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The Rudolf Steiner Archive

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Selbsterkenntnis und Gotteserkenntnis II
Theosophie, Christologie und Mythologie
GA 90b

6 Februar 1905, Berlin

5. Die Apokalypse und Theosophische Kosmologie II

[ 1 ] Das letzte Mal habe ich versucht, einen Überblick zu geben über die uns am nächsten liegenden Vorgänge im irdischen System. Ich versuchte diese Einschiebung über die kosmischen Vorgänge aus dem Grunde, weil wir sie brauchen zum besseren Verständnis der Apokalypse. Das letzte Mal habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass, bevor die Wesen sich ausgebildet haben, welche unsere Erde heute bevölkern - vor allen Dingen der Mensch und die zu ihm gehörigen anderen drei Naturreiche: Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich -, bevor diese Wesen auf der Erde waren, waren sie auf anderen Planeten.

[ 2 ] Nun bitte ich Sie im Besonderen das, was ich heute sagen werde, in dem Sinne aufzufassen, wie ich das auch für die letzte Stunde schon angegeben habe, ja, es heute noch in erhöhtem Sinne so zu nehmen. Wir kommen nämlich in besonders hohe Gebiete des übersinnlichen Anschauens, in Gebiete, über die wir nur in der Lage sind, Andeutungen zu machen. In Gebiete, die nicht nur schwer verständlich sind, sondern in denen das Anschauen selbst und dasjenige, was wir darüber wissen können, so subtil ist, dass es für diejenigen, die mit ihren Gedanken und besonders mit ihrem Empfindungsgehalt noch fest wurzeln in den materialistischen Anschauungen unserer Zeit, recht schwierig wird, auch nur über das Wort «phantastisch» hinauszukommen, wenn sie von diesen Dingen reden hören, von denen heute gesprochen werden soll. Es ist nicht so leicht für die Menschen einer materialistischen Zeit, von den materialistischen Vorstellungen abzukommen. Der Gedanke macht sich noch leichter frei, aber das Gefühl - das sagt zu viel noch: Das ist doch etwas, was ich nicht fassen kann, das ist etwas, was so weit über alles das hinausliegt, was wir Wirklichkeit nennen. Gerade mit Rücksicht darauf, dass unsere Empfindungen leicht zurückbleiben hinter dem, wozu sich unser Gedanke erhebt, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass wir es mit Zeiten zu tun haben, die sehr fern hinter uns liegen und die sehr verschieden sind von dem, was wir heute gewohnt sind, Wirklichkeit zu nennen.

[ 3 ] Um Ihnen eine Vorstellung von dem zu geben, was ich sagen will, muss ich beim Anfang anfangen. Ich muss von einem Planeten ausgehen, von dem sich sozusagen der Mensch zuallererst entwickelt hat, von einem Planeten, von dem er eigentlich ausgegangen ist. Drei solcher Planeten hat der Mensch durchgemacht, bevor er in diese Erde hineingezogen ist. Der letzte Planet, den wir als Menschen durchgemacht haben, wird von uns in der esoterischen Sprache der «Mond» genannt. Das ist nicht der heutige Mond; der heutige Mond ist nur eine Schlacke. Der hier gemeinte Mond ist der Vorgänger unserer Erde, auf dem sich in primitiven Zuständen das entwickelt hat, was der Mensch heute hat. Dem ging ein weiterer Planet voran, den wir in der esoterischen Sprache die «Sonne nennen. Diese alte Sonne ist dadurch auch unter die Planeten zu zählen. Heute und auch das nächste Mal werde ich mich schon näher darüber aussprechen können. Da werden wir wieder zurückkommen in die Zeiten, wo der Mensch den Mond wieder verlässt, um auf der Erde Entwicklungszustände durchzumachen, die wir noch kennenlernen werden.

[ 4 ] Nun müssen wir aber noch zu dem dritten oder dem letzten - oder auch dem ersten - Planeten zurückgehen, auf dem der Mensch zuerst aufgetreten ist, sodass wir drei Planeten haben, die für uns Menschen in Betracht kommen, die unsere Wohnsitze wirklich waren, bevor wir auf diese Erde gekommen sind. Ich will Ihnen, soweit das geht, eine Schilderung dieses ersten Planeten geben. Dieser erste Planet unterscheidet sich nicht nur in Bezug auf seine physische, sondern in Bezug auf all seine Beschaffenheit ganz grundlegend von alledem, was überhaupt der heutige Mensch gewohnt ist, sich vorzustellen. Dasjenige, was wir heute zu sehen gewohnt sind, selbst das, was wir zu denken gewohnt sind, das war damals noch nicht vorhanden. Das hat sich alles erst aus dem entwickelt. Daher werde ich nur eine gleichnisweise und annähernde Beschreibung dieses ersten planetarischen Zustandes geben können, in dem der Mensch war.

[ 5 ] Lassen Sie uns den Menschen selbst einmal während dieses ersten Zustandes betrachten. Der Mensch hatte während des ersten Zustandes ein Bewusstsein, das ganz verschieden war von dem Bewusstsein, das der Mensch auf der Erde hat. Das Bewusstsein, das der Mensch damals hatte, war dumpf. Es war dasselbe Bewusstsein, das der Stein heute ungefähr hat. Nur dürfen Sie es nicht vergleichen mit dem, was im Steine heute bewusst lebt. Obgleich es dumpf war, was damals an Bewusstsein wie im Stein lebte, so war es doch zugleich allumfassend. Die ganze Entwicklungssphäre, die der Mensch als seinen Wohnplatz anerkannte, und auch alles das, was ringsherum in den Sternen mit dieser Entwicklungssphäre in Berührung stand, alles das konnte dieses Bewusstsein überschauen. Dieses Bewusstsein kann heute noch unter gewissen Verhältnissen beim Menschen hergestellt werden, allerdings in ganz abnormen Zuständen, wenn die anderen Bewusstseinszustände des Traumbewusstseins und der Tieftrance nicht mehr vorhanden sind, sondern wenn ganz abnorme Verhältnisse eintreten. Auch die Medizin kennt schon diese Zustände. Da tritt dann eine ganz besonders tiefe Trance ein, und diese tiefe Trance ist damit verknüpft, dass diese Leute chaotisch und ungeordnet ganze Planetensysteme aufzuzeichnen beginnen. Sie können es zum Beispiel erleben, dass in Sanatorien, in denen Menschen mit solchen krankhaften Zuständen untergebracht sind, diese Patienten ganze Planetensysteme aufzeichnen. Sie erinnern allerdings nur annähernd an das, wovon wir in der Theosophie sprechen. Aber eines geht aus dem Zustande hervor: Die Menschen haben ein dumpfes Bewusstsein, und dieses Bewusstsein verbreitet sich nicht nur um den Planeten, auf dem sie wohnen, sondern auch über die angrenzenden Weltgebiete. Man kann es ganz gut Allbewusstsein nennen. Und ein solches Allbewusstsein hatten die Menschen, die auf dem ersten Planeten waren.

[ 6 ] Das ganze Leben auf diesem ersten Planeten war ein solches, dass es sich nur vergleichen lässt damit, was Sie haben, wenn Sie imstande wären, die leblose Erde, wie sie heute ist, nicht nur sich vorzustellen als mit Gestein, mit Felsen durchdrungen, sondern wenn Sie sich die Erde selbst als belebt vorstellen, als einen belebten Ball - und außer dem noch diesen ganzen belebten Ball mit Empfindung durchdrungen; sodass Sie von einem Eindruck, den jemand gemacht hätte auf dem damaligen Planeten —- wie zum Beispiel wenn jemand mit dem Fuße auf die Erde hätte stoßen können - eine Empfindung davon gehabt haben würde.

[ 7 ] Der damalige Planet hat auch die mannigfaltigsten Zustände von Wachstum und Leben gehabt. Da ist ein Berg entstanden, da ein Tal, und alles war von Leben durchwogt und war ganz Empfindung. Die Gestalten darauf lassen sich nur vergleichen mit aufeinanderfolgenden Meereswogen, mit Elementen, welche herausspritzen und wieder zurückspritzen in den mannigfaltigsten Gestalten. Das Ganze ist ein wunderbares Gewoge und Leben. Das Ganze wächst und vergeht in sich. Diesen Zustand hatte der Planet in seinen mittleren Stadien. Es ist schwer, mit Ausdrücken, die von den heutigen Dingen her genommen sind, es zu charakterisieren. So war der Planet aber auch nicht gleich in seinen ersten Zuständen. Wenn Sie sich versetzt hätten mit Augen, mit physischen Sinnesorganen in den Weltraum, Sie würden den ersten Zustand dieses Planeten nicht haben sehen können. In seinem ersten Zustand war dieser Planet in dem ArupaZustand. Er ist da in einer materiellen Beschaffenheit, die man nicht mit den Sinnen wahrnehmen konnte, selbst wenn solche Sinne vorhanden gewesen wären. Es war also in einem hochfeinen Zustande. In diesem Zustande könnte ihn nur der hochentwickelte Hellhörer wahrnehmen. Der hochentwickelte Hellseher würde nichts sehen, selbst die psychischen Augen, die hellseherischen, können in diesen ersten Stadien nichts sehen. Da können Sie den Planeten nur hören. Nur ein feines Hellhören vermag ihn wahrzunehmen. Und das Ganze, was Sie da hören, ist ein einziger Grundton, der allerdings sich in der mannigfaltigsten Weise ausgestaltet. Aber ein einziger Grundton ist da vorhanden; dieser variiert sich, wird mannigfaltig in sich selbst.

[ 8 ] Wenn der Planet dann in seinen zweiten Zustand kommt, so können Sie ihn auch noch nicht sehen, selbst mit hellseherischen Augen nicht. Sodann kommt er aber in den dritten Zustand, den astralen Zustand, da kann man ihn schon sehen. Es ist aber nicht die astrale Materie der Erde, es ist ein höherer Zustand, ich kann es aber vergleichsweise so nennen. Jedenfalls kann man hier schon ein Ineinander-sich-Bilden sehen. Alles, was ich früher beschrieben habe als das Durcheinanderwirbeln und -wogen, das können Sie hier mit dem psychischen Auge vorgestellt sehen. Sie können sehen wogende und wirbelnde Gebilde, Sie können sie aber nicht sehen in einer Materie, die Sie greifen könnten, sondern nur in einer Materie, die Sie mit psychischem Auge sehen in Farbmassen und Farbspielen von außerordentlicher Feinheit - und in einer Bildung, die von Farben ausgezeichnet ist, die sich mit keiner dieser irdischen Farben vergleichen lassen. Das ist ein Farbenbild.

[ 9 ] Dann kommen wir noch zum vierten Zustande hin. Da haben wir einen Zustand, den wir annähernd den physischen nennen können, den physischen Zustand. Wenn da ein Auge vorhanden wäre, könnte es diesen physischen Zustand schon sehen.

[ 10 ] Das ist der Zustand, den ich beschrieben habe als empfindenden und lebenden - zu gleicher Zeit aber auch in mineralischer Bildung, aber noch nicht eben, noch nicht flach. Sie haben da muschelartige Bildungen, und alles ist in einem fortwährenden Durcheinanderbilden, wie ich es beschrieben habe. Das ist der vierte Zustand. Da ist eigentlich zum ersten Male das vorhanden, was wir den allerersten Vorahnen des Menschen nennen können. So ist der Mensch. Er ist da ein unbestimmtes Wesen, das jeden Augenblick eine andere Gestalt annimmt, das sich in jedem Augenblick metamorphosiert. Dann bildet sich das Ganze wieder zurück oder auch durch dieselben Zustände wieder hinauf, ähnlich wie ich es das letzte Mal beschrieben habe: durch das Astralische, das Rupische hindurch bis zum Arupischen. So haben wir einmal die Entwicklung vom Arupischen durch das Physische hindurch wieder zum Arupischen gehen sehen. Da unten im vierten Zustand ist der Mensch zum ersten Male physisch geworden.

[ 11 ] Diesen Vorgang nennen wir die allererste Runde unserer menschlichen Entwicklung. Es ist diese erste Runde die wichtigste, die in Betracht kommt. Diese bringt den Menschen auf dem Planeten so weit, wie der Mensch überhaupt auf diesem ersten Planeten kommen kann. Die folgenden Runden haben für die Fortentwicklung des Menschen zu seiner Vollendung keine weitere Bedeutung. Nun beginnt, nachdem eine Art Schlafzustand durchgemacht ist, die ganze Sache von Neuem. Die Zustände werden zwei-, drei-, vier-, fünf-, sechsmal durchgemacht. Aber während dieser sechs folgenden Runden oder Zyklen kommt der eigentliche Mensch, dasjenige, was wir jetzt Mensch nennen, nicht besonders viel weiter. Denn was er weiter erreicht, fällt später wieder ab und hat für die weitere Entwicklung keine Bedeutung. Dagegen entwickeln sich höhere Wesen, erhabenere Wesen, die aus früheren Entwicklungsstadien herübergekommen sind, und erreichen ihre Vollendung. In diesen folgenden sechs Runden erreichen sie ihre Bedeutung.

[ 12 ] Wenn der Mensch hier ist, ist er im sogenannten Elementarreich. Und indem er da ist, wird er zum ersten Mal als Mensch physisch. Das erste Elementarreich wird da physisch. Das ist wichtig festzuhalten, dass wir das das ‹erste Elementarreich› nennen. Und den Bewusstseinszustand, in dem er eine Art von Allwissenheit hatte, aber in dumpfer Weise, bezeichnet man mit ‹Tamas›. Das ist eines der sogenannten Gunas. Da ist der Mensch auf der ersten Stufe der Evolution.

[ 13 ] Siebenmal wird das Ganze wiederholt. Damit haben diese ganzen Planeten sieben verschiedene Formen siebenmal angenommen. Man könnte also davon sprechen, dass wir es zu tun haben mit 7x7 Zuständen, gleich 49 Zuständen. Diese 49 Zustände bezeichnet man als das System des ersten Planeten. Diese sieben Zustände bezeichnet man gewöhnlich als eine Planetenkette - das ist aber eine schlechte Bezeichnung. Den Planeten, den ich so beschrieben habe, nennt man in der esoterischen Sprache den Saturn - und zwar aus einem ganz bestimmten Grunde.

[ 14 ] Wer diesen Planeten überhaupt erreichen will, der muss zu Folgendem imstande sein. Der gewöhnliche Mensch auf der heutigen Stufe seiner Entwicklung hat sein helles Tagesbewusstsein. Er ist mit seinem Bewusstsein auf dem physischen Plan, er ist im Sinnesbewusstsein. Er hört auf, sein Bewusstsein zu haben, wenn er schläft. Er träumt entweder, oder er schläft traumlos.

[ 15 ] Derjenige, der träumt, erinnert sich eventuell an seine Träume. Während seines Traumes hat er aber in der Regel kein Bewusstsein. Nun gibt es aber eine Möglichkeit, durch die sich der Mensch ebenso bewusst ist während des Traumes, wie der Mensch während des täglichen physischen Lebens. Das ist ein anderer Bewusstseinszustand. Da träumt er nicht bloß, da ist er in einer Welt bewusst, in der er sonst nur geträumt hat, und das ist die sogenannte astrale Welt.

[ 16 ] Diese Welt macht es ihm möglich, sich zurückzuversetzen in die Zeit, die wir die Entwicklung auf dem Monde nennen. Da kann der Mensch noch einmal erleben, was damals in der Mondepoche vor sich gegangen ist.

[ 17 ] Ein noch tieferer Zustand ist, wenn der Mensch bewusst ist im traumlosen Schlafe. Es tritt dann eine sogenannte Kontinuität des Bewusstseins auf. Der Mensch ist bewusst, während er schläft. Das Bewusstsein hört da nie auf; nur der Körper schläft, der Geist ist wach.

[ 18 ] Dieser Bewusstseinszustand, wenn er erreicht ist - das heißt, wenn der Mensch, auch wenn er einschläft, doch fortfährt, bewusst zu sein, und wenn er aufwacht, ebenso bewusst wieder ins helle Tagesbewusstsein eintritt -, macht es ihm möglich, sich in die noch vorhergehende Periode zurückzuversetzen. Dann ist der Mensch in der Lage, eine wirkliche Vereinigung zu vollziehen mit dem, was heute die Sonne ist. Er lebt auf der heutigen Sonne. Für den, der vom dem Wesen des Hellsehens keinen richtigen Begriff hat, ist es schwer zu begreifen, was ich sage. Ich muss aber hier einige Erfahrungen mitteilen.

[ 19 ] Nun gibt es einen noch höheren Zustand, der das Bewusstsein auf noch eine andere Stufe erhebt. Das ist der Zustand, der noch hinausreicht über das, was man die Kontinuität des Bewusstseins nennt. Es ist dies ein Zustand besonderer Erleuchtung des Bewusstseins selbst dieses tiefen traumlosen Schlafbewusstseins. Das gibt die Möglichkeit, während dieses Lebens die Erfahrungen auf dem ersten Planeten zu machen, und zu gleicher Zeit tritt für den Hellseher, wenn er sich auf den ersten Planeten konzentriert, die Tatsache ein, dass er vereinigt ist mit dem, was gegenwärtig der physische Planet Saturn ist. Dies hat aber nichts mit dem damaligen Saturn zu tun. So haben wir uns zurückversetzt in die 49 Zustände, durch die sich der Mensch entwickelt hat.

[ 20 ] Jetzt möchte ich fortfahren, Ihnen zu zeigen, wie die Entwicklung weitergeht. Ich kann dieselbe Zeichnung weiter benutzen und kann nun einfach sagen, dass nun eine etwas längere Zwischenperiode, eine Art bewusstloser Zustand, ein Schlafzustand, eintritt für alle Wesen, welche in diesem Planetenzustand waren, und dann das ganze Spiel von Neuem beginnt.

[ 21 ] Wiederum haben wir diese sieben aufeinanderfolgenden Zustände, das heißt, eine Runde haben wir wieder. Diese Runde hat nun eine ganz bestimmte Aufgabe, sie hat die Aufgabe, noch einmal alles dasjenige zu wiederholen, was während der vorangehenden 49 Zustände sich abgespielt hat, sodass während des ersten Zustandes von den sieben Zuständen, kurz, also mit siebenfacher Schnelligkeit, dasjenige wiederholt wird, was während der ersten 49 Zustände sich abgespielt hat, sodass der Mensch sich zwar unwesentlich verändert, jetzt aber wieder physisch hier auftritt. Erst im zweiten Zyklus ist eine Neugestaltung. Und auf diese zweite Runde kommt es jetzt an.

[ 22 ] In dieser zweiten Runde, nachdem die Rupa- und Arupa-Sphäre durchgemacht sind und wir in den physischen Zustand eintraten, da haben wir nicht mehr eine lebendige, wachsende Erde, sondern da haben wir ein Reich abgespalten und ein zweites darüber gebaut, und in diesem ist der Mensch verkörpert. Wir haben jetzt ein Reich, das nicht so ganz unähnlich ist unserem Mineralreich, wir haben ein Reich, welches mineralisch ist, aber wir haben darin wachsende Mineralien, ebenso wie unsere Pflanzen. Das sind lebende Mineralien. Dadurch entsteht aber auch ein Abgetötetes. Das kann der Mensch nicht brauchen. Er könnte sich nicht weiter entwickeln, wenn er dieses nicht ausschiede. Und das Ausgeschiedene lässt er als besonderes Mineralreich zurück. Der Mensch hat sich dann heraufentwickelt in ein Reich, das sich über das Mineralreich erhebt, dessen Wesen man bezeichnen könnte als Pflanzentiere. Es gibt heute solche Wesen nicht. Aber wir können sie etwa vergleichen mit Tieren, die wie die heutigen Quallen sind. Das sind Tiere sehr niederer Art, und auch die sind schon ganz anders. Die Wesen, welche hier gelebt haben, hatten eine viel größere Dichtigkeit, und sie hatten eine ganz andere Art von Substanz, die sich nicht einmal vergleichen lässt mit dem,

[ 23 ] was menschliche Substanz ist. Diese müssen Sie sich denken verfeinert, ätherisiert, nicht unedler, sondern edler als die menschliche Substanz. Die ganzen Wesenheiten haben die verschiedensten Formen von Sternen. Es waren polyforme Sterne, vielflächige und vieleckige Figuren. Das alles ist in beweglicher, nach Zahlen gegliederter Art miteinander verbunden.

[ 24 ] Sehr wichtig ist es— das müssen Sie festhalten -, dass das menschliche Bewusstsein sich zu einem höheren Grad entwickelt hat, zu einem Bewusstsein, das nicht mehr allsehend ist, dafür aber heller geworden ist. Der ganze zweite Planet, den wir Sonne nennen, kennt nicht mehr alles, ist aber dafür heller geworden. Diesen Bewusstseinszustand bezeichnet man als Rajas. Das ist ein Bewusstsein, das die ganzen höheren Reiche durchdringt. Dieses Bewusstsein ist nicht auf Einzelwesen beschränkt, denn die Wesen sind noch nicht so streng voneinander abgegrenzt, sie gehen noch fortwährend ineinander über. Es entstehen aber fortwährend Wesen, und es vergehen fortwährend Wesen. Sie lösen sich auf und bilden sich wieder neu. In dem ersten Zustand hatten wir es nur mit dem Entstehen und Vergehen von dumpfen Formen zu tun, hier hatten wir es nur mit Wesen in diesem dumpfen Bewusstsein zu tun.

[ 25 ] Der Mensch entwickelt sich in den nächsten Zyklen zwar weiter, aber das kommt für die Aufwärtsentwicklung nicht besonders in Betracht. Was einen bleibenden Wert für seine Entwicklung hat, das ist der Zustand, den er während der zweiten Runde erreicht hatte.

[ 26 ] Die ganze Sache beginnt nun, nachdem siebenmal dieselbe Sache durchgemacht ist - also ein zweites Mal nach einer Art Schlafzustand - von Neuem.

[ 27 ] Nun haben wir es in dem ersten Zyklus mit einer kurzen Wiederholung dessen, was auf dem Saturn vorgegangen ist, zu tun. Der Mensch erscheint noch einmal als eine Art mineralischer Empfindungsmensch, nur dass die Empfindung nicht mehr so zum Ausdruck kommt. Die Empfindung ist weg, nur noch Wachstum und Leben sind vorhanden. In der zweiten Runde wiederholt der Mensch dann dasjenige, was auf der Sonne vor sich gegangen ist. Und in der dritten Runde findet eine Weiterbildung des Menschen statt. Da geht der Mensch zunächst die alten Zustände noch einmal durch und tritt dann in dieser dritten Runde in physischem Zustand auf. Das ist der Mondzustand, den wir als Vorgänger unseres jetzigen Erdenzustandes kennen. Dadurch haben sich jetzt drei Reiche gebildet, welche in einer gewissen Weise sich voneinander unterscheiden.

[ 28 ] Diese drei Reiche sind nicht ähnlich unseren drei Reichen, dem Tier-, Pflanzen- und Mineralreich, sondern sie sind etwas anderes. Das Mineralreich ist ein solches, welches noch Spuren von Wachstum und Leben hat, von beweglichen und wachsenden Mineralien. Die Pflanzen sind solche, welche noch Spuren von der Tierheit in sich haben. Und darüber ist noch ein drittes Reich, ein Reich, welches höhersteht als selbst unser höchstes jetziges Tierreich, aber noch nicht so hoch wie das jetzige Menschenreich. Aber das war alles zu gleicher Zeit.

[ 29 ] Wenn ich sage, dieses dritte Reich war nicht so hochstehend, so bezieht sich das auf das Bewusstsein und die geistigen Eigenschaften. Die Materie ist wesentlich feiner als die heutige Materie des Menschen. Der Mensch ist in einem ätherartigen Zustand, welcher eine gewisse Ähnlichkeit hat mit den Quallen. Die Gestalt, die da der Mensch hat, ist nicht sehr ähnlich der heutigen menschlichen Gestalt, vor allen Dingen in diesen Zuständen. Wenn man ihn beschreiben wollte, so könnte man sagen, er wäre eine Art von Vierfüßler, aber von besonderer Art. Es sind nämlich vier Füße vorhanden, und sie werden alle zu einer Art von Fortbewegung verwendet. Sie werden zwar nicht so verwendet wie die Füße der heutigen Affen, aber alle vier dienen doch der Fortbewegung. Der Gebrauch der Hände war noch nicht nötig.

[ 30 ] Das sind die drei Reiche, die hier vorhanden sind. Das Bewusstsein, das der Mensch da erlangt hat, ist das Traumbewusstsein. Der Mensch hat die Fähigkeit verloren, die ganze Erde zu überschauen, aber er hat die Fähigkeit, noch astrale Zustände wahrzunehmen. Er hat ein psychisches Bewusstsein in der lunarischen Epoche. Er sieht die Menschen, die mit ihm zu gleicher Zeit da leben, nicht nur in ihrer physischen Gestalt, sondern auch in ihren Leidenschaften und in dem, was sie an Gefühlsleben haben. Da kann sich der Mensch hineinversetzen und es wahrnehmen. Das ist während des dritten Zyklus. Nun aber entwickelt sich der Mensch weiter in den Zuständen, die er in dem vierten, fünften, sechsten und siebten Zyklus durchmacht. Diese sind für seinen weiteren Fortschritt nicht von so ganz besonderer Bedeutung. Er verändert sich wohl, aber diese Veränderungen haben für den Fortschritt des Menschen keine so große Bedeutung.

[ 31 ] So haben wir wieder 49 Zustände zu den vorhergehenden hinzugefügt und sind angelangt bei dem letzten Zustand, in den der Mensch kommt, wenn er die Mondepoche durchgemacht hat. Nun kommt wieder eine Art von Herüberschlafen, und dann kommen wir zur Entwicklung der Erde. Da ist der Anfang wieder in derselben Weise gemacht. Wir haben wieder eine Runde, in der sieben Zustände durchgemacht werden. In dieser ersten Runde wiederholt der Mensch dasjenige, was auf dem ersten Planeten erlebt worden ist. Der Mensch ist jetzt im Zustande des Minerals. Das Mineralreich ist jetzt leblos geworden, und in diesem Zustande tritt die Erde auf in der ersten Runde. In der zweiten Runde haben wir es zu tun mit der Wiederholung des Sonnendaseins, in der dritten Runde mit der Wiederholung des Monddaseins, und erst in der vierten Runde tritt die eigentliche Neubildung auf, der unsere Erdentwicklung angehört.

[ 32 ] Diese Neubildung charakterisiert sich dadurch, dass, wenn die physische Entwicklung eintritt, zu den drei früheren Reichen ein viertes hinzutritt. Der physische Mensch tritt auf. Jetzt wird der Mensch auf der Erde physisch, und wir haben das jetzige Mineralreich, das jetzige Pflanzenreich, das jetzige Tierreich und das Menschenreich. Das ist in der Mitte der physischen Entwicklung.

[ 33 ] Und jetzt beginnen nämlich die folgenden Zyklen eine Bedeutung zu haben für die Weiterentwicklung des Menschen. Sie sind nicht mehr Schalen, die abgeworfen werden, sondern sie beginnen eine Bedeutung zu haben für die folgenden Zyklen des Menschen. In der Mitte dieser Runde, da, wo wir sprechen von der lemurischen Zeit, tritt mit dem Menschen etwas ganz Besonderes ein. Ein neuer Anfang tritt ein. Bis dahin haben wir den Menschen sozusagen betrachtet, indem er sich von einem unvollkommenen Zustand heraufentwickelt hat bis zu seiner gegenwärtigen menschlichen Gestalt. Hier in der Mitte der lemurischen Zeit wird er geistbegabt, begabt mit dem, was wir Geist nennen, Denken - und später mit noch höheren Fähigkeiten, die wir ausüben werden. Der Geist fängt an, den Menschen zu bewegen. Dieser Geist macht nunmehr von jetzt ab seine Entwicklung durch, sodass die nächsten Runden, die vierte und fünfte, dazu bestimmt sind, diesen Geist zu höheren Stufen zu führen. Die sechste Runde führt dann noch höher, und die siebente noch höher.

[ 34 ] Sie sehen, dass wir es von jetzt ab mit etwas ganz Neuem in der Menschheit zu tun haben. Es tritt etwas in den Menschen hinein, was früher nicht in ihm vorhanden gewesen ist. Wo das herkommt, darüber wollen wir das nächste Mal sprechen. Heute wollen wir uns klar sein darüber, dass der Mensch während dieser vierten Runde physisch geworden ist. Ich habe davon gesprochen, wie sich der Mensch bis zu diesem physischen Zustande hinaufentwickelt hat. Der Mensch hätte nun nicht weiterkommen können, wenn er nicht mit dem Funken des Geistes in der Mitte der Erdentwicklung begabt worden wäre. Das bildet einen neuen Einschlag, ein Samenkorn, einen Sauerteig, wodurch der Mensch zu einer neuen Entwicklung angefacht worden ist. Sonst wäre der Mensch nur zur äußerlichen Form geworden. Wäre der Geist nicht an ihn herangekommen, so hätte es keine Höherentwicklung des physischen Menschen gegeben. Erst dadurch ist die Weiterentwicklung möglich geworden, dass der geistige Einschlag in den Menschen hineingekommen ist. Wir werden noch sehen, wie das zusammenhängt mit der ganzen Entwicklung. Der Mensch wäre immer äußerlicher und äußerlicher geworden, das Seelische hätte sich im Äußerlichen verloren, und der Mensch wäre nach und nach seine eigene Versteinerung geworden. Er wäre nur noch bloße äußere Form gewesen, es wäre vollständig übergegangen in die achte Sphäre. Er hätte aufgehört, ein Wesen zu sein, das sich fortentwickeln kann. Von dem, was aufhört, sich fortentwickeln zu können, sagt man, dass es in die achte Sphäre übergegangen sei. Um dies zu verhindern, dazu war der Einschlag mit dem Geiste bestimmt.

[ 35 ] So haben wir heute kennengelernt die vierfache planetarische Entwicklung. Wir haben kennengelernt die Entwicklung, die sich auf dem abgespielt hat, was wir den Saturn nennen - ein Zustand, der eine gewisse Ähnlichkeit hat mit dem, was heute auf dem Saturn vorgeht. Es ist aber nicht dasselbe, was damals sich abgespielt hat.

[ 36 ] Sieben mal sieben Metamorphosen haben stattgefunden. Die wichtigste davon ist die erste Runde oder der erste Zyklus. Da hat sich der Mensch zu einem dumpfen Bewusstsein entwickelt und zu einer Art lebendigem, wachsendem mineralischen Dasein. Die folgenden Zustände gehören höheren Wesen an, die uns jetzt weniger angehen. Nun beginnt auf der Sonne der zweite planetarische Entwicklungszustand. Wiederum geht der durch sieben mal sieben Entwicklungszustände hindurch. Wir haben sieben Runden und sieben Planeten oder Globen - der Ausdruck «Globen» ist ziemlich unzutreffend. Die zweite Runde ist hier die wichtigste, die in Betracht kommt. Der Mensch entwickelt sich da zu einer Art von Pflanzentier.

[ 37 ] Auf dem dritten Planeten oder während der lunarischen Epoche sind die zwei ersten Runden Wiederholungen. Die dritte Runde bringt erst neue Zustände. Sie entwickelt sich und ist durchzogen von einer Art von Traumbewusstsein. Man nennt dies den SattvaZustand. Da geht der Mensch also durch. Die folgenden vier Runden bringen zwar eine weitere Entwicklung, aber sie ist nicht von Bedeutung. Dann nach einem Zwischenzustand beginnt die Erdepoche. In der vierten Runde der Erdepoche entwickelt sich in den vier uns bekannten Reichen das, was um uns herum ist: das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenreich.

[ 38 ] Das ist es, was ich über den bisherigen Entwicklungsgang zu sagen habe. Wir müssen uns klar sein darüber, dass solche Dinge, die so sehr verschieden sind von dem, was der Mensch heute um sich sieht, nur annähernd beschrieben werden können. Es ist nicht möglich, diese Dinge ganz genau zu beschreiben; man muss Hilfsvorstellungen anwenden. Dennoch aber möchte ich es vorziehen, anschaulich zu beschreiben und nicht schematisch. Wenn Sie bloß die Namen und ein Schema haben, so werden Sie zwar für den Verstand eine gewisse Befriedigung haben, aber es scheint mir doch der Sache angemessener zu sein, wenn man die Dinge anschaulich beschreibt, wie sie sich in den verschiedenen Metamorphosen wirklich abgewickelt haben. Ich weiß, dass das schwer ist, aber ich hoffe doch, eine Vorstellung davon gegeben zu haben.

[ 39 ] Das spirituelle Bewusstsein befähigt zur Wahrnehmung des höchsten Tones. Zur Wahrnehmung des niedersten Tones befähigt das hyperpsychische Bewusstsein, zur Wahrnehmung der Farbenwelt das psychische Bewusstsein. Der Erde physischer Teil geht nicht ganz in das Astrale über.

[ 40 ] Das nächste Mal werde ich über den Mars und über den Merkur sprechen. Was ich erzählt habe, ist aufgeschrieben in gewöhnlichen Urkunden. Die sieben Zustände haben Sie beschrieben in den Wochentagen: Saturn-Day, Sunday, Monday, Mardi, Mercredi, Jeudi, Vendredi. Diese Dinge sind von den alten Weisen gegeben. Unsere Wochentage sind dem Planetensystem nachgebildet. In den Wochentagen haben Sie eingeschrieben, was die alten Weisen gewusst haben. Was am Himmel geschrieben ist, haben sie in die Wochentage geschrieben.

Fragenbeantwortung

Sind Sie der Ansicht, dass der jetzige Mond der physischen Erde vorangegangen ist?

[ 41 ] Der jetzige [sichtbare] Mond ist Stoff von der früheren Erde. Der Mond [der lunarischen Epoche] geht in die achte Sphäre. Wer mit dem «Auge des Dangma> den Mond betrachtet, der kann sehen, dass in den Mondbergen der damalige Zustand kristallisiert, erstarrt ist.

War die Sonne damals schon da?

[ 42 ] So wie sie heute ist, war sie nicht da. Sie war zwar schon selber leuchtend, aber zu gleicher Zeit so, dass das Licht dazumal tönte. Goethe beschreibt den damaligen Zustand des Himmels in dem ‹Prolog im Himmeb, «Faust», erster Teil›, da lässt er den Sonnenzustand, der dem niederen Mentalplan entspricht, tönen: «Die Sonne tönt nach alter Weise in Brudersphären Wettgesang ...» und so weiter. Unsere heutige Sonne gehörte dem damaligen Sonnenkörper an.

Worin besteht der Unterschied zwischen dem astralen Sehen und dem mentalen Sehen?

[ 43 ] Der astrale Seher kann sein Bewusstsein ausbreiten auf die ganze Rasse, auf die Wurzelrasse. Der mentale Seher aber kann sein Bewusstsein ausbreiten über sieben Rassen, also bis zum Beginn der ersten, der polarischen Rasse. Alle Geheimschulen haben zunächst 49 Grade.

Wie verhalten sich diese theosophischen Erkenntnisse zur modernen Geologie?

[ 44 ] Die für uns hier in Betracht kommenden Perioden wären das Alluvium, dann das Diluvium, und dann kämen wir zum Tertiärzustand, der entspricht ungefähr dem Zeitalter der atlantischen Zeit, sodass im Wesentlichen die Oberfläche der Erde in diesem Tertiärzustand den Boden des atlantischen Ozeans bildet. Würde man den Menschen aus jener Zeit suchen, so würde er auf dem Boden des atlantischen Ozeans zu suchen sein. Dieser Tertiärzeit geht voran die Sekundärzeit; diese entspricht ungefähr der lemurischen Zeit. In der Mitte dieser Zeit entstand die heutige Form des Menschen. Noch früher haben wir es zu tun mit Wesen von so «dünner» Materie, dass es unmöglich ist, Abdrücke von ihm zu erhalten. Die Tiere, die zu der gleichen Zeit entwickelt waren in der lemurischen Zeit, waren Reptilien, Saurier und ähnliche. Parallel mit den Atlantiern entwickelten sich dann die Säugetiere. Das würde so ungefähr die Parallelisierung sein zu den geologischen Perioden. Dann müssen Sie auch durchaus parallelisieren mit den betreffenden Überresten. Sie werden dann verfolgen können, dass die Paläontologie auch in gewisser Beziehung stimmt. Viele von den Flächen, die für uns aber in Betracht kommen, sind heute vom Meere bedeckt. Das ist mit ein Grund, weshalb wir keine getreuen Bilder davon haben können. In dem feurigen Zustand lebten die Söhne des Feuernebels - die ältesten Wesenheiten. Wenn wir zurückgehen in die Tertiärzeit, so haben wir noch Reptilien, in der Primärzeit noch Fische. Diese Wesen waren damals als solche schon vorhanden, nur waren sie in einem anderen materiellen Zustand. Sie waren so, dass sie dieselben Abdrücke haben. Das Wesentliche war vorhanden. Der Feuerzustand hat ihnen Plastik gegeben. Durch die weitere Zusammenzichung ist die Faltung entstanden — das ist der Stauungszustand.

[ 45 ] Wer sich okkult mit diesen Dingen befasst, hüte sich davor, von äußeren Dingen auszugehen. In einem zweiten Band zu meinem Buch «Theosophie» werde ich Andeutungen geben und Hinweise auf die betreffende Parallelisierung zur Wissenschaft. Zwischen der modernen Wissenschaft und der Theosophie darf kein Widerspruch entstehen. Die Wissenschaft ist entstanden durch eine notwendige Evolution und muss durchaus in allen Dingen, die als Tatsachen vorliegen, in absolute Übereinstimmung gebracht werden mit dem, was Theosophie ist.

Wie hat man sich die Verdichtung, die Erstarrung der Materie vorzustellen?

[ 46 ] Ein gutes Bild dafür sind im Wasser schwimmende Eisstücke. Es ist aber besser, nicht zu sagen, das Wasser habe die Fähigkeit, zu Eis zu werden -, sondern sich zu begnügen mit dem Ausdruck des im Wasser schwimmenden Eises. So ähnlich ist es auch mit den Materien im Weltenraum. Es sind erstarrte feinere Materien. Die interessante Bildung der Weltnebel müssen wir auffassen als das Herabscheinen der niedersten Astralzustände. Ein Astralkörper des Menschen sieht so ähnlich aus wie der Orionnebel, wie ein Weltennebel, wie ein Wirbel. Ein elementarer Astralkörper ist nur in der Nachbarschaft des Menschen zu finden, die entwickelten aber können sich weiter von ihm entfernen.

Diagram 1

Wollen Sie uns nicht noch etwas von den Chakrams sagen?

[ 47 ] Die Chakrams werden vergleichsweise auch Lotusblüten genannt. Es gibt sechzehn-, zwölf-, zehn-, sechs-, vier- und zweiblättrige Chakrams oder Lotusblumen. Die zweiblättrige Lotusblume kann nicht sich selbst wahrnehmen, wohl aber die sechzehn-, zwölf-, zehn- und sechsblättrige so, wie das Auge die Nasenspitze wahrnehmen kann.

[ 48 ] Der Astralkörper ist menschenähnlich nur bei sehr hoch entwickelten Menschen, sonst ist er ganz anders.

[ 49 ] [Die zweiblättrige Lotusblume beim wenig entwickelten Menschen:

Diagram 2

[ 50 ] Das Innere ist die zwölfblättrige Lotusblume beim höher entwickelten Menschen. Diese innere Röhre ist so, als wenn die Finger beider Hände ineinanderlegt ineinander greifen.

Diagram 3

[ 51 ] «Lotusblume ist ein Ausdruck wie ungefähr beim physischen Körper man von Lungenflügeln spricht.)