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On the Astral World and Devachan
GA 88

11 November 1903, Berlin

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On the Astral World and Devachan, tr. SOL
  1. Über die astrale Welt und das Devachan, 1st ed.

3. Ursprung und Wesen des Menschen

3. The Origin and Nature of Humanity

[ 1 ] Wir müssen heute einen Blick werfen auf die wichtigen Fragen von Ursprung und Wesen des Menschen. Wenn nach diesen wichtigen Dingen gefragt wird, so kann man nicht sagen, daß die Antwort darauf eine besonders leichte ist. Die folgenden Vorträge werden uns weniger Schwierigkeiten bereiten.

[ 1 ] Today we must take a look at the important questions of human origins and nature. When these important questions are raised, one cannot say that the answer is particularly easy. The following lectures will present fewer difficulties for us.

[ 2 ] Aus drei Bestandteilen im wesentlichen, so sagte ich im Beginne dieser Vorträge, haben wir uns den Menschen zusammengesetzt zu denken: aus Körper, Seele und Geist. Wie sich diese Teile des Menschen zusammensetzen, das werden wir im weiteren Verlaufe der Vorträge noch sehen. Die theosophische Einsicht zeigt uns einen dreifachen Ursprung unserer eigenen Natur, und um diesen dreifachen Ursprung, den körperlichen, den seelischen und den geistigen zu besprechen, müssen wir zu den denkbar entlegensten Gebieten des Universums gehen, wir müssen einen Blick werfen auf diejenigen Vorgänge, die wir als Theosophen auffassen als Vorgänge in dem Göttlich-Geistigen selbst und in seinem Leben. Die esoterische Philosophie aller Zeiten bezeichnet das Weltall in seinen Tiefen als ein rhythmisches Leben des Weltengeistes. Die indische Philosophie zum Beispiel spricht von dem Ein- und Ausatmen Brahmas. Brahma macht verschiedene Stadien seines göttlichen Lebens durch. Diese Stadien verlaufen so, daß sie mit einem Ein- und Ausatmen des göttlichen Urgeistes verglichen werden können. Das Ausatmen wurde ein Weltentstehen, das Einatmen ist der Übergang von einer Welt, die ihre Aufgabe erfüllt hat, in eine Art von Schlafzustand, der dann überzugehen hat in ein neues Dasein, in eine neue Ausatmung. So wechseln fortwährend die Zustände der offenbaren Welt und die Zustände der Ruhe. Manvantara und Pralaya, das sind die Zustände der Offenbarung und die Zustände der in sich selbst ruhenden Gottheit. Das ist ein Bild. Welcher Vorgang diesem Bilde zugrundeliegt, das zu schildern würden Menschenworte in unserer Zeit nicht ausreichen.

[ 2 ] As I said at the beginning of these lectures, we must conceive of human beings as essentially composed of three parts: body, soul, and spirit. We will see how these parts of the human being are composed as the lectures proceed. Theosophical insight reveals to us a threefold origin of our own nature, and in order to discuss this threefold origin—the physical, the psychical, and the spiritual—we must journey to the most remote regions of the universe; we must cast our gaze upon those processes which we, as theosophists, perceive as processes within the Divine-Spiritual itself and within its life. Esoteric philosophy throughout the ages describes the universe in its depths as a rhythmic life of the World Spirit. Indian philosophy, for example, speaks of the inhalation and exhalation of Brahma. Brahma passes through various stages of his divine life. These stages unfold in such a way that they can be compared to the inhalation and exhalation of the divine Primordial Spirit. The exhalation became the creation of a world; the inhalation is the transition from a world that has fulfilled its task into a kind of state of sleep, which must then pass into a new existence, into a new exhalation. Thus the states of the revealed world and the states of rest alternate continuously. Manvantara and Pralaya—these are the states of revelation and the states of the deity resting within itself. This is a metaphor. The process underlying this metaphor is one that human words in our time would be insufficient to describe.

[ 3 ] Nach unserer menschlichen Anschauung, das heißt nach der Anschauung derjenigen, deren geistiger Blick geöffnet ist für diese geheimnisvollen Zustände des Weltenalls, haben wir dreierlei Atemzüge des göttlichen Urgeistes zu unterscheiden, und diese drei Atemzüge stellen zugleich den dreifachen Ursprung des Menschen dar. Daß der Mensch aus den drei Teilen besteht, aus Körper, Seele und Geist, das verdankt seinen Ursprung drei Wesensteilen des göttlichen Atems. Wir wollen versuchen, diesen dreifachen Ursprung der menschlichen Wesenheit zu verfolgen.

[ 3 ] According to our human perspective—that is, according to the perspective of those whose spiritual vision is open to these mysterious states of the universe—we must distinguish three breaths of the divine Primordial Spirit, and these three breaths also represent the threefold origin of the human being. The fact that the human being consists of three parts—body, soul, and spirit—is due to the three aspects of the divine breath from which they originate. Let us attempt to trace this threefold origin of the human being.

[ 4 ] Wir denken uns zunächst einmal sieben Stufen der Entwicklung, von der ersten Stufe bis dahin, wie uns der Mensch in seinem gegenwärtigen Entwicklungsstadium entgegentritt. Auf der ersten Stufe der Entwicklung, die wir das erste Elementarreich des Universums nennen, ist noch nichts vorhanden von dem, was uns in unserer Welt jetzt entgegentritt. Es ist noch gar nichts vorhanden von der Mannigfaltigkeit der Steine, der Pflanzen- und Tierwelt, wie sie uns heute entgegentreten, auch nichts von der Mannigfaltigkeit unserer Gedankenwelt, auch nichts von der unserer Weltbildung zugrundeliegenden Gedankenbildung, auch nichts von Naturgesetzen. Wohl aber ist im ersten Elementarreich vorhanden das System der Anlagen zu allem Späteren.

[ 4 ] Let us first consider seven stages of development, from the first stage to the point where humanity appears to us in its present stage of development. At the first stage of development, which we call the first elemental kingdom of the universe, nothing yet exists of what we now encounter in our world. There is still nothing at all of the diversity of stones, plants, and animals as we encounter them today, nor of the diversity of our world of thought, nor of the thought processes underlying the formation of our world, nor of the laws of nature. What does exist in the first elemental kingdom, however, is the system of predispositions for all that is to come.

[ 5 ] Wer einen Blick hat für dieses System aller weiteren Weitenkeime, der weiß, daß diese Keime von einer unendlichen Schönheit und Erhabenheit sind. Alles, was später zum Vorschein kommt, ist nur ein schwacher Abglanz von dem, was keimartig im ersten Elementarreich vorhanden ist. In diesem sind vorhanden die großen Absichten des göttlichen Urgeistes, die Absichten, die er mit den einzelnen Welten hat. Und wie die [Entwicklungen] hinter den Absichten zurückbleiben, so bleiben sie auch in bezug auf das Weltensein zurück, nicht im Ganzen, aber in Einzelheiten. In der großen Mannigfaltigkeit der Unendlichkeit sind die Absichten wunderbar erfüllt. Deshalb nennt die Theosophie dieses erste Elementarreich die Welt des Formlosen, die später erst die Form aus sich heraus gebiert.

[ 5 ] Anyone who has an eye for this system of all further seeds of expansiveness knows that these seeds are of infinite beauty and sublimity. Everything that later comes to light is only a faint reflection of what exists in embryonic form in the first elemental realm. In this realm lie the great intentions of the divine Primordial Spirit—the intentions He has for the individual worlds. And just as [developments] lag behind these intentions, so too do they lag behind in relation to world existence—not in the whole, but in the details. In the great diversity of infinity, these intentions are wonderfully fulfilled. That is why Theosophy calls this first elemental realm the world of the formless, which only later gives birth to form from within itself.

[ 6 ] Erst im späteren Verlaufe nimmt diese Welt des Urgeistes Form an. Dies läßt sich nur vergleichen mit den Formen, welche unsere Gedanken in uns haben. Denken Sie sich, das, was Sie außerhalb von sich selbst haben, wäre verschwunden und nur das wäre Ihnen gegenwärtig, an was Sie sich erinnern können. Sie hätten um sich ein Meer von Gedanken. Was Sie gesehen und gehört haben, haben Sie vergessen, auch was Sie an Körperlichem gesehen haben. Solche Gedankenformen — nur eben große — sind der Inhalt des zweiten Elementarreiches. Das ganze Weltenall ist ein geformtes Gedanken-All gewesen. Wie einst Plato die Welt der Ideen sich vorgestellt hat, so müssen wir uns das Reich der geformten Gedanken vorstellen, das Reich der Vernunftwelt, wie es sich die Mystiker im Mittelalter vorgestellt haben.

[ 6 ] It is only later on that this world of the primordial spirit takes shape. This can only be compared to the forms that our thoughts take within us. Imagine that everything outside of yourself had vanished and that only what you can remember were present to you. You would be surrounded by a sea of thoughts. You would have forgotten what you have seen and heard, including what you have seen of the physical world. Such thought-forms—only on a grand scale—are the content of the second elemental realm. The entire universe has been a universe of formed thoughts. Just as Plato once imagined the world of ideas, so must we imagine the realm of formed thoughts, the realm of the world of reason, as the mystics of the Middle Ages envisioned it.

[ 7 ] Und weiter zeigt die Entwicklung eine dichtere Stufe. Die Weltgedanken prägen sich zum ersten Male einem Stoffe ein, den man erst in Wahrheit Stoff nennen kann. Das ist das Astralreich. Die leichten Gedanken sind zu astralen Wesen geworden, die wir nun wahrnehmen können, und zwar als den Raum durchflutende Triebe und Leidenschaften. Nur der Seher nimmt diese Strömungen wahr, er nimmt sie wahr in leuchtenden Gestalten. Diese Strömungen sind im dritten Elementarreiche vorhanden. Alte Philosophen sprechen von diesen drei Elementarreichen, aber die Leute, die dies heute verfolgen, wissen nicht, was einmal damit gemeint war. Wir brauchen nur zu Empedokles zurückzugehen, so finden wir, daß er davon wußte. Er sagte: Alles ist bewirkt durch Liebe und Haß. Auf dieser zweiten und dritten Stufe haben sich die Gedanken herunterverdichtet. Nachdem die dritte Stufe erreicht war, da konsolidierte sich die astrale Materie. Sie wurde dichter und dichter und webte sich diejenigen Stoffe und Tätigkeiten ein, die der physische Mensch jetzt erst kennt. Sie webte sich ein ein Gespinst von Naturgesetzen und Kräften. Die Theosophie nennt dieses Reich das Mineralreich. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß das Mineralreich auf dieser Stufe schon ausgebildete Mineralien, Kristalle und so weiter enthielt. Nein, alles dasjenige, was später, auf viel späteren Stufen Mineral wird, was chemische Verbindungen und Zersetzun gen durchmacht, das durchzieht noch blitz- und donnerartig dieses Reich, das vierte Reich, das wir das kosmische Mineralreich oder das vierte Elementarreich nennen.

[ 7 ] And the development proceeds to a denser stage. For the first time, world-thoughts imprint themselves upon a substance that can truly be called matter. This is the astral realm. The light thoughts have become astral beings that we can now perceive, namely as impulses and passions flooding through space. Only the seer perceives these currents; he perceives them in luminous forms. These currents exist in the third elemental realm. Ancient philosophers speak of these three elemental realms, but people who study this today do not know what was once meant by them. We need only go back to Empedocles to find that he knew of them. He said: Everything is brought about by love and hate. On this second and third stage, the thoughts have condensed downward. Once the third stage was reached, astral matter consolidated. It became denser and denser, weaving into itself those substances and activities that physical human beings only now know. It wove into itself a web of natural laws and forces. Theosophy calls this realm the mineral realm. You must not imagine that the mineral kingdom at this stage already contained fully formed minerals, crystals, and so on. No, everything that later, at much later stages, becomes mineral—that which undergoes chemical compounds and decompositions—still courses through this kingdom like lightning and thunder; this fourth kingdom, which we call the cosmic mineral kingdom or the fourth elemental kingdom.

[ 8 ] Was heute in unserem physischen Körper lebt, was heute alle Gesetze in unserem physischen Körper regiert, alles, was gesetzmäßig in unserem Leibe vorhanden ist, das war damals aufgelöst in diesen den Weltenraum durchzuckenden Kräften, in diesen Mineralkräften. Alles, was den heutigen Körper konstituiert, war in jenem Mineralreich vorhanden. Von daher stammt der Ursprung der Kräfte und Stoffe, die in unseren Körpern sind und einen Teil unseres Wesens zusammensetzen. Aus diesen elementarischen Vorgängen heraus bildete sich das Körperliche des Menschen. Und in dem Zeitmomente, wo diese elementarischen Vorgänge so weit vorgeschritten sind, wie ich es beschrieben habe, in diesem Zeitmomente tritt etwas anderes in dieses mineralische Universum herein, und dieses andere, von dem ich jetzt sprechen werde, das ist das, was in uns als unser seelischer Bestandteil lebt. Ursprünglich waren sowohl die körperlichen als auch die seelischen Bestandteile in dem einen göttlichen Urwesen enthalten. Gleichsam der erste Teil des göttlichen Atemzuges war es, den ich jetzt beschrieben habe. Den andern Teil will ich jetzt beschreiben.

[ 8 ] What lives in our physical body today, what governs all the laws within our physical body today, everything that is lawfully present in our body—all of that was once dissolved in those forces that coursed through the cosmos, in those mineral forces. Everything that constitutes the body today was present in that mineral realm. That is the origin of the forces and substances that are in our bodies and make up a part of our being. The physical aspect of the human being was formed out of these elemental processes. And at the moment in time when these elemental processes have progressed as far as I have described, at that very moment something else enters this mineral universe, and this other thing, of which I shall now speak, is that which lives within us as our soul component. Originally, both the physical and the soul components were contained within the one divine primordial being. What I have just described was, as it were, the first part of the divine breath. I shall now describe the other part.

[ 9 ] Den ersten Teil [der Entwicklung] können wir so zusammenfassen, daß wir den Menschen ein Gattungswesen nennen. In bezug auf die Gattung sind die Menschen mehr oder weniger gleich. Wir sprechen ja auch von pflanzlicher und tierischer Gattung. So gibt es auch eine Menschengattung, welche die ganze Erde bewohnt. In jedem Einzelwesen der Gattung ist die Persönlichkeit vorhanden. Dadurch, daß ich ein Wesen der Gattung Mensch bin, bin ich allen anderen Menschen physisch gleich gebildet, aber in dieser Gattung Mensch steht das darin, was ich meine Persönlichkeit nenne, und dieses macht die Seele aus. Ich bin Persönlichkeit dadurch, daß ich persönliche Interessen, persönliche Sympathien und Antipathien habe und so weiter. Trotzdem sich die Menschen als Gattungswesen gleich sind, unterscheiden sie sich in bezug auf die Persönlichkeit so, daß nicht eine Person der anderen gleicht. Dieses Persönliche im Menschen ist nicht durch denselben Teil des göttlichen Atemzuges entstanden, das kommt von einer anderen Seite her, um sich mit der Mineralsubstanz zu vereinigen. Der Gattungscharakter entstand durch [den ersten Teil des göttlichen Atemzuges], die Persönlichkeit entsteht dadurch, daß sie bis zu dem Punkte, wo sie sich [mit dem Gattungswesen] vereinigt, einen anderen Weg gemacht hat durch das Weltenall. Auf diesem anderen Weg hat das, was später die menschliche Persönlichkeit ausmacht, schon eine Reihe von Stadien, von Lektionen im Weltenall durchlebt, das war bereits auf anderen Stufen verkörpert, das war vorhanden in Naturen, welche ähnlich sind unserer physischen Natur, ähnlich den Pflanzenwesen, ähnlich den Tierwesen, nur in anderer, verschiedener Art. Die Kräfte, welche fähig sind, uns zur Persönlichkeit zu machen, sind schon durch viele Stufen hindurchgegangen, und dies möchte ich nun beschreiben.

[ 9 ] We can summarize the first part [of this development] by saying that we refer to human beings as members of a species. In terms of the species, human beings are more or less the same. After all, we also speak of plant and animal species. So there is also a human species that inhabits the entire Earth. Personality is present in every individual of the species. Because I am a member of the human species, I am physically alike to all other humans, but within this human species lies what I call my personality, and this constitutes the soul. I am a personality because I have personal interests, personal sympathies and antipathies, and so on. Although human beings are alike as species beings, they differ in terms of personality to such an extent that no one person is like another. This personal aspect in human beings did not arise from the same part of the divine breath; it comes from another source to unite with the mineral substance. The generic character arose through [the first part of the divine breath]; the personality arises because, up to the point where it unites [with the generic being], it has taken a different path through the universe. On this other path, that which later constitutes the human personality has already undergone a series of stages, of lessons in the universe; it was already embodied on other levels; it was present in natures similar to our physical nature—similar to plant beings, similar to animal beings—only in a different, distinct form. The forces capable of making us into personalities have already passed through many stages, and this is what I would now like to describe.

[ 10 ] Die Persönlichkeit des Menschen kommt also von einer anderen Welt herüber; sie hat bereits Stufen der Entwicklung durchgemacht, um sich dann mit dem anderen Teil, dem Gattungsmäßigen, zu verbinden. Trübe Begierden sind es, welche wie von einem Nebenstrom herüberkommen zu einem Hauptstrom. Stellen Sie sich vor, daß in diesen Strom von universaler Mineral-Elementar-Substanz jetzt einfließen unzählige solcher Persönlichkeitswesen, welche bereits einmal physische Körperlichkeit hatten, die zwar als Wesen ganz anders ausgesehen haben als wir Menschen, die aber dennoch unsere Vorfahren waren. Stellen Sie sich vor, daß diese Wesen eine Körperlichkeit hatten, die viel dichter und größer war als unsere Körperlichkeit. Wir können sagen, sie haben sich abgespalten von dem göttlichen Atemzug. Ein Kraftstrom war entstanden, der durch die Stadien der Entwicklung gelernt hat, zur Persönlichkeit zu werden. Alle Seelen, welche menschliche Körper bewohnen, sind herübergekommen von diesem Strome. Nachdem Sie einen schlimmen Zustand absolviert haben, lassen sie sich als Keim gleichsam einsenken in die Substanz des Universums, wie ich vorhin beschrieben habe, als trübe Begierden und Leidenschaften und haben sich als Persönlichkeit konstituiert. Sie verbanden sich mit dem, was selbst Leidenschaft und Begierde ist. Dieser Strom hat sich herunterentwickelt, bis er zur astralen Welt geworden ist.

[ 10 ] The human personality thus comes from another world; it has already gone through stages of development before uniting with the other part, the generic aspect. It is base desires that flow in, as if from a tributary, into the main current. Imagine that into this stream of universal mineral-elemental substance now flow countless such personality beings who once had physical bodies—beings who, though they looked quite different from us humans, were nevertheless our ancestors. Imagine that these beings had a physicality that was much denser and larger than our own. We can say that they split off from the divine breath. A stream of power had arisen that, through the stages of development, learned to become a personality. All souls that inhabit human bodies have come over from this stream. After having gone through a terrible state, they allow themselves to sink, as it were, into the substance of the universe as a seed, as I described earlier, as murky desires and passions, and have constituted themselves as personalities. They united with that which is itself passion and desire. This stream has evolved downward until it has become the astral world.

[ 11 ] Diese kosmische Trieb- und Leidenschaftsnatur wird in den physischen Menschenkeim hineinversenkt mit der Anlage der Entwicklung. In diesem Augenblicke ist der Anfang der Entwicklung unseres irdischen Wesens gegeben. In dem Augenblicke der Vereinigung dieser beiden beginnt unsere irdische Laufbahn. Wir bezeichnen diesen doppelten Ursprung des Menschen auch so, daß wir sagen: Der universelle Logos, dem der Urgeist zugrundeliegt, hat einen Strom heruntergeschickt, den dritten Logos, und der dritte Logos hat verschiedene Formen angenommen, die ich beschrieben habe als das erste, zweite und dritte Elementarreich. Sie dürfen sich nicht vorstellen, daß dieser dritte Teil des Logos, dieser dritte Teil des Atems der göttlichen Weltenseele, bisher untätig war. Nein, die ganze Reihe der Elementarreiche, die ich aufgezählt habe und die ganze Hinleitung der Triebnatur bis zur Persönlichkeit, hat diese geistige Wesenheit, der dritte Teil des göttlichen Atems, von außen her geleitet. Was nötig war, um diese beiden Seiten vorzubereiten, bis sie den Entwicklungsstandpunkt erreicht haben, um sich zu vereinigen, das alles ist von dem dritten Atemzug der göttlichen Weltseele bewirkt worden. Und auch der zweite Logos hat verschiedene Stufen absolviert, bis er zur Keimanlage der Persönlichkeit geworden ist. Der dritte und der zweite Logos strömen zusammen, und aus diesem Zusammenströmen des dritten und des zweiten Logos entstehen diejenigen Gebilde, welche allmählich unsere irdische Sphäre auferbauen.

[ 11 ] This cosmic nature of instinct and passion is imbued into the physical human embryo along with the potential for development. At this moment, the beginning of the development of our earthly being is established. At the moment these two unite, our earthly journey begins. We also describe this dual origin of humanity by saying: The universal Logos, which is based on the Primordial Spirit, has sent down a stream, the third Logos, and the third Logos has taken on various forms, which I have described as the first, second, and third elemental kingdoms. You must not imagine that this third part of the Logos, this third part of the breath of the divine World Soul, has been inactive until now. No, the entire series of elemental kingdoms that I have listed, and the entire progression of the instinctual nature up to the personality, has been guided from the outside by this spiritual being, the third part of the divine breath. Everything that was necessary to prepare these two sides until they reached the stage of development where they could unite was brought about by the third breath of the divine world soul. And the second Logos, too, passed through various stages until it became the germ of the personality. The third and second Logos flow together, and from this confluence of the third and second Logos arise those structures that gradually build up our earthly sphere.

[ 12 ] Nun beginnt die menschliche Entwicklung, wie wir sie bei uns sehen. Das, was fähig ist, einen mineralischen Körper zu bilden aus Begierde, Sinnlichkeit, Instinkt, und dasjenige, was gelernt hat, diese Eigenschaften zu entfalten als Persönlichkeit, das vereinigt sich. Und nun beginnt der Mensch seine Erdenwanderung. Nun beginnt die Vereinigung zwischen dem menschlichen Gattungswesen und der menschlichen Persönlichkeit. Sie lernen sich nach und nach ineinander zu schicken. In uns stecken diese zwei. Sie stecken so in uns, daß das Gattungswesen als Physisches in uns wirkt, und das Persönliche, das von der anderen Welt herübergekommen ist, als unser Seelisches wirkt. Erst allmählich finden sie in sich die Harmonie, so zusammen zu wirken, daß das Seelische, das von dem zweiten Logos kommt, mit dem Physischen harmoniert. Der Körper ist zunächst ein ungefüger Träger des Psychischen. Das Psychische kann noch nicht die nötigen Organe und Kräfte im Körperlichen finden, um sich voll und ganz zum Ausdruck zu bringen. So arbeitet sich das Psychische gleichsam durch, es prägt sich dem Stoffe ein. In einer Reihe von Entwicklungszyklen nimmt sich der Geist der materiellen Natur an. Die Entwicklung geht dahin, daß der Körper immer mehr der Ausdruck, das Werkzeug des Seelischen wird, des Bewohners. Dann tritt das Stadium ein, in dem sich der eigentliche Geist, das, was wir das Spirituelle des Menschen nennen, mit diesen zwei anderen Elementen verbindet.

[ 12 ] Now human development begins as we see it in ourselves. That which is capable of forming a mineral body out of desire, sensuality, and instinct, and that which has learned to develop these qualities as a personality, unite. And now the human being begins his earthly journey. Now the union between the human species-being and the human personality begins. They gradually learn to harmonize with one another. These two are within us. They are within us in such a way that the species-being acts within us as the physical, and the personal, which has come over from the other world, acts as our soul. Only gradually do they find the harmony within themselves to work together in such a way that the soul, which comes from the second Logos, harmonizes with the physical. The body is at first an unshaped vessel for the psyche. The psyche cannot yet find the necessary organs and powers in the physical to express itself fully. Thus the psyche works its way through, as it were, imprinting itself upon the matter. Over a series of developmental cycles, the spirit takes on the material nature. The development proceeds in such a way that the body increasingly becomes the expression, the instrument of the soul, of the inhabitant. Then the stage begins in which the actual spirit—what we call the spiritual aspect of the human being—unites with these two other elements.

[ 13 ] Jetzt strömt dieser göttliche Atemzug selbst in das ein, was sich erst aufgebaut hat, nachdem die zwei Teile sich aneinander angepaßt haben, so daß der eine der Träger und der andere die Kraft ist. Dann strömt in diese Natur das Höchste ein. Das, was bisher nur der zentrale Dirigent war, die allgemeine universale Weltenweisheit, strömt jetzt in die Weltwesen ein. Das ist der Moment, den wir als das Einströmen des ersten Logos bezeichnen. So reif ist jetzt alles geworden, daß es als Träger des ersten Logos dienen kann. Diesen Moment des Einströmens des ersten Logos will ich Ihnen so zeigen: Stellen Sie sich einen Raum vor, der durch ein zentrales Licht erleuchtet ist. An den Seiten des Raumes befinden sich spiegelnde Kugeln, die das Licht tausendfältig zurückspiegeln. Jede einzelne Kugel wirft das Bild des Lichtes zurück. So müssen wir uns den Menschen im Universum vorstellen, den der Geist von außen leitete. Nehmen wir an, daß die Kugeln sinnbildlich, symbolisch die Menschen als Gattungswesen darstellen. Das Licht, das allen Licht gibt, kommt von außen her, so daß die Kugeln von innen nur ein wesenloses Spiegelbild geben können. So war es mit der menschlichen Entwicklung bis zu dem Zeitpunkte, von dem wir jetzt sprechen. Bis dahin war der Mensch wie ein Spiegel, der beschienen wurde von dem ersten Logos, von der Geistseele der Welt. Der Mensch warf das Licht der Weltenseele zurück, er spiegelte das, was das Geisteslicht ausstrahlte.

[ 13 ] Now this divine breath itself flows into that which has only just come into being after the two parts have adapted to one another, so that one is the bearer and the other the power. Then the Supreme flows into this nature. That which until now was only the central conductor—the general, universal wisdom of the worlds—now flows into the world beings. This is the moment we call the inflow of the First Logos. Everything has now become so mature that it can serve as a vessel for the First Logos. I would like to illustrate this moment of the inflow of the First Logos to you as follows: Imagine a room illuminated by a central light. On the sides of the room are reflective spheres that reflect the light a thousandfold. Each individual sphere reflects the image of the light. This is how we must imagine humanity in the universe, guided by the Spirit from without. Let us assume that the spheres represent humanity as a species in a figurative, symbolic sense. The light that gives light to all comes from without, so that the spheres can only produce an insubstantial reflection from within. This was the case with human development up to the point in time of which we are now speaking. Until then, the human being was like a mirror illuminated by the First Logos, by the spiritual soul of the world. The human being reflected the light of the world soul; he mirrored what the spiritual light radiated.

[ 14 ] Nun aber denken Sie sich das Licht so verwandelt, daß das zentrale Licht ausfließt und anfängt, in die Kugeln einzudringen, um mit einem Teil seiner Wesenheit die einzelnen Kugeln zum Leuchten zu erwecken. Das Licht fließt aus, um dasjenige, was bis jetzt nur Spiegelbild sein konnte, zum lebendigen Selbstleuchten zu bringen. Aus den Kugeln strahlt jetzt eigenes Licht, das abgetrennt ist von dem zentralen Licht. So müssen wir uns vorstellen, daß in einem bestimmten Momente der Entwicklung der erste Logos, die Geistseele, einen Teil des Leuchtens hingeopfert hat, um ihn hineinzugießen in die Menschen.

[ 14 ] Now, however, imagine the light transformed in such a way that the central light flows out and begins to penetrate the spheres, awakening the individual spheres to glow with a part of its essence. The light flows out to bring that which until now could only be a reflection to a living, self-luminous state. The spheres now radiate their own light, which is separate from the central light. Thus we must imagine that at a certain moment in the course of development, the First Logos, the spiritual soul, sacrificed a portion of its radiance in order to pour it into human beings.

[ 15 ] Jetzt ist das Menschenwesen ausgestattet mit allen drei Teilen seiner Wesenheit. Der erste Logos hat Besitz ergriffen von der menschlichen Wesenheit. Der Mensch besteht fortan aus drei Teilen. Der Teil, der durch das Mineralreich gegangen ist, hat sich vereinigt mit der Seelenentwicklung und ist dann weiter bis zu dem Zustande der Reife gelangt, so daß der Geist, die Sonne der Welt, die Geistseele, von ihm Besitz ergreifen konnte.

[ 15 ] Now the human being is endowed with all three parts of its being. The First Logos has taken possession of the human being. From now on, the human being consists of three parts. The part that has passed through the mineral kingdom has united with the development of the soul and has then progressed to the state of maturity, so that the Spirit, the Sun of the world, the spiritual soul, could take possession of it.

[ 16 ] In drei aufeinanderfolgenden Entwicklungsstadien haben sich diese drei Teile mit dem Menschen verbunden. Den Zeitpunkt können wir genau angeben, an dem das stattgefunden hat. Wir leben jetzt in der fünften Menschheitsepoche. Dieses Einströmen des Geistes geschah in der Mitte der dritten Menschheitsepoche, in der lemurischen Zeit. Die dritte Menschenrasse, die Lemurier, bewohnte einen Kontinent, der längst untergegangen ist, der aber vorhanden war südlich von Vorder- und Hinterindien, das sogenannte Lemurien. Damals bildete sich zuerst das aus, was wir das Vorstellungsleben der Menschen nennen. Danach kam die vierte Menschenrasse, die Atlantier, die auf einem Kontinente lebte zwischen Afrika und Amerika, von dem uns noch in Platos Schriften erzählt wird. Nach dieser entwickelte sich die fünfte Menschenrasse, der wir angehören. In der dritten Menschenrasse, in der lemurischen Zeit, fing der Mensch an, eine dreiteilige Natur zu haben. Damals entwickelten sich die ersten Wesen zu dem, was wir heute als Menschen kennen. Wie waren nun aber jene Wesen? Das, was wir in Wahrheit sind, das, was ewig ist in uns, das war vorher rein geistiger Natur. Unsere höhere Natur lag vorher im Schoße des Weltenurgrundes beschlossen. Sie ist ewig und unvergänglich, nicht in der Gestalt, die sie angenommen hat, sondern in der innersten Wesenheit. Bevor unsere Geistnatur Besitz ergriffen hat von der menschlichen Natur, war sie ein rein geistiges Wesen und bildete einen Bestandteil dessen, was als zentrale Sonne, als Geisteslicht der Welt vorhanden ist. Das, was bis zum physischen Menschen herunterkam, war noch nicht das, was heute im Menschen ist, das war nur ein Spiegelbild seines wirklichen Wesens; es bewohnte nur spirituelle Weltensphären, die Sphären des ersten Logos. Als Geistwesen ruhten wir im Logos, als erste Funken in der Flamme des zentralen Lichtes. Dann senkte sich unsere Geistwesenheit tief in das, was für uns vorbereitet war als Träger, und das, was sich herabsenkte, das, was lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit in den verschiedensten Formen, das ist das dritte Element der menschlichen Natur. Das bezeichnen wir als die eigentliche Individualität des Menschen.

[ 16 ] These three elements have united with humanity in three successive stages of development. We can specify the exact time when this took place. We are now living in the fifth epoch of humanity. This influx of the spirit occurred in the middle of the third epoch of humanity, during the Lemurian period. The third human race, the Lemurians, inhabited a continent that has long since sunk but which once existed south of the Indian subcontinent, the so-called Lemuria. At that time, what we call the human imagination first took shape. This was followed by the fourth human race, the Atlanteans, who lived on a continent between Africa and America, which is still described in Plato’s writings. Following this, the fifth human race developed, to which we belong. In the third human race, during the Lemurian epoch, human beings began to possess a threefold nature. At that time, the first beings developed into what we know today as human beings. But what were those beings like? That which we truly are, that which is eternal within us, was previously of a purely spiritual nature. Our higher nature was previously enclosed within the bosom of the primordial source of the world. It is eternal and imperishable, not in the form it has assumed, but in its innermost essence. Before our spiritual nature took possession of human nature, it was a purely spiritual being and formed a component of what exists as the central sun, as the spiritual light of the world. What descended to the physical human being was not yet what is in the human being today; it was only a reflection of his true being; it inhabited only spiritual world spheres, the spheres of the First Logos. As spiritual beings, we rested in the Logos, as first sparks in the flame of the central light. Then our spiritual being descended deeply into what had been prepared for us as a vessel, and that which descended—that which lives from eternity to eternity in the most diverse forms—is the third element of human nature. We refer to this as the actual individuality of the human being.

[ 17 ] Der Mensch besteht also aus dem Gattungswesen, das für alle auf der Erde lebenden Menschen die gleiche Gestalt hat. Da unterscheiden sich die Menschen nicht voneinander. Das ist die physische Natur des Menschen. Die andere Natur, die seelische -- Freude und Schmerz, Begierde und Leidenschaft —, das ist sein persönliches Wesen. Das entsteht und verschwindet und entsteht von neuem in der astralen Welt. Daß solche Persönlichkeiten entstehen können, dazu ist die Anlage gegeben in dem Strome, den ich als den zweiten Strom beschrieben habe. Daneben haben wir die Individualität oder auch den Kausalkörper. Warum nennen wir die Individualität auch Kausalkörper? Die Kausalkörper waren immer vorhanden. Sie sind unvergänglich. Sie haben, bevor sie diese Körper bewohnten, einen anderen Körper bewohnt in den früheren Rassen, bis zurück zur lemurischen Menschenrasse, die auf der Insel Lemuria lebte. Immer hat sich dieser Kausalkörper verkörpert, aber er ist ein erstes Mal eingezogen in ein menschliches, psychisches Körperwesen in der lemurischen Zeit. Vorher war er noch nicht in die Materie und noch nicht in die Psyche verstrickt. Er führte ein spirituelles Dasein, das er wieder führen wird, wenn er seine verschiedenen Lektionen, die er zu machen hat, durchgemacht haben wird. Das, was wir Kausalkörper nennen, das ist das, was unser Ewiges bildet. Was wir als Seele in uns tragen, was als Seele unseren Körper bewohnt, das hat sich mit unserem physischen Körper vereinigt, so daß wir sagen können: Die Möglichkeit, daß ein Persönliches in einem physischen Körper entstand, hat sich dadurch ergeben, daß sich Seele und physischer Körper vereinigten im Beginne unserer Erden-Entwicklung. Das hat sich nicht aus Urnebeln herausgebildet, wie die Physiker und Astronomen es sich vorstellen, sondern es ging hervor aus dem, was die Alten die «Wasser» nennen, über denen der Geist schwebte. Dies bedeutet nichts anderes als den Geist, von dem ich gesprochen habe, den Geist, der aus ganz anderen universalen Welten herkam.

[ 17 ] Human beings, then, consist of the generic being, which takes the same form for all people living on Earth. In this respect, people do not differ from one another. This is the physical nature of human beings. The other nature, the soul nature—joy and pain, desire and passion—that is his personal being. This arises and disappears and arises anew in the astral world. The predisposition for such personalities to arise is given in the stream I have described as the second stream. Alongside this, we have individuality, or the causal body. Why do we also call individuality the causal body? The causal bodies have always existed. They are imperishable. Before inhabiting these bodies, they inhabited other bodies in earlier races, all the way back to the Lemurian human race that lived on the island of Lemuria. This causal body has always incarnated, but it first entered a human, psychic body during the Lemurian era. Before that, it was not yet entangled in matter or the psyche. It led a spiritual existence, which it will lead again once it has completed the various lessons it must learn. What we call the causal body is what constitutes our Eternal Self. What we carry within us as the soul, what inhabits our body as the soul, has united with our physical body, so that we can say: The possibility that a personal being arose within a physical body arose because the soul and the physical body united at the beginning of our earthly evolution. This did not emerge from primordial mists, as physicists and astronomers imagine, but arose from what the ancients called the “waters,” over which the Spirit hovered. This means nothing other than the Spirit of whom I have spoken, the Spirit who came from entirely different universal worlds.

[ 18 ] Damals begann das Vorbereitungsstadium des Menschen. Lange hat es gedauert, bis der physische und der astralische Körper dazu vorbereitet waren, ein Träger werden zu können der eigentlichen Geistseele. In der «Geheimlehre» von Blavatsky wird auf diesen Zeitpunkt der Vereinigung des Psychischen mit dem Körperlichen und auch auf den Zeitpunkt der Vereinigung des Spirituellen mit dem Psychisch-Körperlichen hingedeutet; und zuletzt wird hingedeutet auf die drei Teile des Atemzuges der Weltseele mit den Worten: Die Weltseele hatte wieder durch sieben Ewigkeiten geschlummert. — Das war ein Pralaya. Aus diesem Weitenschlummer ging hervor jenes Dasein, wo das Menschenwesen lernte, daß es einen mineralischen Gesetzen unterworfenen Körper durchseelen konnte.

[ 18 ] That was when the preparatory stage of human existence began. It took a long time for the physical and astral bodies to become ready to serve as vessels for the actual spiritual soul. In Blavatsky’s “Esoteric Doctrine,” reference is made to this moment of the union of the psychic with the physical, as well as to the moment of the union of the spiritual with the psychic-physical; and finally, reference is made to the three parts of the breath of the World Soul with the words: The World Soul had once again slumbered through seven eternities. — That was a Pralaya. Out of this vast slumber emerged that existence in which the human being learned that it could animate a body subject to mineral laws.

[ 19 ] Aus drei Strömungen ist das Menschenwesen zusammengeflossen. Drei Entwicklungen mußten durchgemacht werden, bis sie im Menschen zusammenkommen konnten. Einen Ursprung hat das Gattungswesen, einen anderen Ursprung hat das Seelische und einen anderen Ursprung hat das Geistige, das spirituelle Wesen. Dasjenige, an das das ganze Sein sich kettet, das ist unser Kausalkörper, das Ewige. Dieser kommt aus rein geistigen Sphären her und soll wiederum zurückkehren zu rein geistigen Sphären; aber er soll so zurückkehren, daß er innerhalb des Erdendaseins, das er durchmacht, gelernt hat, daß er Ergebnisse gesammelt hat, um sie zurückzutragen in das Reich des Spirituellen. Er soll, in sich bereichert, wiederum in das Spirituelle zurückkommen.

[ 19 ] The human being has emerged from the convergence of three streams. Three developments had to be undergone before they could come together in the human being. The physical body has one origin, the soul has another, and the spiritual being has yet another. That to which the whole being is linked is our causal body, the eternal. This comes from purely spiritual spheres and is destined to return to purely spiritual spheres; but it is to return in such a way that, through the earthly existence it undergoes, it has learned and gathered results to carry back into the realm of the spiritual. Enriched within itself, it is to return once more to the spiritual.

[ 20 ] Wenn wir diese drei Ursprünge des Menschen uns bildlich veranschaulichen wollen, können wir sie mit etwas vergleichen wie mit dem Bau eines Hauses. Das Haus ist aus Bausteinen errichtet; dann haben wir die Hauseinrichtung, dasjenige, was die inneren Räume erfüllt, was die Behaglichkeit des Hauses ausmacht; das ist zu vergleichen mit der menschlichen Seele. Innerhalb des Ganzen ist der Gedanke. Der läßt sich vergleichen mit dem Kausalkörper, mit dem ideellen Geist, der den Körper bewohnt. Die Sinnesorgane sind die Fenster, durch die der Kausalkörper hinaussieht in die Welt. Bevor wir in den Körper eingezogen sind, waren wir mit spirituellen Sinnesorganen begabt und sahen alles um uns her ungehindert. In ein «Haus» eingezogen, muß der Mensch durch die Fenster hinaussehen, durch die Fenster der Sinnesorgane muß die Natur zu ihm hineindringen. Wie der Mensch nicht immer im Freien leben kann, sondern in ein Haus zurückkehren muß, so muß der Geist immer wieder einziehen in das für ihn präparierte Gebäude, um durch die Sinnesorgane, die Fenster, das anzusehen, was er früher von außen gesehen hat. Warum das so ist und wie die Gesetze sind, nach denen es sich gestaltet, davon das nächste Mal.

[ 20 ] If we want to visualize these three origins of humanity, we can compare them to something like the construction of a house. The house is built from building blocks; then we have the furnishings, that which fills the interior rooms, that which constitutes the comfort of the house; this can be compared to the human soul. Within the whole is the thought. This can be compared to the causal body, to the ideal spirit that inhabits the body. The sense organs are the windows through which the causal body looks out into the world. Before we moved into the body, we were endowed with spiritual sense organs and saw everything around us unimpeded. Having moved into a “house,” the human being must look out through the windows; through the windows of the sense organs, nature must enter into him. Just as a person cannot always live outdoors but must return to a house, so the spirit must repeatedly move into the building prepared for it in order to view, through the sense organs—the windows—what it previously saw from the outside. Why this is so and what the laws are by which it is shaped—more on that next time.