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Original Impulses of Spiritual Science
GA 96

16 April 1906, Berlin

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2. Erdinneres und Vulkanausbrüche

2. Erdinneres und Vulkanausbrüche

[ 1 ] Entsprechend unserer Ankündigung soll der heutige Vortrag an ein erschütterndes Ereignis anknüpfen, das sich in diesen Tagen zugetragen hat: an den Ausbruch des Vesuv. Selbstverständlich kann es sich nicht darum handeln, speziell über die Einzelheiten dieses Naturereignisses zu sprechen, sondern es wird unsere Aufgabe sein, ein geisteswissenschaftliches Verständnis für derartige Naturerscheinungen im allgemeinen zu wecken. Ich möchte also einige Bausteine zusammentragen, um ein solches Verständnis zu ermöglichen. Dabei will ich im voraus bemerken, daß es auch unter Okkultisten zu den schwierigsten Aufgaben gerechnet wird, über den geheimnisvollen Bau und die Zusammensetzung unseres Erdenplaneten zu sprechen. Es ist eine bekannte "Tatsache — und wer nur ein wenig über okkulte Zusammenhänge im Bilde ist, wird auch schon davon gehört haben -, daß es leichter ist, etwas von der astralen und der mentalen Welt, von Kamaloka und Devachan zu erleben und in das gewöhnliche Tagesbewußtsein hereinzubringen, als in die Geheimnisse unseres eigenen Erdenplaneten einzudringen. In der Tat gehören diese Geheimnisse zu den sogenannten inneren Geheimnissen, die einem höheren, dem zweiten Grad der Initiation vorbehalten sind. Vom Inneren der Erde wurde öffentlich überhaupt noch nicht gesprochen, ja, bisher nicht einmal innerhalb der theosophischen Bewegung. Daher möchte ich von vornherein betonen, daß dieser heutige Vortrag absolut nicht für Neulinge auf theosophischem Felde berechnet ist. Nicht etwa wegen irgendwelcher Schwierigkeiten für ein rein begriffliches Verständnis — denn sein Inhalt wird vielleicht leichter zu begreifen sein als manches andere -, sondern deshalb, weil jemand, der nicht genügend über die geisteswissenschaftlichen Forschungsmethoden orientiert ist, sogleich wieder fragen wird: Woher weißt du denn das alles? — Ich werde nur eine ungefähre Skizze der Tatbestände geben und zugleich auf die Wege hinweisen, die zur Erforschung dieser Zusammenhänge führen. Gewiß wird es Hörer geben, die nicht gewohnt sind, Außergewöhnliches zu erfahren und denen deshalb die heutigen Mitteilungen phantastisch erscheinen könnten. Doch bitte ich zu bedenken, daß man niemals alles begreifen kann. Es handelt sich hier nun einmal um Dinge, die zu den vorgeschrittensten Partien des Okkultismus gehören.

[ 1 ] Entsprechend unserer Ankündigung soll der heutige Vortrag an ein erschütterndes Ereignis anknüpfen, das sich in diesen Tagen zugetragen hat: an den Ausbruch des Vesuv. Selbstverständlich kann es sich nicht darum handeln, speziell über die Einzelheiten dieses Naturereignisses zu sprechen, sondern es wird unsere Aufgabe sein, ein geisteswissenschaftliches Verständnis für derartige Naturerscheinungen im allgemeinen zu wecken. Ich möchte also einige Bausteine zusammentragen, um ein solches Verständnis zu ermöglichen. Dabei will ich im voraus bemerken, daß es auch unter Okkultisten zu den schwierigsten Aufgaben gerechnet wird, über den geheimnisvollen Bau und die Zusammensetzung unseres Erdenplaneten zu sprechen. Es ist eine bekannte "Tatsache — und wer nur ein wenig über okkulte Zusammenhänge im Bilde ist, wird auch schon davon gehört haben -, daß es leichter ist, etwas von der astralen und der mentalen Welt, von Kamaloka und Devachan zu erleben und in das gewöhnliche Tagesbewußtsein hereinzubringen, als in die Geheimnisse unseres eigenen Erdenplaneten einzudringen. In der Tat gehören diese Geheimnisse zu den sogenannten inneren Geheimnissen, die einem höheren, dem zweiten Grad der Initiation vorbehalten sind. Vom Inneren der Erde wurde öffentlich überhaupt noch nicht gesprochen, ja, bisher nicht einmal innerhalb der theosophischen Bewegung. Daher möchte ich von vornherein betonen, daß dieser heutige Vortrag absolut nicht für Neulinge auf theosophischem Felde berechnet ist. Nicht etwa wegen irgendwelcher Schwierigkeiten für ein rein begriffliches Verständnis — denn sein Inhalt wird vielleicht leichter zu begreifen sein als manches andere -, sondern deshalb, weil jemand, der nicht genügend über die geisteswissenschaftlichen Forschungsmethoden orientiert ist, sogleich wieder fragen wird: Woher weißt du denn das alles? — Ich werde nur eine ungefähre Skizze der Tatbestände geben und zugleich auf die Wege hinweisen, die zur Erforschung dieser Zusammenhänge führen. Gewiß wird es Hörer geben, die nicht gewohnt sind, Außergewöhnliches zu erfahren und denen deshalb die heutigen Mitteilungen phantastisch erscheinen könnten. Doch bitte ich zu bedenken, daß man niemals alles begreifen kann. Es handelt sich hier nun einmal um Dinge, die zu den vorgeschrittensten Partien des Okkultismus gehören.

[ 2 ] Ich werde also in die Notwendigkeit versetzt sein, vom okkulten Standpunkte aus über das Innere unserer Erde zu sprechen. Über dieses Innere unserer Erde gibt bekanntlich die physische Wissenschaft nur sehr geringe Auskunft. Sie hat im Laufe der letzten Jahrzehnte, fast alle fünf Jahre einmal, immer wieder neue Theorien über die Entstehung von Vulkanen, über das Zustandekommen von Erdbeben und über die vulkanische Tätigkeit überhaupt aufgestellt. Was heute gesagt werden soll, würde diese physische Wissenschaft mit einer leichten Handbewegung als etwas abtun, was überhaupt nicht zur Wissenschaft gehört. Ich möchte Ihnen aber einleitungsweise nur einmal charakterisieren, wie sich für den Okkultisten dieser Einwand der physischen Wissenschaft ausnehmen würde.

[ 2 ] Ich werde also in die Notwendigkeit versetzt sein, vom okkulten Standpunkte aus über das Innere unserer Erde zu sprechen. Über dieses Innere unserer Erde gibt bekanntlich die physische Wissenschaft nur sehr geringe Auskunft. Sie hat im Laufe der letzten Jahrzehnte, fast alle fünf Jahre einmal, immer wieder neue Theorien über die Entstehung von Vulkanen, über das Zustandekommen von Erdbeben und über die vulkanische Tätigkeit überhaupt aufgestellt. Was heute gesagt werden soll, würde diese physische Wissenschaft mit einer leichten Handbewegung als etwas abtun, was überhaupt nicht zur Wissenschaft gehört. Ich möchte Ihnen aber einleitungsweise nur einmal charakterisieren, wie sich für den Okkultisten dieser Einwand der physischen Wissenschaft ausnehmen würde.

[ 3 ] Die äußere Wissenschaft setzt sich zur Aufgabe, diese verheerenden Ergießungen einer inneren Erdsubstanz auf die Oberfläche heraus, diese furchtbaren Erschütterungen, die ab und zu Tausende und aber Tausende von Menschenleben vernichten, rein mechanisch zu begreifen. Entweder stellt man sich ein glutflüssiges Erdinneres vor, etwa nach Art eines überhitzten Ofens, oder der Ursprung vulkanischer Erscheinungen wird in Oberflächen Herde vermuten, die nicht tief in das Erdinnere hinabreichen. Dies letztere wird namentlich in neueren Theorien vertreten. Alles das, was die äußere Wissenschaft darüber zu sagen hat, können Sie in populären naturwissenschaftlichen Vorträgen hören, oder einer verbteiteten, mehr oder weniger guten Literatur entnehmen. Was nun etwa vom Standpunkt der Geophysik gegen eine Betrachtungsweise, wie sie hier angewandt werden soll, geltend gemacht werden könnte, läßt sich mit einem ganz alltäglichen Vorkommnis vergleichen. Nehmen wir einmal an, jemand habe einer Persönlichkeit, die ihm eine Freude bereiten wollte, eine Zimmereinrichtung zu verdanken. Ein dritter könnte nun beschreiben, mit welcher Liebe und Sorgfalt die betreffende Persönlichkeit die einzelnen Möbelstücke ausgewählt hat, wie diese Auswahl auf bestimmte Ideen zurückging und so weiter. Ein anderer Betrachter könnte jedoch einwenden: Warum sollen hier Ideen maßgeblich sein? Die Möbel sind doch beim Tischler angefertigt worden, also auf ihn zurückzuführen. — Beide haben recht, sowohl der eine Betrachter, der beschreibt, wie die Möbel vom Tischler angefertigt wurden, wie der andere, der weiß, was in der Seele des Schenkers vorging, welcher dem Tischler den Auftrag zur Herstellung der Möbel gegeben hat. So hat die Naturforschung in ihrer Art durchaus recht, nur sollte sie sich dazu aufschwingen, zuzugeben, daß zwei ganz verschiedene Gesichtspunkte möglich sind. Es handelt sich hier gewiß nicht um Ablehnung der naturwissenschaftlichen Tischlerei-Erkenntnis, sondern darum, die Ideen, nach denen alles gebildet und bewirkt worden ist, also das Geistige, anschaulich zu machen.

[ 3 ] Die äußere Wissenschaft setzt sich zur Aufgabe, diese verheerenden Ergießungen einer inneren Erdsubstanz auf die Oberfläche heraus, diese furchtbaren Erschütterungen, die ab und zu Tausende und aber Tausende von Menschenleben vernichten, rein mechanisch zu begreifen. Entweder stellt man sich ein glutflüssiges Erdinneres vor, etwa nach Art eines überhitzten Ofens, oder der Ursprung vulkanischer Erscheinungen wird in Oberflächen Herde vermuten, die nicht tief in das Erdinnere hinabreichen. Dies letztere wird namentlich in neueren Theorien vertreten. Alles das, was die äußere Wissenschaft darüber zu sagen hat, können Sie in populären naturwissenschaftlichen Vorträgen hören, oder einer verbteiteten, mehr oder weniger guten Literatur entnehmen. Was nun etwa vom Standpunkt der Geophysik gegen eine Betrachtungsweise, wie sie hier angewandt werden soll, geltend gemacht werden könnte, läßt sich mit einem ganz alltäglichen Vorkommnis vergleichen. Nehmen wir einmal an, jemand habe einer Persönlichkeit, die ihm eine Freude bereiten wollte, eine Zimmereinrichtung zu verdanken. Ein dritter könnte nun beschreiben, mit welcher Liebe und Sorgfalt die betreffende Persönlichkeit die einzelnen Möbelstücke ausgewählt hat, wie diese Auswahl auf bestimmte Ideen zurückging und so weiter. Ein anderer Betrachter könnte jedoch einwenden: Warum sollen hier Ideen maßgeblich sein? Die Möbel sind doch beim Tischler angefertigt worden, also auf ihn zurückzuführen. — Beide haben recht, sowohl der eine Betrachter, der beschreibt, wie die Möbel vom Tischler angefertigt wurden, wie der andere, der weiß, was in der Seele des Schenkers vorging, welcher dem Tischler den Auftrag zur Herstellung der Möbel gegeben hat. So hat die Naturforschung in ihrer Art durchaus recht, nur sollte sie sich dazu aufschwingen, zuzugeben, daß zwei ganz verschiedene Gesichtspunkte möglich sind. Es handelt sich hier gewiß nicht um Ablehnung der naturwissenschaftlichen Tischlerei-Erkenntnis, sondern darum, die Ideen, nach denen alles gebildet und bewirkt worden ist, also das Geistige, anschaulich zu machen.

[ 4 ] Nun möchte ich ohne weitere Umschweife von dem Inneren der Erde sprechen. Das kann natürlich nur schematisch geschehen. Sie können sich wohl denken, daß dieses Erdinnere von verschiedenen Stellen der Erdoberfläche aus betrachtet, jeweils ein wenig anders aussehen wird. Es ist also nur eine schematische Darstellung möglich. Für den Geistesforscher ist ein Planet durchaus nicht jenes tote Produkt, als das ihn die Naturwissenschaft hinstellt. Er ist belebt und von Seele und Geist durchdrungen, so wie der menschliche Leib nicht allein dasjenige ist, was die Anatomie uns liefert. Wie dieser Menschenleib durchseelt und durchgeistigt ist, so ist auch der ganze Erdenkörper durchseelt und durchgeistigt. Und wie das Blut nicht nur dasjenige ist, was der Chemiker an diesem Blute feststellen kann, so sind gewisse Substanzen und Materialschichten in unserer Erde keineswegs bloß das, was der Metallurg, der Kristallograph, der Chemiker an ihnen feststellen kann. Ebensowenig wie die Nerven bloß dasjenige sind, was man anatomisch erkennen kann, sondern wie das, was anatomisch festzustellen ist, eine ganz besondere Bedeutung als Ausdruck eines Seelischen besitzt, so entspricht auch allem, was unsere Erde zusammensetzt, etwas Seelisch-Geistiges.

[ 4 ] Nun möchte ich ohne weitere Umschweife von dem Inneren der Erde sprechen. Das kann natürlich nur schematisch geschehen. Sie können sich wohl denken, daß dieses Erdinnere von verschiedenen Stellen der Erdoberfläche aus betrachtet, jeweils ein wenig anders aussehen wird. Es ist also nur eine schematische Darstellung möglich. Für den Geistesforscher ist ein Planet durchaus nicht jenes tote Produkt, als das ihn die Naturwissenschaft hinstellt. Er ist belebt und von Seele und Geist durchdrungen, so wie der menschliche Leib nicht allein dasjenige ist, was die Anatomie uns liefert. Wie dieser Menschenleib durchseelt und durchgeistigt ist, so ist auch der ganze Erdenkörper durchseelt und durchgeistigt. Und wie das Blut nicht nur dasjenige ist, was der Chemiker an diesem Blute feststellen kann, so sind gewisse Substanzen und Materialschichten in unserer Erde keineswegs bloß das, was der Metallurg, der Kristallograph, der Chemiker an ihnen feststellen kann. Ebensowenig wie die Nerven bloß dasjenige sind, was man anatomisch erkennen kann, sondern wie das, was anatomisch festzustellen ist, eine ganz besondere Bedeutung als Ausdruck eines Seelischen besitzt, so entspricht auch allem, was unsere Erde zusammensetzt, etwas Seelisch-Geistiges.

[ 5 ] Im übrigen kann die physikalische Forschung nur bis zu einer sehr geringen Tiefe in das Erdinnere vordringen. Wie wenig bedeuten die paar tausend Meter, in die man hinunterdringen kann. Die Naturforschung kann nur die alleräußerste Schale des Erdkörpers behandeln. Der hellseherischen Forschung sind dagegen nicht bestimmte Grenzen gesetzt, wenn sie unseren Erdkörper durchforscht. Tatsächlich ist es ihr möglich, in den Erdenplaneten bis zu seinem Mittelpunkt einzudringen. Auch für die hellseherische Forschung besteht die Erde aus Schichten, und es stellt sich heraus, daß diese Schichten stufenweise wahrnehmbar werden.

[ 5 ] Im übrigen kann die physikalische Forschung nur bis zu einer sehr geringen Tiefe in das Erdinnere vordringen. Wie wenig bedeuten die paar tausend Meter, in die man hinunterdringen kann. Die Naturforschung kann nur die alleräußerste Schale des Erdkörpers behandeln. Der hellseherischen Forschung sind dagegen nicht bestimmte Grenzen gesetzt, wenn sie unseren Erdkörper durchforscht. Tatsächlich ist es ihr möglich, in den Erdenplaneten bis zu seinem Mittelpunkt einzudringen. Auch für die hellseherische Forschung besteht die Erde aus Schichten, und es stellt sich heraus, daß diese Schichten stufenweise wahrnehmbar werden.

[ 6 ] Diejenigen, welche die Vorträge über das Johannes-Evangelium gehört haben, werden sich erinnern, daß es sieben Stufen der christlichen Einweihung gibt. Diese bestehen erstens in der Fußwaschung, zweitens in der Geißelung, drittens der Dornenkrönung, viertens der Kreuztragung, fünftens im mystischen Tod, sechstens in der Grablegung, siebentens in der Auferstehung. In der Tat tritt für jede dieser Einweihungsstufen in bezug auf die Erforschung der Erde etwas besonders Merkwürdiges zutage, nämlich für jede dieser Einweihungsstufen erweist sich eine jeweils um einen Grad tiefer liegende Schicht unserer Erde als durchsichtig, so daß derjenige, welcher die erste Stufe der Einweihung erreicht hat, zunächst die erste Schicht der Erde durchschauen kann. Wer die zweite Stufe erreicht hat, durchschaut eine zweite Schicht, die ganz anders aussieht. Derjenige, der die Dornenkrönung erlebt hat, sieht eine dritte Schicht. Dann kommt die Stufe der Kreuztragung, welche die vierte Schicht sichtbar macht. Die fünfte Stufe, der mystische Tod, erschließt eine weitere Schicht. Dann kommt die sechste Stufe, die Stufe der Grablegung. Die siebente Schicht entspricht der Auferstehung, so daß Sie sieben aufeinanderfolgende Schichten haben. Dann liegen jenseits dieser sieben Schichten für diejenigen Stufen, auf die sich der Mensch erhebt, wenn er diese sieben Stufen der Einweihung absolviert hat, noch zwei weitere Schichten des Erdenplaneten, eine achte und eine neunte Schicht des Erdeninneren, so daß wir unser Erdinneres aus neun übereinanderliegenden Schichten aufgebaut haben. Ich habe diese Schichten im wesentlichen gleich breit gezeichnet (siehe Zeichnung); sie sind es in Wirklichkeit nicht, sondern sie sind verschieden breit. Aber die Breite der Schichten wird uns heute weniger interessieren können.

[ 6 ] Diejenigen, welche die Vorträge über das Johannes-Evangelium gehört haben, werden sich erinnern, daß es sieben Stufen der christlichen Einweihung gibt. Diese bestehen erstens in der Fußwaschung, zweitens in der Geißelung, drittens der Dornenkrönung, viertens der Kreuztragung, fünftens im mystischen Tod, sechstens in der Grablegung, siebentens in der Auferstehung. In der Tat tritt für jede dieser Einweihungsstufen in bezug auf die Erforschung der Erde etwas besonders Merkwürdiges zutage, nämlich für jede dieser Einweihungsstufen erweist sich eine jeweils um einen Grad tiefer liegende Schicht unserer Erde als durchsichtig, so daß derjenige, welcher die erste Stufe der Einweihung erreicht hat, zunächst die erste Schicht der Erde durchschauen kann. Wer die zweite Stufe erreicht hat, durchschaut eine zweite Schicht, die ganz anders aussieht. Derjenige, der die Dornenkrönung erlebt hat, sieht eine dritte Schicht. Dann kommt die Stufe der Kreuztragung, welche die vierte Schicht sichtbar macht. Die fünfte Stufe, der mystische Tod, erschließt eine weitere Schicht. Dann kommt die sechste Stufe, die Stufe der Grablegung. Die siebente Schicht entspricht der Auferstehung, so daß Sie sieben aufeinanderfolgende Schichten haben. Dann liegen jenseits dieser sieben Schichten für diejenigen Stufen, auf die sich der Mensch erhebt, wenn er diese sieben Stufen der Einweihung absolviert hat, noch zwei weitere Schichten des Erdenplaneten, eine achte und eine neunte Schicht des Erdeninneren, so daß wir unser Erdinneres aus neun übereinanderliegenden Schichten aufgebaut haben. Ich habe diese Schichten im wesentlichen gleich breit gezeichnet (siehe Zeichnung); sie sind es in Wirklichkeit nicht, sondern sie sind verschieden breit. Aber die Breite der Schichten wird uns heute weniger interessieren können.

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[ 7 ] Wir wollen versuchen, diese neun aufeinanderfolgenden Schichten ein wenig zu beschreiben. Die oberste Schicht ist diejenige, in welcher alles dasjenige enthalten ist, was die Naturwissenschaft einzig und allein kennt, alles, was an festem Gestein oder Material zu festem Gestein vorhanden ist. Alles Mineralische ist in dieser obersten Schicht enthalten, alles, was als Materie die feste Erdrinde bildet.

[ 7 ] Wir wollen versuchen, diese neun aufeinanderfolgenden Schichten ein wenig zu beschreiben. Die oberste Schicht ist diejenige, in welcher alles dasjenige enthalten ist, was die Naturwissenschaft einzig und allein kennt, alles, was an festem Gestein oder Material zu festem Gestein vorhanden ist. Alles Mineralische ist in dieser obersten Schicht enthalten, alles, was als Materie die feste Erdrinde bildet.

[ 8 ] Dann kommt die zweite Schicht. Diese unterscheidet sich äußerlich von der darüberliegenden im wesentlichen dadurch, daß sie in einem verhältnismäßig weichen, flüssigen Zustand ist. Alles, was sie enthält, ist derart, daß man sie im Okkultismus die Schicht der flüssigen oder weichen Erde nennt. Die äußere Schicht heißt feste oder mineralische Erde. Alles das, was diese zweite Schicht der Erde enthält, sind Dinge, von denen die gewöhnliche Physik keine Ahnung haben kann, denn es ist zunächst nicht möglich, auf der Oberfläche unserer Erde Zustände herbeizuführen, in denen das, was innerhalb dieser Schicht als Substanz vorhanden ist, überhaupt enthalten sein könnte. Das kann gar nicht an der Oberfläche der Erde enthalten sein, denn es bedarf jenes ungeheuren Druckes, der von der obersten Schicht ausgeübt wird, um das in der zweiten Schicht Enthaltene zusammenzuhalten. Würden Sie die obere Schicht hinwegnehmen, so würde das, was darunterliegt, in einer unglaublichen Geschwindigkeit in den ganzen Weltenraum zerstieben. Das ist die zweite Schicht.

[ 8 ] Dann kommt die zweite Schicht. Diese unterscheidet sich äußerlich von der darüberliegenden im wesentlichen dadurch, daß sie in einem verhältnismäßig weichen, flüssigen Zustand ist. Alles, was sie enthält, ist derart, daß man sie im Okkultismus die Schicht der flüssigen oder weichen Erde nennt. Die äußere Schicht heißt feste oder mineralische Erde. Alles das, was diese zweite Schicht der Erde enthält, sind Dinge, von denen die gewöhnliche Physik keine Ahnung haben kann, denn es ist zunächst nicht möglich, auf der Oberfläche unserer Erde Zustände herbeizuführen, in denen das, was innerhalb dieser Schicht als Substanz vorhanden ist, überhaupt enthalten sein könnte. Das kann gar nicht an der Oberfläche der Erde enthalten sein, denn es bedarf jenes ungeheuren Druckes, der von der obersten Schicht ausgeübt wird, um das in der zweiten Schicht Enthaltene zusammenzuhalten. Würden Sie die obere Schicht hinwegnehmen, so würde das, was darunterliegt, in einer unglaublichen Geschwindigkeit in den ganzen Weltenraum zerstieben. Das ist die zweite Schicht.

[ 9 ] Die dritte Schicht nennt man den Erdendampf. Es ist eine Schicht, die noch schwerer zu charakterisieren ist als die zweite. Sie können sich dampfförmiges Wasser vorstellen. Außer seinem dampfförmigen Zustand ist es noch dutch und durch belebt. Wir haben also eine Schicht, die im wesentlichen belebt ist, während die beiden anderen Schichten der Erde, also die erste und zweite Schicht, als solche nicht eigentliches Leben haben. Nur hat die zweite Schicht eine ungeheure Ausdehnungsmöglichkeit, eine Zersplitterungstendenz. Die dritte Schicht besitzt dagegen ein in jedem Punkte vorhandenes Leben.

[ 9 ] Die dritte Schicht nennt man den Erdendampf. Es ist eine Schicht, die noch schwerer zu charakterisieren ist als die zweite. Sie können sich dampfförmiges Wasser vorstellen. Außer seinem dampfförmigen Zustand ist es noch dutch und durch belebt. Wir haben also eine Schicht, die im wesentlichen belebt ist, während die beiden anderen Schichten der Erde, also die erste und zweite Schicht, als solche nicht eigentliches Leben haben. Nur hat die zweite Schicht eine ungeheure Ausdehnungsmöglichkeit, eine Zersplitterungstendenz. Die dritte Schicht besitzt dagegen ein in jedem Punkte vorhandenes Leben.

[ 10 ] Die vierte Schicht ist nun so beschaffen, daß alle diejenigen Dinge, die in den drei übergeordneten Schichten vorhanden sind und immerhin mehr oder weniger etwas von unseren gewöhnlichen Stoffen haben, keine Stofflichkeit mehr aufweisen, wie sie auf der Erde angetroffen werden kann. In dieser Schicht sind also die Substanzen so, daß sie für keinen äußeren Sinn wahrnehmbar werden. Sie sind in einem astralischen Zustand. Alles, was in den drei obersten Schichten der Erde existiert und doch noch in einer gewissen Weise mit dem auf der Erdoberfläche Befindlichen verwandt ist, das ist hier im astralischen Zustande vorhanden. Wir können in dem Sinne, wie es in der Bibel heißt, sagen: «Der Geist Gottes schwebte über den Wassern.» Nennen wir diese Schicht die Wassererde, wie sie auch im Okkultismus bezeichnet wird. Diese Wassererde ist zu gleicher Zeit der Ursprung, der Urquell alles auf der Erde befindlichen Stofflichen, alles äußerlichen Stofflichen, gleichgültig ob dieses im Mineral, in der Pflanze, im Tier oder im Menschen enthalten ist. Dieses Stoffliche, das jedes irdische Wesen in sich trägt, ist, bis ins Astralische verflüchtigt, in dieser Wassererde vorhanden. Sie müssen sich vorstellen, daß von allen unseren physischen Kräften auch astralische Urkräfte vorhanden sind, daß diese astralischen Urkräfte sich ins Physische verdichten und daß diese Urkräfte in der vierten Schicht, in der Wassererde, enthalten sind.

[ 10 ] Die vierte Schicht ist nun so beschaffen, daß alle diejenigen Dinge, die in den drei übergeordneten Schichten vorhanden sind und immerhin mehr oder weniger etwas von unseren gewöhnlichen Stoffen haben, keine Stofflichkeit mehr aufweisen, wie sie auf der Erde angetroffen werden kann. In dieser Schicht sind also die Substanzen so, daß sie für keinen äußeren Sinn wahrnehmbar werden. Sie sind in einem astralischen Zustand. Alles, was in den drei obersten Schichten der Erde existiert und doch noch in einer gewissen Weise mit dem auf der Erdoberfläche Befindlichen verwandt ist, das ist hier im astralischen Zustande vorhanden. Wir können in dem Sinne, wie es in der Bibel heißt, sagen: «Der Geist Gottes schwebte über den Wassern.» Nennen wir diese Schicht die Wassererde, wie sie auch im Okkultismus bezeichnet wird. Diese Wassererde ist zu gleicher Zeit der Ursprung, der Urquell alles auf der Erde befindlichen Stofflichen, alles äußerlichen Stofflichen, gleichgültig ob dieses im Mineral, in der Pflanze, im Tier oder im Menschen enthalten ist. Dieses Stoffliche, das jedes irdische Wesen in sich trägt, ist, bis ins Astralische verflüchtigt, in dieser Wassererde vorhanden. Sie müssen sich vorstellen, daß von allen unseren physischen Kräften auch astralische Urkräfte vorhanden sind, daß diese astralischen Urkräfte sich ins Physische verdichten und daß diese Urkräfte in der vierten Schicht, in der Wassererde, enthalten sind.

[ 11 ] Die fünfte Schicht nennt man die Fruchterde. So heißt sie aus ganz besonderem Grunde. Die Naturforscher oder überhaupt die Menschen fragen danach: Wie ist das Leben entstanden? — Nicht nur bei populären Vorträgen, sondern auch in naturwissenschaftlichen Schriften wird das immer wieder diskutiert. Doch nur diejenigen, welche auf dem Gebiete der Geistesforschung blutige Dilettanten sind, stellen diese Frage. Für die Geistesforschung kann sich die Frage, wie das Lebendige entstanden ist, gar nicht stellen, sondern lediglich die Frage: Wie ist das Tote entstanden? — Ich habe Ihnen das schon einmal an einem Vergleich begreiflich zu machen versucht. Schauen Sie sich die Steinkohle an: sie ist jetzt nichts weiter als Stein, und dennoch, wenn Sie Jahrmillionen in unserer Erdentwickelung zurückverfolgen könnten, dann würden Sie feststellen, wie das, was da in der Steinkohle ist, von riesigen Farnwäldern herstammt, die verkohlt sind. Was ist also die Steinkohle? Aus ganzen Wäldern ist sie entstanden; ganz und gar lebendig war die heute tote Steinkohle.

[ 11 ] Die fünfte Schicht nennt man die Fruchterde. So heißt sie aus ganz besonderem Grunde. Die Naturforscher oder überhaupt die Menschen fragen danach: Wie ist das Leben entstanden? — Nicht nur bei populären Vorträgen, sondern auch in naturwissenschaftlichen Schriften wird das immer wieder diskutiert. Doch nur diejenigen, welche auf dem Gebiete der Geistesforschung blutige Dilettanten sind, stellen diese Frage. Für die Geistesforschung kann sich die Frage, wie das Lebendige entstanden ist, gar nicht stellen, sondern lediglich die Frage: Wie ist das Tote entstanden? — Ich habe Ihnen das schon einmal an einem Vergleich begreiflich zu machen versucht. Schauen Sie sich die Steinkohle an: sie ist jetzt nichts weiter als Stein, und dennoch, wenn Sie Jahrmillionen in unserer Erdentwickelung zurückverfolgen könnten, dann würden Sie feststellen, wie das, was da in der Steinkohle ist, von riesigen Farnwäldern herstammt, die verkohlt sind. Was ist also die Steinkohle? Aus ganzen Wäldern ist sie entstanden; ganz und gar lebendig war die heute tote Steinkohle.

[ 12 ] Könnten Sie sich den Meeresboden anschauen, so würden Sie mancherlei Kalkgebilde finden. Wenn Sie Meerestiere beobachten würden, so könnten Sie sehen, daß diese Tiere fortwährend Kalk absondern. Diese Kalkschale ist das, was als festes Material bleibt. Sie haben hier wiederum das Tote als Produkt des Lebendigen. Hätten Sie die übersinnlichen Wahrnehmungsorgane entwickelt, um entsprechend weit in der Erdentwickelung zurückzugehen, so würden Sie finden, daß alles Tote vom Lebendigen kommt, daß auch der Bergkristall und der Diamant, überhaupt alles Tote, vom Lebendigen herstammt. In der äußeren Natur ist das Versteinern ein ähnlicher Prozeß wie die Entstehung des Knochensystems in uns. Sie wissen, es gibt auch Fische, die noch kein Knochensystem haben. Beim Menschen finden Sie in früheren Zuständen auch noch keine Knochen, nur Knorpel. Alles Knochensystem ist eine Art von beginnendem Leblosen im Menschen. Es ist derselbe Prozeß der Verdichtung.

[ 12 ] Könnten Sie sich den Meeresboden anschauen, so würden Sie mancherlei Kalkgebilde finden. Wenn Sie Meerestiere beobachten würden, so könnten Sie sehen, daß diese Tiere fortwährend Kalk absondern. Diese Kalkschale ist das, was als festes Material bleibt. Sie haben hier wiederum das Tote als Produkt des Lebendigen. Hätten Sie die übersinnlichen Wahrnehmungsorgane entwickelt, um entsprechend weit in der Erdentwickelung zurückzugehen, so würden Sie finden, daß alles Tote vom Lebendigen kommt, daß auch der Bergkristall und der Diamant, überhaupt alles Tote, vom Lebendigen herstammt. In der äußeren Natur ist das Versteinern ein ähnlicher Prozeß wie die Entstehung des Knochensystems in uns. Sie wissen, es gibt auch Fische, die noch kein Knochensystem haben. Beim Menschen finden Sie in früheren Zuständen auch noch keine Knochen, nur Knorpel. Alles Knochensystem ist eine Art von beginnendem Leblosen im Menschen. Es ist derselbe Prozeß der Verdichtung.

[ 13 ] So haben Sie sich auch den lebendigen Erdenkörper vorzustellen. Der ganze Erdenkörper ist ein lebendiger Organismus. Die richtige Frage ist also: Wie ist das Tote, das Leblose, entstanden? - Es ist eine der unsinnigsten Fragen: Wie ist das Lebendige aus dem Toten entstanden? — weil das Lebendige zuerst war und das Tote sich als Versteinerung, als Verhärtung abgesondert hat. So gab es einst auf unserem ganzen Erdkörper Leben, und das Leben, das damals vorhanden gewesen ist, als es noch kein Totes gab, war ursprünglich lebendige Materie. Das ist noch enthalten in dieser Fruchterde. Sie lebt nicht nur so, wie die früheren Dinge, ein Leben, das dem jetzigen Leben ähnlich ist. Hier in der Fruchterde ist ursprünglichstes Leben vorhanden, wie es auch auf der Erdoberfläche vorhanden war, als es dort noch nichts Lebloses gab. So haben wir uns also die fünfte Schicht, die Fruchterde, vorzustellen.

[ 13 ] So haben Sie sich auch den lebendigen Erdenkörper vorzustellen. Der ganze Erdenkörper ist ein lebendiger Organismus. Die richtige Frage ist also: Wie ist das Tote, das Leblose, entstanden? - Es ist eine der unsinnigsten Fragen: Wie ist das Lebendige aus dem Toten entstanden? — weil das Lebendige zuerst war und das Tote sich als Versteinerung, als Verhärtung abgesondert hat. So gab es einst auf unserem ganzen Erdkörper Leben, und das Leben, das damals vorhanden gewesen ist, als es noch kein Totes gab, war ursprünglich lebendige Materie. Das ist noch enthalten in dieser Fruchterde. Sie lebt nicht nur so, wie die früheren Dinge, ein Leben, das dem jetzigen Leben ähnlich ist. Hier in der Fruchterde ist ursprünglichstes Leben vorhanden, wie es auch auf der Erdoberfläche vorhanden war, als es dort noch nichts Lebloses gab. So haben wir uns also die fünfte Schicht, die Fruchterde, vorzustellen.

[ 14 ] Die sechste Schicht ist die Feuererde. Ebenso wie die Fruchterde alles Leben enthält, so enthält die Feuererde alles Triebartige. Alles dasjenige enthält sie in seinen ursprünglichen Quellen, was tierisches Leben ist, Leben, das Lust und Leid haben kann. Es mag Ihnen sonderbar vorkommen, aber wahr ist es, daß diese Feuererde empfindet, sobald sie ausgedehnt wird. Das kann beobachtet werden. Es ist eine richtig empfindende Schicht der Erde. Alles was auf der Erde vorhanden ist und die ganze Erde erfüllt hat, ist in bestimmten Schichten vorhanden. Ebenso wie das Tote aus dem Lebendigen stammt, so stammt alles bloß Lebendige aus dem Seelischen. Nicht stammt das Bloß-Lebendige aus dem Körperlichen. Das Empfinden, das Seelische, ist das erste, und aus diesem entsteht das Körperliche. Alles, was materiell ist, geht auf Seelisches zurück.

[ 14 ] Die sechste Schicht ist die Feuererde. Ebenso wie die Fruchterde alles Leben enthält, so enthält die Feuererde alles Triebartige. Alles dasjenige enthält sie in seinen ursprünglichen Quellen, was tierisches Leben ist, Leben, das Lust und Leid haben kann. Es mag Ihnen sonderbar vorkommen, aber wahr ist es, daß diese Feuererde empfindet, sobald sie ausgedehnt wird. Das kann beobachtet werden. Es ist eine richtig empfindende Schicht der Erde. Alles was auf der Erde vorhanden ist und die ganze Erde erfüllt hat, ist in bestimmten Schichten vorhanden. Ebenso wie das Tote aus dem Lebendigen stammt, so stammt alles bloß Lebendige aus dem Seelischen. Nicht stammt das Bloß-Lebendige aus dem Körperlichen. Das Empfinden, das Seelische, ist das erste, und aus diesem entsteht das Körperliche. Alles, was materiell ist, geht auf Seelisches zurück.

[ 15 ] Die siebente Schicht wird der Erdspiegel, auch Erdrefraktor oder -reflektor genannt, und zwar aus einem ganz besonderen Grund. Nun kommt etwas, was sich vielleicht am allerschwersten vorstellen läßt. Wer nicht bekannt ist mit dem, was man die sogenannten sieben unaussprechlichen Geheimnisse des Okkultismus nennt, dem wird es grotesk erscheinen, was diese siebente Schicht des Erdinneren enthält. Sie birgt in sich alle Naturkräfte, ins Geistige umgesetzt. Ich möchte mich so verständlich machen: Denken Sie sich Magnetismus, Elektrizität, Wärme, Licht oder irgendeine Naturkraft, aber diese ins Geistige übertragen. Ein Magnet zieht beispielsweise Eisen an. Das ist eine unorganische Wirkung. Denken Sie sich diese ins Geistige umgesetzt so, als ob der Magnet aus einer inneren Seelensympathie das Eisen anziehen würde, und denken Sie sich die elektrische Leitung ins Geistig-Moralische umgewandelt so, als ob unsere Naturkräfte nicht mechanische, gleichgültige Kräfte wären, sondern moralische Wirkungen hätten. Die Kräfte der Erwärmung, der Abstoßung, der Anziehung stellen Sie sich als seelisch-moralisch vor, denken Sie sich dieselben so, als ob sie den Menschen eine Wohltat erweisen wollten und dabei eine seelische Empfindung hätten. So stellen Sie sich die ganze Natur zunächst moralisch vor.

[ 15 ] Die siebente Schicht wird der Erdspiegel, auch Erdrefraktor oder -reflektor genannt, und zwar aus einem ganz besonderen Grund. Nun kommt etwas, was sich vielleicht am allerschwersten vorstellen läßt. Wer nicht bekannt ist mit dem, was man die sogenannten sieben unaussprechlichen Geheimnisse des Okkultismus nennt, dem wird es grotesk erscheinen, was diese siebente Schicht des Erdinneren enthält. Sie birgt in sich alle Naturkräfte, ins Geistige umgesetzt. Ich möchte mich so verständlich machen: Denken Sie sich Magnetismus, Elektrizität, Wärme, Licht oder irgendeine Naturkraft, aber diese ins Geistige übertragen. Ein Magnet zieht beispielsweise Eisen an. Das ist eine unorganische Wirkung. Denken Sie sich diese ins Geistige umgesetzt so, als ob der Magnet aus einer inneren Seelensympathie das Eisen anziehen würde, und denken Sie sich die elektrische Leitung ins Geistig-Moralische umgewandelt so, als ob unsere Naturkräfte nicht mechanische, gleichgültige Kräfte wären, sondern moralische Wirkungen hätten. Die Kräfte der Erwärmung, der Abstoßung, der Anziehung stellen Sie sich als seelisch-moralisch vor, denken Sie sich dieselben so, als ob sie den Menschen eine Wohltat erweisen wollten und dabei eine seelische Empfindung hätten. So stellen Sie sich die ganze Natur zunächst moralisch vor.

[ 16 ] Aber nun denken Sie sich die ganze Natur unmoralisch. Also alles, was Sie als moralisch in der Menschennatur vorstellen können, denken Sie sich ins Gegenteil verkehrt. Dann haben Sie dasjenige, was in diesem Erdspiegel erscheint. Also, es gibt dort zum Beispiel nichts von dem, was man hier auf der Erde als das Gute bezeichnet, sondern im Gegenteil, alle diejenigen Wirkungen sind dort am stärksten, die das Gegenteil dessen sind, was die Menschen als gut bezeichnen. Solche Eigenschaften haben die materiellen Bestandteile dieser Schicht unserer Erde. Sie hatte davon ursprünglich noch viel mehr, aber sie werden im Laufe der Entwickelung der Moral immer besser, so daß die moralische Entwickelung unserer Erde eine völlige Umsetzung der Kräfte in diesem Erdspiegel vom Unmoralischen ins Moralische bedeutet. Der moralische Prozeß in der menschlichen Gesellschaft hat nicht nur Bedeutung für diese Gesellschaft selbst, sondern auch für den ganzen Planeten. Sie kommt dadurch zum Ausdruck, daß sich die Kräfte dieser Schicht in moralische Naturkräfte verwandeln. Wenn unser Menschengeschlecht so weit sein wird, daß es die höchste Moral erzeugt haben wird, dann wird alles Antimoralische in diesem Erdspiegel überwunden und in Moralisches verwandelt sein. Das ist der Sinn dieser siebenten Schicht.

[ 16 ] Aber nun denken Sie sich die ganze Natur unmoralisch. Also alles, was Sie als moralisch in der Menschennatur vorstellen können, denken Sie sich ins Gegenteil verkehrt. Dann haben Sie dasjenige, was in diesem Erdspiegel erscheint. Also, es gibt dort zum Beispiel nichts von dem, was man hier auf der Erde als das Gute bezeichnet, sondern im Gegenteil, alle diejenigen Wirkungen sind dort am stärksten, die das Gegenteil dessen sind, was die Menschen als gut bezeichnen. Solche Eigenschaften haben die materiellen Bestandteile dieser Schicht unserer Erde. Sie hatte davon ursprünglich noch viel mehr, aber sie werden im Laufe der Entwickelung der Moral immer besser, so daß die moralische Entwickelung unserer Erde eine völlige Umsetzung der Kräfte in diesem Erdspiegel vom Unmoralischen ins Moralische bedeutet. Der moralische Prozeß in der menschlichen Gesellschaft hat nicht nur Bedeutung für diese Gesellschaft selbst, sondern auch für den ganzen Planeten. Sie kommt dadurch zum Ausdruck, daß sich die Kräfte dieser Schicht in moralische Naturkräfte verwandeln. Wenn unser Menschengeschlecht so weit sein wird, daß es die höchste Moral erzeugt haben wird, dann wird alles Antimoralische in diesem Erdspiegel überwunden und in Moralisches verwandelt sein. Das ist der Sinn dieser siebenten Schicht.

[ 17 ] Den achten Teil des Erdinneren bezeichnet man mit verschiedenen Namen. In der Pythagoreischen Schule des Altertums trug diese achte Stufe den Namen Zahlenerzeuger. In der Rosenkreuzerschule wird sie der Zersplitterer genannt. Diese achte Schicht, die sich nun wieder aus einer Anzahl Kräften zusammensetzt, hat eine höchst merkwürdige Eigenschaft, die sich nur auf eine eigenartige Art herausfinden läßt. Wenn der Geistesschüler einen Grad erreicht hat, wie er in der christlichen Einweihung erst nach der Auferstehung erlangt wird, dann muß er, um überhaupt eine Vorstellung von dem zu bekommen, was hier vorgeht, folgendes tun. Er muß zum Beispiel eine Blume nehmen und diese sich geistig genau vorstellen, dann sich auf diesen Ort im Erdeninneren konzentrieren, und zwar so, als ob er durch die Blume hindurch in diesen Ort hineinsehen würde. Dann zeigt sich durch die Blume hindurch alles verhundertfacht und vertausendfacht. Deshalb der Name Zersplitterer. Wenn Sie etwas Formloses nehmen, etwa ein Stück Holz, so ist das nicht der Fall. Wenn Sie dagegen eine Pflanze, ein Tier oder auch einen Menschen nehmen, so erscheinen sie Ihnen dann in unzähligen Exemplaren. In ähnlicher Weise erscheint Ihnen auf diese Weise aber auch ein Kunstwerk vervielfältigt. Also nicht ein bloßes Stück ungeformter Materie, aber ein Kunstwerk, gleichgültig welcher Art es auch ist, wenn es nur materiell ist: das erscheint in unzähligen Exemplaren vervielfältigt. Das ist eine Eigenheit dieser Schicht; deshalb wird sie eben Zersplitterer oder in der Pythagoreischen Schule Zahlenerzeuger genannt, letzteres deshalb, weil sie in vielfacher Zahl zeigt, was auf der Erde in einem einzigen Exemplar vorhanden ist.

[ 17 ] Den achten Teil des Erdinneren bezeichnet man mit verschiedenen Namen. In der Pythagoreischen Schule des Altertums trug diese achte Stufe den Namen Zahlenerzeuger. In der Rosenkreuzerschule wird sie der Zersplitterer genannt. Diese achte Schicht, die sich nun wieder aus einer Anzahl Kräften zusammensetzt, hat eine höchst merkwürdige Eigenschaft, die sich nur auf eine eigenartige Art herausfinden läßt. Wenn der Geistesschüler einen Grad erreicht hat, wie er in der christlichen Einweihung erst nach der Auferstehung erlangt wird, dann muß er, um überhaupt eine Vorstellung von dem zu bekommen, was hier vorgeht, folgendes tun. Er muß zum Beispiel eine Blume nehmen und diese sich geistig genau vorstellen, dann sich auf diesen Ort im Erdeninneren konzentrieren, und zwar so, als ob er durch die Blume hindurch in diesen Ort hineinsehen würde. Dann zeigt sich durch die Blume hindurch alles verhundertfacht und vertausendfacht. Deshalb der Name Zersplitterer. Wenn Sie etwas Formloses nehmen, etwa ein Stück Holz, so ist das nicht der Fall. Wenn Sie dagegen eine Pflanze, ein Tier oder auch einen Menschen nehmen, so erscheinen sie Ihnen dann in unzähligen Exemplaren. In ähnlicher Weise erscheint Ihnen auf diese Weise aber auch ein Kunstwerk vervielfältigt. Also nicht ein bloßes Stück ungeformter Materie, aber ein Kunstwerk, gleichgültig welcher Art es auch ist, wenn es nur materiell ist: das erscheint in unzähligen Exemplaren vervielfältigt. Das ist eine Eigenheit dieser Schicht; deshalb wird sie eben Zersplitterer oder in der Pythagoreischen Schule Zahlenerzeuger genannt, letzteres deshalb, weil sie in vielfacher Zahl zeigt, was auf der Erde in einem einzigen Exemplar vorhanden ist.

[ 18 ] Dann kommt die neunte Schicht, welche unmittelbar den Erdmittelpunkt umgibt. Das ist für den heutigen Menschen, selbst für den schon vorgeschrittenen Geistesschüler, außerordentlich schwer zu durchschauen. Man kann nur sagen, daß man gewahr werden kann, wie bestimmte Teile des Erdinneren eine gewisse Beziehung zu einzelnen Organen des menschlichen und tierischen Leibes haben. Vor allem finden Sie da Kräfte, die an den Umkreis verlegt sind. Das sind Kräfte, deren Wirkensweise schwer zu beschreiben ist. Sie stehen in einem lebendigen Zusammenhang mit dem menschlichen Gehirn und weiter nach innen mit menschlichen Hirnfunktionen. Noch weiter nach innen liegen in dieser Sphäre solche Kräfte, die einen Zusammenhang mit den menschlichen und tierischen Fortpflanzungskräften besitzen.

[ 18 ] Dann kommt die neunte Schicht, welche unmittelbar den Erdmittelpunkt umgibt. Das ist für den heutigen Menschen, selbst für den schon vorgeschrittenen Geistesschüler, außerordentlich schwer zu durchschauen. Man kann nur sagen, daß man gewahr werden kann, wie bestimmte Teile des Erdinneren eine gewisse Beziehung zu einzelnen Organen des menschlichen und tierischen Leibes haben. Vor allem finden Sie da Kräfte, die an den Umkreis verlegt sind. Das sind Kräfte, deren Wirkensweise schwer zu beschreiben ist. Sie stehen in einem lebendigen Zusammenhang mit dem menschlichen Gehirn und weiter nach innen mit menschlichen Hirnfunktionen. Noch weiter nach innen liegen in dieser Sphäre solche Kräfte, die einen Zusammenhang mit den menschlichen und tierischen Fortpflanzungskräften besitzen.

[ 19 ] Auf diese Weise haben wir den Aufbau unserer Erde, wie er sich der hellseherischen Beobachtung darstellt und wie er in allen okkulten Schulen, seit es überhaupt solche Schulen gibt, gelehrt worden ist. Was Sie hier aufgezeichnet finden, ist ein Mysterium, das in allen okkulten Schulen wirklich gelehrt wird.

[ 19 ] Auf diese Weise haben wir den Aufbau unserer Erde, wie er sich der hellseherischen Beobachtung darstellt und wie er in allen okkulten Schulen, seit es überhaupt solche Schulen gibt, gelehrt worden ist. Was Sie hier aufgezeichnet finden, ist ein Mysterium, das in allen okkulten Schulen wirklich gelehrt wird.

[ 20 ] Nun bestehen aber die mannigfaltigsten Verbindungen zwischen den einzelnen Schichten, genau wie im menschlichen Leibe die einzelnen Organe durch das Blut und die Nerven auf das mannigfaltigste verbunden sind. Von der Mitte gehen Verbindungen in die verschiedensten Richtungen aus. Namentlich gehen zwei deutlich aufeinander senkrecht stehende Kräfterichtungen genau durch den Mittelpunkt der Erde. Es sind nicht Stränge, sondern Kraftrichtungen. Dann sind noch mannigfaltige andere Richtungen zu bemerken. Wichtig für die Betrachtung sind folgende Tatsachen. Wenn wir die oberste Schicht durchforschen, finden wir sie durchbrochen von einem Hohlraum innerhalb dieser äußersten Schicht. Dieser Hohlraum steht durch eine Art von Kanal mit der fünften Schicht in Verbindung, die man die Fruchterde nennt.

[ 20 ] Nun bestehen aber die mannigfaltigsten Verbindungen zwischen den einzelnen Schichten, genau wie im menschlichen Leibe die einzelnen Organe durch das Blut und die Nerven auf das mannigfaltigste verbunden sind. Von der Mitte gehen Verbindungen in die verschiedensten Richtungen aus. Namentlich gehen zwei deutlich aufeinander senkrecht stehende Kräfterichtungen genau durch den Mittelpunkt der Erde. Es sind nicht Stränge, sondern Kraftrichtungen. Dann sind noch mannigfaltige andere Richtungen zu bemerken. Wichtig für die Betrachtung sind folgende Tatsachen. Wenn wir die oberste Schicht durchforschen, finden wir sie durchbrochen von einem Hohlraum innerhalb dieser äußersten Schicht. Dieser Hohlraum steht durch eine Art von Kanal mit der fünften Schicht in Verbindung, die man die Fruchterde nennt.

[ 21 ] Wenn es sich nun um eine solche Naturkatastrophe wie einen Vulkanausbruch handelt, so sind die tieferen Erdschichten, die ich hier aufgezeichnet habe, beteiligt. Das gilt sowohl für Vulkanausbrüche wie für Erderschütterungen. Das Material der obersten Schichten wird durch die Kräfte, die von der Fruchterde nach dem erwähnten Hohlraum hin ausgehen, in Bewegung gesetzt. Wir haben es mit Wirkungen zu tun, die ihren wesentlichen Ursprung in der fünften Schicht unseres Erdinneren haben. Beteiligt ist aber noch das, was wir die Feuererde nennen, indem diese in Unruhe gerät. Sie ist ja eigentlich in fortwährender Unruhe, wird aber besonders unruhig in den Zeiten, in denen so abnorme Erscheinungen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche stattfinden. Nun steht diese Fruchterde - sie ist dasjenige, aus dem alles Leben hervorgegangen ist - im Zusammenhang mit allem Lebendigen. Die Feuererde aber steht im Zusammenhang mit dem, was empfindet, mit dem, was Lust und Leid erfährt, mit dem niederen Seelischen, seinen Leidenschaften und Trieben.

[ 21 ] Wenn es sich nun um eine solche Naturkatastrophe wie einen Vulkanausbruch handelt, so sind die tieferen Erdschichten, die ich hier aufgezeichnet habe, beteiligt. Das gilt sowohl für Vulkanausbrüche wie für Erderschütterungen. Das Material der obersten Schichten wird durch die Kräfte, die von der Fruchterde nach dem erwähnten Hohlraum hin ausgehen, in Bewegung gesetzt. Wir haben es mit Wirkungen zu tun, die ihren wesentlichen Ursprung in der fünften Schicht unseres Erdinneren haben. Beteiligt ist aber noch das, was wir die Feuererde nennen, indem diese in Unruhe gerät. Sie ist ja eigentlich in fortwährender Unruhe, wird aber besonders unruhig in den Zeiten, in denen so abnorme Erscheinungen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche stattfinden. Nun steht diese Fruchterde - sie ist dasjenige, aus dem alles Leben hervorgegangen ist - im Zusammenhang mit allem Lebendigen. Die Feuererde aber steht im Zusammenhang mit dem, was empfindet, mit dem, was Lust und Leid erfährt, mit dem niederen Seelischen, seinen Leidenschaften und Trieben.

[ 22 ] Auf das ganze große Gebiet kann ich nur ein paar Lichtblicke eröffnen, einiges, das den Zusammenhang dessen, was auf der Erde vorgeht, mit den Unruhen der Feuer- und Fruchterde zu erhellen vermag. Als der heutige Mensch auf unserer Erde zum erstenmal mit einem höheren Seelischen befruchtet wurde und anfing, Mensch zu sein, da waren noch mächtige Triebe unter dem Einfluß der Frucht- und Feuererde am Werk. Das alles stürmte und wütete in ganz anderer Weise, als das heute der Fall sein kann. Die Menschen der lemurischen Rasse waren in einer mächtigen Tätigkeit. Dieser ganze lemurische Kontinent, der sich in der Gegend zwischen dem heutigen Australien, Asien und Südafrika ausbreitete, ist durch vulkanisch-eruptive Katastrophen, durch ein starkes Wüten des Frucht- und Feuerelementes der Erde, untergegangen. Das hing mit dem zusammen, was sich in den dazumal noch ganz und gar in Trieben und Instinkten lebenden Menschen abspielte. Es war damals noch ein intimer Zusammenhang zwischen den Trieben, Begierden und Leidenschaften und den Kräften der vulkanischen Tätigkeit. Das Ende des lemurischen Kontinents wurde durch den grandiosen Egoismus der letzten lemurischen Rassen herbeigeführt, die eine schwarze Magie ausübten, von welcher wir heute keine Vorstellungen mehr haben können.

[ 22 ] Auf das ganze große Gebiet kann ich nur ein paar Lichtblicke eröffnen, einiges, das den Zusammenhang dessen, was auf der Erde vorgeht, mit den Unruhen der Feuer- und Fruchterde zu erhellen vermag. Als der heutige Mensch auf unserer Erde zum erstenmal mit einem höheren Seelischen befruchtet wurde und anfing, Mensch zu sein, da waren noch mächtige Triebe unter dem Einfluß der Frucht- und Feuererde am Werk. Das alles stürmte und wütete in ganz anderer Weise, als das heute der Fall sein kann. Die Menschen der lemurischen Rasse waren in einer mächtigen Tätigkeit. Dieser ganze lemurische Kontinent, der sich in der Gegend zwischen dem heutigen Australien, Asien und Südafrika ausbreitete, ist durch vulkanisch-eruptive Katastrophen, durch ein starkes Wüten des Frucht- und Feuerelementes der Erde, untergegangen. Das hing mit dem zusammen, was sich in den dazumal noch ganz und gar in Trieben und Instinkten lebenden Menschen abspielte. Es war damals noch ein intimer Zusammenhang zwischen den Trieben, Begierden und Leidenschaften und den Kräften der vulkanischen Tätigkeit. Das Ende des lemurischen Kontinents wurde durch den grandiosen Egoismus der letzten lemurischen Rassen herbeigeführt, die eine schwarze Magie ausübten, von welcher wir heute keine Vorstellungen mehr haben können.

[ 23 ] Ebenso hängt der Untergang der Atlantis, das was als die Sintflut beschrieben ist, mit der Moral der atlantischen Völker zusammen. Von alledem sind aber nur noch Spuren vorhanden. Trotzdem können wir bis zu einem gewissen Grade einen richtigen Zusammenhang zwischen dem Leben der Menschen und solchen Erscheinungen in der Natur nachweisen. Allerdings muß man bei dem Nachweis solcher Zusammenhänge höchst vorsichtig sein, denn natürlich können sich hier leicht Phantasien einschleichen. Es darf also nur auf okkult erforschten Tatsachen gefußt werden. Die Okkultisten versuchen festzustellen, was bei dem Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 nach Christus, bei dem Erdbeben in Kalabrien, bei dem Erdbeben zur Zeit Christi oder bei dem Erdbeben in Lissabon im Jahre 1755 vorlag. Bei diesen Naturkatastrophen ist eine große Anzahl von Menschen zugrunde gegangen. Die Menschen, die dabei ums Leben gekommen sind, brauchen das in ihrem früheren Leben nicht verschuldet zu haben. Es gehört aber zum Karma der betreffenden Menschen, daß sie diesen Untergang erleiden. Das ist das eine, weshalb man das Karma der Untergegangenen untersucht. Das andere ist das Folgende: In den theosophischen Handbüchern finden Sie häufig Kamaloka und Devachan in einer Weise beschrieben, daß es lediglich wie eine Folge, wie eine Auswirkung des vorangegangenen Erdenlebens erscheint. Tatsächlich aber wirken die Toten noch in dieses Erdenleben herein. Bei Veränderungen auf der Erde, bei Kulturund Naturerscheinungen spielen die toten Menschen eine Rolle. Denken Sie sich einmal, Sie wären in den ersten Jahren des Christentums und nun wieder in dieser jetzigen Zeit geboren worden. Da haben sich in Europa die Fauna und die Flora in gewaltiger Weise geändert. Viele Tiere und Pflanzenarten sind ausgestorben und durch andere ersetzt. Das alles wird im Sinne der Geistesforschung nicht durch Übernatürliches erklärt, sondern es wirken die Kräfte, welche der Mensch hat, wenn er nicht im Körper ist, bei den Naturkräften tatsächlich mit, so daß die Menschen mit den in Devachan oder Kamaloka befindlichen Kräften in ihr künftiges Leben hineinwirken. Wenn Sie in jetziger Zeit andere Tiere antreffen als vor Jahrtausenden, so sind sie also durch die Mitwirkung der Menschen entstanden. So sind in gewisser Weise die Menschen an dem, was wir Naturkraft nennen, beteiligt. Die Toten arbeiten an der Umgestaltung der Natur fortwährend mit, so daß wir in den Naturerscheinungen vielfach den Ausdruck für dasjenige zu schen haben, was die toten Menschen in diese Welt hineinarbeiten.

[ 23 ] Ebenso hängt der Untergang der Atlantis, das was als die Sintflut beschrieben ist, mit der Moral der atlantischen Völker zusammen. Von alledem sind aber nur noch Spuren vorhanden. Trotzdem können wir bis zu einem gewissen Grade einen richtigen Zusammenhang zwischen dem Leben der Menschen und solchen Erscheinungen in der Natur nachweisen. Allerdings muß man bei dem Nachweis solcher Zusammenhänge höchst vorsichtig sein, denn natürlich können sich hier leicht Phantasien einschleichen. Es darf also nur auf okkult erforschten Tatsachen gefußt werden. Die Okkultisten versuchen festzustellen, was bei dem Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 nach Christus, bei dem Erdbeben in Kalabrien, bei dem Erdbeben zur Zeit Christi oder bei dem Erdbeben in Lissabon im Jahre 1755 vorlag. Bei diesen Naturkatastrophen ist eine große Anzahl von Menschen zugrunde gegangen. Die Menschen, die dabei ums Leben gekommen sind, brauchen das in ihrem früheren Leben nicht verschuldet zu haben. Es gehört aber zum Karma der betreffenden Menschen, daß sie diesen Untergang erleiden. Das ist das eine, weshalb man das Karma der Untergegangenen untersucht. Das andere ist das Folgende: In den theosophischen Handbüchern finden Sie häufig Kamaloka und Devachan in einer Weise beschrieben, daß es lediglich wie eine Folge, wie eine Auswirkung des vorangegangenen Erdenlebens erscheint. Tatsächlich aber wirken die Toten noch in dieses Erdenleben herein. Bei Veränderungen auf der Erde, bei Kulturund Naturerscheinungen spielen die toten Menschen eine Rolle. Denken Sie sich einmal, Sie wären in den ersten Jahren des Christentums und nun wieder in dieser jetzigen Zeit geboren worden. Da haben sich in Europa die Fauna und die Flora in gewaltiger Weise geändert. Viele Tiere und Pflanzenarten sind ausgestorben und durch andere ersetzt. Das alles wird im Sinne der Geistesforschung nicht durch Übernatürliches erklärt, sondern es wirken die Kräfte, welche der Mensch hat, wenn er nicht im Körper ist, bei den Naturkräften tatsächlich mit, so daß die Menschen mit den in Devachan oder Kamaloka befindlichen Kräften in ihr künftiges Leben hineinwirken. Wenn Sie in jetziger Zeit andere Tiere antreffen als vor Jahrtausenden, so sind sie also durch die Mitwirkung der Menschen entstanden. So sind in gewisser Weise die Menschen an dem, was wir Naturkraft nennen, beteiligt. Die Toten arbeiten an der Umgestaltung der Natur fortwährend mit, so daß wir in den Naturerscheinungen vielfach den Ausdruck für dasjenige zu schen haben, was die toten Menschen in diese Welt hineinarbeiten.

[ 24 ] So einfach liegt die Sache bei den Vulkanausbrüchen und den Erdbeben nicht. Dennoch haben sie etwas mit den noch nicht wiederverkörperten Menschen zu tun. Sie stehen in ganz deutlicher Beziehung zu den Seelen, die verkörpert, inkarniert werden sollen in der Zeit, in der solche Erdbeben stattfinden. Als Okkultist hat man also zweierlei Aufgaben zu lösen, erstens die Frage, was mit den Menschen geschieht, die bei den Erdbeben umkommen, und zweitens die Frage, was das für Menschen sind, die in der Zeit des Erdbebens geboren werden, um herabzukommen in diese sichtbare Erde. Beide Untersuchungen geben ein Bild von dem Zusammenhang zwischen den Kataklysmen und dem, was wir als moralisch und intellektuell innerhalb der Menschheit zu beobachten haben. Es stellt sich heraus, daß die Menschen, welche bei einem solchen erschütternden Ereignis zugrunde gehen, abgesehen von allen ihren übrigen karmischen Veranlagungen, durch Tatsachen karmischer Art mit Seelen an dem Ort, wo ein Erdbeben stattfindet, zusammengeführt werden. Alle Seelen, die durch solche Erschütterungen zugrunde gehen, finden dadurch die Möglichkeit, einen letzten Punkt zu überwinden, der ihnen in ihrem Karma noch im Wege liegt, um von einem Materialisten zu einem Idealisten zu werden und zur Erkenntnis des Geistigen zu kommen.

[ 24 ] So einfach liegt die Sache bei den Vulkanausbrüchen und den Erdbeben nicht. Dennoch haben sie etwas mit den noch nicht wiederverkörperten Menschen zu tun. Sie stehen in ganz deutlicher Beziehung zu den Seelen, die verkörpert, inkarniert werden sollen in der Zeit, in der solche Erdbeben stattfinden. Als Okkultist hat man also zweierlei Aufgaben zu lösen, erstens die Frage, was mit den Menschen geschieht, die bei den Erdbeben umkommen, und zweitens die Frage, was das für Menschen sind, die in der Zeit des Erdbebens geboren werden, um herabzukommen in diese sichtbare Erde. Beide Untersuchungen geben ein Bild von dem Zusammenhang zwischen den Kataklysmen und dem, was wir als moralisch und intellektuell innerhalb der Menschheit zu beobachten haben. Es stellt sich heraus, daß die Menschen, welche bei einem solchen erschütternden Ereignis zugrunde gehen, abgesehen von allen ihren übrigen karmischen Veranlagungen, durch Tatsachen karmischer Art mit Seelen an dem Ort, wo ein Erdbeben stattfindet, zusammengeführt werden. Alle Seelen, die durch solche Erschütterungen zugrunde gehen, finden dadurch die Möglichkeit, einen letzten Punkt zu überwinden, der ihnen in ihrem Karma noch im Wege liegt, um von einem Materialisten zu einem Idealisten zu werden und zur Erkenntnis des Geistigen zu kommen.

[ 25 ] Diejenigen, die unter solchen Umständen geboren werden, sind dagegen merkwürdigerweise Seelen, bei denen eine bestimmte Anziehungskraft zu Trieben, Instinkten und Leidenschaften besteht und die zu richtigen Materialisten geboren werden. Diejenigen, die unter dem Einfluß eines solchen Ereignisses geboren werden, entwickeln sich zu Materialisten, und zwar zumeist zu praktischen, zu solchen, die es im Leben in bezug auf ihre Moral sind. Es hängt die Naturkraft mit dem zusammen, was die Menschen als ihre Kraft in Devachan entwickeln, und die Kräfte, welche als Reaktion von Feuer- und Fruchterde bei solchen Katastrophen auftreten, haben einen inneren Bezug auf solche Seelen, die bestimmt sind, im nächsten Leben eine praktisch-materialistische Gesinnung zu haben. Es sind also die unter den Auspizien von Vulkanausbrüchen geborenen Seelen die eigentlich materialistischen, die ungläubigen Menschen, diejenigen, die nichts von einem geistigen Leben wissen wollen.

[ 25 ] Diejenigen, die unter solchen Umständen geboren werden, sind dagegen merkwürdigerweise Seelen, bei denen eine bestimmte Anziehungskraft zu Trieben, Instinkten und Leidenschaften besteht und die zu richtigen Materialisten geboren werden. Diejenigen, die unter dem Einfluß eines solchen Ereignisses geboren werden, entwickeln sich zu Materialisten, und zwar zumeist zu praktischen, zu solchen, die es im Leben in bezug auf ihre Moral sind. Es hängt die Naturkraft mit dem zusammen, was die Menschen als ihre Kraft in Devachan entwickeln, und die Kräfte, welche als Reaktion von Feuer- und Fruchterde bei solchen Katastrophen auftreten, haben einen inneren Bezug auf solche Seelen, die bestimmt sind, im nächsten Leben eine praktisch-materialistische Gesinnung zu haben. Es sind also die unter den Auspizien von Vulkanausbrüchen geborenen Seelen die eigentlich materialistischen, die ungläubigen Menschen, diejenigen, die nichts von einem geistigen Leben wissen wollen.

[ 26 ] Das sind die zwei Tatsachen, die man wirklich konstatieren kann, so daß Sie also leicht daraus entnehmen können, wie der Fortschritt in der Entwickelung der Erde in dieser Richtung sein wird: Je mehr der wirkliche Materialismus zurückgedrängt wird, desto weniger werden tatsächlich solche Katastrophen in unserer Erde auftreten. Es besteht nämlich diese Anziehung zwischen dem Materialismus und dem, was in der Feuer- und Fruchterde vorhanden ist, so daß unsere Erde ruhiger und harmonischer werden wird in demselben Maße, wie die Menschheit vom Materialismus frei wird.

[ 26 ] Das sind die zwei Tatsachen, die man wirklich konstatieren kann, so daß Sie also leicht daraus entnehmen können, wie der Fortschritt in der Entwickelung der Erde in dieser Richtung sein wird: Je mehr der wirkliche Materialismus zurückgedrängt wird, desto weniger werden tatsächlich solche Katastrophen in unserer Erde auftreten. Es besteht nämlich diese Anziehung zwischen dem Materialismus und dem, was in der Feuer- und Fruchterde vorhanden ist, so daß unsere Erde ruhiger und harmonischer werden wird in demselben Maße, wie die Menschheit vom Materialismus frei wird.

[ 27 ] Nun besteht aber eine merkwürdige Entwickelung in bezug auf den Materialismus in den letzten Jahrhunderten. Sie wissen, daß ich immer wieder betont habe, daß das Mittelalter spiritueller war als unser Zeitalter. Die Mehrzahl der Menschen hat, wenigstens innerhalb Europas, spiritueller empfunden. Die neuere Zeit mit dem heraufkommenden Materialismus brachte zahlreiche Vulkanausbrüche. Der Vesuv ist der einzige Vulkan auf dem europäischen Festland, der noch tätig ist. Vergleichen Sie einmal die Zahl der Vesuvausbrüche: besonders schwere Ausbrüche wurden in den Jahren 79, 203, 472, 512, 652, 982, 1036, 1139 ... 1872, 1885, 1891 ... 1906, verzeichnet.

[ 27 ] Nun besteht aber eine merkwürdige Entwickelung in bezug auf den Materialismus in den letzten Jahrhunderten. Sie wissen, daß ich immer wieder betont habe, daß das Mittelalter spiritueller war als unser Zeitalter. Die Mehrzahl der Menschen hat, wenigstens innerhalb Europas, spiritueller empfunden. Die neuere Zeit mit dem heraufkommenden Materialismus brachte zahlreiche Vulkanausbrüche. Der Vesuv ist der einzige Vulkan auf dem europäischen Festland, der noch tätig ist. Vergleichen Sie einmal die Zahl der Vesuvausbrüche: besonders schwere Ausbrüche wurden in den Jahren 79, 203, 472, 512, 652, 982, 1036, 1139 ... 1872, 1885, 1891 ... 1906, verzeichnet.

[ 28 ] Aus diesen Zahlen möge jeder dasjenige nehmen, was er aus ihnen entnehmen mag. Ich kann nur betonen, daß die Popularisierung der okkulten Lehren aus viel tieferen Gründen entstanden ist, als die Menschen gewöhnlich glauben. Diejenigen, die sie eingeleitet haben, wußten durchaus, was geschehen soll, nämlich eine intensive spirituelle Entwickelung der Menschheit im Einklang mit den großen kosmischen Vorgängen. Den Laien mag das alles unbedeutend erscheinen, was in der geisteswissenschaftlichen Bewegung an großen umfassenden Gedanken nicht nur über das Menschheitsgeschehen, sondern über das Weltengeschehen beschlossen ist. Scheinbar haben wir es mit einer Lehre zu tun, aber in Wirklichkeit handelt es sich um etwas von ungeheurer Tiefe und Bedeutung für den ganzen Kosmos.

[ 28 ] Aus diesen Zahlen möge jeder dasjenige nehmen, was er aus ihnen entnehmen mag. Ich kann nur betonen, daß die Popularisierung der okkulten Lehren aus viel tieferen Gründen entstanden ist, als die Menschen gewöhnlich glauben. Diejenigen, die sie eingeleitet haben, wußten durchaus, was geschehen soll, nämlich eine intensive spirituelle Entwickelung der Menschheit im Einklang mit den großen kosmischen Vorgängen. Den Laien mag das alles unbedeutend erscheinen, was in der geisteswissenschaftlichen Bewegung an großen umfassenden Gedanken nicht nur über das Menschheitsgeschehen, sondern über das Weltengeschehen beschlossen ist. Scheinbar haben wir es mit einer Lehre zu tun, aber in Wirklichkeit handelt es sich um etwas von ungeheurer Tiefe und Bedeutung für den ganzen Kosmos.

[ 29 ] Das sind Dinge, die man immer wieder und wieder betonen muß. Also noch einmal: Ich habe versucht, für diejenigen, die ein wenig gewohnt sind, spirituelle Mitteilungen so aufzunehmen, wie es der Sache entspricht, einmal etwas zu behandeln, was sonst kaum so leicht zur Sprache kommen wird, auch in unserer theosophischen Bewegung nicht. Ich habe versucht, auf einige Punkte hinzuweisen, die mit den tiefsten Geheimnissen des Okkultismus zusammenhängen. Sie sind geeignet, in innerlicher Weise Geschehnisse moralisch begreiflich erscheinen zu lassen, wie wir sie in den letzten Tagen erlebt haben. Etwas muß man sich freilich immer wieder vor Augen halten. Hüten Sie sich, wenn solche umfassenden Zusammenhänge in Betracht kommen, vor jeglicher Phantastik, die sich an derartiges anheften könnte. Nur das darf in Betracht kommen, was sich auf die guten Methoden stützen kann, die sich nicht erst seit Jahrtausenden, sondern schon seit Entstehen des Okkultismus bewährt haben. Was wirklich innerhalb der Einweihung seinen Ursprung hat, was zu solchen Geheimnissen Zugang hat, und nur das, was auf wirklicher Forschung beruht, darf hier in Betracht kommen. Auf wirklicher Forschung beruht es, was ich Ihnen heute über die Bedeutung solcher Ereignisse gesagt habe: ihre Bedeutung sowohl für den Menschen, der zugrunde geht, wie auch für den Menschen, der zur Zeit dieser Ereignisse geboren wird, der also aus seinem eigenen Drang heraus genötigt wird, sich zu verkörpern. Das sind Zusammenhänge, die uns tief hineinsehen lassen in die menschliche Natur.

[ 29 ] Das sind Dinge, die man immer wieder und wieder betonen muß. Also noch einmal: Ich habe versucht, für diejenigen, die ein wenig gewohnt sind, spirituelle Mitteilungen so aufzunehmen, wie es der Sache entspricht, einmal etwas zu behandeln, was sonst kaum so leicht zur Sprache kommen wird, auch in unserer theosophischen Bewegung nicht. Ich habe versucht, auf einige Punkte hinzuweisen, die mit den tiefsten Geheimnissen des Okkultismus zusammenhängen. Sie sind geeignet, in innerlicher Weise Geschehnisse moralisch begreiflich erscheinen zu lassen, wie wir sie in den letzten Tagen erlebt haben. Etwas muß man sich freilich immer wieder vor Augen halten. Hüten Sie sich, wenn solche umfassenden Zusammenhänge in Betracht kommen, vor jeglicher Phantastik, die sich an derartiges anheften könnte. Nur das darf in Betracht kommen, was sich auf die guten Methoden stützen kann, die sich nicht erst seit Jahrtausenden, sondern schon seit Entstehen des Okkultismus bewährt haben. Was wirklich innerhalb der Einweihung seinen Ursprung hat, was zu solchen Geheimnissen Zugang hat, und nur das, was auf wirklicher Forschung beruht, darf hier in Betracht kommen. Auf wirklicher Forschung beruht es, was ich Ihnen heute über die Bedeutung solcher Ereignisse gesagt habe: ihre Bedeutung sowohl für den Menschen, der zugrunde geht, wie auch für den Menschen, der zur Zeit dieser Ereignisse geboren wird, der also aus seinem eigenen Drang heraus genötigt wird, sich zu verkörpern. Das sind Zusammenhänge, die uns tief hineinsehen lassen in die menschliche Natur.

[ 30 ] Der Okkultist darf nicht davor zurückschrecken, auch Unglaubliches zu sagen. Und so möchte ich zum Abschluß noch etwas Unglaubliches mitteilen, was aber ganz sicher erforscht ist. Bei dem berühmten Ausbruch des Vesuv, durch den im Jahre 79 Herkulanum und Pompeji verschüttet wurden, hat sich etwas Bemerkenswertes zugetragen. Bekanntlich ist dabei der berühmte römische Schriftsteller Plinius der Ältere zugrunde gegangen. Dessen Schicksal okkult zu verfolgen, ist außerordentlich bedeutsam, doch soll in unserem jetzigen Zusammenhang nicht auf sein individuelles Karma eingegangen werden, sondern auf etwas anderes. Sie wissen alle, was man unter «Akasha-Chronik » versteht. Es ist Ihnen bekannt, daß man sich mit Hilfe der Akasha-Chronik in bestimmte Zeitpunkte zurückversetzen kann, so auch in den Zeitpunkt des ersten Vesuvausbruches. Da stellt sich nun etwas Merkwürdiges heraus. Ich habe im Verlauf des Vortrags über die Eigentümlichkeit der achten Schicht gesprochen, die man den Zersplitterer oder Zahlenerzeuger nennt. Diese Schicht hat nun auch für den physischen Leib des Menschen eine große Bedeutung. Was man gewöhnlich den menschlichen Leib nennt, geht nach dem Tode physisch-stofflich zugrunde. Es löst sich in den obersten Schichten der Erde auf, nicht aber die Kraftsumme, die den physischen Leib in der Form hält. Diese können Sie in der siebenten Schicht, dem sogenannten Erdspiegel, finden. Wenn Sie also in der Akasha-Chronik den Moment festhalten, in dem ein Mensch auf der Erde eben gestorben ist, und dann den Verbleib seiner einzelnen Wesensglieder verfolgen, werden Sie sehen, wie der physische Leichnam zugrunde geht, wie aber die physische Form als bleibend im Erdspiegel, in der siebenten Schicht, zu finden ist. Da sind die Dinge aufbewahrt, die in der Akasha-Chronik erforscht werden können. Tatsächlich ist dies eine Art von Reservoir für die Formen, die vorhanden bleiben. Die Materie geht zugrunde, aber die Form bleibt aufbewahrt.

[ 30 ] Der Okkultist darf nicht davor zurückschrecken, auch Unglaubliches zu sagen. Und so möchte ich zum Abschluß noch etwas Unglaubliches mitteilen, was aber ganz sicher erforscht ist. Bei dem berühmten Ausbruch des Vesuv, durch den im Jahre 79 Herkulanum und Pompeji verschüttet wurden, hat sich etwas Bemerkenswertes zugetragen. Bekanntlich ist dabei der berühmte römische Schriftsteller Plinius der Ältere zugrunde gegangen. Dessen Schicksal okkult zu verfolgen, ist außerordentlich bedeutsam, doch soll in unserem jetzigen Zusammenhang nicht auf sein individuelles Karma eingegangen werden, sondern auf etwas anderes. Sie wissen alle, was man unter «Akasha-Chronik » versteht. Es ist Ihnen bekannt, daß man sich mit Hilfe der Akasha-Chronik in bestimmte Zeitpunkte zurückversetzen kann, so auch in den Zeitpunkt des ersten Vesuvausbruches. Da stellt sich nun etwas Merkwürdiges heraus. Ich habe im Verlauf des Vortrags über die Eigentümlichkeit der achten Schicht gesprochen, die man den Zersplitterer oder Zahlenerzeuger nennt. Diese Schicht hat nun auch für den physischen Leib des Menschen eine große Bedeutung. Was man gewöhnlich den menschlichen Leib nennt, geht nach dem Tode physisch-stofflich zugrunde. Es löst sich in den obersten Schichten der Erde auf, nicht aber die Kraftsumme, die den physischen Leib in der Form hält. Diese können Sie in der siebenten Schicht, dem sogenannten Erdspiegel, finden. Wenn Sie also in der Akasha-Chronik den Moment festhalten, in dem ein Mensch auf der Erde eben gestorben ist, und dann den Verbleib seiner einzelnen Wesensglieder verfolgen, werden Sie sehen, wie der physische Leichnam zugrunde geht, wie aber die physische Form als bleibend im Erdspiegel, in der siebenten Schicht, zu finden ist. Da sind die Dinge aufbewahrt, die in der Akasha-Chronik erforscht werden können. Tatsächlich ist dies eine Art von Reservoir für die Formen, die vorhanden bleiben. Die Materie geht zugrunde, aber die Form bleibt aufbewahrt.

[ 31 ] Wenn Sie nun eine solche aufbewahrte Menschenform verfolgen, so sehen Sie, daß sie eine Zeitlang in dieser siebenten Schicht verbleibt. Dann wird sie in der achten Schicht, dem Zersplitterer oder Zahlenerzeuger, in der Tat zersplittert. Es entsteht wirklich genau dasselbe, was ich Ihnen vorhin für die bloße Betrachtung beschrieben habe für die Blume. Dieser Formleib eines Menschen wird Ihnen viele Male geteilt erscheinen. Er tritt dann wieder beim Aufbau späterer Menschen in Erscheinung. Also wohlgemerkt, der Mensch, wie er unter uns lebt, hat nicht bloß seine Individualität, sein Innerstes; er trägt auch andere Menschen der Form nach in sich, in seiner Mitte im Körper. Und tatsächlich ist es möglich, den Einfluß aufzuzeigen, den die zersplitterte leibliche Form des Plinius auf das Denken materialistischer Naturforscher gehabt hat, welche diese zersplitterte Form in sich aufgenommen haben.

[ 31 ] Wenn Sie nun eine solche aufbewahrte Menschenform verfolgen, so sehen Sie, daß sie eine Zeitlang in dieser siebenten Schicht verbleibt. Dann wird sie in der achten Schicht, dem Zersplitterer oder Zahlenerzeuger, in der Tat zersplittert. Es entsteht wirklich genau dasselbe, was ich Ihnen vorhin für die bloße Betrachtung beschrieben habe für die Blume. Dieser Formleib eines Menschen wird Ihnen viele Male geteilt erscheinen. Er tritt dann wieder beim Aufbau späterer Menschen in Erscheinung. Also wohlgemerkt, der Mensch, wie er unter uns lebt, hat nicht bloß seine Individualität, sein Innerstes; er trägt auch andere Menschen der Form nach in sich, in seiner Mitte im Körper. Und tatsächlich ist es möglich, den Einfluß aufzuzeigen, den die zersplitterte leibliche Form des Plinius auf das Denken materialistischer Naturforscher gehabt hat, welche diese zersplitterte Form in sich aufgenommen haben.

[ 32 ] So geheimnisvoll sind die Zusammenhänge, die sich uns ergeben, wenn wir in die Konstitution der Erde eindringen. Sie werden es jetzt begreiflich finden, daß in gewisser Beziehung auch das Äußere, der Aufbau unserer Körper, von solchen vorhergehenden Ereignissen karmisch abhängig ist. Ein Geschehen wie der Untergang des Plinius wirkt auf den Aufbau späterer Gehirne nach, wirkt nicht auf die Seelen nach, sondern auf die leiblichen Formen. Das sind besonders feine Vorgänge, die sehr wichtig sind, wenn man die Zusammenhänge zwischen Mensch und Erde verstehen will.

[ 32 ] So geheimnisvoll sind die Zusammenhänge, die sich uns ergeben, wenn wir in die Konstitution der Erde eindringen. Sie werden es jetzt begreiflich finden, daß in gewisser Beziehung auch das Äußere, der Aufbau unserer Körper, von solchen vorhergehenden Ereignissen karmisch abhängig ist. Ein Geschehen wie der Untergang des Plinius wirkt auf den Aufbau späterer Gehirne nach, wirkt nicht auf die Seelen nach, sondern auf die leiblichen Formen. Das sind besonders feine Vorgänge, die sehr wichtig sind, wenn man die Zusammenhänge zwischen Mensch und Erde verstehen will.

[ 33 ] Zu den Geheimnissen der Rosenkreuzer, über deren tiefe Weisheit ich zu Ihnen schon früher gesprochen habe, gehörten Erkenntnisse von der Art, wie ich sie Ihnen heute mitgeteilt habe. Die Rosenkreuzer sahen die Erde nicht als leblosen Klumpen an, wie es die modernen Naturforscher tun. Auch Goetbe, der große Dichter und Theosoph, wußte, daß die Erde nicht etwas Totes, Lebloses ist. Es war keine poetische Redensart, sondern ein Bild für eine geistige Wirklichkeit, wenn er den Erdgeist sprechen ließ:

[ 33 ] Zu den Geheimnissen der Rosenkreuzer, über deren tiefe Weisheit ich zu Ihnen schon früher gesprochen habe, gehörten Erkenntnisse von der Art, wie ich sie Ihnen heute mitgeteilt habe. Die Rosenkreuzer sahen die Erde nicht als leblosen Klumpen an, wie es die modernen Naturforscher tun. Auch Goetbe, der große Dichter und Theosoph, wußte, daß die Erde nicht etwas Totes, Lebloses ist. Es war keine poetische Redensart, sondern ein Bild für eine geistige Wirklichkeit, wenn er den Erdgeist sprechen ließ:

In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall ich auf und ab,
Webe hin und her!
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben,
So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall ich auf und ab,
Webe hin und her!
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben,
So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid.

[ 34 ] Für Goethe war diese Erde das äußere Kleid göttlicher Mächte. Von ihrem Wirken wollte ich Ihnen heute einiges schildern.

[ 34 ] Für Goethe war diese Erde das äußere Kleid göttlicher Mächte. Von ihrem Wirken wollte ich Ihnen heute einiges schildern.