Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a
5 September 1904, Berlin
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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
57. Die Reiche
57. Die Reiche
[ 1 ] Im Menschen muss etwas sein, was einem jeglichen Ding in der Außenwelt entgegenkommt. In den äußeren Dingen muss etwas sein, was dem entspricht, das in uns ist. Wir begegnen uns mit den Dingen auf einem gemeinsamen Schauplatz. Sie begegnen uns auf dreifache Art:
[ 1 ] Im Menschen muss etwas sein, was einem jeglichen Ding in der Außenwelt entgegenkommt. In den äußeren Dingen muss etwas sein, was dem entspricht, das in uns ist. Wir begegnen uns mit den Dingen auf einem gemeinsamen Schauplatz. Sie begegnen uns auf dreifache Art:
- mineralisch, der Mensch ist da entstanden, wo sich die Mineral kraft Gottes verdichtet hat
- Lust und Unlust erregend
- Gedanken erweckend.
- mineralisch, der Mensch ist da entstanden, wo sich die Mineral kraft Gottes verdichtet hat
- Lust und Unlust erregend
- Gedanken erweckend.
[ 2 ] Im Manasischen muss etwas sein, was die Gedanken draußen hervorbringt. Das, was in uns die Gedanken aufnimmt, muss etwas sein, was aus den Gedanken hervorgeht. Alles ist oben so wie unten. Der Mensch kam herunter, der schöpferischen Tätigkeit entgegen. Die Entwicklung war so, dass sich das Schöpferische mit dem Nachschöpferischen begegnete. Das Mineralreich ist der Schauplatz dieser Begegnung. Der Mensch hat sich ins Mineralreich hereinentwickelt und muss sich nun herausentwickeln.
[ 2 ] Im Manasischen muss etwas sein, was die Gedanken draußen hervorbringt. Das, was in uns die Gedanken aufnimmt, muss etwas sein, was aus den Gedanken hervorgeht. Alles ist oben so wie unten. Der Mensch kam herunter, der schöpferischen Tätigkeit entgegen. Die Entwicklung war so, dass sich das Schöpferische mit dem Nachschöpferischen begegnete. Das Mineralreich ist der Schauplatz dieser Begegnung. Der Mensch hat sich ins Mineralreich hereinentwickelt und muss sich nun herausentwickeln.
[ 3 ] So begegnen sich im Mineralreich der Mikrokosmos und der Makrokosmos. Indem sich der Gott herunterentwickelt, begegnet er dem Menschen durch seine Beziehung mit dem Mineralreich.
[ 3 ] So begegnen sich im Mineralreich der Mikrokosmos und der Makrokosmos. Indem sich der Gott herunterentwickelt, begegnet er dem Menschen durch seine Beziehung mit dem Mineralreich.
| Mittelalterliche Benennungen | |
|---|---|
| Elementarreich | Reich der Vernunft |
| Elementarreich | Das himmlische Reich Heraussprießen des Gedankens aus der allgemeinen Vernunft |
| Elementarreich | Das Elementarreich |
| Elementarreich oder Mineralreich | Das Mineralreich (oder die kleine Welt) |
| Mittelalterliche Benennungen | |
|---|---|
| Elementarreich | Reich der Vernunft |
| Elementarreich | Das himmlische Reich Heraussprießen des Gedankens aus der allgemeinen Vernunft |
| Elementarreich | Das Elementarreich |
| Elementarreich oder Mineralreich | Das Mineralreich (oder die kleine Welt) |
[ 4 ] Alle menschliche Entwicklung ist da, um einst der Gottheit frei gegenüberzutreten: Brief des Paulus an die Römer Kapitel 8, Vers 19: «Denn die ängstliche Kreatur wartet auf die Annahme an Kindesstatt.» Alle Entwicklung ist ein Sehnen.
[ 4 ] Alle menschliche Entwicklung ist da, um einst der Gottheit frei gegenüberzutreten: Brief des Paulus an die Römer Kapitel 8, Vers 19: «Denn die ängstliche Kreatur wartet auf die Annahme an Kindesstatt.» Alle Entwicklung ist ein Sehnen.
[ 5 ] Das buddhistische Selbstbewusstsein wird dem Mahabuddha entgegentreten.
[ 5 ] Das buddhistische Selbstbewusstsein wird dem Mahabuddha entgegentreten.
[ 6 ] Deswegen die Entwicklungsversuche: Der Mensch muss auf den verschiedenen Schauplätzen die entsprechenden Organe entwickeln. Er lebt im Physischen ein Doppelleben, um alles zu kennen, was dort heimisch ist, so im Astralen, so im Devachan. Im reinen Devachan wird er leben können, wenn er keine Neigung mehr zu den andern Welten hat. Der Mensch kann die Neigung nach unten oder nach oben haben; er soll die Lust zum Enthusiasmus haben, das Unten zum Oben machen, das Zeitliche zum Ewigen erheben. Der Mysterienschüler hat das Quantum von Lust, das in ihm lebte, nach der geistigen Seite hin entwickelt, die Lust wird zum Aufschauen.
[ 6 ] Deswegen die Entwicklungsversuche: Der Mensch muss auf den verschiedenen Schauplätzen die entsprechenden Organe entwickeln. Er lebt im Physischen ein Doppelleben, um alles zu kennen, was dort heimisch ist, so im Astralen, so im Devachan. Im reinen Devachan wird er leben können, wenn er keine Neigung mehr zu den andern Welten hat. Der Mensch kann die Neigung nach unten oder nach oben haben; er soll die Lust zum Enthusiasmus haben, das Unten zum Oben machen, das Zeitliche zum Ewigen erheben. Der Mysterienschüler hat das Quantum von Lust, das in ihm lebte, nach der geistigen Seite hin entwickelt, die Lust wird zum Aufschauen.
[ 7 ] Das Astrale ist ein Zwischenreich; neigt die Lust nach unten, ist des Menschen Astrales kamisch; neigt es nach oben, ist es gereinigt und mental.
[ 7 ] Das Astrale ist ein Zwischenreich; neigt die Lust nach unten, ist des Menschen Astrales kamisch; neigt es nach oben, ist es gereinigt und mental.
[ 8 ] Der Mensch hat eine kosmische Aufgabe: die Kräfte des Mineralreichs heraufzuentwickeln. Weil er sich mit der Gottheit im Mineralreich begegnet, muss er die Kräfte, die er da findet, der Gottheit entgegenbringen. Deshalb das Gleichnis der Biene.
[ 8 ] Der Mensch hat eine kosmische Aufgabe: die Kräfte des Mineralreichs heraufzuentwickeln. Weil er sich mit der Gottheit im Mineralreich begegnet, muss er die Kräfte, die er da findet, der Gottheit entgegenbringen. Deshalb das Gleichnis der Biene.
[ 9 ] In den drei Reichen hat er zu sammeln und mit der Gottheit zu vereinigen. Durch das irdische Leben vereinigen wir unsere doppelte Aufgabe: das Seufzen in der Disharmonie zur Harmonie zu entwickeln. Wenn wir diese Aufgabe nicht vollbringen, versäumen wir etwas.
[ 9 ] In den drei Reichen hat er zu sammeln und mit der Gottheit zu vereinigen. Durch das irdische Leben vereinigen wir unsere doppelte Aufgabe: das Seufzen in der Disharmonie zur Harmonie zu entwickeln. Wenn wir diese Aufgabe nicht vollbringen, versäumen wir etwas.
[ 10 ] Wir stehen jetzt an der Grenzlinie, an welcher wir die Umkehrung vollziehen müssen. Es ist das Entgegenkommen zweier Reiche, ist die Kreuzung auf der Stufe des Mineralreichs.
[ 10 ] Wir stehen jetzt an der Grenzlinie, an welcher wir die Umkehrung vollziehen müssen. Es ist das Entgegenkommen zweier Reiche, ist die Kreuzung auf der Stufe des Mineralreichs.
[ 11 ] Theosophie ist deshalb eine Theorie, die zu Leben werden muss.
[ 11 ] Theosophie ist deshalb eine Theorie, die zu Leben werden muss.
[ 12 ] Der Mensch bringt alles ins Bewusstsein, was das Tier als unbewusste Erinnerung in sich trägt. Indem der Mensch den Gedanken durch die Meditation ausbildet, bringt er die Erinnerung an frühere Erdenleben zurück. Das Christentum hatte die Aufgabe, die Persönlichkeit zu heiligen; deswegen musste der Begriff der Individualität eine Zeit lang zurücktreten.
[ 12 ] Der Mensch bringt alles ins Bewusstsein, was das Tier als unbewusste Erinnerung in sich trägt. Indem der Mensch den Gedanken durch die Meditation ausbildet, bringt er die Erinnerung an frühere Erdenleben zurück. Das Christentum hatte die Aufgabe, die Persönlichkeit zu heiligen; deswegen musste der Begriff der Individualität eine Zeit lang zurücktreten.
[ 13 ] Entwicklung ist das Hineinragen des Späteren in das Frühere; die Erstlinge der Menschheit sind die Vorverkünder späterer Entwicklung.
[ 13 ] Entwicklung ist das Hineinragen des Späteren in das Frühere; die Erstlinge der Menschheit sind die Vorverkünder späterer Entwicklung.
