Basic Elements of Esotericism
GA 93a
7 October 1905, Berlin
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Grundelemente der Esoterik, 4th ed.
XII
XII
[ 1 ] Wenn vom physischen Körper die Rede ist, haben die meisten eine sehr unklare, verworrene Vorstellung von dem, was eigentlich der physische Körper ist. Wir haben ja eigentlich nicht den rein physischen Körper, sondern eine Zusammensetzung von dem physischen Körper mit den höheren Kräften vor uns. Physisch ist auch ein Stück Bergkristall. Aber das ist dem Wesen nach etwas ganz anderes, als das menschliche Auge oder das Herz, die doch auch physisch sind. Das Auge und das Herz sind Teile des physischen Körpers, aber vermischt mit den höheren Gliedern des Menschen und dadurch wird im Physischen etwas ganz anderes bewirkt als beim übrigen Physischen. Sauerstoff und Wasserstoff haben wir auch im Wasser vor uns, aber sie sehen da ganz anders aus, als wenn wir sie beide für sich sehen oder für sich haben. Dann treten sie uns ganz anders entgegen. Im Wasser haben wir eine Mischung der beiden vor uns. Was uns nun im physischen Körper des Menschen entgegentritt, ist auch eine Mischung aus dem Physischen mit dem Äther- und dem Astralkörper.
[ 1 ] Wenn vom physischen Körper die Rede ist, haben die meisten eine sehr unklare, verworrene Vorstellung von dem, was eigentlich der physische Körper ist. Wir haben ja eigentlich nicht den rein physischen Körper, sondern eine Zusammensetzung von dem physischen Körper mit den höheren Kräften vor uns. Physisch ist auch ein Stück Bergkristall. Aber das ist dem Wesen nach etwas ganz anderes, als das menschliche Auge oder das Herz, die doch auch physisch sind. Das Auge und das Herz sind Teile des physischen Körpers, aber vermischt mit den höheren Gliedern des Menschen und dadurch wird im Physischen etwas ganz anderes bewirkt als beim übrigen Physischen. Sauerstoff und Wasserstoff haben wir auch im Wasser vor uns, aber sie sehen da ganz anders aus, als wenn wir sie beide für sich sehen oder für sich haben. Dann treten sie uns ganz anders entgegen. Im Wasser haben wir eine Mischung der beiden vor uns. Was uns nun im physischen Körper des Menschen entgegentritt, ist auch eine Mischung aus dem Physischen mit dem Äther- und dem Astralkörper.
[ 2 ] Das physische menschliche Auge ist ähnlich einer photographischen Kamera, denn wie in der Kamera entsteht darin ein Bild der Umwelt. Wenn man nun von dem physischen Auge alles abzieht, was in der Kamera nicht entsteht, dann hat man erst das Spezifische des physischen Auges. So muß man auch von dem ganzen physischen Körper alles abziehen, was nicht rein physisch ist, dann hat man erst das, was man im Okkultismus den physischen Körper nennt. Dieser kann unmittelbar nicht leben, nicht denken, nicht fühlen. Da bleibt dann übrig ein sehr weise eingerichteter äußerst komplizierter Automat, ein rein physikalischer Apparat. Diesen ganz allein gab es nur auf der Saturnstufe des menschlichen Daseins. Damals waren die Augen nicht anders vorhanden denn als kleine Kameras. Was darin von der Umwelt als Bild entworfen wurde, kam zum Bewußtsein einer Devawesenheit. In der Mitte des Saturnkreislaufes waren die sogenannten Asuras (die Archai) reif, den Apparat zu benutzen. Diese waren dazumal auf der Stufe der Menschheit. Sie benutzten diesen Automaten und die Bilder, die darin entstanden. Sie selbst waren nicht darinnen, sondern außerhalb und benutzten nur die Bilder; ähnlich wie wir uns jetzt photographischer Apparate bedienen können, um Bilder einer Landschaft aufzunehmen. Der physische Körper des Menschen war also dazumal ein von außen aufgeführter, architektonischer Aufbau eines physikalischen Apparates. Das ist die erste Stufe des menschlichen Daseins.
[ 2 ] Das physische menschliche Auge ist ähnlich einer photographischen Kamera, denn wie in der Kamera entsteht darin ein Bild der Umwelt. Wenn man nun von dem physischen Auge alles abzieht, was in der Kamera nicht entsteht, dann hat man erst das Spezifische des physischen Auges. So muß man auch von dem ganzen physischen Körper alles abziehen, was nicht rein physisch ist, dann hat man erst das, was man im Okkultismus den physischen Körper nennt. Dieser kann unmittelbar nicht leben, nicht denken, nicht fühlen. Da bleibt dann übrig ein sehr weise eingerichteter äußerst komplizierter Automat, ein rein physikalischer Apparat. Diesen ganz allein gab es nur auf der Saturnstufe des menschlichen Daseins. Damals waren die Augen nicht anders vorhanden denn als kleine Kameras. Was darin von der Umwelt als Bild entworfen wurde, kam zum Bewußtsein einer Devawesenheit. In der Mitte des Saturnkreislaufes waren die sogenannten Asuras (die Archai) reif, den Apparat zu benutzen. Diese waren dazumal auf der Stufe der Menschheit. Sie benutzten diesen Automaten und die Bilder, die darin entstanden. Sie selbst waren nicht darinnen, sondern außerhalb und benutzten nur die Bilder; ähnlich wie wir uns jetzt photographischer Apparate bedienen können, um Bilder einer Landschaft aufzunehmen. Der physische Körper des Menschen war also dazumal ein von außen aufgeführter, architektonischer Aufbau eines physikalischen Apparates. Das ist die erste Stufe des menschlichen Daseins.
[ 3 ] Die zweite Stufe der Ausbildung war die Durcharbeitung dieses physikalischen Apparates mit dem Ätherleib. Da wurde er ein lebender Organismus. Das drückte sich dann auch aus in der Konfiguration des Körpers. Der Automat war aufgebaut aus einer ziemlich festen undifferenzierten Masse, ähnlich wie heute eine Geleemasse ist, wie ein weicher Kristall.* Im zweiten Kreislauf, in dem Sonnendasein, wurde der physische Automat nun von dem Ätherkörper durchzogen. In diesem Sonnenkreislauf entstand auch das Sonnengeflecht (Solarplexus), das darnach benannt ist, weil das ein wirkliches Organ ist, von dem heute nur noch Rudimente vorhanden sind. Es arbeitet sich ein Nervensystem in den physikalischen Apparat hinein. Bei den Pflanzen ist noch etwas Ähnliches vorhanden. Das ist die zweite Stufe.
[ 3 ] Die zweite Stufe der Ausbildung war die Durcharbeitung dieses physikalischen Apparates mit dem Ätherleib. Da wurde er ein lebender Organismus. Das drückte sich dann auch aus in der Konfiguration des Körpers. Der Automat war aufgebaut aus einer ziemlich festen undifferenzierten Masse, ähnlich wie heute eine Geleemasse ist, wie ein weicher Kristall.* Im zweiten Kreislauf, in dem Sonnendasein, wurde der physische Automat nun von dem Ätherkörper durchzogen. In diesem Sonnenkreislauf entstand auch das Sonnengeflecht (Solarplexus), das darnach benannt ist, weil das ein wirkliches Organ ist, von dem heute nur noch Rudimente vorhanden sind. Es arbeitet sich ein Nervensystem in den physikalischen Apparat hinein. Bei den Pflanzen ist noch etwas Ähnliches vorhanden. Das ist die zweite Stufe.
[ 4 ] Aber diese Stufen sind nicht abgeschlossen; die Entwickelung geht graduell weiter. Ein solches wirksames Agens ist das Sonnengeflecht auch noch heute bei den Tieren, die kein Rückenmark ausbilden. Alle wirbellosen Tiere sind noch einzelne Ausbildungen zurückgelassener Stufen desjenigen, was früher veranlagt war. Die Wirbeltiere hat der Mensch erst auf der Erde aus sich herausgesetzt. Früher war der Mensch noch ähnlich organisiert wie heute etwa der Krebs. Der Mensch ist heute über die damalige Stufe hinausgeschritten, während der Krebs stehengeblieben ist. Überraschend ist es, daß das ganze Innere des Krebses eine gewisse Ähnlichkeit mit dem menschlichen Gehirn hat. Es gibt tatsächlich eine Ähnlichkeit zwischen der inneren Krebsgestalt und dem menschlichen Gehirn. Auch der Krebs ist eingeschlossen in eine harte Schale wie das menschliche Gehirn. Nachdem der Mensch ein Rückenmark ausgebildet und die oberen Wirbel umgestaltet hatte, warf er die harte Schale ab. Der Krebs hat sich nicht weiter entwickelt. Er hat sich an die äußere Umgebung angepaßt durch eine harte Schale, die ihm das sein mußte, was dem Menschen die schützende Hülle der ganzen übrigen Körperlichkeit ist.
[ 4 ] Aber diese Stufen sind nicht abgeschlossen; die Entwickelung geht graduell weiter. Ein solches wirksames Agens ist das Sonnengeflecht auch noch heute bei den Tieren, die kein Rückenmark ausbilden. Alle wirbellosen Tiere sind noch einzelne Ausbildungen zurückgelassener Stufen desjenigen, was früher veranlagt war. Die Wirbeltiere hat der Mensch erst auf der Erde aus sich herausgesetzt. Früher war der Mensch noch ähnlich organisiert wie heute etwa der Krebs. Der Mensch ist heute über die damalige Stufe hinausgeschritten, während der Krebs stehengeblieben ist. Überraschend ist es, daß das ganze Innere des Krebses eine gewisse Ähnlichkeit mit dem menschlichen Gehirn hat. Es gibt tatsächlich eine Ähnlichkeit zwischen der inneren Krebsgestalt und dem menschlichen Gehirn. Auch der Krebs ist eingeschlossen in eine harte Schale wie das menschliche Gehirn. Nachdem der Mensch ein Rückenmark ausgebildet und die oberen Wirbel umgestaltet hatte, warf er die harte Schale ab. Der Krebs hat sich nicht weiter entwickelt. Er hat sich an die äußere Umgebung angepaßt durch eine harte Schale, die ihm das sein mußte, was dem Menschen die schützende Hülle der ganzen übrigen Körperlichkeit ist.
[ 5 ] Die dritte Stufe ist die, auf der das Ganze umorganisiert wird von dem hineinarbeitenden Astralleib. Das Umorganisieren ist verknüpft mit der Ausbildung des Herzens und dem Durchströmen mit dem warmen Blut. Das Fischherz ist auf dem halben Wege stehengeblieben. Das Herz wird gleichmäßig in dem Maße ausgebildet als die innere Körperwärme zunimmt; das heißt nichts anderes als das Einziehen des Astralen in den Körper hinein.
[ 5 ] Die dritte Stufe ist die, auf der das Ganze umorganisiert wird von dem hineinarbeitenden Astralleib. Das Umorganisieren ist verknüpft mit der Ausbildung des Herzens und dem Durchströmen mit dem warmen Blut. Das Fischherz ist auf dem halben Wege stehengeblieben. Das Herz wird gleichmäßig in dem Maße ausgebildet als die innere Körperwärme zunimmt; das heißt nichts anderes als das Einziehen des Astralen in den Körper hinein.
[ 6 ] Das Rückenmark mit dem Gehirn ist das Organ des Ich. Dieses ist von der dreifachen Schutzhülle des Astral-, Äther- und physischen Leibes umgeben. Nachdem das Organ des Ich (Rückenmark und Gehirn) vorbereitet worden ist, legt sich das Ich in das bereitgemachte Bett hinein und Rückenmark und Gehirn treten als Organe des Ich in dessen Dienst.
[ 6 ] Das Rückenmark mit dem Gehirn ist das Organ des Ich. Dieses ist von der dreifachen Schutzhülle des Astral-, Äther- und physischen Leibes umgeben. Nachdem das Organ des Ich (Rückenmark und Gehirn) vorbereitet worden ist, legt sich das Ich in das bereitgemachte Bett hinein und Rückenmark und Gehirn treten als Organe des Ich in dessen Dienst.
[ 7 ] So setzt sich der vierfache Mensch zusammen. Das ist das Quadrat der Pythagoreer:
[ 7 ] So setzt sich der vierfache Mensch zusammen. Das ist das Quadrat der Pythagoreer:
1. Das Rückenmark und das Gehirn sind das Organ des Ich.
2. Das warme Blut und das Herz sind das Organ des Kama (Astralleib).
3. Der Solarplexus (Sonnengeflecht) ist das Organ des Äther körpers.
4. Der eigentliche physische Körper ist ein komplizierter physikalischer Apparat.
1. Das Rückenmark und das Gehirn sind das Organ des Ich.
2. Das warme Blut und das Herz sind das Organ des Kama (Astralleib).
3. Der Solarplexus (Sonnengeflecht) ist das Organ des Äther körpers.
4. Der eigentliche physische Körper ist ein komplizierter physikalischer Apparat.
[ 8 ] So hat man den Menschen vierfach aufgebaut.
[ 8 ] So hat man den Menschen vierfach aufgebaut.
[ 9 ] Was wir jetzt beschrieben haben, das nennt man im Okkultismus wieder einen Wirbel, etwas, das von außen hereinbaut und sich mit dem vereinigt, was innen sich aufbaut. Physischer Körper, Äther- und Astralkörper haben den Menschen aufgebaut. Dann macht sich der Punkt des Ich geltend, und dieses baut nun von innen heraus. Das sind die vier Teile des Menschen. So finden wir im Äußeren einen Abdruck des viergliedrigen Menschen. Alle Weiterentwickelung ist eine solche, daß der Mensch von diesem Punkt des Ich aus bewußt alles durchmacht, was er vorher schon unbewußt durchgemacht hat.
[ 9 ] Was wir jetzt beschrieben haben, das nennt man im Okkultismus wieder einen Wirbel, etwas, das von außen hereinbaut und sich mit dem vereinigt, was innen sich aufbaut. Physischer Körper, Äther- und Astralkörper haben den Menschen aufgebaut. Dann macht sich der Punkt des Ich geltend, und dieses baut nun von innen heraus. Das sind die vier Teile des Menschen. So finden wir im Äußeren einen Abdruck des viergliedrigen Menschen. Alle Weiterentwickelung ist eine solche, daß der Mensch von diesem Punkt des Ich aus bewußt alles durchmacht, was er vorher schon unbewußt durchgemacht hat.
[ 10 ] Um heute zu erkennen, daß das so ist, muß man zunächst erforschen, was geschehen ist, als sich unser Ich ausgebildet hat. Wir müssen da unseren Standpunkt sozusagen unterhalb eines gewissen Organes nehmen. Das ist außerordentlich geistreich ausgedrückt in der Buddha-Legende. Es heißt ja in der Legende, daß Buddha unter dem Bodhibaume verweilte, bis er zur Erleuchtung kam, um zu höheren Stufen, zum Nirvana zu gelangen. Buddha mußte dazu unter das Gehirn, unter das Organ des Bewußtseins kommen. Das heißt, die Wege, die er vorher unbewußt durchgemacht hatte, mußte er bewußt wieder durchmachen. Unter dem großen Gehirn sitzt mehr im Hinterkopf das baumförmig gebildete kleine Gehirn. Unter dieses hat sich Buddha gestellt. Das kleine Gehirn ist der Bodhibaum. Das zeigt, wie das, was so tiefe Legenden sagen, der menschlichen Entwickelung selbst entnommen ist.
[ 10 ] Um heute zu erkennen, daß das so ist, muß man zunächst erforschen, was geschehen ist, als sich unser Ich ausgebildet hat. Wir müssen da unseren Standpunkt sozusagen unterhalb eines gewissen Organes nehmen. Das ist außerordentlich geistreich ausgedrückt in der Buddha-Legende. Es heißt ja in der Legende, daß Buddha unter dem Bodhibaume verweilte, bis er zur Erleuchtung kam, um zu höheren Stufen, zum Nirvana zu gelangen. Buddha mußte dazu unter das Gehirn, unter das Organ des Bewußtseins kommen. Das heißt, die Wege, die er vorher unbewußt durchgemacht hatte, mußte er bewußt wieder durchmachen. Unter dem großen Gehirn sitzt mehr im Hinterkopf das baumförmig gebildete kleine Gehirn. Unter dieses hat sich Buddha gestellt. Das kleine Gehirn ist der Bodhibaum. Das zeigt, wie das, was so tiefe Legenden sagen, der menschlichen Entwickelung selbst entnommen ist.
[ 11 ] Alle Dinge, die jetzt durch die Anatomie allein bekannt sind, wurden damals auf ganz andere Weise bekannt. Die okkulten Forscher untersuchten mit Hilfe des Kundalinilichtes. Ein Schüler wurde in folgender Weise darauf vorbereitet. Er kam zu einem Meister. Wurde er von diesem als zuverlässig erkannt, so bekam er als Unterricht nicht etwa eine Lehre — heute ist das anders geworden, heute muß der Mensch durch den Verstand und die Begriffe seinen Weg nehmen -, sondern der Meister sagte ihm etwa: Du mußt jeden Tag mehrere Stunden, zunächst etwa sechs Wochen lang, in Meditation verbringen und dich einem der ewigen Sätze hingeben, dich ganz in ihn vertiefen. Heutzutage kann der Mensch das nicht, weil das Leben mit der heutigen Kultur zu viele Anforderungen an ihn stellt. Damals aber meditierte der Schüler sechs bis zehn Stunden täglich. Er kann das jetzt nicht, ohne sich aus der Kultur herauszuziehen. Damals brauchte der Schüler fast keine Zeit für die Kultur. Seine Nahrung fand er drauBen. Er verwendete daher seine Zeit zur Meditation, vielleicht zehn Stunden ununterbrochen. Da kam er sehr bald dazu, daß er den damals noch nicht so dicht gewordenen Körper dahin brachte, daß im Inneren das Kundalinilicht erwachte. Dieses ist für das Innere, was für die Außenwelt das Sonnenlicht ist. In Wahrheit sehen wir auch draußen nicht Gegenstände, sondern das zurückgestrahlte Sonnenlicht. In dem Augenblicke, wo wir imstande sind, mit Hilfe des Kundalinilichtes die Seele zu beleuchten, wird die Seele so sichtbar, wie ein von der Sonne beschienener Gegenstand. So erleuchtet sich für den Jogaschüler allmählich der ganze innere Leib. Alle alten Anatomien sind von innen, durch innere Beleuchtung gesehen. So redeten die [indischen] Mönche, die ihre Erfahrungen in Legenden umsetzten, von dem, was sie durch das Kundalinilicht geschaut hatten.
[ 11 ] Alle Dinge, die jetzt durch die Anatomie allein bekannt sind, wurden damals auf ganz andere Weise bekannt. Die okkulten Forscher untersuchten mit Hilfe des Kundalinilichtes. Ein Schüler wurde in folgender Weise darauf vorbereitet. Er kam zu einem Meister. Wurde er von diesem als zuverlässig erkannt, so bekam er als Unterricht nicht etwa eine Lehre — heute ist das anders geworden, heute muß der Mensch durch den Verstand und die Begriffe seinen Weg nehmen -, sondern der Meister sagte ihm etwa: Du mußt jeden Tag mehrere Stunden, zunächst etwa sechs Wochen lang, in Meditation verbringen und dich einem der ewigen Sätze hingeben, dich ganz in ihn vertiefen. Heutzutage kann der Mensch das nicht, weil das Leben mit der heutigen Kultur zu viele Anforderungen an ihn stellt. Damals aber meditierte der Schüler sechs bis zehn Stunden täglich. Er kann das jetzt nicht, ohne sich aus der Kultur herauszuziehen. Damals brauchte der Schüler fast keine Zeit für die Kultur. Seine Nahrung fand er drauBen. Er verwendete daher seine Zeit zur Meditation, vielleicht zehn Stunden ununterbrochen. Da kam er sehr bald dazu, daß er den damals noch nicht so dicht gewordenen Körper dahin brachte, daß im Inneren das Kundalinilicht erwachte. Dieses ist für das Innere, was für die Außenwelt das Sonnenlicht ist. In Wahrheit sehen wir auch draußen nicht Gegenstände, sondern das zurückgestrahlte Sonnenlicht. In dem Augenblicke, wo wir imstande sind, mit Hilfe des Kundalinilichtes die Seele zu beleuchten, wird die Seele so sichtbar, wie ein von der Sonne beschienener Gegenstand. So erleuchtet sich für den Jogaschüler allmählich der ganze innere Leib. Alle alten Anatomien sind von innen, durch innere Beleuchtung gesehen. So redeten die [indischen] Mönche, die ihre Erfahrungen in Legenden umsetzten, von dem, was sie durch das Kundalinilicht geschaut hatten.
[ 12 ] Wir müssen uns jetzt fragen, wie an den verschiedenen menschlichen Teilen gearbeitet wird. An dem, was zum Gehirn und zum Rückenmark gehört, arbeitet der Mensch erst auf dem physischen Plane bewußt durch das menschliche Ich ... (Lücke im Text.) Auf anderes hat der Mensch zunächst keinen Einfluß. Er hat zum Beispiel keinen Einfluß auf den Umlauf des Blutkreislaufes. Nach und nach bilden sich erst solche Dinge heraus. Da arbeiten andere Geister, Devanaturen mit, so daß alle Wesen, sofern sie einen Blutkreislauf haben, darauf angewiesen sind, daß Devakräfte diesen regeln. Den Astralleib durchsetzen und bearbeiten äußere Devakräfte. Die niedrigsten arbeiten am Astralleibe. Höhere Kräfte arbeiten am Ätherleib und noch höhere Devas am physischen Körper, an dem vollkommensten, den der Mensch hat. Der Astralleib ist bedeutend weniger vollkommen als der physische Körper. Das physische Herz ist tatsächlich sehr gescheit, aber was dumm ist, ist der Astralkörper, der dem Herzen alle möglichen Herzgifte zuführt. Das Vollkommenste am Menschen ist der physische Leib, weniger vollkommen ist der Ätherleib, noch weniger vollkommen ist der Astralleib. Das was eben anfängt, das «Baby» im Menschen, ist das Ich. Das ist der viergliedrige Mensch, der in sich das Ich enthält, wie der Tempel die Statue eines Gottes.
[ 12 ] Wir müssen uns jetzt fragen, wie an den verschiedenen menschlichen Teilen gearbeitet wird. An dem, was zum Gehirn und zum Rückenmark gehört, arbeitet der Mensch erst auf dem physischen Plane bewußt durch das menschliche Ich ... (Lücke im Text.) Auf anderes hat der Mensch zunächst keinen Einfluß. Er hat zum Beispiel keinen Einfluß auf den Umlauf des Blutkreislaufes. Nach und nach bilden sich erst solche Dinge heraus. Da arbeiten andere Geister, Devanaturen mit, so daß alle Wesen, sofern sie einen Blutkreislauf haben, darauf angewiesen sind, daß Devakräfte diesen regeln. Den Astralleib durchsetzen und bearbeiten äußere Devakräfte. Die niedrigsten arbeiten am Astralleibe. Höhere Kräfte arbeiten am Ätherleib und noch höhere Devas am physischen Körper, an dem vollkommensten, den der Mensch hat. Der Astralleib ist bedeutend weniger vollkommen als der physische Körper. Das physische Herz ist tatsächlich sehr gescheit, aber was dumm ist, ist der Astralkörper, der dem Herzen alle möglichen Herzgifte zuführt. Das Vollkommenste am Menschen ist der physische Leib, weniger vollkommen ist der Ätherleib, noch weniger vollkommen ist der Astralleib. Das was eben anfängt, das «Baby» im Menschen, ist das Ich. Das ist der viergliedrige Mensch, der in sich das Ich enthält, wie der Tempel die Statue eines Gottes.
[ 13 ] Die ganze menschliche Kulturentwickelung ist nichts anderes als das Hineinarbeiten des Ich in den Astralleib, ein Ausbilden des Astralleibes. Erfüllt mit Begierden, Trieben und Leidenschaften tritt der Mensch in das Leben ein. Indem er diese Triebe, Begierden und Leidenschaften überwindet, arbeitet er das Ich in den Astralleib hinein. Wenn die sechste Wurzelrasse, das sechste Hauptzeitalter vollendet sein wird, wird das Ich ganz in den Astralleib hineingearbeitet sein. Bis dahin ist der Astralleib immerfort darauf angewiesen, von den Devakräften unterstützt zu werden. Solange das Ich nicht den ganzen Astralleib durchsetzt hat, so lange müssen Devakräfte die Arbeit unterstützen.
[ 13 ] Die ganze menschliche Kulturentwickelung ist nichts anderes als das Hineinarbeiten des Ich in den Astralleib, ein Ausbilden des Astralleibes. Erfüllt mit Begierden, Trieben und Leidenschaften tritt der Mensch in das Leben ein. Indem er diese Triebe, Begierden und Leidenschaften überwindet, arbeitet er das Ich in den Astralleib hinein. Wenn die sechste Wurzelrasse, das sechste Hauptzeitalter vollendet sein wird, wird das Ich ganz in den Astralleib hineingearbeitet sein. Bis dahin ist der Astralleib immerfort darauf angewiesen, von den Devakräften unterstützt zu werden. Solange das Ich nicht den ganzen Astralleib durchsetzt hat, so lange müssen Devakräfte die Arbeit unterstützen.
[ 14 ] Die zweite Entwickelung, die auf die Kulturentwickelung folgt, ist die Entwickelung des Geheimschülers. Der arbeitet das Ich bis in den Ätherleib hinein. Dadurch werden die Devakräfte auch im Ätherleib nach und nach abgelöst von der eigenen Arbeit des Ich. Da fängt der Mensch dann auch an, sich nach und nach selbst zu durchschauen.
[ 14 ] Die zweite Entwickelung, die auf die Kulturentwickelung folgt, ist die Entwickelung des Geheimschülers. Der arbeitet das Ich bis in den Ätherleib hinein. Dadurch werden die Devakräfte auch im Ätherleib nach und nach abgelöst von der eigenen Arbeit des Ich. Da fängt der Mensch dann auch an, sich nach und nach selbst zu durchschauen.
[ 15 ] Wir können nun fragen, was bedeutet der Astralleib, wozu hat der Mensch einen Astralleib? - Dazu, um dem Menschen auf dem Umwege über die Begierde Veranlassung zu geben, das zu tun, was er sonst nicht getan hätte: sich auf den physischen Plan zu begeben. Denn bevor der Mensch auf dem physischen Plane objektiv erkennen kann, muß er seine Wünsche und Begierden auf ihn richten. Ohne diese hätte er nicht eine objektive Weltbetrachtung, auch nicht Pflichten und Moral entwickeln können. Erst durch eine nach und nach erfolgende Umwandlung der Begierden werden diese in Pflichten oder Ideale umgewandelt. Diesen Weg mußte der Mensch machen durch die antreibende, die organisierende Kraft des Astralleibes.
[ 15 ] Wir können nun fragen, was bedeutet der Astralleib, wozu hat der Mensch einen Astralleib? - Dazu, um dem Menschen auf dem Umwege über die Begierde Veranlassung zu geben, das zu tun, was er sonst nicht getan hätte: sich auf den physischen Plan zu begeben. Denn bevor der Mensch auf dem physischen Plane objektiv erkennen kann, muß er seine Wünsche und Begierden auf ihn richten. Ohne diese hätte er nicht eine objektive Weltbetrachtung, auch nicht Pflichten und Moral entwickeln können. Erst durch eine nach und nach erfolgende Umwandlung der Begierden werden diese in Pflichten oder Ideale umgewandelt. Diesen Weg mußte der Mensch machen durch die antreibende, die organisierende Kraft des Astralleibes.
[ 16 ] Der Ätherleib ist der Träger der Gedanken. Was Gedanke im Inneren ist, ist Äther von außen, so wie die Begierde im Inneren Astrales von außen ist. Aber erst wenn das reine Denken beginnt, wird in die Astralimpulse Äthermaterie hineingestrahlt. Solange die Gedanken noch nicht rein sind, haben wir rings um die Ätherform herum Astralmaterie. Also was man Gedankenformen nennt, ist zusammengesetzt aus einem Kern von Äthermaterie, umringt von Astralmaterie. Längs der Nervenbahnen gehen die Ströme der sogenannten abstrakten Gedanken, die aber in Wirklichkeit die allerkonkretesten sind, denn sie sind Ätherkräfte. Sobald der Mensch überhaupt anfängt zu denken, arbeitet er schon das Ich in seinen Ätherkörper hinein. Wenn der Mensch stirbt, wird es klar, daß der physische Körper mit dem Ich nichts zu tun hat. Es ist jede Leitung von diesem zum Ich nach dem Tode unterbrochen. Die Leitung fand vorher indirekt durch die anderen Körper statt. Wenn diese fort sind, hat der Leichnam gar keine Beziehung mehr zum Ich. Da nehmen ihn die äußeren Devakräfte an sich, er wird wieder in die physische Umwelt hineinorganisiert. Das Wort «verwesen» bedeutet nicht nur vergehen, sondern zu dem Wesen werden, aus dem der Körper hervorgegangen ist. Das ist bezüglich des physischen Körpers zu sagen. Das holländische Wort «lichaam» bedeutet nicht Leichnam, sondern den mitherumgetragenen physischen Körper.
[ 16 ] Der Ätherleib ist der Träger der Gedanken. Was Gedanke im Inneren ist, ist Äther von außen, so wie die Begierde im Inneren Astrales von außen ist. Aber erst wenn das reine Denken beginnt, wird in die Astralimpulse Äthermaterie hineingestrahlt. Solange die Gedanken noch nicht rein sind, haben wir rings um die Ätherform herum Astralmaterie. Also was man Gedankenformen nennt, ist zusammengesetzt aus einem Kern von Äthermaterie, umringt von Astralmaterie. Längs der Nervenbahnen gehen die Ströme der sogenannten abstrakten Gedanken, die aber in Wirklichkeit die allerkonkretesten sind, denn sie sind Ätherkräfte. Sobald der Mensch überhaupt anfängt zu denken, arbeitet er schon das Ich in seinen Ätherkörper hinein. Wenn der Mensch stirbt, wird es klar, daß der physische Körper mit dem Ich nichts zu tun hat. Es ist jede Leitung von diesem zum Ich nach dem Tode unterbrochen. Die Leitung fand vorher indirekt durch die anderen Körper statt. Wenn diese fort sind, hat der Leichnam gar keine Beziehung mehr zum Ich. Da nehmen ihn die äußeren Devakräfte an sich, er wird wieder in die physische Umwelt hineinorganisiert. Das Wort «verwesen» bedeutet nicht nur vergehen, sondern zu dem Wesen werden, aus dem der Körper hervorgegangen ist. Das ist bezüglich des physischen Körpers zu sagen. Das holländische Wort «lichaam» bedeutet nicht Leichnam, sondern den mitherumgetragenen physischen Körper.
[ 17 ] Auch der Ätherkörper ist zum großen Teil noch im gleichen Fall wie der physische Körper. Er wird ebenso nach dem Tode von den Devas aufgenommen und geht dann wieder in dem allgemeinen Kreislauf auf. Aber vom Ätherkörper bleibt, was der Mensch selber hineingearbeitet hat und löst sich nicht auf. Es ist das, was später bei der Wiederverkörperung einen Mittelpunkt bildet, um den das andere sich herumkristallisiert. Dieses Stückchen bleibt bei jedem Menschen vom Ätherkörper vorhanden. Ebenso bleibt vom Astralleib so viel vorhanden, als der Mensch hineingearbeitet hat. Erst während des letzten Drittels der sechsten Wurzelrasse wird bei allen normal sich entwickelnden Menschen der ganze Astralleib erhalten bleiben.
[ 17 ] Auch der Ätherkörper ist zum großen Teil noch im gleichen Fall wie der physische Körper. Er wird ebenso nach dem Tode von den Devas aufgenommen und geht dann wieder in dem allgemeinen Kreislauf auf. Aber vom Ätherkörper bleibt, was der Mensch selber hineingearbeitet hat und löst sich nicht auf. Es ist das, was später bei der Wiederverkörperung einen Mittelpunkt bildet, um den das andere sich herumkristallisiert. Dieses Stückchen bleibt bei jedem Menschen vom Ätherkörper vorhanden. Ebenso bleibt vom Astralleib so viel vorhanden, als der Mensch hineingearbeitet hat. Erst während des letzten Drittels der sechsten Wurzelrasse wird bei allen normal sich entwickelnden Menschen der ganze Astralleib erhalten bleiben.
[ 18 ] Die Entwickelung beginnt also damit, daß der Mensch bewußt den Astralleib bearbeitet. Die Arbeit des Chela, des Geheimschülers, ist ferner, den Ätherleib umzuarbeiten. Er ist mit der Chelaschaft fertig, wenn nach dem Tode der ganze Ätherleib erhalten bleibt. Der Aufenthalt im Devachan ist nötig, um die Organisation des Ätherleibes immer wieder neu möglich zu machen. Das kleine Stückchen des Ätherleibes, welches der Mensch anfangs ins Devachan trägt, kann sich zum völligen Ätherleib auswachsen, dadurch daß die Bedingungen dazu im Devachan geschaffen werden.
[ 18 ] Die Entwickelung beginnt also damit, daß der Mensch bewußt den Astralleib bearbeitet. Die Arbeit des Chela, des Geheimschülers, ist ferner, den Ätherleib umzuarbeiten. Er ist mit der Chelaschaft fertig, wenn nach dem Tode der ganze Ätherleib erhalten bleibt. Der Aufenthalt im Devachan ist nötig, um die Organisation des Ätherleibes immer wieder neu möglich zu machen. Das kleine Stückchen des Ätherleibes, welches der Mensch anfangs ins Devachan trägt, kann sich zum völligen Ätherleib auswachsen, dadurch daß die Bedingungen dazu im Devachan geschaffen werden.
[ 19 ] Dies macht begreiflich, wie es sich mit dem Aufenthalt im Devachan verhält. Wenn der Mensch am Beginn seiner Entwickelung steht und nur ganz wenig von seinem Ätherleib umgearbeitet hat, kann er nur ganz ‚kurze Zeit im Devachan bleiben. Das fehlende Stück des Ätherleibes müssen ihm die äußeren Devas ersetzen. Wenn er sich weiter entwickelt, verweilt er immer länger im Devachan, dann nimmt die Dauer des Aufenthaltes dort zu. Die Zeit, die er dort verbringt, wächst also im Verhältnis zur eigenen Ausbildung. Weiter fortgeschrittene Menschen werden aber manchmal aus anderen Ursachen früher wieder inkarniert, zum Beispiel weil man sie in der Welt braucht.
[ 19 ] Dies macht begreiflich, wie es sich mit dem Aufenthalt im Devachan verhält. Wenn der Mensch am Beginn seiner Entwickelung steht und nur ganz wenig von seinem Ätherleib umgearbeitet hat, kann er nur ganz ‚kurze Zeit im Devachan bleiben. Das fehlende Stück des Ätherleibes müssen ihm die äußeren Devas ersetzen. Wenn er sich weiter entwickelt, verweilt er immer länger im Devachan, dann nimmt die Dauer des Aufenthaltes dort zu. Die Zeit, die er dort verbringt, wächst also im Verhältnis zur eigenen Ausbildung. Weiter fortgeschrittene Menschen werden aber manchmal aus anderen Ursachen früher wieder inkarniert, zum Beispiel weil man sie in der Welt braucht.
[ 20 ] Wenn der Chela stirbt, ist der ganze Ätherleib da. Also kann der Chela auf dieser Stufe auf Devachan verzichten, weil eben der Ätherleib vollständig ausgearbeitet ist. Dann tritt nach einer ganz kurzen Zeit eine Wiederverkörperung ein. Er wartet zunächst in der Astralwelt als in einer Übergangsstation, bis er von seinem Meister eine bestimmte Mission erhält. Dann kann er seinen Ätherleib wieder beziehen, um sich dann wieder zu verkörpern.
[ 20 ] Wenn der Chela stirbt, ist der ganze Ätherleib da. Also kann der Chela auf dieser Stufe auf Devachan verzichten, weil eben der Ätherleib vollständig ausgearbeitet ist. Dann tritt nach einer ganz kurzen Zeit eine Wiederverkörperung ein. Er wartet zunächst in der Astralwelt als in einer Übergangsstation, bis er von seinem Meister eine bestimmte Mission erhält. Dann kann er seinen Ätherleib wieder beziehen, um sich dann wieder zu verkörpern.
[ 21 ] Bis dahin ist ein Zweifaches zur Entwickelung notwendig, nämlich daß die Dinge, die man nicht selbst im Inneren ausbilden kann, von außen hineingebaut werden. Von außen muß nachgeholfen werden. So wird im Devachan von äußeren Devamächten der Ätherleib wieder ergänzt. Gegensätze sind der physische Plan und das Devachan. Dazwischen liegt Kamaloka, eine Übergangsstation, eine Übergangsstufe, ein Zwischenzustand, der dadurch bewirkt wird, daß der Mensch zusammenhängt mit dem, worin er hineingearbeitet hat. Der Astralleib führt den Menschen auf den physischen Plan, auf dem er sich nach außen richtet. Die Begierden lernen dort an den äußeren Dingen Geschmack gewinnen. Ist der Mensch gestorben, so hört die Gier nach den äußeren Gegenständen nicht sogleich auf, obwohl er keine Organe mehr hat, um mit ihnen in Verbindung zu treten. Die Gier bleibt, aber die Organe fehlen. Dieses Begehren der äußeren Welt muß sich der Mensch im Kamaloka abgewöhnen. Das Kamaloka gehört eigentlich gar nicht zur normalen Entwickelung hinzu; es ist nur ein Abgewöhnungszustand. Weil der Mensch seine Wünsche nicht mehr physisch befriedigen kann, weil er keine Organe mehr für die physische Welt hat, deshalb tritt Kamaloka ein.
[ 21 ] Bis dahin ist ein Zweifaches zur Entwickelung notwendig, nämlich daß die Dinge, die man nicht selbst im Inneren ausbilden kann, von außen hineingebaut werden. Von außen muß nachgeholfen werden. So wird im Devachan von äußeren Devamächten der Ätherleib wieder ergänzt. Gegensätze sind der physische Plan und das Devachan. Dazwischen liegt Kamaloka, eine Übergangsstation, eine Übergangsstufe, ein Zwischenzustand, der dadurch bewirkt wird, daß der Mensch zusammenhängt mit dem, worin er hineingearbeitet hat. Der Astralleib führt den Menschen auf den physischen Plan, auf dem er sich nach außen richtet. Die Begierden lernen dort an den äußeren Dingen Geschmack gewinnen. Ist der Mensch gestorben, so hört die Gier nach den äußeren Gegenständen nicht sogleich auf, obwohl er keine Organe mehr hat, um mit ihnen in Verbindung zu treten. Die Gier bleibt, aber die Organe fehlen. Dieses Begehren der äußeren Welt muß sich der Mensch im Kamaloka abgewöhnen. Das Kamaloka gehört eigentlich gar nicht zur normalen Entwickelung hinzu; es ist nur ein Abgewöhnungszustand. Weil der Mensch seine Wünsche nicht mehr physisch befriedigen kann, weil er keine Organe mehr für die physische Welt hat, deshalb tritt Kamaloka ein.
[ 22 ] Wenn der Mensch Selbstmord begeht, hat er sein Ich mit dem Physischen Körper identifiziert. Daher entsteht nachher um so heftiger die Gier nach dem physischen Körper. Er kommt sich dann vor wie ein ausgehöhlter Baum, wie einer, der sein Ich verloren hat. Er hat dann einen fortwährenden Durst nach sich selbst.
[ 22 ] Wenn der Mensch Selbstmord begeht, hat er sein Ich mit dem Physischen Körper identifiziert. Daher entsteht nachher um so heftiger die Gier nach dem physischen Körper. Er kommt sich dann vor wie ein ausgehöhlter Baum, wie einer, der sein Ich verloren hat. Er hat dann einen fortwährenden Durst nach sich selbst.
[ 23 ] Wenn der Mensch gewaltsam getötet wird, ist er in einer ähnlichen Lage. Bei dem Menschen, der eines gewaltsamen T'odes stirbt, bleibt bis zu der Zeit, zu der er sonst gestorben wäre, das Suchen nach seinem physischen Körper, nach seinem Selbst. Dieses Suchen kann sich in schlimmen Reaktionen geltend machen. Bei dem, der durch Gewalt getötet wird, ruft dies in gewissen Fällen eine ungeheure Wut hervor gegen die, die seinen Tod verursacht haben. So verwandelt sich bei dem Hingerichteten der Stoß in Gegenstoß. So haben von der Astralwelt aus die Seelen von Russen, die aus politischen Gründen hingerichtet worden waren, gegen die eigenen Landsleute gekämpft auf Seiten der Japaner. Das geschah im Russisch-Japanischen Krieg, es ist aber durchaus keine allgemeine Regel.
[ 23 ] Wenn der Mensch gewaltsam getötet wird, ist er in einer ähnlichen Lage. Bei dem Menschen, der eines gewaltsamen T'odes stirbt, bleibt bis zu der Zeit, zu der er sonst gestorben wäre, das Suchen nach seinem physischen Körper, nach seinem Selbst. Dieses Suchen kann sich in schlimmen Reaktionen geltend machen. Bei dem, der durch Gewalt getötet wird, ruft dies in gewissen Fällen eine ungeheure Wut hervor gegen die, die seinen Tod verursacht haben. So verwandelt sich bei dem Hingerichteten der Stoß in Gegenstoß. So haben von der Astralwelt aus die Seelen von Russen, die aus politischen Gründen hingerichtet worden waren, gegen die eigenen Landsleute gekämpft auf Seiten der Japaner. Das geschah im Russisch-Japanischen Krieg, es ist aber durchaus keine allgemeine Regel.
