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The Threshold of the Spiritual World
GA 17

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Von der ersten Anlage des physischen Menschenleibes

[ 1 ] Es ist an einer vorangehenden Stelle dieser Schrift von einem dem Erdensein vorangehenden Monden- und Sonnensein gesprochen. Nur innerhalb des Mondenseins ergeben sich für das hellsichtige Bewußtsein noch Eindrücke, welche an die Eindrücke des Erdenlebens erinnern. Nicht aber können solche Eindrücke noch gewonnen werden, wenn der hellsichtige Blick zum urfernen Sonnensein der Erde zurückgewendet wird. Dieses Sonnensein offenbart sich schon ganz als eine Welt von Wesenheiten und von Taten solcher Wesenheiten. Man muß, um von diesem Sonnensein einen Eindruck zu bekommen, sich alles fernehalten, was im Bereiche des mineralischen und des pflanzlichen Lebens der Erde an Vorstellungen gewonnen werden kann. Denn solche Vorstellungen können nur noch für die Erkenntnis der früheren Zustände der Erde selbst und - die aus dem Bereich des Pflanzenlebens gewonnenen - für das langvergangene Mondendasein eine Bedeutung haben. Zum uralten Sonnensein der Erde führen Vorstellungen, welche durch das tierische und menschliche Naturreich angeregt sein können, die aber nichts von dem bloß abbilden, was für die Sinne an den Wesen dieser Reiche erscheint.

[ 2 ] Nun findet das übersinnliche Bewußtsein des Menschen innerhalb des ätherischen Leibes wirksame Kräfte, die sich zu Bildern formen von solcher Art, daß diese Bilder zum Ausdrucke bringen, wie der äthetische Leib durch die Taten geistiger Wesenheiten innerhalb der alten Sonnenzeit seine erste Anlage im Weltengeschehen erhalten hat. Diese Anlage kann man dann durch die Mondenzeit und die Erdenzeit in ihrer Entwickelung weiter verfolgen. Man findet, daß sie sich da umgewandelt hat und durch die Umwandlung zu dem geworden ist, was gegenwärtig als ätherischer Leib des Menschen wirksam sich bezeugt.

[ 3 ] Der physische Leib des Menschen erfordert zu seinem Verständnis noch einer anderen Betätigung des menschlichen Bewußtseins. Zunächst erscheint er wie ein äußerer Abdruck des ätherischen Leibes. Der genauen Betrachtung ergibt sich aber, daß der Mensch im Sinnessein niemals zu einer vollen Entfaltung seiner Wesenheit kommen könnte, wenn der physische Leib nichts anderes wäre als nur die sinnlich-physische Offenbarung des ätherischen Leibes. Es würde, wenn dies der Fall wäre, ein bestimmtes Wollen, Fühlen und Denken des Menschen zustande kommen, nicht aber könnte das Denken, Fühlen und Wollen so zusammengefaßt werden, daß in der Seele des Menschen das Bewußtsein entsteht, das sich im «Ich-Erlebnis» ausdrückt. Dies zeigt sich ganz besonders klar, wenn sich das Bewußtsein zu der Eigenschaft des Geistschauens hin entwickelt. Für den Menschen kann dieses Ich-Erlebnis zuerst nur in der Sinneswelt eintreten, wenn er von seinem physisch-sinnlichen Leib umhüllt ist. Von da aus kann er es dann in die elementarische Welt und in die geistige Welt hineintragen und seinen ätherischen und astralischen Leib damit durchdringen. Der Mensch hat eben einen ätherischen und astralischen Leib, in welchen sich das Ich-Eriebnis zunächst nicht bildet. Er hat einen physisch-sinnlichen Leib, in dem dieses Erlebnis auftreten kann. Wenn nun der physisch-sinnliche Menschenleib von der geistigen Welt aus betrachtet wird, so zeigt sich, daß in ihm etwas Wesenhaftes vorhanden ist, was selbst von dieser geistigen Welt aus sich nicht völlig in seiner Wahrheit offenbart. Betritt das Bewußtsein als hellsichtiges die geistige Welt, so lebt sich die Seele in die Welt der Gedanken-Wesenhaftigkeit ein; allein das Ich-Erlebnis, wie es durch entsprechend verstärkte Seelenkraft in diese Welt hineingetragen werden kann, ist nicht bloß aus Weltgedanken gewoben; es fühlt in der Welt der Weltgedanken noch nicht dasjenige, welches in dem Umkreis ein Gleiches mit der eigenen Wesenheit zeigt. Die Seele muß, um solches zu fühlen, den Weg in das Übersinnliche noch weiter fortsetzen. Sie muß zu Erlebnissen kommen, in welchen sie auch von Gedanken verlassen ist, so daß alle Sinneserlebnisse und auch alle Erlebnisse des Denkens, Fühlens und Wollens gewissermaßen auf ihrem Wege in das Übersinnliche hinter ihr liegen. Dadurch erst fühlt sie sich dann eins mit einer Wesenhaftigkeit, die so der Welt zugrunde liegt, daß sie allem vorangeht, was der Mensch als Sinnes-, als ätherisches, als astralisches Wesen beobachten kann. Der Mensch erfühlt sich dann in einem noch höheren Gebiete, als die ihm schon vorher bekannte geistige Welt eines ist. Es soll diese Welt, in welcher sich nur das «Ich» erleben kann, die über-geistige Welt genannt werden. Von dieser Welt aus erscheint auch das Gebiet der Gedanken-Wesenhaftigkeit noch als eine äußere Welt. Ist das übersinnliche Bewußtsein in diese Welt versetzt, so macht es eine Erfahrung, welche etwa in der folgenden Art sich charakterisieren läßt. Man gelangt zu dieser Charakteristik, wenn man den Weg des übersinnlichen Bewußtseins durch die verschiedenen Stufen hindurch verfolgt. Erfühlt sich die Seele in ihrem ätherischen Leibe und sind die elementarischen Vorgänge und Wesenheiten ihre Umwelt, so weiß sie sich außer dem physischen Leibe; aber dieser physische Leib bleibt als Wesenheit vorhanden, obwohl er, von außen gesehen, sich verwandelt zeigt. Er löst sich vor dem Geistesblick gewissermaßen auf in einen Teil, der als der Ausdruck von Taten geistiger Wesenheiten sich darstellt, welche vom Beginne des Erdenseins bis zur Gegenwart wirksam waren, und in einen anderen Teil, welcher der Ausdruck ist für etwas, das schon während des alten Mondenzustandes der Erde vorhanden war. So bleibt es, solange das Bewußtsein sich nur in der elementarischen Welt erlebt. Es kann in dieser Welt das Bewußtsein gewahr werden, wie der Mensch als physisches Wesen während des alten Mondenzustandes gebildet war. Betritt das Bewußtsein die geistige Welt, so löst sich von dem physischen Leibe wieder ein Teil ab. Es ist derjenige, welcher während des Mondenzustandes durch die Taten geistiger Wesenheiten gebildet worden ist. Aber es bleibt ein anderer Teil zurück. Es ist derjenige, welcher schon während des Sonnenzustandes der Erde als die damalige physische Wesenheit des Menschen vorhanden war. Doch bleibt auch von dieser physischen Wesenheit noch etwas zurück, wenn alles vom Gesichtspunkte der geistigen Welt aus in Betracht gezogen werden kann, was während der Sonnenzeit durch Taten geistiger Wesenheiten geschehen ist. Was da noch zurückbleibt, offenbart sich erst als die Tat geistiger Wesenheiten von der übergeistigen Welt aus. Es offenbart sich als schon vorhanden im Beginne der Sonnenzeit. Man muß zu einem Zustande der Erde vor ihrer Sonnenzeit zurückgehen. In meiner «Geheimwissenschaft» versuchte ich zu rechtfertigen, warum man diesen Zustand des Erdenseins den «Saturnzustand» der Erde nennen kann. Die Erde war in diesem Sinne «Saturn», bevor sie Sonne geworden ist. Und während dieses Saturnzustandes ist die erste Anlage des physischen Menschenleibes aus dem allgemeinen Weltprozesse heraus durch die Taten geistiger Wesenheiten entstanden. Diese Anlage hat sich dann während der folgenden Sonnen-, Monden- und Erdenzeit so umgebildet durch die hinzutretenden Taten anderer geistiger Wesenheiten, daß der gegenwärtige physische Menschenleib geworden ist.

Versions Available:

The Threshold of the Spiritual World 1922, tr. H. Collison
  1. The Threshold of the Spiritual World, Steiner Online Library
  2. Die Schwelle der geistigen Welt, 8th ed.

XIII. The First Beginnings of Man's Physical Body

[ 1 ] Earlier in this book mention was made of a Moon and Sun condition, preceding the Earth condition, and only in that Moon period do there appear to clairvoyant consciousness impressions which are reminiscent of the impressions of earth-life. Such impressions are no longer to be gained when clairvoyant sight is directed to the still further distant past of the earth's Sun condition. The latter is revealed wholly as a world of beings and the actions of those beings. In order to get an impression of this Sun period, it is necessary to keep at a distance all ideas of the earth's mineral and plant life. For such ideas only have a meaning with regard to earlier conditions of the earth period; and, those of them which concern plant-life, to the long-past Moon period. To the earth's ancient Sun condition conceptions lead which may be prompted by the animal and human kingdoms of nature—conceptions, however, which do not merely portray what the senses disclose about the inhabitants of those kingdoms.

[ 2 ] Now the clairvoyant consciousness of man finds within the etheric body active forces which form themselves into pictures of such a kind that they bring to expression the way in which the etheric body received, through the actions of spiritual beings during the ancient Sun period, its first beginning in the cosmic order of things. This beginning may be traced in its further development through the Moon and Earth periods. We find that in the course of these it was transformed, and through this transformation became what is now seen to be the active etheric body of man.

[ 3 ] In order to understand the physical body of man, we require, however, a different activity of human consciousness. At first it appears as an outer counterpart of the etheric body. But close observation shows that man could never arrive at a complete development of his being, unless the physical body were something more than merely a physical manifestation of the etheric body. If this were so, definite willing, feeling, and thinking would take place in man, but they could not be so synthetised that the consciousness which expresses itself as an ego-experience could arise in the human soul. This becomes specially evident when the consciousness develops the quality of clairvoyance. Man's ego-experience can at first only take place in the physical world, when he is invested with his physical body. Thence he is able to take his experience into the elemental and spiritual worlds and interpenetrate his etheric and astral bodies with it. For man has an etheric and an astral body in which the ego-experience does not at first arise. Only in his physical body can that experience take place. Now if the human physical body is looked at from the spiritual world, it turns out that there is something in it, belonging to it intrinsically, which even from the spiritual world is not fully disclosed in its reality. If the consciousness enters the spiritual world in a clairvoyant capacity, the soul grows familiar with the world of thought-reality; but the ego experience, which through an adequate strengthening of soul-force may be carried into that world, is not woven simply out of universal thoughts; it does not yet feel in the world of cosmic thoughts anything in that environment which is equal to its own being. In order to feel this, the soul must advance still further into the supersensible. It must come to experiences in which it is abandoned even by thoughts, so that all physical experiences and all experiences also of thinking, feeling, and willing are, as it were, left behind it on its journey into the supersensible. Then for the first time does it feel itself one with a reality which so underlies the universe that it takes precedence of everything which man, as a physical, etheric, and astral being, is able to observe. Man then feels himself in a still higher sphere than the spiritual world so far known to him. We will call this world in which only the ego can experience itself, the super-spiritual world. From it even the region of thought-reality seems an outer world. When clairvoyant consciousness is transferred to this super-spiritual world, it goes through an experience which may be described and characterised somewhat as follows, by tracing the path followed by clairvoyant consciousness through its various stages.

When the soul feels itself in its etheric body, and elemental events and beings are its environment, it knows it is outside the physical body; but that physical body still exists as an entity, although when seen from without it appears transformed. To spiritual sight a part of it becomes detached, and is manifest as the expression of the deeds of spiritual beings who have been active from the beginning of the earth's existence up to the present time. Another detached part appears as the expression of something which was already in existence during the ancient Moon condition of the earth. This state of things continues as long as the consciousness is only experiencing itself in the elemental world. In that world the consciousness is able to become aware of the way in which man was constituted as a physical being during the ancient Moon period.

When the consciousness enters the spiritual world, another part of the physical body becomes detached. It is the part which was formed during the Moon period by the deeds of spiritual beings. But another part is left behind. It is that which existed during the Sun condition of the earth as man's physical entity at that period. But even of this physical entity something is left behind, when, from the standpoint of the spiritual world, everything is taken into account which happened during the Sun period through the deeds of spiritual beings.

What is then left behind is first revealed as the action of spiritual beings when the consciousness reaches the super-spiritual world. It is revealed as already existent at the beginning of the Sun period, and we have to go back to a condition of the earth before its Sun period. In my book Occult Science, I endeavoured to vindicate the use of the term Saturn period for this condition of the earth's existence. In this sense the earth was Saturn before it became Sun. And during that Saturn period the first beginning of the physical human body came into existence out of the cosmic world?process through the deeds of spiritual beings. That beginning was afterwards so transformed during the succeeding Sun, Moon, and Earth periods by the further actions of other spiritual beings that the present physical human body became what it now is.