Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Myths and Legends
Occult Signs and Symbols
GA 101

26 December 1907, Cologne

Translate the original German text into any language:

Versions Available:

Mythen und Sagen, Okkulte Zeichen und Symbole, 2nd ed.
  1. Myths and Legends, Occult Signs and Symbols, tr. SOL

12. Die Stellung des Menschen zu seiner Umwelt

12. Die Stellung des Menschen zu seiner Umwelt

[ 1 ] In diesen Vorträgen sollen einige der okkulten Zeichen und Sinnbilder besprochen werden, und zwar so, daß dabei Sinn und Bedeutung solcher Symbole und Zeichen nicht nur dem Verstande, sondern der Empfindung und dem Gemüte nahetreten.

[ 1 ] In diesen Vorträgen sollen einige der okkulten Zeichen und Sinnbilder besprochen werden, und zwar so, daß dabei Sinn und Bedeutung solcher Symbole und Zeichen nicht nur dem Verstande, sondern der Empfindung und dem Gemüte nahetreten.

[ 2 ] Sie wissen alle, daß im Okkultismus, in der Theosophie, die mannigfaltigsten Sinnbilder und Zeichen gebraucht werden, und Sie wissen auch, daß manchmal viel Scharfsinn und Spekulation darauf verwendet wird, solche Zeichen und Sinnbilder zu deuten. Diese Vorträge werden uns nun zeigen, daß viel von diesem Scharfsinn und von dieser Spekulation übel angebracht ist, und daß überhaupt die Spekulation und der Scharfsinn gar nicht die Fähigkeiten sind, durch die man der wirklichen Bedeutung okkulter Zeichen und Symbole nahekommt. Für den Okkultisten sind nun keineswegs bloß dasjenige Zeichen und Symbole, was in den gebräuchlichen Handbüchern und Schriften als solche Zeichen oder Symbole angeführt wird, sondern wir finden okkulte Zeichen und Symbole gerade da am häufigsten, wo wir sie gewöhnlich vielleicht am wenigsten vermuten: In Mythen und Erzählungen, die im Volke wurzeln, sind tiefe okkulte Wahrheiten verborgen. Der Fehler, der bei der Ausdeutung solcher Mythen und Sagen gewöhnlich gemacht wird, ist einfach der, daß auch da zu viel Scharfsinn, zu viel Spekulation angewendet wird; fast möchte man sagen, daß viel zu verstandesmäßig, viel zu vernunftmäßig ein tiefer Sinn gesucht wird. Nun kann ja eine Reihe von vier Vorträgen dieses Thema nicht erschöpfen, sondern nur aphoristisch behandeln. Dennoch aber soll das, was wir behandeln, so dargestellt werden, daß wir uns eine Vorstellung bilden können von der Beziehung der okkulten Zeichen und Symbole zu den höheren Welten, namentlich zu dem, was man die astralische Welt und die devachanische oder geistige Welt nennt.

[ 2 ] Sie wissen alle, daß im Okkultismus, in der Theosophie, die mannigfaltigsten Sinnbilder und Zeichen gebraucht werden, und Sie wissen auch, daß manchmal viel Scharfsinn und Spekulation darauf verwendet wird, solche Zeichen und Sinnbilder zu deuten. Diese Vorträge werden uns nun zeigen, daß viel von diesem Scharfsinn und von dieser Spekulation übel angebracht ist, und daß überhaupt die Spekulation und der Scharfsinn gar nicht die Fähigkeiten sind, durch die man der wirklichen Bedeutung okkulter Zeichen und Symbole nahekommt. Für den Okkultisten sind nun keineswegs bloß dasjenige Zeichen und Symbole, was in den gebräuchlichen Handbüchern und Schriften als solche Zeichen oder Symbole angeführt wird, sondern wir finden okkulte Zeichen und Symbole gerade da am häufigsten, wo wir sie gewöhnlich vielleicht am wenigsten vermuten: In Mythen und Erzählungen, die im Volke wurzeln, sind tiefe okkulte Wahrheiten verborgen. Der Fehler, der bei der Ausdeutung solcher Mythen und Sagen gewöhnlich gemacht wird, ist einfach der, daß auch da zu viel Scharfsinn, zu viel Spekulation angewendet wird; fast möchte man sagen, daß viel zu verstandesmäßig, viel zu vernunftmäßig ein tiefer Sinn gesucht wird. Nun kann ja eine Reihe von vier Vorträgen dieses Thema nicht erschöpfen, sondern nur aphoristisch behandeln. Dennoch aber soll das, was wir behandeln, so dargestellt werden, daß wir uns eine Vorstellung bilden können von der Beziehung der okkulten Zeichen und Symbole zu den höheren Welten, namentlich zu dem, was man die astralische Welt und die devachanische oder geistige Welt nennt.

[ 3 ] Sie wissen ja, daß man auch in der gewöhnlichen Sprache sehr häufig, wenn man etwas Höheres andeuten will, sich gewisser bildlicher Gleichnisse bedient. Wenn man zum Beispiel ein Bild gebrauchen will für Erkenntnis oder für Einsicht, sagt man «Licht» oder auch «Licht der Erkenntnis. Hinter diesen einfachen Ausdrücken unserer Sprache steckt zuweilen etwas außerordentlich Tiefes. Diejenigen, welche solche Ausdrücke gebrauchen, sind sich oftmals gar nicht des Ursprunges bewußt und haben deshalb oft keine Ahnung davon, in welcher Art zum Beispiel das Bild vom Licht auf die Erkenntnis, auf die Einsicht bezogen ist. Sie halten es für ein Bild, so wie auch heute die Dichter Bilder gebrauchen. Wir würden ganz fehlgehen, wenn wir im Okkultismus nur an eine solche bildliche Bedeutung denken würden. Die Dinge liegen viel, viel tiefer. Was man in der heutigen Sprache symbolisch nennt, was man bildlich nennt, vielleicht auch mit dem Ausdruck Allegorie bezeichnet, ist in der Regel irreführend. Man meint leicht, ein Zeichen sei willkürlich für irgend etwas gewählt. Im Okkultismus ist nie ein Zeichen willkürlich gewählt. Wenn im Okkultismus ein Zeichen gebraucht wird für eine Sache, ist es immer so, daß ein tieferer Zusammenhang vorliegt.

[ 3 ] Sie wissen ja, daß man auch in der gewöhnlichen Sprache sehr häufig, wenn man etwas Höheres andeuten will, sich gewisser bildlicher Gleichnisse bedient. Wenn man zum Beispiel ein Bild gebrauchen will für Erkenntnis oder für Einsicht, sagt man «Licht» oder auch «Licht der Erkenntnis. Hinter diesen einfachen Ausdrücken unserer Sprache steckt zuweilen etwas außerordentlich Tiefes. Diejenigen, welche solche Ausdrücke gebrauchen, sind sich oftmals gar nicht des Ursprunges bewußt und haben deshalb oft keine Ahnung davon, in welcher Art zum Beispiel das Bild vom Licht auf die Erkenntnis, auf die Einsicht bezogen ist. Sie halten es für ein Bild, so wie auch heute die Dichter Bilder gebrauchen. Wir würden ganz fehlgehen, wenn wir im Okkultismus nur an eine solche bildliche Bedeutung denken würden. Die Dinge liegen viel, viel tiefer. Was man in der heutigen Sprache symbolisch nennt, was man bildlich nennt, vielleicht auch mit dem Ausdruck Allegorie bezeichnet, ist in der Regel irreführend. Man meint leicht, ein Zeichen sei willkürlich für irgend etwas gewählt. Im Okkultismus ist nie ein Zeichen willkürlich gewählt. Wenn im Okkultismus ein Zeichen gebraucht wird für eine Sache, ist es immer so, daß ein tieferer Zusammenhang vorliegt.

[ 4 ] Wir werden uns aber diesen Zusammenhang der okkulten Zeichen und Sinnbilder mit den höheren Welten nicht wirklich klarmachen können, wenn wir nicht ein wenig darauf eingehen, wie sich der Mensch vom Gesichtspunkte des Okkultismus aus zu seiner Umwelt zu stellen hat. Wenn der Okkultismus oder jener elementare Teil des Okkultismus, der heute als Theosophie verkündet wird, einmal seine Mission in tieferem Sinne in der Welt ausüben wird - damit ist ja erst ein Anfang gemacht -, wenn es einmal dazu kommen wird, daß die verschiedenen Zweige unseres Lebens und unserer Kultur durchdrungen sein werden von den Wahrheiten und den Impulsen des Okkultismus, dann wird das ganze Gefühls- und Empfindungsleben des Menschen, seine ganze Stellung zur Umwelt sich wesentlich ändern. Wollen wir bezeichnen, wie der heutige Mensch zu der Umwelt steht, so müssen wir sagen: Seit einer Reihe von Jahrhunderten hat der Mensch immer mehr und mehr ein Verhältnis zur Umwelt ausgebildet, das ein sehr abstraktes, ein sehr verstandesmäßiges, ein materialistisches ist. Der Mensch, der heute durch die Felder geht, ob im Frühling, im Sommer oder im Herbst, sieht in der Regel das, was den Augen sich darbietet, was die Sinne aufnehmen können, was der Verstand aus den Sinneswahrnehmungen kombinieren kann. Ist der Mensch ästhetisch veranlagt, hat er etwas poetisches Empfinden, so durchdringt er die Wahrnehmungen mit Empfindungen und Gefühlen, er empfindet bei dem einen Naturereignis Traurigkeit und Schmerz und bei einem anderen Erhebung, Freude, Lust.

[ 4 ] Wir werden uns aber diesen Zusammenhang der okkulten Zeichen und Sinnbilder mit den höheren Welten nicht wirklich klarmachen können, wenn wir nicht ein wenig darauf eingehen, wie sich der Mensch vom Gesichtspunkte des Okkultismus aus zu seiner Umwelt zu stellen hat. Wenn der Okkultismus oder jener elementare Teil des Okkultismus, der heute als Theosophie verkündet wird, einmal seine Mission in tieferem Sinne in der Welt ausüben wird - damit ist ja erst ein Anfang gemacht -, wenn es einmal dazu kommen wird, daß die verschiedenen Zweige unseres Lebens und unserer Kultur durchdrungen sein werden von den Wahrheiten und den Impulsen des Okkultismus, dann wird das ganze Gefühls- und Empfindungsleben des Menschen, seine ganze Stellung zur Umwelt sich wesentlich ändern. Wollen wir bezeichnen, wie der heutige Mensch zu der Umwelt steht, so müssen wir sagen: Seit einer Reihe von Jahrhunderten hat der Mensch immer mehr und mehr ein Verhältnis zur Umwelt ausgebildet, das ein sehr abstraktes, ein sehr verstandesmäßiges, ein materialistisches ist. Der Mensch, der heute durch die Felder geht, ob im Frühling, im Sommer oder im Herbst, sieht in der Regel das, was den Augen sich darbietet, was die Sinne aufnehmen können, was der Verstand aus den Sinneswahrnehmungen kombinieren kann. Ist der Mensch ästhetisch veranlagt, hat er etwas poetisches Empfinden, so durchdringt er die Wahrnehmungen mit Empfindungen und Gefühlen, er empfindet bei dem einen Naturereignis Traurigkeit und Schmerz und bei einem anderen Erhebung, Freude, Lust.

[ 5 ] Aber auch da, wo beim heutigen Menschen die trockene, nüchterne sinnliche Wahrnehmung in das poetische und künstlerische Empfinden übergeht, ist es eigentlich nur ein Anfang zu dem, was durch den Okkultismus, jetzt nicht der Vernunft, nicht dem Verstande, nicht den Köpfen, sondern den Seelen und den Herzen gegeben werden muß. Erst dann wird Theosophie ein bedeutsamer Faktor im Leben werden, wenn sie uns nicht bloß ein gedankenmäßiges Zusammenfassen von allerlei Ereignissen des physischen, des astralischen und des devachanischen Planes gibt, sondern wenn sie sich so in unsere Seelen einlebt, daß unsere Seelen anders empfinden, anders fühlen, anders wollen lernen. Wir müssen uns namentlich klarmachen, daß durch Theosophie und Okkultismus wirklich immer mehr und mehr das eintreten wird, was wir schon bei unserem gestrigen Festesvortrag betont haben: Die Menschheit wird lernen, in dem, was in der Außenwelt, wie sie sich den Sinnen darbietet, zum Ausdruck kommt, die Physiognomie, die Gesten, die Mimik zu sehen, durch die sich das offenbart, was an Seelischem und Geistigem hinter den Dingen steht. Wir werden lernen, auch in dem, was draußen im Umkreis der Erde sich abspielt, in den Bewegungen der Gestirne, ebenso einen Ausdruck für Geistiges und Seelisches zu sehen, wie wir zum Beispiel in den Handbewegungen oder im Blick eines Menschen den Ausdruck für etwas Seelisches sehen. Und so werden wir lernen, zum Beispiel in der sich aufheiternden Luft eine äußere Offenbarung zu sehen für innere Vorgänge geistiger Wesenheiten, die die Luft, das Wasser und die Erde wirklich durchdringen.

[ 5 ] Aber auch da, wo beim heutigen Menschen die trockene, nüchterne sinnliche Wahrnehmung in das poetische und künstlerische Empfinden übergeht, ist es eigentlich nur ein Anfang zu dem, was durch den Okkultismus, jetzt nicht der Vernunft, nicht dem Verstande, nicht den Köpfen, sondern den Seelen und den Herzen gegeben werden muß. Erst dann wird Theosophie ein bedeutsamer Faktor im Leben werden, wenn sie uns nicht bloß ein gedankenmäßiges Zusammenfassen von allerlei Ereignissen des physischen, des astralischen und des devachanischen Planes gibt, sondern wenn sie sich so in unsere Seelen einlebt, daß unsere Seelen anders empfinden, anders fühlen, anders wollen lernen. Wir müssen uns namentlich klarmachen, daß durch Theosophie und Okkultismus wirklich immer mehr und mehr das eintreten wird, was wir schon bei unserem gestrigen Festesvortrag betont haben: Die Menschheit wird lernen, in dem, was in der Außenwelt, wie sie sich den Sinnen darbietet, zum Ausdruck kommt, die Physiognomie, die Gesten, die Mimik zu sehen, durch die sich das offenbart, was an Seelischem und Geistigem hinter den Dingen steht. Wir werden lernen, auch in dem, was draußen im Umkreis der Erde sich abspielt, in den Bewegungen der Gestirne, ebenso einen Ausdruck für Geistiges und Seelisches zu sehen, wie wir zum Beispiel in den Handbewegungen oder im Blick eines Menschen den Ausdruck für etwas Seelisches sehen. Und so werden wir lernen, zum Beispiel in der sich aufheiternden Luft eine äußere Offenbarung zu sehen für innere Vorgänge geistiger Wesenheiten, die die Luft, das Wasser und die Erde wirklich durchdringen.

[ 6 ] Wir wollen einmal versuchen uns vorzustellen, wie die Natur um uns herum erscheint, wenn wir uns zu einem Begriff erheben von dem Seelischen und Geistigen, das um uns lebt. Wenn wir uns erst einmal ideell darauf einlassen, da müssen wir uns fragen: Wie steht es denn mit den Seelen der um uns herum auf dem physischen Plan lebenden Geschöpfe, den Seelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien? Was ist in diesen drei Reichen der Natur, außer dem, was sich physisch unseren Sinnen darbietet? Wenn wir das Reich der Tiere betrachten, unterscheidet es sich geistig-seelisch ganz wesentlich vom Menschen. Was wir im einzelnen Menschen eingeschlossen in die Grenzen seiner Haut haben, haben wir nicht ebenso im einzelnen Tier. Das einzelne Tier läßt sich für uns eher vergleichen mit einem einzelnen Glied des Menschen. Wir können alle formal gleichgestalteten Tiere, also meinetwegen alle Löwen, alle Tiger, alle Hechte, alle Fliegen und so weiter, alles was im Tierreiche gleiche Form hat, vergleichen mit einem Glied des Menschen, zum Beispiel mit den Fingern der Hand. Wenn wir die zehn Finger des Menschen nehmen, werden wir uns nicht versucht fühlen, jedem einzelnen der zehn Finger eine Seele zuzuschreiben, die Ich-begabt wäre. Wir wissen, alle die zehn Finger gehören zu einem einzelnen Menschen. Dem einzelnen Menschen schreiben wir die Ich-Seele zu. So wie wir einem einzelnen Menschen die Ich-Seele zuschreiben, so schreiben wir einer ganzen Tierart eine Ich-Seele zu; ob Sie dieselbe Gruppenoder Artseele nennen, darauf kommt es nicht an. Darauf kommt es an, daß wir uns die Dinge ineinander verfließend, fluktuierend denken. So müssen wir bei einer Gruppe von gleichgeformten Tieren annehmen, daß ihnen das gleiche zugrundeliegt wie dem einzelnen Menschen: die Ich-Seele. Diese Seele der Tiergruppen dürfen wir aber nicht da suchen, wo wir die Ich-Seele des Menschen suchen. Der Ort, wo diese Ich-Seele des Menschen sich zwischen Geburt und Tod befindet, ist der physische Plan. Es ist damit nicht gesagt, daß diese Ich-Seele ihrer Natur und Wesenheit nach nur dem physischen Plan angehört, aber des Menschen Ich-Seele lebt auf dem physischen Plan. So ist es nicht bei den Gruppen-Ichen der Tiere. Bei diesen Gruppen-Ichen der Tiere, zu denen die einzelnen Tiere gehören, die gleichgeartet sind, kommt es nicht auf den Ort an, wo die einzelnen Tiere sind; ob ein Löwe in Afrika ist und ein anderer hier in einer Menagerie, das ist ganz gleich. Die einzelnen Tiere gehören alle zu demselben Gruppen-Ich, und das Gruppen-Ich befindet sich auf dem Astralplan. Wenn wir also von einer Gruppe von gleichgeformten Tieren das Ich finden wollen, so müssen wir hellseherisch nach dem Astralplan gehen; und auf dem Astralplan ist das Gruppen-Ich der betreffenden Tiere eine so abgeschlossene Persönlichkeit wie der Mensch hier auf dem physischen Plan. Wenn der Mensch seine zehn Finger ausstreckt, und Sie errichten hier eine Wand, und der Mensch streckt durch zehn Löcher in der Wand seine zehn Finger hindurch, so sieht jemand, der außerhalb der Wand steht, nur die zehn Finger; will er zu den zehn Fingern das Ich suchen, so muß er hinter die Wand gehen. So müssen Sie sich denken, daß wir im einzelnen Löwen ein Glied sehen müssen des GruppenIchs aller Löwen. Gehen Sie nach dem Astralplan, so finden Sie da eine Löwengattungs-Individualität oder -Persönlichkeit aller Löwen, ebenso wie Sie hinter der Wand die Individualität für die zehn Finger des Menschen finden. Dasselbe gilt für die anderen gleichgeformten Tierarten. Und wenn Sie «spazierengehen» auf dem Astralplan, finden Sie den Astralplan bevölkert von diesen tierischen GruppenIchen, die Ihnen dort ebenso begegnen, wie hier auf dem physischen Plan die einzelnen Menschen, nur daß diese Gruppen-Iche nach dem physischen Plan die separaten tierischen Einzelwesen ausstrecken, so wie Sie durch die Wand die einzelnen zehn Finger durchstrecken.

[ 6 ] Wir wollen einmal versuchen uns vorzustellen, wie die Natur um uns herum erscheint, wenn wir uns zu einem Begriff erheben von dem Seelischen und Geistigen, das um uns lebt. Wenn wir uns erst einmal ideell darauf einlassen, da müssen wir uns fragen: Wie steht es denn mit den Seelen der um uns herum auf dem physischen Plan lebenden Geschöpfe, den Seelen der Tiere, Pflanzen und Mineralien? Was ist in diesen drei Reichen der Natur, außer dem, was sich physisch unseren Sinnen darbietet? Wenn wir das Reich der Tiere betrachten, unterscheidet es sich geistig-seelisch ganz wesentlich vom Menschen. Was wir im einzelnen Menschen eingeschlossen in die Grenzen seiner Haut haben, haben wir nicht ebenso im einzelnen Tier. Das einzelne Tier läßt sich für uns eher vergleichen mit einem einzelnen Glied des Menschen. Wir können alle formal gleichgestalteten Tiere, also meinetwegen alle Löwen, alle Tiger, alle Hechte, alle Fliegen und so weiter, alles was im Tierreiche gleiche Form hat, vergleichen mit einem Glied des Menschen, zum Beispiel mit den Fingern der Hand. Wenn wir die zehn Finger des Menschen nehmen, werden wir uns nicht versucht fühlen, jedem einzelnen der zehn Finger eine Seele zuzuschreiben, die Ich-begabt wäre. Wir wissen, alle die zehn Finger gehören zu einem einzelnen Menschen. Dem einzelnen Menschen schreiben wir die Ich-Seele zu. So wie wir einem einzelnen Menschen die Ich-Seele zuschreiben, so schreiben wir einer ganzen Tierart eine Ich-Seele zu; ob Sie dieselbe Gruppenoder Artseele nennen, darauf kommt es nicht an. Darauf kommt es an, daß wir uns die Dinge ineinander verfließend, fluktuierend denken. So müssen wir bei einer Gruppe von gleichgeformten Tieren annehmen, daß ihnen das gleiche zugrundeliegt wie dem einzelnen Menschen: die Ich-Seele. Diese Seele der Tiergruppen dürfen wir aber nicht da suchen, wo wir die Ich-Seele des Menschen suchen. Der Ort, wo diese Ich-Seele des Menschen sich zwischen Geburt und Tod befindet, ist der physische Plan. Es ist damit nicht gesagt, daß diese Ich-Seele ihrer Natur und Wesenheit nach nur dem physischen Plan angehört, aber des Menschen Ich-Seele lebt auf dem physischen Plan. So ist es nicht bei den Gruppen-Ichen der Tiere. Bei diesen Gruppen-Ichen der Tiere, zu denen die einzelnen Tiere gehören, die gleichgeartet sind, kommt es nicht auf den Ort an, wo die einzelnen Tiere sind; ob ein Löwe in Afrika ist und ein anderer hier in einer Menagerie, das ist ganz gleich. Die einzelnen Tiere gehören alle zu demselben Gruppen-Ich, und das Gruppen-Ich befindet sich auf dem Astralplan. Wenn wir also von einer Gruppe von gleichgeformten Tieren das Ich finden wollen, so müssen wir hellseherisch nach dem Astralplan gehen; und auf dem Astralplan ist das Gruppen-Ich der betreffenden Tiere eine so abgeschlossene Persönlichkeit wie der Mensch hier auf dem physischen Plan. Wenn der Mensch seine zehn Finger ausstreckt, und Sie errichten hier eine Wand, und der Mensch streckt durch zehn Löcher in der Wand seine zehn Finger hindurch, so sieht jemand, der außerhalb der Wand steht, nur die zehn Finger; will er zu den zehn Fingern das Ich suchen, so muß er hinter die Wand gehen. So müssen Sie sich denken, daß wir im einzelnen Löwen ein Glied sehen müssen des GruppenIchs aller Löwen. Gehen Sie nach dem Astralplan, so finden Sie da eine Löwengattungs-Individualität oder -Persönlichkeit aller Löwen, ebenso wie Sie hinter der Wand die Individualität für die zehn Finger des Menschen finden. Dasselbe gilt für die anderen gleichgeformten Tierarten. Und wenn Sie «spazierengehen» auf dem Astralplan, finden Sie den Astralplan bevölkert von diesen tierischen GruppenIchen, die Ihnen dort ebenso begegnen, wie hier auf dem physischen Plan die einzelnen Menschen, nur daß diese Gruppen-Iche nach dem physischen Plan die separaten tierischen Einzelwesen ausstrecken, so wie Sie durch die Wand die einzelnen zehn Finger durchstrecken.

[ 7 ] Es ist aber ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Wesen, der inneren Eigenart der Gruppen-Iche der Tiere, und dem, was die Eigenart des einzelnen Menschen ist. Dieser Unterschied wird Ihnen sehr paradox vorkommen, aber er besteht. Es liegt nämlich eine eigenartige Tatsache vor: Wenn man die Intelligenz und Weisheit der Tiergruppen-Iche auf dem Astralplan vergleicht mit der Intelligenz und Weisheit der Menschen hier auf dem physischen Plan, so wird man finden, daß die tierischen Gruppen-Iche wesentlich gescheiter sind. Alles, was sie zu verrichten haben, geschieht mit der größten Selbstverständlichkeit. Der Mensch muß im Laufe der Entwickelung erst sein Ich zu jener Weisheit bringen, welche die tierischen Gruppen-Iche auf dem Astralplan schon haben. Es fehlt diesen tierischen Gruppen-Ichen allerdings eines, das der Mensch hier auf dem physischen Plan während der ganzen Erdenentwickelung auszubilden hat. Dieses spezifische Element ist gar nicht zu finden bei den tierischen Gruppen-Ichen. Das ist das Element der Liebe, alles, was Liebe ist - von der einfachsten Form der Blutsliebe der blutsverwandten Geschöpfe, bis zu der höchsten idealen Liebe einer allgemeinen Menschenbruderschaft. Dieses Element wird gerade durch die Menschheit innerhalb der Erdenentwickelung ausgebildet. Gefühle, Empfindungen, Willensimpulse haben ebenso die tierischen Gruppen-Iche. Liebe zu entwickeln, das ist gerade die Mission des Menschen hier auf der Erde; das fehlt bei den Tieren. Das Grundelement des Gruppen-Ichs der Tiere ist die Weisheit, wie das Grundelement des Menschen-Ichs die Liebe ist.

[ 7 ] Es ist aber ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Wesen, der inneren Eigenart der Gruppen-Iche der Tiere, und dem, was die Eigenart des einzelnen Menschen ist. Dieser Unterschied wird Ihnen sehr paradox vorkommen, aber er besteht. Es liegt nämlich eine eigenartige Tatsache vor: Wenn man die Intelligenz und Weisheit der Tiergruppen-Iche auf dem Astralplan vergleicht mit der Intelligenz und Weisheit der Menschen hier auf dem physischen Plan, so wird man finden, daß die tierischen Gruppen-Iche wesentlich gescheiter sind. Alles, was sie zu verrichten haben, geschieht mit der größten Selbstverständlichkeit. Der Mensch muß im Laufe der Entwickelung erst sein Ich zu jener Weisheit bringen, welche die tierischen Gruppen-Iche auf dem Astralplan schon haben. Es fehlt diesen tierischen Gruppen-Ichen allerdings eines, das der Mensch hier auf dem physischen Plan während der ganzen Erdenentwickelung auszubilden hat. Dieses spezifische Element ist gar nicht zu finden bei den tierischen Gruppen-Ichen. Das ist das Element der Liebe, alles, was Liebe ist - von der einfachsten Form der Blutsliebe der blutsverwandten Geschöpfe, bis zu der höchsten idealen Liebe einer allgemeinen Menschenbruderschaft. Dieses Element wird gerade durch die Menschheit innerhalb der Erdenentwickelung ausgebildet. Gefühle, Empfindungen, Willensimpulse haben ebenso die tierischen Gruppen-Iche. Liebe zu entwickeln, das ist gerade die Mission des Menschen hier auf der Erde; das fehlt bei den Tieren. Das Grundelement des Gruppen-Ichs der Tiere ist die Weisheit, wie das Grundelement des Menschen-Ichs die Liebe ist.

[ 8 ] Wenn wir uns nun hineinfinden wollen, wie wir innerhalb der uns umgebenden Natur selber die Offenbarungen dieser tierischen Gruppen-Iche empfinden sollen, müssen wir uns nur daran erinnern, daß alles, was hier um uns herum ist, Offenbarungen sind von geistigen Geschehnissen und geistigen Wesenheiten. Wer nicht mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet ist, kann natürlich nicht jene «Spaziergänge» auf dem Astralplan machen, wodurch er dort der Bevölkerung von tierischen Gruppen-Ichen so begegnet, wie er hier auf dem Erdenrund physischen Menschen-Ichen begegnet. Aber auch wer nicht hellsehend ist, kann die Wirkungen, die Taten dessen, was die Gruppen-Iche tun, hier auf dem physischen Plan wahrnehmen. Er kann wahrnehmen, wie jedes Jahr, wenn es dem Herbste zugeht, die Vögel in der Richtung von Nordost nach Südwest den wärmeren Gegenden zufliegen, und wie sie wiederum in ganz bestimmten Bahnen zurückfliegen, wenn es dem Sommer zugeht. Wenn man die einzelnen Bahnen vergleicht nach ihrer Höhe und Richtung für die einzelnen Vogelgattungen, beginnt man schon zu ahnen, daß Weisheit, tiefe Weisheit in all dem drinnen ist. Wer leitet das alles? Das leiten die tierischen Gruppen-Iche. Alles, was die verschiedenen Tiergattungen hier auf unserem Erdenrund vollbringen, ist Wirkung, ist Tat der tierischen Gruppen-Iche. Und wenn Sie diese Taten der tierischen Gruppen-Iche verfolgen, finden Sie im wesentlichen, daß diese tierischen Gruppen-Iche den Umkreis der Erde umspannen, daß sie im Umkreis der Erde als Kräfte sich entfalten. Die Erde ist umkreist von Kräften der mannigfaltigsten Art, von Kräften, die in den mannigfaltigsten Windungen, in geraden und krummen und schlangenartigen Linien um die Erde herumgehen. Diese Kräfte kann der Mensch hier nur in ihren Wirkungen sehen, in ihren Offenbarungen. Wenn er diese Offenbarungen erfaßt, kann er ahnen, was ihn bei hellseherischem Vermögen heranführt zu den Gruppen-Ichen der Tiere. So können wir lernen, uns hineinzufühlen in das Weisheitsvolle, das in unserem Tierreiche geschieht. Was die Gattungen, die Arten tun, das verrät uns etwas von den Taten der tierischen Gruppen-Iche.

[ 8 ] Wenn wir uns nun hineinfinden wollen, wie wir innerhalb der uns umgebenden Natur selber die Offenbarungen dieser tierischen Gruppen-Iche empfinden sollen, müssen wir uns nur daran erinnern, daß alles, was hier um uns herum ist, Offenbarungen sind von geistigen Geschehnissen und geistigen Wesenheiten. Wer nicht mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattet ist, kann natürlich nicht jene «Spaziergänge» auf dem Astralplan machen, wodurch er dort der Bevölkerung von tierischen Gruppen-Ichen so begegnet, wie er hier auf dem Erdenrund physischen Menschen-Ichen begegnet. Aber auch wer nicht hellsehend ist, kann die Wirkungen, die Taten dessen, was die Gruppen-Iche tun, hier auf dem physischen Plan wahrnehmen. Er kann wahrnehmen, wie jedes Jahr, wenn es dem Herbste zugeht, die Vögel in der Richtung von Nordost nach Südwest den wärmeren Gegenden zufliegen, und wie sie wiederum in ganz bestimmten Bahnen zurückfliegen, wenn es dem Sommer zugeht. Wenn man die einzelnen Bahnen vergleicht nach ihrer Höhe und Richtung für die einzelnen Vogelgattungen, beginnt man schon zu ahnen, daß Weisheit, tiefe Weisheit in all dem drinnen ist. Wer leitet das alles? Das leiten die tierischen Gruppen-Iche. Alles, was die verschiedenen Tiergattungen hier auf unserem Erdenrund vollbringen, ist Wirkung, ist Tat der tierischen Gruppen-Iche. Und wenn Sie diese Taten der tierischen Gruppen-Iche verfolgen, finden Sie im wesentlichen, daß diese tierischen Gruppen-Iche den Umkreis der Erde umspannen, daß sie im Umkreis der Erde als Kräfte sich entfalten. Die Erde ist umkreist von Kräften der mannigfaltigsten Art, von Kräften, die in den mannigfaltigsten Windungen, in geraden und krummen und schlangenartigen Linien um die Erde herumgehen. Diese Kräfte kann der Mensch hier nur in ihren Wirkungen sehen, in ihren Offenbarungen. Wenn er diese Offenbarungen erfaßt, kann er ahnen, was ihn bei hellseherischem Vermögen heranführt zu den Gruppen-Ichen der Tiere. So können wir lernen, uns hineinzufühlen in das Weisheitsvolle, das in unserem Tierreiche geschieht. Was die Gattungen, die Arten tun, das verrät uns etwas von den Taten der tierischen Gruppen-Iche.

[ 9 ] Anders liegt die Sache für die Pflanzenwelt. Auch für die Pflanzenwelt stellt sich dem okkulten Betrachter eine Reihe von Ichen dar, aber es ist eine sehr viel geringere Anzahl von Ichen für die Pflanzenwelt vorhanden als für die Tierwelt; sie sind beschränkter an Zahl. Es gehören wiederum ganze Gruppen von Pflanzen zu einem gemeinsamen Ich, und diese liegen, wenn wir sie aufsuchen, in einer noch höheren Welt. Während die tierischen Gruppen-Iche auf dem Astralplan liegen und sich ausleben in der Astralität, die unseren Erdkreis umströmt und umgibt, sind die Pflanzengruppen-Iche in den unteren Partien des Devachanplanes zu finden, in dem, was wir in der Theosophie gewohnt sind, die Rupapartien des Devachanplanes zu nennen. Dort leben sie als geschlossene Persönlichkeiten; genauso wie hier die Menschen, wandeln dort die GruppenIche der Pflanzen. Neben anderen Wesen, die gar nicht einen physischen Leib haben, sind die Pflanzen-Iche dort und bilden die Bevölkerung auf dem unteren Devachanplan.

[ 9 ] Anders liegt die Sache für die Pflanzenwelt. Auch für die Pflanzenwelt stellt sich dem okkulten Betrachter eine Reihe von Ichen dar, aber es ist eine sehr viel geringere Anzahl von Ichen für die Pflanzenwelt vorhanden als für die Tierwelt; sie sind beschränkter an Zahl. Es gehören wiederum ganze Gruppen von Pflanzen zu einem gemeinsamen Ich, und diese liegen, wenn wir sie aufsuchen, in einer noch höheren Welt. Während die tierischen Gruppen-Iche auf dem Astralplan liegen und sich ausleben in der Astralität, die unseren Erdkreis umströmt und umgibt, sind die Pflanzengruppen-Iche in den unteren Partien des Devachanplanes zu finden, in dem, was wir in der Theosophie gewohnt sind, die Rupapartien des Devachanplanes zu nennen. Dort leben sie als geschlossene Persönlichkeiten; genauso wie hier die Menschen, wandeln dort die GruppenIche der Pflanzen. Neben anderen Wesen, die gar nicht einen physischen Leib haben, sind die Pflanzen-Iche dort und bilden die Bevölkerung auf dem unteren Devachanplan.

[ 10 ] Wie findet sich der Mensch nun hinein in die Wahrnehmung dieser pflanzlichen Gruppen-Iche? Die Wahrnehmung selber ist letztlich gebunden an die Entwickelung hellseherischer Fähigkeiten. Aber diese Entwickelung führt von unteren Stufen aufwärts, immer höher und höher. Was man zuerst entwickeln muß, um überhaupt zu diesen Fähigkeiten aufzusteigen, ist Gefühl und Empfindung für die Sache. Wirkliche, wahre hellseherische Fähigkeiten fußen immer zunächst auf der Ausbildung von Gefühlen und Empfindungen, aber nicht der trivialen, egoistischen Gefühle, nein, tiefer und hingebender Gefühle. Das ist etwas ganz anderes.

[ 10 ] Wie findet sich der Mensch nun hinein in die Wahrnehmung dieser pflanzlichen Gruppen-Iche? Die Wahrnehmung selber ist letztlich gebunden an die Entwickelung hellseherischer Fähigkeiten. Aber diese Entwickelung führt von unteren Stufen aufwärts, immer höher und höher. Was man zuerst entwickeln muß, um überhaupt zu diesen Fähigkeiten aufzusteigen, ist Gefühl und Empfindung für die Sache. Wirkliche, wahre hellseherische Fähigkeiten fußen immer zunächst auf der Ausbildung von Gefühlen und Empfindungen, aber nicht der trivialen, egoistischen Gefühle, nein, tiefer und hingebender Gefühle. Das ist etwas ganz anderes.

[ 11 ] Wenn Sie die Pflanze anschauen, müssen Sie vor allen Dingen Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, daß die Pflanze ihre Wurzeln in den Boden hinein entwickelt, daß sie ihren Stengel nach oben treibt, die Blätter nach oben entfaltet, sie allmählich umgestaltet zu Kelchblättern und zur Blütenkrone, in der sich dann die Frucht bildet. Es ist wichtig, daß wir die Pflanze nicht so zum Vergleich nehmen können mit dem Menschen. Der Mensch darf nicht so mit der Pflanze verglichen werden, daß wir das Haupt, den Kopf des Menschen vergleichen mit der Blütenkrone der Pflanze und seine Füße mit der Wurzel. Das ist ganz falsch. In okkulten Schulen wurde immer darauf hingewiesen und gesagt: Ihr müßt vergleichen Pflanze und Mensch. Aber ihr müßt sie so vergleichen, daß ihr den Kopf des Menschen mit der Wurzel der Pflanze vergleicht. - Wie die Pflanze die Wurzel nach dem Mittelpunkt der Erde hinwendet, so wendet der Mensch seinen Kopf in den Weltenraum hinein; und wie die Pflanze der Sonne ihre Blüte und ihre Fruchtorgane keusch zuwendet, wendet der Mensch schamvoll seine Fruchtorgane gerade dorthin, wo die Pflanze die Wurzel hinwendet, nach unten. Daher heißt es im Okkultismus: Der Mensch ist die umgewendete Pflanze. - Die Pflanze erscheint wie ein auf den Kopf gestellter Mensch; das Tier steht dazwischen.

[ 11 ] Wenn Sie die Pflanze anschauen, müssen Sie vor allen Dingen Ihre Aufmerksamkeit darauf richten, daß die Pflanze ihre Wurzeln in den Boden hinein entwickelt, daß sie ihren Stengel nach oben treibt, die Blätter nach oben entfaltet, sie allmählich umgestaltet zu Kelchblättern und zur Blütenkrone, in der sich dann die Frucht bildet. Es ist wichtig, daß wir die Pflanze nicht so zum Vergleich nehmen können mit dem Menschen. Der Mensch darf nicht so mit der Pflanze verglichen werden, daß wir das Haupt, den Kopf des Menschen vergleichen mit der Blütenkrone der Pflanze und seine Füße mit der Wurzel. Das ist ganz falsch. In okkulten Schulen wurde immer darauf hingewiesen und gesagt: Ihr müßt vergleichen Pflanze und Mensch. Aber ihr müßt sie so vergleichen, daß ihr den Kopf des Menschen mit der Wurzel der Pflanze vergleicht. - Wie die Pflanze die Wurzel nach dem Mittelpunkt der Erde hinwendet, so wendet der Mensch seinen Kopf in den Weltenraum hinein; und wie die Pflanze der Sonne ihre Blüte und ihre Fruchtorgane keusch zuwendet, wendet der Mensch schamvoll seine Fruchtorgane gerade dorthin, wo die Pflanze die Wurzel hinwendet, nach unten. Daher heißt es im Okkultismus: Der Mensch ist die umgewendete Pflanze. - Die Pflanze erscheint wie ein auf den Kopf gestellter Mensch; das Tier steht dazwischen.

[ 12 ] In dem, was man gewöhnlich Pflanze nennt, ist nur der physische Leib und der Ätherleib der Pflanze vorhanden. Aber auch die Pflanze hat ihren Astralleib und ihr Ich. Wo ist nun aber der Astralleib, und wo ist das Ich der Pflanze? Wir können nach diesem Orte fragen, denn es ist nur eine allgemeine Definition der Sache, wenn man sagt, das Gruppen-Ich der Pflanzen sei auf dem unteren Devachanplan. Wir können ganz genau angeben, wo der Astralleib der Pflanzen und wo das Ich der Pflanzen ist. Der Astralleib der Pflanzen, und zwar der Astralleib aller Pflanzen, die auf unserem Erdenrund vorhanden sind, ist derselbe, wie der Astralleib der Erde selbst, so daß also die Pflanze eingetaucht ist in den Astralleib der Erde. Dem Orte nach sind die Pflanzen-Iche im Mittelpunkt der Erde. Wir können die Erde vom okkulten Standpunkt aus auffassen als einen großen Organismus, als ein Lebewesen, das seinen Astralleib hat; und die einzelnen Pflanzen, die auf unserer Erde sind, sind die Glieder. Sie haben individuell, einzeln nur ausgebildet den physischen Leib und den Ätherleib. In der einzelnen Pflanze, der einzelnen Lilie, der einzelnen Tulpe und so weiter ist kein Bewußtsein; die Erde hat ihr Bewußtsein, ihren Astralleib und ihr Ich. Nun sind da aber nicht nur Pflanzen-Iche; es sind außerdem auch noch andere geistige Wesenheiten da. Sie dürfen nicht die Frage aufwerfen, ob sie auch alle Platz haben. Sie liegen ineinander, und sie können sich dort auch sehr gut vertragen. Wenn Sie also die einzelne Pflanze betrachten, dürfen Sie ihr nur zuschreiben die Eigenschaften eines physischen Leibes und eines Lebensleibes, nicht aber ein Bewußtsein als Einzelwesen. Aber die Pflanzen haben ein Bewußtsein, und das ist mit dem Bewußtsein der Erde verbunden, es ist ein Teil des Bewußtseins der Erde. Wie wir Menschen ein Bewußtsein haben, das Freudiges und Trauriges umspannt, und dies sich gegenseitig durchdringt, so durchdringen die einzelnen Astralleiber der Pflanzen den Astralleib der Erde, und die Pflanzen-Iche durchdringen den Mittelpunkt der Erde. Die lebende Pflanze nimmt im Organismus unserer Erde dieselbe Stellung ein wie die Milch im tierischen Organismus. Gleichgeartete astralische Kräfte liegen zugrunde, wenn die Pflanze aus der Erde sproßt, grünt und blüht, und wenn die Kuh Milch gibt. Wenn Sie eine Pflanze mit der Blüte abpflücken, so ist das für die Erde kein unangenehmes Gefühl. Die Erde hat ihren Astralleib und hat da ihre Empfindungen, und sie empfindet, wenn Sie eine Pflanze abpflücken, dasselbe, was die Kuh empfindet, wenn das Kalb die Milch saugt, sie hat eine Art Wohlgefühl. Wenn Sie das, was aus dem Erdboden herausgewachsen ist, entfernen, dann hat die Erde nicht die einzelne Pflanze - ein Wohlgefühl. Wenn Sie dagegen die Pflanze mit der Wurzel herausreißen, dann ist das für die Erde so, wie wenn Sie dem Tiere Fleisch entreißen, sie hat eine Art von Schmerzgefühl.

[ 12 ] In dem, was man gewöhnlich Pflanze nennt, ist nur der physische Leib und der Ätherleib der Pflanze vorhanden. Aber auch die Pflanze hat ihren Astralleib und ihr Ich. Wo ist nun aber der Astralleib, und wo ist das Ich der Pflanze? Wir können nach diesem Orte fragen, denn es ist nur eine allgemeine Definition der Sache, wenn man sagt, das Gruppen-Ich der Pflanzen sei auf dem unteren Devachanplan. Wir können ganz genau angeben, wo der Astralleib der Pflanzen und wo das Ich der Pflanzen ist. Der Astralleib der Pflanzen, und zwar der Astralleib aller Pflanzen, die auf unserem Erdenrund vorhanden sind, ist derselbe, wie der Astralleib der Erde selbst, so daß also die Pflanze eingetaucht ist in den Astralleib der Erde. Dem Orte nach sind die Pflanzen-Iche im Mittelpunkt der Erde. Wir können die Erde vom okkulten Standpunkt aus auffassen als einen großen Organismus, als ein Lebewesen, das seinen Astralleib hat; und die einzelnen Pflanzen, die auf unserer Erde sind, sind die Glieder. Sie haben individuell, einzeln nur ausgebildet den physischen Leib und den Ätherleib. In der einzelnen Pflanze, der einzelnen Lilie, der einzelnen Tulpe und so weiter ist kein Bewußtsein; die Erde hat ihr Bewußtsein, ihren Astralleib und ihr Ich. Nun sind da aber nicht nur Pflanzen-Iche; es sind außerdem auch noch andere geistige Wesenheiten da. Sie dürfen nicht die Frage aufwerfen, ob sie auch alle Platz haben. Sie liegen ineinander, und sie können sich dort auch sehr gut vertragen. Wenn Sie also die einzelne Pflanze betrachten, dürfen Sie ihr nur zuschreiben die Eigenschaften eines physischen Leibes und eines Lebensleibes, nicht aber ein Bewußtsein als Einzelwesen. Aber die Pflanzen haben ein Bewußtsein, und das ist mit dem Bewußtsein der Erde verbunden, es ist ein Teil des Bewußtseins der Erde. Wie wir Menschen ein Bewußtsein haben, das Freudiges und Trauriges umspannt, und dies sich gegenseitig durchdringt, so durchdringen die einzelnen Astralleiber der Pflanzen den Astralleib der Erde, und die Pflanzen-Iche durchdringen den Mittelpunkt der Erde. Die lebende Pflanze nimmt im Organismus unserer Erde dieselbe Stellung ein wie die Milch im tierischen Organismus. Gleichgeartete astralische Kräfte liegen zugrunde, wenn die Pflanze aus der Erde sproßt, grünt und blüht, und wenn die Kuh Milch gibt. Wenn Sie eine Pflanze mit der Blüte abpflücken, so ist das für die Erde kein unangenehmes Gefühl. Die Erde hat ihren Astralleib und hat da ihre Empfindungen, und sie empfindet, wenn Sie eine Pflanze abpflücken, dasselbe, was die Kuh empfindet, wenn das Kalb die Milch saugt, sie hat eine Art Wohlgefühl. Wenn Sie das, was aus dem Erdboden herausgewachsen ist, entfernen, dann hat die Erde nicht die einzelne Pflanze - ein Wohlgefühl. Wenn Sie dagegen die Pflanze mit der Wurzel herausreißen, dann ist das für die Erde so, wie wenn Sie dem Tiere Fleisch entreißen, sie hat eine Art von Schmerzgefühl.

[ 13 ] Wenn wir uns da hinein vertiefen, aber nicht bloß in abstrakten Begriffen von Gruppen-Ichen, sondern so, daß wir die leeren abstrakten Begriffe verwandeln in Gefühle und Empfindungen, dann lernen wir mit den Vorgängen der Natur zu leben; unsere Naturbetrachtung wird lebendige Empfindung. Wenn wir dann im Herbst durch die Felder gehen und den Mann mit der Sense das Getreide mähen sehen, bekommen wir eine Ahnung davon, daß in demselben Maße, wie die Sense durch die Halme fährt und die Halme abschneidet, da über den Acker etwas wie geistige Winde Wohlgefühle hinhauchen. So ist es auch. Was der Hellseher im Astralleib der Erde sieht, ist der geistige Urgrund dessen, was eben geschildert worden ist. Für den, der in diese Dinge hineinsieht, ist das Mähen des Getreides nicht ein gleichgültiger Vorgang. So wie man bei einem Menschen bei dem einen oder anderen Erlebnis fühlt und sieht, daß astrale Gebilde von ganz bestimmter Art aufsteigen, so sieht man im Herbst über die Äcker hinstreichen diese astralen Ausdrücke des Wohlgefühls der Erde. Anders ist es, wenn der Pflug Furchen durch die Erde zieht und die Wurzeln der Pflanzen umarbeitet. Das Durchfurchen mit dem Pflug macht der Erde Schmerz; da sehen wir herausdampfen Schmerzgefühle. Gegen das, was eben gesagt worden ist, könnte man sehr leicht einwenden, daß es doch unter Umständen besser sein würde, die Pflanzen mit der Wurzel aus der Erde herauszunehmen und umzusetzen, als wenn man über eine Wiese geht und aus Nichtsnutzigkeit alle möglichen Blumen abreißt. Ein solcher Einwand mag vom moralischen Standpunkt aus betrachtet durchaus zutreffen, aber hier liegt ein ganz anderer Standpunkt vor. Es könnte ja unter Umständen für einen Menschen, der eben anfängt grau zu werden, besser sein, sich die ersten grauen Haare auszureißen, wenn er dies aus ästhetischen Gründen richtig findet, aber weh tut es ihm darum doch. Es sind ganz andere Gesichtspunkte, wenn wir sagen: Das Abpflücken der Blüten tut der Erde wohl, und wenn wir die Pflanze mit der Wurzel ausgraben, tut es der Erde weh. [Lücke in den Nachschriften.] Das Leben tritt überhaupt durch den Schmerz in die Welt. Das Kind, das geboren wird, bereitet der gebärenden Mutter Schmerzen. Das ist ein Beispiel dafür, wie wir lernen müssen, in der Umwelt nicht nur zu erkennen, sondern uns einzufühlen in die Natur.

[ 13 ] Wenn wir uns da hinein vertiefen, aber nicht bloß in abstrakten Begriffen von Gruppen-Ichen, sondern so, daß wir die leeren abstrakten Begriffe verwandeln in Gefühle und Empfindungen, dann lernen wir mit den Vorgängen der Natur zu leben; unsere Naturbetrachtung wird lebendige Empfindung. Wenn wir dann im Herbst durch die Felder gehen und den Mann mit der Sense das Getreide mähen sehen, bekommen wir eine Ahnung davon, daß in demselben Maße, wie die Sense durch die Halme fährt und die Halme abschneidet, da über den Acker etwas wie geistige Winde Wohlgefühle hinhauchen. So ist es auch. Was der Hellseher im Astralleib der Erde sieht, ist der geistige Urgrund dessen, was eben geschildert worden ist. Für den, der in diese Dinge hineinsieht, ist das Mähen des Getreides nicht ein gleichgültiger Vorgang. So wie man bei einem Menschen bei dem einen oder anderen Erlebnis fühlt und sieht, daß astrale Gebilde von ganz bestimmter Art aufsteigen, so sieht man im Herbst über die Äcker hinstreichen diese astralen Ausdrücke des Wohlgefühls der Erde. Anders ist es, wenn der Pflug Furchen durch die Erde zieht und die Wurzeln der Pflanzen umarbeitet. Das Durchfurchen mit dem Pflug macht der Erde Schmerz; da sehen wir herausdampfen Schmerzgefühle. Gegen das, was eben gesagt worden ist, könnte man sehr leicht einwenden, daß es doch unter Umständen besser sein würde, die Pflanzen mit der Wurzel aus der Erde herauszunehmen und umzusetzen, als wenn man über eine Wiese geht und aus Nichtsnutzigkeit alle möglichen Blumen abreißt. Ein solcher Einwand mag vom moralischen Standpunkt aus betrachtet durchaus zutreffen, aber hier liegt ein ganz anderer Standpunkt vor. Es könnte ja unter Umständen für einen Menschen, der eben anfängt grau zu werden, besser sein, sich die ersten grauen Haare auszureißen, wenn er dies aus ästhetischen Gründen richtig findet, aber weh tut es ihm darum doch. Es sind ganz andere Gesichtspunkte, wenn wir sagen: Das Abpflücken der Blüten tut der Erde wohl, und wenn wir die Pflanze mit der Wurzel ausgraben, tut es der Erde weh. [Lücke in den Nachschriften.] Das Leben tritt überhaupt durch den Schmerz in die Welt. Das Kind, das geboren wird, bereitet der gebärenden Mutter Schmerzen. Das ist ein Beispiel dafür, wie wir lernen müssen, in der Umwelt nicht nur zu erkennen, sondern uns einzufühlen in die Natur.

[ 14 ] Das geht bis ins Mineralreich hinein. Auch die Mineralien haben ihr Ich, nur liegt das Ich der Mineralien noch höher; es liegt in den oberen Partien des Devachanplanes, die die theosophische Literatur gewohnt ist das Arupa-Devachan zu nennen. Diese Gruppen-Iche der Mineralien sind ebenso für sich partiell abgeschlossene Wesenheiten, wie es die Menschen-Iche auf dem physischen Plan sind, wie die Gruppen-Iche der Pflanzen auf dem unteren Devachanplan und wie die Gruppen-Iche der Tiere auf dem Astralplan. Auf dem physischen Plan haben Sie nur einen physischen Leib der Mineralien, aber zu den Mineralien gehört auch ein Astralleib und ein Ätherleib. Der Seher sieht die lebendigen Zusammenhänge; er weiß, wenn er hinausgeht in einen Steinbruch und dort die Arbeiter Steine herausschlagen sieht, daß da ebenso etwas gefühlt wird, wie wenn Sie in das Fleisch eines Organismus eingreifen. Und während die Arbeiter da arbeiten, strömen astrale Ströme durch das Steinreich. Was zum Mineral als Astralleib gehört, ist in den unteren Partien des Devachanplanes zu finden, und das Ich der Minerale ist in den oberen Partien des Devachanplanes zu finden. Das Gruppen-Ich der Steine fühlt Schmerz und Lust. Wenn Sie Steine herunterschlagen, fühlt das mineralische Gruppen-Ich Lust, Wohlgefallen. Das erscheint zunächst paradox, und dennoch ist es so. Wer nur in Analogien denkt, der könnte glauben, daß, wenn man einen Stein zerschlägt, es dem Stein ebenso weh tut, wie wenn man ein lebendiges Wesen verwundet. Aber je mehr Sie den Stein zerschlagen, desto mehr Wohlgefühl hat das mineralische Ich. Nun können Sie fragen: Wann hat denn das mineralische Ich Schmerz? Schmerz für das mineralische Ich können Sie an folgendem Beispiel wahrnehmen. Nehmen Sie ein Glas Wasser, in welchem Kochsalz aufgelöst ist. Nun kühlen Sie das Wasser in dem Glas so weit ab, daß das Salz sich als feste Kristalle herausscheidet, so daß die mineralische Substanz wieder verfestigt wird. In diesem Abscheiden des Festen entsteht Schmerz. Ebenso würde Schmerz entstehen, wenn Sie alle die einzelnen Stücke, in die Sie einen Stein zerschlagen haben, wieder zusammenfügen würden zu einem ganzen Stein. Im Gruppen-Ich der Minerale entsteht immer dann Lustgefühl, wenn das Mineral sich auflöst, und wenn es sich verfestigt, entsteht Schmerzgefühl. Wohlgefühl entsteht, wenn . Sie Salz in erhitztem Wasser auflösen, Schmerzgefühl, wenn durch Abkühlung des Wassers eine Kristallisation des Salzes hervorgerufen wird.

[ 14 ] Das geht bis ins Mineralreich hinein. Auch die Mineralien haben ihr Ich, nur liegt das Ich der Mineralien noch höher; es liegt in den oberen Partien des Devachanplanes, die die theosophische Literatur gewohnt ist das Arupa-Devachan zu nennen. Diese Gruppen-Iche der Mineralien sind ebenso für sich partiell abgeschlossene Wesenheiten, wie es die Menschen-Iche auf dem physischen Plan sind, wie die Gruppen-Iche der Pflanzen auf dem unteren Devachanplan und wie die Gruppen-Iche der Tiere auf dem Astralplan. Auf dem physischen Plan haben Sie nur einen physischen Leib der Mineralien, aber zu den Mineralien gehört auch ein Astralleib und ein Ätherleib. Der Seher sieht die lebendigen Zusammenhänge; er weiß, wenn er hinausgeht in einen Steinbruch und dort die Arbeiter Steine herausschlagen sieht, daß da ebenso etwas gefühlt wird, wie wenn Sie in das Fleisch eines Organismus eingreifen. Und während die Arbeiter da arbeiten, strömen astrale Ströme durch das Steinreich. Was zum Mineral als Astralleib gehört, ist in den unteren Partien des Devachanplanes zu finden, und das Ich der Minerale ist in den oberen Partien des Devachanplanes zu finden. Das Gruppen-Ich der Steine fühlt Schmerz und Lust. Wenn Sie Steine herunterschlagen, fühlt das mineralische Gruppen-Ich Lust, Wohlgefallen. Das erscheint zunächst paradox, und dennoch ist es so. Wer nur in Analogien denkt, der könnte glauben, daß, wenn man einen Stein zerschlägt, es dem Stein ebenso weh tut, wie wenn man ein lebendiges Wesen verwundet. Aber je mehr Sie den Stein zerschlagen, desto mehr Wohlgefühl hat das mineralische Ich. Nun können Sie fragen: Wann hat denn das mineralische Ich Schmerz? Schmerz für das mineralische Ich können Sie an folgendem Beispiel wahrnehmen. Nehmen Sie ein Glas Wasser, in welchem Kochsalz aufgelöst ist. Nun kühlen Sie das Wasser in dem Glas so weit ab, daß das Salz sich als feste Kristalle herausscheidet, so daß die mineralische Substanz wieder verfestigt wird. In diesem Abscheiden des Festen entsteht Schmerz. Ebenso würde Schmerz entstehen, wenn Sie alle die einzelnen Stücke, in die Sie einen Stein zerschlagen haben, wieder zusammenfügen würden zu einem ganzen Stein. Im Gruppen-Ich der Minerale entsteht immer dann Lustgefühl, wenn das Mineral sich auflöst, und wenn es sich verfestigt, entsteht Schmerzgefühl. Wohlgefühl entsteht, wenn . Sie Salz in erhitztem Wasser auflösen, Schmerzgefühl, wenn durch Abkühlung des Wassers eine Kristallisation des Salzes hervorgerufen wird.

[ 15 ] Wenn wir uns dies in einem größeren, in einem kosmischen Zusammenhang vorstellen, so können wir finden, wie unsere Erdbildung, die Bildung unserer Mineralien mit einem solchen Prozesse zusammenhängt. Verfolgen wir die Bildung unserer Erde weit rückwärts, so kommen wir zu immer höheren Temperaturen, zu immer größerer Wärme unserer Erde; und wir treffen in der lemurischen Zeit einen Zustand unserer Erde an, wo die einzelnen Steine aufgelöst waren, wo selbst die Mineralien, die jetzt ganz fest sich kristallisiert haben, hinrannen, wie heute das Eisen hinrinnt in den Eisenwerken, wenn es flüssig gemacht wird. Alle unsere Mineralien haben einen solchen Prozeß durchgemacht, wie Sie ihn im kleinen vor sich haben, wenn beim Erkalten des Wassers in einem Glase das aufgelöste Salz sich ablagert. So hat sich auf der Erde alles verfestigt, zusammengezogen. Diese Verfestigung ist so vor sich gegangen, daß sich allmählich in die flüssige Erde feste Kristalle durch Zusammenziehen eingelagert haben. Nur durch diese Verfestigung konnte die Erde der Wohnplatz für die heutige physische Menschheit werden.

[ 15 ] Wenn wir uns dies in einem größeren, in einem kosmischen Zusammenhang vorstellen, so können wir finden, wie unsere Erdbildung, die Bildung unserer Mineralien mit einem solchen Prozesse zusammenhängt. Verfolgen wir die Bildung unserer Erde weit rückwärts, so kommen wir zu immer höheren Temperaturen, zu immer größerer Wärme unserer Erde; und wir treffen in der lemurischen Zeit einen Zustand unserer Erde an, wo die einzelnen Steine aufgelöst waren, wo selbst die Mineralien, die jetzt ganz fest sich kristallisiert haben, hinrannen, wie heute das Eisen hinrinnt in den Eisenwerken, wenn es flüssig gemacht wird. Alle unsere Mineralien haben einen solchen Prozeß durchgemacht, wie Sie ihn im kleinen vor sich haben, wenn beim Erkalten des Wassers in einem Glase das aufgelöste Salz sich ablagert. So hat sich auf der Erde alles verfestigt, zusammengezogen. Diese Verfestigung ist so vor sich gegangen, daß sich allmählich in die flüssige Erde feste Kristalle durch Zusammenziehen eingelagert haben. Nur durch diese Verfestigung konnte die Erde der Wohnplatz für die heutige physische Menschheit werden.

[ 16 ] Diese Verfestigung ist allerdings so aufzufassen, daß sie in einer bestimmten Zeit einen Höhepunkt erlangt hat. Dieser Höhepunkt ist heute in gewisser Weise schon überschritten, wir haben heute bereits zum Teil mehr oder weniger einen Auflösungsprozeß zu verzeichnen. Wenn die Erde an ihrem Ziel angelangt sein wird, wenn die Menschen sich bis zu dem Grade geläutert und vergeistigt haben werden, daß sie aus der Erde nichts mehr herausziehen können, dann wird die Erde selbst auch wiederum vergeistigt werden. Dann werden alle ihre mineralischen Einschlüsse fein und ätherisch geworden sein, so daß die Erde übergehen kann in einen astralen Zustand, den sie auch hatte, bevor sie physisch wurde. Der physische Auflösungsprozeß ist ein Übergangszustand dazu.

[ 16 ] Diese Verfestigung ist allerdings so aufzufassen, daß sie in einer bestimmten Zeit einen Höhepunkt erlangt hat. Dieser Höhepunkt ist heute in gewisser Weise schon überschritten, wir haben heute bereits zum Teil mehr oder weniger einen Auflösungsprozeß zu verzeichnen. Wenn die Erde an ihrem Ziel angelangt sein wird, wenn die Menschen sich bis zu dem Grade geläutert und vergeistigt haben werden, daß sie aus der Erde nichts mehr herausziehen können, dann wird die Erde selbst auch wiederum vergeistigt werden. Dann werden alle ihre mineralischen Einschlüsse fein und ätherisch geworden sein, so daß die Erde übergehen kann in einen astralen Zustand, den sie auch hatte, bevor sie physisch wurde. Der physische Auflösungsprozeß ist ein Übergangszustand dazu.

[ 17 ] Wenn wir die Erde betrachten, zu der Zeit, als sie sich vorbereitete, der feste Schauplatz, der feste Untergrund zu werden, auf dem wir in unserer heutigen Entwickelungsstufe herumwandeln, so haben wir da einen fortwährenden Leidensprozeß der Erde zu verzeichnen. Indem sie immer fester wird, leidet sie und «seufzt unter Schmerzen». Unser Dasein ist durch ihren Schmerz errungen. Und eine Steigerung desselben finden wir bis in den ersten Teil der sogenannten atlantischen Zeit. Von der Zeit an, wo der Mensch allmählich selbst seine Läuterung erwirkt, gelangt auch die Erde wiederum zur Befreiung von Schmerz und Leid. Dieser Prozeß ist noch nicht weit fortgeschritten. Der größte Teil des festen Grundes, der unter unseren Füßen liegt, leidet heute noch, und wenn wir den hellseherischen Blick dahin wenden, ist uns das Feste eine Offenbarung der Seufzer des Erdenwesens. Wer diese Tatsachen aus dem Okkulten heraus studiert und sie dann wiederfindet in den großen religiösen Schriften, dem offenbart sich, aus welcher Tiefe der geistigen Welt heraus diese Schriften geschrieben sind. Da erwächst uns immer mehr das Gefühl der Verehrung für diese religiösen Urkunden. Durch unsere Erfahrung können wir so, hinblickend auf die Tatsachen der äußeren Welt, empirisch erkennen, welche realen Untergründe dem Ausspruche des Paulus zugrundeliegen: «Alle Natur seufzet unter Schmerzen, der Annahme an Kindesstatt harrend.» Übersetzen Sie sich einmal diesen Ausspruch des Paulus: Alles Erdenwerden ist ein Werden unter Schmerzen, ein Zusammenziehen ins Feste unter Schmerzen, damit nachher für ihre Wesen die «Annahme an Kindesstatt», die Vergeistigung sich vollziehen kann.

[ 17 ] Wenn wir die Erde betrachten, zu der Zeit, als sie sich vorbereitete, der feste Schauplatz, der feste Untergrund zu werden, auf dem wir in unserer heutigen Entwickelungsstufe herumwandeln, so haben wir da einen fortwährenden Leidensprozeß der Erde zu verzeichnen. Indem sie immer fester wird, leidet sie und «seufzt unter Schmerzen». Unser Dasein ist durch ihren Schmerz errungen. Und eine Steigerung desselben finden wir bis in den ersten Teil der sogenannten atlantischen Zeit. Von der Zeit an, wo der Mensch allmählich selbst seine Läuterung erwirkt, gelangt auch die Erde wiederum zur Befreiung von Schmerz und Leid. Dieser Prozeß ist noch nicht weit fortgeschritten. Der größte Teil des festen Grundes, der unter unseren Füßen liegt, leidet heute noch, und wenn wir den hellseherischen Blick dahin wenden, ist uns das Feste eine Offenbarung der Seufzer des Erdenwesens. Wer diese Tatsachen aus dem Okkulten heraus studiert und sie dann wiederfindet in den großen religiösen Schriften, dem offenbart sich, aus welcher Tiefe der geistigen Welt heraus diese Schriften geschrieben sind. Da erwächst uns immer mehr das Gefühl der Verehrung für diese religiösen Urkunden. Durch unsere Erfahrung können wir so, hinblickend auf die Tatsachen der äußeren Welt, empirisch erkennen, welche realen Untergründe dem Ausspruche des Paulus zugrundeliegen: «Alle Natur seufzet unter Schmerzen, der Annahme an Kindesstatt harrend.» Übersetzen Sie sich einmal diesen Ausspruch des Paulus: Alles Erdenwerden ist ein Werden unter Schmerzen, ein Zusammenziehen ins Feste unter Schmerzen, damit nachher für ihre Wesen die «Annahme an Kindesstatt», die Vergeistigung sich vollziehen kann.

[ 18 ] In dem, was man wirkliche Geheimschulung nennt, müssen wir mit solchen Bildern unserer Umwelt beginnen, die, wenn sie angeschaut werden, Gefühle in uns erwecken. Man beginnt zunächst, dem Schüler, der eine Schulung durchmachen will, solche Vorstellungen, solche Begriffe zu überliefern, die ihn befähigen, das, was draußen in der Natur geschieht, nicht bloß als einen äußeren Vorgang anzuschauen, sondern als inneres Erlebnis mit ganzer Seele zu empfinden, wie das Werden unserer Erde, das Sichverfestigen, wie ein Schmerz wirkt. Dieses Bild des Schmerzes stellt eine wirkliche geistige Tatsache dar. Im wahren Okkultismus sind Bilder nichts Erdichtetes, sondern sie sind von wirklichen geistigen Tatsachen abgelesen. Keine Philosophie, keine Spekulation, nicht der größte Scharfsinn kann ein solches Bild enträtseln, allein die Erkenntnis der Tatsachen der höheren Welten führt zum Verständnis. Im Okkultismus sind alle Bilder Ausdruck für geistige Tatsachen.

[ 18 ] In dem, was man wirkliche Geheimschulung nennt, müssen wir mit solchen Bildern unserer Umwelt beginnen, die, wenn sie angeschaut werden, Gefühle in uns erwecken. Man beginnt zunächst, dem Schüler, der eine Schulung durchmachen will, solche Vorstellungen, solche Begriffe zu überliefern, die ihn befähigen, das, was draußen in der Natur geschieht, nicht bloß als einen äußeren Vorgang anzuschauen, sondern als inneres Erlebnis mit ganzer Seele zu empfinden, wie das Werden unserer Erde, das Sichverfestigen, wie ein Schmerz wirkt. Dieses Bild des Schmerzes stellt eine wirkliche geistige Tatsache dar. Im wahren Okkultismus sind Bilder nichts Erdichtetes, sondern sie sind von wirklichen geistigen Tatsachen abgelesen. Keine Philosophie, keine Spekulation, nicht der größte Scharfsinn kann ein solches Bild enträtseln, allein die Erkenntnis der Tatsachen der höheren Welten führt zum Verständnis. Im Okkultismus sind alle Bilder Ausdruck für geistige Tatsachen.

[ 19 ] Ich wollte Ihnen heute nur den Hinweis geben, wie das, was wir uns in der elementaren Theosophie als Ideen, Begriffe und Vorstellungen aneignen, allmählich zu Erlebnissen hinführt; und jedes Bild im Okkultismus ist nur aus Erlebnissen hergenommen. Wenn Sie zum Beispiel das bekannte Bild der Swastika nehmen, so können Sie in den verschiedenen Schriften die scharfsinnigsten Deutungen für dieses Bild finden. Wie ist es ursprünglich in den Okkultismus hineingekommen? Dieses Bild ist nichts anderes als das Abbild dessen, was wir astrale Sinnesorgane nennen. Durch ein gewisses Vorgehen, durch Schulung kann der Mensch astrale Sinnesorgane ausbilden. Diese beiden Linien (es wird gezeichnet) sind eigentlich Bewegungen im astralischen Leibe, die vom Hellseher geschaut werden wie feurige Räder oder wie Blumen. Sie werden Lotosblumen genannt.

[ 19 ] Ich wollte Ihnen heute nur den Hinweis geben, wie das, was wir uns in der elementaren Theosophie als Ideen, Begriffe und Vorstellungen aneignen, allmählich zu Erlebnissen hinführt; und jedes Bild im Okkultismus ist nur aus Erlebnissen hergenommen. Wenn Sie zum Beispiel das bekannte Bild der Swastika nehmen, so können Sie in den verschiedenen Schriften die scharfsinnigsten Deutungen für dieses Bild finden. Wie ist es ursprünglich in den Okkultismus hineingekommen? Dieses Bild ist nichts anderes als das Abbild dessen, was wir astrale Sinnesorgane nennen. Durch ein gewisses Vorgehen, durch Schulung kann der Mensch astrale Sinnesorgane ausbilden. Diese beiden Linien (es wird gezeichnet) sind eigentlich Bewegungen im astralischen Leibe, die vom Hellseher geschaut werden wie feurige Räder oder wie Blumen. Sie werden Lotosblumen genannt.

Swastika
Diagram 1
Swastika
Diagram 1

[ 20 ] Für diese Räder oder Lotosblumen - von denen zum Beispiel die zweiblättrige in der Gegend der Augen liegt, die sechzehnblättrige in der Gegend des Kehlkopfes -, für diese astralen Sinnesorgane, die als Lichterscheinung auftreten in der astralen Welt, ist das Zeichen, das Bild, die Swastika. Oder nehmen wir ein anderes Zeichen, das sogenannte Pentagramm. Nicht durch Spekulieren, nicht durch Philosophieren können Sie die ursprüngliche Bedeutung des Pentagramms finden. Das Pentagramm ist eine Wirklichkeit; es ist ein Bild für das Wirken von Strömungen, von Kräfteströmungen, die im Ätherleib des Menschen sich finden. Es geht eine gewisse Kräfteströmung beim Menschen vom linken Fuß hinauf nach einem bestimmten Punkt des Kopfes, von da zum rechten Fuß, von da zur linken Hand, von da durch den Leib, durch das Herz zur rechten Hand, und von da zurück zum linken Fuß, so daß Sie in den Menschen hineinzeichnen können - in seinen Kopf, seine Arme, Hände, Beine, Füße - das Pentagramm.

[ 20 ] Für diese Räder oder Lotosblumen - von denen zum Beispiel die zweiblättrige in der Gegend der Augen liegt, die sechzehnblättrige in der Gegend des Kehlkopfes -, für diese astralen Sinnesorgane, die als Lichterscheinung auftreten in der astralen Welt, ist das Zeichen, das Bild, die Swastika. Oder nehmen wir ein anderes Zeichen, das sogenannte Pentagramm. Nicht durch Spekulieren, nicht durch Philosophieren können Sie die ursprüngliche Bedeutung des Pentagramms finden. Das Pentagramm ist eine Wirklichkeit; es ist ein Bild für das Wirken von Strömungen, von Kräfteströmungen, die im Ätherleib des Menschen sich finden. Es geht eine gewisse Kräfteströmung beim Menschen vom linken Fuß hinauf nach einem bestimmten Punkt des Kopfes, von da zum rechten Fuß, von da zur linken Hand, von da durch den Leib, durch das Herz zur rechten Hand, und von da zurück zum linken Fuß, so daß Sie in den Menschen hineinzeichnen können - in seinen Kopf, seine Arme, Hände, Beine, Füße - das Pentagramm.

Pentagram in Man
Diagram 2
Pentagram in Man
Diagram 2

[ 21 ] Sie müssen sich das vorstellen als Kräftewirkung, nicht bloß als geometrische Figur. Im Ätherleib des Menschen haben Sie das Pentagramm. Die Kräftewirkungen folgen genau diesen Linien des Pentagramms. Die Linien können die mannigfaltigsten Verrenkungen eingehen, immer aber bleiben sie als Pentagramm dem menschlichen Körper eingezeichnet. Das Pentagramm ist eine ätherische Wirklichkeit, nicht ein Symbol, sondern eine Tatsache.

[ 21 ] Sie müssen sich das vorstellen als Kräftewirkung, nicht bloß als geometrische Figur. Im Ätherleib des Menschen haben Sie das Pentagramm. Die Kräftewirkungen folgen genau diesen Linien des Pentagramms. Die Linien können die mannigfaltigsten Verrenkungen eingehen, immer aber bleiben sie als Pentagramm dem menschlichen Körper eingezeichnet. Das Pentagramm ist eine ätherische Wirklichkeit, nicht ein Symbol, sondern eine Tatsache.

[ 22 ] So ist jedes Symbol im Okkultismus ein Bild für eine Tatsache der geistigen Welt. Erst dann erkennt man seine Bedeutung, wenn man hindeuten kann auf die Welt, in der diese Tatsache wurzelt. Daher kann auch der größte Scharfsinn nicht zur Deutung der okkulten Zeichen führen. Einzig aus der Erfahrung [geistiger Welten] heraus ist die Bedeutung okkulter Zeichen und Symbole zu finden, und erst mit der Erkenntnis ihrer Bedeutung kann der Mensch etwas anfangen. Es ist deshalb keineswegs unnütz, wenn der Mensch etwas mitgeteilt und erzählt bekommt, was zuerst aus dem hellseherischen Vermögen heraus gefunden wurde. Und von der erforschten Tatsache aus kann der Mensch wiederum zurückgeführt werden zu den Ursachen dieser Tatsache selbst.

[ 22 ] So ist jedes Symbol im Okkultismus ein Bild für eine Tatsache der geistigen Welt. Erst dann erkennt man seine Bedeutung, wenn man hindeuten kann auf die Welt, in der diese Tatsache wurzelt. Daher kann auch der größte Scharfsinn nicht zur Deutung der okkulten Zeichen führen. Einzig aus der Erfahrung [geistiger Welten] heraus ist die Bedeutung okkulter Zeichen und Symbole zu finden, und erst mit der Erkenntnis ihrer Bedeutung kann der Mensch etwas anfangen. Es ist deshalb keineswegs unnütz, wenn der Mensch etwas mitgeteilt und erzählt bekommt, was zuerst aus dem hellseherischen Vermögen heraus gefunden wurde. Und von der erforschten Tatsache aus kann der Mensch wiederum zurückgeführt werden zu den Ursachen dieser Tatsache selbst.

[ 23 ] Wie mit den Zeichen und Symbolen, so ist es auch mit den alten Sagen und Mythen. Es ist eine Theorie vom grünen Tisch der Gelehrsamkeit, daß Sagen und Mythen erfunden seien von der Volksdichtung. Das Volk dichtet nicht. Alle Sagen und Mythen sind Überbleibsel von einer Zeit, wo der Mensch noch bis zu einem gewissen Grade hellseherisch begabt war. Was uns erzählt wird in den europäischen Sagen und Mythen, sind Aufbewahrungen von Tatsachen, die die Menschen früher geschaut haben. Alles in diesen Sagen, Märchen und Mythen ist ursprünglich hellseherisch gesehen worden und ist die Nacherzählung von ursprünglichen hellseherischen Erfahrungen. Das ist überhaupt Mythologie: Die Nacherzählung von hellseherischen Erfahrungen.

[ 23 ] Wie mit den Zeichen und Symbolen, so ist es auch mit den alten Sagen und Mythen. Es ist eine Theorie vom grünen Tisch der Gelehrsamkeit, daß Sagen und Mythen erfunden seien von der Volksdichtung. Das Volk dichtet nicht. Alle Sagen und Mythen sind Überbleibsel von einer Zeit, wo der Mensch noch bis zu einem gewissen Grade hellseherisch begabt war. Was uns erzählt wird in den europäischen Sagen und Mythen, sind Aufbewahrungen von Tatsachen, die die Menschen früher geschaut haben. Alles in diesen Sagen, Märchen und Mythen ist ursprünglich hellseherisch gesehen worden und ist die Nacherzählung von ursprünglichen hellseherischen Erfahrungen. Das ist überhaupt Mythologie: Die Nacherzählung von hellseherischen Erfahrungen.

[ 24 ] Heute noch können wir die ganzen Vorgänge, die in der Mythologie erzählt werden, auf dem Astralplan verfolgen. Wirkliche Geschehnisse sind die Taten von Wotan oder Odin. Wirklichkeiten haben wir zu suchen hinter den okkulten Zeichen, Symbolen und Siegeln. Und je weniger man sich dazu verleiten läßt, aus Spekulation eine Deutung dieser Zeichen zu unternehmen, um so besser ist es.

[ 24 ] Heute noch können wir die ganzen Vorgänge, die in der Mythologie erzählt werden, auf dem Astralplan verfolgen. Wirkliche Geschehnisse sind die Taten von Wotan oder Odin. Wirklichkeiten haben wir zu suchen hinter den okkulten Zeichen, Symbolen und Siegeln. Und je weniger man sich dazu verleiten läßt, aus Spekulation eine Deutung dieser Zeichen zu unternehmen, um so besser ist es.

[ 25 ] So soll uns dieser Vortragszyklus in den Tatsachensinn des Okkultismus hineinführen. Kein Zeichen ist erfunden oder erdacht, es ist Abbildung oder Nachbildung eines wirklichen Vorganges in der geistigen Welt. Und alle Erzählungen, die uns in den Mythologien entgegentreten, sind Wiedergabe dessen, was die Menschen gesehen haben, als noch ein großer Teil der Menschen hellseherisch begabt war.

[ 25 ] So soll uns dieser Vortragszyklus in den Tatsachensinn des Okkultismus hineinführen. Kein Zeichen ist erfunden oder erdacht, es ist Abbildung oder Nachbildung eines wirklichen Vorganges in der geistigen Welt. Und alle Erzählungen, die uns in den Mythologien entgegentreten, sind Wiedergabe dessen, was die Menschen gesehen haben, als noch ein großer Teil der Menschen hellseherisch begabt war.