Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

13 August 1904, Berlin

Translate the original German text into any language:

Versions Available:

Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge I, tr. SOL

52. Uralte Weisheit

52. Uralte Weisheit

[ 1 ] Wie eigentlich ursprünglich das beschaffen war, was man «Uralte Weisheit» nennt und wie sie auf die Erde gekommen ist, ist das heutige Thema.

[ 1 ] Wie eigentlich ursprünglich das beschaffen war, was man «Uralte Weisheit» nennt und wie sie auf die Erde gekommen ist, ist das heutige Thema.

[ 2 ] Zwei Arten von Wissen und Erkenntnis gibt es. Denken wir uns den Erfinder einer Uhr -, er macht eine, zwei, drei Uhren nach dem Plan, der ursprünglich bei ihm vorhanden war. Es war also erst der Gedanke, dann kam die reale Wirklichkeit. Dies ist eine Art des Wissens von einer Sache.

[ 2 ] Zwei Arten von Wissen und Erkenntnis gibt es. Denken wir uns den Erfinder einer Uhr -, er macht eine, zwei, drei Uhren nach dem Plan, der ursprünglich bei ihm vorhanden war. Es war also erst der Gedanke, dann kam die reale Wirklichkeit. Dies ist eine Art des Wissens von einer Sache.

[ 3 ] Um die andere Art kennenzulernen, wollen wir uns denken, dass der Uhrmacher gestorben sei; die Uhren sind da und ein anderer studiert sie, findet den Plan heraus und macht andere Uhren. Er hat dasselbe Wissen, aber auf andere Art erhalten; für ihn war zuerst die Sinnesuhr, dann die Idee, für den andern zuerst die Idee.

[ 3 ] Um die andere Art kennenzulernen, wollen wir uns denken, dass der Uhrmacher gestorben sei; die Uhren sind da und ein anderer studiert sie, findet den Plan heraus und macht andere Uhren. Er hat dasselbe Wissen, aber auf andere Art erhalten; für ihn war zuerst die Sinnesuhr, dann die Idee, für den andern zuerst die Idee.

[ 4 ] Diese zwei Arten, Wissen zu erwerben, sind auch im großen Weltall vorhanden. Solch einen Gedanken, der den Gesetzen der Wirklichkeit entspricht und da ist vor dem Sinnesobjekt, nennt man «Intuitiver Gedanke. Er ist aus dem Geiste selbst geboren, ein Kind der mentalen Welt. Der andere ist ein Kind der Sinneswelt, man nennt ihn «Induktiver Gedanke.

[ 4 ] Diese zwei Arten, Wissen zu erwerben, sind auch im großen Weltall vorhanden. Solch einen Gedanken, der den Gesetzen der Wirklichkeit entspricht und da ist vor dem Sinnesobjekt, nennt man «Intuitiver Gedanke. Er ist aus dem Geiste selbst geboren, ein Kind der mentalen Welt. Der andere ist ein Kind der Sinneswelt, man nennt ihn «Induktiver Gedanke.

[ 5 ] Jetzt wollen wir sehen, wie sich der Unterschied ausmachen würde zwischen den Vorigen und den Schülern. Der Erfinder wird seine Gedanken mitteilen können, weil er Bildner, Schöpfer ist, weil er dabei war, als aus dem Mentalen heraus das Sinnliche entstand. Der, welcher nachgebildet hat, wird auch /Lücke in der Mitschrift]

[ 5 ] Jetzt wollen wir sehen, wie sich der Unterschied ausmachen würde zwischen den Vorigen und den Schülern. Der Erfinder wird seine Gedanken mitteilen können, weil er Bildner, Schöpfer ist, weil er dabei war, als aus dem Mentalen heraus das Sinnliche entstand. Der, welcher nachgebildet hat, wird auch /Lücke in der Mitschrift]

[ 6 ] Derselbe Unterschied ist zwischen den ersten Lehrern der Menschheit und allen späteren. Denn die ersten Lehrer der Menschheit sind mitbeteiligt gewesen an der Schöpfung, sind mit die Bildner gewesen, sie haben, als die Welt noch kosmischer Gedanke war, mitgewirkt. Sie [Lücke in der Mitschrift]

[ 6 ] Derselbe Unterschied ist zwischen den ersten Lehrern der Menschheit und allen späteren. Denn die ersten Lehrer der Menschheit sind mitbeteiligt gewesen an der Schöpfung, sind mit die Bildner gewesen, sie haben, als die Welt noch kosmischer Gedanke war, mitgewirkt. Sie [Lücke in der Mitschrift]

[ 7 ] Die ersten Arhat oder Maha sind mitbeteiligt gewesen an der Schöpfung der Welt. In der Mitte der dritten Wurzelrasse, als das Menschenreich entstand, verkörperten sich auch A [Lücke in der Mitschrift]. Sie brachten Wissen aus der Werkstätte mit, und das ist «uralte Weisheit»; Miterlebtes brachten sie.

[ 7 ] Die ersten Arhat oder Maha sind mitbeteiligt gewesen an der Schöpfung der Welt. In der Mitte der dritten Wurzelrasse, als das Menschenreich entstand, verkörperten sich auch A [Lücke in der Mitschrift]. Sie brachten Wissen aus der Werkstätte mit, und das ist «uralte Weisheit»; Miterlebtes brachten sie.

[ 8 ] Die Erkenntnis, die man hinterher gewinnt, ist dieselbe wie diejenige, die die ursprünglichen großen Geister aus den Schaffensgesetzen selbst haben. [Lücke in der Mitschrift] Wenn man wirklich etwas weiß, dann hat man auch diejenigen Gesetze, nach denen die Welt geschaffen ist. Manas und Mahat ist daher dasselbe dem Inhalte nach. Nur Manas ist in uns: Ich. Und Mahat ist ausgebreitet als Tableau über die ganze Welt. Nur die Art zu sein, ist verschieden, der Inhalt ist derselbe. Je mehr wir zunehmen an Wissen, desto mehr /Lücke in der Mitschrift]

[ 8 ] Die Erkenntnis, die man hinterher gewinnt, ist dieselbe wie diejenige, die die ursprünglichen großen Geister aus den Schaffensgesetzen selbst haben. [Lücke in der Mitschrift] Wenn man wirklich etwas weiß, dann hat man auch diejenigen Gesetze, nach denen die Welt geschaffen ist. Manas und Mahat ist daher dasselbe dem Inhalte nach. Nur Manas ist in uns: Ich. Und Mahat ist ausgebreitet als Tableau über die ganze Welt. Nur die Art zu sein, ist verschieden, der Inhalt ist derselbe. Je mehr wir zunehmen an Wissen, desto mehr /Lücke in der Mitschrift]

[ 9 ] Was damals aus der schöpferischen Tätigkeit der Bildner gelehrt worden ist, war die erste Weisheit, und sie ist deshalb mehr, als was alle Wissenschaft erwerben kann. Dieser okkulte Satz, dass die Welt in kosmischen Gedanken ihren Ursprung hat und dass die Erkenntnis in menschlicher Gedankenbildung gipfelt /Lücke in der Mitschrift]

[ 9 ] Was damals aus der schöpferischen Tätigkeit der Bildner gelehrt worden ist, war die erste Weisheit, und sie ist deshalb mehr, als was alle Wissenschaft erwerben kann. Dieser okkulte Satz, dass die Welt in kosmischen Gedanken ihren Ursprung hat und dass die Erkenntnis in menschlicher Gedankenbildung gipfelt /Lücke in der Mitschrift]

[ 10 ] Das Ich tritt ein in die Weltenbildung; außerhalb des Ich - Mahat. Das Ich, der Bildner umfasst Mahat. Die Entwicklung besteht darin, dass das Ich seine Sphäre über den ganzen Mahat ausdehnt, und am Ende ist Mahat selbst im Ich darinnen. Worin besteht der Unterschied? Anfang: Mahat ist außer dem Ich, Ende: Mahat ist in dem Ich.

[ 10 ] Das Ich tritt ein in die Weltenbildung; außerhalb des Ich - Mahat. Das Ich, der Bildner umfasst Mahat. Die Entwicklung besteht darin, dass das Ich seine Sphäre über den ganzen Mahat ausdehnt, und am Ende ist Mahat selbst im Ich darinnen. Worin besteht der Unterschied? Anfang: Mahat ist außer dem Ich, Ende: Mahat ist in dem Ich.

[ 11 ] Anfang und Ende unterscheiden sich somit nur dadurch, dass das Ich sich als Sonderwesen geopfert hat und als Gewinn dieses Opfers Mahat als Inhalt erworben hat.

[ 11 ] Anfang und Ende unterscheiden sich somit nur dadurch, dass das Ich sich als Sonderwesen geopfert hat und als Gewinn dieses Opfers Mahat als Inhalt erworben hat.

[ 12 ] Der Weltbildungsprozess besteht darin, dass das Ich, das vorher ausgeschlossen war von Mahat, hinterher Mahat zu seinem Inhalt hat. Nicht Mahat, sondern das Ich hat eine Entwicklung durchgemacht. Bedeutungsvoller Satz: Die Welt ist in kosmischer Gedankenbildung geschl [Lücke in der Mitschrift], das Ich draußen.

[ 12 ] Der Weltbildungsprozess besteht darin, dass das Ich, das vorher ausgeschlossen war von Mahat, hinterher Mahat zu seinem Inhalt hat. Nicht Mahat, sondern das Ich hat eine Entwicklung durchgemacht. Bedeutungsvoller Satz: Die Welt ist in kosmischer Gedankenbildung geschl [Lücke in der Mitschrift], das Ich draußen.

[ 13 ] Das ist nur zum Teil wahr, denn in Wirklichkeit ist das Ich ein Teil von Mahat. Bei uns ist jeder Gedanke ein Teil von Mahat; versuchen wir uns einen als Inhalt zu symbolisieren. Nehmen wir den Satz: Die Evolution besteht darinnen, dass jeder Teil von Mahat soweit wächst, dass er mit dem ganzen Mahat identisch wird. Es geschieht die Anähnlichung aller Einzelnen an den ganzen Mahat. Es geschieht das große Opfer. Der ganze Mahat gibt sein Wesen an alle Teile ab, das ist Entwicklung. Zweck der Welt besteht darin, dass das Ganze sein Wesen an jeden seiner Teile abgibt. Gewiss ist, dass das Ganze am Anfang vollkommen war; aber hätte es keine Teile, würde es bleiben wie es ist. Da er sie hat, hat er jedem der Teile sein ganzes Wesen abgegeben, damit seine eigene Vollkommenheit am Ende in jedem seiner Teile enthalten ist.

[ 13 ] Das ist nur zum Teil wahr, denn in Wirklichkeit ist das Ich ein Teil von Mahat. Bei uns ist jeder Gedanke ein Teil von Mahat; versuchen wir uns einen als Inhalt zu symbolisieren. Nehmen wir den Satz: Die Evolution besteht darinnen, dass jeder Teil von Mahat soweit wächst, dass er mit dem ganzen Mahat identisch wird. Es geschieht die Anähnlichung aller Einzelnen an den ganzen Mahat. Es geschieht das große Opfer. Der ganze Mahat gibt sein Wesen an alle Teile ab, das ist Entwicklung. Zweck der Welt besteht darin, dass das Ganze sein Wesen an jeden seiner Teile abgibt. Gewiss ist, dass das Ganze am Anfang vollkommen war; aber hätte es keine Teile, würde es bleiben wie es ist. Da er sie hat, hat er jedem der Teile sein ganzes Wesen abgegeben, damit seine eigene Vollkommenheit am Ende in jedem seiner Teile enthalten ist.

[ 14 ] Anfang: Mahat ist außer dem «Ich»

[ 14 ] Anfang: Mahat ist außer dem «Ich»

[ 15 ] Ende: Mahat ist in dem «Ich»

[ 15 ] Ende: Mahat ist in dem «Ich»

[ 16 ] Anfang und Ende unterscheiden sich somit nur dadurch, dass das Ich sich als Sonderwesen geopfert hat, und als Gewinn dieses Opfers Mahat als Inhalt erhalten hat.

[ 16 ] Anfang und Ende unterscheiden sich somit nur dadurch, dass das Ich sich als Sonderwesen geopfert hat, und als Gewinn dieses Opfers Mahat als Inhalt erhalten hat.

Diagram 1Diagram 1

[ 17 ] [ 18 ] Die Evolution besteht darinnen, dass jeder Teil von Mahat so weit wächst, dass er mit dem ganzen Mahat identisch wird. Es geschieht das «große Opfer: Der ganze Mahat gibt sein Wesen an alle seine Teile ab. Das ist Entwicklung.

[ 17 ] [ 18 ] Die Evolution besteht darinnen, dass jeder Teil von Mahat so weit wächst, dass er mit dem ganzen Mahat identisch wird. Es geschieht das «große Opfer: Der ganze Mahat gibt sein Wesen an alle seine Teile ab. Das ist Entwicklung.

Diagram 2Diagram 2