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The Rudolf Steiner Archive

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The Deeper Mysteries of Human Development
in the Light of the Gospels
GA 119

28 March 1910, Vienna

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Achter Vortrag

8. Mirror-images of the Macrocosm in Man. Rosicrucian Symbols.

[ 1 ] Es wird gut sein zum weiteren Verständnis des hier Vorzutragenden, wenn wir die heutige Betrachtung damit beginnen, daß wir das Aufwachen des Menschen noch einmal betrachten, aber jetzt so, daß wir dabei ins Auge fassen alles dasjenige, was aus der geistigen Welt heraus zum Aufbau des Menschen wirksam ist. Wenn der Mensch aufwacht, dann ist das ja, wie wir in den Vorträgen gesehen haben, ein Hinübertreten unserer ganzen Wesenheit aus dem Makrokosmos, in den der Mensch ausgegossen ist während des Schlafzustandes, in den Mikrokosmos hinein. Nun ist es ja begreiflich, daß der Mensch über die eigentlichen Vorgänge, die sich da abspielen in der Wechselwirkung zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos, im normalen Bewußtsein recht schlecht unterrichtet ist. So glaubt der Mensch gewöhnlich, daß dasjenige, was er sein Ich nennt, eigentlich im Grunde genommen nur in ihm sitzt. Wenn Sie sich aber überlegen, daß der Mensch während der Schlafenszeit außerhalb seiner Leibeshüllen ist mit seinem astralischen Leib und mit seinem Ich, dann werden Sie sich sagen, daß wir unser Ich schon während der Schlafenszeit keineswegs suchen dürfen innerhalb der Grenzen unserer Haut, sondern es ist wie ausgegossen in die Weltensphäre, es ist hingegeben an diejenigen Welten, die wir besprochen haben, an die elementarische Welt, an die geistige Welt, an die Vernunftwelt und auch an diejenige Welt, die wir heute ein wenig besprechen wollen, an die Welt der geistigen Urbilder aller Dinge, die noch höher liegt als die Vernunftwelt. Das Ich ist wie hinausergossen, wie ausgebreitet in die Weltenweiten, und daher ist das Hineinschlüpfen am Morgen nicht bloß so aufzufassen, wie wenn man sagen könnte: Nun, mein Ich ist dort, es kommt aus dieser Richtung her und schlüpft in mich hinein —, sondern es ist dieses Aufwachen zugleich eine Art Zusammenziehen des Ich, so daß es sich immer dichter und dichter zusammenzieht und sich dann in den physischen und in den Äther- oder Lebensleib so hineinbegibt, daß es in diesen Leibeshüllen des Menschen eben jetzt mit einer entsprechenden Dichtigkeit darinnen ist. Aber das zeigt sich dem hellsichtigen Bewußtsein, daß dieses Ich auch während des ganzen Tagwachens durchaus nicht ganz in dem Menschen darinnen ist. Für das hellsichtige Bewußtsein ist das Ich etwas, was immer in einer gewissen Weise auch in der Umgebung des Menschen vorhanden ist; es deckt sich nur teilweise das menschliche Ich mit dem, was wir zum Beispiel als physischen Leib wahrnehmen. Und so können wir sagen, daß das Ich eigentlich immer auch in bezug auf seine substantielle Wesenheit in unserer Umgebung ist. Man kann dasjenige, was da der Hellseher, sagen wir, wie eine Art von Lichtaura des Menschen sieht, die IchAura nennen. So ist der Mensch immer in einer geistsubstantiellen Wolke, und man kann das Ich nicht bloß an diesem oder jenem Orte suchen, sondern wie ausfüllend diese ganze Ich-Aura des Menschen. Es kommt am Morgen beim Aufwachen das Ich heran von allen Seiten; es kommt aus all den Wesenheiten und Tatsachen heraus, die wir als die Vernunftwelt und als die geistige und elementarische Welt beschrieben haben.

[ 1 ] The contents of today's lecture will be better understood if we begin by considering once again what it is that happens when man wakes from sleep, but we shall pay special attention now to what is working out of the spiritual world at the building up of his nature and constitution. When man wakes from sleep his whole being passes out of the Macrocosm into the Microcosm. It is quite understandable that in his normal consciousness he has very little knowledge of the interaction between Macrocosm and Microcosm. In the ordinary way he supposes that what he calls his Ego is within himself. But in view of the fact that while he is asleep he is outside his physical sheaths with his astral body and his Ego, it is obvious that during the hours of sleep the Ego must certainly not be sought within the boundaries of the skin but that it has poured into the worlds of which we have spoken: the Elementary World, the World of Spirit, the World of Reason, and also into the still higher world we are to consider today—the World of the spiritual Archetypes of all things. The Ego has poured into the cosmic expanse; hence the entry into the body on waking in the morning must not be imagined as though the Ego merely slipped back into the body. A kind of contraction of the Ego takes place on waking; it contracts more and more and then passes into the physical and etheric bodies in a certain consolidated form. But what is perceptible to clairvoyant consciousness is that the Ego is not by any means wholly within man during the hours of waking consciousness. To clairvoyant consciousness the Ego is always present in a certain way in man's environment and coincides only partially with what is perceived as the human physical body. Accordingly we may say that the Ego, in its substantiality, is also always present around us. What the clairvoyant sees as a kind of light-aura may be called the Ego-aura. Man is always surrounded by a spiritual cloud of this nature. The Ego is not to be looked for at any particular spot but it pervades man's whole Ego-aura. In the morning the Ego approaches from all sides, from all the Beings and Realities of the worlds we have called the World of Reason, the World of Spirit and the Elementary World.

[ 2 ] Nun wollen wir dieses Hineinschlüpfen des Ich in den eigentlichen Menschenleib noch einmal näher ins Auge fassen. Wir wollen uns die Frage vorlegen: Wodurch kommt es zustande, daß wir im Aufwachen plötzlich um uns herum die Sinneswahrnehmungen haben, Farben, Töne, Lichteindrücke und andere Sinneswahrnehmungen? — Wir wollen das einmal in bezug auf eine bestimmte Farbe ins Auge fassen. Nehmen wir an, wir sehen am Morgen, wenn wir aufwachen, auf eine blaue Fläche. Wir haben also als ersten Sinneseindruck die Farbe Blau. Wie kommt das zustande? Über die Art, wie das geschieht, ist nämlich das gewöhnliche, normale Bewußtsein des Menschen ganz im unklaren; es stellt sich die Sache ganz verkehrt vor. Dieser Sinneseindruck kommt dadurch zustande, daß, indem das Ich hereingeht aus dem Makrokosmos in den Mikrokosmos, zunächst etwas wie ein Hindernis da ist für das Hereinströmen all der Kräfte, die da draußen in der geistigen Welt sind, ein Hindernis da ist zunächst für alles dasjenige, was wir nennen die elementarische Welt. Also dasjenige, was wir gestern und vorgestern als die elementarische Welt charakterisiert haben, das ist etwas, was zunächst aufgehalten wird. Nicht ganz wird es aufgehalten, aber so wird es aufgehalten, daß nur ein Teil der elementarischen Welt eigentlich einströmt. Wenn wir eine Fläche mit blauer Farbe vor uns haben, dann ist das so, daß durch diese Fläche hindurch, die wir als blaues Farbenbild vor uns haben, hindurchströmen alle die Kräfte aus den höheren Welten, die wir beschrieben haben, mit Ausnahme eines Teiles der elementarischen Welt. Dasjenige, was da zurückgehalten wird von der elementarischen Welt, das ist so, daß es dem Menschen zum Bewußtsein kommt wie ein Spiegelbild, wie eine Rückstrahlung, und diese Rückstrahlung ist eben die blaue Farbe. Alles, was wir gestern beschrieben haben von den Elementen des Feuers, der Luft, des Wassers und der Erde als der elementarischen Welt angehörig, das strömt hindurch. Es strömt durch das Auge alles das ein, was es an Elementen in der Welt gibt, mit Ausnahme dessen, was wir gerade sehen. Dadurch kommt also die Sinneswahrnehmung zustande, daß unser Auge zurückhält aus der elementarischen Welt das Licht, daß unser Ohr zurückhält aus der elementarischen Welt den Ton, daß unsere übrige Organisation zurückhält zum Beispiel einen Teil der Wärme und so weiter. Was nicht zurückgehalten wird, das strömt ein.

[ 2 ] Now let us consider more exactly how the Ego slips into the body, and ask ourselves: How is it that on waking we are suddenly surrounded with sense-perceptions, such as impressions of colour and light? For example, suppose the first sense-impression we have on waking is a blue surface, the colour blue. What is the explanation of this impression? Ordinary consciousness is completely at sea here. The reason is that when the Ego is passing out of the Macrocosm into the Microcosm, a kind of barrier is created against the in-streaming spiritual forces, against everything we call the Elementary World. Something is held back with the result that only a portion of the Elementary World flows in. If we see a blue surface in front of us, then, through this blue surface all these forces are flowing in, with the exception of a part of the Elementary World. The part of the Elementary World that is held back comes into our consciousness as a mirror-image, a reflection, and this reflection is the blue colour. The elements of fire, air, water and earth (spiritually conceived as belonging to the Elementary World) stream through the eye with the exception of what we actually see. Sense-perception arises through the fact that our eye holds back part of the light from the Elementary World, our ear holds back part of the sound, our other organs hold back part of the fire or warmth; what is not held back, streams into us.

[ 3 ] Nun können Sie das ergänzen, was wir in den vorhergehenden Vorträgen gesagt haben. Wir haben gesagt: Das Auge wird am Licht für das Licht gebildet. Wenn das Auge das Licht wahrnimmt, so wird es natürlich nicht von dem gebildet, was gesehen wird, sondern von demjenigen, was es hineinläßt, und das ist ein Teil der elementarischen Welt. So daß wir also sagen können (es wird gezeichnet. Die Zeichnung ist nicht erhalten.): Wenn hier all die Kräfte aus den übersinnlichen Welten einströmen, werden hier gewisse Kräfte im Auge zurückgehalten, und analog ist es bei den anderen Sinnen. Was nicht hineinströmt in uns selber, was zurückgehalten wird, das ist die Summe unserer Sinneswahrnehmungen. Wir sehen, hören und so weiter also das, was wir nicht in uns selber hineinlassen. Dasjenige aber, was wir in uns hineinlassen, das ist das, was die physische Organisation, zum Beispiel des Auges, gebildet hat. Also gewisse Kräfte halten wir zurück, gewisse Kräfte lassen wir durch. Diejenigen Kräfte, die wir durchlassen, sind Kräfte der elementarischen Welt, die bilden unser Auge; so daß wir, wenn wir unseren Augapfel ansehen, sagen können: In der elementarischen Welt, die wir gerade nicht sehen, weil sie durchgelassen wird, haben wir zugleich dasjenige, was unseren Sinn des Auges bildet; auch unsere anderen Sinne werden auf dieselbe Weise aus der elementarischen Welt heraus gebildet. So sind wir als Sinneswesen aus der elementarischen Welt heraus gebildet. Die elementarische Welt, die wir sehen, wenn wir uns dazu fähig machen, in sie hineinzuschauen, die bildet uns unsere Sinne.

[ 3 ] We can now supplement what was said in the previous lectures, that the “eye is formed by the light for the light.” That is to say, the eye is not formed by what is reflected, but by what comes to us with the light—and that is part of the Elementary World. Moreover something also streams in from the World of Spirit, indeed from all the worlds of which we have spoken. Accordingly we may say: At this particular point certain forces are held back by the eye, and also by the other senses; what does not stream into us, what is held back, is the sum-total of our sense-impressions. Thus it is what we do not let through that we see or hear; but what we do let through is what has formed the physical organism of the eye, for example. We hold back certain forces and allow certain others to pass through—these latter being forces of the Elementary World. If we look at the eyeball in a mirror, then too we see only what it does not let through. Thus in the Elementary World there are forces which have formed our sense of sight and also our other senses. As sense-beings we are formed out of the Elementary World; the world we see when we are able to look into the Elementary World is the world which builds up our senses.

[ 4 ] Da aber, wo der Sinn nach innen begrenzt ist, an der Hinterwand des Auges, da befindet sich gleichsam ein zweiter Spiegel, da fließen in uns hinein alle anderen Kräfte aus einer weiteren Welt, außer denen, die widergespiegelt werden. Ich sage «gleichsam», aber es ist das eine völlige Erklärung. An der Hinterwand des Auges werden zurückgehalten und widergespiegelt die elementarischen Kräfte selber; dadurch hören sie auf zu wirken, und es strömen dahinter nur noch die Kräfte der geistigen Welt durch, und das sind diejenigen Kräfte, die uns zum Beispiel unseren Sehnerv bilden. Ebenso wie das Auge den Sehnerv hat durch das Einströmen der geistigen Welt, ebenso hat das Ohr den Hörnerv durch das Einströmen der geistigen Welt und so weiter. Unser gesamtes Nervensystem wird somit aus der geistigen Welt heraus gebildet. Aus ihr heraus strömen uns diejenigen Kräfte und Wesenheiten zu, die die Bildner unseres Nervensystems sind. Und unsere Nerven sind so angeordnet wie die Gesetze der Planetenwelt draußen; denn die Planetenwelt haben wir gleichsam wie den äußeren Ausdruck einer Art Uhr auffassen können für das, was da als geistige Tatsachen und geistige Wesenheiten wirkt.

[ 4 ] At the inner “wall” of our organ of sight there is a kind of second mirror, for there, from a further world, other forces flow in—with the exception of those that are reflected. There the elemental forces themselves are held back and reflected; they cease to function and it is only the forces of the World of Spirit that stream through and are not reflected. These are the forces that form, for example, the optic nerve. Just as the eye has its optic nerve, so has the ear its aural nerves from the forces streaming in from the World of Spirit. From there stream the forces of Beings who are the builders of the whole nervous system. Our nerves are ordered according to the laws of the planetary world outside, for the planetary world is the outer expression of spiritual realities and spiritual worlds. If it is the case that the World of Spirit works at the forming of our nervous system, it follows that underlying our nervous system there must be a certain law and order corresponding to that of the solar system. Our nervous system must be an inner solar system, for it is organised from the Heaven World.

[ 5 ] Nun wäre es naheliegend, daß wir uns fragten: Wenn das der Fall sein sollte, wenn da wirklich an unseren Nerven diese Welt wirken würde, welche sich ausdrückt in äußeren Zeichen in unserem Planetensystem, dann müßte unserem Nervensystem etwas zugrunde liegen an Regelmäßigkeit, was entsprechen würde dem äußeren Sonnensystem. Wir müßten gleichsam in unserem Nervensystem eine Art inneren Sonnensystems haben. Denn es sind, wenn wir durch die elementarische Welt hindurchgegangen sind, die Kräfte der geistigen Welt, die sich ausdrücken im Planeten-Sonnensystem. Die Kräfte aus der Himmelswelt strömen herein und organisieren unser Nervensystem. Versuchen wir einmal, uns zu fragen, ob denn nun wirklich unser Nervensystem sich ausnimmt wie eine Art Spiegelbild dessen, was draußen im Makrokosmos sich ausdrückt in den Planeten und Tierkreisbildern.

[ 5 ] We will now ask ourselves whether this nervous system really functions as if it were a mirror-image of the solar system out yonder in the Macrocosm.

[ 6 ] Nun, Sie wissen alle, daß unsere Zeit geregelt wird durch die Stellung der Erde zur Sonne und durch den Durchgang der Sonne im Jahreslauf durch die zwölf Tierkreisbilder. Scheinbar wandert die Sonne während eines Jahres durch die zwölf Tierkreisbilder. Das ist eine Haupteinteilung des Jahres, die Einteilung in zwölf Monate, bewirkt durch die Gesetzmäßigkeit, welche im Sonnensystem zwischen Planeten und Tierkreisbildern herrscht. Die Zahl Zwölf ist eine solche Zahl, welche die Gesetzmäßigkeit dieser Stellungen und Bewegungen ausdrückt. Wir haben zwölf Monate im Jahr, und wir haben für die Monate, welche die längsten sind, die Zahl Einunddreißig, einunddreißig Tage. Das ist wiederum etwas, was herausgeholt ist aus der Stellung unserer Himmelskörper zueinander, wiederum etwas, was zusammenhängt mit unserem Zeitsystem. Die längsten Monate haben einunddreißig Tage, die anderen dreißig Tage und der Monat Februar achtundzwanzig oder neunundzwanzig Tage. Hier herrscht eine gewisse Unregelmäßigkeit, aber diese Unregelmäßigkeit hat ihre guten Gründe. Wir können uns nur hier nicht besonders darauf einlassen.

[ 6 ] As you know, our measurement of time is governed by the relation of the planets to the Sun and again in the yearly cycle by the passage of the Sun through the twelve constellations of the Zodiac. That is an arrangement of time based upon the law contained in the number twelve as a number which expresses the movements taking place in the solar system. There are also twelve months in the year, and in the longest months there are thirty-one days. That again is based upon the mutual relations of the heavenly bodies and is connected with our time-system. There is a certain irregularity for which there is a good reason, but we cannot go into it now.

[ 7 ] Versuchen wir einmal, diese merkwürdige Zeiteinteilung da draußen in der großen Weltenuhr uns vor die Seele zu führen und uns zu sagen: Wenn nun wirklich dasjenige, was dieser großen Welt des Kosmos zugrunde liegt, auch die Bildungskräfte für unser Nervensystem liefert, dann müßten sich die Zahlen im Nervensystem spiegeln. — Nun, wir haben zwölf Paar Gehirnnerven und einunddreißig Paar Rückenmarksnerven, das heißt, es spiegeln sich tatsächlich die kosmischen Gesetzmäßigkeiten, die beherrscht werden durch die Zahl Zwölf und die Zahl Einunddreißig, in unserem Nervensystem. Und daß eine gewisse Unregelmäßigkeit herrscht, ist deshalb, weil der Mensch ein selbständiges Wesen werden soll durch sein Nervensystem und weil er unabhängig werden soll von dem, was äußerlich im Raume sich abspielt. Der Mensch hat seine einunddreißig Rückenmarksnervenpaare. Ebenso wie sich die Zwölfzahl der Monate nach dem Durchgang der Sonne durch den Tierkreis regelt, so müßte sich die Zahl der Tage im Monat eigentlich nach dem Mond richten; das würde nur Achtundzwanzig Tage ergeben. Und wenn wir nicht drei Nervenpaare sozusagen im Überfluß hätten, wodurch wir uns als freie Menschen unabhängig machen können, so würden wir auch tatsächlich der Zahl Achtundzwanzig unterworfen sein. Damit sehen Sie in ein tiefes Geheimnis hinein, in einen wunderbaren Zusammenhang zwischen dem, was da draußen in den großen Symbolen des Raumes sich ausdrückt, die eine Abspiegelung sind von Wesenheiten und Wirksamkeiten in der geistigen Welt, und dem, was wir in unserem Nervensystem haben.

[ 7 ] Let us try to picture this remarkable time-system in the universe and ask ourselves how these cosmic processes would be reflected in our nervous system. If the forces underlying the Macrocosm are also the forces which have formed our nervous system, we shall certainly find a reflection of them in ourselves; and in fact we have twelve cerebral nerves and thirty-one pairs of spinal nerves. The cosmic laws are actually reflected in these spinal and cerebral nerves. The existence of a certain irregularity is explained by the fact that man is destined to be a being who is independent of what is going on outside him. Just as the Sun's passage through the constellations of the Zodiac takes place in twelve months, and this is reflected in the twelve cerebral nerves, so the days of the month are regulated in accordance with the circuit of the Moon—twenty-eight days. How is the connection of the thirty-one days in the month with the human nervous system to be explained? We have three additional pairs of nerves, i.e. thirty-one in all, which makes us independent beings; otherwise here too we should be governed by the number twenty-eight. Here you can glimpse a deep mystery, a wonderful connection between our nervous system and what is expressed in the great symbols of space—symbols which in themselves are mirrorings of spiritual Beings and activities.

[ 8 ] Nun kommen wir zu dem dritten Teil der Spiegelung. Unser Nervensystem wird also aufgebaut von der geistigen Welt. Da, wo jeder Nerv einmündet in das Gehirn oder in das Rückenmark, bei dieser Einmündungsstelle findet wieder eine Spiegelung statt. Da wird zurückgehalten die geistige Welt, und hindurch dringt jetzt das, was wir in der Vernunftwelt kennengelernt haben: die Kräfte der Hierarchien; und es baut uns die Vernunftwelt dasjenige auf, was hinter den Nerven liegt, unser Gehirn und Rückenmark; so daß wir in Gehirn und Rückenmark das Resultat all der Tätigkeit haben, die zuletzt herrührt aus der Vernunftwelt. Derjenige, der hellseherisch überschaut die geistige Welt, findet auch in den kleinsten Widerspiegelungen im Gehirn und in dem Nervensystem genaue Abbilder der großen Weltenvorgänge.

[ 8 ] We come now to the third part of the reflection. Our nervous system is built up by the World of Spirit. At the point where the nerves pass either into the brain or into the spine, again a reflection takes place. At this point the stream from the World of Spirit is held back in the nervous system and what we have come to know in the World of Reason penetrates through. The forces of the Hierarchies work through at this point and the World of Reason builds up for us the brain and spinal cord that lie behind the nerves. In our brain itself and its elongation, the spinal cord, we have the product of all the activity originating ultimately in the World of Reason. Anyone who is able to survey the World of Spirit clairvoyantly can find exact images of the great cosmic prototypes even in the smallest reflections in the cerebral nervous system and the spinal nervous system.

[ 9 ] Ganz durch uns durch aber geht, ohne daß wir sie aufhalten können, dasjenige, was wir die Urbilderwelt nennen, die Welt der geistigen Urbilder der Dinge. Wodurch können wir denn im gewöhnlichen Leben ein Bewußtsein von irgend etwas haben? Dadurch, daß wir es aufhalten können. Wir bekommen ein Bewußtsein von einem Teil der elementarischen Welt, indem wir einen Teil der elementarischen Welt aufhalten. Wir sind selber ein Produkt dieser elementarischen Welt in unseren Sinnesorganen. Wir werden uns unserer Sinne bewußt, indem wir einen Teil der elementarischen Welt aufhalten. Wir sind ein Produkt der geistigen Welt in unseren Nerven. Wenn wir uns unserer Nerven bewußt werden, werden wir uns in gewisser Weise der geistigen Welt bewußt, natürlich nur in Abbildern, indem wir einen Teil der geistigen Welt aufhalten. Was kennt denn der Mensch von der elementarischen Welt? Er kennt von der elementarischen Welt dasjenige, was ihm durch die Sinne widergespiegelt wird. Und was kennt der Mensch von der geistigen Welt? Er kennt das, was ihm seine Nerven widerspiegeln, das ist das, was man gewöhnlich die Naturgesetze nennt. Die Naturgesetze sind nichts anderes als ein Schattenbild, ein abgeschwächtes Spiegelbild der geistigen Welt. Und das, was der Mensch als sein inneres geistiges Leben, als seine Vernunft kennt, das ist ein abgeschwächtes Spiegelbild der äußeren Vernunftwelt. Was man in unserer Sprache Intellekt, Verstand nennt, das ist ein Abbild der Vernunftwelt, aber ein schwaches, schattenhaftes Abbild.

[ 9 ] But the World of Archetypes, or Archetypal Images, streams right through us without our being able to hold it back. In what way are we able in ordinary life to be conscious of anything? By being able to hold it back. We become aware of a part of the Elementary World by holding it back. We are a product of the Elementary World in our sense-organs and in becoming aware of the activity and functioning of our senses we become aware of the Elementary World. We are a product of the World of Spirit and become aware of that world—but only in reflection—when we become aware of the world connected with our nerves. What does man know of the Elementary World? As much as is mirrored for him by the senses: light, sounds, and so forth. What does man know of the World of Spirit? Just what his nerves reflect for him. The Laws of Nature as they are usually called are nothing else than a shadowy image, a faint reflection, of the World of Spirit. And what man takes to be his inner spiritual life, his reason, is a weak reflection of the outer World of Reason; what is usually called intellect, intelligence, is a faint, shadowy reflection of the World of Reason.

[ 10 ] Was müßten wir also können, müssen wir uns jetzt fragen, wenn wir in die Lage kommen wollten, mehr zu sehen als das, was wir eben angeführt haben? Wenn wir mehr sehen wollten, so müßten wir in der Lage sein, mehr aufzuhalten. Wollten wir einen Einfluß erleiden von der Urbilderwelt, dann müßten wir die Urbilderwelt in irgendeiner Weise aufhalten können. Wir können nur dadurch physische Sinnesorgane haben, daß wir die elementarische Welt in uns einlassen und sie dann aufhalten. Dadurch bildet sich zum Beispiel unser Auge. Wir können ein Nervensystem nur dadurch haben, daß wir die geistige Welt einlassen in uns und dann aufhalten. Wir können nur dadurch eine Denkkraft haben, daß wir die Vernunftwelt einlassen und dann aufhalten. Dadurch bildet sich unser Gehirn. Sollen sich noch höhere Organe bilden, dann müssen wir die Möglichkeit haben, eine weitere, eine noch höhere Welt aufzuhalten. Wir müssen ihr etwas entgegenschicken können, wie wir in unserem Gehirn der Vernunftwelt dasjenige entgegenschicken, was sie aufhält, damit sie sich spiegelt. Der Mensch muß also etwas tun, wenn er sich höherentwickeln will. Der Mensch muß etwas tun, um eine höhere Welt aufhalten zu können, um aus ihr Kräfte zu bekommen, die sonst einfach durch ihn durchgehen. Denn die Kräfte der Urbilderwelt gehen einfach durch ihn durch. Er muß nun selber einen Spiegelungsapparat schaffen. In dem Sinn, wie das der heutige Mensch kann und soll, schafft einen solchen Spiegelungsapparat die geisteswissenschaftliche Methode, welche in der Bearbeitung der Seele behufs der Erkenntnis der höheren Welten ausgeht von der sogenannten imaginativen Erkenntnis. Was der Mensch gewöhnlich erkennt, das ist die äußere physische Welt.

[ 10 ] Of what should we have to be capable if we desired to see more than what has been described here? We should have to be able to hold back more. If we wanted to experience consciously the influence of the World of Archetypal Images we should have to be able to hold back this world in some way. It is only possible for us to have physical sense-organs—eyes, for example—by admitting the Elementary World into ourselves and then holding it back. We can only have a nervous system by admitting the World of Spirit into ourselves and then holding it back; we can only have a brain and reasoning faculty by admitting into ourselves the World of Reason and then holding it back; thereby the brain is formed. If higher organs are to be formed, it must be possible for us to hold back a still higher world. We must be able to send something towards it, as in our brain we send that which holds back the World of Reason. Thus man must do something if he wishes to develop in the true way. He must derive forces from a higher world if in the true sense he wishes to develop to a higher stage. He must do something to hold back the forces of the World of Archetypal Images which would otherwise simply pass through him. He must himself create a reflecting apparatus for that purpose. The method of Spiritual Science, starting from Imaginative Knowledge, creates such an apparatus in the way in which the man of today can and should do this. What man normally perceives and knows is the external physical world.

[ 11 ] Wenn der Mensch zu höherer Erkenntnis gelangen will, dann muß er also etwas tun, um sich zunächst höhere Organe zu schaffen. Er muß eine höhere Welt, als die Vernunftwelt ist, in sich zum Stillstand bringen, und das geschieht dadurch, daß der Mensch eine neue Tätigkeit ausführt. Sie können leicht begreifen, daß es unmöglich ist, mit demjenigen, was der Mensch im normalen Bewußtsein ausführt, zu höherer Erkenntnis zu kommen, denn was der Mensch im normalen Bewußtsein ausführt, erschöpft sich in dem, was wir angeführt haben. Der Mensch muß also etwas tun, um in sich eine neue Tätigkeit auszubilden, die nun sich der Urbilderwelt entgegenstellen und sie aufhalten kann. Das geschieht auf die Weise, daß der Mensch zum Beispiel lernt, solche inneren Erlebnisse durchzumachen, die nicht zu den gewöhnlichen Bewußtseinserlebnissen gehören. Und ein solches inneres Erlebnis, das ja eine Art typischen Erlebnisses ist, finden Sie beschrieben in meiner «Geheimwissenschaft» in dem Aufbau der Vorstellung des Rosenkreuzes.

[ 11 ] If he desires to attain higher knowledge he must do something to create for himself higher organs. He must bring a world that is higher than the World of Reason to a halt within himself, and this he does by developing a new kind of activity which can confront the World of Archetypal Images and, to begin with, hold it back. He engenders the new activity by learning to undergo inner experiences which do not occur in everyday life. A typical experience of this kind is described in the book, Occult Science—an Outline (Chapter V). It comes about by picturing the Rose-Cross. How should we proceed in order to have as a true experience within us this mental picture of the Rose-Cross?

[ 12 ] Wie geht man vor, um diese Vorstellung des Rosenkreuzes in der richtigen Weise innerlich als Erlebnis zu haben? Obwohl es auch hier in Wien schon gesagt worden ist, so soll es doch heute, weil es sich ja in unser Ganzes hineinstellen muß, noch einmal wiederholt werden. Wer einen Geistesschüler zu höheren Stufen der Erkenntnis hinaufführen will und damit zunächst einen kleinen Anfang machen will, würde sagen: Sieh dir einmal an, wie eine Pflanze aus dem Boden herauswächst. Da siehst du, wie Blatt um Blatt wächst bis zur Blüte und zur Frucht. Sie wächst so, daß du siehst, sie ist durchzogen von dem grünen Pflanzensaft. Jetzt vergleichen wir diese Pflanze mit einem Menschen. Wir wissen, daß dieser Mensch durchzogen wird von dem, was wir das Blut nennen, und wir wissen, daß im Blut der äußere Ausdruck vorhanden ist von dem, was im Menschen pulsiert als Leidenschaften, als Triebe, als Begierden und so weiter. Dadurch, daß der Mensch ein Ich-Wesen ist, erscheint er uns als ein höheres Wesen gegenüber der Pflanze. Nur ein Phantast könnte glauben — obwohl es viele solche gibt —, daß die Pflanze auch ein solches Bewußtsein hätte wie der Mensch, daß sie innerlich spiegeln könnte die äußeren Eindrücke. Nicht dadurch hat man ein Bewußtsein, daß man irgendeine Tätigkeit ausübt — das tut die Pflanze auch —, sondern dadurch, daß man die äußeren Eindrücke innerlich abspiegeln kann. Der Mensch kann das. Er hat sich also in einer gewissen Weise höher heraufgebildet als die Pflanze, die das nicht kann. Dadurch aber, daß er sich höher heraufgebildet hat, hat der Mensch in Kauf nehmen müssen in gewissem Sinn eine Art Erniedrigung, er hat in Kauf nehmen müssen die Möglichkeit zu irren. Die Pflanze irrt sich nicht, indem sie ihre Gesetze befolgt. Wir können da nicht sprechen von Irrtum. Die Pflanze hat auch nicht ein höheres und ein niederes Wesen in sich, sie hat nicht das in sich, was man nennt nach dem Niedrigen hinuntergehende Triebe, Begierden, Leidenschaften und so weiter. Wenn wir vor einer Pflanze stehen, so können wir beeindruckt sein von der Keuschheit der Pflanze, im Gegensatz zu dem, was den Menschen durchsetzt an Trieben, Begierden, Leidenschaften. So steht der Mensch mit seinem roten Blut der Pflanze gegenüber als ein Wesen, das sich zwar in seinem Bewußtsein höher hinauf entwickelt hat, das für diese Höherentwickelung aber hat in Kauf nehmen müssen ein Hinunterrücken in eine Art Erniedrigung.

[ 12 ] A pupil who aspires to be led to higher stages of knowledge would be told by his teacher to contemplate, as a beginning, how a plant grows out of the soil, how it forms stem, leaves, flower and fruit. Through the whole structure flows the green sap. Now compare this plant with a human being. Blood flows through the human being and is the outer expression of impulses, appetites and passions; because man is endowed with an Ego he appears to us as a being higher than the plant. Only a fantastic mind-although there are many such—could believe that the plant has consciousness similar to that of man and could reflect impressions inwardly. Consciousness arises, not through the exercise of activity but because an impression is reflected inwardly, and this, man—but not the plant—is able to do. Thus in a certain respect man has reached a higher stage of development than the plant but at the cost of the possibility of erring. The plant is not liable to error, neither has it a higher and a lower nature. It has no impulses or appetites that degrade it. We may well be impressed by the chastity of the plant in contrast to the impulses, desires and passions of man. With his red blood man exists as a being who, in respect of his consciousness, has developed to a higher stage than the plant but at the cost of a certain deterioration. All this would be made clear to an aspirant for higher knowledge.

[ 13 ] Das alles wird der Lehrer dem Geistesschüler klarmachen. Dann wird er hinweisen darauf, daß der Mensch nun selber erreichen muß, was ihm auf niedrigerer Stufe in der Pflanze erscheint. Der Mensch muß wiederum Herr werden über seine Triebe, Begierden und Leidenschaften, über das, was seinen Ausdruck im wallenden Blut hat. Das wird er, wenn er mit seiner höheren Natur über seine niedere Natur den Sieg davongetragen hat, wenn sein rotes Blut so keusch geworden ist, wie der grüne Pflanzensaft, der sich rötet in der roten Rose. So kann uns die rote Rose ein Symbolum dafür sein, was der Mensch werden muß, wenn er einem realen Ideal entgegenlebt, durch dessen Erfüllung seine höhere Natur Herr wird über seine niedere Natur. Wir schauen auf die Rose als ein Vorbild; sie ist ein Symbolum, ein Sinnbild des gereinigten, geläuterten Blutes. Und wenn wir uns die rote Rose vereinigen mit dem schwarzen Holzkreuz, dem abgestorbenen Holz, das uns die Pflanze übrigläßt, wenn sie abstirbt, verdorrt, dann kann uns der Kranz von roten Rosen an dem schwarzen Holzkreuz ein Symbolum sein für den Sieg der höheren Natur, der geläuterten Natur des Menschen über seine niedere Natur, die er überwinden muß. In dem schwarzen Holzkreuz haben wir das Sinnbild der überwundenen niederen Natur des Menschen, und in der roten Rose haben wir das Sinnbild des geläuterten roten Blutes. Das Rosenkreuz ist ein Sinnbild für die Entwickelung des Menschen, wie sie in der Welt vorgeht. Wir haben im Rosenkreuz nicht einen abstrakten Begriff vor uns, sondern ein Sinnbild für etwas Gefühltes, Empfundenes; wir können warm werden in unserer Seele, wenn wir so hinschauen auf die menschliche Entwickelung, wie sie dargestellt wird im Rosenkreuz.

[ 13 ] The teacher would tell him that he must now attain what, at a lower stage, the plant reveals to him; he must gain the mastery over his appetites, impulses and so forth. He will achieve this mastery when his higher nature has won the victory over the lower, when his red blood has become as chaste as the sap of the plant when it reddens in the rose. And so the red rose can be for us a symbol of what man's blood will become when he masters his lower nature. We see the rose as an emblem, a symbol of the purified blood. And if we associate the wreath of roses with the dead, black, wooden cross, with what the plant leaves behind when it dies, then we have in the Rose-Cross a symbol of man's victory of the higher, purified nature over the lower. In man, unlike the plant, the lower nature must be overcome. The red rose can be for us a symbol of the purified red blood. But the rest of the plant cannot be an emblem in this sense for there we must picture that the sap and greenness of the plant have lignified. In the black wooden cross we have therefore the emblem of the vanquished lower nature, in the roses the emblem of the development of the higher nature. The Rose-Cross is an emblem of man's development as it proceeds in the world.—This is not an abstract concept but something that can be felt and experienced as actual development. The soul can glow with warmth at the picture of development presented in the symbol of the Rose-Cross.

[ 14 ] Das zeigt Ihnen, daß der Mensch Vorstellungen haben kann, welche nichts Äußerem entsprechen. Wer nur im normalen Bewußtsein bleiben will, würde jetzt sagen: Du bist ein toller Phantast! Was hilft dieses Rosenkreuz? Vorstellungen sind unwahr, wenn sie nichts Äußeres abbilden. Nun hast du dir ein Rosenkreuz gebildet. Wo gibt es denn das? Wo wachsen rote Rosen auf dürrem Holze? So könnte jemand sagen. Aber das ist es gerade, worauf es ankommt, daß wir mit unserer Seele uns Fähigkeiten aneignen, die nicht schon im normalen Bewußtsein vorhanden sind. Wir müssen aufsteigen zu einer solchen inneren Tätigkeit, wo wir nicht bloß etwas Äußeres in uns abbilden, sondern wo wir das Äußere lebendig zu Vorstellungen verarbeiten, die in einer gewissen Beziehung zur Außenwelt stehen, aber doch nicht die Außenwelt nur abbilden. Das Rosenkreuz steht in gewisser Beziehung zur Außenwelt, aber die Art, wie es in Beziehung zur Außenwelt steht, die haben wir uns selber aufgebaut. Wir haben gefühlt das Heraufkommen von der Pflanze zu dem Menschen und das Emporsteigen des Menschen. Mit lebendiger Empfindung malen wir in unserer Vorstellung das Rosenkreuz vor uns hin. So könnten mancherlei Sinnbilder vor die Seele gestellt werden. Ich will, damit wir uns genauer verständigen, Ihnen noch ein anderes Sinnbild vor die Seele hinstellen. Blicken wir auf das gewöhnliche Leben des Menschen, wie der Mensch sich so durchlebt durch die Tage seines Lebens. Da finden wir zunächst den Wechsel von Tag und Nacht, von Wachen und Schlafen. Während des Tages haben wir eine Summe von Erlebnissen; vom Morgen bis zum Abend erleben wir alles mögliche. Fragen wir uns jetzt: Wie ist es in der Nacht? — so wissen wir auch schon aus den Vorträgen, daß da aus der geistigen Welt herausgesogen werden bestimmte Kräfte ohne unser Bewußtsein. So wie wir beim Tag Erlebnisse haben in der Bewußtheit, so haben wir bei Nacht Erlebnisse im Unbewußten. Dieser Wechsel liegt vor. Wenn wir nun manchmal zum Zweck einer gewissen Selbsterkenntnis Einkehr halten in unser Inneres und uns fragen: Wie steht es denn eigentlich mit deinem Vorwärtsschreiten? Hat dich wirklich jedes Erlebnis des Tages einen entsprechenden Ruck nach vorwärts gebracht? Hat der Mensch eigentlich Grund, zufrieden zu sein mit sich, wenn er nur ein sehr kleines Stückchen jeden Tag vorrückt dadurch, daß ihm der Tag Erlebnisse bringt und die Nacht ihm Kräfte zuführt? — Es muß von dem Menschen sozusagen recht viel erlebt werden am Tage, damit er durch diese Erlebnisse des Tages auch wirklich ein Stückchen reifer geworden ist. Man versuche sich zu fragen, wieviel man eigentlich an Reife gewonnen hat, wenn man einen Tag hindurch die Erlebnisse hat auf sich wirken lassen bei Tag und die Kräfte hat auf sich wirken lassen von der Nacht, und man wird finden, daß das Vorrücken unserer eigentlichen Wesenheit, unseres Ich, recht langsam geschieht, während verhältnismäßig viele Erlebnisse an uns vorbeigehen. Wir können uns das Erleben des Tages und das Vorrücken unserer Wesenheit in der Entwickelung etwa so vorstellen: Wir sind mit unserem Ich vielleicht nach einem Tag ein kleines Stückchen vorgeschritten, am zweiten Tag wieder ein kleines Stückchen und so fort; und das ist vielleicht schon stark übertrieben, denn viele Menschen rücken überhaupt sehr wenig vor von Tag zu Tag. Aber wenn wir nur auf die günstige Zeit unseres Lebens blicken, auf die Kindheit, so werden wir sehen, wie der Mensch als Kind außerordentlich schnell vorschreitet im Verhältnis zum späteren Leben. Es ist nicht unbegründet, wenn behauptet worden ist, daß ein Weltreisender durch alles, was er auf seinen Reisen von der Welt lernt, nicht so weit vorwärtskommt wie durch dasjenige, was er von seiner Amme gelernt hat.

[ 14 ] This shows that man can have mental pictures which do not correspond to any external reality. Those who are desirous of having normal consciousness only, where the mental pictures always represent some external reality, will speak derisively of the Rose-Cross symbol and insist that mental pictures are false if they represent no external fact. Such people will ask: wherever is there any such thing as the Rose-Cross? Do red roses ever grow on dead wood?—But the whole point is that we shall acquire a faculty of soul that is not present in normal consciousness; that we shall become capable of elaborating mental images and conceptions which have a certain relation to the outer world but yet are not replicas of it. The Rose-Cross is related in a certain respect to the outer world, but it is we ourselves who have created the nature of this relationship. We have contemplated the plant and the ascendancy attained by man and we picture this to ourselves in the image of the Rose-Cross. Then we inscribe this symbol into our world of mental pictures and ideas. The same could be done with other symbols. In order that we may understand one another fully, I will speak about another symbol. Let us think of the ordinary life of a man through the days of his existence. Day alternates with night, waking with sleeping. During the day we have a number of experiences; during the night, without our being conscious of it, forces are drawn from the spiritual world. Just as we have experiences in our conscious life, in the night we have experiences in the subconscious region of our being. If with the object of acquiring knowledge we take stock of our inner life from time to time, we certainly ask ourselves the question: What progress am I making? Has every experience during the day actually brought me a step forward?—There are grounds for a man to feel satisfied if he makes only a slight advance every day, having his daily experiences and deriving new strength at night. A great deal must, of course, be experienced every day if he is actually to become more mature. Ask yourselves what progress you have made in this respect in a single day. You will find that in spite of innumerable experiences the advance made by the Ego from one day to the next is a very slow process in many cases and a great many experiences are unnoticed. If, however, we look back to the most favourable period of our life, to childhood, we see how rapidly the child advances in comparison what is achieved in later life. There are good grounds for stating that a traveler who devotes his whole energies to journeys round the globe in order to make progress through the acquisition of knowledge does not advance as far as a child advances through what he has learned from his nurse.

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[ 15 ] Wir können das Vorwärtsschreiten des Ich in Etappen durch eine Zeichnung darstellen. Der senkrechte Stab ist der Fortschritt, die gebogene Linie, die sich darum windet, sind die Erlebnisse des Tages. Wir haben viele Erlebnisse während des Tages; diese bringen uns nur bis dahin (Schnittpunkt). Dann haben wir am nächsten Tag wieder viele Erlebnisse; die bringen uns nun wiederum ein solches Stück vorwärts. Nehmen wir jetzt die Kräfte, die in der Nacht auf uns ausgeübt werden, so können wir diese durch die punktierte Linie darstellen. So können wir dieses Vorwärtsschreiten des Menschen im Verhältnis zu seinem Erleben darstellen als einen Stab, auf dem sich hinaufwinden zwei Schlangen, eine helle und eine dunkle. Die helle Schlange würde bezeichnen die Tageserlebnisse, die dunkle die Nachtkräfte. Wir haben da etwas wie ein Sinnbild für das menschliche Leben vor uns.

[ 15 ] The advance made by the Ego can be indicated by a serpentine spiral. Two serpent forms, one light and one dark, wind around a vertical staff. The light curves represent the experiences of the day, the dark curves the forces working during the night. The vertical line indicates the advances made. Here, then, we have a different symbol representing the life of man.

[ 16 ] Wir können komplizierte und einfache Sinnbilder uns bilden. Ein ganz einfaches wäre, wenn wir uns hingeben der Betrachtung einer aufkeimenden Pflanze, wie sie in die Höhe wächst bis zur Fruchtbildung, wie sie dann von einer gewissen Stufe an dem Verdorren entgegengeht, bis zuletzt alles Äußere außer dem Samen verschwunden ist. So würden wir uns das ganz einfache Sinnbild vorstellen können von der aufwärtssteigenden Entwickelung der Pflanze und ihrem Abwärtssteigen bis zum Wiederverdorren. In dieser Linie würden wir ein einfaches Sinnbild haben für dasjenige, was in der wachsenden und verdorrenden Pflanze geschieht.

[ 16 ] We can make both complicated and simple symbols. The following would be an example of a simple one.—If we concentrate on a plant growing until the seed is formed and then gradually withering until everything except the seed has vanished, we can visualise this as a quite simple symbol of growth and decay.

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[ 17 ] Im Rosenkreuz haben wir ein Symbolum für die Entwickelung des Menschen vom niederen zum höheren Wesen, und im Merkurstab haben wir ein Symbolum für das Vorrücken des Ich durch die Erlebnisse des Tages und der Nacht. So könnten wir Sinnbild für Sinnbild entwickeln. Alle diese Sinnbilder bilden nichts Äußeres ab, aber wenn wir uns ihnen hingeben, wenn wir uns in innerer Versenkung der Bedeutung dieser Sinnbilder hingeben, die nichts Äußeres abspiegeln, dann bearbeiten wir unsere Seele so, daß sie gewöhnt wird an innere Tätigkeiten, die sie sonst nicht ausübt. Und die Summe dieser inneren Tätigkeiten bildet endlich eine Art von innerer Kraft, wodurch wir zurückhalten können dasjenige, was wir die Welt der Urbilder nennen.

[ 17 ] In the Rose-Cross we have a symbol of man's development from his present stage to his purification; in the Staff of Mercury we have a symbol of man's development through the experiences of day and night and the advance made by the Ego.—Symbol after symbol can be created in this way. None of them mirrors any external reality; but by surrendering ourselves in inner contemplation to the meaning of these symbols, we accustom our soul to activities which it does not otherwise exercise. These activities finally engender an inner force which enables us to hold back the World of Archetypes or Archetypal Images in the same way as we have held back the other worlds.

[ 18 ] Es brauchen die Sinnbilder nicht bloß solche zu sein, die man als Bilder vor Augen hat, sondern es können auch Worte sein, in denen zusammengedrängt werden tiefe Weltenwahrheiten. Wenn große, umfassende Weltenwahrheiten in sinnbildlichen Sätzen zum Ausdruck kommen, dann haben wir auch einen solchen Stoff, wodurch wir die Substanz unserer Seele formen können. Durch solche Arbeit an sich selber bildet der Mensch bewußt dasjenige, was sonst ohne sein Zutun die äußere Welt an ihm getan hat, indem aus der Vernunftwelt heraus sein Gehirn, aus der geistigen Welt heraus sein Nervensystem, aus der elementarischen Welt seine Sinnesorgane geformt wurden. Der Mensch formt sich selber die Organe, die über seinem Gehirn stehen, die aber äußerlich nicht sichtbar sind, weil sie außer der Welt des Physischen liegen. Für das gewöhnliche, normale Bewußtsein können diese Organe nicht wahrnehmbar sein. Geradeso wie aus der elementarischen Welt heraus die Augen gebildet werden, aus der geistigen Welt heraus das Nervensystem und aus der Vernunftwelt heraus das Gehirn des Menschen, so wird aus der Urbilderwelt heraus dasjenige gebildet, was wir nun die höheren Sinnesorgane nennen, jene Organe, die uns nach und nach befähigen werden, in die geistigen Welten hineinzuschauen. Diese Sinnesorgane werden, weil sie auftreten wie aus dem Menschen heraussprießende geistige Blütengebilde, Lotosblumen genannt oder auch geistige Räder oder Chakrams.

[ 18 ] The symbols need not only be pictorial; they may also consist of words into which profound cosmic truths are compressed. When cosmic truths are compressed into symbolical sentences we have there a force by means of which we can mould the substance of our soul. By working thus upon himself man consciously builds up that which the external world has otherwise accomplished in him without his aid, forming his brain out of the World of Reason, his nervous system out of the World of Spirit, his sense-organs out of the Elementary World. He himself builds organs higher than the brain, organs which are not outwardly visible to normal consciousness because they lie in a realm beyond the physical. Just as the eyes have been formed out of the Elementary World, the nerves out of the World of Spirit, the brain out of the World of Reason, go out of the World of Archetypal Images higher spiritual organs are formed and moulded, organs which gradually enable us to penetrate into the higher world and to look into it. These organs simply represent a development and continuation of the activity carried out at a lower stage. These higher organs of perception appear in the shape of spiritual flower-forms budding forth from man and are therefore called ‘lotus-flowers’, or also spiritual ‘wheels’ or ‘chakrams’.

[ 19 ] So kann in der Tat für das hellsichtige Bewußtsein bei demjenigen Menschen, der solche Übungen macht, wie sie beschrieben worden sind, etwas wie neue Organe sichtbar werden, die nicht mit dem gewöhnlichen Bewußtsein gesehen werden. Es kann gebildet werden in der Stirnmitte etwas, was wie ein Rad oder wie eine Blume sich entfaltet und was wir die zweiblätterige Lotosblume nennen. Diese zweiblätterige Lotosblume ist etwas wie ein geistiges Sinnesorgan. Wie die physischen Sinnesorgane da sind, um uns die physische Welt, die uns umgibt, zum Bewußtsein zu bringen, so sind diese geistigen Sinnesorgane da, um diejenige Welt zum Bewußtsein zu bringen, die man mit dem gewöhnlichen, normalen Bewußtsein nicht sehen kann. Eigentlich sind es aus der Seele des Menschen hervorsprießende Kräfte und Kraftsysteme, die diese Organe bilden. Eine zweite Lotosblume ist in der Gegend des Kehlkopfes auszubilden, eine dritte in der Herzgegend und so weiter. Solche geistigen Sinnesorgane — in dem Wort liegt ja natürlich ein Widerspruch, aber wir haben keinen passenderen Ausdruck in der heutigen Sprache, die für die physisch-sinnliche Welt geprägt ist — bildet man aus durch inneres Erfülltsein, durch geduldiges und energisches immer von neuem Frfülltsein mit solchen sinnbildlichen Vorstellungen, die nichts Äußeres abbilden, sondern die in einer Weise, die sich unterscheidet von dem gewöhnlichen Erleben des Bewußtseins, in unserer Seele wirken und durch die wir Kräfte aus der Seele heraus aufrufen, die sich nun entgegenstemmen der Urbilderwelt.

[ 19 ] In anyone who practises such exercises, new organs may actually become visible to clairvoyant consciousness. For example, one unfolds like a wheel or flower in the middle of the forehead. This is the two-petalled lotus-flower; it is a spiritual sense-organ. Just as a physical sense-organ exists in order to bring to our consciousness the world around us, so do the spiritual sense-organs exist in order to bring to our consciousness the world which cannot be seen with normal physical eyes. These so-called lotus-flowers are forces and systems of forces which bud from man's soul. A second organ of this kind may be formed in the region of the larynx, another near the heart, and so on. These spiritual sense-organs—the word inevitably implies a contradiction but there is no better expression in modern language which is coined for the physical world—these spiritual sense-organs can be cultivated by the patient and vigorous practice of immersing oneself in symbolic mental pictures which are not pictures of anything in the external world and which in this respect differ from the mental pictures of ordinary consciousness in that they do not mirror anything external but work in the soul and produce forces which can hold back the World of Archetypal Images just as eyes, nerves and brain hold back the other worlds that are around us.

[ 20 ] Nun genügt es aber nicht, daß wir bloß bis hierher gehen, denn zu sehen ist da noch nichts. Derjenige, der schon schauen kann, kann am Menschen, der sich so entwickelt, die betreffenden Sinnesorgane sehen; aber diese höheren Sinnesorgane, die sich da ausbilden, müssen sich erst weiter zum hellsichtigen Schauen entwickeln. Sie sind bis jetzt erst geformt aus einer höheren Welt heraus als diejenigen Welten sind, die sonst an uns bilden. Nun kommt der zweite Akt, durch den vorbereitet wird das eigentliche Schauen. Diese Vorbereitung für das eigentliche Schauen geschieht dadurch, daß derjenige, der die imaginative Erkenntnis, also die Ausbildung der Lotosblumen erreicht hat, jetzt zu einer höheren Stufe innerer Seelenarbeit übergeht. Diese ist etwas schwieriger als die erste. Die erste Stufe besteht darin, daß der Mensch möglichst viel sinnbildliche Vorstellungen in sich ausbildet, sinnbildliche Vorstellungen, welche in jeder Schule der Geistesforschung gegeben werden können entsprechend der Individualität des Geistesschülers, so daß er nach und nach mit Geduld und Ausdauer seine geistigen Sinnesorgane entwickelt. Die nächste Stufe besteht darin, daß der Mensch, nachdem er sich eine gewisse Fertigkeit entwickelt hat in dem Vorstellen solcher Bilder, dann in die Lage kommt, diese Bilder aus dem Bewußtsein fortzuschaffen, auszuschalten und nur auf dasjenige in ihm selber Rücksicht zu nehmen, was diese Bilder geschaffen hat. Nicht wahr, es hat eine gewisse Tätigkeit in uns geherrscht, als wir die Vorstellung des Rosenkreuzes gebildet haben. Wir haben auf die Pflanze und auf den Menschen gesehen, haben auf eine ferne Zukunft gesehen und haben uns aus unserem Seelenvermögen heraus erst dieses Sinnbild aufgebaut. Nehmen wir an, wir lassen jetzt dieses Sinnbild ganz verschwinden. Schaffen wir es weg aus unserem Bewußtsein, das Rosenkreuz oder auch den Merkurstab, und fragen wir uns: Wie haben wir es gemacht, daß wir diese Bilder bekommen haben? — Sehen wir auf unsere eigene Tätigkeit, ohne auf das Produkt dieser Tätigkeit zu sehen! Das ist schwieriger. Also wir sehen ab von den Sinnbildern und sehen auf unsere die Sinnbilder schaffende Tätigkeit hin. Das ist ein Ablenken der Aufmerksamkeit auf sich selber. Man denkt sich, nachdem man ein Sinnbild geschaffen hat: Wie hast du das gemacht? — Was man getan hat, um es zustande zu bringen, stellt man sich vor. Die meisten Menschen werden viele, viele Versuche machen müssen, um von dem Sinnbilde auf die sinnbildschaffende Tätigkeit zu kommen. Der Mensch muß sich damit vertraut machen, daß er sich sagt: Wenn ich das Sinnbild wegschaffe, habe ich gar nichts mehr. — Das wird lange, lange dauern. Immer wieder und wieder wird man sich die Sinnbilder schaffen müssen, um sie dann fortzulassen und dann das erleben zu können, was sinnbildschaffende Tätigkeit ist.

[ 20 ] But to have arrived at this point is not enough. Anyone possessed of the faculty of clairvoyant vision can perceive these higher sense-organs in man. But these organs themselves must now be further developed. So far they have been formed out of a world higher than those worlds out of which our human constitution is otherwise built up. Now comes the second stage, the preparation for actual vision. The form taken by the process of preparation is that anyone who has attained Imaginative Knowledge through the development of the lotus-flowers and is conscious of having attained it, now passes on to something rather more difficult, to a higher stage of inner work and effort. The first stage consists in elaborating numbers of symbolic mental pictures—which are given in every school for genuine spiritual training and vary according to a man's individuality, so that the higher sense-organs may be developed with patience and endurance. At the next stage, as soon as the man has acquired a certain skill in picturing such symbols, he must reach the point of being able to exclude the pictures from his consciousness and to concentrate only upon the force within him that has created them. In forming the picture of the Rose-Cross we took account of the plant and of man, and only afterwards built up the symbol. Now we eliminate from our consciousness this symbol as well as that of the Staff of Mercury, concentrating upon the activity we ourselves have exercised in building up the pictures. This means that we direct our attention to our own activity, ignoring the product of it. This is even more difficult. We say to ourselves after having created a symbol: How did you do this?—Most people will need to make many, many attempts in order to pass from the symbol itself to the activity which created it. The process will take a very long time. Again and again it will be necessary to create the symbols until we reach the point where we can dismiss them, in order then to experience something quite new, without seeing anything external, namely, the activity which created them.

[ 21 ] Hat man wiederum längere Zeit Übungen gemacht, so daß man es innerlich sozusagen brodeln und wirbeln spürt in sich, dann ist man schon ein Stück weitergekommen. Dann ist man so weit gekommen, daß man in der Tat den Zeitpunkt erleben kann, wo man nun nicht bloß höhere Organe, Lotosblumen hat, sondern wo man allerlei Neues aufblitzen sieht, wovon man vorher keine Ahnung hatte, wo man den ersten Einblick erhält in die geistige Welt. Jetzt ist man auf der Stufe angelangt, wo man ein neues Blickfeld hat. Das Erlebnis ist ungefähr das folgende: Man hat alles hinter sich gelassen, die gewöhnliche äußere Sinneswelt schon verlassen, man hat gelebt in der Versenkung in einer Welt von Sinnbildern, jetzt schafft man diese Sinnbilder weg, dann hat man schwarze Finsternis um sich. Nur hört jetzt das Bewußtsein nicht auf, sondern jetzt brodelt und wirbelt es von der eigenen Tätigkeit. Und dadurch ist man imstande, nun etwas Weiteres aufzuhalten. Früher hat man die Urbilderwelt aufgehalten; jetzt hält man etwas Weiteres auf, jetzt hält man dasjenige auf, was man nennen kann die Vernunftwelt, und zwar in einer anderen Weise als früher — von der entgegengesetzten Seite her. Man hält das auf, was sonst einströmt. Früher sah man bloß die Schattenbilder der Vernunftwelt in unserer eigenen Verstandestätigkeit. Jetzt sieht man diese Vernunftwelt von der andern Seite; jetzt sieht man jene Wesenheiten, die wir als die Hierarchien bezeichnet haben; jetzt belebt sich nach und nach alles.

[ 21 ] If after practising this for a long time we feel a kind of seething and eddying within us, a certain progress has been made. We can then actually experience the moment when we do not merely possess higher organs or lotus-flowers but see flashing before us a new realm of which hitherto we had no inkling; we have reached the stage where we have a new field of vision and have our first insight into the World of Spirit. The experience is as follows.—We have already left the ordinary outer world, we have lived in a world of symbols, and now we eliminate the symbols and pictures; then we have black darkness around us. Consciousness does not cease but seethes and eddies, stirred by our own activity. At an earlier stage we held back the World of Archetypal Images, now we hold back the World of Reason too, but not in the same way as before; we hold it back from the opposite side. We hold back what otherwise flows into us. Previously we saw only the shadow-pictures of the World of Reason in our own intellectual activity; now we see the World of Reason from the other side; we see the Beings known as the Hierarchies. Little by little everything now becomes filled with life.

[ 22 ] Das ist der nächste Schritt, den man zu machen hat. Aber damit ist man noch nicht fertig. Ein weiterer Schritt besteht darin, daß man nun auch von dieser seiner eigenen Tätigkeit abzusehen hat. Man hat zuerst die Bilder unterdrückt und zurückbehalten seine eigene Tätigkeit. Jetzt muß man auch von dieser eigenen Tätigkeit absehen können, jetzt muß man auch diese unterdrücken können. Da wird der Mensch wiederum merken, wie schwer das ist, wenn er die Versuche wirklich ausführt. Da wird es noch länger dauern, bis er überhaupt noch irgend etwas hat. Denn die Regel wird diese sein, daß? der Mensch, wenn er auch noch von seiner Tätigkeit absieht, nun wirklich einschläft oder in einen Zustand kommt, der dem Einschlafen gleicht. Wenn er aber noch ein Bewußtsein zurückbehält, wenn er so weit ist, daß er nun bewußt seine eigene Tätigkeit unterdrückt, dann ist er bis dahin gekommen, wo er nicht nur die Vernunftwelt zurückstaut, sondern auch die geistige Welt. Von der andern Seite sieht er dadurch die geistige Welt. Jetzt sieht er in der geistigen Welt die geistigen Tatsachen und Wesenheiten.

[ 22 ] This is the first step to be taken. But that is not all. A further step consists in acquiring the power also to suppress our own activity. First of all the pictures have been suppressed and now our own activity. If he really makes the attempt the pupil will again realise how difficult this is; it is a longer process for it will usually happen that he then falls asleep. Yet if any consciousness at all is left to him, he has advanced to the point where he holds back not only the World of Reason but the World of Spirit too. He now sees the World of Spirit from the other side and the spiritual Realities and Beings in that world.

[ 23 ] Während man nun jene Erkenntnis, die man erlangt dadurch, daß man die Bilder wegschafft und die Tätigkeit zurückbehält, die inspirierte Erkenntnis nennt, nennt man jetzt diejenige Erkenntnis, die man dadurch erhält, daß man die eigene Tätigkeit ausschalter, die intuitive Erkenntnis. Durch sie erhält man einen Einblick in die wahre Gestalt der geistigen Welt, die man sonst nur in ihren Schattenbildern in den Naturgesetzen sieht. Jetzt erhält man die Wesenheiten, die Tätigkeiten in sein Bewußtseinsfeld hinein, welche sich ausleben in den Naturgesetzen und Naturtatsachen.

[ 23 ] Whereas the previous stage of knowledge, when the activity creating the symbols is held back, is known as Inspiration (Knowledge through Inspiration), this further stage, when we also eliminate our own activity, is called Intuition. Through Intuition we glimpse the true configuration of the World of Spirit which otherwise we see only in its shadow-pictures, the laws of Nature. We now become conscious of the Beings and their activities which have their outward expression in the realities and laws of Nature.

[ 24 ] Sie sehen, daß hiermit ein Gang der Erkenntnis beschrieben ist, der etwas anders verläuft, als wenn man dem Menschen einfach das Hinuntersteigen in sich oder das Hinaustreten in die geistige Welt zum Bewußtsein bringt. Hier wird etwas vollzogen durch die Methode der geistigen Entwickelung, was den Menschen in einer ganz andern Weise in die geistige Welt hineinbringt. Diese Methode schafft ihm zuerst die Organe, indem die Urbilderwelt aufgehalten und verwendet wird zum Schaffen dieser Organe. Dann wird der Mensch durch die imaginative und die inspirierte Welt zurückgeführt bis in die geistige Welt, in die er jetzt hineinschauen kann. Wenn er bis zur intuitiven Erkenntnis vorgeschritten ist, dann kann er, wenn diese intuitive Erkenntnis sich weiterentwickelt, ganz von selber hineinkommen in dasjenige, was man nennen kann: zurückschlagen können die elementarische Welt. In das wächst er dann hinein, und zwar in einer solchen Weise, daß er nicht unvorbereitet hineinkommt, sondern mit voller Vorbereitung, weil er diese elementarische Welt wie ein Letztes vor sich sieht. Allerdings ist dieser Weg aus dem Grund ein schwieriger für viele Menschen, weil er eine große Entsagung erfordert. Denn zunächst muß ja der Mensch lange Zeit üben in Sinnbildern und muß warten, bis seine Organe sich ausbilden. Mit diesen kann er dann zunächst noch nicht sehen. Aber die heutigen Menschen sind sehr häufig darauf aus, zu sagen: Worauf es mir ankommt, ist, daß ich etwas sehe! — Sie wollen nicht einen sicheren Weg gehen, sondern vor allen Dingen einen Erfolg sehen. Der Erfolg kommt ganz gewiß, aber er muß errungen werden durch eine gewisse Entsagung. Man muß zuerst an sich selber arbeiten, um nach und nach durch diese Arbeit an sich selber, die in der geschilderten Weise stufenweise weiterschreitet, hineinzukommen in die höheren Welten. Und es ist dasjenige, was man zuerst von der Vernunftwelt und von der geistigen Welt kennenlernt, wahrhaftig etwas recht Blasses. Erst dann, wenn man aus der Vernunftwelt zurückkommt in die elementarische Welt, wenn man weit fortgeschritten ist in der intuitiven Erkenntnis, dann bekommt das alles Farbe, Glanz, weil es sich durchtränkt mit den Wirkungen der elementarischen Welt. Dann erst kann man es anschaulich schildern; die Schilderung ist erst möglich vom Gesichtspunkt der intuitiven Erkenntnis aus.

[ 24 ] We have now described a path of knowledge differing somewhat from the one that is followed when a man simply becomes conscious of entering into or passing out of the World of Spirit when he goes to sleep or wakes. This method first creates the organs in that the World of Archetypal Images is held back and its forces used for the creation of these organs that are needed by man, and then he is led through Imaginative and Inspired Knowledge into the World of Spirit into which he is now able to gaze. But when he has reached the stage of Intuitive Knowledge, he can also grow into the Elementary World in such a way as not to enter it unprepared but fully prepared, seeing it before him as a final experience. Certainly this path is a hard one for many people because it demands much renunciation. A man must first practise for a long time with symbols and wait until the requisite organs are formed. But to begin with he cannot see with these organs. It is very often the case today that people do not want to go along a sure path but above all to see something quickly, to have rapid success. Success will surely come but it must be achieved by practising a certain renunciation. First we must work upon ourselves for a long time in order little by little to find entrance into the higher worlds; and truly, what we first see of the World of Reason and of the World of Spirit is a very colourless vista. Only when we come back from these realms into the Elementary World, when we are far advanced in Intuitive Knowledge—only then does everything acquire colour and vividness, because then it is all permeated by the Elementary World and its effects. It is only from the vantage-point of Intuitive Knowledge that these things can be described.

[ 25 ] Es bedarf also einer gewissen Entsagung. Nur wenn man Freude hat an den Sinnbildern, mit Geduld und Ausdauer an der Ausbildung der Organe arbeitet, kann man einen Fortschritt empfinden, wenn man anfangs auch nur wenig von der geistigen Welt sieht. Aber wenn man Freude an dieser inneren Arbeit hat, hebt man dadurch das Gefühl der Entsagung auf. An dem subtilen Erfassen einer solchen Tätigkeit muß man Befriedigung finden. Belohnt wird man auf diesem Wege verhältnismäßig spät. Dafür ist es aber auch ein sicherer Weg, ein Weg, der bewahrt vor jeder Phantastik, vor jeder Illusion. Man steht ja schon in derjenigen Welt, die unmittelbar über unserer Welt ist, wenn man sich zur imaginativen Erkenntnis hinaufgearbeitet hat, aber man nimmt das höchstens so wahr, daß man fühlt, man hat sich etwas aus einer höheren Welt eingegliedert. Erst nach und nach kommt man zu einem wirklichen Erfassen der höheren Welten. Sie werden über den Gang der Entwickelung in die höheren Welten hinein eine Skizze finden sowohl in meiner Schrift: «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» wie auch im zweiten Teil meiner «Geheimwissenschaft». Dort sind dieselben Sachen geschildert, nur noch für eine größere Öffentlichkeit, daher manchmal kürzer gefaßt. Ich wollte heute noch auf einiges intimer hinweisen, und wenn Sie das, was heute dargelegt worden ist, hinzunehmen zu dem dort Geschilderten, so werden Sie ein noch tieferes Verständnis finden können. Auf dem Weg, der jetzt geschildert worden ist, wurde versucht zum Verständnis zu bringen, daß die Grundlagen des gewöhnlichen menschlichen Anschauens, des sinnlichen Anschauens im Mikrokosmos, Nervensystem, Gehirn, Spiegelbilder sind der Wirkungen und Wesenheiten des Makrokosmos.

[ 25 ] Moreover only when we have joy in building up the symbols, when we work with patience and perseverance at the development of the organs, can we be aware of a certain progress; but although at the beginning we see only little of the higher worlds, it is a sure path and one that protects us from illusions. The reward comes only later, but it is a path that is a safeguard against idle phantasy. If we have worked our way to the stage of Imaginative Knowledge, we already stand in the world immediately above our own; and we feel that we have membered into ourselves something from a higher world. Then we gradually rise to higher and higher stages and finally achieve a real understanding of the higher worlds. You will find an outline of this process of development in the book, Knowledge of the Higher Worlds and Its Attainment and in the later part of the book, Occult Science—an Outline. The accounts given there are intended for a rather wider public and are therefore somewhat condensed. I wanted today to speak of certain more intimate matters which will add something to what is contained in those books on the subject of the path to higher knowledge.

[ 26 ] Es wurde gezeigt, wie schon, bevor wir selber anfangen an uns zu arbeiten, um einen höheren Menschen in uns auszubilden, an uns gewirkt und gewebt worden ist, um den gewöhnlichen Menschen auszubilden. Wir haben gesehen, daß wir förmlich nun jene Tätigkeit fortsetzen, welche an uns schon geleistet worden ist. Wie unser physischer Mensch aus den höheren Welten heraus gebaut worden ist, so bauen wir unseren geistigen Menschen aus uns selber heraus. Wir entsteigen uns selber, indem wir so in der Entwickelung fortschreiten. Niemandem kann es wunderbar erscheinen, der den Begriff der Entwickelung ernst und ehrlich nimmt, daß ein solches Weiterschreiten in der Entwickelung möglich ist. Wer glaubt, daß das, was heute da ist, von früheren Stufen des Daseins zu den heutigen sich emporgerungen hat, der muß zugeben, daß die Entwickelung auch weitergeführt werden kann. Weil der heutige Mensch aber ein bewußtes Wesen geworden ist, so muß er auch bewußt seine Entwickelung in die Hand nehmen. Wir haben gesehen, daß der Mensch dasjenige, was als Entwickelungsweg geschildert worden ist, bei vollem Bewußtsein ausführen kann. Wenn er einen Lehrer braucht, dann braucht er ihn nicht mehr so, wie das der Fall war bei den älteren Methoden, wo der Lehrer oder Führer demjenigen, den er führt, etwas abnimmt oder zufließen läßt, wo also der Geführte unselbständig wird. Wir haben heute einen Weg kennengelernt, welcher dem modernen Menschheitsbewußtsein wahrhaft entspricht. Denn wer heute diesen Weg geht, vertraut sich einem Geisteslehrer in keinem anderen Sinn an, als man sich, sagen wir, einem Mathematiklehrer anvertraut. Man setzt voraus, daß der Lehrer mehr weiß als man selber. Wenn man nicht voraussetzen würde, daß der Lehrer mehr weiß als man selber, so wäre es doch höchst überflüssig, zu ihm zu gehen. In demselben Sinn vertraut man sich einem Führer an, der nichts anderes gibt als Anleitungen, als ein Sinnbild; dann merkt man schon an der Wirkung, wozu einen dieses Sinnbild bringt. Schritt für Schritt bleibt man sozusagen sein eigener Herr. Man befolgt die Anweisungen des Geisteslehrers, wie man die Anweisungen des Mathematiklehrers befolgt, der eine Aufgabe gibt, nur daß man mit seiner ganzen Seele die Anweisungen des Geisteslehrers befolgt, während man ein mathematisches Problem nur mit seinem Verstande löst. Das ist das Wesen der neuen Initiationsmethode, daß sie der Selbständigkeit des Menschen im höchsten Maße Rechnung trägt, daß der Guru nicht mehr im alten Sinne ein Guru ist, sondern nur in dem Sinne, daß der Führer Ratschläge gibt: So soll man es machen, um in der entsprechenden Weise vorwärts zu kommen.

[ 26 ] I have tried to make it clear that in the Microcosm, in the nervous system, in the brain, men are mirror-images of the activities and Beings of the Macrocosm. It has been shown that before we begin to work on ourselves in order to unfold higher qualities, other work has already been applied to our development as human beings. We have realised that we are actually only continuing the work that has already been applied to us. Just as our physical constitution has been built up out of the higher worlds, so do we ourselves build up our ‘spiritual man’. We transcend our ordinary selves by advancing in our development. Nobody who takes the concept of evolution seriously can doubt that such further development is possible. Those who believe that what is actually there has risen from earlier Stages of existence to the present one must also admit that development can go forward. But because man has become a conscious being, he must also take his development consciously in hand. And he can tread in full consciousness the path of development that has been described. If he needs a teacher, he no longer needs him—as was the case when the old methods were in use—as one who takes something away from him or allows something to stream to him; in such circumstances those who were guided by the teacher were not independent. Today we have been learning about a path entirely in keeping with the consciousness of modern humanity, for one who takes this path entrusts himself to another in no other sense than a pupil entrusts himself to a tutor in mathematics. If he did not assume that the tutor knows more than he knows himself, he certainly would not go to him. In the same sense we entrust ourselves to a leader or teacher who gives us nothing more than indications. At every step we remain our own master while scrupulously following the indications given. We follow the indications given by the teacher as we should do in the case of those given by a tutor in mathematics, only now our whole soul is engaged; it is not a matter of applying our intellect to the solution of a mathematical problem. It is the essence of the new method of Initiation that it takes account first and foremost of the independence of the human being; the Guru is no longer a Guru in the old sense but only in the sense that he gives advice as to how progress can be made.

[ 27 ] Die aufeinanderfolgenden Zeiträume ändern sich so, daß der Mensch immer neue Stadien durchmacht. Deshalb müssen sich auch die Methoden der Einweihung ändern. Für die älteren Zeiten waren andere Initiationsmethoden notwendig als für die heutige Zeit. Für den heutigen Menschen ist die Methode, die ich Ihnen geschildert habe, die entsprechende. Sie wird nach dem wichtigsten Symbol die Rosenkreuzerschulung genannt. Es gibt viele Symbole, aber das Rosenkreuz ist das wichtigste, weil es ein Sinnbild ist für die menschliche Entwickelung selber. Diese rosenkreuzerische Methode ist die eigentliche moderne Initiationsmethode, die imstande ist, den heutigen Menschen in angemessener und richtiger Weise in die höheren Welten hineinzuführen.

[ 27 ] The successive epochs change and man is constantly passing through new stages of existence. The methods for promoting development must therefore also change. Different methods were necessary in earlier times. The method called the Rosicrucian after its most important symbol is the one most appropriate and fitting for the soul of modern man.

[ 28 ] Wir haben zunächst nur eine Skizze davon gegeben. Morgen werden wir beschreiben müssen, wie der Mensch, wenn er Schritt für Schritt an sich arbeitet, in die höheren Welten hineinwächst und wie sie ihm nach und nach erscheinen. Was der Mensch an sich zu tun hat, haben wir heute geschildert. Was aus dem Menschen wird und was ihm erscheint, davon dann morgen.

[ 28 ] A mere outline has been given today. To-morrow we shall describe how man, if he works upon himself, grows step by step into the higher worlds and how they are gradually revealed to him. We have described what man has to do in order to apply the new methods and tomorrow we shall speak of what he becomes and what is eventually revealed to him.