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Basic Elements of Esotericism
GA 93a

17 October 1905, Berlin

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XIX

Lecture XIX

[ 1 ] Wir haben gestern gesehen, wie der Mensch in gewisser Beziehung steht zu den astralen Mächten. Wenn er stirbt, betritt er zunächst die astrale Welt. Aber auch jetzt steht er in einer fortwährenden Beziehung zum Astralplan. In der Tat ist es so, daß auf dem Astralplan fortwährend Wesenheiten sichtbar werden, die nicht da wären, wenn es keine Menschen gäbe. Durch die Menschen, und in gewisser Beziehung noch mehr durch die Tiere, kommen sie auf den Astralplan. Sie gleichen nicht den anderen Wesenheiten des astralen Planes. Dort auf dem Astralplan ist das sichtbar, was für den Menschen zunächst nur fühlbar ist. Lust, Leid, Triebe sind da so wirklich vorhanden, wie auf dem physischen Plane die äußeren Gegenstände, ein Stuhl oder ein Tisch vorhanden sind. Das ist dort so vorhanden, daß ein Weser, das uns als Lust erscheint, zunächst auf unser Gefühl wirkt, wenn sein Astralstoff noch ganz dünn ist.

[ 1 ] Yesterday we saw how human beings are connected in a certain way to the astral powers. When they die, they first enter the astral world. But even now they remain in constant connection with the astral plane. In fact, beings are constantly visible on the astral plane that would not be there if there were no humans. They come to the astral plane through humans, and in a certain sense even more through animals. They are not like the other beings of the astral plane. There on the astral plane, what is initially only perceptible to humans becomes visible. Desire, suffering, and instincts are as real there as external objects, such as a chair or a table, are on the physical plane. This is so real there that a being that appears to us as desire initially affects our feelings when its astral substance is still very thin.

[ 2 ] Was auf dem Astralplan auftritt, ist in der Regel dort wie ein Spiegelbild vorhanden im Vergleich zum physischen Plan; zum Beispiel die Zahl 563 ist dort 365. Ein Haßgefühl erscheint dort auch so, als ob es von dem Menschen käme, dem es zugesandt wurde. Diese Tatsache ist gültig für alle Dinge auf dem Astralplan. Man kann das Seelische, welches vom Astralplan hereinscheint auf den physischen Plan, hier mit den entgegengesetzten Eigenschaften wahrnehmen. Wenn seelische Empfindungen vom Astralplan hereindringen, dringen sie zum Beispiel, während sie dort Wärme sind, hier als ein Spiegelbild des Astralplanes mit einem eigentümlichen Kältegefühl ein. Das sind Dinge, die man sich ganz klarmachen muß.

[ 2 ] What occurs on the astral plane is usually present there as a mirror image in comparison to the physical plane; for example, the number 563 is 365 there. A feeling of hatred also appears there as if it came from the person to whom it was sent. This fact applies to all things on the astral plane. One can perceive the soul, which shines in from the astral plane onto the physical plane, here with the opposite characteristics. When soul feelings penetrate from the astral plane, for example, while they are warmth there, they penetrate here as a mirror image of the astral plane with a peculiar feeling of coldness. These are things that must be made very clear.

[ 3 ] Auf der anderen Seite müssen wir uns vor Augen halten, daß die Wesenheiten des astralen Planes zur Materie haben, was wir Fühlen nennen. Sie kommen in diesem Gefühl zum Ausdruck. Sind diese Wesenheiten noch nicht sehr stark vorhanden, so können wir sie nur in dieser Weise wahrnehmen, nämlich durch eine Kälteempfindung. Werden sie aber stärker, wenn sich ihre Materie steigert, so werden sie als Leuchtwesen sichtbar. Dies erklärt, daß, wenn Materialisationen bei spiritistischen Sitzungen sich genügend verdichten, eine Lichterscheinung eintritt (Molluskenkrebs als Beispiel). Das ist ein naturgemäßer Vorgang bei einer solchen Sache. Wer so etwas ohne dieses Wissen betrachtet, redet da von Wunder. Ein Wunder ist nichts anderes als das Eingreifen einer höheren Welt in die unsere. Es ist einfach ein naturgemäßer Vorgang. So ist es, wenn andere Wesenheiten von höheren Planen in das menschliche Leben eingreifen.

[ 3 ] On the other hand, we must bear in mind that the beings of the astral plane have what we call feelings toward matter. They express themselves in this feeling. If these beings are not yet very strong, we can only perceive them in this way, namely through a feeling of coldness. But if they become stronger as their matter increases, they become visible as luminous beings. This explains why, when materializations at spiritualist séances become sufficiently dense, a light phenomenon occurs (mollusk crab as an example). This is a natural process in such a case. Anyone who observes such a thing without this knowledge speaks of miracles. A miracle is nothing more than the intervention of a higher world in ours. It is simply a natural process. This is what happens when other beings from higher planes intervene in human life.

[ 4 ] Wir begreifen, daß ein bloß kühler, trockener Gedanke auf dem Astralplan weniger wirksam ist als ein Gedanke, der impulsiv aus der Seele kommt. Wenn der Mensch in seiner gegenwärtigen Kultur so weit gekommen ist, daß er nicht mehr den Leidenschaften unterworfen ist - unsere Kultur hat ja etwas Raffiniertes -, wenn kühle Gedanken über die Vorgänge in der Welt von ihm auf den Astralplan hinaufgehen, dann zeigen sie sich dort als Hohlräume, sie sparen die Materie aus. In den gewöhnlichen Raum kann man Materie hineinbringen, die den Raum ausfüllt. So ist es nicht bei der Materie, die durch den Gedanken in den Astralraum ausströmt. Sie wirkt im Gegensatz zur physischen Materie so: sie verdrängt das, was da ist, etwa so, als ob man zum Beispiel in einen Mehlteig ein Loch bohrte. So ist es, wenn unsere Gedanken in den Astralraum ausströmen. Die höhere Materie ist ein Gegensatz zur niedrigen: statt den Raum auszufüllen, verdrängt sie das, was im Raume ist. Das ist die astrale Materie, die da verdrängt wird.

[ 4 ] We understand that a mere cool, dry thought is less effective on the astral plane than a thought that comes impulsively from the soul. If human beings in their present culture have progressed to the point where they are no longer subject to passions – our culture does have something refined about it – when cool thoughts about world events ascend from them to the astral plane, they appear there as cavities, leaving out matter. In ordinary space, matter can be brought in to fill the space. This is not the case with matter that flows out into astral space through thought. In contrast to physical matter, it has the following effect: it displaces what is there, much like drilling a hole in a dough, for example. This is what happens when our thoughts flow out into astral space. Higher matter is the opposite of lower matter: instead of filling space, it displaces what is in space. This is the astral matter that is displaced.

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[ 5 ] Wenn nun ein Gedanke in den Astralraum dringt, so bildet sich eine dichtere Schicht um den durch den Gedanken entstandenen Hohlraum herum. Um diesen Hohlraum herum treten farbige Erscheinungen auf. Es fängt an, um den Hohlraum herum zu glimmen, aufzuglänzen. Das ist die Gedankenform, die wir zunächst sehen. Die astrale Materie wird ringsherum verdichtet und wird dadurch heller. Dieses Hellere, was da rings um den Gedanken herum entsteht, verschwindet bald; aber wenn der Gedanke mit einem mächtigen Leidenschaftsimpuls verbunden ist, dann hat er eine Verwandtschaft mit der verdichteten Astralmaterie und belebt sie. So schaffen Menschen, die noch sehr unentwickelt, aber sehr leidenschaftlich sind, im Astralraum lebendige Wesen, wenn sie denken. Das hört später auf; wenn die Menschen sich entwickeln und immer ruhiger werden, entstehen nicht mehr solche Wesen, wenn sie denken. Aber jetzt begreifen Sie, daß es Wesen gibt auf dem astralischen Plan, die von Menschen herrühren und auch von Tieren. Denn auch bei gewissen Tieren bilden sich solche Wesen, und zwar noch viel intensiver. Aber das Tier drängt seine eigenen Impulse in seine eigene Astralform, so daß es im Astralraum meistens seine eigene Gestalt schafft, sein Abbild.

[ 5 ] When a thought penetrates the astral space, a denser layer forms around the cavity created by the thought. Colored phenomena appear around this cavity. It begins to glow and shine around the cavity. This is the thought form that we see first. The astral matter is condensed around it and thus becomes brighter. This brighter light that arises around the thought soon disappears; but if the thought is connected with a powerful impulse of passion, then it has an affinity with the condensed astral matter and enlivens it. Thus, people who are still very undeveloped but very passionate create living beings in the astral space when they think. This ceases later on; as people develop and become calmer, such beings no longer arise when they think. But now you understand that there are beings on the astral plane that originate from humans and also from animals. For such beings also form in certain animals, and even more intensely. But the animal pushes its own impulses into its own astral form, so that in the astral space it usually creates its own image, its own likeness.

[ 6 ] Jedes Tier läßt eine Art Spur im Astralraum zurück, die zwar ein kurzes Leben hat, aber doch eine Zeitlang zurückbleibt. Aber durch die starken leidenschaftlichen Gedanken des Menschen entstehen neue elementare Bewohner im Astralraum. Allmählich aber erreicht der Mensch den Punkt, wo eine Art neutraler Elementarwesen auf dem Astralplan entsteht. Wenn der Punkt, daß bloße Mechanismen im Astralraum entstehen, endlich überschritten ist, dann kommt der Mensch dazu, immer mehr seine Leidenschaften und Triebe zu veredeln. Das führt ihn dazu, daß er seinen Gedanken einen edlen Enthusiasmus mitgibt. Der hat auch die Kraft, die um den Gedanken liegende Astralmaterie zu beleben. Aus der Entwickelung des Patriotismus entstehen zum Beispiel auch Wesen mit edler Form, und die dadurch geschaffenen elementaren Wesen tragen dazu bei, dasjenige, was im Astralraum lebt, vorwärtszubringen. Die unedleren Wesenheiten, die der Mensch durch Gedanken, die mit Leidenschaften erfüllt sind, erzeugt, sind Hemmnisse und bewirken Rückschritt. Aber alles, was der Mensch unsinnlich erreicht durch Enthusiasmus und so weiter, das wirkt fördernd im Astralraum.

[ 6 ] Every animal leaves a kind of trace in the astral space, which has a short life, but remains for a while. But through the strong passionate thoughts of humans, new elemental inhabitants arise in the astral space. Gradually, however, humans reach the point where a kind of neutral elemental being arises on the astral plane. When the point where mere mechanisms arise in the astral realm is finally passed, humans begin to refine their passions and instincts more and more. This leads them to imbue their thoughts with a noble enthusiasm. This also has the power to enliven the astral matter surrounding the thought. For example, the development of patriotism also gives rise to beings of noble form, and the elemental beings thus created contribute to the advancement of what lives in the astral space. The less noble beings that humans create through thoughts filled with passions are obstacles and cause regression. But everything that human beings achieve non-sensually through enthusiasm and so on has a beneficial effect in the astral space.

[ 7 ] Die durch den leidenschaftlichen Gedanken auf dem Astralraum zusammengedrängte Materie ist dieselbe, die den vorherigen Planeten, den Mond, umgab, aus der sich der Mond herausentwickelt hat zu einer höheren Stufe. Daher ist auch überall, wo solche Materie besteht, eine Gefahr vorhanden. Wir Menschen sind so beschaffen, daß wir uns in der heutigen physischen Materie verkörpern müssen. Auf dem früheren Planeten war noch nicht die jetzige physische Materie; sie war vollkommener als die der heutigen Tiere und unvollkommener als die der heutigen Menschen. Diese Materie, in die Jehova sich zu verkörpern strebt, gibt als solche keine gute Behausung ab. Aber die Wesenheiten, die so weit fortgeschritten sind, daß sie die Stufe, die sie auf dem Monde erreichen sollten, erlangt haben, werden keinen Schaden anrichten. Sie lieben diese Materie nicht.

[ 7 ] The matter compressed in the astral space by passionate thoughts is the same matter that surrounded the previous planet, the Moon, from which the Moon developed to a higher stage. Therefore, wherever such matter exists, there is danger. We humans are such that we must incarnate in today's physical matter. On the former planet, there was not yet the physical matter of today; it was more perfect than that of today's animals and less perfect than that of today's humans. This matter, into which Jehovah strives to incarnate, does not provide a good dwelling place as such. But the beings who are so advanced that they have attained the level they were supposed to reach on the moon will do no harm. They do not love this matter.

[ 8 ] Es ist nicht die Materie, in die der Mensch jetzt hineininkarniert ist. Aber für gewisse Wesenheiten, die auf dem Monde zurückgeblieben sind, ist die Astralmaterie des Mondes sozusagen ein gefundenes Fressen, von der wollen sie sich ernähren, sie hat für sie eine große Anziehungskraft. Das beweist, daß wir fortwährend umgeben sind von Wesenheiten, deren höhere Natur verwandt ist mit unserer niederen. Wenn der Mensch selbstsüchtige Gedanken schafft, so ist das für diese Wesenheiten sehr willkommen. Sie sind eigentlich in anderer Beziehung vorgeschrittener als die Menschen, aber sie haben in dieser Beziehung die Begierde, sich in den Astralformen zu verkörpern, die wir selbst schaffen. Es sind die sogenannten Asuras. Wir liefern durch niedrige Gedankenformen diesen asurischen Wesenheiten Nahrung.

[ 8 ] It is not the matter into which humans are now incarnated. But for certain entities that have remained behind on the moon, the astral matter of the moon is, so to speak, a godsend; they want to feed on it, it has a great attraction for them. This proves that we are constantly surrounded by beings whose higher nature is related to our lower nature. When humans create selfish thoughts, this is very welcome to these beings. They are actually more advanced than humans in other respects, but in this respect they have the desire to incarnate in the astral forms that we ourselves create. They are the so-called asuras. Through low thought forms, we provide nourishment for these asuric beings.

[ 9 ] Wenn Menschen, die noch nicht geläutert sind, nicht leidenschaftslos genug sind, meditieren und dann starke Gedankenformen schaffen, erzeugen sie eine starke Leidenschaftsaura um sich. Darin verkörpern sich solche asurischen Wesenheiten, die den Menschen dann herunterziehen können. Wenn der Mensch in Schlaftrunkenheit meditiert und dann sich nicht genügend hoch erhebt in Gedanken, dann schafft er diese Materie, und da er kein Gegengewicht hat, verkörpern sich in seinen Gedankenformen solche Wesenheiten. Diese sind höhere Wesen, weil sie das Manas schon vollkommen ausgebildet hatten auf dem Monde, bevor der Buddhieinschlag kam; sie haben also nicht den Einschlag von Buddhi. Daher ist das Manas bei ihnen selbstsüchtig. Würde der Mensch auf der Erde von dem Punkte an, als von außen Manas an ihn herankam, nicht auch den Einschlag von Buddhi empfangen haben, würde er nur das vorwärtsdrängende Manas weiterentwickelt haben, so würde er ein im höchsten Sinne selbstsüchtiges Wesen geworden sein. Die manasische Entwickelung ist eine zur Selbstsucht und Selbständigkeit neigende. Sie sollte den Menschen selbständig machen, aber dann mußte der Einschlag der Buddhinatur kommen. Die erwähnten asurischen Wesenheiten haben, weil sie zu früh Manas in sich entwickelt haben, den Einschlag der Buddhinatur verpaßt. Deshalb stehen sie einerseits höher und andererseits können sie nicht fortschreiten, sondern bilden das Kama-Manas, das Egoistische weiter aus.

[ 9 ] When people who are not yet purified are not dispassionate enough, meditate, and then create strong thought forms, they generate a strong aura of passion around themselves. Such asuric beings incarnate in this aura and can then pull people down. If a person meditates in a sleepy state and then does not rise high enough in thought, they create this matter, and since they have no counterbalance, such beings incarnate in their thought forms. These are higher beings because they had already fully developed the manas on the moon before the buddhi impact came; they therefore do not have the impact of buddhi. Therefore, their manas is selfish. If human beings on Earth had not also received the impact of Buddhi from the moment manas approached them from outside, if they had only developed the forward-pressing manas, they would have become selfish beings in the highest sense. Manasic development tends toward selfishness and independence. It was intended to make humans independent, but then the influence of the Buddhic nature had to come. Because they developed manas too early, the Asuric beings mentioned above missed the influence of the Buddhic nature. Therefore, on the one hand they stand higher, but on the other hand they cannot progress, but continue to develop the Kama-Manas, the egoistic.

[ 10 ] In der Mitte der lemurischen Rasse trat auf dem physischen Plan das Kama-Manas in der Zweigeschlechtlichkeit auf. Der Gott, der Kama-Manas herausbrachte, war Jehova. Daher nennt ihn Helena Petrowna Blavatsky den Mondgott; er wird mit Recht der Gott der Fruchtbarkeit genannt. Er hat das äußere Wirken des Kama-Manas auf die Spitze getrieben. Das Sexuelle, das in der lemurischen Zeit herauskam, das wird, wenn wir es zurückverfolgen, wenn wir es in seiner immer höheren und höheren Natur sehen, der zweite Logos. Durch das Kama-Prinzip heruntersteigend wurde es Jehova; durch das Buddhiprinzip hinaufsteigend wurde es das Christus-Prinzip.

[ 10 ] In the middle of the Lemurian race, Kama-Manas appeared on the physical plane in the form of dual sexuality. The god who brought forth Kama-Manas was Jehovah. That is why Helena Petrovna Blavatsky calls him the moon god; he is rightly called the god of fertility. He took the outer working of Kama-Manas to extremes. The sexual aspect that emerged in the Lemurian period, when we trace it back and see it in its ever higher and higher nature, becomes the second Logos. Descending through the Kama principle, it became Jehovah; ascending through the Buddha principle, it became the Christ principle.

[ 11 ] Wenn wir aber untergehen im Kamischen der vorirdischen Periode, so werden wir von den asurischen Wesenheiten heruntergezogen. Die höheren Kräfte unserer geistigen Vorgänger sind verknüpft mit den Kräften unserer eigenen niederen Natur. Die menschlichen Leidenschaften stehen in okkulter Beziehung zu den höheren Kräften der uns vorausgegangenen geistigen Wesenheiten. Überall wo Ausschweifung ist, dort ist die Materie gegeben, in der mächtige asurische Kräfte raffinierte Intellektualität ausströmen in die Welt. Bei verdorbenen Menschenstämmen sind solche starken asurischen Kräfte zu finden. Der schwarze Magier bezieht gerade aus dem Sumpf der Sinnlichkeit seine stärksten dienenden Kräfte. Die sexuellen Riten sind dazu da, um in diese Kreise hineinzubannen. Es besteht ein fortwährender Kampf auf der Erde, der auf der einen Seite danach strebt, die Leidenschaften zu läutern, und auf der anderen Seite das Streben hat nach Verstärkung der Sinnlichkeit. Die Wesenheiten, die das Christus-Prinzip zum Führer haben, suchen die Erde für sich zu gewinnen, aber auch die anderen, feindlichen Wesenheiten suchen die Erde an sich zu reißen.

[ 11 ] But if we sink into the Kama of the pre-earth period, we are pulled down by the asuric beings. The higher forces of our spiritual predecessors are linked to the forces of our own lower nature. Human passions are occultly related to the higher forces of the spiritual beings who preceded us. Wherever there is debauchery, there is matter in which powerful asuric forces pour refined intellectuality into the world. Such strong asuric forces can be found in corrupt human tribes. The black magician draws his strongest serving forces precisely from the swamp of sensuality. Sexual rites are there to banish people into these circles. There is a constant struggle on earth, with one side striving to purify the passions and the other striving to intensify sensuality. The beings who are guided by the Christ principle seek to win over the earth, but the other, hostile beings also seek to seize the earth.

[ 12 ] Diese Verkörperungen asurischer Wesenheiten in den Ausströmungen der mit Leidenschaft erfüllten Gedanken des Menschen sind die eine Art von astralen Wesenheiten. Man nennt sie künstliche Elementarwesen, weil sie vom Menschen künstlich hervorgebracht werden. Dann gibt es im Astralraum auch natürliche Elementarwesen. Die rühren her von den Gruppenseelen der Tiere. Es gibt für eine jegliche Tiergruppe eine Wesenheit auf dem Astralplan, die vereinigt, was in den einzelnen Tieren vorhanden ist. Diese treffen wir auch im Astralraum an. Jedes Tier zieht seine ganze Natur astralisch wie einen Schweif nach sich. Diese Bildung kann aber nicht so schädlich wirken wie das, was der Mensch im Astralraum an Elementarwesen schafft. Es ist unschädlich, weil es von der Gruppenseele der Tiere paralysiert wird. Das ist bei den durch den Menschen geschaffenen Wesenheiten nicht so, weil beim Menschen nichts paralysiert, so daß diese Elementarwesen bleibend sind.

[ 12 ] These embodiments of asuric beings in the emanations of human thoughts filled with passion are one type of astral beings. They are called artificial elemental beings because they are artificially produced by humans. Then there are also natural elemental beings in the astral space. They originate from the group souls of animals. For every animal group, there is a being on the astral plane that unites what is present in the individual animals. We also encounter these in the astral realm. Every animal draws its entire nature behind it astralically like a tail. However, this formation cannot be as harmful as what humans create in the astral realm in the form of elemental beings. It is harmless because it is paralyzed by the group soul of the animals. This is not the case with the beings created by humans, because nothing paralyzes humans, so that these elemental beings are permanent.

[ 13 ] Wenn ein Tier gequält wird, prallt die Summe des ihm zugefügten Schmerzes sogleich auf den Astralkörper des Menschen zurück. Hier freilich spiegelt er sich ab als Gegenbild; daher die Wollust der Grausamkeit. Ein solches Lustgefühl bringt den menschlichen Astralleib herunter. Wenn der Mensch Leben vernichtet, bedeutet es im Menschen selbst etwas ungeheuer... (Lücke im Text.) Man kann durch nichts sich astrale Kräfte, die zerstörend wirken, so aneignen als durch Töten. Jedes Töten eines Wesens, das einen Astralkörper hat, erzeugt eine Verstärkung des wüstesten Egoismus. Es bedeutet einen Zuwachs an Macht. Deshalb wird in Schulen der schwarzen Magie zunächst ein Unterricht gegeben, wie man in Tiere schneidet; mit entsprechenden Gedanken an einer bestimmten Stelle schneiden, erregt eine gewisse Kraft, an einer anderen Stelle erregt es eine andere Kraft. Das Entsprechende beim weißen Magier liegt im Meditieren. Es kommt etwas auf dem physischen Plan zurück, wenn es mit physisch begleitenden Gedanken getan wird; ohne Gedanken kommt es auf dem Kamalokaplan zurück.

[ 13 ] When an animal is tortured, the sum of the pain inflicted on it immediately rebounds on the astral body of the human being. Here, of course, it is reflected as a counter-image; hence the lust of cruelty. Such a feeling of pleasure brings down the human astral body. When humans destroy life, it means something tremendous in humans themselves... (Gap in the text.) There is nothing that can acquire astral forces that have a destructive effect as much as killing. Every killing of a being that has an astral body produces a strengthening of the most savage egoism. It means an increase in power. That is why schools of black magic first teach how to cut animals; cutting in a certain place with corresponding thoughts arouses a certain power, while cutting in another place arouses a different power. The equivalent for the white magician lies in meditation. Something returns on the physical plane if it is done with physically accompanying thoughts; without thoughts, it returns on the Kamaloka plane.

[ 14 ] Die Überwältigung des Menschen durch hypnotische Mittel ist ein noch stärkeres Töten, weil es das Wollen vernichtet. Deshalb greift der Okkultist nie ein in die Freiheit des Menschen; er erzählt nur die Tatsachen. Die Lüge ist vom astralen Standpunkt ein Mord und ein Selbstmord zugleich. Sie spiegelt dem anderen etwas vor und erzeugt in ihm ein Gefühl, das sich auf eine nicht vorhandene Tatsache bezieht, auf ein Nichts. Auf dem Astralplan tritt sofort das Gegenbild auf von dem Nichts, das Töten. Sie ertöten also etwas im Menschen, wenn Sie durch Lüge sein Gefühl lenken auf etwas, was nicht ist, und Sie begehen Selbstmord, weil... [Lücke im Text.]

[ 14 ] Overpowering a person by hypnotic means is an even stronger form of killing because it destroys the will. That is why the occultist never interferes with a person's freedom; he only tells the facts. From an astral point of view, lying is both murder and suicide. It pretends something to the other person and creates in them a feeling that relates to a non-existent fact, to nothingness. On the astral plane, the opposite image of nothingness, killing, immediately appears. So you kill something in the human being when you use lies to direct their feelings toward something that is not there, and you commit suicide because... [gap in the text].