On the Astral World and Devachan
GA 88
18 November 1903, Berlin
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On the Astral World and Devachan, tr. SOL
4. Die Wesen der astralen Welt
4. The Beings of the Astral World
[ 1 ] Ein alter Schriftsteller, Olympiodoros, erzählt gelegentlich einer Besprechung eines Werkes von Plato von der Hadesfahrt des Odysseus. Wir wissen ja, daß uns in einem großen Homerischen Epos, der «Odyssee», erzählt wird, daß Odysseus auch in die Unterwelt hinabgestiegen sei. Wer die Sprache der griechischen Eingeweihten, die so etwas geschrieben haben, versteht, wird wissen, daß das Hinabsteigen in die Unterwelt immer bedeutet das Eingeweihtwerden in die Mysterien, das Überschreiten der Pforte des Todes schon während des Lebens. In unserem besonderen Fall bedeutet es auch das Kennenlernen der astralen Welt. Nichts anderes also bedeutet dieses Hinabsteigen des Odysseus in die Unterwelt, als daß Odysseus kennenlernt die Welt des Astralen. Unter anderem wird uns erzählt, daß Odysseus in der Unterwelt drei Verstorbene gesehen hat: den Tityos, den Sisyphos und den Tantalos. Er sah den ersten, Tityos, wie er auf dem Boden lag und zwei Geier ihm an seiner Leber fraßen. Den Tantalos sah er an einem See stehen und brennenden Durst leiden; wenn er sich hinabbeugte, um zu trinken, versiegte das Wasser, so daß er es nicht erreichen konnte. Er litt auch an Hunger. Über ihm war ein Baum mit Äpfeln; wenn er ihn aber erreichen wollte, so entglitt er ihm. Das sind Bilder, die uns zeigen sollen, welche Formen die Begierden des Menschen in der astralen Welt nach dem Tode annehmen, wie der Mensch an Begierden hängt und wie sie sich ausleben. Der erste, Tityos, liegt auf der Erde und an seiner Leber nagt eine böse Macht, ein Geier. Das deutet darauf hin, daß er am niederen, sinnlichen Leben gehangen hat und daß dieses niedere, sinnliche Leben auf die Dauer keine Befriedigung bringen kann. Sisyphos, der Habgierige, wird dadurch gequält, daß er seine Wünsche, die immer von neuem entstehen, niemals befriedigen kann. Tantalos hängt an den Bildern einer phantastischen Einbildungskraft und muß das ewig Unbefriedigende einer solchen Einbildungskraft auskosten.
[ 1 ] An ancient writer, Olympiodorus, occasionally mentions Odysseus’s journey to Hades in his commentary on a work by Plato. We know, of course, that the great Homeric epic, the *Odyssey*, tells us that Odysseus also descended into the underworld. Anyone who understands the language of the Greek initiates who wrote such things will know that the descent into the underworld always signifies initiation into the mysteries, the crossing of the gate of death even while still alive. In our particular case, it also signifies becoming acquainted with the astral world. This descent of Odysseus into the underworld, then, means nothing other than that Odysseus becomes acquainted with the astral world. Among other things, we are told that Odysseus saw three deceased figures in the underworld: Tityos, Sisyphus, and Tantalus. He saw the first, Tityos, lying on the ground while two vultures were devouring his liver. He saw Tantalus standing by a lake, suffering from a burning thirst; whenever he bent down to drink, the water dried up, so that he could not reach it. He also suffered from hunger. Above him was a tree bearing apples; but whenever he tried to reach it, it slipped from his grasp. These are images meant to show us the forms that human desires take in the astral world after death, how humans cling to desires, and how they play out. The first, Tityos, lies on the earth, and an evil power—a vulture—gnaws at his liver. This indicates that he was attached to a base, sensual life and that this base, sensual life cannot bring satisfaction in the long run. Sisyphus, the greedy one, is tormented by the fact that he can never satisfy his desires, which arise anew again and again. Tantalus clings to the images of a fantastical imagination and must endure the eternal dissatisfaction of such an imagination.
[ 2 ] Da sind Bilder für unser astrales Leben gegeben. Wem der Blick geöffnet wird für die astrale Welt, der kann nur in solchen Bildern sprechen. Der Seher weiß, wie wenig die Worte aus unserem täglichen Leben ausreichen, um das zu schildern, was er in der Astralwelt schaut. Unsere Sprache kann nur ein sehr spärliches Ausdrucksmittel sein, um das in Worte zu bringen, wovon zu berichten ist. Darum werde ich Ihnen heute kaum etwas anderes geben können als Bilder, als bildliche Vorstellung von den Wesen, die demjenigen bekannt werden, dessen Seherblick geöffnet ist. Es sind dies Wesen, die unseren Raum bevölkern, auch wenn wir sie im physischen Leben nicht wahrnehmen. Die Astralwelt ist voller Farben, die der Seher wie eine äußere Wirklichkeit sieht. Wer nur auf das Äußere des Menschen den Blick richtet und nur darin die ganze Wesenheit des Menschen sieht, der gleicht dem, der behaupten würde, ein Mensch sei verschwunden, wenn er zur Tür eines Hauses hineingegangen und nun nicht mehr sichtbar ist. Wir wissen, daß er noch vorhanden und nur verdeckt ist durch die Mauer des Hauses. Und so wie ihn die Mauer des Hauses verdeckt, so verdeckt die Körperlichkeit des Menschen das, wovon wir jetzt sprechen; sie verdeckt es, weil es unsichtbar ist für die gewöhnlichen Sinne. So sind auch Wesen, die keine physische Körperlichkeit haben, im astralen Raum vorhanden, obwohl sie für das physische Auge nicht sichtbar werden. Und Sie alle sind ebenso wie im physischen Raum auch im astralen Raum vorhanden.
[ 2 ] These are images of our astral life. Those whose eyes are opened to the astral world can speak only in such images. The seer knows how inadequate the words of our daily life are to describe what he sees in the astral world. Our language can be only a very meager means of expression to put into words what needs to be described. That is why today I will be able to offer you little else but images, visual representations of the beings that become known to those whose seer’s gaze is opened. These are beings that populate our space, even though we do not perceive them in physical life. The astral world is full of colors that the seer perceives as an external reality. Anyone who directs their gaze solely to the outer appearance of a human being and sees the whole being of that person only in that is like someone who would claim that a person has disappeared if they have entered through the door of a house and are no longer visible. We know that they are still present and merely concealed by the wall of the house. And just as the wall of the house conceals him, so the physicality of the human being conceals what we are now speaking of; it conceals it because it is invisible to the ordinary senses. Thus, beings that have no physical form are also present in the astral realm, although they do not become visible to the physical eye. And all of you are present in the astral realm just as you are in the physical realm.
[ 3 ] Das erste, was der Mensch kennenlernt, wenn er den Astralraum betritt, das heißt, was er sieht, wenn ihm das astrale Auge geöffnet wird, ist: Er findet sich eingehüllt in den Astralkörper. Dieser Astralkörper ist es, in dem alle Begierden, Leidenschaften, Empfindungen und so weiter wogen. Da sehen wir das klar, was sonst verschlossen liegt in der menschlichen Natur. Alles Verborgene wird sichtbar, wenn wir diese menschliche Aura betrachten. Aus ihr strömt heraus in wellenartigen Bewegungen mit einer gewissen Leuchtekraft das, was ich das Astrale genannt habe, des Menschen ganze Empfindungsnatur.
[ 3 ] The first thing a person encounters upon entering the astral realm—that is, what they see when their astral eye is opened—is this: they find themselves enveloped in the astral body. It is within this astral body that all desires, passions, sensations, and so on surge. There we see clearly what is otherwise hidden within human nature. Everything hidden becomes visible when we observe this human aura. From it flows out, in wave-like movements with a certain luminosity, what I have called the astral—the whole sensory nature of the human being.
[ 4 ] Ich möchte einige Einzelheiten erwähnen, die Ihnen zeigen werden, wie manches, was wir sonst unverständlich finden, sofort verständlich wird. Man kann oft sehen, daß gewisse Menschen, wenn sie an einem Abgrunde stehen, die unüberwindliche Begierde zeigen, sich in ihn hinein zu stürzen, trotzdem sie sich mit allen Kräften dagegen wehren. Oder man kann sehen, was für Gedanken durch eines Menschen Seele ziehen, wenn er ein Messer in der Hand hat. Alle diese Dinge haben ihre tiefe Begründung im menschlichen Astralleib. Sie beruhen darauf, daß wir im Astralen eine ganz andere Wesenheit haben, als sie uns im menschlichen Äußeren entgegentritt. Sie sind aber dem Schicksal, dem Karma unterworfen. Wer gewisse Begierden hat im Leben, der hat in einem früheren Leben Erlebnisse durchgemacht, die durch den gegenwärtigen Verstand tief in den Hintergrund gedrängt sein können. Sie schlummern aber im Astralkörper. Nehmen Sie an, jemand hat in einem früheren Leben an einem grausamen Krieg teilgenommen; da werden Sie in seiner Aura sehen, wie durch sein Karma alle diese Grausamkeiten in seinen Astralkörper eingebaut wurden, mit denen er nun im jetzigen physischen Leben harte Kämpfe zu führen hat. So wie die Fäden sich spinnen zwischen einem früheren und dem jetzigen Leben, so werden auch Fäden gesponnen von der Gegenwart aus zu späteren Leben. All dies sieht der Seher. Er sieht, wie das Karma eines Menschen sich gestaltet, und er sieht auch, wie zum Beispiel ein Mensch aus Klugheit einen Hang zu unterdrücken sucht oder wie er Gefühle zurückdrängt. Bis auf den Grund der Seele sieht der Seher. Diejenigen, die die Gabe des Sehens haben, halten das nicht für eine wünschenswerte Gabe, die in allen Fällen Freude bringt, hauptsächlich dann nicht, wenn die Menschen Gefühle haben, die sie besser nicht haben sollten. Und für den Anfänger, den Chela, ist es oft verhängnisvoll, denn leicht wird er angezogen von all dem, was er nun schaut.
[ 4 ] I would like to mention a few details that will show you how many things we otherwise find incomprehensible become immediately understandable. One can often observe that certain people, when standing at the edge of an abyss, display an irresistible urge to throw themselves into it, even though they resist it with all their might. Or one can see what thoughts pass through a person’s soul when they hold a knife in their hand. All these things have their deep roots in the human astral body. They are based on the fact that in the astral realm we have a completely different being than the one that appears to us in our human form. However, they are subject to fate, to karma. Anyone who has certain desires in life has gone through experiences in a previous life that may have been pushed deep into the background by the present mind. But they lie dormant in the astral body. Suppose someone took part in a cruel war in a past life; then you will see in their aura how, through their karma, all these cruelties have been woven into their astral body, with which they must now wage hard struggles in their present physical life. Just as threads are spun between a past life and the present one, so too are threads spun from the present into future lives. The seer sees all of this. He sees how a person’s karma takes shape, and he also sees, for example, how a person, out of prudence, tries to suppress a tendency or how he represses feelings. The seer sees down to the very depths of the soul. Those who possess the gift of seeing do not regard it as a desirable gift that brings joy in all cases, especially not when people harbor feelings they would be better off without. And for the beginner, the chela, it is often disastrous, for he is easily drawn to all that he now beholds.
[ 5 ] Dann finden wir im Astralraum das Wesentliche des Wachens und Schlafens des Menschen. Was heißt das: Wachen und Schlafen? Das ist etwas, was der gewöhnliche Mensch hinnimmt, ohne daß er einen genauen und bestimmten Begriff davon hat. Was in uns lebt, ist etwas, was der Mensch in unserer gegenwärtigen Zeitepoche nicht unmittelbar erkennt. Das höhere Selbst ruht im Menschen. Er denkt und handelt aus dem höheren Selbst heraus. Aber der Mensch der fünften Wurzelrasse [der gegenwärtigen Zeitepoche] sieht nicht dieses höhere Selbst. Alles, was das Bewußtsein uns bietet, ist nur ein Spiegelbild des höheren Selbst. Der Mensch sieht sich selbst nur als Spiegelbild, sein Gehirn ist der Spiegel. Was das Gehirn als Spiegelbild zurückwirft, ist nicht der wirkliche Mensch; dieser schlummert tief in uns und kann nicht unmittelbar gesehen werden. Der physische Körper allein ist es, der ermüden kann, er stellt während des Schlafes seine Tätigkeit als Spiegel ein. Das höhere Selbst, dessen Spiegelung der äußere Mensch ist, ermüdet nicht, es zieht sich nur von dem Physischen mehr oder weniger zurück. Während der Körper schläft, verläßt es, befreit von der äußeren Körperlichkeit, den äußeren Menschen und kann seine Tätigkeit im astralen Raum verrichten. Der Seher schaut diese Tätigkeit im astralen Raum.
[ 5 ] In the astral realm, we find the essence of human waking and sleeping. What does that mean: waking and sleeping? It is something that the average person accepts without having a precise and definite concept of it. What lives within us is something that people in our present epoch do not immediately recognize. The higher self rests within the human being. He thinks and acts from the higher self. But the human being of the fifth root race [of the present epoch] does not see this higher self. All that consciousness offers us is merely a reflection of the higher self. Human beings see themselves only as a reflection; their brain is the mirror. What the brain reflects back is not the real human being; this slumbers deep within us and cannot be seen directly. It is the physical body alone that can grow weary; during sleep, it ceases its activity as a mirror. The higher self, of which the outer human being is a reflection, does not tire; it merely withdraws more or less from the physical. While the body sleeps, freed from outer physicality, it leaves the outer human being and can carry out its activity in the astral space. The seer observes this activity in the astral space.
[ 6 ] Der Mensch der gegenwärtigen Entwicklungsstufe verläßt im Schlafe seinen Körper. Er wandert, manchmal in großen Entfernungen von seinem physischen Körper, in der Astralwelt und kommt dort mit anderen Wesen der Astralwelt zusammen und pflegt Austausch mit deren Gedanken. Doch wenn der Mensch aufwacht, erinnert er sich daran nicht. Das hängt mit seiner gegenwärtigen Entwicklungsstufe zusammen. Die Entwicklung kann aber eine immer höher und höhere werden. Der Schüler, der unter Anleitung eines sogenannten Meisters lernt, kann allmählich sein Bewußtsein zu einem kontinuierlichen, zu einem fortdauernden machen. Dann wird er die Erfahrungen der Nacht sich in seinem Wachzustande als Erinnerung ins Bewußtsein bringen können. Wenn der Schüler, der Chela, ein fortdauerndes Bewußtsein erreicht hat, dann erinnert er sich dessen, was er in der astralen Welt empfing. Diese Erkenntnisse des Chela sind nicht in der physischen Welt erlernt, sondern sie sind in der astralen Welt erfahren und hineingebracht in sein physisches Leben. Das meint Plato, wenn er von Wiedererinnerung an höhere Seelenzustände spricht.
[ 6 ] At the present stage of development, human beings leave their bodies during sleep. They wander through the astral world, sometimes traveling great distances from their physical bodies, where they encounter other beings of the astral world and exchange thoughts with them. Yet when the person awakens, they do not remember this. This is related to their current stage of development. However, development can reach ever higher levels. The student who learns under the guidance of a so-called Master can gradually make their consciousness continuous and enduring. Then they will be able to bring the experiences of the night into their waking consciousness as memories. When the student, the chela, has attained a continuous consciousness, he remembers what he received in the astral world. These insights of the chela are not learned in the physical world, but are experienced in the astral world and brought into his physical life. This is what Plato means when he speaks of recollection of higher states of the soul.
[ 7 ] Das Bewußtsein, das beim Durchschnittsmenschen fortwährend abreißt, das ist der Chela imstande, zu einem fortdauernden zu machen, wenn er die Gabe errungen hat, sein Spiegelbild nicht bloß im physischen Körper, sondern in den höheren Wesenselementen der menschlichen Natur entstehen, erzeugen zu lassen. Aus dem festen, physischen Körper heraus entsteht für den Durchschnittsmenschen das Spiegelbild seines Selbst; man kann auch sagen: Er wird sich seiner selbst bewußt. Derjenige, welcher die höhere Stufe erreicht hat, wird sich seines Selbstes nicht bloß im Physischen bewußt, sondern im Astralischen; es leuchtet ihm aus dem Astralischen entgegen. So begegnen Sie auf dem astralen Plan vor allem den Chelas, den Schülern, die imstande sind, ihr Bewußtsein in die Astralregion hinaufzubringen. Das Bewußtsein in die Astralregion hinaufzubringen ist das, was auch den Inhalt der theosophischen Lehre bildet und den Inhalt des Unterrichtes, den ein hochentwikkelter Meister seinen Schülern erteilt. Dieser Verkehr zwischen Meister und Chela spielt sich im Astralraum ab. Ein Übersetzen des Unterrichtes im Astralen in physische Worte, in physische Sätze ist dasjenige, was die Theosophie zu bieten vermag.
[ 7 ] The consciousness that constantly breaks off in the average person—the chela is able to make this a continuous process once he has attained the gift of allowing his reflection to arise not only in the physical body but also in the higher elements of human nature. For the average person, the reflection of the self arises from the solid, physical body; one might also say: he becomes conscious of himself. The one who has reached the higher stage becomes conscious of his self not only in the physical realm but also in the astral; it shines forth toward him from the astral. Thus, on the astral plane, you encounter above all the chelas, the disciples, who are capable of raising their consciousness into the astral region. Raising consciousness into the astral region is what also constitutes the content of theosophical teaching and the content of the instruction that a highly evolved Master imparts to his disciples. This interaction between Master and Chela takes place in the astral realm. Translating the teachings in the astral into physical words, into physical sentences, is what Theosophy is able to offer.
[ 8 ] So haben wir bereits zweierlei Wesenheiten kennengelernt, die wir im Astralraum treffen: Meister und Schüler. Dazu kommen noch diejenigen Menschen, die auch psychisch entwickelt sind, aber keinen regelmäßigen Unterricht hatten, die Somnambulen, die ein mehrdeutiges Bewußtsein haben. Sie wissen, daß es Menschen gibt, für die es möglich ist, ohne daß sie eine Unterweisung von einem Meister erhalten haben, zu gewissen Zeiten ganz besondere Wahrnehmungen zu machen, Wahrnehmungen, die unabhängig sind von ihren Sinnen. Aber nur für denjenigen, welcher durch theosophische Schulung in die Astralregion eindringt, gibt es keinen Irrtum. Der Theosoph weiß zu unterscheiden, was von pathologischen Zuständen herrührt und was tiefere Wahrheiten sind. Wenn wir den Somnambulen verfolgen im wachen und im Trance Zustande, so sehen wir, daß die Seele heraustreten kann aus dem Leibe und sehend werden kann. Wir würden aber den Somnambulen nicht ein Wörtchen glauben, wenn wir nicht Beweise dafür hätten, daß dieses undisziplinierte Sehen übereinstimmen kann mit dem Sehen des Sehers. Der Schüler, der das kontinuierliche Bewußtsein entwickelt hat, der die astralen Dinge so sieht, wie er Tische und Stühle sieht, der weiß auch, daß die Somnambulen in ihren besonderen Zuständen bisweilen Wahres erblicken. Sie haben die Fähigkeit, ihr Selbst zeitweilig herauszuheben aus der Körperlichkeit und dadurch zu sehen, was mit den gewöhnlichen Sinnen nicht gesehen werden kann. Diese zeitweilig leibbefreiten Seelen sind die dritten, die Sie als Bewohner des Astralraumes antreffen können. Das vierte, was wir antreffen in der astralen Welt, ist etwas wenig Erfreuliches, es sind die Zerstörer und Verwüster im Astralen.
[ 8 ] We have already encountered two types of beings in the astral realm: masters and disciples. In addition, there are those people who are also psychically developed but have not received regular instruction—the somnambulists, who possess an ambiguous consciousness. They know that there are people for whom it is possible, without having received instruction from a Master, to have very special perceptions at certain times—perceptions that are independent of their senses. But only for those who penetrate the astral region through theosophical training is there no error. The theosophist knows how to distinguish between what stems from pathological conditions and what are deeper truths. When we observe somnambulists in both the waking and trance states, we see that the soul can step out of the body and become a seer. But we would not believe a word the somnambulists say if we did not have proof that this undisciplined seeing can correspond with the seeing of the seer. The student who has developed continuous consciousness, who sees astral things just as he sees tables and chairs, also knows that somnambulists sometimes perceive truths in their special states. They have the ability to temporarily lift their self out of physicality and thereby see what cannot be seen with the ordinary senses. These temporarily disembodied souls are the third type you may encounter as inhabitants of the astral space. The fourth type we encounter in the astral world is something less than pleasant: they are the destroyers and ravagers of the astral realm.
[ 9 ] Ich habe öfter erwähnt, daß unserer physischen Welt eine andere vorangegangen ist, deren Früchte wir genießen. Wir können unsere Erde den Kosmos der Liebe nennen, wo der Mensch in Liebe geschult wird, bis er die höchste Stufe in unserer Runde erreicht haben wird. Wenn wir diese Entwicklung überblicken und unseren Blick richten auf das, was in der Zukunft da sein wird, so wissen wir, daß die Erde eine Schule der Liebesentfaltung ist. Doch wir müssen auch den Blick richten auf das, was schon in einem früheren Zustande dagewesen ist. Unser Weltenkörper ist aus einem anderen herausgeboren. Der Erde ist ein anderer Weltenkörper vorangegangen, der alte Mond, auf dem sich das vorbereitet hat, was wir brauchen, um unsere irdische Bahn zu durchwandeln. Aus dem, was der Mensch durchgemacht hat, haben sich seine physischen Organe gebildet. Er hat auf dem früheren planetarischen Zustande, dem Kosmos der Weisheit, aufgebaut das menschliche Empfinden, die empfindenden Organe. Der Körper der Empfindung ist damals aufgebaut worden.
[ 9 ] I have often mentioned that our physical world was preceded by another, the fruits of which we now enjoy. We can call our Earth the cosmos of love, where humanity is trained in love until it has reached the highest level in our cycle. When we survey this development and turn our gaze to what will be in the future, we know that the Earth is a school for the unfolding of love. Yet we must also turn our gaze to what has already existed in an earlier state. Our world body was born out of another. The Earth was preceded by another world body, the ancient Moon, on which was prepared what we need to traverse our earthly path. Human beings’ physical organs were formed from what they had gone through. On the earlier planetary state, the Cosmos of Wisdom, they built up human sensation and the sensory organs. The body of sensation was built up at that time.
[ 10 ] Damals, als wir Menschen unsere Entwicklung begannen, wurde die Fähigkeit des Empfindens in unseren physischen Organismus hineinverwoben. Bedenken Sie, welche Weisheit hinzutritt zu der chemischen Beschaffenheit des physischen Körpers durch das Hineinverweben der Empfindungen und Gefühle. Diese Empfindungen und Gefühle zu läutern, zu veredeln zu sittlichen Empfindungen, zu moralischen Gefühlen — das ist die Aufgabe unseres irdischen Lebens. So wie wir auf der Erde die Aufgabe haben, moralische Empfindungen und Gefühle auszubilden, so war es dazumal auf dem Kosmos der Weisheit, der dem unseren vorangegangen ist, die höchste Aufgabe der Wesen, einen weisheitsvollen Aufbau des Sinnesorganismus zu schaffen. Die Wesen mußten sich hingeben daran, die Sinnlichkeit auszubilden. Durch unendliche Weisheit sind die Funktionen der Sinne entstanden.
[ 10 ] Back when we humans began our evolution, the capacity for sensation was woven into our physical organism. Consider the wisdom that is added to the chemical constitution of the physical body through the weaving in of sensations and feelings. To purify these sensations and feelings, to refine them into ethical sensations and moral feelings—that is the task of our earthly life. Just as we have the task on Earth of developing moral sensations and feelings, so too was it in the past, in the Cosmos of Wisdom that preceded ours, the highest task of the beings to create a wise structure of the sensory organism. The beings had to devote themselves to developing sensibility. Through infinite wisdom, the functions of the senses came into being.
[ 11 ] Bedenken Sie nun, daß in den verschiedenen aufeinanderfolgenden kosmischen Zuständen die Wesen verschiedene Aufgaben haben. Um diese verschiedenen Aufgaben verständlich zu machen, denken Sie sich einen Klavierbauer und einen Klavierspieler. Der Klavierbauer muß sich mit Liebe und Hingabe dem Aufbau des Klaviers widmen, er hat also eine andere Aufgabe als derjenige, der auf dein Klavier spielen soll. Beide, der Klavierbauer und der Klavierspieler, haben ihre bestimmte Aufgabe, und beide bewirken an ihrer Stelle Gutes. Wenn aber der Erbauer des Klavieres im Konzertsaale auch sägen und hobeln und hämmern wollte, so würde er dort nur zerstörend wirken. Ja, er taugt dort nicht, so groß er auch als Meister des Klavierbaues sein mag.
[ 11 ] Now consider that in the various successive cosmic states, beings have different tasks. To help you understand these different tasks, imagine a piano builder and a pianist. The piano builder must devote himself with love and dedication to the construction of the piano; he therefore has a different task than the one who is to play your piano. Both the piano builder and the pianist have their specific tasks, and both do good in their respective roles. But if the piano builder were to try to saw, plane, and hammer in the concert hall, he would only have a destructive effect there. Indeed, he is not suited for that place, no matter how great a master of piano building he may be.
[ 12 ] So finden sich auch in der astralen Welt Wesen solcher Art, die eine hohe Fertigkeit erlangt haben im Aufbau des sinnlichen Organismus, die aber diese Neigung nicht abgelegt haben beim Übergang in eine andere Entwicklungsstufe. Sie sind Meister im Aufbauen der sinnlichen Materie, aber sie taugen in unserer jetzigen Entwicklung so wenig wie der Klavierbauer im Konzertsaal. Sie wirken zerstörend, verwüstend, sie wirken am falschen Platz als böse Geister, denn sie hängen an Kräften, welche der Mensch als «Unterbau» braucht, aber sie führen die Entwicklung des Menschen nicht weiter. Diese Wesen können eine hohe Entwicklung haben, sie haben aber eine Neigung, die nicht mehr in unsere Entwicklung paßt, deshalb können sie dem Chela, dem Anfänger, der erst lernt, in der astralen Welt zu schauen, gefährlich werden, denn er kann durch diese Wesen angezogen werden und dadurch auf Abwege kommen.
[ 12 ] Thus, even in the astral world there are beings of this kind who have attained a high degree of skill in the construction of the physical organism, but who have not shed this inclination upon passing into another stage of development. They are masters at constructing the physical body, but they are as ill-suited to our current stage of development as a piano builder is to a concert hall. They have a destructive, devastating effect; they act as evil spirits in the wrong place, for they cling to forces that humanity needs as a “foundation,” yet they do not advance human development. These beings may have a high level of development, but they possess a tendency that no longer fits into our evolution; therefore, they can become dangerous to the chela, the beginner who is just learning to see into the astral world, for he may be drawn to these beings and thereby go astray.
[ 13 ] Es gibt in der astralen Welt auch andere Wesen, solche, die nicht in eine physische Verkörperung hinuntersteigen und nur im Astralraum zur Offenbarung kommen. Sie kann derjenige nicht wahrnehmen, der nur den Blick für das Physisch-Körperliche hat. Diese Wesen sind edel, und ihr Bestreben ist nur auf das Ziel der menschlichen Entwicklung gerichtet. Sie haben nicht menschliche Begierden, sie hängen nicht am Irdischen, sie haben sich diejenige Entwicklungsstufe erarbeitet, durch die sie Helfer der Menschheit geworden sind. Sie sind nicht Genießer, dennoch finden wir sie im Astralraum, denn sie warten hier auf ihre künftige Bestimmung.
[ 13 ] There are also other beings in the astral world—those who do not descend into a physical incarnation and manifest themselves only in the astral realm. They cannot be perceived by those whose gaze is fixed solely on the physical. These beings are noble, and their aspirations are directed solely toward the goal of human development. They have no human desires; they are not attached to earthly things; they have attained the stage of development that has enabled them to become helpers of humanity. They are not hedonists, yet we find them in the astral realm, for they await their future destiny there.
[ 14 ] Um zu verstehen, wie dies geschieht und welche Bedeutung es hat, müssen wir uns mit ein paar Worten klarmachen, was dann Gegenstand des sechsten Vortrages sein wird: den Zustand im Kamaloka. Wenn der Mensch den physischen Körper verläßt, so wird derselbe der Erde übergeben; auch die Lebenskraft wird abgelegt. Dann kommt er in die astrale Welt, in das Gebiet der Begierden. Der Mensch macht in dieser astralen Welt eine Periode durch, geht dann in das Devachan über, um darauf wieder zur Verkörperung hinabzusteigen. Das ist die normale [nachtodliche] Entwicklung des Menschen, daß er zwei Welten durchschreitet, die Welt des Astralen und die Welt des rein Geistigen, um danach wieder reif zu werden für die nächste Verkörperung. In dieser nächsten Verkörperung genießt er dann die Früchte des früheren Lebens. «Gott läßt seiner nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.»
[ 14 ] To understand how this happens and what it means, we must first briefly clarify what will be the subject of the sixth lecture: the state in the Kamaloka. When a person leaves the physical body, the body is returned to the earth; the life force is also shed. Then they enter the astral world, the realm of desires. In this astral world, the human being goes through a period, then passes into Devachan, only to descend again toward reincarnation. This is the normal [post-death] development of the human being, that they pass through two worlds, the astral world and the purely spiritual world, in order to then become ripe again for the next incarnation. In this next incarnation, they then enjoy the fruits of their previous life. “God does not allow Himself to be mocked. For whatever a person sows, that they will also reap.”
[ 15 ] Bedenken Sie, daß der Höherentwickelte eine reiche Ernte in der geistigen Welt haben könnte. Aber es steht ihm frei, nach kurzer Zeit wieder zur Erde zurückzukehren und denjenigen zu helfen, welche zurückgeblieben sind in ihrer geistigen Entwicklung. So kann er auf den geistigen Aufenthalt im Devachan verzichten und warten, bis ihm ein Meister eine neue Verkörperung anweist. Diese Gestalten treffen wir unter den sogenannten Entkörperten.
[ 15 ] Bear in mind that a spiritually advanced individual could reap a rich harvest in the spiritual world. But they are free to return to Earth after a short time to help those who have lagged behind in their spiritual development. Thus, they may forgo their spiritual sojourn in Devachan and wait until a Master assigns them a new incarnation. We encounter these beings among the so-called discarnate spirits.
[ 16 ] Sichtbar nur für die Höchstentwickelten unserer Zeit sind noch höhere Wesen, die sich nur noch selten in der Astralwelt aufhalten, weil sie ihre Heimat in noch höheren Gebieten, auf noch höheren Stufen der geistigen Welt haben. Wenn der Chela sich weiterentwickelt, dann erlangt er die Fähigkeit, das Bewußtsein nicht nur im Astralen zu haben, sondern das Bewußtsein auch zu haben in der noch höheren Welt, in der geistigen oder devachanischen Welt, die höher ist als die astrale Welt. In dieser höheren Welt wird ihm das Selbst gespiegelt. Der Mensch erlebt sich in den höheren geistigen Regionen als das Spiegelbild, das er in der physischen Welt sieht. Die Wesen, welche hierher gehören, sind nur für Hochentwickelte sichtbar. Auch diese Wesen können auf das verzichten, was als höchste Aufgabe unseres irdischen Daseins zu verstehen ist, sie können verzichten auf das «Nirwana». Eine solche Wesenheit kann verzichten auf das Nirwana, sie kann zurückkehren in die irdische Welt, in die sie selbst gar nicht zurückzukehren brauchte, um den Menschen zu helfen. Solche Wesen nennt man Nirmanakayas. Sie sind in der Lage, aus der geistigen Welt herabzusteigen in die astrale und in die physische Welt, und um da einen «Angriffspunkt» zu haben, nehmen sie einen Astralkörper an. Sie tun das, um den Menschen zu helfen. Das sind die Nirmanakayas, welche wir in der astralen Welt antreffen können, wenn auch selten. Ich spreche hier von solchen Wesenheiten, welche für physische Augen nicht erblickbar sind, sondern nur für solche Augen, die vom astralen Raum Eindrücke empfangen können. Wenn die Augen Eindrücke in der astralen Welt wahrnehmen können, dann können sie dort Nirmanakayas wahrnehmen und auch solche Menschenwesenheiten, die zwischen dem Tode und der nächsten Verkörperung sich befinden. Hierüber will ich im nächsten Vortrage noch sprechen.
[ 16 ] Visible only to the most highly evolved individuals of our time are even higher beings who now rarely dwell in the astral world, because their home is in even higher realms, on even higher levels of the spiritual world. As the chela continues to develop, he acquires the ability to maintain consciousness not only in the astral but also in the even higher world—the spiritual or devachanic world—which is higher than the astral world. In this higher world, the Self is reflected to him. In the higher spiritual regions, the human being experiences himself as the mirror image he sees in the physical world. The beings who belong here are visible only to highly evolved individuals. These beings, too, can renounce what is to be understood as the highest task of our earthly existence; they can renounce “Nirvana.” Such a being can forgo Nirvana; it can return to the earthly world, to which it did not need to return at all, in order to help humanity. Such beings are called Nirmanakayas. They are able to descend from the spiritual world into the astral and physical worlds, and in order to have a “foothold” there, they assume an astral body. They do this to help humanity. These are the Nirmanakayas whom we may encounter in the astral world, albeit rarely. I am speaking here of such beings who are not visible to physical eyes, but only to those eyes that can receive impressions from the astral realm. If the eyes can perceive impressions in the astral world, then they can perceive Nirmanakayas there, as well as human beings who are between death and their next incarnation. I will speak more about this in the next lecture.
[ 17 ] Wir treffen in der Astralwelt auch noch Wesenheiten, welche namentlich dem Anfänger unverständlich sind. Das sind Wesenheiten, welche von höchster innerlicher Beweglichkeit sind und verschiedene Formen und Gestalten annehmen und in ganz anderer Art ihren Zusammenhang mit der Welt zeigen als der menschliche Astralleib. Der menschliche Astralleib hat eine in Grenzen ein geschlossene Gestalt, er hat bestimmte Konturen. Solche bestimmten Umrisse hat der Astralkörper der Tiere nicht. Die Astralkörper der Tiere sehen ganz anders aus. Sie gehören nicht zu einem einzelnen Wesen, sondern für ganze Gruppen von Tieren sind Gruppenseelen vorhanden. Gleichsam an einem gemeinsamen Stamm hängen die einzelnen physischen Tiere, und von diesen einzelnen Tieren führen dann eine Art Stränge zu den Gruppenseelen, welche die Tiere bewegen. Sie können auch gewisse Tiergestalten, welche nicht im Physischen angetroffen werden können, im Astralraum entdecken. Diese Astralkörper sind werdende Menschen, die ihre Astralkörper ausbilden und weiter entwickeln, um für solche, die aus der geistigen Welt herabkommen, ein geeignetes Vehikel zu bilden.
[ 17 ] In the astral world, we also encounter beings that are incomprehensible, especially to the beginner. These are beings of the highest inner mobility who assume various forms and shapes and demonstrate their connection to the world in a manner entirely different from that of the human astral body. The human astral body has a form that is, within limits, closed; it has definite contours. The astral bodies of animals do not have such definite outlines. The astral bodies of animals look quite different. They do not belong to a single being; rather, group souls exist for entire groups of animals. The individual physical animals are, as it were, attached to a common trunk, and from these individual animals, a sort of strand leads to the group souls that move the animals. You can also discover certain animal forms in the astral realm that cannot be found in the physical world. These astral bodies are human beings-in-the-making who are forming and further developing their astral bodies in order to serve as suitable vehicles for those descending from the spiritual world.
[ 18 ] Das sind aber noch nicht alle Wesenheiten der astralen Welt. Wir treffen in der astralen Welt auch Wesen von schwer zu beschreibender Natur, Wesenheiten, deren Größe wir nicht überschauen können, Wesenheiten von einer Größe, als wenn sie sich über unser ganzes Planetensystem ausdehnten. Diese Wesenheiten, die die ganze Erde umspannen, zeigen deutlich, daß sie mit unserer irdischen Entwicklung etwas zu tun haben, aber der irdische Mensch kann sich von ihnen nur schwer eine Vorstellung machen. Diese Wesenheiten, welche in den verschiedensten Variationen vorhanden sind, hängen mit dem Ganzen unserer Entwicklung zusammen. Sie machten eine Entwicklung durch in den früheren Runden der Erdenentwicklung. Drei Runden gingen unserer Erde voran und drei Runden werden folgen. Diese Wesenheiten, die in den ältesten und noch geistigeren Religionen «Devas» genannt wurden, werden eine höhere Entwicklung erreicht haben, wenn unsere Erde ihr Ziel erreicht haben wird. Sie werden menschenähnlich gedacht, weil die Menschen sich keine rechte Vorstellung von ihnen machen können. Die Menschen aber, die davon etwas wissen, finden damit angedeutet, wie die kosmologische Entwicklung vor sich geht.
[ 18 ] But these are not all the beings of the astral world. In the astral world we also encounter beings of a nature that is difficult to describe, beings whose magnitude we cannot fathom, beings of such vastness that it is as if they extended across our entire planetary system. These beings, which encompass the entire Earth, clearly show that they have something to do with our earthly evolution, but it is difficult for earthly human beings to form a conception of them. These beings, which exist in the most diverse variations, are connected with the entirety of our evolution. They underwent a development during the earlier cycles of Earth’s evolution. Three cycles preceded our Earth, and three cycles will follow. These beings, who were called “Devas” in the oldest and even more spiritual religions, will have attained a higher stage of development by the time our Earth has reached its goal. They are conceived of as human-like because people cannot form a proper conception of them. However, those who know something of this find in it an indication of how cosmological development proceeds.
[ 19 ] Wenn ein «Kosmos» beginnt sich zu entwickeln in der ersten, zweiten und dritten Runde, dann ist es so, wie ein Kind sich entwickelt in den ersten drei Lebensjahren. Es wird damit gleichsam der Weg angezeigt, den es im Leben nehmen wird. Erst dann kommt das, was die eigentliche Aufgabe des Kosmos ist; wir nennen das die «Wahrheit» des Kosmos. Auf unserer gegenwärtigen Erde ist die Wahrheit zum Vorschein gekommen; die drei vorangegangenen Runden des Entwicklungsweges stellen den «Weg» dar. Die «Wahrheit» ist die äußere Ausgestaltung dieses «Weges» in unserer gegenwärtigen Erdenentwicklung. Den dritten Teil der Entwicklung, das «Leben», werden wir durchmachen, wenn wir unsere Seelen immer mehr durchdrungen haben werden von der Wahrheit. Wir lernen die Wahrheit erkennen, die Wahrheit aber wird unser Leben werden; dann werden wir die Wahrheit nicht mehr zu erringen brauchen. Jetzt ist das noch nötig, um uns zu einem moralischen und sittlichen Leben zu führen. Diese Wahrheit wird uns aber künftig durchziehen, sie wird unser Lebensblut sein. Deshalb hat derjenige, der ein Repräsentant der den Kosmos durchströmenden Wahrheit ist, aufgenommen dieses Dreifache in sein Bewußtsein und hat es ausgedrückt in den Worten: «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben».
[ 19 ] When a “cosmos” begins to develop in its first, second, and third cycles, it is like a child developing during the first three years of life. This, as it were, indicates the path it will take in life. Only then does what is the actual task of the cosmos come into play; we call this the “truth” of the cosmos. On our present Earth, the truth has come to light; the three preceding rounds of the path of development represent the “path.” The “truth” is the outward manifestation of this “path” in our present earthly development. We will undergo the third part of development, “life,” when our souls have become increasingly permeated by the truth. We learn to recognize the truth, but the truth will become our life; then we will no longer need to strive to attain the truth. For now, this is still necessary to guide us toward a moral and ethical life. But in the future, this truth will permeate us; it will be the lifeblood of our existence. That is why the one who is a representative of the truth flowing through the cosmos has taken this threefold reality into his consciousness and expressed it in the words: “I am the Way, the Truth, and the Life.”
