On the Astral World and Devachan
GA 88
25 November 1903, Berlin
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On the Astral World and Devachan, tr. SOL
5. Charakter der astralen Vorgänge
5. The Nature of Astral Processes
[ 1 ] In dem vorhergehenden Vortrag sprach ich von den Wesen, die in der astralen Welt anzutreffen sind. Ich charakterisierte die Bewohner dieser Welt, indem ich sie unterschied in solche, die gegenwärtig verkörpert sind, und solche, die gegenwärtig nicht verkörpert sind. Heute möchte ich über die Vorgänge im Astralraum sprechen, und ich möchte im allgemeinen charakterisieren, wie wir uns die Ereignisse dort vorzustellen haben. Natürlich können wir nur ganz allgemein eine Skizze geben, denn die Welt, der wir hier begegnen, ist so überwältigend groß, daß jeder, der diese Welt einmal betritt, überwältigt wird von der Fülle der Erscheinungen, so daß niemand etwa aus eigener Erfahrung die ganze astrale Welt beschreiben könnte. Ebensowenig wie jemand die ganze physische Erde gesehen hat, ebensowenig hat jemand die ganze astrale Welt gesehen. Da die Mannigfaltigkeit der astralen Welt weitaus größer ist als die der physischen Erde, so werden Sie sich vorstellen können, daß es manches im Astralen gibt, wovon der einzelne keinen Bericht erstatten kann. Jedoch kann der einzelne ein kleines Stück beschreiben.
[ 1 ] In the previous lecture, I spoke of the beings that can be found in the astral world. I characterized the inhabitants of this world by distinguishing between those who are currently incarnated and those who are not currently incarnated. Today I would like to speak about the processes in astral space, and I would like to provide a general description of how we should imagine the events there. Of course, we can only offer a very general outline, for the world we encounter here is so overwhelmingly vast that anyone who enters this world is overwhelmed by the abundance of phenomena, so that no one could describe the entire astral world from personal experience. Just as no one has seen the entire physical Earth, so too has no one seen the entire astral world. Since the diversity of the astral world is far greater than that of the physical Earth, you can imagine that there are many things in the astral realm of which the individual cannot give an account. However, the individual can describe a small part of it.
[ 2 ] Ich rechne zu den Vorgängen im astralen Raum auch die Begegnungen mit Wesenheiten, welchen wir in der physischen Welt nicht begegnen können oder nur ganz ausnahmsweise. Der Astralraum ist sozusagen ein Ort, an dem Wesen verschiedener Welten sich treffen können. Es ist genauso, wie Menschen in der irdischen Laufbahn sich begegnen können, wie ein Mensch einmal mit einem anderen zusammentreffen kann, der an einem ganz anderen Orte wohnt, vielleicht eine kurze Wegstrecke mit ihm zusammen zurücklegt, ihn wieder verliert und ihm dann nicht mehr begegnet. Wie dies im kleinen ist, so kann es auch in großem Maßstabe eintreten, und so können wir uns manches aus der astralischen Welt erklären.
[ 2 ] I also count among the events in the astral realm encounters with beings whom we cannot meet in the physical world, or only in very exceptional cases. The astral realm is, so to speak, a place where beings from different worlds can meet. It is just as people can meet one another in their earthly lives; just as one person might once encounter another who lives in a completely different place, perhaps travel a short distance together, lose sight of them again, and then never meet them again. Just as this happens on a small scale, it can also occur on a large scale, and thus we can explain many things from the astral world.
[ 3 ] Wir sind als Menschen nicht von Anfang an so gewesen, daß wir uns in der Welt in einem physischen Körper zwischen Geburt und Tod verkörpert haben, sondern wir haben es in einer Art kosmischer Entwicklung dazu gebracht, daß wir durch drei Stationen hindurchzugehen haben: durch das physische Leben zwischen Geburt und Tod, durch das Leben im Kamaloka und durch das Leben im Devachan. Nicht alle Wesen durchlaufen diese Stationen, und auch wir Menschen haben eine Zeit gehabt, die der unsrigen vorangegangen ist, in welcher wir mit unserer Wesenheit der astralen Welt viel näherstanden. Wir waren, bevor wir uns die Fähigkeit erarbeitet hatten, uns physisch zu verkörpern, Wesen, welche rein in der astralen Welt lebten und welche astralische Sinne hatten. Aus den astralischen Sinnen heraus entwickelten sich im Laufe von Jahrmillionen erst unsere Augen und Ohren zu der physischen Gestalt, die sie heute haben. Wir waren astrale Wesen, und wir werden im Laufe unserer Entwicklung wieder astrale Wesen sein.
[ 3 ] As human beings, we have not always existed in the world in a physical body between birth and death; rather, through a kind of cosmic evolution, we have come to the point where we must pass through three stages: physical life between birth and death, life in the Kamaloka, and life in the Devachan. Not all beings pass through these stages, and we humans, too, had a time preceding our own in which our being was much closer to the astral world. Before we had developed the ability to incarnate physically, we were beings who lived purely in the astral world and possessed astral senses. Over the course of millions of years, it was from these astral senses that our eyes and ears first developed into the physical form they have today. We were astral beings, and in the course of our evolution we will once again become astral beings.
[ 4 ] Wir stehen jetzt in der fünften Wurzelrasse der vierten Runde, das ist die fünfte Menschheitsepoche der vierten Runde der Erdenentwicklung. Wir haben uns durch vier vorhergehende Epochen entwickelt und werden uns in drei folgenden wiederverkörpern. Dann wird diese Gestalt unseres Planeten, die er jetzt hat, abgelöst sein durch eine andere Gestalt, und auch wir Menschen werden anstelle unserer irdischen Gestalt eine andere Gestalt haben. Wir werden uns dann nicht mehr in der gleichen Weise wiederverkörpern, wie wir das heute tun. Wir werden wiederum astrale Wesen sein, Wesenheiten, welche sich nicht der Sinne bedienen, die wir jetzt haben, sondern wir werden Wesenheiten sein, die astral handeln. Seelenwesen waren wir, Seelenwesen werden wir wieder sein, wenn der physische Erdball seine Aufgabe erfüllt haben wird. Durch sieben sogenannte «Rassen» gehen wir hindurch, oft durch schlimme Zustände, und in der Zukunft werden wir dann wiederum in einem astralen Zustand sein und ein ganz anderes Dasein führen. Wir waren früher rein passive Wesen, hingegeben den Eindrücken der Außenwelt, bevor unser physischer Körper sich verdichtet hatte zu dem physischen Kern, durch den erst möglich wurde, physische Muskeln in Bewegung zu setzen, um irdische Handlungen auszuführen. Wir werden uns wiederum verwandeln, aus passiven zu aktiven Wesenheiten. Alles, was wir irdisch in uns aufgenommen haben, was wir verarbeitet haben, das wird als Frucht in uns gereift sein; wir werden aktive Wesen sein, Tätigkeitswesen.
[ 4 ] We are now in the fifth root race of the fourth round, which is the fifth epoch of humanity in the fourth round of Earth’s evolution. We have evolved through four preceding epochs and will reincarnate in three subsequent ones. Then the form our planet currently has will be replaced by another form, and we humans, too, will have a different form in place of our earthly one. We will no longer reincarnate in the same way we do today. We will once again be astral beings, entities that do not make use of the senses we have now, but rather we will be beings that act astral. We were soul beings, and we will be soul beings again when the physical globe has fulfilled its task. We pass through seven so-called “races,” often through dire conditions, and in the future we will then again be in an astral state and lead a completely different existence. We were once purely passive beings, at the mercy of impressions from the outside world, before our physical body had condensed into the physical core that first made it possible to set physical muscles in motion to perform earthly actions. We will transform again, from passive to active beings. Everything we have absorbed within us on earth, everything we have processed, will have ripened within us as fruit; we will be active beings, beings of activity.
[ 5 ] Weil wir noch etwas von unserer früheren astralen Gestalt mit uns herumtragen, weil etwas davon zu unserem astralen Körper gehört, und weil Vergangenheit und Zukunft in uns sich durchdringen, deshalb leben wir auch heute in der astralen Welt. Und wir können unser Geistesauge so entwickeln, daß wir in der astralen Welt ebenso sehend werden, wie der Durchschnittsmensch sehend ist in der physischen Welt. Die Menschen sind sich dessen nicht bewußt, weil ihr geistiges Auge nicht geöffnet ist. Das Auge des Schülers aber wird allmählich geöffnet. Wer die Schulung durchgemacht hat, der kann erwarten, daß das geistige Auge ihm geöffnet wird, so daß er das sehen kann, was in der theosophischen Lehre beschrieben wird.
[ 5 ] Because we still carry something of our former astral form with us, because part of it belongs to our astral body, and because the past and future intertwine within us, we continue to live in the astral world even today. And we can develop our spiritual eye so that we become just as sighted in the astral world as the average person is in the physical world. People are not aware of this because their inner eye is not open. The student’s eye, however, is gradually opened. Those who have completed the training can expect their inner eye to be opened, so that they may see what is described in theosophical teachings.
[ 6 ] Wir sind Bürger der physischen Welt und der astralen Welt. In der astralen Welt begegnet der Schüler auch Wesen, welche nicht unserer Erde angehören, niemals ihr angehört haben und niemals ihr angehören werden. Diese Wesen haben andere Entwicklungen durchgemacht, sie kommen von einer ganz anderen Seite der Welt, sie durchkreuzen unsere Astralebene. Sie haben nur eine Wegstrekke durch den astralen Raum mit uns gemeinsam zu machen. Sie sind gleichsam wie die Kometen, die durch unser Planetensystem gehen. Solche Wesenheiten sind Fremdlinge für unsere menschlichirdische Entwicklung; ihre Entwicklung in der Astralwelt wird eine von der unsrigen ganz verschiedene sein. Nur ein Stück treffen sie mit uns zusammen, um dann ihre Entwicklung in einer Weise weiterzuführen, die nichts mit der unsrigen weiter zu tun hat.
[ 6 ] We are citizens of the physical world and the astral world. In the astral world, the student also encounters beings who do not belong to our Earth, have never belonged to it, and never will. These beings have undergone different developments; they come from a completely different part of the world; they pass through our astral plane. They have only a short stretch of the astral journey to make with us. They are, as it were, like comets passing through our planetary system. Such beings are strangers to our human-earthly development; their development in the astral world will be entirely different from ours. They meet us only for a short while, only to then continue their development in a way that has nothing further to do with ours.
[ 7 ] Das sind Tatsachen, von denen die mystischen Schriften aller Zeiten sprechen. In diesen Wesenheiten, denen die mystischen Schriften verschiedene Namen gegeben haben, ist nichts anderes dargestellt als diejenigen Bewohner der Erde, welche ihre Entwicklung abseits von unserer Entwicklung durchmachen, sogenannte Elementarwesen, Elementargeister. Für diese Wesenheiten ist das, was sie durch die Menschen erfahren, ebenso fremd, wie einem Menschen das fremd ist, was er beim Betreten des Astralraumes erfährt. Sie verhalten sich zumeist ablehnend gegen das, was von der physischen Welt an sie herantritt. Der Chela wird durch diese Wesen die mannigfaltigsten Anfechtungen erfahren, er kann durch diese Elementargeister angezogen werden und dadurch leicht von der ihm vorgezeichneten Bahn abgelenkt werden. Diese Wesenheiten zeigen Sympathien oder Antipathien mit dem, was ihnen von unserer menschlichen Sphäre entgegentritt. Das war nicht immer so. In einer früheren Epoche waren sie nicht so ablehnend gegenüber den physischen Menschen. Jetzt aber haben diese Wesen eine große Antipathie gegen alles, was von der physischen Welt kommt.
[ 7 ] These are facts referred to in the mystical writings of all ages. These beings, to whom the mystical writings have given various names, are nothing other than those inhabitants of the Earth who undergo their evolution separately from our own—so-called elemental beings, elemental spirits. For these beings, what they experience through humans is just as foreign as what is foreign to a human who enters the astral realm. They are mostly averse to whatever approaches them from the physical world. The chela will experience the most manifold temptations through these beings; he may be drawn to these elemental spirits and thereby easily diverted from the path laid out for him. These beings show sympathies or antipathies toward what comes to meet them from our human sphere. This was not always the case. In an earlier epoch, they were not so hostile toward physical human beings. Now, however, these beings harbor a great antipathy toward everything that comes from the physical world.
[ 8 ] Diese Erscheinungen der Astralwelt sind ja oft bildlich beschrieben worden. Man hält heute manches nur für Volksaberglauben und weiß nicht, daß den Ausdrücken in den alten Schriften Wahrheiten zugrundeliegen. Gnomen, Undinen, Sylphen und Salamander wurden im Mittelalter diese Wesen genannt, die niemals ein physisches Dasein haben. Es ist natürlich leicht, etwas zu sagen von diesen Dingen, aber nur derjenige spricht mit vollem Verantwortungsgefühl darüber, der zu unterscheiden weiß, was Aberglaube und was Wirklichkeit ist. Aberglaube tritt auf verschiedenen Stufe auf. Es gibt nicht bloß den Aberglauben, der uns anhaftet, wenn wir an irgendwelche Erscheinungen glauben, die nicht wirklich vorhanden sind. Nein, ein Aberglaube kann auch vorhanden sein bei den größten Gelehrten, auch bei denjenigen, die die Natur nach allen Seiten durchforscht zu haben glauben. Der Glaube an die Materie kann auch ein Aberglaube sein. Die zweite Stufe des Sehens, das spirituelle Sehen, muß der Schüler erreicht haben, um unterscheiden zu können, was physische Wirklichkeit und was Täuschung ist. Dann lernt er auch erkennen, was in der Literatur [über Elementarwesen] auf Wirklichkeit zurückzuführen ist und was nur phantastische Sachen sind.
[ 8 ] These phenomena of the astral world have, of course, often been described in figurative terms. Today, many people regard them merely as folk superstitions, unaware that the expressions found in ancient writings are based on truths. In the Middle Ages, these beings—who never have a physical existence—were called gnomes, undines, sylphs, and salamanders. It is, of course, easy to speak of these things, but only those who can distinguish between superstition and reality speak of them with a full sense of responsibility. Superstition manifests itself at various levels. It is not merely the superstition that clings to us when we believe in phenomena that do not actually exist. No, superstition can also be found among the greatest scholars, even among those who believe they have thoroughly investigated nature from every angle. Belief in matter can also be a form of superstition. The student must have attained the second level of vision—spiritual vision—in order to be able to distinguish between physical reality and illusion. Then he also learns to recognize what in the literature [on elemental beings] is based on reality and what is merely fantastical.
[ 9 ] Die Elementarwesen brauchen Sie sich nicht als besonders hochentwickelt vorzustellen; sie machen nicht Geburt und Tod durch wie der Mensch. Die wenigsten haben etwas durchgemacht, was einer Menschheitsentwicklung auch nur ähnlich wäre. Den meisten stehen derartige Entwicklungen auch nicht bevor. Manche kommen — wie Kometen — von anderen Planeten, verschwinden wieder und setzen ihr Dasein woanders fort. Was diese Wesenheiten vollbringen, ist nicht ohne Einfluß auf die Menschen. Manches geht da im menschlichen Astralkörper vor, was auf Wirkungen dieser Wesen zurückgeht. Nur dem, der im Astralraum sehen kann, sind solche Vorgänge, die im menschlichen Astralkörper sich abspielen können, erklärlich.
[ 9 ] You need not imagine elemental beings as particularly highly evolved; they do not experience birth and death as humans do. Very few have undergone anything even remotely similar to human evolution. Nor do most of them have such developments ahead of them. Some come—like comets—from other planets, disappear again, and continue their existence elsewhere. What these beings accomplish is not without influence on humans. Certain processes occur in the human astral body that can be traced back to the influence of these beings. Only those who can see into the astral realm can explain such processes that may take place within the human astral body.
[ 10 ] Es gibt auf dem Astralplan auch solche Wesenheiten, die höher stehen als die Menschen. Religionen, die etwas wissen von Esoterik, sprechen von solchen höheren Wesenheiten; die indische Religion zum Beispiel spricht von Devas. Auch in der christlichen Religion hat man von solchen Wesen gesprochen. Nach und nach hat man im Christentum diese Kenntnis verloren, aber es gibt noch Kreise, die diese Wesen kennen. Die Devas nehmen eine bestimmte «Körperlichkeit» an. So wie der Mensch seinen physischen Körper aus den Naturelementen nimmt und so wie unser physischer Körper das niedrigste für uns mögliche Element ist, so ist der niedrigste Körper der Kama-Devas der astrale; er ist aus Astralstoff zusammengesetzt -- gemäß ihrer Entwicklungsstufe. Andere Devas nennen wir Rupa-Devas. Die leben im Devachan, durch welches wir zwischen dem Tod und und einer neuen Geburt hindurchgehen. Die Stofflichkeit der Rupa-Devas ist der Mentalkörper, die der Arupa-Devas der Kausalkörper. Der Kausalkörper hat mit dem zu tun, was uns von Verkörperung zu Verkörperung hinzieht. Das, was physische Stofflichkeit ist, vergeht, verfliegt; der Leichnam wird der Erde, den chemischen und physischen Kräften wiedergegeben. Auch der Astralkörper und der niedere Mentalkörper lösen sich nach dem Tode auf. Es bleibt nur die eine Seele in uns, welche immer wieder in einer neuen Verkörperung wiederkehrt, wenn die eine Entwicklung am Ziele angelangt ist, um dann einzutreten in eine neue Entwicklung. Diese eine Seele ist aus dem Stoff des Kausalkörpers gewoben, in welchem wir die Rückerinnerung an frühere Leben haben können und darin die ganze Entwicklung erkennen. Wer diese Tatsachen kennt, der weiß, daß Buddha nicht ein Bild gab, als er sprach: Ich erinnere mich an frühere Leben, ich erinnere mich, wie ich da und dort geboren wurde, wie ich da geholfen habe, da und dort Kinder gehabt habe, ich erinnere mich an Weltenstehen, an Weltvergehen, durch die ich hindurchgegangen bin, und so weiter. — Das sprach diese hochentwickelte Individualität, welche die Entwicklung vorausgenommen hat, zu der die Menschen erst in der sechsten Runde kommen werden, in welcher der Mensch ein rein geistiges Dasein haben wird. Das hat Buddha schon jetzt entwickelt; er erlangte die Fähigkeit, die höheren Zustände zu sehen. Die gewöhnlichen Menschen werden dies erst später erlangen. Jeder wird einst alle seine verflossenen Zustände der Entwicklung an sich vorüberziehen sehen. Das kommt daher, weil etwas immer bleibt, nämlich die feinste Stofflichkeit des Kausalkörpers. Und aus dieser Stofflichkeit sind die höheren Arten von Devas, die Arupa-Devas, gebildet. Das sind die drei Arten von Devas, denen wir im Astralen begegnen können: Kama-Devas, Rupa-Devas, Arupa-Devas. Zuerst begegnen wir denjenigen, welche aus Astralmaterie sind; aber auch die anderen Devas haben die Fähigkeit, sich mit Astralmaterie zu umspinnen, so daß sie von Astralsehern gesehen werden können.
[ 10 ] On the astral plane, there are also beings who stand higher than humans. Religions that have some knowledge of esotericism speak of such higher beings; the Indian religion, for example, speaks of devas. Such beings have also been spoken of in the Christian religion. Gradually, this knowledge was lost in Christianity, but there are still circles that know these beings. The Devas assume a certain “physicality.” Just as humans derive their physical body from the elements of nature, and just as our physical body is the lowest element possible for us, so the lowest body of the Kama-Devas is the astral; it is composed of astral substance—in accordance with their stage of development. We call other devas Rupa-Devas. They live in Devachan, through which we pass between death and a new birth. The substance of the Rupa-Devas is the mental body, that of the Arupa-Devas the causal body. The causal body has to do with what draws us from one incarnation to the next. That which is physical matter passes away, vanishes; the corpse is returned to the earth, to the chemical and physical forces. The astral body and the lower mental body also dissolve after death. Only the one soul remains within us, which returns again and again in a new incarnation when one development has reached its goal, in order to then enter into a new development. This one soul is woven from the substance of the causal body, in which we can have recollections of past lives and recognize the entire development therein. Whoever knows these facts knows that Buddha was not speaking figuratively when he said: I remember past lives; I remember how I was born here and there, how I helped there, had children here and there; I remember the coming and passing of worlds through which I have passed, and so on. — This was spoken by this highly developed individuality, who has anticipated the stage of development that humanity will only reach in the sixth round, in which human beings will have a purely spiritual existence. Buddha has already attained this; he gained the ability to perceive the higher states. Ordinary people will only attain this later. Everyone will one day see all their past states of development pass before them. This is because something always remains, namely the finest substance of the causal body. And from this substance are formed the higher kinds of devas, the arupa-devas. These are the three types of devas we can encounter in the astral: Kama-devas, Rupa-devas, Arupa-devas. First we encounter those who are made of astral matter; but the other devas also have the ability to envelop themselves in astral matter, so that they can be seen by astral seers.
[ 11 ] Dadurch, daß sich ein solcher Mensch frei bewegen kann im Astralraum, dadurch kann er mit den Devas in Verbindung treten; ein Gedankenaustausch findet statt. Die Entwicklung zu höherem Wissen, die Entwicklung zum Adepten, zum Meister, besteht darin, das zu erreichen, was in einzelnen okkulten Schriften genannt wird: «Der Adept macht sich die Götter dienstbar.» Der Adept gelangt allmählich dahin, in diesen höheren Welten Taten zu tun, und unter den Helfern seiner Taten sind nicht bloß Menschen, sondern auch solche Wesen, welche niemals unsere irdischen Sphären betreten. Die Intelligenz mancher Devas ist aber niedriger als die Weisheit des Budhi, der aufopferungsvollen Liebe und der weisheitsvollen Schöpferkraft. Der Mensch kann in den Besitz eines solchen Grades dieser Kraft kommen, daß er hinausragt über die meisten der Devas, denen wir begegnen. Dann macht er sie sich dienstbar. Manches, was geschieht, geschieht dadurch, daß die Adepten ihre Helfer haben in diesen Deva-Wesenheiten, die niemals in unsere physischen Sphären kommen.
[ 11 ] Because such a person can move freely in the astral plane, he is able to communicate with the devas; an exchange of thoughts takes place. The development toward higher knowledge, the development into an adept, into a master, consists in achieving what is referred to in certain occult writings as: “The adept makes the gods his servants.” The adept gradually comes to perform deeds in these higher worlds, and among the helpers in his deeds are not merely human beings, but also such beings who never enter our earthly spheres. However, the intelligence of some Devas is lower than the wisdom of the Budhi, of self-sacrificing love, and of the creative power of wisdom. A human being can attain such a degree of this power that he surpasses most of the Devas we encounter. Then he makes them his servants. Much of what happens occurs because the Adepts have their helpers in these Deva beings, who never enter our physical spheres.
[ 12 ] Bis zum 15. Jahrhundert besaßen die Menschen Kenntnis davon; im 14., im Anfang des 15. Jahrhunderts verlieren sich aber jegliche Spuren von Mitteilungen über die Devas; nicht mehr wurde von diesen Dingen geredet im 15., 16., 17., 18. und 19. Jahrhundert; niemand hat von diesen Dingen ein Wissen gehabt - außer in ganz intimen Kreisen. Es war die Zeit, in der die Kraft des Verstandes ausgebildet wurde. Heute ist es möglich — wenigstens zum Teil —, wieder vorzutragen über diese Wahrheiten, die sich auf die Devas beziehen und über die ganze Jahrhunderte lang absolutes Stillschweigen geherrscht hat; es ist möglich, weil die Menschheitsentwicklung gegenwärtig Ereignissen entgegengeht auf geistigem Gebiete, die groß und bedeutungsvoll sind und weil die Menschen den Dingen so gegenüberstehen müssen, daß sie gewappnet sind. Das nächste, was sehr bald eintreten wird, kann ich damit charakterisieren, daß ich sage: Die Menschen werden in einem ganz anderen Maße die Hintergründe von Gut und Böse übersehen als heute. Tief hinein werden Sie schauen in diejenigen Fäden, welche die Mächte spinnen, sie werden schauen das Weltgewebe, das den Menschen der Gegenwart erscheinen wird wie ein Netz von Gut und Böse. Diese Wahrheit wird eine Erkenntnis von unendlicher Bedeutung sein. Und jetzt gibt es schon die Möglichkeit, diese Erkenntnis von Gut und Böse zu erwerben.
[ 12 ] People were aware of this until the 15th century; but in the 14th and early 15th centuries, all traces of accounts about the Devas were lost; these matters were no longer discussed in the 15th, 16th, 17th, 18th, and 19th centuries; no one had any knowledge of these things—except in very intimate circles. It was the time when the power of the intellect was being developed. Today it is possible—at least in part—to speak again of these truths concerning the Devas, about which absolute silence has reigned for centuries; it is possible because human development is currently heading toward events in the spiritual realm that are great and significant, and because people must face these things in such a way that they are prepared. I can characterize what is coming very soon by saying: People will perceive the underlying realities of good and evil to a far greater extent than they do today. They will look deep into the threads that the powers are spinning; they will see the fabric of the world, which will appear to people of the present as a web of good and evil. This truth will be a realization of infinite significance. And now there is already the possibility of acquiring this understanding of good and evil.
[ 13 ] Das sind große Dinge, von denen jetzt gesprochen worden ist; es gibt nun noch andere Dinge, die sich im Astralen abspielen. Davon will ich Ihnen jetzt etwas erzählen. Der Mensch muß sich bewußt sein, daß er in jedem Moment seines Lebens auch im Astralraum lebt. Wie die physischen Tatsachen mit physischen Augen gesehen werden können, so kann im Astralraum gesehen werden, daß zum Beispiel ein Wunsch, der sich bei Ihnen erhebt, ausströmt wie eine Wolke. Jeder Wunschgedanke geht wie eine Kraft von Ihnen aus und strömt in den Astralraum aus. Solche Gedanken sind wie blitzartige Gebilde, andere wie feine Wolken gebilde. Es bildet sich das, was an Kraft in den Gedanken ist, zu Pfeilen oder zu wohltuenden Wolkengebilden; es bilden sich auch Strahlen und Sterngebilde. Alles nimmt Gestalt und Form an, je weiter es von uns hinweggeht. Alles ist von proteusartiger Natur; alles verändert seine Gestalt und Farbe. An Farbe und Form kann man genau erkennen, welche Gedanken der Mensch hinaus in den Raum sendet. Senden Sie einen zornerfüllten Gedanken, so geht er von Ihnen aus wie ein Blitzstrahl durch die Luft, bis zu dem Astralkörper eines anderen Menschen; das kann beobachtet wer den. Es hängt von der Intensität des Wunsches ab, ob der Gedanke schnell durch den Astralraum schießt, und es hängt von dem Charakter der Wünsche ab, in welchen Farben sie erscheinen. Jähzornige Gedanken erscheinen braunrot bis blutigrot; Gedanken mit still ruhigem, kontemplativem, wohlwollendem Charakter erscheinen in intensiv bläulicher bis violetter Färbung. Scharfsinnige, logische Gedanken können Sie sehen als gelbe Sterngebilde, die sich ineinander verspinnen. Solche Gedankenformen im Astralraum bewußt hervorzurufen, das lernt der Chela, indem er die Gesetze der astralen und der mentalen Welt kennenlernt. Wer Chela ist, weiß ganz genau, wie seine Gedanken, die er hinaussendet, im Astralraum wirken. Das ist Chela-Entwicklung: sich dieser Tatsachen immer bewußter und bewußter zu werden und nur Gedanken zum Heile der Menschheit hinauszusenden. Das ist eine der tiefen Wahrheiten, zu der die Theosophie die Menschen hinführt.
[ 13 ] These are great things that have just been discussed; there are also other things taking place in the astral realm. I would now like to tell you a little about them. Human beings must be aware that, at every moment of their lives, they also live in the astral realm. Just as physical facts can be seen with physical eyes, so too can one see in the astral realm that, for example, a desire arising within you radiates out like a cloud. Every thought of desire emanates from you like a force and flows out into the astral realm. Such thoughts are like flash-like formations, others like fine cloud formations. The power contained in the thoughts takes shape as arrows or soothing cloud formations; rays and star-like formations also emerge. Everything takes on shape and form the farther it moves away from us. Everything is of a protean nature; everything changes its shape and color. By its color and form, one can clearly recognize which thoughts a person is sending out into space. If you send out an angry thought, it shoots from you like a bolt of lightning through the air, all the way to another person’s astral body; anyone can observe this. It depends on the intensity of the desire whether the thought shoots quickly through astral space, and it depends on the character of the desires in which colors they appear. Irritable thoughts appear brown-red to blood-red; thoughts of a calm, quiet, contemplative, and benevolent nature appear in intense bluish to violet hues. You can see sharp, logical thoughts as yellow star-like formations intertwining with one another. The Chela learns to consciously evoke such thought-forms in the astral space by becoming acquainted with the laws of the astral and mental worlds. A Chela knows exactly how the thoughts he sends out affect the astral space. This is Chela development: becoming ever more conscious of these facts and sending out only thoughts for the healing of humanity. This is one of the profound truths to which Theosophy leads people.
[ 14 ] Die Vorgänge im Astralraum sind Vorgänge, die uns immer umgeben, die in unserer Umwelt sich abspielen. Sie sind höhere Tatsachen als die unserer physischen Welt. In der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt geht der Mensch durch diese höheren Welten hindurch. Der Chela kann diese Regionen bewußt betreten, noch bevor er den Tod erleidet. Die Entwicklung des Menschen im Kamaloka, also das, was den Menschen erwartet, wenn er die Schwelle des Todes überschreitet, das soll Gegenstand einer gesonderten Betrachtung sein. Ich wollte heute nur diejenigen Dinge berühren, welche nicht mit diesem speziellen Kapitel zusammenhängen. Ich habe alles das ausgelassen, was im Zusammenhang mit Kamaloka und Devachan besprochen werden kann. Das nächste Mal werden wir den sechsten, den letzten Vortrag in dieser Reihe hören.
[ 14 ] The processes in the astral realm are processes that constantly surround us, that take place in our environment. They are realities higher than those of our physical world. In the time between death and rebirth, the human being passes through these higher worlds. The chela can consciously enter these regions even before he dies. The development of the human being in Kamaloka—that is, what awaits the human being when he crosses the threshold of death—will be the subject of a separate discussion. Today I wished only to touch upon those matters that are not connected with this particular chapter. I have omitted everything that can be discussed in connection with Kamaloka and Devachan. Next time we will hear the sixth, the final lecture in this series.
[ 15 ] Ich habe gezeigt, daß der Mensch herabgekommen ist aus höheren Welten und daß er wiederum in höhere Welten geht. Manches geschieht hier, wozu die Ursachen in den höheren Welten liegen. Der Unterricht eines Chela vollzieht sich auch in einer höheren Welt. Es mag der Chela in der physischen Welt Unterricht erhalten; das ist aber nicht der wichtigste, wichtiger ist der Unterricht, welcher bewirkt wird in den höheren Sphären. Es gehen mit den Menschen Dinge vor in den höheren Sphären, deren sich die Menschen im gewöhnlichen Leben nicht bewußt sind. Von diesen Welten kann der Verstandesmensch nur dadurch etwas wissen, daß ihm zuerst Kunde davon gebracht wird. Mitteilung davon zu bekommen, ist ein Weg, in die höheren Welten hineinzuschauen. Es ist nicht unnötig, von diesen höheren Welten erst etwas erzählt zu bekommen. Das, was erzählt wird, senkt sich in das Geistige der Menschen hinein und wird jedenfalls im zukünftigen Leben lebendig werden. Das, was als Saat heute gesät wird, wird künftig als Frucht aufgehen. Das war ein Ausspruch des Paulus, des christlichen Initiierten: Gott läßt seiner nicht spotten. Denn, was der Mensch sät, das wird er auch ernten.
[ 15 ] I have shown that human beings have descended from higher worlds and that they will return to higher worlds. Many things happen here whose causes lie in the higher worlds. The training of a chela also takes place in a higher world. The chela may receive instruction in the physical world; but that is not the most important part; more important is the instruction that is imparted in the higher spheres. Things take place with human beings in the higher spheres of which they are not aware in ordinary life. The intellectual person can only know anything about these worlds if he is first informed of them. Receiving such information is a way of looking into the higher worlds. It is not unnecessary to first be told something about these higher worlds. What is told sinks into the spiritual nature of human beings and will certainly come to life in the future. What is sown as a seed today will bear fruit in the future. This was a saying of Paul, the Christian initiate: God is not mocked. For whatever a person sows, that he will also reap.
