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The Rudolf Steiner Archive

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From the Pictorial Script
of the Apocalypse of John
GA 104a

13 May 1909, Munich

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Vierter Vortrag

Vierter Vortrag

[ 1 ] In den sieben Sendschreiben oder sieben Briefen der Apokalypse kommt zur Darstellung das große Hauptzeitalter der nachatlantischen Kulturen von der gewaltigen atlantischen Wasserkatastrophe an bis zu dem Ereignis, das man nennt den Krieg aller gegen alle.

[ 1 ] In den sieben Sendschreiben oder sieben Briefen der Apokalypse kommt zur Darstellung das große Hauptzeitalter der nachatlantischen Kulturen von der gewaltigen atlantischen Wasserkatastrophe an bis zu dem Ereignis, das man nennt den Krieg aller gegen alle.

[ 2 ] Wir werden nun einige wichtige Stellen der Briefe betrachten, um an ihnen den Umfang des Überblickes des Apokalyptikers zu zeigen. Er stammt ja aus einer Zeitkultur, in der noch manches als selbstverständlich hingenommen wurde, was heute dem gewöhnlichen Bewußtsein gezwungen erscheinen kann.

[ 2 ] Wir werden nun einige wichtige Stellen der Briefe betrachten, um an ihnen den Umfang des Überblickes des Apokalyptikers zu zeigen. Er stammt ja aus einer Zeitkultur, in der noch manches als selbstverständlich hingenommen wurde, was heute dem gewöhnlichen Bewußtsein gezwungen erscheinen kann.

[ 3 ] Die führende Macht dieser Kulturepochen wird so hingestellt, daß sie die sieben Sterne in der Hand hat. Anschauend die Kulturepoche, welche die äußere Welt als Maja oder Illusion ansah, finden wir da den Chor der sieben heiligen Rishis, die zu dem Vishva Karman hinaufweisen; den sieht der Apokalyptiker als die Wesenheit, welche die Weisheit von den sieben Sternen in der Hand hat. Vor allen Dingen muß der Apokalyptiker in die Zukunft hineinblicken. Da er aber zu Nachkommen der atlantischen Kulturepochen spricht, so spricht er, indem er Bezug nimmt auf das, was in ihrer Erinnerung lebte. So nennt er die Nikolaiten die Repräsentanten der schwarzen Magie, die ausgeschlossen sind aus dieser Gemeinde, welche sich die «erste Liebe» bewahrt hat. So sagt er von denen, die sich immerdar bewahrten vor dem Verstricktsein in die Materie, daß sie sich hineinentwickeln werden in die Zukunft. Diejenigen, die diese Ermahnungen vernehmen, werden leicht den Weg in die geistige Welt zurückfinden.

[ 3 ] Die führende Macht dieser Kulturepochen wird so hingestellt, daß sie die sieben Sterne in der Hand hat. Anschauend die Kulturepoche, welche die äußere Welt als Maja oder Illusion ansah, finden wir da den Chor der sieben heiligen Rishis, die zu dem Vishva Karman hinaufweisen; den sieht der Apokalyptiker als die Wesenheit, welche die Weisheit von den sieben Sternen in der Hand hat. Vor allen Dingen muß der Apokalyptiker in die Zukunft hineinblicken. Da er aber zu Nachkommen der atlantischen Kulturepochen spricht, so spricht er, indem er Bezug nimmt auf das, was in ihrer Erinnerung lebte. So nennt er die Nikolaiten die Repräsentanten der schwarzen Magie, die ausgeschlossen sind aus dieser Gemeinde, welche sich die «erste Liebe» bewahrt hat. So sagt er von denen, die sich immerdar bewahrten vor dem Verstricktsein in die Materie, daß sie sich hineinentwickeln werden in die Zukunft. Diejenigen, die diese Ermahnungen vernehmen, werden leicht den Weg in die geistige Welt zurückfinden.

[ 4 ] Und nun spricht er zu den Menschen der zweiten Kulturepoche, der Zarathustra-Zeit, zu den Nachfolgern des großen Zarathustra, die ihre Weisheit in den Lehren des Hermes niedergelegt haben, die uns einen Nachklang der Zarathustra-Lehre bewahren. Überall wird dort darauf hingewiesen, daß die Menschen nicht die Liebe zum Herumschweifen entwickeln sollen und daß sie das physisch-sinnliche Leben liebgewinnen sollen. Sie sollen hinaufsehen zur Sonne als zum Ausdruck des Sonnengeistes und zu den Sternen als den Leibern der Geister, die den Raum bevölkern. Darum handelte es sich dem Zarathustra, das materielle Physische als Ausdruck des Geistes zu zeigen. So sollte das Bearbeiten der Ackerscholle wie ein Hineinarbeiten in den physischen Leib Gottes sein, der hinter der physischen Welt steht und zu dem auch aufsah die Gruppe des althebräischen Volkes, die parallel ging mit der urpersischen Kultur. Auch diese hatte einen Zarathustra-Dienst; das wird angedeutet in der Begegnung des Abraham mit Melchisedek.

[ 4 ] Und nun spricht er zu den Menschen der zweiten Kulturepoche, der Zarathustra-Zeit, zu den Nachfolgern des großen Zarathustra, die ihre Weisheit in den Lehren des Hermes niedergelegt haben, die uns einen Nachklang der Zarathustra-Lehre bewahren. Überall wird dort darauf hingewiesen, daß die Menschen nicht die Liebe zum Herumschweifen entwickeln sollen und daß sie das physisch-sinnliche Leben liebgewinnen sollen. Sie sollen hinaufsehen zur Sonne als zum Ausdruck des Sonnengeistes und zu den Sternen als den Leibern der Geister, die den Raum bevölkern. Darum handelte es sich dem Zarathustra, das materielle Physische als Ausdruck des Geistes zu zeigen. So sollte das Bearbeiten der Ackerscholle wie ein Hineinarbeiten in den physischen Leib Gottes sein, der hinter der physischen Welt steht und zu dem auch aufsah die Gruppe des althebräischen Volkes, die parallel ging mit der urpersischen Kultur. Auch diese hatte einen Zarathustra-Dienst; das wird angedeutet in der Begegnung des Abraham mit Melchisedek.

[ 5 ] Daran sehen wir, daß Reste geblieben sind von dieser. zweiten Kulturepoche. Wir wissen, wie gewaltig der große Zarathustra gemahnt hat, daß die Menschen wohl die Erde bearbeiten, aber nicht zu Sklaven der Materie werden sollen. Diese Macht, die den Menschen vorgaukeln will, daß es nur physische Materie gibt, nannte er Ahriman, die ahrimanischen Mächte. Durch ihn entsteht ja die Gefahr, daß der Mensch das physische Leben zu lieb gewinnt.

[ 5 ] Daran sehen wir, daß Reste geblieben sind von dieser. zweiten Kulturepoche. Wir wissen, wie gewaltig der große Zarathustra gemahnt hat, daß die Menschen wohl die Erde bearbeiten, aber nicht zu Sklaven der Materie werden sollen. Diese Macht, die den Menschen vorgaukeln will, daß es nur physische Materie gibt, nannte er Ahriman, die ahrimanischen Mächte. Durch ihn entsteht ja die Gefahr, daß der Mensch das physische Leben zu lieb gewinnt.

[ 6 ] In der hebräischen Weisheit nannte man mit zwei zusammengefügten Namen den Ahriman: Mephiz-Tophel, Mephistopheles, der dem an den Geist glaubenden Faust, der den Gang zu den «Müttern», das heißt in die geistige Welt antritt, entgegenruft: Du kommst zum Nichts. — Wie Faust rufen die den Geist Suchenden den Materialisten wieder zu: «In deinem Nichts hoff’ ich das All zu finden.» So muß der Apokalyptiker sagen: «Hab keine Furcht... etliche von euch wird der Tophel in das Gefängnis der Materie verweben» (vgl. Apk. 2, 10) — das sind diejenigen, die sich zu innig mit der Materie verwoben haben.

[ 6 ] In der hebräischen Weisheit nannte man mit zwei zusammengefügten Namen den Ahriman: Mephiz-Tophel, Mephistopheles, der dem an den Geist glaubenden Faust, der den Gang zu den «Müttern», das heißt in die geistige Welt antritt, entgegenruft: Du kommst zum Nichts. — Wie Faust rufen die den Geist Suchenden den Materialisten wieder zu: «In deinem Nichts hoff’ ich das All zu finden.» So muß der Apokalyptiker sagen: «Hab keine Furcht... etliche von euch wird der Tophel in das Gefängnis der Materie verweben» (vgl. Apk. 2, 10) — das sind diejenigen, die sich zu innig mit der Materie verwoben haben.

[ 7 ] Wir wissen, wie der Mensch durch verschiedene Verkörperungen auf die Erde herabsteigen muß; da machte er solche Leben im sinnlichen Leibe durch. Auf ein jedes Leben auf Erden folgt immer das in der geistigen Welt. Einmal wird dieser Ring von Wiederverkörperungen geschlossen sein. Der tiefe Sinn der Verkörperungen, wenn wir gut verstehen wollen den zweiten Brief des Apokalyptikers, ist der, daß der Mensch sein Selbstbewußtsein, sein Ich-Bewußtsein erringen soll.

[ 7 ] Wir wissen, wie der Mensch durch verschiedene Verkörperungen auf die Erde herabsteigen muß; da machte er solche Leben im sinnlichen Leibe durch. Auf ein jedes Leben auf Erden folgt immer das in der geistigen Welt. Einmal wird dieser Ring von Wiederverkörperungen geschlossen sein. Der tiefe Sinn der Verkörperungen, wenn wir gut verstehen wollen den zweiten Brief des Apokalyptikers, ist der, daß der Mensch sein Selbstbewußtsein, sein Ich-Bewußtsein erringen soll.

[ 8 ] Wieviel anderes sah die Seele zur alten indischen Zeit, was alles sah die Seele später in anderen Verkörperungen! Heute nehmen wir ganz anderes wahr als in früheren Verkörperungen. Indem die Seele aufsteigt von Stufe zu Stufe, erhalten wir den Begriff von dem, was wir Geschichte nennen. Der denkende Mensch muß sich sagen: Es gibt eine Geschichte des Lebens in der geistigen Welt. Wir schildern gewöhnlich nur im allgemeinen das Leben in Devachan und Kamaloka, denn wir können in der elementaren theosophischen Lehre das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt nicht eingehender beschreiben. Und doch ist es jedesmal anders, je nach den verschiedenen Kulturepochen; denn die Seele hatte immer etwas anderes zu erleben. Wir können diese Geschichte nur in einzelnen charakteristischen Zügen beschreiben.

[ 8 ] Wieviel anderes sah die Seele zur alten indischen Zeit, was alles sah die Seele später in anderen Verkörperungen! Heute nehmen wir ganz anderes wahr als in früheren Verkörperungen. Indem die Seele aufsteigt von Stufe zu Stufe, erhalten wir den Begriff von dem, was wir Geschichte nennen. Der denkende Mensch muß sich sagen: Es gibt eine Geschichte des Lebens in der geistigen Welt. Wir schildern gewöhnlich nur im allgemeinen das Leben in Devachan und Kamaloka, denn wir können in der elementaren theosophischen Lehre das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt nicht eingehender beschreiben. Und doch ist es jedesmal anders, je nach den verschiedenen Kulturepochen; denn die Seele hatte immer etwas anderes zu erleben. Wir können diese Geschichte nur in einzelnen charakteristischen Zügen beschreiben.

[ 9 ] Blicken wir zurück in die alte Atlantis; da war der Mensch noch drinnen in seiner geistig-seelischen Heimat während des Lebens auf der Erde. Aber in der alten indischen Zeit war der Mensch nur noch darinnen während der Nacht und wenn er durch die Pforte des Todes ging. In dieser Urheimat wurde es dann licht und hell um ihn. In demselben Maße, als die Menschen diese physische Welt lieber und lieber gewannen, verloren sie das Schauen in die geistige Welt; sie wurde ihnen dunkler und dunkler.

[ 9 ] Blicken wir zurück in die alte Atlantis; da war der Mensch noch drinnen in seiner geistig-seelischen Heimat während des Lebens auf der Erde. Aber in der alten indischen Zeit war der Mensch nur noch darinnen während der Nacht und wenn er durch die Pforte des Todes ging. In dieser Urheimat wurde es dann licht und hell um ihn. In demselben Maße, als die Menschen diese physische Welt lieber und lieber gewannen, verloren sie das Schauen in die geistige Welt; sie wurde ihnen dunkler und dunkler.

[ 10 ] Während der ägyptischen Kultur stand der Mensch schon so sehr in der physischen Welt, daß ihm gelehrt werden mußte, hier so zu leben, daß er Osiris da drüben finden könne; nur dadurch konnten die Schüler noch das Licht empfinden zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Die Lehre von dem «Totenbuch» und den «Totenrichtern» ist so zu verstehen, daß nur durch die Verbindung mit dem Osiris-Licht, dem Osiris-Impuls der Mensch hoffen konnte, daß die geistige Welt ihm licht und hell sein würde.

[ 10 ] Während der ägyptischen Kultur stand der Mensch schon so sehr in der physischen Welt, daß ihm gelehrt werden mußte, hier so zu leben, daß er Osiris da drüben finden könne; nur dadurch konnten die Schüler noch das Licht empfinden zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Die Lehre von dem «Totenbuch» und den «Totenrichtern» ist so zu verstehen, daß nur durch die Verbindung mit dem Osiris-Licht, dem Osiris-Impuls der Mensch hoffen konnte, daß die geistige Welt ihm licht und hell sein würde.

[ 11 ] Schauen wir nun in die griechisch-lateinische Zeit, wo die Menschen, die so lieb gewonnen hatten die physische Materie, Idealgestalten schaffen konnten in der physischen Welt. Deshalb konnte ein Mensch der damaligen Zeit sagen: «Lieber ein Bettler auf Erden als ein König im Reich der Schatten.» Es ist nicht bloß eine Legende, daß die Menschen in die Finsternis eingingen, wenn sie in den Hades hinabstiegen. Es drohte der Menschheit, sich in der sinnlichen Welt zu verlieren. Deshalb mußte der Gott, der herabstieg in diese sinnliche Welt, in das Sinnendasein, sie erlösen.

[ 11 ] Schauen wir nun in die griechisch-lateinische Zeit, wo die Menschen, die so lieb gewonnen hatten die physische Materie, Idealgestalten schaffen konnten in der physischen Welt. Deshalb konnte ein Mensch der damaligen Zeit sagen: «Lieber ein Bettler auf Erden als ein König im Reich der Schatten.» Es ist nicht bloß eine Legende, daß die Menschen in die Finsternis eingingen, wenn sie in den Hades hinabstiegen. Es drohte der Menschheit, sich in der sinnlichen Welt zu verlieren. Deshalb mußte der Gott, der herabstieg in diese sinnliche Welt, in das Sinnendasein, sie erlösen.

[ 12 ] Durch den Schleier der Sinnlichkeit verkündet Zarathustra den Ahura Mazdao. Im brennenden Dornbusch verkündete sich durch den Schleier der Sinnlichkeit der Jehova dem Moses. Dann verkündete sich dieselbe Macht als Christus im Leibe des Jesus von Nazareth. Und dann geschah, was nicht nur Bedeutung für die physische Welt, sondern auch für die geistige Welt hat.

[ 12 ] Durch den Schleier der Sinnlichkeit verkündet Zarathustra den Ahura Mazdao. Im brennenden Dornbusch verkündete sich durch den Schleier der Sinnlichkeit der Jehova dem Moses. Dann verkündete sich dieselbe Macht als Christus im Leibe des Jesus von Nazareth. Und dann geschah, was nicht nur Bedeutung für die physische Welt, sondern auch für die geistige Welt hat.

[ 13 ] In demselben Augenblick, da das Blut aus den Wunden des Erlösers rinnt, erscheint der Christus in der Unterwelt den Seelen, die da standen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Unten im Materiellen fließt das Blut, und während es unten fließt, beginnt das Reich der Toten heller und heller zu werden. In dem Maße, als unsere Kultur nun aufwärts steigt zum geistigen Verstehen der Tatsache von Golgatha, wächst die Helligkeit.

[ 13 ] In demselben Augenblick, da das Blut aus den Wunden des Erlösers rinnt, erscheint der Christus in der Unterwelt den Seelen, die da standen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Unten im Materiellen fließt das Blut, und während es unten fließt, beginnt das Reich der Toten heller und heller zu werden. In dem Maße, als unsere Kultur nun aufwärts steigt zum geistigen Verstehen der Tatsache von Golgatha, wächst die Helligkeit.

[ 14 ] Geschichte ist überall, im Physischen und im Geistigen; die ganze nachatlantische Kulturentwickelung hat den Sinn, die Menschheit hindurchzuführen durch die physische Welt, aber in ihr wachzuhalten den Glauben an den Geist. Immer ist es dasselbe Prinzip, das sich in den aufeinanderfolgenden Kulturepochen manifestiert.

[ 14 ] Geschichte ist überall, im Physischen und im Geistigen; die ganze nachatlantische Kulturentwickelung hat den Sinn, die Menschheit hindurchzuführen durch die physische Welt, aber in ihr wachzuhalten den Glauben an den Geist. Immer ist es dasselbe Prinzip, das sich in den aufeinanderfolgenden Kulturepochen manifestiert.

[ 15 ] Dasjenige, worauf der Apokalyptiker seinen Seherblick wendet, ist, daß es Menschen gibt, die eins werden mit der Materie, die aufbrauchen die geistigen Kräfte, die sie als altes Erbgut besitzen, ohne sich anzuschließen an den Christus. Ein solcher Mensch würde nach und nach das Devachan verlieren, das Kamaloka würde länger und länger dauern, und der Mensch würde gefesselt sein, mit der Schwere der Erde verbunden.

[ 15 ] Dasjenige, worauf der Apokalyptiker seinen Seherblick wendet, ist, daß es Menschen gibt, die eins werden mit der Materie, die aufbrauchen die geistigen Kräfte, die sie als altes Erbgut besitzen, ohne sich anzuschließen an den Christus. Ein solcher Mensch würde nach und nach das Devachan verlieren, das Kamaloka würde länger und länger dauern, und der Mensch würde gefesselt sein, mit der Schwere der Erde verbunden.

[ 16 ] Dies tun heute nur die schwarzen Magier; der gewöhnliche Mensch kann sich noch nicht aller Weisheit verschließen. Der Apokalyptiker muß aber alles hinstellen in der Perspektive, um darauf hinzuweisen, daß der Impuls des Christus es ist, der sie errettet. Im zweiten Sendschreiben heißt es deshalb, das wäre der «zweite Tod» — der «geistige Tod», wie Paulus es nennt. Weil wir im zweiten Briefe auf die zweite Kulturepoche hingewiesen werden, mußte diese Ermahnung kommen; in der ersten Kulturepoche brauchte sie noch nicht an die Menschheit gerichtet zu werden.

[ 16 ] Dies tun heute nur die schwarzen Magier; der gewöhnliche Mensch kann sich noch nicht aller Weisheit verschließen. Der Apokalyptiker muß aber alles hinstellen in der Perspektive, um darauf hinzuweisen, daß der Impuls des Christus es ist, der sie errettet. Im zweiten Sendschreiben heißt es deshalb, das wäre der «zweite Tod» — der «geistige Tod», wie Paulus es nennt. Weil wir im zweiten Briefe auf die zweite Kulturepoche hingewiesen werden, mußte diese Ermahnung kommen; in der ersten Kulturepoche brauchte sie noch nicht an die Menschheit gerichtet zu werden.

[ 17 ] Im zweiten Briefe charakterisiert sich der führende Geist als «Ich bin das Alpha und das Omega». (Apk. 1, 8) In allem Okkultismus herrschen gewisse Symbole, die immer dasselbe bedeuten. In der alten ägyptischen Zeit wurde Wert gelegt auf die Formung der Weisheit durch das Wort; da tritt zum ersten Male Wissenschaft auf in streng abgegrenztem Wort. Die indische Welt legte noch keinen Wert auf Wissenschaft; ebensowenig die Zarathustra-Kultur. Deshalb wird diese menschliche Götterkraft des Wortes überall angedeutet durch das «Schwert»; wir finden das Schwert überall als Symbolum der Vermenschlichung der Götterkraft. «Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: So spricht, der das scharfe zweischneidige Schwert hat.» (Apk. 2, 12) Durch das Wissen wird aber der Mensch am meisten verführt zur schwarzen Magie.

[ 17 ] Im zweiten Briefe charakterisiert sich der führende Geist als «Ich bin das Alpha und das Omega». (Apk. 1, 8) In allem Okkultismus herrschen gewisse Symbole, die immer dasselbe bedeuten. In der alten ägyptischen Zeit wurde Wert gelegt auf die Formung der Weisheit durch das Wort; da tritt zum ersten Male Wissenschaft auf in streng abgegrenztem Wort. Die indische Welt legte noch keinen Wert auf Wissenschaft; ebensowenig die Zarathustra-Kultur. Deshalb wird diese menschliche Götterkraft des Wortes überall angedeutet durch das «Schwert»; wir finden das Schwert überall als Symbolum der Vermenschlichung der Götterkraft. «Und dem Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: So spricht, der das scharfe zweischneidige Schwert hat.» (Apk. 2, 12) Durch das Wissen wird aber der Mensch am meisten verführt zur schwarzen Magie.

[ 18 ] In der Bibel erlebt der Mensch die Götterkraft, die ihm zufließt, als das «Manna». Nehmen wir jetzt die volle Charakteristik des Zeitraumes: Es offenbart sich Jehova auf Sinai im brennenden Dornbusch. «Da sprach Jahve zu Moses: «Ich bin der Ich-bin.» Und er sprach: «So sollst du den Söhnen Israels sprechen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt.»» (Vgl. 2. Mose 3, 14) Damit wurde den Menschen gesagt: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt! Jahve ist der Name des unaussprechlichen Gottes. Niemals kann der Name «Ich» zum Menschen von außen erklingen; das ist der intime Gottesname, den der Mensch nur geheiligt empfangen durfte in der Brust. Der wurde geschrieben auf den Altar der Stiftshütte. Daher heißt es: «Wer überwindet, dem will ich geben vom verborgenen Manna, und will ihm einen weißen Stein geben und darauf einen neuen Namen geschrieben...»(Vgl. Apk. 2, 17) Diejenigen, die das Ich empfingen, lernten durch innere Geisteskraft den Namen mit dem verborgenen Manna erkennen. Dadurch, daß sich der Christus im menschlichen Leibe auf der Erde enthüllte, dadurch sollten die Menschen lernen, nicht wie die Asketen das physische Dasein zu verachten; sie sollten lernen, daß diese Erde ihnen etwas zu geben hat. Daher soll man nicht auslöschen den Durst nach Dasein, nur läutern soll man seine Begierden. Der Westen sollte sich sagen: «Hier wird gearbeitet; hier werden die Hände gerührt und das, was man sich hier erarbeitet, das nimmt man mit durch die Pforte des Todes.» Nicht Wunder wollen wir erzählen, sondern durch Legenden uns einmal klarmachen, was der Menschheit als Weisheitslehre gegeben worden ist.

[ 18 ] In der Bibel erlebt der Mensch die Götterkraft, die ihm zufließt, als das «Manna». Nehmen wir jetzt die volle Charakteristik des Zeitraumes: Es offenbart sich Jehova auf Sinai im brennenden Dornbusch. «Da sprach Jahve zu Moses: «Ich bin der Ich-bin.» Und er sprach: «So sollst du den Söhnen Israels sprechen: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt.»» (Vgl. 2. Mose 3, 14) Damit wurde den Menschen gesagt: Der Ich-bin hat mich zu euch gesandt! Jahve ist der Name des unaussprechlichen Gottes. Niemals kann der Name «Ich» zum Menschen von außen erklingen; das ist der intime Gottesname, den der Mensch nur geheiligt empfangen durfte in der Brust. Der wurde geschrieben auf den Altar der Stiftshütte. Daher heißt es: «Wer überwindet, dem will ich geben vom verborgenen Manna, und will ihm einen weißen Stein geben und darauf einen neuen Namen geschrieben...»(Vgl. Apk. 2, 17) Diejenigen, die das Ich empfingen, lernten durch innere Geisteskraft den Namen mit dem verborgenen Manna erkennen. Dadurch, daß sich der Christus im menschlichen Leibe auf der Erde enthüllte, dadurch sollten die Menschen lernen, nicht wie die Asketen das physische Dasein zu verachten; sie sollten lernen, daß diese Erde ihnen etwas zu geben hat. Daher soll man nicht auslöschen den Durst nach Dasein, nur läutern soll man seine Begierden. Der Westen sollte sich sagen: «Hier wird gearbeitet; hier werden die Hände gerührt und das, was man sich hier erarbeitet, das nimmt man mit durch die Pforte des Todes.» Nicht Wunder wollen wir erzählen, sondern durch Legenden uns einmal klarmachen, was der Menschheit als Weisheitslehre gegeben worden ist.

[ 19 ] So hören wir: Der Buddha hatte einen bedeutenden Schüler, den Kassapa; das war der, welcher am meisten die Buddha-Lehre zu verbreiten hatte. Da wird uns legendär erzählt, er sei nicht gestorben, sondern in einer Höhle verschwunden, und dort sei sein physischer Leib aufbewahrt worden bis zu dem Tage, wo der Maitreya-Buddha erscheinen werde; dann würden die sterblichen Überreste des Kassapa durch das Feuer des Himmels berührt und aufgelöst.

[ 19 ] So hören wir: Der Buddha hatte einen bedeutenden Schüler, den Kassapa; das war der, welcher am meisten die Buddha-Lehre zu verbreiten hatte. Da wird uns legendär erzählt, er sei nicht gestorben, sondern in einer Höhle verschwunden, und dort sei sein physischer Leib aufbewahrt worden bis zu dem Tage, wo der Maitreya-Buddha erscheinen werde; dann würden die sterblichen Überreste des Kassapa durch das Feuer des Himmels berührt und aufgelöst.

[ 20 ] Denken wir uns in diese Lehre hinein. Wodurch werden Menschen da sein in der Zukunft, die begreifen werden die Lehre des MaitreyaBuddha? Dadurch, daß die sterblichen Überreste des Erlösers von Golgatha nach dreieinhalb Tagen von ihm selbst zum Himmel hinaufgetragen werden. Das bedeutet, daß derjenige, der sich verbindet mit dem Christus-Impuls, das, was er sich erarbeitet hat als Frucht seines Lebens, mit sich hinaufnimmt und hinüberträgt in die geistige Welt.

[ 20 ] Denken wir uns in diese Lehre hinein. Wodurch werden Menschen da sein in der Zukunft, die begreifen werden die Lehre des MaitreyaBuddha? Dadurch, daß die sterblichen Überreste des Erlösers von Golgatha nach dreieinhalb Tagen von ihm selbst zum Himmel hinaufgetragen werden. Das bedeutet, daß derjenige, der sich verbindet mit dem Christus-Impuls, das, was er sich erarbeitet hat als Frucht seines Lebens, mit sich hinaufnimmt und hinüberträgt in die geistige Welt.

[ 21 ] Und so werden wir sehen, wie durch die Verbindung mit dem Christus-Prinzip alle Früchte des Erdendaseins mit hinaufgetragen werden. Die orientalische Lehre hat immer vorausverkündet den Christus, auch in ihren Legenden. Weil wir hier im vierten Zeitraum lernen, wie das Irdisch-Physische unmittelbar übergeht in die geistige Welt, wird uns das dargestellt dadurch, daß uns erzählt wird, er hätte «Augen wie eine Feuerflamme» (Apk. 1, 14), und es wird uns gesagt: «seine Füße sind gleich wie im Feuer geglühtes Erz» (Apk. 1, 15); und später heißt es: «Und alle Gemeinden sollen erkennen, daß Ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht...» (Apk. 2, 23) Da wird uns gesagt, daß es der Christus ist, der uns das «Ich bin» bringt. Man muß dieses unscheinbare Wörtchen eben lesen. Es ist gemeint, daß das Prinzip, das im «Ich bin» liegt, der Retter wird, der den Menschen herausführt aus der materiellen Welt. So kann man Wort für Wort, Zeile für Zeile erklären.

[ 21 ] Und so werden wir sehen, wie durch die Verbindung mit dem Christus-Prinzip alle Früchte des Erdendaseins mit hinaufgetragen werden. Die orientalische Lehre hat immer vorausverkündet den Christus, auch in ihren Legenden. Weil wir hier im vierten Zeitraum lernen, wie das Irdisch-Physische unmittelbar übergeht in die geistige Welt, wird uns das dargestellt dadurch, daß uns erzählt wird, er hätte «Augen wie eine Feuerflamme» (Apk. 1, 14), und es wird uns gesagt: «seine Füße sind gleich wie im Feuer geglühtes Erz» (Apk. 1, 15); und später heißt es: «Und alle Gemeinden sollen erkennen, daß Ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht...» (Apk. 2, 23) Da wird uns gesagt, daß es der Christus ist, der uns das «Ich bin» bringt. Man muß dieses unscheinbare Wörtchen eben lesen. Es ist gemeint, daß das Prinzip, das im «Ich bin» liegt, der Retter wird, der den Menschen herausführt aus der materiellen Welt. So kann man Wort für Wort, Zeile für Zeile erklären.

[ 22 ] Was im fünften Brief (Apk. 3, 1-6) steht, geht uns besonders an. Da steht, daß wir das Namengeheimnis erhalten haben durch die Lehre der Erdenentfaltung, welche uns gegeben wird von den «Meistern der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen».

[ 22 ] Was im fünften Brief (Apk. 3, 1-6) steht, geht uns besonders an. Da steht, daß wir das Namengeheimnis erhalten haben durch die Lehre der Erdenentfaltung, welche uns gegeben wird von den «Meistern der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen».