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Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

25 June 1904, Berlin

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge I, tr. SOL

35. Unterschiede im Gefüge des Geistes zwischen dem zweiten Rama, Krishna und Buddha

35. Unterschiede im Gefüge des Geistes zwischen dem zweiten Rama, Krishna und Buddha

[ 1 ] Ein gewaltiger Unterschied ist zwischen dem Geistgefüge dieser drei. Den ersten Rama lassen wir aus, den der Axt, der esoterisch noch der atlantischen Rasse gehört. Dieser zweite Rama hat einen BuddhaGeist, der aber durch Manas, Weisheit, erscheint.

[ 1 ] Ein gewaltiger Unterschied ist zwischen dem Geistgefüge dieser drei. Den ersten Rama lassen wir aus, den der Axt, der esoterisch noch der atlantischen Rasse gehört. Dieser zweite Rama hat einen BuddhaGeist, der aber durch Manas, Weisheit, erscheint.

[ 2 ] Budhi ist Urquell der Weisheit, Offenbarung, Inspiration - einerlei, von wo es kommt. Denken wir uns einen Tropfen Quecksilber in schöner, geometrischer Figur. Quecksilber ist ihre Figur; wie sie angeordnet sind, ist ihre Form [Lücke in der Mitschrift]. So kann man Weisheit als ein Ganzes betrachten, aber angeordnet in den verschiedenen Systemen des Kosmos. Man könnte sein ganzes Wissen in einem Satz wissen, dann würde dieses synthetische Wissen Budhi sein und Manas d/Lücke in der Mitschrift).

[ 2 ] Budhi ist Urquell der Weisheit, Offenbarung, Inspiration - einerlei, von wo es kommt. Denken wir uns einen Tropfen Quecksilber in schöner, geometrischer Figur. Quecksilber ist ihre Figur; wie sie angeordnet sind, ist ihre Form [Lücke in der Mitschrift]. So kann man Weisheit als ein Ganzes betrachten, aber angeordnet in den verschiedenen Systemen des Kosmos. Man könnte sein ganzes Wissen in einem Satz wissen, dann würde dieses synthetische Wissen Budhi sein und Manas d/Lücke in der Mitschrift).

[ 3 ] Manas ist Budhi in einer gewissen Anordnung.

[ 3 ] Manas ist Budhi in einer gewissen Anordnung.

[ 4 ] Nun nennt die christliche Esoterik die ‹Zusammenfassung› ‹das Wort› und die ‹Anordnung› den ‹Heiligen Geist›. Die indische Esoterik nennt das Wort ‹Budhi› und den heiligen Geist ‹Manas›.

[ 4 ] Nun nennt die christliche Esoterik die ‹Zusammenfassung› ‹das Wort› und die ‹Anordnung› den ‹Heiligen Geist›. Die indische Esoterik nennt das Wort ‹Budhi› und den heiligen Geist ‹Manas›.

[ 5 ] Legende: Das wussten alle Esoteriker, dass man das gesamte «Wissen» in eine ‹Wissenssonne› zusammenfassen könnte. Der Esoteriker hat das eine Wort, in dem alles zusammengedrängt liegt - alles Übrige leitet er aus diesem Wort. Der betreffende Inspirator, der einem Religionssystem zugrunde liegt, geht - immer der Legende nach - in den Tempel, um sich des Wortes zu bemächtigen. — Jesus drang in den Tempel ein, schnitt sich eine Wunde, ergriff das Wort, verbarg es in seinem Leib und übte nun das Wort aus. Dies ein Exempel.

[ 5 ] Legende: Das wussten alle Esoteriker, dass man das gesamte «Wissen» in eine ‹Wissenssonne› zusammenfassen könnte. Der Esoteriker hat das eine Wort, in dem alles zusammengedrängt liegt - alles Übrige leitet er aus diesem Wort. Der betreffende Inspirator, der einem Religionssystem zugrunde liegt, geht - immer der Legende nach - in den Tempel, um sich des Wortes zu bemächtigen. — Jesus drang in den Tempel ein, schnitt sich eine Wunde, ergriff das Wort, verbarg es in seinem Leib und übte nun das Wort aus. Dies ein Exempel.

[ 6 ] Denken wir uns das Bild des Quecksilbers. Die Kugel ist dasselbe wie die Tröpfchen, nur in Anordnung. Man kann sie auseinanderlegen — Budhi in Manas verteilt —, auch zusammenbringen. Denken wir das Wissen vom Kosmos als astrologisches Wissen ausgehändigt einem Wesen, sodass es imstande ist, den Weisheitsblick über die Welt zu erhalten. Ein solches Wesen ist Rama, welcher [das Wissen] noch in seiner synthetischen Einheit ausgehändigt bekommen [hat]. Er war gleichsam der Feldherr des Wissens.

[ 6 ] Denken wir uns das Bild des Quecksilbers. Die Kugel ist dasselbe wie die Tröpfchen, nur in Anordnung. Man kann sie auseinanderlegen — Budhi in Manas verteilt —, auch zusammenbringen. Denken wir das Wissen vom Kosmos als astrologisches Wissen ausgehändigt einem Wesen, sodass es imstande ist, den Weisheitsblick über die Welt zu erhalten. Ein solches Wesen ist Rama, welcher [das Wissen] noch in seiner synthetischen Einheit ausgehändigt bekommen [hat]. Er war gleichsam der Feldherr des Wissens.

[ 7 ] Denken wir, einer erhält das Wissen nicht als Einheit, sondern schon verteilt in der Welt, nicht mehr das Wort, sondern den heiligen Geist: Krishna. So auf das Einzelne bezüglich spricht auch Krishna in der Bhagavad Gita. Rama nicht als der große Eroberer der Welt, sanft an der Hand führend. Krishna ist schon der Lehrer.

[ 7 ] Denken wir, einer erhält das Wissen nicht als Einheit, sondern schon verteilt in der Welt, nicht mehr das Wort, sondern den heiligen Geist: Krishna. So auf das Einzelne bezüglich spricht auch Krishna in der Bhagavad Gita. Rama nicht als der große Eroberer der Welt, sanft an der Hand führend. Krishna ist schon der Lehrer.

[ 8 ] Gehen wir ein Stück weiter. Das Zerstreute wieder zusammenfassend. Die Einheit von oben zusammengefasst aus den Einzelheiten.

[ 8 ] Gehen wir ein Stück weiter. Das Zerstreute wieder zusammenfassend. Die Einheit von oben zusammengefasst aus den Einzelheiten.

[ 9 ] Der Buddhismus ist geworden, indem auf einen Ausschnitt der Welt gezeigt ist: Das und das ist anwendbar darauf. Buddhismus ist zugeschnitten auf den Geist des indischen Volkes. Rama-Wissen ist zugeschnitten auf die ganze Welt.

[ 9 ] Der Buddhismus ist geworden, indem auf einen Ausschnitt der Welt gezeigt ist: Das und das ist anwendbar darauf. Buddhismus ist zugeschnitten auf den Geist des indischen Volkes. Rama-Wissen ist zugeschnitten auf die ganze Welt.

[ 10 ] Das waren die Avataren der fünften Rasse. Wir haben das BudhiWissen charakterisiert. Buddha ist also der Budhi-Lehrer für Manas, für den heiligen Geist. Es handelt sich nun [darum], diese Lehre in den physischen Plan einzuführen. [Buddha] ist der von der Gottheit gesandte Lehrer. Soll eine Lehre in den physischen Plan, so muss aus dem Fühlen, Empfinden und kama-manasischen Denken des Volkes selbst entstehen; zum Beispiel Zoroaster, Hermes waren gesandt, nicht herausgewachsen. Einmal musste ein Volk seinen eigenen Inspirator haben, und das war nur möglich, wenn ein Chela wie Jesus von Nazareth [Lücke in der Mitschrift]

[ 10 ] Das waren die Avataren der fünften Rasse. Wir haben das BudhiWissen charakterisiert. Buddha ist also der Budhi-Lehrer für Manas, für den heiligen Geist. Es handelt sich nun [darum], diese Lehre in den physischen Plan einzuführen. [Buddha] ist der von der Gottheit gesandte Lehrer. Soll eine Lehre in den physischen Plan, so muss aus dem Fühlen, Empfinden und kama-manasischen Denken des Volkes selbst entstehen; zum Beispiel Zoroaster, Hermes waren gesandt, nicht herausgewachsen. Einmal musste ein Volk seinen eigenen Inspirator haben, und das war nur möglich, wenn ein Chela wie Jesus von Nazareth [Lücke in der Mitschrift]

[ 11 ] Da haben wir das Wissen auf die einzelne Persönlichkeit zugeschnitten, die dadurch wieder international wird. Das gibt die kosmische Bedeutung des Christentums, er versuchte, dem Menschen als Menschen etwas zu geben. Er war deshalb nicht nur der «Weg wie Krishna - Anordnung -, nicht «Wahrheiv wie Buddha - Zusammenfassung -, sondern das «Leben». Er hat deshalb nichts aufgeschrieben, er hat die Sachen gelebt, unabhängig von der nationalen Färbung, die in der Sprache gegeben wird. Vorbildliches Leben, Zentrum und Mittelpunkt für das neue Bekenntnis, das in dem Ihm-Gehören zu suchen ist. Eine Versammlung der Bekenner um die Persönlichkeit ist nötig. Nicht nur verstehen muss ich, was er lehrt, sondern im Leben muss man in ihm vereinigt sein. Wir haben unsere Hände in seine Wunden gelegt [Lücke in der Mitschrift]

[ 11 ] Da haben wir das Wissen auf die einzelne Persönlichkeit zugeschnitten, die dadurch wieder international wird. Das gibt die kosmische Bedeutung des Christentums, er versuchte, dem Menschen als Menschen etwas zu geben. Er war deshalb nicht nur der «Weg wie Krishna - Anordnung -, nicht «Wahrheiv wie Buddha - Zusammenfassung -, sondern das «Leben». Er hat deshalb nichts aufgeschrieben, er hat die Sachen gelebt, unabhängig von der nationalen Färbung, die in der Sprache gegeben wird. Vorbildliches Leben, Zentrum und Mittelpunkt für das neue Bekenntnis, das in dem Ihm-Gehören zu suchen ist. Eine Versammlung der Bekenner um die Persönlichkeit ist nötig. Nicht nur verstehen muss ich, was er lehrt, sondern im Leben muss man in ihm vereinigt sein. Wir haben unsere Hände in seine Wunden gelegt [Lücke in der Mitschrift]

[ 12 ] Zeugnis legen die Jünger ab.

[ 12 ] Zeugnis legen die Jünger ab.

[ 13 ] Damit erklärt sich die mystische Vereinigung des Christus mit Jesus. Brüderlich vereinigt sein in Christus ist das Leben.

[ 13 ] Damit erklärt sich die mystische Vereinigung des Christus mit Jesus. Brüderlich vereinigt sein in Christus ist das Leben.

[ 14 ] Bei Buddha inkarnierten sich von Anfang an Budhi und Manas, und es kam auf die Persönlichkeit nicht an. Bei Christus Jesus kam die Persönlichkeit in mystischer Verknüpfung zur Geltung.

[ 14 ] Bei Buddha inkarnierten sich von Anfang an Budhi und Manas, und es kam auf die Persönlichkeit nicht an. Bei Christus Jesus kam die Persönlichkeit in mystischer Verknüpfung zur Geltung.

[ 15 ] Ein Körper von Persönlichkeiten wird auch die christliche Vereinigung, in der sich Christus inkarniert. Auf dem Devachanplan nach indischem Zuschnitt findet man nicht die Christusfigur, die sich drei Jahre inkarniert hat. Es gibt noch einen anderen Plan. [Lücke in der Mitschrift]

[ 15 ] Ein Körper von Persönlichkeiten wird auch die christliche Vereinigung, in der sich Christus inkarniert. Auf dem Devachanplan nach indischem Zuschnitt findet man nicht die Christusfigur, die sich drei Jahre inkarniert hat. Es gibt noch einen anderen Plan. [Lücke in der Mitschrift]

[ 16 ] Es liegt hinter der kirchlichen Gemeinschaft der fortlaufend inkarnierte Christus, unser Maitreya, nicht in menschlicher Gestalt, sondern in uns. Den Christen heiligend, ohne dass er etwas von der Inkarnation wusste, kein persönlicher Avatar, sondern sich auslebend in der Christenheit und in allem, was von ihr bewirkt wird. Maitreya — zehnter Avatar - wird von den Indern noch erwartet, von den Christen als ihr mystischer Bruder immer verehrt. Deshalb tötet der Buddhismus die Persönlichkeit ab, [der Buddhist] wird Asket. Das Christentum hebt die Persönlichkeit hinauf, erfüllt, was der Grieche träumte, das irdische Paradies.

[ 16 ] Es liegt hinter der kirchlichen Gemeinschaft der fortlaufend inkarnierte Christus, unser Maitreya, nicht in menschlicher Gestalt, sondern in uns. Den Christen heiligend, ohne dass er etwas von der Inkarnation wusste, kein persönlicher Avatar, sondern sich auslebend in der Christenheit und in allem, was von ihr bewirkt wird. Maitreya — zehnter Avatar - wird von den Indern noch erwartet, von den Christen als ihr mystischer Bruder immer verehrt. Deshalb tötet der Buddhismus die Persönlichkeit ab, [der Buddhist] wird Asket. Das Christentum hebt die Persönlichkeit hinauf, erfüllt, was der Grieche träumte, das irdische Paradies.

[ 17 ] Einzelne Christen sind wie die Zellen, deshalb der Ausgleich durch Heilige, die da büßen für Verbrecher. Deshalb ist die Kirche die Substanz, der Körper für den Maitreya Jesus von Nazareth, der verstand; immer inkarniert, um das Richtige zu vollbringen. - Der Christus - die Seele.

[ 17 ] Einzelne Christen sind wie die Zellen, deshalb der Ausgleich durch Heilige, die da büßen für Verbrecher. Deshalb ist die Kirche die Substanz, der Körper für den Maitreya Jesus von Nazareth, der verstand; immer inkarniert, um das Richtige zu vollbringen. - Der Christus - die Seele.

[ 18 ] Erst in der sechsten Rasse wird der Christus wirklich seine äußere Gestalt bekommen; alle so vereinigt, dass der Einzelne nicht trennt sein Wohl von dem der Gesamtheit.

[ 18 ] Erst in der sechsten Rasse wird der Christus wirklich seine äußere Gestalt bekommen; alle so vereinigt, dass der Einzelne nicht trennt sein Wohl von dem der Gesamtheit.

[ 19 ] Wenn wir Sonderheit und Vereinigung nun betrachten, müssen wir es im Gegensatz zur früheren Einheit. Die jetzigen Vereinigungen werden etwas darstellen, wo die einzelnen Glieder sind -, das Ziel ist die Seele.

[ 19 ] Wenn wir Sonderheit und Vereinigung nun betrachten, müssen wir es im Gegensatz zur früheren Einheit. Die jetzigen Vereinigungen werden etwas darstellen, wo die einzelnen Glieder sind -, das Ziel ist die Seele.

[ 20 ] Das Christentum soll diese Brüderschaft anstreben. Die weißen Logen sind vorgeschobene Posten, verschiedene Aufgaben sich stellend, aber zusammenwirkend. Sie sind die Kerne, um die sich die Einzelnen gruppieren. Am Ende unserer planetarischen Entwicklung werden sieben solche Logen sein, mit einem Ziele, harmonisch. Diese Kerne bleiben, gehen durch ein Pralaya durch und erscheinen als die sieben führenden Geister der künftigen Entwicklung. Diese nennt die hebräische Lehre ‹Elohim›, und der eine ist Jahve — Herr der Form.

[ 20 ] Das Christentum soll diese Brüderschaft anstreben. Die weißen Logen sind vorgeschobene Posten, verschiedene Aufgaben sich stellend, aber zusammenwirkend. Sie sind die Kerne, um die sich die Einzelnen gruppieren. Am Ende unserer planetarischen Entwicklung werden sieben solche Logen sein, mit einem Ziele, harmonisch. Diese Kerne bleiben, gehen durch ein Pralaya durch und erscheinen als die sieben führenden Geister der künftigen Entwicklung. Diese nennt die hebräische Lehre ‹Elohim›, und der eine ist Jahve — Herr der Form.

[ 21 ] So ist im Christentum nicht eine nationale Gottheit verkörpert, sondern eine vereinigende, die hinführt zur neuen Entwicklung. Es gibt den Wendepunkt an, hinunter in die physische Entwicklung und wieder hinauf - hat deshalb eine kosmische Bedeutung -, enthält die Lehren der andern alle, kann aber nur in seinem Zusammenhang mit dem Kosmos verstanden werden.

[ 21 ] So ist im Christentum nicht eine nationale Gottheit verkörpert, sondern eine vereinigende, die hinführt zur neuen Entwicklung. Es gibt den Wendepunkt an, hinunter in die physische Entwicklung und wieder hinauf - hat deshalb eine kosmische Bedeutung -, enthält die Lehren der andern alle, kann aber nur in seinem Zusammenhang mit dem Kosmos verstanden werden.