Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a
24 October 1904, Berlin
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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
63. Apokalypse IV
63. Apokalypse IV
[ 1 ] Bevor ich in der Erklärung der Apokalypsen weitergehe, möchte ich nicht versäumen, nochmals zu wiederholen, dass diese Erklärung der Apokalypsen wirklich nur für denjenigen eigentlich einen richtigen Wert hat, der schon längere Zeit in der theosophischen Bewegung steht und mit einem gewissen wohlwollenden Verständnis der theosophischen Weltanschauung gegenübertritt. Es muss hier manches gesagt werden, was Bekämpfern der Theosophie sehr leicht den Anstoß geben kann, allerlei phantastische Dinge der Theosophie zu unterschieben, es muss manches gesagt werden, was dem vernünftigen Menschen, dem Rationalisten zunächst als Hirngespinst erscheint. Man muss vertraut sein mit der Art des Denkens und Empfindens eines Theosophen, wenn man nicht zu sehr missverstehen will, was in der Apokalypse gesagt wird.
[ 1 ] Bevor ich in der Erklärung der Apokalypsen weitergehe, möchte ich nicht versäumen, nochmals zu wiederholen, dass diese Erklärung der Apokalypsen wirklich nur für denjenigen eigentlich einen richtigen Wert hat, der schon längere Zeit in der theosophischen Bewegung steht und mit einem gewissen wohlwollenden Verständnis der theosophischen Weltanschauung gegenübertritt. Es muss hier manches gesagt werden, was Bekämpfern der Theosophie sehr leicht den Anstoß geben kann, allerlei phantastische Dinge der Theosophie zu unterschieben, es muss manches gesagt werden, was dem vernünftigen Menschen, dem Rationalisten zunächst als Hirngespinst erscheint. Man muss vertraut sein mit der Art des Denkens und Empfindens eines Theosophen, wenn man nicht zu sehr missverstehen will, was in der Apokalypse gesagt wird.
[ 2 ] Die Erklärung, die ich über die Stellung des Christentums zu Jesus dem Christus gegeben habe, und auch die Erklärung über das Verhältnis des Apokalyptikers zu Jesus müssen wir uns durchaus vor Augen halten, wenn wir das Weitere verstehen wollen. Der größte Wert für die Erfassung der Weltstellung des Christentums liegt in dem richtigen Verständnis des Ausspruchs: «Selig sind, die da glauben, auch wenn sie nicht schauen.» — Ich habe schon darauf hingewiesen, dass dieser Spruch seine Bedeutung dadurch hat, dass das Christentum sozusagen das größte Weltmysterium geworden ist, dass durch das Christentum dasjenige, was früher in den Tiefen der Tempel sich vollzogen hat, hinausgetragen wurde auf den großen Weltenplan. Bereits bemerkt habe ich, dass damit auch nicht ein Strichelchen hinweggenommen wird von der historischen Tatsächlichkeit des Vorganges, der sich zwischen dem Jahre 1 und dem Jahre 33 in Palästina abgespielt hat, sondern vielmehr steht derjenige, der die Dinge durchschaut, durchaus auf dem Standpunkt, dass die gebräuchliche christliche Tradition eine historische Wahrheit ist, sodass die Theosophie in dieser Beziehung mit dem Glauben der Christen in jedem einzelnen Punkte übereinstimmt. Aber diese historische Tatsache vom Beginne unserer Zeitrechnung ist außerdem noch etwas anderes, und wir verstehen die Tatsache im richtigen Sinne, wenn wir sie als mystische Tatsache auffassen, wenn wir uns klar sind, dass der Leidensweg, der Tod, die Auferstehung, die Himmelfahrt, die welthistorischen Vorgänge sind, die sich früher in den Mysterien zugetragen haben. Das Christentum hat ein Wort, welches darauf hindeutet, wie sich das alte Mysterium zu der Erfüllung dieses Mysteriums zum Christentum verhält. Das Christentum nennt alles, was vor dem Erscheinen des Christus schon auf den Christus hingedeutet hat «Verheißung.. Wer die Dinge durchschaut, weiß, dass Verheißung nichts anderes bedeutet, als dass der Vorgang, der sich in Palästina abgespielt hat, verheißen worden ist in den Tiefen der Mysterien.
[ 2 ] Die Erklärung, die ich über die Stellung des Christentums zu Jesus dem Christus gegeben habe, und auch die Erklärung über das Verhältnis des Apokalyptikers zu Jesus müssen wir uns durchaus vor Augen halten, wenn wir das Weitere verstehen wollen. Der größte Wert für die Erfassung der Weltstellung des Christentums liegt in dem richtigen Verständnis des Ausspruchs: «Selig sind, die da glauben, auch wenn sie nicht schauen.» — Ich habe schon darauf hingewiesen, dass dieser Spruch seine Bedeutung dadurch hat, dass das Christentum sozusagen das größte Weltmysterium geworden ist, dass durch das Christentum dasjenige, was früher in den Tiefen der Tempel sich vollzogen hat, hinausgetragen wurde auf den großen Weltenplan. Bereits bemerkt habe ich, dass damit auch nicht ein Strichelchen hinweggenommen wird von der historischen Tatsächlichkeit des Vorganges, der sich zwischen dem Jahre 1 und dem Jahre 33 in Palästina abgespielt hat, sondern vielmehr steht derjenige, der die Dinge durchschaut, durchaus auf dem Standpunkt, dass die gebräuchliche christliche Tradition eine historische Wahrheit ist, sodass die Theosophie in dieser Beziehung mit dem Glauben der Christen in jedem einzelnen Punkte übereinstimmt. Aber diese historische Tatsache vom Beginne unserer Zeitrechnung ist außerdem noch etwas anderes, und wir verstehen die Tatsache im richtigen Sinne, wenn wir sie als mystische Tatsache auffassen, wenn wir uns klar sind, dass der Leidensweg, der Tod, die Auferstehung, die Himmelfahrt, die welthistorischen Vorgänge sind, die sich früher in den Mysterien zugetragen haben. Das Christentum hat ein Wort, welches darauf hindeutet, wie sich das alte Mysterium zu der Erfüllung dieses Mysteriums zum Christentum verhält. Das Christentum nennt alles, was vor dem Erscheinen des Christus schon auf den Christus hingedeutet hat «Verheißung.. Wer die Dinge durchschaut, weiß, dass Verheißung nichts anderes bedeutet, als dass der Vorgang, der sich in Palästina abgespielt hat, verheißen worden ist in den Tiefen der Mysterien.
[ 3 ] Wir können das geradezu wörtlich verstehen, wenn wir in den alten Schriften lesen. Gehen wir zu den Mysterien in Griechenland zurück. Was sich in ihnen vollzogen hat, tief geheimnisvoll, was nur die Eingeweihten erfuhren, das war: das Leiden, Sterben und die Auferstehung des Gottessohnes. Allerdings erfuhren sie es dadurch, dass die Eingeweihten vorbereitet waren durch eine Schulung auf höheren Planen. Die Eingeweihten schauten in den Mysterien also das Leiden, Sterben und die Auferstehung des Gottessohnes. Das wurde vor ihrem geistigen Auge ihnen dargestellt. Das ist die Verheißung. Und dann erfüllte sich diese Verheißung in Palästina. So erklärt sich eben der Ausspruch: Selig sind nicht bloß diejenigen, die in den Mysterien schauen, sondern auch die, die da glauben können, nicht bloß an das dem Mysten gezeigte Wort, sondern an das fleischgewordene Wort. Das ist die Bedeutung dieses Ausspruches. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend müssen wir den Zusammenhang und das Verhältnis erfassen, in dem der Apokalyptiker Johannes zu den Mysterien des Altertums und zu dem christlichen Mysterium steht, und der so zwischen die Mysterien des Altertums und den christlichen Mysterien zu stehen kommt. Dann verbreitet sich uns Licht über so manche Worte.
[ 3 ] Wir können das geradezu wörtlich verstehen, wenn wir in den alten Schriften lesen. Gehen wir zu den Mysterien in Griechenland zurück. Was sich in ihnen vollzogen hat, tief geheimnisvoll, was nur die Eingeweihten erfuhren, das war: das Leiden, Sterben und die Auferstehung des Gottessohnes. Allerdings erfuhren sie es dadurch, dass die Eingeweihten vorbereitet waren durch eine Schulung auf höheren Planen. Die Eingeweihten schauten in den Mysterien also das Leiden, Sterben und die Auferstehung des Gottessohnes. Das wurde vor ihrem geistigen Auge ihnen dargestellt. Das ist die Verheißung. Und dann erfüllte sich diese Verheißung in Palästina. So erklärt sich eben der Ausspruch: Selig sind nicht bloß diejenigen, die in den Mysterien schauen, sondern auch die, die da glauben können, nicht bloß an das dem Mysten gezeigte Wort, sondern an das fleischgewordene Wort. Das ist die Bedeutung dieses Ausspruches. Von diesem Gesichtspunkte ausgehend müssen wir den Zusammenhang und das Verhältnis erfassen, in dem der Apokalyptiker Johannes zu den Mysterien des Altertums und zu dem christlichen Mysterium steht, und der so zwischen die Mysterien des Altertums und den christlichen Mysterien zu stehen kommt. Dann verbreitet sich uns Licht über so manche Worte.
[ 4 ] In der Apokalypse bekommen wir gesagt, dass sieben Siegel geöffnet werden. Was bedeutet überhaupt das ‹Öffnen von Siegeln› in der Sprache, in der die Apokalypse geschrieben ist?
[ 4 ] In der Apokalypse bekommen wir gesagt, dass sieben Siegel geöffnet werden. Was bedeutet überhaupt das ‹Öffnen von Siegeln› in der Sprache, in der die Apokalypse geschrieben ist?
[ 5 ] Den Mysten war seit Urzeiten das Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes vorherverkündigt worden. Und die Darstellung dieses Geheimnisses auf dem physischen Plane nennt man in der Sprache des Apokalyptikers das Aufschließen eines Siegels. Nichts anderes heißt «Aufschließen eines Siegel» in der Geheimsprache, als etwas verkündigen, was vorher nur dem Eingeweihten verkündigt und was vorher nur in den Mysterien dargestellt worden ist. Das geht so weit, dass das Bild bis in alle Einzelheiten hinein stimmt. Was später enthüllt wird, war vorher nur in den Mysterien angeschaut worden. Während der Zeit der Mysterien gab es kein Buch, in dem das, was in den Mysterien sich abgespielt hat, geschrieben stand. Erst nachher gab es diese. Und ein solches Buch ist eben das Evangelium. Da steht es drinnen geschrieben, was vorher in den Mysterien dargestellt wurde, und was drinnen geschrieben steht, das wird denjenigen entsiegelt, die dazu reif sein werden.
[ 5 ] Den Mysten war seit Urzeiten das Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes vorherverkündigt worden. Und die Darstellung dieses Geheimnisses auf dem physischen Plane nennt man in der Sprache des Apokalyptikers das Aufschließen eines Siegels. Nichts anderes heißt «Aufschließen eines Siegel» in der Geheimsprache, als etwas verkündigen, was vorher nur dem Eingeweihten verkündigt und was vorher nur in den Mysterien dargestellt worden ist. Das geht so weit, dass das Bild bis in alle Einzelheiten hinein stimmt. Was später enthüllt wird, war vorher nur in den Mysterien angeschaut worden. Während der Zeit der Mysterien gab es kein Buch, in dem das, was in den Mysterien sich abgespielt hat, geschrieben stand. Erst nachher gab es diese. Und ein solches Buch ist eben das Evangelium. Da steht es drinnen geschrieben, was vorher in den Mysterien dargestellt wurde, und was drinnen geschrieben steht, das wird denjenigen entsiegelt, die dazu reif sein werden.
[ 6 ] Wer wird reif sein? Hier liegt etwas, was Sie in seinem ganzen eigentlichen Zusammenhang in der Apokalypse erfassen müssen. Wir haben gesehen, dass an sieben Gemeinden etwas verkündet wird. Sie haben gesehen, dass diese Gemeinden die Repräsentanten der sieben Unterrassen der fünften Wurzelrasse sind. Wer sind nun diejenigen, die verkündigen? Und wer sind diejenigen, denen verkündigt wird? Da müssen wir vom esoterischen Gesichtspunkt aus einmal die Erscheinung Christi im Vergleich mit anderen Erscheinungen betrachten. Wenn Sie das letzte Heft des «Luzifer» in die Hand genommen haben, so werden Sie dort etwas mitgeteilt gefunden haben, das ich hier kurz wiederholen will. Die Menschheit steht in ihrer Evolution unter der Leitung von großen Führern. Diese Führer regeln den Fortgang der Evolution der Menschheit. Man nennt in der esoterischen Sprache diese Führer «Manus. Ein Manu also ist derjenige, welcher am Beginne einer Rasse den großen Impuls gibt, die Richtung gibt, nach der sich diese Rasse entwickeln soll. Wir stehen jetzt in der fünften Wurzelrasse. Als diese fünfte Wurzelrasse nach dem Untergang der atlantischen, der vierten Wurzelrasse, ihre Laufbahn begann, wurde ihr der große Impuls gegeben von dem Manu unserer fünften Wurzelrasse. Dieser Manu ist nicht in derselben Weise Mensch unter Menschen wie die anderen hervorragenden menschlichen Individualitäten. Dieser Manu war vielmehr schon auf einer hohen Stufe der Entwicklung, bevor die Menschheit auf der Erde überhaupt mit Geist erfüllt wurde. Wenn wir zurückgehen in die dritte Wurzelrasse, wo in der Mitte der lemurischen Zeit der Menschengeist zuerst in dem menschlichen Körper aufblitzte, da haben wir solche Führer des Menschengeschlechtes bekommen. Damals, als die Menschen jung» waren, als sie noch Kinder waren, konnten sie sich nicht selbst führen. Ihre Führer waren aber nicht ihresgleichen. Diese Wesenheiten, die eine höhere Entwicklung schon in einer früheren Evolution erlangt hatten, die nicht die menschliche ist, sie waren so weit, dass sie menschliche Führer sein konnten, bevor der Geist sich in den Menschenkörpern inkarniert hatte.
[ 6 ] Wer wird reif sein? Hier liegt etwas, was Sie in seinem ganzen eigentlichen Zusammenhang in der Apokalypse erfassen müssen. Wir haben gesehen, dass an sieben Gemeinden etwas verkündet wird. Sie haben gesehen, dass diese Gemeinden die Repräsentanten der sieben Unterrassen der fünften Wurzelrasse sind. Wer sind nun diejenigen, die verkündigen? Und wer sind diejenigen, denen verkündigt wird? Da müssen wir vom esoterischen Gesichtspunkt aus einmal die Erscheinung Christi im Vergleich mit anderen Erscheinungen betrachten. Wenn Sie das letzte Heft des «Luzifer» in die Hand genommen haben, so werden Sie dort etwas mitgeteilt gefunden haben, das ich hier kurz wiederholen will. Die Menschheit steht in ihrer Evolution unter der Leitung von großen Führern. Diese Führer regeln den Fortgang der Evolution der Menschheit. Man nennt in der esoterischen Sprache diese Führer «Manus. Ein Manu also ist derjenige, welcher am Beginne einer Rasse den großen Impuls gibt, die Richtung gibt, nach der sich diese Rasse entwickeln soll. Wir stehen jetzt in der fünften Wurzelrasse. Als diese fünfte Wurzelrasse nach dem Untergang der atlantischen, der vierten Wurzelrasse, ihre Laufbahn begann, wurde ihr der große Impuls gegeben von dem Manu unserer fünften Wurzelrasse. Dieser Manu ist nicht in derselben Weise Mensch unter Menschen wie die anderen hervorragenden menschlichen Individualitäten. Dieser Manu war vielmehr schon auf einer hohen Stufe der Entwicklung, bevor die Menschheit auf der Erde überhaupt mit Geist erfüllt wurde. Wenn wir zurückgehen in die dritte Wurzelrasse, wo in der Mitte der lemurischen Zeit der Menschengeist zuerst in dem menschlichen Körper aufblitzte, da haben wir solche Führer des Menschengeschlechtes bekommen. Damals, als die Menschen jung» waren, als sie noch Kinder waren, konnten sie sich nicht selbst führen. Ihre Führer waren aber nicht ihresgleichen. Diese Wesenheiten, die eine höhere Entwicklung schon in einer früheren Evolution erlangt hatten, die nicht die menschliche ist, sie waren so weit, dass sie menschliche Führer sein konnten, bevor der Geist sich in den Menschenkörpern inkarniert hatte.
[ 7 ] Das waren übermenschliche Wesenheiten. Es gibt zweierlei Arten solcher übermenschlicher Wesenheiten. Die einen, die damals, als die Menschen in geistiger Beziehung noch Kinder waren, schon so weit fortgeschritten waren, dass sie eine Stufe erlangt hatten, welche die Menschheit erst in ferner Zukunft erreichen wird, diese hochentwickelten Individualitäten, diese Manus, nennt man in der esoterischen Sprache «die heiligen Geister.
[ 7 ] Das waren übermenschliche Wesenheiten. Es gibt zweierlei Arten solcher übermenschlicher Wesenheiten. Die einen, die damals, als die Menschen in geistiger Beziehung noch Kinder waren, schon so weit fortgeschritten waren, dass sie eine Stufe erlangt hatten, welche die Menschheit erst in ferner Zukunft erreichen wird, diese hochentwickelten Individualitäten, diese Manus, nennt man in der esoterischen Sprache «die heiligen Geister.
[ 8 ] Dann gab es eine zweite Art von Wesen, die den Menschen schon näherstanden, aber noch immer übermenschlicher Natur waren. Sie nennt man «Gottessöhne. Und die nächste Gruppe von Individualitäten waren diejenigen, die schon Menschen unter Menschen waren.
[ 8 ] Dann gab es eine zweite Art von Wesen, die den Menschen schon näherstanden, aber noch immer übermenschlicher Natur waren. Sie nennt man «Gottessöhne. Und die nächste Gruppe von Individualitäten waren diejenigen, die schon Menschen unter Menschen waren.
[ 9 ] Wenn wir zurückgehen in die Mitte der lemurischen Zeit und den Menschen in seiner Entwicklung verfolgen, dann haben wir innerhalb der Evolution, die mit der Menschheit etwas zu tun hat, drei Stufen von Individualitäten. Wir haben eine hohe Gruppe von Individualitäten, die weit erhabener sind und in längst verflossenen Zeiten diejenigen Entwicklungsstufen durchgemacht haben, welche der Mensch erst in ferner Zukunft erlangen wird: die heiligen Geister. Die zweite Gruppe sind die Göttersöhng; es sind diejenigen, welche den Menschen näherstehen, aber doch weit erhaben über ihnen sind. Und die dritte Gruppe sind diejenigen, welche damals als Menschen noch Kinder waren, aber unter den ersten Menschen doch am weitesten vorgeschritten waren. Sie nannte man die «Väter, die «Pitris.
[ 9 ] Wenn wir zurückgehen in die Mitte der lemurischen Zeit und den Menschen in seiner Entwicklung verfolgen, dann haben wir innerhalb der Evolution, die mit der Menschheit etwas zu tun hat, drei Stufen von Individualitäten. Wir haben eine hohe Gruppe von Individualitäten, die weit erhabener sind und in längst verflossenen Zeiten diejenigen Entwicklungsstufen durchgemacht haben, welche der Mensch erst in ferner Zukunft erlangen wird: die heiligen Geister. Die zweite Gruppe sind die Göttersöhng; es sind diejenigen, welche den Menschen näherstehen, aber doch weit erhaben über ihnen sind. Und die dritte Gruppe sind diejenigen, welche damals als Menschen noch Kinder waren, aber unter den ersten Menschen doch am weitesten vorgeschritten waren. Sie nannte man die «Väter, die «Pitris.
[ 10 ] Sie haben also drei Stufen, und Wesenheiten dieser drei Stufen sind es, die die Menschen führen.
[ 10 ] Sie haben also drei Stufen, und Wesenheiten dieser drei Stufen sind es, die die Menschen führen.
[ 11 ] Gehen wir jetzt noch einmal zum Beginn der fünften Wurzelrasse zurück, so finden wir im Beginne den übermenschlichen Manu, der den großen Impuls gegeben hat. Dann geht aber im Laufe der fünften Wurzelrasse etwas ganz Eigentümliches vor - nämlich: Es kommen im Laufe der fünften Wurzelrasse die Menschen selbst so weit, dass einige von ihnen die Führung des Menschengeschlechts in geistiger Beziehung werden in die Hand nehmen können. Diejenigen, die wir Väter oder Älteste nennen, werden dann imstande sein, die Menschheit so zu führen, wie vorher die übermenschlichen Wesenheiten die Menschen geführt haben. Es geht also die Führung der Menschheit von den Manus über auf die Menschenbrüder selbst. Die heiligen Geister, die Gottessöhne, die Väter, sie waren in den aufeinanderfolgenden Zeiten die Führer des Menschengeschlechts. [...]
[ 11 ] Gehen wir jetzt noch einmal zum Beginn der fünften Wurzelrasse zurück, so finden wir im Beginne den übermenschlichen Manu, der den großen Impuls gegeben hat. Dann geht aber im Laufe der fünften Wurzelrasse etwas ganz Eigentümliches vor - nämlich: Es kommen im Laufe der fünften Wurzelrasse die Menschen selbst so weit, dass einige von ihnen die Führung des Menschengeschlechts in geistiger Beziehung werden in die Hand nehmen können. Diejenigen, die wir Väter oder Älteste nennen, werden dann imstande sein, die Menschheit so zu führen, wie vorher die übermenschlichen Wesenheiten die Menschen geführt haben. Es geht also die Führung der Menschheit von den Manus über auf die Menschenbrüder selbst. Die heiligen Geister, die Gottessöhne, die Väter, sie waren in den aufeinanderfolgenden Zeiten die Führer des Menschengeschlechts. [...]
[ 12 ] Als das Wort Menschengestalt annahm - so sagt der Apokalyptiker in seiner Sprache -, nahm dieses Wort, der Logos, Menschengestalt an in der Form dieses Sohnes, so wie früher das Wort Menschengestalt angenommen hat in der Form eines Geistes. Oder - da die christliche Esoterik den Geist «Engeb nennt, so war früher das Wort, bevor es Fleisch geworden war, ein Engel. Das ist christliche Esoterik. Zuerst ist das Wort, der Logos, ein Engel. Dann ist es Fleisch geworden als Sohn, und dann wird es Ältester, Vater werden. Das ist die Aufeinanderfolge der Stufen. Das haben die christlichen Eingeweihten immer verkündigt. Man muss nur ihre Worte in der richtigen Weise verstehen.
[ 12 ] Als das Wort Menschengestalt annahm - so sagt der Apokalyptiker in seiner Sprache -, nahm dieses Wort, der Logos, Menschengestalt an in der Form dieses Sohnes, so wie früher das Wort Menschengestalt angenommen hat in der Form eines Geistes. Oder - da die christliche Esoterik den Geist «Engeb nennt, so war früher das Wort, bevor es Fleisch geworden war, ein Engel. Das ist christliche Esoterik. Zuerst ist das Wort, der Logos, ein Engel. Dann ist es Fleisch geworden als Sohn, und dann wird es Ältester, Vater werden. Das ist die Aufeinanderfolge der Stufen. Das haben die christlichen Eingeweihten immer verkündigt. Man muss nur ihre Worte in der richtigen Weise verstehen.
[ 13 ] Einer der hervorragendsten christlichen Eingeweihten, Paulus, konnte nur in andeutungsvoller Sprache die tiefsten Geheimnisse zum Ausdruck bringen. Er hat auch das, was ich gesagt habe, andeutungsweise gesagt. Als das Wort noch ein Engel war, da stand das Wort noch auf dem übersinnlichen Plan. Das Wort wird gesprochen aus den Wolken heraus, aus dem Übersinnlichen, wenn die Gebote verkündigt werden. Die Zeit des Gesetzes ist die Zeit der Verheißung. Als das Wort ein Engel war, war die Zeit des Gesetzes. Dann ist das Wort Fleisch geworden. Später wird das Wort Ältester oder Vater. Dies verkündigte Paulus, der ein Eingeweihter war, in seinem Brief an die Galater. Da lesen Sie, was ich jetzt gesagt habe, mit folgenden Worten:
[ 13 ] Einer der hervorragendsten christlichen Eingeweihten, Paulus, konnte nur in andeutungsvoller Sprache die tiefsten Geheimnisse zum Ausdruck bringen. Er hat auch das, was ich gesagt habe, andeutungsweise gesagt. Als das Wort noch ein Engel war, da stand das Wort noch auf dem übersinnlichen Plan. Das Wort wird gesprochen aus den Wolken heraus, aus dem Übersinnlichen, wenn die Gebote verkündigt werden. Die Zeit des Gesetzes ist die Zeit der Verheißung. Als das Wort ein Engel war, war die Zeit des Gesetzes. Dann ist das Wort Fleisch geworden. Später wird das Wort Ältester oder Vater. Dies verkündigte Paulus, der ein Eingeweihter war, in seinem Brief an die Galater. Da lesen Sie, was ich jetzt gesagt habe, mit folgenden Worten:
Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern «der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.» Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!»), auf dass der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: «durch die Samen», als durch viele, sondern als durch einen: «durch deinen Samen», welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheißung sollte durchs Gesetz aufhören, welches gegeben ist vierhundertdreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat's Abraham durch Verheißung frei geschenkt.
Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines Mittler; Gott aber ist einer. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. [Gal 3,12-21]
Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens; sondern «der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.» Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch für uns (denn es steht geschrieben: «Verflucht ist jedermann, der am Holz hängt!»), auf dass der Segen Abrahams unter die Heiden käme in Christo Jesu und wir also den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben. Liebe Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verwirft man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und tut auch nichts dazu. Nun ist ja die Verheißung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: «durch die Samen», als durch viele, sondern als durch einen: «durch deinen Samen», welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor bestätigt ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, dass die Verheißung sollte durchs Gesetz aufhören, welches gegeben ist vierhundertdreißig Jahre hernach. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben würde, so würde es nicht durch Verheißung gegeben; Gott aber hat's Abraham durch Verheißung frei geschenkt.
Was soll denn das Gesetz? Es ist hinzugekommen um der Sünden willen, bis der Same käme, dem die Verheißung geschehen ist, und ist gestellt von den Engeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines Mittler; Gott aber ist einer. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen, so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. [Gal 3,12-21]
[ 14 ] Auch an anderen Stellen finden Sie darauf hingewiesen, dass das Wort Engel war, später aber Fleisch geworden ist. Was ist geschehen dadurch, dass das Wort Fleisch geworden ist? Dadurch ist den Unterrassen der fünften Wurzelrasse verkündigt worden, wie sie sich in die Zukunft hinein entwickeln sollen. Der Apokalyptiker stellt uns nun dar in den Briefen an die sieben Gemeinden, wie diese Entwicklung vor sich geht. Nicht alle erreichen das Ziel, nicht alle diejenigen, die in die Entwicklung hineingelangt sind, erreichen auch in der Zeit, um die es sich hier handelt, dieses Ziel. Hier geht etwas Besonderes vor. Fragen wir uns aber, um das richtig zu verstehen: Wie legt uns weiter der Apokalyptiker dieses zu Recht von den Vätern, von den Ältesten? Treten uns die Ältesten selbst entgegen im Evangelium? Ja, sie treten uns entgegen zu der Zeit, als der Engel zum Sohn geworden ist. Da sind die Väter noch nicht so weit, das Wort in sich aufzunehmen. Sie mussten auf die Zukunft verwiesen werden. Zur Zeit der Verheißung sind die Väter noch nicht so weit. Sie werden das Wort erst verstehen, wenn sie am Ende der fünften Wurzelrasse angelangt sind, wo sie in ihrem Innern, als Väter, erst verstehen werden, was ihnen zur Zeit Christi, ihres Meisters, verhüllt blieb. Die zwölf Jünger sind die Ältesten. Sie sind dazu ausersehen, wieder hinzutreten vor den Christus. Dann wird ihnen aber das Buch, das ihnen verschlossen gegeben wurde, am Ende der fünften Wurzelrasse entsiegelt werden.
[ 14 ] Auch an anderen Stellen finden Sie darauf hingewiesen, dass das Wort Engel war, später aber Fleisch geworden ist. Was ist geschehen dadurch, dass das Wort Fleisch geworden ist? Dadurch ist den Unterrassen der fünften Wurzelrasse verkündigt worden, wie sie sich in die Zukunft hinein entwickeln sollen. Der Apokalyptiker stellt uns nun dar in den Briefen an die sieben Gemeinden, wie diese Entwicklung vor sich geht. Nicht alle erreichen das Ziel, nicht alle diejenigen, die in die Entwicklung hineingelangt sind, erreichen auch in der Zeit, um die es sich hier handelt, dieses Ziel. Hier geht etwas Besonderes vor. Fragen wir uns aber, um das richtig zu verstehen: Wie legt uns weiter der Apokalyptiker dieses zu Recht von den Vätern, von den Ältesten? Treten uns die Ältesten selbst entgegen im Evangelium? Ja, sie treten uns entgegen zu der Zeit, als der Engel zum Sohn geworden ist. Da sind die Väter noch nicht so weit, das Wort in sich aufzunehmen. Sie mussten auf die Zukunft verwiesen werden. Zur Zeit der Verheißung sind die Väter noch nicht so weit. Sie werden das Wort erst verstehen, wenn sie am Ende der fünften Wurzelrasse angelangt sind, wo sie in ihrem Innern, als Väter, erst verstehen werden, was ihnen zur Zeit Christi, ihres Meisters, verhüllt blieb. Die zwölf Jünger sind die Ältesten. Sie sind dazu ausersehen, wieder hinzutreten vor den Christus. Dann wird ihnen aber das Buch, das ihnen verschlossen gegeben wurde, am Ende der fünften Wurzelrasse entsiegelt werden.
[ 15 ] Da aber geht während der Evolution noch etwas Besonderes vor. Es wird uns erzählt, wie es dann aussehen wird, wenn die fünfte Wurzelrasse so weit sein wird, dass es zur Entscheidung kommt, herüberzuleben in die sechste Wurzelrasse. Nur andeuten will ich, was ich später in den folgenden Stunden weiter ausführen werde. Und als, wie wir hören werden, verkündigt wird mit den Posaunen das Hereinbrechen der sechsten Wurzelrasse:
[ 15 ] Da aber geht während der Evolution noch etwas Besonderes vor. Es wird uns erzählt, wie es dann aussehen wird, wenn die fünfte Wurzelrasse so weit sein wird, dass es zur Entscheidung kommt, herüberzuleben in die sechste Wurzelrasse. Nur andeuten will ich, was ich später in den folgenden Stunden weiter ausführen werde. Und als, wie wir hören werden, verkündigt wird mit den Posaunen das Hereinbrechen der sechsten Wurzelrasse:
Und der vierte Engel posaunte: Und es ward geschlagen der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, dass ihr dritter Teil verfinstert wurde und der Tag dem dritten Teil nicht schien und die Nacht desgleichen. [Off 8,12]
Und der vierte Engel posaunte: Und es ward geschlagen der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, dass ihr dritter Teil verfinstert wurde und der Tag dem dritten Teil nicht schien und die Nacht desgleichen. [Off 8,12]
[ 16 ] Das ist das Drittel, das zurückgeblieben ist, was aber nicht notwendig gewesen wäre. In den Briefen an die Gemeinden sind nicht nur Ermahnungen, sondern auch scharfer Tadel enthalten. Nicht alle gelangen zum Ziel. Der dritte Teil fällt vollständig ab von der Evolution. Wir haben also ein Drittel, welches das Ziel erreichen wird, ein mittleres Drittel, welches zurückbleibt, und ein letztes Drittel, das nicht sein Ziel erreicht und vollständig abfällt. Ein Drittel erreicht sein Ziel nicht, ein zweites Drittel wird erst später sein Ziel erreichen, das gibt zusammen zwei Drittel, und nur ein Drittel derer, die die Evolution begonnen haben, werden am Ende der fünften Wurzelrasse die entsprechende Stufe der Evolution erreicht haben.
[ 16 ] Das ist das Drittel, das zurückgeblieben ist, was aber nicht notwendig gewesen wäre. In den Briefen an die Gemeinden sind nicht nur Ermahnungen, sondern auch scharfer Tadel enthalten. Nicht alle gelangen zum Ziel. Der dritte Teil fällt vollständig ab von der Evolution. Wir haben also ein Drittel, welches das Ziel erreichen wird, ein mittleres Drittel, welches zurückbleibt, und ein letztes Drittel, das nicht sein Ziel erreicht und vollständig abfällt. Ein Drittel erreicht sein Ziel nicht, ein zweites Drittel wird erst später sein Ziel erreichen, das gibt zusammen zwei Drittel, und nur ein Drittel derer, die die Evolution begonnen haben, werden am Ende der fünften Wurzelrasse die entsprechende Stufe der Evolution erreicht haben.
[ 17 ] 72 Älteste waren dazu berufen, in die Evolution einzutreten und sollten sich weiter entwickeln. Die Ermahnungen an die sieben Gemeinden, die sie zu führen gehabt haben, zeigen uns, dass davon nur ein Drittel das Ziel erreicht. Wenn wir von den 72 Ältesten ein Drittel nehmen, so kommen wir auf 24 Älteste, die noch da sein werden, wenn die sieben Siegel des Buches enthüllt werden. Diese Offenbarung der Majestät Gottes ist etwas, was mit der Erscheinung Christi verkündigt worden ist. Im vierten Kapitel der Apokalypse heißt es:
[ 17 ] 72 Älteste waren dazu berufen, in die Evolution einzutreten und sollten sich weiter entwickeln. Die Ermahnungen an die sieben Gemeinden, die sie zu führen gehabt haben, zeigen uns, dass davon nur ein Drittel das Ziel erreicht. Wenn wir von den 72 Ältesten ein Drittel nehmen, so kommen wir auf 24 Älteste, die noch da sein werden, wenn die sieben Siegel des Buches enthüllt werden. Diese Offenbarung der Majestät Gottes ist etwas, was mit der Erscheinung Christi verkündigt worden ist. Im vierten Kapitel der Apokalypse heißt es:
Darnach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgeran im Himmel; und die erste Stimme, die ich gehört hatte mit mir reden wie eine Posaune, die sprach: Steig her, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
Und also bald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel, und auf dem Stuhl saß einer; und der da saß, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd. Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Stühle, und auf den Stühlen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
Und von dem Stuhl gingen aus Blitze, Donner und Stimmen; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Stuhl war ein gläsernes Meer gleich dem Kristall, und mitten am Stuhl und um den Stuhl vier Tiere, voll Augen vorn und hinten. Und das erste Tier war gleich einem Löwen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Tier war gleich einem fliegenden Adler. Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flügel, und sie waren außenherum und inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt!
Und da die Tiere gaben Preis und Ehre und Dank dem, der da auf dem Stuhl saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Stuhl saß, und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und warfen ihre Kronen vor den Stuhl und sprachen: Herr, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und sind geschaffen. [Off 4,1-11]
Darnach sah ich, und siehe, eine Tür war aufgeran im Himmel; und die erste Stimme, die ich gehört hatte mit mir reden wie eine Posaune, die sprach: Steig her, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
Und also bald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl war gesetzt im Himmel, und auf dem Stuhl saß einer; und der da saß, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sarder; und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd. Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Stühle, und auf den Stühlen saßen vierundzwanzig Älteste, mit weißen Kleidern angetan, und hatten auf ihren Häuptern goldene Kronen.
Und von dem Stuhl gingen aus Blitze, Donner und Stimmen; und sieben Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister Gottes. Und vor dem Stuhl war ein gläsernes Meer gleich dem Kristall, und mitten am Stuhl und um den Stuhl vier Tiere, voll Augen vorn und hinten. Und das erste Tier war gleich einem Löwen, und das andere Tier war gleich einem Kalbe, das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Tier war gleich einem fliegenden Adler. Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flügel, und sie waren außenherum und inwendig voll Augen und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt!
Und da die Tiere gaben Preis und Ehre und Dank dem, der da auf dem Stuhl saß, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, fielen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Stuhl saß, und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und warfen ihre Kronen vor den Stuhl und sprachen: Herr, du bist würdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und sind geschaffen. [Off 4,1-11]
[ 18 ] Das ist die zukünftige Evolutionsstufe, wo diejenigen, die überwunden haben, wirkliche Väter geworden sein werden.
[ 18 ] Das ist die zukünftige Evolutionsstufe, wo diejenigen, die überwunden haben, wirkliche Väter geworden sein werden.
[ 19 ] Ich sagte, was in den Tiefen der Mysterien sich zugetragen hat, das wird später entsiegelt werden. Nun habe ich Ihnen gesagt, dass in den griechischen Mysterien die Erscheinung Christi auf Erden dargestellt worden ist. Was damals Geheimnis war, das wurde enthüllt durch die Erscheinung Christi. Wir hätten hineingehen können in die griechischen Mysterien, und wir würden da Leiden, Sterben, Auferstehung und Himmelfahrt geschaut haben. Die sieben Siegel fallen in der Zukunft. Wird auch da ein Mysterium verkündigt, so wird es wieder ein Mysterium sein, dem das Siegel in einer späteren Zukunft fällt.
[ 19 ] Ich sagte, was in den Tiefen der Mysterien sich zugetragen hat, das wird später entsiegelt werden. Nun habe ich Ihnen gesagt, dass in den griechischen Mysterien die Erscheinung Christi auf Erden dargestellt worden ist. Was damals Geheimnis war, das wurde enthüllt durch die Erscheinung Christi. Wir hätten hineingehen können in die griechischen Mysterien, und wir würden da Leiden, Sterben, Auferstehung und Himmelfahrt geschaut haben. Die sieben Siegel fallen in der Zukunft. Wird auch da ein Mysterium verkündigt, so wird es wieder ein Mysterium sein, dem das Siegel in einer späteren Zukunft fällt.
[ 20 ] Ich will Ihnen ein Mysterium, so weit es geht, in unserer Konfiguration erzählen, ein Mysterium, das gefeiert wird seit der Zeit der alten indischen Rishis und von tiefster Bedeutung ist. Ich werde versuchen, es in folgender Weise symbolisch wiederzugeben:
[ 20 ] Ich will Ihnen ein Mysterium, so weit es geht, in unserer Konfiguration erzählen, ein Mysterium, das gefeiert wird seit der Zeit der alten indischen Rishis und von tiefster Bedeutung ist. Ich werde versuchen, es in folgender Weise symbolisch wiederzugeben:
[ 21 ] Da ist ein Pferd mit erhobenem Vorderfuß. Auf diesem Pferd ist eine Göttergestalt mit einem Bogen. Sie gibt ein gewisses Zeichen, dann tritt das Pferd mit dem Vorderfuß einer Schlange auf den Kopf. Das ist das Pferd Kalki. Dadurch wird dargestellt, dass alles dasjenige, was noch niederer Natur ist, abfällt, dass eine Zukunft kommen wird, wo der Göttersohn - das ist derjenige, der auf dem Pferde sitzt —, kommen wird und als König, mit der Krone geschmückt, die Offenbarung dessen bringen wird, was in dem Buche mit den sieben Siegeln versteckt ist. Das ist ein Mysterium, das Sie überall finden können.
[ 21 ] Da ist ein Pferd mit erhobenem Vorderfuß. Auf diesem Pferd ist eine Göttergestalt mit einem Bogen. Sie gibt ein gewisses Zeichen, dann tritt das Pferd mit dem Vorderfuß einer Schlange auf den Kopf. Das ist das Pferd Kalki. Dadurch wird dargestellt, dass alles dasjenige, was noch niederer Natur ist, abfällt, dass eine Zukunft kommen wird, wo der Göttersohn - das ist derjenige, der auf dem Pferde sitzt —, kommen wird und als König, mit der Krone geschmückt, die Offenbarung dessen bringen wird, was in dem Buche mit den sieben Siegeln versteckt ist. Das ist ein Mysterium, das Sie überall finden können.
[ 22 ] Nur ganz äußerlich konnte ich es andeuten. Das ist aber heute noch etwas, was als Mysterium nur erlebt und geschaut werden kann von einem Apokalyptiker, das aber in derselben Weise in der Zukunft in uns erschlossen werden wird, wie ja auch Johannes uns die Entsiegelung der alten Welt erschlossen und aufgeschrieben hat. Dann werden wir begreifen, dass es hindeutet auf die Zeit, wo die Ältesten, die Väter, die Offenbarung dessen empfangen, was diesem Mysterium zugrunde liegt und bei seiner Entsiegelung erscheint.
[ 22 ] Nur ganz äußerlich konnte ich es andeuten. Das ist aber heute noch etwas, was als Mysterium nur erlebt und geschaut werden kann von einem Apokalyptiker, das aber in derselben Weise in der Zukunft in uns erschlossen werden wird, wie ja auch Johannes uns die Entsiegelung der alten Welt erschlossen und aufgeschrieben hat. Dann werden wir begreifen, dass es hindeutet auf die Zeit, wo die Ältesten, die Väter, die Offenbarung dessen empfangen, was diesem Mysterium zugrunde liegt und bei seiner Entsiegelung erscheint.
[ 23 ] Im sechsten Kapitel der Apokalypse heißt es:
[ 23 ] Im sechsten Kapitel der Apokalypse heißt es:
nd ich sah, dass das Lamm der Siegel eines auftat; und ich hörte der vier Tiere eines sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone, und er zog aus zu überwinden und dass er siegte. Und als es das andere Siegel auftat, hörte ich das andere Tier sagen: Komm und siehe zu! [Off 6,1-3]
nd ich sah, dass das Lamm der Siegel eines auftat; und ich hörte der vier Tiere eines sagen wie mit einer Donnerstimme: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone, und er zog aus zu überwinden und dass er siegte. Und als es das andere Siegel auftat, hörte ich das andere Tier sagen: Komm und siehe zu! [Off 6,1-3]
[ 24 ] Das wird viermal wiederholt. Die Entsiegelung des Mysteriums der Väter, wie sie in dem Christentum enthalten ist, ist das bedeutendste Wort, das in den Mysterien gesprochen worden ist. Woher kommt der Mensch? Wohin entwickelt er sich? Vom Vater zum Vater. Es offenbart sich das im Vater durch den Mittler.
[ 24 ] Das wird viermal wiederholt. Die Entsiegelung des Mysteriums der Väter, wie sie in dem Christentum enthalten ist, ist das bedeutendste Wort, das in den Mysterien gesprochen worden ist. Woher kommt der Mensch? Wohin entwickelt er sich? Vom Vater zum Vater. Es offenbart sich das im Vater durch den Mittler.
Niemand kommt zum Vater denn durch mich. [Joh 14,6]
Niemand kommt zum Vater denn durch mich. [Joh 14,6]
[ 25 ] Sehen Sie, die ganze Weltevolution, die der Vergangenheit und die der Zukunft, liegt in der Apokalypse wirklich ausgesprochen. Das sind übrigens noch Andeutungen elementarster Art. Man muss nur erst die Worte der Apokalypse in ihrem wahren Sinn gebrauchen können. Wir werden immer mehr davon erfahren.
[ 25 ] Sehen Sie, die ganze Weltevolution, die der Vergangenheit und die der Zukunft, liegt in der Apokalypse wirklich ausgesprochen. Das sind übrigens noch Andeutungen elementarster Art. Man muss nur erst die Worte der Apokalypse in ihrem wahren Sinn gebrauchen können. Wir werden immer mehr davon erfahren.
[ 26 ] Ich wollte heute Abend nur ein Gefühl davon hervorrufen, dass man sich in diese Schrift vertiefen kann, um dann zu sehen, dass sie von unergründlicher Tiefe ist. Nur das eine kann ich noch versichern. Diese Apokalypse gehört zu denjenigen Schriften, denen gegenüber man wirklich demütig, wirklich devotionell wird, und durch die man lernt, was der indische Esoteriker den «Glauben» nennt. Es gibt ein Erlebnis, das uns im tiefsten Sinne diesen Glauben beibringt. Das ist das folgende: Nachdem wir uns bemüht haben, zum Verständnis einer solchen Schrift zu kommen, glaubt man zuerst, einiges zu wissen von einer solchen Schrift. Wenn man sie aber weiter zu verfolgen sucht und dann nochmals an diese Schrift herantritt, so finden wir, dass unsere frühere Auslegung eine ganz kindliche war. Wir sehen, dass wir jetzt erst die Sache richtig verstehen. Und haben wir das getan und leben wieder eine Weile und nehmen das Buch wieder zur Hand, dann geht es uns wie das letzte Mal. Wenn es einem ein paar Mal so gegangen ist, dann erhält man «Shraddha», den Glauben. Man wird sich dann mehr und mehr vertiefen und auch immer mehr darin finden. Das ist der unversiegliche Quell solcher Schriften, die wir mit der festen Zuversicht lesen können, aber nie in ihnen auslernen können. Das ist gleichzeitig ein Ansporn, demütig zu sein gegenüber solchen Schriften, darin zu forschen und diese Forschung immer weiter zu treiben. Klar wird es uns dann, dass, wenn scheinbar auch eine recht tiefe Erklärung gefunden worden ist, sie in der Zukunft doch noch tiefer und tiefer werden wird. Daraus quillt dann das Bewusstsein, dass das Beste, was dem Menschen gegeben ist, nicht von menschlicher Unvollkommenheit stammt, sondern von göttlicher Vollkommenheit, denn es ist göttliche Weisheit, das ist Offenbarung göttlicher Weisheit. Dokumente der Weisheit sind uns in diesen Büchern gegeben. Unser Verständnis derselben ist zwar noch schwach, denn nicht von Menschen, von unten, sondern durch Götter, von oben kommen diese Schriften zu uns. Wir müssen uns hinaufentwickeln zum Verstehen derselben. Das gibt dem Esoteriker eine Empfindung der Wahrheit des Spruches, in dem er leben muss, der sein Leitspruch werden muss, der immer mehr die Theosophen durchdringen muss, denn nicht Dogmenkenntnis, nicht Lehrsatzkenntnis machen den Theosophen aus, sondern das Durchdrungensein von der Weisheit dieses Spruches, das Erfülltsein in seiner Gesinnung mit dem, was der Spruch enthält. Der Spruch ist:
[ 26 ] Ich wollte heute Abend nur ein Gefühl davon hervorrufen, dass man sich in diese Schrift vertiefen kann, um dann zu sehen, dass sie von unergründlicher Tiefe ist. Nur das eine kann ich noch versichern. Diese Apokalypse gehört zu denjenigen Schriften, denen gegenüber man wirklich demütig, wirklich devotionell wird, und durch die man lernt, was der indische Esoteriker den «Glauben» nennt. Es gibt ein Erlebnis, das uns im tiefsten Sinne diesen Glauben beibringt. Das ist das folgende: Nachdem wir uns bemüht haben, zum Verständnis einer solchen Schrift zu kommen, glaubt man zuerst, einiges zu wissen von einer solchen Schrift. Wenn man sie aber weiter zu verfolgen sucht und dann nochmals an diese Schrift herantritt, so finden wir, dass unsere frühere Auslegung eine ganz kindliche war. Wir sehen, dass wir jetzt erst die Sache richtig verstehen. Und haben wir das getan und leben wieder eine Weile und nehmen das Buch wieder zur Hand, dann geht es uns wie das letzte Mal. Wenn es einem ein paar Mal so gegangen ist, dann erhält man «Shraddha», den Glauben. Man wird sich dann mehr und mehr vertiefen und auch immer mehr darin finden. Das ist der unversiegliche Quell solcher Schriften, die wir mit der festen Zuversicht lesen können, aber nie in ihnen auslernen können. Das ist gleichzeitig ein Ansporn, demütig zu sein gegenüber solchen Schriften, darin zu forschen und diese Forschung immer weiter zu treiben. Klar wird es uns dann, dass, wenn scheinbar auch eine recht tiefe Erklärung gefunden worden ist, sie in der Zukunft doch noch tiefer und tiefer werden wird. Daraus quillt dann das Bewusstsein, dass das Beste, was dem Menschen gegeben ist, nicht von menschlicher Unvollkommenheit stammt, sondern von göttlicher Vollkommenheit, denn es ist göttliche Weisheit, das ist Offenbarung göttlicher Weisheit. Dokumente der Weisheit sind uns in diesen Büchern gegeben. Unser Verständnis derselben ist zwar noch schwach, denn nicht von Menschen, von unten, sondern durch Götter, von oben kommen diese Schriften zu uns. Wir müssen uns hinaufentwickeln zum Verstehen derselben. Das gibt dem Esoteriker eine Empfindung der Wahrheit des Spruches, in dem er leben muss, der sein Leitspruch werden muss, der immer mehr die Theosophen durchdringen muss, denn nicht Dogmenkenntnis, nicht Lehrsatzkenntnis machen den Theosophen aus, sondern das Durchdrungensein von der Weisheit dieses Spruches, das Erfülltsein in seiner Gesinnung mit dem, was der Spruch enthält. Der Spruch ist:
Das Höchste - es ist gegeben von Anbeginn.
Das Höchste - es wird verstanden durch den Menschen am Ende der Tage.
Das Höchste - es ist gegeben von Anbeginn.
Das Höchste - es wird verstanden durch den Menschen am Ende der Tage.
Nachwort
Nachwort
[ 27 ] Den zu erwartenden Fragen möchte ich noch ein Wichtigstes vorausschicken. Die Theosophische Gesellschaft ist keine solche, welche die Annahme eines Dogmas oder die Annahme der Erkenntnis eines Einzelnen fordert. Wir sind in Bezug auf unsere Wahrheiten eine völlig freie Verbindung. Die Gesellschaft ist bloß eine Stätte, in der diese Wahrheiten vertreten werden, je nachdem, was der Einzelne zu sagen weiß über diese Wahrheiten, sodass insbesondere dann, wenn es sich um diese schwierigsten Probleme handelt, Sie dann sehr wohl erleben können, dass aus der theosophischen Grundstimmung heraus eine Verschiedenheit zwischen dem, was die einzelnen Persönlichkeiten kundgeben, sich herausstellt. Sie brauchen da nicht zu denken, dass der eine den anderen in irgendeiner Weise bekämpft; denn wir wissen, dass die Wahrheit hoch über uns steht und dass wir uns dieser Wahrheit nur von verschiedensten Seiten her nähern können. Es ist so, wie wenn wir eine Stadt von verschiedenen Gesichtspunkten ansehen. Durch die Perspektive kann sich uns manches etwas anders darstellen. Jeder kann und darf die Dinge nicht anders darstellen, als wie er sie sieht. Und in Bezug auf die Frage des Christusproblems ist nicht eine Einigkeit sondern eine Verschiedenheit im Anschauen wirklich vorhanden, die aber wahrscheinlich in den nächsten Jahren zu einer Vereinigung der Anschauungen sicher führen wird. Aber die Sache liegt heute noch so, dass jeder nur dasjenige verkündigen kann, was ihm seine Anschauung gibt. Damit bekämpft er nicht die des andern, sondern er wird vielleicht etwas dazu beitragen, dass sich die Ansichten harmonisieren. Es besteht bei einer Gruppe derjenigen, die über solche Dinge sprechen können, die Anschauung, dass die Geburt Jesu von Nazareth 105 Jahre vor unserer Zeitrechnung stattgefunden hat, und dass die Art des Todes nicht die der Kreuzigung sondern der Steinigung war. Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich nicht dieser Anschauung sein kann, sondern dass ich das, was ich darüber weiß, darstellen muss. Ich habe auch nie ein Hehl daraus gemacht, dass meine Anschauung dahin geht, dass an der sogenannten Tradition, wie sie gegeben ist, festzuhalten ist und auch daran festzuhalten ist in Bezug auf den historischen Verlauf, soweit er sich aus einer wirklichen Anschauung ergibt, die ja dann die Anschauung der Evangelien rektifizieren kann. Nun müssen Sie darin nichts Sonderbares finden, dass zwei okkulte Lehrer über einen und denselben Punkt verschiedene Anschauungen haben können. Wenn Sie sich vorhalten, dass zwei Reisende, die in ein fremdes Land kommen, und davon Reisebeschreibungen geben, oftmals sehr wenig übereinstimmen, indem sie, obgleich beide dasselbe gesehen haben, das Geschehene doch ganz verschieden beschreiben. Wenn das schon auf dem physischen Plane möglich ist, dann ist es ohne Weiteres verständlich, dass auf den höheren Planen sich ebensolche Verschiedenheiten ergeben können. Denn auf diesen höheren Planen ist die Beobachtung zwar sicher, aber nicht etwa leichter als auf dem physischen Plane. Die perspektivischen Verhältnisse, durch die man ein Phänomen erschaut, sind so schwer zu entwirren, dass sehr leicht eine Verrückung der Perspektive eintreten kann. Das Folgende kann beispielsweise vorkommen: Wenn Sie im okkulten Felde ein Ereignis schauen, das vor 1900 Jahren stattgefunden hat, so können Sie zwei Gestalten nebeneinander haben. Diese zwei Gestalten, trotzdem sie im okkulten Felde nebeneinander erscheinen, können 100 Jahre voneinander entfernt sein. Also: Obgleich Sie die Dinge beieinander sehen, können sich die Sachen im Zusammenhang mit 100 Jahren früher oder 100 Jahren später befinden. Ich will damit nichts weiter sagen, sondern nur andeuten, dass die Beobachtung solchen Irrtümern unterliegt. Ich könnte also kein anderes, besseres Wort aussprechen, als dass ich auf dem Standpunkt der Tradition stehen bleiben muss. Das gilt auch in Bezug auf die Kreuzigung, denn es ist okkult schwer, eine Kreuzigung von einer Steinigung zu unterscheiden. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn zwei Meinungen auftreten.
[ 27 ] Den zu erwartenden Fragen möchte ich noch ein Wichtigstes vorausschicken. Die Theosophische Gesellschaft ist keine solche, welche die Annahme eines Dogmas oder die Annahme der Erkenntnis eines Einzelnen fordert. Wir sind in Bezug auf unsere Wahrheiten eine völlig freie Verbindung. Die Gesellschaft ist bloß eine Stätte, in der diese Wahrheiten vertreten werden, je nachdem, was der Einzelne zu sagen weiß über diese Wahrheiten, sodass insbesondere dann, wenn es sich um diese schwierigsten Probleme handelt, Sie dann sehr wohl erleben können, dass aus der theosophischen Grundstimmung heraus eine Verschiedenheit zwischen dem, was die einzelnen Persönlichkeiten kundgeben, sich herausstellt. Sie brauchen da nicht zu denken, dass der eine den anderen in irgendeiner Weise bekämpft; denn wir wissen, dass die Wahrheit hoch über uns steht und dass wir uns dieser Wahrheit nur von verschiedensten Seiten her nähern können. Es ist so, wie wenn wir eine Stadt von verschiedenen Gesichtspunkten ansehen. Durch die Perspektive kann sich uns manches etwas anders darstellen. Jeder kann und darf die Dinge nicht anders darstellen, als wie er sie sieht. Und in Bezug auf die Frage des Christusproblems ist nicht eine Einigkeit sondern eine Verschiedenheit im Anschauen wirklich vorhanden, die aber wahrscheinlich in den nächsten Jahren zu einer Vereinigung der Anschauungen sicher führen wird. Aber die Sache liegt heute noch so, dass jeder nur dasjenige verkündigen kann, was ihm seine Anschauung gibt. Damit bekämpft er nicht die des andern, sondern er wird vielleicht etwas dazu beitragen, dass sich die Ansichten harmonisieren. Es besteht bei einer Gruppe derjenigen, die über solche Dinge sprechen können, die Anschauung, dass die Geburt Jesu von Nazareth 105 Jahre vor unserer Zeitrechnung stattgefunden hat, und dass die Art des Todes nicht die der Kreuzigung sondern der Steinigung war. Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich nicht dieser Anschauung sein kann, sondern dass ich das, was ich darüber weiß, darstellen muss. Ich habe auch nie ein Hehl daraus gemacht, dass meine Anschauung dahin geht, dass an der sogenannten Tradition, wie sie gegeben ist, festzuhalten ist und auch daran festzuhalten ist in Bezug auf den historischen Verlauf, soweit er sich aus einer wirklichen Anschauung ergibt, die ja dann die Anschauung der Evangelien rektifizieren kann. Nun müssen Sie darin nichts Sonderbares finden, dass zwei okkulte Lehrer über einen und denselben Punkt verschiedene Anschauungen haben können. Wenn Sie sich vorhalten, dass zwei Reisende, die in ein fremdes Land kommen, und davon Reisebeschreibungen geben, oftmals sehr wenig übereinstimmen, indem sie, obgleich beide dasselbe gesehen haben, das Geschehene doch ganz verschieden beschreiben. Wenn das schon auf dem physischen Plane möglich ist, dann ist es ohne Weiteres verständlich, dass auf den höheren Planen sich ebensolche Verschiedenheiten ergeben können. Denn auf diesen höheren Planen ist die Beobachtung zwar sicher, aber nicht etwa leichter als auf dem physischen Plane. Die perspektivischen Verhältnisse, durch die man ein Phänomen erschaut, sind so schwer zu entwirren, dass sehr leicht eine Verrückung der Perspektive eintreten kann. Das Folgende kann beispielsweise vorkommen: Wenn Sie im okkulten Felde ein Ereignis schauen, das vor 1900 Jahren stattgefunden hat, so können Sie zwei Gestalten nebeneinander haben. Diese zwei Gestalten, trotzdem sie im okkulten Felde nebeneinander erscheinen, können 100 Jahre voneinander entfernt sein. Also: Obgleich Sie die Dinge beieinander sehen, können sich die Sachen im Zusammenhang mit 100 Jahren früher oder 100 Jahren später befinden. Ich will damit nichts weiter sagen, sondern nur andeuten, dass die Beobachtung solchen Irrtümern unterliegt. Ich könnte also kein anderes, besseres Wort aussprechen, als dass ich auf dem Standpunkt der Tradition stehen bleiben muss. Das gilt auch in Bezug auf die Kreuzigung, denn es ist okkult schwer, eine Kreuzigung von einer Steinigung zu unterscheiden. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn zwei Meinungen auftreten.
Aus der Fragenbeantwortung
Aus der Fragenbeantwortung
War der Tod des Christus schuldhaft oder unschuldig?
War der Tod des Christus schuldhaft oder unschuldig?
[ 28 ] Auch bei Sokrates findet man, dass er scheinbar unschuldig zum Tode verurteilt worden ist. Aischylos wurde zum Tode verurteilt, weil er ein Geheimnis der Mysterien veröffentlicht hat. Deshalb wurde auch Sokrates verurteilt. Der Verrat der Mysterien wurde unter allen Umständen mit dem Tode bestraft, auch in derjenigen Gemeinschaft, in welcher Jesus lebte. Es wurde ja auch von Jesus gesagt: Man kann mit diesem Manne nicht zusammenleben, denn er tut zu viele Zeichen. - In der Auferweckung des Lazarus wird ja dann auch der Grund zur Verurteilung gefunden. Renan hat das sehr wohl bemerkt, dass mit der Auferweckung des Lazarus die Verurteilung Christi zusammenhängt. Dieser Grund wird aber niemals angegeben. Das ist einer derjenigen Fälle, wo die Evolution Tragik hervorruft. - Der Tod Jesu war kein im Karma begründeter Tod. Das Karma fängt auf einer Stufe an und hört einmal auf.
[ 28 ] Auch bei Sokrates findet man, dass er scheinbar unschuldig zum Tode verurteilt worden ist. Aischylos wurde zum Tode verurteilt, weil er ein Geheimnis der Mysterien veröffentlicht hat. Deshalb wurde auch Sokrates verurteilt. Der Verrat der Mysterien wurde unter allen Umständen mit dem Tode bestraft, auch in derjenigen Gemeinschaft, in welcher Jesus lebte. Es wurde ja auch von Jesus gesagt: Man kann mit diesem Manne nicht zusammenleben, denn er tut zu viele Zeichen. - In der Auferweckung des Lazarus wird ja dann auch der Grund zur Verurteilung gefunden. Renan hat das sehr wohl bemerkt, dass mit der Auferweckung des Lazarus die Verurteilung Christi zusammenhängt. Dieser Grund wird aber niemals angegeben. Das ist einer derjenigen Fälle, wo die Evolution Tragik hervorruft. - Der Tod Jesu war kein im Karma begründeter Tod. Das Karma fängt auf einer Stufe an und hört einmal auf.
War das Leiden notwendig zur Begründung seiner Lehre?
War das Leiden notwendig zur Begründung seiner Lehre?
[ 29 ] Das hängt zusammen mit der Involution und mit der Evolution. Es musste sich die Involution in den Tod vollziehen. Es kann kein Senfkorn sich entwickeln, wenn es nicht vorher der Auflösung im Erdboden unterliegt.
[ 29 ] Das hängt zusammen mit der Involution und mit der Evolution. Es musste sich die Involution in den Tod vollziehen. Es kann kein Senfkorn sich entwickeln, wenn es nicht vorher der Auflösung im Erdboden unterliegt.
