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Truth and Science
GA 3

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4. Die Ausgangspunkte der Erkenntnistheorie

[ 1 ] Am Beginne der erkenntnistheoretischen Untersuchungen ist nach allem, was wir gesehen haben, das abzuweisen, was selbst schon in das Gebiet des Erkennens gehört. Die Erkenntnis ist etwas vom Menschen zustande Gebrachtes, etwas durch seine Tätigkeit Entstandenes. Soll sich die Erkenntnistheorie wirklich aufklärend über das ganze Gebiet des Erkennens erstrecken, dann muß sie etwas zum Ausgangspunkte nehmen, was von dieser Tätigkeit ganz unberührt geblieben ist, wovon die letztere vielmehr selbst erst den Anstoß erhält. Womit anzufangen ist, das liegt außerhalb des Erkennens, das kann selbst noch keine Erkenntnis sein. Aber wir haben es unmittelbar vor dem Erkennen zu suchen, so daß schon der nächste Schritt, den der Mensch von demselben aus unternimmt, erkennende Tätigkeit ist. Die Art nun, wie dieses absolut Erste zu bestimmen ist, muß eine solche sein, daß in dieselbe nichts mit einfließt, was schon von einem Erkennen herrührt.

[ 2 ] Ein solcher Anfang kann aber nur mit dem unmittelbar gegebenen Weltbilde gemacht werden, d. i. jenem Weltbilde, das dem Menschen vorliegt, bevor er es in irgendeiner Weise dem Erkenntnisprozesse unterworfen hat, also bevor er auch nur die allergeringste Aussage über dasselbe gemacht, die allergeringste gedankliche Bestimmung mit demselben vorgenommen hat. Was da an uns vorüberzieht, und woran wir vorüberziehen, dieses zusammenhanglose und doch auch nicht in individuelle Einzelheiten gesonderte 25Das Absondern individueller Einzelheiten aus dem ganz unterschiedlosen gegebenen Weltbild ist schon ein Akt gedanklicher Tätigkeit. Weltbild, in dem nichts voneinander unterschieden, nichts aufeinander bezogen ist, nichts durch ein anderes bestimmt erscheint: das ist das unmittelbar Gegebene. Auf dieser Stufe des Daseins - wenn wir diesen Ausdruck gebrauchen dürfen - ist kein Gegenstand, kein Geschehnis wichtiger, bedeutungsvoller als ein anderer bzw. ein anderes. Das rudimentäre Organ des Tieres, das vielleicht für eine spätere, schon durch das Erkennen erhellte Stufe des Daseins ohne alle Bedeutung für die Entwicklung und das Leben desselben ist, steht gerade mit demselben Anspruch auf Beachtung da, wie der edelste, notwendigste Teil des Organismus. Vor aller erkennenden Tätigkeit stellt sich im Weltbilde nichts als Substanz, nichts als Akzidenz, nichts als Ursache oder Wirkung dar; die Gegensätze von Materie und Geist, von Leib und Seele sind noch nicht geschaffen. Aber auch jedes andere Prädikat müssen wir von dem auf dieser Stufe festgehaltenen Weltbilde fernhalten. Es kann weder als Wirklichkeit noch als Schein, weder als subjektiv noch als objektiv, weder als zufällig noch als notwendig aufgefaßt werden; ob es «Ding an sich» oder bloße Vorstellung ist, darüber ist auf dieser Stufe nicht zu entscheiden. Denn daß die Erkenntnisse der Physik und Physiologie, die zur Subsummierung des Gegebenen unter eine der obigen Kategorien verleiten, nicht an die Spitze der Erkenntnistheorie gestellt werden dürfen, haben wir bereits gesehen.

[ 3 ] Wenn ein Wesen mit vollentwickelter, menschlicher Intelligenz plötzlich aus dem Nichts geschaffen würde und der Welt gegenüberträte, so wäre der erste Eindruck, den letztere auf seine Sinne und sein Denken machte, etwa das, was wir mit dem unmittelbar gegebenen Weltbilde bezeichnen. Dem Menschen liegt dasselbe allerdings in keinem Augenblicke seines Lebens in dieser Gestalt wirklich vor; es ist in seiner Entwicklung nirgends eine Grenze zwischen reinem, passiven Hinauswenden zum unmittelbar Gegebenen und dem denkenden Erkennen desselben vorhanden. Dieser Umstand könnte Bedenken gegen unsere Aufstellung eines Anfangs der Erkenntnistheorie erregen. So sagt z. B. Ed. v. Hartmann: «Wir fragen nicht, welches der Bewußtseinsinhalt des zum Bewußtsein erwachenden Kindes oder des auf der untersten Stufe der Lebewesen stehenden Tieres sei, denn davon hat der philosophierende Mensch keine Erfahrung, und die Schlüsse, durch welche er diesen Bewußtseinsinhalt primitiver biogenetischer oder ontogenetischer Stufen zu rekonstruieren versucht, müssen doch immer wieder auf seiner persönlichen Erfahrung fußen. Wir haben also zunächst festzustellen, was der vom philosophierenden Menschen beim Beginn der philosophischen Reflexion vorgefundene Bewußtseinsinhalt sei.» 26Grundproblem S.1. Dagegen ist aber einzuwenden, daß das Weltbild, das wir am Beginne der philosophischen Reflexion haben, schon Prädikate trägt, die nur durch das Erkennen vermittelt sind. Diese dürfen nicht kritiklos hingenommen, sondern müssen sorgfältig aus dem Weltbilde herausgeschält werden, damit es ganz rein von allem durch den Erkenntnisprozeß Hinzugefügten erscheint. Die Grenze zwischen Gegebenem und Erkanntem wird überhaupt mit keinem Augenblicke der menschlichen Entwicklung zusammenfallen, sondern sie muß künstlich gezogen werden. Dies aber kann auf jeder Entwicklungsstufe geschehen, wenn wir nur den Schnitt zwischen dem, was ohne gedankliche Bestimmung vor dem Erkennen an uns herantritt, und dem, was durch letzteres erst daraus gemacht wird, richtig führen.

[ 4 ] Nun kann man uns vorwerfen, daß wir eine ganze Reihe von gedanklichen Bestimmungen bereits angehäuft haben, um jenes angeblich unmittelbare Weltbild aus dem durch erkennende Bearbeitung von den Menschen vervollständigten herauszuschälen. Aber dagegen ist folgendes zu sagen: was wir an Gedanken aufgebracht haben, sollte ja nicht jenes Weltbild etwa charakterisieren, sollte gar keine Eigenschaft desselben angeben, überhaupt nichts über dasselbe aussagen, sondern nur unsere Betrachtung so lenken, daß sie bis zu jener Grenze geführt wird, wo sich das Erkennen an seinen Anfang gestellt sieht. Von Wahrheit oder Irrtum, Richtigkeit oder Unrichtigkeit jener Ausführungen, die nach unserer Auffassung dem Augenblicke vorangehen, in dem wir am Beginne der Erkenntnistheorie stehen, kann daher nirgends die Rede sein. Dieselben haben nur die Aufgabe, zweckmäßig zu diesem Anfange hinzuleiten. Niemand, der im Begriffe steht, sich mit erkenntnistheoretischen Problemen zu befassen, steht zugleich dem mit Recht so genannten Anfange des Erkennens gegenüber, sondern er hat bereits, bis zu einem gewissen Grade, entwickelte Erkenntnisse. Aus diesen alles zu entfernen, was durch die Arbeit des Erkennens gewonnen ist, und den vor derselben liegenden Anfang festzustellen, kann nur durch begriffliche Erwägungen geschehen. Aber den Begriffen kommt auf dieser Stufe kein Erkenntniswert zu, sie haben die rein negative Aufgabe, alles aus dem Gesichtsfelde zu entfernen, was der Erkenntnis angehört, und dahin zu leiten, wo die letztere erst einsetzt. Diese Erwägungen sind die Wegweiser zu jenem Anfang, an den der Akt des Erkennens herantritt, gehören aber demselben noch nicht an. Bei allem, was der Erkenntnistheoretiker vor der Feststellung des Anfangs vorzubringen hat, gibt es also nur Zweckmäßigkeit oder Unzweckmäßigkeit, nicht Wahrheit oder Irrtum. Aber auch in diesem Anfangspunkte selbst ist aller Irrtum ausgeschlossen, denn der letztere kann erst mit dem Erkennen beginnen, also nicht vor demselben liegen.

[ 5 ] Den letzten Satz darf keine andere als die Erkenntnistheorie für sich in Anspruch nehmen, die von unseren Erwägungen ausgeht. Wo der Ausgangspunkt von einem Objekte (oder Subjekte) mit einer gedanklichen Bestimmung gemacht wird, da ist der Irrtum allerdings auch im Anfange, nämlich gleich bei dieser Bestimmung, möglich. Es hängt ja die Berechtigung derselben von den Gesetzen ab, welche der Erkenntnisakt zugrunde legt. Dieselbe kann sich aber erst im Verlaufe der erkenntnistheoretischen Untersuchungen ergeben. Nur wenn man sagt: ich sondere alle gedanklichen, durch Erkennen erlangten Bestimmungen aus meinem Weltbilde aus und halte nur alles dasjenige fest, was ohne mein Zutun in den Horizont meiner Beobachtung tritt, dann ist aller Irrtum ausgeschlossen. Wo ich mich grundsätzlich aller Aussage enthalte, da kann ich auch keinen Irrtum begehen.

[ 6 ] Insofern der Irrtum erkenntnistheoretisch in Betracht kommt, kann er nur innerhalb des Erkenntnisaktes liegen. Die Sinnestäuschung ist kein Irrtum. Wenn uns der Mond im Aufgangspunkte größer erscheint als im Zenit, so haben wir es nicht mit einem Irrtume, sondern mit einer in den Naturgesetzen wohl begründeten Tatsache zu tun. Ein Fehler in der Erkenntnis entstünde erst, wenn wir bei der Kombination der gegebenen Wahrnehmungen im Denken jenes «größer» und «kleiner» in unrichtiger Weise deuteten. Diese Deutung liegt aber innerhalb des Erkenntnisaktes.

[ 7 ]
Will man wirklich das Erkennen in seiner ganzen Wesenheit begreifen, dann muß man es unzweifelhaft zunächst da erfassen, wo es an seinen Anfang gestellt ist, wo es einsetzt. Auch ist klar, daß dasjenige, was vor diesem Anfang liegt, nicht in die Erklärung des Erkennens mit einbezogen werden darf, sondern eben vorausgesetzt werden muß. In das Wesen dessen einzudringen, was hier von uns vorausgesetzt wird, ist Aufgabe der wissenschaftlichen Erkenntnis in ihren einzelnen Zweigen. Hier wollen wir aber nicht besondere Erkenntnisse über dieses oder jenes gewinnen, sondern das Erkennen selbst untersuchen. Erst wenn wir den Erkenntnisakt begriffen haben, können wir ein Urteil darüber gewinnen, was die Aussagen über den Weltinhalt für eine Bedeutung haben, die im Erkennen über denselben gemacht werden.

[ 8 ] Deshalb enthalten wir uns solange jeglicher Bestimmung über das unmittelbar Gegebene, solange wir nicht wissen, welchen Bezug eine solche Bestimmung zu dem Bestimmten hat. Selbst mit dem Begriff des «Unmittelbar-Gegebenen» sprechen wir nichts über das vor dem Erkennen Liegende aus. Er hat nur den Zweck, auf dasselbe hinzuweisen, den Blick darauf zu richten. Die begriffliche Form ist hier im Anfange der Erkenntnistheorie nur die erste Beziehung, in welche sich das Erkennen zum Weltinhalte setzt. Es ist mit dieser Bezeichnung selbst für den Fall vorgesorgt, daß der gesamte Weltinhalt nur ein Gespinst unseres eigenen «Ich» ist, daß also der exklusive Subjektivismus zu Recht bestünde; denn von einem Gegebensein dieser Tatsache kann ja nicht die Rede sein. Sie könnte nur das Ergebnis erkennender Erwägung sein, d.h. sich durch die Erkenntnistheorie erst als richtig herausstellen, nicht aber ihr als Voraussetzung dienen.

[ 9 ] In diesem unmittelbar gegebenen Weltinhalt ist nun alles eingeschlossen, was überhaupt innerhalb des Horizontes unserer Erlebnisse im weitesten Sinne auftauchen kann: Empfindungen, Wahrnehmungen, Anschauungen, Gefühle, Willensakte, Traum- und Phantasiegebilde, Vorstellungen, Begriffe und Ideen.

[ 10 ] Auch die Illusionen und Halluzinationen stehen auf dieser Stufe ganz gleichberechtigt da mit anderen Teilen des Weltinhalts. Denn welches Verhältnis dieselben zu anderen Wahrnehmungen haben, das kann erst die erkennende Betrachtung lehren.

[ 11 ] Wenn die Erkenntnistheorie von der Annahme ausgeht, daß alles eben Angeführte unser Bewußtseinsinhalt sei, dann entsteht natürlich sofort die Frage: wie kommen wir aus dem Bewußtsein heraus zur Erkenntnis des Seins, wo ist das Sprungbrett, das uns aus dem Subjektiven ins Transsubjektive führt? Für uns liegt die Sache ganz anders. Für uns sind das Bewußtsein sowohl wie die «Ich»-Vorstellung zunächst nur Teile des Unmittelbar-Gegebenen, und welches Verhältnis die ersteren zu den letzteren haben, ist erst ein Ergebnis der Erkenntnis. Nicht vom Bewußtsein aus wollen wir das Erkennen bestimmen, sondern umgekehrt: vom Erkennen aus das Bewußtsein und das Verhältnis von Subjektivität und Objektivität. Da wir das Gegebene zunächst ohne alle Prädikate lassen, so müssen wir fragen: wie kommen wir überhaupt zu einer Bestimmung desselben, wie ist es möglich, mit dem Erkennen irgendwo anzufangen? Wie können wir den einen Teil des Weltbildes z. B. als Wahrnehmung, den andern als Begriff, den einen als Sein, den andern als Schein, jenen als Ursache, diesen als Wirkung bezeichnen, wie können wir uns selbst von dem Objektiven abscheiden und als «Ich» gegenüber dem «Nicht-Ich» ansehen?

[ 12 ] Wir müssen die Brücke von dem gegebenen Weltbilde zu jenem finden, welches wir durch unser Erkennen entwickeln. Dabei begegnen wir aber der folgenden Schwierigkeit. Solange wir das Gegebene bloß passiv anstarren, können wir nirgends einen Ansatzpunkt finden, an den wir anknüpfen könnten, um von da aus das Erkennen weiterzuspinnen. Wir müßten im Gegebenen irgendwo den Ort finden, wo wir eingreifen können, wo etwas dem Erkennen Homogenes liegt. Wäre alles wirklich nur gegeben, dann müßte es beim bloßen Hinausstarren in die Außenwelt und einem völlig gleichwertigen Hineinstarren in die Welt unserer Individualität sein Bewenden haben. Wir könnten dann die Dinge höchstens als Außenstehende beschreiben, aber niemals sie begreifen. Unsere Begriffe hätten nur einen rein äußerlichen Bezug zu dem, worauf sie sich beziehen, keinen innerlichen. Es hängt für das wahrhafte Erkennen alles davon ab, daß wir irgendwo im Gegebenen ein Gebiet finden, wo unsere erkennende Tätigkeit sich nicht bloß ein Gegebenes voraussetzt, sondern in dem Gegebenen tätig mitten darinnen steht. Mit anderen Worten: Es muß sich gerade bei dem strengen Festhalten an dem Bloß-Gegebenen herausstellen, daß nicht alles ein solches ist. Unsere Forderung muß eine solche gewesen sein, daß sie durch ihre strenge Einhaltung sich teilweise selbst aufhebt. Wir haben sie gestellt, damit wir nicht willkürlich irgend einen Anfang der Erkenntnistheorie festsetzen, sondern denselben wirklich aufsuchen. Gegeben in unserem Sinne kann alles werden, auch das seiner innersten Natur nach Nicht-Gegebene. Es tritt uns eben dann bloß formell als Gegebenes entgegen, entpuppt sich aber bei genauerer Betrachtung von selbst als das, was es wirklich ist.

[ 13 ] Alle Schwierigkeit in dem Begreifen des Erkennens liegt darinnen, daß wir den Weltinhalt nicht aus uns selbst hervorbringen. Würden wir das, so gäbe es überhaupt kein Erkennen. Eine Frage für mich kann durch ein Ding nur entstehen, wenn es mir «gegeben»wird. Was ich hervorbringe, dem erteile ich seine Bestimmungen; ich brauche also nach ihrer Berechtigung nicht erst zu fragen.

[ 14 ] Dies ist der zweite Punkt unserer Erkenntnistheorie. Er besteht in dem Postulat: es muß im Gebiete des Gegebenen etwas liegen, wo unsere Tätigkeit nicht im Leeren schwebt, wo der Inhalt der Welt selbst in diese Tätigkeit eingeht.

[ 15 ] Haben wir den Anfang der Erkenntnistheorie in der Weise bestimmt, daß wir ihn völlig vor die erkennende Tätigkeit legten, um durch kein Vorurteil innerhalb des Erkennens dieses selbst zu trüben, so bestimmen wir jetzt den ersten Schritt, den wir in unserer Entwicklung machen, auch so, daß von Irrtum oder Unrichtigkeit nicht die Rede sein kann. Denn wir fällen kein Urteil über irgend etwas, sondern zeigen nur die Forderung auf, die erfüllt werden muß, wenn überhaupt Erkenntnis zustande kommen soll. Es kommt alles darauf an, daß wir mit vollkommener kritischer Besonnenheit uns des folgenden bewußt sind: wir stellen das Charakteristikum selbst als Postulat auf, welches jener Teil des Weltinhalts haben muß, bei dem wir mit unserer Erkenntnistätigkeit einsetzen können.

[ 16 ] Ein anderes ist aber auch durchaus unmöglich. Der Weltinhalt als gegebener ist ja ganz bestimmungslos. Kein Teil kann durch sich selbst den Anstoß geben, von ihm aus den Anfang zu einer Ordnung in diesem Chaos zu machen. Da muß also die erkennende Tätigkeit einen Machtspruch tun und sagen: so und so muß dieser Teil beschaffen sein. Ein solcher Machtspruch tastet auch das Gegebene in keiner Weise in seiner Qualität an. Er bringt keine willkürliche Behauptung in die Wissenschaft. Er behauptet eben gar nichts, sondern er sagt nur: wenn Erkenntnis als möglich erklärbar sein soll, dann muß nach einem Gebiet gesucht werden, wie es oben bezeichnet worden ist. Ist ein solches vorhanden, dann gibt es eine Erklärung des Erkennens, sonst nicht. Während wir den Anfang der Erkenntnistheorie mit dem «Gegebenen» im allgemeinen machten, schränken wir jetzt die Forderung darauf ein, einen bestimmten Punkt desselben ins Auge zu fassen.

[ 17 ] Wir wollen nun an unsere Forderung näher herantreten. Wo finden wir irgend etwas in dem Weltbilde, das nicht bloß ein Gegebenes, sondern das nur insofern gegeben ist, als es zugleich ein im Erkenntnisakte Hervorgebrachtes ist?

[ 18 ] Wir müssen uns vollständig klar darüber sein, daß wir dieses Hervorbringen in aller Unmittelbarkeit wieder gegeben haben müssen. Es dürfen nicht etwa Schlußfolgerungen nötig sein, um dasselbe zu erkennen. Daraus geht schon hervor, daß die Sinnesqualitäten nicht unserer Forderung genügen. Denn von dem Umstande, daß diese nicht ohne unsere Tätigkeit entstehen, wissen wir nicht unmittelbar, sondern nur durch physikalische und physiologische Erwägungen. Wohl aber wissen wir unmittelbar, daß Begriffe und Ideen immer erst im Erkenntnisakt und durch diesen in die Sphäre des Unmittelbar-Gegebenen eintreten. Daher täuscht sich auch kein Mensch über diesen Charakter der Begriffe und Ideen. Man kann eine Halluzination wohl für ein von außen Gegebenes halten, aber man wird niemals von seinen Begriffen glauben, daß sie ohne eigene Denkarbeit uns gegeben werden. Ein Wahnsinniger hält nur Dinge und Verhältnisse, die mit Prädikaten der «Wirklichkeit» ausgestattet sind, für real, obgleich sie es faktisch nicht sind; nie aber wird er von seinen Begriffen und Ideen sagen, daß sie ohne eigene Tätigkeit in die Welt des Gegebenen eintreten. Alles andere in unserem Weltbilde trägt eben einen solchen Charakter, daß es gegeben werden muß, wenn wir es erleben wollen, nur bei Begriffen und Ideen tritt noch das Umgekehrte ein: wir müssen sie hervorbringen, wenn wir sie erleben wollen. Nur die Begriffe und Ideen sind uns in der Form gegeben, die man die intellektuelle Anschauung genannt hat. Kant und die neueren an ihn anknüpfenden Philosophen sprechen dieses Vermögen dem Menschen vollständig ab, weil alles Denken sich nur auf Gegenstände beziehe und aus sich selbst absolut nichts hervorbringe. In der intellektuellen Anschauung muß mit der Denkform zugleich der Inhalt mitgegeben sein. Ist dies aber nicht bei den reinen Begriffen und Ideen 27Unter Begriff verstehe ich eine Regel, nach welcher die zusammenhanglosen Elemente der Wahrnehmung zu einer Einheit verbunden werden. Kausalität z. B. ist ein Begriff. Idee ist nur ein Begriff mit größerem Inhalt. Organismus, ganz abstrakt genommen, ist eine Idee. wirklich der Fall? Man muß sie nur in der Form betrachten, in der sie von allem empirischen Inhalt noch ganz frei sind. Wenn man z. B. den reinen Begriff der Kausalität erfassen will, darf man sich nicht an irgend eine bestimmte Kausalität oder an die Summe aller Kausalitäten halten, sondern an den bloßen Begriff derselben. Ursachen und Wirkungen müssen wir in der Welt aufsuchen, Ursachlichkeit als Gedankenform müssen wir selbst hervorbringen, ehe wir die ersteren in der Welt finden können. Wenn man aber an der Kantschen Behauptung festhalten wollte, Begriffe ohne Anschauungen seien leer, so wäre es undenkbar, die Möglichkeit einer Bestimmung der gegebenen Welt durch Begriffe darzutun. Denn man nehme an, es seien zwei Elemente des Weltinhaltes gegeben: a und b. Soll ich zwischen denselben ein Verhältnis aufsuchen, so muß ich das an der Hand einer inhaltlich bestimmten Regel tun; diese kann ich aber nur im Erkenntnisakte selbst produzieren, denn aus dem Objekte kann ich sie deshalb nicht nehmen, weil die Bestimmungen dieses letzteren mit Hilfe der Regel eben erst gewonnen werden sollen. Eine solche Regel zur Bestimmung des Wirklichen geht also vollständig innerhalb der rein begrifflichen Entität auf.

[ 19 ] Bevor wir nun weiterschreiten, wollen wir erst einen möglichen Einwand beseitigen. Es scheint nämlich, als ob unbewußt in unserem Gedankengange die Vorstellung des «Ich», des «persönlichen Subjekts» eine Rolle spiele, und daß wir diese Vorstellung in dem Fortschritte unserer Gedankenentwicklung benützen, ohne die Berechtigung dazu dargetan zu haben. Es ist das der Fall, wenn wir z.B. sagen: «wir bringen Begriffe hervor» oder «wir stellen diese oder jene Forderung». Aber nichts in unseren Ausführungen gibt Veranlassung, in solchen Sätzen mehr als stilistische Wendungen zu sehen. Daß der Erkenntnisakt einem «Ich» angehört und von demselben ausgeht, das kann, wie wir schon gesagt haben, nur auf Grund erkennender Erwägungen festgestellt werden. Eigentlich müßten wir vorläufig nur von dem Erkenntnisakt sprechen, ohne einen Träger desselben auch nur zu erwähnen. Denn alles, was bis jetzt feststeht, beschränkt sich darauf, daß ein «Gegebenes» vorliegt, und daß aus einem Punkte dieses «Gegebenen» das oben angeführte Postulat entspringt; endlich, daß Begriffe und Ideen das Gebiet sind, das diesem Postulate entspricht. Daß der Punkt, aus dem das Postulat entspringt, das «Ich» ist, soll damit nicht geleugnet werden. Aber wir beschränken uns fürs erste darauf, jene beiden Schritte der Erkenntnistheorie in ihrer Reinheit hinzustellen.

Versions Available:

Truth and Knowledge, Rudolf Steiner Publications 1963, tr. Rita Stebbing
  1. Truth and Science, Mercury Press 1993, tr. William Lindeman
  2. Truth and Science, 2024, tr. John Riedel MD
  3. Truth and Science, Steiner Online Library
  4. Wahrheit und Wissenschaft, 6th ed.

IV. The Starting Point of Epistemology

[ 1 ] As we have seen in the preceding chapters, an epistemological investigation must begin by rejecting existing knowledge. Knowledge is something brought into existence by man, something that has arisen through his activity. If a theory of knowledge is really to explain the whole sphere of knowledge, then it must start from something still quite untouched by the activity of thinking, and what is more, from something which lends to this activity its first impulse. This starting point must lie outside the act of cognition, it must not itself be knowledge. But it must be sought immediately prior to cognition, so that the very next step man takes beyond it is the activity of cognition. This absolute starting point must be determined in such a way that it admits nothing already derived from cognition.

[ 2 ] Only our directly given world-picture can offer such a starting point, i.e. that picture of the world which presents itself to man before he has subjected it to the processes of knowledge in any way, before he has asserted or decided anything at all about it by means of thinking. This “directly given” picture is what flits past us, disconnected, but still undifferentiated.1Differentiation of the given, indistinct, world picture into distinct entities is already an act of thought-activity. In it, nothing appears distinguished from, related to, or determined by, anything else. At this stage, so to speak, no object or event is yet more important or significant than any other. The most rudimentary organ of an animal, which, in the light of further knowledge may turn out to be quite unimportant for its development and life, appears before us with the same claims for our attention as the noblest and most essential part of the organism. Before our conceptual activity begins, the world-picture contains neither substance, quality nor cause and effect; distinctions between matter and spirit, body and soul, do not yet exist. Furthermore, any other predicate must also be excluded from the world-picture at this stage. The picture can be considered neither as reality nor as appearance, neither subjective nor objective, neither as chance nor as necessity; whether it is “thing-in-itself,” or mere representation, cannot be decided at this stage. For, as we have seen, knowledge of physics and physiology which leads to a classification of the “given” under one or the other of the above headings, cannot be a basis for a theory of knowledge.

[ 3 ] If a being with a fully developed human intelligence were suddenly created out of nothing and then confronted the world, the first impression made on his senses and his thinking would be something like what I have just characterized as the directly given world-picture. In practice, man never encounters this world-picture in this form at any time in his life; he never experiences a division between a purely passive awareness of the “directly-given” and a thinking recognition of it. This fact could lead to doubt about my description of the starting point for a theory of knowledge. Hartmann says for example:

“We are not concerned with the hypothetical content of consciousness in a child which is just becoming conscious or in an animal at the lowest level of life, since the philosophizing human being has no experience of this; if he tries to reconstruct the content of consciousness of beings on primitive biogenetic or ontogenetic levels, he must base his conclusions on the way he experiences his own consciousness. Our first task, therefore, is to establish the content of man's consciousness when he begins philosophical reflection.”2Hartmann, Grundproblem

The objection to this, however, is that the world-picture with which we begin philosophical reflection already contains predicates mediated through cognition. These cannot be accepted uncritically, but must be carefully removed from the world-picture so that it can be considered free of anything introduced through the process of knowledge. This division between the “given” and the “known” will not in fact, coincide with any stage of human development; the boundary must be drawn artificially. But this can be done at every level of development so long as we draw the dividing line correctly between what confronts us free of all conceptual definitions, and what cognition subsequently makes of it.

[ 4 ] It might be objected here that I have already made use of a number of conceptual definitions in order to extract from the world-picture as it appears when completed by man, that other world-picture which I described as the directly given. However, what we have extracted by means of thought does not characterize the directly given world-picture, nor define nor express anything about it; what it does is to guide our attention to the dividing line where the starting point for cognition is to be found. The question of truth or error, correctness or incorrectness, does not enter into this statement, which is concerned with the moment preceding the point where a theory of knowledge begins. It serves merely to guide us deliberately to this starting point. No one proceeding to consider epistemological questions could possibly be said to be standing at the starting point of cognition, for he already possesses a certain amount of knowledge. To remove from this all that has been contributed by cognition, and to establish a pre-cognitive starting point, can only be done conceptually. But such concepts are not of value as knowledge; they have the purely negative function of removing from sight all that belongs to knowledge and of leading us to the point where knowledge begins. These considerations act as signposts pointing to where the act of cognition first appears, but at this stage, do not themselves form part of the act of cognition. Whatever the epistemologist proposes in order to establish his starting point raises, to begin with, no question of truth or error, but only of its suitability for this task. From the starting point, too, all error is excluded, for error can only begin with cognition, and therefore cannot arise before cognition sets in.

[ 5 ] Only a theory of knowledge that starts from considerations of this kind can claim to observe this last principle. For if the starting point is some object (or subject) to which is attached any conceptual definition, then the possibility of error is already present in the starting point, namely in the definition itself. Justification of the definition will then depend upon the laws inherent in the act of cognition. But these laws can be discovered only in the course of the epistemological investigation itself. Error is wholly excluded only by saying: I eliminate from my world-picture all conceptual definitions arrived at through cognition and retain only what enters my field of observation without any activity on my part. When on principle I refrain from making any statement, I cannot make a mistake.

[ 6 ] Error, in relation to knowledge, i.e. epistemologically, can occur only within the act of cognition. Sense deceptions are not errors. That the moon upon rising appears larger than it does at its zenith is not an error but a fact governed by the laws of nature. A mistake in knowledge would occur only if, in using thinking to combine the given perceptions, we misinterpreted “larger” and “smaller.” But this interpretation is part of the act of cognition.

[ 7 ] To understand cognition exactly in all its details, its origin and starting point must first be grasped. It is clear, furthermore, that what precedes this primary starting point must not be included in an explanation of cognition, but must be presupposed. Investigation of the essence of what is here presupposed, is the task of the various branches of scientific knowledge. The present aim, however, is not to acquire specific knowledge of this or that element, but to investigate cognition itself. Until we have understood the act of knowledge, we cannot judge the significance of statements about the content of the world arrived at through the act of cognition.

[ 8 ] This is why the directly given is not defined as long as the relation of such a definition to what is defined is not known. Even the concept: “directly given” includes no statement about what precedes cognition. Its only purpose is to point to this given, to turn our attention to it. At the starting point of a theory of knowledge, the concept is only the first initial relation between cognition and world-content. This description even allows for the possibility that the total world-content would turn out to be only a figment of our own “I,” which would mean that extreme subjectivism would be true; subjectivism is not something that exists as given. It can only be a conclusion drawn from considerations based on cognition, i.e. it would have to be confirmed by the theory of knowledge; it could not be assumed as its basis.

[ 9 ] This directly given world-content includes everything that enters our experience in the widest sense: sensations. perceptions, opinions, feelings, deeds, pictures of dreams and imaginations, representations, concepts and ideas. [ 10 ] Illusions and hallucinations too, at this stage are equal to the rest of the world-content. For their relation to other perceptions can be revealed only through observation based on cognition.

[ 11 ] When epistemology starts from the assumption that all the elements just mentioned constitute the content of our consciousness, the following question immediately arises: How is it possible for us to go beyond our consciousness and recognize actual existence; where can the leap be made from our subjective experiences to what lies beyond them? When such an assumption is not made, the situation is different. Both consciousness and the representation of the “I” are, to begin with, only parts of the directly given and the relationship of the latter to the two former must be discovered by means of cognition. Cognition is not to be defined in terms of consciousness, but vice versa: both consciousness and the relation between subject and object in terms of cognition. Since the “given” is left without predicate, to begin with, the question arises as to how it is defined at all; how can any start be made with cognition? How does one part of the world-picture come to be designated as perception and the other as concept, one thing as existence, another as appearance, this as cause and that as effect; how is it that we can separate ourselves from what is objective and regard ourselves as “I” in contrast to the “not-I?”

[ 2 ] We must find the bridge from the world-picture as given, to that other world-picture which we build up by means of cognition. Here, however, we meet with the following difficulty: As long as we merely stare passively at the given we shall never find a point of attack where we can gain a foothold, and from where we can then proceed with cognition. Somewhere in the given we must find a place where we can set to work, where something exists which is akin to cognition. If everything were really only given, we could do no more than merely stare into the external world and stare indifferently into the inner world of our individuality. We would at most be able to describe things as something external to us; we should never be able to understand them. Our concepts would have a purely external relation to that to which they referred; they would not be inwardly related to it. For real cognition depends on finding a sphere somewhere in the given where our cognizing activity does not merely presuppose something given, but finds itself active in the very essence of the given. In other words: precisely through strict adherence to the given as merely given, it must become apparent that not everything is given. Insistence on the given alone must lead to the discovery of something which goes beyond the given. The reason for so insisting is not to establish some arbitrary starting point for a theory of knowledge, but to discover the true one. In this sense, the given also includes what according to its very nature is not-given. The latter would appear, to begin with, as formally a part of the given, but on closer scrutiny, would reveal its true nature of its own accord.

[ 13 ] The whole difficulty in understanding cognition comes from the fact that we ourselves do not create the content of the world. If we did this, cognition would not exist at all. I can only ask questions about something which is given to me. Something which I create myself, I also determine myself, so that I do not need to ask for an explanation for it.

[ 14 ] This is the second step in our theory of knowledge. It consists in the postulate: In the sphere of the given there must be something in relation to which our activity does not hover in emptiness, but where the content of the world itself enters this activity.

[ 15 ] The starting point for our theory of knowledge was placed so that it completely precedes the cognizing activity, and thus cannot prejudice cognition and obscure it; in the same way, the next step has been defined so that there can be no question of either error or incorrectness. For this step does not prejudge any issue, but merely shows what conditions are necessary if knowledge is to arise at all. It is essential to remember that it is we ourselves who postulate what characteristic feature that part of the world-content must possess with which our activity of cognition can make a start.

[ 16 ] This, in fact, is the only thing we can do. For the world-content as given is completely undefined. No part of it of its own accord can provide the occasion for setting it up as the starting point for bringing order into chaos. The activity of cognition must therefore issue a decree and declare what characteristics this starting point must manifest. Such a decree in no way infringes on the quality of the given. It does not introduce any arbitrary assertion into the science of epistemology. In fact, it asserts nothing, but claims only that if knowledge is to be made explainable, then we must look for some part of the given which can provide a starting point for cognition, as described above. If this exists, cognition can be explained, but not otherwise. Thus, while the given provides the general starting point for our theory of knowledge, it must now be narrowed down to some particular point of the given.

[ 17 ] Let us now take a closer look at this demand. Where, within the world-picture, do we find something that is not merely given, but only given insofar as it is being produced in the actual act of cognition?

[ 18 ] It is essential to realize that the activity of producing something in the act of cognition must present itself to us as something also directly given. It must not be necessary to draw conclusions before recognizing it. This at once indicates that sense impressions do not meet our requirements. For we cannot know directly but only indirectly that sense impressions do not occur without activity on our part; this we discover only by considering physical and physiological factors. But we do know absolutely directly that concepts and ideas appear only in the act of cognition and through this enter the sphere of the directly given. In this respect concepts and ideas do not deceive anyone. A hallucination may appear as something externally given, but one would never take one's own concepts to be something given without one's own thinking activity. A lunatic regards things and relations as real to which are applied the predicate “reality,” although in fact they are not real; but he would never say that his concepts and ideas entered the sphere of the given without his own activity. It is a characteristic feature of all the rest of our world-picture that it must be given if we are to experience it; the only case in which the opposite occurs is that of concepts and ideas: these we must produce if we are to experience them. Concepts and ideas alone are given us in a form that could be called intellectual seeing. Kant and the later philosophers who follow in his steps, completely deny this ability to man, because it is said that all thinking refers only to objects and does not itself produce anything. In intellectual seeing the content must be contained within the thought-form itself. But is this not precisely the case with pure concepts and ideas? (By concept, I mean a principle according to which the disconnected elements of perception become joined into a unity. Causality, for example, is a concept. An idea is a concept with a greater content. Organism, considered quite abstractly, is an idea.) However, they must be considered in the form which they possess while still quite free of any empirical content. If, for example, the pure idea of causality is to be grasped, then one must not choose a particular instance of causality or the sum total of all causality; it is essential to take hold of the pure concept, Causality. Cause and effect must be sought in the world, but before we can discover it in the world we ourselves must first produce causality as a thought-form. If one clings to the Kantian assertion that of themselves concepts are empty, it would be impossible to use concepts to determine anything about the given world. Suppose two elements of the world-content were given: a and b. If I am to find a relation between them, I must do so with the help of a principle which has a definite content; I can only produce this principle myself in the act of cognition; I cannot derive it from the objects, for the definition of the objects is only to be obtained by means of the principle. Thus a principle by means of which we define objects belongs entirely to the conceptual sphere alone.

[ 19 ] Before proceeding further, a possible objection must be considered. It might appear that this discussion is unconsciously introducing the representation of the “I,” of the “personal subject,” and using it without first justifying it. For example, in statements like “we produce concepts” or “we insist on this or that.” But, in fact, my explanation contains nothing which implies that such statements are more than turns of phrase. As shown earlier, the fact that the act of cognition depends upon and proceeds from an “I,” can be established only through considerations which themselves make use of cognition. Thus, to begin with, the discussion must be limited to the act of cognition alone, without considering the cognizing subject. All that has been established thus far is the fact that something “given” exists; and that somewhere in this “given” the above described postulate arises; and lastly, that this postulate corresponds to the sphere of concepts and ideas. This is not to deny that its source is the “I.” But these two initial steps in the theory of knowledge must first be defined in their pure form.