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Basic Elements of Esotericism
GA 93a

19 October 1905, Berlin

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XXI

XXI

[ 1 ] Um uns einen genauen Begriff von der Technik der Reinkarnation zu bilden, müssen wir uns zuerst mit einer Vorstellung bekanntmachen, die für die ganze Weltauffassung Bedeutung hat, nämlich mit dem Gesetz von Wirkung und Gegenwirkung. Eine jede Wirkung erzeugt ihre Gegenwirkung.

[ 1 ] Um uns einen genauen Begriff von der Technik der Reinkarnation zu bilden, müssen wir uns zuerst mit einer Vorstellung bekanntmachen, die für die ganze Weltauffassung Bedeutung hat, nämlich mit dem Gesetz von Wirkung und Gegenwirkung. Eine jede Wirkung erzeugt ihre Gegenwirkung.

[ 2 ] Was man in grober Weise wahrnehmen kann, nämlich wenn ich einen Menschen schlage und er schlägt zurück, also wenn auf einen Schlag ein Gegenschlag erfolgt, das ist auch in der ganzen Natur zu beobachten. In Newtons Werken ist das an vielen Stellen ausgesprochen. Das gilt auch durchaus auf dem okkulten Gebiete. Nicht immer ist die Gegenwirkung wahrnehmbar, aber eminent wahrnehmbar ist sie zum Beispiel, wenn man auf eine Kautschukkugel einen Druck ausübt. Je stärker der Druck, desto stärker ist auch die Gegenwirkung. Wenn nun in der Natur eine Wirkung wie Wärme entsteht, so muß diese Wärme an einer anderen Stelle der Umgebung entzogen werden; dort entsteht als Gegenwirkung Kälte.

[ 2 ] Was man in grober Weise wahrnehmen kann, nämlich wenn ich einen Menschen schlage und er schlägt zurück, also wenn auf einen Schlag ein Gegenschlag erfolgt, das ist auch in der ganzen Natur zu beobachten. In Newtons Werken ist das an vielen Stellen ausgesprochen. Das gilt auch durchaus auf dem okkulten Gebiete. Nicht immer ist die Gegenwirkung wahrnehmbar, aber eminent wahrnehmbar ist sie zum Beispiel, wenn man auf eine Kautschukkugel einen Druck ausübt. Je stärker der Druck, desto stärker ist auch die Gegenwirkung. Wenn nun in der Natur eine Wirkung wie Wärme entsteht, so muß diese Wärme an einer anderen Stelle der Umgebung entzogen werden; dort entsteht als Gegenwirkung Kälte.

[ 3 ] Dieses Gesetz von Wirkung und Gegenwirkung gilt aber auch für die ganze geistige Welt, und es ist außerordentlich wichtig, dies zu wissen, wenn man Karma und Reinkarnation verstehen will. Eine Handlung findet auf dem physischen Plan ihren Ausdruck. Ein Gefühl zeigt sich nicht unmittelbar auf dem physischen Plan. Wenn ich mit einem Menschen in Freundschaft verbunden bin, so können wir physisch getrennt sein, so daß unser Gefühl sich äußerlich gar nicht kundgeben kann durch eine Handlung, und wir können uns doch lieb haben. Ein Gefühl hat seinen unmittelbaren Ausdruck auf dem Astralplan. Erst wenn das Gefühl in Handlung übergeht, findet es seinen Ausdruck auf dem physischen Plan. Diesen Unterschied müssen wir berücksichtigen. Wir müssen uns ganz klar darüber sein, daß eine jede Handlung, die auf dem physischen Plan stattfindet, irgendwo ihre Wirkung hat und dann auch eine Gegenwirkung hat. Es wird durch die Handlung immer eine Veränderung auf dem physischen Plan hervorgebracht.

[ 3 ] Dieses Gesetz von Wirkung und Gegenwirkung gilt aber auch für die ganze geistige Welt, und es ist außerordentlich wichtig, dies zu wissen, wenn man Karma und Reinkarnation verstehen will. Eine Handlung findet auf dem physischen Plan ihren Ausdruck. Ein Gefühl zeigt sich nicht unmittelbar auf dem physischen Plan. Wenn ich mit einem Menschen in Freundschaft verbunden bin, so können wir physisch getrennt sein, so daß unser Gefühl sich äußerlich gar nicht kundgeben kann durch eine Handlung, und wir können uns doch lieb haben. Ein Gefühl hat seinen unmittelbaren Ausdruck auf dem Astralplan. Erst wenn das Gefühl in Handlung übergeht, findet es seinen Ausdruck auf dem physischen Plan. Diesen Unterschied müssen wir berücksichtigen. Wir müssen uns ganz klar darüber sein, daß eine jede Handlung, die auf dem physischen Plan stattfindet, irgendwo ihre Wirkung hat und dann auch eine Gegenwirkung hat. Es wird durch die Handlung immer eine Veränderung auf dem physischen Plan hervorgebracht.

[ 4 ] Wenn wir die Welt tiefer begreifen wollen, so dürfen wir uns nicht allein beschränken auf das, was wir sehen können. Es liegen allen physischen Tatsachen Kräfte zugrunde, durch die sie geschehen. Wenn wir zum Beispiel den Aufbau eines Kristalls betrachten, so können wir seine Form, seine Farbe auf dem physischen Plan verfolgen. Aber es gehören ja Kräfte dazu, die ihn aufbauen. Diese Kräfte kann man nicht auf dem physischen Plan wahrnehmen. Diese Kräfte müssen erst auch da sein. Diese Kräfte, die auf dem physischen Plan die Formen machen, die dort gestaltend wirken, die sind selbst nicht auf dem physischen Plan.

[ 4 ] Wenn wir die Welt tiefer begreifen wollen, so dürfen wir uns nicht allein beschränken auf das, was wir sehen können. Es liegen allen physischen Tatsachen Kräfte zugrunde, durch die sie geschehen. Wenn wir zum Beispiel den Aufbau eines Kristalls betrachten, so können wir seine Form, seine Farbe auf dem physischen Plan verfolgen. Aber es gehören ja Kräfte dazu, die ihn aufbauen. Diese Kräfte kann man nicht auf dem physischen Plan wahrnehmen. Diese Kräfte müssen erst auch da sein. Diese Kräfte, die auf dem physischen Plan die Formen machen, die dort gestaltend wirken, die sind selbst nicht auf dem physischen Plan.

[ 5 ] Wenn wir versuchen, uns ganz meditativ zu versenken in einen Kristall, zum Beispiel in einen als Oktaeder geformten Kristall, wenn man ihn ganz untertauchen läßt in der Seele und sich innerlich der Form des Kristalls anpaßt, indem man vielleicht eine Stunde lang die Form des Kristalls auf sich wirken läßt und sie dann wegzusuggerieren vermag, dann gelangt man auf den Arupaplan... (Lücke im Text.) Wenn man also irgendeinen Kristall, zum Beispiel einen Bergkristall auf sich wirken läßt, dann die Formen in den Seelenneigungen behält und sie schließlich verschwinden läßt, dann ist man auf dem Arupaplan. Dadurch erfahren wir, daß die Kräfte, die den Kristall aufbauen, auf dem Arupaplan sind.

[ 5 ] Wenn wir versuchen, uns ganz meditativ zu versenken in einen Kristall, zum Beispiel in einen als Oktaeder geformten Kristall, wenn man ihn ganz untertauchen läßt in der Seele und sich innerlich der Form des Kristalls anpaßt, indem man vielleicht eine Stunde lang die Form des Kristalls auf sich wirken läßt und sie dann wegzusuggerieren vermag, dann gelangt man auf den Arupaplan... (Lücke im Text.) Wenn man also irgendeinen Kristall, zum Beispiel einen Bergkristall auf sich wirken läßt, dann die Formen in den Seelenneigungen behält und sie schließlich verschwinden läßt, dann ist man auf dem Arupaplan. Dadurch erfahren wir, daß die Kräfte, die den Kristall aufbauen, auf dem Arupaplan sind.

[ 6 ] Alles was den Erscheinungen des physischen Planes als Kräfte zugrunde liegt, das finden wir auf dem Arupaplan. Zwar kann man durch solche Beobachtungen keine Vorstellungen gewinnen, die sich unmittelbar auf das menschliche Leben beziehen. Tatsächlich ist es sehr schwer, sich durch die Beobachtung der menschlichen Handlungen auf den Arupaplan zu versetzen, außer bei den Handlungen von Adepten. Aber wir haben einen sehr großen Gewinn, wenn wir von den rein physischen Reichen ausgehend, eine solche Prozedur, wie das sich Versenken in einen Kristall, vornehmen, weil namentlich im Kristall eine große Reinheit, eine große Keuschheit liegt. Es sind keine Triebe und Begierden in ihm.

[ 6 ] Alles was den Erscheinungen des physischen Planes als Kräfte zugrunde liegt, das finden wir auf dem Arupaplan. Zwar kann man durch solche Beobachtungen keine Vorstellungen gewinnen, die sich unmittelbar auf das menschliche Leben beziehen. Tatsächlich ist es sehr schwer, sich durch die Beobachtung der menschlichen Handlungen auf den Arupaplan zu versetzen, außer bei den Handlungen von Adepten. Aber wir haben einen sehr großen Gewinn, wenn wir von den rein physischen Reichen ausgehend, eine solche Prozedur, wie das sich Versenken in einen Kristall, vornehmen, weil namentlich im Kristall eine große Reinheit, eine große Keuschheit liegt. Es sind keine Triebe und Begierden in ihm.

[ 7 ] Dieses Ideal, das der Mensch in der fernen Zukunft erreichen soll, erscheint in seiner ganzen Reinheit, wenn wir uns in das stumme Mineralreich vertiefen. Es besitzt ein stummer, unaufdringlicher, begierdeloser Stein gerade für den Okkultisten eine ungeheure Zauberkraft. Selbst in der Pflanzenwelt kann man nicht jene stumme, keusche Reinheit zum Gegenstand seiner Betrachtungen machen, wie in diesem ältesten Reiche.

[ 7 ] Dieses Ideal, das der Mensch in der fernen Zukunft erreichen soll, erscheint in seiner ganzen Reinheit, wenn wir uns in das stumme Mineralreich vertiefen. Es besitzt ein stummer, unaufdringlicher, begierdeloser Stein gerade für den Okkultisten eine ungeheure Zauberkraft. Selbst in der Pflanzenwelt kann man nicht jene stumme, keusche Reinheit zum Gegenstand seiner Betrachtungen machen, wie in diesem ältesten Reiche.

[ 8 ] Da nun auf dem physischen Plan Kräfte wirksam sind, die eigentlich auf dem Arupaplan vorhanden sind, so haben wir in der Welt des Physischen immer eine offene Seite, die Erscheinungen, und eine verborgene Seite, die Kräfte, zu betrachten. Wenn wir tätig sind auf dem physischen Plan, bewirken wir zunächst Erscheinungen, aber jede Handlung reicht auch tatsächlich bis auf den Arupaplan hinauf, und hat dort ihre Gegenwirkung. Taten auf dem physischen Plan prägen sich auf dem Arupaplan ein wie ein Namenszug eines Petschaftes und bleiben dort. Das Material des Arupaplanes ist ein feines, weiches, dauerhaftes, es ist Akasha, und die Handlungen des Menschen bleiben dort eingezeichnet vorhanden.

[ 8 ] Da nun auf dem physischen Plan Kräfte wirksam sind, die eigentlich auf dem Arupaplan vorhanden sind, so haben wir in der Welt des Physischen immer eine offene Seite, die Erscheinungen, und eine verborgene Seite, die Kräfte, zu betrachten. Wenn wir tätig sind auf dem physischen Plan, bewirken wir zunächst Erscheinungen, aber jede Handlung reicht auch tatsächlich bis auf den Arupaplan hinauf, und hat dort ihre Gegenwirkung. Taten auf dem physischen Plan prägen sich auf dem Arupaplan ein wie ein Namenszug eines Petschaftes und bleiben dort. Das Material des Arupaplanes ist ein feines, weiches, dauerhaftes, es ist Akasha, und die Handlungen des Menschen bleiben dort eingezeichnet vorhanden.

[ 9 ] Wir kommen jetzt zu allen denjenigen Äußerungen des Menschen, welche Gefühle enthalten. Alle Gefühle, die der Mensch zum Ausdruck bringt, haben ebenso ihre Gegenwirkungen wie die Handlungen, nur reichen die Gefühle nicht hinauf bis zum Arupaplan, sondern finden ihre Gegenwirkung auf den unteren Partien des Devachanplanes, auf dem Rupaplan.

[ 9 ] Wir kommen jetzt zu allen denjenigen Äußerungen des Menschen, welche Gefühle enthalten. Alle Gefühle, die der Mensch zum Ausdruck bringt, haben ebenso ihre Gegenwirkungen wie die Handlungen, nur reichen die Gefühle nicht hinauf bis zum Arupaplan, sondern finden ihre Gegenwirkung auf den unteren Partien des Devachanplanes, auf dem Rupaplan.

[ 10 ] Tatsächlich ist dies schon aus einer gewissen Betrachtung der Natur herzuleiten. Wenn wir uns auf eine Pflanze in demselben Sinne konzentrieren wie auf einen Kristall, so müssen wir mit unserer Vorstellungskraft bei der Pflanze viel länger verweilen, denn wir müssen nicht nur die Form auf uns wirken lassen, sondern auch ihre innere Beweglichkeit, ihr Leben. So können wir dann auch bestimmte Erfahrungen machen, nur dauert es eben länger als beim Mineral. Man muß die Pflanze jeden Tag als wachsende Pflanze sehen. Wenn wir sie zuerst als kleines Pflänzchen auf uns wirken lassen und meditierend das Wachsen beobachten, bis sie Blüten und Früchte getrieben hat, dann dies nachwirken lassen, ihre sinnliche Form in uns auslöschen - jahrzehntelang könnte man dies üben -, dann wird das, was die Pflanze an Seelenkräften in uns ausgelöst hat, uns in die unteren Partien des Devachanplanes entrücken.

[ 10 ] Tatsächlich ist dies schon aus einer gewissen Betrachtung der Natur herzuleiten. Wenn wir uns auf eine Pflanze in demselben Sinne konzentrieren wie auf einen Kristall, so müssen wir mit unserer Vorstellungskraft bei der Pflanze viel länger verweilen, denn wir müssen nicht nur die Form auf uns wirken lassen, sondern auch ihre innere Beweglichkeit, ihr Leben. So können wir dann auch bestimmte Erfahrungen machen, nur dauert es eben länger als beim Mineral. Man muß die Pflanze jeden Tag als wachsende Pflanze sehen. Wenn wir sie zuerst als kleines Pflänzchen auf uns wirken lassen und meditierend das Wachsen beobachten, bis sie Blüten und Früchte getrieben hat, dann dies nachwirken lassen, ihre sinnliche Form in uns auslöschen - jahrzehntelang könnte man dies üben -, dann wird das, was die Pflanze an Seelenkräften in uns ausgelöst hat, uns in die unteren Partien des Devachanplanes entrücken.

[ 11 ] Nun müssen wir uns fragen: Welche Kraft wirkt in den Pflanzen und bedingt das Leben? - Könnten wir hineinkriechen in eine Pflanze, darinnen leben und mit der Pflanze groß werden, kann man sich so entselbsten und hineinkriechen in die Vegetation, dann hat man etwas kennengelernt von außen, was man innerlich recht gut kennt, nämlich das menschliche Gefühl: Lust und Leid, Trauer und Freude und so weiter. Könnte man die Lust aus sich heraussetzen, so würde man imstande sein, durch die Lust bloße mineralische Bestandteile wachsen zu lassen. Durch diese Kraft finden gewisse Jogis die Möglichkeit, das Wachstum der Pflanzen zu beeinflussen; sie haben aber diese Beobachtungen und Meditationen viele Jahre hindurch, ja durch viele Inkarnationen hindurch geübt.

[ 11 ] Nun müssen wir uns fragen: Welche Kraft wirkt in den Pflanzen und bedingt das Leben? - Könnten wir hineinkriechen in eine Pflanze, darinnen leben und mit der Pflanze groß werden, kann man sich so entselbsten und hineinkriechen in die Vegetation, dann hat man etwas kennengelernt von außen, was man innerlich recht gut kennt, nämlich das menschliche Gefühl: Lust und Leid, Trauer und Freude und so weiter. Könnte man die Lust aus sich heraussetzen, so würde man imstande sein, durch die Lust bloße mineralische Bestandteile wachsen zu lassen. Durch diese Kraft finden gewisse Jogis die Möglichkeit, das Wachstum der Pflanzen zu beeinflussen; sie haben aber diese Beobachtungen und Meditationen viele Jahre hindurch, ja durch viele Inkarnationen hindurch geübt.

[ 12 ] Das Gefühl hat sein Gegenbild auf dem unteren Devachanplan. Auf die Pflanze hat der Mensch keinen Einfluß, wenn er nicht die Jogakräfte ausgebildet hat, aber auf die Mitmenschen können wir belebend wirken durch ein warmes Gefühl. Namentlich ein Erzieher von Kindern kann das beobachten. Wenn man in einer Unterrichtsstunde mit warmer Anteilnahme einem Kinde gegenübersteht, dann weiß man, welche belebende Kraft da das Gefühl hat. Auch sonst kann man vieles als eine Wirkung des Gefühls in der Welt beobachten. Da wo ein Anfang gemacht wird mit dem Wachstum, da wird auch das Gefühl in Anspruch genommen. Durch die Kunst wird ein Anfang zum Wachstum bei den Menschen gemacht. Der Künstler hat wenigstens den Anfang dessen in sich, was organisierende Kraft ist; wenigstens ein hochstehender Künstler, zum Beispiel der Schöpfer des Zeuskopfes. Es ist das künstlerische Schaffen im Zusammenhang mit den menschlichen Gefühlen etwas, das, wenn es höher gesteigert wäre, es möglich machen würde, Pflanzen wachsen zu lassen. Man sollte in der Theosophie wieder einen Anlaß geben zum Verständnis alles wahrhaft Künstlerischen, da wo es als Weltkulturbegriff im reinsten, edelsten Sinne erfaßt wird.

[ 12 ] Das Gefühl hat sein Gegenbild auf dem unteren Devachanplan. Auf die Pflanze hat der Mensch keinen Einfluß, wenn er nicht die Jogakräfte ausgebildet hat, aber auf die Mitmenschen können wir belebend wirken durch ein warmes Gefühl. Namentlich ein Erzieher von Kindern kann das beobachten. Wenn man in einer Unterrichtsstunde mit warmer Anteilnahme einem Kinde gegenübersteht, dann weiß man, welche belebende Kraft da das Gefühl hat. Auch sonst kann man vieles als eine Wirkung des Gefühls in der Welt beobachten. Da wo ein Anfang gemacht wird mit dem Wachstum, da wird auch das Gefühl in Anspruch genommen. Durch die Kunst wird ein Anfang zum Wachstum bei den Menschen gemacht. Der Künstler hat wenigstens den Anfang dessen in sich, was organisierende Kraft ist; wenigstens ein hochstehender Künstler, zum Beispiel der Schöpfer des Zeuskopfes. Es ist das künstlerische Schaffen im Zusammenhang mit den menschlichen Gefühlen etwas, das, wenn es höher gesteigert wäre, es möglich machen würde, Pflanzen wachsen zu lassen. Man sollte in der Theosophie wieder einen Anlaß geben zum Verständnis alles wahrhaft Künstlerischen, da wo es als Weltkulturbegriff im reinsten, edelsten Sinne erfaßt wird.

[ 13 ] Alles was kombiniert ist auf dem physischen Plan, hat keinen Ätherkörper; aber alles was wächst, hat einen Ätherkörper. Wirkt der Mensch künstlerisch, anschauend oder bildend, so wirkt er auf den Ätherkörper. Ein künstlerisch gestaltetes Tongebilde oder ein Gemälde wirkt unmittelbar auf den Ätherkörper. Eine Tugend wirkt dagegen auf den Astralkörper. Manche edle Menschen, die aus dem Devachan zurückkommen, treffen, weil sie gar nichts getan haben zu einer im Sinne der Schönheit organisierenden Tätigkeit, einen Ätherkörper an, der gar nicht zu ihrem fortgeschrittenen Astralkörper paßt. Daher geschieht es, daß viele Menschen, die in der letzten Inkarnation sehr heilig gelebt haben, aber ohne sich mit dem äußerlich sinnlich Edlen zu befassen, bei der Reinkarnation eine Furcht vor der Inkarnation haben, weil ihr Ätherkörper sich nicht durch das sinnlich Schöne veredelt hat.

[ 13 ] Alles was kombiniert ist auf dem physischen Plan, hat keinen Ätherkörper; aber alles was wächst, hat einen Ätherkörper. Wirkt der Mensch künstlerisch, anschauend oder bildend, so wirkt er auf den Ätherkörper. Ein künstlerisch gestaltetes Tongebilde oder ein Gemälde wirkt unmittelbar auf den Ätherkörper. Eine Tugend wirkt dagegen auf den Astralkörper. Manche edle Menschen, die aus dem Devachan zurückkommen, treffen, weil sie gar nichts getan haben zu einer im Sinne der Schönheit organisierenden Tätigkeit, einen Ätherkörper an, der gar nicht zu ihrem fortgeschrittenen Astralkörper paßt. Daher geschieht es, daß viele Menschen, die in der letzten Inkarnation sehr heilig gelebt haben, aber ohne sich mit dem äußerlich sinnlich Edlen zu befassen, bei der Reinkarnation eine Furcht vor der Inkarnation haben, weil ihr Ätherkörper sich nicht durch das sinnlich Schöne veredelt hat.

[ 14 ] Das bewirkt sehr häufig eine Scheu vor der Inkarnation, und im extremen Fall bei der Reinkarnation den Idiotismus. Wenn nun der Mensch all die Nachteile seines Ätherkörpers in einem Idiotenleben durchmacht, so gleicht sich das in der folgenden Inkarnation aus. Weil der Mensch bei seiner Inkarnation, bei der Geburt, einen Schock bekommt, wenn er nicht seinen Ätherkörper durch die Einwirkung des sinnlich Schönen veredelt hat, darum hat man in der Freimaurerei als zweites Prinzip die Schönheit aufgenommen. Weisheit, Schönheit und Gewalt oder Stärke sind die drei aufbauenden Kräfte; sie sollen entwickelt werden. Wer alle drei besitzt, der wird ein Mensch, der auch mit allen drei Körpern in die nächste Inkarnation hineinpaßt.

[ 14 ] Das bewirkt sehr häufig eine Scheu vor der Inkarnation, und im extremen Fall bei der Reinkarnation den Idiotismus. Wenn nun der Mensch all die Nachteile seines Ätherkörpers in einem Idiotenleben durchmacht, so gleicht sich das in der folgenden Inkarnation aus. Weil der Mensch bei seiner Inkarnation, bei der Geburt, einen Schock bekommt, wenn er nicht seinen Ätherkörper durch die Einwirkung des sinnlich Schönen veredelt hat, darum hat man in der Freimaurerei als zweites Prinzip die Schönheit aufgenommen. Weisheit, Schönheit und Gewalt oder Stärke sind die drei aufbauenden Kräfte; sie sollen entwickelt werden. Wer alle drei besitzt, der wird ein Mensch, der auch mit allen drei Körpern in die nächste Inkarnation hineinpaßt.

[ 15 ] Diese Dinge erlegen uns die Pflicht auf, gerade die künstlerische Betätigung in das theosophische Leben wieder einzuführen. Das ist auch jetzt in die Strömung der theosophischen Bewegung aufgenommen. Die bloßen Lehren sollten anfangs auf den Astralkörper wirken. Jetzt soll auch das Gefühl den Ätherkörper beeinflussen. Die großen Lehren werden nicht nur gesprochen, sondern gebaut, gemalt, gemeiBelt. Wenn wir eine Welt um uns haben, die aufgebaut ist in Stilen der großen theosophischen Bewegung, dann haben wir viel getan. Das Christentum ist nicht nur im Kanon gegeben, sondern von Michelangelo, Rafjael, Leonardo gemalt und in den gotischen Domen auch gebaut worden. Dann kam das musikalische Element herauf, in das das Christentum hineinwuchs, nachdem es sich verinnerlicht hatte.

[ 15 ] Diese Dinge erlegen uns die Pflicht auf, gerade die künstlerische Betätigung in das theosophische Leben wieder einzuführen. Das ist auch jetzt in die Strömung der theosophischen Bewegung aufgenommen. Die bloßen Lehren sollten anfangs auf den Astralkörper wirken. Jetzt soll auch das Gefühl den Ätherkörper beeinflussen. Die großen Lehren werden nicht nur gesprochen, sondern gebaut, gemalt, gemeiBelt. Wenn wir eine Welt um uns haben, die aufgebaut ist in Stilen der großen theosophischen Bewegung, dann haben wir viel getan. Das Christentum ist nicht nur im Kanon gegeben, sondern von Michelangelo, Rafjael, Leonardo gemalt und in den gotischen Domen auch gebaut worden. Dann kam das musikalische Element herauf, in das das Christentum hineinwuchs, nachdem es sich verinnerlicht hatte.

[ 16 ] Nach der Welt der Gefühle kommen wir herauf in die Welt des Gedankens. Wenn der Mensch einen reinen Gedanken faßt, dann kommt er in eine andere Lage als durch seine Gefühle und seine Handlungen. Denn wer einen reinen Gedanken faßt, erzeugt durch diesen Gedanken auch eine Gegenwirkung. Europäer haben sehr selten solch einen reinen Gedanken, sondern die Gedanken sind meistens getrübt durch Instinkte, Begierden und Leidenschaften. Zumeist gibt es bei den Europäern nur einen Fall, wo sie reine Gedanken haben, nämlich in der Mathematik. Wenn die Menschen rechnen, sind sie mit ihren Leidenschaften sehr wenig dabei. Weil die meisten Menschen überall Gefühl und Kritik haben wollen, lieben sie die Mathematik nicht. Darüber kann man nicht parlamentarisch abstimmen. Die mathematische Wahrheit erkennt der Mensch durch die Wahrheit selbst, ein Problem kann man nur in einer Weise lösen. Ob einer oder eine Million Menschen entscheiden, es muß das Problem immer gleich gelöst werden. Wir würden nirgends Majoritätsbeschlüsse brauchen, wenn es möglich wäre, auf allen Gebieten so leidenschaftslos und objektiv zu entscheiden wie in der Mathematik. Darauf kann man in Europa nur als auf ein Ideal hindeuten, daß einmal in solch leidenschaftsloser, objektiver Weise auch auf anderen Gebieten des Lebens geurteilt werden wird.

[ 16 ] Nach der Welt der Gefühle kommen wir herauf in die Welt des Gedankens. Wenn der Mensch einen reinen Gedanken faßt, dann kommt er in eine andere Lage als durch seine Gefühle und seine Handlungen. Denn wer einen reinen Gedanken faßt, erzeugt durch diesen Gedanken auch eine Gegenwirkung. Europäer haben sehr selten solch einen reinen Gedanken, sondern die Gedanken sind meistens getrübt durch Instinkte, Begierden und Leidenschaften. Zumeist gibt es bei den Europäern nur einen Fall, wo sie reine Gedanken haben, nämlich in der Mathematik. Wenn die Menschen rechnen, sind sie mit ihren Leidenschaften sehr wenig dabei. Weil die meisten Menschen überall Gefühl und Kritik haben wollen, lieben sie die Mathematik nicht. Darüber kann man nicht parlamentarisch abstimmen. Die mathematische Wahrheit erkennt der Mensch durch die Wahrheit selbst, ein Problem kann man nur in einer Weise lösen. Ob einer oder eine Million Menschen entscheiden, es muß das Problem immer gleich gelöst werden. Wir würden nirgends Majoritätsbeschlüsse brauchen, wenn es möglich wäre, auf allen Gebieten so leidenschaftslos und objektiv zu entscheiden wie in der Mathematik. Darauf kann man in Europa nur als auf ein Ideal hindeuten, daß einmal in solch leidenschaftsloser, objektiver Weise auch auf anderen Gebieten des Lebens geurteilt werden wird.

[ 17 ] Die Forscher würden sich gar nicht streiten, wenn sie die Faktoren völlig objektiv in Betracht ziehen würden, denn die Wahrheit kann nicht in verschiedener Weise an den Menschen herantreten. Die Menschen sind verschiedener Meinung, weil sie mit ihren Instinkten und Leidenschaften auf verschiedene Weise an ihren Vorstellungen beteiligt sind. Haeckel hat andere Instinkte als Wasmann, daher urteilen beide verschieden. Richtig philosophisch, im höchsten Sinne des Wortes, ist über die menschlichen Angelegenheiten in keiner Philosophie so objektiv in der Reinheit mathematischer Urteile gesprochen worden wie in der Vedantaphilosophie. Wer sich da einlebt, der weiß, was es heißt: Ich brauche keinen anderen, um zu wissen, ob etwas wahr ist. - Wer sich wirklich zu diesem klaren, leidenschaftslosen Denken erhebt, der braucht keine andere Meinung.

[ 17 ] Die Forscher würden sich gar nicht streiten, wenn sie die Faktoren völlig objektiv in Betracht ziehen würden, denn die Wahrheit kann nicht in verschiedener Weise an den Menschen herantreten. Die Menschen sind verschiedener Meinung, weil sie mit ihren Instinkten und Leidenschaften auf verschiedene Weise an ihren Vorstellungen beteiligt sind. Haeckel hat andere Instinkte als Wasmann, daher urteilen beide verschieden. Richtig philosophisch, im höchsten Sinne des Wortes, ist über die menschlichen Angelegenheiten in keiner Philosophie so objektiv in der Reinheit mathematischer Urteile gesprochen worden wie in der Vedantaphilosophie. Wer sich da einlebt, der weiß, was es heißt: Ich brauche keinen anderen, um zu wissen, ob etwas wahr ist. - Wer sich wirklich zu diesem klaren, leidenschaftslosen Denken erhebt, der braucht keine andere Meinung.

[ 18 ] Heraklit und Hegel waren gereinigter von ihren Leidenschaften als Du Bois-Reymond, Herbert Spencer und Haeckel, deshalb stehen sie höher. Es gibt verschiedene Standpunkte und Urteile, aber nicht wirklich einander widersprechende Wahrheiten. Haeckels Wahrheit kriecht am Boden; die Vedantaweisheit erhebt sich in leidenschaftslose Reinheit und überschaut von da oben die Dinge. Sie widerspricht nicht dem Materialismus, sondern hat einen höheren Standpunkt als der Materialismus. Goethe hat in seiner «Metamorphose der Pflanzen» versucht, eine solche leidenschaftslose Form zu schaffen, wie der Mathematiker sie schafft. Er wollte dadurch tatsächlich solche leidenschaftslosen Gedanken schaffen und den mathematischen Geist in die höheren Gebiete hineinbringen. Nur etwas Joga, etwas Reinigung von Affekten kann verständlich machen, was Goethe mit seiner Botanik meint.

[ 18 ] Heraklit und Hegel waren gereinigter von ihren Leidenschaften als Du Bois-Reymond, Herbert Spencer und Haeckel, deshalb stehen sie höher. Es gibt verschiedene Standpunkte und Urteile, aber nicht wirklich einander widersprechende Wahrheiten. Haeckels Wahrheit kriecht am Boden; die Vedantaweisheit erhebt sich in leidenschaftslose Reinheit und überschaut von da oben die Dinge. Sie widerspricht nicht dem Materialismus, sondern hat einen höheren Standpunkt als der Materialismus. Goethe hat in seiner «Metamorphose der Pflanzen» versucht, eine solche leidenschaftslose Form zu schaffen, wie der Mathematiker sie schafft. Er wollte dadurch tatsächlich solche leidenschaftslosen Gedanken schaffen und den mathematischen Geist in die höheren Gebiete hineinbringen. Nur etwas Joga, etwas Reinigung von Affekten kann verständlich machen, was Goethe mit seiner Botanik meint.

[ 19 ] Dadurch, daß der Gedanke in solcher Weise heilig ist, ist man mit seinen Gedanken auf-dem Devachanplan. Der Europäer ist fast nie anders auf dem Devachanplan, als wenn er rechnet. Gewisse Partien des künstlerischen Schaffens steigen auch zum Devachanplan hinauf. Wo Goethe auf den höchsten Höhen als Künstler anlangt, wird er sehr schwer verstanden. Er hat in «Iphigenie» und «Tasso» versucht, diesen leidenschaftslosen Gedanken hineinzubringen; noch mehr aber in dem Drama «Die natürliche Tochter». Gerade diese Dramen haben eine gewaltige Wirkung gehabt auf Menschen, welche stark und energisch waren. Solche haben über «Die natürliche Tochter» Tränen vergossen.

[ 19 ] Dadurch, daß der Gedanke in solcher Weise heilig ist, ist man mit seinen Gedanken auf-dem Devachanplan. Der Europäer ist fast nie anders auf dem Devachanplan, als wenn er rechnet. Gewisse Partien des künstlerischen Schaffens steigen auch zum Devachanplan hinauf. Wo Goethe auf den höchsten Höhen als Künstler anlangt, wird er sehr schwer verstanden. Er hat in «Iphigenie» und «Tasso» versucht, diesen leidenschaftslosen Gedanken hineinzubringen; noch mehr aber in dem Drama «Die natürliche Tochter». Gerade diese Dramen haben eine gewaltige Wirkung gehabt auf Menschen, welche stark und energisch waren. Solche haben über «Die natürliche Tochter» Tränen vergossen.

[ 20 ] Die Gegenwirkung eines solchen Gedankens, der auf dem Devachanplan ist, findet sich auf dem Astralplan. Diese Gedanken wirken hinunter auf den Astralplan, die anderen Dinge wirken hinauf. Zum Beispiel bei Fichte wirkte das Gedankeninhaltliche in «Die natürliche Tochter» auf den Astralplan, auf sein Gefühl, und brachte ihn bis zu Tränen. Das war die Gegenwirkung des Gedankens. Einige Menschen werden am tiefsten ergriffen durch die Einwirkung solch reiner Gedanken. Bei der Handlung und beim Gefühl geht die Gegenwirkung hinauf, hier geht sie hinunter.

[ 20 ] Die Gegenwirkung eines solchen Gedankens, der auf dem Devachanplan ist, findet sich auf dem Astralplan. Diese Gedanken wirken hinunter auf den Astralplan, die anderen Dinge wirken hinauf. Zum Beispiel bei Fichte wirkte das Gedankeninhaltliche in «Die natürliche Tochter» auf den Astralplan, auf sein Gefühl, und brachte ihn bis zu Tränen. Das war die Gegenwirkung des Gedankens. Einige Menschen werden am tiefsten ergriffen durch die Einwirkung solch reiner Gedanken. Bei der Handlung und beim Gefühl geht die Gegenwirkung hinauf, hier geht sie hinunter.

[ 21 ] Wenn auch die Gedanken selten sich als solche reine Gedanken zeigen, so sind sie doch als treibende Kräfte immer vorhanden. Wenn auch viel Zank unter den Meinungen ist, so sind die Gedanken doch da. Der Mensch muß nun, wenn er in dem Gedanken auf dem Devachanplan lebt, diesen Gedanken auch so erfassen, daß er ein Gefühl bekommt für den Gedanken. Die meisten Menschen sind mit dem ersten theosophischen Grundsatz einverstanden, insofern er eine Meinung ist. Wenn man aber fragt, ob sie ihn auch mit dem Gefühl vertreten, dann wird man zu einem anderen Urteil kommen. Erst wenn man eine Meinung, zu der man sich bekennt, auf den Astralplan heruntergebracht hat, hat sich selbst das Gefühl damit ganz durchdrungen; dann wird die Meinung erst wirklich tätig. Die theosophische Bewegung will die Menschen entwickeln, sie auch mit ihrem Leben und Gefühl dahin zu bringen, wo ihre Grundsätze sind.

[ 21 ] Wenn auch die Gedanken selten sich als solche reine Gedanken zeigen, so sind sie doch als treibende Kräfte immer vorhanden. Wenn auch viel Zank unter den Meinungen ist, so sind die Gedanken doch da. Der Mensch muß nun, wenn er in dem Gedanken auf dem Devachanplan lebt, diesen Gedanken auch so erfassen, daß er ein Gefühl bekommt für den Gedanken. Die meisten Menschen sind mit dem ersten theosophischen Grundsatz einverstanden, insofern er eine Meinung ist. Wenn man aber fragt, ob sie ihn auch mit dem Gefühl vertreten, dann wird man zu einem anderen Urteil kommen. Erst wenn man eine Meinung, zu der man sich bekennt, auf den Astralplan heruntergebracht hat, hat sich selbst das Gefühl damit ganz durchdrungen; dann wird die Meinung erst wirklich tätig. Die theosophische Bewegung will die Menschen entwickeln, sie auch mit ihrem Leben und Gefühl dahin zu bringen, wo ihre Grundsätze sind.

[ 22 ] Rekapitulieren wir also. Von allen unseren äußeren Handlungen ist eine Wirkung auf dem Arupaplan. Ein ganzes Gerippe von Wirkungen lassen wir auf dem Arupaplan in einem Leben zwischen Geburt und Tod zurück. Von alledem, was wir im Leben gefühlt haben, ist ein Abdruck vorhanden auf dem Rupaplan. Von alledem, was wir gedacht haben, ist ein Abdruck auf dem Astralplan vorhanden. Nach dem Tode gehen wir zuerst durch Kamaloka und gelangen dann auf den Rupaplan. Wir kommen dann dahin, wenn wir noch nicht sehr viele solche Devachangedanken gefaßt haben. Haben wir einmal zur solche Devachangedanken, so sind wir schon Chela, Geheimschüler, geworden, dann haben wir den Devachanplan schon ganz in uns.

[ 22 ] Rekapitulieren wir also. Von allen unseren äußeren Handlungen ist eine Wirkung auf dem Arupaplan. Ein ganzes Gerippe von Wirkungen lassen wir auf dem Arupaplan in einem Leben zwischen Geburt und Tod zurück. Von alledem, was wir im Leben gefühlt haben, ist ein Abdruck vorhanden auf dem Rupaplan. Von alledem, was wir gedacht haben, ist ein Abdruck auf dem Astralplan vorhanden. Nach dem Tode gehen wir zuerst durch Kamaloka und gelangen dann auf den Rupaplan. Wir kommen dann dahin, wenn wir noch nicht sehr viele solche Devachangedanken gefaßt haben. Haben wir einmal zur solche Devachangedanken, so sind wir schon Chela, Geheimschüler, geworden, dann haben wir den Devachanplan schon ganz in uns.

[ 23 ] Der Chela kann auf dem astralen Plan bleiben, er leistet den Verzicht auf Devachan, weil er durch seine reinen Gedanken seinen Astralkörper so geläutert und gefestigt hat, daß er ihn weiter benutzen kann. Bei uns löst sich alles das im Kamaloka auf, was noch nicht vom Ich bearbeitet und veredelt ist. Beim Wilden löst sich der größte Teil, beim hochentwickelten Menschen der geringste Teil auf. Der schon veredelte Astralleib wird nach Devachan mitgenommen. Alles was wir als unser Gefühlsleben entwickelt haben, das präpariert uns zu einem neuen Leben, arbeitet an uns. Wenn wir uns mit allen unseren Handlungen vereinigt haben, werden wir zurückgestoßen zu unserer nächsten Inkarnation. Der ewiggemachte Ichteil - das Ich und der veredelte Astralleib - kommt nun zurück und gliedert sich im Astralen wieder einen solchen Leib an, der dem entspricht, was noch nicht veredelt ist. Die Vorbereitung dazu, um sich ein fremdes Astralglied anzugliedern, wird eben im Devachan erworben. Dann gliedert er sich den Ätherleib an. Infolgedessen taucht die Vorschau auf alles auf, was den Menschen erwartet. Geradeso wie beim Verlassen des physischen Körpers im Ätherkörper und Astralkörper das Gedächtnis erwacht für die unmittelbare Vergangenheit bis zur Geburt, so jetzt die Vorschau auf das Kommende. Nun kann hier manchmal etwas Besonderes eintreten: man kann einen Schock bekommen, der die Idiotie bewirkt. - Beim weiteren Heruntergehen wird der physische Körper angegliedert.

[ 23 ] Der Chela kann auf dem astralen Plan bleiben, er leistet den Verzicht auf Devachan, weil er durch seine reinen Gedanken seinen Astralkörper so geläutert und gefestigt hat, daß er ihn weiter benutzen kann. Bei uns löst sich alles das im Kamaloka auf, was noch nicht vom Ich bearbeitet und veredelt ist. Beim Wilden löst sich der größte Teil, beim hochentwickelten Menschen der geringste Teil auf. Der schon veredelte Astralleib wird nach Devachan mitgenommen. Alles was wir als unser Gefühlsleben entwickelt haben, das präpariert uns zu einem neuen Leben, arbeitet an uns. Wenn wir uns mit allen unseren Handlungen vereinigt haben, werden wir zurückgestoßen zu unserer nächsten Inkarnation. Der ewiggemachte Ichteil - das Ich und der veredelte Astralleib - kommt nun zurück und gliedert sich im Astralen wieder einen solchen Leib an, der dem entspricht, was noch nicht veredelt ist. Die Vorbereitung dazu, um sich ein fremdes Astralglied anzugliedern, wird eben im Devachan erworben. Dann gliedert er sich den Ätherleib an. Infolgedessen taucht die Vorschau auf alles auf, was den Menschen erwartet. Geradeso wie beim Verlassen des physischen Körpers im Ätherkörper und Astralkörper das Gedächtnis erwacht für die unmittelbare Vergangenheit bis zur Geburt, so jetzt die Vorschau auf das Kommende. Nun kann hier manchmal etwas Besonderes eintreten: man kann einen Schock bekommen, der die Idiotie bewirkt. - Beim weiteren Heruntergehen wird der physische Körper angegliedert.

[ 24 ] Weil die Gedanken nur auf dem Astralplan wirken, sind sie karmisch das Intimste. Sie sind das Schöpferische durch sich selbst. Deshalb gilt der Spruch: Was du heute denkst, bist du morgen! - Je reiner und übersinnlicher der Gedanke ist, desto mehr wird man Schöpfer seines Charakters.

[ 24 ] Weil die Gedanken nur auf dem Astralplan wirken, sind sie karmisch das Intimste. Sie sind das Schöpferische durch sich selbst. Deshalb gilt der Spruch: Was du heute denkst, bist du morgen! - Je reiner und übersinnlicher der Gedanke ist, desto mehr wird man Schöpfer seines Charakters.

[ 25 ] Das Schicksal bildet sich noch durch andere Faktoren: die Gefühle bilden die Gelegenheiten, die Handlungen bilden die Form.

[ 25 ] Das Schicksal bildet sich noch durch andere Faktoren: die Gefühle bilden die Gelegenheiten, die Handlungen bilden die Form.

Erscheinung Kräfte
Physischer Plan Handlungen Arupaplan
Astralplan Gefühle Rupaplan
Devachanplan Gedanken Astralplan
Erscheinung Kräfte
Physischer Plan Handlungen Arupaplan
Astralplan Gefühle Rupaplan
Devachanplan Gedanken Astralplan