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On the Astral World and Devachan
GA 88

11 November 1903, Berlin

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Über die astrale Welt und das Devachan, 1st ed.
  1. On the Astral World and Devachan, tr. SOL

3. Ursprung und Wesen des Menschen

3. Ursprung und Wesen des Menschen

[ 1 ] Wir müssen heute einen Blick werfen auf die wichtigen Fragen von Ursprung und Wesen des Menschen. Wenn nach diesen wichtigen Dingen gefragt wird, so kann man nicht sagen, daß die Antwort darauf eine besonders leichte ist. Die folgenden Vorträge werden uns weniger Schwierigkeiten bereiten.

[ 1 ] Wir müssen heute einen Blick werfen auf die wichtigen Fragen von Ursprung und Wesen des Menschen. Wenn nach diesen wichtigen Dingen gefragt wird, so kann man nicht sagen, daß die Antwort darauf eine besonders leichte ist. Die folgenden Vorträge werden uns weniger Schwierigkeiten bereiten.

[ 2 ] Aus drei Bestandteilen im wesentlichen, so sagte ich im Beginne dieser Vorträge, haben wir uns den Menschen zusammengesetzt zu denken: aus Körper, Seele und Geist. Wie sich diese Teile des Menschen zusammensetzen, das werden wir im weiteren Verlaufe der Vorträge noch sehen. Die theosophische Einsicht zeigt uns einen dreifachen Ursprung unserer eigenen Natur, und um diesen dreifachen Ursprung, den körperlichen, den seelischen und den geistigen zu besprechen, müssen wir zu den denkbar entlegensten Gebieten des Universums gehen, wir müssen einen Blick werfen auf diejenigen Vorgänge, die wir als Theosophen auffassen als Vorgänge in dem Göttlich-Geistigen selbst und in seinem Leben. Die esoterische Philosophie aller Zeiten bezeichnet das Weltall in seinen Tiefen als ein rhythmisches Leben des Weltengeistes. Die indische Philosophie zum Beispiel spricht von dem Ein- und Ausatmen Brahmas. Brahma macht verschiedene Stadien seines göttlichen Lebens durch. Diese Stadien verlaufen so, daß sie mit einem Ein- und Ausatmen des göttlichen Urgeistes verglichen werden können. Das Ausatmen wurde ein Weltentstehen, das Einatmen ist der Übergang von einer Welt, die ihre Aufgabe erfüllt hat, in eine Art von Schlafzustand, der dann überzugehen hat in ein neues Dasein, in eine neue Ausatmung. So wechseln fortwährend die Zustände der offenbaren Welt und die Zustände der Ruhe. Manvantara und Pralaya, das sind die Zustände der Offenbarung und die Zustände der in sich selbst ruhenden Gottheit. Das ist ein Bild. Welcher Vorgang diesem Bilde zugrundeliegt, das zu schildern würden Menschenworte in unserer Zeit nicht ausreichen.

[ 2 ] Aus drei Bestandteilen im wesentlichen, so sagte ich im Beginne dieser Vorträge, haben wir uns den Menschen zusammengesetzt zu denken: aus Körper, Seele und Geist. Wie sich diese Teile des Menschen zusammensetzen, das werden wir im weiteren Verlaufe der Vorträge noch sehen. Die theosophische Einsicht zeigt uns einen dreifachen Ursprung unserer eigenen Natur, und um diesen dreifachen Ursprung, den körperlichen, den seelischen und den geistigen zu besprechen, müssen wir zu den denkbar entlegensten Gebieten des Universums gehen, wir müssen einen Blick werfen auf diejenigen Vorgänge, die wir als Theosophen auffassen als Vorgänge in dem Göttlich-Geistigen selbst und in seinem Leben. Die esoterische Philosophie aller Zeiten bezeichnet das Weltall in seinen Tiefen als ein rhythmisches Leben des Weltengeistes. Die indische Philosophie zum Beispiel spricht von dem Ein- und Ausatmen Brahmas. Brahma macht verschiedene Stadien seines göttlichen Lebens durch. Diese Stadien verlaufen so, daß sie mit einem Ein- und Ausatmen des göttlichen Urgeistes verglichen werden können. Das Ausatmen wurde ein Weltentstehen, das Einatmen ist der Übergang von einer Welt, die ihre Aufgabe erfüllt hat, in eine Art von Schlafzustand, der dann überzugehen hat in ein neues Dasein, in eine neue Ausatmung. So wechseln fortwährend die Zustände der offenbaren Welt und die Zustände der Ruhe. Manvantara und Pralaya, das sind die Zustände der Offenbarung und die Zustände der in sich selbst ruhenden Gottheit. Das ist ein Bild. Welcher Vorgang diesem Bilde zugrundeliegt, das zu schildern würden Menschenworte in unserer Zeit nicht ausreichen.

[ 3 ] Nach unserer menschlichen Anschauung, das heißt nach der Anschauung derjenigen, deren geistiger Blick geöffnet ist für diese geheimnisvollen Zustände des Weltenalls, haben wir dreierlei Atemzüge des göttlichen Urgeistes zu unterscheiden, und diese drei Atemzüge stellen zugleich den dreifachen Ursprung des Menschen dar. Daß der Mensch aus den drei Teilen besteht, aus Körper, Seele und Geist, das verdankt seinen Ursprung drei Wesensteilen des göttlichen Atems. Wir wollen versuchen, diesen dreifachen Ursprung der menschlichen Wesenheit zu verfolgen.

[ 3 ] Nach unserer menschlichen Anschauung, das heißt nach der Anschauung derjenigen, deren geistiger Blick geöffnet ist für diese geheimnisvollen Zustände des Weltenalls, haben wir dreierlei Atemzüge des göttlichen Urgeistes zu unterscheiden, und diese drei Atemzüge stellen zugleich den dreifachen Ursprung des Menschen dar. Daß der Mensch aus den drei Teilen besteht, aus Körper, Seele und Geist, das verdankt seinen Ursprung drei Wesensteilen des göttlichen Atems. Wir wollen versuchen, diesen dreifachen Ursprung der menschlichen Wesenheit zu verfolgen.

[ 4 ] Wir denken uns zunächst einmal sieben Stufen der Entwicklung, von der ersten Stufe bis dahin, wie uns der Mensch in seinem gegenwärtigen Entwicklungsstadium entgegentritt. Auf der ersten Stufe der Entwicklung, die wir das erste Elementarreich des Universums nennen, ist noch nichts vorhanden von dem, was uns in unserer Welt jetzt entgegentritt. Es ist noch gar nichts vorhanden von der Mannigfaltigkeit der Steine, der Pflanzen- und Tierwelt, wie sie uns heute entgegentreten, auch nichts von der Mannigfaltigkeit unserer Gedankenwelt, auch nichts von der unserer Weltbildung zugrundeliegenden Gedankenbildung, auch nichts von Naturgesetzen. Wohl aber ist im ersten Elementarreich vorhanden das System der Anlagen zu allem Späteren.

[ 4 ] Wir denken uns zunächst einmal sieben Stufen der Entwicklung, von der ersten Stufe bis dahin, wie uns der Mensch in seinem gegenwärtigen Entwicklungsstadium entgegentritt. Auf der ersten Stufe der Entwicklung, die wir das erste Elementarreich des Universums nennen, ist noch nichts vorhanden von dem, was uns in unserer Welt jetzt entgegentritt. Es ist noch gar nichts vorhanden von der Mannigfaltigkeit der Steine, der Pflanzen- und Tierwelt, wie sie uns heute entgegentreten, auch nichts von der Mannigfaltigkeit unserer Gedankenwelt, auch nichts von der unserer Weltbildung zugrundeliegenden Gedankenbildung, auch nichts von Naturgesetzen. Wohl aber ist im ersten Elementarreich vorhanden das System der Anlagen zu allem Späteren.

[ 5 ] Wer einen Blick hat für dieses System aller weiteren Weitenkeime, der weiß, daß diese Keime von einer unendlichen Schönheit und Erhabenheit sind. Alles, was später zum Vorschein kommt, ist nur ein schwacher Abglanz von dem, was keimartig im ersten Elementarreich vorhanden ist. In diesem sind vorhanden die großen Absichten des göttlichen Urgeistes, die Absichten, die er mit den einzelnen Welten hat. Und wie die [Entwicklungen] hinter den Absichten zurückbleiben, so bleiben sie auch in bezug auf das Weltensein zurück, nicht im Ganzen, aber in Einzelheiten. In der großen Mannigfaltigkeit der Unendlichkeit sind die Absichten wunderbar erfüllt. Deshalb nennt die Theosophie dieses erste Elementarreich die Welt des Formlosen, die später erst die Form aus sich heraus gebiert.

[ 5 ] Wer einen Blick hat für dieses System aller weiteren Weitenkeime, der weiß, daß diese Keime von einer unendlichen Schönheit und Erhabenheit sind. Alles, was später zum Vorschein kommt, ist nur ein schwacher Abglanz von dem, was keimartig im ersten Elementarreich vorhanden ist. In diesem sind vorhanden die großen Absichten des göttlichen Urgeistes, die Absichten, die er mit den einzelnen Welten hat. Und wie die [Entwicklungen] hinter den Absichten zurückbleiben, so bleiben sie auch in bezug auf das Weltensein zurück, nicht im Ganzen, aber in Einzelheiten. In der großen Mannigfaltigkeit der Unendlichkeit sind die Absichten wunderbar erfüllt. Deshalb nennt die Theosophie dieses erste Elementarreich die Welt des Formlosen, die später erst die Form aus sich heraus gebiert.

[ 6 ] Erst im späteren Verlaufe nimmt diese Welt des Urgeistes Form an. Dies läßt sich nur vergleichen mit den Formen, welche unsere Gedanken in uns haben. Denken Sie sich, das, was Sie außerhalb von sich selbst haben, wäre verschwunden und nur das wäre Ihnen gegenwärtig, an was Sie sich erinnern können. Sie hätten um sich ein Meer von Gedanken. Was Sie gesehen und gehört haben, haben Sie vergessen, auch was Sie an Körperlichem gesehen haben. Solche Gedankenformen — nur eben große — sind der Inhalt des zweiten Elementarreiches. Das ganze Weltenall ist ein geformtes Gedanken-All gewesen. Wie einst Plato die Welt der Ideen sich vorgestellt hat, so müssen wir uns das Reich der geformten Gedanken vorstellen, das Reich der Vernunftwelt, wie es sich die Mystiker im Mittelalter vorgestellt haben.

[ 6 ] Erst im späteren Verlaufe nimmt diese Welt des Urgeistes Form an. Dies läßt sich nur vergleichen mit den Formen, welche unsere Gedanken in uns haben. Denken Sie sich, das, was Sie außerhalb von sich selbst haben, wäre verschwunden und nur das wäre Ihnen gegenwärtig, an was Sie sich erinnern können. Sie hätten um sich ein Meer von Gedanken. Was Sie gesehen und gehört haben, haben Sie vergessen, auch was Sie an Körperlichem gesehen haben. Solche Gedankenformen — nur eben große — sind der Inhalt des zweiten Elementarreiches. Das ganze Weltenall ist ein geformtes Gedanken-All gewesen. Wie einst Plato die Welt der Ideen sich vorgestellt hat, so müssen wir uns das Reich der geformten Gedanken vorstellen, das Reich der Vernunftwelt, wie es sich die Mystiker im Mittelalter vorgestellt haben.

[ 7 ] Und weiter zeigt die Entwicklung eine dichtere Stufe. Die Weltgedanken prägen sich zum ersten Male einem Stoffe ein, den man erst in Wahrheit Stoff nennen kann. Das ist das Astralreich. Die leichten Gedanken sind zu astralen Wesen geworden, die wir nun wahrnehmen können, und zwar als den Raum durchflutende Triebe und Leidenschaften. Nur der Seher nimmt diese Strömungen wahr, er nimmt sie wahr in leuchtenden Gestalten. Diese Strömungen sind im dritten Elementarreiche vorhanden. Alte Philosophen sprechen von diesen drei Elementarreichen, aber die Leute, die dies heute verfolgen, wissen nicht, was einmal damit gemeint war. Wir brauchen nur zu Empedokles zurückzugehen, so finden wir, daß er davon wußte. Er sagte: Alles ist bewirkt durch Liebe und Haß. Auf dieser zweiten und dritten Stufe haben sich die Gedanken herunterverdichtet. Nachdem die dritte Stufe erreicht war, da konsolidierte sich die astrale Materie. Sie wurde dichter und dichter und webte sich diejenigen Stoffe und Tätigkeiten ein, die der physische Mensch jetzt erst kennt. Sie webte sich ein ein Gespinst von Naturgesetzen und Kräften. Die Theosophie nennt dieses Reich das Mineralreich. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß das Mineralreich auf dieser Stufe schon ausgebildete Mineralien, Kristalle und so weiter enthielt. Nein, alles dasjenige, was später, auf viel späteren Stufen Mineral wird, was chemische Verbindungen und Zersetzun gen durchmacht, das durchzieht noch blitz- und donnerartig dieses Reich, das vierte Reich, das wir das kosmische Mineralreich oder das vierte Elementarreich nennen.

[ 7 ] Und weiter zeigt die Entwicklung eine dichtere Stufe. Die Weltgedanken prägen sich zum ersten Male einem Stoffe ein, den man erst in Wahrheit Stoff nennen kann. Das ist das Astralreich. Die leichten Gedanken sind zu astralen Wesen geworden, die wir nun wahrnehmen können, und zwar als den Raum durchflutende Triebe und Leidenschaften. Nur der Seher nimmt diese Strömungen wahr, er nimmt sie wahr in leuchtenden Gestalten. Diese Strömungen sind im dritten Elementarreiche vorhanden. Alte Philosophen sprechen von diesen drei Elementarreichen, aber die Leute, die dies heute verfolgen, wissen nicht, was einmal damit gemeint war. Wir brauchen nur zu Empedokles zurückzugehen, so finden wir, daß er davon wußte. Er sagte: Alles ist bewirkt durch Liebe und Haß. Auf dieser zweiten und dritten Stufe haben sich die Gedanken herunterverdichtet. Nachdem die dritte Stufe erreicht war, da konsolidierte sich die astrale Materie. Sie wurde dichter und dichter und webte sich diejenigen Stoffe und Tätigkeiten ein, die der physische Mensch jetzt erst kennt. Sie webte sich ein ein Gespinst von Naturgesetzen und Kräften. Die Theosophie nennt dieses Reich das Mineralreich. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß das Mineralreich auf dieser Stufe schon ausgebildete Mineralien, Kristalle und so weiter enthielt. Nein, alles dasjenige, was später, auf viel späteren Stufen Mineral wird, was chemische Verbindungen und Zersetzun gen durchmacht, das durchzieht noch blitz- und donnerartig dieses Reich, das vierte Reich, das wir das kosmische Mineralreich oder das vierte Elementarreich nennen.

[ 8 ] Was heute in unserem physischen Körper lebt, was heute alle Gesetze in unserem physischen Körper regiert, alles, was gesetzmäßig in unserem Leibe vorhanden ist, das war damals aufgelöst in diesen den Weltenraum durchzuckenden Kräften, in diesen Mineralkräften. Alles, was den heutigen Körper konstituiert, war in jenem Mineralreich vorhanden. Von daher stammt der Ursprung der Kräfte und Stoffe, die in unseren Körpern sind und einen Teil unseres Wesens zusammensetzen. Aus diesen elementarischen Vorgängen heraus bildete sich das Körperliche des Menschen. Und in dem Zeitmomente, wo diese elementarischen Vorgänge so weit vorgeschritten sind, wie ich es beschrieben habe, in diesem Zeitmomente tritt etwas anderes in dieses mineralische Universum herein, und dieses andere, von dem ich jetzt sprechen werde, das ist das, was in uns als unser seelischer Bestandteil lebt. Ursprünglich waren sowohl die körperlichen als auch die seelischen Bestandteile in dem einen göttlichen Urwesen enthalten. Gleichsam der erste Teil des göttlichen Atemzuges war es, den ich jetzt beschrieben habe. Den andern Teil will ich jetzt beschreiben.

[ 8 ] Was heute in unserem physischen Körper lebt, was heute alle Gesetze in unserem physischen Körper regiert, alles, was gesetzmäßig in unserem Leibe vorhanden ist, das war damals aufgelöst in diesen den Weltenraum durchzuckenden Kräften, in diesen Mineralkräften. Alles, was den heutigen Körper konstituiert, war in jenem Mineralreich vorhanden. Von daher stammt der Ursprung der Kräfte und Stoffe, die in unseren Körpern sind und einen Teil unseres Wesens zusammensetzen. Aus diesen elementarischen Vorgängen heraus bildete sich das Körperliche des Menschen. Und in dem Zeitmomente, wo diese elementarischen Vorgänge so weit vorgeschritten sind, wie ich es beschrieben habe, in diesem Zeitmomente tritt etwas anderes in dieses mineralische Universum herein, und dieses andere, von dem ich jetzt sprechen werde, das ist das, was in uns als unser seelischer Bestandteil lebt. Ursprünglich waren sowohl die körperlichen als auch die seelischen Bestandteile in dem einen göttlichen Urwesen enthalten. Gleichsam der erste Teil des göttlichen Atemzuges war es, den ich jetzt beschrieben habe. Den andern Teil will ich jetzt beschreiben.

[ 9 ] Den ersten Teil [der Entwicklung] können wir so zusammenfassen, daß wir den Menschen ein Gattungswesen nennen. In bezug auf die Gattung sind die Menschen mehr oder weniger gleich. Wir sprechen ja auch von pflanzlicher und tierischer Gattung. So gibt es auch eine Menschengattung, welche die ganze Erde bewohnt. In jedem Einzelwesen der Gattung ist die Persönlichkeit vorhanden. Dadurch, daß ich ein Wesen der Gattung Mensch bin, bin ich allen anderen Menschen physisch gleich gebildet, aber in dieser Gattung Mensch steht das darin, was ich meine Persönlichkeit nenne, und dieses macht die Seele aus. Ich bin Persönlichkeit dadurch, daß ich persönliche Interessen, persönliche Sympathien und Antipathien habe und so weiter. Trotzdem sich die Menschen als Gattungswesen gleich sind, unterscheiden sie sich in bezug auf die Persönlichkeit so, daß nicht eine Person der anderen gleicht. Dieses Persönliche im Menschen ist nicht durch denselben Teil des göttlichen Atemzuges entstanden, das kommt von einer anderen Seite her, um sich mit der Mineralsubstanz zu vereinigen. Der Gattungscharakter entstand durch [den ersten Teil des göttlichen Atemzuges], die Persönlichkeit entsteht dadurch, daß sie bis zu dem Punkte, wo sie sich [mit dem Gattungswesen] vereinigt, einen anderen Weg gemacht hat durch das Weltenall. Auf diesem anderen Weg hat das, was später die menschliche Persönlichkeit ausmacht, schon eine Reihe von Stadien, von Lektionen im Weltenall durchlebt, das war bereits auf anderen Stufen verkörpert, das war vorhanden in Naturen, welche ähnlich sind unserer physischen Natur, ähnlich den Pflanzenwesen, ähnlich den Tierwesen, nur in anderer, verschiedener Art. Die Kräfte, welche fähig sind, uns zur Persönlichkeit zu machen, sind schon durch viele Stufen hindurchgegangen, und dies möchte ich nun beschreiben.

[ 9 ] Den ersten Teil [der Entwicklung] können wir so zusammenfassen, daß wir den Menschen ein Gattungswesen nennen. In bezug auf die Gattung sind die Menschen mehr oder weniger gleich. Wir sprechen ja auch von pflanzlicher und tierischer Gattung. So gibt es auch eine Menschengattung, welche die ganze Erde bewohnt. In jedem Einzelwesen der Gattung ist die Persönlichkeit vorhanden. Dadurch, daß ich ein Wesen der Gattung Mensch bin, bin ich allen anderen Menschen physisch gleich gebildet, aber in dieser Gattung Mensch steht das darin, was ich meine Persönlichkeit nenne, und dieses macht die Seele aus. Ich bin Persönlichkeit dadurch, daß ich persönliche Interessen, persönliche Sympathien und Antipathien habe und so weiter. Trotzdem sich die Menschen als Gattungswesen gleich sind, unterscheiden sie sich in bezug auf die Persönlichkeit so, daß nicht eine Person der anderen gleicht. Dieses Persönliche im Menschen ist nicht durch denselben Teil des göttlichen Atemzuges entstanden, das kommt von einer anderen Seite her, um sich mit der Mineralsubstanz zu vereinigen. Der Gattungscharakter entstand durch [den ersten Teil des göttlichen Atemzuges], die Persönlichkeit entsteht dadurch, daß sie bis zu dem Punkte, wo sie sich [mit dem Gattungswesen] vereinigt, einen anderen Weg gemacht hat durch das Weltenall. Auf diesem anderen Weg hat das, was später die menschliche Persönlichkeit ausmacht, schon eine Reihe von Stadien, von Lektionen im Weltenall durchlebt, das war bereits auf anderen Stufen verkörpert, das war vorhanden in Naturen, welche ähnlich sind unserer physischen Natur, ähnlich den Pflanzenwesen, ähnlich den Tierwesen, nur in anderer, verschiedener Art. Die Kräfte, welche fähig sind, uns zur Persönlichkeit zu machen, sind schon durch viele Stufen hindurchgegangen, und dies möchte ich nun beschreiben.

[ 10 ] Die Persönlichkeit des Menschen kommt also von einer anderen Welt herüber; sie hat bereits Stufen der Entwicklung durchgemacht, um sich dann mit dem anderen Teil, dem Gattungsmäßigen, zu verbinden. Trübe Begierden sind es, welche wie von einem Nebenstrom herüberkommen zu einem Hauptstrom. Stellen Sie sich vor, daß in diesen Strom von universaler Mineral-Elementar-Substanz jetzt einfließen unzählige solcher Persönlichkeitswesen, welche bereits einmal physische Körperlichkeit hatten, die zwar als Wesen ganz anders ausgesehen haben als wir Menschen, die aber dennoch unsere Vorfahren waren. Stellen Sie sich vor, daß diese Wesen eine Körperlichkeit hatten, die viel dichter und größer war als unsere Körperlichkeit. Wir können sagen, sie haben sich abgespalten von dem göttlichen Atemzug. Ein Kraftstrom war entstanden, der durch die Stadien der Entwicklung gelernt hat, zur Persönlichkeit zu werden. Alle Seelen, welche menschliche Körper bewohnen, sind herübergekommen von diesem Strome. Nachdem Sie einen schlimmen Zustand absolviert haben, lassen sie sich als Keim gleichsam einsenken in die Substanz des Universums, wie ich vorhin beschrieben habe, als trübe Begierden und Leidenschaften und haben sich als Persönlichkeit konstituiert. Sie verbanden sich mit dem, was selbst Leidenschaft und Begierde ist. Dieser Strom hat sich herunterentwickelt, bis er zur astralen Welt geworden ist.

[ 10 ] Die Persönlichkeit des Menschen kommt also von einer anderen Welt herüber; sie hat bereits Stufen der Entwicklung durchgemacht, um sich dann mit dem anderen Teil, dem Gattungsmäßigen, zu verbinden. Trübe Begierden sind es, welche wie von einem Nebenstrom herüberkommen zu einem Hauptstrom. Stellen Sie sich vor, daß in diesen Strom von universaler Mineral-Elementar-Substanz jetzt einfließen unzählige solcher Persönlichkeitswesen, welche bereits einmal physische Körperlichkeit hatten, die zwar als Wesen ganz anders ausgesehen haben als wir Menschen, die aber dennoch unsere Vorfahren waren. Stellen Sie sich vor, daß diese Wesen eine Körperlichkeit hatten, die viel dichter und größer war als unsere Körperlichkeit. Wir können sagen, sie haben sich abgespalten von dem göttlichen Atemzug. Ein Kraftstrom war entstanden, der durch die Stadien der Entwicklung gelernt hat, zur Persönlichkeit zu werden. Alle Seelen, welche menschliche Körper bewohnen, sind herübergekommen von diesem Strome. Nachdem Sie einen schlimmen Zustand absolviert haben, lassen sie sich als Keim gleichsam einsenken in die Substanz des Universums, wie ich vorhin beschrieben habe, als trübe Begierden und Leidenschaften und haben sich als Persönlichkeit konstituiert. Sie verbanden sich mit dem, was selbst Leidenschaft und Begierde ist. Dieser Strom hat sich herunterentwickelt, bis er zur astralen Welt geworden ist.

[ 11 ] Diese kosmische Trieb- und Leidenschaftsnatur wird in den physischen Menschenkeim hineinversenkt mit der Anlage der Entwicklung. In diesem Augenblicke ist der Anfang der Entwicklung unseres irdischen Wesens gegeben. In dem Augenblicke der Vereinigung dieser beiden beginnt unsere irdische Laufbahn. Wir bezeichnen diesen doppelten Ursprung des Menschen auch so, daß wir sagen: Der universelle Logos, dem der Urgeist zugrundeliegt, hat einen Strom heruntergeschickt, den dritten Logos, und der dritte Logos hat verschiedene Formen angenommen, die ich beschrieben habe als das erste, zweite und dritte Elementarreich. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß dieser dritte Teil des Logos, dieser dritte Teil des Atems der göttlichen Weltenseele, bisher untätig war. Nein, die ganze Reihe der Elementarreiche, die ich aufgezählt habe und die ganze Hinleitung der Triebnatur bis zur Persönlichkeit, hat diese geistige Wesenheit, der dritte Teil des göttlichen Atems, von außen her geleitet. Was nötig war, um diese beiden Seiten vorzubereiten, bis sie den Entwicklungsstandpunkt erreicht haben, um sich zu vereinigen, das alles ist von dem dritten Atemzug der göttlichen Weltseele bewirkt worden. Und auch der zweite Logos hat verschiedene Stufen absolviert, bis er zur Keimanlage der Persönlichkeit geworden ist. Der dritte und der zweite Logos strömen zusammen, und aus diesem Zusammenströmen des dritten und des zweiten Logos entstehen diejenigen Gebilde, welche allmählich unsere irdische Sphäre auferbauen.

[ 11 ] Diese kosmische Trieb- und Leidenschaftsnatur wird in den physischen Menschenkeim hineinversenkt mit der Anlage der Entwicklung. In diesem Augenblicke ist der Anfang der Entwicklung unseres irdischen Wesens gegeben. In dem Augenblicke der Vereinigung dieser beiden beginnt unsere irdische Laufbahn. Wir bezeichnen diesen doppelten Ursprung des Menschen auch so, daß wir sagen: Der universelle Logos, dem der Urgeist zugrundeliegt, hat einen Strom heruntergeschickt, den dritten Logos, und der dritte Logos hat verschiedene Formen angenommen, die ich beschrieben habe als das erste, zweite und dritte Elementarreich. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß dieser dritte Teil des Logos, dieser dritte Teil des Atems der göttlichen Weltenseele, bisher untätig war. Nein, die ganze Reihe der Elementarreiche, die ich aufgezählt habe und die ganze Hinleitung der Triebnatur bis zur Persönlichkeit, hat diese geistige Wesenheit, der dritte Teil des göttlichen Atems, von außen her geleitet. Was nötig war, um diese beiden Seiten vorzubereiten, bis sie den Entwicklungsstandpunkt erreicht haben, um sich zu vereinigen, das alles ist von dem dritten Atemzug der göttlichen Weltseele bewirkt worden. Und auch der zweite Logos hat verschiedene Stufen absolviert, bis er zur Keimanlage der Persönlichkeit geworden ist. Der dritte und der zweite Logos strömen zusammen, und aus diesem Zusammenströmen des dritten und des zweiten Logos entstehen diejenigen Gebilde, welche allmählich unsere irdische Sphäre auferbauen.

[ 12 ] Nun beginnt die menschliche Entwicklung, wie wir sie bei uns sehen. Das, was fähig ist, einen mineralischen Körper zu bilden aus Begierde, Sinnlichkeit, Instinkt, und dasjenige, was gelernt hat, diese Eigenschaften zu entfalten als Persönlichkeit, das vereinigt sich. Und nun beginnt der Mensch seine Erdenwanderung. Nun beginnt die Vereinigung zwischen dem menschlichen Gattungswesen und der menschlichen Persönlichkeit. Sie lernen sich nach und nach ineinander zu schicken. In uns stecken diese zwei. Sie stecken so in uns, daß das Gattungswesen als Physisches in uns wirkt, und das Persönliche, das von der anderen Welt herübergekommen ist, als unser Seelisches wirkt. Erst allmählich finden sie in sich die Harmonie, so zusammen zu wirken, daß das Seelische, das von dem zweiten Logos kommt, mit dem Physischen harmoniert. Der Körper ist zunächst ein ungefüger Träger des Psychischen. Das Psychische kann noch nicht die nötigen Organe und Kräfte im Körperlichen finden, um sich voll und ganz zum Ausdruck zu bringen. So arbeitet sich das Psychische gleichsam durch, es prägt sich dem Stoffe ein. In einer Reihe von Entwicklungszyklen nimmt sich der Geist der materiellen Natur an. Die Entwicklung geht dahin, daß der Körper immer mehr der Ausdruck, das Werkzeug des Seelischen wird, des Bewohners. Dann tritt das Stadium ein, in dem sich der eigentliche Geist, das, was wir das Spirituelle des Menschen nennen, mit diesen zwei anderen Elementen verbindet.

[ 12 ] Nun beginnt die menschliche Entwicklung, wie wir sie bei uns sehen. Das, was fähig ist, einen mineralischen Körper zu bilden aus Begierde, Sinnlichkeit, Instinkt, und dasjenige, was gelernt hat, diese Eigenschaften zu entfalten als Persönlichkeit, das vereinigt sich. Und nun beginnt der Mensch seine Erdenwanderung. Nun beginnt die Vereinigung zwischen dem menschlichen Gattungswesen und der menschlichen Persönlichkeit. Sie lernen sich nach und nach ineinander zu schicken. In uns stecken diese zwei. Sie stecken so in uns, daß das Gattungswesen als Physisches in uns wirkt, und das Persönliche, das von der anderen Welt herübergekommen ist, als unser Seelisches wirkt. Erst allmählich finden sie in sich die Harmonie, so zusammen zu wirken, daß das Seelische, das von dem zweiten Logos kommt, mit dem Physischen harmoniert. Der Körper ist zunächst ein ungefüger Träger des Psychischen. Das Psychische kann noch nicht die nötigen Organe und Kräfte im Körperlichen finden, um sich voll und ganz zum Ausdruck zu bringen. So arbeitet sich das Psychische gleichsam durch, es prägt sich dem Stoffe ein. In einer Reihe von Entwicklungszyklen nimmt sich der Geist der materiellen Natur an. Die Entwicklung geht dahin, daß der Körper immer mehr der Ausdruck, das Werkzeug des Seelischen wird, des Bewohners. Dann tritt das Stadium ein, in dem sich der eigentliche Geist, das, was wir das Spirituelle des Menschen nennen, mit diesen zwei anderen Elementen verbindet.

[ 13 ] Jetzt strömt dieser göttliche Atemzug selbst in das ein, was sich erst aufgebaut hat, nachdem die zwei Teile sich aneinander angepaßt haben, so daß der eine der Träger und der andere die Kraft ist. Dann strömt in diese Natur das Höchste ein. Das, was bisher nur der zentrale Dirigent war, die allgemeine universale Weltenweisheit, strömt jetzt in die Weltwesen ein. Das ist der Moment, den wir als das Einströmen des ersten Logos bezeichnen. So reif ist jetzt alles geworden, daß es als Träger des ersten Logos dienen kann. Diesen Moment des Einströmens des ersten Logos will ich Ihnen so zeigen: Stellen Sie sich einen Raum vor, der durch ein zentrales Licht erleuchtet ist. An den Seiten des Raumes befinden sich spiegelnde Kugeln, die das Licht tausendfältig zurückspiegeln. Jede einzelne Kugel wirft das Bild des Lichtes zurück. So müssen wir uns den Menschen im Universum vorstellen, den der Geist von außen leitete. Nehmen wir an, daß die Kugeln sinnbildlich, symbolisch die Menschen als Gattungswesen darstellen. Das Licht, das allen Licht gibt, kommt von außen her, so daß die Kugeln von innen nur ein wesenloses Spiegelbild geben können. So war es mit der menschlichen Entwicklung bis zu dem Zeitpunkte, von dem wir jetzt sprechen. Bis dahin war der Mensch wie ein Spiegel, der beschienen wurde von dem ersten Logos, von der Geistseele der Welt. Der Mensch warf das Licht der Weltenseele zurück, er spiegelte das, was das Geisteslicht ausstrahlte.

[ 13 ] Jetzt strömt dieser göttliche Atemzug selbst in das ein, was sich erst aufgebaut hat, nachdem die zwei Teile sich aneinander angepaßt haben, so daß der eine der Träger und der andere die Kraft ist. Dann strömt in diese Natur das Höchste ein. Das, was bisher nur der zentrale Dirigent war, die allgemeine universale Weltenweisheit, strömt jetzt in die Weltwesen ein. Das ist der Moment, den wir als das Einströmen des ersten Logos bezeichnen. So reif ist jetzt alles geworden, daß es als Träger des ersten Logos dienen kann. Diesen Moment des Einströmens des ersten Logos will ich Ihnen so zeigen: Stellen Sie sich einen Raum vor, der durch ein zentrales Licht erleuchtet ist. An den Seiten des Raumes befinden sich spiegelnde Kugeln, die das Licht tausendfältig zurückspiegeln. Jede einzelne Kugel wirft das Bild des Lichtes zurück. So müssen wir uns den Menschen im Universum vorstellen, den der Geist von außen leitete. Nehmen wir an, daß die Kugeln sinnbildlich, symbolisch die Menschen als Gattungswesen darstellen. Das Licht, das allen Licht gibt, kommt von außen her, so daß die Kugeln von innen nur ein wesenloses Spiegelbild geben können. So war es mit der menschlichen Entwicklung bis zu dem Zeitpunkte, von dem wir jetzt sprechen. Bis dahin war der Mensch wie ein Spiegel, der beschienen wurde von dem ersten Logos, von der Geistseele der Welt. Der Mensch warf das Licht der Weltenseele zurück, er spiegelte das, was das Geisteslicht ausstrahlte.

[ 14 ] Nun aber denken Sie sich das Licht so verwandelt, daß das zentrale Licht ausfließt und anfängt, in die Kugeln einzudringen, um mit einem Teil seiner Wesenheit die einzelnen Kugeln zum Leuchten zu erwecken. Das Licht fließt aus, um dasjenige, was bis jetzt nur Spiegelbild sein konnte, zum lebendigen Selbstleuchten zu bringen. Aus den Kugeln strahlt jetzt eigenes Licht, das abgetrennt ist von dem zentralen Licht. So müssen wir uns vorstellen, daß in einem bestimmten Momente der Entwicklung der erste Logos, die Geistseele, einen Teil des Leuchtens hingeopfert hat, um ihn hineinzugießen in die Menschen.

[ 14 ] Nun aber denken Sie sich das Licht so verwandelt, daß das zentrale Licht ausfließt und anfängt, in die Kugeln einzudringen, um mit einem Teil seiner Wesenheit die einzelnen Kugeln zum Leuchten zu erwecken. Das Licht fließt aus, um dasjenige, was bis jetzt nur Spiegelbild sein konnte, zum lebendigen Selbstleuchten zu bringen. Aus den Kugeln strahlt jetzt eigenes Licht, das abgetrennt ist von dem zentralen Licht. So müssen wir uns vorstellen, daß in einem bestimmten Momente der Entwicklung der erste Logos, die Geistseele, einen Teil des Leuchtens hingeopfert hat, um ihn hineinzugießen in die Menschen.

[ 15 ] Jetzt ist das Menschenwesen ausgestattet mit allen drei Teilen seiner Wesenheit. Der erste Logos hat Besitz ergriffen von der menschlichen Wesenheit. Der Mensch besteht fortan aus drei Teilen. Der Teil, der durch das Mineralreich gegangen ist, hat sich vereinigt mit der Seelenentwicklung und ist dann weiter bis zu dem Zustande der Reife gelangt, so daß der Geist, die Sonne der Welt, die Geistseele, von ihm Besitz ergreifen konnte.

[ 15 ] Jetzt ist das Menschenwesen ausgestattet mit allen drei Teilen seiner Wesenheit. Der erste Logos hat Besitz ergriffen von der menschlichen Wesenheit. Der Mensch besteht fortan aus drei Teilen. Der Teil, der durch das Mineralreich gegangen ist, hat sich vereinigt mit der Seelenentwicklung und ist dann weiter bis zu dem Zustande der Reife gelangt, so daß der Geist, die Sonne der Welt, die Geistseele, von ihm Besitz ergreifen konnte.

[ 16 ] In drei aufeinanderfolgenden Entwicklungsstadien haben sich diese drei Teile mit dem Menschen verbunden. Den Zeitpunkt können wir genau angeben, an dem das stattgefunden hat. Wir leben jetzt in der fünften Menschheitsepoche. Dieses Einströmen des Geistes geschah in der Mitte der dritten Menschheitsepoche, in der lemurischen Zeit. Die dritte Menschenrasse, die Lemurier, bewohnte einen Kontinent, der längst untergegangen ist, der aber vorhanden war südlich von Vorder- und Hinterindien, das sogenannte Lemurien. Damals bildete sich zuerst das aus, was wir das Vorstellungsleben der Menschen nennen. Danach kam die vierte Menschenrasse, die Atlantier, die auf einem Kontinente lebte zwischen Afrika und Amerika, von dem uns noch in Platos Schriften erzählt wird. Nach dieser entwickelte sich die fünfte Menschenrasse, der wir angehören. In der dritten Menschenrasse, in der lemurischen Zeit, fing der Mensch an, eine dreiteilige Natur zu haben. Damals entwickelten sich die ersten Wesen zu dem, was wir heute als Menschen kennen. Wie waren nun aber jene Wesen? Das, was wir in Wahrheit sind, das, was ewig ist in uns, das war vorher rein geistiger Natur. Unsere höhere Natur lag vorher im Schoße des Weltenurgrundes beschlossen. Sie ist ewig und unvergänglich, nicht in der Gestalt, die sie angenommen hat, sondern in der innersten Wesenheit. Bevor unsere Geistnatur Besitz ergriffen hat von der menschlichen Natur, war sie ein rein geistiges Wesen und bildete einen Bestandteil dessen, was als zentrale Sonne, als Geisteslicht der Welt vorhanden ist. Das, was bis zum physischen Menschen herunterkam, war noch nicht das, was heute im Menschen ist, das war nur ein Spiegelbild seines wirklichen Wesens; es bewohnte nur spirituelle Weltensphären, die Sphären des ersten Logos. Als Geistwesen ruhten wir im Logos, als erste Funken in der Flamme des zentralen Lichtes. Dann senkte sich unsere Geistwesenheit tief in das, was für uns vorbereitet war als Träger, und das, was sich herabsenkte, das, was lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit in den verschiedensten Formen, das ist das dritte Element der menschlichen Natur. Das bezeichnen wir als die eigentliche Individualität des Menschen.

[ 16 ] In drei aufeinanderfolgenden Entwicklungsstadien haben sich diese drei Teile mit dem Menschen verbunden. Den Zeitpunkt können wir genau angeben, an dem das stattgefunden hat. Wir leben jetzt in der fünften Menschheitsepoche. Dieses Einströmen des Geistes geschah in der Mitte der dritten Menschheitsepoche, in der lemurischen Zeit. Die dritte Menschenrasse, die Lemurier, bewohnte einen Kontinent, der längst untergegangen ist, der aber vorhanden war südlich von Vorder- und Hinterindien, das sogenannte Lemurien. Damals bildete sich zuerst das aus, was wir das Vorstellungsleben der Menschen nennen. Danach kam die vierte Menschenrasse, die Atlantier, die auf einem Kontinente lebte zwischen Afrika und Amerika, von dem uns noch in Platos Schriften erzählt wird. Nach dieser entwickelte sich die fünfte Menschenrasse, der wir angehören. In der dritten Menschenrasse, in der lemurischen Zeit, fing der Mensch an, eine dreiteilige Natur zu haben. Damals entwickelten sich die ersten Wesen zu dem, was wir heute als Menschen kennen. Wie waren nun aber jene Wesen? Das, was wir in Wahrheit sind, das, was ewig ist in uns, das war vorher rein geistiger Natur. Unsere höhere Natur lag vorher im Schoße des Weltenurgrundes beschlossen. Sie ist ewig und unvergänglich, nicht in der Gestalt, die sie angenommen hat, sondern in der innersten Wesenheit. Bevor unsere Geistnatur Besitz ergriffen hat von der menschlichen Natur, war sie ein rein geistiges Wesen und bildete einen Bestandteil dessen, was als zentrale Sonne, als Geisteslicht der Welt vorhanden ist. Das, was bis zum physischen Menschen herunterkam, war noch nicht das, was heute im Menschen ist, das war nur ein Spiegelbild seines wirklichen Wesens; es bewohnte nur spirituelle Weltensphären, die Sphären des ersten Logos. Als Geistwesen ruhten wir im Logos, als erste Funken in der Flamme des zentralen Lichtes. Dann senkte sich unsere Geistwesenheit tief in das, was für uns vorbereitet war als Träger, und das, was sich herabsenkte, das, was lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit in den verschiedensten Formen, das ist das dritte Element der menschlichen Natur. Das bezeichnen wir als die eigentliche Individualität des Menschen.

[ 17 ] Der Mensch besteht also aus dem Gattungswesen, das für alle auf der Erde lebenden Menschen die gleiche Gestalt hat. Da unterscheiden sich die Menschen nicht voneinander. Das ist die physische Natur des Menschen. Die andere Natur, die seelische -- Freude und Schmerz, Begierde und Leidenschaft —, das ist sein persönliches Wesen. Das entsteht und verschwindet und entsteht von neuem in der astralen Welt. Daß solche Persönlichkeiten entstehen können, dazu ist die Anlage gegeben in dem Strome, den ich als den zweiten Strom beschrieben habe. Daneben haben wir die Individualität oder auch den Kausalkörper. Warum nennen wir die Individualität auch Kausalkörper? Die Kausalkörper waren immer vorhanden. Sie sind unvergänglich. Sie haben, bevor sie diese Körper bewohnten, einen anderen Körper bewohnt in den früheren Rassen, bis zurück zur lemurischen Menschenrasse, die auf der Insel Lemuria lebte. Immer hat sich dieser Kausalkörper verkörpert, aber er ist ein erstes Mal eingezogen in ein menschliches, psychisches Körperwesen in der lemurischen Zeit. Vorher war er noch nicht in die Materie und noch nicht in die Psyche verstrickt. Er führte ein spirituelles Dasein, das er wieder führen wird, wenn er seine verschiedenen Lektionen, die er zu machen hat, durchgemacht haben wird. Das, was wir Kausalkörper nennen, das ist das, was unser Ewiges bildet. Was wir als Seele in uns tragen, was als Seele unseren Körper bewohnt, das hat sich mit unserem physischen Körper vereinigt, so daß wir sagen können: Die Möglichkeit, daß ein Persönliches in einem physischen Körper entstand, hat sich dadurch ergeben, daß sich Seele und physischer Körper vereinigten im Beginne unserer Erden-Entwicklung. Das hat sich nicht aus Urnebeln herausgebildet, wie die Physiker und Astronomen es sich vorstellen, sondern es ging hervor aus dem, was die Alten die «Wasser» nennen, über denen der Geist schwebte. Dies bedeutet nichts anderes als den Geist, von dem ich gesprochen habe, den Geist, der aus ganz anderen universalen Welten herkam.

[ 17 ] Der Mensch besteht also aus dem Gattungswesen, das für alle auf der Erde lebenden Menschen die gleiche Gestalt hat. Da unterscheiden sich die Menschen nicht voneinander. Das ist die physische Natur des Menschen. Die andere Natur, die seelische -- Freude und Schmerz, Begierde und Leidenschaft —, das ist sein persönliches Wesen. Das entsteht und verschwindet und entsteht von neuem in der astralen Welt. Daß solche Persönlichkeiten entstehen können, dazu ist die Anlage gegeben in dem Strome, den ich als den zweiten Strom beschrieben habe. Daneben haben wir die Individualität oder auch den Kausalkörper. Warum nennen wir die Individualität auch Kausalkörper? Die Kausalkörper waren immer vorhanden. Sie sind unvergänglich. Sie haben, bevor sie diese Körper bewohnten, einen anderen Körper bewohnt in den früheren Rassen, bis zurück zur lemurischen Menschenrasse, die auf der Insel Lemuria lebte. Immer hat sich dieser Kausalkörper verkörpert, aber er ist ein erstes Mal eingezogen in ein menschliches, psychisches Körperwesen in der lemurischen Zeit. Vorher war er noch nicht in die Materie und noch nicht in die Psyche verstrickt. Er führte ein spirituelles Dasein, das er wieder führen wird, wenn er seine verschiedenen Lektionen, die er zu machen hat, durchgemacht haben wird. Das, was wir Kausalkörper nennen, das ist das, was unser Ewiges bildet. Was wir als Seele in uns tragen, was als Seele unseren Körper bewohnt, das hat sich mit unserem physischen Körper vereinigt, so daß wir sagen können: Die Möglichkeit, daß ein Persönliches in einem physischen Körper entstand, hat sich dadurch ergeben, daß sich Seele und physischer Körper vereinigten im Beginne unserer Erden-Entwicklung. Das hat sich nicht aus Urnebeln herausgebildet, wie die Physiker und Astronomen es sich vorstellen, sondern es ging hervor aus dem, was die Alten die «Wasser» nennen, über denen der Geist schwebte. Dies bedeutet nichts anderes als den Geist, von dem ich gesprochen habe, den Geist, der aus ganz anderen universalen Welten herkam.

[ 18 ] Damals begann das Vorbereitungsstadium des Menschen. Lange hat es gedauert, bis der physische und der astralische Körper dazu vorbereitet waren, ein Träger werden zu können der eigentlichen Geistseele. In der «Geheimlehre» von Blavatsky wird auf diesen Zeitpunkt der Vereinigung des Psychischen mit dem Körperlichen und auch auf den Zeitpunkt der Vereinigung des Spirituellen mit dem Psychisch-Körperlichen hingedeutet; und zuletzt wird hingedeutet auf die drei Teile des Atemzuges der Weltseele mit den Worten: Die Weltseele hatte wieder durch sieben Ewigkeiten geschlummert. — Das war ein Pralaya. Aus diesem Weitenschlummer ging hervor jenes Dasein, wo das Menschenwesen lernte, daß es einen mineralischen Gesetzen unterworfenen Körper durchseelen konnte.

[ 18 ] Damals begann das Vorbereitungsstadium des Menschen. Lange hat es gedauert, bis der physische und der astralische Körper dazu vorbereitet waren, ein Träger werden zu können der eigentlichen Geistseele. In der «Geheimlehre» von Blavatsky wird auf diesen Zeitpunkt der Vereinigung des Psychischen mit dem Körperlichen und auch auf den Zeitpunkt der Vereinigung des Spirituellen mit dem Psychisch-Körperlichen hingedeutet; und zuletzt wird hingedeutet auf die drei Teile des Atemzuges der Weltseele mit den Worten: Die Weltseele hatte wieder durch sieben Ewigkeiten geschlummert. — Das war ein Pralaya. Aus diesem Weitenschlummer ging hervor jenes Dasein, wo das Menschenwesen lernte, daß es einen mineralischen Gesetzen unterworfenen Körper durchseelen konnte.

[ 19 ] Aus drei Strömungen ist das Menschenwesen zusammengeflossen. Drei Entwicklungen mußten durchgemacht werden, bis sie im Menschen zusammenkommen konnten. Einen Ursprung hat das Gattungswesen, einen anderen Ursprung hat das Seelische und einen anderen Ursprung hat das Geistige, das spirituelle Wesen. Dasjenige, an das das ganze Sein sich kettet, das ist unser Kausalkörper, das Ewige. Dieser kommt aus rein geistigen Sphären her und soll wiederum zurückkehren zu rein geistigen Sphären; aber er soll so zurückkehren, daß er innerhalb des Erdendaseins, das er durchmacht, gelernt hat, daß er Ergebnisse gesammelt hat, um sie zurückzutragen in das Reich des Spirituellen. Er soll, in sich bereichert, wiederum in das Spirituelle zurückkommen.

[ 19 ] Aus drei Strömungen ist das Menschenwesen zusammengeflossen. Drei Entwicklungen mußten durchgemacht werden, bis sie im Menschen zusammenkommen konnten. Einen Ursprung hat das Gattungswesen, einen anderen Ursprung hat das Seelische und einen anderen Ursprung hat das Geistige, das spirituelle Wesen. Dasjenige, an das das ganze Sein sich kettet, das ist unser Kausalkörper, das Ewige. Dieser kommt aus rein geistigen Sphären her und soll wiederum zurückkehren zu rein geistigen Sphären; aber er soll so zurückkehren, daß er innerhalb des Erdendaseins, das er durchmacht, gelernt hat, daß er Ergebnisse gesammelt hat, um sie zurückzutragen in das Reich des Spirituellen. Er soll, in sich bereichert, wiederum in das Spirituelle zurückkommen.

[ 20 ] Wenn wir diese drei Ursprünge des Menschen uns bildlich veranschaulichen wollen, können wir sie mit etwas vergleichen wie mit dem Bau eines Hauses. Das Haus ist aus Bausteinen errichtet; dann haben wir die Hauseinrichtung, dasjenige, was die inneren Räume erfüllt, was die Behaglichkeit des Hauses ausmacht; das ist zu vergleichen mit der menschlichen Seele. Innerhalb des Ganzen ist der Gedanke. Der läßt sich vergleichen mit dem Kausalkörper, mit dem ideellen Geist, der den Körper bewohnt. Die Sinnesorgane sind die Fenster, durch die der Kausalkörper hinaussieht in die Welt. Bevor wir in den Körper eingezogen sind, waren wir mit spirituellen Sinnesorganen begabt und sahen alles um uns her ungehindert. In ein «Haus» eingezogen, muß der Mensch durch die Fenster hinaussehen, durch die Fenster der Sinnesorgane muß die Natur zu ihm hineindringen. Wie der Mensch nicht immer im Freien leben kann, sondern in ein Haus zurückkehren muß, so muß der Geist immer wieder einziehen in das für ihn präparierte Gebäude, um durch die Sinnesorgane, die Fenster, das anzusehen, was er früher von außen gesehen hat. Warum das so ist und wie die Gesetze sind, nach denen es sich gestaltet, davon das nächste Mal.

[ 20 ] Wenn wir diese drei Ursprünge des Menschen uns bildlich veranschaulichen wollen, können wir sie mit etwas vergleichen wie mit dem Bau eines Hauses. Das Haus ist aus Bausteinen errichtet; dann haben wir die Hauseinrichtung, dasjenige, was die inneren Räume erfüllt, was die Behaglichkeit des Hauses ausmacht; das ist zu vergleichen mit der menschlichen Seele. Innerhalb des Ganzen ist der Gedanke. Der läßt sich vergleichen mit dem Kausalkörper, mit dem ideellen Geist, der den Körper bewohnt. Die Sinnesorgane sind die Fenster, durch die der Kausalkörper hinaussieht in die Welt. Bevor wir in den Körper eingezogen sind, waren wir mit spirituellen Sinnesorganen begabt und sahen alles um uns her ungehindert. In ein «Haus» eingezogen, muß der Mensch durch die Fenster hinaussehen, durch die Fenster der Sinnesorgane muß die Natur zu ihm hineindringen. Wie der Mensch nicht immer im Freien leben kann, sondern in ein Haus zurückkehren muß, so muß der Geist immer wieder einziehen in das für ihn präparierte Gebäude, um durch die Sinnesorgane, die Fenster, das anzusehen, was er früher von außen gesehen hat. Warum das so ist und wie die Gesetze sind, nach denen es sich gestaltet, davon das nächste Mal.