The Occult Truths of Old Myths and Legends
GA 92
14 October 1904, Berlin
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Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen, 3rd ed.
8. Die Argonauten-Sage und die Odyssee
8. Die Argonauten-Sage und die Odyssee
[ 1 ] Durch die Betrachtung der verschiedenen Mythen möchte ich eine Grundlage schaffen für eine gewisse Art esoterischer Lehren, die ich in den nächsten Stunden behandeln werde. Heute möchte ich von einer sehr wichtigen Mythe sprechen, die wir auch in Griechenland finden und die, ebenso wie jede andere Mythe, stufenweise und mannigfaltig gedeutet werden kann. Wir wollen uns heute einmal ihren realen Kern klarlegen. Bevor ich aber dazu übergehe, möchte ich noch einiges Theoretisches vorausschicken.
[ 1 ] Durch die Betrachtung der verschiedenen Mythen möchte ich eine Grundlage schaffen für eine gewisse Art esoterischer Lehren, die ich in den nächsten Stunden behandeln werde. Heute möchte ich von einer sehr wichtigen Mythe sprechen, die wir auch in Griechenland finden und die, ebenso wie jede andere Mythe, stufenweise und mannigfaltig gedeutet werden kann. Wir wollen uns heute einmal ihren realen Kern klarlegen. Bevor ich aber dazu übergehe, möchte ich noch einiges Theoretisches vorausschicken.
[ 2 ] Im letzten Heft von «Lucifer-Gnosis» habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß innerhalb der drei letzten atlantischen Kulturen ein bestimmter Einfluß auf unser Menschengeschlecht begonnen hat, der heute noch in einer gewissen Beziehung andauert. Dieser Einfluß hängt damit zusammen, daß damals die Menschen reif wurden, in dem zu leben, was wir unseren Intellekt, unseren Verstand nennen. Vorher war der Mensch mehr ein Gedächtniswesen. Bis zur vierten atlantischen Kultur wurde ganz besonders sein Gedächtnis ausgebildet. Der kombinierende Verstand, die rechnerische Tätigkeit, kurz dasjenige, worauf unsere ganze heutige Kultur beruht, begann mit der fünften atlantischen Kultur, mit den Ursemiten. Und deshalb wurden diese Ursemiten auch befähigt, die Stammrasse der ganzen fünften nachatlantischen Wurzelrasse zu werden. Diese Wurzelrasse hat im Laufe der Evolution vorzugsweise den Verstand, der mit dem physischen Plane beschäftigt ist, auszubilden. Wenn nun eine solche neue Entwicklungsphase in der Menschheit auftritt wie die des Verstandes, dann ist es möglich, daß neue Wesenheiten, die vorher nur im Verborgenen ihr Wesen trieben, auf die Evolution Einfluß gewinnen. Und in der Tat, seit jenem Zeitpunkt, seit der fünften atlantischen Kultur, konnte sich auf dem Gebiete der menschlichen Evolution eine gewisse Schar von Wesenheiten betätigen, deren Tätigkeit vorher nicht bemerkbar war. Diese Wesenheiten müssen Sie sich hochentwickelt vorstellen, viel höher entwickelt als der Mensch auf seiner damaligen Stufe der Evolution. Aber sie waren in gewisser Weise zurückgeblieben hinter denjenigen Wesenheiten, die in der Mitte der lemurischen Zeitepoche in das Menschengeschlecht eingegriffen haben. Es war ein neuer Nachschub, der da stattfand. Diese Wesenheiten, von denen ich jetzt spreche, gehörten ihrer ganzen Natur nach zu dem, was wir die lunarische Entwicklung nennen. In der Mondepoche hatten sie ihre Entwicklung durchgemacht, aber sie waren nicht so weit gekommen wie diejenigen, welche in der Mitte der lemurischen Zeit eingreifen konnten. Sie waren zurückgeblieben hinter der normalen Entwicklung auf dem Monde. Sie waren gerade so weit gekommen, daß sie die Fähigkeiten, die die Menschen damals erlangt hatten, als ihnen gleichartig erkannten, und das hatte zur Folge, daß sie sich ihrer bemächtigen konnten. Vorher waren die Menschen keine intelligenten Wesenheiten; jetzt bekamen sie den Intellekt. Und diese neue Fähigkeit benützten die Wesenheiten zu ihrer weiteren Entwicklung. So geschah es, daß dazumal jene Entwicklungsphase einsetzte, die wir die Vorbereitung zu der objektiven Wissenschaftlichkeit nennen. Die gab es früher nicht und wird es auch später nicht mehr geben. Alle Weisheit, die in der Menschheitsevolution errungen wurde, war im Grunde verknüpft mit dem, was wir Liebe nennen. Jene kalte, rein berechnende Wissenschaftlichkeit ist beeinflußt von diesen einen «Nachschub» darstellenden Wesenheiten.
[ 2 ] Im letzten Heft von «Lucifer-Gnosis» habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß innerhalb der drei letzten atlantischen Kulturen ein bestimmter Einfluß auf unser Menschengeschlecht begonnen hat, der heute noch in einer gewissen Beziehung andauert. Dieser Einfluß hängt damit zusammen, daß damals die Menschen reif wurden, in dem zu leben, was wir unseren Intellekt, unseren Verstand nennen. Vorher war der Mensch mehr ein Gedächtniswesen. Bis zur vierten atlantischen Kultur wurde ganz besonders sein Gedächtnis ausgebildet. Der kombinierende Verstand, die rechnerische Tätigkeit, kurz dasjenige, worauf unsere ganze heutige Kultur beruht, begann mit der fünften atlantischen Kultur, mit den Ursemiten. Und deshalb wurden diese Ursemiten auch befähigt, die Stammrasse der ganzen fünften nachatlantischen Wurzelrasse zu werden. Diese Wurzelrasse hat im Laufe der Evolution vorzugsweise den Verstand, der mit dem physischen Plane beschäftigt ist, auszubilden. Wenn nun eine solche neue Entwicklungsphase in der Menschheit auftritt wie die des Verstandes, dann ist es möglich, daß neue Wesenheiten, die vorher nur im Verborgenen ihr Wesen trieben, auf die Evolution Einfluß gewinnen. Und in der Tat, seit jenem Zeitpunkt, seit der fünften atlantischen Kultur, konnte sich auf dem Gebiete der menschlichen Evolution eine gewisse Schar von Wesenheiten betätigen, deren Tätigkeit vorher nicht bemerkbar war. Diese Wesenheiten müssen Sie sich hochentwickelt vorstellen, viel höher entwickelt als der Mensch auf seiner damaligen Stufe der Evolution. Aber sie waren in gewisser Weise zurückgeblieben hinter denjenigen Wesenheiten, die in der Mitte der lemurischen Zeitepoche in das Menschengeschlecht eingegriffen haben. Es war ein neuer Nachschub, der da stattfand. Diese Wesenheiten, von denen ich jetzt spreche, gehörten ihrer ganzen Natur nach zu dem, was wir die lunarische Entwicklung nennen. In der Mondepoche hatten sie ihre Entwicklung durchgemacht, aber sie waren nicht so weit gekommen wie diejenigen, welche in der Mitte der lemurischen Zeit eingreifen konnten. Sie waren zurückgeblieben hinter der normalen Entwicklung auf dem Monde. Sie waren gerade so weit gekommen, daß sie die Fähigkeiten, die die Menschen damals erlangt hatten, als ihnen gleichartig erkannten, und das hatte zur Folge, daß sie sich ihrer bemächtigen konnten. Vorher waren die Menschen keine intelligenten Wesenheiten; jetzt bekamen sie den Intellekt. Und diese neue Fähigkeit benützten die Wesenheiten zu ihrer weiteren Entwicklung. So geschah es, daß dazumal jene Entwicklungsphase einsetzte, die wir die Vorbereitung zu der objektiven Wissenschaftlichkeit nennen. Die gab es früher nicht und wird es auch später nicht mehr geben. Alle Weisheit, die in der Menschheitsevolution errungen wurde, war im Grunde verknüpft mit dem, was wir Liebe nennen. Jene kalte, rein berechnende Wissenschaftlichkeit ist beeinflußt von diesen einen «Nachschub» darstellenden Wesenheiten.
[ 3 ] Der Einfluß dieser Wesenheiten also, die heute noch immer in einer gewissen Weise wirksam sind, wird erst dann beendet sein, wenn auch unsere ganze intellektuelle Tätigkeit, alles, was wir wissen können, alles, was wir Verstandestätigkeit nennen, wiederum durchdrungen sein wird von Liebe. Wenn der Verstand und die Liebe sich wieder zu der höheren Weisheit vereinigt haben werden, dann wird der Einfluß dieser Wesenheiten, die auf dem physischen Plane nicht sichtbar sind, verschwinden. Den Einfluß dieser Wesenheiten den Menschen klarzumachen, klarzumachen zunächst den Mysterienschülern, das war die Aufgabe namentlich der griechischen Mysterien.
[ 3 ] Der Einfluß dieser Wesenheiten also, die heute noch immer in einer gewissen Weise wirksam sind, wird erst dann beendet sein, wenn auch unsere ganze intellektuelle Tätigkeit, alles, was wir wissen können, alles, was wir Verstandestätigkeit nennen, wiederum durchdrungen sein wird von Liebe. Wenn der Verstand und die Liebe sich wieder zu der höheren Weisheit vereinigt haben werden, dann wird der Einfluß dieser Wesenheiten, die auf dem physischen Plane nicht sichtbar sind, verschwinden. Den Einfluß dieser Wesenheiten den Menschen klarzumachen, klarzumachen zunächst den Mysterienschülern, das war die Aufgabe namentlich der griechischen Mysterien.
[ 4 ] Ungefähr im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt bricht in bezug auf diese Wesenheiten eine ganz besonders wichtige Epoche herein. Wenn Sie die Kulturen unserer fünften Wurzelrasse betrachten, jene, welche die alte Vedenkultur, dann diejenigen, welche die uralte persische, die chaldäisch-ägyptische Kultur begründet haben, so werden Sie finden, daß selbst noch in den Epochen, die die Druidenkultur hervorgebracht haben, eine objektive, nüchterne Wissenschaft eigentlich nicht vorhanden war. Diese tauchte erst auf, als die vierte Kulturepoche immer mehr und mehr heraufdämmerte. Den Beginn der vierten Kulturepoche wird man etwa im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt verzeichnen können. Damit dämmerte eine von allem übrigen menschlichen Gemütsinhalt abgesonderte, objektive Wissenschaft herauf. Ein chaldäischer Priester, der Astronomie getrieben hat, hat noch die Absichten der Weltregierung zu ergründen versucht. Ebenso war es bei den Priestern der Ägypter und den Druidenpriestern; sie suchten Einsichten zu erhalten in die Absichten des Weltenlenkers. Eine reine Verstandeswissenschaft dämmerte erst in Griechenland herauf. Diese Verstandeswissenschaft, die sich nach und nach vorbereitet hat und durch den Einfluß der genannten Wesenheiten heraufkam, aber mit der anderen menschlichen Tätigkeit verknüpft war, wurde vollständig entfesselt in der vierten Kulturperiode der fünften Wurzelrasse. Die Eingeweihten, die unterwiesen wurden in den Mysterien der damaligen Zeit, empfanden die Urweisheit, die dem Menschengeschlecht früher zuteil geworden war, gegenüber der äußeren Weisheit als etwas Verlorenes, das erst wieder gesucht werden mußte. Es hat einen Zeitpunkt gegeben, in dem diese erstorbene Weisheit sich abgesondert hat von der umfassenden Urweisheit. Diesen Zeitpunkt, in dem diese nüchterne, trockene Weisheit sich abgesondert hat von der umfassenden Urweisheit, hat man dadurch bezeichnet, daß man sagte: Etwa im 8. Jahrhundert vor Christus ist die Sonne durch den Frühlingspunkt im Widder durchgegangen. Dieser Durchgang der Sonne durch den Widder ist die Wiederholung eines vor Jahrtausenden stattgefundenen früheren Durchgangs durch dasselbe Zeichen. Die Sonne rückt ja bekanntlich durch den ganzen Tierkreis, durch die Tierkreisbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau und so weiter, so daß sie schon viele Male durch den Widder hindurchgegangen ist. Das letzte Mal war sie durch den Widder durchgegangen, als der Mensch noch die Vereinigung von Liebe und Erkenntnis und damit die Urweisheit besaß. Diese Urweisheit war nun verlorengegangen und hatte einer äußerlichen Verstandeskultur Platz gemacht. Diesen ganzen Vorgang in seiner okkulten Bedeutung drückte der griechische Mysterienpriester aus durch den ungeheuer tiefen Mythos von der Argonauten-Sage, in welcher der Widder das Sinnbild der Vereinigung von Liebe und Erkenntnis darstellt.
[ 4 ] Ungefähr im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt bricht in bezug auf diese Wesenheiten eine ganz besonders wichtige Epoche herein. Wenn Sie die Kulturen unserer fünften Wurzelrasse betrachten, jene, welche die alte Vedenkultur, dann diejenigen, welche die uralte persische, die chaldäisch-ägyptische Kultur begründet haben, so werden Sie finden, daß selbst noch in den Epochen, die die Druidenkultur hervorgebracht haben, eine objektive, nüchterne Wissenschaft eigentlich nicht vorhanden war. Diese tauchte erst auf, als die vierte Kulturepoche immer mehr und mehr heraufdämmerte. Den Beginn der vierten Kulturepoche wird man etwa im 8. Jahrhundert vor Christi Geburt verzeichnen können. Damit dämmerte eine von allem übrigen menschlichen Gemütsinhalt abgesonderte, objektive Wissenschaft herauf. Ein chaldäischer Priester, der Astronomie getrieben hat, hat noch die Absichten der Weltregierung zu ergründen versucht. Ebenso war es bei den Priestern der Ägypter und den Druidenpriestern; sie suchten Einsichten zu erhalten in die Absichten des Weltenlenkers. Eine reine Verstandeswissenschaft dämmerte erst in Griechenland herauf. Diese Verstandeswissenschaft, die sich nach und nach vorbereitet hat und durch den Einfluß der genannten Wesenheiten heraufkam, aber mit der anderen menschlichen Tätigkeit verknüpft war, wurde vollständig entfesselt in der vierten Kulturperiode der fünften Wurzelrasse. Die Eingeweihten, die unterwiesen wurden in den Mysterien der damaligen Zeit, empfanden die Urweisheit, die dem Menschengeschlecht früher zuteil geworden war, gegenüber der äußeren Weisheit als etwas Verlorenes, das erst wieder gesucht werden mußte. Es hat einen Zeitpunkt gegeben, in dem diese erstorbene Weisheit sich abgesondert hat von der umfassenden Urweisheit. Diesen Zeitpunkt, in dem diese nüchterne, trockene Weisheit sich abgesondert hat von der umfassenden Urweisheit, hat man dadurch bezeichnet, daß man sagte: Etwa im 8. Jahrhundert vor Christus ist die Sonne durch den Frühlingspunkt im Widder durchgegangen. Dieser Durchgang der Sonne durch den Widder ist die Wiederholung eines vor Jahrtausenden stattgefundenen früheren Durchgangs durch dasselbe Zeichen. Die Sonne rückt ja bekanntlich durch den ganzen Tierkreis, durch die Tierkreisbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau und so weiter, so daß sie schon viele Male durch den Widder hindurchgegangen ist. Das letzte Mal war sie durch den Widder durchgegangen, als der Mensch noch die Vereinigung von Liebe und Erkenntnis und damit die Urweisheit besaß. Diese Urweisheit war nun verlorengegangen und hatte einer äußerlichen Verstandeskultur Platz gemacht. Diesen ganzen Vorgang in seiner okkulten Bedeutung drückte der griechische Mysterienpriester aus durch den ungeheuer tiefen Mythos von der Argonauten-Sage, in welcher der Widder das Sinnbild der Vereinigung von Liebe und Erkenntnis darstellt.
[ 5 ] Halten wir uns den ganzen Mythos erst einmal vor Augen. Es wird uns erzählt, daß Phrixos und Helle viel zu leiden hatten von ihrer bösen Stiefmutter Ino. Deshalb erschien dem Phrixos seine göttliche Mutter Nephele und riet ihm, mit der Schwester zu entfliehen. Sie gab ihm auch einen großen Widder mit einem goldenen Vlies, mit dem sie über das Meer reiten sollten. Helle sei dann abgestürzt und im Meer ertrunken, das danach den Namen Hellespont erhielt; Phrixos dagegen sei mit dem Widder nach Kolchis gekommen. Dort soll er den Widder dem Zeus geopfert und das Fell dem König Aietes gegeben haben, der es an einer Eiche vor einer Höhle aufgehängt habe. Später machte sich der griechische Held Jason gemeinsam mit den bedeutendsten der damaligen griechischen Eingeweihten - Orpheus, Theseus, Herakles und anderen - auf, um das Widderfell von den barbarischen Völkern in Kolchis wieder zurückzuholen. Dadurch, daß er die jüngste Tochter des Königs Aietes, Medea, für sich gewann, wurde es ihm möglich, das Widderfell wieder nach Griechenland zurückzubringen. Er mußte zuerst zwei feuerschnaubende Stiere besiegen. Weiterhin mußte er Drachenzähne ausstreuen; aus den Drachenzähnen wuchsen geharnischte Männer hervor, welche in Streit kamen. Durch Medea wurde er befähigt, diesen Streit zu schlichten. Sie war es auch, die Jason ermöglichte, das Widderfell zu nehmen und mit ihm und ihr die Heimreise nach Griechenland anzutreten. Medea hatte, um ihren Vater zu täuschen, ihren Bruder mitgenommen, ihn getötet und zerstückelt ins Meer geworfen. Während der jammernde Vater die Glieder sammelte, konnten sie die Flucht nach Griechenland fortsetzen.
[ 5 ] Halten wir uns den ganzen Mythos erst einmal vor Augen. Es wird uns erzählt, daß Phrixos und Helle viel zu leiden hatten von ihrer bösen Stiefmutter Ino. Deshalb erschien dem Phrixos seine göttliche Mutter Nephele und riet ihm, mit der Schwester zu entfliehen. Sie gab ihm auch einen großen Widder mit einem goldenen Vlies, mit dem sie über das Meer reiten sollten. Helle sei dann abgestürzt und im Meer ertrunken, das danach den Namen Hellespont erhielt; Phrixos dagegen sei mit dem Widder nach Kolchis gekommen. Dort soll er den Widder dem Zeus geopfert und das Fell dem König Aietes gegeben haben, der es an einer Eiche vor einer Höhle aufgehängt habe. Später machte sich der griechische Held Jason gemeinsam mit den bedeutendsten der damaligen griechischen Eingeweihten - Orpheus, Theseus, Herakles und anderen - auf, um das Widderfell von den barbarischen Völkern in Kolchis wieder zurückzuholen. Dadurch, daß er die jüngste Tochter des Königs Aietes, Medea, für sich gewann, wurde es ihm möglich, das Widderfell wieder nach Griechenland zurückzubringen. Er mußte zuerst zwei feuerschnaubende Stiere besiegen. Weiterhin mußte er Drachenzähne ausstreuen; aus den Drachenzähnen wuchsen geharnischte Männer hervor, welche in Streit kamen. Durch Medea wurde er befähigt, diesen Streit zu schlichten. Sie war es auch, die Jason ermöglichte, das Widderfell zu nehmen und mit ihm und ihr die Heimreise nach Griechenland anzutreten. Medea hatte, um ihren Vater zu täuschen, ihren Bruder mitgenommen, ihn getötet und zerstückelt ins Meer geworfen. Während der jammernde Vater die Glieder sammelte, konnten sie die Flucht nach Griechenland fortsetzen.
[ 6 ] Im 8. und 9. Jahrhundert vor Christi Geburt, also am Eingang der griechischen Kulturperiode, wurde die okkulte Bedeutung dieser Sage den griechischen Geheimschülern gelehrt. Diese okkulte Bedeutung liegt in der Mitteilung, daß diejenigen Wesenheiten, welche sich der trockenen, nüchternen Intelligenz der Menschen bedienen, von diesem Zeitpunkt an eine besondere Bedeutung erlangten. Die Sehnsucht nach der Urkultur, welche einmal bestanden hatte, als die Sonne zum vorletztenmal durch den Widder gegangen war, erwachte jetzt wieder. Daß das Zwillingspaar Phrixos und Helle vom Widder nach Kolchis gebracht wurde, heißt nichts anderes, als daß eine vorhergehende Unterrasse, die persisch-iranische mit ihrer Zwillingsnatur - sie haben unter dem Zeichen des Guten und Bösen, Ormuzd und Ahriman, gestanden -, die Verbindung von Erkenntnis und Liebe wiedergewinnen will. Die vorhergehende Unterrasse hatte dieses in verborgene Gebiete getragen. Früher, in der atlantischen Zeit, war dieses Fell, diese Weisheit, Gemeingut der menschlichen Kultur gewesen, dann war es in ferne Geheimschulen getragen worden. Es muß zurückgeholt werden. So sehen wir ausgedrückt in der Argonauten-Sage die Begründung der Geheimschulen in Griechenland.
[ 6 ] Im 8. und 9. Jahrhundert vor Christi Geburt, also am Eingang der griechischen Kulturperiode, wurde die okkulte Bedeutung dieser Sage den griechischen Geheimschülern gelehrt. Diese okkulte Bedeutung liegt in der Mitteilung, daß diejenigen Wesenheiten, welche sich der trockenen, nüchternen Intelligenz der Menschen bedienen, von diesem Zeitpunkt an eine besondere Bedeutung erlangten. Die Sehnsucht nach der Urkultur, welche einmal bestanden hatte, als die Sonne zum vorletztenmal durch den Widder gegangen war, erwachte jetzt wieder. Daß das Zwillingspaar Phrixos und Helle vom Widder nach Kolchis gebracht wurde, heißt nichts anderes, als daß eine vorhergehende Unterrasse, die persisch-iranische mit ihrer Zwillingsnatur - sie haben unter dem Zeichen des Guten und Bösen, Ormuzd und Ahriman, gestanden -, die Verbindung von Erkenntnis und Liebe wiedergewinnen will. Die vorhergehende Unterrasse hatte dieses in verborgene Gebiete getragen. Früher, in der atlantischen Zeit, war dieses Fell, diese Weisheit, Gemeingut der menschlichen Kultur gewesen, dann war es in ferne Geheimschulen getragen worden. Es muß zurückgeholt werden. So sehen wir ausgedrückt in der Argonauten-Sage die Begründung der Geheimschulen in Griechenland.
[ 7 ] Es gab also eine Urweisheit bei der atlantischen Rasse, so wird uns erzählt. Diese Urweisheit war damals Gemeingut der Menschheit. Sie ist verlorengegangen und nur noch in den Höhlen und Krypten der Mysterienschulen zu finden. Die Griechen aber haben für ihre Eingeweihten die Mysterien neu errichtet, und Theseus, Orpheus, Herkules und andere waren die Begründer dieser Weisheitsschulen dadurch, daß sie die Urweisheit wieder zurückgeholt haben nach Griechenland. Durch Thales, Anaximenes, Sokrates und andere Philosophen ist eine nüchterne, kalte Verstandesweisheit heraufgebracht worden, die objektiv ist. Die Mysterienweisheit ist mit der Liebe verbunden. Sie ist eine Weisheit, die nicht erlangt werden kann ohne die Läuterung der Leidenschaften, der Kamakräfte. Die Verstandeswissenschaft dagegen kann ohne Läuterung von Kama erlangt werden. In der so wichtigen Argonauten-Sage ist uns also der Übergang von der dritten zur vierten Kulturperiode unserer gegenwärtigen Wurzelrasse dargestellt. Der Übergang besteht darin, daß der früher gemeinsame Strom der menschlichen Kultur sich teilte in zwei Strömungen: in Mysterienweisheit und in die äußere Verstandeswissenschaft. Der eine Strom war verborgen, aber so, daß er doch wirksam war und Einfluß bekam auf die griechische Kunst und Kultur - er ist dargestellt als das Zurückholen des Widderfelles. Nur auf die Verstandeswissenschaft sollte er fortan keinen Einfluß haben. Das ist die Sage von dem Argonautenzug.
[ 7 ] Es gab also eine Urweisheit bei der atlantischen Rasse, so wird uns erzählt. Diese Urweisheit war damals Gemeingut der Menschheit. Sie ist verlorengegangen und nur noch in den Höhlen und Krypten der Mysterienschulen zu finden. Die Griechen aber haben für ihre Eingeweihten die Mysterien neu errichtet, und Theseus, Orpheus, Herkules und andere waren die Begründer dieser Weisheitsschulen dadurch, daß sie die Urweisheit wieder zurückgeholt haben nach Griechenland. Durch Thales, Anaximenes, Sokrates und andere Philosophen ist eine nüchterne, kalte Verstandesweisheit heraufgebracht worden, die objektiv ist. Die Mysterienweisheit ist mit der Liebe verbunden. Sie ist eine Weisheit, die nicht erlangt werden kann ohne die Läuterung der Leidenschaften, der Kamakräfte. Die Verstandeswissenschaft dagegen kann ohne Läuterung von Kama erlangt werden. In der so wichtigen Argonauten-Sage ist uns also der Übergang von der dritten zur vierten Kulturperiode unserer gegenwärtigen Wurzelrasse dargestellt. Der Übergang besteht darin, daß der früher gemeinsame Strom der menschlichen Kultur sich teilte in zwei Strömungen: in Mysterienweisheit und in die äußere Verstandeswissenschaft. Der eine Strom war verborgen, aber so, daß er doch wirksam war und Einfluß bekam auf die griechische Kunst und Kultur - er ist dargestellt als das Zurückholen des Widderfelles. Nur auf die Verstandeswissenschaft sollte er fortan keinen Einfluß haben. Das ist die Sage von dem Argonautenzug.
[ 8 ] Auch bei der Odysseus-Sage sehen wir, daß sie sich bezieht auf den Übergang von einer Rasse zur anderen. Die Odysseus-Sage hat hintereinander die mannigfaltigsten Deutungen und Auslegungen gefunden. Ich möchte heute nur das Gerüst dieser Sage angeben. In meinem Buche «Das Christentum als mystische Tatsache» habe ich die zweite Art der Ausdeutung, die allegorische, anzuwenden versucht; heute wollen wir die dritte Art der Ausdeutung, die okkulte, betrachten.
[ 8 ] Auch bei der Odysseus-Sage sehen wir, daß sie sich bezieht auf den Übergang von einer Rasse zur anderen. Die Odysseus-Sage hat hintereinander die mannigfaltigsten Deutungen und Auslegungen gefunden. Ich möchte heute nur das Gerüst dieser Sage angeben. In meinem Buche «Das Christentum als mystische Tatsache» habe ich die zweite Art der Ausdeutung, die allegorische, anzuwenden versucht; heute wollen wir die dritte Art der Ausdeutung, die okkulte, betrachten.
[ 9 ] Odysseus, der unter den Kämpfern von Troja war, hat den Griechen durch Schlauheit und Klugheit dazu verholfen, Troja zu erobern. Er hat große Irrfahrten durchgemacht auf dem Wasser; das bitte ich festzuhalten. Er kam zu den Zyklopen, überwand den Hauptzyklopen mit dem einen Auge, ging dann weiter zu Circe, welche, wie uns erzählt wird, seine Gefährten in Schweine verwandelte. Dann ging er in die Unterwelt und machte da mit den im Trojanischen Krieg gefallenen Helden Bekanntschaft. Dann kam er unter die Gewalt der Sirenen, die durch ihren zauberhaften Gesang die Menschen verführen. Es wird uns weiter erzählt, wie der größte Teil der Gefährten der Verführung erliegt und wie er sich dadurch rettet, daß er sich an sein Schiff festbinden läßt. Odysseus kommt dann an einen Ort, der sich zwischen Skylla und Charybdis befindet, wo die Schiffe Gefahr laufen zu scheitern. Er muß sich durch einen Meeresstrudel hindurchretten. Er kommt dann nach Ogygia, der Insel der Nymphe Kalypso, verweilt dort sieben Jahre und wird durch Zeus, der Kalypso den Auftrag gibt, ihn freizugeben, entlassen und gelangt schließlich in seine Heimat Ithaka. Durch die Göttin Pallas Athene wird er in sein Haus und zu seinem Weib Penelope geführt, das die verschiedensten Fährnisse auszustehen hatte, weil sich viele Freier um sie bemühten. So fertigte sie bei Tag ein Gewebe an, das sie bei Nacht wieder auftrennte, weil sie den Freiern ihre Hand versprochen hatte, wenn das Gewebe fertig sei.
[ 9 ] Odysseus, der unter den Kämpfern von Troja war, hat den Griechen durch Schlauheit und Klugheit dazu verholfen, Troja zu erobern. Er hat große Irrfahrten durchgemacht auf dem Wasser; das bitte ich festzuhalten. Er kam zu den Zyklopen, überwand den Hauptzyklopen mit dem einen Auge, ging dann weiter zu Circe, welche, wie uns erzählt wird, seine Gefährten in Schweine verwandelte. Dann ging er in die Unterwelt und machte da mit den im Trojanischen Krieg gefallenen Helden Bekanntschaft. Dann kam er unter die Gewalt der Sirenen, die durch ihren zauberhaften Gesang die Menschen verführen. Es wird uns weiter erzählt, wie der größte Teil der Gefährten der Verführung erliegt und wie er sich dadurch rettet, daß er sich an sein Schiff festbinden läßt. Odysseus kommt dann an einen Ort, der sich zwischen Skylla und Charybdis befindet, wo die Schiffe Gefahr laufen zu scheitern. Er muß sich durch einen Meeresstrudel hindurchretten. Er kommt dann nach Ogygia, der Insel der Nymphe Kalypso, verweilt dort sieben Jahre und wird durch Zeus, der Kalypso den Auftrag gibt, ihn freizugeben, entlassen und gelangt schließlich in seine Heimat Ithaka. Durch die Göttin Pallas Athene wird er in sein Haus und zu seinem Weib Penelope geführt, das die verschiedensten Fährnisse auszustehen hatte, weil sich viele Freier um sie bemühten. So fertigte sie bei Tag ein Gewebe an, das sie bei Nacht wieder auftrennte, weil sie den Freiern ihre Hand versprochen hatte, wenn das Gewebe fertig sei.
[ 10 ] Nun bitte ich Sie, dieses Gerüst der Odysseus-Sage mit mir einmal in der Art durchzugehen, wie es uns bekannt ist aus der griechischen Mysterienweisheit. Die Einweihungsschulen, in denen sich tatsächlich abspielte, was hier erzählt wird, führten den Schüler auf dem Astralplan und dem Mentalplan so, daß er eine bestimmte Strecke der menschlichen Entwicklung durchlaufen konnte, und zwar die Strecke von der Mitte der lemurischen Zeit bis zu dem Zeitpunkt, wo in Griechenland der Mensch in den Einweihungsschulen, die durch Jason zusammen mit Orpheus, Theseus, Herakles und anderen begründet worden waren, wiederum die Urweisheit finden konnte. Es wurde also der Schüler auf den Astralund Mentalplan geführt, und es wurden ihm die Vorgänge gezeigt, die die Menschheit durchlaufen hatte von der Mitte der lemurischen Zeit bis zu dem Punkte, wo der Trojanische Krieg sich abspielte. Durch das Mythische im Argonautenzug wird uns ein Stück der Urweisheit dargestellt. Es zeigt sich uns, daß sie dazumal neben der Wissenschaft einherging. Was wurde den Menschen, den Einweihungsschülern, nun in der Odysseus-Sage gezeigt? Das wird uns in Odysseus repräsentativ dargestellt.
[ 10 ] Nun bitte ich Sie, dieses Gerüst der Odysseus-Sage mit mir einmal in der Art durchzugehen, wie es uns bekannt ist aus der griechischen Mysterienweisheit. Die Einweihungsschulen, in denen sich tatsächlich abspielte, was hier erzählt wird, führten den Schüler auf dem Astralplan und dem Mentalplan so, daß er eine bestimmte Strecke der menschlichen Entwicklung durchlaufen konnte, und zwar die Strecke von der Mitte der lemurischen Zeit bis zu dem Zeitpunkt, wo in Griechenland der Mensch in den Einweihungsschulen, die durch Jason zusammen mit Orpheus, Theseus, Herakles und anderen begründet worden waren, wiederum die Urweisheit finden konnte. Es wurde also der Schüler auf den Astralund Mentalplan geführt, und es wurden ihm die Vorgänge gezeigt, die die Menschheit durchlaufen hatte von der Mitte der lemurischen Zeit bis zu dem Punkte, wo der Trojanische Krieg sich abspielte. Durch das Mythische im Argonautenzug wird uns ein Stück der Urweisheit dargestellt. Es zeigt sich uns, daß sie dazumal neben der Wissenschaft einherging. Was wurde den Menschen, den Einweihungsschülern, nun in der Odysseus-Sage gezeigt? Das wird uns in Odysseus repräsentativ dargestellt.
[ 11 ] Versetzen wir uns einmal zurück in die Mitte der lemurischen Zeit. Der Mensch war da auf dem Übergang von dem hermaphroditischen Zustand in den Zustand der Geschlechtlichkeit, auf dem Übergang vom Zustande des Sehens ohne äußeres physisches Sinnesorgan zum Sehen mit dem äußeren physischen Auge. Tatsächlich hatte der Mensch bis zur Mitte der lemurischen Zeit jenes «eine Auge», das dann ersetzt wurde durch die zwei äußeren, physischen Augen. In diese Entwicklungsphase wurde der Schüler damals zurückversetzt. Er sollte den Übergang erleben von der vorlemurischen Zeit in die nachlemurische Zeit, in die Zeit nach der Mitte der lemurischen Rasse bis zum Auftauchen des äußeren Auges. Die Zyklopen waren die Menschen der vorlemurischen Zeit. Mit diesen machte Odysseus auf dem Astralplan Bekanntschaft. Nun war des Menschen Astralkörper nach dieser Zeit in die dichter und fester werdende Materie hineingesenkt worden. Das wurde den Einzuweihenden vorgestellt. Wir kommen dann heran an die ersten atlantischen Zeiten. Immer mehr und mehr gewinnt der Atlantier die Fähigkeit, die Lebenskräfte zu verwenden, sich ihrer zu seinen Verrichtungen zu bedienen. Es waren ausgebildete, hohe astrale Fähigkeiten, die die Atlantier entwickelten und zu denen sich ein Grieche nur auf dem astralischen Plane zurückversetzen konnte. Das war die Zeit, von der so viel in alten okkulten Schriften die Rede ist, wo die atlantischen Geschlechter in die wildesten Künste der schwarzen Magie verfielen. Diese Epoche wurde dem griechischen Mysterienschüler dramatisch vorgeführt in Verwandlungsbildern. Es war die Epoche, wo des Menschen Leidenschaften unter dem Einfluß der schwarzmagischen Kräfte so entstellt wurden, daß die Astralkörper den niedersten Tieren glichen. Das war auch das Bild, das sich darbot, als dann später die Turanier in diese wilden magischen Künste verfielen. Der Astralkörper wurde so verwandelt unter dem Einflusse dieser schwarzen Künste, daß es symbolisch ausgedrückt hieß: Circe verwandelte die Gefährten des Odysseus in Schweine. - Diesen Zeitpunkt der menschlichen Entwicklung machte der griechische Eingeweihte durch.
[ 11 ] Versetzen wir uns einmal zurück in die Mitte der lemurischen Zeit. Der Mensch war da auf dem Übergang von dem hermaphroditischen Zustand in den Zustand der Geschlechtlichkeit, auf dem Übergang vom Zustande des Sehens ohne äußeres physisches Sinnesorgan zum Sehen mit dem äußeren physischen Auge. Tatsächlich hatte der Mensch bis zur Mitte der lemurischen Zeit jenes «eine Auge», das dann ersetzt wurde durch die zwei äußeren, physischen Augen. In diese Entwicklungsphase wurde der Schüler damals zurückversetzt. Er sollte den Übergang erleben von der vorlemurischen Zeit in die nachlemurische Zeit, in die Zeit nach der Mitte der lemurischen Rasse bis zum Auftauchen des äußeren Auges. Die Zyklopen waren die Menschen der vorlemurischen Zeit. Mit diesen machte Odysseus auf dem Astralplan Bekanntschaft. Nun war des Menschen Astralkörper nach dieser Zeit in die dichter und fester werdende Materie hineingesenkt worden. Das wurde den Einzuweihenden vorgestellt. Wir kommen dann heran an die ersten atlantischen Zeiten. Immer mehr und mehr gewinnt der Atlantier die Fähigkeit, die Lebenskräfte zu verwenden, sich ihrer zu seinen Verrichtungen zu bedienen. Es waren ausgebildete, hohe astrale Fähigkeiten, die die Atlantier entwickelten und zu denen sich ein Grieche nur auf dem astralischen Plane zurückversetzen konnte. Das war die Zeit, von der so viel in alten okkulten Schriften die Rede ist, wo die atlantischen Geschlechter in die wildesten Künste der schwarzen Magie verfielen. Diese Epoche wurde dem griechischen Mysterienschüler dramatisch vorgeführt in Verwandlungsbildern. Es war die Epoche, wo des Menschen Leidenschaften unter dem Einfluß der schwarzmagischen Kräfte so entstellt wurden, daß die Astralkörper den niedersten Tieren glichen. Das war auch das Bild, das sich darbot, als dann später die Turanier in diese wilden magischen Künste verfielen. Der Astralkörper wurde so verwandelt unter dem Einflusse dieser schwarzen Künste, daß es symbolisch ausgedrückt hieß: Circe verwandelte die Gefährten des Odysseus in Schweine. - Diesen Zeitpunkt der menschlichen Entwicklung machte der griechische Eingeweihte durch.
[ 12 ] Dann stieg Odysseus in die Unterwelt hinab. Das Hinabsteigen in die Unterwelt bedeutet nun überall, wo es uns in der griechischen Sagenwelt entgegentritt, daß eine Einweihung stattfindet. Wenn von einem Helden gesagt wird, daß er in die Unterwelt hinunterstieg, will der Erzähler damit nichts anderes ausdrücken, als daß der Betreffende eingeweiht wurde, daß er bekannt wurde mit den Dingen, die jenseits des Todes liegen. Odysseus war ein Eingeweihter, und die Odysseus-Sage selbst ist die Darstellung seiner Einweihung. Wir schreiten nun weiter bis zu dem Zeitpunkte, wo nach der atlantischen Flut die Menschen bekannt wurden mit den ersten Wirkungen jener Wesenheiten, von denen ich gesprochen habe, die sich in der äußeren Kultur, in der damaligen Wissenschaft und in den damaligen Künsten offenbaren mit denjenigen Wirkungen, die auf das Intellektuelle Einfluß hatten nach der atlantischen Flut. Die ersten Anfänge rein äußerer physischer Kultur wurden dem Eingeweihten vorgeführt als die Verlockungen der rein weltlichen Künste, der rein weltlichen Kultur. Es sind die Sirenenklänge der jungen fünften Wurzelrasse. Diese Sirenenklänge der jungen fünften Wurzelrasse waren es, von denen so viel gesprochen wird in den okkulten Schriften. Denn wir haben auf der einen Seite die große Weisheitslehre des Manu, welcher die Menschen der fünften Wurzelrasse darauf aufmerksam macht, daß ihr Intellekt sich zu erheben hat zu dem Göttlichen. Das hat seinen Ausdruck gefunden in den Veden und in dem, was der persische Zarathustra als Religion begründet und seinen Religionsgenossen hinterlassen hat. Daneben haben wir die rein verstandesmäßige Kultur, die den Menschen abbringt von dem, was unter dem Einfluß des Manu sich entwickelt. Sie finden in allen okkulten Schriften die Vorgänge dargestellt, die da stattfanden. Der Manu wählte das kleine Häuflein aus und ging in die Wüste Gobi oder Schamo. Da war es nur eine kleine Schar, die ihm treu blieb, während die anderen untreu wurden und sich nach allen Seiten zerstreuten. Dieser wichtige Vorgang, daß der Manu zuerst einen Teil der Ursemiten auswählte, daß von diesen Ausgewählten aber wieder nur ein kleiner Teil ihm folgte, während der andere Teil zugrundeging, weil er den Sirenenklängen der äußeren Kultur folgte, dieser wichtige Vorgang wurde den Einzuweihenden dargestellt.
[ 12 ] Dann stieg Odysseus in die Unterwelt hinab. Das Hinabsteigen in die Unterwelt bedeutet nun überall, wo es uns in der griechischen Sagenwelt entgegentritt, daß eine Einweihung stattfindet. Wenn von einem Helden gesagt wird, daß er in die Unterwelt hinunterstieg, will der Erzähler damit nichts anderes ausdrücken, als daß der Betreffende eingeweiht wurde, daß er bekannt wurde mit den Dingen, die jenseits des Todes liegen. Odysseus war ein Eingeweihter, und die Odysseus-Sage selbst ist die Darstellung seiner Einweihung. Wir schreiten nun weiter bis zu dem Zeitpunkte, wo nach der atlantischen Flut die Menschen bekannt wurden mit den ersten Wirkungen jener Wesenheiten, von denen ich gesprochen habe, die sich in der äußeren Kultur, in der damaligen Wissenschaft und in den damaligen Künsten offenbaren mit denjenigen Wirkungen, die auf das Intellektuelle Einfluß hatten nach der atlantischen Flut. Die ersten Anfänge rein äußerer physischer Kultur wurden dem Eingeweihten vorgeführt als die Verlockungen der rein weltlichen Künste, der rein weltlichen Kultur. Es sind die Sirenenklänge der jungen fünften Wurzelrasse. Diese Sirenenklänge der jungen fünften Wurzelrasse waren es, von denen so viel gesprochen wird in den okkulten Schriften. Denn wir haben auf der einen Seite die große Weisheitslehre des Manu, welcher die Menschen der fünften Wurzelrasse darauf aufmerksam macht, daß ihr Intellekt sich zu erheben hat zu dem Göttlichen. Das hat seinen Ausdruck gefunden in den Veden und in dem, was der persische Zarathustra als Religion begründet und seinen Religionsgenossen hinterlassen hat. Daneben haben wir die rein verstandesmäßige Kultur, die den Menschen abbringt von dem, was unter dem Einfluß des Manu sich entwickelt. Sie finden in allen okkulten Schriften die Vorgänge dargestellt, die da stattfanden. Der Manu wählte das kleine Häuflein aus und ging in die Wüste Gobi oder Schamo. Da war es nur eine kleine Schar, die ihm treu blieb, während die anderen untreu wurden und sich nach allen Seiten zerstreuten. Dieser wichtige Vorgang, daß der Manu zuerst einen Teil der Ursemiten auswählte, daß von diesen Ausgewählten aber wieder nur ein kleiner Teil ihm folgte, während der andere Teil zugrundeging, weil er den Sirenenklängen der äußeren Kultur folgte, dieser wichtige Vorgang wurde den Einzuweihenden dargestellt.
[ 13 ] Dann wird noch ein wichtiger Punkt der Menschheitsentwicklung in der Odysseus-Sage dargestellt, der Durchgang zwischen Skylla und Charybdis. Was beginnt denn jetzt eigentlich in der Menschheit? Jetzt erst beginnt, wie wir gesehen haben, die eigentliche Kama-Manas-Kultur. Nach und nach ist sie bis hierher vorbereitet worden. Jetzt beginnt sie. Unsere fünfte Wurzelrasse hat vorzugsweise diese Kama-Manas-Kultur. Kama ist im Astralen und auch heute noch im Astralkörper tätig. Manas aber ist das, was im physischen Gehirn tätig ist. Der Mensch der fünften Wurzelrasse denkt mit seinem physischen Gehirn. Erst in einer künftigen Entwicklungsphase wird auch das Kama, der Astralkörper so weit sein, daß er zu denken vermag. Heute hat Manas erst im physischen Gehirn Platz gegriffen. Zwischen den zwei nach beiden Seiten uns schleudernden Strudeln Skylla und Charybdis müssen wir hindurch. Das wird repräsentiert durch den Durchgang des Odysseus zwischen Skylla-Manas und Charybdis-Kama. Da ist auf der einen Seite der astrale Strudel, die Triebe, Begierden und Leidenschaften, in denen der Mensch untergehen kann, und auf der anderen der an den Felsen geschmiedete physische Verstand. Der Fels ist uns ja bereits begegnet in der Prometheus-Sage. Hier tritt uns der Fels wieder entgegen. Der menschliche Verstand ist allen Gefahren der Physis, des Felsens, ausgesetzt. Zwischen den Klippen des physischen Verstandes und dem Strudel des astralen Lebens muß der Mensch hindurchsegeln. Hat er sich da durchgebracht, hat er erkannt, welche Gefahren ihm drohen und hat sich dennoch aufrecht halten können, dann kommt er zu der Insel der Kalypso, zur verborgenen Weisheit. Da kann er den Ausblick tun in die Zukunft der Menschheit, die Probezeit durchmachen, die sieben Jahre andauert. Deshalb bleibt Odysseus auch sieben Jahre bei der Kalypso. Jeder, der zur Einweihung kommen will, muß eine siebenjährige Probezeit durchmachen, und die ist angedeutet durch den Aufenthalt bei der Kalypso, wo hinter der Täuschung verborgene Weisheit lebt. Dann erst kann er dahin kommen, wo die Seele hingelangt, wenn sie dem Strudel der astralen Leidenschaften entronnen ist. Lesen Sie Homers «Odyssee»; er deutet an, daß der Mensch die eigene Seele sucht. Die Zurückkunft der eigenen Seele, das ist das Streben nach der Heimat. Wer die Odyssee wirklich verstehen will, darf nicht der Ansicht eines neueren Forschers sein, der da meint, daß mit dem Polyphem und den Zyklopen nichts anderes gemeint sei, als daß der Ätna Feuer gespieen hätte und die Brandstelle dem Odysseus erschienen wäre als das Auge des Riesen.
[ 13 ] Dann wird noch ein wichtiger Punkt der Menschheitsentwicklung in der Odysseus-Sage dargestellt, der Durchgang zwischen Skylla und Charybdis. Was beginnt denn jetzt eigentlich in der Menschheit? Jetzt erst beginnt, wie wir gesehen haben, die eigentliche Kama-Manas-Kultur. Nach und nach ist sie bis hierher vorbereitet worden. Jetzt beginnt sie. Unsere fünfte Wurzelrasse hat vorzugsweise diese Kama-Manas-Kultur. Kama ist im Astralen und auch heute noch im Astralkörper tätig. Manas aber ist das, was im physischen Gehirn tätig ist. Der Mensch der fünften Wurzelrasse denkt mit seinem physischen Gehirn. Erst in einer künftigen Entwicklungsphase wird auch das Kama, der Astralkörper so weit sein, daß er zu denken vermag. Heute hat Manas erst im physischen Gehirn Platz gegriffen. Zwischen den zwei nach beiden Seiten uns schleudernden Strudeln Skylla und Charybdis müssen wir hindurch. Das wird repräsentiert durch den Durchgang des Odysseus zwischen Skylla-Manas und Charybdis-Kama. Da ist auf der einen Seite der astrale Strudel, die Triebe, Begierden und Leidenschaften, in denen der Mensch untergehen kann, und auf der anderen der an den Felsen geschmiedete physische Verstand. Der Fels ist uns ja bereits begegnet in der Prometheus-Sage. Hier tritt uns der Fels wieder entgegen. Der menschliche Verstand ist allen Gefahren der Physis, des Felsens, ausgesetzt. Zwischen den Klippen des physischen Verstandes und dem Strudel des astralen Lebens muß der Mensch hindurchsegeln. Hat er sich da durchgebracht, hat er erkannt, welche Gefahren ihm drohen und hat sich dennoch aufrecht halten können, dann kommt er zu der Insel der Kalypso, zur verborgenen Weisheit. Da kann er den Ausblick tun in die Zukunft der Menschheit, die Probezeit durchmachen, die sieben Jahre andauert. Deshalb bleibt Odysseus auch sieben Jahre bei der Kalypso. Jeder, der zur Einweihung kommen will, muß eine siebenjährige Probezeit durchmachen, und die ist angedeutet durch den Aufenthalt bei der Kalypso, wo hinter der Täuschung verborgene Weisheit lebt. Dann erst kann er dahin kommen, wo die Seele hingelangt, wenn sie dem Strudel der astralen Leidenschaften entronnen ist. Lesen Sie Homers «Odyssee»; er deutet an, daß der Mensch die eigene Seele sucht. Die Zurückkunft der eigenen Seele, das ist das Streben nach der Heimat. Wer die Odyssee wirklich verstehen will, darf nicht der Ansicht eines neueren Forschers sein, der da meint, daß mit dem Polyphem und den Zyklopen nichts anderes gemeint sei, als daß der Ätna Feuer gespieen hätte und die Brandstelle dem Odysseus erschienen wäre als das Auge des Riesen.
[ 14 ] Odysseus kommt zuletzt als Bettler nach Hause, ohne alles äußere Gut. Damit ist angedeutet, daß der Mensch, der das Unwichtige der äußeren Welt und der weltlichen Güter durchschaut hat, nicht in der Maya, sondern hinter der Maya die Heimat der Seele sucht, daß er also im mystischen Sinn als Bettler in die Heimat kommt. Daß er in Wahrheit ein Weiser ist, das wird dadurch angedeutet, daß Pallas Athene Odysseus nach Hause geleitet. Die eigene Seele wird in aller Esoterik dargestellt durch ein weibliches Wesen; immer werden als Symbole für das Streben der eigenen Seele weibliche Wesen gewählt. Goethe nennt es das Ewig-Weibliche. Wie in der Medea in der Sage vom Argonautenzug, so haben wir hier in der Penelope die eigene Seele zu sehen, zu der Odysseus wieder den Weg sucht. In der christlichen Religion ist die Jungfrau Maria die nach Erlösung strebende menschliche Seele, nur ist die Bedeutung hier eine unendlich viel tiefere. Diese Penelope ist, um es genau zu sagen, die Seele des Menschen in der fünften Wurzelrasse. Die fünfte Wurzelrasse hat den menschlichen Verstand zu kultivieren. Er ist das Unfruchtbarste, das es an sich gibt; nur wenn er angewendet wird auf einen Inhalt, dann kann der Verstand fruchtbar werden. Der Verstand ist ein Netz, das gesponnen wird um die Dinge, die wir anderswoher haben. Wenn Sie die äußere Erfahrung etwas lehrt, können Sie es mit dem Verstande umspinnen. Wenn Sie die höhere okkulte Weisheit etwas lehrt, dann können Sie es wiederum mit dem Verstande umspinnen. Die Menschen sagen oft, die okkulten Weisheiten widersprächen dem Verstand. Nichts widerspricht dem Verstande. Die Menschen haben immer, wenn etwas Neues in ihren Horizont eingetreten ist, gesagt, es widerspreche dem Verstande. Der Verstand ist aber nur zum Kombinieren, zum Verbinden da. Aus sich selbst kann er nichts gewinnen, vom Verstande aus können Sie nichts beweisen. Dieses Unfruchtbare des Verstandes, der doch die eigentliche Seele der fünften Wurzelrasse ist, wird ausgedrückt in dem fortwährenden Spinnen und Wiederaufziehen des Gewebes der Penelope. Odysseus wird durch die Weisheit geleitet. Der Eingeweihte muß den Weg finden zu der Seele der fünften Wurzelrasse, zu dem unfruchtbaren Verstande. Aber er wird nur dann sich in der richtigen Weise mit der Seele der fünften Wurzelrasse verbinden, wenn er eben mit der Weisheit selbst erfüllt ist, wenn er von Pallas Athene geleitet wird. Pallas Athene wiederum ist eine höhere weibliche Gottheit, eine andere Kraft in der Seele; die Weisheit, die eigentliche Führerin. Der Mensch muß nach mancherlei Irrfahrten, die er durchgemacht hat, sofern sie wirklich Entwicklungsfahrten sind, zum Verstande kommen. Dabei muß Pallas Athene, die Weisheit, seine Führerin sein. Das wurde dem Mysterienschüler in Griechenland vorgeführt, und das wollte Homer in der tiefsinnigen Odysseus-Sage erzählen.
[ 14 ] Odysseus kommt zuletzt als Bettler nach Hause, ohne alles äußere Gut. Damit ist angedeutet, daß der Mensch, der das Unwichtige der äußeren Welt und der weltlichen Güter durchschaut hat, nicht in der Maya, sondern hinter der Maya die Heimat der Seele sucht, daß er also im mystischen Sinn als Bettler in die Heimat kommt. Daß er in Wahrheit ein Weiser ist, das wird dadurch angedeutet, daß Pallas Athene Odysseus nach Hause geleitet. Die eigene Seele wird in aller Esoterik dargestellt durch ein weibliches Wesen; immer werden als Symbole für das Streben der eigenen Seele weibliche Wesen gewählt. Goethe nennt es das Ewig-Weibliche. Wie in der Medea in der Sage vom Argonautenzug, so haben wir hier in der Penelope die eigene Seele zu sehen, zu der Odysseus wieder den Weg sucht. In der christlichen Religion ist die Jungfrau Maria die nach Erlösung strebende menschliche Seele, nur ist die Bedeutung hier eine unendlich viel tiefere. Diese Penelope ist, um es genau zu sagen, die Seele des Menschen in der fünften Wurzelrasse. Die fünfte Wurzelrasse hat den menschlichen Verstand zu kultivieren. Er ist das Unfruchtbarste, das es an sich gibt; nur wenn er angewendet wird auf einen Inhalt, dann kann der Verstand fruchtbar werden. Der Verstand ist ein Netz, das gesponnen wird um die Dinge, die wir anderswoher haben. Wenn Sie die äußere Erfahrung etwas lehrt, können Sie es mit dem Verstande umspinnen. Wenn Sie die höhere okkulte Weisheit etwas lehrt, dann können Sie es wiederum mit dem Verstande umspinnen. Die Menschen sagen oft, die okkulten Weisheiten widersprächen dem Verstand. Nichts widerspricht dem Verstande. Die Menschen haben immer, wenn etwas Neues in ihren Horizont eingetreten ist, gesagt, es widerspreche dem Verstande. Der Verstand ist aber nur zum Kombinieren, zum Verbinden da. Aus sich selbst kann er nichts gewinnen, vom Verstande aus können Sie nichts beweisen. Dieses Unfruchtbare des Verstandes, der doch die eigentliche Seele der fünften Wurzelrasse ist, wird ausgedrückt in dem fortwährenden Spinnen und Wiederaufziehen des Gewebes der Penelope. Odysseus wird durch die Weisheit geleitet. Der Eingeweihte muß den Weg finden zu der Seele der fünften Wurzelrasse, zu dem unfruchtbaren Verstande. Aber er wird nur dann sich in der richtigen Weise mit der Seele der fünften Wurzelrasse verbinden, wenn er eben mit der Weisheit selbst erfüllt ist, wenn er von Pallas Athene geleitet wird. Pallas Athene wiederum ist eine höhere weibliche Gottheit, eine andere Kraft in der Seele; die Weisheit, die eigentliche Führerin. Der Mensch muß nach mancherlei Irrfahrten, die er durchgemacht hat, sofern sie wirklich Entwicklungsfahrten sind, zum Verstande kommen. Dabei muß Pallas Athene, die Weisheit, seine Führerin sein. Das wurde dem Mysterienschüler in Griechenland vorgeführt, und das wollte Homer in der tiefsinnigen Odysseus-Sage erzählen.
[ 15 ] Eine Einweihung also, wie sie damals in Griechenland gepflegt wurde, ist uns in der Odysseus-Sage dargestellt, eine Einweihung, die nichts anderes war als eine im Astral-Mentalen erfolgte Wiederholung der Erlebnisse der Menschen in der lemurischen Zeit bis in die Zeit der Mysterien selbst. Odysseus ist der Schlaue, Kluge, und durch seine Fähigkeiten wurde Troja überwunden. Der kluge Verstandesmensch ist der Mensch der fünften Wurzelrasse. Aber diese seine Heimat, seine Penelope, muß er wieder auf dem Umwege suchen, um in der fünften Wurzelrasse seinen Weg richtig gehen zu können. Derjenige, welcher bloß schlau und klug ist, würde innerhalb der fünften Wurzelrasse nicht den richtigen Weg finden. Er muß erst aus sich herauskommen und seinen Blick erweitern, indem er zurückblickt auf den langen Weg der Entwicklung des Menschengeschlechts. Odysseus ist der Repräsentant des schlauen Kama-Manas-Menschen, der mancherlei Irrfahrten durchmachen muß, um in der fünften Wurzelrasse wieder zur Seele geführt zu werden.
[ 15 ] Eine Einweihung also, wie sie damals in Griechenland gepflegt wurde, ist uns in der Odysseus-Sage dargestellt, eine Einweihung, die nichts anderes war als eine im Astral-Mentalen erfolgte Wiederholung der Erlebnisse der Menschen in der lemurischen Zeit bis in die Zeit der Mysterien selbst. Odysseus ist der Schlaue, Kluge, und durch seine Fähigkeiten wurde Troja überwunden. Der kluge Verstandesmensch ist der Mensch der fünften Wurzelrasse. Aber diese seine Heimat, seine Penelope, muß er wieder auf dem Umwege suchen, um in der fünften Wurzelrasse seinen Weg richtig gehen zu können. Derjenige, welcher bloß schlau und klug ist, würde innerhalb der fünften Wurzelrasse nicht den richtigen Weg finden. Er muß erst aus sich herauskommen und seinen Blick erweitern, indem er zurückblickt auf den langen Weg der Entwicklung des Menschengeschlechts. Odysseus ist der Repräsentant des schlauen Kama-Manas-Menschen, der mancherlei Irrfahrten durchmachen muß, um in der fünften Wurzelrasse wieder zur Seele geführt zu werden.
