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Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

20 June 1904, Berlin

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge I, tr. SOL

33. Was hat der Mensch davon, dass er seine Vergangenheit kennt?

33. Was hat der Mensch davon, dass er seine Vergangenheit kennt?

[ 1 ] Durch seine Vergangenheit lernt er seine Zukunft kennen. Er verbindet Vergangenheit mit Zukunft. Die Alten nannten den Tod den Bruder des Schlafs. Was wir heute sind, ist eine Fortsetzung des Gestrigen; der Schlaf verbindet, das Gestern ist Ursache für das Karma von heute. Der Mensch erhält sich, indem er an das Vorherige anknüpft. So ist es mit dem Menschengeschlecht. Wir lernen unsere Vergangenheit, um unsere Zukunft zu beherrschen; auch an der Zukunft lernen wir die Gegenwart kennen.

[ 1 ] Durch seine Vergangenheit lernt er seine Zukunft kennen. Er verbindet Vergangenheit mit Zukunft. Die Alten nannten den Tod den Bruder des Schlafs. Was wir heute sind, ist eine Fortsetzung des Gestrigen; der Schlaf verbindet, das Gestern ist Ursache für das Karma von heute. Der Mensch erhält sich, indem er an das Vorherige anknüpft. So ist es mit dem Menschengeschlecht. Wir lernen unsere Vergangenheit, um unsere Zukunft zu beherrschen; auch an der Zukunft lernen wir die Gegenwart kennen.

[ 2 ] Höher entwickelte Menschen wie Platon haben von den höheren Grundteilen mehr zur Offenbarung gebracht als die andern; was er war, müssen andere werden. Platon ist ein künstlicher Fünftrunder. Buddha, Christus, Zarathustra sind Sechstrunder. Auch sie entwickeln sich weiter. Am Ende der siebten Runde wird die Menschheit bei einem gewissen Grade harmonischer Entwicklung angelangt sein.

[ 2 ] Höher entwickelte Menschen wie Platon haben von den höheren Grundteilen mehr zur Offenbarung gebracht als die andern; was er war, müssen andere werden. Platon ist ein künstlicher Fünftrunder. Buddha, Christus, Zarathustra sind Sechstrunder. Auch sie entwickeln sich weiter. Am Ende der siebten Runde wird die Menschheit bei einem gewissen Grade harmonischer Entwicklung angelangt sein.

[ 3 ] Unharmonisch wurde die lunarische Epoche erst als neues Prinzip. So wird es auch am Ende der siebten Runde sein. Die Sünde ist nicht von Gott, sie ist durch das Gesetz in die Welt gekommen, aber das Gesetz ist von Gott, so Paulus. An Kama trat Manas heran, um es auf eine neue Stufe zu bringen. Kama musste sich hereinfügen, also gesägt und gefeilt werden, wie ein Rad für eine Uhr. Durch das Gesetz; Kama oder das Fleisch an sich waren gut. Am Ende unserer terrestrischen Epoche kommen die Erstlinge mit weit höherer Entwicklung als die harmonische der Massen. Dhyan Chohans nennt es die Theosophie.

[ 3 ] Unharmonisch wurde die lunarische Epoche erst als neues Prinzip. So wird es auch am Ende der siebten Runde sein. Die Sünde ist nicht von Gott, sie ist durch das Gesetz in die Welt gekommen, aber das Gesetz ist von Gott, so Paulus. An Kama trat Manas heran, um es auf eine neue Stufe zu bringen. Kama musste sich hereinfügen, also gesägt und gefeilt werden, wie ein Rad für eine Uhr. Durch das Gesetz; Kama oder das Fleisch an sich waren gut. Am Ende unserer terrestrischen Epoche kommen die Erstlinge mit weit höherer Entwicklung als die harmonische der Massen. Dhyan Chohans nennt es die Theosophie.

[ 4 ] So war es am Ende der lunarischen Epoche: Die ersten Pitris waren so voraus und kamen hinüber, um in der Erdepoche eine über das Regelmäßige hinausgehende Entwicklung durchzumachen. Sie konnten erst dann eingreifen, als die Erdwesen etwas von Manas in sich verspüren konnten. Sie waren zuerst mit der Bildung der Menschen tätig, um später von ihnen verstanden zu werden. [Zum Beispiel: Die] Elohim des Alten Testamentes, die erst verstanden wurden, als der Funken des Geistes in ihnen [, den Menschen,] erwacht war. Insbesondere konnten sie Jahve-Elohim, den Herrn der Form verstehen, der alles mit der physischen Hülle umkleidete.

[ 4 ] So war es am Ende der lunarischen Epoche: Die ersten Pitris waren so voraus und kamen hinüber, um in der Erdepoche eine über das Regelmäßige hinausgehende Entwicklung durchzumachen. Sie konnten erst dann eingreifen, als die Erdwesen etwas von Manas in sich verspüren konnten. Sie waren zuerst mit der Bildung der Menschen tätig, um später von ihnen verstanden zu werden. [Zum Beispiel: Die] Elohim des Alten Testamentes, die erst verstanden wurden, als der Funken des Geistes in ihnen [, den Menschen,] erwacht war. Insbesondere konnten sie Jahve-Elohim, den Herrn der Form verstehen, der alles mit der physischen Hülle umkleidete.

[ 5 ] Die großen Lehrer, Söhne des Lichts, Manasaputras, waren so -lehrend - aufgetreten. In der Offenbarung kann alles nur in der Polarität, in zweifacher Gestalt auftreten; der Mensch muss durch Gegensätze begreifen; er genießt das Licht, wenn er den Schatten sieht. Auch hier trat die Polarität in Gott Michael - Jahve - und Luzifer entgegen. Jahve-Elohim und seine Gruppe ist bestimmt, des Menschen Intellekt auf das Äußere in der Form zu richten; die andere Gruppe richtet die Aufmerksamkeit mehr auf das rein Geistige, auf das Innere im Menschen. So erscheinen Gott und die Schlange in den Mythen als Gegensätze: Gott will die Liebe lehren; die Schlange will die Weisheit lehren. Gott will die Form lehren; die Schlange will das Leben lehren.

[ 5 ] Die großen Lehrer, Söhne des Lichts, Manasaputras, waren so -lehrend - aufgetreten. In der Offenbarung kann alles nur in der Polarität, in zweifacher Gestalt auftreten; der Mensch muss durch Gegensätze begreifen; er genießt das Licht, wenn er den Schatten sieht. Auch hier trat die Polarität in Gott Michael - Jahve - und Luzifer entgegen. Jahve-Elohim und seine Gruppe ist bestimmt, des Menschen Intellekt auf das Äußere in der Form zu richten; die andere Gruppe richtet die Aufmerksamkeit mehr auf das rein Geistige, auf das Innere im Menschen. So erscheinen Gott und die Schlange in den Mythen als Gegensätze: Gott will die Liebe lehren; die Schlange will die Weisheit lehren. Gott will die Form lehren; die Schlange will das Leben lehren.

[ 6 ] Die Differenzierung in Vorstellung und Sinnlichkeit, in der Geschlechtlichkeit, die früher nicht dagewesen waren, traten nun auf. Damit auch die Sprache, als Ausdruck des Vorstellens.

[ 6 ] Die Differenzierung in Vorstellung und Sinnlichkeit, in der Geschlechtlichkeit, die früher nicht dagewesen waren, traten nun auf. Damit auch die Sprache, als Ausdruck des Vorstellens.

[ 7 ] Sodass zweierlei Intelligenzen einwirkten: «Ihr sollt erkennen!», sprach Luzifer, und vermittelte die Sprache mit dem Denken. Er vermittelte das innere Leben. Jehova war der Gott der Form und Zeugung, auch der Liebe —, der die äußere Sinnlichkeit durch edlere Gefühle geheiligt hat. Du sollst mit Schmerzen Kinder gebären.

[ 7 ] Sodass zweierlei Intelligenzen einwirkten: «Ihr sollt erkennen!», sprach Luzifer, und vermittelte die Sprache mit dem Denken. Er vermittelte das innere Leben. Jehova war der Gott der Form und Zeugung, auch der Liebe —, der die äußere Sinnlichkeit durch edlere Gefühle geheiligt hat. Du sollst mit Schmerzen Kinder gebären.

[ 8 ] Wir sehen also das Eingreifen höherer Intelligenzen in der Form des Gottes der Liebe und des Gottes der Weisheit. - Als die Liebe Persönlichkeit werden sollte in Jesus, musste der Schlange der Kopf zertreten werden.

[ 8 ] Wir sehen also das Eingreifen höherer Intelligenzen in der Form des Gottes der Liebe und des Gottes der Weisheit. - Als die Liebe Persönlichkeit werden sollte in Jesus, musste der Schlange der Kopf zertreten werden.

[ 9 ] Wir haben also die drei Strömungen: Lunarische Pitris in Keimform, die belebt werden durch das Mineralreich und sich reif machen müssen, um den Einfluss der Elohim zu empfangen. Die Elohim haben die Aufgabe, zu führen bis zu diesem Punkt. Sodass in den drei ersten Runden die normalen Wesenheiten vorschreiten, bis sie reif sind, sich zu verbinden mit den Elohim und mit ihnen zusammen weiterzuschreiten.

[ 9 ] Wir haben also die drei Strömungen: Lunarische Pitris in Keimform, die belebt werden durch das Mineralreich und sich reif machen müssen, um den Einfluss der Elohim zu empfangen. Die Elohim haben die Aufgabe, zu führen bis zu diesem Punkt. Sodass in den drei ersten Runden die normalen Wesenheiten vorschreiten, bis sie reif sind, sich zu verbinden mit den Elohim und mit ihnen zusammen weiterzuschreiten.

[ 10 ] Was geschah, ist also, was geschildert wird als Fall in die Materie, als Sündenfall. Die Menschheit wurde der Sinnlichkeit erst gewahr, als sie da war, deshalb macht sie sich Kleider aus Blättern. Die Söhne der Form und Liebe und die der Weisheit führten nun die Menschen bis zur vierten Rasse, in der etwas Neues auftrat. Die Söhne der Weisheit haben mit Denken und Vorstellen zu tun; die Söhne der Liebe mit der Heiligung der menschlichen Sinnlichkeit. Das ist die größte Aufgabe, denn sie soll zur Göttlichkeit geführt werden. Schwierig ist es, weil in der Sinnlichkeit das Begehren, das Verlangen ist - also der Hang, innerhalb der Sinnlichkeit zu verbleiben. Erst war der Fall in die Materie; jetzt der Hang zu verbleiben, wenn er nicht hinaufgewiesen würde. Es war ein Opfer der Söhne des Lichts, Führer der Sinnlichkeit zu werden, ein größeres als Führer des Denkens zu werden. Die Söhne des Lichts werden allen Gefahren der Sinnlichkeit ausgesetzt; sie wurde immer verführerischer, je mehr sie sie entwickelten. Und es trat das Unterliegen eines Teils der Söhne des Lichts unter die Gewalt der Materie. Das führte zu den großen Katastrophen in der atlantischen Periode. Das ist das, was schwarze Magie genannt wird. Der zweite Fall ist es; die Gefahr wurde zum Fall für einen Teil der Söhne des Lichts: materielle Selbstsucht statt Führung aus der Materie. Sündflut - mythischer Bericht.

[ 10 ] Was geschah, ist also, was geschildert wird als Fall in die Materie, als Sündenfall. Die Menschheit wurde der Sinnlichkeit erst gewahr, als sie da war, deshalb macht sie sich Kleider aus Blättern. Die Söhne der Form und Liebe und die der Weisheit führten nun die Menschen bis zur vierten Rasse, in der etwas Neues auftrat. Die Söhne der Weisheit haben mit Denken und Vorstellen zu tun; die Söhne der Liebe mit der Heiligung der menschlichen Sinnlichkeit. Das ist die größte Aufgabe, denn sie soll zur Göttlichkeit geführt werden. Schwierig ist es, weil in der Sinnlichkeit das Begehren, das Verlangen ist - also der Hang, innerhalb der Sinnlichkeit zu verbleiben. Erst war der Fall in die Materie; jetzt der Hang zu verbleiben, wenn er nicht hinaufgewiesen würde. Es war ein Opfer der Söhne des Lichts, Führer der Sinnlichkeit zu werden, ein größeres als Führer des Denkens zu werden. Die Söhne des Lichts werden allen Gefahren der Sinnlichkeit ausgesetzt; sie wurde immer verführerischer, je mehr sie sie entwickelten. Und es trat das Unterliegen eines Teils der Söhne des Lichts unter die Gewalt der Materie. Das führte zu den großen Katastrophen in der atlantischen Periode. Das ist das, was schwarze Magie genannt wird. Der zweite Fall ist es; die Gefahr wurde zum Fall für einen Teil der Söhne des Lichts: materielle Selbstsucht statt Führung aus der Materie. Sündflut - mythischer Bericht.

[ 11 ] Die Söhne des Lichts fanden die Erdentöchter schön: Dies Geschlecht musste unterliegen. Es wurde abgeworfen, was nicht mitzunehmen war. Und nun haben wir, was weiter kam; unsere Wilden sind die dekadenten Abkömmlinge jener alten Rassen, die umkamen. Innerhalb Asiens waren abgesondert diejenigen, die das Equilibrium behalten hatten und zur fünften Rasse schritten. Dieser kleine Teil ging nach Indien, teilweise nach Babylonien, Ägypten, Europa und so weiter.

[ 11 ] Die Söhne des Lichts fanden die Erdentöchter schön: Dies Geschlecht musste unterliegen. Es wurde abgeworfen, was nicht mitzunehmen war. Und nun haben wir, was weiter kam; unsere Wilden sind die dekadenten Abkömmlinge jener alten Rassen, die umkamen. Innerhalb Asiens waren abgesondert diejenigen, die das Equilibrium behalten hatten und zur fünften Rasse schritten. Dieser kleine Teil ging nach Indien, teilweise nach Babylonien, Ägypten, Europa und so weiter.

[ 12 ] Was damals geschehen war, geschieht heute auf einer höheren Stufe des Bewusstseins. Heute kann nicht geographisch ein Landstrich - die Arche - abgesondert werden. Heute muss statt der räumlichen eine Absonderung des Denkens und der Gesinnung stattfinden.

[ 12 ] Was damals geschehen war, geschieht heute auf einer höheren Stufe des Bewusstseins. Heute kann nicht geographisch ein Landstrich - die Arche - abgesondert werden. Heute muss statt der räumlichen eine Absonderung des Denkens und der Gesinnung stattfinden.

[ 13 ] Auch von den zugrunde gegangenen Atlantiern können sich nun Individuen inkarnieren - nur ihre Kultur und ihr geographischer Boden waren der Vernichtung anheimgefallen. Auch die Kultur der fünften Rasse, insofern sie schlecht wird, wird vernichtet werden. Ein Teil muss gesammelt werden, um den Grundstock zur sechsten Rasse zu bilden; verbunden durch das, was den Kern machen wird: die Liebe. Im Sinne der Liebe muss nun gesammelt werden, wir müssen bewusst tun, was früher unbewusst geschah - aus allen Völkern zur Bruderschaft heranrufend. Wir haben die hohe Aufgabe, für die sechste Rasse das zu sein, was früher für die fünfte getan war.

[ 13 ] Auch von den zugrunde gegangenen Atlantiern können sich nun Individuen inkarnieren - nur ihre Kultur und ihr geographischer Boden waren der Vernichtung anheimgefallen. Auch die Kultur der fünften Rasse, insofern sie schlecht wird, wird vernichtet werden. Ein Teil muss gesammelt werden, um den Grundstock zur sechsten Rasse zu bilden; verbunden durch das, was den Kern machen wird: die Liebe. Im Sinne der Liebe muss nun gesammelt werden, wir müssen bewusst tun, was früher unbewusst geschah - aus allen Völkern zur Bruderschaft heranrufend. Wir haben die hohe Aufgabe, für die sechste Rasse das zu sein, was früher für die fünfte getan war.

[ 14 ] Diejenigen, die ein Interesse für die künftige Kultur haben, arbeiten daran. Von den Früchten werden diejenigen auch genießen, die nichts für sie tun; hätten die untergegangenen Atlantier das gefunden, was sie gesät hatten, hätten sie eine Hölle vorgefunden; so auch würde die der fünften sie in der sechsten Rasse vorfinden, wenn wir nicht daran arbeiten würden, neues Karma für die sechste Rasse vorzubereiten. Was wir säen, werden wir ernten, auch in Bezug auf Rassenkarma.

[ 14 ] Diejenigen, die ein Interesse für die künftige Kultur haben, arbeiten daran. Von den Früchten werden diejenigen auch genießen, die nichts für sie tun; hätten die untergegangenen Atlantier das gefunden, was sie gesät hatten, hätten sie eine Hölle vorgefunden; so auch würde die der fünften sie in der sechsten Rasse vorfinden, wenn wir nicht daran arbeiten würden, neues Karma für die sechste Rasse vorzubereiten. Was wir säen, werden wir ernten, auch in Bezug auf Rassenkarma.