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The Rudolf Steiner Archive

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Vor dem Tore der Theosophie
GA 95

22 August 1906, Stuttgart

Erster Vortrag

[ 1 ] Es soll in diesen Vorträgen ein allgemeiner Überblick über das Gesamtgebiet der theosophischen Weltanschauung gegeben werden. Nicht immer ist Theosophie so wie heute gelehrt worden in Vorträgen und Büchern, die jedem zugänglich sind. Früher wurde Theosophie als etwas angesehen, das nur in kleinen intimen Zirkeln gelehrt werden konnte. Das Wissen beschränkte sich auf die Kreise von Eingeweihten, auf okkulte Brüderschaften; die Allgemeinheit sollte nur die Früchte dieses Wissens haben. Weder von ihrem Wissen und von ihren Taten noch von dem Ort ihres Wirkens war viel bekannt. Was die Welt an großen geschichtlichen Menschen kennt, das waren eigentlich nicht die größten. Die Größten, die Eingeweihten, hielten sich zurück.

[ 2 ] So trat im 18. Jahrhundert ein solcher Eingeweihter einmal in einem Augenblick, der gar nicht beachtet wurde, vor einen Schriftsteller hin, wurde mit ihm flüchtig bekannt und sprach Worte, die der andere gar nicht besonders beachtete, die aber dennoch in ihm nachwirkten und gewaltige Gedankenbilder erzeugten, deren schriftstellerische Früchte heute in unzähligen Händen sind. Dieser andere war Jean-Jacques Rosseau. Er war kein Eingeweihter, aber die Quelle seines Wissens ging auf einen solchen zurück.

[ 3 ] Ein anderes Beispiel: Jakob Böhme war als Schusterlehrling allein im Laden, in welchem er noch nichts verkaufen durfte. Da kam eine Persönlichkeit zu ihm, die einen tiefen Eindruck auf ihn machte; sie sagte einige Worte und entfernte sich dann wieder. Gleich darauf hörte er seinen Namen rufen: Jakob, Jakob, du bist jetzt noch klein, du wirst aber groß werden. Merke dir, was du heute gesehen hast. — Es blieb eine geheime Anziehung zwischen ihm und jener Persönlichkeit, die ein großer Eingeweihter war. Von ihm stammten die mächtigen Inspirationen Böhmes.

[ 4 ] Es gab auch noch andere Mittel, durch die früher ein Eingeweihter gewirkt hat. Jemand hat zum Beispiel einen Brief bekommen, der dazu bestimmt war, irgendeine Tat zu veranlassen. Er war vielleicht Minister und hatte die äußere Macht, irgend etwas auszuführen, aber nicht den Gedanken dazu. In dem Briefe stand etwas, was gar nichts zu tun hatte mit dem, was übermittelt werden sollte, vielleicht ein Bittgesuch. Man hätte aber den Brief noch auf eine andere Art lesen können: Man brauchte nur immer vier Worte auszustreichen und das fünfte stehen zu lassen, dann gab der Rest einen neuen Zusammenhang, den natürlich der Empfänger gar nicht bemerkte, der aber zum Inhalt hatte, was geschehen sollte. Waren nun die Worte die richtigen, so wirkten sie, auch ohne daß der Leser den Sinn im Tagesbewußtsein aufgenommen hatte. In ähnlicher Weise schrieb ein deutscher Gelehrter, der zugleich ein Eingeweihter war, der Lehrer von Agrippa von Nettesheim, Trithem von Sponheim. In seinen Werken, mit dem richtigen Schlüssel gelesen, steht vieles, was heute in der Theosophie gelehrt wird.

[ 5 ] Es war damals notwendig, daß nur einige wenige, die genügend vorbereitet waren, in diese Dinge eingeweiht wurden. Wozu war dieses Geheimhalten notwendig? Gerade um dem Wissen die richtige Stellung zu verschaffen, konnte man es nur den genügend Vorbereiteten geben; die anderen empfanden nur die Segnungen. Es war ja kein Wissen für die Befriedigung der Neugierde oder der bloßen Wißbegierde. Dieses Wissen sollte in die Tat umgesetzt werden, es sollte arbeiten an den staatlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen, es sollte die Welt praktisch gestalten. Und so gehen alle großen Fortschritte in der Menschheitsentwickelung zurück auf die Impulse von Okkultem. Deshalb wurden auch alle, die der theosophischen Lehren teilhaftig werden sollten, schweren Proben und Prüfungen unterworfen, ob sie auch würdig dafür seien, und dann wurden sie stufenweise eingeweiht, ganz langsam von unten nach oben geführt.

[ 6 ] Von dieser Methode ist in letzter Zeit abgegangen worden; man lehrt jetzt die elementaren Lehren öffentlich. Die Veröffentlichung war notwendig, weil die früheren Mittel, die Früchte einfließen zu lassen in die Menschheit, versagen würden. Zu diesen Mitteln gehörten auch die Religionen, und in allen Religionen ist diese Weisheit enthalten; heute aber spricht man von einem Gegensatz zwischen Wissen und Glauben. Wir haben heute nötig, auf den Wegen des Wissens zu der höheren Erkenntnis zu kommen.

[ 7 ] Die eigentlichste Ursache aber für die Veröffentlichung ist die Erfindung der Buchdruckerkunst. Vorher wurden die theosophischen Lehren mündlich, von Person zu Person erteilt; kein Unreifer oder Unwürdiger hörte davon. Aber durch die Bücher hat das Wissen von den sinnlichen Dingen Verbreitung gefunden, und durch sie ist es populär geworden. Daher entstand auch der Zwiespalt zwischen Wissen und Glauben.

[ 8 ] Solche Ursachen aber machen es notwendig, daß aus dem großen Schatze des Geheimwissens aller Zeiten jetzt vieles veröffentlicht werden muß. Fragen wie: Woher kommt der Mensch? Was ist sein Ziel? Was verbirgt die sichtbare Gestalt? Was geschieht nach dem Tode? — mußten beantwortet werden, und zwar nicht durch Hypothesen und Theorien und Mutmaßungen, sondern durch die Tatsachen.

[ 9 ] Das eigentliche Rätsel des Menschen zu enthüllen, das war es, um was es sich bei aller Geheimwissenschaft handelte. Alles, was hierüber gesagt werden soll, wird gegeben von dem eigentlichen Standpunkt des praktischen Okkultismus aus; nicht irgendeine Theorie soll es sein, die man im Praktischen nicht brauchen kann. Solche Theorien sind dadurch entstanden und in die theosophische Literatur eingedrungen, daß im Anfang die Leute, welche die Bücher schrieben, selbst nicht genau verstanden, was sie schrieben. Solches mag ja für die Wißbegier recht nützlich sein. Die Theosophie aber soll Leben werden.

[ 10 ] Wir wenden uns zuerst dem Wesen des Menschen zu. Wenn uns ein Mensch entgegentritt, so sehen wir zunächst mit unseren äußeren Sinnesorganen das, was wir in der theosophischen Sprache den physischen Leib nennen. Dieser physische Leib ist etwas, was der Mensch mit der gesamten Umwelt gemeinsam hat. Das ist das einzige, was die äußere Wissenschaft gelten läßt, und doch ist es nur ein kleiner Teil des Menschen. Wir müssen tiefer eindringen in das Wesen des Menschen, denn schon eine bloße Überlegung lehrt, daß es mit diesem physischen Menschen eine ganz besondere Bewandtnis haben muß. Es gibt eben noch andere Dinge, die man sehen, betasten kann und so weiter; jeder Stein ist schon ein physischer Körper. Aber der Mensch kann sich bewegen, er kann fühlen, denken, er wächst, er ernährt sich, pflanzt sich fort. Das alles ist beim Stein nicht der Fall, wohl aber entsprechend bei der Pflanze und dem Tier. Mit allen Pflanzen hat der Mensch die Ernährung, das Wachstum, die Fortpflanzung gemeinsam. Hätte er nur einen physischen Körper wie der Stein, so könnte er nicht wachsen, sich ernähren, sich fortpflanzen. Er muß also etwas haben, was ihn fähig macht, die physischen Kräfte und Stoffe so zu verwerten, daß sie ihm Mittel werden, zu wachsen und so weiter. Das ist der Ätherleib.

[ 11 ] So hat der Mensch seinen physischen Leib mit allem Mineralischen gemeinsam, den Ätherleib nur mit den Pflanzen und Tieren. Das ist zunächst durch eine bloße Überlegung festgestellt. Nun ist aber noch eine andere Möglichkeit vorhanden, sich davon zu überzeugen, daß es einen Ätherleib gibt. Diese Fähigkeit hat nur der, der seine höheren Sinne ausgebildet hat. Solche höheren Sinne sind nicht anders aufzufassen, als eine höhere Ausbildung dessen, was in jedem Menschen schlummert.

[ 12 ] Es ist wie beim Blindgeborenen, der operiert wird; nur daß nicht jeder Blindgeborene operiert werden kann, daß die geistigen Sinne aber bei jedem Menschen entwickelt werden können, wenn er die nötige Geduld hat und die entsprechende Vorbereitung durchmacht. Schon um dieses Prinzip des Lebens, von Wachstum, Fortpflanzung und Ernährung wahrzunehmen, gehört eine ganz bestimmte höhere Wahrnehmung. An dem Beispiel des Hypnotisierens können wir uns klarmachen, was gemeint ist.

[ 13 ] Der Hypnotismus, der den Eingeweihten immer bekannt war, bedeutet einen anderen Bewußtseinszustand als der gewöhnliche Schlaf. Ein Hypnotisierter ist im Rapport mit dem Hypnotiseur. Man kann nun unterscheiden zwischen positiver und negativer Suggestion, die beim Hypnotisierten auftreten. Die erstere läßt etwas wahrnehmen, was nicht vorhanden ist. Die negative Suggestion besteht darin, daß die Aufmerksamkeit abgelenkt wird von dem, was vorhanden ist. Es ist das nur eine Steigerung eines anderen Zustandes: Im gewöhnlichen Leben können wir auch unsere Aufmerksamkeit von einem Dinge abwenden, so daß wir es nicht sehen, trotzdem unsere Augen geöffnet sind. Das passiert uns ja unwillkürlich täglich, wenn wir vertieft in etwas sind. Die Theosophie will nichts zu tun haben mit solchen Zuständen, bei denen der Bewußtseinszustand des Menschen abgestumpft ist und er sich in einem Dämmerzustand befindet. Der Mensch, der zu theosophischen Wahrheiten kommen will, muß beim Untersuchen der höheren Welten seiner Sinne ebenso mächtig sein wie beim Untersuchen der alltäglichen Dinge. Die großen Gefahren der Einweihung können nur dann über den Menschen kommen, wenn sein Bewußtsein herabgedämpft wird.

[ 14 ] Wer den Ätherleib aus eigener Anschauung kennenlernen will, der muß imstande sein, bei voller Aufrechterhaltung des gewöhnlichen Bewußtseins sich selbst durch eigene Willensstärke den physischen Leib abzusuggerieren. Dann aber ist der Raum für ihn trotzdem nicht leer; vor sich hat er dann den Ätherleib, der in einer rötlich-bläulichen Lichtform, wie ein Schemen, aber glänzend, leuchtend, etwas dunkler als junge Pfirsichblüten, erscheint. Diesen Ätherleib können wir niemals sehen, wenn wir einen Kristall betrachten, wohl aber bei der Pflanze und beim Tier, denn dieser Teil ist es ja, der die Ernährung, das Wachstum und die Fortpflanzung bewirkt.

[ 15 ] Der Mensch aber hat nicht nur diese Fähigkeiten, er hat auch die Fähigkeit der Empfindung von Lust und Schmerz. Die hat die Pflanze nicht. Der Eingeweihte kann das durch eigene Erfahrung untersuchen, weil er sich mit der Pflanze identifizieren kann. Das Tier jedoch hat diese Fähigkeit, denn es hat ein weiteres Glied mit dem Menschen gemeinsam: das ist der Astralleib. Er umfaßt alles, was wir als Begierde, Leidenschaft und so weiter kennen. Das ist nun wieder durch eine Überlegung klar, durch ein inneres Erlebnis. Für den Eingeweihten aber kann es ein äußeres Erlebnis werden. Dieses dritte Glied des Menschen schaut der Eingeweihte als eiförmige Wolke, die sich in einer fortwährenden inneren Bewegung befindet; es ist das eine Wolke, die den Körper umgibt, in der der physische Körper und der Ätherleib darinstecken. Es ist so, daß, wenn man physischen Leib und Ätherleib absuggeriert, alles ausgefüllt ist von einer feinen Lichtwolke mit innerer Beweglichkeit. In dieser Wolke, in dieser Aura sieht der Eingeweihte jede Begierde, jeden Trieb und so weiter als Farbe und Gestalt des Astralleibes; so sieht er zum Beispiel heftige Leidenschaft als blitzartige Strahlen aus dem Astralleib hervorschießen.

[ 16 ] Die Tiere haben einen Astralleib, der je nach der Gattung verschiedene Grundfarben hat; der Astralleib des Löwen hat eine andere Grundfarbe als derjenige des Lammes. Und auch beim Menschen ist die Grundfarbe nicht stets die gleiche, und wenn man für feinere Unterschiede einen Sinn hat, kann man beim Menschen das Temperament, die Grundstimmungen in seiner Aura erkennen. Nervöse Menschen haben eine getigerte, von Punkten durchsetzte Aura. Diese Punkte sind nicht ruhig, sondern leuchten immer auf und verschwinden wieder. So ist es immer, und deshalb kann man auch die Aura nicht malen.

[ 17 ] Aber der Mensch unterscheidet sich auch noch vom Tiere. Da kommen wir zu dem vierten Gliede der menschlichen Wesenheit. Dieses vierte Glied liegt ausgesprochen in einem Namen, der sich von allen übrigen Namen unterscheidet: «Ich» kann ich nur zu mir selbst sagen. Es gibt in der ganzen Sprache keinen Namen, den nicht jeder andere auch zu dem gleichen Gegenstand sagen könnte. Nicht so das Ich; das kann der Mensch nur zu sich selber sagen. Das haben diejenigen, die eingeweiht waren, von jeher empfunden. Der hebräische Eingeweihte nannte so den «unaussprechlichen Namen Gottes», des Gottes, der im Menschen wohnt, denn er ist nur in dieser Seele für diese Seele auszusprechen. Er muß aus der Seele hervortönen, sie muß sich einen eigenen Namen geben; kein anderer kann ihr einen Namen geben. Daher die wunderbare Stimmung, die durch die Zuhörer ging, wenn der Name «Jahve» ausgesprochen wurde; denn Jahve oder Jehova bedeutet «Ich» oder «Ich bin». In dem Namen, den sich die Seele gibt, beginnt der Gott in der eigenen Seele zu sprechen.

[ 18 ] Diese Eigenschaft hat der Mensch vor dem Tiere voraus. Das Tier besitzt nicht die Fähigkeit, zu sich «Ich» zu sagen. Die Fähigkeit, sich selbst einen Namen zu geben, hat der Mensch allein. Man muß sich einmal die ungeheure Bedeutung dieses Wortes vor die Seele rücken. Jean Paul erinnert sich in seiner Selbstbiographie, wie er als ganz kleiner Junge vor einer Scheune stand und ihm bewußt wurde, daß er ein Ich sei. Er wußte, daß er das Unsterbliche in sich erfahren hatte.

[ 19 ] Wiederum drückt sich dies für den Seher in einer eigentümlichen Weise aus. Wenn er den Astralleib untersucht, ist alles in fortwährender Bewegung bis auf einen einzigen kleinen Raum; der bleibt, wie eine etwas in die Länge gezogene eiförmige bläuliche Kugel, etwas hinter der Stirne, bei der Nasenwurzel. Sie findet sich nur beim Menschen. Bei dem Gebildeten ist sie nicht mehr so wahrnehmbar wie bei dem Ungebildeten; am deutlichsten ist sie bei den in der Kultur tiefstehenden Wilden. An dieser Stelle ist in Wahrheit nichts, ein leerer Raum. Wie die Mitte der Flamme, die leer ist, durch den Lichtkranz blau erscheint, so erscheint auch diese dunkle leere Stelle blau, weil das aurische Licht ringsherum strahlt. Das ist der äußere Ausdruck für das Ich.

[ 20 ] Diese vier Teile hat jeder Mensch. Aber es ist ein Unterschied zwischen einem Wilden und einem europäischen Kulturmenschen, zwischen diesem und einem Franz von Assisi oder einem Schiller. Die Veredelung der Sitten bildet auch edlere Farben in der Aura. Das Wachstum in der Unterscheidung von Gut und Böse zeigt sich auch in der verfeinerten Aura. Um kultiviert zu werden, hat das Ich gearbeitet am Astralleib und die Begierden veredelt. Je höher ein Mensch in moralischer und intellektueller Kultur steht, desto mehr hat das Ich hineingearbeitet in den Astralleib. Der Seher kann sagen: Dies ist ein Entwickelter, dies ist ein Unentwickelter.

[ 21 ] Was der Mensch selbst in den Astralleib hineingearbeitet hat, das nennt man Manas; das ist der fünfte Grundteil. So viel also der Mensch selbst in sich hineingearbeitet hat, so viel ist in ihm Manas; daher ist immer ein Teil seines Astralleibes Manas. Aber es ist dem Menschen nicht unmittelbar gegeben, auch auf seinen Ätherleib einen Einfluß auszuüben. So wie man lernt, auf eine höhere moralische Stufe zu kommen, so kann man auch lernen, in seinen Ätherleib hineinzuarbeiten. Wer dies lernt, ist ein Schüler, ein Chela. Dadurch wird der Mensch Herr über seinen Ätherleib, und so viel er in diesen hineingearbeitet hat, so viel ist in ihm vorhanden von Budhi. Das ist der sechste Grundteil, der umgewandelte Ätherleib.

[ 22 ] Einen solchen Chela können wir an etwas erkennen. Der gewöhnliche Mensch ist nicht ähnlich seiner früheren Verkörperung, weder in Gestalt noch Temperament; der Chela aber hat dieselben Gewohnheiten, dasselbe Temperament wie in der früheren Verkörperung. Er bleibt sich ähnlich. Er hat bewußt hineingearbeiter in den Leib, der Fortpflanzung und Wachstum trägt.

[ 23 ] Die höchste Gabe, die der Mensch auf dieser Erde erreichen kann, ist, daß er in seinen physischen Leib hinunterarbeitet. Das ist das Allerschwerste. Auf den physischen Leib arbeiten heißt, seinen Atem beherrschen lernen, seinen Blutumlauf bearbeiten, die Nervenarbeit verfolgen, auch den Denkprozeß regeln. Derjenige, der auf dieser Stufe steht, heißt in theosophischer Sprache ein Adept, und dieser hat dann das, was man Atma nennt, an sich ausgebildet. Das ist der siebente Grundteil.

[ 24 ] Jeder Mensch hat vier Teile ausgebildet, den fünften teilweise, die anderen in der Anlage. Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib, Ich, Manas, Budhi, Atma, das sind die sieben Glieder der menschlichen Wesenheit. Durch sie hat der Mensch Anteil an den drei Welten: der physischen Welt, der astralischen Welt und der Devachan- oder Geisteswelt.