreiche hindurch muß. Dies ist die Bedeutung des Kreuzes in den alten Mysterien. Der ganze Bildungsprozeß ist in weltgeschichtlicher Hinsicht um des Menschen willen vorhanden. Lebendiges kann nur aus Lebendigem entstehen, aber Lebendiges scheidet Unlebendiges aus. Alles Leblose ist aus Lebendigem entstanden. Die Mineralien sind Ablagerungen aus Lebendigem. Das Lebendige aber stammt vom Geistigen. Es ist also der Geist der Ursprüngliche, von dem alles stammt. Und der Mensch ist das Erstgeborene der Schöpfung. Er hat die Tiere, Pflanzen und Mineralien ausgeschieden. Das Niedere geht immer aus dem Höheren hervor.

[ 8 ] Morgen wollen wir dann von den Bedingungen sprechen, wie der Mensch zu höheren Erkenntnisstufen kommt.

[ 8 ] Morgen wollen wir dann von den Bedingungen sprechen, wie der Mensch zu höheren Erkenntnisstufen kommt.