The Gospel of St. John
GA 103
31 May 1908, Hamburg
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Das Johannes-Evangelium, 10th ed.
Zwölfter Vortrag
Zwölfter Vortrag
[ 1 ] Wir sind gestern fortgeschritten bis zur Besprechung jener Veränderung, die mit dem astralischen Leibe des Menschen vorgeht durch Meditation, Konzentration und andere Übungen, die durch die verschiedenen Einweihungsmethoden gegeben werden. Wir haben gesehen, daß dadurch der astralische Leib herausgearbeitet wird, so daß er die Organe in sich aufnimmt, die er braucht, um in die höheren Welten hineinzuschauen, und wir haben gesagt, daß bis dahin - obzwar die Übungen sich ganz nach den entsprechenden Kulturperioden richten - doch das Prinzip der Einweihung überall eigentlich dasselbe ist. Die große prinzipielle Verschiedenheit beginnt erst, wenn das Nächste, was nunmehr hinzukommen muß, eintreten soll. Damit der Mensch nämlich wirklich in die höheren Welten hineinschauen kann, ist es notwendig, daß das, was im astralischen Teil herausgearbeitet ist an Organen, sich abdrückt, ausprägt im Ätherleib, daß es also hineingedrückt wird in den Ätherleib.
[ 1 ] Wir sind gestern fortgeschritten bis zur Besprechung jener Veränderung, die mit dem astralischen Leibe des Menschen vorgeht durch Meditation, Konzentration und andere Übungen, die durch die verschiedenen Einweihungsmethoden gegeben werden. Wir haben gesehen, daß dadurch der astralische Leib herausgearbeitet wird, so daß er die Organe in sich aufnimmt, die er braucht, um in die höheren Welten hineinzuschauen, und wir haben gesagt, daß bis dahin - obzwar die Übungen sich ganz nach den entsprechenden Kulturperioden richten - doch das Prinzip der Einweihung überall eigentlich dasselbe ist. Die große prinzipielle Verschiedenheit beginnt erst, wenn das Nächste, was nunmehr hinzukommen muß, eintreten soll. Damit der Mensch nämlich wirklich in die höheren Welten hineinschauen kann, ist es notwendig, daß das, was im astralischen Teil herausgearbeitet ist an Organen, sich abdrückt, ausprägt im Ätherleib, daß es also hineingedrückt wird in den Ätherleib.
[ 2 ] Man nennt mit einem alten Ausdruck die Bearbeitung des astralischen Leibes auf dem Umwege durch Meditation und Konzentration «Katharsis», Reinigung. Diese Katharsis oder Reinigung hat ja das Ziel, alles das aus dem astralischen Leibe herauszuwerfen, was ihn hindert, harmonisch und regulär organisiert zu sein, so daß er höhere Organe erlangen kann; denn er ist veranlagt zu diesen höheren Organen, man braucht nur sozusagen die Kräfte bloßzulegen, die in ihm sind.
[ 2 ] Man nennt mit einem alten Ausdruck die Bearbeitung des astralischen Leibes auf dem Umwege durch Meditation und Konzentration «Katharsis», Reinigung. Diese Katharsis oder Reinigung hat ja das Ziel, alles das aus dem astralischen Leibe herauszuwerfen, was ihn hindert, harmonisch und regulär organisiert zu sein, so daß er höhere Organe erlangen kann; denn er ist veranlagt zu diesen höheren Organen, man braucht nur sozusagen die Kräfte bloßzulegen, die in ihm sind.
[ 3 ] Wir sagten, es könnten die verschiedensten Methoden angewendet werden, um diese Katharsis herbeizuführen. Sehr weit kann der Mensch in bezug auf diese Katharsis schon kommen, wenn er zum Beispiel alles das, was in meiner «Philosophie der Freiheit» steht, so innerlich durchgenommen und erlebt hat, daß er das Gefühl hat: Das Buch war für mich eine Anregung, aber ich kann jetzt die Gedanken genau so, wie sie dastehen, eigentlich selbst reproduzieren. Wenn sich jemand zu diesem Buch so verhält -— denn so ist es geschrieben -, wie sich etwa ein Virtuose mit dem Spielen eines Stückes auf dem Klavier verhält zu dem Komponisten des Stückes, so daß er das Ganze in sich selbst produziert - natürlich in der entsprechenden Weise -, dann kann schon durch die in sich streng gegliederte Gedankenfolge dieses Buches bis zu einem hohen Grade die Katharsis herbeigeführt werden. Denn es. kommt eben bei solchen Dingen, wie dieses Buch es ist, darauf an, daß die Gedanken alle so gesetzt sind, daß sie zur Wirksamkeit kommen. Bei vielen anderen Büchern der Gegenwart ist es so, daß man im Grunde genommen, wenn man nur die Systematik ein bißchen anders gestaltet, das eine früher, das andere später sagen kann. Bei der «Philosophie der Freiheit» ist das nicht möglich. Da kann man ebensowenig die Seite 150 etwa ;5o Seiten früher stellen in dem Inhalt, wie man bei einem Hund die Hinterbeine mit den Vorderbeinen auswechseln kann. Denn dieses Buch ist ein gegliederter Organismus, und das Durcharbeiten der Gedanken dieses Buches bewirkt so etwas wie eine innere Trainierung. So gibt es verschiedene Methoden, um die Katharsis herbeizuführen. Der, der sie nicht herbeigeführt hat, wenn er dieses Buch durchgenommen hat, braucht nicht zu denken, daß es nicht richtig ist, was ich sage, sondern eher, daß er es nicht richtig oder nicht energisch und gründlich genug durchgearbeitet hat.
[ 3 ] Wir sagten, es könnten die verschiedensten Methoden angewendet werden, um diese Katharsis herbeizuführen. Sehr weit kann der Mensch in bezug auf diese Katharsis schon kommen, wenn er zum Beispiel alles das, was in meiner «Philosophie der Freiheit» steht, so innerlich durchgenommen und erlebt hat, daß er das Gefühl hat: Das Buch war für mich eine Anregung, aber ich kann jetzt die Gedanken genau so, wie sie dastehen, eigentlich selbst reproduzieren. Wenn sich jemand zu diesem Buch so verhält -— denn so ist es geschrieben -, wie sich etwa ein Virtuose mit dem Spielen eines Stückes auf dem Klavier verhält zu dem Komponisten des Stückes, so daß er das Ganze in sich selbst produziert - natürlich in der entsprechenden Weise -, dann kann schon durch die in sich streng gegliederte Gedankenfolge dieses Buches bis zu einem hohen Grade die Katharsis herbeigeführt werden. Denn es. kommt eben bei solchen Dingen, wie dieses Buch es ist, darauf an, daß die Gedanken alle so gesetzt sind, daß sie zur Wirksamkeit kommen. Bei vielen anderen Büchern der Gegenwart ist es so, daß man im Grunde genommen, wenn man nur die Systematik ein bißchen anders gestaltet, das eine früher, das andere später sagen kann. Bei der «Philosophie der Freiheit» ist das nicht möglich. Da kann man ebensowenig die Seite 150 etwa ;5o Seiten früher stellen in dem Inhalt, wie man bei einem Hund die Hinterbeine mit den Vorderbeinen auswechseln kann. Denn dieses Buch ist ein gegliederter Organismus, und das Durcharbeiten der Gedanken dieses Buches bewirkt so etwas wie eine innere Trainierung. So gibt es verschiedene Methoden, um die Katharsis herbeizuführen. Der, der sie nicht herbeigeführt hat, wenn er dieses Buch durchgenommen hat, braucht nicht zu denken, daß es nicht richtig ist, was ich sage, sondern eher, daß er es nicht richtig oder nicht energisch und gründlich genug durchgearbeitet hat.
[ 4 ] Nun aber kommt etwas anderes in Betracht, das ist, daß dann, wenn diese Katharsis eingetreten ist, wenn im astralischen Leibe ausgebildet sind die astralen Sinnesorgane, das Ganze abgedrückt werden muß im Ätherleibe. Nun hat man in den vorchristlichen Einweihungen die Sache so gemacht: Nachdem der Schüler die entsprechenden Vorübungen durchgemacht hatte, die man ihn oft jahrelang hat durchmachen lassen, sagte man: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo der astralische Leib so weit ist, daß er seine astralen Erkenntnisorgane hat; jetzt können diese ihren Abdruck erfahren im Ätherleib. - Da wurde dann der betreffende Schüler einer Prozedur unterworfen, die heute — wenigstens für unsere Kulturepoche — nicht nur nicht notwendig ist, sondern auch nicht im Ernst ausführbar ist. Er wurde durch dtreieinhalb Tage hindurch in einen lethargischen Zustand gebracht. Da wurde er so behandelt, daß nicht nur das für ihn eintrat in diesen dreieinhalb Tagen, was jede Nacht im Schlaf eintritt: daß der astralische Leib aus dem physischen Leib und dem Ätherleib heraustritt, sondern es wurde bis zu einem gewissen Grade auch der Ätherleib herausgehoben, und es wurde auch dafür Sorge getragen, daß der physische Leib intakt blieb und der Betreffende nicht inzwischen starb. Jetzt war der Ätherleib befreit von den Kräften des physischen Leibes, die auf ihn wirken. Man hatte jetzt sozusagen den Ätherleib elastisch und plastisch, und wenn man jetzt in ihn hineinsenkte, was im astralischen Leibe an Sinnesorganen ausgebildet war, dann erhielt der Ätherleib einen Abdruck des ganzen Astralleibes. Wenn dann der Betreffende durch den Hierophanten wieder in den Normalzustand . gebracht wurde, wenn Astralleib und Ich wieder mit dem physischen Leib und Ätherleib vereinigt wurden — das war eine Prozedur, die der Hierophant-Initiator verstand -, dann war für ihn nicht nur die Katharsis da, sondern auch das, was man die « Erleuchtung » nennt, «Photismos ». Der Betreffende konnte jetzt in der Welt, die um ihn herum war, alle diejenigen Dinge wahrnehmen, die nicht nur physischsinnlich sind, sondern er konnte die geistigen Wahrnehmungsorgane gebrauchen, das heißt, er sah das Geistige und konnte es wahrnehmen. Aus diesen zwei Vorgängen, der Reinigung oder Läuterung und der Erleuchtung, bestand im wesentlichen die Einweihung.
[ 4 ] Nun aber kommt etwas anderes in Betracht, das ist, daß dann, wenn diese Katharsis eingetreten ist, wenn im astralischen Leibe ausgebildet sind die astralen Sinnesorgane, das Ganze abgedrückt werden muß im Ätherleibe. Nun hat man in den vorchristlichen Einweihungen die Sache so gemacht: Nachdem der Schüler die entsprechenden Vorübungen durchgemacht hatte, die man ihn oft jahrelang hat durchmachen lassen, sagte man: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo der astralische Leib so weit ist, daß er seine astralen Erkenntnisorgane hat; jetzt können diese ihren Abdruck erfahren im Ätherleib. - Da wurde dann der betreffende Schüler einer Prozedur unterworfen, die heute — wenigstens für unsere Kulturepoche — nicht nur nicht notwendig ist, sondern auch nicht im Ernst ausführbar ist. Er wurde durch dtreieinhalb Tage hindurch in einen lethargischen Zustand gebracht. Da wurde er so behandelt, daß nicht nur das für ihn eintrat in diesen dreieinhalb Tagen, was jede Nacht im Schlaf eintritt: daß der astralische Leib aus dem physischen Leib und dem Ätherleib heraustritt, sondern es wurde bis zu einem gewissen Grade auch der Ätherleib herausgehoben, und es wurde auch dafür Sorge getragen, daß der physische Leib intakt blieb und der Betreffende nicht inzwischen starb. Jetzt war der Ätherleib befreit von den Kräften des physischen Leibes, die auf ihn wirken. Man hatte jetzt sozusagen den Ätherleib elastisch und plastisch, und wenn man jetzt in ihn hineinsenkte, was im astralischen Leibe an Sinnesorganen ausgebildet war, dann erhielt der Ätherleib einen Abdruck des ganzen Astralleibes. Wenn dann der Betreffende durch den Hierophanten wieder in den Normalzustand . gebracht wurde, wenn Astralleib und Ich wieder mit dem physischen Leib und Ätherleib vereinigt wurden — das war eine Prozedur, die der Hierophant-Initiator verstand -, dann war für ihn nicht nur die Katharsis da, sondern auch das, was man die « Erleuchtung » nennt, «Photismos ». Der Betreffende konnte jetzt in der Welt, die um ihn herum war, alle diejenigen Dinge wahrnehmen, die nicht nur physischsinnlich sind, sondern er konnte die geistigen Wahrnehmungsorgane gebrauchen, das heißt, er sah das Geistige und konnte es wahrnehmen. Aus diesen zwei Vorgängen, der Reinigung oder Läuterung und der Erleuchtung, bestand im wesentlichen die Einweihung.
[ 5 ] Nun ist im Laufe der Menschheitsentwickelung für den Menschen eine solche Phase eingetreten, daß es nach und nach unmöglich wurde, ohne eine weitgehende Störung aller Funktionen den Ätherleib so herauszubringen aus dem physischen Leib, weil ja die ganze nachatlantische Entwickelung darauf hinauslief, daß sich der Ätherleib immer mehr und mehr befestigte im physischen Leibe. Es war daher notwendig, andere Methoden auszuführen, die darauf hinausgehen, daß ohne die Trennung von physischem Leib und Ätherleib der Astralleib, wenn er genügend entwickelt ist innerhalb der Katharsis, wenn er von selbst wieder hineingeht in den physischen und Ätherleib, dann trotz des Hindernisses des physischen Leibes zu einem Abdruck seiner Organe im Ätherleibe kommt. Das, was eintreten mußte, ist also, daß stärkere Kräfte in Meditation und Konzentration wirken mußten, damit starke Impulse im Astralleib seien, welche die Widerstandskraft des physischen Leibes überwinden können.
[ 5 ] Nun ist im Laufe der Menschheitsentwickelung für den Menschen eine solche Phase eingetreten, daß es nach und nach unmöglich wurde, ohne eine weitgehende Störung aller Funktionen den Ätherleib so herauszubringen aus dem physischen Leib, weil ja die ganze nachatlantische Entwickelung darauf hinauslief, daß sich der Ätherleib immer mehr und mehr befestigte im physischen Leibe. Es war daher notwendig, andere Methoden auszuführen, die darauf hinausgehen, daß ohne die Trennung von physischem Leib und Ätherleib der Astralleib, wenn er genügend entwickelt ist innerhalb der Katharsis, wenn er von selbst wieder hineingeht in den physischen und Ätherleib, dann trotz des Hindernisses des physischen Leibes zu einem Abdruck seiner Organe im Ätherleibe kommt. Das, was eintreten mußte, ist also, daß stärkere Kräfte in Meditation und Konzentration wirken mußten, damit starke Impulse im Astralleib seien, welche die Widerstandskraft des physischen Leibes überwinden können.
[ 6 ] Zunächst kam dann die eigentlich spezifisch christliche Einweihung, die es notwendig macht, daß der Mensch sich den Prozeduren unterwirft, die gestern als die sieben Stufen geschildert worden sind. Wenn der Mensch diese Gefühle und Empfindungen durchmacht, wird sein astralischer Leib so intensiv bearbeitet, daß er — vielleicht erst nach Jahren, aber doch früher oder später - plastisch seine Wahrnehmungsorgane formt und sie dann in den Ätherleib hineindrückt, um dadurch den Menschen zu einem Erleuchteten zu machen. Diese Art der Einweihung, die die spezifisch christliche ist, könnte ausführlich nur beschrieben werden, wenn ich nicht nur mehrere Tage, sondern vielleicht zwei Wochen jeden Tag einen Vortrag über alle Einzelheiten halten könnte. Darauf kommt es aber nicht an. — Es handelte sich gestern darum, gewisse Einzelheiten in der christlichen Einweihung Ihnen anzugeben. Wir wollen uns ja nur mit dem Prinzip bekanntmachen. — Dadurch, daß der Mensch so etwas durchmacht, ist er in der Tat in der Lage, ohne den dreieinhalb Tage dauernden lethargischen Schlaf die Einweihung zu erlangen, namentlich wenn der christliche Schüler fortdauernd meditiert über die Sätze des JohannesEvangeliums. Wenn er die ersten Sätze des Johannes-Evangeliums: «Im Urbeginne war das Wort» bis zu der Stelle «voller Hingabe und Wahrheit» jeden Tag auf sich wirken läßt, sind sie eine ungeheuer bedeutsame Meditation. Diese Kraft haben sie in sich. Denn dieses Johannes-Evangelium ist überhaupt in seiner Ganzheit nicht bloß dazu da, gelesen und mit dem Intellekt verstanden zu werden, sondern es muß innerlich ganz erlebt und gefühlt werden. Dann ist es selbst eine Kraft, die der Einweihung zu Hilfe kommt und für sie arbeitet, und dann werden «Fußwaschung», «Geißelung» und andere innere Vorgänge als astralische Visionen, ganz entsprechend dem, wie sie im Johannes-Evangelium vom 13. Kapitel ab selbst beschrieben werden, erlebt.
[ 6 ] Zunächst kam dann die eigentlich spezifisch christliche Einweihung, die es notwendig macht, daß der Mensch sich den Prozeduren unterwirft, die gestern als die sieben Stufen geschildert worden sind. Wenn der Mensch diese Gefühle und Empfindungen durchmacht, wird sein astralischer Leib so intensiv bearbeitet, daß er — vielleicht erst nach Jahren, aber doch früher oder später - plastisch seine Wahrnehmungsorgane formt und sie dann in den Ätherleib hineindrückt, um dadurch den Menschen zu einem Erleuchteten zu machen. Diese Art der Einweihung, die die spezifisch christliche ist, könnte ausführlich nur beschrieben werden, wenn ich nicht nur mehrere Tage, sondern vielleicht zwei Wochen jeden Tag einen Vortrag über alle Einzelheiten halten könnte. Darauf kommt es aber nicht an. — Es handelte sich gestern darum, gewisse Einzelheiten in der christlichen Einweihung Ihnen anzugeben. Wir wollen uns ja nur mit dem Prinzip bekanntmachen. — Dadurch, daß der Mensch so etwas durchmacht, ist er in der Tat in der Lage, ohne den dreieinhalb Tage dauernden lethargischen Schlaf die Einweihung zu erlangen, namentlich wenn der christliche Schüler fortdauernd meditiert über die Sätze des JohannesEvangeliums. Wenn er die ersten Sätze des Johannes-Evangeliums: «Im Urbeginne war das Wort» bis zu der Stelle «voller Hingabe und Wahrheit» jeden Tag auf sich wirken läßt, sind sie eine ungeheuer bedeutsame Meditation. Diese Kraft haben sie in sich. Denn dieses Johannes-Evangelium ist überhaupt in seiner Ganzheit nicht bloß dazu da, gelesen und mit dem Intellekt verstanden zu werden, sondern es muß innerlich ganz erlebt und gefühlt werden. Dann ist es selbst eine Kraft, die der Einweihung zu Hilfe kommt und für sie arbeitet, und dann werden «Fußwaschung», «Geißelung» und andere innere Vorgänge als astralische Visionen, ganz entsprechend dem, wie sie im Johannes-Evangelium vom 13. Kapitel ab selbst beschrieben werden, erlebt.
[ 7 ] Die Rosenkreuzer-Initiation aber, obwohl sie durchaus auf christlichem Boden steht, arbeitet mehr mit anderen symbolischen Vorstellungen, die die Katharsis herbeiführen, namentlich mit Imaginationsbildern. Das ist wiederum eine Modifikation, die angewendet werden mußte, weil die Menschheit wieder ein Stück in der Entwickelung weitergeschritten war und weil sich die Einweihungsmethode dem anpassen muß, was die Menschheit nach und nach entwickelt hat. | Nun müssen wir verstehen, daß der Mensch im Grunde doch ein ganz anderer wird, als er früher war, wenn er diese Einweihung erlangt. Während er früher nur seinen Umgang gehalten hat mit den Dingen der physischen Welt, erlangt er dann die Möglichkeit, ebenso umzugehen mit den Vorgängen und Wesen der geistigen Welt. Das setzt voraus, daß der Mensch in einem viel realeren Sinne die Erkenntnis erlangt als in jenem abstrakten, nüchternen, prosaischen Sinne, wie man gewöhnlich von Erkenntnis spricht. Für den, der geistige Erkenntnis erlangt, ist der Erkenntnisprozeß etwas ganz anderes noch. Er ist etwas, was ganz und gar eine Verwirklichung des schönen Spruches ist: «Erkenne dich selbst!» Aber es ist das Gefährlichste auf dem Erkenntnisgebiete, diesen Spruch in mißverständlicher Weise aufzufassen; und das geschieht heute nur allzu häufig. Diesen Spruch legen sich manche Leute so aus: sie sollen nicht mehr in der Welt herumschauen, sondern in ihr eigenes Innere hineingaffen und alles Geistige in diesem ihrem Innern suchen. Dies ist eine sehr mißverstandene Auffassung des Spruches, denn das bedeutet er gar nicht. Der Mensch muß sich klar sein, daß eine wirkliche höhere Erkenntnis auch eine Entwickelung ist von einem Standpunkte, den der Mensch erreicht hat, zu einem Standpunkt, den er vorher nicht erreicht hatte. Übt man Selbsterkenntnis auf die Weise, daß man nur in sich hineinbrütet, so sieht man nur, was man bisher schon hatte. Dadurch erlangt der Mensch aber nichts Neues, sondern nur eine im heutigen Sinne gemeinte Erkenntnis des eigenen niederen Ich. Dieses Innere ist nur der eine Teil, der zur Erkenntnis notwendig ist. Der andere Teil, der zur Erkenntnis gehört, muß hinzukommen. Ohne die zwei Teile geht es nicht. Durch das Innere kann der Mensch dazu kommen, die Organe in sich zu entwickeln, durch die man erkennt. Aber ebensowenig wie das Auge als äußeres Sinnesorgan durch ein Hineinblicken in sich selber die Sonne erkennen würde, sondern eben nach außen auf die Sonne blicken muß, so muß auch das innere Erkenntnisorgan nach außen, das heißt nach dem geistigen Außen, hinblicken, um wirklich zu erkennen. Der Begriff «Erkenntnis» hatte in den Zeiten, als man die geistigen Dinge noch realer auffaßte, einen viel tieferen, realeren Sinn als heute. Lesen Sie in der Bibel, was es heißt: « Adam erkannte sein Weib» (I. Mose 4,1 u. 25), oder dieser oder jener der Patriarchen «erkannte sein Weib». Sie brauchen nicht weit zu gehen, um es dahin zu verstehen, daß damit gemeint ist die Befruchtung; und wenn man den Spruch «Erkenne dich selbst» im Griechischen betrachtet, heißt es nicht: Gaffe in dein Inneres hinein, sondern: Befruchte dein Selbst mit dem, was aus der geistigen Welt dir zuströmt! Erkenne dich selbst! heißt: Befruchte dich selbst mit dem Inhalte der geistigen Welt!
[ 7 ] Die Rosenkreuzer-Initiation aber, obwohl sie durchaus auf christlichem Boden steht, arbeitet mehr mit anderen symbolischen Vorstellungen, die die Katharsis herbeiführen, namentlich mit Imaginationsbildern. Das ist wiederum eine Modifikation, die angewendet werden mußte, weil die Menschheit wieder ein Stück in der Entwickelung weitergeschritten war und weil sich die Einweihungsmethode dem anpassen muß, was die Menschheit nach und nach entwickelt hat. | Nun müssen wir verstehen, daß der Mensch im Grunde doch ein ganz anderer wird, als er früher war, wenn er diese Einweihung erlangt. Während er früher nur seinen Umgang gehalten hat mit den Dingen der physischen Welt, erlangt er dann die Möglichkeit, ebenso umzugehen mit den Vorgängen und Wesen der geistigen Welt. Das setzt voraus, daß der Mensch in einem viel realeren Sinne die Erkenntnis erlangt als in jenem abstrakten, nüchternen, prosaischen Sinne, wie man gewöhnlich von Erkenntnis spricht. Für den, der geistige Erkenntnis erlangt, ist der Erkenntnisprozeß etwas ganz anderes noch. Er ist etwas, was ganz und gar eine Verwirklichung des schönen Spruches ist: «Erkenne dich selbst!» Aber es ist das Gefährlichste auf dem Erkenntnisgebiete, diesen Spruch in mißverständlicher Weise aufzufassen; und das geschieht heute nur allzu häufig. Diesen Spruch legen sich manche Leute so aus: sie sollen nicht mehr in der Welt herumschauen, sondern in ihr eigenes Innere hineingaffen und alles Geistige in diesem ihrem Innern suchen. Dies ist eine sehr mißverstandene Auffassung des Spruches, denn das bedeutet er gar nicht. Der Mensch muß sich klar sein, daß eine wirkliche höhere Erkenntnis auch eine Entwickelung ist von einem Standpunkte, den der Mensch erreicht hat, zu einem Standpunkt, den er vorher nicht erreicht hatte. Übt man Selbsterkenntnis auf die Weise, daß man nur in sich hineinbrütet, so sieht man nur, was man bisher schon hatte. Dadurch erlangt der Mensch aber nichts Neues, sondern nur eine im heutigen Sinne gemeinte Erkenntnis des eigenen niederen Ich. Dieses Innere ist nur der eine Teil, der zur Erkenntnis notwendig ist. Der andere Teil, der zur Erkenntnis gehört, muß hinzukommen. Ohne die zwei Teile geht es nicht. Durch das Innere kann der Mensch dazu kommen, die Organe in sich zu entwickeln, durch die man erkennt. Aber ebensowenig wie das Auge als äußeres Sinnesorgan durch ein Hineinblicken in sich selber die Sonne erkennen würde, sondern eben nach außen auf die Sonne blicken muß, so muß auch das innere Erkenntnisorgan nach außen, das heißt nach dem geistigen Außen, hinblicken, um wirklich zu erkennen. Der Begriff «Erkenntnis» hatte in den Zeiten, als man die geistigen Dinge noch realer auffaßte, einen viel tieferen, realeren Sinn als heute. Lesen Sie in der Bibel, was es heißt: « Adam erkannte sein Weib» (I. Mose 4,1 u. 25), oder dieser oder jener der Patriarchen «erkannte sein Weib». Sie brauchen nicht weit zu gehen, um es dahin zu verstehen, daß damit gemeint ist die Befruchtung; und wenn man den Spruch «Erkenne dich selbst» im Griechischen betrachtet, heißt es nicht: Gaffe in dein Inneres hinein, sondern: Befruchte dein Selbst mit dem, was aus der geistigen Welt dir zuströmt! Erkenne dich selbst! heißt: Befruchte dich selbst mit dem Inhalte der geistigen Welt!
[ 8 ] Zweierlei ist dazu nötig: daß der Mensch sich präpariert durch Katharsis und Erleuchtung, dann aber sein Inneres frei Öffnet der geistigen Welt. Das Innere des Menschen dürfen wir in diesem Erkenntniszusammenhang vergleichen mit dem Weiblichen, das Äußere mit dem Männlichen. Das Innere muß für die Aufnahme des höheren Selbstes empfänglich gemacht werden. Ist es empfänglich, dann strömt aus der geistigen Welt des Menschen höheres Selbst in den Menschen ein. Denn wo ist des Menschen höheres Selbst? Ist es da drinnen im persönlichen Menschen? Nein! Auf Saturn, Sonne und Mond war das höhere Selbst ausgegossen über den ganzen Kosmos. Damals war das Ich des Kosmos ausgegossen über den Menschen, und dieses Ich muß der Mensch auf sich wirken lassen. Er muß dieses Ich wirken lassen auf sein vorher präpariertes Inneres. Das heißt: Geläutert und gereinigt, veredelt, der Katharsis unterworfen werden muß des Menschen Inneres, mit anderen Worten, sein Astralleib. Dann kann er erwarten, daß das äußere Geistige zu seiner Erleuchtung in ihn einströmt. Das geschieht, wenn der Mensch so weit vorbereitet ist, daß . er seinen Astralleib der Katharsis unterworfen und dadurch seine inneren Erkenntnisorgane ausgebildet hat. Dann ist der Astralleib, wenn er jetzt untertaucht in den Ätherleib und physischen Leib, unter allen Umständen so weit, daß die Erleuchtung, der Photismos, erfolgt. Das, was wirklich eintritt, ist eben, daß der Astralleib seine Organe abdruckt im Ätherleibe, wodurch dann bewirkt wird, daß der Mensch um sich herum eine geistige Welt wahrnimmt, daß also sein Inneres, der astralische Leib, empfängt, was ihm der Ätherleib zu bieten vermag, was ihm der Ätherleib heraussaugt aus dem ganzen Kosmos, aus dem kosmischen Ich.
[ 8 ] Zweierlei ist dazu nötig: daß der Mensch sich präpariert durch Katharsis und Erleuchtung, dann aber sein Inneres frei Öffnet der geistigen Welt. Das Innere des Menschen dürfen wir in diesem Erkenntniszusammenhang vergleichen mit dem Weiblichen, das Äußere mit dem Männlichen. Das Innere muß für die Aufnahme des höheren Selbstes empfänglich gemacht werden. Ist es empfänglich, dann strömt aus der geistigen Welt des Menschen höheres Selbst in den Menschen ein. Denn wo ist des Menschen höheres Selbst? Ist es da drinnen im persönlichen Menschen? Nein! Auf Saturn, Sonne und Mond war das höhere Selbst ausgegossen über den ganzen Kosmos. Damals war das Ich des Kosmos ausgegossen über den Menschen, und dieses Ich muß der Mensch auf sich wirken lassen. Er muß dieses Ich wirken lassen auf sein vorher präpariertes Inneres. Das heißt: Geläutert und gereinigt, veredelt, der Katharsis unterworfen werden muß des Menschen Inneres, mit anderen Worten, sein Astralleib. Dann kann er erwarten, daß das äußere Geistige zu seiner Erleuchtung in ihn einströmt. Das geschieht, wenn der Mensch so weit vorbereitet ist, daß . er seinen Astralleib der Katharsis unterworfen und dadurch seine inneren Erkenntnisorgane ausgebildet hat. Dann ist der Astralleib, wenn er jetzt untertaucht in den Ätherleib und physischen Leib, unter allen Umständen so weit, daß die Erleuchtung, der Photismos, erfolgt. Das, was wirklich eintritt, ist eben, daß der Astralleib seine Organe abdruckt im Ätherleibe, wodurch dann bewirkt wird, daß der Mensch um sich herum eine geistige Welt wahrnimmt, daß also sein Inneres, der astralische Leib, empfängt, was ihm der Ätherleib zu bieten vermag, was ihm der Ätherleib heraussaugt aus dem ganzen Kosmos, aus dem kosmischen Ich.
[ 9 ] Die christliche Esoterik nannte diesen gereinigten, geläuterten astralischen Leib, der in dem Augenblick, wo er der Erleuchtung unterworfen ist, nichts von den unreinen Eindrücken der physischen Welt in sich enthält, sondern nur die Erkenntnisorgane der geistigen Welt, die «reine, keusche, weise Jungfrau Sophia». Durch alles das, was der Mensch aufnimmt in der Katharsis, reinigt und läutert er seinen astralischen Leib zur «Jungfrau Sophia». Und der « Jungfrau Sophia » kommt entgegen das kosmische Ich, das Welten-Ich, das die Erleuchtung bewirkt, das also macht, daß der Mensch Licht um sich herum hat, geistiges Licht. Dieses Zweite, das zur « Jungfrau Sophia » hinzukommt, nannte die christliche Esoterik -— und nennt es auch heute noch — den «Heiligen Geist». So daß man im christlich-esoterischen Sinne ganz richtig spricht, wenn man sagt: Der christliche Esoteriker erreicht durch seine Einweihungsvorgänge die Reinigung und Läuterung seines astralischen Leibes; er macht seinen astralischen Leib zur « Jungfrau Sophia » und wird überleuchtet - wenn Sie wollen, können Sie es überschattet nennen — von dem «Heiligen Geiste», von dem kosmischen Welten-Ich. Und der, der also erleuchtet ist, der mit anderen Worten im Sinne der christlichen Esoterik den «Heiligen Geist» in sich aufgenommen hat, redet fortan dann in einem anderen Sinne. Wie redet er? Er redet so, daß es nicht seine Meinung ist, wenn er über Saturn, Sonne, Mond redet, über die verschiedenen Glieder der menschlichen Wesenheit, über die Vorgänge der Weltentwickelung. Seine Ansichten kommen dabei ganz und gar nicht in Betracht. Wenn ein solcher über den Saturn redet, redet der Saturn aus ihm. Wenn er über die Sonne redet, redet die geistige Wesenheit der Sonne aus ihm. Er ist das Instrument; sein Ich ist untergegangen, das heißt für solche Augenblicke unpersönlich geworden, und das kosmische Welten-Ich ist es, das sich seiner als Werkzeug bedient, um durch ihn zu sprechen. Daher darf man bei den wirklichen esoterischen Lehren, die aus der christlichen Esoterik herauskommen, nicht von Ansichten oder Meinungen reden. Das ist im höchsten Sinne des Wortes nicht richtig. Die gibt es da nicht. Derjenige, der im Sinne der christlichen Esoterik mit der richtigen Gesinnung von der Welt spricht, sagt sich: Nicht darauf kommt es an, daß ich den Leuten sage, da waren zwei Pferde draußen, das eine gefällt mir weniger gut, ich glaube, daß das ein faules Pferd ist. Worauf es ankommt, ist, daß ich den anderen die Pferde beschreibe und die Tatsachen wiedergebe! Darum handelt es sich, daß mit Ausschluß jeder persönlichen Meinung das Beobachtete aus der geistigen Welt erzählt wird. In jedem geisteswissenschaftlichen Lehrsystem muß einfach die Tatsachenfolge erzählt werden; das darf mit den Ansichten desjenigen, der da erzählt, gar nichts zu tun haben.
[ 9 ] Die christliche Esoterik nannte diesen gereinigten, geläuterten astralischen Leib, der in dem Augenblick, wo er der Erleuchtung unterworfen ist, nichts von den unreinen Eindrücken der physischen Welt in sich enthält, sondern nur die Erkenntnisorgane der geistigen Welt, die «reine, keusche, weise Jungfrau Sophia». Durch alles das, was der Mensch aufnimmt in der Katharsis, reinigt und läutert er seinen astralischen Leib zur «Jungfrau Sophia». Und der « Jungfrau Sophia » kommt entgegen das kosmische Ich, das Welten-Ich, das die Erleuchtung bewirkt, das also macht, daß der Mensch Licht um sich herum hat, geistiges Licht. Dieses Zweite, das zur « Jungfrau Sophia » hinzukommt, nannte die christliche Esoterik -— und nennt es auch heute noch — den «Heiligen Geist». So daß man im christlich-esoterischen Sinne ganz richtig spricht, wenn man sagt: Der christliche Esoteriker erreicht durch seine Einweihungsvorgänge die Reinigung und Läuterung seines astralischen Leibes; er macht seinen astralischen Leib zur « Jungfrau Sophia » und wird überleuchtet - wenn Sie wollen, können Sie es überschattet nennen — von dem «Heiligen Geiste», von dem kosmischen Welten-Ich. Und der, der also erleuchtet ist, der mit anderen Worten im Sinne der christlichen Esoterik den «Heiligen Geist» in sich aufgenommen hat, redet fortan dann in einem anderen Sinne. Wie redet er? Er redet so, daß es nicht seine Meinung ist, wenn er über Saturn, Sonne, Mond redet, über die verschiedenen Glieder der menschlichen Wesenheit, über die Vorgänge der Weltentwickelung. Seine Ansichten kommen dabei ganz und gar nicht in Betracht. Wenn ein solcher über den Saturn redet, redet der Saturn aus ihm. Wenn er über die Sonne redet, redet die geistige Wesenheit der Sonne aus ihm. Er ist das Instrument; sein Ich ist untergegangen, das heißt für solche Augenblicke unpersönlich geworden, und das kosmische Welten-Ich ist es, das sich seiner als Werkzeug bedient, um durch ihn zu sprechen. Daher darf man bei den wirklichen esoterischen Lehren, die aus der christlichen Esoterik herauskommen, nicht von Ansichten oder Meinungen reden. Das ist im höchsten Sinne des Wortes nicht richtig. Die gibt es da nicht. Derjenige, der im Sinne der christlichen Esoterik mit der richtigen Gesinnung von der Welt spricht, sagt sich: Nicht darauf kommt es an, daß ich den Leuten sage, da waren zwei Pferde draußen, das eine gefällt mir weniger gut, ich glaube, daß das ein faules Pferd ist. Worauf es ankommt, ist, daß ich den anderen die Pferde beschreibe und die Tatsachen wiedergebe! Darum handelt es sich, daß mit Ausschluß jeder persönlichen Meinung das Beobachtete aus der geistigen Welt erzählt wird. In jedem geisteswissenschaftlichen Lehrsystem muß einfach die Tatsachenfolge erzählt werden; das darf mit den Ansichten desjenigen, der da erzählt, gar nichts zu tun haben.
[ 10 ] So haben wir zwei Begriffe zunächst in ihrer geistigen Bedeutung kennengelernt. Wir haben kennengelernt das Wesen der «Jungfrau Sophia», das der geläuterte Astralleib ist, und kennengelernt haben wir das Wesen des «Heiligen Geistes», des kosmischen Welten-Ichs, das von der «Jungfrau Sophia» empfangen wird und aus dem betreffenden astralischen Leib heraus dann sprechen kann.
[ 10 ] So haben wir zwei Begriffe zunächst in ihrer geistigen Bedeutung kennengelernt. Wir haben kennengelernt das Wesen der «Jungfrau Sophia», das der geläuterte Astralleib ist, und kennengelernt haben wir das Wesen des «Heiligen Geistes», des kosmischen Welten-Ichs, das von der «Jungfrau Sophia» empfangen wird und aus dem betreffenden astralischen Leib heraus dann sprechen kann.
[ 11 ] Noch etwas anderes, eine noch höhere Stufe ist zu erlangen, das ist: jemandem helfen zu können, ihm die Impulse geben zu können, beides zu erlangen. Die Menschen unserer Evolutionsepoche können die « Jungfrau Sophia», den geläuterten Astralleib, und den «Heiligen Geist», die Erleuchtung, in der geschilderten Weise empfangen. Geben konnte der Erde das, was dazu notwendig ist, nur der Christus Jesus. Er hat dem geistigen Teil der Erde die Kräfte eingeimpft, die es möglich machen, daß überhaupt das geschehen kann, was mit der christlichen Einweihung geschildert worden ist. Wodurch ist dies gekommen?
[ 11 ] Noch etwas anderes, eine noch höhere Stufe ist zu erlangen, das ist: jemandem helfen zu können, ihm die Impulse geben zu können, beides zu erlangen. Die Menschen unserer Evolutionsepoche können die « Jungfrau Sophia», den geläuterten Astralleib, und den «Heiligen Geist», die Erleuchtung, in der geschilderten Weise empfangen. Geben konnte der Erde das, was dazu notwendig ist, nur der Christus Jesus. Er hat dem geistigen Teil der Erde die Kräfte eingeimpft, die es möglich machen, daß überhaupt das geschehen kann, was mit der christlichen Einweihung geschildert worden ist. Wodurch ist dies gekommen?
[ 12 ] Zweierlei müssen wir zu dessen Verständnis herbeitragen. Wir müssen uns erstens mit etwas rein Geschichtlichem bekanntmachen: mit der Art der Namengebung, die eine ganz andere war in der Zeit, als die Evangelien geschrieben wurden, als sie heute ist.
[ 12 ] Zweierlei müssen wir zu dessen Verständnis herbeitragen. Wir müssen uns erstens mit etwas rein Geschichtlichem bekanntmachen: mit der Art der Namengebung, die eine ganz andere war in der Zeit, als die Evangelien geschrieben wurden, als sie heute ist.
[ 13 ] Diejenigen, die heute die Evangelien auslegen, verstehen das Prinzip der Namengebung zur Zeit der Evangelien gar nicht und reden daher nicht so, wie sie reden müßten. Es ist ja außerordentlich schwierig zu schildern, wie das Prinzip der Namengebung damals war. Aber wir können es uns doch verständlich machen, wenn wir es auch nur skizzenhaft andeuten können. Denken Sie sich, wir würden bei einem Menschen, der uns entgegentritt, nicht stehen bleiben bei jenem gar nicht zu ihm gehörigen Namen, den er auf den abstrakten Wegen erhält, die nun einmal heute für die Namengebung üblich sind, sondern wir würden lauschen und achtgeben, welches seine hervorragendsten Eigenschaften, das hervorstechendste Merkmal in seinem Charakter ist, und wir würden in der Lage sein, hellseherisch die tiefere Grundlage seines Wesens zu erforschen, und würden dann nach den wichtigsten Eigenschaften, die wir ihm glauben beilegen zu müssen, seinen Namen ihm geben.
[ 13 ] Diejenigen, die heute die Evangelien auslegen, verstehen das Prinzip der Namengebung zur Zeit der Evangelien gar nicht und reden daher nicht so, wie sie reden müßten. Es ist ja außerordentlich schwierig zu schildern, wie das Prinzip der Namengebung damals war. Aber wir können es uns doch verständlich machen, wenn wir es auch nur skizzenhaft andeuten können. Denken Sie sich, wir würden bei einem Menschen, der uns entgegentritt, nicht stehen bleiben bei jenem gar nicht zu ihm gehörigen Namen, den er auf den abstrakten Wegen erhält, die nun einmal heute für die Namengebung üblich sind, sondern wir würden lauschen und achtgeben, welches seine hervorragendsten Eigenschaften, das hervorstechendste Merkmal in seinem Charakter ist, und wir würden in der Lage sein, hellseherisch die tiefere Grundlage seines Wesens zu erforschen, und würden dann nach den wichtigsten Eigenschaften, die wir ihm glauben beilegen zu müssen, seinen Namen ihm geben.
[ 14 ] Würden wir eine solche Namengebung einmal befolgen, dann wür den wir ungefähr auf einer niederen, elementaren Stufe etwas Ähnliches ausführen, was diejenigen ausgeführt haben bei einer Namengebung, die im Sinne des Schreibers des Johannes-Evangeliums Namen gegeben haben. Wenn ich mich recht verständlich machen wollte, wie der Schreiber des Johannes-Evangeliums bei seiner Namengebung zu Werke ging, müßte ich jetzt sagen: Dieser Schreiber des JohannesEvangeliums hat sich die äußere geschichtliche Mutter des Jesus auf ihre hervorstechendsten Eigenschaften hin angesehen und hat nun gesagt: Wo finde ich einen Namen für sie, der ihr Wesen am vollkommensten ausdrückt? Und weil sie durch die früheren Inkarnationen, die sie durchgemacht hatte, bis zu der geistigen Höhe gekommen war, auf der sie stand, weil sie in ihrer äußeren Persönlichkeit gleichsam als ein Abdruck, als eine Offenbarung erschien dessen, was man in der christlichen Esoterik nennt die «Jungfrau Sophia», so nannte er die Mutter des Jesus die «Jungfrau Sophia». So hat sie immer geheißen in den esoterischen Stätten, wo das Christentum esoterisch gelehrt worden ist: die «Jungfrau Sophia». Exoterisch läßt er sie überhaupt unbenannt, gegenüber den anderen Evangelisten, die den Profan-Namen Maria für sie gewählt haben. Er durfte nicht den Profan-Namen nehmen. Johannes mußte im Namen ausdrücken die tiefe weltgeschichtliche Entwickelung. Das tut er, indem er andeutet, daß sie nicht Maria genannt werden kann, vielmehr stellt er neben sie ihre Schwester Maria, Kleophas’ Weib, und nennt sie einfach «Jesu Mutter». Dadurch deutet er an, daß er ihren Namen nicht nennen will, daß er öffentlich nicht bekanntgegeben werden kann. In esoterischen Kreisen nannte man sie immer die « Jungfrau Sophia». Sie war diejenige, die als äußere historische Person repräsentiert die «Jungfrau Sophia ».
[ 14 ] Würden wir eine solche Namengebung einmal befolgen, dann wür den wir ungefähr auf einer niederen, elementaren Stufe etwas Ähnliches ausführen, was diejenigen ausgeführt haben bei einer Namengebung, die im Sinne des Schreibers des Johannes-Evangeliums Namen gegeben haben. Wenn ich mich recht verständlich machen wollte, wie der Schreiber des Johannes-Evangeliums bei seiner Namengebung zu Werke ging, müßte ich jetzt sagen: Dieser Schreiber des JohannesEvangeliums hat sich die äußere geschichtliche Mutter des Jesus auf ihre hervorstechendsten Eigenschaften hin angesehen und hat nun gesagt: Wo finde ich einen Namen für sie, der ihr Wesen am vollkommensten ausdrückt? Und weil sie durch die früheren Inkarnationen, die sie durchgemacht hatte, bis zu der geistigen Höhe gekommen war, auf der sie stand, weil sie in ihrer äußeren Persönlichkeit gleichsam als ein Abdruck, als eine Offenbarung erschien dessen, was man in der christlichen Esoterik nennt die «Jungfrau Sophia», so nannte er die Mutter des Jesus die «Jungfrau Sophia». So hat sie immer geheißen in den esoterischen Stätten, wo das Christentum esoterisch gelehrt worden ist: die «Jungfrau Sophia». Exoterisch läßt er sie überhaupt unbenannt, gegenüber den anderen Evangelisten, die den Profan-Namen Maria für sie gewählt haben. Er durfte nicht den Profan-Namen nehmen. Johannes mußte im Namen ausdrücken die tiefe weltgeschichtliche Entwickelung. Das tut er, indem er andeutet, daß sie nicht Maria genannt werden kann, vielmehr stellt er neben sie ihre Schwester Maria, Kleophas’ Weib, und nennt sie einfach «Jesu Mutter». Dadurch deutet er an, daß er ihren Namen nicht nennen will, daß er öffentlich nicht bekanntgegeben werden kann. In esoterischen Kreisen nannte man sie immer die « Jungfrau Sophia». Sie war diejenige, die als äußere historische Person repräsentiert die «Jungfrau Sophia ».
[ 15 ] Wollen wir jetzt weiter vordringen in das Wesen des Christentums und seines Begründers, so müssen wir noch ein anderes Mysterium vor unsere Seele hinstellen. Wir müssen uns klar sein darüber, daß wir unterscheiden müssen zwischen dem, was man in der christlichen Esoterik nennt «Jesus von Nazareth», und dem, was man nennt den «Christus Jesus», den Christus in dem Jesus von Nazareth. Was heißt das? Das heißt folgendes.
[ 15 ] Wollen wir jetzt weiter vordringen in das Wesen des Christentums und seines Begründers, so müssen wir noch ein anderes Mysterium vor unsere Seele hinstellen. Wir müssen uns klar sein darüber, daß wir unterscheiden müssen zwischen dem, was man in der christlichen Esoterik nennt «Jesus von Nazareth», und dem, was man nennt den «Christus Jesus», den Christus in dem Jesus von Nazareth. Was heißt das? Das heißt folgendes.
[ 16 ] Wir haben es zunächst zu tun in der historischen Persönlichkeit des Jesus von Nazareth mit einem hochentwickelten Menschen, der durch viele Inkarnationen hindurchgegangen und wiederverkörpert ist nach einer hohen Entwickelungsperiode, der dadurch hingezogen wurde zu einer so reinen Mutter, daß der Schreiber des JohannesEvangeliums sie nennen durfte die «Jungfrau Sophia». Wir haben es also zu tun mit einem hochstehenden Menschen, dem Jesus von Nazareth, der in seiner Entwickelung schon in der vorhergehenden Inkarnation weit vorangekommen war und in diese Inkarnation auf einer hohen geistigen Stufe eintrat.
[ 16 ] Wir haben es zunächst zu tun in der historischen Persönlichkeit des Jesus von Nazareth mit einem hochentwickelten Menschen, der durch viele Inkarnationen hindurchgegangen und wiederverkörpert ist nach einer hohen Entwickelungsperiode, der dadurch hingezogen wurde zu einer so reinen Mutter, daß der Schreiber des JohannesEvangeliums sie nennen durfte die «Jungfrau Sophia». Wir haben es also zu tun mit einem hochstehenden Menschen, dem Jesus von Nazareth, der in seiner Entwickelung schon in der vorhergehenden Inkarnation weit vorangekommen war und in diese Inkarnation auf einer hohen geistigen Stufe eintrat.
[ 17 ] Die anderen Evangelisten außer dem Schreiber des JohannesEvangeliums sind nicht in einem so hohen Maße erleuchtet wie der Schreiber des Johannes-Evangeliums. Ihnen ist vielmehr die sinnliche, wirkliche Welt offen, in der sie ihren Meister und Messias wandeln sehen als Jesus von Nazareth. Dagegen sind ihnen die geheimeren spirituellen Zusammenhänge, wenigstens in denjenigen Höhen verborgen, in die der Schreiber des Johannes-Evangeliums blickt. Sie müssen daher einen ganz besonderen Wert darauf legen, daß sich in dem Jesus von Nazareth dasjenige auslebt, was immerdar gelebt hat im Judentum, was immer im Judentum sich fortgepflanzt hat als der dutch alle Generationen gehende Gott der Juden, der Vater. Daher drücken sie das auch aus. Sie sagen: Wenn wir die Abstammung des Jesus von Nazareth durch die Generationen zurückverfolgen, so können wir nachweisen, daß wirklich in ihm das Blut rinnt, das durch die Generationen hindurchgeronnen ist. — Sie geben daher die Geschlechtsregister an, und zwar entsprechend dem, wie sie selbst wiederum auf den verschiedenen Stufen der Entwickelung stehen. Matthäus kommt es vor allem darauf an, daß er zeigt: Wir haben in dem Jesus von Nazareth einen Menschen vor uns, in dem der Vater Abraham lebt; das Blut des Vaters Abraham ist heruntergeronnen bis zu ihm. Daher gibt er das Geschlechtsregister an bis zu Abraham (Matth. i, i-17). Er steht auf einem materielleren Standpunkt als Lukas. Letzterem kommt es darauf an, nicht nur zu zeigen, daß der Gott in Jesus lebte, der schon in Abraham lebte, sondern ihm kommt es darauf an, zu zeigen, daß man die Abstammung, die Blutsfolge noch weiter hinauf bis zu Adam verfolgen kann, und Adam war ein Sohn der Gottheit selbst, das heißt er gehörte der Zeit an, wo die Menschen erst aus der Geistigkeit in die Leiblichkeit übergegangen sind (Lukas 3, 23-38). Darauf kommt es beiden, Matthäus und Lukas, an: zu zeigen, daß dieser zeitliche Jesus von Nazareth voll darinnen steckt in dem, was auf die göttliche Vaterschaft selbst zurückführt.
[ 17 ] Die anderen Evangelisten außer dem Schreiber des JohannesEvangeliums sind nicht in einem so hohen Maße erleuchtet wie der Schreiber des Johannes-Evangeliums. Ihnen ist vielmehr die sinnliche, wirkliche Welt offen, in der sie ihren Meister und Messias wandeln sehen als Jesus von Nazareth. Dagegen sind ihnen die geheimeren spirituellen Zusammenhänge, wenigstens in denjenigen Höhen verborgen, in die der Schreiber des Johannes-Evangeliums blickt. Sie müssen daher einen ganz besonderen Wert darauf legen, daß sich in dem Jesus von Nazareth dasjenige auslebt, was immerdar gelebt hat im Judentum, was immer im Judentum sich fortgepflanzt hat als der dutch alle Generationen gehende Gott der Juden, der Vater. Daher drücken sie das auch aus. Sie sagen: Wenn wir die Abstammung des Jesus von Nazareth durch die Generationen zurückverfolgen, so können wir nachweisen, daß wirklich in ihm das Blut rinnt, das durch die Generationen hindurchgeronnen ist. — Sie geben daher die Geschlechtsregister an, und zwar entsprechend dem, wie sie selbst wiederum auf den verschiedenen Stufen der Entwickelung stehen. Matthäus kommt es vor allem darauf an, daß er zeigt: Wir haben in dem Jesus von Nazareth einen Menschen vor uns, in dem der Vater Abraham lebt; das Blut des Vaters Abraham ist heruntergeronnen bis zu ihm. Daher gibt er das Geschlechtsregister an bis zu Abraham (Matth. i, i-17). Er steht auf einem materielleren Standpunkt als Lukas. Letzterem kommt es darauf an, nicht nur zu zeigen, daß der Gott in Jesus lebte, der schon in Abraham lebte, sondern ihm kommt es darauf an, zu zeigen, daß man die Abstammung, die Blutsfolge noch weiter hinauf bis zu Adam verfolgen kann, und Adam war ein Sohn der Gottheit selbst, das heißt er gehörte der Zeit an, wo die Menschen erst aus der Geistigkeit in die Leiblichkeit übergegangen sind (Lukas 3, 23-38). Darauf kommt es beiden, Matthäus und Lukas, an: zu zeigen, daß dieser zeitliche Jesus von Nazareth voll darinnen steckt in dem, was auf die göttliche Vaterschaft selbst zurückführt.
[ 18 ] Dem Schreiber des Johannes-Evangeliums, der in das Spirituelle blickte, kam es darauf nicht an; denn ihm kam es nicht an auf das Wort: «Ich und der Vater Abraham sind eins», sondern er wollte zeigen: Jeden Augenblick gibt es im Menschen ein Ewiges, das vor dem Vater Abraham im Menschen war. Es war im Urbeginn der Logos, der da heißt «Ich-bin ». Früher, als alle äußeren Dinge und Wesenheiten waren, war er; er war im Urbeginn.
[ 18 ] Dem Schreiber des Johannes-Evangeliums, der in das Spirituelle blickte, kam es darauf nicht an; denn ihm kam es nicht an auf das Wort: «Ich und der Vater Abraham sind eins», sondern er wollte zeigen: Jeden Augenblick gibt es im Menschen ein Ewiges, das vor dem Vater Abraham im Menschen war. Es war im Urbeginn der Logos, der da heißt «Ich-bin ». Früher, als alle äußeren Dinge und Wesenheiten waren, war er; er war im Urbeginn.
[ 19 ] Es handelte sich also für die, die mehr schildern wollten den Jesus von Nazareth und auch nur ihn schildern konnten, darum, zu zeigen, wie das Blut von Anfang an herunterrann durch die Generationen. Wichtig war es ihnen, zu zeigen, daß im Joseph, dem Vater des Jesus von Nazareth, lebte das Blut, das durch die Generationen herunterfloß.
[ 19 ] Es handelte sich also für die, die mehr schildern wollten den Jesus von Nazareth und auch nur ihn schildern konnten, darum, zu zeigen, wie das Blut von Anfang an herunterrann durch die Generationen. Wichtig war es ihnen, zu zeigen, daß im Joseph, dem Vater des Jesus von Nazareth, lebte das Blut, das durch die Generationen herunterfloß.
[ 20 ] Hier würde es natürlich, wenn wir ganz esoterisch sprechen könnten, notwendig sein, über den Begriff der sogenannten «unbefleckten Empfängnis» zu sprechen, der «Conceptio immaculata », der aber nur im allerengsten Kreise erörtert werden kann. Aber er gehört zu den tiefsten Mysterien, die es überhaupt gibt; und die Mißverständnisse, die sich an diesen Begriff knüpfen, rühren davon her, daß die Menschen nicht wissen, was überhaupt unter der Conceptio immaculata verstanden werden muß. Die Menschen glauben, es bedeutet, daß keine Vaterschaft da wäre. Das ist es nicht, sondern eine viel tiefere, geheimnisvollere Sache liegt dahinter. Und mit dem, was dahinter liegt, ist gerade dasjenige vereinbar, was die andern Evangelisten zeigen wollen: daß Joseph der Vater ist. Würden sie das in Abrede stellen, so würde es völlig sinnlos sein, was sie sich zu zeigen bemühen. Sie wollen zeigen, daß der alte Gott im Jesus von Nazareth lebt. Lukas insbesondere will es deutlich zeigen. Daher führt er die ganze Geschlechtsfolge bis hinauf zu Adam und dann zu Gott. Wie käme er sonst zu diesem Resultat, wenn er eigentlich nur sagen wollte: Ich zeige euch, daß dieser Stammbaum existiert, aber eigentlich hat der ganze Joseph gar nichts damit zu tun. Es wäre doch sonderbar, wenn sich die Leute bemühten, den Joseph als eine so wichtige Persönlichkeit hinzustellen, und ihn dann wiederum abschieben von dem ganzen Vorgang.
[ 20 ] Hier würde es natürlich, wenn wir ganz esoterisch sprechen könnten, notwendig sein, über den Begriff der sogenannten «unbefleckten Empfängnis» zu sprechen, der «Conceptio immaculata », der aber nur im allerengsten Kreise erörtert werden kann. Aber er gehört zu den tiefsten Mysterien, die es überhaupt gibt; und die Mißverständnisse, die sich an diesen Begriff knüpfen, rühren davon her, daß die Menschen nicht wissen, was überhaupt unter der Conceptio immaculata verstanden werden muß. Die Menschen glauben, es bedeutet, daß keine Vaterschaft da wäre. Das ist es nicht, sondern eine viel tiefere, geheimnisvollere Sache liegt dahinter. Und mit dem, was dahinter liegt, ist gerade dasjenige vereinbar, was die andern Evangelisten zeigen wollen: daß Joseph der Vater ist. Würden sie das in Abrede stellen, so würde es völlig sinnlos sein, was sie sich zu zeigen bemühen. Sie wollen zeigen, daß der alte Gott im Jesus von Nazareth lebt. Lukas insbesondere will es deutlich zeigen. Daher führt er die ganze Geschlechtsfolge bis hinauf zu Adam und dann zu Gott. Wie käme er sonst zu diesem Resultat, wenn er eigentlich nur sagen wollte: Ich zeige euch, daß dieser Stammbaum existiert, aber eigentlich hat der ganze Joseph gar nichts damit zu tun. Es wäre doch sonderbar, wenn sich die Leute bemühten, den Joseph als eine so wichtige Persönlichkeit hinzustellen, und ihn dann wiederum abschieben von dem ganzen Vorgang.
[ 21 ] Nun aber haben wir es bei dem Ereignis von Palästina nicht bloß zu tun mit dieser hochentwickelten Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, die viele Inkarnationen durchgemacht und sich so hoch entwickelt hatte, daß sie eine so hervorragende Mutter brauchte, sondern wir haben es noch mit einem zweiten Mysterium zu tun.
[ 21 ] Nun aber haben wir es bei dem Ereignis von Palästina nicht bloß zu tun mit dieser hochentwickelten Persönlichkeit des Jesus von Nazareth, die viele Inkarnationen durchgemacht und sich so hoch entwickelt hatte, daß sie eine so hervorragende Mutter brauchte, sondern wir haben es noch mit einem zweiten Mysterium zu tun.
[ 22 ] Als der Jesus von Nazareth dreißig Jahre alt war, war er auch noch durch das, was er in seiner damaligen Inkarnation erlebt hatte, so weit gekommen, daß er einen Prozeß vollziehen konnte, der in Ausnahmefällen vollzogen werden kann. Wir wissen, daß der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Dieser viergliedrige Mensch ist der Mensch, der unter uns lebt. Wenn der Mensch auf einer gewissen Entwickelungshöhe steht, ist es ihm möglich, in einem bestimmten Zeitpunkt sein Ich herauszuholen aus den drei Leibern und diese intakt als vollkommen heile Leiber zurückzulassen. Dieses Ich geht dann in die geistige Welt, und die drei Leiber bleiben zurück. Diesem Prozeß begegnen wir zuweilen in der Weltenentwickelung. Bei irgendeinem Menschen tritt es ein, daß ein besonders hoher, entrückter Augenblick da ist, der unter Umständen sich auch über einen längeren Zeitraum ausdehnen kann. Da geht das Ich fort, geht in die geistige Welt; und weil die drei Leiber so hoch entwickelt sind durch das Ich, das in ihnen war, sind sie brauchbare Werkzeuge für eine noch höhere Wesenheit, die von ihnen Besitz nimmt. Im dreißigsten Jahre des Jesus von Nazareth nimmt nun von dessen physischem Leibe, Ätherleibe und Astralleibe dasjenige Wesen Besitz, das wir den Christus genannt haben. Dieses Christus-Wesen konnte sich nicht in einem gewöhnlichen Kindesleibe inkarnieren, sondern nur in einem Leibe, der erst durch ein hochentwickeltes Ich dazu vorbereitet war. Denn dieses Christus-Wesen war vorher noch niemals in einem physischen Leibe inkarniert gewesen. Von dem dreißigsten Jahre ab haben wir es also mit dem Christus im Jesus von Nazareth zu tun.
[ 22 ] Als der Jesus von Nazareth dreißig Jahre alt war, war er auch noch durch das, was er in seiner damaligen Inkarnation erlebt hatte, so weit gekommen, daß er einen Prozeß vollziehen konnte, der in Ausnahmefällen vollzogen werden kann. Wir wissen, daß der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Dieser viergliedrige Mensch ist der Mensch, der unter uns lebt. Wenn der Mensch auf einer gewissen Entwickelungshöhe steht, ist es ihm möglich, in einem bestimmten Zeitpunkt sein Ich herauszuholen aus den drei Leibern und diese intakt als vollkommen heile Leiber zurückzulassen. Dieses Ich geht dann in die geistige Welt, und die drei Leiber bleiben zurück. Diesem Prozeß begegnen wir zuweilen in der Weltenentwickelung. Bei irgendeinem Menschen tritt es ein, daß ein besonders hoher, entrückter Augenblick da ist, der unter Umständen sich auch über einen längeren Zeitraum ausdehnen kann. Da geht das Ich fort, geht in die geistige Welt; und weil die drei Leiber so hoch entwickelt sind durch das Ich, das in ihnen war, sind sie brauchbare Werkzeuge für eine noch höhere Wesenheit, die von ihnen Besitz nimmt. Im dreißigsten Jahre des Jesus von Nazareth nimmt nun von dessen physischem Leibe, Ätherleibe und Astralleibe dasjenige Wesen Besitz, das wir den Christus genannt haben. Dieses Christus-Wesen konnte sich nicht in einem gewöhnlichen Kindesleibe inkarnieren, sondern nur in einem Leibe, der erst durch ein hochentwickeltes Ich dazu vorbereitet war. Denn dieses Christus-Wesen war vorher noch niemals in einem physischen Leibe inkarniert gewesen. Von dem dreißigsten Jahre ab haben wir es also mit dem Christus im Jesus von Nazareth zu tun.
[ 23 ] Was war da eingetreten in Wahrheit? In Wahrheit war diese Leiblichkeit des Jesus von Nazareth, die er zurückgelassen hatte, so reif, so vollendet, daß in sie eindringen konnte der Sonnenlogos, das Wesen der sechs Elohim, wie wir es beschrieben haben als das geistige Wesen der Sonne. Es konnte sich für drei Jahre in dieser Leiblichkeit inkarnieren, konnte Fleisch werden. Der Sonnenlogos, der hineinscheinen kann durch die Erleuchtung in den Menschen, er selbst, der Heilige Geist, tritt ein, das Welten-Ich, das kosmische Ich tritt ein, und es spricht fortan der Sonnenlogos in diesen drei Jahren aus dem Jesuskörper. Der Christus spricht aus dem Jesuskörper die drei Jahre hindurch. Dieser Vorgang wird angedeutet im Johannes-Evangelium und auch in den anderen Evangelien als das Herabsteigen der Taube, des Heiligen Geistes auf den Jesus von Nazareth. Im esoterischen Christentum wird das so gesagt, daß in diesem Augenblicke das Ich des Jesus von Nazareth dessen Körper verläßt und daß in ihm fortan der Christus-Geist ist, der aus ihm spricht, um zu lehren und zu wirken. Das ist das erste Ereignis, das geschieht, im Sinne des JohannesEvangeliums. Jetzt haben wir den Christus im Astralleibe, Ätherleibe und physischen Leibe des Jesus von Nazareth. Der Christus wirkt in dem Sinne, wie wir das beschrieben haben, bis zu dem Mysterium von Golgatha. Was geschieht auf Golgatha?
[ 23 ] Was war da eingetreten in Wahrheit? In Wahrheit war diese Leiblichkeit des Jesus von Nazareth, die er zurückgelassen hatte, so reif, so vollendet, daß in sie eindringen konnte der Sonnenlogos, das Wesen der sechs Elohim, wie wir es beschrieben haben als das geistige Wesen der Sonne. Es konnte sich für drei Jahre in dieser Leiblichkeit inkarnieren, konnte Fleisch werden. Der Sonnenlogos, der hineinscheinen kann durch die Erleuchtung in den Menschen, er selbst, der Heilige Geist, tritt ein, das Welten-Ich, das kosmische Ich tritt ein, und es spricht fortan der Sonnenlogos in diesen drei Jahren aus dem Jesuskörper. Der Christus spricht aus dem Jesuskörper die drei Jahre hindurch. Dieser Vorgang wird angedeutet im Johannes-Evangelium und auch in den anderen Evangelien als das Herabsteigen der Taube, des Heiligen Geistes auf den Jesus von Nazareth. Im esoterischen Christentum wird das so gesagt, daß in diesem Augenblicke das Ich des Jesus von Nazareth dessen Körper verläßt und daß in ihm fortan der Christus-Geist ist, der aus ihm spricht, um zu lehren und zu wirken. Das ist das erste Ereignis, das geschieht, im Sinne des JohannesEvangeliums. Jetzt haben wir den Christus im Astralleibe, Ätherleibe und physischen Leibe des Jesus von Nazareth. Der Christus wirkt in dem Sinne, wie wir das beschrieben haben, bis zu dem Mysterium von Golgatha. Was geschieht auf Golgatha?
[ 24 ] Auf Golgatha geschieht das Folgende. Wir fassen den Augenblick ins Auge, der der eigentlich wichtige ist, wo das Blut fließt aus den Wunden des Gekreuzigten. Nun will ich das, was da geschieht, mit etwas anderem vergleichen, damit Sie mich besser verstehen.
[ 24 ] Auf Golgatha geschieht das Folgende. Wir fassen den Augenblick ins Auge, der der eigentlich wichtige ist, wo das Blut fließt aus den Wunden des Gekreuzigten. Nun will ich das, was da geschieht, mit etwas anderem vergleichen, damit Sie mich besser verstehen.
[ 25 ] Denken Sie sich, Sie hätten hier ein Gefäß mit Wasser. In diesem Wasser wäre aufgelöst ein Salz, so daß das Wasser ziemlich durchsichtig wäre. Dadurch, daß Sie das Wasser erwärmt haben, haben Sie eine Salzlösung gemacht. Nun kühlen Sie das Wasser ab. Das Salz lagert sich ab, und Sie sehen, wie von unten an das Salz sich verdichtet und unten sich ablagert. Das ist der Vorgang für den, der nur mit physischen Augen sieht. Für den aber, der mit geistigen Augen sieht, geschieht noch etwas anderes. Während sich unten das Salz verdichtet, durchströmt nach oben der Geist des Salzes das Wasser und erfüllt es. Das Salz kann nur dadurch dichter werden, daß der Geist des Salzes das Salz verläßt und sich im Wasser ausbreitet. Wer die Dinge kennt, der weiß, daß da, wo eine Verdichtung geschieht, auch immer eine Vergeistigung stattfindet. Was also sich nach unten verdichtet, hat sein Gegenbild nach dem Geistigen, nach oben. Ganz genau ebenso wie dann, wenn dieses Salz nach unten sickert und sich da verdichtet, der Geist des Salzes ausströmt und sich nach oben hin verbreitet, ebenso war nicht nur ein physischer Vorgang vorhanden, als das Blut herausrann aus den Wunden des Erlösers, sondern indem das Blut herausrann, war das wirklich begleitet von einem geistigen Vorgange. Und dieser geistige Vorgang besteht darin, daß der Heilige Geist, der da aufgenommen war bei der Taufe, sich mit der Erde verband, daß der Christus selbst einfloß in das Wesen der Erde. Von jetzt an war die Erde verwandelt. Denn das liegt dem zugrunde, was Ihnen in den früheren Vorträgen gesagt worden ist: man hätte sehen können, wenn man von einem fernen Stern auf die Erde geblickt haben würde, daß das ganze Aussehen der Erde mit dem Ereignis von Golgatha sich veränderte. Es sollte sich der Sonnenlogos mitteilen der Erde, ein Bündnis mit der Erde schließen, der Geist der Erde werden. Der Weg, durch den er das getan, besteht darin, daß er im dreißigsten Jahre des Jesus von Nazateth in dessen Leiber eingezogen ist, drei Jahre darin gewirkt hat und dann für die Erde erhalten worden ist.
[ 25 ] Denken Sie sich, Sie hätten hier ein Gefäß mit Wasser. In diesem Wasser wäre aufgelöst ein Salz, so daß das Wasser ziemlich durchsichtig wäre. Dadurch, daß Sie das Wasser erwärmt haben, haben Sie eine Salzlösung gemacht. Nun kühlen Sie das Wasser ab. Das Salz lagert sich ab, und Sie sehen, wie von unten an das Salz sich verdichtet und unten sich ablagert. Das ist der Vorgang für den, der nur mit physischen Augen sieht. Für den aber, der mit geistigen Augen sieht, geschieht noch etwas anderes. Während sich unten das Salz verdichtet, durchströmt nach oben der Geist des Salzes das Wasser und erfüllt es. Das Salz kann nur dadurch dichter werden, daß der Geist des Salzes das Salz verläßt und sich im Wasser ausbreitet. Wer die Dinge kennt, der weiß, daß da, wo eine Verdichtung geschieht, auch immer eine Vergeistigung stattfindet. Was also sich nach unten verdichtet, hat sein Gegenbild nach dem Geistigen, nach oben. Ganz genau ebenso wie dann, wenn dieses Salz nach unten sickert und sich da verdichtet, der Geist des Salzes ausströmt und sich nach oben hin verbreitet, ebenso war nicht nur ein physischer Vorgang vorhanden, als das Blut herausrann aus den Wunden des Erlösers, sondern indem das Blut herausrann, war das wirklich begleitet von einem geistigen Vorgange. Und dieser geistige Vorgang besteht darin, daß der Heilige Geist, der da aufgenommen war bei der Taufe, sich mit der Erde verband, daß der Christus selbst einfloß in das Wesen der Erde. Von jetzt an war die Erde verwandelt. Denn das liegt dem zugrunde, was Ihnen in den früheren Vorträgen gesagt worden ist: man hätte sehen können, wenn man von einem fernen Stern auf die Erde geblickt haben würde, daß das ganze Aussehen der Erde mit dem Ereignis von Golgatha sich veränderte. Es sollte sich der Sonnenlogos mitteilen der Erde, ein Bündnis mit der Erde schließen, der Geist der Erde werden. Der Weg, durch den er das getan, besteht darin, daß er im dreißigsten Jahre des Jesus von Nazateth in dessen Leiber eingezogen ist, drei Jahre darin gewirkt hat und dann für die Erde erhalten worden ist.
[ 26 ] Und nun handelt es sich darum, daß in dem wirklichen Christen eine Wirkung dieses Ereignisses sein muß, daß es etwas geben muß, wodurch der wirkliche Christ nach und nach die Anlage zu einem im christlichen Sinne geläuterten astralischen Leib erhält. Es mußte für den Christen etwas da sein, wodurch er seinen astralischen Leib nach und nach ähnlich machen kann einer «Jungfrau Sophia», um dadurch den «Heiligen Geist» in sich aufzunehmen, der ja sonst auch ausgebreitet sein könnte auf der Erde, aber nicht empfangen werden könnte von dem, dessen astralischer Leib nicht ähnlich ist der «Jungfrau Sophia». Es mußte etwas da sein, was die Kraft in sich enthält, den menschlichen Astralleib zu einer «Jungfrau Sophia » zu machen.
[ 26 ] Und nun handelt es sich darum, daß in dem wirklichen Christen eine Wirkung dieses Ereignisses sein muß, daß es etwas geben muß, wodurch der wirkliche Christ nach und nach die Anlage zu einem im christlichen Sinne geläuterten astralischen Leib erhält. Es mußte für den Christen etwas da sein, wodurch er seinen astralischen Leib nach und nach ähnlich machen kann einer «Jungfrau Sophia», um dadurch den «Heiligen Geist» in sich aufzunehmen, der ja sonst auch ausgebreitet sein könnte auf der Erde, aber nicht empfangen werden könnte von dem, dessen astralischer Leib nicht ähnlich ist der «Jungfrau Sophia». Es mußte etwas da sein, was die Kraft in sich enthält, den menschlichen Astralleib zu einer «Jungfrau Sophia » zu machen.
[ 27 ] Wo liegt diese Kraft? Diese Kraft liegt darin, daß der Christus Jesus dem Jünger, den er lieb hatte, also dem Schreiber des Johannes-Evangeliums, die Mission übertragen hat, aus seiner Erleuchtung heraus wahr und getreulich die Vorgänge in Palästina aufzuschreiben, damit die Menschen sie auf sich wirken lassen können. Lassen die Menschen das genügend auf sich wirken, was im Johannes-Evangelium aufgeschrieben ist, dann ist ihr astralischer Leib auf dem Wege, eine «Jungfrau Sophia » zu werden, und er wird dann empfänglich für den « Heiligen Geist». Er wird allmählich empfänglich durch die Stärke der Impulse, die vom Johannes-Evangelium ausgehen, wahres Geistiges zu fühlen und später zu erkennen. Das hat der Christus Jesus dem Schreiber des Johannes-Evangeliums gegeben, diese Mission, diesen Auftrag. Sie brauchen nur das Evangelium zu lesen, Sie finden es darin: Am Kreuze stand Jesu Mutter — die «Jungfrau Sophia» im esoterischen Sinne des Christentums — und vom Kreuz herab spricht der Christus zu dem Jünger, den er lieb hatte:
[ 27 ] Wo liegt diese Kraft? Diese Kraft liegt darin, daß der Christus Jesus dem Jünger, den er lieb hatte, also dem Schreiber des Johannes-Evangeliums, die Mission übertragen hat, aus seiner Erleuchtung heraus wahr und getreulich die Vorgänge in Palästina aufzuschreiben, damit die Menschen sie auf sich wirken lassen können. Lassen die Menschen das genügend auf sich wirken, was im Johannes-Evangelium aufgeschrieben ist, dann ist ihr astralischer Leib auf dem Wege, eine «Jungfrau Sophia » zu werden, und er wird dann empfänglich für den « Heiligen Geist». Er wird allmählich empfänglich durch die Stärke der Impulse, die vom Johannes-Evangelium ausgehen, wahres Geistiges zu fühlen und später zu erkennen. Das hat der Christus Jesus dem Schreiber des Johannes-Evangeliums gegeben, diese Mission, diesen Auftrag. Sie brauchen nur das Evangelium zu lesen, Sie finden es darin: Am Kreuze stand Jesu Mutter — die «Jungfrau Sophia» im esoterischen Sinne des Christentums — und vom Kreuz herab spricht der Christus zu dem Jünger, den er lieb hatte:
«Das ist fortan deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.» (19, 27)
«Das ist fortan deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.» (19, 27)
[ 28 ] Das heißt: Diejenige Kraft, die in meinem astralischen Leib war und ihn befähigt hat, ein Träger zu werden für den Heiligen Geist, diese Kraft. übertrage ich auf dich; du sollst niederschreiben das, was dieser astralische Leib durch seine Entwickelung erlangen konnte! - «Und der Jünger nahm sie zu sich», das heißt, er schrieb das JohannesEvangelium. Und das Johannes-Evangelium ist dasjenige Evangelium, in dem der Schreiber verborgen hat die Kräfte zur Entfaltung der «Jungfrau Sophia». Am Kreuz wird ihm die Mission erteilt, sie als seine Mutter anzunehmen, der wahre, echte Interpret des Messias zu sein. Eigentlich heißt das also: Lebt euch ganz in den Sinn des Johannes-Evangeliums hinein, erkennt es spirituell; es hat die Kraft, euch zur christlichen Katharsis zu führen, es hat die Kraft, euch die « Jungfrau Sophia» zu geben; dann wird auch der mit der Erde vereinigte Heilige Geist euch die Erleuchtung - Photismos im christlichen Sinne zuteil werden lassen! - Und dies, was die intimsten Schüler erfahren hatten dazumal in Palästina, das war so stark, daß sie fortan wenigstens die Anlage in sich hatten, im Geiste zu sehen. Die intimsten Schüler hatten diese Anlage in sich aufgenommen. Denn dieses Im-GeistigenSehen im christlichen Sinne besteht darin, daß der Mensch seinen astralischen Leib so umgestaltet durch die Kraft des Ereignisses von Palästina, daß äußerlich, physisch-sinnlich nicht da zu sein braucht, was der Mensch sehen soll.
[ 28 ] Das heißt: Diejenige Kraft, die in meinem astralischen Leib war und ihn befähigt hat, ein Träger zu werden für den Heiligen Geist, diese Kraft. übertrage ich auf dich; du sollst niederschreiben das, was dieser astralische Leib durch seine Entwickelung erlangen konnte! - «Und der Jünger nahm sie zu sich», das heißt, er schrieb das JohannesEvangelium. Und das Johannes-Evangelium ist dasjenige Evangelium, in dem der Schreiber verborgen hat die Kräfte zur Entfaltung der «Jungfrau Sophia». Am Kreuz wird ihm die Mission erteilt, sie als seine Mutter anzunehmen, der wahre, echte Interpret des Messias zu sein. Eigentlich heißt das also: Lebt euch ganz in den Sinn des Johannes-Evangeliums hinein, erkennt es spirituell; es hat die Kraft, euch zur christlichen Katharsis zu führen, es hat die Kraft, euch die « Jungfrau Sophia» zu geben; dann wird auch der mit der Erde vereinigte Heilige Geist euch die Erleuchtung - Photismos im christlichen Sinne zuteil werden lassen! - Und dies, was die intimsten Schüler erfahren hatten dazumal in Palästina, das war so stark, daß sie fortan wenigstens die Anlage in sich hatten, im Geiste zu sehen. Die intimsten Schüler hatten diese Anlage in sich aufgenommen. Denn dieses Im-GeistigenSehen im christlichen Sinne besteht darin, daß der Mensch seinen astralischen Leib so umgestaltet durch die Kraft des Ereignisses von Palästina, daß äußerlich, physisch-sinnlich nicht da zu sein braucht, was der Mensch sehen soll.
[ 29 ] Der Mensch hat dann noch etwas, womit er in das Geistige hineinsieht. Es gab solche intime Schüler. Diejenige, die in dem Flecken Bethanien den Christus Jesus gesalbt hat, sie hatte die starke Kraft zum geistigen Sehen aus dem Ereignis von Palästina bekommen, und sie ist zum Beispiel eine derjenigen, welche zuerst vernehmen, daß das, was in Jesus gelebt hat, vorhanden ist nach dem Tode, auferstanden ist. Sie hatte diese Möglichkeit. Woher hat sie diese Möglichkeit? Dadurch, daß die inneren Sinnesorgane ihr aufgegangen sind. — Wird uns das gesagt? Ja. Wir werden unterrichtet davon, daß Maria von Magdala hingeführt wird an das Grab, daß der Leichnam fort ist und sie da am Grabe zwei geistige Gestalten sieht. Man sieht diese zwei geistigen Gestalten immer, wenn ein Leichnam längere Zeit da ist. Man sieht auf der einen Seite den Astralleib, und man sieht auf der anderen Seite das, was sich nach und nach als Ätherleib loslöst und in den Weltenäther übergeht. Ganz abgesehen vom physischen Leibe sind zwei geistige Gestalten da, die der geistigen Welt angehören.
[ 29 ] Der Mensch hat dann noch etwas, womit er in das Geistige hineinsieht. Es gab solche intime Schüler. Diejenige, die in dem Flecken Bethanien den Christus Jesus gesalbt hat, sie hatte die starke Kraft zum geistigen Sehen aus dem Ereignis von Palästina bekommen, und sie ist zum Beispiel eine derjenigen, welche zuerst vernehmen, daß das, was in Jesus gelebt hat, vorhanden ist nach dem Tode, auferstanden ist. Sie hatte diese Möglichkeit. Woher hat sie diese Möglichkeit? Dadurch, daß die inneren Sinnesorgane ihr aufgegangen sind. — Wird uns das gesagt? Ja. Wir werden unterrichtet davon, daß Maria von Magdala hingeführt wird an das Grab, daß der Leichnam fort ist und sie da am Grabe zwei geistige Gestalten sieht. Man sieht diese zwei geistigen Gestalten immer, wenn ein Leichnam längere Zeit da ist. Man sieht auf der einen Seite den Astralleib, und man sieht auf der anderen Seite das, was sich nach und nach als Ätherleib loslöst und in den Weltenäther übergeht. Ganz abgesehen vom physischen Leibe sind zwei geistige Gestalten da, die der geistigen Welt angehören.
«Da gingen die Jünger wieder heim.
Maria aber stand vor dem Grabe und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab.
Und siehet zween Engel in weißen Kleidern sitzen.» (20, 10-12)
«Da gingen die Jünger wieder heim.
Maria aber stand vor dem Grabe und weinte draußen. Als sie nun weinte, guckte sie in das Grab.
Und siehet zween Engel in weißen Kleidern sitzen.» (20, 10-12)
[ 30 ] Sie sah das, da sie durch die Kraft und Gewalt des Ereignisses von Palästina hellseherisch geworden war. Und sie sah noch mehr: den Auferstandenen sah sie. War es denn notwendig, daß sie dazu hellseherisch war? Trauen Sie sich zu, daß sie einen Menschen, den Sie in physischer Gestalt vor ein paar Tagen gesehen haben, wenn Sie ihn nach ein paar Tagen vor sich haben, dann nicht genau wiedererkennen?
[ 30 ] Sie sah das, da sie durch die Kraft und Gewalt des Ereignisses von Palästina hellseherisch geworden war. Und sie sah noch mehr: den Auferstandenen sah sie. War es denn notwendig, daß sie dazu hellseherisch war? Trauen Sie sich zu, daß sie einen Menschen, den Sie in physischer Gestalt vor ein paar Tagen gesehen haben, wenn Sie ihn nach ein paar Tagen vor sich haben, dann nicht genau wiedererkennen?
«Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück und siehet Jesum stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner.» (20, 14-15)
«Und als sie das sagte, wandte sie sich zurück und siehet Jesum stehen und weiß nicht, daß es Jesus ist. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie meinet, es sei der Gärtner.» (20, 14-15)
[ 31 ] Und damit uns das möglichst genau gesagt wird, wird uns das nicht bloß einmal gesagt, sondern auch bei der nächsten Erscheinung des Auferstandenen, als Jesus erschien am See Genezareth.
[ 31 ] Und damit uns das möglichst genau gesagt wird, wird uns das nicht bloß einmal gesagt, sondern auch bei der nächsten Erscheinung des Auferstandenen, als Jesus erschien am See Genezareth.
«Als es aber Morgen war, stand Jesus am Ufer; aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war.» (21, 4)
«Als es aber Morgen war, stand Jesus am Ufer; aber die Jünger wußten nicht, daß es Jesus war.» (21, 4)
[ 32 ] Die esoterischen Schüler finden ihn da. Diejenigen, welche die volle Kraft des Ereignisses von Palästina aufgenommen hatten, konnten sich da hineinfinden und sehen, daß es der auferstandene Jesus ist, den man im Geistigen sehen konnte.
[ 32 ] Die esoterischen Schüler finden ihn da. Diejenigen, welche die volle Kraft des Ereignisses von Palästina aufgenommen hatten, konnten sich da hineinfinden und sehen, daß es der auferstandene Jesus ist, den man im Geistigen sehen konnte.
[ 33 ] Wenn nun die Jünger und die Maria von Magdala ihn auch sahen, so gab es aber doch einige unter ihnen, die etwas weniger begabt waren, die hellseherische Kraft zu entfalten. Zu ihnen gehörte zum Beispiel der Thomas. Von dem Thomas wird Ihnen gesagt, daß er das erstemal nicht dabei war, als die Jünger den Herrn gesehen hatten; und er selbst sagt, er müsse erst seine Hände in seine Wunden legen, er müsse erst eine leibliche Berührung mit dem Auferstandenen haben. Was geschieht? Es sollte jetzt auch noch versucht werden, ihm nachzuhelfen, damit er geistsichtig wurde. Wie geschieht denn das? Es geschieht im Sinne der Worte:
[ 33 ] Wenn nun die Jünger und die Maria von Magdala ihn auch sahen, so gab es aber doch einige unter ihnen, die etwas weniger begabt waren, die hellseherische Kraft zu entfalten. Zu ihnen gehörte zum Beispiel der Thomas. Von dem Thomas wird Ihnen gesagt, daß er das erstemal nicht dabei war, als die Jünger den Herrn gesehen hatten; und er selbst sagt, er müsse erst seine Hände in seine Wunden legen, er müsse erst eine leibliche Berührung mit dem Auferstandenen haben. Was geschieht? Es sollte jetzt auch noch versucht werden, ihm nachzuhelfen, damit er geistsichtig wurde. Wie geschieht denn das? Es geschieht im Sinne der Worte:
«Und über acht Tage waren abermal seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch!
Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.» (20, 26-27)Und du wirst etwas sehen, wenn du dich nicht bloß auf das Gesicht von außen verläßt, sondern dich durchdringst mit der inneren Kraft! 1«Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.» (20, 29).
«Und über acht Tage waren abermal seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch!
Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her, und siehe meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig.» (20, 26-27)Und du wirst etwas sehen, wenn du dich nicht bloß auf das Gesicht von außen verläßt, sondern dich durchdringst mit der inneren Kraft! 1«Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.» (20, 29).
[ 34 ] Diese innere Kraft, die ausgehen soll von dem Ereignis in Palästina, nennt man den «Glauben ». Das ist keine triviale, sondern eine innere hellsichtige Kraft. - Durchdringe dich mit der inneren Kraft, dann brauchst du nicht mehr bloß das für wirklich zu halten, was du äußerlich siehst; denn selig sind die, die wissen können von dem, was sie nicht äußerlich sehen!
[ 34 ] Diese innere Kraft, die ausgehen soll von dem Ereignis in Palästina, nennt man den «Glauben ». Das ist keine triviale, sondern eine innere hellsichtige Kraft. - Durchdringe dich mit der inneren Kraft, dann brauchst du nicht mehr bloß das für wirklich zu halten, was du äußerlich siehst; denn selig sind die, die wissen können von dem, was sie nicht äußerlich sehen!
[ 35 ] So wird gezeigt, daß wir es zu tun haben mit der vollen Realität und Wahrheit der Auferstehung und daß diese Auferstehung allein derjenige voll erkennen kann, der mit der inneren Kraft, in das Geistige hineinzuschauen, sich erst ausstattet.
[ 35 ] So wird gezeigt, daß wir es zu tun haben mit der vollen Realität und Wahrheit der Auferstehung und daß diese Auferstehung allein derjenige voll erkennen kann, der mit der inneren Kraft, in das Geistige hineinzuschauen, sich erst ausstattet.
[ 36 ] Dies wird Ihnen das letzte Kapitel des Johannes-Evangeliums verständlich machen, wo immer mehr und mehr darauf hingewiesen wird, wie allerdings die intimsten Schüler des Christus Jesus dadurch, daß das Ereignis sich vor ihnen vollzogen hat, zu der «Jungfrau Sophia» gekommen waren. Aber als sie das erstemal standhalten sollten, wirklich ein geistiges Ereignis schauen sollten, waren sie noch geblendet und mußten sich erst zurechtfinden. Sie wußten nicht, daß das derselbe war, der früher bei ihnen war. — Hier ist etwas, was wir mit den subtilsten Begriffen erfassen müssen; denn der grobmaterialistische Geist würde sagen: Dann ist doch also an der Auferstehung gerüttelt! — Ganz wörtlich ist das Wunder der Auferstehung zu nehmen und sogar so, wie er gesagt hat:
[ 36 ] Dies wird Ihnen das letzte Kapitel des Johannes-Evangeliums verständlich machen, wo immer mehr und mehr darauf hingewiesen wird, wie allerdings die intimsten Schüler des Christus Jesus dadurch, daß das Ereignis sich vor ihnen vollzogen hat, zu der «Jungfrau Sophia» gekommen waren. Aber als sie das erstemal standhalten sollten, wirklich ein geistiges Ereignis schauen sollten, waren sie noch geblendet und mußten sich erst zurechtfinden. Sie wußten nicht, daß das derselbe war, der früher bei ihnen war. — Hier ist etwas, was wir mit den subtilsten Begriffen erfassen müssen; denn der grobmaterialistische Geist würde sagen: Dann ist doch also an der Auferstehung gerüttelt! — Ganz wörtlich ist das Wunder der Auferstehung zu nehmen und sogar so, wie er gesagt hat:
«Ich bleibe bei euch alle Tage bis an das Ende des Zeitalters, des Weltenalters!» (Matth. 28, 20)
«Ich bleibe bei euch alle Tage bis an das Ende des Zeitalters, des Weltenalters!» (Matth. 28, 20)
[ 37 ] Er ist da und er wird wiederkommen, zwar nicht in einer fleischlichen Gestalt, aber in einer solchen Gestalt, daß die Menschen, die sich bis dahin durch die Kraft des Johannes-Evangeliums entwickelt haben, ihn sehen, ihn wirklich wahrnehmen können und nicht mehr ungläubig sind, wenn sie die geistige Kraft haben, ihn zu sehen. Diese Mission hat die anthroposophische Bewegung: denjenigen Teil der Menschheit, der sich vorbereiten lassen will, auf die Wiederkunft des Christus auf Erden vorzubereiten. Das ist die welthistorische Bedeutung der anthroposophischen Geisteswissenschaft: die Menschheit vorzubereiten und ihr die Augen geöffnet zu halten, wenn der Christus im sechsten Kulturabschnitt wiederum erscheint, wirksam unter den Menschen, so daß sich für einen großen Teil der Menschheit das vollziehen kann, was uns angedeutet ist in der Hochzeit zu Kana.
[ 37 ] Er ist da und er wird wiederkommen, zwar nicht in einer fleischlichen Gestalt, aber in einer solchen Gestalt, daß die Menschen, die sich bis dahin durch die Kraft des Johannes-Evangeliums entwickelt haben, ihn sehen, ihn wirklich wahrnehmen können und nicht mehr ungläubig sind, wenn sie die geistige Kraft haben, ihn zu sehen. Diese Mission hat die anthroposophische Bewegung: denjenigen Teil der Menschheit, der sich vorbereiten lassen will, auf die Wiederkunft des Christus auf Erden vorzubereiten. Das ist die welthistorische Bedeutung der anthroposophischen Geisteswissenschaft: die Menschheit vorzubereiten und ihr die Augen geöffnet zu halten, wenn der Christus im sechsten Kulturabschnitt wiederum erscheint, wirksam unter den Menschen, so daß sich für einen großen Teil der Menschheit das vollziehen kann, was uns angedeutet ist in der Hochzeit zu Kana.
[ 38 ] So nimmt sich die anthroposophische Weltanschauung aus wie eine Testamentsvollstreckung des Christentums. Um zum wahren Christentum geführt zu werden, wird der Mensch in Zukunft jene spirituellen Lehren aufnehmen müssen, welche die anthroposophische Weltanschauung zu geben vermag. Mögen gegenwärtig auch noch viele Leute sagen: Ach, Anthroposophie ist etwas, was eigentlich dem wahren Christentum widerspricht! Aber das sind jene kleinen Päpste, die über das entscheiden wollen, wovon sie nichts wissen, die zum Dogma machen wollen: das, wovon sie nichts wissen, sei auch nicht da.
[ 38 ] So nimmt sich die anthroposophische Weltanschauung aus wie eine Testamentsvollstreckung des Christentums. Um zum wahren Christentum geführt zu werden, wird der Mensch in Zukunft jene spirituellen Lehren aufnehmen müssen, welche die anthroposophische Weltanschauung zu geben vermag. Mögen gegenwärtig auch noch viele Leute sagen: Ach, Anthroposophie ist etwas, was eigentlich dem wahren Christentum widerspricht! Aber das sind jene kleinen Päpste, die über das entscheiden wollen, wovon sie nichts wissen, die zum Dogma machen wollen: das, wovon sie nichts wissen, sei auch nicht da.
[ 39 ] Diese Intoleranz wird in Zukunft immer größer werden, und das Christentum wird die stärkste Gefahr gerade von jener Seite erleben, wo die Leute sind, die gegenwärtig gerade glauben, gute Christen sich nennen zu können. Durch die Namenchristen wird das Christentum in der Geisteswissenschaft schwere Angriffe erfahren. Denn alle Begriffle werden sich wandeln müssen, wenn ein wirkliches spirituelles Verständnis des Christentums heranrücken soll. Vor allem wird das Vermächtnis des Schreibers des Johannes-Evangeliums, die große Schule der « Jungfrau Sophia», das Johannes-Evangelium selbst, sich immer mehr in die Seelen einleben und verstanden werden müssen. Tiefer aber in das Johannes-Evangelium kann nur die Geisteswissenschaft einführen. Es sollte in diesen Vorträgen nur.eine Probe davon gegeben werden, wie die Geisteswissenschaft einführen kann in das JohannesEvangelium; denn es ist unmöglich, das ganze Johannes-Evangelium zu erklären. Es heißt selbst im Johannes-Evangelium:
[ 39 ] Diese Intoleranz wird in Zukunft immer größer werden, und das Christentum wird die stärkste Gefahr gerade von jener Seite erleben, wo die Leute sind, die gegenwärtig gerade glauben, gute Christen sich nennen zu können. Durch die Namenchristen wird das Christentum in der Geisteswissenschaft schwere Angriffe erfahren. Denn alle Begriffle werden sich wandeln müssen, wenn ein wirkliches spirituelles Verständnis des Christentums heranrücken soll. Vor allem wird das Vermächtnis des Schreibers des Johannes-Evangeliums, die große Schule der « Jungfrau Sophia», das Johannes-Evangelium selbst, sich immer mehr in die Seelen einleben und verstanden werden müssen. Tiefer aber in das Johannes-Evangelium kann nur die Geisteswissenschaft einführen. Es sollte in diesen Vorträgen nur.eine Probe davon gegeben werden, wie die Geisteswissenschaft einführen kann in das JohannesEvangelium; denn es ist unmöglich, das ganze Johannes-Evangelium zu erklären. Es heißt selbst im Johannes-Evangelium:
«Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht begreifen, die zu schreiben wären.» (21, 25)
«Es sind auch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; so sie aber sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt würde die Bücher nicht begreifen, die zu schreiben wären.» (21, 25)
[ 40 ] Ebensowenig wie das Johannes-Evangelium selber in allen Einzelheiten ausführlich sein konnte in bezug auf das Ereignis von Palästina, ebensowenig kann der längste Vortragszyklus alles das bringen, was in dem Johannes-Evangelium an spirituellem Inhalt darinnen liegt. Deshalb begnügen wir uns mit den Andeutungen, die diesmal gegeben werden konnten. Begnügen wir uns aber in dem Sinne, daß durch solche Andeutungen gerade das wirkliche Testament des Christentums im Verlaufe der Menschheitsentwickelung ausgeführt wird. Und lassen wir dies alles in dem Sinne auf uns wirken, daß wir die Kraft haben, festzustehen auf dem Boden dessen, was wir im JohannesEvangelium erkennen, wenn andere kommen, die da sagen: Ihr gebt uns zu komplizierte Begriffe, viele Begriffe, die man sich erst aneignen soll, um das Evangelium zu begreifen, denn das Evangelium ist für die Einfachen und Naiven da, und denen darf man nicht mit vielen Begriffen und Vorstellungen kommen! - So sagen gegenwärtig viele. Sie berufen sich vielleicht auf einen anderen Spruch:
[ 40 ] Ebensowenig wie das Johannes-Evangelium selber in allen Einzelheiten ausführlich sein konnte in bezug auf das Ereignis von Palästina, ebensowenig kann der längste Vortragszyklus alles das bringen, was in dem Johannes-Evangelium an spirituellem Inhalt darinnen liegt. Deshalb begnügen wir uns mit den Andeutungen, die diesmal gegeben werden konnten. Begnügen wir uns aber in dem Sinne, daß durch solche Andeutungen gerade das wirkliche Testament des Christentums im Verlaufe der Menschheitsentwickelung ausgeführt wird. Und lassen wir dies alles in dem Sinne auf uns wirken, daß wir die Kraft haben, festzustehen auf dem Boden dessen, was wir im JohannesEvangelium erkennen, wenn andere kommen, die da sagen: Ihr gebt uns zu komplizierte Begriffe, viele Begriffe, die man sich erst aneignen soll, um das Evangelium zu begreifen, denn das Evangelium ist für die Einfachen und Naiven da, und denen darf man nicht mit vielen Begriffen und Vorstellungen kommen! - So sagen gegenwärtig viele. Sie berufen sich vielleicht auf einen anderen Spruch:
«Selig sind die Armen im Geiste, denn ihnen wird das Himmelreich werden.» (Matth. 5, 3)
«Selig sind die Armen im Geiste, denn ihnen wird das Himmelreich werden.» (Matth. 5, 3)
[ 41 ] Auf einen solchen Ausspruch kann man sich nur so lange berufen, solange man ihn nicht richtig versteht. Denn er heißt wirklich:
[ 41 ] Auf einen solchen Ausspruch kann man sich nur so lange berufen, solange man ihn nicht richtig versteht. Denn er heißt wirklich:
«Selig sind die Bettler im Geiste, denn sie werden in sich selbst die Reiche der Himmel erlangen.»
«Selig sind die Bettler im Geiste, denn sie werden in sich selbst die Reiche der Himmel erlangen.»
[ 42 ] Das heißt: Diejenigen, die da sind wie die Bettler um Geist, die an Geist immer mehr aufnehmen wollen, die finden in sich die Reiche der Himmel!
[ 42 ] Das heißt: Diejenigen, die da sind wie die Bettler um Geist, die an Geist immer mehr aufnehmen wollen, die finden in sich die Reiche der Himmel!
[ 43 ] Man hat gegenwärtig nur zu sehr die Meinung, daß alles Religiöse identisch sei mit allem Primitiven und Einfachen. Man sagt: Der Wissenschaft gestehen wir es zu, daß sie viele und komplizierte Begriffe habe; dem Glauben und der Religion aber gestehen wir das nicht zu. Glaube und Religion - so sagen viele «Christen» — müssen einfach und naiv sein! Das verlangen sie; und manche mögen sich dabei berufen auf eine Anschauung, die vielleicht wenig genannt wird, die aber jetzt doch viel in den Gemütern spukt und die Voltaire, einer der großen Lehrer des Materialismus, geäußert hat: Wer da will ein Prophet sein, der muß Glauben finden, denn das, was er vorbringt, muß ihm geglaubt werden, und nur das Einfache, das immer wieder in seiner Einfachheit wiederholt wird, das allein findet Glauben.
[ 43 ] Man hat gegenwärtig nur zu sehr die Meinung, daß alles Religiöse identisch sei mit allem Primitiven und Einfachen. Man sagt: Der Wissenschaft gestehen wir es zu, daß sie viele und komplizierte Begriffe habe; dem Glauben und der Religion aber gestehen wir das nicht zu. Glaube und Religion - so sagen viele «Christen» — müssen einfach und naiv sein! Das verlangen sie; und manche mögen sich dabei berufen auf eine Anschauung, die vielleicht wenig genannt wird, die aber jetzt doch viel in den Gemütern spukt und die Voltaire, einer der großen Lehrer des Materialismus, geäußert hat: Wer da will ein Prophet sein, der muß Glauben finden, denn das, was er vorbringt, muß ihm geglaubt werden, und nur das Einfache, das immer wieder in seiner Einfachheit wiederholt wird, das allein findet Glauben.
[ 44 ] So ist es vielfach gegenwärtig bei vielen Propheten, den wahren und falschen. Sie bemühen sich, etwas zu sagen und es immer wieder zu wiederholen, und die Leute lernen es glauben, weil es immer wiederholt wird. Der Vertreter der Geisteswissenschaft soll und will kein solcher Prophet sein. Er will überhaupt kein Prophet sein. Und man mag ihm noch so sehr sagen: Ja, du wiederholst ja nicht nur, sondern immer wieder werden die Dinge von anderen Seiten beleuchtet, immer wieder werden die Dinge in anderer Weise besprochen, — wenn so von ihm gesagt wird, bezichtigt er sich keines Fehlers. Ein Prophet will, daß man an ihn glaubt; die Geisteswissenschaft will aber nicht zum Glauben, sondern zum Erkennen führen. Deshalb nehmen wir Voltaites Ausspruch im andern Sinn auf: «Das Einfache wird geglaubt und ist Sache des Propheten», sagt er. «Das Mannigfaltige aber wird erkannt», sagt die Geisteswissenschaft.
[ 44 ] So ist es vielfach gegenwärtig bei vielen Propheten, den wahren und falschen. Sie bemühen sich, etwas zu sagen und es immer wieder zu wiederholen, und die Leute lernen es glauben, weil es immer wiederholt wird. Der Vertreter der Geisteswissenschaft soll und will kein solcher Prophet sein. Er will überhaupt kein Prophet sein. Und man mag ihm noch so sehr sagen: Ja, du wiederholst ja nicht nur, sondern immer wieder werden die Dinge von anderen Seiten beleuchtet, immer wieder werden die Dinge in anderer Weise besprochen, — wenn so von ihm gesagt wird, bezichtigt er sich keines Fehlers. Ein Prophet will, daß man an ihn glaubt; die Geisteswissenschaft will aber nicht zum Glauben, sondern zum Erkennen führen. Deshalb nehmen wir Voltaites Ausspruch im andern Sinn auf: «Das Einfache wird geglaubt und ist Sache des Propheten», sagt er. «Das Mannigfaltige aber wird erkannt», sagt die Geisteswissenschaft.
[ 45 ] Versuchen wir, immer mehr uns damit bekannt zu machen, daß Geisteswissenschaft etwas ist, was mannigfaltig ist, nicht ein Glaubensbekenntnis, sondern ein Weg zur Erkenntnis, daß sie daher die Mannigfaltigkeit erträgt. Deshalb scheuen wir uns nicht, vieles herbeizutragen, um eine der wichtigsten Urkunden des Christentums, das Johannes-Evangelium, zu verstehen. Deshalb versuchten wir, die mannigfaltigsten Materialien herbeizutragen, die uns in die Lage versetzen, die tiefen Wahrheiten des Johannes-Evangeliums immer mehr zu verstehen; zu verstehen, wie die leibliche Mutter des Jesus eine äußere Offenbarung, ein Abbild ist für die «Jungfrau Sophia » ; was für den Mysterienschüler, den Christus lieb hatte, geistig die «Jungfrau Sophia» gilt; wie dann noch für die anderen Evangelisten, die auf leibliche Abkunft schauen, hineinspielt der leibliche Vater, der seine Bedeutung da hat, wo es auf die äußere Ausprägung des Gottesbegriffes im Blute ankommt; was ferner für Johannes der «Heilige Geist » bedeutet, durch den der Christus in Jesus gezeugt wurde während der drei Jahre, der Geist, der uns angedeutet wird symbolisch dadurch, daß herunterstieg die Taube bei der Johannes-Taufe.
[ 45 ] Versuchen wir, immer mehr uns damit bekannt zu machen, daß Geisteswissenschaft etwas ist, was mannigfaltig ist, nicht ein Glaubensbekenntnis, sondern ein Weg zur Erkenntnis, daß sie daher die Mannigfaltigkeit erträgt. Deshalb scheuen wir uns nicht, vieles herbeizutragen, um eine der wichtigsten Urkunden des Christentums, das Johannes-Evangelium, zu verstehen. Deshalb versuchten wir, die mannigfaltigsten Materialien herbeizutragen, die uns in die Lage versetzen, die tiefen Wahrheiten des Johannes-Evangeliums immer mehr zu verstehen; zu verstehen, wie die leibliche Mutter des Jesus eine äußere Offenbarung, ein Abbild ist für die «Jungfrau Sophia » ; was für den Mysterienschüler, den Christus lieb hatte, geistig die «Jungfrau Sophia» gilt; wie dann noch für die anderen Evangelisten, die auf leibliche Abkunft schauen, hineinspielt der leibliche Vater, der seine Bedeutung da hat, wo es auf die äußere Ausprägung des Gottesbegriffes im Blute ankommt; was ferner für Johannes der «Heilige Geist » bedeutet, durch den der Christus in Jesus gezeugt wurde während der drei Jahre, der Geist, der uns angedeutet wird symbolisch dadurch, daß herunterstieg die Taube bei der Johannes-Taufe.
[ 46 ] Verstehen wir also zu nennen den «Heiligen Geist» den Vater des Christus Jesus, der ausgeboren hat in den Leibern des Jesus den Christus, so werden wir, wenn wir eine Sache von allen Seiten erfassen können, leicht finden, daß diejenigen Schüler, die weniger eingeweiht waren, uns auch nicht ein so tiefes Bild von den Ereignissen in Palästina geben konnten als der Jünger, den der Herr lieb hatte. Und wenn die Leute gegenwärtig von den Synoptikern sprechen, die ihnen einzig und allein maßgebend sind, so beweist das nur, daß die Leute nicht den Willen haben, sich aufzuschwingen zu dem Verständnis der wahren Gestalt des Johannes-Evangeliums. Denn jeder gleicht dem Geist, den er begreift!
[ 46 ] Verstehen wir also zu nennen den «Heiligen Geist» den Vater des Christus Jesus, der ausgeboren hat in den Leibern des Jesus den Christus, so werden wir, wenn wir eine Sache von allen Seiten erfassen können, leicht finden, daß diejenigen Schüler, die weniger eingeweiht waren, uns auch nicht ein so tiefes Bild von den Ereignissen in Palästina geben konnten als der Jünger, den der Herr lieb hatte. Und wenn die Leute gegenwärtig von den Synoptikern sprechen, die ihnen einzig und allein maßgebend sind, so beweist das nur, daß die Leute nicht den Willen haben, sich aufzuschwingen zu dem Verständnis der wahren Gestalt des Johannes-Evangeliums. Denn jeder gleicht dem Geist, den er begreift!
[ 47 ] Versuchen wir das, was wir lernen können durch die anthroposophische Geisteswissenschaft über das Johannes-Evangelium, zum Gefühl, zur Empfindung zu machen, so werden wir erfahren, daß das Johannes-Evangelium nicht nur eine Lehrschrift, sondern eine Kraft ist, die in unserer Seele wirken kann.
[ 47 ] Versuchen wir das, was wir lernen können durch die anthroposophische Geisteswissenschaft über das Johannes-Evangelium, zum Gefühl, zur Empfindung zu machen, so werden wir erfahren, daß das Johannes-Evangelium nicht nur eine Lehrschrift, sondern eine Kraft ist, die in unserer Seele wirken kann.
[ 48 ] Haben diese kurzen Vorträge in Ihnen das Gefühl hervorgerufen, daß das Johannes-Evangelium nicht nur das enthält, was hier ausgesprochen ist, sondern daß es auch auf dem Umweg durch Worte die Kraft enthält, die die Seele selbst weiter bringt, dann ist das richtig verstanden worden, was eigentlich mit diesen Vorträgen gemeint ist. Denn mit diesen Vorträgen ist nicht nur gemeint etwas für den Verstand, für das intellektuelle Auffassungsvermögen; sondern das, was durch das intellektuelle Auffassungsvermögen seinen Umweg nimmt, soll sich verdichten zu Gefühlen und Empfindungen, und die Gefühle und Empfindungen sollen ein Resultat sein aus den Einzelheiten, die vorgetragen worden sind. Wenn das in einem gewissen Sinne richtig verstanden wird, dann wird man auch verstehen, was es heißt, die anthroposophische Bewegung habe die Sendung, das Christentum zur Weisheit zu erheben, das Christentum auf dem Umwege durch die spirituelle Weisheit richtig zu verstehen. Man wird verstehen, daß das Christentum erst im Anfang seines Wirkens ist und seine wahre Mission erst dann erfüllen wird, wenn es in seiner wahren, das heißt geistigen Gestalt verstanden wird. Je mehr diese Vorträge in diesem Sinne aufgefaßt werden, desto mehr sind sie begriffen in dem Sinne, wie sie gemeint waren.
[ 48 ] Haben diese kurzen Vorträge in Ihnen das Gefühl hervorgerufen, daß das Johannes-Evangelium nicht nur das enthält, was hier ausgesprochen ist, sondern daß es auch auf dem Umweg durch Worte die Kraft enthält, die die Seele selbst weiter bringt, dann ist das richtig verstanden worden, was eigentlich mit diesen Vorträgen gemeint ist. Denn mit diesen Vorträgen ist nicht nur gemeint etwas für den Verstand, für das intellektuelle Auffassungsvermögen; sondern das, was durch das intellektuelle Auffassungsvermögen seinen Umweg nimmt, soll sich verdichten zu Gefühlen und Empfindungen, und die Gefühle und Empfindungen sollen ein Resultat sein aus den Einzelheiten, die vorgetragen worden sind. Wenn das in einem gewissen Sinne richtig verstanden wird, dann wird man auch verstehen, was es heißt, die anthroposophische Bewegung habe die Sendung, das Christentum zur Weisheit zu erheben, das Christentum auf dem Umwege durch die spirituelle Weisheit richtig zu verstehen. Man wird verstehen, daß das Christentum erst im Anfang seines Wirkens ist und seine wahre Mission erst dann erfüllen wird, wenn es in seiner wahren, das heißt geistigen Gestalt verstanden wird. Je mehr diese Vorträge in diesem Sinne aufgefaßt werden, desto mehr sind sie begriffen in dem Sinne, wie sie gemeint waren.
