The Gospel of St. John
GA 103
25 May 1908, Hamburg
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Das Johannes-Evangelium, 10th ed.
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Es ist in diesen Vorträgen bereits darauf hingewiesen worden, daß wir in dem Gespräch des Christus Jesus mit Nikodemus die Unterredung zu sehen haben des Christus mit einer Persönlichkeit, die imstande ist, dasjenige wahrzunehmen, was man außerhalb des physischen Leibes durch bis zu einem gewissen Grade entwickelte höhere Erkenntnisorgane wahrnimmt. Klar und deutlich für den, der solche Dinge versteht, ist dies angedeutet im Evangelium dadurch, daß uns gesagt wird: Nikodemus kam zu dem Christus Jesus «bei der Nacht», das heißt in einem Bewußtseinszustand, innerhalb welchem sich der Mensch nicht seiner äußeren Sinnesorgane bedient. Wir wollen uns nicht auf triviale Erklärungen einlassen, die über dieses «bei der Nacht» von diesen oder jenen Leuten abgegeben worden sind. Nun wissen Sie, daß in diesem Gespräch die Rede davon ist, daß es eine Wiedergeburt des Menschen gibt - «aus Wasser und Geist». Es sind sehr wichtige Worte, die der Christus zu Nikodemus von der Wiedergeburt spricht im 3. Kapitel, Vers 4 und 5:
[ 1 ] Es ist in diesen Vorträgen bereits darauf hingewiesen worden, daß wir in dem Gespräch des Christus Jesus mit Nikodemus die Unterredung zu sehen haben des Christus mit einer Persönlichkeit, die imstande ist, dasjenige wahrzunehmen, was man außerhalb des physischen Leibes durch bis zu einem gewissen Grade entwickelte höhere Erkenntnisorgane wahrnimmt. Klar und deutlich für den, der solche Dinge versteht, ist dies angedeutet im Evangelium dadurch, daß uns gesagt wird: Nikodemus kam zu dem Christus Jesus «bei der Nacht», das heißt in einem Bewußtseinszustand, innerhalb welchem sich der Mensch nicht seiner äußeren Sinnesorgane bedient. Wir wollen uns nicht auf triviale Erklärungen einlassen, die über dieses «bei der Nacht» von diesen oder jenen Leuten abgegeben worden sind. Nun wissen Sie, daß in diesem Gespräch die Rede davon ist, daß es eine Wiedergeburt des Menschen gibt - «aus Wasser und Geist». Es sind sehr wichtige Worte, die der Christus zu Nikodemus von der Wiedergeburt spricht im 3. Kapitel, Vers 4 und 5:
«Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch wiedergeboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen!»
«Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch wiedergeboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen!»
[ 2 ] Daß diese Worte mit der Goldwaage zu wiegen sind, haben wir bereits gesagt, und es muß durchaus festgehalten werden, daß auf der einen Seite gilt: Die Worte einer solchen religiösen Urkunde müssen im buchstäblichen Sinne genommen werden; aber auf der anderen Seite gilt auch das: Wir müssen diesen buchstäblichen Sinn erst finden, erst kennen. Es wird oftmals der Satz zitiert: «Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig» (2.Kor. 3, 6). Diejenigen Menschen, die diesen Satz zitieren, wenden ihn oftmals in einer sonderbaren Weise an. Sie betrachten diesen Satz als einen Freibrief, ihre eigene Phantasie, die sie den «Geist der Sache» nennen, aus diesen Worten herauszulesen, und sagen dann zu jemandem, der sich Mühe gibt, erst den Buchstaben zu kennen, ehe man zum Geist kommt: Ach, was geht uns der Buchstabe an; der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig! - Wer so redet, steht ungefähr auf der selben Höhe wie ein Mensch, der da sagen würde: Der Geist ist das eigentlich Lebendige, der Körper ist ein Totes; also zerschlagen wir den Körper, dann wird der Geist lebendig werden! — Wer so redet, weiß nicht, daß der Geist sich stufenweise bildet, daß der Mensch die Organe seines physischen Leibes benutzen muß, um das, was er in der physischen Welt erfährt, aufzunehmen und es dann in den Geist hinaufzutragen. Erst müssen wir also den Buchstaben kennen; dann können wir auch den Buchstaben töten, wie der Menschenleib vom Menschengeiste abfällt, wenn der menschliche Geist alles aus dem Leibe herausgeholt hat.
[ 2 ] Daß diese Worte mit der Goldwaage zu wiegen sind, haben wir bereits gesagt, und es muß durchaus festgehalten werden, daß auf der einen Seite gilt: Die Worte einer solchen religiösen Urkunde müssen im buchstäblichen Sinne genommen werden; aber auf der anderen Seite gilt auch das: Wir müssen diesen buchstäblichen Sinn erst finden, erst kennen. Es wird oftmals der Satz zitiert: «Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig» (2.Kor. 3, 6). Diejenigen Menschen, die diesen Satz zitieren, wenden ihn oftmals in einer sonderbaren Weise an. Sie betrachten diesen Satz als einen Freibrief, ihre eigene Phantasie, die sie den «Geist der Sache» nennen, aus diesen Worten herauszulesen, und sagen dann zu jemandem, der sich Mühe gibt, erst den Buchstaben zu kennen, ehe man zum Geist kommt: Ach, was geht uns der Buchstabe an; der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig! - Wer so redet, steht ungefähr auf der selben Höhe wie ein Mensch, der da sagen würde: Der Geist ist das eigentlich Lebendige, der Körper ist ein Totes; also zerschlagen wir den Körper, dann wird der Geist lebendig werden! — Wer so redet, weiß nicht, daß der Geist sich stufenweise bildet, daß der Mensch die Organe seines physischen Leibes benutzen muß, um das, was er in der physischen Welt erfährt, aufzunehmen und es dann in den Geist hinaufzutragen. Erst müssen wir also den Buchstaben kennen; dann können wir auch den Buchstaben töten, wie der Menschenleib vom Menschengeiste abfällt, wenn der menschliche Geist alles aus dem Leibe herausgeholt hat.
[ 3 ] Es liegt gerade in diesem Kapitel des Johannes-Evangeliums etwas außerordentlich Tiefes. Wir können in den Sinn dieses Kapitels nur eindringen, wenn wir die Evolution des Menschen noch weiter zurückverfolgen, als wir das schon zu denjenigen Zwecken getan haben, die bisher bei der Betrachtung des Johannes-Evangeliums die unsrigen waren. Wir müssen heute den Menschen in noch viel frühere Zeiträume der Erdenentwickelung zurückverfolgen.
[ 3 ] Es liegt gerade in diesem Kapitel des Johannes-Evangeliums etwas außerordentlich Tiefes. Wir können in den Sinn dieses Kapitels nur eindringen, wenn wir die Evolution des Menschen noch weiter zurückverfolgen, als wir das schon zu denjenigen Zwecken getan haben, die bisher bei der Betrachtung des Johannes-Evangeliums die unsrigen waren. Wir müssen heute den Menschen in noch viel frühere Zeiträume der Erdenentwickelung zurückverfolgen.
[ 4 ] Damit Sie aber von Anfang an nicht gar zu sehr schockiert werden über das, was in bezug auf diese frühen Menschheitszustände zu sagen ist, möchte ich Sie noch einmal erst in die alte atlantische Zeit zurückführen.
[ 4 ] Damit Sie aber von Anfang an nicht gar zu sehr schockiert werden über das, was in bezug auf diese frühen Menschheitszustände zu sagen ist, möchte ich Sie noch einmal erst in die alte atlantische Zeit zurückführen.
[ 5 ] Wir haben ja schon darauf aufmerksam gemacht, daß unsere Menschenvorfahren vor jener großen Umwälzung auf unserer Erde, die in den Sintflutsagen erhalten ist, drüben im Westen lebten auf einem Ländergebiete, das heute nicht mehr existiert, sondern den Boden des Atlantischen Ozeans bildet. Dieser Kontinent, den wir die alte Atlantis nennen, beherbergte unsere Vorfahren. Wenn wir die letzten Zeiten dieser atlantischen Menschheitsperiode durchforschen, finden wir allerdings in diesen sehr weit zurückliegenden Zeiten, daß der Mensch wenigstens nicht gar zu unähnlich war seiner heutigen Gestalt. Aber wenn wir in die ersten Zeiten dieser Atlantis zurückgehen, würden wir schon eine ganz und gar von der heutigen verschiedene Menschengestalt finden. Nun können wir noch weiter zurückgehen.
[ 5 ] Wir haben ja schon darauf aufmerksam gemacht, daß unsere Menschenvorfahren vor jener großen Umwälzung auf unserer Erde, die in den Sintflutsagen erhalten ist, drüben im Westen lebten auf einem Ländergebiete, das heute nicht mehr existiert, sondern den Boden des Atlantischen Ozeans bildet. Dieser Kontinent, den wir die alte Atlantis nennen, beherbergte unsere Vorfahren. Wenn wir die letzten Zeiten dieser atlantischen Menschheitsperiode durchforschen, finden wir allerdings in diesen sehr weit zurückliegenden Zeiten, daß der Mensch wenigstens nicht gar zu unähnlich war seiner heutigen Gestalt. Aber wenn wir in die ersten Zeiten dieser Atlantis zurückgehen, würden wir schon eine ganz und gar von der heutigen verschiedene Menschengestalt finden. Nun können wir noch weiter zurückgehen.
[ 6 ] Vor der atlantischen Zeit hat der Mensch in einem Lande gelebt, das man nach heutigem Sprachgebrauche Lemurien nennt. Es ist ebenfalls durch mächtige Umwälzungen unserer Erde zugrunde gegangen. Es lag ungefähr an derjenigen Stelle, die heute zwischen dem südlichen Asien, Afrika und Australien liegt. Wenn wir die Menschengestalten prüfen, die in Lemurien gelebt haben, soweit sie sich dem hellseherischen Blicke darbieten, so sind sie sehr verschieden von den heutigen Menschen, und es ist nicht notwendig, daß ich Ihnen diese lemurischen Menschengestalten und diejenigen der ersten atlantischen Zeit genau beschreibe. Selbst wenn Sie sich manches schon gefallen lassen an Schilderungen in der Geisteswissenschaft, so würde Ihnen doch die grundverschiedene Gestalt dieser alten lemurischen Menschen von den heutigen wirklich recht unwahrscheinlich vorkommen. Aber in einer gewissen Beziehung müssen wir sie doch, wenn wir verstehen wollen, was mit dem Menschen im Laufe der Erdenentwickelung sich zugetragen hat, wenn auch recht äußerlich, beschreiben.
[ 6 ] Vor der atlantischen Zeit hat der Mensch in einem Lande gelebt, das man nach heutigem Sprachgebrauche Lemurien nennt. Es ist ebenfalls durch mächtige Umwälzungen unserer Erde zugrunde gegangen. Es lag ungefähr an derjenigen Stelle, die heute zwischen dem südlichen Asien, Afrika und Australien liegt. Wenn wir die Menschengestalten prüfen, die in Lemurien gelebt haben, soweit sie sich dem hellseherischen Blicke darbieten, so sind sie sehr verschieden von den heutigen Menschen, und es ist nicht notwendig, daß ich Ihnen diese lemurischen Menschengestalten und diejenigen der ersten atlantischen Zeit genau beschreibe. Selbst wenn Sie sich manches schon gefallen lassen an Schilderungen in der Geisteswissenschaft, so würde Ihnen doch die grundverschiedene Gestalt dieser alten lemurischen Menschen von den heutigen wirklich recht unwahrscheinlich vorkommen. Aber in einer gewissen Beziehung müssen wir sie doch, wenn wir verstehen wollen, was mit dem Menschen im Laufe der Erdenentwickelung sich zugetragen hat, wenn auch recht äußerlich, beschreiben.
[ 7 ] Nehmen Sie einmal an — was ja in Wirklichkeit nicht möglich ist, aber wir wollen es einmal zum Verständnis annehmen -, Sie könnten mit Ihren heutigen Sinnen, die Sie damals natürlich nicht gehabt haben, in die letzte lemurische und in die erste atlantische Zeit der Menschheit hineinsehen und die Erdoberfläche an ihren verschiedenen Teilen betrachten. Wenn Sie erwarten würden, daß für solche sinnliche Wahrnehmung der Mensch auf der Erde zu finden wäre, dann würden Sie sich täuschen. Der Mensch war damals noch nicht in einer solchen Form vorhanden, daß Sie ihn mit heutigen Sinnen hätten sehen können. Es würde sich Ihnen zwar der Anblick darbieten, daß gewisse Gebiete unserer Erdoberfläche schon annähernd so wie Inseln herausragen aus der im übrigen noch flüssigen, entweder vom Meerwasser umgebenen oder in Dampf gehüllten Erde. Aber diejenigen Gebiete, die als Inselgebiete herausragen, waren doch noch nicht solche feste Länder wie unsere heutigen Festländer, sondern weiche Erdmassen, zwischen denen Feuergewalten spielten, so daß solche Inselgebiete fortdauernd durch die damaligen vulkanischen Gewalten heraufgetrieben werden und wiederum untergehen. Kurz, es ist noch ein im Feuer tätiges Element in der Erde, lebendig flutet noch alles, wandelt sich. Sie würden finden, daß auf gewissen Gebieten, die schon da sind, die bis zu einem solchen Grade schon abgekühlt sind, Vorläufer unserer heutigen Tierwelt leben. Von denen könnten Sie da oder dort schon etwas wahrnehmen: groteske Gestalten würden Sie finden, Vorläufer unserer Reptilien und Amphibien. Aber vom Menschen würden Sie nichts sehen können, weil der Mensch in der damaligen Zeit einen so dichten, festen physischen Leib gar nicht hatte. Sie müßten den Menschen ganz woanders suchen, sozusagen in den Wassermassen und Dampfmassen, wie wenn Sie heute etwa ins Meer hinausschwimmen und von gewissen niederen Tieren kaum etwas sehen als eine weiche, schleimige Masse. So würden Sie eingebettet finden in den Wasserdampfgebieten den damaligen menschlichen physischen Leib. Je weiter Sie zurückkommen, desto dünner, ähnlicher seiner dampfförmigen, wässerigen Umgebung ist der Mensch dieser Epoche. Erst während der atlantischen Zeit verdichtet er sich immer mehr; und wenn man den ganzen Werdegang mit Augen verfolgen könnte, so könnte man sehen, wie dieser Mensch sich aus dem Wasser heraus verdichtet und immer mehr auf den Erdboden herunterkommt. So daß es in der Tat richtig ist, daß der physische Mensch verhältnismäßig spät den Boden unserer Erdoberfläche betrat. Er stieg aus dem Wasser-Luftraum herab, kristallisierte sich aus dem Wasser-Luftraum nach und nach heraus. So haben wir uns ein skizzenhaftes Bild dafür verschafft, daß es einen Menschen geben kann, der sich sozusagen noch gar nicht von seiner Umgebung unterscheidet, der aus demselben Elemente besteht, in dem er lebt. Wenn wir ganz weit zurückgehen in der Erdenentwickelung, finden wir, daß dieser Menschenleib immer dünner und dünner wird.
[ 7 ] Nehmen Sie einmal an — was ja in Wirklichkeit nicht möglich ist, aber wir wollen es einmal zum Verständnis annehmen -, Sie könnten mit Ihren heutigen Sinnen, die Sie damals natürlich nicht gehabt haben, in die letzte lemurische und in die erste atlantische Zeit der Menschheit hineinsehen und die Erdoberfläche an ihren verschiedenen Teilen betrachten. Wenn Sie erwarten würden, daß für solche sinnliche Wahrnehmung der Mensch auf der Erde zu finden wäre, dann würden Sie sich täuschen. Der Mensch war damals noch nicht in einer solchen Form vorhanden, daß Sie ihn mit heutigen Sinnen hätten sehen können. Es würde sich Ihnen zwar der Anblick darbieten, daß gewisse Gebiete unserer Erdoberfläche schon annähernd so wie Inseln herausragen aus der im übrigen noch flüssigen, entweder vom Meerwasser umgebenen oder in Dampf gehüllten Erde. Aber diejenigen Gebiete, die als Inselgebiete herausragen, waren doch noch nicht solche feste Länder wie unsere heutigen Festländer, sondern weiche Erdmassen, zwischen denen Feuergewalten spielten, so daß solche Inselgebiete fortdauernd durch die damaligen vulkanischen Gewalten heraufgetrieben werden und wiederum untergehen. Kurz, es ist noch ein im Feuer tätiges Element in der Erde, lebendig flutet noch alles, wandelt sich. Sie würden finden, daß auf gewissen Gebieten, die schon da sind, die bis zu einem solchen Grade schon abgekühlt sind, Vorläufer unserer heutigen Tierwelt leben. Von denen könnten Sie da oder dort schon etwas wahrnehmen: groteske Gestalten würden Sie finden, Vorläufer unserer Reptilien und Amphibien. Aber vom Menschen würden Sie nichts sehen können, weil der Mensch in der damaligen Zeit einen so dichten, festen physischen Leib gar nicht hatte. Sie müßten den Menschen ganz woanders suchen, sozusagen in den Wassermassen und Dampfmassen, wie wenn Sie heute etwa ins Meer hinausschwimmen und von gewissen niederen Tieren kaum etwas sehen als eine weiche, schleimige Masse. So würden Sie eingebettet finden in den Wasserdampfgebieten den damaligen menschlichen physischen Leib. Je weiter Sie zurückkommen, desto dünner, ähnlicher seiner dampfförmigen, wässerigen Umgebung ist der Mensch dieser Epoche. Erst während der atlantischen Zeit verdichtet er sich immer mehr; und wenn man den ganzen Werdegang mit Augen verfolgen könnte, so könnte man sehen, wie dieser Mensch sich aus dem Wasser heraus verdichtet und immer mehr auf den Erdboden herunterkommt. So daß es in der Tat richtig ist, daß der physische Mensch verhältnismäßig spät den Boden unserer Erdoberfläche betrat. Er stieg aus dem Wasser-Luftraum herab, kristallisierte sich aus dem Wasser-Luftraum nach und nach heraus. So haben wir uns ein skizzenhaftes Bild dafür verschafft, daß es einen Menschen geben kann, der sich sozusagen noch gar nicht von seiner Umgebung unterscheidet, der aus demselben Elemente besteht, in dem er lebt. Wenn wir ganz weit zurückgehen in der Erdenentwickelung, finden wir, daß dieser Menschenleib immer dünner und dünner wird.
[ 8 ] Gehen wir nun zurück bis an den Anfang unseres heutigen Erdenplaneten. Wir wissen, daß unser Erdenplanet hervorgegangen ist aus dem alten Monde. Wir haben den alten Mond den «Kosmos der Weisheit» genannt. Dieser alte Mond hatte auf einer gewissen Stufe seiner Entwickelung das nicht, was wir heute Erde, feste Erde nennen; denn wir müssen uns durchaus klar sein, daß auf der der Erde vorangehenden Verkörperung des Planeten auch die physischen Verhältnisse ganz andere waren. Wenn wir zurückgehen bis zum alten Saturnzustande, dürfen: wir nicht die Vorstellung haben, daß es da so ausgesehen hätte wie heute auf unserer Erde, daß da Felsen gewesen wären, auf die Sie hätten treten können, Bäume, auf die Sie hätten klettern können. Das alles war gar nicht vorhanden. Wenn Sie aus dem Weltenraum von weit her sich dem alten Saturn genähert hätten im mittleren Zustande seiner Entwickelung, dann hätten Sie nicht etwa irgendeinen besonderen Weltenkörper schweben sehen, sondern Sie hätten etwas Sonderbares gespürt, nämlich, daß Sie in eine Region hineingekommen wären, wo Sie so etwas gefühlt hätten, wie wenn Sie in einen Backofen hineingekrochen wären. Die einzige Wirklichkeit des Saturn war die, daß er einen anderen Wärmezustand hatte als seine Umgebung. Durch etwas anderes hätte man ihn nicht wahrnehmen können.
[ 8 ] Gehen wir nun zurück bis an den Anfang unseres heutigen Erdenplaneten. Wir wissen, daß unser Erdenplanet hervorgegangen ist aus dem alten Monde. Wir haben den alten Mond den «Kosmos der Weisheit» genannt. Dieser alte Mond hatte auf einer gewissen Stufe seiner Entwickelung das nicht, was wir heute Erde, feste Erde nennen; denn wir müssen uns durchaus klar sein, daß auf der der Erde vorangehenden Verkörperung des Planeten auch die physischen Verhältnisse ganz andere waren. Wenn wir zurückgehen bis zum alten Saturnzustande, dürfen: wir nicht die Vorstellung haben, daß es da so ausgesehen hätte wie heute auf unserer Erde, daß da Felsen gewesen wären, auf die Sie hätten treten können, Bäume, auf die Sie hätten klettern können. Das alles war gar nicht vorhanden. Wenn Sie aus dem Weltenraum von weit her sich dem alten Saturn genähert hätten im mittleren Zustande seiner Entwickelung, dann hätten Sie nicht etwa irgendeinen besonderen Weltenkörper schweben sehen, sondern Sie hätten etwas Sonderbares gespürt, nämlich, daß Sie in eine Region hineingekommen wären, wo Sie so etwas gefühlt hätten, wie wenn Sie in einen Backofen hineingekrochen wären. Die einzige Wirklichkeit des Saturn war die, daß er einen anderen Wärmezustand hatte als seine Umgebung. Durch etwas anderes hätte man ihn nicht wahrnehmen können.
[ 9 ] Der Okkultismus unterscheidet nicht so, wie die gegenwärtige triviale Physik, drei Zustände der Materie, sondern er unterscheidet noch mehr solcher Zustände. Der Physiker sagt: Gegenwärtig gibt es feste, flüssige und gasförmige Körper. Aber der Saturn war noch nicht einmal gasförmig. Der gasförmige Zustand ist viel dichter als der festeste Zustand des Saturn. Wir unterscheiden im Okkultismus noch den Wärmezustand, der nicht ein bloßer Bewegungszustand der Materie ist, sondern ein vierter substantieller Zustand. Nur aus Wärme bestand dieser Saturn; und wenn wir vom Saturn zur Sonne aufrücken, erleben wir zugleich eine Verdichtung dieses alten feurigen Planeten. Die Sonne ist die erste Verkörperung unseres Planeten, die gasig ist. Die Sonne erst ist ein gasförmiger oder luftförmiger Körper. Der Mond verdichtet sich dann weiter. Er ist ein flüssiger Körper, der später, als ihn die Sonne verläßt, erst einen dichteren Zustand annimmt; aber der eigentliche mittlere Zustand, wo er noch mit der Sonne vereinigt ist, ist der flüssige Zustand. Das aber, was wir die heutige mineralische Erde nennen, was Mineralien, Felsmassen sind, was Ackerkrume ist, das ist auf dem alten Mond noch nicht vorhanden gewesen. Das kommt erst auf unserer Erde, kristallisiert sich da heraus.
[ 9 ] Der Okkultismus unterscheidet nicht so, wie die gegenwärtige triviale Physik, drei Zustände der Materie, sondern er unterscheidet noch mehr solcher Zustände. Der Physiker sagt: Gegenwärtig gibt es feste, flüssige und gasförmige Körper. Aber der Saturn war noch nicht einmal gasförmig. Der gasförmige Zustand ist viel dichter als der festeste Zustand des Saturn. Wir unterscheiden im Okkultismus noch den Wärmezustand, der nicht ein bloßer Bewegungszustand der Materie ist, sondern ein vierter substantieller Zustand. Nur aus Wärme bestand dieser Saturn; und wenn wir vom Saturn zur Sonne aufrücken, erleben wir zugleich eine Verdichtung dieses alten feurigen Planeten. Die Sonne ist die erste Verkörperung unseres Planeten, die gasig ist. Die Sonne erst ist ein gasförmiger oder luftförmiger Körper. Der Mond verdichtet sich dann weiter. Er ist ein flüssiger Körper, der später, als ihn die Sonne verläßt, erst einen dichteren Zustand annimmt; aber der eigentliche mittlere Zustand, wo er noch mit der Sonne vereinigt ist, ist der flüssige Zustand. Das aber, was wir die heutige mineralische Erde nennen, was Mineralien, Felsmassen sind, was Ackerkrume ist, das ist auf dem alten Mond noch nicht vorhanden gewesen. Das kommt erst auf unserer Erde, kristallisiert sich da heraus.
[ 10 ] Als die Erde mit ihrer Entwickelung anfängt, muß sie noch einmal all die früheren verschiedenen Zustände wiederholen. Stets wiederholt jeder Körper und ein jedes Wesen im Kosmos auf einer neuen Entwickelungsstufe die früheren Zustände, so daß unsere Erde rasch durchläuft den Saturnzustand, den Sonnenzustand und den Mondenzustand. Als sie den Mondenzustand durchläuft, besteht sie aus Wasser mit Wasserdampf gemischt, nicht heutiges Wasser, aber wasserförmige, das heißt flüssige Substantialität; zum flüssigen Zustand bringt sie es als zum dichtesten. Diese wässerige Kugel, die im Weltenraume schwebte, ist nicht Wasser wie heute, aber Wasser mit Wasserdampf gemischt, also Gasiges und Flüssiges durcheinander, und da ist der Mensch schon darinnen. Weil noch keine festen Substanzen sich abgesetzt haben, kann der Mensch in dieser wässerigen Kugel darinnen sein. Vom heutigen Menschen ist darin sein Ich und sein astralischer Leib. Aber dieses Ich und dieser astralische Leib fühlen sich noch nicht als abgesonderte Wesenheit, sondern wie eingebettet im Schoß göttlich-geistiger Wesenheiten; sie fühlen sich noch nicht herausgelöst aus einer Wesenheit, deren Leib die wässerige, dampfförmige Erde ist. Nun bilden sich in diesen astralischen Leibern, die mit dem Ich ausgestattet sind, Einschlüsse, ganz dünne, feine Menschenanlagen. Das ist auf der ersten Figur gezeichnet.
[ 10 ] Als die Erde mit ihrer Entwickelung anfängt, muß sie noch einmal all die früheren verschiedenen Zustände wiederholen. Stets wiederholt jeder Körper und ein jedes Wesen im Kosmos auf einer neuen Entwickelungsstufe die früheren Zustände, so daß unsere Erde rasch durchläuft den Saturnzustand, den Sonnenzustand und den Mondenzustand. Als sie den Mondenzustand durchläuft, besteht sie aus Wasser mit Wasserdampf gemischt, nicht heutiges Wasser, aber wasserförmige, das heißt flüssige Substantialität; zum flüssigen Zustand bringt sie es als zum dichtesten. Diese wässerige Kugel, die im Weltenraume schwebte, ist nicht Wasser wie heute, aber Wasser mit Wasserdampf gemischt, also Gasiges und Flüssiges durcheinander, und da ist der Mensch schon darinnen. Weil noch keine festen Substanzen sich abgesetzt haben, kann der Mensch in dieser wässerigen Kugel darinnen sein. Vom heutigen Menschen ist darin sein Ich und sein astralischer Leib. Aber dieses Ich und dieser astralische Leib fühlen sich noch nicht als abgesonderte Wesenheit, sondern wie eingebettet im Schoß göttlich-geistiger Wesenheiten; sie fühlen sich noch nicht herausgelöst aus einer Wesenheit, deren Leib die wässerige, dampfförmige Erde ist. Nun bilden sich in diesen astralischen Leibern, die mit dem Ich ausgestattet sind, Einschlüsse, ganz dünne, feine Menschenanlagen. Das ist auf der ersten Figur gezeichnet.


[ 11 ] Was da oben ist, soll darstellen die für die äußere Betrachtung unsichtbaren astralischen Leiber und Iche, die so eingebettet sind in die wässerige Erdenkugel; und diese holen aus sich heraus die erste Anlage zum physischen Menschenleib, der mit dem Ätherleib in ganz, ganz dünnem Zustand da ist. Das gliedert sich da heraus. Wenn Sie das hellseherisch verfolgen würden, so würden Sie die erste Anlage des physischen und Ätherleibes sehen wie umgeben von astralischem Leib und Ich, wie das an der ersten Figur gezeichnet ist. Dasjenige, was heute, wenn Sie schlafen, von Ihnen im Bette liegen bleibt, Ihr physischer Leib und Ätherleib, das bildet sich in seinen ersten Anlagen in diesem Erdenzustand als erster Menschenkeim, der noch ganz umhüllt ist von Astralleib und Ich. Die wässerige Dampfmasse verdichtet sich da. Der Astralleib mit dem Ich geben Veranlassung, daß sich da überall die erste Menschenanlage eingliedert in dieser ursprünglichen Wassererde. Den Gang der Tiere und Pflanzen können wir dabei nicht weiter verfolgen.
[ 11 ] Was da oben ist, soll darstellen die für die äußere Betrachtung unsichtbaren astralischen Leiber und Iche, die so eingebettet sind in die wässerige Erdenkugel; und diese holen aus sich heraus die erste Anlage zum physischen Menschenleib, der mit dem Ätherleib in ganz, ganz dünnem Zustand da ist. Das gliedert sich da heraus. Wenn Sie das hellseherisch verfolgen würden, so würden Sie die erste Anlage des physischen und Ätherleibes sehen wie umgeben von astralischem Leib und Ich, wie das an der ersten Figur gezeichnet ist. Dasjenige, was heute, wenn Sie schlafen, von Ihnen im Bette liegen bleibt, Ihr physischer Leib und Ätherleib, das bildet sich in seinen ersten Anlagen in diesem Erdenzustand als erster Menschenkeim, der noch ganz umhüllt ist von Astralleib und Ich. Die wässerige Dampfmasse verdichtet sich da. Der Astralleib mit dem Ich geben Veranlassung, daß sich da überall die erste Menschenanlage eingliedert in dieser ursprünglichen Wassererde. Den Gang der Tiere und Pflanzen können wir dabei nicht weiter verfolgen.
[ 12 ] Das nächste, was sich nun bildet, ist, daß sich das Wasser verdichtet und daß in einer gewissen Beziehung sich zeigen Luft und Wasser, so daß also nicht mehr Dampf und Wasser durcheinandergemischt sind, sondern Wasser und Luft sich voneinander scheiden. Die Folge davon ist, daß der Menschenleib - physischer und ätherischer Leib - wiederum etwas dichter wird, daß er, weil ja jetzt die Luft sich abgeschieden hat vom Wasser, selbst luftartig ist und in sich aufnimmt das Feuerelement, so daß dasjenige, was früher wasserartig war, jetzt luftförmig wird. Die physisch-ätherische Menschenanlage besteht jetzt aus Luft, die von Feuer durchströmt wird; astralischer Leib und Ich umgeben sie, und das alles bewegt sich in dem, was noch vom Wasser übrig geblieben ist, abwechselnd in Wasser und Luft hin und her (siehe Zeichnung I).
[ 12 ] Das nächste, was sich nun bildet, ist, daß sich das Wasser verdichtet und daß in einer gewissen Beziehung sich zeigen Luft und Wasser, so daß also nicht mehr Dampf und Wasser durcheinandergemischt sind, sondern Wasser und Luft sich voneinander scheiden. Die Folge davon ist, daß der Menschenleib - physischer und ätherischer Leib - wiederum etwas dichter wird, daß er, weil ja jetzt die Luft sich abgeschieden hat vom Wasser, selbst luftartig ist und in sich aufnimmt das Feuerelement, so daß dasjenige, was früher wasserartig war, jetzt luftförmig wird. Die physisch-ätherische Menschenanlage besteht jetzt aus Luft, die von Feuer durchströmt wird; astralischer Leib und Ich umgeben sie, und das alles bewegt sich in dem, was noch vom Wasser übrig geblieben ist, abwechselnd in Wasser und Luft hin und her (siehe Zeichnung I).
[ 13 ] Also wir haben den Menschen so vor uns, daß das, was heute beim schlafenden Menschen im Bette liegt, in einer solchen Anlage vorhanden ist, die selbst bis zur Luftdichte geraten und von Feuer durchglüht ist. Zu jedem solchen Feuermenschen gehört ein Astralleib und Ich. Die sind aber durchaus eingebettet in den Schoß der Gottheit, das heißt, sie fühlen sich auch noch nicht als ein besonderes Ich.
[ 13 ] Also wir haben den Menschen so vor uns, daß das, was heute beim schlafenden Menschen im Bette liegt, in einer solchen Anlage vorhanden ist, die selbst bis zur Luftdichte geraten und von Feuer durchglüht ist. Zu jedem solchen Feuermenschen gehört ein Astralleib und Ich. Die sind aber durchaus eingebettet in den Schoß der Gottheit, das heißt, sie fühlen sich auch noch nicht als ein besonderes Ich.


[ 14 ] Sie müssen über solche Sachen tief nachdenken. Denn es unterscheiden sich diese Zustände so sehr von dem heutigen Erdenzustand, daß sie den Menschen schockieren und wie unbegreiflich erscheinen. - Nun werden Sie fragen: Was ist denn das Feuer, das da hineingezeichnet ist in die Luft? Dieses Feuer, das der Mensch damals schon hatte, lebt heute noch in Ihnen. Das ist das Feuer, das Ihr Blut durchpulst, ist die Blutwärme. Und auch die Reste der alten Luft leben noch in Ihrem Organismus. Wenn Sie einatmen und ausatmen, dann haben Sie in Ihrem sonst festen Leibe Luft, die aus- und einströmt. Denken Sie sich, Sie atmen ganz tief ein; dann wird diese Luft aufgenommen in Ihr Blut; dadurch ist das warme Luft. Jetzt denken Sie sich diese Luft durch den ganzen Körper dringend, überall dringt sie hinein. Denken Sie sich jetzt aber alles Feste und Flüssige fort, und denken Sie sich nur die Gestalt, die da bleibt: ein Mensch, der eben eingeatmet hat, das heißt den Sauerstoff bis in die äußersten Körperteile getrieben hat. Es bleibt Ihnen dann übrig eine Gestalt, die dem Menschen sehr ähnlich ist, die aber aus Luft besteht. Die Luft, die den Menschen durchströmt, nimmt ganz die Formen des Leibes an. Eine Art Schattenleib bleibt Ihnen übrig, bestehend aus Luft, mit Wärme durchzogen. Damals hatten Sie nicht diese Gestalt, aber ein solcher Mensch waren Sie: physischer und Ätherleib waren eingehüllt von dem mit dem Ich ausgestatteten Astralleibe. Dieser Zustand dauerte bis hinein in die atlantische Zeit. Derjenige, der sich der Illusion hingibt, daß in den ersten Zeiten der Atlantis die Menschen schon so wie heute umhergewandelt seien, der irrt sich. Die Menschen sind erst heruntergestiegen aus den Luftregionen in die dichtere materielle Region. Dazumai waren höchstens Tiere auf der Erde, die nicht warten konnten mit der Verkörperung im Physischen und die daher stehen geblieben sind, da die Erde noch nicht reif war, das Material für die Menschen herzugeben. Daher sind die Tiere auf niederen Formen stehen geblieben, weil sie nicht warten konnten mit dem Heruntersteigen.
[ 14 ] Sie müssen über solche Sachen tief nachdenken. Denn es unterscheiden sich diese Zustände so sehr von dem heutigen Erdenzustand, daß sie den Menschen schockieren und wie unbegreiflich erscheinen. - Nun werden Sie fragen: Was ist denn das Feuer, das da hineingezeichnet ist in die Luft? Dieses Feuer, das der Mensch damals schon hatte, lebt heute noch in Ihnen. Das ist das Feuer, das Ihr Blut durchpulst, ist die Blutwärme. Und auch die Reste der alten Luft leben noch in Ihrem Organismus. Wenn Sie einatmen und ausatmen, dann haben Sie in Ihrem sonst festen Leibe Luft, die aus- und einströmt. Denken Sie sich, Sie atmen ganz tief ein; dann wird diese Luft aufgenommen in Ihr Blut; dadurch ist das warme Luft. Jetzt denken Sie sich diese Luft durch den ganzen Körper dringend, überall dringt sie hinein. Denken Sie sich jetzt aber alles Feste und Flüssige fort, und denken Sie sich nur die Gestalt, die da bleibt: ein Mensch, der eben eingeatmet hat, das heißt den Sauerstoff bis in die äußersten Körperteile getrieben hat. Es bleibt Ihnen dann übrig eine Gestalt, die dem Menschen sehr ähnlich ist, die aber aus Luft besteht. Die Luft, die den Menschen durchströmt, nimmt ganz die Formen des Leibes an. Eine Art Schattenleib bleibt Ihnen übrig, bestehend aus Luft, mit Wärme durchzogen. Damals hatten Sie nicht diese Gestalt, aber ein solcher Mensch waren Sie: physischer und Ätherleib waren eingehüllt von dem mit dem Ich ausgestatteten Astralleibe. Dieser Zustand dauerte bis hinein in die atlantische Zeit. Derjenige, der sich der Illusion hingibt, daß in den ersten Zeiten der Atlantis die Menschen schon so wie heute umhergewandelt seien, der irrt sich. Die Menschen sind erst heruntergestiegen aus den Luftregionen in die dichtere materielle Region. Dazumai waren höchstens Tiere auf der Erde, die nicht warten konnten mit der Verkörperung im Physischen und die daher stehen geblieben sind, da die Erde noch nicht reif war, das Material für die Menschen herzugeben. Daher sind die Tiere auf niederen Formen stehen geblieben, weil sie nicht warten konnten mit dem Heruntersteigen.
[ 15 ] Das nächste war, daß der Mensch seinem physischen Leibe nach sich gliederte in Luft und Wärme und flüssige Bestandteile, das heißt aber im okkulten Sinne: er wurde ein Wassermensch. Sie könnten nun sagen: Der Mensch war doch früher auch schon ein Wassermensch. Da würden Sie aber nicht ganz richtig sprechen. Früher war die Erde eine Wasserkugel, und darin waren - nur geistig - Astralleib und Ich; die schwammen im Wasser als geistige Wesenheiten; sie waren nicht abgesonderte Wesenheiten. Jetzt sind wir erst auf dem Punkt, wo Sie den physischen Menschenleib finden würden in dem Wasser enthalten, sozusagen quallenförmig darin. Sie könnten in diesem Urmeer schwimmen und würden darin finden aus dem Wasser heraus verdichtete Gestalten, durch die Sie hindurchschauen könnten. So waren sie zuerst, diese Menschen: sie haben erst einen Wasserleib, und indem sie den Wasserleib haben, ist noch immer ihr astralischer Leib und ihr Ich sehr eingebettet in die göttlich-geistigen Wesenheiten.
[ 15 ] Das nächste war, daß der Mensch seinem physischen Leibe nach sich gliederte in Luft und Wärme und flüssige Bestandteile, das heißt aber im okkulten Sinne: er wurde ein Wassermensch. Sie könnten nun sagen: Der Mensch war doch früher auch schon ein Wassermensch. Da würden Sie aber nicht ganz richtig sprechen. Früher war die Erde eine Wasserkugel, und darin waren - nur geistig - Astralleib und Ich; die schwammen im Wasser als geistige Wesenheiten; sie waren nicht abgesonderte Wesenheiten. Jetzt sind wir erst auf dem Punkt, wo Sie den physischen Menschenleib finden würden in dem Wasser enthalten, sozusagen quallenförmig darin. Sie könnten in diesem Urmeer schwimmen und würden darin finden aus dem Wasser heraus verdichtete Gestalten, durch die Sie hindurchschauen könnten. So waren sie zuerst, diese Menschen: sie haben erst einen Wasserleib, und indem sie den Wasserleib haben, ist noch immer ihr astralischer Leib und ihr Ich sehr eingebettet in die göttlich-geistigen Wesenheiten.
[ 16 ] Dazumal, als der Mensch diesen Wasserleib hatte, war die Verteilung seiner Bewußtseinszustände eine ganz andere, als sie später geworden ist. So wie heute war die Verteilung von bewußtloser Nacht und bewußtem Tage nicht, sondern dazumal, als der Mensch noch eingebettet war in die göttlich-geistigen Wesenheiten, hatte er in der Nacht ein dämmerhaftes, astralisches Bewußtsein. Wenn er bei Tag untertauchte in seinen flüssigen physischen Leib, da wurde es für ihn Nacht; und wenn er wieder heraus war aus seinem physischen Leibe, da ging ihm das blendende astralische Licht auf. Wenn er untertauchte des Morgens in den physischen Leib, da wurde es dämmerig und trübe, da fing eine Art von Bewußtlosigkeit an. Immer mehr aber bildeten sich in seinem physischen Leibe die heutigen physischen Organe aus. Damit lernte der Mensch nach und nach sehen. Das Tagesbewußtsein wurde immer heller, und dadurch schnürte er sich ab von dem göttlichen Schoße. Und erst gegen die Mitte der atlantischen Zeit ist der Mensch so weit verdichtet, daß er Fleisch und Bein wird, nachdem sich zuerst die Knorpel verdichtet haben, die Knochen nach und nach herauskommen. Und damit wird außen die Erde auch immer fester, und der Mensch steigt herunter auf den Erdboden. Damit verschwindet immer mehr das Bewußtsein, das er gehabt hatte in den göttlich-geistigen Welten; er wird immer mehr ein Beobachter der äußeren Welt und bereitet sich vor, ein eigentlicher Erdenbürger zu werden. Im letzten Drittel der atlantischen Zeit wird dann die Menschengestalt immer ähnlicher der heutigen.
[ 16 ] Dazumal, als der Mensch diesen Wasserleib hatte, war die Verteilung seiner Bewußtseinszustände eine ganz andere, als sie später geworden ist. So wie heute war die Verteilung von bewußtloser Nacht und bewußtem Tage nicht, sondern dazumal, als der Mensch noch eingebettet war in die göttlich-geistigen Wesenheiten, hatte er in der Nacht ein dämmerhaftes, astralisches Bewußtsein. Wenn er bei Tag untertauchte in seinen flüssigen physischen Leib, da wurde es für ihn Nacht; und wenn er wieder heraus war aus seinem physischen Leibe, da ging ihm das blendende astralische Licht auf. Wenn er untertauchte des Morgens in den physischen Leib, da wurde es dämmerig und trübe, da fing eine Art von Bewußtlosigkeit an. Immer mehr aber bildeten sich in seinem physischen Leibe die heutigen physischen Organe aus. Damit lernte der Mensch nach und nach sehen. Das Tagesbewußtsein wurde immer heller, und dadurch schnürte er sich ab von dem göttlichen Schoße. Und erst gegen die Mitte der atlantischen Zeit ist der Mensch so weit verdichtet, daß er Fleisch und Bein wird, nachdem sich zuerst die Knorpel verdichtet haben, die Knochen nach und nach herauskommen. Und damit wird außen die Erde auch immer fester, und der Mensch steigt herunter auf den Erdboden. Damit verschwindet immer mehr das Bewußtsein, das er gehabt hatte in den göttlich-geistigen Welten; er wird immer mehr ein Beobachter der äußeren Welt und bereitet sich vor, ein eigentlicher Erdenbürger zu werden. Im letzten Drittel der atlantischen Zeit wird dann die Menschengestalt immer ähnlicher der heutigen.
[ 17 ] So steigt der Mensch buchstäblich, wörtlich aus Sphären herunter, die wir bezeichnen müssen als Wasser- und Wasserdampfsphären, Wasser- und Luftsphären usw. Solange er in den Wasser-Luft-Sphären war, war sein Bewußtsein eine astralisch-helle Wahrnehmungsfähigkeit, weil er, so oft er heraus war aus dem physischen Leibe, oben bei den Göttern war, aber durch das Dichtwerden des physischen Körpers schnürte er sich sozusagen von der göttlichen Substanz ab. Wie etwas, was eine Schale bekommt, so schnürte sich der Mensch langsam heraus aus dem früheren Zusammenhange, als er aufhörte, wasser- und luftförmig zu sein. Solange er wässerig und luftförmig war, war er oben bei den Göttern. Er hat zwar nicht sein Ich entwickeln können, aber hatte sich noch nicht losgelöst von dem göttlichen Bewußtsein. Indem er herunterstieg in das Physische, verdunkelte sich sein astralisches Bewußtsein immer mehr.
[ 17 ] So steigt der Mensch buchstäblich, wörtlich aus Sphären herunter, die wir bezeichnen müssen als Wasser- und Wasserdampfsphären, Wasser- und Luftsphären usw. Solange er in den Wasser-Luft-Sphären war, war sein Bewußtsein eine astralisch-helle Wahrnehmungsfähigkeit, weil er, so oft er heraus war aus dem physischen Leibe, oben bei den Göttern war, aber durch das Dichtwerden des physischen Körpers schnürte er sich sozusagen von der göttlichen Substanz ab. Wie etwas, was eine Schale bekommt, so schnürte sich der Mensch langsam heraus aus dem früheren Zusammenhange, als er aufhörte, wasser- und luftförmig zu sein. Solange er wässerig und luftförmig war, war er oben bei den Göttern. Er hat zwar nicht sein Ich entwickeln können, aber hatte sich noch nicht losgelöst von dem göttlichen Bewußtsein. Indem er herunterstieg in das Physische, verdunkelte sich sein astralisches Bewußtsein immer mehr.
[ 18 ] Wenn wir den Sinn dieser Entwickelung charakterisieren wollen, können wir sagen: Ehemals, als der Mensch noch bei den Göttern war, war der physische Leib und Ätherleib wässerig und luftförmig, und nach und nach hat er sich erst mit der Verdichtung der Erde verdichtet zu seiner heutigen Materialität. Das ist der Abstieg. Ebenso wie der Mensch heruntergestiegen ist, wird er auch wieder hinaufsteigen. Nachdem er das hier erfahren hat, was er in der festen Materie erfahren kann, wird er wieder hinaufsteigen in die Regionen, wo sein physischer Leib wässerig und luftförmig ist. Dieses Bewußtsein muß der Mensch in sich tragen, daß, wenn er sich wiederum verbinden will in seinem Bewußtsein mit den Göttern, sein wahres Sein in den Regionen sein wird, aus denen er entstammt. Herausverdichtet ist der Mensch aus Wasser und Luft; hineinverdünnen wird er sich wiederum. Geistig nur kann er sich diesen Zustand heute vorausnehmen, indem er sich innerlich das Bewußtsein von dem verschafft, was er später körperlich sein wird. Aber nur dadurch empfangen die Menschen die Kraft dazu, daß sie das bewußt heute aufnehmen. Wenn der Mensch sich dieses Bewußtsein erwirbt, wird er sein Erdenziel, seine Erdenmission erreichen. Was heißt denn das? Das heißt, der Mensch ist einstmals nicht geboren worden aus Fleisch und Erde, sondern aus Luft und Wasser. Und er muß später im Geiste wirklich wiedergeboren werden aus Luft und Wasser. — Der Sprachgebrauch der Zeiten, als die Evangelien entstanden sind, den wir auch studieren müssen, ist so, daß man «Wasser» auch Wasser genannt hat; aber «Pneuma», was heute als «Geist» gebraucht wird, war «Luft»; das Wort hatte dazumal durchaus eine solche Bedeutung. Man muß das Wort «Pneuma » übersetzen mit «Luft» oder mit «Dampf»; sonst ruft man ein Mißverständnis hervor. Man muß daher diesen Satz des Nikodemusgespräches so sagen:
[ 18 ] Wenn wir den Sinn dieser Entwickelung charakterisieren wollen, können wir sagen: Ehemals, als der Mensch noch bei den Göttern war, war der physische Leib und Ätherleib wässerig und luftförmig, und nach und nach hat er sich erst mit der Verdichtung der Erde verdichtet zu seiner heutigen Materialität. Das ist der Abstieg. Ebenso wie der Mensch heruntergestiegen ist, wird er auch wieder hinaufsteigen. Nachdem er das hier erfahren hat, was er in der festen Materie erfahren kann, wird er wieder hinaufsteigen in die Regionen, wo sein physischer Leib wässerig und luftförmig ist. Dieses Bewußtsein muß der Mensch in sich tragen, daß, wenn er sich wiederum verbinden will in seinem Bewußtsein mit den Göttern, sein wahres Sein in den Regionen sein wird, aus denen er entstammt. Herausverdichtet ist der Mensch aus Wasser und Luft; hineinverdünnen wird er sich wiederum. Geistig nur kann er sich diesen Zustand heute vorausnehmen, indem er sich innerlich das Bewußtsein von dem verschafft, was er später körperlich sein wird. Aber nur dadurch empfangen die Menschen die Kraft dazu, daß sie das bewußt heute aufnehmen. Wenn der Mensch sich dieses Bewußtsein erwirbt, wird er sein Erdenziel, seine Erdenmission erreichen. Was heißt denn das? Das heißt, der Mensch ist einstmals nicht geboren worden aus Fleisch und Erde, sondern aus Luft und Wasser. Und er muß später im Geiste wirklich wiedergeboren werden aus Luft und Wasser. — Der Sprachgebrauch der Zeiten, als die Evangelien entstanden sind, den wir auch studieren müssen, ist so, daß man «Wasser» auch Wasser genannt hat; aber «Pneuma», was heute als «Geist» gebraucht wird, war «Luft»; das Wort hatte dazumal durchaus eine solche Bedeutung. Man muß das Wort «Pneuma » übersetzen mit «Luft» oder mit «Dampf»; sonst ruft man ein Mißverständnis hervor. Man muß daher diesen Satz des Nikodemusgespräches so sagen:
«Amen, Amen, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Luft, sonst kann er nicht in die Reiche der Himmel kommen.» (3, 5) |
«Amen, Amen, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Luft, sonst kann er nicht in die Reiche der Himmel kommen.» (3, 5) |
[ 19 ] So weist der Christus auf den Zukunftszustand hin, in den der Mensch sich hineinentwickeln soll, und so haben wir in dieser Unterredung ein tiefes Geheimnis unserer Entwickelung vor uns. Wir müssen nur die Worte richtig verstehen und sie anwenden durch das, was uns die Anthroposophie geben kann. In der trivialen Sprache ist noch etwas davon übriggeblieben, indem man leichtflüchtige Substanzen «Geister» nennt. Aber ursprünglich heißt das Wort «Pneuma»: Luft. - Sie sehen also, daß es sich recht sehr darum handelt, daß man die Worte in ganz genauem, exaktem Sinne auffaßt und auf die Goldwaage legt. Dann aber geht gerade aus dem buchstäblichen Sinne die wunderbarste geistige Bedeutung hervor.
[ 19 ] So weist der Christus auf den Zukunftszustand hin, in den der Mensch sich hineinentwickeln soll, und so haben wir in dieser Unterredung ein tiefes Geheimnis unserer Entwickelung vor uns. Wir müssen nur die Worte richtig verstehen und sie anwenden durch das, was uns die Anthroposophie geben kann. In der trivialen Sprache ist noch etwas davon übriggeblieben, indem man leichtflüchtige Substanzen «Geister» nennt. Aber ursprünglich heißt das Wort «Pneuma»: Luft. - Sie sehen also, daß es sich recht sehr darum handelt, daß man die Worte in ganz genauem, exaktem Sinne auffaßt und auf die Goldwaage legt. Dann aber geht gerade aus dem buchstäblichen Sinne die wunderbarste geistige Bedeutung hervor.
[ 20 ] Nun versuchen wir noch eine kleine Weile unseren geistigen Blick auf eine andere Tatsache der Evolution zu richten.
[ 20 ] Nun versuchen wir noch eine kleine Weile unseren geistigen Blick auf eine andere Tatsache der Evolution zu richten.
[ 21 ] Blicken wir noch einmal weit zurück bis dahin, wo der menschliche Astralleib mit dem Ich eingesenkt waren in den Schoß des all‘gemein Göttlich-Astralischen. Die Herausentwickelung geschah ja so -— wenn Sie diesen Gang der Entwickelung verfolgen -, daß wir sie uns schematisch beschreiben können. Da war ursprünglich Ihr ganzes Astralisches eingebettet in das allgemeine Astralische, und durch die Vorgänge, die wir eben geschildert haben, bildeten sich das Physische und Ätherische wie Schalen herum. Dadurch wurden die einzelnen Menschen als abgesonderte Partien aus dem allgemein Astralischen herausgeschnürt, wie wenn Sie eine flüssige Substanz vor sich haben, und Sie schöpfen Teile heraus. Parallel ging mit dieser Bildung des physischen Leibes die Abschnürung des einzelnen menschlichen Bewußtseins vom göttlichen Bewußtsein. So daß wir, je weiter wir vorwärtsschreiten, sagen können: Wir sehen, wie - in die Schale des physischen Leibes eingeschlossen - die einzelnen individuellen Menschen sich herausbilden als Partien, die sich absondern aus der allgemeinen Astralität. Freilich muß der Mensch dieses Selbständigwerden dadurch bezahlen, daß sein astralisches Bewußtsein verdunkelt wird; dafür schaut er aus der Schale seines physischen Leibes hinaus und sieht den physischen Plan. Aber das alte hellscherische Bewußtsein geht ihm nach und nach verloren.
[ 21 ] Blicken wir noch einmal weit zurück bis dahin, wo der menschliche Astralleib mit dem Ich eingesenkt waren in den Schoß des all‘gemein Göttlich-Astralischen. Die Herausentwickelung geschah ja so -— wenn Sie diesen Gang der Entwickelung verfolgen -, daß wir sie uns schematisch beschreiben können. Da war ursprünglich Ihr ganzes Astralisches eingebettet in das allgemeine Astralische, und durch die Vorgänge, die wir eben geschildert haben, bildeten sich das Physische und Ätherische wie Schalen herum. Dadurch wurden die einzelnen Menschen als abgesonderte Partien aus dem allgemein Astralischen herausgeschnürt, wie wenn Sie eine flüssige Substanz vor sich haben, und Sie schöpfen Teile heraus. Parallel ging mit dieser Bildung des physischen Leibes die Abschnürung des einzelnen menschlichen Bewußtseins vom göttlichen Bewußtsein. So daß wir, je weiter wir vorwärtsschreiten, sagen können: Wir sehen, wie - in die Schale des physischen Leibes eingeschlossen - die einzelnen individuellen Menschen sich herausbilden als Partien, die sich absondern aus der allgemeinen Astralität. Freilich muß der Mensch dieses Selbständigwerden dadurch bezahlen, daß sein astralisches Bewußtsein verdunkelt wird; dafür schaut er aus der Schale seines physischen Leibes hinaus und sieht den physischen Plan. Aber das alte hellscherische Bewußtsein geht ihm nach und nach verloren.
[ 22 ] So sehen wir das entstehen, was des Menschen Inneres ist, selbständiges individuelles Menscheninneres, was Ich-Träger ist. Wenn Sie heute den schlafenden Menschen betrachten, haben Sie in dem physischen Leibe und Ätherleibe, die im Bette zurückbleiben, dasjenige, was aus diesen Schalen, die sich da gebildet hatten im Laufe der Zeit, durch die Verdichtung entstanden ist. Was sich früher abgesondert hat aus dem allgemein Astralischen, kehrt jede Nacht zurück, um sich zu stärken in der allgemeinen göttlichen Substanz. Es geht natürlich nicht so weit darin auf, als es dazumal darin aufgegangen war, sonst wäre es ja hellseherisch. Es bewahrt sich seine Selbständigkeit. Diese selbständige Individualität ist also etwas, was im Laufe der Erdentwickelung entstanden ist.
[ 22 ] So sehen wir das entstehen, was des Menschen Inneres ist, selbständiges individuelles Menscheninneres, was Ich-Träger ist. Wenn Sie heute den schlafenden Menschen betrachten, haben Sie in dem physischen Leibe und Ätherleibe, die im Bette zurückbleiben, dasjenige, was aus diesen Schalen, die sich da gebildet hatten im Laufe der Zeit, durch die Verdichtung entstanden ist. Was sich früher abgesondert hat aus dem allgemein Astralischen, kehrt jede Nacht zurück, um sich zu stärken in der allgemeinen göttlichen Substanz. Es geht natürlich nicht so weit darin auf, als es dazumal darin aufgegangen war, sonst wäre es ja hellseherisch. Es bewahrt sich seine Selbständigkeit. Diese selbständige Individualität ist also etwas, was im Laufe der Erdentwickelung entstanden ist.
[ 23 ] Wem verdankt denn dieses selbständige, individuelle Menscheninnere, welches außerhalb des physischen Leibes und Ätherleibes Stärkung sucht, sein Dasein? Es verdankt sein Dasein dem physischen Leibe und dem Ätherleibe des Menschen, der sich nach und _ nach im Laufe der Erdenentwickelung gebildet hat. Er hat das herausgeboren, was bei Tag untertaucht in die physischen Sinne und hinaussieht in die physische Welt, was aber bei Nacht in einen bewußtseinslosen Zustand untersinkt, weil es sich herausgelöst hat aus dem Zustande, in dem es früher war. Der okkulte Sprachgebrauch nennt das, was heute im Bette liegt, den eigentlichen Erdenmenschen. Das war der «Mensch». Und das, in dem das Ich drinnen steckt Tag und Nacht, was aber herausgeboren ist aus dem physischen und Ätherleib, nannte man das «Menschenkind» oder den «Menschensohn». Menschensohn ist Ich und astralischer Leib, wie sie herausgeboren sind im Laufe der Erdenevolution aus dem physischen und Ätherleibe. Dafür ist der technische Ausdruck « Menschensohn ». Wozu ist der Christus Jesus auf die Erde gekommen? Was sollte durch seinen Impuls der Erde mitgeteilt werden?
[ 23 ] Wem verdankt denn dieses selbständige, individuelle Menscheninnere, welches außerhalb des physischen Leibes und Ätherleibes Stärkung sucht, sein Dasein? Es verdankt sein Dasein dem physischen Leibe und dem Ätherleibe des Menschen, der sich nach und _ nach im Laufe der Erdenentwickelung gebildet hat. Er hat das herausgeboren, was bei Tag untertaucht in die physischen Sinne und hinaussieht in die physische Welt, was aber bei Nacht in einen bewußtseinslosen Zustand untersinkt, weil es sich herausgelöst hat aus dem Zustande, in dem es früher war. Der okkulte Sprachgebrauch nennt das, was heute im Bette liegt, den eigentlichen Erdenmenschen. Das war der «Mensch». Und das, in dem das Ich drinnen steckt Tag und Nacht, was aber herausgeboren ist aus dem physischen und Ätherleib, nannte man das «Menschenkind» oder den «Menschensohn». Menschensohn ist Ich und astralischer Leib, wie sie herausgeboren sind im Laufe der Erdenevolution aus dem physischen und Ätherleibe. Dafür ist der technische Ausdruck « Menschensohn ». Wozu ist der Christus Jesus auf die Erde gekommen? Was sollte durch seinen Impuls der Erde mitgeteilt werden?
[ 24 ] Dieser «Menschensohn », der sich losgeschnürt hat aus dem Schoße der Gottheit, der sich losgelöst hat aus dem Zusammenhange, worin er früher war, aber dafür sich das physische Bewußtsein erobert hat, er soll durch die Kraft des Christus, der auf der Erde erschienen ist, wiederum zum Bewußtsein der Geistigkeit kommen. Er soll nicht nur sehen mit physischen Sinnen in der physischen Umgebung, sondern es soll ihm aufleuchten durch die Kraft seiner eigenen inneren Wesenheit, die ihm jetzt unbewußt ist, das Bewußtsein des göttlichen Daseins. Durch die Kraft des Christus, der auf die Erde gekommen ist, soll der Menschensohn wiederum zum Göttlichen erhöht werden. Vorher konnten nur einzelne Auserlesene auf die Art der alten Mysterien-Einweihung hineinschauen in die göttlich-geistige Welt. Für solche hatte man in alten Zeiten einen technischen Ausdruck. Die hineinschauen durften in die göttlich-geistige Welt und Zeugen werden konnten für sie, nannte man die «Schlangen ». « Schlangen » sind diejenigen Menschen in alten Zeiten, die auf diese Weise in den Mysterien eingeweiht wurden. Diese «Schlangen » waren die Vorläufer der Tat des Christus Jesus. Moses zeigte seine Sendung dadurch, daß er vor seinem Volke das Symbolum aufrichtete der Erhöhung derjenigen, die hineinschauen konnten in die geistigen Welten: die Schlange erhöhte er (4. Mose 21, 8-9). Was diese Einzelnen waren, das sollte durch die Kraft des Christus auf der Erde ein jeglicher Menschensohn werden. Das drückt der Christus aus im weiteren Verfolg des Nikodemusgespräches, indem er sagt:
[ 24 ] Dieser «Menschensohn », der sich losgeschnürt hat aus dem Schoße der Gottheit, der sich losgelöst hat aus dem Zusammenhange, worin er früher war, aber dafür sich das physische Bewußtsein erobert hat, er soll durch die Kraft des Christus, der auf der Erde erschienen ist, wiederum zum Bewußtsein der Geistigkeit kommen. Er soll nicht nur sehen mit physischen Sinnen in der physischen Umgebung, sondern es soll ihm aufleuchten durch die Kraft seiner eigenen inneren Wesenheit, die ihm jetzt unbewußt ist, das Bewußtsein des göttlichen Daseins. Durch die Kraft des Christus, der auf die Erde gekommen ist, soll der Menschensohn wiederum zum Göttlichen erhöht werden. Vorher konnten nur einzelne Auserlesene auf die Art der alten Mysterien-Einweihung hineinschauen in die göttlich-geistige Welt. Für solche hatte man in alten Zeiten einen technischen Ausdruck. Die hineinschauen durften in die göttlich-geistige Welt und Zeugen werden konnten für sie, nannte man die «Schlangen ». « Schlangen » sind diejenigen Menschen in alten Zeiten, die auf diese Weise in den Mysterien eingeweiht wurden. Diese «Schlangen » waren die Vorläufer der Tat des Christus Jesus. Moses zeigte seine Sendung dadurch, daß er vor seinem Volke das Symbolum aufrichtete der Erhöhung derjenigen, die hineinschauen konnten in die geistigen Welten: die Schlange erhöhte er (4. Mose 21, 8-9). Was diese Einzelnen waren, das sollte durch die Kraft des Christus auf der Erde ein jeglicher Menschensohn werden. Das drückt der Christus aus im weiteren Verfolg des Nikodemusgespräches, indem er sagt:
«Wie einstmals durch Moses die Schlange ist erhöht worden, so soll der Menschensohn erhöht werden!» (3, 14)
«Wie einstmals durch Moses die Schlange ist erhöht worden, so soll der Menschensohn erhöht werden!» (3, 14)
[ 25 ] Durchaus bedient sich der Christus Jesus der technischen Ausdrücke der damaligen Zeit. Man muß nur den Buchstabensinn seiner Worte erst erforschen; dann versteht man den wirklichen Sinn, der sich auch deckt mit der anthroposophischen Lehre. Daher konnte in alten Zeiten auch nur eine Vorherverkündigung jener «Ich-bin »-Lehre Platz greifen. Nur auf die äußere Autorität der Eingeweihten hin konnten die Völker etwas hören von der Kraft des Ich-bin, die in jedem Menschensohn angefacht werden sollte. Aber auch darüber werden wir genügend unterrichtet.
[ 25 ] Durchaus bedient sich der Christus Jesus der technischen Ausdrücke der damaligen Zeit. Man muß nur den Buchstabensinn seiner Worte erst erforschen; dann versteht man den wirklichen Sinn, der sich auch deckt mit der anthroposophischen Lehre. Daher konnte in alten Zeiten auch nur eine Vorherverkündigung jener «Ich-bin »-Lehre Platz greifen. Nur auf die äußere Autorität der Eingeweihten hin konnten die Völker etwas hören von der Kraft des Ich-bin, die in jedem Menschensohn angefacht werden sollte. Aber auch darüber werden wir genügend unterrichtet.
[ 26 ] Wir haben gesehen, was das «Ich-bin» in dem Johannes-Evangelium bedeutet. Ist auch dieses «Ich-bin» dem Menschen nach und nach beigebracht worden? Ist es nach und nach angekündigt worden? Wird wirklich im Alten Testamente prophetisch hingewiesen und vorbereitet auf das, was durch das Herabkommen des verkörperten Ich-bin dem Menschen als Impuls gebracht wird?
[ 26 ] Wir haben gesehen, was das «Ich-bin» in dem Johannes-Evangelium bedeutet. Ist auch dieses «Ich-bin» dem Menschen nach und nach beigebracht worden? Ist es nach und nach angekündigt worden? Wird wirklich im Alten Testamente prophetisch hingewiesen und vorbereitet auf das, was durch das Herabkommen des verkörperten Ich-bin dem Menschen als Impuls gebracht wird?
[ 27 ] Erinnern wir uns, daß alles, was im Laufe der Zeit geschieht, langsam und allmählich vorbereitet wird. Was durch den Christus Jesus gebracht wird, mußte — wie im Mutterschoße das Kind - langsam heranreifen in den alten Mysterien, in den Bekennern des Alten Testamentes. Und das, was da vorbereitet wurde in den Bekennern des Alten Testamentes, im alten jüdischen Volk, das reifte wiederum heran bei den alten Ägyptern. Und die Ägypter hatten tiefe Eingeweihte, die da wußten, was da kommen sollte auf Erden. Wir werden hören, wie bei den Ägyptern, die die dritte Unterrasse der nachatlantischen Rasse waren, sich nach und nach der volle Impuls des Ich-bin ausbildete, wie sie gleichsam den Mutterschoß, das äußere Gefüge zu dem Ich-bin hergaben, aber nicht so weit kamen, daß aus ihnen heraus das Christus-Prinzip geboren werden konnte; wie dann endlich aus ihnen sich loslöste das alte hebräische Volk. Es wird uns dargestellt, wie Moses innerhalb der Ägypter ausersehen wird, der Vorherverkünder des Gottes zu sein, der das verkörperte «Ich-bin » ist. Er sollte es denen, die etwas davon verstehen konnten, vorher verkünden. Er sollte verkünden, daß der Spruch «Ich und der Vater Abraham sind eins» ersetzt wird durch den anderen: «Ich und der Vater sind eins!», das heißt: Ich und der geistige Urgrund der Welt sind unmittelbar eins. In ihrer Mehrzahl sah die Bekennerschaft des Alten Testamentes auf die Gruppenseele des Volkes hin, und der einzelne fühlte sich wie in einem Göttlichen geborgen in dieser Gruppenseele. Aber vorherverkündet wurde durch Moses, als einen im alten Sinne Eingeweihten, daß der Christus kommen werde, mit anderen Worten, daß es ein Gottesprinzip gibt, das höher ist als das durch die Generationen hinunterrinnende Blutsprinzip. Zwar wirkt der Gott im Blute seit Abraham, aber das ist nur die äußere Offenbarung des geistigen Vaters, dieser Blutsvater.
[ 27 ] Erinnern wir uns, daß alles, was im Laufe der Zeit geschieht, langsam und allmählich vorbereitet wird. Was durch den Christus Jesus gebracht wird, mußte — wie im Mutterschoße das Kind - langsam heranreifen in den alten Mysterien, in den Bekennern des Alten Testamentes. Und das, was da vorbereitet wurde in den Bekennern des Alten Testamentes, im alten jüdischen Volk, das reifte wiederum heran bei den alten Ägyptern. Und die Ägypter hatten tiefe Eingeweihte, die da wußten, was da kommen sollte auf Erden. Wir werden hören, wie bei den Ägyptern, die die dritte Unterrasse der nachatlantischen Rasse waren, sich nach und nach der volle Impuls des Ich-bin ausbildete, wie sie gleichsam den Mutterschoß, das äußere Gefüge zu dem Ich-bin hergaben, aber nicht so weit kamen, daß aus ihnen heraus das Christus-Prinzip geboren werden konnte; wie dann endlich aus ihnen sich loslöste das alte hebräische Volk. Es wird uns dargestellt, wie Moses innerhalb der Ägypter ausersehen wird, der Vorherverkünder des Gottes zu sein, der das verkörperte «Ich-bin » ist. Er sollte es denen, die etwas davon verstehen konnten, vorher verkünden. Er sollte verkünden, daß der Spruch «Ich und der Vater Abraham sind eins» ersetzt wird durch den anderen: «Ich und der Vater sind eins!», das heißt: Ich und der geistige Urgrund der Welt sind unmittelbar eins. In ihrer Mehrzahl sah die Bekennerschaft des Alten Testamentes auf die Gruppenseele des Volkes hin, und der einzelne fühlte sich wie in einem Göttlichen geborgen in dieser Gruppenseele. Aber vorherverkündet wurde durch Moses, als einen im alten Sinne Eingeweihten, daß der Christus kommen werde, mit anderen Worten, daß es ein Gottesprinzip gibt, das höher ist als das durch die Generationen hinunterrinnende Blutsprinzip. Zwar wirkt der Gott im Blute seit Abraham, aber das ist nur die äußere Offenbarung des geistigen Vaters, dieser Blutsvater.
«Moses sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehe, und führe die Kinder Israels aus Ägypten?
Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
Moses sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt! und sie mir sagen: Wie heißt sein Name? Was soll ich ihnen sagen?» (2.Mose 3, 11-13)
«Moses sprach zu Gott: Wer bin ich, daß ich zu Pharao gehe, und führe die Kinder Israels aus Ägypten?
Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
Moses sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt! und sie mir sagen: Wie heißt sein Name? Was soll ich ihnen sagen?» (2.Mose 3, 11-13)
[ 28 ] Er soll prophetisch einen höheren Gott verkünden, der in dem Gott des Vaters Abraham drinnen steckt, aber gleichsam wie ein höheres Prinzip. Wie heißt sein Name?
[ 28 ] Er soll prophetisch einen höheren Gott verkünden, der in dem Gott des Vaters Abraham drinnen steckt, aber gleichsam wie ein höheres Prinzip. Wie heißt sein Name?
«Gott sprach zu Moses: Ich bin der «Ich-bin» !» (2. Mose 3, 14)
«Gott sprach zu Moses: Ich bin der «Ich-bin» !» (2. Mose 3, 14)
[ 29 ] Da ist vorausverkündet die tiefe Wahrheit des Wortes, die später verkörpert in dem Christus Jesus erscheint.
[ 29 ] Da ist vorausverkündet die tiefe Wahrheit des Wortes, die später verkörpert in dem Christus Jesus erscheint.
«Und sprach: Also sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der «Ich-bin» hat es mich gelehrt.» (2. Mose 3, 14)
«Und sprach: Also sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der «Ich-bin» hat es mich gelehrt.» (2. Mose 3, 14)
[ 30 ] So steht es wörtlich da. Das heißt mit anderen Worten: Der «Name», derjenige Name, der zugrunde liegt dem Blutsnamen, ist das «Ich-bin»; und der erscheint verkörpert in dem Christus des JohannesEvangeliums.
[ 30 ] So steht es wörtlich da. Das heißt mit anderen Worten: Der «Name», derjenige Name, der zugrunde liegt dem Blutsnamen, ist das «Ich-bin»; und der erscheint verkörpert in dem Christus des JohannesEvangeliums.
«Und Gott sprach weiter zu Moses: Also sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, eurer Väter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt.» (2. Mose 3, 15)
«Und Gott sprach weiter zu Moses: Also sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der Herr, eurer Väter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs hat mich zu euch gesandt.» (2. Mose 3, 15)
[ 31 ] Also, was ihr bisher nur äußerlich gesehen habt, was durch das Blut rann, das ist in seinem tieferen Sinne der «Ich-bin».
[ 31 ] Also, was ihr bisher nur äußerlich gesehen habt, was durch das Blut rann, das ist in seinem tieferen Sinne der «Ich-bin».
[ 32 ] So kündigt sich an, was durch den Christus Jesus eintritt in die Welt. Wir hören den Namen des Logos, wir hören ihn rufen damals zu Moses: «Ich bin der ‹Ich-bin›!» Da ruft der Logos seinen Namen, da ruft er dasjenige, was man durch den Verstand, durch den Intellekt zunächst von ihm begreifen kann. Was da gerufen wird, das erscheint im Fleische als der verkörperte Logos in dem Christus Jesus.
[ 32 ] So kündigt sich an, was durch den Christus Jesus eintritt in die Welt. Wir hören den Namen des Logos, wir hören ihn rufen damals zu Moses: «Ich bin der ‹Ich-bin›!» Da ruft der Logos seinen Namen, da ruft er dasjenige, was man durch den Verstand, durch den Intellekt zunächst von ihm begreifen kann. Was da gerufen wird, das erscheint im Fleische als der verkörperte Logos in dem Christus Jesus.
[ 33 ] Nun schauen wir uns das äußere Zeichen an, durch das auf die Israeliten herunterrinnt der Logos, soweit sie ihn rein begrifflich, in Gedanken erfassen können. Dieses äußere Zeichen ist das « Manna » der Wüste. Manna ist in Wahrheit — diejenigen, welche die Geheimwissenschaft kennen, wissen das — dasselbe Wort wie Manas, das Geistselbst. So strömt in diejenige Menschheit, die nach und nach sich errungen hat das Ich-Bewußtsein, der erste Anflug von dem Geistselbst ein. Das aber, was im Manas selbst lebt und kommt, darf sich noch anders benennen. Es ist nicht bloß das, was man wissen kann, sondern eine Kraft, die man selbst aufnehmen kann. Als der Logos bloß seinen Namen ruft, da muß man ihn verstehen, ihn fassen mit der Vernunft. Als der Logos Fleisch wird und innerhalb der Menschheit erscheint, da ist er ein Kraftimpuls, der unter die Menschen gebracht wird, der nicht nur als Lehre und Begriff lebt, sondern der in der Welt als ein Kraftimpuls enthalten ist, an dem der Mensch teilnehmen kann. Da nennt er sich aber nicht mehr «Manna», sondern das «Brot des Lebens» (6, 48), das ist der technische Ausdruck für Buddhi oder Lebensgeist.
[ 33 ] Nun schauen wir uns das äußere Zeichen an, durch das auf die Israeliten herunterrinnt der Logos, soweit sie ihn rein begrifflich, in Gedanken erfassen können. Dieses äußere Zeichen ist das « Manna » der Wüste. Manna ist in Wahrheit — diejenigen, welche die Geheimwissenschaft kennen, wissen das — dasselbe Wort wie Manas, das Geistselbst. So strömt in diejenige Menschheit, die nach und nach sich errungen hat das Ich-Bewußtsein, der erste Anflug von dem Geistselbst ein. Das aber, was im Manas selbst lebt und kommt, darf sich noch anders benennen. Es ist nicht bloß das, was man wissen kann, sondern eine Kraft, die man selbst aufnehmen kann. Als der Logos bloß seinen Namen ruft, da muß man ihn verstehen, ihn fassen mit der Vernunft. Als der Logos Fleisch wird und innerhalb der Menschheit erscheint, da ist er ein Kraftimpuls, der unter die Menschen gebracht wird, der nicht nur als Lehre und Begriff lebt, sondern der in der Welt als ein Kraftimpuls enthalten ist, an dem der Mensch teilnehmen kann. Da nennt er sich aber nicht mehr «Manna», sondern das «Brot des Lebens» (6, 48), das ist der technische Ausdruck für Buddhi oder Lebensgeist.
[ 34 ] Das durch den Geist verwandelte Wasser, das der Samariterin im Symbolum gereicht wird, und das Brot des Lebens sind die erste Verkündigung des Einfließens der Buddhi oder des Lebensgeistes in den Menschen. An diese Auseinandersetzung werden wir morgen anknüpfen.
[ 34 ] Das durch den Geist verwandelte Wasser, das der Samariterin im Symbolum gereicht wird, und das Brot des Lebens sind die erste Verkündigung des Einfließens der Buddhi oder des Lebensgeistes in den Menschen. An diese Auseinandersetzung werden wir morgen anknüpfen.
