The Gospel of St. John
GA 103
19 May 1908, Hamburg
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Das Johannes-Evangelium, 10th ed.
Zweiter Vortrag
Zweiter Vortrag
[ 1 ] Die ersten Worte des Johannes-Evangeliums rühren in der Tat gleich an die tiefsten Weltgeheimnisse. Man sieht das, wenn man die ihnen zugrunde liegenden geisteswissenschaftlichen Wahrheiten vor die Seele hintreten läßt; und wir werden tief hineingreifen müssen in die spirituelle Erkenntnis, wenn uns diese ersten Worte des Evangeliums im richtigen Lichte erscheinen sollen. Manches, was denjenigen von Ihnen recht wohl bekannt ist, die sich längere Zeit mit der anthroposophischen Weltanschauung befaßt haben, werden wir uns nur kurz dabei ins Gedächtnis zurückrufen müssen. Wir werden aber gewisse elementare Wahrheiten der anthroposophischen Weltanschauung heute durchdringen müssen mit weiteren Ausblicken in verschiedene bedeutsame kosmische Geheimnisse.
[ 1 ] Die ersten Worte des Johannes-Evangeliums rühren in der Tat gleich an die tiefsten Weltgeheimnisse. Man sieht das, wenn man die ihnen zugrunde liegenden geisteswissenschaftlichen Wahrheiten vor die Seele hintreten läßt; und wir werden tief hineingreifen müssen in die spirituelle Erkenntnis, wenn uns diese ersten Worte des Evangeliums im richtigen Lichte erscheinen sollen. Manches, was denjenigen von Ihnen recht wohl bekannt ist, die sich längere Zeit mit der anthroposophischen Weltanschauung befaßt haben, werden wir uns nur kurz dabei ins Gedächtnis zurückrufen müssen. Wir werden aber gewisse elementare Wahrheiten der anthroposophischen Weltanschauung heute durchdringen müssen mit weiteren Ausblicken in verschiedene bedeutsame kosmische Geheimnisse.
[ 2 ] Nur ganz kurz brauchen wir uns einmal das Wesen des Menschen vor Augen zu führen, wie dieses Wesen sich uns darstellt in der geisteswissenschaftlichen Betrachtung, zunächst für die Zeit vom Morgen, wenn der Mensch aufwacht, bis zum Abend, wenn der Mensch wiederum in Schlaf versinkt. Wir wissen, daß der Mensch besteht aus dem physischen Leib, dem Äther- oder Lebensleib, dem Astralleib und dem Ich. Diese vier Glieder der menschlichen Wesenheit sind aber in derjenigen Verbindung, die wir ihnen normalerweise für den Wachzustand zuschreiben, wirklich nur so da während dieses Wachzustandes. Insbesondere ist notwendig, daß wir uns vor die Seele rücken, daß während des Schlafzustandes in der Nacht der Mensch im Grunde genommen eine ganz andere Wesenheit ist; denn seine vier Glieder sind dann in einer ganz anderen Art zusammengefügt als während des Tagwachens. Wenn der Mensch schläft, liegen der physische Leib und der Ätherleib im Bette; der Astralleib und das Ich sind in einer gewissen Weise losgelöst aus dem Zusammenhang mit dem physischen Leibe und dem Ätherleibe, sind also — wenn wir das Wort nicht im rein räumlichen, sondern im geistigen Sinne verstehen — außerhalb des physischen Leibes und des Ätherleibes. So ist also der Mensch während der Nacht eine Wesenheit, die eigentlich aus zwei Teilen besteht: aus dem, was im Bette liegen geblieben ist, und dem, was sich aus dem physischen Leibe und dem Ätherleibe herausgetrennt hat. Nun müssen wir uns vor allen Dingen klarmachen, daß während der Nacht - von dem Augenblicke, wo der Mensch einschläft, bis zu dem Augenblicke, wo er am Morgen wieder aufwacht — dasjenige, was im Bette liegen bleibt, der physische und der Ätherleib, wenn sie verlassen würden von dem, was sie den Tag hindurch erfüllt - von dem, was im Astralleib und im Ich lebt -, daß sie dann als solche gar nicht bestehen könnten. Und hier ist es, wo wir uns ein wenig tiefer in die Weltgeheimnisse einlassen müssen.
[ 2 ] Nur ganz kurz brauchen wir uns einmal das Wesen des Menschen vor Augen zu führen, wie dieses Wesen sich uns darstellt in der geisteswissenschaftlichen Betrachtung, zunächst für die Zeit vom Morgen, wenn der Mensch aufwacht, bis zum Abend, wenn der Mensch wiederum in Schlaf versinkt. Wir wissen, daß der Mensch besteht aus dem physischen Leib, dem Äther- oder Lebensleib, dem Astralleib und dem Ich. Diese vier Glieder der menschlichen Wesenheit sind aber in derjenigen Verbindung, die wir ihnen normalerweise für den Wachzustand zuschreiben, wirklich nur so da während dieses Wachzustandes. Insbesondere ist notwendig, daß wir uns vor die Seele rücken, daß während des Schlafzustandes in der Nacht der Mensch im Grunde genommen eine ganz andere Wesenheit ist; denn seine vier Glieder sind dann in einer ganz anderen Art zusammengefügt als während des Tagwachens. Wenn der Mensch schläft, liegen der physische Leib und der Ätherleib im Bette; der Astralleib und das Ich sind in einer gewissen Weise losgelöst aus dem Zusammenhang mit dem physischen Leibe und dem Ätherleibe, sind also — wenn wir das Wort nicht im rein räumlichen, sondern im geistigen Sinne verstehen — außerhalb des physischen Leibes und des Ätherleibes. So ist also der Mensch während der Nacht eine Wesenheit, die eigentlich aus zwei Teilen besteht: aus dem, was im Bette liegen geblieben ist, und dem, was sich aus dem physischen Leibe und dem Ätherleibe herausgetrennt hat. Nun müssen wir uns vor allen Dingen klarmachen, daß während der Nacht - von dem Augenblicke, wo der Mensch einschläft, bis zu dem Augenblicke, wo er am Morgen wieder aufwacht — dasjenige, was im Bette liegen bleibt, der physische und der Ätherleib, wenn sie verlassen würden von dem, was sie den Tag hindurch erfüllt - von dem, was im Astralleib und im Ich lebt -, daß sie dann als solche gar nicht bestehen könnten. Und hier ist es, wo wir uns ein wenig tiefer in die Weltgeheimnisse einlassen müssen.
[ 3 ] Wenn wir des Menschen physischen Leib vor uns haben, müssen wir uns klarmachen, daß dieser physische Menschenleib, den wir mit Augen sehen und mit Händen wahrnehmen, einen langen Entwickelungsprozeß hinter sich hat. Er hat diesen Entwickelungsprozeß durchgemacht im Verlaufe der ganzen Entwickelung unseres Erdplaneten. Schon bekannt ist es denjenigen, die sich ein wenig mit dieser Materie befaßt haben, daß unsere Erde frühere Zustände durchgemacht hat. So wie der Mensch von Verkörperung zu Verkörperung hindurchgeht, wiederholte Erdenleben durchmacht, so hat auch unsere Erde, bevor sie in denjenigen Zustand gekommen ist, in dem sie heute ist, andere Zustände durchgemacht. Es gibt ebenso frühere Verkörperungen eines Planeten, wie es frühere Verkörperungen eines Menschen gibt. Alles in der großen Welt und in der kleinen Welt unterliegt dem Gesetze der Wiederverkörperung. Und unsere Erde war, bevor sie diese unsere Erde wurde, durch einen Zustand durchgegangen, den wir den «alten Mond» nennen, weil der heutige Mond ein abgesplittertes Stück dieses alten Planeten ist. Also nicht der heutige Mond ist gemeint, wenn wir von dem «alten Monde» sprechen, sondern ein ähnlicher Planet, wie die heutige Erde einer ist. — Ebenso nun wie beim Menschen ein Zeitraum liegt zwischen einer Verkörperung und einer neuen Geburt, so liegt ein Zeitraum zwischen der Verkörperung unseres Planeten, den wir als Erde bezeichnen, und desjenigen, den wir als den alten Mond bezeichnen. Und ebenso ist es mit dem Zustande unseres Planeten, den wir als «Sonne» bezeichnen. Ein Zustand, den man als Sonne bezeichnet, ging dem Mondenzustande unseres Planeten voran, und dem Sonnenzustande ging wieder ein Saturnzustand voran. So können wir zurückblicken auf drei frühere Verkörperungen unseres Planeten.
[ 3 ] Wenn wir des Menschen physischen Leib vor uns haben, müssen wir uns klarmachen, daß dieser physische Menschenleib, den wir mit Augen sehen und mit Händen wahrnehmen, einen langen Entwickelungsprozeß hinter sich hat. Er hat diesen Entwickelungsprozeß durchgemacht im Verlaufe der ganzen Entwickelung unseres Erdplaneten. Schon bekannt ist es denjenigen, die sich ein wenig mit dieser Materie befaßt haben, daß unsere Erde frühere Zustände durchgemacht hat. So wie der Mensch von Verkörperung zu Verkörperung hindurchgeht, wiederholte Erdenleben durchmacht, so hat auch unsere Erde, bevor sie in denjenigen Zustand gekommen ist, in dem sie heute ist, andere Zustände durchgemacht. Es gibt ebenso frühere Verkörperungen eines Planeten, wie es frühere Verkörperungen eines Menschen gibt. Alles in der großen Welt und in der kleinen Welt unterliegt dem Gesetze der Wiederverkörperung. Und unsere Erde war, bevor sie diese unsere Erde wurde, durch einen Zustand durchgegangen, den wir den «alten Mond» nennen, weil der heutige Mond ein abgesplittertes Stück dieses alten Planeten ist. Also nicht der heutige Mond ist gemeint, wenn wir von dem «alten Monde» sprechen, sondern ein ähnlicher Planet, wie die heutige Erde einer ist. — Ebenso nun wie beim Menschen ein Zeitraum liegt zwischen einer Verkörperung und einer neuen Geburt, so liegt ein Zeitraum zwischen der Verkörperung unseres Planeten, den wir als Erde bezeichnen, und desjenigen, den wir als den alten Mond bezeichnen. Und ebenso ist es mit dem Zustande unseres Planeten, den wir als «Sonne» bezeichnen. Ein Zustand, den man als Sonne bezeichnet, ging dem Mondenzustande unseres Planeten voran, und dem Sonnenzustande ging wieder ein Saturnzustand voran. So können wir zurückblicken auf drei frühere Verkörperungen unseres Planeten.
[ 4 ] Unser physischer Menschenleib hat seine allererste Anlage erhalten auf dem alten Saturn. Damals auf diesem alten Saturn bildete sich eine — von dem heutigen menschlichen Leibe freilich ganz verschiedene — erste Anlage des physischen Menschenleibes. Alles, was heute vom Menschen vorhanden ist außer dem physischen Menschenleibe, war auf diesem alten Saturn noch nicht vorhanden. Erst als der Saturn sich in die Sonne verwandelte, also während der zweiten Verkörperung unseres Erdplaneten, kam zu diesem physischen Leib der Ätherleib hinzu, durchtränkte, imprägnierte ihn. Und was war die Folge? Die Folge war, daß der physische Menschenleib eine Verwandlung durchmachte: er wurde anders gestaltet, er erlangte eine andere Art und Weise seines Daseins. So steht während der Sonnenverkörperung unserer Erde der physische Leib auf der zweiten Stufe seines Daseins. Wodurch hat er diese zweite Stufe erlangt? Dadurch, daß er - während er auf dem Saturn noch maschinenhaft, automatisch war - auf der Sonne ein innerlich lebendiger Leib wurde. Der Ätherleib, der hineingeschlüpft war, gestaltete den physischen Leib um. Auf dem Monde schlüpfte in diesen Zusammenhang von physischem Leib und Ätherleib der Astralleib hinein. Da wurde wiederum der physische Leib umgestaltet, ein drittes Mal gestaltet, der Ätherleib erst ein zweites Mal. Auf der Erde endlich kam zum physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib das Ich hinzu, und das Ich, das jetzt hineinschlüpfte in diesen dreifachen Zusammenhang, gestaltete diesen physischen Leib wiederum um, so daß er endlich dieser komplizierte Zusammenhang wurde, der er heute ist. Es ist also, was Sie heute als den menschlichen physischen Leib vor sich haben, ein vielfach umgestaltetes Wesen, und er ist so kompliziert, wie er heute erscheint, nur dadurch geworden, daß er vier Entwickelungszustände durchgemacht hat.
[ 4 ] Unser physischer Menschenleib hat seine allererste Anlage erhalten auf dem alten Saturn. Damals auf diesem alten Saturn bildete sich eine — von dem heutigen menschlichen Leibe freilich ganz verschiedene — erste Anlage des physischen Menschenleibes. Alles, was heute vom Menschen vorhanden ist außer dem physischen Menschenleibe, war auf diesem alten Saturn noch nicht vorhanden. Erst als der Saturn sich in die Sonne verwandelte, also während der zweiten Verkörperung unseres Erdplaneten, kam zu diesem physischen Leib der Ätherleib hinzu, durchtränkte, imprägnierte ihn. Und was war die Folge? Die Folge war, daß der physische Menschenleib eine Verwandlung durchmachte: er wurde anders gestaltet, er erlangte eine andere Art und Weise seines Daseins. So steht während der Sonnenverkörperung unserer Erde der physische Leib auf der zweiten Stufe seines Daseins. Wodurch hat er diese zweite Stufe erlangt? Dadurch, daß er - während er auf dem Saturn noch maschinenhaft, automatisch war - auf der Sonne ein innerlich lebendiger Leib wurde. Der Ätherleib, der hineingeschlüpft war, gestaltete den physischen Leib um. Auf dem Monde schlüpfte in diesen Zusammenhang von physischem Leib und Ätherleib der Astralleib hinein. Da wurde wiederum der physische Leib umgestaltet, ein drittes Mal gestaltet, der Ätherleib erst ein zweites Mal. Auf der Erde endlich kam zum physischen Leib, Ätherleib und astralischen Leib das Ich hinzu, und das Ich, das jetzt hineinschlüpfte in diesen dreifachen Zusammenhang, gestaltete diesen physischen Leib wiederum um, so daß er endlich dieser komplizierte Zusammenhang wurde, der er heute ist. Es ist also, was Sie heute als den menschlichen physischen Leib vor sich haben, ein vielfach umgestaltetes Wesen, und er ist so kompliziert, wie er heute erscheint, nur dadurch geworden, daß er vier Entwickelungszustände durchgemacht hat.
[ 5 ] Wenn wir von unserem heutigen physischen Leibe sprechen und sagen, er bestehe aus denselben physischen und chemischen Stoffen und Kräften wie draußen im Kosmos die Mineralien, dann müssen wir uns aber auch klarmachen, daß zwischen diesem physischen Menschenleibe und dem Mineral doch noch ein gewaltiger Unterschied ist. Wir betonen, wenn wir in ganz elementarer Art sprechen, den Unterschied des physischen Menschenleibes von dem physischen Leibe eines Minerals, oder sagen wir eines Bergkristalls, dadurch, daß wir sagen: Der Bergkristall behält, wenn er nicht von außen zerstört wird, seine Form. Der physische Leib des Menschen kann durch sich selbst nicht seine Form behalten; er hat sie nur dadurch und nur so lange, als ein ätherischer Leib, ein astralischer Leib und ein Ich in ihm sind. In dem Augenblicke, wo sich Ätherleib, astralischer Leib und Ich von ihm trennen, beginnt der physische Leib etwas ganz anderes zu werden, als er zwischen Geburt und Tod ist: Er folgt den Gesetzen der physischen und chemischen Stoffe und Kräfte und zerfällt, während der physische Leib des Minerals erhalten bleibt.
[ 5 ] Wenn wir von unserem heutigen physischen Leibe sprechen und sagen, er bestehe aus denselben physischen und chemischen Stoffen und Kräften wie draußen im Kosmos die Mineralien, dann müssen wir uns aber auch klarmachen, daß zwischen diesem physischen Menschenleibe und dem Mineral doch noch ein gewaltiger Unterschied ist. Wir betonen, wenn wir in ganz elementarer Art sprechen, den Unterschied des physischen Menschenleibes von dem physischen Leibe eines Minerals, oder sagen wir eines Bergkristalls, dadurch, daß wir sagen: Der Bergkristall behält, wenn er nicht von außen zerstört wird, seine Form. Der physische Leib des Menschen kann durch sich selbst nicht seine Form behalten; er hat sie nur dadurch und nur so lange, als ein ätherischer Leib, ein astralischer Leib und ein Ich in ihm sind. In dem Augenblicke, wo sich Ätherleib, astralischer Leib und Ich von ihm trennen, beginnt der physische Leib etwas ganz anderes zu werden, als er zwischen Geburt und Tod ist: Er folgt den Gesetzen der physischen und chemischen Stoffe und Kräfte und zerfällt, während der physische Leib des Minerals erhalten bleibt.
[ 6 ] Etwas Ähnliches ist mit dem Ätherleibe der Fall. Nachdem sich unmittelbar nach dem Tode Ätherleib, astralischer Leib und Ich von dem physischen Leibe getrennt haben, geht nach einiger Zeit auch der Ätherleib aus der Verbindung mit dem astralischen Leibe und dem Ich heraus und löst sich auf im Weltenäther, wie sich der physische Leib im Erdreich auflöst. Es bleibt dann von dem Ätherleibe nur jener Extrakt zurück, von dem wir öfter gesprochen haben; der bleibt mit dem Menschen vereint. So können wir sagen, daß der physische Leib des Menschen in einer gewissen Beziehung allerdings von demselben Wert ist wie das um uns herumliegende Mineralreich. Aber wir müssen uns doch den großen Unterschied vor die Seele rücken, der zwischen dem Mineralreich und dem physischen Menschenleibe besteht.
[ 6 ] Etwas Ähnliches ist mit dem Ätherleibe der Fall. Nachdem sich unmittelbar nach dem Tode Ätherleib, astralischer Leib und Ich von dem physischen Leibe getrennt haben, geht nach einiger Zeit auch der Ätherleib aus der Verbindung mit dem astralischen Leibe und dem Ich heraus und löst sich auf im Weltenäther, wie sich der physische Leib im Erdreich auflöst. Es bleibt dann von dem Ätherleibe nur jener Extrakt zurück, von dem wir öfter gesprochen haben; der bleibt mit dem Menschen vereint. So können wir sagen, daß der physische Leib des Menschen in einer gewissen Beziehung allerdings von demselben Wert ist wie das um uns herumliegende Mineralreich. Aber wir müssen uns doch den großen Unterschied vor die Seele rücken, der zwischen dem Mineralreich und dem physischen Menschenleibe besteht.
[ 7 ] Es könnte jemand sagen: Ja, eben ist gesagt worden, auf dem Saturn war unser physischer Leib noch nicht durchsetzt von einem Ätherleibe, nicht von einem astralischen Leib und nicht von einem Ich, denn die kamen erst auf der Sonne, dem Monde und der Erde hinzu; da war also wirklich der physische Leib des Menschen könnte man sagen — von dem Werte eines Minerals. - Nun aber haben wir angeführt, wie drei Verwandlungen dieses physischen Leibes einander folgten auf diesen alten Zustand, in dem er während des Saturndaseins war. Auch das heutige Mineral, das Sie als ein totes Mineral vor sich haben, kann unmöglich bestehen so, daß es bloß einen physischen Leib in sich hat. Machen Sie sich klar, daß zwar für diese unsere physische Welt das richtig ist, was gesagt wird und gesagt werden muß: daß das Mineral nur einen physischen Leib habe. Hier in der physischen Welt hat das Mineral bloß einen physischen Leib, aber absolut richtig ist das nicht. Genau ebenso wie der physische Leib, wenn er vor uns steht, in sich seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich hat, die dazu gehören, so hat auch das Mineral nicht bloß physischen Leib, sondern auch Ätherleib, astralischen Leib und Ich; nur befinden sich diese höheren Glieder seiner Wesenheit in höheren Welten. Das Mineral hat einen Ätherleib, der ist nur in der sogenannten astralischen Welt; das Mineral hat einen astralischen Leib, der ist nur in der sogenannten devachanischen oder himmlischen Welt, und es hat ein Ich, nur ist das in einer noch höheren oder geistigen Welt. Also unterscheidet sich der physische Menschenleib von dem physischen Leibe eines Minerals dadurch, daß der physische Menschenleib hier in dieser physischen Welt im wachen Zustand seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich in sich hat; das Mineral aber hat hier seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich nicht in sich, denn wir wissen ja, daß es außer unserer Welt noch andere Welten gibt. Die Welt, die wir mit unseren Sinnen gewöhnlich wahrnehmen, sie wird durchdrungen von der astralischen Welt und diese wieder von der Devachanwelt, die in eine niedere und in eine höhere devachanische Welt zerfällt.
[ 7 ] Es könnte jemand sagen: Ja, eben ist gesagt worden, auf dem Saturn war unser physischer Leib noch nicht durchsetzt von einem Ätherleibe, nicht von einem astralischen Leib und nicht von einem Ich, denn die kamen erst auf der Sonne, dem Monde und der Erde hinzu; da war also wirklich der physische Leib des Menschen könnte man sagen — von dem Werte eines Minerals. - Nun aber haben wir angeführt, wie drei Verwandlungen dieses physischen Leibes einander folgten auf diesen alten Zustand, in dem er während des Saturndaseins war. Auch das heutige Mineral, das Sie als ein totes Mineral vor sich haben, kann unmöglich bestehen so, daß es bloß einen physischen Leib in sich hat. Machen Sie sich klar, daß zwar für diese unsere physische Welt das richtig ist, was gesagt wird und gesagt werden muß: daß das Mineral nur einen physischen Leib habe. Hier in der physischen Welt hat das Mineral bloß einen physischen Leib, aber absolut richtig ist das nicht. Genau ebenso wie der physische Leib, wenn er vor uns steht, in sich seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich hat, die dazu gehören, so hat auch das Mineral nicht bloß physischen Leib, sondern auch Ätherleib, astralischen Leib und Ich; nur befinden sich diese höheren Glieder seiner Wesenheit in höheren Welten. Das Mineral hat einen Ätherleib, der ist nur in der sogenannten astralischen Welt; das Mineral hat einen astralischen Leib, der ist nur in der sogenannten devachanischen oder himmlischen Welt, und es hat ein Ich, nur ist das in einer noch höheren oder geistigen Welt. Also unterscheidet sich der physische Menschenleib von dem physischen Leibe eines Minerals dadurch, daß der physische Menschenleib hier in dieser physischen Welt im wachen Zustand seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich in sich hat; das Mineral aber hat hier seinen Ätherleib, seinen astralischen Leib und sein Ich nicht in sich, denn wir wissen ja, daß es außer unserer Welt noch andere Welten gibt. Die Welt, die wir mit unseren Sinnen gewöhnlich wahrnehmen, sie wird durchdrungen von der astralischen Welt und diese wieder von der Devachanwelt, die in eine niedere und in eine höhere devachanische Welt zerfällt.
[ 8 ] Der Mensch ist nun dem Mineral gegenüber dadurch ein bevorzugtes Wesen, daß er beim Tagwachen seine anderen drei Glieder in sich hat. Das Mineral hat in sich selbst diese Glieder nicht; sondern wir müssen uns das so vorstellen, daß das Mineral gar nicht vollständig ist auf dem physischen Plan. Denken Sie sich einen menschlichen Fingernagel. Sie werden mir zugeben, diesen menschlichen Fingernagel können Sie nirgends in der Natur draußen als für sich bestehende Wesenheit finden; denn er setzt voraus, wenn er wachsen soll, den übrigen menschlichen Organismus; er kann nicht ohne diesen sein. Denken Sie sich nun ein kleines Wesen, das nur Augen habe, um Ihre Fingernägel zu sehen, aber keine Fähigkeit, um Ihren übrigen Organismus zu sehen. Da würde ein solches kleines Wesen durch den ganzen übrigen Raum hindurchschauen, aber nur Ihre Fingernägel sehen. So sind die Mineralien hier gleichsam nur die Fingernägel, und Sie betrachten die Mineralien nur vollständig, wenn Sie in höhere Welten aufsteigen. Da haben sie ihren Ätherleib, astralischen Leib und so weiter und hier nur ihre physischen Glieder. Das alles wollen wir recht fest ins Auge fassen, um uns klarzumachen, daß es in höherer geistiger Wirklichkeit eben gar kein Wesen geben kann, das nicht in irgendeiner Art Ätherleib, astralischen Leib und Ich hätte. Ein physisches Wesen kann gar nicht bestehen, wenn es nicht zu einem Ätherleib, astralischen Leib und einem Ich hinzugehört.
[ 8 ] Der Mensch ist nun dem Mineral gegenüber dadurch ein bevorzugtes Wesen, daß er beim Tagwachen seine anderen drei Glieder in sich hat. Das Mineral hat in sich selbst diese Glieder nicht; sondern wir müssen uns das so vorstellen, daß das Mineral gar nicht vollständig ist auf dem physischen Plan. Denken Sie sich einen menschlichen Fingernagel. Sie werden mir zugeben, diesen menschlichen Fingernagel können Sie nirgends in der Natur draußen als für sich bestehende Wesenheit finden; denn er setzt voraus, wenn er wachsen soll, den übrigen menschlichen Organismus; er kann nicht ohne diesen sein. Denken Sie sich nun ein kleines Wesen, das nur Augen habe, um Ihre Fingernägel zu sehen, aber keine Fähigkeit, um Ihren übrigen Organismus zu sehen. Da würde ein solches kleines Wesen durch den ganzen übrigen Raum hindurchschauen, aber nur Ihre Fingernägel sehen. So sind die Mineralien hier gleichsam nur die Fingernägel, und Sie betrachten die Mineralien nur vollständig, wenn Sie in höhere Welten aufsteigen. Da haben sie ihren Ätherleib, astralischen Leib und so weiter und hier nur ihre physischen Glieder. Das alles wollen wir recht fest ins Auge fassen, um uns klarzumachen, daß es in höherer geistiger Wirklichkeit eben gar kein Wesen geben kann, das nicht in irgendeiner Art Ätherleib, astralischen Leib und Ich hätte. Ein physisches Wesen kann gar nicht bestehen, wenn es nicht zu einem Ätherleib, astralischen Leib und einem Ich hinzugehört.
[ 9 ] Nun aber herrscht zwischen allem, was heute schon gesagt worden ist, eigentlich ein gewisser Widerspruch. — Es ist gesagt worden, der Mensch sei in der Nacht, wenn er schläft, ein ganz anderes Wesen als bei Tag, wenn er wacht. Bei Tag ist uns dieses Menschenwesen ganz erklärlich: da steht es als eine viergliedrige Wesenheit vor uns. Nun aber treten wir an den schlafenden Menschen heran und betrachten ihn seiner physischen Wesenheit nach. Da haben wir physischen Leib und Ätherleib im Bette liegen, und Astralleib und Ich sind draußen. Da ergibt sich der Widerspruch, daß wir ein Wesen vor uns hätten, das verlassen wäre von Astralleib und Ich. Der Stein schläft nicht; sein Ätherleib, Astralleib und Ich durchdringen ihn nicht, aber sie bleiben stets in derselben Verbindung mit ihm. Beim Menschen geht jede Nacht der Astralleib und das Ich heraus. Er kümmert sich in der Nacht nicht um seinen physischen Leib und Ätherleib und überläßt diese jede Nacht sich selber. Diese Tatsache wird nicht immer ganz genau überdacht. Jede Nacht geht mit dem Menschen diese Verwandlung vor sich, daß er als eigentlicher geistiger Mensch Abschied nimmt von seinem physischen Leibe und Ätherleibe, die er sich selber überläßt. Nun aber können diese nicht für sich bestehen; denn kein physischer Leib und auch kein Ätherleib kann für sich bestehen, selbst der Stein muß durchdrungen sein von seinen höheren Gliedern. Und da werden Sie leicht begreifen, daß es ganz unmöglich ist, daß Ihr physischer Leib und Ihr Ätherleib während der Nacht im Bette bleiben ohne einen Astralleib und ein Ich. Was geschieht denn aber während der Nacht? Ihr Astralleib und Ihr Ich sind nicht in dem physischen Leibe und dem Ätherleibe, aber dafür ist ein anderes Ich und ein anderer astralischer Leib in ihnen! Hier ist es, wo Sie vom Okkultismus aus auf das göttlich-geistige Sein hingewiesen werden, auf höhere geistige Wesenheiten. Während in der Nacht Ihr Ich und Ihr astralischer Leib heraus sind aus Ihrem physischen Leibe und Ihrem Ätherleibe, sind im physischen und Ätherleibe der Astralleib und das Ich höherer göttlich-geistiger Wesenheiten tatsächlich tätig. Und das kommt von folgendem:
[ 9 ] Nun aber herrscht zwischen allem, was heute schon gesagt worden ist, eigentlich ein gewisser Widerspruch. — Es ist gesagt worden, der Mensch sei in der Nacht, wenn er schläft, ein ganz anderes Wesen als bei Tag, wenn er wacht. Bei Tag ist uns dieses Menschenwesen ganz erklärlich: da steht es als eine viergliedrige Wesenheit vor uns. Nun aber treten wir an den schlafenden Menschen heran und betrachten ihn seiner physischen Wesenheit nach. Da haben wir physischen Leib und Ätherleib im Bette liegen, und Astralleib und Ich sind draußen. Da ergibt sich der Widerspruch, daß wir ein Wesen vor uns hätten, das verlassen wäre von Astralleib und Ich. Der Stein schläft nicht; sein Ätherleib, Astralleib und Ich durchdringen ihn nicht, aber sie bleiben stets in derselben Verbindung mit ihm. Beim Menschen geht jede Nacht der Astralleib und das Ich heraus. Er kümmert sich in der Nacht nicht um seinen physischen Leib und Ätherleib und überläßt diese jede Nacht sich selber. Diese Tatsache wird nicht immer ganz genau überdacht. Jede Nacht geht mit dem Menschen diese Verwandlung vor sich, daß er als eigentlicher geistiger Mensch Abschied nimmt von seinem physischen Leibe und Ätherleibe, die er sich selber überläßt. Nun aber können diese nicht für sich bestehen; denn kein physischer Leib und auch kein Ätherleib kann für sich bestehen, selbst der Stein muß durchdrungen sein von seinen höheren Gliedern. Und da werden Sie leicht begreifen, daß es ganz unmöglich ist, daß Ihr physischer Leib und Ihr Ätherleib während der Nacht im Bette bleiben ohne einen Astralleib und ein Ich. Was geschieht denn aber während der Nacht? Ihr Astralleib und Ihr Ich sind nicht in dem physischen Leibe und dem Ätherleibe, aber dafür ist ein anderes Ich und ein anderer astralischer Leib in ihnen! Hier ist es, wo Sie vom Okkultismus aus auf das göttlich-geistige Sein hingewiesen werden, auf höhere geistige Wesenheiten. Während in der Nacht Ihr Ich und Ihr astralischer Leib heraus sind aus Ihrem physischen Leibe und Ihrem Ätherleibe, sind im physischen und Ätherleibe der Astralleib und das Ich höherer göttlich-geistiger Wesenheiten tatsächlich tätig. Und das kommt von folgendem:
[ 10 ] Wenn Sie den ganzen Hergang der Menschheitsentwickelung betrachten vom Saturnzustand durch den Sonnen- und Mondzustand hindurch bis zur Erde, so werden Sie sagen: Auf dem Saturn war ja auch bloß der physische Menschenleib vorhanden; da war kein menschlicher Ätherleib, kein menschlicher Astralleib und kein menschliches Ich in dem physischen Leibe. Aber bestehen konnte dieser physische Leib damals für sich allein ebensowenig, wie heute der Stein allein bestehen kann. Der physische Leib konnte damals nur dadurch bestehen, daß er durchzogen wurde von dem Ätherleibe, Astralleibe und Ich göttlich-geistiger Wesenheiten. Göttlich-geistige Wesenheiten wohnten darinnen, und die blieben auch wohnen. Und als auf der Sonne ein eigener Ätherleib in diesen physischen Leib hineinkam, da vermischte sich sozusagen nur der menschliche kleinere Ätherleib mit dem früheren Ätherleib göttlich-geistiger Wesenheiten. Und so war es schon auf dem Saturn; auch auf dem Saturn war der physische Leib durchdrungen von göttlich-geistigen Wesenheiten. Und jetzt kommen wir, wenn wir das richtig verstanden haben, zu einem tieferen Verständnis des heutigen Menschen, und wir sind in der Lage, jetzt das zu wiederholen und besser zu verstehen, was in der christlichen Esoterik von Anfang an gelehrt worden ist.
[ 10 ] Wenn Sie den ganzen Hergang der Menschheitsentwickelung betrachten vom Saturnzustand durch den Sonnen- und Mondzustand hindurch bis zur Erde, so werden Sie sagen: Auf dem Saturn war ja auch bloß der physische Menschenleib vorhanden; da war kein menschlicher Ätherleib, kein menschlicher Astralleib und kein menschliches Ich in dem physischen Leibe. Aber bestehen konnte dieser physische Leib damals für sich allein ebensowenig, wie heute der Stein allein bestehen kann. Der physische Leib konnte damals nur dadurch bestehen, daß er durchzogen wurde von dem Ätherleibe, Astralleibe und Ich göttlich-geistiger Wesenheiten. Göttlich-geistige Wesenheiten wohnten darinnen, und die blieben auch wohnen. Und als auf der Sonne ein eigener Ätherleib in diesen physischen Leib hineinkam, da vermischte sich sozusagen nur der menschliche kleinere Ätherleib mit dem früheren Ätherleib göttlich-geistiger Wesenheiten. Und so war es schon auf dem Saturn; auch auf dem Saturn war der physische Leib durchdrungen von göttlich-geistigen Wesenheiten. Und jetzt kommen wir, wenn wir das richtig verstanden haben, zu einem tieferen Verständnis des heutigen Menschen, und wir sind in der Lage, jetzt das zu wiederholen und besser zu verstehen, was in der christlichen Esoterik von Anfang an gelehrt worden ist.
[ 11 ] Diese christliche Esoterik wurde ja immer gepflegt neben der äußeren christlichen exoterischen Lehre. Es ist von mir schon öfter darauf hingewiesen worden, daß der große Apostel des Christentums, Paulus, seine gewaltige, flammende Rednergabe dazu benutzt hat, den Völkern das Christentum zu lehren, daß er aber auch gleichzeitig eine esoterische Schule begründet hat, deren Vorsteher Dionysius Areopagita war, der in der Apostelgeschichte (17, 34) erwähnt wird. In dieser christlich-esoterischen Schule zu Athen, die unmittelbar von Paulus selbst begründet war, wurde die reinste Geisteswissenschaft gelehrt. Und was da gelehrt wurde, werden wir jetzt einmal vor unsere Seele hinführen können, nachdem wir die Bausteine dazu uns in den vorhergehenden Betrachtungen zusammengetragen haben.
[ 11 ] Diese christliche Esoterik wurde ja immer gepflegt neben der äußeren christlichen exoterischen Lehre. Es ist von mir schon öfter darauf hingewiesen worden, daß der große Apostel des Christentums, Paulus, seine gewaltige, flammende Rednergabe dazu benutzt hat, den Völkern das Christentum zu lehren, daß er aber auch gleichzeitig eine esoterische Schule begründet hat, deren Vorsteher Dionysius Areopagita war, der in der Apostelgeschichte (17, 34) erwähnt wird. In dieser christlich-esoterischen Schule zu Athen, die unmittelbar von Paulus selbst begründet war, wurde die reinste Geisteswissenschaft gelehrt. Und was da gelehrt wurde, werden wir jetzt einmal vor unsere Seele hinführen können, nachdem wir die Bausteine dazu uns in den vorhergehenden Betrachtungen zusammengetragen haben.
[ 12 ] Auch in dieser christlich-esoterischen Schule wurde gesagt: Betrachtest du den Menschen, wie er als wachender Tagesmensch vor dir steht, so besteht er aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und dem Ich, wenn auch die Worte nicht genau dieselben waren, wie sie heute gebraucht werden, aber darauf kommt es nicht an. Dann wurde aber auch darauf hingewiesen, wo der Mensch in seiner Entwickelung gegenwärtig steht. Dieser Mensch, wie er aus diesen vier Gliedern besteht, bleibt gar nicht so, wie er uns erscheint. Wenn wir den Menschen rein aus den vier Gliedern aufgebaut betrachten wollen, müssen wir nicht den gegenwärtigen Menschen betrachten, sondern da müssen wir weit zurückgehen in der Entwickelung - bis in die lemurische Zeit. In der lemurischen Zeit gesellte sich zu dem Menschen, der damals aus physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib bestand, auch noch das Ich hinzu. Da konnte man im reinen Sinne sagen: Der Mensch bestand aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich. Nun ist seither jeder Mensch durch viele Verkörperungen hindurchgegangen. Was ist nun der Sinn dieser Entwickelung durch die Inkarnationen hindurch? Der Sinn dieser Entwickelung durch die Inkarnationen hindurch ist der, daß von Verkörperung zu Verkörperung das Ich arbeitet an sich, daB es umgestaltet die drei Glieder seiner Wesenheit. Es beginnt zunächst mit der Umgestaltung seines Astralleibes. Bei keinem heutigen Durchschnittsmenschen ist dieser astralische Leib so, wie er war, bevor das Ich in der ersten Erdenverkörperung an ihm gearbeitet hat. In der ersten Erdenverkörperung wandelte das Ich von innen heraus gewisse Vorstellungen, Empfindungen und Leidenschaften um, die dem Menschen ursprünglich gegeben waren; und von Inkarnation zu Inkarnation wird durch die Arbeit des Ich immer mehr umgewandelt. So daß wir sagen können: Der Mensch hat nicht nur heute die vier Glieder: physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und Ich, sondern er hat durch die Arbeit des Ich innerhalb des astralischen Leibes einen Teil, der das Geschöpf des Ich selber ist. Und bei jedem Menschen zerfällt heute der Astralleib in zwei Teile: einen vom Ich umgewandelten Teil und einen vom Ich nicht umgewandelten Teil. Und immer weiter wird das gehen. Es wird für jeden Menschen eine Zeit kommen, wo sein ganzer astralischer Leib ein Geschöpf seines Ich sein wird. Man hat sich gewöhnt, in der morgenländischen Weisheit den Teil des astralischen Leibes, der vom Ich schon umgestaltet ist, Manas zu nennen, deutsch: Geistselbst. Dadurch besteht der Mensch immer noch aus seinen vier Gliedern; aber wir können da jetzt fünf Teile unterscheiden: physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib, Ich und als fünften Teil den umgewandelten Teil des astralischen Leibes, Manas oder Geistselbst. So daß wir sagen können: Bei jedem Menschen ist der astralische Leib so, daß er Manas oder Geistselbst enthält; das ist ein Werk des Ich, ein Produkt der Arbeit des Ich. Weiter wird der Mensch arbeiten an sich. Die Erde wird weitere Verkörperungen durchmachen. Der Mensch erlangt nach und nach die Fähigkeit, die heute schon von dem Eingeweihten erlangt werden kann: daß er auch an seinem Ätherleibe arbeitet. Ja, der Durchschnittsmensch arbeitet heute auch schon daran ; und soviel von seinem Ätherleibe umgestaltet ist zu einem Produkt des Ich, nennen wir dies die Buddhi oder den Lebensgeist. Und zuletzt kommt der Mensch dazu, seinen physischen Leib umzugestalten vom Ich aus; und soviel er am physischen Leib vom Ich aus umgestaltet, nennen wir dies Atman oder den Geistesmenschen.
[ 12 ] Auch in dieser christlich-esoterischen Schule wurde gesagt: Betrachtest du den Menschen, wie er als wachender Tagesmensch vor dir steht, so besteht er aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und dem Ich, wenn auch die Worte nicht genau dieselben waren, wie sie heute gebraucht werden, aber darauf kommt es nicht an. Dann wurde aber auch darauf hingewiesen, wo der Mensch in seiner Entwickelung gegenwärtig steht. Dieser Mensch, wie er aus diesen vier Gliedern besteht, bleibt gar nicht so, wie er uns erscheint. Wenn wir den Menschen rein aus den vier Gliedern aufgebaut betrachten wollen, müssen wir nicht den gegenwärtigen Menschen betrachten, sondern da müssen wir weit zurückgehen in der Entwickelung - bis in die lemurische Zeit. In der lemurischen Zeit gesellte sich zu dem Menschen, der damals aus physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib bestand, auch noch das Ich hinzu. Da konnte man im reinen Sinne sagen: Der Mensch bestand aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich. Nun ist seither jeder Mensch durch viele Verkörperungen hindurchgegangen. Was ist nun der Sinn dieser Entwickelung durch die Inkarnationen hindurch? Der Sinn dieser Entwickelung durch die Inkarnationen hindurch ist der, daß von Verkörperung zu Verkörperung das Ich arbeitet an sich, daB es umgestaltet die drei Glieder seiner Wesenheit. Es beginnt zunächst mit der Umgestaltung seines Astralleibes. Bei keinem heutigen Durchschnittsmenschen ist dieser astralische Leib so, wie er war, bevor das Ich in der ersten Erdenverkörperung an ihm gearbeitet hat. In der ersten Erdenverkörperung wandelte das Ich von innen heraus gewisse Vorstellungen, Empfindungen und Leidenschaften um, die dem Menschen ursprünglich gegeben waren; und von Inkarnation zu Inkarnation wird durch die Arbeit des Ich immer mehr umgewandelt. So daß wir sagen können: Der Mensch hat nicht nur heute die vier Glieder: physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und Ich, sondern er hat durch die Arbeit des Ich innerhalb des astralischen Leibes einen Teil, der das Geschöpf des Ich selber ist. Und bei jedem Menschen zerfällt heute der Astralleib in zwei Teile: einen vom Ich umgewandelten Teil und einen vom Ich nicht umgewandelten Teil. Und immer weiter wird das gehen. Es wird für jeden Menschen eine Zeit kommen, wo sein ganzer astralischer Leib ein Geschöpf seines Ich sein wird. Man hat sich gewöhnt, in der morgenländischen Weisheit den Teil des astralischen Leibes, der vom Ich schon umgestaltet ist, Manas zu nennen, deutsch: Geistselbst. Dadurch besteht der Mensch immer noch aus seinen vier Gliedern; aber wir können da jetzt fünf Teile unterscheiden: physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib, Ich und als fünften Teil den umgewandelten Teil des astralischen Leibes, Manas oder Geistselbst. So daß wir sagen können: Bei jedem Menschen ist der astralische Leib so, daß er Manas oder Geistselbst enthält; das ist ein Werk des Ich, ein Produkt der Arbeit des Ich. Weiter wird der Mensch arbeiten an sich. Die Erde wird weitere Verkörperungen durchmachen. Der Mensch erlangt nach und nach die Fähigkeit, die heute schon von dem Eingeweihten erlangt werden kann: daß er auch an seinem Ätherleibe arbeitet. Ja, der Durchschnittsmensch arbeitet heute auch schon daran ; und soviel von seinem Ätherleibe umgestaltet ist zu einem Produkt des Ich, nennen wir dies die Buddhi oder den Lebensgeist. Und zuletzt kommt der Mensch dazu, seinen physischen Leib umzugestalten vom Ich aus; und soviel er am physischen Leib vom Ich aus umgestaltet, nennen wir dies Atman oder den Geistesmenschen.
[ 13 ] Lassen wir den Blick schweifen auf eine ferne, ferne Zukunft, wenn die Erde andere Planetenformen, andere Verkörperungen durchgemacht haben wird, wenn sie, wie wir im Okkultismus sagen, durch den Jupiterzustand, den Venuszustand und den Vulkanzustand gegangen sein wird. Dann wird der Mensch auf einer wesentlich höheren Stufe stehen und wird umgewandelt haben seinen ganzen astralischen Leib in Manas oder Geistselbst, seinen ganzen Ätherleib in die Buddhi oder den Lebensgeist, und seinen ganzen physischen Leib in Atman oder den Geistesmenschen.
[ 13 ] Lassen wir den Blick schweifen auf eine ferne, ferne Zukunft, wenn die Erde andere Planetenformen, andere Verkörperungen durchgemacht haben wird, wenn sie, wie wir im Okkultismus sagen, durch den Jupiterzustand, den Venuszustand und den Vulkanzustand gegangen sein wird. Dann wird der Mensch auf einer wesentlich höheren Stufe stehen und wird umgewandelt haben seinen ganzen astralischen Leib in Manas oder Geistselbst, seinen ganzen Ätherleib in die Buddhi oder den Lebensgeist, und seinen ganzen physischen Leib in Atman oder den Geistesmenschen.
[ 14 ] Vergleichen wir einmal diesen Menschen, wie er am Ende unserer Erdenlaufbahn vor uns stehen wird, mit dem Menschen, wie er am Anfange der Erdenlaufbahn da war. Im Anfang war von diesem Menschen nur der physische Leib vorhanden. Durchdrungen war dieser physische Leib von dem Ätherleib, Astralleib und Ich, aber die gehörten göttlichen, höheren Wesenheiten an; die wohnten nur darinnen. Am Ende der Erdenlaufbahn ist der Mensch durchdrungen von seinem Ich; und dieses sein Ich wohnt selber in dem Astralleib, wenn es als Manas oder Geistselbst den astralischen Leib durchzogen hat. Dieses Ich hat dann den Ätherleib durchzogen, er ist ganz und gar durchsetzt von der Buddhi oder dem Lebensgeiste; und der physische Leib ist ganz und gar durchzogen von Atman oder dem Geistesmenschen, den Produkten des Ich. Ein ganz gewaltiger Unterschied zwischen dem Menschen am Anfange seiner Entwickelung und dem Menschen am Ende seiner Entwickelung! Gerade aber, wenn wir uns diesen Unterschied recht vor die Seele führen, wird das, was von mir absichtlich als ein Widerspruch hingestellt worden ist, der Schlafzustand, erklärlich werden. Gerade aus der Form, wie die christliche Esoterik dies erklärt hat, wird uns alles verständlich werden. Wir müssen uns klar werden: Was ist denn das, wenn die Erde am Ziel ihrer Entwickelung angelangt sein wird, was uns dann als physischer Leib entgegentritt? Der physische Leib von heute? Der ist es ganz und gar nicht! — sondern das, was das Ich aus diesem physischen Leibe gemacht haben wird. Ganz durchgeistigt wird dieser physische Leib sein, ebenso der Ätherleib und ebenso der astralische Leib. Durchgeistigt war er aber auch schon, und auch der Ätherleib und der astralische Leib, bevor der Mensch von seinem Ich aus sie durchgeistigte. Selbst der Stein ist heute, wie wir gesagt haben, durchgeistigt vom Ätherleibe, Astralleibe und Ich, die in höheren geistigen Welten lebend zum Stein gehören. So werden wir verstehen, daß die christliche Esoterik recht hat, wenn sie sagt: Ja, das, was wir heute vor uns haben als physischen Menschenleib, das kann der Mensch noch nicht beherrschen; denn der Mensch ist noch nicht am Ende seiner Entwickelung angelangt, wo er von seinem Ich aus bis in den physischen Leib hinein arbeiten wird. Auch was er im Ätherleib hat, kann er noch nicht beherrschen; das wird er erst beherrschen können, wenn die Erde im Venuszustande sein wird. Der Mensch kann also von seinem Ich aus noch nicht physischen Leib und Ätherleib beherrschen. Dann erst kann er sie beherrschen, wenn er Buddhi und Atma ausgebildet haben wird. Aber es muß ein solcher physischer und Ätherleib auf geistige Art beherrscht werden. Es muß dasjenige, was der Mensch selbst dem physischen Leibe und dem Ätherleibe einst geben kann, auch jetzt schon in ihnen sein. Auch heute müssen die geistigen Teile schon im Ätherleibe und im physischen Leibe sein, die einst das Ich ihnen geben kann. Diese waren im Anfange schon darinnen im physischen Leibe, als der Mensch auf dem Saturn war; sie waren in ihm, als er auf der Sonne war, und sie sind in ihm geblieben. So sagt die christliche Esoterik mit Recht: Im physischen Menschenleibe ist heute schon das, was einst in ihm sein wird, wenn der Mensch am Gipfel seiner Entwickelung sein wird, aber es ist göttlicher Atman, es ist göttlich-geistige Wesenheit; und es ist im Ätherleib schon die Buddhi drinnen, aber sie ist göttlicher Lebensgeist. Und der Astralleib des Menschen, haben wir gesagt, bestehe aus zwei Teilen, aus dem Teile, den der Mensch schon beherrscht, und dem, den er noch ‚nicht beherrscht. Was ist denn nun in dem drinnen, was er noch nicht beherrscht? Auch ein Geistselbst, aber göttliches Geistselbst! Nur in dem Teile des astralischen Leibes, in dem das Ich schon tätig war seit der ersten Inkarnation, ist das eigentliche Geistleben des Menschen. So haben wir den Menschen vor uns.
[ 14 ] Vergleichen wir einmal diesen Menschen, wie er am Ende unserer Erdenlaufbahn vor uns stehen wird, mit dem Menschen, wie er am Anfange der Erdenlaufbahn da war. Im Anfang war von diesem Menschen nur der physische Leib vorhanden. Durchdrungen war dieser physische Leib von dem Ätherleib, Astralleib und Ich, aber die gehörten göttlichen, höheren Wesenheiten an; die wohnten nur darinnen. Am Ende der Erdenlaufbahn ist der Mensch durchdrungen von seinem Ich; und dieses sein Ich wohnt selber in dem Astralleib, wenn es als Manas oder Geistselbst den astralischen Leib durchzogen hat. Dieses Ich hat dann den Ätherleib durchzogen, er ist ganz und gar durchsetzt von der Buddhi oder dem Lebensgeiste; und der physische Leib ist ganz und gar durchzogen von Atman oder dem Geistesmenschen, den Produkten des Ich. Ein ganz gewaltiger Unterschied zwischen dem Menschen am Anfange seiner Entwickelung und dem Menschen am Ende seiner Entwickelung! Gerade aber, wenn wir uns diesen Unterschied recht vor die Seele führen, wird das, was von mir absichtlich als ein Widerspruch hingestellt worden ist, der Schlafzustand, erklärlich werden. Gerade aus der Form, wie die christliche Esoterik dies erklärt hat, wird uns alles verständlich werden. Wir müssen uns klar werden: Was ist denn das, wenn die Erde am Ziel ihrer Entwickelung angelangt sein wird, was uns dann als physischer Leib entgegentritt? Der physische Leib von heute? Der ist es ganz und gar nicht! — sondern das, was das Ich aus diesem physischen Leibe gemacht haben wird. Ganz durchgeistigt wird dieser physische Leib sein, ebenso der Ätherleib und ebenso der astralische Leib. Durchgeistigt war er aber auch schon, und auch der Ätherleib und der astralische Leib, bevor der Mensch von seinem Ich aus sie durchgeistigte. Selbst der Stein ist heute, wie wir gesagt haben, durchgeistigt vom Ätherleibe, Astralleibe und Ich, die in höheren geistigen Welten lebend zum Stein gehören. So werden wir verstehen, daß die christliche Esoterik recht hat, wenn sie sagt: Ja, das, was wir heute vor uns haben als physischen Menschenleib, das kann der Mensch noch nicht beherrschen; denn der Mensch ist noch nicht am Ende seiner Entwickelung angelangt, wo er von seinem Ich aus bis in den physischen Leib hinein arbeiten wird. Auch was er im Ätherleib hat, kann er noch nicht beherrschen; das wird er erst beherrschen können, wenn die Erde im Venuszustande sein wird. Der Mensch kann also von seinem Ich aus noch nicht physischen Leib und Ätherleib beherrschen. Dann erst kann er sie beherrschen, wenn er Buddhi und Atma ausgebildet haben wird. Aber es muß ein solcher physischer und Ätherleib auf geistige Art beherrscht werden. Es muß dasjenige, was der Mensch selbst dem physischen Leibe und dem Ätherleibe einst geben kann, auch jetzt schon in ihnen sein. Auch heute müssen die geistigen Teile schon im Ätherleibe und im physischen Leibe sein, die einst das Ich ihnen geben kann. Diese waren im Anfange schon darinnen im physischen Leibe, als der Mensch auf dem Saturn war; sie waren in ihm, als er auf der Sonne war, und sie sind in ihm geblieben. So sagt die christliche Esoterik mit Recht: Im physischen Menschenleibe ist heute schon das, was einst in ihm sein wird, wenn der Mensch am Gipfel seiner Entwickelung sein wird, aber es ist göttlicher Atman, es ist göttlich-geistige Wesenheit; und es ist im Ätherleib schon die Buddhi drinnen, aber sie ist göttlicher Lebensgeist. Und der Astralleib des Menschen, haben wir gesagt, bestehe aus zwei Teilen, aus dem Teile, den der Mensch schon beherrscht, und dem, den er noch ‚nicht beherrscht. Was ist denn nun in dem drinnen, was er noch nicht beherrscht? Auch ein Geistselbst, aber göttliches Geistselbst! Nur in dem Teile des astralischen Leibes, in dem das Ich schon tätig war seit der ersten Inkarnation, ist das eigentliche Geistleben des Menschen. So haben wir den Menschen vor uns.
[ 15 ] Sehen wir ihn jetzt an im Wachzustande. Was werden wir sagen? Der physische Leib, wie er uns erscheint, ist nur die Außenseite. Innen ist er das, was man atmische Wesenheit nennt. Innen ist er von göttlich-geistiger, von höherer Wesenheit, er wird durchsetzt von göttlich-geistiger, höherer Wesenheit. Ebenso ist es beim Ätherleib. Außen ist er das, was den physischen Leib zusammenhält, innen ist er göttlicher Lebensgeist. Und selbst der Astralleib ist durchzogen von göttlichem Geistselbst. Nur der umgewandelte Teil des Astralleibes ist etwas, was das Ich aus diesem ganzen Zusammenhange sich schon erobert hat.
[ 15 ] Sehen wir ihn jetzt an im Wachzustande. Was werden wir sagen? Der physische Leib, wie er uns erscheint, ist nur die Außenseite. Innen ist er das, was man atmische Wesenheit nennt. Innen ist er von göttlich-geistiger, von höherer Wesenheit, er wird durchsetzt von göttlich-geistiger, höherer Wesenheit. Ebenso ist es beim Ätherleib. Außen ist er das, was den physischen Leib zusammenhält, innen ist er göttlicher Lebensgeist. Und selbst der Astralleib ist durchzogen von göttlichem Geistselbst. Nur der umgewandelte Teil des Astralleibes ist etwas, was das Ich aus diesem ganzen Zusammenhange sich schon erobert hat.
[ 16 ] Betrachten wir jetzt einmal den schlafenden Menschen. Da verschwindet dieser Widerspruch auf der Stelle. Wir treten an den schlafenden Menschen heran, sehen hier, daß der Mensch als Astralleib und Ich draußen ist. Der Mensch verläßt jede Nacht ruhig seinen physischen Leib und seinen Ätherleib. Würde er den physischen Leib verlassen, ohne daß ein Göttlich-Geistiges dafür sorgen würde, dann würde er am Morgen seinen physischen Leib zerstört wiederfinden. Das göttlich-geistige Physische und ein göttlich-geistiges Ätherisches ist darinnen, und das bleibt darin, wenn der physische Leib und Ätherleib im Bette liegen und Astralleib und Ich heraus sind. Physischer Leib und Ätherleib sind durchzogen von göttlich-atmischem und göttlich-buddhischem Wesen.
[ 16 ] Betrachten wir jetzt einmal den schlafenden Menschen. Da verschwindet dieser Widerspruch auf der Stelle. Wir treten an den schlafenden Menschen heran, sehen hier, daß der Mensch als Astralleib und Ich draußen ist. Der Mensch verläßt jede Nacht ruhig seinen physischen Leib und seinen Ätherleib. Würde er den physischen Leib verlassen, ohne daß ein Göttlich-Geistiges dafür sorgen würde, dann würde er am Morgen seinen physischen Leib zerstört wiederfinden. Das göttlich-geistige Physische und ein göttlich-geistiges Ätherisches ist darinnen, und das bleibt darin, wenn der physische Leib und Ätherleib im Bette liegen und Astralleib und Ich heraus sind. Physischer Leib und Ätherleib sind durchzogen von göttlich-atmischem und göttlich-buddhischem Wesen.
[ 17 ] Sehen wir jetzt einmal zurück an den Anfang unserer Erdenentwickelung, als noch gar nichts vom Ich im Menschen erobert war. Als der Mensch vor seiner ersten Inkarnation war, da war das Ich noch nicht verbunden mit den drei Gliedern, physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib. Vom Monde kamen herüber physischer Leib, Ätherleib und astralischer Leib, und erst auf der Erde kam das Ich hinein. Dagegen aber war in ihnen das göttliche Ich; sie hätten nicht bestehen können, wenn nicht dieses göttliche Ich sie ganz durchsetzt hätte. Der Astralleib war von einem göttlichen Geistselbst durchzogen, der Ätherleib von einem göttlichen Lebensgeist, und der physische Leib war von einem Göttlich-Atmischen oder Geistesmenschen durchzogen. — Und jetzt blicken wir noch weiter zurück auf Mond-, Sonnen- und Saturnentwickelung. Auf dem Saturn war der göttliche Lebensgeist, der noch in der Nacht den im Bette liegenden Menschen bewohnt, so, daß er den Menschenleib, und zwar den physischen Leib, geformt hat als etwas Mineralisches; in dem Sonnenzustand formte er ihn als etwas Pflanzliches; auf dem Monde konnte er ihn formen als etwas, was Lust und Schmerz empfinden, aber noch nicht «Ich» zu sich sagen konnte. Diese untersten Stufen hat er durchgemacht. Und jetzt treten wir hinüber in die eigentliche Erdenverkörperung.
[ 17 ] Sehen wir jetzt einmal zurück an den Anfang unserer Erdenentwickelung, als noch gar nichts vom Ich im Menschen erobert war. Als der Mensch vor seiner ersten Inkarnation war, da war das Ich noch nicht verbunden mit den drei Gliedern, physischem Leib, Ätherleib und astralischem Leib. Vom Monde kamen herüber physischer Leib, Ätherleib und astralischer Leib, und erst auf der Erde kam das Ich hinein. Dagegen aber war in ihnen das göttliche Ich; sie hätten nicht bestehen können, wenn nicht dieses göttliche Ich sie ganz durchsetzt hätte. Der Astralleib war von einem göttlichen Geistselbst durchzogen, der Ätherleib von einem göttlichen Lebensgeist, und der physische Leib war von einem Göttlich-Atmischen oder Geistesmenschen durchzogen. — Und jetzt blicken wir noch weiter zurück auf Mond-, Sonnen- und Saturnentwickelung. Auf dem Saturn war der göttliche Lebensgeist, der noch in der Nacht den im Bette liegenden Menschen bewohnt, so, daß er den Menschenleib, und zwar den physischen Leib, geformt hat als etwas Mineralisches; in dem Sonnenzustand formte er ihn als etwas Pflanzliches; auf dem Monde konnte er ihn formen als etwas, was Lust und Schmerz empfinden, aber noch nicht «Ich» zu sich sagen konnte. Diese untersten Stufen hat er durchgemacht. Und jetzt treten wir hinüber in die eigentliche Erdenverkörperung.
[ 18 ] Da sollte der physische Menschenleib durch eine weitergehende Verwandlung, die er durchzumachen hatte, noch vollkommener werden, als er vorher war. Was hat er vorher nicht gekonnt? Was war ihm ganz fremd? Was hatte der göttliche Geist bei sich behalten? Was hatte er noch gar nicht dem menschlichen Leibe anvertraut? Das war die Fähigkeit, aus dem Innern heraus seine Seelenhaftigkeit ertönen zu lassen! Stumm war dieser auf der 'Tierstufe stehende Menschenleib auf dem Monde. Die Fähigkeit, das Innere nach außen ertönen zu lassen, war noch bei Gott. Die war noch nicht seinem eigenen Wesen anvertraut. Wenn es auch Tierwesen gibt, welche heute schon tönen können, so ist das doch etwas anderes; sie stehen noch in ganz anderen Zuständen, zwar tönen sie, aber es tönt die Gottheit in ihnen. Das Aussprechen des inneren Seelenhaften in Worten wurde dem Menschen erst auf der Erde zuteil. Vorher waren die Menschen stumm. Diese Fähigkeit des Wortes kam an das Menschenwesen also mit dem Erdendasein heran.
[ 18 ] Da sollte der physische Menschenleib durch eine weitergehende Verwandlung, die er durchzumachen hatte, noch vollkommener werden, als er vorher war. Was hat er vorher nicht gekonnt? Was war ihm ganz fremd? Was hatte der göttliche Geist bei sich behalten? Was hatte er noch gar nicht dem menschlichen Leibe anvertraut? Das war die Fähigkeit, aus dem Innern heraus seine Seelenhaftigkeit ertönen zu lassen! Stumm war dieser auf der 'Tierstufe stehende Menschenleib auf dem Monde. Die Fähigkeit, das Innere nach außen ertönen zu lassen, war noch bei Gott. Die war noch nicht seinem eigenen Wesen anvertraut. Wenn es auch Tierwesen gibt, welche heute schon tönen können, so ist das doch etwas anderes; sie stehen noch in ganz anderen Zuständen, zwar tönen sie, aber es tönt die Gottheit in ihnen. Das Aussprechen des inneren Seelenhaften in Worten wurde dem Menschen erst auf der Erde zuteil. Vorher waren die Menschen stumm. Diese Fähigkeit des Wortes kam an das Menschenwesen also mit dem Erdendasein heran.
[ 19 ] Betrachten wir jetzt einmal das Ganze, was wir uns heute vor die Seele gestellt haben, dann werden wir sagen: Die ganze Entwickelung ist so gelenkt worden, daß die Fähigkeit zu sprechen, das Wort, ursprünglich bei Gott war und daß Gott zuerst die Vorbedingungen geschaffen hat, daß der physische Apparat die Fähigkeit bekam, von innen heraus dieses Wort tönen zu lassen. Alles wurde so gelenkt und geleitet. Wie die Blume in ihrem Samen, so war der tönende, der sprechende Mensch, der wort- und logosbegabte Mensch schon im Samen auf dem Saturn da. Doch war das Tönen im Samen verborgen; es entwickelte sich erst aus dem Samen, so wie die ganze Pflanze im Samen verborgen ist und sich aus ihr entwickelt.
[ 19 ] Betrachten wir jetzt einmal das Ganze, was wir uns heute vor die Seele gestellt haben, dann werden wir sagen: Die ganze Entwickelung ist so gelenkt worden, daß die Fähigkeit zu sprechen, das Wort, ursprünglich bei Gott war und daß Gott zuerst die Vorbedingungen geschaffen hat, daß der physische Apparat die Fähigkeit bekam, von innen heraus dieses Wort tönen zu lassen. Alles wurde so gelenkt und geleitet. Wie die Blume in ihrem Samen, so war der tönende, der sprechende Mensch, der wort- und logosbegabte Mensch schon im Samen auf dem Saturn da. Doch war das Tönen im Samen verborgen; es entwickelte sich erst aus dem Samen, so wie die ganze Pflanze im Samen verborgen ist und sich aus ihr entwickelt.
[ 20 ] Nun sehen wir einmal zurück auf den physischen Menschenleib, wie er schon auf dem Saturn war, und fragen uns: Woher kommt dieser physische Menschenleib? Was ist sein letzter Urgrund? Ohne was könnte er niemals die ganze Entwickelung durchgemacht haben? Er kommt von dem Logos oder von dem Wort. Denn damals auf dem Saturn schon wurde er so gelenkt, dieser physische Menschenleib, daß er später ein sprechender wurde, ein Zeuge für den Logos. Daß Sie heute so geformt sind, daß dieser Menschenleib die heutige Form hat, rührt davon her, daß dem ganzen Plan unserer Schöpfung das «Wort» zugrunde lag. Auf das Wort hin ist der ganze Menschenleib hingeordnet, und von Anfang an ist er so veranlagt, daß zuletzt das Wort aus ihm herausspringen konnte. Wenn deshalb der esoterische Christ auf diesen physischen Menschenleib blickt und fragt: Was ist sein ursprüngliches Urbild, und was ist sein Abbild? dann sagt er sich: Dieser physische Menschenleib hat sein Urbild in dem Worte oder dem Logos; der Logos oder das Wort wirkte von Anfang an im physischen Menschenleibe. Und der Logos wirkt noch. heute: Wenn der physische Menschenleib im Bette liegt und verlassen ist vom Ich, dann wirkt der göttliche Logos in den vom Menschen verlassenen Wesensgliedern. Fragen wir nach dem ersten Ursprung des physischen Leibes, so sagen wir: Das erste ist der Logos oder das Wort.
[ 20 ] Nun sehen wir einmal zurück auf den physischen Menschenleib, wie er schon auf dem Saturn war, und fragen uns: Woher kommt dieser physische Menschenleib? Was ist sein letzter Urgrund? Ohne was könnte er niemals die ganze Entwickelung durchgemacht haben? Er kommt von dem Logos oder von dem Wort. Denn damals auf dem Saturn schon wurde er so gelenkt, dieser physische Menschenleib, daß er später ein sprechender wurde, ein Zeuge für den Logos. Daß Sie heute so geformt sind, daß dieser Menschenleib die heutige Form hat, rührt davon her, daß dem ganzen Plan unserer Schöpfung das «Wort» zugrunde lag. Auf das Wort hin ist der ganze Menschenleib hingeordnet, und von Anfang an ist er so veranlagt, daß zuletzt das Wort aus ihm herausspringen konnte. Wenn deshalb der esoterische Christ auf diesen physischen Menschenleib blickt und fragt: Was ist sein ursprüngliches Urbild, und was ist sein Abbild? dann sagt er sich: Dieser physische Menschenleib hat sein Urbild in dem Worte oder dem Logos; der Logos oder das Wort wirkte von Anfang an im physischen Menschenleibe. Und der Logos wirkt noch. heute: Wenn der physische Menschenleib im Bette liegt und verlassen ist vom Ich, dann wirkt der göttliche Logos in den vom Menschen verlassenen Wesensgliedern. Fragen wir nach dem ersten Ursprung des physischen Leibes, so sagen wir: Das erste ist der Logos oder das Wort.
[ 21 ] Und jetzt gehen wir weiter in der Entwickelung. Der Saturn ging in den Sonnenzustand über; dem menschlichen physischen Leibe wurde der Lebensleib eingegliedert. Aber was mußte eintreten, damit der Fortgang so geschehen konnte, wie er eben geschehen ist?
[ 21 ] Und jetzt gehen wir weiter in der Entwickelung. Der Saturn ging in den Sonnenzustand über; dem menschlichen physischen Leibe wurde der Lebensleib eingegliedert. Aber was mußte eintreten, damit der Fortgang so geschehen konnte, wie er eben geschehen ist?
[ 22 ] Während auf dem Saturn der physische Leib eine Art Maschine, eine Art Automat war, aber ganz und gar durchdrungen und gehalten von dem Logos, gliederte sich auf der Sonne der Lebensleib ein, und darin wirkte der göttliche Lebensgeist. Auf dem Saturn, werden wir sagen, ist der Menschenleib ein Ausdruck des Logos. Der Saturn vergeht; dieser Menschenleib verkörpert sich neu in der Sonne; da gliedert sich dem physischen Leibe ein der Lebensleib, durchdrungen von dem Lebensgeist. Der Logos ward Leben in der Sonne, indem er den Menschen auf eine höhere Stufe brachte. Der Logos ward Leben auf der Sonne! Und jetzt gehen wir weiter. - Auf dem Monde gliederte sich dem Menschen ein der astralische Leib. Was ist der astralische Leib? Er erscheint ja dem hellseherischen Bewußtsein auch heute als eine Aura, die den Menschen umgibt. Er ist ein Lichtleib, der nur in dem gegenwärtigen Bewußtsein nicht gesehen werden kann. Aber er ist, wenn er im hellseherischen Bewußtsein gesehen wird, Licht, geistiges Licht; und unser physisches Licht ist nur umgestaltetes geistiges Licht. Auch das physische Sonnenlicht ist die Verkörperung des geistig-göttlichen aurischen Weltenlichtes. Das liegt ihm zugrunde. Es gibt in der heutigen Welt ein Licht, das dem Menschen von der Sonne zuströmt. Aber auch ein anderes Licht gibt es, das von seinem inneren Lichte ausströmt. Auf dem Monde leuchtete der astralische Leib des Menschen noch für die um ihn befindlichen Wesen. So kam auf dem Monde der astralische Lichtleib des Menschen hinzu zum physischen Leibe und Ätherleibe.
[ 22 ] Während auf dem Saturn der physische Leib eine Art Maschine, eine Art Automat war, aber ganz und gar durchdrungen und gehalten von dem Logos, gliederte sich auf der Sonne der Lebensleib ein, und darin wirkte der göttliche Lebensgeist. Auf dem Saturn, werden wir sagen, ist der Menschenleib ein Ausdruck des Logos. Der Saturn vergeht; dieser Menschenleib verkörpert sich neu in der Sonne; da gliedert sich dem physischen Leibe ein der Lebensleib, durchdrungen von dem Lebensgeist. Der Logos ward Leben in der Sonne, indem er den Menschen auf eine höhere Stufe brachte. Der Logos ward Leben auf der Sonne! Und jetzt gehen wir weiter. - Auf dem Monde gliederte sich dem Menschen ein der astralische Leib. Was ist der astralische Leib? Er erscheint ja dem hellseherischen Bewußtsein auch heute als eine Aura, die den Menschen umgibt. Er ist ein Lichtleib, der nur in dem gegenwärtigen Bewußtsein nicht gesehen werden kann. Aber er ist, wenn er im hellseherischen Bewußtsein gesehen wird, Licht, geistiges Licht; und unser physisches Licht ist nur umgestaltetes geistiges Licht. Auch das physische Sonnenlicht ist die Verkörperung des geistig-göttlichen aurischen Weltenlichtes. Das liegt ihm zugrunde. Es gibt in der heutigen Welt ein Licht, das dem Menschen von der Sonne zuströmt. Aber auch ein anderes Licht gibt es, das von seinem inneren Lichte ausströmt. Auf dem Monde leuchtete der astralische Leib des Menschen noch für die um ihn befindlichen Wesen. So kam auf dem Monde der astralische Lichtleib des Menschen hinzu zum physischen Leibe und Ätherleibe.
[ 23 ] Und jetzt betrachten wir den ganzen Fortgang der Entwickelung. Auf dem Saturn haben wir den physischen Leib als den Ausdruck des Logos. Auf der Sonne kommt hinzu der Ätherleib als der Ausdruck des Lebensgeistes: Der Logos ward Leben. Auf dem Monde kommt hinzu der Lichtleib: Das Leben ward Licht! Und so haben wir den Hergang der Entwickelung des Menschenleibes. - Als der Mensch die Erde betrat, war er ein Geschöpf der göttlich-geistigen Wesenheiten. Damals war er dadurch vorhanden, daß in seinem physischen Leibe, in seinem Ätherleibe, in seinem astralischen Leibe lebte der Logos, der Leben war und der Licht ward. Und jetzt, was geschah auf der Erde? Für den Menschen und im Menschen trat das Ich hinzu. Dadurch aber, daß das Ich hinzutrat, wurde der Mensch fähig, nicht nur zu leben im Lichte, im Leben, sondern er wurde fähig, von außen das alles zu betrachten, sich gegenüberzustellen dem Logos, dem Leben, dem Lichte. Dadurch wurde das alles für ihn materiell, erlangte materielles Dasein. - Und wenn wir den Gedanken so weit gebracht haben, dann haben wir ungefähr genau den Punkt fixiert, bei dem wir das nächste Mal beginnen wollen und zeigen, wie aus dem aus der Göttlichkeit herausgeborenen Menschen der heutige Ich-begabte Mensch eigentlich geworden ist. Denn wir sehen, daß vor dem heutigen Ich-begabten Menschen der göttliche Vormensch vorhanden war. Was der Mensch sich durch sein Ich erobert hat, entreißt er jede Nacht dem physischen Leibe und dem Ätherleibe; was immer in ihm war, bleibt darinnen und versorgt den physischen Leib und den Ätherleib, wenn der Mensch sie treulos verläßt und sich nicht um sie kümmert. Da steckt sie drinnen, jene ursprüngliche geistig-göttliche Wesenheit.
[ 23 ] Und jetzt betrachten wir den ganzen Fortgang der Entwickelung. Auf dem Saturn haben wir den physischen Leib als den Ausdruck des Logos. Auf der Sonne kommt hinzu der Ätherleib als der Ausdruck des Lebensgeistes: Der Logos ward Leben. Auf dem Monde kommt hinzu der Lichtleib: Das Leben ward Licht! Und so haben wir den Hergang der Entwickelung des Menschenleibes. - Als der Mensch die Erde betrat, war er ein Geschöpf der göttlich-geistigen Wesenheiten. Damals war er dadurch vorhanden, daß in seinem physischen Leibe, in seinem Ätherleibe, in seinem astralischen Leibe lebte der Logos, der Leben war und der Licht ward. Und jetzt, was geschah auf der Erde? Für den Menschen und im Menschen trat das Ich hinzu. Dadurch aber, daß das Ich hinzutrat, wurde der Mensch fähig, nicht nur zu leben im Lichte, im Leben, sondern er wurde fähig, von außen das alles zu betrachten, sich gegenüberzustellen dem Logos, dem Leben, dem Lichte. Dadurch wurde das alles für ihn materiell, erlangte materielles Dasein. - Und wenn wir den Gedanken so weit gebracht haben, dann haben wir ungefähr genau den Punkt fixiert, bei dem wir das nächste Mal beginnen wollen und zeigen, wie aus dem aus der Göttlichkeit herausgeborenen Menschen der heutige Ich-begabte Mensch eigentlich geworden ist. Denn wir sehen, daß vor dem heutigen Ich-begabten Menschen der göttliche Vormensch vorhanden war. Was der Mensch sich durch sein Ich erobert hat, entreißt er jede Nacht dem physischen Leibe und dem Ätherleibe; was immer in ihm war, bleibt darinnen und versorgt den physischen Leib und den Ätherleib, wenn der Mensch sie treulos verläßt und sich nicht um sie kümmert. Da steckt sie drinnen, jene ursprüngliche geistig-göttliche Wesenheit.
[ 24 ] Alles; was wir jetzt versucht haben mit den Ausdrücken der christlichen Esoterik als tiefes Geheimnis des Daseins hinzustellen, und was geläufig war denen, die «Diener des Logos» waren in den ersten Zeiten, das wird in großen, lapidaren Sätzen in dem Johannes-Evangelium unzweideutig gesagt. Man muß diese ersten Worte nur in der richtigen, sinngemäßen Weise übersetzen. Wirklich richtig übersetzt, geben diese Worte den Tatbestand, den wir jetzt eben hingestellt haben. Stellen wir diesen Tatbestand, damit wir den Wert ganz genau verstehen, noch einmal vor unsere Seele hin.
[ 24 ] Alles; was wir jetzt versucht haben mit den Ausdrücken der christlichen Esoterik als tiefes Geheimnis des Daseins hinzustellen, und was geläufig war denen, die «Diener des Logos» waren in den ersten Zeiten, das wird in großen, lapidaren Sätzen in dem Johannes-Evangelium unzweideutig gesagt. Man muß diese ersten Worte nur in der richtigen, sinngemäßen Weise übersetzen. Wirklich richtig übersetzt, geben diese Worte den Tatbestand, den wir jetzt eben hingestellt haben. Stellen wir diesen Tatbestand, damit wir den Wert ganz genau verstehen, noch einmal vor unsere Seele hin.
[ 25 ] Im Anfange war der Logos als das Urbild des physischen Menschenleibes, und er lag zu Grunde allen Dingen. Alle Tiere, Pflanzen, Mineralien sind später entstanden. Auf dem Saturn war von all dem wirklich der Mensch nur vorhanden; auf der Sonne kam das Tierreich hinzu, auf dem Monde das Pflanzenreich und auf der Erde das Mineralreich. Auf der Sonne ward der Logos Leben, und auf dem Monde ward er Licht; und das trat, als der Mensch Ich-begabt war, hin vor den Menschen. Aber der Mensch mußte lernen zu erkennen, was der Logos war und als was er zuletzt zum Vorschein kommt. Zuerst war der Logos, dann ward er Leben, dann Licht, und dieses Licht lebt im Astralleibe. In das menschliche Innere, in die Finsternis, in die Nichterkenntnis schien das Licht hinein. Und das Erdendasein hat den Sinn, daß der Mensch im Innern die Finsternis überwindet, damit er das Licht des Logos erkennen kann.
[ 25 ] Im Anfange war der Logos als das Urbild des physischen Menschenleibes, und er lag zu Grunde allen Dingen. Alle Tiere, Pflanzen, Mineralien sind später entstanden. Auf dem Saturn war von all dem wirklich der Mensch nur vorhanden; auf der Sonne kam das Tierreich hinzu, auf dem Monde das Pflanzenreich und auf der Erde das Mineralreich. Auf der Sonne ward der Logos Leben, und auf dem Monde ward er Licht; und das trat, als der Mensch Ich-begabt war, hin vor den Menschen. Aber der Mensch mußte lernen zu erkennen, was der Logos war und als was er zuletzt zum Vorschein kommt. Zuerst war der Logos, dann ward er Leben, dann Licht, und dieses Licht lebt im Astralleibe. In das menschliche Innere, in die Finsternis, in die Nichterkenntnis schien das Licht hinein. Und das Erdendasein hat den Sinn, daß der Mensch im Innern die Finsternis überwindet, damit er das Licht des Logos erkennen kann.
[ 26 ] Lapidare, vielleicht - wie mancher sagen wird — schwer verständliche Worte sind daher die ersten Worte des Johannes-Evangeliums. Aber sollte denn das, was das Tiefste in der Welt ist, durch triviale Worte gesagt werden? Ist es nicht eine sonderbare Auffassung, geradezu ein Hohn auf die Heiligkeit, wenn gesagt wird, zum Begreifen einer Taschenuhr ist es nötig, daß man mit seinem Verstand tief eindringt in das Wesen der Sache, aber zum Begreifen des Göttlichen in der Welt müsse der einfache, schlichte, naivste Menschenverstand ausreichen!? Es ist schlimm, daß für die gegenwärtige Menschheit sich das ereignet hat, daß, wenn auf die Tiefen der religiösen Urkunden hingewiesen wird, gesagt wird: Ach, wozu alle diese komplizierten Auseinandersetzungen, das muß alles schlicht und einfach sein! - Aber kein anderer als derjenige, der die gute Absicht hat und den guten Willen, sich zu vertiefen in die großen Weltentatsachen, dringt ein in den tiefen Sinn solcher Worte, wie sie im Beginne des tiefsten der Evangelien, in dem Johannes-Evangelium, stehen. Diese sind eine Umschreibung dessen, was wir eben ausgeführt haben.
[ 26 ] Lapidare, vielleicht - wie mancher sagen wird — schwer verständliche Worte sind daher die ersten Worte des Johannes-Evangeliums. Aber sollte denn das, was das Tiefste in der Welt ist, durch triviale Worte gesagt werden? Ist es nicht eine sonderbare Auffassung, geradezu ein Hohn auf die Heiligkeit, wenn gesagt wird, zum Begreifen einer Taschenuhr ist es nötig, daß man mit seinem Verstand tief eindringt in das Wesen der Sache, aber zum Begreifen des Göttlichen in der Welt müsse der einfache, schlichte, naivste Menschenverstand ausreichen!? Es ist schlimm, daß für die gegenwärtige Menschheit sich das ereignet hat, daß, wenn auf die Tiefen der religiösen Urkunden hingewiesen wird, gesagt wird: Ach, wozu alle diese komplizierten Auseinandersetzungen, das muß alles schlicht und einfach sein! - Aber kein anderer als derjenige, der die gute Absicht hat und den guten Willen, sich zu vertiefen in die großen Weltentatsachen, dringt ein in den tiefen Sinn solcher Worte, wie sie im Beginne des tiefsten der Evangelien, in dem Johannes-Evangelium, stehen. Diese sind eine Umschreibung dessen, was wir eben ausgeführt haben.
[ 27 ] Und jetzt übersetzen wir uns die Anfangsworte:
[ 27 ] Und jetzt übersetzen wir uns die Anfangsworte:
«Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott (oder göttlich) war das Wort.
Dieses war im Urbeginne bei Gott.
Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses Wort ist nichts von dem Entstandenen geworden.
In ihm war das Leben, und das Leben ward das Licht der Menschen.
«Im Urbeginne war das Wort, und das Wort war bei Gott, und ein Gott (oder göttlich) war das Wort.
Dieses war im Urbeginne bei Gott.
Alles ist durch dasselbe geworden, und außer durch dieses Wort ist nichts von dem Entstandenen geworden.
In ihm war das Leben, und das Leben ward das Licht der Menschen.
[ 28 ] Wie die Finsternis nach und nach zum Begreifen kommt, das erzählt im weiteren das Johannes-Evangelium.
[ 28 ] Wie die Finsternis nach und nach zum Begreifen kommt, das erzählt im weiteren das Johannes-Evangelium.
