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The Rudolf Steiner Archive

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Bewußtsein — Leben — Form
GA 89

27 April 1905

Die Gottheit offenbart sich als All-Seele und All-Leben

[ 1 ] Die Gottheit offenbart sich als:

[ 2 ] All-Seele und All-Leben.

[ 3 ] 1. Die All-Seele durchdringt das All-Leben von oben herab und gibt der universellen Materie den Ursprung. Nun durchdringt wieder die All-Seele diese universelle Materie, wodurch ein dichterer Grad von Materie entsteht. Das geht herunter bis zur dichtesten, dem Menschen bekannten, physischen Materie.

[ 4 ] 2. Der polarische Vorgang dazu ist, daß das All-Leben die All-Seele durchdringt; dadurch entsteht die Form, die in dieser ursprünglichen Form die manasische Sphäre bildet. Diese Art All-Form kann so auch All-Geist genannt werden. Steigt er hinunter in die universelle Materie und befruchtet sie, dann entstehen die um eine Stufe niedrigeren Formen, und so hinunter bis zur Formung der physischen Materie. Das sind die vergänglichen Formen.

[ 5 ] 3. Ist diese Formung durch die drei Elementarreiche fortgeschritten bis zum Mineralreich, dann steigt bis zu diesem herab das AllLeben, jetzt direkt, ohne wie in 1. erst durch die Materie durchzugehen. Dadurch entstehen die lebenden Formen des Pflanzenreichs.

[ 6 ] 4. Ist dieses Leben in der Form bis zu einer bestimmten Stufe gestiegen, dann ergießt sich hinein die All-Seele und macht aus den belebten Formen beseelte Formen. Dadurch entsteht das Tierreich. Alle diese Formen sind noch vergänglich, sie werden unvergänglich, wenn

[ 7 ] 5. die All-Form als All-Geist die beseelten Formen durchdringt. Dadurch werden die Formen selbst unvergänglich. Dies ist im Menschenreich der Fall. Schema in der Handschrift Peelen

[ 8 ] Wenn sich die All-Form manifestiert, so vergeht die Einzelform ganz: Mineral

[ 9 ] Wenn sich das All-Leben manifestiert, so vergeht die Einzelform mit der Gattung: Pflanze

[ 10 ] Wenn sich die All-Seele manifestiert, so vergeht die Einzelform mit den Vererbungsmerkmalen: Tier

[ 11 ] Wenn sich der All-Geist manifestiert so vergeht die Einzelform zuletzt nicht mehr: Mensch

[ 12 ] Man kann also sagen:

[ 13 ] Der Mensch hat seinen Geist zunächst auf dem physischen Plan

[ 14 ] Das Tier hat seinen Geist zunächst auf dem Astralplan

[ 15 ] Die Pflanze hat ihren Geist zunächst auf dem rupisch-manasischen Plan

[ 16 ] Das Mineral hat seinen Geist zunächst auf dem arupisch-manasischen Plan

[ 17 ] Rückt der Geist noch weiter auf den Budhi-Plan: dann hat man es mit dem dritten Elementarreich zu tun.

[ 18 ] Rückt der Geist auf den Nirvana-Plan: dann hat man es mit dem zweiten Elementarreich zu tun.

[ 19 ] Und rückt der Geist auf den Paranirvanaplan: dann hat man es mit dem ersten Elementarreich zu tun.

[ 20 ] Endlich die Grundlage für alles ist der umfassende Geist auf dem Mahaparanirvanaplan.

[ 21 ] Schema in der Handschrift Peelen

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[ 22 ] Hier wird das Spiegelbild des 1. Logos in Wirklichkeit verwandelt, das heißt aus der dreifachen Maya (Leben, Seele, Form) wird der göttliche Mensch geboren, zunächst auf dem physischen Plan, dann beseelt er sich von innen aus auf dem Astralplan, das heißt er macht auch den 2. Logos zur Wirklichkeit, und zuletzt auf dem manasischen Plan erwacht die Seele zum Leben, indem auch das Spiegelbild des 3. Logos noch in die Wirklichkeit verwandelt wird.

Mensch Verwandler der Maya des 1. Logos
Chela Verwandler der Maya des 2. Logos
Meister Verwandler der Maya des 3. Logos

[ 23 ] Das nächste ist dann der Übergang zu einer planetarischen Gottheit der nächsten Ordnung, die sich wieder in drei Illusionen (Mayas): Leben, Seele, Form involviert, um alle drei dann zu evolvieren.