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Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a

1 November 1904, Berlin

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis I, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge I, tr. SOL

65. Apokalypse V

65. Apokalypse V

[ 1 ] Sie haben gesehen, dass wir die Apokalypse nur dann richtig verstehen können, wenn das Grundwesen der christlichen, mystischen Tatsache ins richtige Licht gerückt wird. Wir haben angeknüpft an den Spruch «Selig sind die da glauben, auch wenn sie nicht schauen», um das Grundwesen darzustellen.

[ 1 ] Sie haben gesehen, dass wir die Apokalypse nur dann richtig verstehen können, wenn das Grundwesen der christlichen, mystischen Tatsache ins richtige Licht gerückt wird. Wir haben angeknüpft an den Spruch «Selig sind die da glauben, auch wenn sie nicht schauen», um das Grundwesen darzustellen.

[ 2 ] Was in den Jahrhunderten, bevor das Christentum begründet wurde, geschaut worden ist von den Eingeweihten, was sich da abgespielt hat in den Tiefen der Mysteriengrotten und der Tempel, das wurde, wie wir gesehen haben, eine welthistorische Tatsache, das wurde hinausgetragen auf den großen Plan der Weltgeschichte. Die Geschichte von dem Leiden, dem Sterben, der Auferstehung und Himmelfahrt, diese Phasen des mystischen Lebens, wie sie der Myste in den Mysterientempeln nach der gehörigen Vorbereitung geschaut hat, das konnte der Gläubige nunmehr eben glauben als eine historische Tatsache. So war dasjenige, was vorher Geheimnis oder Mysterium war, Glaubenssache geworden, verkündigt, Evangelium geworden. In dem Evangelium ist also nichts anderes gegeben als der Inhalt der alten Mysterienbücher. Vorher wurde der Inhalt namentlich des Johannes-Evangeliums vom dreizehnten Kapitel ab bis zum Schluss - in den verborgenen Büchern der Mysterien den Eingeweihten verkündigt. Jetzt aber wurde es aller Welt verkündigt, auch denen, die nicht unmittelbar durch den psychischen, den mystischen Augenschein von den Mysterien sich überzeugen konnten. Selig sollten die sein, die nicht schauten und doch glaubten. So war das alte Mysterium enthüllt durch das Christentum. Das Evangelium war die Offenbarung alter Mysterienbücher geworden.

[ 2 ] Was in den Jahrhunderten, bevor das Christentum begründet wurde, geschaut worden ist von den Eingeweihten, was sich da abgespielt hat in den Tiefen der Mysteriengrotten und der Tempel, das wurde, wie wir gesehen haben, eine welthistorische Tatsache, das wurde hinausgetragen auf den großen Plan der Weltgeschichte. Die Geschichte von dem Leiden, dem Sterben, der Auferstehung und Himmelfahrt, diese Phasen des mystischen Lebens, wie sie der Myste in den Mysterientempeln nach der gehörigen Vorbereitung geschaut hat, das konnte der Gläubige nunmehr eben glauben als eine historische Tatsache. So war dasjenige, was vorher Geheimnis oder Mysterium war, Glaubenssache geworden, verkündigt, Evangelium geworden. In dem Evangelium ist also nichts anderes gegeben als der Inhalt der alten Mysterienbücher. Vorher wurde der Inhalt namentlich des Johannes-Evangeliums vom dreizehnten Kapitel ab bis zum Schluss - in den verborgenen Büchern der Mysterien den Eingeweihten verkündigt. Jetzt aber wurde es aller Welt verkündigt, auch denen, die nicht unmittelbar durch den psychischen, den mystischen Augenschein von den Mysterien sich überzeugen konnten. Selig sollten die sein, die nicht schauten und doch glaubten. So war das alte Mysterium enthüllt durch das Christentum. Das Evangelium war die Offenbarung alter Mysterienbücher geworden.

[ 3 ] Aber, was zu einer Zeit Mysterium war und zu einer anderen Zeit offenbar geworden ist, das ist, wenn es gleichzeitig wäre, an Inhalt ein und dasselbe. Immer ist das, was später aller Welt offenbar geworden ist, schon in den vorhergehenden Zeiten in den Mysterien verkündigt worden, wo die Menschheit [außerhalb der Mysterienstätten] noch nicht reif dafür war. Was zur Zeit der Verkündigung des Christentums in den ersten christlichen Jahrhunderten als Evangelium offenbares Mysterium geworden war, das war früher verborgen. Dafür erscheint für die ersten Zeiten im Christentum wieder das Mysterium als Offenbarung, die einer ganz fernen Zukunft Vorbereitung sein soll. Die Aufzeichnung der ganz fernen Zukunftsereignisse ist enthalten in der Apokalypse des Theologen Johannes. Und nun wollen wir sehen, wie.

[ 3 ] Aber, was zu einer Zeit Mysterium war und zu einer anderen Zeit offenbar geworden ist, das ist, wenn es gleichzeitig wäre, an Inhalt ein und dasselbe. Immer ist das, was später aller Welt offenbar geworden ist, schon in den vorhergehenden Zeiten in den Mysterien verkündigt worden, wo die Menschheit [außerhalb der Mysterienstätten] noch nicht reif dafür war. Was zur Zeit der Verkündigung des Christentums in den ersten christlichen Jahrhunderten als Evangelium offenbares Mysterium geworden war, das war früher verborgen. Dafür erscheint für die ersten Zeiten im Christentum wieder das Mysterium als Offenbarung, die einer ganz fernen Zukunft Vorbereitung sein soll. Die Aufzeichnung der ganz fernen Zukunftsereignisse ist enthalten in der Apokalypse des Theologen Johannes. Und nun wollen wir sehen, wie.

[ 4 ] Wir kennen alle die Entwicklung der fünften Wurzelrasse der Menschheit durch die verschiedenen Unterrassen hindurch. Wir wissen, dass diejenige Unterrasse der arischen Rasse, in welcher das Christentum aufgegangen ist, die vierte Unterrasse war, und dass wir selbst jetzt in der fünften Unterrasse leben, und dass diese abgelöst werden wird von der sechsten. Um zu verstehen, was in der ApokaIypse steht, wollen wir einen Blick werfen auf die Entwicklung, wie wir sie uns nach unserer gegenwärtigen theosophischen Apokalypse von der Zukunft der nächsten Rasse und des Restes unserer eigenen fünften Kulturepoche vorstellen müssen.

[ 4 ] Wir kennen alle die Entwicklung der fünften Wurzelrasse der Menschheit durch die verschiedenen Unterrassen hindurch. Wir wissen, dass diejenige Unterrasse der arischen Rasse, in welcher das Christentum aufgegangen ist, die vierte Unterrasse war, und dass wir selbst jetzt in der fünften Unterrasse leben, und dass diese abgelöst werden wird von der sechsten. Um zu verstehen, was in der ApokaIypse steht, wollen wir einen Blick werfen auf die Entwicklung, wie wir sie uns nach unserer gegenwärtigen theosophischen Apokalypse von der Zukunft der nächsten Rasse und des Restes unserer eigenen fünften Kulturepoche vorstellen müssen.

[ 5 ] Knüpfen wir noch einmal an den Satz an: Mit dem Christentum sind die vorhergehenden Mysterien bis zu einem gewissen Grade offenbar geworden. Die vierte Unterrasse[, die griechisch-lateinische Kulturepoche,] hatte zunächst damit zu tun - und es war ihre Aufgabe -, diesen Glauben an das Christentum als einer mystischen Tatsache, diesen Glauben an dieses große, auf dem Schauplatz der Weltgeschichte sich abspielende Mysterium zu begründen. Nun kam die fünfte Unterrasse, die unsrige; sie ist die Unterrasse des Verstandes, die alles begreifen will. Das Begreifen, Erklären und Verstehen ist die Aufgabe unserer Epoche. Diese wird ihre Aufgabe erfüllt haben, wenn alles dasjenige begriffen sein wird, was dem Verstande möglich ist zu begreifen. Die Führung dieser unserer Unterrasse wird ihre Aufgabe erfüllt haben, wenn diese zu dem Punkte hingeführt ist, wenn der Verstand, was vorher geglaubt worden ist, begreifen, verstehen wird, sodass wir es erklären können. Diese Apokalypse unserer fünften Unterrasse wird uns in der Weise dargestellt, dass uns gesagt wird: Es wird eine Zeit kommen, wo die Persönlichkeit, die das Christentum begründet hat, das mystische Lamm, das Buch mit den sieben Siegeln entsiegeln wird. Was bloßer Glaube war, das blieb noch versiegelt. Nach und nach werden aber die sieben Siegel fallen von dem Buche, das vorher bloß ein Glaubensbuch und deshalb ein für den Verstand verschlossenes Buch war.

[ 5 ] Knüpfen wir noch einmal an den Satz an: Mit dem Christentum sind die vorhergehenden Mysterien bis zu einem gewissen Grade offenbar geworden. Die vierte Unterrasse[, die griechisch-lateinische Kulturepoche,] hatte zunächst damit zu tun - und es war ihre Aufgabe -, diesen Glauben an das Christentum als einer mystischen Tatsache, diesen Glauben an dieses große, auf dem Schauplatz der Weltgeschichte sich abspielende Mysterium zu begründen. Nun kam die fünfte Unterrasse, die unsrige; sie ist die Unterrasse des Verstandes, die alles begreifen will. Das Begreifen, Erklären und Verstehen ist die Aufgabe unserer Epoche. Diese wird ihre Aufgabe erfüllt haben, wenn alles dasjenige begriffen sein wird, was dem Verstande möglich ist zu begreifen. Die Führung dieser unserer Unterrasse wird ihre Aufgabe erfüllt haben, wenn diese zu dem Punkte hingeführt ist, wenn der Verstand, was vorher geglaubt worden ist, begreifen, verstehen wird, sodass wir es erklären können. Diese Apokalypse unserer fünften Unterrasse wird uns in der Weise dargestellt, dass uns gesagt wird: Es wird eine Zeit kommen, wo die Persönlichkeit, die das Christentum begründet hat, das mystische Lamm, das Buch mit den sieben Siegeln entsiegeln wird. Was bloßer Glaube war, das blieb noch versiegelt. Nach und nach werden aber die sieben Siegel fallen von dem Buche, das vorher bloß ein Glaubensbuch und deshalb ein für den Verstand verschlossenes Buch war.

[ 6 ] Was steht in diesem Buche? In diesem Buche stehen die Geheimnisse der aufeinanderfolgenden Entwicklungen, die sieben Geheimnisse, die sich immer und immer wiederholen, bei jeder Runden- und Rassenentwicklung, auch sonst bei allen zyklischen Entwicklungen — auch im Menschen. Betrachten wir sie einmal, wie sie sich im Menschen darstellen, diese sieben Geheimnisse. Ich werde nur auf einige dieser Geheimnisse ein kleines Licht zu werfen brauchen, dann werden Sie sogleich sehen, um was es sich dabei handelt.

[ 6 ] Was steht in diesem Buche? In diesem Buche stehen die Geheimnisse der aufeinanderfolgenden Entwicklungen, die sieben Geheimnisse, die sich immer und immer wiederholen, bei jeder Runden- und Rassenentwicklung, auch sonst bei allen zyklischen Entwicklungen — auch im Menschen. Betrachten wir sie einmal, wie sie sich im Menschen darstellen, diese sieben Geheimnisse. Ich werde nur auf einige dieser Geheimnisse ein kleines Licht zu werfen brauchen, dann werden Sie sogleich sehen, um was es sich dabei handelt.

[ 7 ] Betrachten Sie den Menschen, wie er uns siebenteilig entgegentritt in der theosophischen Einteilung. Zunächst den physischen Körper, in welchen er einzieht, um in ihm seine Weltlaufbahn zu vollführen. Das ist das erste, der Auszug in die Welt. Das zweite ist das Einleben in das sogenannte Lebensprinzip. In Prana, in dem die Wesen lebendig werden, treten sie ein in das Reich des Kampfes, in das Reich des Krieges aller gegen alle, in das Reich, worin die Sonderheit sich gegen die Sonderheit stellt. Damit dieser Kampf, dieses Stellen der Sonderheit gegen die Sonderheit, in äußere Harmonie gebracht werden kann, ist es notwendig, dass der Wille des Menschen in dieses Reich des Kampfes die Gerechtigkeit hineinträgt. Die Gerechtigkeit ist aber nicht die alleinige Schöpferin der Harmonie in der Außenwelt. Was hineingebracht werden muss, das tritt eben auf der vierten Stufe auf, wo der Mensch nicht nur äußerlich die Gerechtigkeit herstellt, sondern wo er die äußere Gerechtigkeit durchdringt mit dem Prinzip der Liebe, das von oben, von den höheren Prinzipien herunterleuchtet.

[ 7 ] Betrachten Sie den Menschen, wie er uns siebenteilig entgegentritt in der theosophischen Einteilung. Zunächst den physischen Körper, in welchen er einzieht, um in ihm seine Weltlaufbahn zu vollführen. Das ist das erste, der Auszug in die Welt. Das zweite ist das Einleben in das sogenannte Lebensprinzip. In Prana, in dem die Wesen lebendig werden, treten sie ein in das Reich des Kampfes, in das Reich des Krieges aller gegen alle, in das Reich, worin die Sonderheit sich gegen die Sonderheit stellt. Damit dieser Kampf, dieses Stellen der Sonderheit gegen die Sonderheit, in äußere Harmonie gebracht werden kann, ist es notwendig, dass der Wille des Menschen in dieses Reich des Kampfes die Gerechtigkeit hineinträgt. Die Gerechtigkeit ist aber nicht die alleinige Schöpferin der Harmonie in der Außenwelt. Was hineingebracht werden muss, das tritt eben auf der vierten Stufe auf, wo der Mensch nicht nur äußerlich die Gerechtigkeit herstellt, sondern wo er die äußere Gerechtigkeit durchdringt mit dem Prinzip der Liebe, das von oben, von den höheren Prinzipien herunterleuchtet.

[ 8 ] Wenn Sie sich demgegenüber die Eröffnung der sieben Siegel in der Apokalypse einmal vorhalten, so werden Sie sehen, dass wir es damit zu tun haben ganz in derselben Weise:

[ 8 ] Wenn Sie sich demgegenüber die Eröffnung der sieben Siegel in der Apokalypse einmal vorhalten, so werden Sie sehen, dass wir es damit zu tun haben ganz in derselben Weise:

Und ich sah, und siehe, ein weiß’ Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone, und er zog aus, zu überwinden und dass er siegte. [Off 6,2]

Und ich sah, und siehe, ein weiß’ Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone, und er zog aus, zu überwinden und dass er siegte. [Off 6,2]

[ 9 ] Da haben wir zunächst das Ausziehen in die Materialisierung.

[ 9 ] Da haben wir zunächst das Ausziehen in die Materialisierung.

Und da es das andere Siegel auftat, hörte ich das andere Tier sagen: Komm und siehe zu! Und es ging heraus ein anderes Pferd, das war rot, und dem, der darauf saß, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und dass sie sich untereinander erwürgten; und ihm war ein groß” Schwert gegeben. [Off 6,3-4]

Und da es das andere Siegel auftat, hörte ich das andere Tier sagen: Komm und siehe zu! Und es ging heraus ein anderes Pferd, das war rot, und dem, der darauf saß, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und dass sie sich untereinander erwürgten; und ihm war ein groß” Schwert gegeben. [Off 6,3-4]

[ 10 ] Hier kämpft die Sonderheit gegen die Sonderheit im Lebensprinzip.

[ 10 ] Hier kämpft die Sonderheit gegen die Sonderheit im Lebensprinzip.

Und da es das dritte Siegel auftat, hörte ich das dritte Tier sagen: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein schwarz’ Pferd; und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. [Off 6,5]

Und da es das dritte Siegel auftat, hörte ich das dritte Tier sagen: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein schwarz’ Pferd; und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. [Off 6,5]

[ 11 ] — die Waage der Gerechtigkeit.

[ 11 ] — die Waage der Gerechtigkeit.

Und ich hörte eine Stimme unter den vier Tieren sagen: Ein Maß Weizen um einen Groschen und drei Maß Gerste um einen Groschen; und dem Öl und Wein tue kein Leid. [Off 6,6]

Und da es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme des vierten Tieres sagen: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein fahl” Pferd, und der darauf saß, des Name hieß Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben zu töten das vierte Teil auf der Erde, mit dem Schwert, und Hunger, und mit dem Tod, und durch die Tiere auf Erden. [Off 6,7-8]

Und ich hörte eine Stimme unter den vier Tieren sagen: Ein Maß Weizen um einen Groschen und drei Maß Gerste um einen Groschen; und dem Öl und Wein tue kein Leid. [Off 6,6]

Und da es das vierte Siegel auftat, hörte ich die Stimme des vierten Tieres sagen: Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein fahl” Pferd, und der darauf saß, des Name hieß Tod, und die Hölle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben zu töten das vierte Teil auf der Erde, mit dem Schwert, und Hunger, und mit dem Tod, und durch die Tiere auf Erden. [Off 6,7-8]

[ 12 ] Die niedere Natur wird abgetötet, die höhere Natur tritt hervor. Das Niedere stirbt, auf dass das höhere Geistige erlöst werden kann.

[ 12 ] Die niedere Natur wird abgetötet, die höhere Natur tritt hervor. Das Niedere stirbt, auf dass das höhere Geistige erlöst werden kann.

[ 13 ] Wenn wir das Bild nicht auf den einzelnen Menschen, sondern auf die fünfte Rasse anwenden, so ist sie ausgezogen, um die Mission zu lösen, zu erlösen die zweite Unterrasse, die die kriegerische war. Wir betreten damit die Zeit des Kampfes der einzelnen Völker gegeneinander. Dann kommt das Reich der Gerechtigkeit, das Reich, das nach dem biblischen Geschichtsschreiber von Abraham aus gerechnet wird. Sie finden da das allmähliche Heraufsteigen des dritten Prinzips, der Gerechtigkeit. Mit dem vierten Prinzip ist der Eintritt des Christentums selbst gemeint. Die Besiegung des Todes durch die Liebe ist ein höheres Reich als das Reich der bloßen Gerechtigkeit.

[ 13 ] Wenn wir das Bild nicht auf den einzelnen Menschen, sondern auf die fünfte Rasse anwenden, so ist sie ausgezogen, um die Mission zu lösen, zu erlösen die zweite Unterrasse, die die kriegerische war. Wir betreten damit die Zeit des Kampfes der einzelnen Völker gegeneinander. Dann kommt das Reich der Gerechtigkeit, das Reich, das nach dem biblischen Geschichtsschreiber von Abraham aus gerechnet wird. Sie finden da das allmähliche Heraufsteigen des dritten Prinzips, der Gerechtigkeit. Mit dem vierten Prinzip ist der Eintritt des Christentums selbst gemeint. Die Besiegung des Todes durch die Liebe ist ein höheres Reich als das Reich der bloßen Gerechtigkeit.

[ 14 ] Dann wird das Reich kommen, welches der fünften Unterrasse entspricht. Dieses Reich, wenn es zu Ende geht, wird die ganze Aufgabe der fünften Wurzelrasse verstehen. Es wird von innen heraus dasjenige verstehen, was früher nur von außen geglaubt werden konnte. Damit fallen auch die Siegel, die das übrige Verständnis der Welt verschlossen haben. Die Welt wird ein offenes Buch. Wenn die fünfte Kulturepoche vollendet sein wird, wird die Welt vor unserem Verstande wie ein offenes Buch liegen.

[ 14 ] Dann wird das Reich kommen, welches der fünften Unterrasse entspricht. Dieses Reich, wenn es zu Ende geht, wird die ganze Aufgabe der fünften Wurzelrasse verstehen. Es wird von innen heraus dasjenige verstehen, was früher nur von außen geglaubt werden konnte. Damit fallen auch die Siegel, die das übrige Verständnis der Welt verschlossen haben. Die Welt wird ein offenes Buch. Wenn die fünfte Kulturepoche vollendet sein wird, wird die Welt vor unserem Verstande wie ein offenes Buch liegen.

[ 15 ] Danach tritt Ruhe ein. Dieses ist nichts anderes als die Stunde, in welcher sich die sechste Unterrasse vorbereitet. Die Siegel sind gefallen, offen liegen die Wahrheiten vor den Augen der Menschen. Und das wird das Charakteristische der Menschen der sechsten Unterrasse sein, dass die Wahrheiten offen vor den Augen der Menschen liegen, dass sie nicht mehr geglaubt oder mit dem Verstande begriffen werden brauchen, sondern dass sie mit den Augen geschaut, mit einem intuitiven Geiste geschaut werden. So werden sich die Wahrheiten für die Menschen in der sechsten Kulturepoche darstellen. Auf einer höheren Stufe wird die Menschheit angelangt sein in dieser sechsten Kulturepoche.

[ 15 ] Danach tritt Ruhe ein. Dieses ist nichts anderes als die Stunde, in welcher sich die sechste Unterrasse vorbereitet. Die Siegel sind gefallen, offen liegen die Wahrheiten vor den Augen der Menschen. Und das wird das Charakteristische der Menschen der sechsten Unterrasse sein, dass die Wahrheiten offen vor den Augen der Menschen liegen, dass sie nicht mehr geglaubt oder mit dem Verstande begriffen werden brauchen, sondern dass sie mit den Augen geschaut, mit einem intuitiven Geiste geschaut werden. So werden sich die Wahrheiten für die Menschen in der sechsten Kulturepoche darstellen. Auf einer höheren Stufe wird die Menschheit angelangt sein in dieser sechsten Kulturepoche.

[ 16 ] Auf einer noch höheren Stufe werden die Menschen noch einmal die Entschleierung, die Offenbarung der Geheimnisse erfahren. Dieses nochmalige Offenbarwerden der Geheimnisse ist in der Apokalypse als das Posaunen der Engel dargestellt. Wie aufgeschlossen werden dann die Wahrheiten sein, nicht bloß wie in einem Buche, sondern so, dass sie zu uns sprechen von allen Seiten. Nicht wie eine gedachte, sondern wie eine laute Sprache werden die Wahrheiten sein. Das bedeutet das Posaunen der Engel. Und es ist wie ein Herausgehen der Stimmung der sechsten Unterrasse, wenn uns beschrieben wird das Posaunen der Engel. Im Einzelnen werden wir das ein anderes Mal genauer verfolgen.

[ 16 ] Auf einer noch höheren Stufe werden die Menschen noch einmal die Entschleierung, die Offenbarung der Geheimnisse erfahren. Dieses nochmalige Offenbarwerden der Geheimnisse ist in der Apokalypse als das Posaunen der Engel dargestellt. Wie aufgeschlossen werden dann die Wahrheiten sein, nicht bloß wie in einem Buche, sondern so, dass sie zu uns sprechen von allen Seiten. Nicht wie eine gedachte, sondern wie eine laute Sprache werden die Wahrheiten sein. Das bedeutet das Posaunen der Engel. Und es ist wie ein Herausgehen der Stimmung der sechsten Unterrasse, wenn uns beschrieben wird das Posaunen der Engel. Im Einzelnen werden wir das ein anderes Mal genauer verfolgen.

[ 17 ] Verfolgen Sie von da aus die ganze Entwicklung weiter, so werden Sie sehen, dass auch jene wichtigen Punkte, die im Verlaufe der Entwicklung der sechsten Unterrasse eintreten werden, in der Apokalypse berührt werden, auch der wichtigste Punkt, der damit charakterisiert werden kann, dass die Menschen in ganz anderer Weise aufgeklärt sein werden über die Natur des Guten und Bösen. Da die Wahrheiten offenbar daliegen werden, werden geradezu der Charakter des Guten und der Charakter des Bösen vor den Menschen offenbar sein. Sie werden lernen, zu lesen in dem Kontobuche ihres Karma. Das ist der wichtige Zeitpunkt, der für die Menschen der sechsten Kulturepoche eintreten wird, wo das Karmagesetz den Menschen in Fleisch und Blut übergehen und das Bewusstwerden der Gerechtigkeit eintreten wird. So leben dann diejenigen herüber, die ein solches Bewusstsein aufnehmen, um die nächste Wurzelrasse fortzusetzen.

[ 17 ] Verfolgen Sie von da aus die ganze Entwicklung weiter, so werden Sie sehen, dass auch jene wichtigen Punkte, die im Verlaufe der Entwicklung der sechsten Unterrasse eintreten werden, in der Apokalypse berührt werden, auch der wichtigste Punkt, der damit charakterisiert werden kann, dass die Menschen in ganz anderer Weise aufgeklärt sein werden über die Natur des Guten und Bösen. Da die Wahrheiten offenbar daliegen werden, werden geradezu der Charakter des Guten und der Charakter des Bösen vor den Menschen offenbar sein. Sie werden lernen, zu lesen in dem Kontobuche ihres Karma. Das ist der wichtige Zeitpunkt, der für die Menschen der sechsten Kulturepoche eintreten wird, wo das Karmagesetz den Menschen in Fleisch und Blut übergehen und das Bewusstwerden der Gerechtigkeit eintreten wird. So leben dann diejenigen herüber, die ein solches Bewusstsein aufnehmen, um die nächste Wurzelrasse fortzusetzen.

[ 18 ] In dieser nächsten Wurzelrasse tritt dann ein großes, bedeutsames Ereignis ein. Es ist schon vorbereitet durch die Erkenntnis des Guten und Bösen, und in höherem Grade wird es vorbereitet werden während der sechsten Unterrasse; denn da tritt noch etwas ganz anderes ein, und das müssen wir verstehen, wenn wir die Apokalypse verstehen wollen. Wir erinnern uns, dass die Art und Weise, wie die gegenwärtige Menschheit lebt, nicht eine absolute ist, dass sie einmal entstanden ist, dass sie in der Mitte der lemurischen Rasse geschlechtlich geworden ist. Erst in der Mitte der lemurischen Zeit hat diese Art von Fortpflanzung in der Menschheit und auch diese Art des Zusammenlebens angefangen, wie es in der Menschheit jetzt ist. Was wir jetzt Geburt und Tod nennen, ist damals erst in die Menschheit hineingekommen. Vorher war die Art und Weise, wie das Leben sich ausgelebt hat, ein ganz anderes. Mit Geburt und Tod ist jenes individuelle Karma hineingekommen sowie auch die Reinkarnation oder Wiederverkörperung. Alles, was wir jetzt beschreiben und erkennen als Wiederverkörperung und Karma und als Verlauf des einzelnen Menschenlebens zwischen Geburt und Tod, das hat seinen Anfang erst in der Mitte der lemurischen Zeit genommen. Damals haben die Menschen erst die Form angenommen, in der sie sich gegenwärtig verkörpern. Vorher hatten sie andere Formen. Diese Form, die einmal ihren Anfang genommen hat, dieses Durchgehen durch Geburt und Tod und dieses Sich-immer-wieder-Verkörpern, das wird alles auch ein Ende nehmen. So wie es in der Mitte der lemurischen Zeit seinen Anfang genommen hat, so wird es ein Ende nehmen in der Mitte der sechsten Wurzelrasse. Da wird bei einem Teile der Menschheit, der dann schon die entsprechende Entwicklungsstufe erlangt haben wird, bei denen, die in der Apokalypse die Erstlinge der Menschheit genannt werden, der Zustand wieder eintreten, der auf einer niederen Stufe vor der lemurischen Zeit da war. Da war der Mensch noch ungeschlechtlich und noch nicht verstrickt in Geburt und Tod. Das wird wiederkommen, nachdem der Mensch seine Lehrzeit durch die Reinkarnationen durchgemacht haben wird. Für ihn wird der Zeitpunkt eintreten, wo er auf höherer Stufe wiederum jene von der physischen, unmittelbar jetzigen physischen Form befreite Geistigkeit haben wird, die er vorher auf niedrigerer Stufe hatte.

[ 18 ] In dieser nächsten Wurzelrasse tritt dann ein großes, bedeutsames Ereignis ein. Es ist schon vorbereitet durch die Erkenntnis des Guten und Bösen, und in höherem Grade wird es vorbereitet werden während der sechsten Unterrasse; denn da tritt noch etwas ganz anderes ein, und das müssen wir verstehen, wenn wir die Apokalypse verstehen wollen. Wir erinnern uns, dass die Art und Weise, wie die gegenwärtige Menschheit lebt, nicht eine absolute ist, dass sie einmal entstanden ist, dass sie in der Mitte der lemurischen Rasse geschlechtlich geworden ist. Erst in der Mitte der lemurischen Zeit hat diese Art von Fortpflanzung in der Menschheit und auch diese Art des Zusammenlebens angefangen, wie es in der Menschheit jetzt ist. Was wir jetzt Geburt und Tod nennen, ist damals erst in die Menschheit hineingekommen. Vorher war die Art und Weise, wie das Leben sich ausgelebt hat, ein ganz anderes. Mit Geburt und Tod ist jenes individuelle Karma hineingekommen sowie auch die Reinkarnation oder Wiederverkörperung. Alles, was wir jetzt beschreiben und erkennen als Wiederverkörperung und Karma und als Verlauf des einzelnen Menschenlebens zwischen Geburt und Tod, das hat seinen Anfang erst in der Mitte der lemurischen Zeit genommen. Damals haben die Menschen erst die Form angenommen, in der sie sich gegenwärtig verkörpern. Vorher hatten sie andere Formen. Diese Form, die einmal ihren Anfang genommen hat, dieses Durchgehen durch Geburt und Tod und dieses Sich-immer-wieder-Verkörpern, das wird alles auch ein Ende nehmen. So wie es in der Mitte der lemurischen Zeit seinen Anfang genommen hat, so wird es ein Ende nehmen in der Mitte der sechsten Wurzelrasse. Da wird bei einem Teile der Menschheit, der dann schon die entsprechende Entwicklungsstufe erlangt haben wird, bei denen, die in der Apokalypse die Erstlinge der Menschheit genannt werden, der Zustand wieder eintreten, der auf einer niederen Stufe vor der lemurischen Zeit da war. Da war der Mensch noch ungeschlechtlich und noch nicht verstrickt in Geburt und Tod. Das wird wiederkommen, nachdem der Mensch seine Lehrzeit durch die Reinkarnationen durchgemacht haben wird. Für ihn wird der Zeitpunkt eintreten, wo er auf höherer Stufe wiederum jene von der physischen, unmittelbar jetzigen physischen Form befreite Geistigkeit haben wird, die er vorher auf niedrigerer Stufe hatte.

[ 19 ] Nun nennt man — das müssen Sie klar erfassen - in der christlichen Esoterik diejenigen Wesenheiten, welche weben und wirken in der Evolution der Welt, in dem Gestalten der Welt auf den verschiedensten Gebieten, Engel. Diese Wesenheiten sind höher als die gegenwärtigen menschlichen Wesenheiten. Der Mensch wirkt auf der Erde, aber den Menschen selbst haben höhere Wesenheiten gewirkt. Dasjenige, was in der Weltentwicklung von höheren Wesenheiten geleistet werden muss, was also höherer Art ist, das nimmt die christliche Esoterik an als bewirkt von Wesen, die sie Engel nennt. In der theosophischen Lehre sprechen wir von der dhyanischen Natur, die in ihrer Kraft und Weisheit über der menschlichen Entwicklung liegt. Nun nennt die christliche Esoterik diejenigen Bildner, die nicht auf unserer Bewusstseins- und Wirkensebene liegen, die höhere Wesenheiten sind, Engel, und denjenigen Engel, welcher damals in der lemurischen Zeit, in der Mitte derselben, die Menschenform bildete, den spricht sie an als den Erzengel Michael. Michael ist der Bildner der menschlichen Form, wie sie Geburt und Tod unterliegt, wie sie der Geschlechtlichkeit unterliegt. Dadurch, dass der Mensch eingetreten ist in Geburt und Tod und der Engel der Form, Michael, ihm eben diese Gestalt gegeben hat, dadurch ist - wie in der Welt überhaupt Polarität gegeben ist - auf der anderen Seite der Widersacher des Michael aufgetreten, der immer im Verlaufe der Evolution wirkt und der in der christlichen Esoterik der Drache oder die Schlange genannt wird. Wenn man also die menschliche Evolution seit der Mitte der lemurischen Zeit auffasst als Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen, so muss in der Mitte der sechsten Wurzelrasse dieser Kampf wieder in ein anderes Stadium treten. Das Reinste muss in der menschlichen Gestalt erreicht sein, der Mensch muss bei seinem Ziele in Bezug auf die menschliche Gestalt angelangt sein. Alles, was hemmend war, muss überwunden sein. Diesen Kampf, der sich in der Mitte der sechsten Wurzelrasse abspielt, finden Sie geschildert im zwölften Kapitel der Apokalypse.

[ 19 ] Nun nennt man — das müssen Sie klar erfassen - in der christlichen Esoterik diejenigen Wesenheiten, welche weben und wirken in der Evolution der Welt, in dem Gestalten der Welt auf den verschiedensten Gebieten, Engel. Diese Wesenheiten sind höher als die gegenwärtigen menschlichen Wesenheiten. Der Mensch wirkt auf der Erde, aber den Menschen selbst haben höhere Wesenheiten gewirkt. Dasjenige, was in der Weltentwicklung von höheren Wesenheiten geleistet werden muss, was also höherer Art ist, das nimmt die christliche Esoterik an als bewirkt von Wesen, die sie Engel nennt. In der theosophischen Lehre sprechen wir von der dhyanischen Natur, die in ihrer Kraft und Weisheit über der menschlichen Entwicklung liegt. Nun nennt die christliche Esoterik diejenigen Bildner, die nicht auf unserer Bewusstseins- und Wirkensebene liegen, die höhere Wesenheiten sind, Engel, und denjenigen Engel, welcher damals in der lemurischen Zeit, in der Mitte derselben, die Menschenform bildete, den spricht sie an als den Erzengel Michael. Michael ist der Bildner der menschlichen Form, wie sie Geburt und Tod unterliegt, wie sie der Geschlechtlichkeit unterliegt. Dadurch, dass der Mensch eingetreten ist in Geburt und Tod und der Engel der Form, Michael, ihm eben diese Gestalt gegeben hat, dadurch ist - wie in der Welt überhaupt Polarität gegeben ist - auf der anderen Seite der Widersacher des Michael aufgetreten, der immer im Verlaufe der Evolution wirkt und der in der christlichen Esoterik der Drache oder die Schlange genannt wird. Wenn man also die menschliche Evolution seit der Mitte der lemurischen Zeit auffasst als Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen, so muss in der Mitte der sechsten Wurzelrasse dieser Kampf wieder in ein anderes Stadium treten. Das Reinste muss in der menschlichen Gestalt erreicht sein, der Mensch muss bei seinem Ziele in Bezug auf die menschliche Gestalt angelangt sein. Alles, was hemmend war, muss überwunden sein. Diesen Kampf, der sich in der Mitte der sechsten Wurzelrasse abspielt, finden Sie geschildert im zwölften Kapitel der Apokalypse.

Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. [Off 12,7-9]

Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. [Off 12,7-9]

[ 20 ] Im Anfang musste das Menschenwesen einziehen in die menschliche Gestalt und musste auf sich nehmen, was die Gestalt mit sich bringt und sie überwinden in der Zeit der Entwicklung allein. Die Geschlechtlichkeit, Geburt und Tod musste der Mensch auf sich nehmen. Als Hermaphroditen, als ungeschlechtliche Wesen traten die Menschen in die Evolution ein und wurden zweigeschlechtlich, wurden Mann und Weib. Wieder wird die Ungeschlechtlichkeit auftreten müssen in der Mitte der sechsten Wurzelrasse.

[ 20 ] Im Anfang musste das Menschenwesen einziehen in die menschliche Gestalt und musste auf sich nehmen, was die Gestalt mit sich bringt und sie überwinden in der Zeit der Entwicklung allein. Die Geschlechtlichkeit, Geburt und Tod musste der Mensch auf sich nehmen. Als Hermaphroditen, als ungeschlechtliche Wesen traten die Menschen in die Evolution ein und wurden zweigeschlechtlich, wurden Mann und Weib. Wieder wird die Ungeschlechtlichkeit auftreten müssen in der Mitte der sechsten Wurzelrasse.

[ 21 ] Lesen Sie die Apokalypse entsprechend weiter, so finden Sie im vierzehnten Kapitel die ganze Sache weiter geschildert.

[ 21 ] Lesen Sie die Apokalypse entsprechend weiter, so finden Sie im vierzehnten Kapitel die ganze Sache weiter geschildert.

Und hörte eine Stimme vom Himmel wie eines großen Wassers und wie eine Stimme eines großen Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Har fenspielern, die auf ihren Harfen spielen.

Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Stuhl und vor den vier Tieren und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen, denn die hundertundvier undvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.

Diese sind es, die mit Weibern nicht befleckt sind, denn sie sind Jungfrauen und folgen dem Lamm nach, wo es hingeht. Diese sind erkauft aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm. [Off 14,24]

Und hörte eine Stimme vom Himmel wie eines großen Wassers und wie eine Stimme eines großen Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Har fenspielern, die auf ihren Harfen spielen.

Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Stuhl und vor den vier Tieren und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen, denn die hundertundvier undvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.

Diese sind es, die mit Weibern nicht befleckt sind, denn sie sind Jungfrauen und folgen dem Lamm nach, wo es hingeht. Diese sind erkauft aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm. [Off 14,24]

[ 22 ] Diese mystische Tatsache der Rückentwicklung zur Gottheit ist in dieser Stelle der Apokalypse zum Ausdruck gebracht. Nun finden Sie alles das geschildert, was notwendig damit verbunden ist: dass überwunden ist Geburt und Tod, und dass die erste neue Auferstehung gefeiert wird. Die anderen Toten aber werden nicht wieder lebendig. Im einundzwanzigsten Kapitel, Vers 4, wird gesagt:

[ 22 ] Diese mystische Tatsache der Rückentwicklung zur Gottheit ist in dieser Stelle der Apokalypse zum Ausdruck gebracht. Nun finden Sie alles das geschildert, was notwendig damit verbunden ist: dass überwunden ist Geburt und Tod, und dass die erste neue Auferstehung gefeiert wird. Die anderen Toten aber werden nicht wieder lebendig. Im einundzwanzigsten Kapitel, Vers 4, wird gesagt:

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. [Off 21,4]

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. [Off 21,4]

[ 23 ] Wenn der Mensch sich bis zu der höchsten Blüte entwickelt haben wird, dann - in diesen hohen Zuständen - kann er nicht mehr leiden. Der Mensch wird dann die höchste Stufe seiner Siebenteilung erreicht haben. Die Sonderheit, die gerade durch die Form der Materie erreicht wurde, wie sie in der Mitte der lemurischen Zeit eintrat, wird die derbste Ausgestaltung erlangt haben. Nicht mehr wird der Mensch innerhalb dieser Physis eingeschlossen sein, die sich nur durch die Tore der Sinne Kenntnis verschaffen kann von der Umwelt. Andere, neue Sinne wird er haben. Das finden Sie in der Apokalypse dargestellt dadurch, dass es nicht mehr nötig ist, dass Sonne und Mond scheinen, weil eine andere Art der Wahrnehmung für die Menschen eintreten wird. Dann wird weiter gesagt, dass für die Menschen eine neue Stadt auf die Erde kommen wird.

[ 23 ] Wenn der Mensch sich bis zu der höchsten Blüte entwickelt haben wird, dann - in diesen hohen Zuständen - kann er nicht mehr leiden. Der Mensch wird dann die höchste Stufe seiner Siebenteilung erreicht haben. Die Sonderheit, die gerade durch die Form der Materie erreicht wurde, wie sie in der Mitte der lemurischen Zeit eintrat, wird die derbste Ausgestaltung erlangt haben. Nicht mehr wird der Mensch innerhalb dieser Physis eingeschlossen sein, die sich nur durch die Tore der Sinne Kenntnis verschaffen kann von der Umwelt. Andere, neue Sinne wird er haben. Das finden Sie in der Apokalypse dargestellt dadurch, dass es nicht mehr nötig ist, dass Sonne und Mond scheinen, weil eine andere Art der Wahrnehmung für die Menschen eintreten wird. Dann wird weiter gesagt, dass für die Menschen eine neue Stadt auf die Erde kommen wird.

[ 24 ] Was wird da aufgefasst als neue Stadt? Die Menschen haben sich heranentwickelt in diesen ihren jetzigen Wohnstätten. Es gibt einen esoterischen Ausdruck für die jetzigen Wohnstätten der Menschen. Welches sind die gegenwärtigen Wohnstätten des Menschen? Es ist die Summe aller menschlichen Leiber, und jeder menschliche Leib ist ein Haus innerhalb dieser einen großen Menschenstadt, worin alle wohnen. Jeder Leib wird in der christlichen Esoterik als ein Haus aufgefasst, worin die Seele wohnt. Nun wird die Menschengemeinschaft in der Gestalt, in welcher sie in der Mitte der lemurischen Zeit vorhanden ist, das älteste Jerusalem genannt. Diejenige Gestalt, in der diese Menschenstadt vorhanden war zur Zeit, als das Christentum begründet wurde, wird das «mittlere, und diejenige Form, die dann in der Mitte der sechsten Wurzelrasse da sein wird, wird das «neue Jerusalem genannt.

[ 24 ] Was wird da aufgefasst als neue Stadt? Die Menschen haben sich heranentwickelt in diesen ihren jetzigen Wohnstätten. Es gibt einen esoterischen Ausdruck für die jetzigen Wohnstätten der Menschen. Welches sind die gegenwärtigen Wohnstätten des Menschen? Es ist die Summe aller menschlichen Leiber, und jeder menschliche Leib ist ein Haus innerhalb dieser einen großen Menschenstadt, worin alle wohnen. Jeder Leib wird in der christlichen Esoterik als ein Haus aufgefasst, worin die Seele wohnt. Nun wird die Menschengemeinschaft in der Gestalt, in welcher sie in der Mitte der lemurischen Zeit vorhanden ist, das älteste Jerusalem genannt. Diejenige Gestalt, in der diese Menschenstadt vorhanden war zur Zeit, als das Christentum begründet wurde, wird das «mittlere, und diejenige Form, die dann in der Mitte der sechsten Wurzelrasse da sein wird, wird das «neue Jerusalem genannt.

[ 25 ] Die Begründung dieses neuen Jerusalems schildert wieder die Apokalypse, und sie schildert sie so, dass selbst für den Ungläubigsten es klar sein muss, was da geschildert wird. Was wird uns für eine Antwort gegeben werden, wenn wir fragen: Was werden die Häuser sein? Da sagt uns der Apokalyptiker:

[ 25 ] Die Begründung dieses neuen Jerusalems schildert wieder die Apokalypse, und sie schildert sie so, dass selbst für den Ungläubigsten es klar sein muss, was da geschildert wird. Was wird uns für eine Antwort gegeben werden, wenn wir fragen: Was werden die Häuser sein? Da sagt uns der Apokalyptiker:

Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, dass er die Stadt messen sollte, und ihre Tore und Mauer.

Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Länge ist so groß als die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwölftausend Feld Wegs. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich.

Und er maß ihre Mauer hundertundvierundvierzig Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat. [Off 21,15-17]

Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Rohr, dass er die Stadt messen sollte, und ihre Tore und Mauer.

Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Länge ist so groß als die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr auf zwölftausend Feld Wegs. Die Länge und die Breite und die Höhe der Stadt sind gleich.

Und er maß ihre Mauer hundertundvierundvierzig Ellen, nach dem Maß eines Menschen, das der Engel hat. [Off 21,15-17]

[ 26 ] Die Stadt wird so befunden, dass sie das Maß des Menschen hat. Das ist das Maß, das der Mensch einst haben wird; bis zu diesem Maß wird sich der Mensch in der sechsten Wurzelrasse entwickeln.

[ 26 ] Die Stadt wird so befunden, dass sie das Maß des Menschen hat. Das ist das Maß, das der Mensch einst haben wird; bis zu diesem Maß wird sich der Mensch in der sechsten Wurzelrasse entwickeln.

[ 27 ] So, sehen Sie, ward das Evangelium das enthüllte Mysterium der alten Zeit. Die Apokalypse ist das neue Mysterium der ersten christlichen Zeit. So wie die alten Mysterien enthielten Geburt, Leiden, Sterben, Auferstehung und Himmelfahrt des Menschen, so wie dieses mystische Leiden, Sterben und Auferstehen und das In-den-HimmelFahren der Inhalt der alten Mysterien war, der im Evangelium offenbar geworden ist, so enthält die Apokalypse das neue Mysterium von der Zukunft der Menschheit in den ersten christlichen Mysterien. Die Apokalypse des Theologen Johannes ist nichts anderes als dasjenige, was gelehrt und interpretiert worden ist in den ersten christlichen Mysterien.

[ 27 ] So, sehen Sie, ward das Evangelium das enthüllte Mysterium der alten Zeit. Die Apokalypse ist das neue Mysterium der ersten christlichen Zeit. So wie die alten Mysterien enthielten Geburt, Leiden, Sterben, Auferstehung und Himmelfahrt des Menschen, so wie dieses mystische Leiden, Sterben und Auferstehen und das In-den-HimmelFahren der Inhalt der alten Mysterien war, der im Evangelium offenbar geworden ist, so enthält die Apokalypse das neue Mysterium von der Zukunft der Menschheit in den ersten christlichen Mysterien. Die Apokalypse des Theologen Johannes ist nichts anderes als dasjenige, was gelehrt und interpretiert worden ist in den ersten christlichen Mysterien.

[ 28 ] So wie Sie in den griechischen Mysterien finden würden, wenn dort in der Gestalt des leidenden, des zerstückelt werdenden und erhöht werdenden Dionysos in dem Mysterientempel die Vorfeier vom Leiden, Sterben und Auferstehen Christi gefeiert wird, dass das Mysterium gerade darin besteht, dass den Eingeweihten das Geheimnis übertragen wird, damit sie die Zeit reif dafür machen. So wird den ersten Christen, die das große Ereignis als welthistorisches erlebt haben, in den ersten christlichen Mysterien dasjenige gelehrt, was vorbereitet werden soll durch die christliche Erziehung.

[ 28 ] So wie Sie in den griechischen Mysterien finden würden, wenn dort in der Gestalt des leidenden, des zerstückelt werdenden und erhöht werdenden Dionysos in dem Mysterientempel die Vorfeier vom Leiden, Sterben und Auferstehen Christi gefeiert wird, dass das Mysterium gerade darin besteht, dass den Eingeweihten das Geheimnis übertragen wird, damit sie die Zeit reif dafür machen. So wird den ersten Christen, die das große Ereignis als welthistorisches erlebt haben, in den ersten christlichen Mysterien dasjenige gelehrt, was vorbereitet werden soll durch die christliche Erziehung.

[ 29 ] Und das bringen Sie wiederum zusammen mit der Auffassung, die die Theosophie hat von dem esoterischen Christentum. Wir wissen, dass die Beschreibung dessen, was in Palästina sich abgespielt hat «Evangelium», die «frohe Botschafv genannt wird und exoterisch ist. Daneben wurde aber auch in den christlichen Mysterien gelehrt: Nach der Auferstehung hat Christus in den ersten christlichen Mysterien jahrelang intime Schüler belehrt, und die Lehre, die da erteilt worden ist, ist in der Apokalypse enthalten. Die Interpretation war die, welche wir erst heute wieder imstande sind, durch die Theosophie zu geben. Allerdings wurde die Apokalypse in unserem theosophischen Sinn interpretiert. Nichts anderes als dies ist gemeint mit der Einleitung, die der Theologe Johannes selbst gibt. Er sagt es ganz klar, wer ihm erscheint: Es erscheint ihm derjenige, der der Erste und der Letzte, das Alpha und Omega war, derjenige, der allein so rein ist, wie der Mensch war, bevor er in das Entwicklungsleben in der Mitte der lemurischen Zeit eingetreten ist, und wie er wieder sein wird, nachdem er in der Mitte der sechsten Wurzelrasse hinausgehen wird aus der Entwicklung: Das ist Christus, der Erste vor dem Beginn von Geburt und Tod und der Letzte, nachdem Geburt und Tod abgeschlossen sein werden. Der Erste und der Letzte enthüllt auch hier im Mittelpunkte der Entwicklung das christliche Mysterium, das Geheimnis der sechsten Wurzelrasse.

[ 29 ] Und das bringen Sie wiederum zusammen mit der Auffassung, die die Theosophie hat von dem esoterischen Christentum. Wir wissen, dass die Beschreibung dessen, was in Palästina sich abgespielt hat «Evangelium», die «frohe Botschafv genannt wird und exoterisch ist. Daneben wurde aber auch in den christlichen Mysterien gelehrt: Nach der Auferstehung hat Christus in den ersten christlichen Mysterien jahrelang intime Schüler belehrt, und die Lehre, die da erteilt worden ist, ist in der Apokalypse enthalten. Die Interpretation war die, welche wir erst heute wieder imstande sind, durch die Theosophie zu geben. Allerdings wurde die Apokalypse in unserem theosophischen Sinn interpretiert. Nichts anderes als dies ist gemeint mit der Einleitung, die der Theologe Johannes selbst gibt. Er sagt es ganz klar, wer ihm erscheint: Es erscheint ihm derjenige, der der Erste und der Letzte, das Alpha und Omega war, derjenige, der allein so rein ist, wie der Mensch war, bevor er in das Entwicklungsleben in der Mitte der lemurischen Zeit eingetreten ist, und wie er wieder sein wird, nachdem er in der Mitte der sechsten Wurzelrasse hinausgehen wird aus der Entwicklung: Das ist Christus, der Erste vor dem Beginn von Geburt und Tod und der Letzte, nachdem Geburt und Tod abgeschlossen sein werden. Der Erste und der Letzte enthüllt auch hier im Mittelpunkte der Entwicklung das christliche Mysterium, das Geheimnis der sechsten Wurzelrasse.

Ich war im Geiste an des Herrn Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer Posaune. [Off 1,10]

Ich war im Geiste an des Herrn Tag und hörte hinter mir eine große Stimme wie einer Posaune. [Off 1,10]

[ 30 ] Ihm ist besonders, als einem intimen Schüler, die Gnade zuteil geworden, schon jetzt die Posaunen zu hören. In diesem Zeitpunkt der Begründung des Christentums ist dies eine Vorausnahme. Die Stimme sprach:

[ 30 ] Ihm ist besonders, als einem intimen Schüler, die Gnade zuteil geworden, schon jetzt die Posaunen zu hören. In diesem Zeitpunkt der Begründung des Christentums ist dies eine Vorausnahme. Die Stimme sprach:

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte, und was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien: gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea.

Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben goldene Leuchter.

Und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohne gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und begürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel.

Sein Haupt aber und sein Haar waren weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme.

Und seine Füße gleich wie Messing, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen. [Off 1,11-15]

Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte, und was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in Asien: gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea.

Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich wandte, sah ich sieben goldene Leuchter.

Und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen Sohne gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und begürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel.

Sein Haupt aber und sein Haar waren weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme.

Und seine Füße gleich wie Messing, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen. [Off 1,11-15]

[ 31 ] Diese Beschreibung ist diejenige, die der mystische Seher entwirft, auch von der ersten Menschwerdung, von dem ersten Herabsteigen in die Materie, wo die Materie noch nicht so weit verdichtet ist, wo die Augen noch leuchten, noch tätig sind, und nicht bloß Tore für die Außenwelt; und dann wieder, wo die feste Materie der ganzen Körperwelt überging in flüssige Materie, wo sie flüssig ist wie glühendes Metall.

[ 31 ] Diese Beschreibung ist diejenige, die der mystische Seher entwirft, auch von der ersten Menschwerdung, von dem ersten Herabsteigen in die Materie, wo die Materie noch nicht so weit verdichtet ist, wo die Augen noch leuchten, noch tätig sind, und nicht bloß Tore für die Außenwelt; und dann wieder, wo die feste Materie der ganzen Körperwelt überging in flüssige Materie, wo sie flüssig ist wie glühendes Metall.

[ 32 ] Das, sehen Sie - wir werden von den Einzelheiten noch Weiteres hören -, ist das, was in der Apokalypse, in der Art, wie man in Mysterienbüchern spricht, verkörpert ist. Und zu gleicher Zeit sehen Sie daraus das Wesen des Mysteriums, das darin besteht, dass vorher einzelnen Eingeweihten das verkündigt wird, was erst später einer Mehrheit offenbar werden soll. Es gibt keine Geheimnisse, keine geheimen Wahrheiten, die nicht zu irgendeiner Zeit offenbares Geheimnis, offenbare Wahrheit werden. Sie können erst offenbar werden, wenn die Menschen dazu reif sind. Und dass sie dazu reif werden - deshalb müssen Einzelne da sein, die die Menschheit führen. Diese werden in die Geheimnisse eingeweiht, in welche erst später andere Menschen eingeweiht werden. Nur wer das Ziel kennt, kann dazu hinführen. Nur die, welche das Ziel kannten, konnten als Propheten das Christentum weißsagen. Aus den Mysterien das Evangelium zu verkündigen, heißt weißsagen. Gleichzeitig sollte den Menschen das offenbar werden, was in ferner Zukunft Gemeingut aller werden kann.

[ 32 ] Das, sehen Sie - wir werden von den Einzelheiten noch Weiteres hören -, ist das, was in der Apokalypse, in der Art, wie man in Mysterienbüchern spricht, verkörpert ist. Und zu gleicher Zeit sehen Sie daraus das Wesen des Mysteriums, das darin besteht, dass vorher einzelnen Eingeweihten das verkündigt wird, was erst später einer Mehrheit offenbar werden soll. Es gibt keine Geheimnisse, keine geheimen Wahrheiten, die nicht zu irgendeiner Zeit offenbares Geheimnis, offenbare Wahrheit werden. Sie können erst offenbar werden, wenn die Menschen dazu reif sind. Und dass sie dazu reif werden - deshalb müssen Einzelne da sein, die die Menschheit führen. Diese werden in die Geheimnisse eingeweiht, in welche erst später andere Menschen eingeweiht werden. Nur wer das Ziel kennt, kann dazu hinführen. Nur die, welche das Ziel kannten, konnten als Propheten das Christentum weißsagen. Aus den Mysterien das Evangelium zu verkündigen, heißt weißsagen. Gleichzeitig sollte den Menschen das offenbar werden, was in ferner Zukunft Gemeingut aller werden kann.

[ 33 ] Dies ist der Gang der geistigen Weltgeschichte, dies ist die Evolution in der Weltgeschichte, eingehüllt durch Umstände, von denen wir heute nicht mehr sprechen können. Eingehüllt waren die großen Entwicklungsgesetze der Menschheit zuerst. Ausgewickelt, evolviert werden sie im Laufe der Zeit. Geheimnis um Geheimnis wird enthüllt. Was nur von Eingeweihten gekannt und gehütet worden war, wird im Laufe der Zeit offenbar, wird enthüllt werden. Dasjenige, was zuerst versiegelt war, wird entsiegelt; das, was die Augen gelesen haben, das klingt später dem geöffneten geistigen Ohr entgegen wie eine Offenbarung von außen, von der äußeren Welt, wie durch eine Posaune.

[ 33 ] Dies ist der Gang der geistigen Weltgeschichte, dies ist die Evolution in der Weltgeschichte, eingehüllt durch Umstände, von denen wir heute nicht mehr sprechen können. Eingehüllt waren die großen Entwicklungsgesetze der Menschheit zuerst. Ausgewickelt, evolviert werden sie im Laufe der Zeit. Geheimnis um Geheimnis wird enthüllt. Was nur von Eingeweihten gekannt und gehütet worden war, wird im Laufe der Zeit offenbar, wird enthüllt werden. Dasjenige, was zuerst versiegelt war, wird entsiegelt; das, was die Augen gelesen haben, das klingt später dem geöffneten geistigen Ohr entgegen wie eine Offenbarung von außen, von der äußeren Welt, wie durch eine Posaune.

Aus der Fragenbeantwortung

Aus der Fragenbeantwortung

[Herr Schouten stellt einige Fragen über die vierte Dimension]

[Herr Schouten stellt einige Fragen über die vierte Dimension]

[ 34 ] Ich habe vor, über die vierte Dimension einen Vortrag zu halten und möchte dann in Anknüpfung an die Ausführungen des Herrn Schouten auch hier versuchen, eine Anschauung dieser vierten Dimension herbeizuführen. Es wird dann besser sein, wenn ich anknüpfend an das unmittelbare Experiment über die vierte Dimension spreche.

[ 34 ] Ich habe vor, über die vierte Dimension einen Vortrag zu halten und möchte dann in Anknüpfung an die Ausführungen des Herrn Schouten auch hier versuchen, eine Anschauung dieser vierten Dimension herbeizuführen. Es wird dann besser sein, wenn ich anknüpfend an das unmittelbare Experiment über die vierte Dimension spreche.

Ist der Theologe Johannes derselbe wie der Verfasser des Johannesevangeliums?

Ist der Theologe Johannes derselbe wie der Verfasser des Johannesevangeliums?

[ 35 ] Der Schreiber des Johannes-Evangeliums ist der intimste Schüler Jesu. Dadurch war er auch imstande, die tiefste Gestalt der Lehre zu geben. Heute ist sie für die meisten Menschen nicht zu verstehen. So heißt es im neunzehnten Kapitel:

[ 35 ] Der Schreiber des Johannes-Evangeliums ist der intimste Schüler Jesu. Dadurch war er auch imstande, die tiefste Gestalt der Lehre zu geben. Heute ist sie für die meisten Menschen nicht zu verstehen. So heißt es im neunzehnten Kapitel:

Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, Kleophas Weib und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn. [Joh 19,25-26]

Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester Maria, Kleophas Weib und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabei stehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn. [Joh 19,25-26]

[ 36 ] Einen Jünger lieb haben heißt, ein Einweiher sein. Danach spricht er zu dem Jünger:

[ 36 ] Einen Jünger lieb haben heißt, ein Einweiher sein. Danach spricht er zu dem Jünger:

Siehe, das ist deine Mutter und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Joh 19,27]

Siehe, das ist deine Mutter und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. Joh 19,27]

[ 37 ] Das ist eine bedeutungsvolle Stelle. Sie erfahren da, dass die Mutter nicht Maria geheißen haben kann. Johannes bezeichnet die Mutter Jesu niemals als Maria. Dazu eine andere Stelle aus dem zweiten Kapitel.

[ 37 ] Das ist eine bedeutungsvolle Stelle. Sie erfahren da, dass die Mutter nicht Maria geheißen haben kann. Johannes bezeichnet die Mutter Jesu niemals als Maria. Dazu eine andere Stelle aus dem zweiten Kapitel.

Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesu spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. [Joh 2,3-4]

Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesu spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. [Joh 2,3-4]

[ 38 ] Ich möchte nur kurz bemerken, dass damit gesagt ist, dass die Mutter Jesu etwas ganz Besonderes hier andeutet. Sie ist diejenige spirituelle Substanz, aus der heraus er sein Werk schafft. Das alte Judentum, das zum Christentum werden soll, bezeichnet Jesus, als er Christ geworden war, als seine Mutter. Diese Mission seines Volkes ruft ihn, ruft ihn zuerst, als er das alte Wasser zu Wein verwandeln soll. Dann sagt er: Weib, meine Stunde ist noch nicht gekommen. Dem Sohne des jüdischen Volkes ist das jüdische Volk übergeben worden mit den Worten: Siehe, das ist deine Mutter. Dieser Johannes ist es dann auch, der das Evangelium und die Apokalypse geschrieben hat.

[ 38 ] Ich möchte nur kurz bemerken, dass damit gesagt ist, dass die Mutter Jesu etwas ganz Besonderes hier andeutet. Sie ist diejenige spirituelle Substanz, aus der heraus er sein Werk schafft. Das alte Judentum, das zum Christentum werden soll, bezeichnet Jesus, als er Christ geworden war, als seine Mutter. Diese Mission seines Volkes ruft ihn, ruft ihn zuerst, als er das alte Wasser zu Wein verwandeln soll. Dann sagt er: Weib, meine Stunde ist noch nicht gekommen. Dem Sohne des jüdischen Volkes ist das jüdische Volk übergeben worden mit den Worten: Siehe, das ist deine Mutter. Dieser Johannes ist es dann auch, der das Evangelium und die Apokalypse geschrieben hat.

Kann durch der Menschen brüderliches Zusammenwirken nicht tatsächlich die lange Zeit der Entwicklung verkürzt werden?

Kann durch der Menschen brüderliches Zusammenwirken nicht tatsächlich die lange Zeit der Entwicklung verkürzt werden?

[ 39 ] Durch das brüderliche Zusammenwirken der Menschen kann tatsächlich die lange Zeit der Entwicklung verkürzt werden. Die Jahre sind auf den höheren Planen nicht gleich lang. Nur für den physischen Plan sind die Jahre gleich lang. Denken Sie sich einmal, ob Sie überhaupt noch ein Maß für die Zeit haben, wenn Sie keine physischen Ereignisse mehr haben. Oder denken Sie sich, die Sonne würde sich rascher bewegen, dann würden die Jahre kürzer werden.

[ 39 ] Durch das brüderliche Zusammenwirken der Menschen kann tatsächlich die lange Zeit der Entwicklung verkürzt werden. Die Jahre sind auf den höheren Planen nicht gleich lang. Nur für den physischen Plan sind die Jahre gleich lang. Denken Sie sich einmal, ob Sie überhaupt noch ein Maß für die Zeit haben, wenn Sie keine physischen Ereignisse mehr haben. Oder denken Sie sich, die Sonne würde sich rascher bewegen, dann würden die Jahre kürzer werden.

Ist die Theosophische Gesellschaft auch auf Entwicklung begründet?

Ist die Theosophische Gesellschaft auch auf Entwicklung begründet?

[ 40 ] Die Theosophische Gesellschaft ist mit ihrem Ziel auf dem Entwicklungsstandpunkt gegründet.

[ 40 ] Die Theosophische Gesellschaft ist mit ihrem Ziel auf dem Entwicklungsstandpunkt gegründet.

Was bedeuten die Worte: Was in Kürze geschehen wird?

Was bedeuten die Worte: Was in Kürze geschehen wird?

[ 41 ] Das ist eine Stelle, die besagt soviel als das, was Ihr in Kürze erreichen werdet.

[ 41 ] Das ist eine Stelle, die besagt soviel als das, was Ihr in Kürze erreichen werdet.

Was versteht man unter der ‹Gemeinschaft der Heiligen›?

Was versteht man unter der ‹Gemeinschaft der Heiligen›?

[ 42 ] Die ‹Gemeinschaft der Heiligen› ist die große Bruderloge der Meister, der Adepten. Es ist leicht für diejenigen, welche von Ihnen nichts wissen, spöttische Bemerkungen zu machen, was ja auch hinlänglich geschehen ist. Die höheren Individualitäten sind in Bruderlogen zusammengeschlossen. Diese sind die Vorausnahme dessen, was die ganze Menschheit in der Mitte der sechsten Wurzelrasse erreichen wird. Und dieses Prinzip der Verbrüderung ist es, was in der sechsten Wurzelrasse erreicht werden soll. Und was nur erreicht werden kann durch das Herausgehen des Geistigen aus dem Physisch-Materiellen. Diese Gemeinschaft der Heiligen ist dasjenige, was als die nächste Entwicklungsetappe hingestellt wird. Die geistige Evolution hat zwei Stufen: Das Seligwerden und das Heiligwerden. Selig ist von Seele abgeleitet. Die acht Seligkeiten sind eine Anleitung, selig zu werden in sich selbst. Um die Seligkeit aber außer sich zu finden, muss man heilig werden. Die Heiligen leben in absoluter Gemeinschaft.

[ 42 ] Die ‹Gemeinschaft der Heiligen› ist die große Bruderloge der Meister, der Adepten. Es ist leicht für diejenigen, welche von Ihnen nichts wissen, spöttische Bemerkungen zu machen, was ja auch hinlänglich geschehen ist. Die höheren Individualitäten sind in Bruderlogen zusammengeschlossen. Diese sind die Vorausnahme dessen, was die ganze Menschheit in der Mitte der sechsten Wurzelrasse erreichen wird. Und dieses Prinzip der Verbrüderung ist es, was in der sechsten Wurzelrasse erreicht werden soll. Und was nur erreicht werden kann durch das Herausgehen des Geistigen aus dem Physisch-Materiellen. Diese Gemeinschaft der Heiligen ist dasjenige, was als die nächste Entwicklungsetappe hingestellt wird. Die geistige Evolution hat zwei Stufen: Das Seligwerden und das Heiligwerden. Selig ist von Seele abgeleitet. Die acht Seligkeiten sind eine Anleitung, selig zu werden in sich selbst. Um die Seligkeit aber außer sich zu finden, muss man heilig werden. Die Heiligen leben in absoluter Gemeinschaft.