Self-Knowledge and God-Knowledge II
GA 90b
16 October 1905, Berlin
Translate the original German text into any language:
Versions Available:
Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II, 1st ed.
16. Selbsterkenntnis Und Gotteserkenntnis
16. Selbsterkenntnis Und Gotteserkenntnis
[ 1 ] Am Freitag um sieben Uhr ist eine Versammlung des Besant-Zweiges. Auf der Tagesordnung steht: «Vorbesprechung der am Sonntag stattfindenden Generalversammlung». Am Sonntag um zehn Uhr ist die Generalversammlung: Berichterstattung über die Geschäftsführung und so weiter. Falls die Generalversammlung es zulässt, wird um vier Uhr nachmittags eine mehr sachliche Besprechung über Theosophie stattfinden. In der Versammlung am nächsten Montag werde ich sprechen über «Okkultismus, Esoterik und Theosophie. Ich bitte, darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Thema mit den augenblicklichen Strömungen zusammenhängen wird. Ich bitte, so viel wie möglich, auch auswärtige Mitglieder einzuladen.
[ 1 ] Am Freitag um sieben Uhr ist eine Versammlung des Besant-Zweiges. Auf der Tagesordnung steht: «Vorbesprechung der am Sonntag stattfindenden Generalversammlung». Am Sonntag um zehn Uhr ist die Generalversammlung: Berichterstattung über die Geschäftsführung und so weiter. Falls die Generalversammlung es zulässt, wird um vier Uhr nachmittags eine mehr sachliche Besprechung über Theosophie stattfinden. In der Versammlung am nächsten Montag werde ich sprechen über «Okkultismus, Esoterik und Theosophie. Ich bitte, darauf aufmerksam zu machen, dass dieses Thema mit den augenblicklichen Strömungen zusammenhängen wird. Ich bitte, so viel wie möglich, auch auswärtige Mitglieder einzuladen.
[ 2 ] Heute möchte ich zunächst einiges über «Selbsterkenntnis und «Gotteserkenntnis zu Ihnen sprechen. Das sind zwei Begriffe, die im Sinne des okkulten Weltstrebens sehr leicht misszuverstehen sind und die erfahrungsgemäß auch sehr leicht und häufig missverstanden werden. Immer wieder und wieder lesen Sie in theosophischen Büchern und hören Sie in diesen oder jenen populären theosophischen Vorträgen oder auch in anderen Vorträgen, die verwandten Richtungen angehören, dass der Mensch das göttliche Selbst in seiner Seele trägt, es in sich trägt, und dass er, um zur Gotteserkenntnis zu kommen, dieses Selbst nur sprechen zu lassen brauche, dann wird er damit auch die höchste Gotteserkenntnis in sich selbst finden. Die «Erkenntnis des göttlichen Selbst ist fast zu einem geflügelten Wort geworden. So wahr es ist, dass als ein heiliger Leitspruch vor jeder theosophischen Versammlung der alte Satz «Erkenne dich selbst» stehen sollte, so wahr ist es auch, dass dieses «Erkenne dich selbst» die größten Schwierigkeiten bereitet. Mit dem Verstehen dieses Satzes wollen wir uns heute ein wenig beschäftigen: «Erkenne dich selbst — und der andere Spruch Selbsterkenntnis ist der erste Schritt, der Anfang zur Besserung. «Selbsterkenntnis klingt ja viel trivialer, ist aber doch ebenso wahr. Diese beiden Sprüche müssen sich gegenseitig durchaus ergänzen. Ich habe Menschen kennengelernt, die kamen mir entgegen mit dem Ausspruch: «Ich bin das Atma, in mir lebt das göttliche Selbst, in mir lebt der Gottesmensch» — und dergleichen ähnliches mehr. Derjenige, der eindringen will in die okkulten Lebensauffassungen, der muss sich vor allen Dingen die triviale Auffassung solcher Aussprüche gründlich abgewöhnen. Und heute wollen wir einmal vom Standpunkte des Okkultisten über diese Aussprüche einiges erörtern. Der Okkultist spricht nicht so, und niemals werden seine Worte geradezu die sein: «Selbsterkenntnis ist Gotteserkenntnis». - Aber um das im richtigen Lichte zu sehen, müssen wir uns fragen: Was können wir eigentlich in uns selbst finden? Wie viel können wir von uns selbst lernen? Ich will Ihnen an die Spitze dieses Vortrages einen Ausspruch solcher Individualitäten stellen, welche über uns alle weit hinausgeschritten sind und von denen wir alle viel lernen müssen. Sie sagen uns über die Selbsterkenntnis: «Viel lernen wir» - also die höheren Individualitäten - «von der Natur um uns herum, viel lernen wir durch das menschliche Leben um uns her. Unendlich Wertvolles lernen wir von unseren älteren Brüdern; gar nichts lernen wir von uns selbst.»
[ 2 ] Heute möchte ich zunächst einiges über «Selbsterkenntnis und «Gotteserkenntnis zu Ihnen sprechen. Das sind zwei Begriffe, die im Sinne des okkulten Weltstrebens sehr leicht misszuverstehen sind und die erfahrungsgemäß auch sehr leicht und häufig missverstanden werden. Immer wieder und wieder lesen Sie in theosophischen Büchern und hören Sie in diesen oder jenen populären theosophischen Vorträgen oder auch in anderen Vorträgen, die verwandten Richtungen angehören, dass der Mensch das göttliche Selbst in seiner Seele trägt, es in sich trägt, und dass er, um zur Gotteserkenntnis zu kommen, dieses Selbst nur sprechen zu lassen brauche, dann wird er damit auch die höchste Gotteserkenntnis in sich selbst finden. Die «Erkenntnis des göttlichen Selbst ist fast zu einem geflügelten Wort geworden. So wahr es ist, dass als ein heiliger Leitspruch vor jeder theosophischen Versammlung der alte Satz «Erkenne dich selbst» stehen sollte, so wahr ist es auch, dass dieses «Erkenne dich selbst» die größten Schwierigkeiten bereitet. Mit dem Verstehen dieses Satzes wollen wir uns heute ein wenig beschäftigen: «Erkenne dich selbst — und der andere Spruch Selbsterkenntnis ist der erste Schritt, der Anfang zur Besserung. «Selbsterkenntnis klingt ja viel trivialer, ist aber doch ebenso wahr. Diese beiden Sprüche müssen sich gegenseitig durchaus ergänzen. Ich habe Menschen kennengelernt, die kamen mir entgegen mit dem Ausspruch: «Ich bin das Atma, in mir lebt das göttliche Selbst, in mir lebt der Gottesmensch» — und dergleichen ähnliches mehr. Derjenige, der eindringen will in die okkulten Lebensauffassungen, der muss sich vor allen Dingen die triviale Auffassung solcher Aussprüche gründlich abgewöhnen. Und heute wollen wir einmal vom Standpunkte des Okkultisten über diese Aussprüche einiges erörtern. Der Okkultist spricht nicht so, und niemals werden seine Worte geradezu die sein: «Selbsterkenntnis ist Gotteserkenntnis». - Aber um das im richtigen Lichte zu sehen, müssen wir uns fragen: Was können wir eigentlich in uns selbst finden? Wie viel können wir von uns selbst lernen? Ich will Ihnen an die Spitze dieses Vortrages einen Ausspruch solcher Individualitäten stellen, welche über uns alle weit hinausgeschritten sind und von denen wir alle viel lernen müssen. Sie sagen uns über die Selbsterkenntnis: «Viel lernen wir» - also die höheren Individualitäten - «von der Natur um uns herum, viel lernen wir durch das menschliche Leben um uns her. Unendlich Wertvolles lernen wir von unseren älteren Brüdern; gar nichts lernen wir von uns selbst.»
[ 3 ] Halten wir uns diesen Ausspruch wohl vor Augen. Es ist ein Spruch derjenigen, die uns weit vorangeschritten sind in der Entwicklung. Wer sich klar macht, was der Mensch eigentlich ist, der wird diesen Ausspruch allmählich verstehen lernen. Was ist der Mensch? Da müssen wir auf manches zurückblicken, was in diesen Stunden hier von uns besprochen worden ist. Wir wissen ja, dass der Mensch nicht etwas ist, das aus dem Nichts heraus geboren ist. Wir wissen, dass er die Wiederverkörperung seiner früheren Persönlichkeit ist. Wenn wir den Menschen von heute betrachten, so müssen wir uns fragen: In welchen Persönlichkeiten war dieser Mensch früher verkörpert? Und da kommen wir zu einer Reihe von Lebensläufen der vor uns stehenden Individualität. Und wenn wir auch bis zur ersten Inkarnation eines solchen Menschen gelangt sind, so sind wir noch immer nicht an einen Anfang gekommen. Wir gelangen nur in ältere Regionen. Der Mensch war noch nichts, was dem ähnlich sieht, was er heute ist. Aber er war schon etwas. Und weiter hinaus finden wir den Menschen drinnen liegend in den Tatsachen und Wesen der Dinge der Vergangenheit. Da finden wir die Ursachen zu dem gegenwärtigen menschlichen Dasein. Und wenn wir uns fragen: Was sind wir? —, so haben wir zu sagen: Wir sind die Wirkung der früheren Lebensläufe, der Tage früherer Zeiten. Wenn wir uns heute so recht anschauen, sind wir im Grunde genommen nichts anderes als dasjenige, was sich zusammensetzt aus den Ursachen unserer früheren Taten und der Taten der in uns wirkenden Mächte der Welt. Wir sind eine Folge der Vergangenheit, und alles, was wir in uns finden können, das ist in der Vergangenheit einmal geschehen. Was in uns Persönlichkeit ist, das war Tat - Karma, persönliches, individuelles oder Weltenkarma - in der Vergangenheit. Wir sind ein Ausdruck dieses Karma. Und könnten wir so richtig in uns hineinblicken mit wirklicher Selbsterkenntnis, dann finden wir, wenn wir die Schulung durchmachen, die uns die okkulten Schulen gewähren, die eigenen früheren Lebensläufe, die Menschen, die mit uns früher verbunden waren, dann finden wir uns verstrickt mit der Menschenwelt, die um uns herum ist.
[ 3 ] Halten wir uns diesen Ausspruch wohl vor Augen. Es ist ein Spruch derjenigen, die uns weit vorangeschritten sind in der Entwicklung. Wer sich klar macht, was der Mensch eigentlich ist, der wird diesen Ausspruch allmählich verstehen lernen. Was ist der Mensch? Da müssen wir auf manches zurückblicken, was in diesen Stunden hier von uns besprochen worden ist. Wir wissen ja, dass der Mensch nicht etwas ist, das aus dem Nichts heraus geboren ist. Wir wissen, dass er die Wiederverkörperung seiner früheren Persönlichkeit ist. Wenn wir den Menschen von heute betrachten, so müssen wir uns fragen: In welchen Persönlichkeiten war dieser Mensch früher verkörpert? Und da kommen wir zu einer Reihe von Lebensläufen der vor uns stehenden Individualität. Und wenn wir auch bis zur ersten Inkarnation eines solchen Menschen gelangt sind, so sind wir noch immer nicht an einen Anfang gekommen. Wir gelangen nur in ältere Regionen. Der Mensch war noch nichts, was dem ähnlich sieht, was er heute ist. Aber er war schon etwas. Und weiter hinaus finden wir den Menschen drinnen liegend in den Tatsachen und Wesen der Dinge der Vergangenheit. Da finden wir die Ursachen zu dem gegenwärtigen menschlichen Dasein. Und wenn wir uns fragen: Was sind wir? —, so haben wir zu sagen: Wir sind die Wirkung der früheren Lebensläufe, der Tage früherer Zeiten. Wenn wir uns heute so recht anschauen, sind wir im Grunde genommen nichts anderes als dasjenige, was sich zusammensetzt aus den Ursachen unserer früheren Taten und der Taten der in uns wirkenden Mächte der Welt. Wir sind eine Folge der Vergangenheit, und alles, was wir in uns finden können, das ist in der Vergangenheit einmal geschehen. Was in uns Persönlichkeit ist, das war Tat - Karma, persönliches, individuelles oder Weltenkarma - in der Vergangenheit. Wir sind ein Ausdruck dieses Karma. Und könnten wir so richtig in uns hineinblicken mit wirklicher Selbsterkenntnis, dann finden wir, wenn wir die Schulung durchmachen, die uns die okkulten Schulen gewähren, die eigenen früheren Lebensläufe, die Menschen, die mit uns früher verbunden waren, dann finden wir uns verstrickt mit der Menschenwelt, die um uns herum ist.
[ 4 ] Wenn wir das zu Rate ziehen, was ich in früheren Stunden hier gesprochen habe, dann wissen wir auch, wohin wir zu sehen haben, wenn wir die Sache in anderer Form sehen wollen. Bevor wir physisch wurden, waren wir Astralleib. Der ist die Summe von Leidenschaften und Begierden, wie sie sich damals vorbereitet haben und wie sie dann im physischen Leibe herausgekommen sind. Was in unserem physischen Körper heute wirkt, ist der Astralleib der Vergangenheit. Der hatte die Triebe und Leidenschaften in sich. Und was wir außerhalb von uns in den Tieren sehen, das sind die Leidenschaften, die sich von uns abgespalten haben. Sehen Sie hinaus auf den Löwen, so können Sie sagen: Diese Löwennatur habe ich einst in mir gehabt; ich habe sie hinausgeworfen, damit ich mich höher entwickeln kann. Was als Trieb in mir ist, habe ich abgestreift und geläutert. Zu einer Harmonie verschmolzen habe ich sie in mir, während sie sich draußen im Tierreich ausgebreitet haben. Meine astrale Vergangenheit sehe ich ausgebreitet in den verschiedenen Tiergruppen der Welt.
[ 4 ] Wenn wir das zu Rate ziehen, was ich in früheren Stunden hier gesprochen habe, dann wissen wir auch, wohin wir zu sehen haben, wenn wir die Sache in anderer Form sehen wollen. Bevor wir physisch wurden, waren wir Astralleib. Der ist die Summe von Leidenschaften und Begierden, wie sie sich damals vorbereitet haben und wie sie dann im physischen Leibe herausgekommen sind. Was in unserem physischen Körper heute wirkt, ist der Astralleib der Vergangenheit. Der hatte die Triebe und Leidenschaften in sich. Und was wir außerhalb von uns in den Tieren sehen, das sind die Leidenschaften, die sich von uns abgespalten haben. Sehen Sie hinaus auf den Löwen, so können Sie sagen: Diese Löwennatur habe ich einst in mir gehabt; ich habe sie hinausgeworfen, damit ich mich höher entwickeln kann. Was als Trieb in mir ist, habe ich abgestreift und geläutert. Zu einer Harmonie verschmolzen habe ich sie in mir, während sie sich draußen im Tierreich ausgebreitet haben. Meine astrale Vergangenheit sehe ich ausgebreitet in den verschiedenen Tiergruppen der Welt.
[ 5 ] Und ehe ich in dem Astralkörper war, war ich in dem Mentalkörper. Auch damals habe ich Wesen abgestreift, um mich höher zu entwickeln. Und in der Pflanzenwelt, die ich um mich sehe, sehe ich die ganze Vergangenheit im Mentalkörper. Die köstlichen Früchte der Pflanzen drücken sie aus.
[ 5 ] Und ehe ich in dem Astralkörper war, war ich in dem Mentalkörper. Auch damals habe ich Wesen abgestreift, um mich höher zu entwickeln. Und in der Pflanzenwelt, die ich um mich sehe, sehe ich die ganze Vergangenheit im Mentalkörper. Die köstlichen Früchte der Pflanzen drücken sie aus.
[ 6 ] Und wenn ich in die allertiefste Natur hineinschaue, in das, was in mir selbst Verstand und Bewusstsein geworden ist, dann muss ich diesen denkenden Verstand in seinen verschiedenen Bildern und Formen in der ganzen mineralischen Natur wahrnehmen. Auch dies ist ein Teil meiner eigenen Vergangenheit.
[ 6 ] Und wenn ich in die allertiefste Natur hineinschaue, in das, was in mir selbst Verstand und Bewusstsein geworden ist, dann muss ich diesen denkenden Verstand in seinen verschiedenen Bildern und Formen in der ganzen mineralischen Natur wahrnehmen. Auch dies ist ein Teil meiner eigenen Vergangenheit.
[ 7 ] Sehen Sie, wir begreifen die mineralische Welt, weil wir sie einst selbst waren. Wir begreifen den Bergkristall, weil wir ihn aus uns abgesondert haben. Was unser Verstand denkt, das hat einst die ganze mineralische Welt geschaffen. So ist unsere eigene Wesenheit um uns ausgebreitet, und indem wir in dieser Welt Umblick halten, erblicken wir nur unser eigenes Selbst, unser vergangenes Selbst. Und indem wir die Menschen um uns herum sehen, Menschen, die vielleicht auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe stehen, indem wir das alles um uns herum sehen, sehen wir die Bilder unserer eigenen früheren Verkörperungen und bilden unsere eigene spätere Verkörperung. So wie mancher Mensch um uns herum heute ist, so waren wir einst selbst. [So wie die Hottentotten waren wir; im Göttlichen werden wir einst sein.]
[ 7 ] Sehen Sie, wir begreifen die mineralische Welt, weil wir sie einst selbst waren. Wir begreifen den Bergkristall, weil wir ihn aus uns abgesondert haben. Was unser Verstand denkt, das hat einst die ganze mineralische Welt geschaffen. So ist unsere eigene Wesenheit um uns ausgebreitet, und indem wir in dieser Welt Umblick halten, erblicken wir nur unser eigenes Selbst, unser vergangenes Selbst. Und indem wir die Menschen um uns herum sehen, Menschen, die vielleicht auf einer niedrigeren Entwicklungsstufe stehen, indem wir das alles um uns herum sehen, sehen wir die Bilder unserer eigenen früheren Verkörperungen und bilden unsere eigene spätere Verkörperung. So wie mancher Mensch um uns herum heute ist, so waren wir einst selbst. [So wie die Hottentotten waren wir; im Göttlichen werden wir einst sein.]
[ 8 ] So kommen wir zu einem Bild der Vergangenheit und zu einem Bild der Zukunft. Naturerkenntnis ist Selbsterkenntnis, Spiegel der Vergangenheit und der Zukunft. Das bedenkend spricht aus dem tiefsten des Innern heraus im Grunde genommen das einzig klärende Wort über die Selbsterkenntnis die Vedanta-Weisheit, die wunderbarste Weisheit, die jemals die Welt hervorgebracht hat: ‹Tat twam asi› — ‹Das bist du›. Es gibt kein Ding in der Außenwelt, das nicht zu unserem Sein, zu unserem Selbst gehörte. Sehen Sie den Stein an, auf den Sie treten - das ist etwas, was einst mit Ihrem eigenen Selbst verbunden war. Sehen Sie die Pflanzen und die Tiere an - alles das sind Stücke unseres eigenen Selbst. Sie waren einst hineingewoben in unser Selbst. Wir gehören mit Vergangenheit und Zukunft zu einem einzigen Wesen zusammen. Deshalb sagen wir zu dem, was draußen im Raume sich ausbreitet: ‹Das bist du›.
[ 8 ] So kommen wir zu einem Bild der Vergangenheit und zu einem Bild der Zukunft. Naturerkenntnis ist Selbsterkenntnis, Spiegel der Vergangenheit und der Zukunft. Das bedenkend spricht aus dem tiefsten des Innern heraus im Grunde genommen das einzig klärende Wort über die Selbsterkenntnis die Vedanta-Weisheit, die wunderbarste Weisheit, die jemals die Welt hervorgebracht hat: ‹Tat twam asi› — ‹Das bist du›. Es gibt kein Ding in der Außenwelt, das nicht zu unserem Sein, zu unserem Selbst gehörte. Sehen Sie den Stein an, auf den Sie treten - das ist etwas, was einst mit Ihrem eigenen Selbst verbunden war. Sehen Sie die Pflanzen und die Tiere an - alles das sind Stücke unseres eigenen Selbst. Sie waren einst hineingewoben in unser Selbst. Wir gehören mit Vergangenheit und Zukunft zu einem einzigen Wesen zusammen. Deshalb sagen wir zu dem, was draußen im Raume sich ausbreitet: ‹Das bist du›.
[ 9 ] Nicht das ist Selbsterkenntnis, wenn Sie hineinschauen in Ihr Inneres, sondern gerade, wenn Sie hinausschauen in die Welt mit dem Bewusstsein, dass in jedem Weltenwesen ein Stück Ihres eigenen Wesens ist: Nicht in dir ist die Welt, sondern draußen auf dem großen Tableau des Universums. Nicht aus dir, sondern zunächst aus dem großen Tableau des Universums spricht der schöpferische Gott. Selbsterkenntnis erlangst du, indem du Welterkenntnis erlangst, indem du hörst auf jegliches Wesen der Natur, indem du die Sinne und geistigen Organe öffnest für das, was aus der Außenwelt zu dir spricht. Nicht verschließen sollst du dich gegen die Außenwelt, sondern öffnen das Selbst nach außen, indem du das Selbst zunächst entäußerst und dir bewusst wirst, dass in der Außenwelt draußen dein wahres Selbst ist, das geschaffen hat in den urältesten Zeiten das, was noch als wahrnehmbar in dir ruht. Fühle dich eins mit dem, was im Raume draußen lebt und webt, und fühle dies in dem Ausspruch: «Das bist dw. [Der Stein draußen ist die Ursache, dass gewisse Dinge in dir sind. Fühle, indem du Minerale anschaust: ‹Das bist du›.]
[ 9 ] Nicht das ist Selbsterkenntnis, wenn Sie hineinschauen in Ihr Inneres, sondern gerade, wenn Sie hinausschauen in die Welt mit dem Bewusstsein, dass in jedem Weltenwesen ein Stück Ihres eigenen Wesens ist: Nicht in dir ist die Welt, sondern draußen auf dem großen Tableau des Universums. Nicht aus dir, sondern zunächst aus dem großen Tableau des Universums spricht der schöpferische Gott. Selbsterkenntnis erlangst du, indem du Welterkenntnis erlangst, indem du hörst auf jegliches Wesen der Natur, indem du die Sinne und geistigen Organe öffnest für das, was aus der Außenwelt zu dir spricht. Nicht verschließen sollst du dich gegen die Außenwelt, sondern öffnen das Selbst nach außen, indem du das Selbst zunächst entäußerst und dir bewusst wirst, dass in der Außenwelt draußen dein wahres Selbst ist, das geschaffen hat in den urältesten Zeiten das, was noch als wahrnehmbar in dir ruht. Fühle dich eins mit dem, was im Raume draußen lebt und webt, und fühle dies in dem Ausspruch: «Das bist dw. [Der Stein draußen ist die Ursache, dass gewisse Dinge in dir sind. Fühle, indem du Minerale anschaust: ‹Das bist du›.]
[ 10 ] Der Mensch gehört nicht allein der Vergangenheit an, sondern auch der Zukunft. Er muss in die Zukunft hineinwirken; er muss lernen, was er einst sein wird. Dieses Selbst, das wir in uns tragen, wird einst etwas ganz anderes sein als das, was es heute ist. Aber was es in der Zukunft sein wird, das können wir nicht in unserem Selbst finden. Das liegt nicht in unserem Selbst. Unser Selbst ist Karma — Wirkung der Vergangenheit. Was das Selbst hieraus macht, das werden wir erst in der Zukunft sein. Das können wir aber nicht lernen von uns selbst, sondern nur von denjenigen, welche eine Stufe weiter geschritten sind als wir, von unseren älteren Brüdern, die in einer Reinkarnation stehen, die vorgeschrittener ist als die unsrige. Deshalb sagt der höher entwickelte Mensch: Das, was ich war und was ich sein werde, das muss ich lernen. Viel kann ich lernen von der mich umgebenden Natur, sehr viel von den mich umgebenden Menschen, unendlich Wertvolles kann ich lernen von meinen älteren Brüdern, gar nichts von mir selbst - und er meint damit das im Augenblick gegenwärtige Selbst.
[ 10 ] Der Mensch gehört nicht allein der Vergangenheit an, sondern auch der Zukunft. Er muss in die Zukunft hineinwirken; er muss lernen, was er einst sein wird. Dieses Selbst, das wir in uns tragen, wird einst etwas ganz anderes sein als das, was es heute ist. Aber was es in der Zukunft sein wird, das können wir nicht in unserem Selbst finden. Das liegt nicht in unserem Selbst. Unser Selbst ist Karma — Wirkung der Vergangenheit. Was das Selbst hieraus macht, das werden wir erst in der Zukunft sein. Das können wir aber nicht lernen von uns selbst, sondern nur von denjenigen, welche eine Stufe weiter geschritten sind als wir, von unseren älteren Brüdern, die in einer Reinkarnation stehen, die vorgeschrittener ist als die unsrige. Deshalb sagt der höher entwickelte Mensch: Das, was ich war und was ich sein werde, das muss ich lernen. Viel kann ich lernen von der mich umgebenden Natur, sehr viel von den mich umgebenden Menschen, unendlich Wertvolles kann ich lernen von meinen älteren Brüdern, gar nichts von mir selbst - und er meint damit das im Augenblick gegenwärtige Selbst.
[ 11 ] Es muss vielleicht mehr begriffen werden, dass ein tieferes Selbst ausgebreitet draußen in der Natur ist, insofern es seine Ursache in der Vergangenheit hat. Und es muss ferner begriffen werden, dass in dem, was unsere älteren Brüder, die weisen Brüder der Menschheit erlebten, uns heute eine Vorzeichnung für unsere eigene Zukunft ist. So müssen wir verstehen, dass wir Selbsterkenntnis nicht entgegenhalten können dem, was unsere älteren weisen Brüder lehren, sondern dass wir unser eigenes Selbst in diesen älteren Brüdern zu sehen haben, dass wir unsere Zukunft selbst in diesen älteren Brüdern zu sehen haben. Das, was sie heute sind, werden wir einst sein, [und wollen wir lernen, was wir in der Zukunft sein werden,] dann müssen wir uns sagen lassen, was sie bereits durchgemacht haben. Wie könnten die Tiere, Pflanzen und niedrigstehenden Menschen eine Aufklärung geben über ihr Selbst? Dasjenige, was wir heute sind, werden diese in einer späteren Zeit sein. Aber wir können unser eigenes Selbst uns nur aufklären lassen von denjenigen, die angelangt sind an den Stufen, zu denen wir noch kommen müssen.
[ 11 ] Es muss vielleicht mehr begriffen werden, dass ein tieferes Selbst ausgebreitet draußen in der Natur ist, insofern es seine Ursache in der Vergangenheit hat. Und es muss ferner begriffen werden, dass in dem, was unsere älteren Brüder, die weisen Brüder der Menschheit erlebten, uns heute eine Vorzeichnung für unsere eigene Zukunft ist. So müssen wir verstehen, dass wir Selbsterkenntnis nicht entgegenhalten können dem, was unsere älteren weisen Brüder lehren, sondern dass wir unser eigenes Selbst in diesen älteren Brüdern zu sehen haben, dass wir unsere Zukunft selbst in diesen älteren Brüdern zu sehen haben. Das, was sie heute sind, werden wir einst sein, [und wollen wir lernen, was wir in der Zukunft sein werden,] dann müssen wir uns sagen lassen, was sie bereits durchgemacht haben. Wie könnten die Tiere, Pflanzen und niedrigstehenden Menschen eine Aufklärung geben über ihr Selbst? Dasjenige, was wir heute sind, werden diese in einer späteren Zeit sein. Aber wir können unser eigenes Selbst uns nur aufklären lassen von denjenigen, die angelangt sind an den Stufen, zu denen wir noch kommen müssen.
[ 12 ] So können wir nur in Demut sitzen zu den Füßen der großen Lehrer des Menschengeschlechts. Die Weisen Indiens sprechen: Der Schüler hat andächtig zu sitzen zu den Füßen des großen Guru. - Das schließt nicht Selbsterkenntnis aus, sondern das schließt Selbsterkenntnis ein, die wahre Selbsterkenntnis. Denken Sie sich: Ich sitze zu den Füßen des erhabenen Guru -, da darf ich nicht sagen: Ich will nicht von dir lernen, sondern von mir selbst. - Das wäre eine Verkennung des wahren, höheren Selbst. Das höhere Selbst spricht aus allen. Aus seinen Worten spricht auch mein Selbst.
[ 12 ] So können wir nur in Demut sitzen zu den Füßen der großen Lehrer des Menschengeschlechts. Die Weisen Indiens sprechen: Der Schüler hat andächtig zu sitzen zu den Füßen des großen Guru. - Das schließt nicht Selbsterkenntnis aus, sondern das schließt Selbsterkenntnis ein, die wahre Selbsterkenntnis. Denken Sie sich: Ich sitze zu den Füßen des erhabenen Guru -, da darf ich nicht sagen: Ich will nicht von dir lernen, sondern von mir selbst. - Das wäre eine Verkennung des wahren, höheren Selbst. Das höhere Selbst spricht aus allen. Aus seinen Worten spricht auch mein Selbst.
[ 13 ] Das, was ich lernen kann von meinem Selbst, das tönt mir aus den Lippen meines Guru. Theorie, graue Theorie ist es, wenn man meint, das eigene Selbst solle man sprechen lassen. Und wahre esoterische Praxis ist es, wenn man die älteren Brüder der Menschheit hört. Das, was wir sind, was unser Selbst uns zu sagen hat, spricht am besten ein solches Buch aus wie «Licht auf den Weg» oder ähnliches. In den ewigen Sätzen, die Sie in diesem Buch finden oder im Neuen Testament, namentlich im Johannes-Evangelium oder in den ehrwürdigen Schriften der großen Meister, da tönt Ihr Selbst zu Ihnen. Und wenn Sie lautlos und still werden in dem, was Sie selbst jetzt sind als Wirkung der Vergangenheit zu den Füßen des Guru - er braucht nur entwickelter zu sein als Sie selbst —, dann tönt Ihnen Ihr eigenes Selbst belehrend in die Ohren, in Ihre Seelen.
[ 13 ] Das, was ich lernen kann von meinem Selbst, das tönt mir aus den Lippen meines Guru. Theorie, graue Theorie ist es, wenn man meint, das eigene Selbst solle man sprechen lassen. Und wahre esoterische Praxis ist es, wenn man die älteren Brüder der Menschheit hört. Das, was wir sind, was unser Selbst uns zu sagen hat, spricht am besten ein solches Buch aus wie «Licht auf den Weg» oder ähnliches. In den ewigen Sätzen, die Sie in diesem Buch finden oder im Neuen Testament, namentlich im Johannes-Evangelium oder in den ehrwürdigen Schriften der großen Meister, da tönt Ihr Selbst zu Ihnen. Und wenn Sie lautlos und still werden in dem, was Sie selbst jetzt sind als Wirkung der Vergangenheit zu den Füßen des Guru - er braucht nur entwickelter zu sein als Sie selbst —, dann tönt Ihnen Ihr eigenes Selbst belehrend in die Ohren, in Ihre Seelen.
[ 14 ] Und indem an Sie ein Satz herantritt, wie er hier steht: «Erwarte das Blühen der Blume in der Stille nach Sturmgebraus, nicht früher», dann ist das ein Ausspruch eines Meisters, der die Stufe längst durchgemacht hat, auf der ich stehe und der mich belehren kann über mein Selbst. Deshalb sagt der Okkultist: Vor allem habe ich mich zu vertiefen in dasjenige, was die weisen Führer der Menschheit hervorgebracht haben. Und da steigt er in Demut und Gelassenheit stufenweise empor. Zuerst hören wir auf dasjenige, was uns die Großen der Menschheit zu sagen haben, die auf allen Gebieten aufgetreten sind und die weiser waren als wir. Wir blicken auf zu den großen Künstlern, zu den großen weisen Führern, sofern sie uns in der äußeren, exoterischen Geschichte entgegentreten.
[ 14 ] Und indem an Sie ein Satz herantritt, wie er hier steht: «Erwarte das Blühen der Blume in der Stille nach Sturmgebraus, nicht früher», dann ist das ein Ausspruch eines Meisters, der die Stufe längst durchgemacht hat, auf der ich stehe und der mich belehren kann über mein Selbst. Deshalb sagt der Okkultist: Vor allem habe ich mich zu vertiefen in dasjenige, was die weisen Führer der Menschheit hervorgebracht haben. Und da steigt er in Demut und Gelassenheit stufenweise empor. Zuerst hören wir auf dasjenige, was uns die Großen der Menschheit zu sagen haben, die auf allen Gebieten aufgetreten sind und die weiser waren als wir. Wir blicken auf zu den großen Künstlern, zu den großen weisen Führern, sofern sie uns in der äußeren, exoterischen Geschichte entgegentreten.
[ 15 ] Wenn wir ein Bild von Raffael auf uns wirken lassen, wenn wir des Platons große Werke über die Unsterblichkeit der Seele oder seinen «Phaidon» in uns eindringen lassen, wenn wir auf uns wirken lassen die Schriften, die uns zum Beispiel unser deutscher Johann Gottlieb Fichte oder ähnliche große Männer hinterlassen haben, dann spricht unser Selbst mit uns, dann redet unser Selbst mit uns, und dann ranken wir uns auf der ersten Stufe hinauf zu einem höheren Element unseres Selbst. Dann, wenn wir das, was auf dieser Stufe steht in uns, aufgenommen haben, wenigstens teilweise, dann können wir an die Tiefen derjenigen, die sich nicht nennen, weil auf ihren Namen nichts ankommt, etwa in eine solche Schrift wie «Licht auf den Weg», die nur durch das Werkzeug Mabel Collins niedergeschrieben wurde, die aber von einem großen, weisen Führer herrührt, dann ranken wir uns hinauf zu höheren Stufen.
[ 15 ] Wenn wir ein Bild von Raffael auf uns wirken lassen, wenn wir des Platons große Werke über die Unsterblichkeit der Seele oder seinen «Phaidon» in uns eindringen lassen, wenn wir auf uns wirken lassen die Schriften, die uns zum Beispiel unser deutscher Johann Gottlieb Fichte oder ähnliche große Männer hinterlassen haben, dann spricht unser Selbst mit uns, dann redet unser Selbst mit uns, und dann ranken wir uns auf der ersten Stufe hinauf zu einem höheren Element unseres Selbst. Dann, wenn wir das, was auf dieser Stufe steht in uns, aufgenommen haben, wenigstens teilweise, dann können wir an die Tiefen derjenigen, die sich nicht nennen, weil auf ihren Namen nichts ankommt, etwa in eine solche Schrift wie «Licht auf den Weg», die nur durch das Werkzeug Mabel Collins niedergeschrieben wurde, die aber von einem großen, weisen Führer herrührt, dann ranken wir uns hinauf zu höheren Stufen.
[ 16 ] So spricht auch unser Selbst zu uns durch das Evangelium, durch die Bhagavad Gita, durch die uralten Schriften der Menschheit. Das alles ist unser Selbst, was da spricht, und wir finden es am besten, wenn wir es nicht in uns, sondern außer uns suchen, wie es in dem Vedantaspruch heißt: ‹Tat twam asi› — ‹Das bist du›.
[ 16 ] So spricht auch unser Selbst zu uns durch das Evangelium, durch die Bhagavad Gita, durch die uralten Schriften der Menschheit. Das alles ist unser Selbst, was da spricht, und wir finden es am besten, wenn wir es nicht in uns, sondern außer uns suchen, wie es in dem Vedantaspruch heißt: ‹Tat twam asi› — ‹Das bist du›.
[ 17 ] Und dann, wenn wir nichts mehr verspüren davon, dass wir uns selbst etwas zu sagen haben, wenn wir bloß noch ein Gefäß sein wollen, wenn wir alles hingegeben haben, was mit unserem engeren Selbst, das eine Wirkung ist, zusammenhängt, dann, erst dann spricht höhere Individualität zu uns. Dazu gehört aber noch so manches, vor allen Dingen eine tüchtige Berücksichtigung des Spruches, dass die Selbsterkenntnis, die Erkenntnis unseres sogenannten Innern, der Anfang zum Willen zur Vervollkommnung auch der Erkenntnis ist, dass wir durch unser Selbst gar nichts lernen. In Wahrheit gibt sich der Mensch durch dieses Selbst den schwersten Täuschungen hin. Dieses Selbst - sehen Sie es sich einmal an. Sind Sie selbst es bei Ihren täglichen Verrichtungen? Sind Sie es selbst, wenn Sie zum Essen gehen? Sind Sie es selbst, wenn Sie Ihren Geschäften nachgehen? Eine klare Selbsterkenntnis wird Ihnen sagen, dass Sie es nicht selbst sind, sondern, dass es Naturtriebe sind. Was Ihr physischer Leib, was die Natur aus Ihnen macht, das treibt Sie, das nur stößt und drückt in Ihnen. Es ist die größte Illusion, wenn jemand sagt: Ich esse, ich gehe spazieren, ich besorge dieses oder jenes Geschäft - denn er ist nicht der Treibende, sondern der Getriebene. Für den, der sich hineinversenkt in diese Selbsterkenntnis, ist sie nicht die Quelle für die Wahrheit, die er in seinem Selbst etwa finden könnte, sondern er bemerkt, dass er gerade in seinem Selbst die Außenwelt findet, das, was ihn von außen stößt und treibt. Selbst wenn Sie noch so sehr mit Ihrer gegenwärtigen Individualität zusammenhängen, was sind Sie? Sie sind das Ergebnis Ihrer karmischen Entwicklung von früher. Das, was wir heute denken und fühlen, das denken und fühlen wir so, weil wir in früheren Lebensläufen zu diesem oder jenem getrieben worden sind. Die früheren Leben wirken durch unser Leben hindurch.
[ 17 ] Und dann, wenn wir nichts mehr verspüren davon, dass wir uns selbst etwas zu sagen haben, wenn wir bloß noch ein Gefäß sein wollen, wenn wir alles hingegeben haben, was mit unserem engeren Selbst, das eine Wirkung ist, zusammenhängt, dann, erst dann spricht höhere Individualität zu uns. Dazu gehört aber noch so manches, vor allen Dingen eine tüchtige Berücksichtigung des Spruches, dass die Selbsterkenntnis, die Erkenntnis unseres sogenannten Innern, der Anfang zum Willen zur Vervollkommnung auch der Erkenntnis ist, dass wir durch unser Selbst gar nichts lernen. In Wahrheit gibt sich der Mensch durch dieses Selbst den schwersten Täuschungen hin. Dieses Selbst - sehen Sie es sich einmal an. Sind Sie selbst es bei Ihren täglichen Verrichtungen? Sind Sie es selbst, wenn Sie zum Essen gehen? Sind Sie es selbst, wenn Sie Ihren Geschäften nachgehen? Eine klare Selbsterkenntnis wird Ihnen sagen, dass Sie es nicht selbst sind, sondern, dass es Naturtriebe sind. Was Ihr physischer Leib, was die Natur aus Ihnen macht, das treibt Sie, das nur stößt und drückt in Ihnen. Es ist die größte Illusion, wenn jemand sagt: Ich esse, ich gehe spazieren, ich besorge dieses oder jenes Geschäft - denn er ist nicht der Treibende, sondern der Getriebene. Für den, der sich hineinversenkt in diese Selbsterkenntnis, ist sie nicht die Quelle für die Wahrheit, die er in seinem Selbst etwa finden könnte, sondern er bemerkt, dass er gerade in seinem Selbst die Außenwelt findet, das, was ihn von außen stößt und treibt. Selbst wenn Sie noch so sehr mit Ihrer gegenwärtigen Individualität zusammenhängen, was sind Sie? Sie sind das Ergebnis Ihrer karmischen Entwicklung von früher. Das, was wir heute denken und fühlen, das denken und fühlen wir so, weil wir in früheren Lebensläufen zu diesem oder jenem getrieben worden sind. Die früheren Leben wirken durch unser Leben hindurch.
[ 18 ] Wenn Sie sich in der Selbsterkenntnis fragen: Warum tue ich dieses oder jenes, da kommen Sie nicht auf Ihr Selbst, sondern auf die früheren Ursachen in Ihren Lebensläufen. Und wenn Sie noch weitergehen, selbst prüfen, was Sie in dem gegenwärtigen Leben sich angeeignet haben, finden Sie dasselbe. Nehmen Sie nur die Sprache. Ist die Sprache Ihr Selbst? Sie sprechen, Sie meinen zu sprechen. Kann der Mensch sprechen aus seinem Selbst heraus? Wenn das so wäre, es müsste jeder Mensch neue Worte bilden können, jeder Mensch müsste die Sprache aus seinem Selbst heraus gebären. Aber die Sprache spricht, die Sprache des Stammes, des Volkes. Das ganze Volk spricht durch die Sprache. Das ganze Volk steht hinter uns und spricht zu uns, durch uns.
[ 18 ] Wenn Sie sich in der Selbsterkenntnis fragen: Warum tue ich dieses oder jenes, da kommen Sie nicht auf Ihr Selbst, sondern auf die früheren Ursachen in Ihren Lebensläufen. Und wenn Sie noch weitergehen, selbst prüfen, was Sie in dem gegenwärtigen Leben sich angeeignet haben, finden Sie dasselbe. Nehmen Sie nur die Sprache. Ist die Sprache Ihr Selbst? Sie sprechen, Sie meinen zu sprechen. Kann der Mensch sprechen aus seinem Selbst heraus? Wenn das so wäre, es müsste jeder Mensch neue Worte bilden können, jeder Mensch müsste die Sprache aus seinem Selbst heraus gebären. Aber die Sprache spricht, die Sprache des Stammes, des Volkes. Das ganze Volk spricht durch die Sprache. Das ganze Volk steht hinter uns und spricht zu uns, durch uns.
[ 19 ] Wir können immer weiter nach Selbsterkenntnis trachten und werden finden, dass das Selbst immer weiter aus uns herausgeht. Und wenn wir verstehen «Tat twam as», und dieses Selbst ausgebreitet und ausgegossen sehen über die Außenwelt, dann leben wir in Selbsterkenntnis. Das muss man sich nur ganz klar machen und man muss es einmal gefühlt haben, was es heißt, so ausgehöhlt durch die Selbsterkenntnis vor sich selbst zu stehen. Ausgehöhlt steht der Selbsterkennende vor sich selber. Öde und finster muss es erst werden in uns, wenn wir das Ende der Selbsterkenntnis erreicht haben wollen. Da, wo wir früher Wärme empfanden, da fühlen wir später durch die Selbsterkenntnis, dass diese Wärme nicht unserem Herzen entströmt, sondern dass sie erst hineingegossen ist durch die Außenwelt und dass unser Selbst nur der Zusammenfluss der Kräfte der Außenwelt ist. An die Stelle eines jeden arroganten Gefühls des Selbst treten dann die vollkommenste Bescheidenheit und die Erkenntnis, dass wir nichts sind gegenüber der Umwelt. Dürre und Öde und Ausgehöhltheit ist das Ergebnis jener Selbsterkenntnis, die nur in sich selbst suchen will. Wenn wir da angelangt sind und einsehen, dass unser Selbst ganz in der Außenwelt liegt, dann sind wir reif, einfließen zu lassen die Lehren unserer älteren Brüder, dann sprechen sie zu uns, die Siegelbewahrer unseres höheren Selbstes, wenn wir nichts mehr sein wollen von diesem höheren Selbst. Unser niederes Selbst ist draußen ausgebreitet in den verschiedenen Etappen, und unser höheres Selbst ist draußen ausgebreitet in denen, die weiter gekommen sind als wir.
[ 19 ] Wir können immer weiter nach Selbsterkenntnis trachten und werden finden, dass das Selbst immer weiter aus uns herausgeht. Und wenn wir verstehen «Tat twam as», und dieses Selbst ausgebreitet und ausgegossen sehen über die Außenwelt, dann leben wir in Selbsterkenntnis. Das muss man sich nur ganz klar machen und man muss es einmal gefühlt haben, was es heißt, so ausgehöhlt durch die Selbsterkenntnis vor sich selbst zu stehen. Ausgehöhlt steht der Selbsterkennende vor sich selber. Öde und finster muss es erst werden in uns, wenn wir das Ende der Selbsterkenntnis erreicht haben wollen. Da, wo wir früher Wärme empfanden, da fühlen wir später durch die Selbsterkenntnis, dass diese Wärme nicht unserem Herzen entströmt, sondern dass sie erst hineingegossen ist durch die Außenwelt und dass unser Selbst nur der Zusammenfluss der Kräfte der Außenwelt ist. An die Stelle eines jeden arroganten Gefühls des Selbst treten dann die vollkommenste Bescheidenheit und die Erkenntnis, dass wir nichts sind gegenüber der Umwelt. Dürre und Öde und Ausgehöhltheit ist das Ergebnis jener Selbsterkenntnis, die nur in sich selbst suchen will. Wenn wir da angelangt sind und einsehen, dass unser Selbst ganz in der Außenwelt liegt, dann sind wir reif, einfließen zu lassen die Lehren unserer älteren Brüder, dann sprechen sie zu uns, die Siegelbewahrer unseres höheren Selbstes, wenn wir nichts mehr sein wollen von diesem höheren Selbst. Unser niederes Selbst ist draußen ausgebreitet in den verschiedenen Etappen, und unser höheres Selbst ist draußen ausgebreitet in denen, die weiter gekommen sind als wir.
[ 20 ] Selbsterkenntnis ist Welterkenntnis, und der Anfang der Selbsterkenntnis ist der, dass unser Selbst von außen in uns einströmen muss. Keiner kann den Weg gehen und den Spruch fühlen: «Suche den Weg der inneren Versenkung», ohne getrieben zu sein zu dem anderen Spruch: «Suche den Weg, indem kühn du heraustrittst aus dir selbst.» Das ist erst wahre Selbsterkenntnis, dass nicht mehr in uns selbst gesucht wird, sondern in der Außenwelt. Und dann enthüllt sich uns etwas von der Zukunft, von dem, was noch nicht ist. Es gibt nämlich solche, die heute schon vermöge ihrer weiteren Entwicklung hineinsehen können in dasjenige, was unser eigenes Selbst erst in der Zukunft sehen wird.
[ 20 ] Selbsterkenntnis ist Welterkenntnis, und der Anfang der Selbsterkenntnis ist der, dass unser Selbst von außen in uns einströmen muss. Keiner kann den Weg gehen und den Spruch fühlen: «Suche den Weg der inneren Versenkung», ohne getrieben zu sein zu dem anderen Spruch: «Suche den Weg, indem kühn du heraustrittst aus dir selbst.» Das ist erst wahre Selbsterkenntnis, dass nicht mehr in uns selbst gesucht wird, sondern in der Außenwelt. Und dann enthüllt sich uns etwas von der Zukunft, von dem, was noch nicht ist. Es gibt nämlich solche, die heute schon vermöge ihrer weiteren Entwicklung hineinsehen können in dasjenige, was unser eigenes Selbst erst in der Zukunft sehen wird.
[ 21 ] Wir sind hindurchgegangen durch die astrale, durch die mentale Welt, und wir werden uns wieder hinaufringen zu einer astralen und mentalen Welt durch diese unsere physische Welt hindurch. Aber dazu müssen wir uns erst die Kraft entwickeln, um uns zu diesen höheren Welten hinaufzurücken, wo wir mit Tod abgehen; sie können gesehen werden von unseren älteren Brüdern. [Die Welten, die jenseits des Todes liegen, sie können gesehen werden von unseren älteren Brüdern.] Derjenige, der in Demut die Stufe der älteren Brüderschaft erreicht hat, der sieht innerhalb des Lebens schon jene Reiche, welche der Mensch betritt, wenn er durch das Tor des Todes geschritten ist.
[ 21 ] Wir sind hindurchgegangen durch die astrale, durch die mentale Welt, und wir werden uns wieder hinaufringen zu einer astralen und mentalen Welt durch diese unsere physische Welt hindurch. Aber dazu müssen wir uns erst die Kraft entwickeln, um uns zu diesen höheren Welten hinaufzurücken, wo wir mit Tod abgehen; sie können gesehen werden von unseren älteren Brüdern. [Die Welten, die jenseits des Todes liegen, sie können gesehen werden von unseren älteren Brüdern.] Derjenige, der in Demut die Stufe der älteren Brüderschaft erreicht hat, der sieht innerhalb des Lebens schon jene Reiche, welche der Mensch betritt, wenn er durch das Tor des Todes geschritten ist.
[ 22 ] Und wie lernt der Mensch, in diese Welt hineinzuschauen? Nicht durch Selbstbebrütung, sondern durch Hinhorchen auf dasjenige, was uns unsere älteren Brüder sagen; durch das Begreifen des Satzes, dass Selbsterkenntnis Hinhorchen ist auf die Unterweisung der älteren Brüder. In den Worten unserer älteren Brüder liegen die Kräfte, die uns nicht nur unterrichten, nicht nur belehren, sondern in unserem eigenen Astralleib, in unserem eigenen Mentalleib Organe, Geistesaugen und Geistesohren erwecken. Indem der Guru zu mir spricht, fließen Ströme in mich ein, die in mir Geistesaugen und Geistesohren erwecken, wodurch ich selbst hineinsehen lerne in die Welten, in die er hineinsehen kann. Erst, wenn ich nicht mehr brauchen will, was in mir ist und nur Wirkung der Vergangenheit ist, wenn ich mich ausgehöhlt habe und in das leere Gefäß den Inhalt der höheren Brüder einfließen lasse, dann bekomme ich den Inhalt, der mich hineinblicken lässt in die Zukunft des Menschenlebens.
[ 22 ] Und wie lernt der Mensch, in diese Welt hineinzuschauen? Nicht durch Selbstbebrütung, sondern durch Hinhorchen auf dasjenige, was uns unsere älteren Brüder sagen; durch das Begreifen des Satzes, dass Selbsterkenntnis Hinhorchen ist auf die Unterweisung der älteren Brüder. In den Worten unserer älteren Brüder liegen die Kräfte, die uns nicht nur unterrichten, nicht nur belehren, sondern in unserem eigenen Astralleib, in unserem eigenen Mentalleib Organe, Geistesaugen und Geistesohren erwecken. Indem der Guru zu mir spricht, fließen Ströme in mich ein, die in mir Geistesaugen und Geistesohren erwecken, wodurch ich selbst hineinsehen lerne in die Welten, in die er hineinsehen kann. Erst, wenn ich nicht mehr brauchen will, was in mir ist und nur Wirkung der Vergangenheit ist, wenn ich mich ausgehöhlt habe und in das leere Gefäß den Inhalt der höheren Brüder einfließen lasse, dann bekomme ich den Inhalt, der mich hineinblicken lässt in die Zukunft des Menschenlebens.
[ 23 ] So ist für den wahren Okkultisten in der Praxis die Selbsterkenntnis das bescheidene Anhören derjenigen, die das schon gelernt haben, was er noch zu lernen hat. Und am meisten lernt man unter diesem Gesichtspunkte. Deshalb verehrt der Okkultist den Schüler und den Meister, und er sucht den Schüler und den Meister nicht in sich selbst, sondern in dem anderen größeren Selbst, das draußen in der Welt ist. Selbsterkenntnis heißt für den Okkultisten Hingabe zu einem Schüler und zu dem Meister; und das größere Selbst bei ihm suchend auch hier den Spruch bewahrheitend: «Das bist dw.
[ 23 ] So ist für den wahren Okkultisten in der Praxis die Selbsterkenntnis das bescheidene Anhören derjenigen, die das schon gelernt haben, was er noch zu lernen hat. Und am meisten lernt man unter diesem Gesichtspunkte. Deshalb verehrt der Okkultist den Schüler und den Meister, und er sucht den Schüler und den Meister nicht in sich selbst, sondern in dem anderen größeren Selbst, das draußen in der Welt ist. Selbsterkenntnis heißt für den Okkultisten Hingabe zu einem Schüler und zu dem Meister; und das größere Selbst bei ihm suchend auch hier den Spruch bewahrheitend: «Das bist dw.
[ 24 ] Und unbescheiden im höchsten Sinne des Wortes wäre es, zu sagen, dass man in sich das finden könnte, was unsere älteren Brüder lehren. Deshalb wird man so bescheiden, wenn man ein wenig vorschreitet in der Erkenntnis. Deshalb gewöhnt man sich ab, von einem bestimmten Punkte an jemals seine eigene Meinung zu sagen. Denn was ist diese? Nichts als eine Wirkung des Karma. Aber wenn man dasteht und seine eigene Meinung unterdrückt, alles, wozu man selbst glaubt aufgerufen zu haben, zunächst schweigen lässt und auf das hört, was uns von der Außenwelt entgegentönt von denen, die es weiter gebracht haben als wir selbst, dann verdienen wir, wirklich gehört zu werden. Und dann weiß auch der einfache Mensch, der in diesem Sinne lebt, Schönes und Großes zu sagen. Wenn ein Mensch nur seine Meinung vertritt, wird er Ihnen sehr wenig zu sagen haben. Wenn ein Mensch zu Ihnen kommt, aber nur seine Meinung vertreten will, der wird Ihnen sehr wenig sagen. Wenn er aber aus seiner Individualität heraustönen lässt die urewigen Wahrheiten derjenigen, die weiser sind als er selbst und derer er sich bewusst ist, dann wird er Ihnen - wenn auch scheinbar einfältig - unendlich vieles zu sagen haben.
[ 24 ] Und unbescheiden im höchsten Sinne des Wortes wäre es, zu sagen, dass man in sich das finden könnte, was unsere älteren Brüder lehren. Deshalb wird man so bescheiden, wenn man ein wenig vorschreitet in der Erkenntnis. Deshalb gewöhnt man sich ab, von einem bestimmten Punkte an jemals seine eigene Meinung zu sagen. Denn was ist diese? Nichts als eine Wirkung des Karma. Aber wenn man dasteht und seine eigene Meinung unterdrückt, alles, wozu man selbst glaubt aufgerufen zu haben, zunächst schweigen lässt und auf das hört, was uns von der Außenwelt entgegentönt von denen, die es weiter gebracht haben als wir selbst, dann verdienen wir, wirklich gehört zu werden. Und dann weiß auch der einfache Mensch, der in diesem Sinne lebt, Schönes und Großes zu sagen. Wenn ein Mensch nur seine Meinung vertritt, wird er Ihnen sehr wenig zu sagen haben. Wenn ein Mensch zu Ihnen kommt, aber nur seine Meinung vertreten will, der wird Ihnen sehr wenig sagen. Wenn er aber aus seiner Individualität heraustönen lässt die urewigen Wahrheiten derjenigen, die weiser sind als er selbst und derer er sich bewusst ist, dann wird er Ihnen - wenn auch scheinbar einfältig - unendlich vieles zu sagen haben.
[ 25 ] Die höchste Wahrheit tönt aus der tiefsten Bescheidenheit und Demut. Diejenigen, die die höchsten Wahrheiten gesagt haben, sie haben anders gesprochen als diejenigen, welche so häufig zu uns sprechen, die sagen: Ich meine dieses, ich glaube jenes, das ist mein Standpunkt, das ist meine Meinung. - So sprechen diejenigen nicht, die etwas weitergekommen sind; sie berufen sich auf diejenigen, die hinter ihnen stehen. Sie wissen, dass wertlos ihre eigene Meinung ist.
[ 25 ] Die höchste Wahrheit tönt aus der tiefsten Bescheidenheit und Demut. Diejenigen, die die höchsten Wahrheiten gesagt haben, sie haben anders gesprochen als diejenigen, welche so häufig zu uns sprechen, die sagen: Ich meine dieses, ich glaube jenes, das ist mein Standpunkt, das ist meine Meinung. - So sprechen diejenigen nicht, die etwas weitergekommen sind; sie berufen sich auf diejenigen, die hinter ihnen stehen. Sie wissen, dass wertlos ihre eigene Meinung ist.
[ 26 ] Diejenigen, die die theosophische Bewegung gegründer haben, die, welche sie in der richtigen Weise vertreten, haben sich immer auf die Individualität berufen, die hinter ihnen steht, auf ein wahres höheres Selbst, das hinter ihnen spricht, [eine Individualität,] die Meister ist, und deshalb unser höheres Selbst ist. Die Worte der außer uns lebenden Meisterpersönlichkeiten, die teilen das eigentliche verständnisvolle Wirken der theosophischen Gesellschaft mit. Ganz und gar ergeben sie [die Gründer der theosophischen Gesellschaft] sich in ihren Willen und machen sich zu ihren Instrumenten. Das ist ihre Gesinnung. Am liebsten haben sie es, wenn sie vor andere hintreten können und sagen können: Gar nichts ist in mir, nichts soll heraustönen aus mir, ich will mich zu einem leeren Gefäß machen, aus dem der Meister spricht. Aber der soll nicht mein eigenes Selbst sein, sondern dieses höhere Selbst sollen die weisen Führer und Brüder der Menschheit sein, die neben uns leben, und deren Worte wir hören und im richtigen Sinne verstehen wollen.
[ 26 ] Diejenigen, die die theosophische Bewegung gegründer haben, die, welche sie in der richtigen Weise vertreten, haben sich immer auf die Individualität berufen, die hinter ihnen steht, auf ein wahres höheres Selbst, das hinter ihnen spricht, [eine Individualität,] die Meister ist, und deshalb unser höheres Selbst ist. Die Worte der außer uns lebenden Meisterpersönlichkeiten, die teilen das eigentliche verständnisvolle Wirken der theosophischen Gesellschaft mit. Ganz und gar ergeben sie [die Gründer der theosophischen Gesellschaft] sich in ihren Willen und machen sich zu ihren Instrumenten. Das ist ihre Gesinnung. Am liebsten haben sie es, wenn sie vor andere hintreten können und sagen können: Gar nichts ist in mir, nichts soll heraustönen aus mir, ich will mich zu einem leeren Gefäß machen, aus dem der Meister spricht. Aber der soll nicht mein eigenes Selbst sein, sondern dieses höhere Selbst sollen die weisen Führer und Brüder der Menschheit sein, die neben uns leben, und deren Worte wir hören und im richtigen Sinne verstehen wollen.
[ 27 ] Viel können wir lernen von der Natur um uns herum, sehr viel von den Menschen und dem Leben um uns herum, und das Wertvollste können wir lernen von den älteren Brüdern. Gar nichts aber sollen wir lernen aus uns selbst heraus, denn wir sind nur ein Durchgangspunkt. Wir vermögen nichts in der Welt, wenn wir diesen Durchgangspunkt in unserer Gegenwart zu dem Wirksamen machen wollen. Denken Sie sich, was Sie wären, wenn Sie nur Ihre Gegenwart wirksam machen wollten. Diese ist doch nur die Wirkung von Karma. Weisen Sie alles ab, was über Ihnen steht, so geschieht nichts durch Sie, als was schon geschehen ist. Sie wären eine unfruchtbare Frucht am Menschenbaume. Denn es ist ja alles schon geschehen, was durch Sie geschehen könnte, wenn Sie bei Ihrem eigenen Selbst bleiben. Erst wenn Sie Ihr Selbst befruchten mit dem höheren Selbst, mit dem in der Welt vorhandenen höheren Selbst, dann können Sie etwas Neues in diese Welt hineinbringen. Dann wirkt aus Ihnen etwas heraus, was nicht bloß Vergangenheit und deren Wirkung ist. Einzig und allein der Zusammenhang mit dem, was an Höherem geleistet worden ist in der Welt als wir selbst sind, einzig und allein dieser Zusammenhang und dieses volle bescheidene Bewusstsein gibt uns die Kraft, etwas Produktives in der Welt zu bewirken. Und dieser Entschluss, aus der Öde des eigenen Selbst die Verbindung zu suchen mit dem, was höher steht in der Welt als wir, dieser Entschluss ist die erste Stufe zur Schülerschaft. Wer eine andere Selbsterkenntnis sucht als die angedeutete, der kann nie im okkulten Sinne Schüler oder Chela werden. Einzig das gibt uns die Kraft, etwas zu lernen in der Welt. Ohne dieses Bewusstsein sind wir kraft- und machtlos - nichts.
[ 27 ] Viel können wir lernen von der Natur um uns herum, sehr viel von den Menschen und dem Leben um uns herum, und das Wertvollste können wir lernen von den älteren Brüdern. Gar nichts aber sollen wir lernen aus uns selbst heraus, denn wir sind nur ein Durchgangspunkt. Wir vermögen nichts in der Welt, wenn wir diesen Durchgangspunkt in unserer Gegenwart zu dem Wirksamen machen wollen. Denken Sie sich, was Sie wären, wenn Sie nur Ihre Gegenwart wirksam machen wollten. Diese ist doch nur die Wirkung von Karma. Weisen Sie alles ab, was über Ihnen steht, so geschieht nichts durch Sie, als was schon geschehen ist. Sie wären eine unfruchtbare Frucht am Menschenbaume. Denn es ist ja alles schon geschehen, was durch Sie geschehen könnte, wenn Sie bei Ihrem eigenen Selbst bleiben. Erst wenn Sie Ihr Selbst befruchten mit dem höheren Selbst, mit dem in der Welt vorhandenen höheren Selbst, dann können Sie etwas Neues in diese Welt hineinbringen. Dann wirkt aus Ihnen etwas heraus, was nicht bloß Vergangenheit und deren Wirkung ist. Einzig und allein der Zusammenhang mit dem, was an Höherem geleistet worden ist in der Welt als wir selbst sind, einzig und allein dieser Zusammenhang und dieses volle bescheidene Bewusstsein gibt uns die Kraft, etwas Produktives in der Welt zu bewirken. Und dieser Entschluss, aus der Öde des eigenen Selbst die Verbindung zu suchen mit dem, was höher steht in der Welt als wir, dieser Entschluss ist die erste Stufe zur Schülerschaft. Wer eine andere Selbsterkenntnis sucht als die angedeutete, der kann nie im okkulten Sinne Schüler oder Chela werden. Einzig das gibt uns die Kraft, etwas zu lernen in der Welt. Ohne dieses Bewusstsein sind wir kraft- und machtlos - nichts.
[ 28 ] Alle okkulten Schulen haben dieses Bewusstsein als eine volle Wirklichkeit zusammengefasst in zwei Sätze, die, wenn der Mensch sie sich nicht nur theoretisch vorhält, sondern in jedem Momente seines Lebens nach ihnen lebt, ihm eine unendliche Fülle von Seelenkraft geben, wie sie der Mensch nur haben kann. Aller Okkultismus und alles menschliche Streben überhaupt sind in diesen zwei Sätzen eingeschlossen, die wir gleich berühren wollen. Aber diese Sätze müssen so gelebt werden, dass wir bei jedem Schritt von ihnen ganz und gar durchpulst und durchflossen werden, dass wir nichts tun ohne das Bewusstsein dieser zwei Sätze. Diese zwei Sätze passen im Grunde genommen zusammen, denn das, was um uns ist, ist in uns zusammengeflossen und hat uns zu dem gegenwärtigen Standpunkt gebracht. Da stehen wir und schen uns alles an, was um uns herum ist. Das ist unsere eigene ausgebreitete Vergangenheit.
[ 28 ] Alle okkulten Schulen haben dieses Bewusstsein als eine volle Wirklichkeit zusammengefasst in zwei Sätze, die, wenn der Mensch sie sich nicht nur theoretisch vorhält, sondern in jedem Momente seines Lebens nach ihnen lebt, ihm eine unendliche Fülle von Seelenkraft geben, wie sie der Mensch nur haben kann. Aller Okkultismus und alles menschliche Streben überhaupt sind in diesen zwei Sätzen eingeschlossen, die wir gleich berühren wollen. Aber diese Sätze müssen so gelebt werden, dass wir bei jedem Schritt von ihnen ganz und gar durchpulst und durchflossen werden, dass wir nichts tun ohne das Bewusstsein dieser zwei Sätze. Diese zwei Sätze passen im Grunde genommen zusammen, denn das, was um uns ist, ist in uns zusammengeflossen und hat uns zu dem gegenwärtigen Standpunkt gebracht. Da stehen wir und schen uns alles an, was um uns herum ist. Das ist unsere eigene ausgebreitete Vergangenheit.
[ 29 ] Mehr können Sie nicht in ihrem Selbst finden. Sie finden in ihrem eigenen Astralleib die draußen ausgebreiteten Empfindungen. Alles, was empfinden kann, ist ein Spiegelbild dessen, was in Ihrem eigenen Astralkörper lebt. [Alles, was lebt, ist ein Spiegel unseres Ätherkörpers.] Was als Stein und Mineral um uns herum ist, das ist ein Spiegelbild dessen, was in dem eigenen physischen Körper lebt.
[ 29 ] Mehr können Sie nicht in ihrem Selbst finden. Sie finden in ihrem eigenen Astralleib die draußen ausgebreiteten Empfindungen. Alles, was empfinden kann, ist ein Spiegelbild dessen, was in Ihrem eigenen Astralkörper lebt. [Alles, was lebt, ist ein Spiegel unseres Ätherkörpers.] Was als Stein und Mineral um uns herum ist, das ist ein Spiegelbild dessen, was in dem eigenen physischen Körper lebt.
[ 30 ] Ihr Ich ist zunächst ganz leer; denn Sie sagen zu ihm nichts anderes als Ich. Wollen Sie mehr in diesem Ich haben, so müssen Sie in die Zukunft schauen, müssen Sie auf das hinschauen, was nicht Vergangenheit ist für Sie selber. Dann müssen Sie sich bewusst sein, dass in der Brücke zwischen diesen beiden etwas ausgesprochen ist, was wichtig ist, nämlich, dass in der Brücke zwischen diesen beiden Sie selbst ausgesprochen sind, dass Sie nur eine Brücke sind zwischen dem, was Sie selbst entwickelt haben und dem, was sich noch entwickeln wird. Was wir sehen können, das waren wir schon; was wir sehen lernen, wenn wir auf die Unterweisungen der älteren Brüder schauen, das werden wir schauen, das arbeitet der Zukunft entgegen.
[ 30 ] Ihr Ich ist zunächst ganz leer; denn Sie sagen zu ihm nichts anderes als Ich. Wollen Sie mehr in diesem Ich haben, so müssen Sie in die Zukunft schauen, müssen Sie auf das hinschauen, was nicht Vergangenheit ist für Sie selber. Dann müssen Sie sich bewusst sein, dass in der Brücke zwischen diesen beiden etwas ausgesprochen ist, was wichtig ist, nämlich, dass in der Brücke zwischen diesen beiden Sie selbst ausgesprochen sind, dass Sie nur eine Brücke sind zwischen dem, was Sie selbst entwickelt haben und dem, was sich noch entwickeln wird. Was wir sehen können, das waren wir schon; was wir sehen lernen, wenn wir auf die Unterweisungen der älteren Brüder schauen, das werden wir schauen, das arbeitet der Zukunft entgegen.
[ 31 ] So blickt der, welcher das verstanden hat, hinaus in die Welt und sagt: Das ist gewesen und ist um meinetwillen da, dass ich entstehen konnte. Was ich wahrnehmen kann, gehört alles dazu. Nehmen Sie irgendetwas aus dieser Umwelt heraus, Sie wären nicht derselbe, der Sie heute sind. Und alles hat sein müssen, damit Sie sind. Wie Sie ein Haus Stein auf Stein aufbauen, so ist es auch da. Damit die oberen Stockwerke aufgebaut werden können, muss das unterste da sein. Nehmen Sie einen einzigen Stein heraus, so sieht das Haus nicht mehr so aus, wie es aussehen soll. Ebenso ist es beim Menschen. Nehmen Sie einen Baustein heraus, so sieht er nicht mehr so aus, wie er jetzt aussieht. Das begreift man nicht gleich. Aber wie der Yogaschüler sagt, durch einige Yogaübungen lernt man dies begreifen. Blicken wir in die Welt, so sehen wir, was um uns in der Welt da ist. Blicken wir in uns selbst, so finden wir das, was werden soll, wir finden die Knospen für die Früchte der Zukunft.
[ 31 ] So blickt der, welcher das verstanden hat, hinaus in die Welt und sagt: Das ist gewesen und ist um meinetwillen da, dass ich entstehen konnte. Was ich wahrnehmen kann, gehört alles dazu. Nehmen Sie irgendetwas aus dieser Umwelt heraus, Sie wären nicht derselbe, der Sie heute sind. Und alles hat sein müssen, damit Sie sind. Wie Sie ein Haus Stein auf Stein aufbauen, so ist es auch da. Damit die oberen Stockwerke aufgebaut werden können, muss das unterste da sein. Nehmen Sie einen einzigen Stein heraus, so sieht das Haus nicht mehr so aus, wie es aussehen soll. Ebenso ist es beim Menschen. Nehmen Sie einen Baustein heraus, so sieht er nicht mehr so aus, wie er jetzt aussieht. Das begreift man nicht gleich. Aber wie der Yogaschüler sagt, durch einige Yogaübungen lernt man dies begreifen. Blicken wir in die Welt, so sehen wir, was um uns in der Welt da ist. Blicken wir in uns selbst, so finden wir das, was werden soll, wir finden die Knospen für die Früchte der Zukunft.
[ 32 ] Und dann sind wir uns auch klar, dass wir nicht um unserer selbst willen da sind, sondern um dessentwillen, dass wir [so] werden, wie unsere älteren Brüder sind, dass wir ihnen nachstreben als unseren Idealen. Nicht ausgeklügelten Ideen, sondern dem Beispiel [unserer älteren Brüder] sollen wir nachstreben. In der Wirklichkeit sollen wir leben, nicht in Abstraktionen. Das ist der zweite Satz.
[ 32 ] Und dann sind wir uns auch klar, dass wir nicht um unserer selbst willen da sind, sondern um dessentwillen, dass wir [so] werden, wie unsere älteren Brüder sind, dass wir ihnen nachstreben als unseren Idealen. Nicht ausgeklügelten Ideen, sondern dem Beispiel [unserer älteren Brüder] sollen wir nachstreben. In der Wirklichkeit sollen wir leben, nicht in Abstraktionen. Das ist der zweite Satz.
[ 33 ] So entwickelt sich das Göttliche, indem wir den Anschluss finden an das, was für uns Gegenwart ist und für uns Veranlagung ist zu einer Zukunft. Wir sind da, um des Göttlichen willen, nicht um unserer selbst willen. So denkt derjenige, der diese zwei okkulten Sätze versteht, gar nicht an sich selbst. Er denkt an das, was da ist um seinetwillen und an das, was werden soll, um dessentwillen er da ist. Aus diesen zwei Anschauungen fließt die Kraft zu wirken, nicht für uns selbst, sondern alles für das Göttliche, das sich aus uns heraus entwickelt. Das sind die zwei Grundsäulen alles Okkultismus. Wollen Sie zu den höheren Quellen hinauf, dann müssen Sie unter den Auspizien dieser zwei Sätze leben, dann müssen diese zwei Sätze alles durchseelen und durchpulsen, sie müssen Ihnen ganz intim und vertraut werden. Die zwei Sätze, in denen sich der Sinn unserer heutigen Besprechung zusammendrängen soll, sind die Sätze, die mit goldenen Lettern vor jeder Geheimschule stehen, mit Lettern, die nur zu den Seelen sprechen, sie aber wie ausgelöscht sind, wenn jemand sie mit Eigennutz oder Selbstsucht ansehen will. Wer in völliger Selbstlosigkeit die Pforte der Geheimschule betritt, sieht diese zwei Säulen aller Wirklichkeitserkenntnis, die da lauten:
[ 33 ] So entwickelt sich das Göttliche, indem wir den Anschluss finden an das, was für uns Gegenwart ist und für uns Veranlagung ist zu einer Zukunft. Wir sind da, um des Göttlichen willen, nicht um unserer selbst willen. So denkt derjenige, der diese zwei okkulten Sätze versteht, gar nicht an sich selbst. Er denkt an das, was da ist um seinetwillen und an das, was werden soll, um dessentwillen er da ist. Aus diesen zwei Anschauungen fließt die Kraft zu wirken, nicht für uns selbst, sondern alles für das Göttliche, das sich aus uns heraus entwickelt. Das sind die zwei Grundsäulen alles Okkultismus. Wollen Sie zu den höheren Quellen hinauf, dann müssen Sie unter den Auspizien dieser zwei Sätze leben, dann müssen diese zwei Sätze alles durchseelen und durchpulsen, sie müssen Ihnen ganz intim und vertraut werden. Die zwei Sätze, in denen sich der Sinn unserer heutigen Besprechung zusammendrängen soll, sind die Sätze, die mit goldenen Lettern vor jeder Geheimschule stehen, mit Lettern, die nur zu den Seelen sprechen, sie aber wie ausgelöscht sind, wenn jemand sie mit Eigennutz oder Selbstsucht ansehen will. Wer in völliger Selbstlosigkeit die Pforte der Geheimschule betritt, sieht diese zwei Säulen aller Wirklichkeitserkenntnis, die da lauten:
«Alles um uns herum für uns. Und wir selbst für den Gott.»
«Alles um uns herum für uns. Und wir selbst für den Gott.»
[ 34 ] Das sind zwei Sätze, die dem Okkultisten die Kraft geben, wenn er sie ganz begriffen hat. Wir müssen wirklich lernen wollen, was um uns ist.
[ 34 ] Das sind zwei Sätze, die dem Okkultisten die Kraft geben, wenn er sie ganz begriffen hat. Wir müssen wirklich lernen wollen, was um uns ist.
[ 35 ] Und wenn uns jemand nach unserem höheren Selbst fragt, so müssen wir über uns hinaus deuten, nicht in eine unbestimmte, abstrakte Leerheit, sondern in eine konkrete Wirklichkeit. [Nichts haben wir in uns selbst, alles um uns herum ist da für uns, und wir sind für das Göttliche da.
[ 35 ] Und wenn uns jemand nach unserem höheren Selbst fragt, so müssen wir über uns hinaus deuten, nicht in eine unbestimmte, abstrakte Leerheit, sondern in eine konkrete Wirklichkeit. [Nichts haben wir in uns selbst, alles um uns herum ist da für uns, und wir sind für das Göttliche da.
[ 36 ] Die beiden Grundsätze allen Okkultismus, sie standen mit goldenen geheimen Lettern, die ihren Glanz verloren, wenn ein profanes Auge sie erschaute, über den Pforten aller okkulten Schulen.] [Der Profane kann sie nicht nur nicht lesen, er kann sie auch, wenn er sie lesen würde, nicht verstehen. Das sind Sätze die dem Okkultisten Kraft geben, wenn er sie ganz begreift.]
[ 36 ] Die beiden Grundsätze allen Okkultismus, sie standen mit goldenen geheimen Lettern, die ihren Glanz verloren, wenn ein profanes Auge sie erschaute, über den Pforten aller okkulten Schulen.] [Der Profane kann sie nicht nur nicht lesen, er kann sie auch, wenn er sie lesen würde, nicht verstehen. Das sind Sätze die dem Okkultisten Kraft geben, wenn er sie ganz begreift.]
[ 37 ] In diesem Sinne sollte heute gesprochen werden. Denn wenn solche Dinge verstanden werden, dann versteht man auch, dass die theosophische Bewegung nicht ohne okkulte Grundlage, nicht ohne das Wissen der Meister und nicht ohne das Wissen der höheren Welten möglich ist. Diese höheren Welten sind unsere Zukunft. Was wir heute tun, arbeiten wir in unseren Astralleib hinein, und dieser wird die spätere Welt aufbauen. Es gibt auch Seelen, die mehr hineingearbeitet haben, als wir selber sind, und diese stellen uns die Bilder unseres eigentlichen höheren Selbst auf.
[ 37 ] In diesem Sinne sollte heute gesprochen werden. Denn wenn solche Dinge verstanden werden, dann versteht man auch, dass die theosophische Bewegung nicht ohne okkulte Grundlage, nicht ohne das Wissen der Meister und nicht ohne das Wissen der höheren Welten möglich ist. Diese höheren Welten sind unsere Zukunft. Was wir heute tun, arbeiten wir in unseren Astralleib hinein, und dieser wird die spätere Welt aufbauen. Es gibt auch Seelen, die mehr hineingearbeitet haben, als wir selber sind, und diese stellen uns die Bilder unseres eigentlichen höheren Selbst auf.
[ 38 ] Wenn wir unter dem Einfluss solcher Erkenntnis leben, dann können wir allen Schwierigkeiten, die von außen kommen, in der theosophischen Bewegung begegnen. Diese Schwierigkeiten kommen in der Regel von Menschen, nicht von unseren älteren Brüdern. Und man kommt immer mehr und mehr zu der Erkenntnis, dass die Fehler solcher großen Bewegungen, wie es die theosophische Bewegung ist, nicht aus ihr heraus kommen, sondern in sie hineingetragen werden. Was ist eine solche Bewegung, wie die Theosophie es ist? Sie kann dadurch entstehen, dass eine Reihe von Menschen zusammengerufen wird, und dass durch ihre Seelen das Leben und die Weisheit der Meister fließen sollen. Nun sind sie beisammen, es strömt dieses Leben durch sie. Aber sie kamen ja von außen herein, sie sind zusammengekommen von allen Seiten, und sie bringen ihre Fehler mit, legen sie nicht gleich ab, und so müssen ihre Fehler innerhalb der Bewegung erscheinen. Aber dies sind nicht die Fehler, die aus der Bewegung selbst kommen. Die Menschen bringen die Fehler in die Bewegung hinein. Wenn Unarten in der Bewegung sind, so sind es nicht die, welche in der theosophischen Bewegung liegen, sondern solche, die auch draußen in der Welt sind. Wir müssen uns klar sein darüber: Schwere Krisen können noch kommen. Wir müssen auch die Fehler der in die theosophische Bewegung hineintretenden Menschen tragen. So sollten wir alles ansehen, was geschieht in unserer Bewegung. Manches ist zu tadeln in dem, was wir alle tun. Aber wir sind von draußen hereingekommen und haben noch die Fehler der äußeren Welt. Und seien wir uns klar darüber, dass wir durch die theosophische Bewegung diese Fehler ablegen müssen. Und wenn es die wertvollsten Mitglieder wären, so streben auch diese danach, ihre Fehler abzulegen. Es ist ein Fehler, auf die Fehler hinzuweisen. Suchen wir die Fehler in uns, und wenn Größe und Erhabenheit da ist, außer uns. Dann haben wir uns in die theosophische Bewegung richtig hineingestellt. Kritisieren wir uns und nicht die Bewegung, dann können wir weiterkommen. Das könnte uns eine Leitlinie sein für manches, was in der letzten Zeit geschehen ist, auch für das Leben in der Bewegung selbst, was der Meister in den Sätzen sagt: «Viel lernen wir in der Natur, sehr viel mehr von den Menschen und unendlich Wertvolles von den älteren Brüdern. - Nichts von uns selbst.» Höchstens das eine: Wie wir uns selbst an dem Beispiele der älteren Brüder zu verbessern haben.
[ 38 ] Wenn wir unter dem Einfluss solcher Erkenntnis leben, dann können wir allen Schwierigkeiten, die von außen kommen, in der theosophischen Bewegung begegnen. Diese Schwierigkeiten kommen in der Regel von Menschen, nicht von unseren älteren Brüdern. Und man kommt immer mehr und mehr zu der Erkenntnis, dass die Fehler solcher großen Bewegungen, wie es die theosophische Bewegung ist, nicht aus ihr heraus kommen, sondern in sie hineingetragen werden. Was ist eine solche Bewegung, wie die Theosophie es ist? Sie kann dadurch entstehen, dass eine Reihe von Menschen zusammengerufen wird, und dass durch ihre Seelen das Leben und die Weisheit der Meister fließen sollen. Nun sind sie beisammen, es strömt dieses Leben durch sie. Aber sie kamen ja von außen herein, sie sind zusammengekommen von allen Seiten, und sie bringen ihre Fehler mit, legen sie nicht gleich ab, und so müssen ihre Fehler innerhalb der Bewegung erscheinen. Aber dies sind nicht die Fehler, die aus der Bewegung selbst kommen. Die Menschen bringen die Fehler in die Bewegung hinein. Wenn Unarten in der Bewegung sind, so sind es nicht die, welche in der theosophischen Bewegung liegen, sondern solche, die auch draußen in der Welt sind. Wir müssen uns klar sein darüber: Schwere Krisen können noch kommen. Wir müssen auch die Fehler der in die theosophische Bewegung hineintretenden Menschen tragen. So sollten wir alles ansehen, was geschieht in unserer Bewegung. Manches ist zu tadeln in dem, was wir alle tun. Aber wir sind von draußen hereingekommen und haben noch die Fehler der äußeren Welt. Und seien wir uns klar darüber, dass wir durch die theosophische Bewegung diese Fehler ablegen müssen. Und wenn es die wertvollsten Mitglieder wären, so streben auch diese danach, ihre Fehler abzulegen. Es ist ein Fehler, auf die Fehler hinzuweisen. Suchen wir die Fehler in uns, und wenn Größe und Erhabenheit da ist, außer uns. Dann haben wir uns in die theosophische Bewegung richtig hineingestellt. Kritisieren wir uns und nicht die Bewegung, dann können wir weiterkommen. Das könnte uns eine Leitlinie sein für manches, was in der letzten Zeit geschehen ist, auch für das Leben in der Bewegung selbst, was der Meister in den Sätzen sagt: «Viel lernen wir in der Natur, sehr viel mehr von den Menschen und unendlich Wertvolles von den älteren Brüdern. - Nichts von uns selbst.» Höchstens das eine: Wie wir uns selbst an dem Beispiele der älteren Brüder zu verbessern haben.
