Esoteric Christianity and the
Spiritual Guidance of Humanity
GA 130
17 June 1912, Hamburg
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Das esoterische Christentum und die geistige Führung der Menschheit, 5th ed.
19. Zur Einweihung des Christian-Rosenkreutz-Zweiges
19. Zur Einweihung des Christian-Rosenkreutz-Zweiges
[ 1 ] Wir sind hier versammelt, um den Segen derjenigen spirituellen Mächte zu erbitten, welche über unserer theosophischen Bewegung stehen, den Segen für eine Arbeitsgruppe, welche sich zu innigster Befriedigung eine Arbeitsstätte geschaffen, die durch die mannigfaltigsten Symbole die Impulse unseres Wollens ausdrückt: nämlich der Ergebung an die spirituellen Mächte, den Willen, ihnen in der rechten Weise zu dienen. Viel Arbeit des Geistes und der Seele ist verwendet worden, um diese Räume würdig auszustatten. Die Mitglieder werden umgeben von diesen Symbolen stets den richtigen Antrieb für ihre Arbeit erhalten; diejenigen aber, die herbeigeeilt sind, um die Eröffnung mitzuerleben, werden eine bleibende Erinnerung mitnehmen, so auch diejenigen, welche immerfort, um kräftigende Antriebe hierher zu senden, im Geiste verbunden sind mit denen, die sich hier eine Arbeitsstätte gesucht haben.
[ 1 ] Wir sind hier versammelt, um den Segen derjenigen spirituellen Mächte zu erbitten, welche über unserer theosophischen Bewegung stehen, den Segen für eine Arbeitsgruppe, welche sich zu innigster Befriedigung eine Arbeitsstätte geschaffen, die durch die mannigfaltigsten Symbole die Impulse unseres Wollens ausdrückt: nämlich der Ergebung an die spirituellen Mächte, den Willen, ihnen in der rechten Weise zu dienen. Viel Arbeit des Geistes und der Seele ist verwendet worden, um diese Räume würdig auszustatten. Die Mitglieder werden umgeben von diesen Symbolen stets den richtigen Antrieb für ihre Arbeit erhalten; diejenigen aber, die herbeigeeilt sind, um die Eröffnung mitzuerleben, werden eine bleibende Erinnerung mitnehmen, so auch diejenigen, welche immerfort, um kräftigende Antriebe hierher zu senden, im Geiste verbunden sind mit denen, die sich hier eine Arbeitsstätte gesucht haben.
[ 2 ] Innerhalb einer solchen Strömung zu stehen, wie unsere theosophische Bewegung es ist, müssen wir als eine Gnade spiritueller Mächte betrachten, denn in die Zukunft hinein ist diese theosophische Bewegung eine Notwendigkeit, und wir dürfen zuerst in dieser Strömung stehen, die einfließen muss in die zukünftige Menschheitsentwicklung, wenn sie nicht vertrocknen, verdorren soll. Man sieht als Okkultist, dass eine solche Befruchtung unumgänglich ist. Und dass gerade wir uns verpflichtet fühlen dürfen, bei dieser Befruchtung hilfreiche Hand zu leisten, das wollen wir als eine Gnade betrachten.
[ 2 ] Innerhalb einer solchen Strömung zu stehen, wie unsere theosophische Bewegung es ist, müssen wir als eine Gnade spiritueller Mächte betrachten, denn in die Zukunft hinein ist diese theosophische Bewegung eine Notwendigkeit, und wir dürfen zuerst in dieser Strömung stehen, die einfließen muss in die zukünftige Menschheitsentwicklung, wenn sie nicht vertrocknen, verdorren soll. Man sieht als Okkultist, dass eine solche Befruchtung unumgänglich ist. Und dass gerade wir uns verpflichtet fühlen dürfen, bei dieser Befruchtung hilfreiche Hand zu leisten, das wollen wir als eine Gnade betrachten.
[ 3 ] Die Zeit zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert brachte die Wellen des Materialismus, der auch eine Notwendigkeit ist, wenn er auch nur Segnungen bringen konnte, die für die physische Welt notwendig sind. Nur wenige unter den führenden Geistern der neueren Zeit konnten verstehen, dass aus den notwendigen, aber auch hinabziehenden Banden des Materialismus wieder ein Aufstieg ersprießen muss.
[ 3 ] Die Zeit zwischen dem sechzehnten und neunzehnten Jahrhundert brachte die Wellen des Materialismus, der auch eine Notwendigkeit ist, wenn er auch nur Segnungen bringen konnte, die für die physische Welt notwendig sind. Nur wenige unter den führenden Geistern der neueren Zeit konnten verstehen, dass aus den notwendigen, aber auch hinabziehenden Banden des Materialismus wieder ein Aufstieg ersprießen muss.
[ 4 ] Die theosophische Bewegung ist die Ausgießung von spirituellen Kräften und Wahrheiten aus höheren Welten herunter. Wissen sollten die Menschen wieder Dinge, welche seit Jahrtausenden überdeckt waren.
[ 4 ] Die theosophische Bewegung ist die Ausgießung von spirituellen Kräften und Wahrheiten aus höheren Welten herunter. Wissen sollten die Menschen wieder Dinge, welche seit Jahrtausenden überdeckt waren.
[ 5 ] Wenn wir prüfen wollen, wie die Bewegung beschaffen ist, in der wir stehen, so können wir das bedeutsamste Kennzeichen herausfinden. Es ist, wie wenn der schönste und echteste Menschheitsgeist in ihr gewirkt hätte, denn drei Punkte, in der richtigen Weise gefühlt, geben sogleich die Vorstellung, dass es sich um etwas handelt, was ganz im Sinne der Forderungen unserer Zeit ist. Diese drei Punkte sagen nichts Geringeres, als dass eine spirituelle Bewegung in die Welt geleitet werden soll, an der jeder Mensch teilhaben kann. Die allgemein menschlichste Strömung ist charakterisiert, wenn es heißt: Es bildet diese Gesellschaft den Kern einer allgemein menschlichen Verbrüderung — und so weiter. Das sagt nichts Geringeres als: Auf der Erde kann es keinen Menschen geben, der nicht Mitglied dieser Gesellschaft werden könnte. - Über die Erde hin aber sind verbreitet die mannigfaltigsten Bekenntnisse und Philosophien. Diese können nicht alle Irrtümer sein. Wer das behauptete, würde die weise Weltenlenkung anklagen. Es kann also sich nur darum handeln, den objektiven Kern aller Weltanschauungen zu suchen, der zu gegenseitigem Verständnis führt. Als etwas wie eine Devise ist hervorgewachsen aus diesen Prinzipien der Satz: «Keine Religion steht höher als die Wahrheit.» Das Streben nach der Wahrheit kann alle Menschen zusammenführen, denn sie wird das gegenseitige Verständnis fördern. Dann ist im Grunde der dritte Grundsatz schon da. Aber man könnte sagen, die Materialisten seien von der Gesellschaft doch ausgeschlossen. Sie sind es nur dann, wenn ihnen ihr materialistischer Glaube höher steht als das Suchen nach den Kräften, die allen Erscheinungen zugrunde liegen. Nicht wir schließen den Materialisten aus, denn keiner, der ernstlich suchen wollte, ist stehen geblieben auf dem materialistischen Standpunkt. Er schließt sich also nur selber aus, weil er nicht suchen will nach der Wahrheit. Unsere Bewegung bedarf keiner anderen Grundsätze, denn wenn alles richtig aufgefasst wird, kann es keinerlei Missbrauch und Ausartung innerhalb der theosophischen Bewegung geben, denn cs wird in ihr zusammengefasst das große Ideal von Seelenharmonie und Seelenfrieden. Machen wir es uns klar, wie Frieden und Harmonie über die Welt hingetragen werden kann.
[ 5 ] Wenn wir prüfen wollen, wie die Bewegung beschaffen ist, in der wir stehen, so können wir das bedeutsamste Kennzeichen herausfinden. Es ist, wie wenn der schönste und echteste Menschheitsgeist in ihr gewirkt hätte, denn drei Punkte, in der richtigen Weise gefühlt, geben sogleich die Vorstellung, dass es sich um etwas handelt, was ganz im Sinne der Forderungen unserer Zeit ist. Diese drei Punkte sagen nichts Geringeres, als dass eine spirituelle Bewegung in die Welt geleitet werden soll, an der jeder Mensch teilhaben kann. Die allgemein menschlichste Strömung ist charakterisiert, wenn es heißt: Es bildet diese Gesellschaft den Kern einer allgemein menschlichen Verbrüderung — und so weiter. Das sagt nichts Geringeres als: Auf der Erde kann es keinen Menschen geben, der nicht Mitglied dieser Gesellschaft werden könnte. - Über die Erde hin aber sind verbreitet die mannigfaltigsten Bekenntnisse und Philosophien. Diese können nicht alle Irrtümer sein. Wer das behauptete, würde die weise Weltenlenkung anklagen. Es kann also sich nur darum handeln, den objektiven Kern aller Weltanschauungen zu suchen, der zu gegenseitigem Verständnis führt. Als etwas wie eine Devise ist hervorgewachsen aus diesen Prinzipien der Satz: «Keine Religion steht höher als die Wahrheit.» Das Streben nach der Wahrheit kann alle Menschen zusammenführen, denn sie wird das gegenseitige Verständnis fördern. Dann ist im Grunde der dritte Grundsatz schon da. Aber man könnte sagen, die Materialisten seien von der Gesellschaft doch ausgeschlossen. Sie sind es nur dann, wenn ihnen ihr materialistischer Glaube höher steht als das Suchen nach den Kräften, die allen Erscheinungen zugrunde liegen. Nicht wir schließen den Materialisten aus, denn keiner, der ernstlich suchen wollte, ist stehen geblieben auf dem materialistischen Standpunkt. Er schließt sich also nur selber aus, weil er nicht suchen will nach der Wahrheit. Unsere Bewegung bedarf keiner anderen Grundsätze, denn wenn alles richtig aufgefasst wird, kann es keinerlei Missbrauch und Ausartung innerhalb der theosophischen Bewegung geben, denn cs wird in ihr zusammengefasst das große Ideal von Seelenharmonie und Seelenfrieden. Machen wir es uns klar, wie Frieden und Harmonie über die Welt hingetragen werden kann.
[ 6 ] Der Christ, der nicht Theosoph geworden ist, wird wenig Verständnis haben für das, was den Buddhisten erhebt zu den höheren Welten. Der Christ aber, der Theosoph wurde, muss sich bemühen, ihn zu verstehen, er empfindet es als Pflicht auf Grund der Leitsätze der theosophischen Bewegung, die er anerkennt. Und es wird dem Christen klar, dass das Leben des Gautama Buddha auf Erden etwas bedeutet hat, wenn er weiß, dass ein Mensch unzählige Verkörperungen durchgemacht haben muss, ehe er zum Buddha werden kann. Der Buddhist weiß, dass Buddha nach der Erlangung der Buddha-Würde nicht mehr wiederzukehren braucht auf die Erde. In Kristiania ist auf die Mission des Gautama Buddha hingedeutet worden. Es wurde gezeigt, wie diese Seele eine besondere Aufgabe auf dem Mars zu lösen hat. Der Buddha hat auf der Erde die Vorstufe durchgemacht, um unter den Marsmenschen eine ähnliche Rolle zu spielen wie der Christus auf Erden - nicht durch eine Art Mysterium von Golgatha, nicht durch das Hindurchgehen durch einen Tod, denn die Marsmenschen haben andere Lebensbedingungen als die Erdenmenschen. Dem Okkultisten ist es also klar, dass der Glaube der Buddhisten, dass der Gautama Buddha nicht in einem physischen Leibe auf die Erde wiederzukchren braucht, seine volle Begründung hat. Wir bekämpfen also nicht mehr ihre Überzeugung, das, was ihrem Herzen so naheliegt, sondern wollen ihnen tiefstes Interesse entgegenbringen.
[ 6 ] Der Christ, der nicht Theosoph geworden ist, wird wenig Verständnis haben für das, was den Buddhisten erhebt zu den höheren Welten. Der Christ aber, der Theosoph wurde, muss sich bemühen, ihn zu verstehen, er empfindet es als Pflicht auf Grund der Leitsätze der theosophischen Bewegung, die er anerkennt. Und es wird dem Christen klar, dass das Leben des Gautama Buddha auf Erden etwas bedeutet hat, wenn er weiß, dass ein Mensch unzählige Verkörperungen durchgemacht haben muss, ehe er zum Buddha werden kann. Der Buddhist weiß, dass Buddha nach der Erlangung der Buddha-Würde nicht mehr wiederzukehren braucht auf die Erde. In Kristiania ist auf die Mission des Gautama Buddha hingedeutet worden. Es wurde gezeigt, wie diese Seele eine besondere Aufgabe auf dem Mars zu lösen hat. Der Buddha hat auf der Erde die Vorstufe durchgemacht, um unter den Marsmenschen eine ähnliche Rolle zu spielen wie der Christus auf Erden - nicht durch eine Art Mysterium von Golgatha, nicht durch das Hindurchgehen durch einen Tod, denn die Marsmenschen haben andere Lebensbedingungen als die Erdenmenschen. Dem Okkultisten ist es also klar, dass der Glaube der Buddhisten, dass der Gautama Buddha nicht in einem physischen Leibe auf die Erde wiederzukchren braucht, seine volle Begründung hat. Wir bekämpfen also nicht mehr ihre Überzeugung, das, was ihrem Herzen so naheliegt, sondern wollen ihnen tiefstes Interesse entgegenbringen.
[ 7 ] Wenn der Buddhist Theosoph geworden ist, so lernt er erkennen, was dem Christen das Heiligste ist. Er erkennt, dass in der Tatsache des Durchgehens einer gewissen Persönlichkeit durch den physischen Tod ein Weltmysterium ruht, dass der Christus aus höheren Welten heruntergestiegen ist zu einer einmaligen Inkarnation, um daraufhin nie wieder in einen physischen Leib zu kommen. Er beginnt zu verstehen, dass dies Mysterium der Ausgleich ist des Kampfes zwischen Christus und Luzifer. Wenn der Buddhist dies durch die Theosophie lernt, so sagt er sich: Ich verstehe, was der Christ im tiefsten Sinne meint, ich verstehe die einmalige Inkarnation des Christus und sehe, dass der Christus vorher nicht auf der Erde war, ehe er durch den Jesus von Nazareth einen Körper fand.
[ 7 ] Wenn der Buddhist Theosoph geworden ist, so lernt er erkennen, was dem Christen das Heiligste ist. Er erkennt, dass in der Tatsache des Durchgehens einer gewissen Persönlichkeit durch den physischen Tod ein Weltmysterium ruht, dass der Christus aus höheren Welten heruntergestiegen ist zu einer einmaligen Inkarnation, um daraufhin nie wieder in einen physischen Leib zu kommen. Er beginnt zu verstehen, dass dies Mysterium der Ausgleich ist des Kampfes zwischen Christus und Luzifer. Wenn der Buddhist dies durch die Theosophie lernt, so sagt er sich: Ich verstehe, was der Christ im tiefsten Sinne meint, ich verstehe die einmalige Inkarnation des Christus und sehe, dass der Christus vorher nicht auf der Erde war, ehe er durch den Jesus von Nazareth einen Körper fand.
[ 8 ] Wenn wir uns den betonten Grundsätzen hingeben, so lernen wir besonders etwas, was einer gewissen Furcht, die man häufig bei Christen findet, gerade entgegengesetzt ist. Der Ängstliche glaubt nämlich leicht, sein Bekenntnis verliere an Glanz, wenn auch die Vorzüge der anderen beleuchtet werden. Gerade einen höheren Glanz erhält das christliche Bekenntnis, wenn man okkultistisch die einzelnen Religionsbekenntnisse durchdringt. Wer so ängstlich besorgt ist, dass sein Bekenntnis verlieren könnte, wenn es neben den buddhistischen Glauben hingestellt wird, der sollte sich erinnern, dass es für den christlichen Theologen noch manche ungelöste Fragen gibt, dass es zum Beispiel noch eine wichtige Frage ist, ob die Menschen, die vor dem Mysterium von Golgatha gelebt haben, auch teilhaben an der Erlösung. Nimmt aber der Christ hinzu, was der Buddhist weiß, so sieht er, dass es dieselben Seelen sind, die schon vor der Erscheinung des Christus in einem Körper lebten und nach dem Mysterium immer wieder auf die Erde zurückkommen. Nun könnte man fragen: Wie ist es denn aber mit der Buddha-Seele, die sechshundert Jahre vor Christi zum letzten Male inkarniert war und nicht wieder zurückkam?
[ 8 ] Wenn wir uns den betonten Grundsätzen hingeben, so lernen wir besonders etwas, was einer gewissen Furcht, die man häufig bei Christen findet, gerade entgegengesetzt ist. Der Ängstliche glaubt nämlich leicht, sein Bekenntnis verliere an Glanz, wenn auch die Vorzüge der anderen beleuchtet werden. Gerade einen höheren Glanz erhält das christliche Bekenntnis, wenn man okkultistisch die einzelnen Religionsbekenntnisse durchdringt. Wer so ängstlich besorgt ist, dass sein Bekenntnis verlieren könnte, wenn es neben den buddhistischen Glauben hingestellt wird, der sollte sich erinnern, dass es für den christlichen Theologen noch manche ungelöste Fragen gibt, dass es zum Beispiel noch eine wichtige Frage ist, ob die Menschen, die vor dem Mysterium von Golgatha gelebt haben, auch teilhaben an der Erlösung. Nimmt aber der Christ hinzu, was der Buddhist weiß, so sieht er, dass es dieselben Seelen sind, die schon vor der Erscheinung des Christus in einem Körper lebten und nach dem Mysterium immer wieder auf die Erde zurückkommen. Nun könnte man fragen: Wie ist es denn aber mit der Buddha-Seele, die sechshundert Jahre vor Christi zum letzten Male inkarniert war und nicht wieder zurückkam?
[ 9 ] Auch da wird uns durch die okkulte Forschung eine befriedigende Antwort zuteil. Es wird uns gezeigt, dass der Buddha ein Vorausgesandter war, der, einer höheren Hierarchie angehörend, mit den Venusmenschen heruntergeschickt wurde, sodass man von einer Sendung des Buddha zur Vorbereitung für den Christus mit Recht sprechen darf. Man kann von jeder Religion aus jede andere verstehen, wenn keine egoistisch die andere tyrannisieren will. Ein orthodoxer Buddhist könnte ja einmal seinen Buddha über alle anderen Wesen erheben wollen, was allerdings kein wirklicher Buddhist tun würde. Wenn jemand fanatisch sein wollte im Sinne eines beschränkten Buddhismus, so könnte er lehren, dass es kein anderes Wesen geben kann, das nicht wieder als Mensch auf die Erde zurückzukehren braucht, außer dem Buddha, er müsse also der Höchste sein. Damit würde dem Buddhismus ein unendlicher Vorsprung eingeräumt gegenüber dem Christentum, dann setzte man dieses an die zweite Stelle. Dann würde die eine Religion durch die andere bekämpft. Das aber wäre eine untheosophische Tat. Denn die Theosophie ist da, Frieden über die Erde zu verbreiten, durch Verständnis und Studium der gleichen Wahrheiten zu der Erkenntnis der Wichtigkeit einer jeden zu führen. Darum seien wir eingedenk, dass wir unsere Grundsätze nicht nur mit dem Munde bekennen und dann ins Gegenteil verkehren dürfen.
[ 9 ] Auch da wird uns durch die okkulte Forschung eine befriedigende Antwort zuteil. Es wird uns gezeigt, dass der Buddha ein Vorausgesandter war, der, einer höheren Hierarchie angehörend, mit den Venusmenschen heruntergeschickt wurde, sodass man von einer Sendung des Buddha zur Vorbereitung für den Christus mit Recht sprechen darf. Man kann von jeder Religion aus jede andere verstehen, wenn keine egoistisch die andere tyrannisieren will. Ein orthodoxer Buddhist könnte ja einmal seinen Buddha über alle anderen Wesen erheben wollen, was allerdings kein wirklicher Buddhist tun würde. Wenn jemand fanatisch sein wollte im Sinne eines beschränkten Buddhismus, so könnte er lehren, dass es kein anderes Wesen geben kann, das nicht wieder als Mensch auf die Erde zurückzukehren braucht, außer dem Buddha, er müsse also der Höchste sein. Damit würde dem Buddhismus ein unendlicher Vorsprung eingeräumt gegenüber dem Christentum, dann setzte man dieses an die zweite Stelle. Dann würde die eine Religion durch die andere bekämpft. Das aber wäre eine untheosophische Tat. Denn die Theosophie ist da, Frieden über die Erde zu verbreiten, durch Verständnis und Studium der gleichen Wahrheiten zu der Erkenntnis der Wichtigkeit einer jeden zu führen. Darum seien wir eingedenk, dass wir unsere Grundsätze nicht nur mit dem Munde bekennen und dann ins Gegenteil verkehren dürfen.
[ 10 ] Es muss uns die Überzeugung überkommen, dass die Begründung einer Arbeitsgruppe nicht nur etwas ist, worüber wir froh sein dürfen, sondern dass damit eine hohe Verpflichtung erwächst und besonders dann, wenn es unternommen wird, jenen Namen der Gründung beizulegen, der dem edlen Märtyrer gehört, der durch seine Art des Wirkens mehr erduldet hat und in die Zukunft hinein zu erdulden haben wird als je ein Mensch. Ich sage: ein Mensch -, denn was der Christus litt, das hat ein Gott gelitten. Das hängt zusammen mit den großen Gefahren, welche die Wahrheit in der Zukunft durchzumachen haben wird. Wenn wir uns auf den Namen «Christian Rosenkreutz» taufen, so müssen wir uns vor die Seele stellen, dass es schwer ist, gerade dieses Bündnis zu halten. Wir geloben eine Treue, zu der wir vielleicht nicht stark genug sein werden. Trotzdem soll es niemandem verwehrt sein, diese Treue in seiner Seele zu pflegen, eine Treue, die es notwendig macht, dass wir unsere Zukunft in einer bestimmten Richtung in die Hand nehmen. Wenn wir uns zu irgendetwas, was schon da ist, so hingezogen fühlen, dass wir es zu unserem eigenen Arbeitsfeld machen, so appellieren wir an die Mächte des schon erstarkten Idealismus. Begründen wir aber irgendetwas Neues, so steht hinter uns der Freund alles Separatismus, aller überirdischen Selbstigkeit: Dem Luzifer erwächst eine neue Hoffnung bei jeder neuen Gründung. Nicht so, wenn wir uns an etwas Altes anschließen. Darum wehe uns, wenn wir nicht des Wortes gewärtig sind: «Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.»Wir können ihn aber auch immer von unserem Kragen entfernen, wenn wir guten Willens sind.
[ 10 ] Es muss uns die Überzeugung überkommen, dass die Begründung einer Arbeitsgruppe nicht nur etwas ist, worüber wir froh sein dürfen, sondern dass damit eine hohe Verpflichtung erwächst und besonders dann, wenn es unternommen wird, jenen Namen der Gründung beizulegen, der dem edlen Märtyrer gehört, der durch seine Art des Wirkens mehr erduldet hat und in die Zukunft hinein zu erdulden haben wird als je ein Mensch. Ich sage: ein Mensch -, denn was der Christus litt, das hat ein Gott gelitten. Das hängt zusammen mit den großen Gefahren, welche die Wahrheit in der Zukunft durchzumachen haben wird. Wenn wir uns auf den Namen «Christian Rosenkreutz» taufen, so müssen wir uns vor die Seele stellen, dass es schwer ist, gerade dieses Bündnis zu halten. Wir geloben eine Treue, zu der wir vielleicht nicht stark genug sein werden. Trotzdem soll es niemandem verwehrt sein, diese Treue in seiner Seele zu pflegen, eine Treue, die es notwendig macht, dass wir unsere Zukunft in einer bestimmten Richtung in die Hand nehmen. Wenn wir uns zu irgendetwas, was schon da ist, so hingezogen fühlen, dass wir es zu unserem eigenen Arbeitsfeld machen, so appellieren wir an die Mächte des schon erstarkten Idealismus. Begründen wir aber irgendetwas Neues, so steht hinter uns der Freund alles Separatismus, aller überirdischen Selbstigkeit: Dem Luzifer erwächst eine neue Hoffnung bei jeder neuen Gründung. Nicht so, wenn wir uns an etwas Altes anschließen. Darum wehe uns, wenn wir nicht des Wortes gewärtig sind: «Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.»Wir können ihn aber auch immer von unserem Kragen entfernen, wenn wir guten Willens sind.
[ 11 ] Ein großer, aber gefährlicher Moment ist es, wenn wir die Gründung verbinden mit einem Namen, den ein so großer Märtyrer trug. Sich selber müssen die Begründer das Gelöbnis ablegen, das Wagnis nicht leicht zu nehmen, sondern mit aller Treue und mit aller Kraft festzuhalten, was sie gelobt haben. Mit einer jeden Gründung theosophischer Arbeitsgruppen übernimmt man eine schwere Verantwortung. Wenn man beachtet, wie wenig noch verstanden wurde der Impuls, der durch Christian Rosenkreutz gegeben wurde, so wird man ermessen können, dass ungeheure Schwierigkeiten gerade denjenigen erwachsen werden, die ihm zu folgen gesonnen sind.
[ 11 ] Ein großer, aber gefährlicher Moment ist es, wenn wir die Gründung verbinden mit einem Namen, den ein so großer Märtyrer trug. Sich selber müssen die Begründer das Gelöbnis ablegen, das Wagnis nicht leicht zu nehmen, sondern mit aller Treue und mit aller Kraft festzuhalten, was sie gelobt haben. Mit einer jeden Gründung theosophischer Arbeitsgruppen übernimmt man eine schwere Verantwortung. Wenn man beachtet, wie wenig noch verstanden wurde der Impuls, der durch Christian Rosenkreutz gegeben wurde, so wird man ermessen können, dass ungeheure Schwierigkeiten gerade denjenigen erwachsen werden, die ihm zu folgen gesonnen sind.
[ 12 ] Keiner widerspricht den Orientalen, wenn sie vom MaitreyaBuddha in ihrer Weise sprechen. Wenn aber einmal über die Erde hin gefunden werden wird das Prinzip des Christentums, das im Grunde in den drei Prinzipien der Theosophischen Gesellschaft ruht, dann werden sich starke Mächte erheben, die Irrtum auf Irrtum häufen werden. Zu Christian Rosenkreutz werden diejenigen gehören, welche ihm Treue halten können.
[ 12 ] Keiner widerspricht den Orientalen, wenn sie vom MaitreyaBuddha in ihrer Weise sprechen. Wenn aber einmal über die Erde hin gefunden werden wird das Prinzip des Christentums, das im Grunde in den drei Prinzipien der Theosophischen Gesellschaft ruht, dann werden sich starke Mächte erheben, die Irrtum auf Irrtum häufen werden. Zu Christian Rosenkreutz werden diejenigen gehören, welche ihm Treue halten können.
[ 13 ] Wir sehen schon in unserer Zeit, wie schwierig das Verständnis des Christentums ist und wie wenig guter Wille vorhanden ist, den Kern des Christentums zu fassen. Die Prinzipien, die wie gute Sterne innerhalb der theosophischen Bewegung walten und heute charakterisiert worden sind, werden beitragen sowohl zu einer Vertiefung, wie zu einer Aufrüttelung der Lauen. Es ist notwendig, das Verantwortlichkeitsgefühl zu wecken. Uns gerade damit stark zu durchdringen, das soll die Aufgabe an dieser Stelle sein. Auch im engsten Raume werden noch mancherlei Prüfungen an Euch herantreten!
[ 13 ] Wir sehen schon in unserer Zeit, wie schwierig das Verständnis des Christentums ist und wie wenig guter Wille vorhanden ist, den Kern des Christentums zu fassen. Die Prinzipien, die wie gute Sterne innerhalb der theosophischen Bewegung walten und heute charakterisiert worden sind, werden beitragen sowohl zu einer Vertiefung, wie zu einer Aufrüttelung der Lauen. Es ist notwendig, das Verantwortlichkeitsgefühl zu wecken. Uns gerade damit stark zu durchdringen, das soll die Aufgabe an dieser Stelle sein. Auch im engsten Raume werden noch mancherlei Prüfungen an Euch herantreten!
[ 14 ] In dem Augenblicke, wo nur der Name des Christian Rosenkreutz genannt wird, vertritt man den Grundsatz: Keine Religion sei uns höher als das Streben nach Wahrheit. - Christian Rosenkreutz verlangt nie irgendwelchen Personenkultus und sieht darauf, dass die Lehren dem Verstande nahegebracht und eingesehen werden. Nic fordert seine Lehre blinden Glauben an die Meister. Gebrauchen wir erst unsere eigenen Kräfte, dann wird sich schon die Möglichkeit ergeben, durch die Wahrheit die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen zu erkennen. Von keinem wird von vorneherein der Glaube an sie verlangt, denn dann würde der Glaube an die Meister höher stehen als die Wahrheit. Wenn jemals etwas wie der unbedingte Glaube an einen Meister verlangt werden würde, wären schon die Grundsätze der Theosophischen Gesellschaft durchbrochen.
[ 14 ] In dem Augenblicke, wo nur der Name des Christian Rosenkreutz genannt wird, vertritt man den Grundsatz: Keine Religion sei uns höher als das Streben nach Wahrheit. - Christian Rosenkreutz verlangt nie irgendwelchen Personenkultus und sieht darauf, dass die Lehren dem Verstande nahegebracht und eingesehen werden. Nic fordert seine Lehre blinden Glauben an die Meister. Gebrauchen wir erst unsere eigenen Kräfte, dann wird sich schon die Möglichkeit ergeben, durch die Wahrheit die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen zu erkennen. Von keinem wird von vorneherein der Glaube an sie verlangt, denn dann würde der Glaube an die Meister höher stehen als die Wahrheit. Wenn jemals etwas wie der unbedingte Glaube an einen Meister verlangt werden würde, wären schon die Grundsätze der Theosophischen Gesellschaft durchbrochen.
[ 15 ] Man kann erkennen, ob irgendetwas wahr oder nicht wahr ist, was aus okkulten Quellen stammt, wenn man auf gewisse Methoden achtet. Es wäre zum Beispiel ein Leichtes gewesen bei der Herausgabe des Buches «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» zu schreiben: Diese Lehren sind gegeben unter Inspiration und so weiter, sie stammen vom Meister und ähnliches. - Durchbrochen ist aber das Prinzip der theosophischen Bewegung, wenn der Schreiber nicht die Verantwortung für das Geschriebene trägt. Wenn irgendwo behauptet würde, ein Buch sei ohne Verantwortung des Verfassers geschrieben, so könnt Ihr wissen, dass hier keine Wahrheit, sondern luziferisch-ahrimanische Täuschung ist. Das gestatten heute die Meister nicht, dass der Schreiber die Verantwortung von sich weist, darum ist es Pflicht, stets seine Vernunft zurate zu ziehen und nichts auf Autorität hin für wahr zu halten. Viel bequemer ist es natürlich, auf Personenkultus zu schwören, denn die Vernunft muss man sich erarbeiten. Nur die, welche prüfend dem gegenüberstehen, was aus den geistigen Welten gegeben wird, können Christian Rosenkreutz die Treue halten. Darum habt im Auge, dass hier eine Arbeitsgruppe errichtet wird, die Treue halten will - über die Persönlichkeit hinaus, die als jeweiliger Lehrer berufen ist - dem Grundsatze, umzugießen in menschlich Begreifbares das, was aus den spirituellen Welten durch den Christus herunterfließt.
[ 15 ] Man kann erkennen, ob irgendetwas wahr oder nicht wahr ist, was aus okkulten Quellen stammt, wenn man auf gewisse Methoden achtet. Es wäre zum Beispiel ein Leichtes gewesen bei der Herausgabe des Buches «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» zu schreiben: Diese Lehren sind gegeben unter Inspiration und so weiter, sie stammen vom Meister und ähnliches. - Durchbrochen ist aber das Prinzip der theosophischen Bewegung, wenn der Schreiber nicht die Verantwortung für das Geschriebene trägt. Wenn irgendwo behauptet würde, ein Buch sei ohne Verantwortung des Verfassers geschrieben, so könnt Ihr wissen, dass hier keine Wahrheit, sondern luziferisch-ahrimanische Täuschung ist. Das gestatten heute die Meister nicht, dass der Schreiber die Verantwortung von sich weist, darum ist es Pflicht, stets seine Vernunft zurate zu ziehen und nichts auf Autorität hin für wahr zu halten. Viel bequemer ist es natürlich, auf Personenkultus zu schwören, denn die Vernunft muss man sich erarbeiten. Nur die, welche prüfend dem gegenüberstehen, was aus den geistigen Welten gegeben wird, können Christian Rosenkreutz die Treue halten. Darum habt im Auge, dass hier eine Arbeitsgruppe errichtet wird, die Treue halten will - über die Persönlichkeit hinaus, die als jeweiliger Lehrer berufen ist - dem Grundsatze, umzugießen in menschlich Begreifbares das, was aus den spirituellen Welten durch den Christus herunterfließt.
[ 16 ] Wenn Ihr Euch gelobt, so zu denken und zu streben, dann darf ich in dieser Stunde herunterrufen den Segen der spirituellen Wesenheiten, an die wir nicht zu glauben brauchen, wenn wir uns auch in ihrer Strömung wissen. Es mögen walten hier die guten Geister und segnen diese Arbeit, sie, von deren Dasein ich so überzeugt bin wie von dem Dasein aller, die hier sitzen im physischen Leibe. Damit sei auch diese Arbeitsstätte eingeweiht. Was in gutem Geiste theosophische Arbeit zustande bringt, das wird in der Lage sein, die sonst unfehlbar über das Christentum hereinbrechende Finsternis zu verhüten. Es mögen walten die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen.
[ 16 ] Wenn Ihr Euch gelobt, so zu denken und zu streben, dann darf ich in dieser Stunde herunterrufen den Segen der spirituellen Wesenheiten, an die wir nicht zu glauben brauchen, wenn wir uns auch in ihrer Strömung wissen. Es mögen walten hier die guten Geister und segnen diese Arbeit, sie, von deren Dasein ich so überzeugt bin wie von dem Dasein aller, die hier sitzen im physischen Leibe. Damit sei auch diese Arbeitsstätte eingeweiht. Was in gutem Geiste theosophische Arbeit zustande bringt, das wird in der Lage sein, die sonst unfehlbar über das Christentum hereinbrechende Finsternis zu verhüten. Es mögen walten die Meister der Weisheit und des Zusammenklanges der Empfindungen.
