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Self-Knowledge and God-Knowledge II
GA 90b

26 June 1905, Berlin

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II, 1st ed.
  1. Self-Knowledge and God-Knowledge II, tr. SOL

12. Über das Johannes-Evangelium

12. Über das Johannes-Evangelium

[ 1 ] Da es heute das letzte Mal ist, dass wir uns vor den Ferien sehen, so möchte ich heute gerne kurz einen Gegenstand besprechen, welcher wahrhaftig richtig geeignet ist, dem Menschen Nahrung für die Ferienzeit zu geben. Worauf wir heute einige Blicke werfen wollen, das soll der Geist des Johannes-Evangeliums sein. Dieses Evangelium wird heute von den gelehrten Theologen als dasjenige angesehen, das für die religiöse Bildung des Menschen die geringste Bedeutung haben soll.

[ 1 ] Da es heute das letzte Mal ist, dass wir uns vor den Ferien sehen, so möchte ich heute gerne kurz einen Gegenstand besprechen, welcher wahrhaftig richtig geeignet ist, dem Menschen Nahrung für die Ferienzeit zu geben. Worauf wir heute einige Blicke werfen wollen, das soll der Geist des Johannes-Evangeliums sein. Dieses Evangelium wird heute von den gelehrten Theologen als dasjenige angesehen, das für die religiöse Bildung des Menschen die geringste Bedeutung haben soll.

[ 2 ] Man nennt die drei ersten Evangelien die drei synoptischen Evangelien und man ist der Anschauung, dass diese drei Evangelisten bis zu einem gewissen Grade treu über das berichten, was sich zwischen den Jahren 3 und 33 in Palästina abgespielt habe. Dagegen sind die heutigen Theologen der Meinung, dass das Johannes-Evangelium eine Art Dichtung sei und nicht eigentlich Tatsachen bringe. Sie stellen es in die Ecke und betrachten es als eine Art von inbrünstigem Bekenntnis seines Verfassers, aber sie wollen sich nicht danach richten.

[ 2 ] Man nennt die drei ersten Evangelien die drei synoptischen Evangelien und man ist der Anschauung, dass diese drei Evangelisten bis zu einem gewissen Grade treu über das berichten, was sich zwischen den Jahren 3 und 33 in Palästina abgespielt habe. Dagegen sind die heutigen Theologen der Meinung, dass das Johannes-Evangelium eine Art Dichtung sei und nicht eigentlich Tatsachen bringe. Sie stellen es in die Ecke und betrachten es als eine Art von inbrünstigem Bekenntnis seines Verfassers, aber sie wollen sich nicht danach richten.

[ 3 ] Wir wollen nun versuchen, ein wenig in die Bedeutung und die Kraft dieses Johannes-Evangeliums einzudringen. Für den, dem es die Hauptsache ist, in den Geist des Christentums und in die Aufgaben unserer nächsten Zukunft einzudringen, für den ist das JohannesEvangelium das wichtigste, und nur einem Missverständnis unserer Zeit ist es zuzuschreiben, dass das Johannes-Evangelium heute in die Ecke gestellt wird. Die Mystiker wussten, dass das Johannes-Evangelium ein Buch des Lebens ist. Schon einmal habe ich etwas Ähnliches erwähnt. Wer das Johannes-Evangelium vom dreizehnten Kapitel an liest, der liest nicht nur ein Buch, der lässt nicht nur die Kunde von gewissen Tatsachen in sich einfließen, sondern ein jeder Satz ist eine Quelle von okkulten Kräften. Und wenn wir dieses Evangelium von dort ab lesen, dann erzeugen wir in uns selbst spirituelle Kräfte, dann werden wir andere Menschen. Nicht darauf kommt es an, dass wir die Sätze auswendig können, sondern dass wir ihren Sinn erleben, dass wir eins damit werden. Der Okkultist sagt: Ein jeder Satz vom dreizehnten Kapitel ab ist so für dich geschrieben, dass er zunächst ein inneres menschliches Erlebnis bedeutet. Es geht in uns etwas vor, wenn wir uns ganz darin vertiefen und den Zaubersinn der Worte auf uns wirken lassen. Es leuchten Dinge in uns auf, die wir vorher nicht gekannt haben, und dadurch begreifen wir unsere Aufgabe für die nächste Zukunft.

[ 3 ] Wir wollen nun versuchen, ein wenig in die Bedeutung und die Kraft dieses Johannes-Evangeliums einzudringen. Für den, dem es die Hauptsache ist, in den Geist des Christentums und in die Aufgaben unserer nächsten Zukunft einzudringen, für den ist das JohannesEvangelium das wichtigste, und nur einem Missverständnis unserer Zeit ist es zuzuschreiben, dass das Johannes-Evangelium heute in die Ecke gestellt wird. Die Mystiker wussten, dass das Johannes-Evangelium ein Buch des Lebens ist. Schon einmal habe ich etwas Ähnliches erwähnt. Wer das Johannes-Evangelium vom dreizehnten Kapitel an liest, der liest nicht nur ein Buch, der lässt nicht nur die Kunde von gewissen Tatsachen in sich einfließen, sondern ein jeder Satz ist eine Quelle von okkulten Kräften. Und wenn wir dieses Evangelium von dort ab lesen, dann erzeugen wir in uns selbst spirituelle Kräfte, dann werden wir andere Menschen. Nicht darauf kommt es an, dass wir die Sätze auswendig können, sondern dass wir ihren Sinn erleben, dass wir eins damit werden. Der Okkultist sagt: Ein jeder Satz vom dreizehnten Kapitel ab ist so für dich geschrieben, dass er zunächst ein inneres menschliches Erlebnis bedeutet. Es geht in uns etwas vor, wenn wir uns ganz darin vertiefen und den Zaubersinn der Worte auf uns wirken lassen. Es leuchten Dinge in uns auf, die wir vorher nicht gekannt haben, und dadurch begreifen wir unsere Aufgabe für die nächste Zukunft.

[ 4 ] Schon in unseren letzten Stunden habe ich gesagt, dass wir vor einer bedeutungsvollen Aufgabe stehen, dass wir unserer Aufgabe nur dann gewachsen sein können, wenn wir sie im Geistigen erfassen, wenn wir überhaupt den Geist unserer Zeit in uns aufgenommen haben, und dieser Geist ist überhaupt der Geist des wahren, echten Christentums.

[ 4 ] Schon in unseren letzten Stunden habe ich gesagt, dass wir vor einer bedeutungsvollen Aufgabe stehen, dass wir unserer Aufgabe nur dann gewachsen sein können, wenn wir sie im Geistigen erfassen, wenn wir überhaupt den Geist unserer Zeit in uns aufgenommen haben, und dieser Geist ist überhaupt der Geist des wahren, echten Christentums.

[ 5 ] Worauf ist denn die Kultur in den letzten Jahrzehnten hingesteuert? Auf den äußeren Besitz, auf eine solche Einrichtung der äußeren, materiellen Welt, dass diese äußere Welt möglichst behaglich ist, möglichst die äußeren, sinnlichen Bedürfnisse befriedigt. Auch die höchsten geistigen Fortschritte haben nur dazu gedient, das Sinnenleben behaglich zu machen. Ebenso haben alle unsere Erfindungen, alle unsere Fortschritte in der Technik, die Anstrengungen unserer größten Denker und so weiter uns nur Mittel geliefert, um dasjenige zu befriedigen, was die Bedürfnisse unserer Sinne sind. Das Tier geht auf die Weide und nährt sich, und der Mensch hat in den letzten Jahrhunderten seine Vernunft angestrengt, um schließlich auch nur dieselben Bedürfnisse zu befriedigen. Versenken wir uns einmal ganz da hinein: Welche Geisteskraft gehört dazu, um die Eisenbahn, das Telefon, die Dampfmaschine und so weiter zu erfinden; und wir verwenden sie, um unsere Nahrungsbedürfnisse zu befriedigen. [Wir sprechen durch das Telefon, wir fahren mit der Eisenbahn nach den fernsten Gegenden der Erde. Und wozu? Weshalb telefonieren wir und weshalb fahren wir mit der Eisenbahn? Wir telefonieren, um irgendeine Menge Getreide zu bekommen, wir fahren mit der Eisenbahn, um Dinge, die rein sinnlichen Bedürfnissen dienen, zu erhalten.] Letzten Endes gebrauchen wir die Mittel unserer Kultur, damit die Menschen ihre rein sinnlich-materiellen Bedürfnisse stillen können. Es ist so, als wenn in raffiniertester Weise das Tierreich in uns seine sinnlichen Bedürfnisse befriedigen will.

[ 5 ] Worauf ist denn die Kultur in den letzten Jahrzehnten hingesteuert? Auf den äußeren Besitz, auf eine solche Einrichtung der äußeren, materiellen Welt, dass diese äußere Welt möglichst behaglich ist, möglichst die äußeren, sinnlichen Bedürfnisse befriedigt. Auch die höchsten geistigen Fortschritte haben nur dazu gedient, das Sinnenleben behaglich zu machen. Ebenso haben alle unsere Erfindungen, alle unsere Fortschritte in der Technik, die Anstrengungen unserer größten Denker und so weiter uns nur Mittel geliefert, um dasjenige zu befriedigen, was die Bedürfnisse unserer Sinne sind. Das Tier geht auf die Weide und nährt sich, und der Mensch hat in den letzten Jahrhunderten seine Vernunft angestrengt, um schließlich auch nur dieselben Bedürfnisse zu befriedigen. Versenken wir uns einmal ganz da hinein: Welche Geisteskraft gehört dazu, um die Eisenbahn, das Telefon, die Dampfmaschine und so weiter zu erfinden; und wir verwenden sie, um unsere Nahrungsbedürfnisse zu befriedigen. [Wir sprechen durch das Telefon, wir fahren mit der Eisenbahn nach den fernsten Gegenden der Erde. Und wozu? Weshalb telefonieren wir und weshalb fahren wir mit der Eisenbahn? Wir telefonieren, um irgendeine Menge Getreide zu bekommen, wir fahren mit der Eisenbahn, um Dinge, die rein sinnlichen Bedürfnissen dienen, zu erhalten.] Letzten Endes gebrauchen wir die Mittel unserer Kultur, damit die Menschen ihre rein sinnlich-materiellen Bedürfnisse stillen können. Es ist so, als wenn in raffiniertester Weise das Tierreich in uns seine sinnlichen Bedürfnisse befriedigen will.

[ 6 ] In urfernen Zeiten der Vergangenheit war das anders. Da verschafften sich jene primitiven Menschen in der allereinfachsten Weise das Nötige für ihr materielles Dasein, während dagegen aber die spirituellen Bedürfnisse des Menschen im Vordergrund standen. Das alles ist, was das materielle Leben betrifft, heute raffinierter geworden. Eingesponnen hat sich der Mensch in ein Netz des Verstandes und der Vernunft, um nur dem äußeren Leben Genüge zu verschaffen. Aber in jener Zeit, zu der wir den Blick zurückwenden, stand eine hohe spirituelle Bewegung im Mittelpunkt des Lebens. Die Menschen waren einfach, aber es zeigt sich uns eine hohe geistige Kultur. Innerhalb jener Volksmassen gab es Stätten, in denen hochentwickelte spirituelle Wesenheiten sich in den Besitz hoher geistiger Kräfte setzten, mit denen sie eine geistige Kultur bewirkten. Ein Strom spirituellen Lebens ging von diesen Mysterienstätten aus. [In einfachen Fabeln und Märchen erzählten die Mysterienpriester der großen Menge von ihren Weisheiten.] Märchen erzählte der alte Druidenpriester, die uns sehr elementar vorkommen können, die aber aus tiefster, spiritueller Einsicht hervorgegangen sind. [Aber sie sind nicht, wie unsere phantastischen Gelehrten glauben, von dem kindlichen Geist der Volksphantasie geschaffen, sondern sie sind hervorgegangen aus tiefer spiritueller Erkenntnis.] Die Kobolde, Undinen, Nixen, die heute für Aberglauben und Phantasie gehalten werden, entstammten dem lebendigen Verkehr mit den höchsten geistigen Wesenheiten, die andere Plane bewohnten. Denn wir sind von geistigen Welten umgeben. Die astrale Welt ist aber überall, sie ist ebenso [belebt und ebenso] farbig und tönend wie unsere [physische] Welt, [nein, sie ist sogar viel tönender und viel farbiger].

[ 6 ] In urfernen Zeiten der Vergangenheit war das anders. Da verschafften sich jene primitiven Menschen in der allereinfachsten Weise das Nötige für ihr materielles Dasein, während dagegen aber die spirituellen Bedürfnisse des Menschen im Vordergrund standen. Das alles ist, was das materielle Leben betrifft, heute raffinierter geworden. Eingesponnen hat sich der Mensch in ein Netz des Verstandes und der Vernunft, um nur dem äußeren Leben Genüge zu verschaffen. Aber in jener Zeit, zu der wir den Blick zurückwenden, stand eine hohe spirituelle Bewegung im Mittelpunkt des Lebens. Die Menschen waren einfach, aber es zeigt sich uns eine hohe geistige Kultur. Innerhalb jener Volksmassen gab es Stätten, in denen hochentwickelte spirituelle Wesenheiten sich in den Besitz hoher geistiger Kräfte setzten, mit denen sie eine geistige Kultur bewirkten. Ein Strom spirituellen Lebens ging von diesen Mysterienstätten aus. [In einfachen Fabeln und Märchen erzählten die Mysterienpriester der großen Menge von ihren Weisheiten.] Märchen erzählte der alte Druidenpriester, die uns sehr elementar vorkommen können, die aber aus tiefster, spiritueller Einsicht hervorgegangen sind. [Aber sie sind nicht, wie unsere phantastischen Gelehrten glauben, von dem kindlichen Geist der Volksphantasie geschaffen, sondern sie sind hervorgegangen aus tiefer spiritueller Erkenntnis.] Die Kobolde, Undinen, Nixen, die heute für Aberglauben und Phantasie gehalten werden, entstammten dem lebendigen Verkehr mit den höchsten geistigen Wesenheiten, die andere Plane bewohnten. Denn wir sind von geistigen Welten umgeben. Die astrale Welt ist aber überall, sie ist ebenso [belebt und ebenso] farbig und tönend wie unsere [physische] Welt, [nein, sie ist sogar viel tönender und viel farbiger].

[ 7 ] Das alles tritt vor den vorgeschrittenen Menschen, [dem die Chakrams geöffnet sind; er sieht eine neue Welt, etwa so wie derjenige, der vorher blind oder taub gewesen ist und dann durch irgendeinen Umstand sehend oder hörend wurde]. Besonders lernt er eine ganze Reihe neuer Wesenheiten kennen, die auf dem physischen Plan nicht sichtbar werden können, weil sie bis zu diesem Stoff nicht kommen können, sondern weil sie im Astralstoff ihre Körperlichkeit haben. Aus dem Verkehr mit diesen höheren Wesenheiten stammen die Sagen und Märchen. Die spirituellen Kräfte wirkten in unserem heutigen Sinne damals Wunder. Die primitiven Zustände, von denen die Naturforscher uns erzählen, sind nicht richtig. Ihre materiellen Bedürfnisse befriedigten diese Menschen in der einfachsten Weise, aber dagegen nahmen sie Teil an dem spirituellen Leben jener höheren Persönlichkeiten.

[ 7 ] Das alles tritt vor den vorgeschrittenen Menschen, [dem die Chakrams geöffnet sind; er sieht eine neue Welt, etwa so wie derjenige, der vorher blind oder taub gewesen ist und dann durch irgendeinen Umstand sehend oder hörend wurde]. Besonders lernt er eine ganze Reihe neuer Wesenheiten kennen, die auf dem physischen Plan nicht sichtbar werden können, weil sie bis zu diesem Stoff nicht kommen können, sondern weil sie im Astralstoff ihre Körperlichkeit haben. Aus dem Verkehr mit diesen höheren Wesenheiten stammen die Sagen und Märchen. Die spirituellen Kräfte wirkten in unserem heutigen Sinne damals Wunder. Die primitiven Zustände, von denen die Naturforscher uns erzählen, sind nicht richtig. Ihre materiellen Bedürfnisse befriedigten diese Menschen in der einfachsten Weise, aber dagegen nahmen sie Teil an dem spirituellen Leben jener höheren Persönlichkeiten.

[ 8 ] [Ihre Staats- und Geschlechterverbände waren durchdrungen von der spirituellen Kraft der geistigen Wesenheiten.] Ein Ameisenhaufen [oder ein Bienenstock] ist viel vernünftiger eingerichtet als mancher heutige Staat. Wo ist aber für ein heutiges Staatswesen in diesem Sinne der Leiter? Hinter all jenen Staaten früher aber stand die Intelligenz, und jene Individualitäten, von denen hier die Rede ist, beherrschten mit ihren spirituellen Einsichten alles, was um sie herum war. Das äußere Leben war einfach und primitiv, dahinter aber stand ein spirituelles Leben. So ist die Welt der sinnbildliche Abdruck eines höheren geistigen Lebens.

[ 8 ] [Ihre Staats- und Geschlechterverbände waren durchdrungen von der spirituellen Kraft der geistigen Wesenheiten.] Ein Ameisenhaufen [oder ein Bienenstock] ist viel vernünftiger eingerichtet als mancher heutige Staat. Wo ist aber für ein heutiges Staatswesen in diesem Sinne der Leiter? Hinter all jenen Staaten früher aber stand die Intelligenz, und jene Individualitäten, von denen hier die Rede ist, beherrschten mit ihren spirituellen Einsichten alles, was um sie herum war. Das äußere Leben war einfach und primitiv, dahinter aber stand ein spirituelles Leben. So ist die Welt der sinnbildliche Abdruck eines höheren geistigen Lebens.

[ 9 ] Auch heute leben die, die im Besitz der höheren geistigen Kräfte sind, die in die höheren Welten hineinschauen, die Rat pflegen können mit Wesen höherer Welten. Aber es ist ihre Bestimmung geworden, dass sie eine Weile zurücktreten mussten, dass sie sich im Hintergrund halten mussten.

[ 9 ] Auch heute leben die, die im Besitz der höheren geistigen Kräfte sind, die in die höheren Welten hineinschauen, die Rat pflegen können mit Wesen höherer Welten. Aber es ist ihre Bestimmung geworden, dass sie eine Weile zurücktreten mussten, dass sie sich im Hintergrund halten mussten.

[ 10 ] Im Laufe der letzten Jahrtausende ist die Welle des Materialismus immer höher und die Welle des Spirituellen immer mehr hinuntergestiegen. So leben sie heute im Verborgenen, diese Meister [der Weisheit und] des Zusammenklanges der Empfindungen, und so wissen nur diejenigen von ihnen, die durch besondere Schulung sich den Zugang zu ihnen eröffnen.

[ 10 ] Im Laufe der letzten Jahrtausende ist die Welle des Materialismus immer höher und die Welle des Spirituellen immer mehr hinuntergestiegen. So leben sie heute im Verborgenen, diese Meister [der Weisheit und] des Zusammenklanges der Empfindungen, und so wissen nur diejenigen von ihnen, die durch besondere Schulung sich den Zugang zu ihnen eröffnen.

[ 11 ] Seit zwei Jahrtausenden hat eine andere Kraft die Menschheit geführt; aber diese Kraft hat heute erst das erste Kapitel hier auf der Erde entwickelt: Das ist das Christentum.

[ 11 ] Seit zwei Jahrtausenden hat eine andere Kraft die Menschheit geführt; aber diese Kraft hat heute erst das erste Kapitel hier auf der Erde entwickelt: Das ist das Christentum.

[ 12 ] Das Christentum hat die Aufgabe, zunächst den Menschen, der den materiellen Plan betreten sollte, bewusst zu führen. Wir müssen noch immer die Vergleiche aus den Tierstaaten herholen, wenn wir wissen wollen, wie unsere Vorfahren von den geistigen Wesenheiten geführt wurden. Wir wollen noch einmal ein Bild gebrauchen, das einem den ganzen Umschlag klar machen kann. An den ägyptischen Pyramiden arbeitete ein Heer von Sklaven, und zwar in einer Weise, von der der Mensch sich heute keine Ahnung machen könnte. Aber ein jeder hatte ein Bewusstsein: «Dieses Leben ist eines unserer vielen — aber viele werde ich auf dieser Erde leben; und so wie der, der heute befiehlt, wo ich Sklave bin, so werde ich auch einstmals befehlen.» - So ward ihnen das Leben erträglich. Sie wussten, wenn sie jetzt leiden, dann hatten sie den Grund dazu in früheren Leben gelegt. Sie wussten, dass sie hier auf der Erde Besucher sind. Das machte ein ganz anderes Kulturbewusstsein aus.

[ 12 ] Das Christentum hat die Aufgabe, zunächst den Menschen, der den materiellen Plan betreten sollte, bewusst zu führen. Wir müssen noch immer die Vergleiche aus den Tierstaaten herholen, wenn wir wissen wollen, wie unsere Vorfahren von den geistigen Wesenheiten geführt wurden. Wir wollen noch einmal ein Bild gebrauchen, das einem den ganzen Umschlag klar machen kann. An den ägyptischen Pyramiden arbeitete ein Heer von Sklaven, und zwar in einer Weise, von der der Mensch sich heute keine Ahnung machen könnte. Aber ein jeder hatte ein Bewusstsein: «Dieses Leben ist eines unserer vielen — aber viele werde ich auf dieser Erde leben; und so wie der, der heute befiehlt, wo ich Sklave bin, so werde ich auch einstmals befehlen.» - So ward ihnen das Leben erträglich. Sie wussten, wenn sie jetzt leiden, dann hatten sie den Grund dazu in früheren Leben gelegt. Sie wussten, dass sie hier auf der Erde Besucher sind. Das machte ein ganz anderes Kulturbewusstsein aus.

[ 13 ] Aber so durfte es nicht bleiben, denn die Menschen haben eine ganz andere Aufgabe. Wir sollen nicht bloße Besucher sein, wir sollen die Erde so umgestalten, dass alles Materielle immer geistiger wird, wir sollen den Geist in die Erde hineinarbeiten. Alles, was wir der Erde tun, haben wir dem Gotte getan, ganz gleich, was wir fertig bringen, alle sind Glieder einer großen Kette. Wir sind die Boten der Gottheit, und die Erde muss einst zu einem goldenen Zeitalter, zu einem Paradies werden; die Menschen müssen als frei schaffende Wesen die Erde umgestalten.

[ 13 ] Aber so durfte es nicht bleiben, denn die Menschen haben eine ganz andere Aufgabe. Wir sollen nicht bloße Besucher sein, wir sollen die Erde so umgestalten, dass alles Materielle immer geistiger wird, wir sollen den Geist in die Erde hineinarbeiten. Alles, was wir der Erde tun, haben wir dem Gotte getan, ganz gleich, was wir fertig bringen, alle sind Glieder einer großen Kette. Wir sind die Boten der Gottheit, und die Erde muss einst zu einem goldenen Zeitalter, zu einem Paradies werden; die Menschen müssen als frei schaffende Wesen die Erde umgestalten.

[ 14 ] Dazu musste der Mensch auf der Erde vorbereitet werden, indem er zunächst den Blick auf zum Himmel richtete. Aber dann musste eine Zeit kommen, wo der Mensch die Wichtigkeit des Materiellen einsah - einsah, dass jeder Handgriff wichtig ist. Alles, was scheinbar nichtig ist, wird auf anderen Planen einstmals wichtig werden.

[ 14 ] Dazu musste der Mensch auf der Erde vorbereitet werden, indem er zunächst den Blick auf zum Himmel richtete. Aber dann musste eine Zeit kommen, wo der Mensch die Wichtigkeit des Materiellen einsah - einsah, dass jeder Handgriff wichtig ist. Alles, was scheinbar nichtig ist, wird auf anderen Planen einstmals wichtig werden.

[ 15 ] Eine Erziehung sollte das Christentum werden: zunächst den Blick von dem Spirituellen ablenken. Den Dingen auf der Erde sollte eine solche Wichtigkeit beigelegt werden, dass der Mensch zweier Jahrtausende gar nicht an das Spirituelle denken sollte. So gab es ein Zeitalter, in dem das Spirituelle zurücktrat. Den Zusammenhang mit dem Spirituellen hatten die Menschen vergessen, aber dafür sollte ihnen auch ein Bewusstsein bleiben davon. [Deshalb ist der Christus Jesus erschienen, damit sie es ertragen können durch zwei Jahrtausende, das Leben im Irdischen zu führen.] Deshalb ist der Christus auf die Erde gekommen; daher hat er auch in der Verklärungsszene seinen Jüngern den Auftrag gegeben, von der Wiederverkörperung nichts zu sagen. Der Christus sagte dabei: Der Elias ist wiedergekommen, und die Menschen haben ihn nicht erkannt. Da legte er ihnen die Wiederverkörperungslehre klar; sie sollten aber nichts davon sagen, als bis er wieder erschienen sei.

[ 15 ] Eine Erziehung sollte das Christentum werden: zunächst den Blick von dem Spirituellen ablenken. Den Dingen auf der Erde sollte eine solche Wichtigkeit beigelegt werden, dass der Mensch zweier Jahrtausende gar nicht an das Spirituelle denken sollte. So gab es ein Zeitalter, in dem das Spirituelle zurücktrat. Den Zusammenhang mit dem Spirituellen hatten die Menschen vergessen, aber dafür sollte ihnen auch ein Bewusstsein bleiben davon. [Deshalb ist der Christus Jesus erschienen, damit sie es ertragen können durch zwei Jahrtausende, das Leben im Irdischen zu führen.] Deshalb ist der Christus auf die Erde gekommen; daher hat er auch in der Verklärungsszene seinen Jüngern den Auftrag gegeben, von der Wiederverkörperung nichts zu sagen. Der Christus sagte dabei: Der Elias ist wiedergekommen, und die Menschen haben ihn nicht erkannt. Da legte er ihnen die Wiederverkörperungslehre klar; sie sollten aber nichts davon sagen, als bis er wieder erschienen sei.

[ 16 ] [Die Wiederverkörperungslehre ist eine echt christliche Lehre. Petrus, Jakobus und Johannes wählte er aus, um die Verklärung mitzuerleben. Die Zeitunterschiede verschwinden, Moses und Elias werden sichtbar. Aus der Frage der Jünger: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elias müsse vorher wiederkommen? - geht hervor, dass man von der Wiederverkörperungslehre wusste. Da sprach sich Jesus so aus: Elias ist schon gekommen, aber sie haben ihn nicht erkannt.

[ 16 ] [Die Wiederverkörperungslehre ist eine echt christliche Lehre. Petrus, Jakobus und Johannes wählte er aus, um die Verklärung mitzuerleben. Die Zeitunterschiede verschwinden, Moses und Elias werden sichtbar. Aus der Frage der Jünger: Was sagen denn die Schriftgelehrten, Elias müsse vorher wiederkommen? - geht hervor, dass man von der Wiederverkörperungslehre wusste. Da sprach sich Jesus so aus: Elias ist schon gekommen, aber sie haben ihn nicht erkannt.

[ 17 ] Er legte ihnen die Wiederverkörperung dar, aber er sagte: Saget niemand etwas davon, bis ich wieder erschienen bin. Das Wiedererscheinen bezieht sich auf unser eigenes Zeitalter.]

[ 17 ] Er legte ihnen die Wiederverkörperung dar, aber er sagte: Saget niemand etwas davon, bis ich wieder erschienen bin. Das Wiedererscheinen bezieht sich auf unser eigenes Zeitalter.]

[ 18 ] Seit zwei Jahrtausenden haben die Menschen sich immer mehr in die materielle Welt hineingelebt - der Christus war ihr Führer. Aber nunmehr ist die Menschheit berufen, den Christus wieder in sich zu erleben. Der Okkultist weiß von der Wahrheit:

[ 18 ] Seit zwei Jahrtausenden haben die Menschen sich immer mehr in die materielle Welt hineingelebt - der Christus war ihr Führer. Aber nunmehr ist die Menschheit berufen, den Christus wieder in sich zu erleben. Der Okkultist weiß von der Wahrheit:

Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Zeit. [Mt 28,20]

Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Zeit. [Mt 28,20]

[ 19 ] Damit sind immer das Ende einer laufenden und der Aufgang einer neuen Zeit gemeint. [Christus war in den sogenannten gemeinsamen Astralkörper der Menschen erhöht. Die Zeit wird kommen, wo er wieder da sein wird, die Zeit wird kommen, wo jeder, wenn auch in anderer Weise, wissen wird, dass der Christus ätherisch wiedererscheinen wird.]

[ 19 ] Damit sind immer das Ende einer laufenden und der Aufgang einer neuen Zeit gemeint. [Christus war in den sogenannten gemeinsamen Astralkörper der Menschen erhöht. Die Zeit wird kommen, wo er wieder da sein wird, die Zeit wird kommen, wo jeder, wenn auch in anderer Weise, wissen wird, dass der Christus ätherisch wiedererscheinen wird.]

[ 20 ] Es wird die Zeit kommen, wo ein jeder in ganz anderem Lichte wissen wird, was der Christus eigentlich ist. In Glorie wird der Christus auf der Erde wiedererscheinen, und dann wird das zweite Kapitel des Christentums beginnen. Das «neue Evangelium» wird dann beginnen -, das «neue Evangelium ist das Johannes-Evangelium. Ein richtiges Verständnis des alten Evangeliums ist das JohannesEvangelium.

[ 20 ] Es wird die Zeit kommen, wo ein jeder in ganz anderem Lichte wissen wird, was der Christus eigentlich ist. In Glorie wird der Christus auf der Erde wiedererscheinen, und dann wird das zweite Kapitel des Christentums beginnen. Das «neue Evangelium» wird dann beginnen -, das «neue Evangelium ist das Johannes-Evangelium. Ein richtiges Verständnis des alten Evangeliums ist das JohannesEvangelium.

[ 21 ] Durch die materialistische Wissenschaft kam die Sache auf von dem «schlichten Mann aus Nazareth». Es kam den Theologen darauf an, in rein materialistischer Weise die Geschehnisse in Palästina nach ihrem Standpunkt des Liberalismus zu deuten. Der Materialismus war eine notwendige Erscheinung; aber vielfach wird er missverstanden, und auch die Theologie wurde von diesem Missverständnis ergriffen. [Auch die Schule Harnacks betont, dass es auf das Geschichtliche ankomme. Purer Materialismus ist es. Wir bekämpfen sie nicht, denn wir wissen, dass sie notwendig ist. Der materialistische Unverstand hat eben auch die Theologen ergriffen. Und dieser materialistische Unverstand wird jetzt an den Universitäten und an den Schulen gelehrt. Sie spotten ihrer selbst und wissen und merken es nicht.]

[ 21 ] Durch die materialistische Wissenschaft kam die Sache auf von dem «schlichten Mann aus Nazareth». Es kam den Theologen darauf an, in rein materialistischer Weise die Geschehnisse in Palästina nach ihrem Standpunkt des Liberalismus zu deuten. Der Materialismus war eine notwendige Erscheinung; aber vielfach wird er missverstanden, und auch die Theologie wurde von diesem Missverständnis ergriffen. [Auch die Schule Harnacks betont, dass es auf das Geschichtliche ankomme. Purer Materialismus ist es. Wir bekämpfen sie nicht, denn wir wissen, dass sie notwendig ist. Der materialistische Unverstand hat eben auch die Theologen ergriffen. Und dieser materialistische Unverstand wird jetzt an den Universitäten und an den Schulen gelehrt. Sie spotten ihrer selbst und wissen und merken es nicht.]

[ 22 ] Ein neues Verständnis für das Christentum wird erwachen, und bewusst muss der Mensch dem entgegengehen - eine lichtvolle Kultur, in der nicht Gewalt drohen wird, in der der Geist der Eingeweihten über die Seelen hin fluten und ein anderes Zeitalter bringen wird.

[ 22 ] Ein neues Verständnis für das Christentum wird erwachen, und bewusst muss der Mensch dem entgegengehen - eine lichtvolle Kultur, in der nicht Gewalt drohen wird, in der der Geist der Eingeweihten über die Seelen hin fluten und ein anderes Zeitalter bringen wird.

[ 23 ] Nicht nur geistig und psychisch werden wir auf dieses Zeitalter hingeführt, nicht in Lethargie können wir verharren; der letzte Augenblick steht vor uns. Die Weltgeschichte steht im Zusammenhang mit der geistigen Welt.

[ 23 ] Nicht nur geistig und psychisch werden wir auf dieses Zeitalter hingeführt, nicht in Lethargie können wir verharren; der letzte Augenblick steht vor uns. Die Weltgeschichte steht im Zusammenhang mit der geistigen Welt.

[ 24 ] Heute gibt es eine Krankheit, die die Krankheit der Krankheiten ist - ‹Nervosität› nennen wir sie. Die hat die frühere Zeit in dieser Weise nicht gekannt. Wenn dem jungen Bewusstsein unseres Zeitalters nichts anderes wird sagen können, wie groß die materialistische Gefahr ist, das Nervöse sollte es den Menschen sagen. Noch vor einem Jahrhundert war «nervös» der, der seine Muskeln gebrauchen konnte. Nun ist eine neue Sache aufgetreten: eine Empfindlichkeit, die bis an die äußeren Sinne geht - bis dahin hat uns der Materialismus getrieben. Materielles in der äußeren Welt hat sein Gegenbild im Nervösen, und so wie das Streben im Materiellen um sich greifen wird, in demselben Maße werden die Menschen ihre Nerven weiter ruinieren.

[ 24 ] Heute gibt es eine Krankheit, die die Krankheit der Krankheiten ist - ‹Nervosität› nennen wir sie. Die hat die frühere Zeit in dieser Weise nicht gekannt. Wenn dem jungen Bewusstsein unseres Zeitalters nichts anderes wird sagen können, wie groß die materialistische Gefahr ist, das Nervöse sollte es den Menschen sagen. Noch vor einem Jahrhundert war «nervös» der, der seine Muskeln gebrauchen konnte. Nun ist eine neue Sache aufgetreten: eine Empfindlichkeit, die bis an die äußeren Sinne geht - bis dahin hat uns der Materialismus getrieben. Materielles in der äußeren Welt hat sein Gegenbild im Nervösen, und so wie das Streben im Materiellen um sich greifen wird, in demselben Maße werden die Menschen ihre Nerven weiter ruinieren.

[ 25 ] Der jetzt in Wien verstorbene Baron Rothschild war eine Signatur für dieses Beispiel. Zwanzig Millionen hat er hinterlassen für eine Stiftung zugunsten nervenkranker Menschen. Er hat dieses Vermögen zusammengerafft als kranker Mann sein Leben lang. Mit ruinierten Nerven trat er sein Leben an, und so ging er auch davon hinaus. Es ist nicht zu trennen: Das Jagen und Hasten und bloße Denken an das Materielle mit dem Zusammenbruch des Nervensystems. Zur Pflege nervöser Menschen sollen die zwanzig Millionen sein - eine Signatur für die Ruinierung des Nervensystems. — Jene tiefe Verwandtschaft zwischen dem Spirituellen und dem äußeren physischen Leben kennt der Okkultist — das kennt aber noch nicht der heutige Mensch.

[ 25 ] Der jetzt in Wien verstorbene Baron Rothschild war eine Signatur für dieses Beispiel. Zwanzig Millionen hat er hinterlassen für eine Stiftung zugunsten nervenkranker Menschen. Er hat dieses Vermögen zusammengerafft als kranker Mann sein Leben lang. Mit ruinierten Nerven trat er sein Leben an, und so ging er auch davon hinaus. Es ist nicht zu trennen: Das Jagen und Hasten und bloße Denken an das Materielle mit dem Zusammenbruch des Nervensystems. Zur Pflege nervöser Menschen sollen die zwanzig Millionen sein - eine Signatur für die Ruinierung des Nervensystems. — Jene tiefe Verwandtschaft zwischen dem Spirituellen und dem äußeren physischen Leben kennt der Okkultist — das kennt aber noch nicht der heutige Mensch.

[ 26 ] Besonders im Materiellen leben die heutigen Ärzte. Aber wir wissen, dass die Wahrheit an den Tag kommen wird. Wollen wir nicht, dass die materielle Gesinnung die Menschen auch physisch ruiniert, so müssen wir das spirituelle Leben auch wieder ergreifen. Alle, die das nicht einsehen, sagen: Hinter uns die Sündflut! Es wird sich rächen, dass viele heute nichts mehr wissen wollen von einem Eindringen in die Tiefen der mystischen Schriften des Christentums. Ein anderes Morgenrot leuchtete in unserer Zeit, wenn die christlichen Kirchen besser verstünden, was das Christentum ist. Mit gewaltigen Hieroglyphen ist in das Bibelbuch auch unser Zeitalter eingetragen: Wer verrät den Christus Jesus? Derjenige, der die dreißig Silberlinge hat, der den materiellen Besitz darstellt. Am Anfang der christlichen Ära ist der göttliche Geist hinuntergestiegen. Heruntergestiegen ist der christliche Geist, um auch das irdische Tal zu heiligen, und wer nicht daran denkt, dass er mitberufen ist, ein anderes Zeitalter heraufzuführen, der verletzt seine tiefste Verantwortlichkeit. Einer zweitausendjährigen Erziehung musste der Mensch die Hand bieten. Judas aus Kariot musste das Opfer bringen. - Er musste den Christus den materiellen Kräften des Lebens überliefern. Dadurch, dass die Menschheit den dreißig Silberlingen gefolgt ist, ist der Christus hinein verschwunden in den astralen Plan. Durch den Verrat des Judas wird Ihnen charakterisiert, was die Aufgabe des Christentums während der zweitausend Jahre war. Aber eine andere Aufgabe steht heute dem Christentum bevor. Wir haben wieder uns nur an die Pforten zu legen, aus denen die Worte heraustönen, die damals zu den Aposteln gesprochen worden sind:

[ 26 ] Besonders im Materiellen leben die heutigen Ärzte. Aber wir wissen, dass die Wahrheit an den Tag kommen wird. Wollen wir nicht, dass die materielle Gesinnung die Menschen auch physisch ruiniert, so müssen wir das spirituelle Leben auch wieder ergreifen. Alle, die das nicht einsehen, sagen: Hinter uns die Sündflut! Es wird sich rächen, dass viele heute nichts mehr wissen wollen von einem Eindringen in die Tiefen der mystischen Schriften des Christentums. Ein anderes Morgenrot leuchtete in unserer Zeit, wenn die christlichen Kirchen besser verstünden, was das Christentum ist. Mit gewaltigen Hieroglyphen ist in das Bibelbuch auch unser Zeitalter eingetragen: Wer verrät den Christus Jesus? Derjenige, der die dreißig Silberlinge hat, der den materiellen Besitz darstellt. Am Anfang der christlichen Ära ist der göttliche Geist hinuntergestiegen. Heruntergestiegen ist der christliche Geist, um auch das irdische Tal zu heiligen, und wer nicht daran denkt, dass er mitberufen ist, ein anderes Zeitalter heraufzuführen, der verletzt seine tiefste Verantwortlichkeit. Einer zweitausendjährigen Erziehung musste der Mensch die Hand bieten. Judas aus Kariot musste das Opfer bringen. - Er musste den Christus den materiellen Kräften des Lebens überliefern. Dadurch, dass die Menschheit den dreißig Silberlingen gefolgt ist, ist der Christus hinein verschwunden in den astralen Plan. Durch den Verrat des Judas wird Ihnen charakterisiert, was die Aufgabe des Christentums während der zweitausend Jahre war. Aber eine andere Aufgabe steht heute dem Christentum bevor. Wir haben wieder uns nur an die Pforten zu legen, aus denen die Worte heraustönen, die damals zu den Aposteln gesprochen worden sind:

[Ich sage euch, Elias ist schon gekommen.) [Mt 17,12]

[Ich sage euch, Elias ist schon gekommen.) [Mt 17,12]

[ 27 ] Das Christentum von heute heißt «Theosophie und ein falsches Christentum ist es, das die Theosophie verleugnet. Hat einer der heutigen Theologen nachgedacht über die Bibelstelle Johannes 13, Vers 16?

[ 27 ] Das Christentum von heute heißt «Theosophie und ein falsches Christentum ist es, das die Theosophie verleugnet. Hat einer der heutigen Theologen nachgedacht über die Bibelstelle Johannes 13, Vers 16?

Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Apostel größer als der ihn gesandt hat.

Der Knecht ist nicht größer als sein Herr, noch der Apostel größer als der ihn gesandt hat.

[ 28 ] Man möchte es begreifen, dass die Menschen nicht über eine so wichtige Sache nachdenken, wenn es umgekehrt dastehen würde: Der Herr ist nicht größer als sein Knecht und der ihn gesandt hat, nicht größer als der Apostel.

[ 28 ] Man möchte es begreifen, dass die Menschen nicht über eine so wichtige Sache nachdenken, wenn es umgekehrt dastehen würde: Der Herr ist nicht größer als sein Knecht und der ihn gesandt hat, nicht größer als der Apostel.

[ 29 ] Es schließt sich die an die Fußwaschung an. Sie kennen sie, diese bedeutsame Szene. Petrus weigert sich zunächst, bittet dann aber, dass ihm der Meister auch den ganzen Leib wasche. Dann deutet der Meister darauf hin, dass einer nicht rein sei, dass der ihn verraten werde.

[ 29 ] Es schließt sich die an die Fußwaschung an. Sie kennen sie, diese bedeutsame Szene. Petrus weigert sich zunächst, bittet dann aber, dass ihm der Meister auch den ganzen Leib wasche. Dann deutet der Meister darauf hin, dass einer nicht rein sei, dass der ihn verraten werde.

[ 30 ] [Wenn du dich nicht waschen lässest, so hast du keinen Teil an mir.] [Joh 13,8] ... Wer rein ist, braucht nur die Füße gewaschen zu haben. Ihr seid rein, aber nicht alle.) [Joh 13,10]

[ 30 ] [Wenn du dich nicht waschen lässest, so hast du keinen Teil an mir.] [Joh 13,8] ... Wer rein ist, braucht nur die Füße gewaschen zu haben. Ihr seid rein, aber nicht alle.) [Joh 13,10]

[ 31 ] In dieses Kapitel ist das ganze Geheimnis der gegenwärtigen Menschen hineingeheimnist. Im Grunde sollte die Erziehung der letzten zwei Jahrtausende eine Fußwaschung sein. Während auf der einen Seite Judas steht mit dem Wissen [mit den dreißig Silberlingen], wäscht Christus den anderen die Füße.

[ 31 ] In dieses Kapitel ist das ganze Geheimnis der gegenwärtigen Menschen hineingeheimnist. Im Grunde sollte die Erziehung der letzten zwei Jahrtausende eine Fußwaschung sein. Während auf der einen Seite Judas steht mit dem Wissen [mit den dreißig Silberlingen], wäscht Christus den anderen die Füße.

[ 32 ] Betrachten wir unseren physischen Leib und unseren Astralkörper. Der physische Körper steht in dieser physischen Welt drinnen. Dieselben Kräfte physischer und chemischer Art, die draußen [in den Steinen und in den Maschinen] wirken, wirken auch in unserem physischen Körper. Unser Astralkörper bekommt seine Bestimmung durch die Triebe und Leidenschaften.

[ 32 ] Betrachten wir unseren physischen Leib und unseren Astralkörper. Der physische Körper steht in dieser physischen Welt drinnen. Dieselben Kräfte physischer und chemischer Art, die draußen [in den Steinen und in den Maschinen] wirken, wirken auch in unserem physischen Körper. Unser Astralkörper bekommt seine Bestimmung durch die Triebe und Leidenschaften.

[ 33 ] Was wollte nun Christus mit der Fußwaschung tun? Schon öfter habe ich gesagt, dass der physische Körper des heutigen Menschen das Vollendetste und Bedeutsamste, und dass er seine anderen Körper erst wieder dahin bringen müsse.

[ 33 ] Was wollte nun Christus mit der Fußwaschung tun? Schon öfter habe ich gesagt, dass der physische Körper des heutigen Menschen das Vollendetste und Bedeutsamste, und dass er seine anderen Körper erst wieder dahin bringen müsse.

[ 34 ] Nehmen Sie als ein Beispiel dafür ein Stück des Oberschenkelknochens. Kein Techniker könnte ein solches Stück besser zusammenfügen. Weise und vollkommen ist unser physischer Körper aufgebaut, ein Abdruck höchster Weisheit. Wäre der physische Körper nur auf der Erde, so wäre die physische Welt vollkommener. Es gibt keine niedrigen Verrichtungen in unserem physischen Körper. Das ist das, was erst der Astralleib dort hinunterwirkt. Nichts ist sündhaft, was der physische Körper wirkt, nur der Astralleib ist sündhaft. Der Astralkörper arbeitet als der Feind unseres physischen Körpers, und Sünde und Unrecht werden dadurch im physischen Körper hervorgerufen.

[ 34 ] Nehmen Sie als ein Beispiel dafür ein Stück des Oberschenkelknochens. Kein Techniker könnte ein solches Stück besser zusammenfügen. Weise und vollkommen ist unser physischer Körper aufgebaut, ein Abdruck höchster Weisheit. Wäre der physische Körper nur auf der Erde, so wäre die physische Welt vollkommener. Es gibt keine niedrigen Verrichtungen in unserem physischen Körper. Das ist das, was erst der Astralleib dort hinunterwirkt. Nichts ist sündhaft, was der physische Körper wirkt, nur der Astralleib ist sündhaft. Der Astralkörper arbeitet als der Feind unseres physischen Körpers, und Sünde und Unrecht werden dadurch im physischen Körper hervorgerufen.

[ 35 ] Der Astralkörper musste sich dem physischen anpassen. Er musste während der letzten zwei Jahrtausende heruntersteigen - der Christus musste heruntersteigen, er musste verraten werden. Er musste diejenigen Dinge finden, wodurch er am besten dem physischen Körper dienen kann. Die Leidenschaften mussten sich über das physische Leben ergießen. Judas mit dem Geldbeutel musste einziehen, um den Einklang mit der physischen Welt herbeizuführen. [Lücke in der Mitschrift]

[ 35 ] Der Astralkörper musste sich dem physischen anpassen. Er musste während der letzten zwei Jahrtausende heruntersteigen - der Christus musste heruntersteigen, er musste verraten werden. Er musste diejenigen Dinge finden, wodurch er am besten dem physischen Körper dienen kann. Die Leidenschaften mussten sich über das physische Leben ergießen. Judas mit dem Geldbeutel musste einziehen, um den Einklang mit der physischen Welt herbeizuführen. [Lücke in der Mitschrift]

[ 36 ] [Wir werden erst fertig mit diesen Dingen, wenn wir wieder das spirituelle Leben erreicht haben.] Nicht ungestraft hat sich der Astralkörper mit der materiellen Welt verbunden - er ist darin untergegangen. So wie wir Menschen mit dem Astralkörper im physischen Körper wohnen, so wohnen höhere Wesen mit ihrem höheren Geist-Körper in unserem Astralkörper; und die können ihren Astralkörper ebenso missbrauchen, wie wir es mit dem physischen tun. Das sind die Diaboloi, die Dämonen. Judas ist ergriffen worden von den Dämonen. [Der Satan fuhr in ihn, heißt es.] Das entspricht einer wirklichen Tatsache. Judas hat zwar den Astralkörper heruntergeführt [aber nicht ohne Beisein jener Macht, welche den Astralkörper missbraucht]. Jetzt aber müssen wir uns freimachen von Judas.

[ 36 ] [Wir werden erst fertig mit diesen Dingen, wenn wir wieder das spirituelle Leben erreicht haben.] Nicht ungestraft hat sich der Astralkörper mit der materiellen Welt verbunden - er ist darin untergegangen. So wie wir Menschen mit dem Astralkörper im physischen Körper wohnen, so wohnen höhere Wesen mit ihrem höheren Geist-Körper in unserem Astralkörper; und die können ihren Astralkörper ebenso missbrauchen, wie wir es mit dem physischen tun. Das sind die Diaboloi, die Dämonen. Judas ist ergriffen worden von den Dämonen. [Der Satan fuhr in ihn, heißt es.] Das entspricht einer wirklichen Tatsache. Judas hat zwar den Astralkörper heruntergeführt [aber nicht ohne Beisein jener Macht, welche den Astralkörper missbraucht]. Jetzt aber müssen wir uns freimachen von Judas.

[ 37 ] Unser physischer Körper ist ein Siegelabdruck der Vollkommenheitund Weisheit; daher wird der Okkultist sagen: Die vollkommenen Götter haben den physischen Leib in der Vollkommenheit geschaffen und der Astralkörper muss erst in diese Vollkommenheit hineinwachsen; er muss selbst göttlich werden. Das Astrale muss sich reinigen, so wie sich das Physische gereinigt hat, indem es hinunterkommt bis in die physische Welt, die durch die Erde repräsgntiert wird. Und wenn wir auf die Erde niedersteigen, müssen wir uns die Füße reinigen; und wenn der Astralkörper zur Erde niedersteigt, dann müssen die Füße besonders rein sein. Er muss hinuntersteigen können in die materielle Welt, alles mitmachen können, aber dabei rein bleiben.

[ 37 ] Unser physischer Körper ist ein Siegelabdruck der Vollkommenheitund Weisheit; daher wird der Okkultist sagen: Die vollkommenen Götter haben den physischen Leib in der Vollkommenheit geschaffen und der Astralkörper muss erst in diese Vollkommenheit hineinwachsen; er muss selbst göttlich werden. Das Astrale muss sich reinigen, so wie sich das Physische gereinigt hat, indem es hinunterkommt bis in die physische Welt, die durch die Erde repräsgntiert wird. Und wenn wir auf die Erde niedersteigen, müssen wir uns die Füße reinigen; und wenn der Astralkörper zur Erde niedersteigt, dann müssen die Füße besonders rein sein. Er muss hinuntersteigen können in die materielle Welt, alles mitmachen können, aber dabei rein bleiben.

[ 38 ] Wollen diejenigen, welche jetzt in ihrem Astralkörper leben und ihn veredeln wollen, ihre Aufgabe erfüllen, dann müssen sie sich diese Weise zum Vorbild nehmen. In unserer Zeit ist der Astralkörper der Diener des physischen Leibes; denn im physischen Leibe lebt der Gott. Und es wäre schlimm für den Menschen, wollte er seinen physischen Leib unter den Astralleib stellen. «Herr» ist das, was in unserem physischen Leib wirkt, und der ‹Knecht› ist der Astralleib. Er selbst- der Gott - hat den physischen Leib vollkommen gemacht; ausgesandt hat er den Astralkörper und ihn für immer unter den Einfluss spiritueller Kräfte gestellt, die ihn vollkommen und immer vollkommener machen sollen. Das macht uns zu Knechten, und es wäre Überhebung von uns, wollten wir uns höher stellen als die in der Natur wirkenden höheren Kräfte. Wir sollen uns erbauen an der göttlichen Natur [und uns erbauen an den Sonnenstrahlen, an den Bahnen der Planeten und so weiter] und uns nicht darüber stellen, sonst verletzen wir dies Gebot [das ausgesprochen ist in dem Worte: Der Knecht - der astralische Mensch - ist nicht größer als der, welcher den physischen Leib geschaffen hat].

[ 38 ] Wollen diejenigen, welche jetzt in ihrem Astralkörper leben und ihn veredeln wollen, ihre Aufgabe erfüllen, dann müssen sie sich diese Weise zum Vorbild nehmen. In unserer Zeit ist der Astralkörper der Diener des physischen Leibes; denn im physischen Leibe lebt der Gott. Und es wäre schlimm für den Menschen, wollte er seinen physischen Leib unter den Astralleib stellen. «Herr» ist das, was in unserem physischen Leib wirkt, und der ‹Knecht› ist der Astralleib. Er selbst- der Gott - hat den physischen Leib vollkommen gemacht; ausgesandt hat er den Astralkörper und ihn für immer unter den Einfluss spiritueller Kräfte gestellt, die ihn vollkommen und immer vollkommener machen sollen. Das macht uns zu Knechten, und es wäre Überhebung von uns, wollten wir uns höher stellen als die in der Natur wirkenden höheren Kräfte. Wir sollen uns erbauen an der göttlichen Natur [und uns erbauen an den Sonnenstrahlen, an den Bahnen der Planeten und so weiter] und uns nicht darüber stellen, sonst verletzen wir dies Gebot [das ausgesprochen ist in dem Worte: Der Knecht - der astralische Mensch - ist nicht größer als der, welcher den physischen Leib geschaffen hat].

[ 39 ] Heute wird uns vom theosophischen Standpunkt eine so tiefe Stelle verständlich, wenn es heißt: Der Apostel ist nicht größer als sein Meister. Solche Worte wirken ähnlich, wie die Devas einstmals gewirkt haben. Und die haben wie unsere Vorfahren gewirkt, da war

[ 39 ] Heute wird uns vom theosophischen Standpunkt eine so tiefe Stelle verständlich, wenn es heißt: Der Apostel ist nicht größer als sein Meister. Solche Worte wirken ähnlich, wie die Devas einstmals gewirkt haben. Und die haben wie unsere Vorfahren gewirkt, da war

[ 40 ] die Stimme der Meister in den Volksmärchen und Volkssagen — da ist. der Herr drinnen. Unsere materielle Weisheit ist stümperhaft und knechtisch geworden; hier ist uns gesagt, dass sich der Knecht nicht über den Herrn erheben soll [Lücke in der Mitschrift].

[ 40 ] die Stimme der Meister in den Volksmärchen und Volkssagen — da ist. der Herr drinnen. Unsere materielle Weisheit ist stümperhaft und knechtisch geworden; hier ist uns gesagt, dass sich der Knecht nicht über den Herrn erheben soll [Lücke in der Mitschrift].

[ 41 ] Am Rand sei hier dazu gefügt: Demütiger wie Schelling und Hegel kann man kein Bekenntnis ablegen. [Hegel, Fichte, Saint-Martin, Baader - sie alle sagen]: Es wird eine Zeit kommen, wo alles das, was materielle Wissenschaft ist, [was Erkenntnis der äußeren Sinnenwelt ist,] wie Kinderspiel angesehen werden wird - und wir werden wieder wie Kinder dastehen und uns niederwerfen vor den alten Sagen und die uralte Weisheit dort suchen.

[ 41 ] Am Rand sei hier dazu gefügt: Demütiger wie Schelling und Hegel kann man kein Bekenntnis ablegen. [Hegel, Fichte, Saint-Martin, Baader - sie alle sagen]: Es wird eine Zeit kommen, wo alles das, was materielle Wissenschaft ist, [was Erkenntnis der äußeren Sinnenwelt ist,] wie Kinderspiel angesehen werden wird - und wir werden wieder wie Kinder dastehen und uns niederwerfen vor den alten Sagen und die uralte Weisheit dort suchen.

[ 42 ] [Diese Zeit ist gekommen. Wir suchen diese Weisheit in jedem Religionsbekenntnis.] Wir wissen, dass wir Christen sind; und verkennen wir nicht unsere Aufgabe, jetzt spirituell zu wirken; desto bessere Christen und desto bessere Theosophen werden wir. Es gibt keine bessere Anleitung dazu als das Johannes-Evangelium. Leben wir mit dem Johannes-Evangelium, dann leben wir in eine neue Zukunft des Christentums hinein; dann befolgen wir auch den Satz, dass der Knecht sich nicht über den Meister stellen soll. Kommen Sie aber mit der materiellen, stüumperhaften Weisheit und Kritik dort hinein, wollen Sie es meistern, dann ist es ein Frevel und Vermessenheit — bevor der Mensch das Buch erkannt hat. Erkennen und Verstummen und in Demut sich hingeben dem, was in diesen Schriften wurzelt, zu nichts anderem, als diese Zeitaufgabe zu erfüllen, haben uns die Meister den Zusammenklang der uralten Wahrheiten wieder gelehrt. Sie haben selbst an dem Aufbau unserer Welt gearbeitet. - So redet der, der vom theosophischen Standpunkt in das Getriebe der Welt hingeschaut hat, nicht als von einer Theorie, sondern aus dem Wissen heraus, das an den Quellen selbst geschöpft ist.

[ 42 ] [Diese Zeit ist gekommen. Wir suchen diese Weisheit in jedem Religionsbekenntnis.] Wir wissen, dass wir Christen sind; und verkennen wir nicht unsere Aufgabe, jetzt spirituell zu wirken; desto bessere Christen und desto bessere Theosophen werden wir. Es gibt keine bessere Anleitung dazu als das Johannes-Evangelium. Leben wir mit dem Johannes-Evangelium, dann leben wir in eine neue Zukunft des Christentums hinein; dann befolgen wir auch den Satz, dass der Knecht sich nicht über den Meister stellen soll. Kommen Sie aber mit der materiellen, stüumperhaften Weisheit und Kritik dort hinein, wollen Sie es meistern, dann ist es ein Frevel und Vermessenheit — bevor der Mensch das Buch erkannt hat. Erkennen und Verstummen und in Demut sich hingeben dem, was in diesen Schriften wurzelt, zu nichts anderem, als diese Zeitaufgabe zu erfüllen, haben uns die Meister den Zusammenklang der uralten Wahrheiten wieder gelehrt. Sie haben selbst an dem Aufbau unserer Welt gearbeitet. - So redet der, der vom theosophischen Standpunkt in das Getriebe der Welt hingeschaut hat, nicht als von einer Theorie, sondern aus dem Wissen heraus, das an den Quellen selbst geschöpft ist.

[ 43 ] Wer an den Stufen der Weisheit gesessen hat - vor unseren älteren, vollkommeneren Brüdern -, wer ihre Füße geküsst und ihre Stimme vernommen hat, der holt seine Worte selbst heraus aus der Zukunft, die ihm apokalyptisch voranleuchtet; der kann wieder sprechen, wie es einstmals gestattet war, prophetisch zu sprechen, und er wird die Kraft haben über das zu sprechen, was einstmals kommen wird.

[ 43 ] Wer an den Stufen der Weisheit gesessen hat - vor unseren älteren, vollkommeneren Brüdern -, wer ihre Füße geküsst und ihre Stimme vernommen hat, der holt seine Worte selbst heraus aus der Zukunft, die ihm apokalyptisch voranleuchtet; der kann wieder sprechen, wie es einstmals gestattet war, prophetisch zu sprechen, und er wird die Kraft haben über das zu sprechen, was einstmals kommen wird.

[ 44 ] Diese Kraft geben uns die großen Meister, die die Siegelbewahrer sind - in deren Dienst wir uns stellen. Weil wir den Pulsschlag der Zukunft zu vernehmen glauben, und weil wir wissen, was aus den Tönen der Zukunft zu uns spricht, deshalb sind wir Theosophen, weil wir gar nicht anders können. - Und wenn wir den Geisteshauch durch unsere Seelen strömen lassen, dann sind wir echte Theosophen. Dieser Geist ist ein Geist der Anbetung und Demut. Christus ist geboren aus dem Geist; und wird der Geist uns wieder tragen, dann werden wir wieder echte Christen werden.

[ 44 ] Diese Kraft geben uns die großen Meister, die die Siegelbewahrer sind - in deren Dienst wir uns stellen. Weil wir den Pulsschlag der Zukunft zu vernehmen glauben, und weil wir wissen, was aus den Tönen der Zukunft zu uns spricht, deshalb sind wir Theosophen, weil wir gar nicht anders können. - Und wenn wir den Geisteshauch durch unsere Seelen strömen lassen, dann sind wir echte Theosophen. Dieser Geist ist ein Geist der Anbetung und Demut. Christus ist geboren aus dem Geist; und wird der Geist uns wieder tragen, dann werden wir wieder echte Christen werden.

[ 45 ] Wirken wir so zusammen da, wo wir immer sein mögen, wie Brüder; ein jeglicher ist nicht zu schwach dazu; ein jeder kann es: zu wirken im Sinne des Lichtes, das uns von unserm größten Meister Christus-Jesus kommt. So werden wir uns wiederfinden - im Herbst - und versuchen, weiter einzudringen in die Hallen des geistigen Lebens.

[ 45 ] Wirken wir so zusammen da, wo wir immer sein mögen, wie Brüder; ein jeglicher ist nicht zu schwach dazu; ein jeder kann es: zu wirken im Sinne des Lichtes, das uns von unserm größten Meister Christus-Jesus kommt. So werden wir uns wiederfinden - im Herbst - und versuchen, weiter einzudringen in die Hallen des geistigen Lebens.